Stargate: Battlestar Galactica
#1
Hallo, ihr Lieben. Nachdem ich schon dem aktuellen FF-Projekt: ODYSSEE einen Neustart ermöglicht habe, habe ich mir gedacht, nun auch schon einer bereits von mir abgeschlossenen FF-Serie: STARGATE: BATTLESTAR GALACTICA, auch hier im neuen Forum ein neues Heim zu geben Angel


 Stargate: Battlestar Galactica

Titel: Stargate: Battlestar Galactica
Autor: Jonathan J. O´Neill
Rating: FSK 14
Crossover: aus den Serien BSG/SG1/SGA mit den bekannten Charakteren
Pairings: die aus den Serien

Anmerkungen:
1. Alle Rechte von Stargate SG-1 und Atlantis sind Eigentum von MGM, und alle Rechte von Battlestar Galactica sind Eigentum von Universal.
2. Ich schreibe diese FF nur zum Spaß und an der Freude, nicht um damit Geld zu verdienen.
3. Die Geschehnisse verlaufen anders als in den Serien: Sie knüpfen aber bei BSG am Ende der Folge “Maelstrom” an; bei SG-1 nach der 8. Staffel und bei Atlantis nach der 1. Staffel. Daher wird einigen Lesern dieser FF, die  BSG kennen, der Anfang des ersten Kapitels zum Teil bekannt vorkommen.
4. Die Geschehnisse schildern die Erlebnisse von Kara “Starbuck” Thrace, die hier in der Version wirklich auf der Erde (von uns) landet, und mit Hilfe der Menschen von der Erde zu ihrer Flotte zurück findet, dies wäre 1. Season, in der 2. Season, dann die Reise der Kolonialen Flotte mit Hilfe von Jack O´Neill zur Erde.



Stargate: Battlestar Galactica - Season 1
1.01. Licht und Dunkel

Milchstraße
SGC, Erde

Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord vor 9 Tagen verlassen und war nach Atlantis aufgebrochen. General O´Neill wartete seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie. Die Wraith hatten Atlantis angegriffen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um Elizabeth Weir zu helfen. Diese Truppe Marines von  Colonel Everett angeführt, wurde durch das Stargate nach Atlantis gesandt, um eine Verteidigung aufzubauen bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.

“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”
“Ich höre General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen sind. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”
“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”
“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.

Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnell versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen, darunter auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.

Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Jetzt begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief  Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.

Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.


Irgendwo in der Andromeda-Galaxie

Zur gleichen Zeit, völlig woanders im Universum in einer anderen Galaxie, im Sturm eines Gasplaneten. Nun kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorkam.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder: “Starbuck kehr um. Lass ihn fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”

Galactica, CIC

An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Techniker der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “ Apollo ihr müsst euch beeilen, ihr habt nur noch 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet, Apollo!”

Planet

“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara unvermittelt:” Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass den Zylonenjäger doch weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Lee nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte:    ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich per Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen, abbrechen! Du bist zu beinahe zu tief hochziehen und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete der Admiral per Funk.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, und flog dann zurück in Richtung Galactica.

Galactica

Im CIC der Galactica herrschte nun erschüttertes Schweigen, als die Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam. Besonders betroffen zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta.

Einige Zeit darauf ist Admiral Adama kurz davor, in seinem Quartier, das Segelschiffmodell fertig zu stellen. Zum Abschluss bringt er die Aurora an den Bug des Schiffes an. Doch kaum hatte er dies getan, packt er das Schiff und zerstört das Modell und sinkt weinend zu Boden, von Trauer und der Wut überwältigt durch den Verlust von Kara.

Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.


Milchstraße
Minnesota, USA, Erde

General O´Neill verließ den Highway und auch die asphaltierten Straßen. Er kam seinem Ziel, seiner Ferienhütte mit dem See näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen Hand und ein kühles Blondes in der anderen Hand.
“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich ins Pentagon muss”, murmelte O´Neill vor sich hin.
Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, und fuhr zügig weiter. An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und seinem Feriendomizil.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen”, brummte er, stieg aus und sah sich genauer um - alle Fenster sind zu Bruch gegangen.
“Na das wird teuer”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte und entdeckte im See eine Gestalt treiben. O´Neill sprintete zu dem See und auf den kleinen Steg, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Nun hechtete er ins Wasser und schwamm zu der Person, die der Pilot sein musste und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose und auch gar verletzte Person mit einem Arm und ruderte mit dem anderen und den Beinen strampelnd, um wieder an das Ufer zu schwimmen.
´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.
´Das war es wohl mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt. Jack hob sein Handy auf und überlegte kurz, dann wählte er die direkte Nummer von Lieutenant General George Hammond, den Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C.
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir mal, wer oder was du wirklich bist”, sagte er hustend und legte das Handy beiseite.
Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm ihn nachdem er den Mechanismus gefunden hatte vorsichtig ab. Es handelte sich um eine junge blonde Frau, stellte er fest und stellte den Helm vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest. Danach stand er auf und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.” Nun kniete er sich neben ihren Kopf  hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war. “Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.
“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Nun nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.

Zum zweiten Male wählte er nun die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im  Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und … hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, und griff zum Notizblock und einen Kugelschreiber.
Nun begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschah:” Nun ja, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen Wrackteile herum die geborgen werden müssten. Auch benötige ein Sanitätsteam für, wegen der jungen Frau, die immer noch bewusstlos ist und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammt.”
“Ich informiere die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation im SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung. Einige Minuten später informierte Jack auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse, und wie er mit Landry verblieben ist.
“Das könnte eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.

Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie medizinisch zu versorgen.


Andromeda-Galaxie
Galactica, Backbord-Hangardeck

Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama und sogar Colonel Tigh eine Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte und die Kolonien zu würdigen und sie zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen. Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.

“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.


Milchstraße
Minnesota, USA, Erde

General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der nun vor seinen Augen sich dem Ende zuneigte.
“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.
Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er, stieg ein und fuhr los.

Nach einer kleinen Odyssee, mit beamen und fahren kam er schließlich wieder im SGC an.

Krankenstation, SGC, Erde

“Willkommen, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige Prellungen erlitten, und sie ist momentan noch geblendet - doch das gibt sich wieder und kann zurzeit nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort gepackt”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton, dem General.
“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht, sondern Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen.”
“Danke Doc. Dann geh ich mal zu Carter. Ich komme dann zurück”, mit diesen Worten verließ O´Neill die Krankenstation, und machte sich auf den weg zu Colonel Carter’ Labor.

Colonel Carter’ Labor, SGC, Erde

“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie und überreichte O´Neill eine Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung?”, fragte er, als er im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Buches dürfte es etwas einfacher sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Bei der Kleidung, die sie trug handelte es sich um einen ausgeklügelten Raumanzug. Von diesen Leuten können wir noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein.”
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation”, sagte Jack und wedelte zum Abschied mit der Mappe, als er das Labor verließ.

Krankenstation, SGC, Erde

In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill wieder die Krankenstation und ging zu dem Bett von Kara Thrace.
“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie mit den leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht sehen, doch die Stimme erkannte sie wieder.
“Wer sind Sie, und wo bin ich?”, fragte Kara Thrace müde, und rieb sich ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der Erde heißt”, antwortete O´Neill trocken.
Bei dem vorletzten Wort, das der Mann gesagt hatte bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht zu träumen.
“Auf der Erde.”

1.02 Informationen

Milchstraße
Krankenstation, SGC, Erde

Kara Thrace konnte es nicht so recht glauben, was sie gerade aus dem Mund des Mannes, der Jack O´Neill hieß, so eben nun zum zweiten Mal gehört hatte.
“Oh, ihr Götter. Ich bin nicht tot, und auf der Erde?”, fragte Starbuck, um Gewissheit zu haben, das sie nicht träumte.
“Nein, Sie sind am Leben, und das Paradies oder Jenseits ist komfortabler als dieser Ort - denke ich. Und ja, wir nennen unseren kleinen, blauen Planeten: Erde. Wieso stimmt irgendetwas nicht?”, fragte O´Neill, nachdem er der jungen Frau, die neben ihm im Krankenbett lag, versichert hatte das sie nicht tot war, sondern am Leben. Und er war etwas ratlos, denn viele der Völker mit denen man Kontakt hatte kannten die Erde, oder hatten zumindest von ihr gehört. Daher war er etwas ratlos, woher kam die Pilotin also, die er gerettet hatte, konnte es aber irgendwie nachvollziehen, dass die junge Frau ihn etwas irritiert anschaute.
“Na schön”, sagte General O´Neill und räusperte sich, ehe er in seinen lockeren Plauderton fortfuhr:” Nun wissen Sie wer ich bin, also wäre es fair zu wissen wer Sie sind, und erzählen mir woher Sie eigentlich kommen. Und zu erklären, wie Sie hier gelandet sind. Denn bevor ich Sie gefunden habe, gab es ein ziemlich helles, weißes Leuchten und einen gewaltigen Rummser, den man sicher bis nach Chicago gehört hat.”
Starbuck wartete noch einen Moment, den ihr der hohe Offizier, der mit ihr sprach wortlos bewilligte, bevor sie sich gesammelte hatte und sich vorstellte: ”Na gut… Ich bin Captain Kara Thrace, Koloniale Flotte Battlestar Galactica, mein Spitzname ist Starbuck, ich komme aus Delphi von der Kolonie Caprica, eine der 12. Kolonien von Kobol, und ich und meine Leute suchen die Erde.”
“Ihr sucht die Erde, und warum?“, fragte O´Neill forschend.
“Ja, wir suchen die Erde. Die Zylonen haben unsere Heimatwelten zerstört, seitdem sind wir auf der Flucht und suchen eine neue Heimat. Haben Sie ein Problem damit?”, fragte Kara, nachdem sie den Grund genannt hatte etwas gereizt.
“Nein, ich habe kein Problem damit, Captain Thrace. Doch wer oder was sind denn Zylonen?”, fragte O´Neill neugierig geworden, als er die Situation entschärft hatte.
“Toaster denen man dummerweise das Laufen beigebracht hatte, und die dann meine Zivilisation zerstört haben”, sagte Kara wütend, und ballte die Fäuste.

Jack O´Neill merkte, dass er so nicht weiterkam und eigentlich kein Verhör führen wollte, sondern eine ruhige Unterhaltung, um brauchbare Informationen zu erhalten. Schließlich kam ihm eine gute Idee, um die Atmosphäre zwischen ihm und Kara Thrace zu entspannen und mehr Vertrauen zu schaffen.
“Okay”, begann er, und faltete die Hände zusammen, “um etwas Vertrauen zwischen uns Beiden aufzubauen, könnten wir uns gegenseitig aus unseren Leben erzählen, was wir machen, wer wir sind und so weiter. Einverstanden?”
“Moment. Ich muss zurück zur Galactica. Die glauben alle ich bin tot”, entfuhr es Starbuck, wollte aufspringen, sank aber matt aufs Bett zurück.
“Wir können euch helfen, wenn ihr es wollt. Doch zuerst brauch ich Informationen, um meine Vorgesetzten zu überzeugen, und - essen Sie erstmal etwas, damit Sie wieder fit werden, Captain”, fuhr General O´Neill freundlich fort, nahm das Tablett und bot es Thrace an. “Besser als das Krankenhausfutter von der Krankenstation”, ergänzte er schmunzelnd.
“Das habe ich gehört, General”, kam es von Doktor Lam, die gerade Sergeant Siler die linke Hand verarztete.

“Okay, ich fange an”, sagte Jack, brach ein Stück von einen Sandwich ab, und aß es. Jetzt nun, nahm Kara, nachdem sie sich mühsam im Bett aufgesetzt hatte, dem General das Tablett ab und platzierte es auf ihren Schoß, und begann von dem Essen zu kosten und zu essen. Dann fing Jack an zu erzählen, wie er in das Stargate - Programm gekommen war und so manche Erlebnisse, die er erlebt hatte. Auch von den zahlreichen Gefahren, und wie SG-1 und er immer wieder daraus gekommen sind, und dabei die Erde mehrmals gerettet hatten, sowie von den vielen Kämpfen am Boden, in der Luft und im All - auf der Erde oder auf einen anderen Planeten. Von den vielen zahlreichen Völkern, die es im Universum gab. Doch O´Neill blieb dabei wie gewöhnlich bescheiden, musste bei einigen Erlebnissen, die er erzählte etwas lachen, die lustig waren und an die er sich gern erinnerte. Kara hörte ihm aufmerksam zu, und konnte sich in etwa ein Bild machen mit wem sie es hier gerade zu tun hatte und erkannte dabei einige Gemeinsamkeiten.
“…vor gut 48 Stunden ungefähr, bin ich losgefahren, um mal Urlaub zu machen, zu angeln, etwas zu relaxen und dabei ein paar kühle Bier zu trinken. Doch, dann gab es bevor ich mein Ziel erreicht habe auf einmal ein helles, weißes Licht und einen Knall.
Kurz darauf fand ich Dich, in meinen See treibend, bin dann ins Wasser gesprungen und Sie rausgeholt und hierherbringen lassen. Ebenso die Wrackteile, der, ich vermute mal “VIPER”, die sich einige Ebenen über uns befinden.”
Kara nickte nur verstehend, und Jack erzählte weiter:” Und die Sachen von Ihnen befinden sich dort in der Box neben den Fußende ihres Bettes, bis auf ihre Waffen, die befinden sich in einer separaten Kiste in der Waffenkammer, Captain. So ich bin fertig, und nun sind Sie an der Reihe, wenn Sie soweit sind. Ich höre zu.”
Jack O´Neill machte es sich nun auf dem Stuhl bequem, und legte seine Beine auf dem Bett ab, Kara grinste etwas und legte das Tablett beiseite.
“Vorgestellt habe ich mich ja schon, auch wo ich herkomme“, begann sie, und Jack nickte nur zustimmend. Nun erzählte Starbuck, was sie in den letzten Jahren erleben musste, von dem Fall der Kolonien und der Flucht.
“Wie viele haben diesen Angriff überlebt?”, fragte O´Neill, der den Schmerz und die Wut in der Stimme von Starbuck bemerkte.
“Über 50.000 Menschen ungefähr, von gut 50 Milliarden. Jetzt sind wir nur noch knapp 40.000 Überlebende”, antwortete Kara Thrace.
“Bitte fahren Sie fort”, bat er. ´40.000 Überlebende…´, dachte der General erschüttert.

Dann erzählte sie von der Wiederentdeckung des Planeten Kobol, das Treffen mit dem Kampfstern Pegasus, der Zeit auf Neu-Caprica, wo man einen Neuanfang wagen wollte, dann der Besetzung durch die Zylonen, ihrer Gefangenschaft, und der Flucht von Neu-Caprica mit Hilfe der beiden Kampfsterne, wobei man aber die Pegasus verloren hatte. Auch erzählte Captain Thrace nun genaueres von den Zylonen, das sie auch menschliche Gestalt annehmen konnten. Jack O´Neill hörte aufmerksam zu, die Zylonen erinnerten ihn an die Replikatoren, die ebenfalls über ihre Schöpfer hergefallen sein mussten.
“…zuletzt war ich mit Lee auf einen Patrouillienflug in der Nähe eines Gasplaneten, dabei entdeckte ich wieder diesen zylonischen Jäger. Ich bin den Toaster gefolgt, und habe dabei das Bewusstsein verloren. Als ich wieder zu mir kam, hat Major Adama hat mich gebeten umzukehren, doch ich bin dem Toaster weitergefolgt und bin immer tiefer in die Atmosphäre eingedrungen. Kurz bevor ich wieder KO gegangen bin, habe ich ein weißes helles Licht in meinem Cockpit gesehen, und dann wurde es dunkel um mich herum. Und schließlich bin ich hier wieder aufgewacht”, beendete Kara Thrace, ihre Geschichte.
General Jack O´Neill musste erst einmal durchatmen, und nahm seine Beine von dem Bett herunter und fuhr sich mit beiden Händen über das Gesicht.
“Danke. Diese Roboter sind wirklich ein ernstes… großes Problem. Und fast die ganze Zeit sich mit nur einen Kampfstern, einigen Dutzend Viper und Raptor gegen eine solche Übermacht zu wehren und durchzuhalten ist… bewundernswert und eine außergewöhnliche Leistung”, sagte Jack anerkennend.
“Ich werde mich nun mit meinen Vorgesetzten in Verbindung setzen und beraten, wie und wie schnell wir euch helfen können.”
“Habt ihr denn überhaupt eine Flotte von Kampfsternen?”, fragte Thrace neugierig.
“Äh, nein nicht direkt solche, wie ihr habt. Aber ich habe da einen Freund, der uns noch ein paar Gefallen schuldet”, erzählte General O´Neill mit einem Augenzwinkern, und erhob sich von dem Stuhl.
“Sie kommen wieder, General?”
“Ja, aber vorher muss ich hier noch einige Dinge klären, von denen ich Ihnen schon erzählt habe, Captain Thrace. - Und die Geschichte mit dem hellen Licht erzählen Sie am Besten Doktor Jackson noch einmal, denn mir kommt es irgendwie vertraut vor und möchte in dem Punkt Gewissheit haben. - Doch nun ruhen Sie sich erstmal noch eine Runde aus, keine Widerrede!”, ordnete O´Neill an.
“Da hat General O´Neill recht, Captain. Dann können Sie heute Abend vielleicht schon, die Krankenstation wieder verlassen”, mischte sich Doktor Lam, Jack unterstützend ein.
“Bis dann, …Sir”, seufzte Kara. Captain Thrace reichte O´Neill die rechte Hand, welche er ergriff und diese schüttelte.
“Bis demnächst, ich werde sehen was ich erreichen kann, um ihren Volk zu helfen. Und vielleicht haben Sie bald die Gelegenheit, unsere Daedalus und die Prometheus zu sehen… weitere Schiffe der Daedalus-Klasse, befinden sich momentan in der Endfertigung. Doch ich schicke Ihnen noch Daniel vorbei, er ist unserer Experte für Mythologie, alte Geschichte und so”, sagte Jack, und verließ die Krankenstation, um mit Hammond zu telefonieren, damit er dann das IOA unterrichten konnte.

Derweil konnte Starbuck es nicht so richtig glauben, das jemand wie er ein so hoher Offizier sein konnte. Aber sie hatte ja die Lebensgeschichte von General O´Neill selbst gehört, es lag offensichtlich an den Leistungen und Verdiensten von seinem Team und ihm.

Torraum, Ebene 28, SGC

SG-2 und SG-3 kehrten gerade mit Doktor Jackson von einer Mission zurück. Colonel Reynolds und Lieutenant Colonel Feretti sahen sehr zufrieden aus, doch Daniel Jackson hatte es sichtlich eilig, und rannte beinahe General Landry um, als jener gerade den Torraum betreten wollte.
“Was ist los Doktor Jackson?”, fragte der General, der gerade noch ausweichen konnte, überrascht.
“Verzeihen sie, Sir. Es ist einfach unglaublich, fantastisch und überwältigend, was wir dort auf diesen Planeten entdeckt und untersucht haben…”, fing der Wissenschaftler  begeistert an zu erzählen.
“Sparen Sie sich ihre Worte für die Abschlussbesprechung auf”, bremste Hank Landry den Redefluss des Archäologen.
“Ach ja, Jack ist hier, und möchte Sie dringend sprechen”, ergänzte der General, bevor er sich umdrehte, und sich zurück auf den Weg in sein Büro.
“Oh”, murmelte Daniel, und machte sich auf den Weg zur medizinischen Untersuchung, nachdem er vorher den Mitgliedern der beiden SG-Teams, mit denen er gerade unterwegs war, Anweisungen erteilte.

Ebene 17, SGC

O´Neill wollte eigentlich mit Hammond telefonieren, doch ein Soldat kam im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke lagen und untersucht wurden, die von der Viper stammten. Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.
“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, wie Sie sehen, versuchen wir uns ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des Buches hier”, antwortete Sam zufrieden.
“Also für mich wirkt das alles sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill.
“Verstehe. Nein Sergeant Siler das kommt dorthin”, sagte Sam und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist gut. Ich werde Daniel suchen und werde mal mit General Hammond anrufen und mit ihm sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.

Fahrstuhl, Ebene 21 - 27, SGC

Der Fahrstuhl stoppte abrupt, in dem Jack herunterfuhr, und Daniel stieg hinzu.
“Daniel. Sie suche ich”, meinte O´Neill erfreut.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß. Und wie geht’s?”
“Gut. Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung.”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mit ihr. Sie heißt Kara Thrace, und mit ihr habe ich mich einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist nicht von der Erde.”
“Ich, weshalb?”
“Weil sich einiges sich sehr interessant anhört, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen dann auch”, begründete Jack.
Nun war das Interesse des Wissenschaftlers nun doch geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede mit ihr. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel.

Ebene 27, SGC

Der Fahrstuhl stoppte und Jack O´Neill stieg aus, er wollte nun endlich telefonieren, und das noch vor den Feierlichkeiten für die Beförderung von Major John Sheppard im Torraum in einer guten halben Stunde. Er hatte Glück, General Hammond war gerade verfügbar, und so konnte General O´Neill die Neuigkeiten, die er erfahren hatte berichten.

Krankenstation, SGC

Währenddessen fuhr Daniel kurz hinauf in sein Labor, bevor er sich wieder auf den Weg zurück zur Krankenstation machte. Doktor Jackson trat an das Bett von Kara heran, die gerade döste.
“ Oh, bei den Göttern, Wenn Sie nicht Doktor Jackson sind, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich Ihnen eine”, drohte Kara Thrace.
“Dann habe ich wohl Glück, denn ich bin Doktor Jackson”, antwortete Daniel entspannt.
Nun setzte sich Starbuck in dem Bett auf, und musterte den Wissenschaftler kurz, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, an das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ausführlich. Wobei sich Daniel natürlich besonders für die Kultur, Geschichte und Religion interessierte.
Als Kara Thrace, die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt und eine genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand nun, was General O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch eingemischt”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Aufgestiegenen und deren Regeln.

Doktor Carolyn Lam, war mit den Behandlungserfolg und den Zustand von Captain Thrace so zufrieden, dass sie sie nach einer abschließenden Untersuchung von der Krankenstation vorzeitig entließ.

Torraum, SGC

Major General O´Neill eilte nun, nachdem er mit Hammond telefoniert hatte und sich schnell seine blaue Paradeuniform angezogen hatte, in den Stargate-Raum.
“Bin ich zu spät?”, fragte er amüsiert.
“Nein, pünktlich auf die Minute. Wir können anfangen General Landry”, meinte Doktor Elizabeth Weir.
Nun wurde Major John Sheppard vor seinem Team, und einigen anderen Anwesenden, von Jack O´Neill feierlich in den Rang eines Lieutenant Colonel befördert. Elizabeth hatte sich durchgesetzt, und alles erreicht was sie wollte und hatte sogar es geschafft dem IOA zu trotzen. In einer Woche würde es dann zurückgehen in die Pegasus-Galaxie an Bord der Daedalus.
Erst schüttelte O´Neill und dann Landry, dem frisch beförderten Sheppard die Hand, dann folgte eine kurze Rede von John. Nachdem er fertig war applaudierten alle Anwesenden, bevor ihm sein Team persönlich gratulieren konnte.
Jack wurde nun, vor den Augen aller Beteiligten der Beförderungszeremonie, weggebeamt.

Erdorbit, Asgardschiff

“Sei gegrüßt Jack O´Neill, mein Freund. Du wolltest mich sprechen”, begrüßte Thor den General.
“Hallo Thor, mein Freund. Ja, wollte ich. Danke, dass Du vorbeikommen konntest. Es geht um unseren Gast, einige Schiffe und so, darüber wollte ich mit dir sprechen.”
“Ist schon gut O´Neill. Ich konnte den Hohen Rat der Asgard, bereits überzeugen euch mit Asgardtechnologie zu helfen. Wir stehen nämlich sehr tief in eurer Schuld, und werden euch daher beim Bau und dem Ausrüsten eurer Schiffe mit Technologie, Waffen und Schilden helfen”, erzählte der Asgard.
“Das hört sich ja fantastisch an. Wir haben um 17:00 unserer Zeit eine kleine Besprechung, wäre schön, wenn Du daran teilnehmen könntest und mich gleich begleiten könntest”, lud  Jack O´Neill Thor ein.
“Einverstanden”, sagte der kleine Außerirdische, und informierte die anderen Asgard an Bord seines Raumschiffes, dann beamte er sich und Jack runter in das SGC.

17:00, Briefing-Room, SGC

Thor hatte es sich in seinem Sessel neben O´Neill, der wieder seine bevorzugte Kleidung trug, bequem gemacht. Beide unterhielten sich über vergangene Zeiten, während nun alle geladenen Teilnehmer nach und nach eintrafen.
Als Letzte trafen gemeinsam Doktor Lam, Kara Thrace und Daniel Jackson ein.
Als Starbuck nun den kleinen grauen Außerirdischen entdeckte, blieb sie erstaunt wie angewurzelt stehen.

“Oh, meine Götter, wer oder was ist das denn?”, fragte sie entgeistert.
Jack O´Neill der aufgestanden war, ging zu ihr, auch Thor stand auf. Der General stellte Kara nun Thor vor, sie nickte ihm kurz zu. Jack bemerkte nun Kara’ erstaunten Blick, der an den kleinen Körper des kleinen Asgard hing.
“Stimmt etwas nicht, Captain?”, fragte Jack, der noch immer neben ihr stand.
“Nun, wie wäre es mit Kleidung”, flüsterte Starbuck leise zu O´Neill, der grinsen musste. Er stellte nun alle anwesenden Personen vor, in dem er auf einzeln auf sie deutete. Kara war noch immer ganz erstaunt, alle begaben sich wieder auf ihre Plätze, wobei sich Starbuck zwischen Jack und Doktor Lam setzte, und Thor unterbreitete allen Grüße vom Rat der Asgard und bot seine persönliche Hilfe an.

Jetzt wurden noch einmal alle Informationen zusammengetragen, die man bisher hatte.
“… die 12. Kolonien könnten der Ursprung der griechischen Mythologie sein, wenn man sich die Götterwelt anschaut”, fasste Daniel zusammen.
“Aber die Goa’uld haben die Milchstraße, also unsere Galaxie nie verlassen”, warf Colonel Carter ein.
“Es gibt viele Völker da draußen. Wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen”, stellte Daniel klar, und wandte sich an Doktor Lam: ”Ihre Tests lassen darauf schließen, das es sich bei den Volk von Captain Kara Thrace ähnlich verhält, wie bei den Menschen  auf der Erde, und sich die Nachkommen, der Antiker mit den Menschen dort, vermischt haben könnten.”
Die leitende Chefärztin des Stargate-Centers nickte, und sagte:” Das ist korrekt. Wir haben bei den Tests das Antikergen gefunden.”

Dann berichtete der Archäologe weiter: ”Sie kommt aus der Andromeda, der Galaxie die uns am nächsten liegt. Kara Thrace wurde nach dem ich mir ihre Erlebnisse angehört habe von einen aufgestiegen Wesen hergeschickt.”
“Das verstößt doch gegen ihre wichtigste Regel”, meinte Landry.
“Ja, aber das Universum ist groß. Die Antiker, die aufgestiegen sind, haben aber nicht eingegriffen”, versuchte Daniel zu erklären.
“Und was wollen sie uns damit sagen?”, fragte Jack gelangweilt.
“Die Antiker können nicht überall sein. Nach ihren Aufstieg scheinen sie sich interessanterweise nur in der Milchstraße und in der Pegasus aufzuhalten”, versuchte Daniel seine Vermutung zu erklären, ”bis auf einige Ausnahmen.”
“Gut für mich”, meinte Kara grinsend.

Nun wandte sich der kleine Außerirdische  nun mit einem Vorschlag an Kara Thrace.
“Und das soll funktionieren? Kann man auf diese Art eine neue funktionstüchtige Viper herstellen?”, fragte Captain Thrace bezweifelnd.
“Also General O´Neill hat es geschafft, auf diesen Wege und mit dem Wissen der Antiker eine effiziente Waffe gegen die Replikatoren zu bauen, Captain Thrace”, bestätigte Colonel Carter, um die Zweifel zu beenden.
“Es bleibt allein ihre Entscheidung, Kara. Niemand wird Sie zwingen irgendetwas gegen ihren Willen zu tun”, stellte Jack klar.
“Wäre auch ziemlich ungesund”, kommentierte Starbuck.

