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26.06.2026, 21:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2026, 21:59 von Jonathan J. O´Neill.)
Hallo, ihr Lieben. Nachdem ich schon dem aktuellen FF-Projekt: ODYSSEE einen Neustart ermöglicht habe, habe ich mir gedacht, nun auch schon einer bereits von mir abgeschlossenen FF-Serie: STARGATE: BATTLESTAR GALACTICA, auch hier im neuen Forum ein neues Heim zu geben
Stargate: Battlestar Galactica
Titel: Stargate: Battlestar Galactica
Autor: Jonathan J. O´Neill
Rating: FSK 14
Crossover: aus den Serien BSG/SG1/SGA mit den bekannten Charakteren
Pairings: die aus den Serien
Anmerkungen:
1. Alle Rechte von Stargate SG-1 und Atlantis sind Eigentum von MGM, und alle Rechte von Battlestar Galactica sind Eigentum von Universal.
2. Ich schreibe diese FF nur zum Spaß und an der Freude, nicht um damit Geld zu verdienen.
3. Die Geschehnisse verlaufen anders als in den Serien: Sie knüpfen aber bei BSG am Ende der Folge “Maelstrom” an; bei SG-1 nach der 8. Staffel und bei Atlantis nach der 1. Staffel. Daher wird einigen Lesern dieser FF, die BSG kennen, der Anfang des ersten Kapitels zum Teil bekannt vorkommen.
4. Die Geschehnisse schildern die Erlebnisse von Kara “Starbuck” Thrace, die hier in der Version wirklich auf der Erde (von uns) landet, und mit Hilfe der Menschen von der Erde zu ihrer Flotte zurück findet, dies wäre 1. Season, in der 2. Season, dann die Reise der Kolonialen Flotte mit Hilfe von Jack O´Neill zur Erde.
Stargate: Battlestar Galactica - Season 1
1.01. Licht und Dunkel
Milchstraße
SGC, Erde
Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord vor 9 Tagen verlassen und war nach Atlantis aufgebrochen. General O´Neill wartete seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie. Die Wraith hatten Atlantis angegriffen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um Elizabeth Weir zu helfen. Diese Truppe Marines von Colonel Everett angeführt, wurde durch das Stargate nach Atlantis gesandt, um eine Verteidigung aufzubauen bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.
“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”
“Ich höre General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen sind. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”
“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”
“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.
Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnell versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen, darunter auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.
Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Jetzt begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.
Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.
Irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Zur gleichen Zeit, völlig woanders im Universum in einer anderen Galaxie, im Sturm eines Gasplaneten. Nun kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorkam.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder: “Starbuck kehr um. Lass ihn fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”
Galactica, CIC
An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Techniker der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “ Apollo ihr müsst euch beeilen, ihr habt nur noch 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet, Apollo!”
Planet
“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara unvermittelt:” Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass den Zylonenjäger doch weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Lee nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich per Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen, abbrechen! Du bist zu beinahe zu tief hochziehen und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete der Admiral per Funk.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, und flog dann zurück in Richtung Galactica.
Galactica
Im CIC der Galactica herrschte nun erschüttertes Schweigen, als die Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam. Besonders betroffen zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta.
Einige Zeit darauf ist Admiral Adama kurz davor, in seinem Quartier, das Segelschiffmodell fertig zu stellen. Zum Abschluss bringt er die Aurora an den Bug des Schiffes an. Doch kaum hatte er dies getan, packt er das Schiff und zerstört das Modell und sinkt weinend zu Boden, von Trauer und der Wut überwältigt durch den Verlust von Kara.
Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.
Milchstraße
Minnesota, USA, Erde
General O´Neill verließ den Highway und auch die asphaltierten Straßen. Er kam seinem Ziel, seiner Ferienhütte mit dem See näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen Hand und ein kühles Blondes in der anderen Hand.
“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich ins Pentagon muss”, murmelte O´Neill vor sich hin.
Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, und fuhr zügig weiter. An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und seinem Feriendomizil.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen”, brummte er, stieg aus und sah sich genauer um - alle Fenster sind zu Bruch gegangen.
“Na das wird teuer”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte und entdeckte im See eine Gestalt treiben. O´Neill sprintete zu dem See und auf den kleinen Steg, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Nun hechtete er ins Wasser und schwamm zu der Person, die der Pilot sein musste und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose und auch gar verletzte Person mit einem Arm und ruderte mit dem anderen und den Beinen strampelnd, um wieder an das Ufer zu schwimmen.
´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.