“So alles schön und gut. Doch wir brauchen gut ausgerüstete Schiffe, um in die Andromeda-Galaxie zu gelangen”, stellte O´Neill klar, dabei schaute er erst Thor und dann Daniel an, der bestätigend nickte.
“Und eine ausreichende Energiequelle, um schnell dort zu sein, die Flotte zu finden und auch einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten”, ergänzte Carter.
“Darin liegt das Hauptproblem”, bestätigte General Landry, und wandte sich an den Archäologen,”Doktor Jackson, nun sind sie an der Reihe mit ihrer Entdeckung.”
“Was? Ich bin kein Freund von Überraschungen”, platzte es aus O´Neill, und sein fragender Blick irrte von Landry, Jackson und den Mitgliedern von SG-2 und SG-3 hin und her.
“Na schön”, sagte Daniel, öffnete eine Kiste und holte ein ZPM hervor.
“Ja. Das reicht natürlich vollkommen aus”, spottete Jack und verdrehte verzweifelt die Augen. Nun aber ließ aber Doktor Jackson einige weitere Kisten in den Besprechungsraum bringen und öffnen.

“Ja, ich denke es wird vollkommen reichen”, konterte Daniel, während Jack völlig überrumpelt dasaß.
“Das haben wir auf P24X-943-A gefunden. Die Antiker, die dort lebten nannten diese Stadt Trois, was so ähnlich wie Troja klingt. Und nach den Berichten von der Pegasus-Expedition und den Informationen, die ich gesammelt habe, sind beide Bauwerke Atlantis und Trois fast identisch. Doch leider ist diese Stadt zu 2-Drittel zerstört, verfallen und von den Pflanzen überwuchert. Die gute Nachricht ist, es gibt dort Puddle Jumper, ein paar Dutzend Drohnen und nicht zu vergessen einen intakten Kontrollstuhl, der von SG-7, SG-12 und SG-16 gerade geborgen wird”, berichtete Daniel Jackson von seiner Entdeckung.
“Das sind wirklich gute Informationen”, stimmte O´Neill mit einem Kopfnicken zu, funkelte aber immer noch böse den Wissenschaftler an. 
“Was habt ihr denn für Schiffe, wenn ihr keine Kampfsterne habt?”, fragte Kara.
“Die Prometheus und die Daedalus befinden sich zurzeit in der Umlaufbahn, die können Sie bei Gelegenheit mal sehen”, antwortete General Landry.
“Okay. Und ich werde es versuchen, was mir ihr kleiner grauer Freund da vorgeschlagen hatte”, sagte Starbuck, die sich nun entschieden hatte, nickend in die Richtung von Thor.
“Gut. Ich werde Sie begleiten, Captain”, nickte O´Neill.
“Dann wäre vorerst alles geklärt. Colonel Carter, Sie und Doktor Lee werden die ZPM’ untersuchen! Die Besprechung ist beendet. Wegtreten!”, ordnete General Landry an, bevor er aufstand.
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#2
1.03 Preparation

Milchstraße
Erdorbit
Asgardraumschiff

Thor hatte sich selbst, sowie Kara Thrace und Jack O´Neill, sofort nach der Besprechung auf sein Schiff gebeamt. Starbuck war überrascht, da sie erstmals im wachen Zustand irgendwo hingebeamt wurde, und schaute sich nun aufmerksam um. Einige Asgard nickten den Menschen höflich zu, andere liefen beschäftigt von einer Stelle zur Nächsten.
Der General unterhielt kurz sich mit seinem Freund, dieser steuerte dann darauf die beiden Erdschiffe an. Kara lief auf der Brücke herum und trat an das Fenster.
“Also ein Kampfstern ist viel größer. Die Schiffe würden gut in einen Hangar der Galactica passen”, sagte Starbuck grinsend, als sie die Prometheus und die Daedalus im Orbit der Erde sah.
“Oh”, meinte O´Neill etwas enttäuscht, ”nur gut das wir gerade was Größeres bauen”.

“Wir wären dann soweit”, teilte Thor mit, worauf ihm die beiden Menschen in ein großes Labor folgten.
´Dieses Labor ist groß genug, um Eishockey darin zu spielen´, dachte sich O´Neill.
“Wow. Wirklich beeindruckend”, stellte Kara Thrace fest, und nickte anerkennend.
“Wie heißt denn das Schiff, Thor?”, fragte Jack interessiert.
“Samantha Carter”, antwortete der Asgard.
“Ah. Wie nett”, sagte der General.
“Wie groß ist dieses Schiff?”, fragte nun Kara.
Thor überlegte kurz, bevor schließlich antwortete: “Die Samantha Carter ist ungefähr 700 eurer Meter lang, 220 Meter breit und 210 Meter hoch. Es ist ein Forschungs-schiff, hat aber auch Schilde und Waffen an Bord, wie unsere großen Raumschiffe.”
Thor erklärte alles, bevor er an einer Konsole schließlich stehen blieb.

“Okay. Wie funktioniert es, und was muss ich machen?”, fragte Starbuck.
Der Asgard fing es ihr an zu erklären: ”Ich werde Dein Bewusstsein mit dem Schiffscomputer verbinden, sobald Du dort in der Kapsel Platz genommen hast, Kara Thrace. Und mit Hilfe deiner Erinnerungen wird das System alles abspeichern, und ich werde es dann mit unserer Technologie materialisieren. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Du das, was Du entwickeln willst genau kennst. Auch musst Du dich ganz genau auf diese Sache konzentrieren, damit es keine Komplikationen gibt.”
“Ich kriege es hin. Die Viper Mark II. kenne ich in- und auswendig.”
“Gut, dann können wir mit dem Prozess beginnen. Bitte begib dich in die Kapsel dort, Kara Thrace”, bat Thor, und deutete auf die Kapsel.
“Na schön. Bei den Göttern… hoffentlich geht das gut,” murmelte sie nervös, als sie die Kapsel begutachtete.
“Sei unbesorgt. Dir wird nichts geschehen, Kara”, versicherte ihr der kleine Außerirdische, und bereitete bereits das Programm vor.
General O´Neill klopfte Starbuck noch aufmunternd und väterlich auf die Schulter, bevor sie sich es in der Kapsel versuchte bequem zu machen, und jene sich schloss.
Nun verband Thor das Gedächtnis von Captain Thrace mit dem Schiffscomputer.

“Kannst Du uns hören?”, erkundigte sich Thor, nach einigen Sekunden.
“Ja. Alles klar. Ist nur ein komisches Gefühl”, stellte Starbuck bestätigend fest.
“Das Schiff und seine Systeme, stehen Dir nun zur Verfügung. Du kannst mit deiner Arbeit beginnen”, gab der Asgard bekannt.
“Sie können praktisch machen, was Sie wollen”, ergänzte Jack amüsiert, erntete aber dafür einen vorwurfsvollen Blick seines Freundes.

“Echt? Ist ja irre. Gleich mal testen”, hörte man Kara’ Stimme aus den Lautsprechern.
Nun ging das Licht einige Mal aus, an und aus.
“Captain Thrace!”, protestierte Thor im Dunkeln.
“Sorry”, meldete sie sich, und das Licht schaltete sich wieder ein.
“Du kannst dich uns auch als Hologramm zeigen, wenn Du es willst”, meinte Thor, dabei musterte er O´Neill, der ganz unschuldig tat und das Labor begutachtete - zumindest tat er so. Nun erschien zwischen Thor und dem General das Hologramm von Kara.
“Ist ja stark”, meinte das Holo amüsiert. “He, was soll das?”, beschwerte Starbuck sich, als Jack mit den rechten Arm durch das Hologramm fuhr.
“Was denn? Mir macht es jedes Mal aufs neue Spaß”, sagte O´Neill grinsend.

“Sie können nun beginnen, Captain Thrace”, verkündete Thor. Nun verschwand kurz darauf das Hologramm von Kara.
“Sie ist Dir sehr ähnlich, O´Neill”, seufzte der Asgard.

Ein anderer Asgard betrat das Labor, und teilte den Anwesenden mit, dass General Hammond eine Nachricht für General O´Neill habe und mit ihm dringend sprechen wolle, und ging dann wieder. Thor öffnete einen Kommunikationskanal, damit sich die beiden Generäle unterhalten konnten.
“Hier ist O´Neill. Ich höre.”
“Jack. Ihre Mission wurde vom IOA genehmigt. Sie können mit den Vorbereitungen beginnen”, begann General Hammond, wurde aber von Jack O´Neill unterbrochen.
“Oh. Wir sind quasi schon dabei”, erklärte O´Neill grinsend.
“Ich verstehe”, meinte Hammond, “ Ihnen stehen dann 3 oder 4 Schiffe zur Verfügung. Alles Weitere erzähle ich morgen bei der Besprechung. Hammond. Ende”, kam es aus der Funkanlage des Asgardschiffes.
“Bis morgen, George”, warf Jack noch schnell zum Abschied hinterher.

Kurz darauf unterhielten sich Thor und Jack eine Weile, über den Bau der Schiffe und die Hilfe der Asgard.
“Du kommst mit?”, fragte der General überrascht.
“Ja. Ich werde euch begleiten”, sagte der Außerirdische nickend.
“Das ist großartig”, freute sich O´Neill.

Nun beobachtete Thor die Anzeigen des Monitors, dabei veränderte sich seine Mimik und er sah etwas besorgt aus.
“Oh. Was tust Du da, Kara Thrace”, entfuhr es ihm schlagartig, dabei wurden seinen Augen immer größer.
“Ich bin gleich fertig. Moment”, erklang ihre Stimme aus den Lautsprechern.
“Was ist los?”, fragte Jack O´Neill nun alarmiert, der sich auf der Steuerkonsole abstützte und zu Thor beugte.
“Das werde ich Dir zeigen, O´Neill”, sagte der Asgard, und verschob einige Steine auf der Konsole, dabei fluchte er etwas in seiner Muttersprache.
“He, noch nicht”, hörte man Kara’ Stimme, doch Thor beendete die Prozedur, und die Kapsel von Starbuck öffnete sich.
“Götter. Ich war noch nicht fertig”, schimpfte Captain Thrace, während sie aufstand und die Kapsel verließ.
“Ich materialisiere nun. Und ihr werdet mich dann hoffentlich verstehen, weshalb ich den Vorgang beenden musste”, erklärte Thor, und wandte sich dabei besonders an Kara Thrace, und vorschob den letzten Stein. Kaum hatte er es getan, gab es im Labor ein großes Aufleuchten. Jack O´Neill sah nun, weshalb sein Freund etwas verärgert war, und auch Kara, konnte nun die Position von Thor nachvollziehen.
“Ups”, sagte sie nur, sah sich dabei entschuldigend nach den Außerirdischen um.

In den Raum standen nun 16 Mark II. Viper.
“Cool. Sieht so eindeutig besser aus, als die Trümmerversion auf Ebene 17”, stellte General O´Neill begeistert fest. Er trat nun an die Erste heran und begutachtete sie genau. Thor trat nun ebenfalls, neugierig geworden, heran.
“Was haben wir denn da?”, fragte O´Neill überrascht, deutete dabei an ein Objekt an der Wand vor ihm.
“Das ist ein Modell von der Galactica”, erklärte Starbuck zufrieden.
“Kann ich bitte noch mal rein? Bitte”, bat Kara den kleinen Asgard.
“Weswegen? Das hier reicht doch. Außerdem ist kein Platz mehr für weitere Objekte, dieser Größenordnung”, sagte kopfschüttelnd Thor.
“Ich will nur noch die Raumanzüge machen, die wir haben. Das ist wirklich alles. Geht das in Ordnung?”, machte Kara Thrace einen letzten Versuch, den kleinen Außerirdischen umzustimmen der zu seinen Freund blickte, und O´Neill zuckte nur mit den Schultern. Thor senkte den Kopf und überlegte kurz, dann nickte er.
“In Ordnung. Einverstanden. Aber nur dies!”, legte Thor mahnend fest, indem er den Zeigefinger der linken Hand in die Luft streckte.
“Danke Thor”, sagte Starbuck erleichtert.
Nach einer Dreiviertelstunde, war die Arbeit getan, und alle drei waren nun zufrieden.
“So, wenn ich Treibstoff bekomme, kann ich die Viper alle testen”, meinte Kara.
“Ihr habt nicht zufällig Thyllium, oder?”, fragte sie Thor und Jack. Beide schüttelten den Kopf, doch Thor sagte schließlich: “Ich werde Colonel Samantha Carter bei den notwendigen Analysen helfen.”
“Ja, tut das. Vielleicht gibt es sogar ein Äquivalent oder wir nennen es nur anders”, kommentierte Jack O´Neill, den Vorschlag von Thor.

Nächster Tag
14-Hundert, Briefing-Room, SGC

Als alle eingetroffen waren, stellte O´Neill Captain Kara Thrace allen Beteiligten vor, die sie noch nicht persönlich kannten, darunter waren Mister Woolsey und General Hammond. Richard Woolsey und George Hammond übernahmen den Vorsitz, und wurden von Thrace, O´Neill und Landry unterstützt. In der Besprechung wurde viel erläutert auch die Bedingungen des IOA für die genehmigte Mission.
“Ja, General O´Neill, ich werde Sie begleiten, sowie noch weitere Vertreter des IOA, die heute nicht teilnehmen können. Ich werde als Diplomat mitkommen, genauso wie die anderen Mitglieder, wobei die leitende Funktion in dieser Angelegenheit von mir getragen wird”, erzählte Woolsey, “außerdem erhalten die das Hauptkommando über die Flotte, die aus der neuen BC-306, der Phoenix, einer BC-304 der Daedalus-Klasse und zwei 303er der Prometheus-Klasse, bestehen wird.”
“Vier Schiffe?”, fragte O´Neill, und Hammond und Woolsey nickten.
“Die Ausrüstung und die Ausstattung, der Schiffe überlassen wir Ihnen, Thor und Colonel Chekov. Ausnahme dabei bildet eine 303, die für die Kolonien gedacht ist, falls sie aus Platzgründen ein weiteres Schiff benötigen”, ergänzte Hammond.

“Wir konnten Proben dieses Thylliums, mit Hilfe der Asgard, aus dem Tank der Viper isolieren und eine chemische Analyse durchführen. Mit dieser Grundlage haben wir einige Asteroiden und Planeten ausfindig gemacht, auf denen es das Rohmaterial dafür gibt. Doch wir können die Viper auch mit unseren Treibstoffen betreiben, die wir für unsere Kampfjets verwenden”, berichtete Colonel Carter.
“Das ist eine gute Nachricht. Also kann ich alle Viper demnächst testen”, stellte Kara fest, und nickte zufrieden.
“Das können Sie ab morgen tun, Captain Thrace. Ich habe bereits alles in die Wege geleitet und werde Sie begleiten”, erklärte Sam Carter, und Starbuck grinste zufrieden.

“General O´Neill, die eine 303 überlassen Sie wir nicht den Kolonien völlig, sondern es werden nur Passagiere und Patienten aufgenommen. Wenn keine weiteren Fragen aufkommen, dann wäre es erst einmal alles. Sie haben alle ihre Mappen, und kennen ihre Aufgaben. - Die Besprechung ist beendet”, sagte Richard Woolsey, und stand dann auf, als sich keiner mehr zu Wort meldete.

In den nächsten Tagen verbrachte General O´Neill viel Zeit damit, sich durch viele Personalakten zu arbeiten, meist tat er es in der Kantine, im Besprechungsraum, wenn dieser frei war. Colonel Chekov von der russischen Luftwaffe leistete ab und zu Gesellschaft, da der russische Colonel das Kommando über ein Schiff übernehmen sollte.

Derweil testete Starbuck, dort wo sich mal der Planet Abydos befunden hatte, alle 16 Viper auf Herz und Nieren durch.
“Okay,… die hier hat auch ‘ ne Macke”, klang es über Funk aus den Lautsprechern der Prometheus.
“Verstanden, Starbuck”, antwortete Carter, und Kara kehrte zurück und landete.

Landry’ Büro, SGC

“Hallo Colonel Mitchell”, begrüßte General Landry den Neuankömmling.
“Guten Tag, Sir”, antwortete der Colonel Cameron Mitchell und salutierte.
Beide führten ein kurzes Gespräch, und Mitchell meinte: “Ich wollte SG-1 beitreten. Und nicht ein neues SG-1-Team zusammenstellen.”
“Sie können das. Außerdem benötigt General O´Neill die Fähigkeiten von SG-1. Hier sind die Akten, wählen Sie ihr Team, Colonel!”, ordnete der General trocken an, und drückte dem Colonel einen dicken Stapel Akten in die Hände.

Kurze Zeit später eilte Landry in den Torraum, und traf dort auf Vala Mal Doran.
“Wieso ist mein Daniel nicht hier?”, fragte sie nach einer kurzen Unterhaltung enttäuscht.
“Doktor Jackson befindet sich auf einer Mission, und kehrt erst in etwa 2 Tagen zurück, Miss Mal Doran”.
“Dann warte ich hier solange.”
“Geht in Ordnung. Doch zuerst, werden Sie von diesen Soldaten auf die Kranken-station begleitet!” Nach einen kurzen Wortwechsel und Anweisungen mit den Soldaten, verließ General Landry den Stargate-Raum wieder, und Vala Mal Doran wurde zur Krankenstation begleitet.

Prometheus

Nachdem Starbuck die letzte Viper getestet hatte, erschien sie wie vereinbart auf der Brücke bei Sam.
“Und nun besorgen wir uns ein geeignetes Stargate, bevor wir nach Edora fliegen”, meinte Colonel Carter.
“Schön. Und wofür?”, fragte Captain Thrace.
“Für die Phoenix.”
“Bin gespannt, wie groß die ist”, lachte Starbuck.
“Nicht so groß, wie die Galactica. Aber mit gut 900 Metern Länge, einer Breite von circa 210 Metern und einer Höhe von knapp 190 Metern, ist die Phoenix das größte Schiff was wir dann bisher gebaut haben”, erklärte Carter stolz, “außerdem bauen wir erst seit gut 50 Jahren Raumschiffe, und jeder fängt erstmal klein an.”

Kantine, SGC

O´Neill blätterte gerade gelangweilt in den Akten, als Colonel Chekov hereinkam.
“Hallo General”, begrüßte ihn der Russe.
“Chekov. Was gibt es?”, fragte Jack, als von seiner Arbeit aufsah.
“Ich bin mit der Zusammenstellung meiner Mannschaft fertig. Das IOA hat bereits zugestimmt und unterschrieben, nun benötige ich noch Ihre Zusage, General”, kam Chekov sofort zur Sache, und überreichte Jack O´Neill die Dokumente.
“Setzen sie sich doch Colonel”, meinte Jack, indem er auf den zweiten Stuhl deutete.
“Danke, sehr gern.”
“Wir gehen alles gemeinsam durch”, erklärte O´Neill, als sich der Colonel gesetzt hatte.
Nach einer guten Stunde nickte General O´Neill.
“Okay. Alles in Ordnung”, sagte Jack, und unterschrieb ebenfalls, wo bereits die Mitglieder des IOA unterzeichnet hatten.
“Ich danke Ihnen, General”, sagte Chekov, als er aufstand.
“Ist schon gut, Chekov”, sagte O´Neill, bevor sie sich verabschiedeten.

Im Hyperraum, Orbit von Edora, Prometheus

“Wie lange sind Sie eigentlich jetzt schon bei uns?”, fragte Sam an Kara gerichtet.
“Fast zwei Wochen”, antwortete Starbuck, nach kurzen nachdenken.
“Wir erreichen in den nächsten Minuten unser Ziel: Edora und die Weltraum-Werft, Colonel Carter”, meldete ein Sergeant.

Einige Minuten später, trat die Prometheus aus dem Hyperraum in der Nähe von den Planeten Edora ein.
“Wow. War mal eine andere Art durch das All zu reisen”, sagte Starbuck begeistert.
Doch als sie die Werft vor sich entdeckte, verstummte sie einen kurzen Moment.
“Captain Thrace, darf ich Ihnen die Phoenix vorstellen”, sagte Carter gutgelaunt. Um die Werft mit der Phoenix und einigen BC-304er, befanden sich noch einige Raumschiffe der Asgard, die beim Bau und ausrüsten halfen.
“Wann wird sie fertig sein?”, fragte Starbuck, die ihre Sprache wiedergefunden hatte. 
“Es wird noch 2-4 Wochen dauern, doch einige Arbeiten können noch unterwegs auf der Reise in die Andromeda durchgeführt werden”, antwortete Carter zufrieden.
“Alle Materialien, sowie das Sternentor wurden auf die Phoenix gebeamt”, berichtete Lieutenant Boyle.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast müsste in 5 Stunden mit seiner Crew durch das Tor auf Edora kommen”, schloss Carter, nach einem Blick auf die Uhr und Planer.

Landry’ Büro, SGC

“Sie hätten sein Gesicht sehen müssen Jack”, sagte Hank, und nahm einen Schluck Kaffee.
“Ja. Dumm für ihn das ich meine alte Truppe benötige. Ich muss nur noch Teal’c überzeugen”, grinste O´Neill.
“Und was will diese Vala Mal Doran von Daniel?”, fragte General O´Neill.
“Keine Ahnung. Sie will nur mit Doktor Jackson sprechen. Doktor Lee hat alles untersucht, was sie dabei hatte. Auch der medizinische Bericht ist in Ordnung. Doktor Lee vermutet, dass es sich um eine Steintafel und zwei goldfarbene Metallbänder handelt, die sie Doktor Jackson zeigen wollte”, erzählte General Landry.

“Alle ZPM’ sind einsatzfähig”, murmelte O´Neill, als er einen Bericht las, “zwei für das SGC, fünf gehen nach Atlantis, eins bekommen jeweils die Daedalus und die Prometheus, und zwei weitere gehen nach Antarctica für den Antikeraußenposten. Und wie viele bekomme ich?”
“Das steht hier. Die Phoenix erhält 3, die BC-304er und die 303er jeweils ein ZPM. Außerdem erhalten sie noch vier weitere als Reserve, die auf der Phoenix gelagert werden sollen. Und die bisher restlichen 9 Zero Point Module, die man geborgen hat verbleiben im Stargate-Center”, las Landry ihm ergänzend vor.
“So ich muss los, und die Jumper fliegen. Und dabei werde ich mir mal mein Schiff, die Phoenix, ansehen”, sagte General Jack O´Neill, als er auf die Uhr gesehen hatte und stand auf.

SGC, Erde

Zwei Tage später kehrte Daniel von seiner Mission von dem Planeten Trois zurück. Doktor Jackson hatte den Planeten nach der entdeckten Stadt benannt, die er dort entdeckt hatte.

“Nein, oder. Sie haben Vala hierbehalten, und nicht wieder weggeschickt”, sagte Daniel kopfschüttelnd, als er mit Landry gesprochen hatte. Nun war er auf den Weg zu dem Quartier, wo man Vala untergebracht hatte.
“Oh, hallo Daniel. Freust Du dich nicht mich wieder zu sehen?”, fragte die Frau, als er den Raum betrat.
“Nein. Nicht wirklich. Was willst Du diesmal?”, fragte der Wissenschaftler, nachdem er Vala’ Frage beantwortet hatte. Nun begann Vala an zu erzählen, von der Tafel der Antiker und einen Schatz, der sich auf der Erde befinden soll. Während sich beide unterhielten, nahm Vala Mal Doran beide Metallbänder, die sich als Armreife entpuppten und legte das Erste Daniel an, und das Andere sich selbst. Zuerst war Daniel Jackson wütend und später auch General Landry, da sich herstellte das Doktor Lee die Naquadahwerte übersehen hatte, die von den Schmuckstücken ausgingen.
Später stellte sich herausstellte waren Vala Mal Doran und Doktor Daniel Jackson, durch jene Armbänder auf physiologischer Ebene miteinander verbunden, und mussten sich immer in einen maximalen Abstand von 500 Metern aufhalten. Da jeder Versuch die Armreifen zu entfernen fehlschlug, man überlegte sogar die Unterarme zu amputieren - doch beide protestierten vehement.

Als General O´Neill von den Vorfall erfuhr, war er alles andere als begeistert, denn Daniel stand auf seiner Teilnehmerliste.
“Dann kommt eben diese Vala mit. Diesen Schatz könnt ihr euch vornehmen, wenn wir wieder zurück sind! Die Menschenleben gehen vor!”, ordnete Jack an, und unterband den Versuch eines Einwandes von Vala mit einer klaren Geste.

Es vergingen Wochen in denen, durch das Stargate und mit Hilfe der Prometheus, Lebensmittel, Medikamente, Kleidung, Ausrüstung und weitere Materialien zu der Erdflotte transportiert wurden, auch die ersten Crewmitglieder brachte man zu ihren Schiffen, die nun fast fertig waren. Nebenbei waren General O´Neill und Colonel Chekov dabei Pläne für die Mission herauszuarbeiten.
Währenddessen war Colonel Mitchell sehr erfolglos ein Team zusammenzustellen, da er keine passenden Mitglieder fand, worauf Landry ihn erst einmal SG-2 zuteilte.

“Hallo Teal’c, lange nicht gesehen. Was ist los, und was macht die Politik?”, fragte Jack, als er den Jaffa im SGC traf.
“Ich grüße dich O´Neill. Ich bin zu Besuch hier, und Politik ist ziemlich langweilig und anstrengend”, antwortete der große Jaffa müde.
“Verstehe. Also willst Du mal ausspannen?”
“In der Tat.”
“Ich hab’s begleite mich doch auf einer spannenden, aufregenden Reise in eine andere Galaxie. Selbst Thor kommt mit. In ein paar Tagen geht es los.”
Teal’c überlegte kurz, dann nickte er.
“Würde ich gern. Ich werde nur schnell Bra’tac informieren, das Rak´nur und Rya´c ihn unterstützen sollen.”
“Das klingt doch gut, bis dann”, sagte Jack zufrieden.

Der Jaffa nickte kurz, und begab sich erst in den Kontrollraum, und danach in den Torraum, um nach Dakara zurückzukehren.
Kaum war Teal’c abgereist kehrte Starbuck durch das Stargate zurück. Sie hatte in den letzten beiden Wochen mitgeholfen, Startröhren für die Viper auf der Phoenix zu planen, zu entwickeln und zu bauen. Kara Thrace lächelte zufrieden, als sie O´Neill in der Kantine antraf.
“Wir sind fertig. Alle 4 Schiffe sind einsatzbereit, und die Lampen und Tische können wir unterwegs zusammenbauen”, sagte Starbuck müde, und setzte sich zu Jack an den Tisch und stellte ihr Tablett ab.
“Das sind gute Nachrichten, dann gibt es in zwei Tagen, um 10:00 Uhr eine Besprechung mit allen leitenden Personen, die an dieser Mission teilnehmen”, sagte General O´Neill glücklich, “ich werde nachher ein paar Anrufe tätigen.” 

Kara’ Quartier, SGC

Am Abend lag Starbuck auf ihren Bett sie war zufrieden und glücklich.
“Ich komme zurück”, murmelte sie leise, schloss die Augen und dachte an Lee, Sam, den Admiral und an die Galactica. Kurze Zeit später schlief sie ein.
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#3
1.04 The Mission Plan

Briefing Room, SGC, Erde, Milchstraße

In den nächsten beiden Tagen, wurde der Briefing Room für die abschließende Besprechung vorbereitet. Die Arbeit ging größtenteils schleppend voran, wegen der regulären Missionsbesprechungen von General Landry und diversen SG-Teams.

In der ganzen Zeit sprachen Jack O´Neill und Hank Landry oft miteinander, da General O´Neill einige Leute des SGC-Personals in seiner Crew integrieren will.
“Nein Jack, Walter bleibt hier bei mir. Aber Siler kann mit an Bord der Phoenix”, meinte General Landry, und schüttelte entschuldigend den Kopf. So ging es einige Male zwischen den beiden Generälen.

Auch unterhielt sich General O´Neill oft mit Starbuck, über die bevorstehende Mission mit dabei waren auch General Hammond, Mister Woolsey und auch Thor.

Nebenbei lernte Kara Thrace auch Teal’c etwas kennen, ihr fiel auf das der große Mann nur selten sprach.
“Sie reden wirklich nicht viel”, meinte Starbuck einmal.
“Wenn es nötig ist… schon”, erklärte der Jaffa.
Beide unterhielten sich kurz darauf über ihre Erlebnisse, die sie gehabt hatten. Dabei freundeten sich beide immer mehr an.

Nach zwei Tagen war es endlich soweit, zusätzliche Tische und viele Sitzgelegenheiten waren nun an Ort und Stelle. General Landry, General O´Neill, Captain Thrace und das übrige alte SG-1-Team und Thor waren bereits da, und warteten auf die Ankunft der anderen Teilnehmer. Viele waren noch auf den Weg zum SGC oder waren auf den Weg nach unten.


Galactica, Irgendwo in der Andromeda-Galaxie

An Bord der Galactica fand der Prozess gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Doktor Gaius Baltar nach langer Vorbereitungszeit, der mit vielen Anschlägen auf Anwaltskandidaten überschattetet wurde endlich statt. Und war nach kurzer Zeit im vollen Gange nachdem Romo Lampkin, als Anwalt verpflichtet werden konnte. Auch Lee Adama nahm als Verteidiger und Anwalt an der Seite von Romo Lampkin für Gaius Baltar an dem Prozess teil, und hatte sich dabei mit seinem Vater überworfen, dabei war Admiral Adama ausgerechnet zu einem der 5 Richter ernannt wurde.

Das Gerichtsverfahren wurde per Funk live in der gesamten Flotte übertragen, da alle großes Interesse an den Prozess hatten. Dabei war die Flotte gespalten, da der Angeklagte und ehemalige Vizepräsident, trotz des Anklagepunktes des Verrates und der Kollaboration mit den Zylonen lautet, viele Anhänger vor allem Frauen. Während eines Prozesstages leistete sich Colonel Tigh, XO der Galactica einen Patzer, während er im Zeugenstand saß und aussagte. Lieutenant Gaeta leistete sich in den Augen von  Baltar eine Falschaussage, welche er mit seinen beiden Anwälten diskutierte.


Briefing Room, SGC, Erde, Milchstraße

Nun trafen nach und nach alle Teilnehmer für die abschließende Missionsbesprechung ein. Colonel Chekov kam in Begleitung von zwei russischen Offizieren und mit Doktor Svetlana Markova. Unter den beide Offizieren  befand sich eine Frau, die O´Neill, Carter, Jackson und Teal’c von einen gemeinsamen Einsatz kannten.
“Sie erinnern sich doch bestimmt noch an Anna Tolinev, sie ist nun im Rang eines Major, und das hier ist Lieutenant Karpov”, stellte der Colonel der russischen Luftwaffe seine Begleitung den anderen Anwesenden vor, während sich Colonel Carter und Doktor Markova bereits in einem Fachgespräch befanden.

Kurz darauf erschien auch Richard Woolsey mit 3 weiteren Vertretern des IOA, die ebenfalls mit auf die Mission mitkommen sollen, um diplomatische Verhandlungen zu führen.
Nun trafen unter anderem auch die Colonels Kirkland und Ronson ein, sowie Doktor Jennifer Keller und Lieutenant General George Hammond.
Es dauerte noch danach einige Minuten bis wirklich alle anwesend waren. Als nun alle da waren setzte man sich und es wurden einige Gespräche untereinander kurz weitergeführt. General Hammond erhob sich von seinem Stuhl, und begann:” Meine Damen und Herren, Sie wissen alle um was es geht, ihre Aufgaben wurden Ihnen bereits genannt. Sie wissen alle auf welche Schiffe Sie stationiert sind. Das Kommando bei dieser Mission hat Major General Jack O´Neill. Der Stab um General O´Neill, Mister Woolsey, Captain Thrace, General Landry, Colonel Carter, Colonel Chekov, Doktor Jackson und mir, hat einen Plan herausgearbeitet, was die Mission beinhaltet. General O´Neill, Sie sind dran.” 
General Jack O´Neill stand langsam auf, während sich General George Hammond wieder hinsetzte. Wie O´Neill es hasste Ansprachen, Vorträge und solche dinge zu halten, darum nahm er es sich vor sich kurz zu fassen, und räusperte sich kurz bevor er den Ablauf und den Inhalt der Mission erläuterte.
“Es handelt sich hierbei um eine Such- und Rettungsmission für die 12. Kolonien von Kobol. Dabei wollen wir so viele Menschen retten, wie wir können. Auch wollen wir in die zerstörten Kolonien reisen, um mögliche weitere Überlebende zu suchen und zu retten. Wir haben 4 Schiffe zur Verfügung gestellt bekommen. Ich habe das Kommando bei dieser Mission, und über die Phoenix, der BC-306-Klasse. Colonel Chekov hat das Kommando über die Korolev ein Schiff der Daedalus-Klasse. Colonel Kirkland hat das Kommando auf der Icarus, und Colonel Ronson auf der Asklepios, zwei Schiffen der Prometheus-Klasse. Zu der Ausrüstung von den einzelnen Schiffen werde ich mich nicht äußern, ebenso wenig zu den Personalien… nur zu einer, die Chefärztin ist Doktor Jennifer Keller, die überwiegend auf der Phoenix zu finden sein wird. Außerdem haben Sie alle Unterlagen darüber erhalten, darin enthalten sind Listen aller Besatzungsmitglieder, ihrer Aufgaben und eine Auflistung über Lebensmittel, Kleidung, Ausrüstung und so weiter auf den Schiffen…”, berichtete O´Neill, wobei er sich am Ende kurz fasste und auf die Unterlagen deutete.
Einige der Teilnehmer blätterten nun kurz in den Unterlagen, und General O´Neill setzte sich wieder.
“Nach langen Beratungen und Gesprächen zwischen General O´Neill, Captain Kara Thrace und mir, sind wir uns darüber einig geworden die Flotte und die Überlebenden der 12. Kolonien, vorerst nicht zur Erde zu führen. Sondern ihnen erst einmal einen unserer Stützpunkte in der Milchstraße anbieten”, fuhr Mister Woolsey nach einer Pause fort, und übermittelte die diplomatische Seite der Mission. Als er fertig war, stellten einige noch Fragen, die schnell beantwortet wurden.

“Die Mission läuft folgendermaßen ab: Morgen 09-Hundert geht es nach Edora und zu den Schiffen. Von dort fliegen wir nach P2A-M221 und nehmen auf diesen Planeten noch einmal Proviant und Ausrüstung auf. Auf den Weg dort hin werden wir unsere Hyperantriebe voll austesten und eventuelle Mängel beheben. Dann geht es weiter in die Andromeda-Galaxie, wobei die Korolev, die Icarus und die Asklepios im Schlepptau der Phoenix reisen”, erklärte O´Neill zum Ende, und setzte sich wieder.

Alle hatten die Anweisungen verstanden und nickten.
“Nun gut. Viel Glück. Wegtreten!”, ordnete General Hammond an. Alle verließen nach und nach den Besprechungsraum, nur Hammond, O´Neill, Landry, Thor, Thrace, Woolsey, Carter und Jackson blieben zurück, und unterhielten sich noch einmal kurz untereinander.


Nächster Tag
09-Hundert Tor- und Kontrollraum, SGC, Erde, Milchstraße

Im Stargateraum und in den Gängen davor, hatten sich viele Menschen versammelt und warteten mit Rucksäcken, Koffern und Reisetaschen auf die Aktivierung des Sternentores.
Im Kontrollraum standen General Hammond, General Landry, General O´Neill und Captain Thrace.
“Wahlvorgang für Edora starten!”, befahl Landry.
“He, das wollte ich gerade sagen, Hank”, raunte Jack leise dem General zu.
General Hammond, der daneben stand musste dabei schmunzeln.
Der innere Ring des Stargates begann sich zu drehen, nachdem Walter die Koordinaten eingegeben hatte. Die Chevrons lockten nach und nach ein, bis sich endlich nach dem siebenten das Stargate öffnete.
“So alles ausrücken!”, befahl O´Neill nun, und alle Missionsteilnehmer gingen nun durch das Sternentor nach Edora.
Als letzte verließen Kara Thrace und Jack O´Neill, mit Glückwünschen von den Generälen Hammond und Landry, den Kontrollraum, eilten in den Torraum und durchschritten gemeinsam das Gate.

Edora, Milchstraße

Als Thrace und O´Neill aus dem Stargate auf dem Planeten Edora traten, wurden sie bereits von Chekov, Kirkland und Ronson erwartet.
“So alle da, wie man sieht”, meinte General O´Neill, “bringen wir alles an Personal und Material auf die jeweiligen Schiffe! Danach können Sie die Zeit nutzen, um sich entweder auszuruhen oder sich mit ihrer Crew zu unterhalten, es ist Ihnen überlassen! Doch, ich will das Heute um 1930-Hundert alle auf ihren Posten sind, wir brechen dann 20-Hundert auf! Die Icarus und die Asklepios koppeln sich zuerst von der Werft ab, danach die Korolev und den Abschluss bildet die Phoenix, da sie mehr Platz zum Manövrieren brauch. Wir setzen dann Kurs auf P2A-M221!”, erteilte O´Neill seine ersten Befehle.
In den folgenden 2 Stunden wurden alle Crewmitglieder, und alles an Transportkisten auf die Schiffe gebeamt und geflogen.
Die Schiffskommandanten hielten noch eine kurze Besprechung ab. Und Starbuck bat um Listen von sämtlichen Piloten, weil sie nach geeigneten Kandidaten für das Vipertraining suchte. Nachdem Jack diese Unterlagen besorgt hatte, entschloss er sich noch ein paar Stunden auszuruhen.

Landry’ Büro, SGC, Erde, Milchstraße

General Landry wurde so langsam ungeduldig, deswegen hatte er Colonel Mitchell in sein Büro bestellt, da der Colonel noch immer kein neues SG-1-Team zusammen-gestellt hatte. Würde sich Mitchell nicht bald selbst entscheiden, war der General entschlossen selber 3 Leute dafür auszuwählen.
“Nun Colonel, wie lange brauchen Sie noch, um sich ihr Team zusammenzustellen?”, fragte General ungeduldig, Mitchell, als dieser sein Büro betreten und die Tür geschlossen hatte.
“Nein, Sir. Ich habe bisher viele Leute zum Gespräch gebeten, und habe bisher keine geeigneten Kandidaten gefunden”, antwortete Cameron Mitchell seinem Vorgesetzten.
“Na schön, Colonel. Sie haben noch eine kleine Frist. Doch sie werden heute noch mit SG-2, SG-11, SG-19 und SG-20 nach P2A-M221 aufbrechen! Die Missions-Besprechung ist in 2 Stunden. Sie dürfen wegtreten”, sagte Landry, und wandte sich wieder den Missionsberichten zu.
“Ja, Sir”, murmelte Colonel Mitchell und verließ das Büro.

Phoenix, Kara’ Quartier

Starbuck sah sich indes die Liste, die sie von General O´Neill erhalten hatte an. Darauf waren aller F-302-Piloten und aller Piloten an, die bisher etwas geflogen haben aufgelistet. Kara schrieb sich die Kandidaten für das Vipertraining auf, dabei musste sie an die vielen Schüler denken, die sie bisher auf der Galactica und in den Kolonien unterrichtet hatte und das fliegen bei gebracht hatte.

Phoenix, Crewquartiere - Brücke

Kurz vor 19:30 stand Jack O´Neill auf, und machte sich langsam auf dem Weg zur Brücke, dabei traf er unterwegs auf Starbuck.
“Hallo Captain. Na aufgeregt?”, fragte der General gutgelaunt.
“Etwas. Sir. Hier ist die Liste der Teilnehmer, die ich für das Vipertraining angefertigt habe. Doch ich will mich erstmal mit den Kandidaten unterhalten”, antwortete Starbuck, und überreichte O´Neill zwinkernd ein Blatt Papier. Der General überflog die Namen, und stellte fest dass einige Teilnehmer sich auf den anderen 3 Schiffen befanden.
“Ja, dann werde ich mal kurz mit den Colonels Chekov, Kirkland und Ronson telefonieren, damit diese Leute hierher gebeamt werden”, meinte Jack, als sie beide zusammen die Brücke erreichten. Der General ging zu Lieutenant Simmons und übergab dem Kommunikationsoffizier die Liste, und gab ihm Anweisungen. Eine Viertelstunde später trafen alle, von Captain Kara Thrace, ausgesuchten Personen ein.
“Airman Bosworth, teilen Sie diesen Leuten hier ein Quartier zu!”, ordnete General O´Neill an, als gerade Richard Woolsey auf der Brücke erschien.
“Hallo Mister Woolsey, na neugierig?”, fragte General O´Neill.
“Ja, ich würde gerne den Start von der Brücke aus miterleben, General”, sagte Woolsey angespannt.
“Jep. Alle auf ihre Posten!”, befahl General O´Neill, nachdem er auf die Uhr gesehen und auf den Sitz des Kommandanten Platz genommen hatte.

1.05 Aufbruch

Milchstraße
Brücke der Phoenix, Weltraumwerft von Edora

“Hallo Mister Woolsey, na neugierig?”, fragte General O´Neill, das IOA-Mitglied, welches die USA vertrat und gerade auf der Brücke der Phoenix auftauchte.
“Ja, ich würde gerne den Start von der Brücke aus miterleben, General”, sagte Woolsey angespannt.
“Jep. Alle auf ihre Posten!”, befahl General O´Neill, nachdem er auf die Uhr gesehen und begab sich Richtung Sitz des Commander, um darauf Platz zu nehmen.

General Jack O´Neill hatte auf seinen Sitz Platz genommen, ebenso die anderen Crewmitglieder der Phoenix. Alle waren bereit, um die Mission zu beginnen und in die Andromeda aufzubrechen.
“Lieutenant Simmons, öffnen Sie jeweils einen Kanal zu jedem Schiff in der Flotte! Es geht los”, ordnete O´Neill an.
“Verstanden, Sir”, antwortete der Lieutenant.
“Die Verbindungen zu den anderen Schiffen stehen”, meldete Simmons nach ein paar Minuten. Auf 3 Bildschirmen erschienen nun die Gesichter von Chekov, Kirkland und Ronson, die sofort nacheinander ebenfalls erklärten bereit zu sein.

“Na schön”, nickte Jack. “Icarus und Asklepios, Halterungen und Verbindungen zur Werft lösen, die Station verlassen und sich mit Sublicht zu den Sammelpunkt begeben!”, ordnete General O´Neill an.
“Verstanden Phoenix”, antwortete Colonel Kirkland, und gab die Befehle an seine Crew weiter.
“Alles klar, General O´Neill”, antwortete Colonel Ronson, nickte und gab die von dem General soeben erhaltenen Anweisungen weiter.
Die Halterungsklammern, Versorgungsleitungen und sonstige Verbindungen wurden nun bei den zwei Schiffen der Prometheus-Klasse gelöst, dann manövrierten die Steuermänner mit Hilfe der Steuerungstriebwerke ihre jeweiligen Schiffe aus dem Dock heraus. Als beide draußen waren wurden die Sublichttriebwerke gezündet, und man entfernte sich von der Weltraumwerft.
Jack O´Neill, Sam Carter und alle anderen auf der Brücke der Phönix sahen diesen Manövern angespannt zu, da man die Station und die dort noch in der Fertigung sich befindlichen BC-304er, die Apollo und die Odyssey, nicht beschädigen wollte.

“Colonel Chekov, nun sind Sie an der Reihe!”, gab General O´Neill nun die Starterlaubnis für die Korolev, nachdem sich die Icarus und die Asklepios weit genug entfernt hatten.

Brücke der Korolev, Weltraumwerft von Edora

“Verstanden, General O´Neill”, antwortete Colonel Chekov, Commander der Korolev.
“Major Tolinev, bringen Sie uns raus!”, befahl der Colonel der russischen Luftwaffe.
“Aye, Colonel Chekov. Verbindungen und Halterungen sind gelöst… zünde nun die Sublichttriebwerke”, berichtete die russische Offizierin, während sie die Korolev aus der Werft steuerte. Es klappte auch dieses mal reibungslos, wie zuvor bei den beiden Raumschiffen der Prometheus-Klasse.
“General O´Neill, wir sind draußen”, stellte Chekov zufrieden fest.
“Ja, ich sehe es, Colonel. Begeben Sie sich zu dem Sammelpunkt, den Mond von Edora, wo die Asklepios und die Icarus bereits warten! Dort warten Sie auf uns!”, ordnete General O´Neill per Videoübertragung an. Nach dem Erhalt dieser Anordnungen, nickte Colonel Chekov und gab nun seinerseits, die entsprechenden Befehle an seine Crew weiter.

Brücke der Phoenix, Weltraumwerft von Edora

Jack O´Neill atmete nun noch einmal kurz tief durch, nun waren sie selbst an der Reihe, er hatte bereits einmal die Prometheus kommandiert, doch die Phoenix war nun wirklich was Neues, denn es war das bis zu diesen Zeitpunkt größte Schiff.

“Thor, wie sieht es aus?”, fragte der General, bei den Asgard nach, welcher die Systeme überwachte.
“Na schön. Colonel Carter, Thor bringt uns zu den Anderen!”, ordnete O´Neill an.
“Verstanden Sir”, antwortete Sam, und löste nach und nach alle Halterungen und Verbindungen mit der Werft, danach gab sie Thor ein Zeichen, worauf dieser mit ihr die Manövrierdüsen zündete. Der Asgard und Colonel Carter ließen nun die Phoenix langsam rückwärts aus der Werft gleiten.

Richard Woolsey, der sich ebenfalls auf der Brücke befand, wirkte sehr angespannt und nervös. Nach einigen Minuten hatte sich das große Raumschiff weit genug von der Werft entfernt, nun zündete Colonel Carter vier der acht Sublichttriebwerke der Phoenix, und setzte Kurs Richtung Mond. Als dies geschehen war, entspannten sich die Gesichtszüge bei allen, vor allem bei Richard Woolsey.
“Ist mit Ihnen alles in Ordnung, Mister Woolsey?”, fragte Sam Carter.
“Ja, ich bin nur etwas nervös”, antwortete der Vertreter des IOA.
“Der schwierige Teil kommt ja erst noch, nämlich die Koloniale Flotte finden”, sagte Jack O´Neill in seiner typischen Art.
“Danke General. Das tut sehr gut”, meinte daraufhin Woolsey etwas nachdenklich.

Nach einem kurzen Flug mit Sublicht erreichte die Phoenix den Sammelpunkt.

“Hier ist die Phoenix. Korolev, Icarus, Asklepios verbinden Sie bitte nun das eine ZPM mit der Energieversorgung”, bat nun Thor, während Lieutenant Hailey bereits dasselbe auf der Phoenix, auf ein Zeichen des Asgard’ hin, tat.
Nach einigen Minuten waren alle soweit, und General O´Neill rieb sich noch einmal kurz die Hände.
“Gut, dann wollen wir mal unsere Hyperantriebe unter Realitätsbedingungen testen”, sagte Colonel Carter.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson Treffpunkt ist P2A-M221 am Rande der Milchstraße! Dies ist einer der letzten bewohnbaren Planeten mit einem Stargate. Wir treffen uns dort innerhalb der nächsten 26 bis 28 Stunden, bevor wir dort eine Pause von 34 bis 36 Stunden einlegen!”, gab nun General O´Neill seine Anweisungen an die Commander der anderen Schiffe weiter.

Kurz darauf öffneten sich vier Hyperraumfenster, in welchen die vier Raumschiffe verschwanden.
Als sich die Phoenix nun im Hyperraum befand, verließ Richard Woolsey die Brücke.

Kara Thrace ging nun zu einer Sprechanlage.
“Alle 12 Piloten für das Vipertraining finden sich innerhalb von 40 Minuten im Bereitschaftsraum Alpha C7-104 auf Deck 7 ein!”, ordnete Starbuck an, danach machte sie sich umgehend selbst dorthin auf den Weg.
“Colonel Carter, Sie haben die Brücke! Ich werde dem Unterricht beiwohnen, da Captain Thrace mich darum gebeten hat”, sagte General O´Neill an Sam gerichtet, und verließ kurz darauf die Brücke und machte sich auf den Weg.

Stargateraum, SGC, Erde

General Landry wartete bis alle Mitglieder der SG-Einheiten, inklusive von Lieutenant Colonel Cameron Mitchell als 1-Mann-SG-1-Team, die nach P2A-M221 aufbrechen sollten anwesend waren.
“Meine Herren, die Mission läuft wie vor 25 Minuten besprochen ab”, begann der Kommandeur des SGC, nachdem er kurz auf die Uhr geschaut hatte, “Sie werden nach P2A-M221 gehen und dort auf unsere Flotte warten. Nachdem alles verladen wurde, kehrt SG-2 zurück und Colonel Mitchell und die anderen bleiben vorerst dort! Walter wählen Sie P2A-M221 an!”
Der Master Sergeant hatte bereits die Koordinaten eingegeben, und drückte nur noch auf die Enter-Taste, um den Wahlvorgang zu starten. Nach ein paar Minuten öffnete sich das Sternentor.
“Colonel Reynolds und SG-3 erwarten Sie bereits dort. Ausrücken!”, ordnete General Landry an, und verließ kurz darauf den Torraum, während Colonel Mitchell mit den SG-Teams 2, 11, 19 und 20 durch den Ereignishorizont des Stargates gingen.


P2A-M221 am Rande der Milchstraße

Die Prometheus befand sich immer noch im Orbit des Planeten, der auch als
P2A-M221 bekannt war. Das erste interstellare Raumschiff von den Menschen der Erde, sowie die Crew von Colonel Lionel Pendergast waren nun bereits seit etlichen Wochen im Dauereinsatz. Die Prometheus hatte seitdem viele Flüge von der Erde nach Edora und nach P2A-M221 hinter sich. An Bord befanden sich immer wieder Maschinen, Vorräte, Ausrüstungsgegenstände und natürlich Personal. Man hatte diesen Planeten aus der Antikerdatenbank, die General O´Neill einmal in den Computer des Stargate-Centers eingegeben hatte, als bei ihm zum ersten Mal das Wissen der Antiker in sein Gehirn heruntergeladen wurde. Und obwohl man nun diese von Menschen unbewohnte Welt nun bereits lange kannte und erforscht hatte, gab es immer noch keinen Namen, den man dem Planeten gegeben hatte, und blieb es bisher bei der Kennzeichnung P2A-M221.

Colonel Lionel Pendergast war froh, dass er nun die Lieferung, den gerade eingetroffenen SG-Teams zu Bewachung anvertrauen konnte.
Auch war die Prometheus mit Hilfe, der Energie des ZPM an Bord, um ein vielfaches schneller und die Schilde waren wirkungsvoller.

Es war ein trockener und mit Gebirgszügen überzogener Planet, der mit seiner Landmasse größtenteils an die Trockengebiete in Australien, Afrika und den USA erinnerte.
´Und ausgerechnet hier soll ein Stützpunkt von uns hin´, dachte Pendergast im Stillen.
Die Arbeiten hatten bereits begonnen, der Stützpunkt wurde wie alle anderen auch in einem Berg angelegt.
“Colonel Pendergast, Sir”, meldete sich hinter ihm eine Stimme, welche Pendergast aus seinen Gedanken riss. Er drehte sich um, und erkannte Colonel Mitchell, der nun näher heran trat.
“Colonel Mitchell, schön das Sie endlich hier sind. Somit kann ich wieder weg, zurück zur Erde und die nächste Tour in Angriff nehmen”, stellte Lionel Pendergast fest, während Cameron Mitchell die Umgebung betrachtete.
“Ja, ziemlich karger Planet”, bemerkte Colonel Mitchell, als er sich umsah.
“Nun im Innern dieses großen Kontinents, der von Gebirgszügen durchzogen ist, regnet es nicht so häufig. Aber auch auf diesen gibt es Wälder und Graslandschaften, wobei der andere Kontinent mehr davon hat. Beide Kontinente sind von einem riesigen Ozean umschlossen”, erzählte Colonel Pendergast, seine Beobachtungen, die er von der Prometheus aus gemacht hatte. Einige Minuten später verabschiedeten sich beide von einander, Colonel Lionel Pendergast und die Mitglieder seiner Crew, die sich noch auf dem Planeten aufhielten wurden nun nach und nach zurück auf die Prometheus gebeamt. Nun tauchte auch Colonel Reynolds aus einem Zelt auf, wo die Weltraumüberwachung untergebracht war.
“Colonel Mitchell immer noch alleine unterwegs?”, fragte Reynolds.
“Ja, Sir. Doch General Landry hat mir eine Frist gesetzt. Darum werde ich nicht mehr lange solo unterwegs sein”, antwortete Mitchell.
“Wenn die Flotte jetzt aufgebrochen ist, müsste sie innerhalb der nächsten 26 Stunden eintreffen”, meinte Lieutenant Colonel Ferretti, “wie ich Jack beneide. Hätte ihn gerne begleitet, doch er hat gesagt ´Ich möchte einen alten erfahrenden Hasen auf der Erde und in der Milchstraße wissen, wenn ich unterwegs in eine andere Galaxie bin.´ “
“Das hat er gesagt?”, fragte Mitchell nun noch einmal bei Ferretti nach.
“Ja, das hat er”, grinste der.
“Na schön. Ich würde sagen, wir gehen alle in den Schatten in einer halben Stunde sind hier 45°C in der Sonne”, schlug Reynolds vor, ging Richtung Zelt, wo die anderen SG-Teams bereits warteten. Als alle am Zelt waren, teilte Colonel Reynolds die Wachen für jeweils 2 Stunden am Stargate, ein. Danach begaben sich er und die Anderen zu den provisorisch, klimatisierten errichteten Unterkünfte, die an einer Felswand errichtet worden waren.
“Dann wollen wir mal auf unsere Flotte warten”, meinte Ferretti, schloss die Tür und ging zum Kühlschrank.
“Das ist genau das Richtige”, sagte er lachend, holte ein paar Flaschen Bier heraus und ging zum Tisch.
“Das ist wahr”, stimmte Reynolds zu, und auch Mitchell nickte.
Ferretti setzte sich zu den beiden anderen, als Reynolds ein Kartenspiel aus seiner Weste hervorholte. So sahen sich nun die drei dafür gewappnet, um so etwas Zeit zu verbringen bis die Phoenix und die anderen Schiffe endlich eintrafen.

1.06 Lessons

Bereitschaftsraum Alpha der Phoenix, Hyperraum

Nach einem ausführlichen Verdauungsspaziergang hatte General O´Neill den Bereitschaftsraum für die Piloten erreicht, und sich zu Captain Thrace gesetzt.
Hier wollte Kara nun, die ersten 12 Piloten für das Vipertraining unterrichten, und mit theoretischen Wissen und einer abschließenden schriftlichen Prüfung auf den Flug in einer Viper vorbereiten. Auch hatte sich Starbuck vorgenommen, nur vier Viper, maximal aber nur 6 Viper, für das spätere Flugtraining einzusetzen, da man Ausfälle und Beschädigungen nicht außer Acht lassen konnte.

Für das Flugtraining hatten sich General O´Neill, Captain Thrace, General Hammond und das IOA darauf geeinigt, bei P2A-M221 einen Stopp von maximal 36 Stunden einzulegen, damit die Piloten praktische Erfahrungen mit der Viper sammeln können.
Hinzu kamen noch das Verladen der restlichen Ausrüstung, Proviant und Hilfsgüter, sowie die Aufnahme des noch benötigten Personals.

Im Bereitschaftsraum wurde Starbuck schon langsam wütend, denn von den zum Unterricht herbefohlenden Schülern fehlten immer noch 4, nämlich , Major Robert C. Jackson, Captain Rebecca Pearson, ihr jüngerer Bruder Lieutenant Samuel Pearson und Sergeant Bruce Lewis. General O´Neill vertrieb sich indes die Wartezeit mit seinem Jojo, welches er oft in seiner Hosentasche hatte.
Es dauerte noch mehr als 5 Minuten, bis die übrigen vier Teilnehmer endlich eintrafen, wobei sie von Captain Thrace wütend angefunkelt wurden.

“Wie lauten Ihre Ausreden, dass Sie alle vier über 15 Minuten verspätet zum Unterricht erscheinen?”, fragte Starbuck, und sah dabei mit bösem Blick die vier Piloten an.
“Sie haben nicht mit mir in diesen Ton zu reden, Captain!”, gab Major Jackson Captain Thrace zur Antwort.
Kara drehte sich nun zu Jack um, der sein Jojo wieder in die Hosentasche gesteckt hatte. Der General zuckte nur mit den Schultern.
“Es ist Ihre Klasse, Kara. Ich habe Ihnen freie Hand gegeben. Außerdem zählen hier keine militärischen Ränge! Antworten Sie auf die gestellte Frage!”, ordnete O´Neill an, und wies nebenbei auch gleich Major Jackson zurecht, der die Anwesenheit des Generals bisher nicht wahrgenommen hatte. Darauf grinste Kara zufrieden, drehte sich nun langsam wieder zu den Major um, und schlug, zur Überraschung aller auch vor den Augen von Jack, mit der rechten Faust zu. Starbuck traf punktgenau die Nase von Major Jackson, welcher daraufhin etwas zurücktaumelte, ausgeknockt und schwer getroffen zu Boden sackte.
“Also das habe ich damit eigentlich nicht gemeint”, seufzte Jack, dann stand er auf und ging einige Schritte zu den Telefon.
“Hier ist General O´Neill. Medizinischer Notfall im Bereitschaftsraum Alpha, C-107, Deck 7 - Major Jackson hat einen dummen Fehler begangen”, sagte O´Neill in das Mikrophone und hängte den Hörer wieder ein, nachdem er den Notruf abgesetzt hatte.
Es dauerte nicht einmal 5 Minuten, dann erreichte Doktor Jennifer Keller in Begleitung von zwei Sanitätern den Ort des Geschehens.
“Die Nase ist gebrochen, ich werde sie richten müssen, außerdem ist er bewusstlos”, stellte die Ärztin, nachdem sie den Major kurz untersucht hatte.
“Gut kümmern Sie sich bitte darum, Doktor Keller”, sagte O´Neill.

Die beiden Sanitäter legten kurz darauf den ausgeknockten Major auf die Trage, und zogen die Haltegurte fest, dann machten sie sich mit Jennifer auf den Weg zur Krankenstation der Phoenix.