´Das war es wohl mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt. Jack hob sein Handy auf und überlegte kurz, dann wählte er die direkte Nummer von Lieutenant General George Hammond, den Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C.
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir mal, wer oder was du wirklich bist”, sagte er hustend und legte das Handy beiseite.
Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm ihn nachdem er den Mechanismus gefunden hatte vorsichtig ab. Es handelte sich um eine junge blonde Frau, stellte er fest und stellte den Helm vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest. Danach stand er auf und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.” Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war. “Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.
“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Nun nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.
Zum zweiten Male wählte er nun die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und … hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, und griff zum Notizblock und einen Kugelschreiber.
Nun begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschah:” Nun ja, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen Wrackteile herum die geborgen werden müssten. Auch benötige ein Sanitätsteam für, wegen der jungen Frau, die immer noch bewusstlos ist und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammt.”
“Ich informiere die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation im SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung. Einige Minuten später informierte Jack auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse, und wie er mit Landry verblieben ist.
“Das könnte eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.
Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie medizinisch zu versorgen.
Andromeda-Galaxie
Galactica, Backbord-Hangardeck
Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama und sogar Colonel Tigh eine Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte und die Kolonien zu würdigen und sie zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen. Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.
“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.
Milchstraße
Minnesota, USA, Erde
General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der nun vor seinen Augen sich dem Ende zuneigte.
“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.
Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er, stieg ein und fuhr los.
Nach einer kleinen Odyssee, mit beamen und fahren kam er schließlich wieder im SGC an.
Krankenstation, SGC, Erde
“Willkommen, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige Prellungen erlitten, und sie ist momentan noch geblendet - doch das gibt sich wieder und kann zurzeit nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort gepackt”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton, dem General.
“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht, sondern Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen.”
“Danke Doc. Dann geh ich mal zu Carter. Ich komme dann zurück”, mit diesen Worten verließ O´Neill die Krankenstation, und machte sich auf den weg zu Colonel Carter’ Labor.
Colonel Carter’ Labor, SGC, Erde
“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie und überreichte O´Neill eine Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung?”, fragte er, als er im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Buches dürfte es etwas einfacher sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Bei der Kleidung, die sie trug handelte es sich um einen ausgeklügelten Raumanzug. Von diesen Leuten können wir noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein.”
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation”, sagte Jack und wedelte zum Abschied mit der Mappe, als er das Labor verließ.
Krankenstation, SGC, Erde
In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill wieder die Krankenstation und ging zu dem Bett von Kara Thrace.
“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie mit den leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht sehen, doch die Stimme erkannte sie wieder.
“Wer sind Sie, und wo bin ich?”, fragte Kara Thrace müde, und rieb sich ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der Erde heißt”, antwortete O´Neill trocken.
Bei dem vorletzten Wort, das der Mann gesagt hatte bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht zu träumen.
“Auf der Erde.”
1.02 Informationen
Milchstraße
Krankenstation, SGC, Erde
Kara Thrace konnte es nicht so recht glauben, was sie gerade aus dem Mund des Mannes, der Jack O´Neill hieß, so eben nun zum zweiten Mal gehört hatte.
“Oh, ihr Götter. Ich bin nicht tot, und auf der Erde?”, fragte Starbuck, um Gewissheit zu haben, das sie nicht träumte.
“Nein, Sie sind am Leben, und das Paradies oder Jenseits ist komfortabler als dieser Ort - denke ich. Und ja, wir nennen unseren kleinen, blauen Planeten: Erde. Wieso stimmt irgendetwas nicht?”, fragte O´Neill, nachdem er der jungen Frau, die neben ihm im Krankenbett lag, versichert hatte das sie nicht tot war, sondern am Leben. Und er war etwas ratlos, denn viele der Völker mit denen man Kontakt hatte kannten die Erde, oder hatten zumindest von ihr gehört. Daher war er etwas ratlos, woher kam die Pilotin also, die er gerettet hatte, konnte es aber irgendwie nachvollziehen, dass die junge Frau ihn etwas irritiert anschaute.
“Na schön”, sagte General O´Neill und räusperte sich, ehe er in seinen lockeren Plauderton fortfuhr:” Nun wissen Sie wer ich bin, also wäre es fair zu wissen wer Sie sind, und erzählen mir woher Sie eigentlich kommen. Und zu erklären, wie Sie hier gelandet sind. Denn bevor ich Sie gefunden habe, gab es ein ziemlich helles, weißes Leuchten und einen gewaltigen Rummser, den man sicher bis nach Chicago gehört hat.”