General O´Neill atmete noch einmal durch, bevor er sich an Starbuck wandte.
“Was zum Kuckuck sollte denn das?”, fragte Jack nach, mit den Händen in den Hosentaschen.
“Angriff auf ein aufgeblasenes Arschloch”, antwortete Starbuck, und schaute dem General dabei in die Augen, der die rechte Augenbraue hochzog.
“Ich weiß, was Sie meinen, ich mag den sich wichtigtuenden Kerl auch nicht so richtig. Da waren es nur noch 11. Streichen Sie Jackson vorerst von der Teilnehmerliste, der fällt aus!”, stellte O´Neill fest, und ließ die Sache vorerst auf sich beruhen.

Nun wiederholte Captain Thrace noch einmal ihre Frage von vorhin, darauf erklärten die drei Befragten, dass sie Karten gespielt hätten, und dabei beinahe den Termin vergessen hatten. Kara nickte kurz, und gab sich mit dieser Antwort zufrieden.
“Na schön, setzt euch endlich! Doch ab sofort sind alle pünktlich! Wir beginnen mit der Theorie, dafür habe ich in den letzten Wochen so einiges vorbereitet. Dann folgt eine kleine schriftliche Prüfung. Diejenigen von euch die bestehen, machen dann in den Flugsimulatoren weiter, die im Nebenraum stehen”, erklärte Starbuck, und begann sofort mit dem Unterricht sobald der Letzte sich gesetzt hatte. Während Captain Thrace nun, den 11 Piloten, die Viper Mark II. erklärte, war es mucksmäuschenstill in dem Raum, und jeder sprach nur nach einer Aufforderung - Starbuck hatte sich ohne Zweifel, auf eine ungewöhnliche Art und Weise, bei den Piloten Respekt verschafft.

Auch General O´Neill verfolgte teilweise und aufmerksam dem Unterricht, auch war er sich sicher, dass sich die Aktion von Kara “Starbuck” Thrace zumindest erst einmal schnell auf der Phoenix herumsprechen würde, bevor man P2A-M221 erreichen würde.
Doch leider wusste Jack auch, das er einen Bericht wegen diesen Vorfall schreiben muss, dazu kämen noch die Einträge in die Personalakten, und er musste noch ein klärendes Gespräch mit Thrace und Jackson aufgrund dieses Vorfalls führen - doch dies musste erst einmal warten, denn dafür war nun keine Zeit. Jack O´Neill seufzte leise, als er an diesen ganzen Papierkrieg dachte, der bald auf ihn zukam.

Nach knapp 5 Stunden waren der Vortrag von Captain Thrace und die anschließende Fragerunde beendet.
“So, und in 5 Stunden sind alle wieder hier - zur schriftlichen Prüfung! Wer zu spät erscheint ist durchgefallen!”, ordnete Starbuck an, und deutete dabei auf die Uhr hinter ihrem Rücken.
Als alle Kursteilnehmer den Raum verlassen hatten, sprach nun Jack noch einmal Kara, wegen des Vorfalls kurz an.
“…musste das denn wirklich sein?”, fragte O´Neill.
“Sie sagten, ich hätte freie Hand, Sir”, konterte Starbuck General O´Neill aus
“Stimmt das hatte ich. Doch ich meinte damit keine Boxkämpfe, oder andere körperliche Auseinandersetzungen!”, mahnte Jack, worauf Kara nickte.
“Gut. Dann wäre das geklärt. Ich bin dann mal weg, mich um den Papierkrieg kümmern, bin aber zur Prüfung wieder zurück”, sagte O´Neill, und verließ nun ebenfalls den Raum.

Noch bevor die gesetzte 5-Stunden-Frist um war, waren alle 11 wieder in den Raum versammelt. Kara Thrace verteilte nun die Prüfungsbögen, während General O´Neill mit wachsamen Augen auf die Kursteilnehmer aufpasste, damit keiner der Versuchung erlag, zu betrügen. Nachdem Starbuck mit dem Austeilen fertig war, kehrte sie an ihren Platz zurück, und Jack nun in der hintersten Reihe Platz nahm.
“So alle mal herhören! Es sind 35 Fragen, dafür habt ihr eine Stunde Zeit - keine Minute länger! So schreibt euren Namen und das Datum auf die Prüfungsbögen!… Die Zeit läuft ab jetzt!”, ordnete Captain Thrace an, nachdem sie auf die Uhr geschaut hatte. General O´Neill sah ebenfalls auf seine Armbanduhr, und ließ nun die Zeit herunter laufen.

Die Zeit verging, und während Jack von seinem Platz aus aufpasste, schritt Kara von Zeit zu Zeit, ebenfalls durch den Raum auf und ab, und beobachtete wachsam die Prüflinge.
“Ah, hm”, räusperte sich General O´Neill kurz, nachdem 39 Minuten und einige Sekunden der Zeit um war.
“Sorry Sir. Captain Thrace, ich bin fertig”, versicherte Lieutenant Hailey, stand auf, ging zu dem Platz von Starbuck und gab ihren Prüfungsbogen ab.
“Gut Lieutenant. Sie können gehen, doch Sie sind in spätestens anderthalb Stunden wieder hier!”, stellte Captain Kara Thrace nickend klar, auch Lieutenant Jennifer Hailey nickte kurz und verließ dann leise den Raum.

Nach über einer Viertelstunde piepte kurz, die Armbanduhr von O´Neill und die LED-Anzeige leuchtete kurz blau auf. Starbuck nickte kurz, nachdem sie ebenfalls auf die Uhr geschaut hatte.
“Okay, Leute… die Zeit ist um! Die Stifte weglegen, und die Prüfungsbögen bei mir abgeben!… He, ich hatte etwas gesagt”, forderte Captain Thrace, die fünf letzten Teilnehmer auf, die bislang noch nicht fertig waren, und noch im Raum saßen.
Ein allgemeines Gemurmel erklang, und alle erhoben sich und gaben bei Kara die Prüfungsunterlagen ab.
“Und in einer halben Stunde sind alle wieder hier, dann gibt es die Ergebnisse!”, befahl General O´Neill, den Piloten bevor diese den Raum verlassen konnten.

“Dann wollen wir mal sehen, wer alles durch ist und wer nicht”, meinte Kara, und begann nun mit Jack die Prüfungen durchzugehen, dabei übernahm General O´Neill die Ankreuzfragen und Captain Thrace die schriftlichen Antworten.

Die Prüflinge kehrten überpünktlich in den Raum zurück, und nahmen in aller Stille Platz. Keiner sagte etwas, nur Starbuck und Jack unterhielten sich leise, werteten nun die letzten Prüfungen aus, und notierten sich die einzelnen Ergebnisse.
Nach einer Wartezeit von gequälten, langen 7 Minuten für die elf Piloten war es endlich soweit, und Starbuck nahm das Blatt mit den Ergebnissen in die Hand, wo sie zusammen mit O´Neill die endgültigen Ergebnisse notiert hatte.

“Ich mache es kurz, da wir nur wenig Zeit haben: Major Castleman, Captain Pearson, Captain Vaselov, Captain Trevors, Lieutenant Hailey, Lieutenant Pearson, Lieutenant Karpov, Lieutenant Morrison, Lieutenant Leeds, Lieutenant Allic und Sergeant Lewis, Sie haben alle bestanden, wobei es bei einigen Kandidaten ziemlich eng war. General O´Neill hat mich gebeten, auch die Wackelkandidaten, zumindest erst einmal im Simulator zu testen, bevor ich mich dann endgültig entscheiden soll, ob ich diejenigen dann in eine echte Viper setzen will, oder doch nicht. Ich habe den Vorschlag angenommen und unterstütze ihn.”

“Captain Thrace, wer sind denn alles diese Wackelkandidaten?”, fragte Sergeant Lewis interessiert.
“Die Wackelkandidaten sind Lieutenant Allic, Lieutenant Pearson und Sie, Sergeant Lewis”, antwortete General O´Neill, da er die Namen jener kannte, und Kara Thrace nickte zustimmend.

“So, damit wäre der theoretische Part abgeschlossen. Ihr habt nun 6 Stunden Pause, erholt euch in der Zeit. Ihr seid dann alle, nach 6 Stunden wieder pünktlich hier!”, befahl Captain Thrace, bevor sie und General O´Neill die Klasse entließ.

“Ja, ich werde mir dann auch mal eine Mütze voll Schlaf genehmigen. Bis dann, Kara”, sagte Jack, stand auf, verließ den Raum und machte sich auf den Weg zu seinem Quartier.

Starbuck räumte nun alles an Material zusammen, verstaute alles in dem Schrank und schloss dann diesen ab, dann verließ auch sie den Raum. Nun merkte Kara, wie müde auch sie selbst war, und machte sich auch auf den Weg zu ihrem Quartier.

Flugsimulatorraum der Phoenix, Hyperraum

Zufrieden stellte Kara Thrace fest, das alle Schüler pünktlich zu dem angesetzten Termin kamen. Doch sie musste alle wieder erst einmal wegschicken - zum Umziehen. Jack O´Neill, der zu diesen Zeitpunkt kam, grinste heimlich. Nach einer Viertelstunde, kehrten die Piloten in den Raum zurück und trugen, wie Starbuck die Pilotenkleidung für die Viper- und Raptorpiloten der Kolonien, die sie mit Hilfe der Asgardtechnologie auf Thor’ Schiff angefertigt hatte.

In dem Simulatorraum standen vier Flugsimulatoren, die extra auf die speziellen Spezifikationen der Viper ausgelegt waren. Captain Thrace wies noch einmal kurz alle ein, bevor sie die ersten drei einen Simulator zuwies, und selbst in einen stieg; dabei hielt sie mit den anderen jeweils Funkkontakt.

Jack schaute diesen Treiben auf einen Monitor zu, der das Fluggeschehen darstellte, bis die Kommunikationsanlage im Raum läutete.
“O´Neill”, meldete sich der General, als er den Hörer abnahm.
“General, ich hätte Sie gerne einmal gesprochen”, meldete sich die Stimme von Richard Woolsey in der Leitung.
“Und über was, möchten Sie mit mir sprechen, Mister Woolsey?”, fragte Jack, nachdem er den Besitzer der Stimme identifiziert hatte.
“Über den Vorfall zwischen Major Robert Jackson und Captain Kara Thrace, und ihre Angewohnheit sich gegenüber anderen höherrangigen Offizieren mit Schlägen durchzusetzen. Der Major hat sich darüber beschwert, da Sie es scheinbar wortlos hingenommen haben”, meinte das IOA-Mitglied etwas säuerlich.
“Das ist nicht ganz korrekt. Ich habe die Sache bereits mit Captain Thrace geklärt, und darüber bereits den Papierkram erledigt. Doch hatte ich bisher keine Gelegenheit mit dem Major darüber zu sprechen”, verteidigte sich O´Neill gegen diese Behauptung.
“Dann tun Sie das bitte, General O´Neill. Sie wissen doch dass seine Familie das Programm mitfinanziert”, bat Woolsey nun.
“Der Major hat es trotzdem mit seinem vorgesetzten Offizier zu klären, und nicht mit Ihnen, das ist eine militärische Sache, am besten mit mir. Ja, das weiß ich”, antwortete O´Neill und rieb sich die Stirn.
“In Ordnung, ich wollte es nur anmerken. Der Major ist übrigens wach, er wurde von Doktor Keller operiert”, erklärte Woolsey.
“Alles klar, dann werde ich mal mit ihm sprechen, und für klare Verhältnisse sorgen. Danke für die Informationen, Mister Woolsey”, sagte der General, danach verabschiedete er sich von Woolsey und hängte den Hörer wieder ein.

Nun war die erste Gruppe fertig und entstieg den Simulatoren, und Starbuck machte sich einige Notizen.
“Captain Thrace, ich bin dann mal weg, zuerst auf der Krankenstation, um mit Major Jackson etwas zu klären, danach in meinem Quartier, in der Kantine oder auf der Brücke.”
“Ist gut Sir”, sagte Starbuck, und wandte sich dann wieder den Piloten zu.

Krankenstation der Phoenix, Hyperraum

Als Jack O´Neill auf der Krankenstation ankam, suchte er sofort Major Jackson und ging zu ihm. Der General unterhielt sich lange, im ruhigen und sachlichen Ton, mit dem Major.
“…die militärische Rangfolge ist bei den Kolonien etwas anders, gut möglich, dass sie auf der Erde auch den Rang eines Majors inne hätte. Lassen Sie Captain Thrace eine Weile einfach in Ruhe. Ich versuche mit ihr zu reden, ob Sie wieder an den Unterricht bei einer neuen Klasse teilnehmen dürfen, wenn Sie wieder gesund sind Major. Ich weiß auch, dass wir ihren Vater viel Unterstützung in diesem Programm verdanken. Doch sollten Sie es nicht allzu oft in die Waagschalle werfen.”
“Deshalb brauch sie mir nicht die Nase brechen. Ich werde es trotzdem meinen Vater erzählen”, nuschelte Major Jackson.
“Ich würde Ihnen empfehlen das zu unterlassen, Major. Außerdem hat nicht jeder irgendwelche besonderen Beziehungen, um seine Ziele zu erreichen - andere arbeiten sehr hart dafür. Sie sind ein hervorragender Pilot und ein guter Offizier, der solche Aussagen nicht nötig hat”, riet Jack Major Jackson noch einmal eindringlich.
“Gute Besserung, Major. Und sobald wir P2A-M221 erreicht haben, lasse ich Sie auf die Krankenstation der Asklepios verlegen”, sagte General O´Neill, stand auf und verließ die Krankenstation wieder.

Stargate - Raum der Phoenix, Hyperraum

Im Gateraum von der Phoenix herrschte reges Treiben, und Sergeant Siler überwachte die Arbeiten. Nach der Installation und Anschluss, sowie den Testläufen des Sternentores auf der Edora - Weltraum - Werft wurde nun der Stargate-Raum, der Kontrollraum und der gesamte Bereich langsam fertig gestellt.

Irgendwo auf der Phoenix, Hyperraum

Jack war heilfroh, dass es auf seinem Schiff Lagepläne gab, damit man sich besser orientieren konnte. Er hatte zwar die Pläne der Phoenix studiert, doch durch die Erweiterung der Startröhren für die Viper hatte sich so einiges geändert.
´Außerdem war das Schiff auch so schon groß genug, um sich zu verlaufen´, dachte
General Jack O´Neill, während er durch die Gänge spazierte. Nun kam ihm unterwegs eine vor sich hinfluchende Kara entgegen, die sich über einige Piloten aufregte.
“Ich brauche unbedingt eine Pause… So was nennt sich Piloten… Götter bin ich froh, dass die erste Runde um ist… Oh, hallo Sir”, meinte Kara, als sich beide nun an der Gabelung zur Kantine trafen. Beide legten nun zusammen den Weg zur Kantine gemeinsam zurück, dabei gab Starbuck dem General einen kurzen Überblick.
“Verdammt. Ich muss wieder zurück”, stellte Kara Thrace fest, als sie auf ihre Uhr geschaut hatte, drehte sich um und eilte durch die Gänge Richtung Simulatorraum.

Flugsimulatorraum der Phoenix, Hyperraum

Nach etwa zwei Stunden suchte General O´Neill wieder den Simulatorraum auf. Die Piloten waren nun mit dem Training mit den Flugsimulatoren fertig, und Starbuck begab sich zu einem Schreibtisch der sich im Raum befand, wo Jack bereits auf einen der wenigen Stühle Platz genommen hatte.

Mit Hilfe ihrer Notizen, war Kara Thrace, nach kurzer Zeit mit der Auswertung fertig.
“Okay, alle mal herkommen!”, forderte Captain Thrace, ihre elf Schüler dazu auf zu dem Schreibtisch zu kommen.
“Nicht so nervös. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - bis auf einige Ausnahmen”, meinte O´Neill grinsend, als er bemerkte wie langsam sich die Klasse den beiden näherte. 

“Also, es dürfen folgende Leute eine echte Viper fliegen, wenn wir, P2A-M221, unser Zwischenziel erreicht haben: Major Castleman, Captain Pearson, Captain Vaselov, Lieutenant Hailey, Lieutenant Karpov, Lieutenant Pearson, Lieutenant Leeds, Lieutenant Morrison und Sergeant Lewis. Für die beiden anderen: Captain Trevors und Lieutenant Allic gilt es noch einmal ordentlich zu büffeln, bevor ich euch eine Viper fliegen lasse. Ruht euch nun aus! Ihr dürft wegtreten!”, ordnete Starbuck an, nachdem sie die Ergebnisse verkündet hatte.

Die elf Piloten verließen nun den Raum, und kurz darauf taten es auch Kara und Jack, die sich beide unterhaltend auf den Weg zur Kantine machten.
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#4
1.07 Ungebetener Besuch

Brücke der Phoenix, Hyperraum - P2A-M221, Milchstraße

Nach einem kurzen aber erholsamen Schlaf, von etwas über 4 Stunden, fand sich General O´Neill ausgeruht, wieder auf der Brücke seines Schiffes ein. Schon bald würde man das erste Etappenziel auf der Reise in die Andromeda erreicht haben.

“Erster”, stellte Jack fest und lächelte, als die Phoenix den Hyperraum verlassen hatte, und sich nun im Orbit des Planeten P2A-M221 befand.
“General O´Neill, Sir. Wir werden gerufen, es ist Colonel Reynolds”, meldete Lieutenant Simmons.
“Sie sind ja auch ziemlich schnell unterwegs gewesen, General. Denn nach meiner Uhr haben Sie ungefähr 24 Stunden und ein paar Minuten, von der Edora-Werft bis hierher benötigt”, kam es aus einem Lautsprecher auf der Brücke.
“Ja, wir dachten uns, wir fliegen um das blaue Band mit. Sie haben doch die restliche  Ladung für uns?”, scherzte Jack O´Neill kurz und lachte kurz etwas, bevor er wieder dienstlich wurde.
“Genau so ist es, General. Es handelt sich um Ausrüstung, Material, Medikamente, Personal, Wasser und Lebensmittel”, bestätigte Reynolds über Funk.

Kurze Zeit später traf nun auch die Korolev ein, die Icarus und die Asklepios folgten danach einige Stunden später, während die Korolev bereits einen Teil ihrer restlichen Ladung aufnahm, und dabei von der Phoenix militärisch abgesichert wurde, und gleichzeitig ebenfalls ihren Teil der aufzunehmenden Fracht auf.
´Wie gut, dass es die Asgardtechnologie gibt´, dachte Jack, als er einige der vielen Lieferungslisten durchsah und entgegenzeichnete.
Nachdem die Phoenix alles, was für sie bestimmt war, an Bord gebeamt hatte, ließ General O´Neill Kurs auf die entgegen gesetzte Seite des Planeten setzen.

Backbord-Hangardeck der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

Auf den Backbord-Hangardeck der Phoenix herrschte Hochbetrieb, viele Mechaniker und Techniker überprüften, nach den Instruktionen von Kara Thrace, noch einmal alle für das Flugtraining benötigten Viper. Nun trafen auch alle Piloten ein, die sich für das echte Vipertraining qualifiziert hatten, auf dem Backbord-Hangardeck ein. Starbuck stellte zufrieden fest, das alle ihr Pilotenoutfit bereits trugen, genauso wie sie selbst. Captain Thrace hatte die zwei durchgefallenen Piloten erst einmal für eine gewisse Zeit zurückgestuft, da sie sich nun auf die 9 verbliebenen Flugschüler konzentrieren wollte. Der Deckchief berichtete nun Captain Thrace das alle Viper überprüft, betankt und somit einsatzbereit sind.

“Okay. Captain Pearson, Captain Vaselov und Sergeant Lewis - Viper 3, 5 & 6 bemannen! Die anderen beiden Gruppen haben noch anderthalb beziehungsweise gute drei Stunden Zeit sich vorzubereiten!”, ordnete Starbuck an, und kletterte bereits in Viper 2, nachdem sie den ersten drei Piloten je eine Viper zu gewiesen hatte.

Brücke der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

General O´Neill hatte es vorgezogen an Bord seines Schiffes zu verbleiben, um das Flugtraining der Viper zu beobachten. Jack O´Neill hatte Major Morris auf dem Planeten zurückgelassen, um noch weitere Mittel anzufordern, da noch auf jeden der vier Schiffe noch Platz war. Jack nahm sich ein Headset, rückte es zurecht, dann setzte sich auf einen der Stühle bei den Monitoren der Flugüberwachung, und wartete nun gespannt auf den Start der ersten Gruppe der neuen Viperpiloten. 

Backbord-Hangardeck der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

Die vier Viper wurden nun, in die von Kara Thrace entworfenen, Startröhren geschoben. Als alle jede der vier Vipern in einer der 16 Startröhren platziert worden waren, schlossen sich nun langsam die Schotts der Luftschleusen. Die drei Flugschüler checkten nun nach den Anweisungen von Starbuck noch einmal die Systeme, genauso die Startkontrolle in den Kontrollräumen an den Startröhren, die die Starterlaubnis erteilten. Alle vier Vipern erhielten die Freigabe, und durften nun starten. Captain Thrace startete zuerst und wartete bis alle drei anderen Piloten bei ihr waren,
“Okay Leute, mal sehen, ob ihr auch alles umsetzen könnt, was ihr gelernt habt. Und nun mir nach! Und bleibt dabei in Formation! Also immer an eurem Flügelmann bleiben!”, befahl Kara, flog voraus und die anderen Piloten folgten ihr, wie sie es angeordnet hatte. So machten sich alle vier auf in Richtung einen der 3 Monde des Planeten.
Dort angekommen, wurden alle drei Schüler noch einmal kurz von Starbuck eingewiesen, die ihnen nun die Übung noch einmal erklärte. Bei dieser Übung spielte Kara Thrace einen Angreifer, und die Anderen mussten einen Bereich des Mondes verteidigen. Für dieses Szenario wurden die Viper mit Laserpointern und Sensoren ausgerüstet, die für das Kampftraining entwickelt worden waren.

“Mist”, maulte Sergeant Lewis über Funk, als er von Starbuck ausgeschaltet wurde. Danach erwischte es Captain Pearson und Captain Vaselov.
“Bleib immer an deinen Flügelmann, Lewis!”, ordnete Kara an.
Captain Thrace machte die Übung insgesamt fünfmal, jedes Mal mit demselben Resultat. Pearson und Vaselov lernten gut aus ihren Fehlern. Lewis sich verbesserte sich ebenfalls mit jeder Runde etwas, wurde aber dennoch immer zuerst von Thrace erwischt wurde.

“So, das war’. Die Zeit ist um. Alle zurück zur Galactica!”, befahl Starbuck.
“Captain, dafür reicht aber der Treibstoff nicht”, meinte Pearson, und musste etwas lachen.
“Ups. Stimmt. Die Macht der Gewohnheit. Zurück zur Phoenix!”, korrigierte Kara schmunzelnd ihren Befehl, die bereits in Gedanken wieder mal bei der Galactica war.

Brücke der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

Auf der Brücke schaute O´Neill auf dem Monitor vor sich dem Treiben zu, das sich am Mond abspielte.
Nun piepte es kurz bei der Kommunikation auf der Brücke, und der General drehte den Kopf in Richtung von Lieutenant Simmons, der dort seinen Dienst versah, und schaute diesen fragend an.
“Was ist los, Lieutenant?”, fragte Jack O´Neill sofort, da das Piepen die Ankunft einer verschlüsselten Nachricht bedeutete.
“Sir, die Icarus hat sich soeben gemeldet. Sie berichtet, das vor kurzem zwei Ha’tak und vier Al’kesh aus dem Hyperraum gekommen sind, und gegenüber der Icarus und der Asklepios Angriffsstellung beziehen”, berichtete der Lieutenant.
“Auch das noch. Kontaktieren Sie die Korolev! Colonel Chekov soll sich zur Icarus und Asklepios begeben, aber er soll auf gar keinen Fall angreifen!”, befahl General O´Neill, und der Kommunikationsoffizier gab sofort die Anweisungen an die Korolev, auf einen gesicherten Kanal weiter.
Nun nahm O´Neill mit Hilfe des Headsets, das er seit gut 2 Stunden bereits trug, Kontakt mit Thrace auf: “Starbuck. Hier ist die Phoenix, kommt so schnell ihr könnt zurück! Auf der anderen Seite des Planeten gibt es ein paar Probleme. Wir haben nämlich ungebetenen Besuch.”
“Um wen handelt es sich eigentlich? Goa’uld?”, fragte der General, nun wieder an Lieutenant Simmons gerichtet.
“Nein, es ist die Luzianische Allianz, General”, antwortete dieser, nach einen kurzem Zögern.
“Na toll”, brummte Jack.

Er hatte bereits von dieser Allianz gehört, sie wurde nach der Entmachtung der meisten Systemlords immer mächtiger und neben der Erde und der freien Jaffa-Nation, sowie den restlichen Goa’uld, wie Ba’al eine der Hauptkräfte in der Milchstraße. Die Luzianische Allianz übernahm dabei einfach die Schiffe und Planeten der schwächeren Goa’uld, die nur über wenige Jaffa und Schiffe verfügten, und dadurch wuchsen sie immer mehr. Als die Goa’uld noch die Galaxie beherrschten, waren sie nur Schmuggler und Banditen - doch nun versuchten einige Führungskräfte dieser Allianz das entstandene Machtvakuum aus, das durch die Erde, sowie von den Jaffa und deren Kampf gegen die Goa’uld entstanden ist für sich auszunutzen.

“Starbuck, haben Sie das gehört?”, fragte O´Neill.
“Ja, General. Ich bestätige sechs weitere Kontakte auf meinem DRADIS. Wir sind  bereits unterwegs”, berichtete Kara.
“Wir sind zu nah an dem Planeten, darum haben wir die Ankunft nicht bemerkt”, erkannte Thor die Situation.
“Das ist korrekt”, stimmte Teal’c zu, der nun auf der Brücke erschien.
“Doch damit haben wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite”, stellte Sam fest, und Jack nickte nur zustimmend.
“In der Tat”, vernahm man auf der Brücke, den Standardspruch aus dem Mund des Jaffa.

“So nun wollen wir mal das Landen üben. Aber keine Dellen, sonst klopft ihr die wieder aus dem Landedeck wieder raus!”, ordnete Captain Thrace, an ihre drei Flugschüler gerichtet an.
Die vier Viper hatten nun die Phoenix beinahe erreicht, die vier Piloten konnten nun bereits die Lademarkierungen erkennen, und Kara erklärte noch einmal kurz, was man bei der Landung einer Viper beachten sollte. Kurz darauf erhielten die Viper ihre Landeerlaubnis. Captain Vaselov  landete als Erster, danach Sergeant Lewis, gefolgt von Captain Pearson und zuletzt landete Starbuck, die mit den Landungen der anderen zufrieden war.

Auf der Brücke konnte General O´Neill, dank der Asgard-Sensoren und der Schiffskameras, alles mitverfolgen und war erleichtert, das die erste Runde ohne Probleme verlief.
Nun da alle wieder an Bord waren, gab er Anweisungen und ließ die Phoenix den Planeten langsam umrunden, um unentdeckt zur restlichen Erdflotte, auf die andere Seite von P2A-M221, zu gelangen und die Luzianische Allianz zu überraschen.

“Lieutenant Simmons, ich möchte dass Sie mir Mister Woolsey und die anderen Mitglieder des IOA auf die Brücke holen! Und rufen Sie am Besten auch Doktor Jackson her!”, ordnete General O´Neill an den Kommunikationsoffizier gerichtet, der sich sofort an die Arbeit machte. Jack hoffte eine diplomatische Lösung zu finden, denn der Krieg gegen die Goa’uld und die Replikatoren, war lang und schwer gewesen und in der Pegasus gab es die Wraith, dies reichte ihm aus.
“Sir, Mister Woolsey kommt in 10 Minuten mit den anderen Mitgliedern des IOA auf die Brücke, und Doktor Jackson ist in etwa 15 Minuten hier”, meldete Simmons, und O´Neill nickte. Jack hätte nur zu gerne einen Abstecher auf das Hangardeck gemacht, doch dieses Problem erforderte nun einmal seine Anwesenheit auf der Brücke, er seufzte ganz leise einmal kurz.

Backbord-Hangardeck der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Die Viper wurden nun bereits noch einmal kurz durchgecheckt, als die Piloten noch im Cockpit saßen, und die Jäger auf das Deck geschoben worden waren.
“Das war doch in Ordnung. Ich mache aus euch allen noch echte Viperpiloten”, stellte Kara zufrieden fest, als sie aus ihrem Cockpit stieg - auch um den Piloten Mut zu machen.
“Captain Thrace”, meldete sich nun die Stimme, von General O´Neill, über ihr Headset.
“Ja. Was gibt es General?”, fragte Starbuck.
“Gut geflogen, danke für die Verwechslung. Und sind Sie mit den Schützlingen zufrieden?”, fragte nun Jack.
“Ja, ist noch ausbaufähig, ansonsten haben sich alle drei gut geschlagen”, erzählte Kara, “ja, ich war mit dem Gedanken bei der Galactica.”
“Gut trauen Sie den 3 neuen Piloten mehr zu, zum Beispiel den Ernstfall?”, fragte O´Neill zurückhaltend.