Starbuck wartete noch einen Moment, den ihr der hohe Offizier, der mit ihr sprach wortlos bewilligte, bevor sie sich gesammelte hatte und sich vorstellte: ”Na gut… Ich bin Captain Kara Thrace, Koloniale Flotte Battlestar Galactica, mein Spitzname ist Starbuck, ich komme aus Delphi von der Kolonie Caprica, eine der 12. Kolonien von Kobol, und ich und meine Leute suchen die Erde.”
“Ihr sucht die Erde, und warum?“, fragte O´Neill forschend.
“Ja, wir suchen die Erde. Die Zylonen haben unsere Heimatwelten zerstört, seitdem sind wir auf der Flucht und suchen eine neue Heimat. Haben Sie ein Problem damit?”, fragte Kara, nachdem sie den Grund genannt hatte etwas gereizt.
“Nein, ich habe kein Problem damit, Captain Thrace. Doch wer oder was sind denn Zylonen?”, fragte O´Neill neugierig geworden, als er die Situation entschärft hatte.
“Toaster denen man dummerweise das Laufen beigebracht hatte, und die dann meine Zivilisation zerstört haben”, sagte Kara wütend, und ballte die Fäuste.
Jack O´Neill merkte, dass er so nicht weiterkam und eigentlich kein Verhör führen wollte, sondern eine ruhige Unterhaltung, um brauchbare Informationen zu erhalten. Schließlich kam ihm eine gute Idee, um die Atmosphäre zwischen ihm und Kara Thrace zu entspannen und mehr Vertrauen zu schaffen.
“Okay”, begann er, und faltete die Hände zusammen, “um etwas Vertrauen zwischen uns Beiden aufzubauen, könnten wir uns gegenseitig aus unseren Leben erzählen, was wir machen, wer wir sind und so weiter. Einverstanden?”
“Moment. Ich muss zurück zur Galactica. Die glauben alle ich bin tot”, entfuhr es Starbuck, wollte aufspringen, sank aber matt aufs Bett zurück.
“Wir können euch helfen, wenn ihr es wollt. Doch zuerst brauch ich Informationen, um meine Vorgesetzten zu überzeugen, und - essen Sie erstmal etwas, damit Sie wieder fit werden, Captain”, fuhr General O´Neill freundlich fort, nahm das Tablett und bot es Thrace an. “Besser als das Krankenhausfutter von der Krankenstation”, ergänzte er schmunzelnd.
“Das habe ich gehört, General”, kam es von Doktor Lam, die gerade Sergeant Siler die linke Hand verarztete.
“Okay, ich fange an”, sagte Jack, brach ein Stück von einen Sandwich ab, und aß es. Jetzt nun, nahm Kara, nachdem sie sich mühsam im Bett aufgesetzt hatte, dem General das Tablett ab und platzierte es auf ihren Schoß, und begann von dem Essen zu kosten und zu essen. Dann fing Jack an zu erzählen, wie er in das Stargate - Programm gekommen war und so manche Erlebnisse, die er erlebt hatte. Auch von den zahlreichen Gefahren, und wie SG-1 und er immer wieder daraus gekommen sind, und dabei die Erde mehrmals gerettet hatten, sowie von den vielen Kämpfen am Boden, in der Luft und im All - auf der Erde oder auf einen anderen Planeten. Von den vielen zahlreichen Völkern, die es im Universum gab. Doch O´Neill blieb dabei wie gewöhnlich bescheiden, musste bei einigen Erlebnissen, die er erzählte etwas lachen, die lustig waren und an die er sich gern erinnerte. Kara hörte ihm aufmerksam zu, und konnte sich in etwa ein Bild machen mit wem sie es hier gerade zu tun hatte und erkannte dabei einige Gemeinsamkeiten.
“…vor gut 48 Stunden ungefähr, bin ich losgefahren, um mal Urlaub zu machen, zu angeln, etwas zu relaxen und dabei ein paar kühle Bier zu trinken. Doch, dann gab es bevor ich mein Ziel erreicht habe auf einmal ein helles, weißes Licht und einen Knall.
Kurz darauf fand ich Dich, in meinen See treibend, bin dann ins Wasser gesprungen und Sie rausgeholt und hierherbringen lassen. Ebenso die Wrackteile, der, ich vermute mal “VIPER”, die sich einige Ebenen über uns befinden.”