Kara Thrace vermutete, um was es dem General dabei ging und überlegte, während sie Pearson, Vaselov und Lewis konzentriert musterte, die sich mit den anderen sechs Piloten unterhielten.

“Sie meinen die Luzianische Allianz, Sir? Ja, ich traue allen drei Piloten einen Fight zu. Die Tests im Simulator haben so einiges bewirkt”, bestätigte Starbuck, während die drei Piloten erstaunte Blicke miteinander wechselten.
“Gut. Die weiteren Übungen müssen nun etwas verschoben und ausgesetzt werden! Doch es bleiben dann noch circa 30 Stunden, wenn wir das Problem schnell in den Griff bekommen. Halten Sie sich und die drei bereit, und warten Sie auf weitere Anweisungen! O´Neill. Ende”, gab General O´Neill seine Befehle über das Headset durch, und Captain Thrace bestätigte noch einmal kurz, dann wurde die Verbindung beendet.

“So Leute ihr habt den General gehört, ihr bemannt wieder eure Viper und wartet auf weitere Befehle!”, befahl Starbuck und klatschte auffordernd in die Hände.
“Tut mir leid für euch. Ihr geht erstmal auf euere Quartiere und ruht euch aus, bleibt aber auf Bereitschaft!”, forderte Kara Thrace an die anderen sechs Neulinge gerichtet, dann stieg sie wieder in das Cockpit.
Kurz darauf wurden die Viper wieder in die Startröhren geschoben, nachdem man sie wieder betankt hatte.


25 Minuten zuvor
Milchstraße, P2A-M221, Brücken der Korolev, Icarus & Asklepios, Ha’taks

Auf den Sensoren und den Radarschirmen, der Icarus und der Asklepios, wurde nun die Ankunft mehrer Raumschiffe angezeigt, auch auf dem Planeten war nun die Flugüberwachung alarmiert. Eigentlich, war dieser Planet den Goa’uld und allen anderen ziemlich unbekannt und strategisch bedeutungslos, da er am äußersten Rand der Milchstraße lag.

“Colonel, zwei Raumschiffe der Ha‘tak-Klasse und vier Al‘kesh sind so eben aus dem Hyperraum gekommen… Wir werden gerufen”, berichtete Sergeant Johnson auf der Brücke der Icarus, an seinen Commander gerichtet.
“Stellen Sie durch, Sergeant! Videoübertragung!”, ordnete Colonel Kirkland an.

Johnson betätigte einige Knöpfe und Tasten, und kurz darauf erschien auf einem Monitor das Gesicht eines Mannes mit einer Narbe im Gesicht, der eine dunkelgraue Uniform trug.

“Ihr werdet uns eure Ladung und eure Schiffe übergeben! Wir gewähren euch freien Abzug durch das Stargate auf dem Planeten!”, kam sofort die Aufforderung von ihm, an den Colonel.
“Das wird nicht geschehen. Dürfte ich zunächst erfahren, wer Sie eigentlich sind? Denn man stellt sich zumindest vor, auch wenn man irgendwelche Forderungen stellt! Ich bin Colonel James Kirkland, United States Airforce, Commander des Erdschiffs Icarus”, antwortete der Commander der Icarus trocken.

“Ich bin Doran von der Luzianischen Allianz, Befehlshaber über diese Flotte… Moment sagten Sie gerade eben Erde?”, fragte der Offizier der Allianz nach, und zögerte einen kurzen Augenblick lang, nachdem er sich ebenfalls vorgestellt hatte.
“Ja. Auch bekannt als Tau’ri”, bestätigte Kirkland, in der Hoffnung, dass sich nun die Luzianische Allianz zurückziehen würde.

Doran überlegte kurz, und unterhielt sich auf einem anderen Kanal mit dem Commander des anderen Ha’taks.
“Ich habe gerade mit Daminus gesprochen, ich stimme ihm zu: Unser Angebot ist großzügig, übergebt uns eure Fracht und Schiffe! Bereitet euch darauf vor geentert zu werden”, meinte Doran.
“Sie begehen einen schweren Fehler”, versuchte Kirkland den Vertreter der Luzianischen Allianz zum Einlenken zu bewegen.
“Sergeant Johnson, setzen Sie den Ringtransporter an Bord außer Funktion! Und geben Sie diese Maßnahme auch an die Asklepios weiter!”, ordnete der Colonel im Flüsterton an. Der Sergeant nickte, und führte die Anordnung aus.

“Ist mir egal, ob ihr von der Erde seid. Wir sind in der Überzahl. Unterwerft euch!”, stellte Doran grinsend fest, doch dann kurze Zeit später verfinsterte sich sein Gesicht, als man ihm mitteilte, dass die Ringtransporter zu denen der Erdschiffe keine Verbindung aufbauen konnten. Er fluchte wütend vor sich hin, da nun ein Entern unmöglich war, und der Vorschlag von Daminus nun nicht mehr durchführbar war. Nämlich mit Hilfe der Ringtransporter bewaffnete Enterungseinheiten auf die Raumschiffe der Tau’ri zu senden, und sich so der Fracht und der Schiffe zu bemächtigen. Nun würde nur noch der Kampf bleiben, um dieses Ziel zu erreichen, worauf Daminus stark drängte, da er so in der Hierarchie der Luzianischen Allianz weiter nach oben aufsteigen konnte.

Das Gesicht von Colonel Kirkland war hart, er ließ eine abhörsichere Verbindung zur Asklepios herstellen, um sich mit Colonel Ronson zu beraten. Nach einem kurzem Gespräch zwischen beiden, schickte die Icarus eine verschlüsselte Nachricht, mit dem bisherigen Inhalt über die momentane Situation, an die Phoenix.

Nach etwa 5 Minuten, nährte sich nun die Korolev vom südlichen Pol des Planeten.
“Hier spricht Colonel Chekov. Colonel Kirkland, Colonel Ronson auf gar keinen Fall angreifen, nur in Verteidigungsstellung gehen - das sind die Anweisungen von General O´Neill”, meldete sich der Commander der Korolev über Funk, auf einen sicheren Kanal, bei den anderen zwei Schiffen der Erdflotte an.

Die Korolev hatte nun die Icarus und die Asklepios erreicht, schob sich dazwischen und übernahm die Spitze, um im Ernstfall ein besseres Schussfeld zu haben. Chekov achtete auch darauf, dass die Asklepios etwas mehr verdeckt war und besser geschützt war, da sie überwiegend den Platz als Lazarett- und Transportschiff in der Flotte einnahm, obwohl sie natürlich ebenfalls über Waffen und Schilde verfügte - doch Colonel Chekov wollte trotzdem kein Risiko eingehen.

“Wo ist die Phoenix?”, fragte Ronson.
“Sie muss erst einmal die Viper aufnehmen, bevor sie zu uns stößt”, antwortete der Commander der Korolev.

Auf dem Planeten, war man indes auch in höchster Alarmbereitschaft. Es waren auf den gesamten Planeten einige Flugfelder errichtet worden, um bei einem eventuellen Angriff diesen besser verteidigen zu können. Man hatte insgesamt neben dem Hauptstützpunkt auf P2A-M221 noch acht weitere kleinere Stützpunkte errichtet, die auf den beiden Kontinenten strategisch angelegt worden sind. Bei jeden dieser acht Stützpunkte wollte man bis zu 12 F-302er stationieren, und bei den zentralen Stützpunkt bis zu 20, doch war man gerade erst einmal im Aufbau begriffen, und so standen bisher nur insgesamt 20 F-302-Jäger zur Verfügung, dazu das benötigte Personal. Die Jäger wurden nun bereits bemannt, und die Piloten warteten auf das Signal zum Angriff, um den Planeten zu verteidigen.


Gegenwart
Milchstraße, Orbit von P2A-M221, Erdflotte und Luzianische Flotte

An Bord der Ha’tak und Al’kesh, von der Luzianischen Allianz hatte man auch einige der Stützpunkte von der Erde auf der Oberfläche des Planeten entdeckt, ebenso hatte man das Auftauchen der Korolev registriert.

Nun herrschte beinahe Gleichstand zwischen den beiden Kräften. Doran war sich nun nicht mehr sicher einen kurzen Kampf gegen die Flotte der Erde zu riskieren zu können, und somit einen Krieg gegen die Erde zu beginnen, dazu war die Luzianische Allianz nicht mächtig genug, dafür verfügte die Erde um zu viele Verbündete und Ressourcen. Doran zögerte, was Daminus an Bord des anderen Ha’tak spürbar nicht gefiel, denn er fragte oft nach ob er nun die Gleiter starten könne, um einen Angriff auf die Flotte der Erde zu beginnen.

“Mein Herr, die Sensoren haben soeben ein weiteres Schiff von der Größe eines Ha’tak erfasst, welches von der Gegenseite des Planeten kommt”, meldete ein Crewmitglied an Bord von Doran’ Ha’tak. Auch bei den anderen Schiffen der Flotte von der Luzianischen Allianz hatte man nun das neue Schiff auf dem Bildschirm.

Doran schaute angespannt aus dem Fenster des Pel’tak, der Brücke seines Flaggschiffes. Die Phoenix gleitete langsam und geradezu majestätisch an der äußeren Atmosphäre des Planeten entlang, und ging ebenfalls in eine Verteidigungsposition, wobei sie längsseits ging. General O´Neill war somit die Überraschung gelungen.

Nun kippten die Kraftverhältnisse völlig zu Gunsten der Erde.

´Ein wirklich mächtiges Schiff´, dachte Doran, nickte anerkennend und überlegte, wie er nun vorgehen sollte. Er hatte bereits von den Schiffen der Tau’ri gehört, sie waren nicht besonders groß, dafür aber sehr machtvoll, was an den Verbündeten der Menschen lag. Dieses neue Raumschiff so erkannte er ähnelte sehr dem, das sich vom südlichen Pol des Planeten genährt hatte. Er hatte ein schlechtes Gewissen, denn Doran hatte bereits zuvor viel Achtung gegenüber der Erde und ihren Leistungen gehabt, da sie unter anderem seinen Heimatplaneten vor ein paar Jahren von der Herrschaft der Goa’uld befreit hatte. So konnte er dann endlich auf seine Geburtswelt zurückkehren. Leider waren nicht sehr viele auf Seiten der Luzianischen Allianz der Auffassung, der Erde und den Menschen so viel Dankbarkeit und Achtung entgegen zu bringen, wie es bei dem Commander des anderen Ha’tak der Fall war.
Doch Daminus wurde blass, als er nun ebenfalls die Phoenix erblickte, als er aus dem Fenster der Brücke seines Schiffes schaute, verstummte sofort und hörte auf seinen Vorgesetzten zu drängen weiterhin zu versuchen anzugreifen.

“Mein Gebieter, wir werden von dem neuen Schiff der Tau’ri gerufen. Man will mit Euch sprechen, Herr”, meldete ein weiteres Crewmitglied an Bord von Dorans Ha’tak.

1.08 Peace or War, Part I

Doran’ Ha’tak, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

“Mein Gebieter, wir werden von dem neuen Schiff der Tau’ri gerufen. Man will mit Euch sprechen, Herr”, meldete ein weiteres Crewmitglied an Bord von Doran’ Ha’tak.

Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Mittlerweile war es nun auf der Brücke der Phoenix sehr voll geworden, denn Doktor Daniel Jackson, Richard Woolsey, Miss Shen Xiaoyi, Jean La Pierre, Russel Chapman und außerdem auch Vala Mal Doran, waren anwesend. Von der Crew der Phoenix befanden sich General O´Neill, Colonel Carter, Teal’c, Thor, Major Morris, Captain Thompson, Lieutenant Simmons und Airman Bosworth auf der Brücke, außerdem befanden sich noch einige Soldaten vor den Zugangstüren zur Selbigen.
Jack hatte sich vorher noch einen Notizblock geben lassen, um Befehle schriftlich und damit lautlos an seine Crew auf der Brücke weitergeben zu können.

“Der Kontakt zu den anderen Schiffen und zu der Bodenkontrollstation steht bereits, Sir”, berichtete Lieutenant Simmons, und drei Monitore zeigten nun die Commander der anderen Schiffe der Erdflotte.
“Die Verbindung mit den Flaggschiff, der Luzianischen Allianz ist nun auch hergestellt”, ergänzte der Lieutenant nach einer kurzen Pause.
“Gut. Dann wollen wir mal”, sagte O´Neill.
Einige Sekunden später schon, erschienen nun auch, auf einen weiteren Monitor von der Brücke, das Gesicht von Commander Doran von der Luzianischen Allianz, und kurz darauf auch das von Daminus.

“Guten Tag, Commander Doran und Commander Daminus, ich bin Major General Jack O´Neill, von der United States Air Force, Befehlshaber dieser Flotte von der Erde. Wir hegen keinerlei feindliche Absichten gegen die Luzianische Allianz. Doch sollten Sie uns herausfordern und auch angreifen, werden wir dementsprechend reagieren und uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen”, sagte Jack O´Neill.
“Es ist mir eine Ehre, Sie mal endlich kennenzulernen, General. Ich habe viel von Ihnen gehört. Mein Name ist Doran, Befehlshaber und Commander der 4. Flotte von der Luzianischen Allianz”, sagte Doran.
“Ich weiß, wurde mir bereits mitgeteilt”, gab Jack lässig zurück.
“Aha. Also, wir haben nur die gehäuften Hyperraumaktivitäten in diesem System bemerkt, und wurden hierher gesandt, um zu kontrollieren was hier vor sich geht”, erklärte Doran.
“So, nur mal nachsehen! Und warum drohen Sie und ihre Flotte, zwei von unserem Schiffen und der Besatzung, sie mögen die Fracht herausgeben und die beiden Schiffe der Luzianischen Allianz übergeben?”, fragte General O´Neill grimmig und erregt.
“Tut uns Leid. Wir wussten nicht gleich, wer Sie sind”, versuchte Doran, die Wogen zu glätten, da er großen Respekt vor den Tau’ri hatte.
“Doch nun wisst Ihr von der Luzianischen Allianz Bescheid, wer wir sind”, entgegnete O´Neill nun mit ruhigerer Stimme.
“Ist Ihre Stellung in der Allianz hoch genug, um diplomatische Verhandlungen zu führen und abzuschließen, Commander Doran?”, fragte General O´Neill nun.
“Ja, das ist sie. Ich bin dafür befugt”, antwortete der Befragte, und schöpfte nun Hoffnung, trotz des Zwischenfalls direkte Verhandlungen und Beziehungen mit der Erde knüpfen zu können.

Brücke von Daminus Ha’tak, Orbit von P2A-M221

Daminus verfolgte das Gespräch die ganze Zeit sehr aufmerksam, auch betrachtete er durch die Videoübertragung die Tau’ri genauer. Commander Daminus sah sich auf dem Bildschirm seines Raumschiffs alle an, er sah viele Menschen, einen kleinen Außerirdischen, einen Jaffa, bis sein Blick bei einer schwarzhaarigen weißen Frau hängenblieb.
´Das gibt es doch nicht, das ist doch diese verfluchte Diebin. Endlich habe ich dich gefunden´, dachte Commander Daminus, und verzog leicht das Gesicht.
“Herr. Wir haben noch einmal den Planeten und ebenso das umliegende System gescant, wie Ihr es befohlen habt. Hier gibt es wirklich sehr viel Naquadah und andere wertvolle Rohstoffe”, meldete nun einer seiner Offiziere, und riss Daminus aus dessen finsteren Gedanken.

Vala Mal Doran hatte ebenfalls Commander Daminus sofort wiedererkannt, doch ließ sie sich nichts davon anmerken.

Schutzbunker und Weltraumüberwachung von P2A-M221

Auf den Stützpunkten des Planeten, die die Erde dort errichtet hatte, herrschte nach wie vor DEFCON 2. Alle F-302er wurden von den zur Verfügung stehenden Piloten besetzt, darunter auch von Colonel Mitchell.

Colonel Reynolds, der das Kommando über diesen Außenposten der Erde hatte, verfolgte aufmerksam das Gespräch zwischen General O´Neill und Commander Doran.

Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Mister Woolsey sprach sich kurz mit Doktor Jackson und General O´Neill ab, während Commander Doran gespannt wartete.
“Das freut uns. Die Gespräche in dieser Angelegenheit, werden Mister Richard Woolsey und seine drei Kollegen des IOA, Doktor Daniel Jackson und Teal’c mit Ihnen führen”, erklärte der General, und deutete dabei auf die einzelnen Personen, die in seiner Nähe standen.
“Ich bin einverstanden mit Ihrem Vorschlag. Doch bitte entschuldigen Sie mich für einen Moment, da ich mich zunächst mit den Offizieren meiner Flotte beraten muss”, sagte Doran, da Daminus ihm soeben eine verschlüsselte Botschaft gesendet hatte.

Die Kommunikation wurde für etwa 10 Minuten unterbrochen, bevor es wieder  Kontakt, per Bild- und Tonübertragung mit den beiden Ha’tak der Luzianischen Allianz gab.

“Wir werden diese Gespräche mit Ihnen, und den vorgeschlagenen Personen führen. Als Ort für diese Gespräche, schlage ich den Planeten vor, da Sie bereits dort Unterkünfte errichtet haben”, erklärte Commander Doran, an Woolsey gerichtet.
“In Ordnung, Commander Doran. Ich werde die notwendigen Vorbereitungen dafür veranlassen”, sagte Richard Woolsey.

“Doch unter einer Bedingung: Wir wollen das Sie uns diese schwarzhaarige Frau, mit dem Namen Vala Mal Doran ausliefern”, hakte Daminus nach.
“Weswegen?”, fragte Woolsey, der den Grund dafür erfahren wollte.
“Sie ist eine gemeine, hinterhältige Diebin. Und die Art von Diebstahl, den sie begangen hat, wird auf unseren Planeten mit dem Tod bestraft”, übernahm Daminus die Aufklärung des Grundes für diese Forderung.
“Was hast Du diesmal mitgehen lassen?”, fragte Daniel, drehte sich dabei in Richtung Vala um, die ganz unschuldig tat.

Da Vala nicht antwortete, übernahm es Daminus und sagte voller Zorn: “Ich habe sie dabei ertappt, als sie eine uralte Steintafel an sich genommen hatte, welche sich seit vielen Generationen in den Besitz meiner Familie befindet. Vala hat mich mit einen Zat’nit’tikel niedergeschossen, und als ich wieder zu mir kam, war diese Diebin weg.”

“Ah, ja. Wir würden es ja tun, … doch gibt es da einen gewissen Haken: Es würde den Tod eines sehr guten Freundes von mir bedeuten”, schaltete sich Jack ein, der nun sehr besorgt zu Daniel rüberschaute.
“Doch wir sollten in der Lage sein, eine Lösung zu finden, die beide Seiten zufriedenstellt”, ergänzte Woolsey, der sich ebenfalls Sorgen, wegen Doktor Jackson machte.
In der nächsten halben Stunde, hatten es Richard Woolsey und Daniel Jackson mit gutem Verhandlungsgeschick und der Erklärung der Umstände nun doch erreicht, dass die Verhandlungen mit der Luzianischen Allianz trotz allem auf dem Planeten stattfinden konnten.

P2A-M221

Nach einer guten Stunde, landete ein Tel’tak, ein Frachtschiff mit der Gesandtschaft mit Doran von der Luzianischen Allianz, etwas außerhalb der Hauptbasis auf dem Planeten. Die zwei Todesgleiter, die das Tel’tak als Eskorte zu dem Planeten begleitet hatten, kehrten nachdem die Delegation der Allianz das Frachtschiff verlassen hatte, zu den Ha’tak von Doran zurück.

Für das Gespräch hatte man eine Baracke vorbereitet, wo sich bereits Mister Woolsey, Doktor Jackson, Miss Xiaoyi, Monsieur La Pierre, Mister Chapman, Teal’c und auch Vala aufhielten, und auf die Ankunft von Commander Doran und seiner Offiziere warteten. Man hatte überlegt Vala auf der Phoenix zu lassen, doch General O´Neill ging kein Risiko ein, und schickte sie widerwillig ebenfalls, unter der strenger Bewachung von Teal’c und vier Soldaten, runter auf den Planeten.

Zuvor hatte man ein paar Vereinbarungen getroffen: Captain Thrace durfte nun solange, das Gespräch dauerte weitere Flugstunden mit den neuen Viperpiloten absolvieren, wenn auch nur im Bereich zwischen der Phoenix, der Korolev und der Asklepios. Die Icarus war indes mit einem Al’kesh der Luzianischen Allianz, zu einer gemeinsamen vereinbarten Forschungsmission zu dem Asteroidengürtel, dieses Sonnensystems aufgebrochen.
In diesem Gespräch hatte Woolsey erklärt, dass Vala mit Hilfe zweier Goa’uld-Armbänder Daniel hereingelegt hatte, und sie so beide untrennbar miteinander verbunden waren, dadurch wollte die Frau den Archäologen dazu zwingen eine alte Tafel zu übersetzen, die sie von Daminus kurz zuvor gestohlen hatte, und außerdem in der Sprache der Antiker geschrieben war. Daniel hatte dann erzählt, dass es dabei um einen Schatz geht, der dort auf der Erde von den Antikern versteckt und zurückgelassen wurde. Danach gab Vala zu, dass sie davon gehört hatte, und sich aus diesem Grund bei der Luzianischen Allianz eingeschlichen hat, um Daminus dann diese Steintafel zu entwenden.

Die Delegation der Allianz, mit Commander Doran an der Spitze, hatte nun die Baracke erreicht und betreten, in der ein großer langer Tisch aufgestellt worden war.

“Commander Doran und Commander Daminus, meine Herren, Willkommen auf
P2A-M221, so nennen wir bisher diesen Planeten”, begrüßte Woolsey, die Gäste.
“Ich bin Richard Woolsey, das ist Doktor Daniel Jackson, Miss Xiaoyi, Doktor Markova, Colonel Chekov, Mister Chapman und Monsieur La Pierre”, stellte er nun sich persönlich und die anderen Vertreter der Erde vor, “bitte setzen sie sich”.

Die ganze Zeit schon funkelte Daminus Vala böse an, die in Handschellen gefesselt von Teal’c und vier Soldaten streng bewacht wurde, wie er zufrieden feststellte.

Als nun alle Platz genommen hatten, eröffneten Woolsey und Doran im gegenseitigen Einvernehmen die Verhandlungsrunde, es wurden nun die einzelnen Stichpunkte zusammengetragen. Man stellte gegenseitige Forderungen, grundsätzliche Bedingungen und machte Zugeständnisse auf beiden Seiten.

Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Dank des Stargates was auf der Phoenix installiert worden war, konnte nun General O´Neill persönlich das Stargate-Center und die Erde, über die aktuelle Situation vor Ort informieren.
“Geht in Ordnung Jack, ich leite alles an General Hammond und das IOA weiter. Lasst wieder von euch hören, sobald es etwas Neues gibt”, sagte General Landry.
“Sicher machen wir, Hank”, meinte General O´Neill grinsend, “doch hoffentlich dauert es nicht allzu lange.” Jack seufzte kurz, dann wurde kurz darauf das Stargate auf der Phoenix abgeschaltet.

Asteroidengürtel des Planetensystems von P2A-M221

Die Icarus und das Al’kesh hatten nun den Asteroidengürtel endlich erreicht, wo es viel Naquadah geben sollte.

Dieser Asteroidengürtel entstand, als vor vielen Millionen Jahren einige Planeten miteinander kollidiert waren.
Die beteiligten Leute an dieser Mission sollten ermitteln, wie viel Naquadah und andere Rohstoffe es ungefähr in diesem Asteroidengürtel gab, um zu ermitteln welche Menge davon die Luzianische Allianz abbauen darf. Woolsey und Doran hatten sich darauf nach kurzer Zeit geeinigt, dass es zumindest ein Drittel des Asteroidengürtels der Allianz zusteht, während Daminus darauf pochte den gesamten Asteroidengürtel ausbeuten zu können - ohne die Auflagen der Erde.

P2A-M221

Colonel Reynolds saß entspannt in seinem Stuhl seines Büros, da nun das Gespräch mit der Luzianischen Allianz begonnen hatte, konnte sich Reynolds um andere Dinge kümmern. Er hatte vor ein paar Minuten eine Meldung von Colonel Kirkland und der Icarus erhalten, die er an General O´Neill weiterleiten ließ, mit dem Inhalt, dass die Icarus und das Al’kesh nun den Asteroidengürtel erreicht hatte, und man nun mit den Untersuchungen begonnen habe.

Zur selben Zeit wurde gerade in einer Baracke heftig diskutiert, besonders Daminus und sein Verhältnis zu Vala war ein kritischer Punkt, während der gesamten Sitzung.

“…Commander Daminus, Vala Mal Doran hat Sie und auch uns benutzt, insbesondere Doktor Jackson. Und Sie verstehen nun hoffentlich, dass wir auf diese Forderung nicht eingehen können, und Sie sich den Vorschlag unsererseits noch einmal genau überlegen”, argumentierte Woolsey vehement aber mit ruhiger Stimme.
“Dann geben Sie uns halt auch noch Doktor Jackson”, antwortete Daminus kühl.
“Das reicht jetzt Daminus!”, forderte Doran im klaren Befehlston.
“Die Forderungen und Zugeständnisse der Tau’ri sind akzeptabel, wenn auch wir unseren Teil des Vertrages einhalten”, versuchte Doran nun zu einem guten Ende der Verhandlungen zu kommen, und nickte Woolsey, sowie den anderen Vertretern der Erde zu.

“Gut. Ich werde die einzelnen Punkte zusammenfassen und den Vertrag aufsetzen. Was sicherlich einige Stunden in Anspruch nehmen wird, bis er zur Unterzeichnung fertig ist”, sagte Daniel in die Runde, an alle Beteiligten gerichtet.

Nun erhoben sich alle, um sich nun die Hände zu reichen. Daminus war zu dieser Handlung nur widerwillig bereit. Vala atmete erleichtert auf, war es doch gut gewesen in gewisser Sichtweise jene Armbänder einzusetzen.

Woolsey lud nun alle Beteiligten zu einem Buffet ein, welches draußen in einem Zelt vorbereitet worden war. Doran und seine Delegation blieben, für etwa 15 Minuten, um nicht unhöflich zu erscheinen, dann ließ er sich und seine Begleiter entschuldigen, da er nun auch seiner Führung berichten musste.

Phoenix, Orbit von P2A-M221

“Wie liegen wir in der Zeit, Carter?”, fragte O´Neill, als er Colonel Carter vor der Brücke antraf.
“Die Verhandlungsrunde ist seit einigen Minuten beendet. Daniel wird in Kürze mit Hilfe des IOA den Vertrag aufsetzen. Captain Thrace ist gerade mit allen Viperpiloten zurückgekehrt, wie es zuvor mit der Luzianischen Allianz vereinbart worden war. Die Icarus und das Al’kesh haben mit den Untersuchungen im Asteroidengürtel begonnen.
Wir haben noch exakt 14 Stunden, bis es planmäßig weitergehen soll”, berichtete Sam, und schaute dabei auf die Uhr. Jack nickte kurz und sah Sam an, und sagte: “Okay. Ich werde mir mal mit Captain Thrace sprechen, wie es mit den Piloten aussieht. Mister Woolsey soll der Erde von den Ergebnissen der Verhandlungen berichten… Ach so, liebe Grüße von General Landry”, sagte O´Neill.
“Wird erledigt, Sir. Danke”, sagte Carter.
“Gut. Colonel Carter, Sie haben weiterhin die Brücke!”, ordnete der General an, dann drehte sich dieser um, und machte sich nun auf dem Weg zum Backbord-Hangardeck. Auf dem halben Weg dorthin, kam Jack nun Starbuck entgegen, die ihrerseits auf der Suche nach dem General war. Kara hielt in ihrer linken Hand einige Blätter Papier, und die rechte Hand hatte sie in die Hüfte gestemmt.