Kara nickte nur verstehend, und Jack erzählte weiter:” Und die Sachen von Ihnen befinden sich dort in der Box neben den Fußende ihres Bettes, bis auf ihre Waffen, die befinden sich in einer separaten Kiste in der Waffenkammer, Captain. So ich bin fertig, und nun sind Sie an der Reihe, wenn Sie soweit sind. Ich höre zu.”
Jack O´Neill machte es sich nun auf dem Stuhl bequem, und legte seine Beine auf dem Bett ab, Kara grinste etwas und legte das Tablett beiseite.
“Vorgestellt habe ich mich ja schon, auch wo ich herkomme“, begann sie, und Jack nickte nur zustimmend. Nun erzählte Starbuck, was sie in den letzten Jahren erleben musste, von dem Fall der Kolonien und der Flucht.
“Wie viele haben diesen Angriff überlebt?”, fragte O´Neill, der den Schmerz und die Wut in der Stimme von Starbuck bemerkte.
“Über 50.000 Menschen ungefähr, von gut 50 Milliarden. Jetzt sind wir nur noch knapp 40.000 Überlebende”, antwortete Kara Thrace.
“Bitte fahren Sie fort”, bat er. ´40.000 Überlebende…´, dachte der General erschüttert.
Dann erzählte sie von der Wiederentdeckung des Planeten Kobol, das Treffen mit dem Kampfstern Pegasus, der Zeit auf Neu-Caprica, wo man einen Neuanfang wagen wollte, dann der Besetzung durch die Zylonen, ihrer Gefangenschaft, und der Flucht von Neu-Caprica mit Hilfe der beiden Kampfsterne, wobei man aber die Pegasus verloren hatte. Auch erzählte Captain Thrace nun genaueres von den Zylonen, das sie auch menschliche Gestalt annehmen konnten. Jack O´Neill hörte aufmerksam zu, die Zylonen erinnerten ihn an die Replikatoren, die ebenfalls über ihre Schöpfer hergefallen sein mussten.
“…zuletzt war ich mit Lee auf einen Patrouillienflug in der Nähe eines Gasplaneten, dabei entdeckte ich wieder diesen zylonischen Jäger. Ich bin den Toaster gefolgt, und habe dabei das Bewusstsein verloren. Als ich wieder zu mir kam, hat Major Adama hat mich gebeten umzukehren, doch ich bin dem Toaster weitergefolgt und bin immer tiefer in die Atmosphäre eingedrungen. Kurz bevor ich wieder KO gegangen bin, habe ich ein weißes helles Licht in meinem Cockpit gesehen, und dann wurde es dunkel um mich herum. Und schließlich bin ich hier wieder aufgewacht”, beendete Kara Thrace, ihre Geschichte.
General Jack O´Neill musste erst einmal durchatmen, und nahm seine Beine von dem Bett herunter und fuhr sich mit beiden Händen über das Gesicht.
“Danke. Diese Roboter sind wirklich ein ernstes… großes Problem. Und fast die ganze Zeit sich mit nur einen Kampfstern, einigen Dutzend Viper und Raptor gegen eine solche Übermacht zu wehren und durchzuhalten ist… bewundernswert und eine außergewöhnliche Leistung”, sagte Jack anerkennend.
“Ich werde mich nun mit meinen Vorgesetzten in Verbindung setzen und beraten, wie und wie schnell wir euch helfen können.”
“Habt ihr denn überhaupt eine Flotte von Kampfsternen?”, fragte Thrace neugierig.
“Äh, nein nicht direkt solche, wie ihr habt. Aber ich habe da einen Freund, der uns noch ein paar Gefallen schuldet”, erzählte General O´Neill mit einem Augenzwinkern, und erhob sich von dem Stuhl.
“Sie kommen wieder, General?”
“Ja, aber vorher muss ich hier noch einige Dinge klären, von denen ich Ihnen schon erzählt habe, Captain Thrace. - Und die Geschichte mit dem hellen Licht erzählen Sie am Besten Doktor Jackson noch einmal, denn mir kommt es irgendwie vertraut vor und möchte in dem Punkt Gewissheit haben. - Doch nun ruhen Sie sich erstmal noch eine Runde aus, keine Widerrede!”, ordnete O´Neill an.
“Da hat General O´Neill recht, Captain. Dann können Sie heute Abend vielleicht schon, die Krankenstation wieder verlassen”, mischte sich Doktor Lam, Jack unterstützend ein.
“Bis dann, …Sir”, seufzte Kara. Captain Thrace reichte O´Neill die rechte Hand, welche er ergriff und diese schüttelte.
“Bis demnächst, ich werde sehen was ich erreichen kann, um ihren Volk zu helfen. Und vielleicht haben Sie bald die Gelegenheit, unsere Daedalus und die Prometheus zu sehen… weitere Schiffe der Daedalus-Klasse, befinden sich momentan in der Endfertigung. Doch ich schicke Ihnen noch Daniel vorbei, er ist unserer Experte für Mythologie, alte Geschichte und so”, sagte Jack, und verließ die Krankenstation, um mit Hammond zu telefonieren, damit er dann das IOA unterrichten konnte.
Derweil konnte Starbuck es nicht so richtig glauben, das jemand wie er ein so hoher Offizier sein konnte. Aber sie hatte ja die Lebensgeschichte von General O´Neill selbst gehört, es lag offensichtlich an den Leistungen und Verdiensten von seinem Team und ihm.
Torraum, Ebene 28, SGC
SG-2 und SG-3 kehrten gerade mit Doktor Jackson von einer Mission zurück. Colonel Reynolds und Lieutenant Colonel Feretti sahen sehr zufrieden aus, doch Daniel Jackson hatte es sichtlich eilig, und rannte beinahe General Landry um, als jener gerade den Torraum betreten wollte.
“Was ist los Doktor Jackson?”, fragte der General, der gerade noch ausweichen konnte, überrascht.
“Verzeihen sie, Sir. Es ist einfach unglaublich, fantastisch und überwältigend, was wir dort auf diesen Planeten entdeckt und untersucht haben…”, fing der Wissenschaftler begeistert an zu erzählen.
“Sparen Sie sich ihre Worte für die Abschlussbesprechung auf”, bremste Hank Landry den Redefluss des Archäologen.
“Ach ja, Jack ist hier, und möchte Sie dringend sprechen”, ergänzte der General, bevor er sich umdrehte, und sich zurück auf den Weg in sein Büro.
“Oh”, murmelte Daniel, und machte sich auf den Weg zur medizinischen Untersuchung, nachdem er vorher den Mitgliedern der beiden SG-Teams, mit denen er gerade unterwegs war, Anweisungen erteilte.
Ebene 17, SGC
O´Neill wollte eigentlich mit Hammond telefonieren, doch ein Soldat kam im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke lagen und untersucht wurden, die von der Viper stammten. Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.
“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, wie Sie sehen, versuchen wir uns ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des Buches hier”, antwortete Sam zufrieden.
“Also für mich wirkt das alles sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill.
“Verstehe. Nein Sergeant Siler das kommt dorthin”, sagte Sam und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist gut. Ich werde Daniel suchen und werde mal mit General Hammond anrufen und mit ihm sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.
Fahrstuhl, Ebene 21 - 27, SGC
Der Fahrstuhl stoppte abrupt, in dem Jack herunterfuhr, und Daniel stieg hinzu.
“Daniel. Sie suche ich”, meinte O´Neill erfreut.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß. Und wie geht’s?”
“Gut. Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung.”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mit ihr. Sie heißt Kara Thrace, und mit ihr habe ich mich einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist nicht von der Erde.”
“Ich, weshalb?”
“Weil sich einiges sich sehr interessant anhört, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen dann auch”, begründete Jack.
Nun war das Interesse des Wissenschaftlers nun doch geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede mit ihr. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel.
Ebene 27, SGC
Der Fahrstuhl stoppte und Jack O´Neill stieg aus, er wollte nun endlich telefonieren, und das noch vor den Feierlichkeiten für die Beförderung von Major John Sheppard im Torraum in einer guten halben Stunde. Er hatte Glück, General Hammond war gerade verfügbar, und so konnte General O´Neill die Neuigkeiten, die er erfahren hatte berichten.
Krankenstation, SGC
Währenddessen fuhr Daniel kurz hinauf in sein Labor, bevor er sich wieder auf den Weg zurück zur Krankenstation machte. Doktor Jackson trat an das Bett von Kara heran, die gerade döste.
“ Oh, bei den Göttern, Wenn Sie nicht Doktor Jackson sind, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich Ihnen eine”, drohte Kara Thrace.
“Dann habe ich wohl Glück, denn ich bin Doktor Jackson”, antwortete Daniel entspannt.
Nun setzte sich Starbuck in dem Bett auf, und musterte den Wissenschaftler kurz, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, an das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ausführlich. Wobei sich Daniel natürlich besonders für die Kultur, Geschichte und Religion interessierte.
Als Kara Thrace, die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt und eine genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand nun, was General O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch eingemischt”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Aufgestiegenen und deren Regeln.