“Schön das ich Sie treffe, Sir. Ich habe hier meinen Bericht, über die neuen Viperpiloten vorbereitet”, sagte Starbuck mit einem Grinsen, und drückte O´Neill drei hand beschriebene Blätter in die Hände. Captain Thrace hatte darauf Notizen und Beurteilungen zu jeden der elf Piloten gemacht.
“Danke Captain, trifft sich gut. Und kann man mit allen elf Neulingen was anfangen?”, fragte General O´Neill mit einem Lächeln, und überflog den Bericht.
“Wenn ich die benötigte Zeit hätte schon, dann könnte man noch etwas aus allen herausholen. Die drei Stunden eben, waren eigentlich zu wenig - doch einige haben es ziemlich schnell kapiert”, fasste Kara Thrace kurz zusammen.
Jack O´Neill hatte dies gehofft, und natürlich war es nicht eingeplant, dass man sich nun auch noch diplomatisch mit der Luzianischen Allianz auseinandersetzen muss.
“Und was macht die Diplomatie, General?”, fragte Captain Thrace, während beide nebeneinander hergingen und sich dabei unterhielten.
“Daniel macht mit dem IOA den Vertrag fertig, so viel ich weiß. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, dann hätten wir noch einige Stunden Zeit”, antwortete O´Neill zynisch, und überflog weiterhin den Bericht, den er von Starbuck bekommen hatte.
“Stellen Sie auf jeden Fall schon mal die Staffeln zusammen, mit jeweils drei Viper, und bleiben sie in Alarmbereitschaft!”, legte General O´Neill fest, und gab damit seine Befehle direkt an Captain Thrace weiter, als er den Bericht durchgesehen hatte.
“Weswegen Sir?”, fragte Starbuck, konnte sich aber bereits vorstellen weshalb.
“Ist so ein Bauchgefühl, Captain. Teal’c hatte von mir die Aufgabe erhalten, nicht nur auf diese Vala aufzupassen, sondern auch auf diese Typen von der Allianz zu achten. Er hat mir per Funk mitgeteilt, dass dieser Daminus auf Grund seiner Hassgefühle zu Vala… eine Dummheit begehen könnte”, erklärte Jack.
“Gut, wenn Sie es so wollen Sir. Ich stelle jetzt meine Viper-Staffeln zusammen, und gebe Ihnen dann die Zusammensetzung bekannt”, sagte Kara und nickte zustimmend.
“Hört sich gut an, tun Sie das Captain. Ich bin die nächsten gut 2 Stunden in meinem Quartier”, sagte General O´Neill, und blieb vor seinem Quartier, das beide nun erreicht haben, stehen und dachte kurz nach.
“Ach ja, Sie haben das Kommando über alle Viperpiloten, ich befördere Sie hiermit mit sofortiger Wirkung… wie heißt es bei Ihnen in der Kolonialen Flotte,… nein, nicht vorsagen… Moment ja, ich habe es, zum CAG!”, entschied Jack, worauf Kara vor ihm salutierte und er es ihr gleich tat. Kurz darauf öffnete er die Tür seines Quartiers, betrat es und schloss die Tür dann wieder, und Kara machte sich nun auf den Weg in ihr Quartier, um die Staffeleinteilung zu tätigen.

Nach einer Stunde kam ein Soldat in das Quartier von General O´Neill, und überreichte Jack ein Blatt mit der Staffeleinteilung der Viperpiloten, die Kara Thrace vorgenommen hatte.
“Danke, Airman Bosworth”, sagte O´Neill, worauf der Soldat kurz salutierte und das Quartier des Generals sofort wieder verließ, der den militärischen Gruß, wie üblich locker erwiderte.

Jack faltete nun das Blatt auseinander, und sah sich nun in Ruhe die Staffeleinteilung an:

Viper - CAG: Captain Thrace

-rote Staffel: Captain Thrace (Staffelführer), Lieutenant Hailey, Lieutenant Pearson

-blaue Staffel: Captain Pearson (Staffelführer), Lieutenant Morrison, Sergeant Lewis

-grüne Staffel: Major Castleman (Staffelführer), Captain Trevors* , Lieutenant Allic*

-gelbe Staffel: Captain Vaselov (Staffelführer), Lieutenant Karpov, Lieutenant Leeds 

* = sitzen derzeit noch nach, deshalb sind die grüne und gelbe Staffel vorläufig, als schwarze Staffel zusammengelegt: Major Castleman (Staffelführer), Captain Vaselov, Lieutenant Karpov und Lieutenant Leeds

PS: Habe bei Thor noch einmal, 16 Viper und ebenso 16 Pilotenanzüge bestellt, er hat zugestimmt. Bräuchte übrigens noch einige Piloten,
Starbuck

Jack musste schmunzeln, als er die letzten beiden Zeilen gelesen hatte.
“Mal schauen, ob ich ein paar finde”, sagte er leise, stand dann auf, um Colonel Carter nun auf der Brücke abzulösen.

Als General Jack O´Neill gerade gutgelaunt aus seinem Quartier herausgetreten war, und die Tür geschlossen hatte, um sich auf den Weg zur Brücke zu machen, gellte nun unvermittelt der Alarm los. Er spürte ein leichtes Vibrieren und ein leichtes Zittern unter seinen Füßen, etwas schlug auf die Schutzschilde der Phoenix auf.
“Was zum…?!”, brummte Jack, und eilte nun eilig in Richtung Brücke.
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#5
1.09 Peace or War, Part II

Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

Als General Jack O´Neill gerade gutgelaunt aus seinem Quartier herausgetreten war, und die Tür geschlossen hatte, um sich auf den Weg zur Brücke zu machen, gellte nun unvermittelt der Alarm los. Er spürte ein leichtes Vibrieren und ein leichtes Zittern unter seinen Füßen, etwas schlug auf die Schutzschilde der Phoenix auf.
“Was zum…?!”, brummte Jack, eilte nun zielstrebig in Richtung Brücke, und beschleunigte nun noch einmal seine Schritte.


2 Stunden zuvor
Bibliothek der Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

Daniel Jackson unterhielt sich lange mit Richard Woolsey, sowie den anderen Vertretern des IOA, nachdem alle von dem Planeten zurückgekehrt waren, und gingen nun gemeinsam alle einzelnen Punkte des Abkommens noch einmal genau durch, damit der Wissenschaftler endlich den Vertrag aufsetzen konnte.

“Wir müssen aber bei diesen Punkt noch warten, bis die Icarus und das Al’kesh zurückgekehrt sind”, bemerkte Woolsey nach einer Weile, als es um den Stichpunkt des Abbaus von Naquadah und anderer Rohstoffe ging, die im Asteroidengürtel des Systems von P2A-M221 vermutet wurden.
“Ja, das ist korrekt. Doch da wir uns auf eine Drittelung des Asteroidengürtels geeinigt haben, weil wir zuerst hier waren, und diese Welt als erste besiedelt haben”, stellte der Archäologe fest.
“Das mag sein. Aber wir wollen der Luzianischen Allianz doch nicht ernsthaft gestatten, hier auf diesen Planeten einen Stützpunkt zu errichten, und zusätzlich im Asteroidengürtel Raumstationen”, meinte La Pierre, das IOA - Mitglied aus Frankreich zweifelnd.
“Dafür muss aber, wie vereinbart, die Allianz auf die Nutzung des Stargates verzichten, welches sich dann in unseren Stützpunkt befindet”, entgegnete Woolsey mit ruhiger Stimme.
“Ich habe vorhin mit Thor gesprochen. Die Asgard wären dazu bereit den Planeten mit einem ihrer Schiffe zu überwachen, sowie einzugreifen falls es erforderlich sein sollte. Zumindest so lange bis wir weitere Schiffe zur Verfügung haben, um die Flotte der Erde zu vergrößern, und dann selbst diese Aufgabe zu übernehmen”, erzählte Daniel nun von seinem Gespräch mit Thor.
Die Vertreterin aus China nickte kurz zufrieden, und sagte: ”Nachdem die USA und Russland Schiffe erhalten haben, steht der Volksrepublik China laut Regelung eines der Neuesten zu.”
“Das stimmt. Von den zurzeit sich im Bau fünf befindlichen Schiffe, steht China jeweils ein Schiff der Daedalus-Klasse und der Prometheus-Klasse zu”, erklärte Richard Woolsey mit einem Kopfnicken.
“Dann  übernimmt also die Volksrepublik China diese Aufgabe?”, fragte der Vertreter Großbritanniens, Mister Chapman nach.
“Ja”, sagte Miss Xiaoyi.
“Gut. Dann wäre das nebenbei ebenfalls geklärt. Doktor Jackson, Sie machen den Vertrag, wie nun besprochen, fertig. Meine Kollegen und ich begeben uns in den Torraum, und werden unsere Vorgesetzten auf der Erde informieren, wie die Verhandlungen mit der Luzianischen Allianz bisher verlaufen sind”, sagte Woolsey, stand auf, ebenso seine Kollegen und verließen gemeinsam die Bibliothek.

Doktor Daniel Jackson blieb allein zurück, war aber nur ungefähr eine Viertelstunde lang allein, als Doktor Svetlana Markova in Begleitung einer russischen Offizierin die Bibliothek betrat, während der Archäologe konzentriert an einem Computer arbeitete.

Doktor Markova hatte, als eine der führenden Wissenschaftlerinnen, die Mission an Bord der Icarus begleitet und die Untersuchungen geleitet. Nun hatte sie die Endergebnisse parat, die man im Asteroidengürtel erzielt hatte.

Daniel sah nun von seiner Arbeit auf, und Svetlana erklärte kurz, dass sie kurz mit Woolsey gesprochen hatte, und dass es genügend Naquadah und andere Rohstoffe im Asteroidengürtel gab. Auch der Offizier und Kapitän des Al´kesh, Samos, hatte die Ergebnisse bestätigt und an Doran weitergeleitet, welcher das Angebot bestätigte.

“Danke, Doktor Markova, somit kann ich den Vertrag nun fertig machen”, sagte Daniel zufrieden.
“Gern geschehen, Doktor Jackson. Viel Glück”, sagte Svetlana, und verließ mit diesen Worten in Begleitung der russischen Offizierin wieder die Bibliothek.


1 Stunde und 20 Minuten zuvor
Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

Mister Woolsey berichtete per Übertragung nun General Landry, wie das Gespräch mit der Luzianischen Allianz verlaufen war, und welches Ergebnis man erzielt hatte.
“…Doktor Jackson müsste innerhalb der nächsten Stunde fertig sein, dann können wir das Abkommen unterzeichnen”, berichtete Richard Woolsey.
“Klingt gut, Mister Woolsey. Schicken Sie uns einfach die Daten, wenn Sie den Vertrag unterzeichnet haben durch das Stargate!”, sagte der Leiter des SGC, und gab somit gleich die Anweisungen des IOA an Richard Woolsey weiter.
“Das machen wir, General”, meinte Woolsey, und nickte Sergeant Benson zu, der neben ihm saß und nun das Stargate abschaltete.


1 Stunde zuvor
Doran’ Ha’tak, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

Daminus war zu einer Besprechung auf das Schiff seines Vorgesetzten gekommen, genauso wie die Kommandanten der Al’kesh’, wie Samos, der von der Mission zurückgekehrt war.

“…ich danke Dir, für diesen ausführlichen Bericht, Samos. Ich bin sehr zufrieden”, sagte Doran lächelnd, “und sobald der Vertrag unterzeichnet ist, können wir auch schon mit dem Abbau und der Errichtung unseres Stützpunktes beginnen.”
“Wir könnten auch sofort beginnen, wenn die Tau´ri nicht hier wären”, knurrte Daminus verächtlich, und erntete darauf gleich einen wütenden Blick seines Vorgesetzten.
“Lasst mich mit Commander Daminus allein, kehrt auf eure Schiffe zurück!”, befahl der Befehlshaber der 4. Luzianischen Flotte, da er sich noch einmal persönlich mit seinem Untergebenen unter vier Augen unterhalten wollte.

Nachdem alle den Raum verlassen hatten, atmete Doran noch einmal tief durch, um Daminus zurechtzuweisen.

“Ohne die Menschen von der Erde, wüssten wir nicht von diesem Planeten, und seinen Rohstoffen. Auch verdanken wir ihnen, dass sie die Macht der Goa’uld gebrochen haben, wobei die Tau´ri viele Völker befreit und geholfen haben, und dafür verdienen diese Menschen unser aller Respekt - auch den Deinigen, Daminus.”
“Das mag sein, Commander Doran. Sie haben große Taten vollbracht. Aber die Tau´ri haben diese Plagegeister, die Replikatoren genannt werden, in unsere Galaxie geführt”, entgegnete Daminus unberührt.
“Welche aber von den Tau´ri erfolgreich besiegt worden sind”, stellte Doran klar.
“Na schön, sie haben etwas geleistet. In meinen Augen wollen die Tau’ri aber unsere Galaxie beherrschen, und errichten deswegen viele Stützpunkte, die in der gesamten Galaxie verstreut sind”, warf Daminus ein.
“Sie wollen alles andere, als die Herrschaft über diese Galaxie. Die Menschen von der Erde sind Entdecker, Forscher und gute Verbündete, die sich in zahlreichen Kämpfen gegen die Goa´uld und andere feindliche Rassen bewährt haben. Außerdem sind noch nicht alle Systemlords besiegt, es gibt noch ausreichend, die alles was erreicht wurde, wieder zunichte machen könnten. Auch wir haben zahlreiche Stützpunkte errichtet, was Du offenbar vergessen hast”, gab sein Vorgesetzter zurück.
“Doch weshalb wird dann neutrale Zonen im Asteroidengürtel eingerichtet, der nicht angerührt werden darf?”, fragte Daminus böse.
“Was ist nur los mit Dir? Das steht doch alles im Abkommen, und laut der erzielten Daten sind wir lange damit beschäftigt alle Rohstoffe in unserem Drittel des Asteroidengürtels abzubauen, wie es vereinbart ist. Auch ist uns zugesichert worden Raumstationen, die dem Abbau und der Verarbeitung dienen zu bauen, und auf diesen Planeten dort unten eine Fabrik und einen Stützpunkt zu errichten”, listete Doran auf.
“Ja. Und? Die Stelle dafür wurde uns von den Tau`ri zugewiesen”, murrte Daminus.
“Die Tau´ri waren zuerst hier. Also spricht nichts dagegen. Auch hat die Führung der Luzianischen Allianz nach einer Abstimmung, mit großer Mehrheit, dem Abkommen zugestimmt - auch wenn es noch nicht unterzeichnet ist. Das Thema ist damit beendet! Wir sehen uns zur Unterzeichnung wieder! Geh!”, beendete nun Doran mit Schärfe in der Stimme das Gespräch.
“Wie ihr es befiehlt, Herr”, antwortete Daminus, dann stand er auf, und verließ immer noch sehr zornig das Schiff seines Vorgesetzten, mit dem Ringtransporter.

Der Befehlshaber der 4. Luzianischen Flotte, Commander Doran, verstand die Welt nicht mehr. Man hatte sehr viel erreicht, auch wurde zugesichert den auf der Erde verborgenen Schatz, mit der Luzianischen Allianz zu teilen. Die Vertreter der Erde hatten eingewilligt, das Daminus als ursprünglicher Besitzer freie Wahl hätte sich Gegenstände auszusuchen. Doran schüttelte verständnislos den Kopf.
´Die Erde hätte uns auch aus dem All pusten können´, dachte er.


Vor 15 Minuten
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

Daniel Jackson erschien auf der Brücke, und hielt eine Mappe in der Hand, in der sich der fertige Vertrag befand. Wenige Sekunden später folgten auch Richard Woolsey und die anderen Vertreter des IOA.

“Colonel Carter, informieren Sie die Luzianische Allianz das wir soweit sind”, bat Woolsey, als er die Brücke betreten hatte.
“In Ordnung, Mister Woolsey. Lieutenant Simmons, melden Sie Commander Doran, dass der Vertrag zur Unterzeichnung fertig ist!”, ordnete Sam an.
Der Kommunikationsoffizier machte sich an die Arbeit, und schickte die Botschaft raus.
Kurz darauf wurde eine Verbindung hergestellt, und Doran, Woolsey und Jackson einigten sich darauf, sich in einer halben Stunde auf den Planeten zu treffen, um das Abkommen zu unterzeichnen.


Gegenwart
Brücke der Phoenix, Orbit und Planet P2A-M221, Milchstraße

General Jack O´Neill hatte nun endlich die Brücke seines Schiffes erreicht.
“Colonel Carter, Bericht!”, forderte Jack, der völlig außer Atem war.
“Commander Doran, was machen Sie denn hier auf meiner Brücke?”, fragte der General, als er nun den Befehlshaber der 4. Flotte der Luzianischen Allianz entdeckte.
Jack O´Neill entdeckte unter anderem noch Daniel Jackson und Richard Woolsey, sowie die anderen Vertreter des IOA, die sich ebenfalls auf der Brücke der Phoenix aufhielten. O´Neill’ Blick wanderte fragend und forschend hin und her.

Colonel Samantha Carter, hielt es für angebracht, den General nicht weiter warten zu lassen, sondern ihm endlich zu berichten, was in den letzten Minuten geschehen ist.

“Sir. Das Tel’tak, auf dem sich Commander Doran an Bord befand, wurde vor 5 Minuten von einem Al’kesh attackiert und kurz darauf zerstört. Nachdem wir von dem Frachtschiff ein Notruf erhielten, ist es und gelungen, die gesamte Besatzung um Commander Doran an Bord zu beamen.”
“Gut Carter, das sehe ich. Und was zur Hölle geht hier noch vor? Und wer schießt da gerade auf uns? Der Hagel geht mir nämlich so langsam auf die Nerven”, hakte General O´Neill nach, und musterte konzentriert Doran.

“Daminus. Ich wollte ihn mit meinem Frachtschiff abholen, um mit ihm und anderen Offizieren auf den Planeten fliegen, und dann das Abkommen unterzeichnen. Doch er hat erwidert, er komme nach, da noch etwas Wichtiges zu erledigen sei. Kurz darauf meldete er sich und sagte ´ich sei zu schwach für dieses Kommando´, kurz danach wurden wir bereits angegriffen. Daminus hat doch wirklich versucht mich umzubringen. Weil ich nicht wusste, wem ich noch vertrauen kann, habe ich mich an Sie gewandt. Und seitdem feuern sein Ha‘tak und mindestens ein Al’kesh auf ihre Flotte”, berichtete Doran, der noch immer unter Schock stand, auf Grund der Ereignisse, genauso wie sieben seiner Begleiter, die an der Wand lehnten. Jack zog angestrengt Luft durch die Zähne ein.

“Aha. Gibt es eine Bestätigung, und wie ist der Status?”, fragte General O´Neill, der sich nun in seiner Vorahnung bestätigt sah, und rieb sich nachdenklich seine Stirn.

“Momentan feuern zwei Schiffe, wie von Commander Doran berichtet auf unsere. Die Schilde sind bei allen unserer vier Schiffe bei 100 Prozent. Colonel Chekov, Colonel Kirkland und Colonel Ronson wollen wissen, wie sie sich verhalten sollen”, meldete Lieutenant Simmons.

“Ich will sofort eine Verbindung zu den Schiffen der Luzianischen Allianz!”, verlangte General O´Neill.
“Ist erledigt, Sir”, meinte der Kommunikationsoffizier, nach wenigen Sekunden.

“Commander Daminus, hier spricht General Jack O´Neill von dem Erdschiff Phoenix, stellen Sie umgehend alle feindlichen Aktivitäten ein, sonst werden wir entsprechend antworten!”, forderte O´Neill über Funk, erhielt aber keine Antwort.

“Ist es möglich, das Ha’tak und das Al’kesh durch Entern wieder unter Kontrolle zu bringen, General O´Neill? Denn ich glaube nicht, dass alle Besatzungsmitglieder an dieser Meuterei teilnehmen”, fragte Doran, dem eine Idee kam.

Jack wurde hellhörig, und Doran erklärte nun allen kurz den Einfall, den er hatte. Der Plan sah vor, durch mehrere Teams von Soldaten der Allianz und der Erde das Ha’tak wieder unter Kontrolle zu bringen, die man mit Hilfe der Asgardtransporttechnologie auf das Schiff von Daminus beamen wollte.

“Das könnte funktionieren. Doch wir brauchen dafür die Schildfrequenz des Schiffes, um diesen Plan durchzuführen”, sagte Colonel Carter.
“Bekommen Sie, Colonel”, sagte Commander Doran, und teilte Sam die Daten mit.
“Major Morris, stellen Sie 20 bis 28 Marines für ein Enterungskommando zusammen, und bereiten Sie sich sofort auf ihren Einsatz an Bord eines Ha’tak vor!”, ordnete General O´Neill über Funk, den Soldaten auf.

“Das feindliche Schiff hat eine große Anzahl von Gleitern gestartet”, meldete Thor, der das Radar überwachte, “sie nehmen Kurs auf den Planeten.”
“Wie bitte? Tut mir sehr leid, Commander Doran. Aber meine Leute auf dem Planeten sind in großer Gefahr, ich muss darauf reagieren. Lieutenant Simmons, bringen Sie mir Captain Thrace ans Funkgerät!”, stellte O´Neill entschlossen fest.
“Ja, General O´Neill… Captain Thrace. Die Funkverbindung steht”, meldete Simmons nach kurzer Zeit.
“Ja. Was gibt es Sir?”, fragte Starbuck, und erwartete die Anweisungen von O´Neill.
“Die Feuertaufe für die neuen Piloten. Ein Geschwader von 30 Gleitern ist im Begriff unseren Stützpunkt auf den Planeten anzugreifen. Der Auftrag an Sie und alle Viperstaffeln ist Verfolgung aufzunehmen, und alle Ziele zu zerstören! Sie alle haben sofortige Startfreigabe!”, ordnete General O´Neill über Funk an.
“Verstanden, Sir. Das sind eine Menge, doch das schaffen wir schon”, sagte Kara.
“Ich weiß, Captain. Sie werden es aber nicht allein mit allen zu tun haben, die werden sich vermutlich aufteilen, wenn sie merken dass sie verfolgt werden. Außerdem bekommen Sie Hilfe von den F-302ern. Kommt alle gesund zurück, und gute Jagd da draußen”, sagte Jack zum Schluss, bevor er die Funkverbindung beendete.

Orbit von P2A-M221

Nach wenigen Minuten waren alle zehn Viper gestartet, und nahmen die Verfolgung auf. Die rote Staffel mit Captain Thrace übernahm die Führung, dahinter folgten die blaue und die schwarze Staffel, so dass die drei Staffeln gemeinsam einen Keil bildeten.

Brücke der Phoenix

“10 Viper gegen eine solche Übermacht”, meinte Woolsey zweifelnd, der den Plan von O´Neill nicht mitbekommen hatte.
“Immer mit der Ruhe, Mister Woolsey… Colonel Reynolds, hier ist General O´Neill, ihr bekommt Besuch da unten”, sagte Jack mit einem Grinsen, bevor er Kontakt mit den Befehlshaber des Stützpunktes auf dem Planeten aufnahm.
“Haben wir bereits gemerkt. Wir starten in wenigen Minuten alle verfügbaren Vögel, und bereiten denen einen heißen Empfang, Sir”, erklang Reynolds’ Stimme aus dem Lautsprecher der Phoenix.
“Wie viele Jäger sind einsatzbereit?”, wollte Woolsey wissen
“Zehn”, antwortete Colonel Carter, an der Stelle von Colonel Reynolds, worauf Richard Woolsey leise aufstöhnte.
“Keine Angst, Mister Woolsey. Die Korolev und die Icarus schicken auch noch zwei beziehungsweise eine Staffel ins Rennen. Außerdem haben wir Starbuck”, versuchte O´Neill den Abgesandten des IOA zu beruhigen.
“Na schön, wenn sie genauso gut ist, wie sie berichtet hat”, meinte Woolsey.

Orbit von P2A-M221

“Hier spricht euer CAG: An alle Viper ihr kennt eure Befehle, und befolgt alles was ihr gelernt habt! Der General will nämlich, dass wir alle wieder gesund zurückkommen”, machte Captain Thrace noch einmal eine Ansage an ihre Piloten.

Die Gleiterpiloten der Meuterer von der Luzianischen Allianz bemerkten nun, dass sie verfolgt wurden. Nun wendeten 15 von ihnen, um sich ihren Verfolgern zu stellen.

“Okay. Feuer frei!”, ordnete Starbuck an, als die Gleiter in Schussreichweite waren.
Die Gleiter eröffneten nun ebenfalls das Feuer, doch die Viper waren zu schnell und zu wendig.
“Komm her, wenn du dich traust”, meinte Kara laut, und kurz darauf war wieder ein Gleiter Geschichte, und wurde von den Geschossen der Bordgeschütze zerfetzt.

“Die haben, wie vermutet ihre Streitmacht aufgeteilt”, stellte Colonel Mitchell fest, als er die Atmosphäre mit der F-302er-Flotte verließ, die er anführte.
“Alle Mann bereitmachen zum Gefecht!”, ergänzte Mitchell.

Brücke der Phoenix

“Major Morris meldet, dass seine Marines einsatzbereit sind”, berichtete Teal’c, als er auf die Brücke zurückkehrte.
“Du willst wohl mit, oder wie sehe ich das?”, fragte Jack seinen Freund, als er ihn musterte und seine Aufmachung sah.
“In der Tat”, war die Antwort des Jaffa.
“Na schön, meinetwegen. Aber passt auf euch auf”, mahnte der General und nickte kurz, zum Zeichen dass er damit einverstanden war, dass der Jaffa die Marines auf dieser Mission begleiten durfte.

Auch Doran und seine gerettete Crew waren bereit, die Meuterei niederzuschlagen.
“Sir, die Testtransporte waren erfolgreich, wir erhalten die Funksignale aus dem Ha’tak von Daminus - doch leider ist es bisher nicht gelungen, ein erfolgreichen Test am Al’kesh durchzuführen”, berichtete Colonel Carter.
“Egal. Kümmern wir uns, um das Ha’tak von Daminus. Einheiten bereit machen, es geht los!”, forderte General O´Neill, mit verschränkten Armen vor der Brust.
Kurz darauf wurden die Soldaten, die von Major Morris geführt wurden in mehreren Schüben zu verschiedenen Punkten auf das Schiff von Daminus gebeamt, dabei wurden sie von einigen Offizieren von Doran unterstützt, der seinerseits von Marines unterstützt auf sein Flaggschiff transportiert wurde.

“Colonel Chekov, hier ist General O´Neill schicken Sie acht F-302er los, um unsere Viper im Kampf gegen die Gleiter zu unterstützen!”, ordnete Jack per Funk an.
“Verstanden, General”, antwortete der Commander der Korolev, und einige Zeit später verließen zwei Staffeln die BC-304.

“Colonel Kirkland, hier ist O´Neill, Sie schicken bitte vier Jäger zur Verstärkung!”, forderte der General.
“Roger, Sir”, meldete sich der Commander der Icarus.

Orbit von P2A-M221

Die zehn Viper und die zweiundzwanzig F-302-Jäger hatten kaum Probleme im Kampf gegen die dreißig Gleiter der Meuterer. Doch nun schaltete sich das Al’kesh in den Kampf ein, und zerstörte zwei 302er.

“Verdammter Mist”, entfuhr es Jack, der alles am Bildschirm verfolgte.
Er sah auch das Starbuck immer wieder, einigen den Hintern retten musste.
Colonel Mitchell erledigte derweil seinen zweiten Gleiter an diesen Tag, und nahm nun den dritten ins Visier.
“Fox Four, ist unterwegs”, vernahm man über Lautsprecher auf der Brücke der Phoenix, die Stimme von Mitchell, der soeben seine letzte Rakete abgefeuert hatte.
Die Rakete zerstörte den Gleiter, der kurz zuvor eine F-302 abgeschossen hatte, doch zum Glück hatte die Asklepios den Auftrag erhalten, die Kampfhandlungen zu überwachen und gefährdete Piloten auf das Transport- und Lazarettschiff zu beamen.

“Abtauchen Lewis! Abtauchen!”, befahl Starbuck laut den Sergeant dazu auf den Weg freizumachen.
“Wird ja auch Zeit”, fluchte Kara Thrace, und betätigte den Abzug sobald das Ziel frei war und nicht mehr durch die Viper des Sergeant verdeckt wurde.

Nach und nach wurden alle Gleiter, die sich der Meuterei von Daminus angeschlossen hatten von den Viper und 302-Jägern zerstört.

Ha’tak von Doran

Doran erschoss einen der letzten Meuterer, der erbitterten Widerstand leistete und den Zugang zum Pel’tak versperrt hatte. Die letzten beiden verbliebenen Meuterer, die sich auf der Brücke befanden, ergaben sich als Doran die Brücke seines Schiffes mit der Waffe in der Hand, und begleitet von jeweils vier Soldaten der Allianz und der Erde, betrat. Er nahm sofort Kontakt mit der Phoenix auf, um O´Neill zu berichten.

“General O´Neill, hier ist Commander Doran, ich habe mein Schiff wieder unter Kontrolle gebracht. Die Meuterer haben nun versucht sich auch dieses Schiff anzueignen. Sie haben einen ihrer Männer verloren, sowie zwei sind verwundet worden - tut mir leid.”
“Ich verstehe. Wie sieht es bei Ihnen aus?”, ertönte fragend, die Stimme von General O´Neill aus dem Lautsprecher.
“Ich habe elf meiner Leute verloren, und siebzehn sind verwundet. Wie ist die Lage auf dem Ha’tak von Daminus?”, fragte Doran, nachdem er geantwortet hatte.
“Es ist uns gelungen alle Gleiter, die zu Daminus gehalten haben auszuschalten. Die Lage auf dem Ha’tak ist nicht so gut, dort gibt es erbitterten Widerstand, so das ich noch ein paar Leute rüberschicken musste”, erzählte O´Neill, dessen Bild nun auf dem Bildschirm von Doran’ Ha’tak erschienen war.

Ha’tak von Daminus

“Mein Herr, wir müssen fliehen. Die Truppen der Tau’ri und von Commander Doran überrennen unsere”, meldete der 1. Offizier Daminus.
“Verflucht. Wie viele meiner Leute sind noch am Leben?”, fragte Daminus fluchend.
“Ungefähr 25 Mann”, antwortete sein Offizier.
“Gut. Wir ziehen uns zurück, und fliehen mit Hilfe der Ringtransporter mit dem Al’kesh von Aklon! Befehle allen sich zu einer Ebene mit einem Ringtransporter zurückzuziehen!”, befahl Daminus zornig, der nun merkte dass sein Plan gescheitert war.

“General O´Neill. Hier ist Major Morris, die Anhänger von Daminus haben sich in Räume mit Ringtransportern verschanzt und die Zugänge versiegelt. Teal’c vermutet, das er und seine übrigen Leute mit einem Al’kesh fliehen wollen”, funkte der Soldat an die Phoenix.
“Verstanden Major, bleiben Sie dran, ich werde Commander Doran fragen, welches Al’kesh er benutzen wird. Einfach die Party verlassen… so was geht doch nicht”, vernahm Morris die Stimme von Jack aus seinem Funkgerät.
Nach einigen Minuten meldete sich O´Neill wieder über Funk, und sagte: ”Major Morris, nehmen Sie das Schiff ein, und sichern Sie mit Ihren Leuten die Brücke, die Ringtransporterräume und den Frachtraum! Um das Al’kesh kümmern wir uns. O´Neill. Ende.”

Orbit von P2A-M221

Das Al’kesh von Daminus, mit welchem dieser und seine übrigen Leute gerade fliehen wollte ging einer hellen Explosion unter. Die Plasmawaffen, der Korolev und der Icarus, hatten den Mittelstreckenbomber gerade noch rechtzeitig zerstört, bevor dieser in den Hyperraum eintreten konnte.

Der Kampf war nun zu Ende, alle übrigen Meuterer, die auf dem Ha’tak von Daminus zurückgeblieben waren konnten überwältigt werden. Major Morris ließ noch einmal das gesamte Schiff kontrollieren, ob sich vielleicht doch noch jemand irgendwo versteckt hielt.

Pel’tak von Doran’ Ha’tak

Doran hatte den Abschuss schweren Herzens zugestimmt. Er beschloss nun Kontakt mit der Phoenix aufzunehmen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Der Befehlshaber der 4. Flotte der Luzianischen Allianz wollte nun endlich das Abkommen unterzeichnen, und auch alle Meuterer für ihren Aufstand bestrafen.
“Bileam, ich will mit General O´Neill sprechen!”, ordnete Doran nun an.
“Ja, mein Herr”, antwortete dieser, und stellte eine Videoübertragung her.
“Commander Doran, es freut mich das es Ihnen gut geht. Ich habe hier etwas oder besser jemanden für Sie”, sagte General O´Neill, und winkte in eine Richtung.
Kurz darauf entglitten Doran die Gesichtszüge.
“Daminus”, sagte Doran nur, als Daminus gefesselt vorgeführt wurde.
“Überraschung nicht war”, meinte Jack, “es ist uns doch noch gelungen, einen erfolgreichen Transport durchzuführen. Es ist uns gelungen ihn und sieben seiner Anhänger gefangen zu nehmen.”
“Das ist sehr schön. Kann ich bitte mit Mister Woolsey sprechen? Ich möchte mit ihm einen neuen Termin vereinbaren, damit wir das erledigen können, was wir eigentlich vor einigen Stunden tun wollten”, bat Doran.
“Ja, natürlich. Mister Woolsey, ein Gespräch für Sie”, rief Jack, und überließ es Woolsey nun weiter mit dem Vertreter der Luzianischen Allianz zu sprechen.

Phoenix

´Ich glaub, ich gehe ein Stück Kuchen essen´, dachte Jack O´Neill, verließ die Brücke seines Schiffes und machte sich auf den Weg zur Kantine.
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#6
1.10 Delay

P2A-M221, Milchstraße

Eine halbe Stunde nach dem Gespräch zwischen Richard Woolsey und Doran, traf man sich an den für nun allen bekannten Koordinaten auf dem Planeten, nachdem man das Ha’tak von Daminus an die Truppen von Doran übergeben hatte. Auf dem Planeten übergaben nun die Soldaten des Stützpunktes von der Erde, die gefangenen Meuterer an die Offiziere der Luzianischen Allianz. Daminus und seine sieben Mitstreiter gingen, mit gesenkten Köpfen, in das Frachtschiff mit dem Doran und seine Delegation auf dem Planeten gelandet waren.

Die Vertreter der Erde mussten nun noch etwas warten, da Commander Doran seinen Leuten noch einige Anweisungen geben musste, wie man mit den acht Meuterern verfahren sollte.

“Was passiert mit Daminus und seinen Begleitern?”, erkundigte sich Daniel, als Doran zu ihnen zurückkam.
“Eigentlich, verdienen die Taten von allen Meuterern die Todesstrafe. Ich könnte umgehend alle hinrichten lassen, dies lässt mein Rang zu. Doch ich will erst einmal alle Beteiligten verhören, solange werden alle von ihnen zur Zwangsarbeit verurteilt”, antwortete Doran verbittert, vor allem da Daminus sein Schwager war.
“Oh”, entfuhr es Woolsey.
Ein kurze Pause entstand, dann räusperte sich Mister Woolsey kurz, und fuhr fort: “Wollen wir.”
Richard Woolsey machte eine einladende Geste mit der linken Hand, dann gingen alle in die Baracke, um endlich das Abkommen zu unterzeichnen.

Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Jack O´Neill hatte sich sofort zurückgezogen, als Woolsey und Doran einen neuen Termin für die Unterzeichnung des Abkommens vereinbarten. Er hatte genug zu tun, er hatte von allen Offizieren und Beteiligten die jeweiligen Berichte vorliegen, die er nun durchforstete, und saß seitdem an seinem Schreibtisch. Außerdem hatte Jack auf Grund des Papierkriegs, eine gute Entschuldigung, um nicht zu den Treffen auf den Planeten zu müssen, sowie seine verhasste Paradeuniform anzuziehen. Zu seiner Vertretung hatte er Colonel Carter mit der Delegation nach unten geschickt.

Der General atmete tief durch, er hatte nun die Bilanz vor sich liegen, die durch den Vorfall entstanden war.

Auf Seiten der Luzianischen Allianz: ein zerstörtes Al’kesh, dreißig zerstörte Gleiter,
53 tote Meuterer und 29 tote Angehörige der Luzianischen Allianz, dazu jede Menge Verletzte und 21 Gefangene Meuterer.

Auf Seiten der Erde: 5 zerstörte F-302er, davon 3 volle Besatzungen, die tot waren, da sie durch die Explosionen getötet wurden, als sie getroffen worden sind. Insgesamt elf Tote und vierzehn Verletzte.

Nach einer knappen Stunde, war O´Neill fast mit seinem Abschlussbericht fertig, dann schaute er auf die Uhr und runzelte die Stirn. Man wollte bereits in gut drei Stunden wieder weiter.
´Doch daraus wird wohl nichts werden´, dachte der General säuerlich, und verzog das Gesicht. Um Zeit zu sparen, hatte O´Neill bereits veranlasst, dass jede Art von Nachschub direkt durch das Stargate auf die Phoenix eintraf, was für die Flotte benötigt wurde.

Außerdem hatte General O´Neill eine Liste von Piloten zusammengestellt, und diese dann Captain Thrace gegeben, die die Aufgabe hatte nun aus den aufgelisteten 30 Namen 20 Leute auszusuchen, die für das Vipertraining in Frage kamen. Das Ziel war es sechs, maximal acht Staffeln, von je vier Viper aufzubauen. Doch ein Kandidat bereitete Jack arges Kopfzerbrechen, da er deswegen noch auf eine Rückmeldung vom Stargate-Center warten musste.

“General O´Neill, bitte in den Kontrollraum des Stargate-Decks”, vernahm er nun eine Ansage aus dem Lautsprecher in seinem Quartier, die ihn aus seinen Gedanken riss.
“Moment. Ich bin gleich unterwegs”, sagte Jack, als er die Sprechtaste gedrückt hatte, dann stand er auf und verließ sein Quartier, und machte sich auf den Weg.

Kontroll-& Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Nach einer guten Viertelstunde, hatte Jack O´Neill endlich sein Ziel erreicht, wo Richard Woolsey, der von dem Planeten zurückgekehrt war, bereits auf ihn wartete.
“Ich habe den unterzeichneten Vertrag bereits durch das Stargate geschickt”, sagte Woolsey erleichtert.
“Das ist schön”, war die kurze Antwort, des Generals.

“Hallo Jack, wie läuft es bei Ihnen?”, fragte General Landry per Videoübertragung.
“Nach den letzten Bericht den ich erhalten habe, eigentlich ganz gut. Doch wir werden trotzdem eine Verspätung von 1 bis 3 Stunden haben, bevor alles eingetroffen, verteilt und verstaut ist, Hank”, war die Antwort von O’Neill, der lustlos in den Papieren des Berichtes und der Lieferungslisten blätterte.
“Ich verstehe. Wir halten uns ran, damit die Verspätung des Starts nicht allzu groß wird. Weiß er eigentlich schon von seinem Glück?”, fragte Landry, nachdem er zugesichert hatte, den Ablauf etwas zu beschleunigen.
“Was? Ach, das. Nein. Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, da ich auf die Zusage warten muss. Und außerdem… will ich ihn… nun ja - überraschen”, antwortete O’Neill grinsen, und deutete bei dem letzten Wort Gänsefüßchen in der Luft an.
“Die haben Sie, es geht in Ordnung”, erklärte Hank grinsend.
“Echt, das ist toll”, sagte Jack, und grinste ebenfalls.
“Gut, dann kannst Du ihn ja überraschen. Mister Woolsey hat seinen Bericht bereits gesendet, und auch Anweisungen erhalten, die er mit Dir dann durchgehen wird. Nächster Kontakt ist in etwa eine Stunde vor der Abreise. Landry. Ende.”
“Alles klar. Verstanden. Bis dann. O´Neill. Ende.”
Kurz darauf wurde die Videoübertragung beendet. Sergeant Siler dirigierte die Arbeiter und Soldaten im Torraum, um den Bereich um das Sternentor freizuhalten.

“Kann ich mit Ihnen in Ihrem Quartier, über diese Anweisungen sprechen, General?”, bat Woolsey nun an Jack gerichtet, der neben ihm stand.
“Ja. Kommen Sie mit, Mister Woolsey. Erledigen wir sofort”, antwortete O´Neill in seiner lockeren Art, und verließ zusammen mit Woolsey den Kontrollraum.

“Los weiter Leute. Die nächste Pause ist in 15 Minuten, dann werden wir abgelöst”, motivierte Siler seine Leute noch einmal.

Jack’ Quartier, Phoenix, Orbit von P2A-M221

“Was, wie jetzt, es kommen… oder schlimmer noch, es befinden sich bereits einige Tok’ra an Bord meines Schiffes?”, fragte O’Neill verzweifelt, und runzelte die Stirn.
“Äh… ja. Sie kennen aber doch Anise?”, hinterfragte Woolsey nun, nachdem er es dem General bestätigt hatte.
“Klar, haben bereits mit ihr zusammengearbeitet… steht doch alles in den Berichten”, antwortete Jack, und schüttelte immer noch verständnislos den Kopf.
“Ja. Außerdem hat das IOA entschieden, den restlichen Platz, den wir noch haben zu nutzen, um Vorräte, Material und auch Personal auf den vier Schiffen, vor allem der Phoenix, der Icarus und der Korolev unterzubringen”, begann Woolsey zu erzählen, “und es wird angeordnet, dass die Phoenix drei F-302-Staffeln und die Korolev eine F-302-Staffel auf dem Planeten zurücklässt, um das Kontingent aufzustocken, damit der Stützpunkt besser geschützt werden kann. Das wurde unter anderen entschieden, da die Phoenix nun über 32 Viper verfügt. Außerdem nimmt man das Angebot der Asgard dankbar an.”
“Ist das alles?”, fragte General O’Neill, der aufmerksam zugehört und sich Notizen gemacht hatte.
“Ja, das ist alles”, bestätigte Woolsey, und zuckte mit den Schultern.

Nun klopfte es an der Tür zu dem Quartier von General O’Neill.

“Ich veranlasse alles notwendige, Mister Woolsey. Danke für die Informationen. Herein”, sagte Jack, dann öffnete sich die Tür und Captain Thrace betrat den Raum.
“Gut, danke General. Auf Wiedersehen. Hallo Captain Thrace”, sagte nun Richard Woolsey, verließ den Raum, hielt aber vorsichtshalber einen Sicherheitsabstand von zu Starbuck ein, und schloss dann hinter sich die Tür. Captain Thrace musste kurz grinsen, die das Verhalten bemerkt hatte.

“Hallo Sir, ich bin fertig mit der Liste, die Sie mir gegeben hatten. Nun habe ich meinerseits eine Liste von Kandidaten zusammengestellt”, sagte Kara Thrace an den General gerichtet, nachdem sie sich gesetzt hatte, und legte O’Neill nun ein Blatt mit Namen auf den Schreibtisch.
“Das ist aber eine Liste. Hoffentlich platzt nicht der Schulungsraum aus allen Nähten. Aber weshalb steht Major Jackson auf der Liste?”, fragte Jack verwundert, als er die Namen las.
“Mir wurde berichtet, er sei wieder fit. Wobei ich mich frage, wie das geht? Ich will ihm eine zweite Chance geben, wenn Sie es erlauben”, antwortete Starbuck.
“Klar. Ist genehmigt. Aber brechen sie ihm nicht wieder irgendetwas. Anise hat Major Jackson mit einem Goa’uld-Heilgerät kuriert, deswegen ging es so schnell”, sagte Jack, bemerkte aber Kara’ fragenden Blick.
“Anise ist eine Tok’ra und sie wird uns auf dieser Mission begleiten. Wenn Sie Fragen zu den Tok’ra haben, wende Dich bitte an Daniel oder Teal’c. Ich bin, wie es so schön heißt etwas… voreingenommen. Auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen mit denen”, erklärte Jack, und grinste böse.
“Ich verstehe”, lachte Starbuck.
“Bekomme ich meine neuen Schüler?”, fragte sie nach einer kurzen Atempause.
“Ja. Sammeln Sie alle ein. Nur diesen hier überlassen Sie mir, Starbuck!”, antwortete General O´Neill, schrieb eine kurze Anweisung auf das Blatt, das er von Captain Thrace erhalten hatte, und unterschrieb sie anschließend.
“Viel Spaß. Aber keine gebrochenen Knochen mehr, die Piloten werden schließlich noch gebraucht!”, ergänzte er, und gab ihr das Schreiben zurück, nachdem er es kopiert hatte.
“Sie kennen mich doch, General”, meinte Starbuck nur, und verließ mit einem Lächeln wieder sein Quartier.

Nach zwei Stunden rieb sich General O’Neill müde die Stirn, nun war er endlich mit seiner Arbeit fertig, die sich auf seinem Schreibtisch befunden hatte.
“Höchste Zeit in den Kontrollraum zu gehen, und mit der Erde zu sprechen”, murmelte Jack, stand auf, verließ sein Quartier und machte sich auf den Weg.

Bereitschaftsraum Alpha, Phoenix, Orbit von P2A-M221

Nachdem der Schulungsraum voll war, ging Captain Thrace noch einmal kurz die Anwesenheitsliste durch.
“Alle Teilnehmer da, bis auf den Entschuldigten”, murmelte Kara leise.
“So alle herhören! Ich habe das Sagen, dabei ist es egal welchen Rang Sie haben - mein Wort ist Gesetz! General O´Neill hat mich gebeten nicht mehr so grob zu sein… also werde ich mich auf Ohrfeigen beschränken”, sagte sie nun laut, und die Klasse wurde augenblicklich still.
“Sie alle haben Lehrmappen erhalten, die Sie nun aufmerksam studieren werden, bis in etwa 2 Stunden der reguläre Unterricht beginnt!”, forderte Starbuck nun ihre Schüler dazu auf, sich über die Viper Mark II. zu informieren.

Kontroll- & Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Es wurden immer noch Transportkisten durch das Stargate, von der Erde, auf die Phoenix geschickt. Doch es war nun bereits die letzte Sendung, die nun vom Stargate-Center eintraf. Sergeant Siler und sein Team leisteten sehr viel in den vergangenen Stunden, sie sortierten und markierten die Transportkisten mit Sendern, damit diese dann auf die anderen drei Schiffe gebeamt werden konnten.

“Oh, hallo George”, begrüßte O’Neill nun seinen langjährigen Vorgesetzten, als er ihn auf dem Monitor erkannte.
“Hallo Jack. Ich dachte ich schau mal in meiner alten Wirkungsstätte vorbei”, meinte General Hammond mit einem Schmunzeln.
“Wir haben noch etwas für euch… müsste gleich auf der Phoenix eintreffen”, sagte General Landry geheimnisvoll. Und nun tauchte einige Sekunden später, im Stargateraum auf der Phoenix, ein großer goldfarbener Kasten auf.
“Das ist ja ein Sarkophag. Wo um alles in der Welt habt ihr den her?”, fragte Jack vollkommen überrascht.
“Den haben wir während einer erfolgreichen Mission, an der mehrere SG-Teams und die Tok’ra beteiligt waren erworben. Genauer gesagt drei, die alle voll funktionsfähig sind”, berichtete Landry zufrieden.
“Oh, das ist toll Hank. He, Siler bringen Sie das Ding umgehend auf die Krankenstation! Doktor Keller wird sich sehr darüber freuen. Aber haltet das Ding von Daniel fern, und auch von mir!”, befahl General O´Neill, und gab dem Sergeant ein Zeichen, indem er auf den Sarkophag deutete.
“So ich schicke Ihnen nun meinen letzten Bericht, dann muss ich wieder auf die Brücke”, sagte Jack.
“Bestätige den Erhalt des Berichtes”, meldete Sergeant Harriman.
“Gut. War schön Sie noch einmal zu sehen”, meinte O´Neill zufrieden.
“Ganz meinerseits. Viel Glück bei Ihrer Mission Jack, und kommen Sie gesund zurück”, sagte General Hammond zum Abschied.
“Wir schicken nun den Rest durch. Auf Wiedersehen, Jack. Viel Glück”, verabschiedete sich nun auch General Landry.
“Danke. Man sieht sich. Bis dann”, sagte nun auch General O´Neill zum Abschied, und verließ kurz darauf den Raum. Jack machte sich nun auf den Weg zur Brücke, es gab nämlich etwas, auf das er sich schon einige Stunden freute.

Colonel Reynolds Büro, P2A-M221

“Sie wollten mich sprechen, Sir”, sagte Colonel Mitchell, als er das Büro des Stützpunktkommandanten betreten hatte.
“Ja. Lieutenant Colonel Cameron Mitchell, ich teile Ihnen nun hiermit ihre Versetzung mit. Sie haben neue Befehle, und werden in Kürze aufbrechen. Ich danke Ihnen für ihre Hilfe und gute Arbeit”, sagte Reynolds.
“Danke Colonel. Ich habe getan, was ich konnte”, meinte Mitchell bescheiden, und überlegte wohin er nun versetzt werden würde.
´Vermutlich hat General Landry ein neues SG-1-Team zusammengestellt`, dachte er.
“Hier ist Colonel Reynolds. Phoenix der Passagier ist bereit. Auf Wiedersehen, Colonel Mitchell und viel Erfolg”, wünschte Reynolds, nachdem er das Funkgerät betätigt hatte.
“Wie bitte?!”, entfuhr es Cameron Mitchell, der kurz darauf im hellen Licht eines Transportstrahls verschwand.

Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Wenige Sekunden später, erschien ein überraschter Colonel Mitchell auf der Brücke vor General O´Neill.
“Colonel Mitchell, Willkommen an Bord der Phoenix. Sie wurden von Captain Thrace ausgewählt, um am Vipertraining teilzunehmen. Enttäuschen Sie mich ja nicht! Captain Thrace, er gehört jetzt Ihnen”, sagte Jack, nachdem er Cameron an Bord begrüßt hatte.
“Danke Sir”, stammelte ein völlig überrumpelter Mitchell.
“Folgen Sie mir!”, befahl Starbuck, die hinter den Sessel von O’Neill gestanden hatte. Gemeinsam verließen sie nun beide die Brücke.

Gut zwei Stunden später war die gesamte Ladung verteilt und verstaut, wie O’Neill zufrieden an hand der Papiere feststellte.
“So es geht weiter in die Andromeda-Galaxie. Alle Mann auf ihre Plätze! Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson Sie haben die Koordinaten erhalten, wo wir uns wieder vereinen werden?”, fragte nun General O’Neill, der nach kurzer Zeit die Bestätigung bekam.
“Na dann kann es ja los gehen. Thor, Triebwerke zünden und ein Hyperraumfenster öffnen!”, ordnete Jack an.
“Ja, O’Neill”, antwortete der kleine Außerirdische.

Orbit von P2A-M221

Innerhalb von fünf Minuten starteten die Phoenix, die Korolev, die Icarus und die Asklepios, und verschwanden in vier Hyperraumfenstern.

Brücke der Phoenix, Hyperraum

“Wie ist unser Status?”, wollte General O’Neill nun wissen.
“Alle Systeme arbeiten normal. Wir werden in 3 Tagen, 15 Stunden, 47 Minuten und in ein paar Sekunden die Andromeda-Galaxie erreicht haben”, meldete Thor.
“So genau, wollte ich es eigentlich nicht wissen”, lachte O’Neill leise.
“Und das trotz einer Stunde Delay, und den Stopp von…”, begann Sam.
“Ah, kein Wort mehr Carter, außer es ist wichtig”, bremste Jack nun Colonel Carter, “genießen wir einfach mal die Reise.”

1.11 Zwischen zwei Galaxien

Brücke der Phoenix, Hyperraum

“Lieutenant Simmons, teilen Sie General O’Neill mit, dass wir in 10 Minuten die Koordinaten für unseren Zwischenstopp erreicht haben!”, ordnete Colonel Carter an, die wusste dass Jack sich die Andromeda von der Brücke aus ansehen wollte.
“Ja, Ma’am. General O’Neill bitte auf die Brücke, wir erreichen in 9 Minuten, die Koordinaten unseres Zwischenstopps”, sagte der Kommunikationsoffizier in das Mikrophone seines Headsets.

Nach etwa acht Minuten tauchte General O’Neill, gerade noch rechtzeitig auf bevor sein Schiff den Hyperraum planmäßig verließ.

“So da bin ich. Äh, Bosworth bringen Sie mir das, was ich hier auf den Zettel geschrieben habe aus der Kantine mit!”, forderte der General einen Soldaten auf, dann setzte er sich in seinen Sessel.


Phoenix, Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda

Die Phoenix fiel Sekunden später, wie geplant nach einer Reisezeit von zwei Tagen aus dem Hyperraum.

Richard Woolsey, der sich zu dem Zeitpunkt in der Bibliothek befand, runzelte die Stirn. Er stand von der Couch auf, und machte sich auf den Weg zur Brücke, um sich persönlich zu erkundigen, was los sei.

Anise war es indessen auf der Krankenstation gelungen, mit Hilfe ihrer Ausrüstung und ihren Wissen, den armen Daniel und auch Vala von ihren Fesseln zu befreien.
“Na endlich”, sagte der Archäologe erleichtert, und massierte sich das Handgelenk.
Auch Vala war froh diese Bürde nun endlich wieder los zu sein. Doch nach einiger Zeit stellte sich unglücklicherweise heraus, dass es scheinbar noch eine anhaltende Nachwirkung durch die Goa’uld - Armbänder gab. Deshalb entschied Doktor Keller, die beiden noch zur Beobachtung auf der Krankenstation zu behalten.

Teal’c hatte sich entschieden, Kara bei der Prüfung zu unterstützen, da Jack verhindert war. Dabei stellte sich heraus, dass Colonel Mitchell einer der besten Schüler war, die Starbuck je unterrichtet hatte. Major Jackson blieb ganz ruhig, er wollte bloß nicht negativ auffallen, und eine Ohrfeige riskieren. Captain Trevors und Lieutenant Allic mussten zum zweiten Mal die Prüfung mitschreiben, die danach von Starbuck, Teal’c und den Staffelführern ausgewertet wurde. Eine Stunde später befanden sich nun alle im Backbord-Hangardeck, auch die aktuellen Piloten und bereiteten sich auf den Start vor, weil Kara auf Grund der hohen Klassenstärke diesmal auf die Flugsimulatoren verzichtete, und die Zeit nutzen wollte - außerdem hatte sie ja Hilfe von den Piloten, die bereits einen Einsatz hinter sich hatten.

Brücke der Phoenix, Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda

“General, was ist los, gibt es Probleme?”, fragte Woolsey, als er die Brücke betrat. Dort angekommen traute er seinen Augen nicht, O’Neill saß zufrieden in seinem Sessel, und ließ sich gerade ein Stück Apfelkuchen schmecken.
“Nein, es ist alles in Ordnung. Wir legen nur die geplante Pause ein, damit die neuen Viperpiloten praktische Erfahrungen im Cockpit sammeln können”, antwortete Jack mit ruhiger Stimme, und nach einer kleinen Verspätung, da er erst einmal kauen und runterschlucken musste. Und rekelte sich gemütlich im Sessel, als er sich zu dem Mitglied des IOA umwandte.
“Das habe ich vergessen. Doch das nimmt wertvolle Zeit in Anspruch, wenn wir uns hier stundenlang aufhalten”, seufzte Richard Woolsey, der mal wieder etwas nervös wirkte und von einen Fuß auf den anderen trat.
“Keine Sorge Mister Woolsey, wir kommen rechtzeitig an den Treffpunkt an. Die Triebwerke und der Hyperantrieb, der Phoenix sind denen der Schiffe von der Daedalus-Klasse überlegen. Also wird es keine weiteren Verspätungen geben. Und die neun Stunden Pause, gebe ich den Piloten und auch den Wissenschaftlern gerne”, erzählte General O’Neill.
“Das beruhigt mich”, stellte Woolsey erleichtert fest, und wollte die Brücke gerade wieder verlassen.
“He! Das hier ist vielleicht die einzige Gelegenheit in Ihren Leben, einen Blick auf eine andere Galaxie zu werfen, ohne durch ein Teleskop schauen zu müssen. Und hier auf der Brücke hat man den besten Blick darauf”, rief ihm General O’Neill hinterher.
Richard Woolsey blieb kurz vor der Tür stehen, dann kehrte um und ging an O’Neill vorbei auf das Fenster zu.
“Sie haben Recht, das ist wirklich beeindruckend”, sagte er beeindruckt zu Jack.
´Habe ich es mir doch gedacht´, dachte O’Neill und grinste zufrieden.


Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda

Alle 32 verfügbaren Viper waren nun bereits ohne Probleme gestartet, und befanden sich nun außerhalb der Phoenix. Captain Kara Thrace hatte nach der Theorieprüfung jetzt ein besonderes Training im All vor, die Viper waren wieder mit Laserpointern und Kameras ausgestattet worden, um den Kampf besser simulieren und das Training anschließend besser auswerten zu können. Nun teilte sie alle in zwei Teams ein, eines sollte angreifen und das andere verteidigen. Starbuck selbst beteiligte sich nur selten an den Übungskämpfen, sondern organisierte eher nur, und wurde dabei außerdem von der Flugüberwachung der Phoenix unterstützt, die die gesamte Übung aufzeichnen sollte. Kara hatte zunächst einmal die Gruppen vermischt, so dass erfahrene und unerfahrene Piloten in etwa gleich aufgeteilt waren. Während der ganzen Zeit machte sich Captain Thrace hin und wieder Notizen, oder nahm mit dem Funkgerät Kontakt zu den anderen Piloten auf.

General O’Neill hatte zuvor ausdrücklich darauf hingewiesen, nur die Piloten in den aktiven Dienst zu übernehmen, die wirklich dafür geeignet waren, und Captain Thrace hatte zugestimmt. Man wollte es vermeiden, dass es unnötige Verluste an Personal und Viper gab. Außerdem hatte Thor darauf ausdrücklich hingewiesen, nur noch ein- maximal dreimal mit Hilfe von Asgardtechnologie die Viper und das benötigte Zubehör auf diesen Wege zu bauen, da es sehr viel Energie in Anspruch nahm, dieses Verfahren durchzuführen.

“Alles klar Leute, noch einen letzten Durchgang!”, ordnete Starbuck an, und beschloss wenigstens dieses Mal mitzumischen, was die meisten Piloten überraschte.

Nach einer halben Stunde piepte die Uhr, denn die Zeit neigte sich dem Ende entgegen, bevor die Phoenix die Reise fortsetzen würde.

“So Leute, die Zeit ist um! Sah alles soweit gut aus. Und nun alle bereitmachen zum Landen! Aber keine Dellen, Beulen oder Kratzer in das Deck machen, sonst verdonnere ich diejenigen zum Deckdienst!”, drohte Starbuck.
Nach etwa einer Dreiviertel Stunde befanden sich alle Viper, wieder sicher an Bord der Phoenix, die kurz darauf wieder in einem Hyperraumfenster verschwand.

Jack’ Quartier, Phoenix, Hyperraum

Jack war nun wieder zurück in seinem Quartier, und ruhte sich nun aus. Er war den gesamten Stopp über auf der Brücke gewesen, bis auf zwei kurze Momente, wo er auf die Toilette gerannt war.
Nun wurde General O’Neill von Captain Thrace aufgesucht.
“Hallo Sir. Ich habe die Beurteilungen fertig”, sagte Starbuck, die frech einfach den Raum betreten hatte, doch Jack ignorierte es einfach.
“Hört sich gut an, Captain. Doch jetzt ruhen Sie sich bitte erst einmal aus, waren ein paar harte Tage in letzter Zeit, Sie haben es sich verdient. Die Einteilung der Staffeln können Sie dann hinterher machen!”, empfahl der General, der merkte dass auch Thrace müde wirkte.
“Ja, das mache ich”, antwortete sie und gähnte.
“Noch etwas manche Piloten haben ziemlich doof geguckt, als ich denen erklärt habe, dass sie ihre Vögel heute selber warten müssen”, ergänzte Starbuck grinsend.
“Das ist gemein. Na ja, wenn es hilft”, meinte Jack müde.
“Doch nun ab in die Falle, Starbuck! Ich bin nämlich auch müde, also raus hier! Die Einteilung kriege ich aber in 10 Stunden!”, forderte General O’Neill, und begleitete Captain Thrace zur Tür.
“Ja, Sir. Schlafen Sie gut”, sagte Kara zum Abschied, verließ nun das Quartier des Generals, und suchte ihr eigenes auf.


Phoenix, Hyperraum

Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf von rund 5 Stunden, wachte Kara Thrace wieder auf. Sie gönnte sich eine erfrischende Dusche, und zog sich an, dann beschloss sie in die Kantine zu gehen, und schnappte sich vorher aber noch die Unterlagen aller Viperpiloten.
Starbuck wusste das es nicht mehr lange dauern würde, bis die Flotte der Erde in ihrer Heimatgalaxie eintraf, und sich dann auf die Suche nach der Kolonialen Flotte machen würde. Doch wie würden alle reagieren, wenn sie wieder vor dem Admiral, Lee, Sam, Roslin und den anderen stehen würde, sobald man fündig geworden wäre - vermutlich würde man sie sogar für einen Zylonen halten. Captain Thrace schob diese Gedanken bei Seite, noch war es nicht soweit.
Kara hatte nun mittlerweile die Kantine erreicht, nahm einen ganzen Tisch in Beschlag und verteilte ihre gesamten Unterlagen auf den Tisch, damit niemand auf dumme Ideen kommen sollte. Danach ging sie zum Büffet und stellte auf einem Tablett ihre Mahlzeit zusammen, und kehrte als sie fertig war wieder auf ihren Platz zurück. Während Starbuck aß, versuchte sie die Staffeleinteilung vorzunehmen.
´Piloten habe ich ja genug´, dachte Kara.

Jack O’Neill wurde durch das Klingeln seines Weckers, unsanft aus dem Traum gerissen, den er gerade gehabt hatte.
“Toller Zeitpunkt”, brummte er verdrossen, dann stand er auf, um sich eine warme Dusche zu genehmigen. Als er sich neue und frische Sachen angezogen hatte, rasierte er sich erst einmal.

Sam Carter wertete indessen die Daten der Tiefraumsensoren aus, die man während der Pause gesammelt hatte. Sie hatte die Andromeda absuchen lassen - ohne Erfolg, man war noch zu weit entfernt gewesen. Doch dafür ist es ihr gelungen eine Karte der Galaxis mit Thor’ Hilfe anzufertigen.

Daniel und Anise tauschten sich über alte Kulturen aus, und Teal’c sprach ausführlich mit Vala. Doktor Keller gestattete immer noch nicht dass ihre beiden Problempatienten ihr Territorium, die Krankenstation verließen.

General O’Neill hatte sich indessen auf den Weg zur Kantine gemacht. Als er sie betrat, winkte Captain Thrace ihm kurz gutgelaunt zu. Jack nahm sich auch ein Tablett und stellte sich seine Mahlzeit zusammen, bevor er sich zu Starbuck gesellte, die ihm Platz machte.
“Ich bin fertig”, sagte Kara, und schob O’Neill die Einteilung zu.
“Sehr schön”, meinte der General nur.
“Wir sind in etwa 4 Stunden am Treffpunkt”, ergänzte er, nach einer kurzen Pause.
“Gut”, nickte Starbuck.

1.12 The Andromeda Galaxy

Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Galactica

Irgendwo in der Andromeda-Galaxie, an Bord der Galactica bereitete man sich auf einen weiteren Prozesstag vor, von dem niemand erwartete, dass es endlich der letzte sein sollte.

Doktor Gaius Baltar befand sich noch in seiner Zelle, in der Brig an Bord der Galactica. Er hatte trotz dieser Ereignisse eine Anhängerschaft erworben, meist handelte es sich dabei um Frauen. Nun wurde er von vier Marines abgeholt, die ihn nun zum Gerichtssaal eskortieren sollten.

“Corporal, ich bestehe darauf, mich noch einmal unter sechs Augen mit meinen beiden Anwälten beraten zu dürfen!”, verlangte Baltar, als er aus seiner Zelle geführt wurde, und nachdem man ihm eine Sicherheitsweste angelegt hatte.
“Da muss ich nachfragen. Einen Moment”, antwortete der Soldat trocken, ging zum Telefon und bat mit seinem Vorgesetzten sprechen zu dürfen.
“Doktor Baltar, Sie haben 10 Minuten in den Quartier von Mister Adama Zeit, sich mit ihm und Mister Lampkin zu unterhalten”, teilte der Marine, nach einigen Minuten mit, und nachdem er den Hörer wieder eingehängt hatte.


Erdflotte
Brücke der Phoenix

Lichtjahre entfernt, an einer irgendwo anders in der Andromeda-Galaxie hatte sich eine Raumspalte geöffnet, und die Phoenix verließ den Hyperraum. Einige Sekunden später erschien auch die Korolev, und einige Augenblicke danach die Icarus und die Asklepios auf die gleiche Art und Weise, wie die Phoenix.

“So da wären wir”, stellte O’Neill zufrieden fest, nachdem sein Schiff den Hyperraum verlassen hatte.
“Die Korolev, die Icarus und die Asklepios sind ebenfalls eingetroffen”, meldete man.
“Sehr gut. Lieutenant Simmons, ich möchte eine Konferenzschaltung mit allen Schiffen der Flotte!”, verlangte General O’Neill.
“Jawohl, Sir”, bestätigte Simmons, und begann die Verbindungen herzustellen.
“Colonel Carter, Thor ihr sucht den gesamten Bereich um uns nach Signalen ab! Ich will wissen, was sich da draußen tut”, ordnete Jack an Sam und Thor gerichtet.
“Sind schon dabei, Sir”, meinte Carter.


Koloniale Flotte
Galactica, Lee Adama’ Quartier

Romo Lampkin und Lee Adama wollten gerade aufbrechen, als ihr Klient Gaius Baltar in Begleitung von vier Marines vor ihnen auftauchte.
“Ich wollte mich noch einmal kurz mit Ihnen beiden unterhalten, bevor der Prozess weitergeht”, bat Baltar, als er vor den zweien stand.
“Wenn es unbedingt sein muss”, seufzte Lee.

“Sie warten vor der Tür!”, ordnete Lee Adama, als sie wieder zurück war, die vier Marines dazu auf draußen zu bleiben.

“…, es ist mir egal… ich will endlich… heute… ein Urteil…”, regte sich Gaius Baltar auf, als man vorschlagen hatte den Prozess zu beanstanden und vom Neuen beginnen zu lassen.
“Wenn Sie es so wollen”, sagte Lampkin, setzte sich seine Brille auf, bevor er aufstand und sich dabei auf seine Krücke stützte.
“Gehen wir”, ergänzte er, dann verließ er zusammen mit Lee den Raum.
Doktor Baltar folgte dann in Begleitung der Marines seiner Sicherheitseskorte, in einem Abstand von etwa zehn Metern.


Erdflotte
Backbord-Hangar der Phoenix

Nachdem General O’Neill angeordnet hatte, seine Flotte aufzuteilen, um so ein größeres Gebiet absuchen zu können, machte er sich auf den Weg zum Backbord-Hangar. Auf den Weg dorthin bekam er die Meldung, dass die Schiffe nun wie geplant zueinander einen Abstand von etwa fünf Lichtjahren hatten, dabei flogen jeweils die Phoenix und die Korolev alleine weiter in die Galaxie hinein, und nur die Icarus und die Asklepios blieben als kleiner Verband beieinander und flogen gemeinsam weiter um die Umgebung zu erforschen.

Jack betrat nun endlich das Hangardeck, in dem emsig gearbeitet worden war. Man hatte an vier Viper zusätzliche Tanks montiert, die man mit Hilfe einer Fernbedienung wieder vom Jäger lösen konnte. Die Deckarbeiter und Mechaniker waren nun bereits gerade dabei, alles wieder aufzuräumen.

“Was ist den hier los?”, fragte General O’Neill verwundert, als er Captain Thrace endlich gefunden hatte.
“Wir haben die Reichweite, der vier Vögel hier, für Aufklärungszwecke erhöht. Sie haben es doch genehmigt, Sir”, antwortete Kara.
“Ah, stimmt. Hatte ich irgendwie vergessen”, meinte Jack nur.
“Es ist in etwa das gleiche Prinzip, wie bei unseren Space-Shuttles…”, fing Alec Colson nun an zu erklären, wurde aber von O’Neill sofort gestoppt, der keine Lust hatte sich irgendwelche Vorträge anzuhören.
“Wenn es funktioniert bin ich zufrieden”, stellte der General klar.
“Keine Sorge, General O’Neill. Wir es mehrfach simuliert, überprüft und getestet”, versicherte Colson und Starbuck nickte zustimmend.
“Schön. Gebt mir Bescheid, wenn Sie soweit sind!”, ordnete O’Neill an, dann verließ er das Hangardeck wieder.


Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal

Alle Plätze für die Besucher waren bereits belegt, als endlich Adama und Lampkin den Gerichtssaal betraten. Doktor Baltar folgte wenige Minuten später, und nahm dann zwischen seinen beiden Verteidigern Platz. Nach weiteren fünf Minuten betraten auch die ausgelosten fünf Richter den Raum, und alle Anwesenden erhoben sich kurz bis diese sich ebenfalls gesetzt hatten.
Und kurz darauf wurde der Prozess auch schon fortgesetzt.


Erdflotte
Brücke der Phoenix

General O’Neill kehrte nun wieder auf die Brücke zurück.
“Wie sieht es aus? Bericht!”, verlangte er, als er sich auf seinen Platz setzte.
“Wir haben einen Planetarischen Nebel in 20 Lichtjahren Entfernung entdeckt, der weitere Untersuchungen der Andromeda, auf Grund seiner Strahlung blockiert. Ansonsten haben wir noch nichts weiter entdeckt. Sir, bitte lassen Sie uns noch etwas Zeit bis sich die anderen Schiffe melden”, berichtete Carter.
“In Ordnung. Aber nur maximal nur noch eine halbe Stunde! Dann will ich, dass sich die Flotte wieder zusammenschließt”, antwortete O’Neill.
Carter nickte dankbar, und wertete danach unverzüglich weiter mit Thor die Daten, der Sensoren aus.

Ein halbe Stunde später, ließ General Jack O’Neill Kontakt zu den anderen drei Schiffen herstellen.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson unserer Treffpunkt ist der Planetarische Nebel im Quadranten Eta!”, gab der General, das nächste gemeinsame Ziel an die Commander der anderen Schiffe bekannt.


Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal

Lee Adama hatte soeben ein beispielloses und glänzendes Plädoyer gehalten, wofür er ein anerkennendes Nicken von Lampkin erhalten hatte.
“Das Tribunal der Richter, zieht sich nun zur Urteilsfindung zurück”, verkündete die einzige weibliche Richterin, die auch den Vorsitz inne hielt, nachdem keine der beiden Parteien weitere Punkte aufführen wollte.
Als sich die fünf Richter erhoben hatten, um sich zu beraten, standen auch alle anderen auf und setzten sich erst wieder, nachdem sich die Tür geschlossen hatte.


Erdflottte

Die Flotte der Erde traf nun nacheinander an dem Treffpunkt ein. Alle Schiffe hatten den Hyperraum, wie geplant 2 Millionen Kilometer vor dem Planetarischen Nebel wieder verlassen. Die Icarus und die Korolev sendeten nun die gesammelten Daten an die Phoenix. Thor führte in der Zwischenzeit, in der Sam die Daten überprüfte, einige Anpassungen an den Sensoren durch, damit man nicht überrascht wurde, denn die Strahlung beeinträchtigte auch die Sensoren der Erdflotte. Nachdem er fertig war schickte der Asgard die Anweisungen an die anderen Schiffe, damit auch diese die erforderlichen Veränderungen durchführen konnten.


Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal

Die fünf Richter kehrten nun in den Raum zurück, und alle erhoben sich zunächst und setzten sich wieder nachdem auch die Vertreter der Justiz wieder Platz genommen hatten. Alle erwarteten nun das Urteil.
“Doktor Gaius Baltar, bitte erheben Sie sich!”, forderte die vorsitzende Richterin den Angeklagten auf. Auch Adama und Lampkin erhoben sich, während Baltar mit wackligen Beinen nur ungern sich vom Stuhl erhob.
“Doktor Gaius Baltar, das Gericht, erklärt Sie nach Prüfung aller Punkte unter der Sie zur Anklage standen, … mit 3 zu 2 Stimmen… für nicht schuldig”, verkündete die Frau nun das Urteil, das wie der gesamte bisherige Prozess live über Funk in der gesamten Flotte übertragen wurde.

Laura Roslin, die Präsidentin der Kolonien, sackte als sie das Urteil hörte kraftlos in ihrem Stuhl stöhnend zusammen. 

“…ich habe immer gewusst, dass ich unschuldig bin und man mich freispricht”, gab Gaius Baltar sofort ein Statement ab, als er sich an die anwesende Presse gewandt hatte. Nun brach so langsam ein Tumult los, denn bei vielen herrschte Wut und Verzweiflung, und die Kapitäne und Admiral Adama machten sich daran den Raum zu verlassen - auch die Präsidentin hatte diesen bereits, mit Unterstützung, verlassen.

“Admiral. Wir müssen ihn hier sicher raus bringen”, rief Lee seinen Vater zu.
William Adama gab nun einigen Marines ein Zeichen, die Gaius Baltar sofort in Schutz nahmen und aus dem Raum eskortierten.

Galactica, CIC

Admiral William Adama hatte nun endlich, nach einigen Minuten Verspätung, das Combat Information Center erreicht. Nun war der Zeitpunkt gekommen, den Befehl zu dem letzten Sprung zu geben, der die Flotte der überlebenden Menschen zu den Ionischen Nebel bringen würde.

Auch Laura Roslin, die Präsidentin der Kolonien hatte sich hierher bemüht.
“Sie waren dafür, dass man ihn freispricht? Stimmt’ Bill?”, fragte Laura erschüttert, als sie für einen Moment mit Adama allein war.
“Ja, es ist wahr. Denn die Verteidigung war gut und überzeugend, im Gegensatz zu den Punkten die zur Anklage vorgebracht wurden”, erklärte der Admiral mit wenigen Worten.

“Mister Hoshi, teilen Sie den zivilen Schiffen mit, dass wir in wenigen Minuten den letzten Sprung durchführen werden, der uns zu den Ionischen Nebel bringen wird! Der Sprung wird dann auf mein Kommando ausgeführt!”, ordnete Admiral Adama an.

“… und Sprung!”, befahl er nach drei Minuten.

Die Flotte der Kolonien verschwand in mehreren Dutzenden von Lichtblitzen, nur um Lichtjahre entfernt wieder vor dem Ionischen Nebel auf dieselbe Art aufzutauchen.
“DRADIS?”, fragte er sofort.
“Die Flotte ist vollzählig, Admiral”, meldete Petty Officer Dualla.
“Sonst keine weiteren Kontakte auf dem DRADIS, Sir… Moment…, das DRADIS scheint durch die Strahlung des Nebels gestört zu sein… auch melden alle Schiffe der Flotte Energieverlust”, berichtete Lieutenant Gaeta hektisch, was Dualla bestätigte.
“Das System sofort neu starten!”, befahl William Adama.
Doch nun wurde es auch auf dem Battlestar dunkel - ebenfalls Energieverlust, nur einige Lampen der Notbeleuchtung spendeten etwas Licht.
“Wo bleibt nur Colonel Tigh?”, fragte William Adama laut und verärgert darüber, dass sein Erster Offizier nicht mit ihm im CIC war.

“Einige Systeme laufen wieder”, meldete Lieutenant Gaeta, und wie zur Bestätigung wurden die Monitore des DRADIS über dem Admiral, der am Taktiktisch stand wieder hell.


Erdflotte
Brücke der Phoenix

An einer anderen Stelle des Ionischen/Planetarischen Nebels hatte General O’Neill bereits vor einiger Zeit, die Startfreigabe für die rote Viper-Staffel erteilt. Die vier Viper waren mit Zusatztanks ausgerüstet worden, um die Reichweite zu erhöhen, doch O’Neill hatte angeordnet bei Feindkontakt, diese Tanks sofort abzuwerfen.

Nun folgte aber die Flotte der Erde den vier Jägern in einem gewissen Abstand, wobei die Phoenix die Spitze übernahm und die drei anderen Schiffe ihr folgten.

“Jetzt weiß ich endlich, warum man das Nebel nennt”, sagte Jack nüchtern, als er konzentriert aus dem Fenster der Brücke schaute. Sam musste bei diesen Worten lächeln, konnte aber ein Lachen unterdrücken.


Koloniale Flotte
Galactica, CIC

“DRADIS Kontakt, es ist die Zylonische Flotte”, meldete Gaeta.
Admiral Adama schaute auf den Bildschirm über seinem Kopf, vier Basisschiffe waren soeben aufgetaucht. Sofort erkundigte er sich nach dem Status der FTL-Antriebe seines Schiffes und denen der Flotte, doch bekam nur Negativmeldungen.

“Alle Viper starten! Sie sollen die Zylonenjäger abfangen und die Flotte schützen!”, befahl William Adama.
“Viper starten! Ich wiederhole alle Viper starten!”, gab Dualla den Befehl weiter.


Zylonische Flotte

Auch die Flotte der Zylonen hatte Probleme, wenn auch nur kurz. Dann bemerkten sie die anwesende Flotte der Menschen, die aber nicht sprang, sondern blieb. Die Zylonen hatten nun völlig unerwartet die Flotte der Menschen gefunden.

“Das ist die Gelegenheit. Beenden wir es ein für allemal”, schlug eine Nummer Eins vor, und die Mehrheit der anderen Modelle schloss sich dem Vorschlag an, die Menschheit endgültig auszulöschen.


Koloniale Flotte
Galactica, Backbord-Hangardeck

“He, wo warst du die ganze Zeit?”, fragte Cally ihren Mann Galen.
“Ich hatte nur noch etwas mit Anders zu besprechen”, antwortete dieser, und machte kurz darauf seiner Deckcrew Dampf.

Die Viperpiloten eilten, teilweise noch mit Taschenlampen in den Händen, zu ihren Maschinen. Darunter befanden sich auch Lee Adama und ein sichtbar nervöser Sam Anders.

Galactica, CIC

“Ich bin hier, Bill, falls Sie mich brauchen”, sagte Colonel Tigh als er an seinen Vorgesetzten herantrat. Der Admiral war erleichtert, dass sein langjähriger Freund nun endlich da war, wo er ihn brauchte - an seiner Seite.
“Schön das Sie hier sind, Saul”, sagte Adama nur.


Erdflotte
Brücke der Phoenix

General O’Neill wurde nervös, da man offenbar den Funkkontakt zu Captain Thrace verloren hatte.
“Was hatte Starbuck Ihnen zuletzt mitgeteilt, Lieutenant Hailey?”, wollte O’Neill nun wissen, als gelungen war Funkkontakt zu Jennifer Hailey zu bekommen.
“Starbuck hat gesagt, dass sie schwache koloniale Signale auf ihrem DRADIS habe. Dabei war die Verbindung schon ziemlich schlecht, so dass ich es gerade so noch verstehen konnte”, meldete sich eine schwache und knisternde Stimme, der jungen Pilotin, aus den Lautsprechern.
“Okay. Lieutenant, Sie bleiben wo Sie sind! Wir stoßen gleich zu Ihnen. Die Verständigung ist wirklich mies”, sagte Jack O’Neill.


Ionischer/Planetarischer Nebel

Lee Adama befand sich nun bereits einige Minuten draußen, als er bemerkte, dass sich auf seinem DRADIS im Cockpit einen nicht identifizierbaren Kontakt gab.
“Galactica, hier ist Apollo ich habe hier einen unbekannten Kontakt. Ich sehe es mir mal näher an”, sprach er ins Mikrophone.

Die Basisschiffe der Zylonen hatten ebenfalls tausende Jäger gestartet, die nun Kurs auf die Flotte der Menschen nahm.


Koloniale Flotte
Galactica, CIC

“Wie lange noch bis die FTL’ wieder funktionieren?”, erkundigte sich der Admiral, der voller Sorge sah, was seinem Volk nun drohte.
“Die Galactica könnte bereits springen. Doch die zivilen Schiffe sind durch den Stromausfall, der die gesamte Flotte getroffen hat… erst in ungefähr 20 Minuten bereit zu springen”, berichtete Lieutenant Gaeta.
“Das Überleben wir nicht”, stellte William Adama bitter fest.
“Neuer Befehl: Die Viper sollen die zivilen Schiffe schützen! Wir werden mit Hilfe unserer Geschütze das Feuer auf die Basisschiffe und die Jäger eröffnen, um eine Schutzzone aufzubauen! Colonel Tigh, geben Sie den Befehl!”, ordnete der Admiral an, doch sein XO rührte sich nicht.
“Saul! Saul! Colonel Tigh, was ist los mit Ihnen?”, fragte Adama eindringlich.
“Tut mir Leid, Sir. Achtung! Hier spricht der XO, alle auf Station! Alle Geschütze abfeuern, doch achtet auf unsere Leute da draußen!”


Erdflotte
Brücke der Phoenix
 
Jack, Teal’c und noch einige andere spürten, das sich bald irgendetwas ereignen würde. Darum hatte der General alle Mitglieder seiner Flotte in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt, die Viper befanden sich bereits alle in den Startröhren, die F-302er waren ebenfalls einsatzbereit, und die Schiffe sowieso. Jeder befand sich auf seinem Platz.

“O’Neill, ich habe mehrere dutzende Kontakte erfasst. Es könnte sich dabei, um die gesuchte Flüchtlingsflotte von Kara Thrace handeln, da ein Schiff recht groß ist und die anderen kleiner sind”, berichtete Thor über Funk, der die Sensoren nun von seinem Labor aus überwachte, um besser arbeiten zu können.
“Alles klar. Dann nichts wie hin. Ich vermute mal, ich weiß wo wir Captain Thrace wiederfinden”, meinte General O’Neill in seiner typischen Weise.

Nach einer kurzen Mitteilung an die anderen drei Schiffe, bewegte sich die Erdflotte nun auf die registrierten Kontakte zu.


Ionischer/Planetarischer Nebel

“Verdammt. Was war das schon wieder?”, entfuhr es Lee, nun zum wiederholten Male, als etwas wiederholt an ihm dicht und schnell vorbei flog, und sogleich wieder in den Gas- und Materiewolken, des Nebels um ihm herum verschwand. Nun war das Signal direkt neben ihm. Der junge Adama wollte nun endlich wissen, wer es war, der solche Spielchen in einer so ernsten Situation veranstaltete, da er bemerkt hatte, dass es sich um eine Viper handelte und drehte neugierig den Kopf. Apollo konnte nicht so recht glauben, was er sah, als er aus dem Cockpitfenster schaute - es konnte unmöglich wahr sein.
“Hallo Lee. Da bin ich wieder. Ich war auf der Erde. Alles wird gut”, sagte eine lächelnde Starbuck über Funk zu ihm.
“Kara?! Das ist nicht möglich. Ich habe gesehen, wie deine Viper in verschwunden ist”, sagte Lee Adama überrascht.
“Ja, ich bin es wirklich. Ich habe außerdem etwas Hilfe mitgebracht, Lee”, erklärte Kara mit ruhiger Stimme. Und wie zur Bestätigung, glitten nun die vier Schiffe der Erdflotte an den beiden Viper vorbei.
Lee war einfach nur sprachlos, er glaubte sich in einem Traum zu befinden.

Brücke der Phoenix

Man hatte wenige Minuten nachdem die Flotte der Kolonien entdeckt wurde, auch die Zylonenflotte entdeckt. Colonel Carter hatte die Situation sofort erkannt, und diese Jack erklärt, der sofort reagierte.

“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson… bringen Sie ihre Schiffe so in Stellung, dass sie die zivilen Schiffe der Flotte schützen! Zerstören Sie mit den Railguns die angreifenden Jäger der Zylonen! Die F-302er werden vorerst noch nicht gestartet! Wir folgen in Kürze, nachdem wir unsere Viper ins Rennen geschickt haben”, erklärte General O’Neill kurz seine Befehle.

Kurz darauf sah man von dem Fenster der Brücke von der Phoenix aus, wie die Korolev, die Icarus und die Asklepios Kurs auf die Flotte der Kolonien setzte.

“Hier ist General O’Neill. Colonel Mitchell, Sie haben das Oberkommando über die Viper, bis Captain Thrace sich bei Ihnen meldet!… Alle Viperstaffeln starten!”, befahl Jack O’Neill nun.

Zufrieden bemerkte er das sich nun alle Viper draußen befanden, als sich die Phoenix auf der Höhe der angreifenden Jäger der Zylonen befand, die auf die Flotte der Kolonien zuhielten.

“Captain Thompson, bringen Sie uns zu der Kolonialen Flotte!”, befahl der General seinem diensthabenden Steuermann.
“Und Sie, Lieutenant Simmons sorgen dafür dass ich eine sicheren Kanal zur Galactica bekomme!”, forderte er kurz darauf seinen Kommunikationsoffizier auf, eine Funkverbindung herzustellen.

Galactica, CIC

“Admiral, die vier Schiffe, die vor kurzem auf dem DRADIS aufgetaucht sind, haben Kurs auf unsere Flotte gesetzt”, meldete Gaeta, der blass geworden war.
“Das war’ dann wohl. Es war mir eine Ehre, mit Ihnen zusammen…”, begann Adama.
“Sir, unsere Viper berichten, dass das große Schiff wohl mehrere Viper gestartet hat, die die Zylonenjäger angreifen. Und die drei kleinen Kreuzer haben das Feuer nicht auf die Flotte eröffnet, sondern beziehen nur Stellung, und fangen die Raketen der Basisschiffe ab, die die zivilen Schiffe zerstören würden, mit den Schiffskörper ab. Außerdem zerstören sie angreifende Jäger von den Zylonen”, meldete Gaeta, und unterbrach damit mit dieser Meldung, die Rede seines Admirals.
“Was sagen Sie da, Gaeta… Was bei den Göttern geht da draußen vor?”, fragte Colonel Tigh überrascht.
“Die wichtige Frage wäre: Wer sind unsere mysteriösen Helfer?”, meinte Adama nur.
“Sir, das Flaggschiff hat Kontakt zu uns aufgenommen”, meldete Dualla.
“Stellen Sie auf Lautsprecher, Dee!”, verlangte Bill, “Vielleicht wird doch noch alles gut.”

“Hier spricht Major General Jack O’Neill von der United States Air Force an Bord des Erdschiffs U.S.S. Phoenix und kommandierender Befehlshaber der Erdflotte. Die anderen Schiffe, die gerade zu Ihnen gestoßen sind, sind die Korolev, die Icarus und die Asklepios, die von Colonel Chekov, Colonel Kirkland und Colonel Ronson kommandiert werden. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen...”,  ertönte eine Stimme aus den Lautsprecher des CIC’, der Galactica.

TBC

Somit haben wir schon einmal das Ende von Season 1. Die erste Hälfte von Season 2, kommt dann in einigen Monaten wieder als Lückenfüller, wegen der von mir eingeplanten Wartezeit in der 8.Staffel von Odyssee zwischen einzelnen Mehrfachfolgen.
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