Doktor Carolyn Lam, war mit den Behandlungserfolg und den Zustand von Captain Thrace so zufrieden, dass sie sie nach einer abschließenden Untersuchung von der Krankenstation vorzeitig entließ.
Torraum, SGC
Major General O´Neill eilte nun, nachdem er mit Hammond telefoniert hatte und sich schnell seine blaue Paradeuniform angezogen hatte, in den Stargate-Raum.
“Bin ich zu spät?”, fragte er amüsiert.
“Nein, pünktlich auf die Minute. Wir können anfangen General Landry”, meinte Doktor Elizabeth Weir.
Nun wurde Major John Sheppard vor seinem Team, und einigen anderen Anwesenden, von Jack O´Neill feierlich in den Rang eines Lieutenant Colonel befördert. Elizabeth hatte sich durchgesetzt, und alles erreicht was sie wollte und hatte sogar es geschafft dem IOA zu trotzen. In einer Woche würde es dann zurückgehen in die Pegasus-Galaxie an Bord der Daedalus.
Erst schüttelte O´Neill und dann Landry, dem frisch beförderten Sheppard die Hand, dann folgte eine kurze Rede von John. Nachdem er fertig war applaudierten alle Anwesenden, bevor ihm sein Team persönlich gratulieren konnte.
Jack wurde nun, vor den Augen aller Beteiligten der Beförderungszeremonie, weggebeamt.
Erdorbit, Asgardschiff
“Sei gegrüßt Jack O´Neill, mein Freund. Du wolltest mich sprechen”, begrüßte Thor den General.
“Hallo Thor, mein Freund. Ja, wollte ich. Danke, dass Du vorbeikommen konntest. Es geht um unseren Gast, einige Schiffe und so, darüber wollte ich mit dir sprechen.”
“Ist schon gut O´Neill. Ich konnte den Hohen Rat der Asgard, bereits überzeugen euch mit Asgardtechnologie zu helfen. Wir stehen nämlich sehr tief in eurer Schuld, und werden euch daher beim Bau und dem Ausrüsten eurer Schiffe mit Technologie, Waffen und Schilden helfen”, erzählte der Asgard.
“Das hört sich ja fantastisch an. Wir haben um 17:00 unserer Zeit eine kleine Besprechung, wäre schön, wenn Du daran teilnehmen könntest und mich gleich begleiten könntest”, lud Jack O´Neill Thor ein.
“Einverstanden”, sagte der kleine Außerirdische, und informierte die anderen Asgard an Bord seines Raumschiffes, dann beamte er sich und Jack runter in das SGC.
17:00, Briefing-Room, SGC
Thor hatte es sich in seinem Sessel neben O´Neill, der wieder seine bevorzugte Kleidung trug, bequem gemacht. Beide unterhielten sich über vergangene Zeiten, während nun alle geladenen Teilnehmer nach und nach eintrafen.
Als Letzte trafen gemeinsam Doktor Lam, Kara Thrace und Daniel Jackson ein.
Als Starbuck nun den kleinen grauen Außerirdischen entdeckte, blieb sie erstaunt wie angewurzelt stehen.
“Oh, meine Götter, wer oder was ist das denn?”, fragte sie entgeistert.
Jack O´Neill der aufgestanden war, ging zu ihr, auch Thor stand auf. Der General stellte Kara nun Thor vor, sie nickte ihm kurz zu. Jack bemerkte nun Kara’ erstaunten Blick, der an den kleinen Körper des kleinen Asgard hing.
“Stimmt etwas nicht, Captain?”, fragte Jack, der noch immer neben ihr stand.
“Nun, wie wäre es mit Kleidung”, flüsterte Starbuck leise zu O´Neill, der grinsen musste. Er stellte nun alle anwesenden Personen vor, in dem er auf einzeln auf sie deutete. Kara war noch immer ganz erstaunt, alle begaben sich wieder auf ihre Plätze, wobei sich Starbuck zwischen Jack und Doktor Lam setzte, und Thor unterbreitete allen Grüße vom Rat der Asgard und bot seine persönliche Hilfe an.
Jetzt wurden noch einmal alle Informationen zusammengetragen, die man bisher hatte.
“… die 12. Kolonien könnten der Ursprung der griechischen Mythologie sein, wenn man sich die Götterwelt anschaut”, fasste Daniel zusammen.
“Aber die Goa’uld haben die Milchstraße, also unsere Galaxie nie verlassen”, warf Colonel Carter ein.
“Es gibt viele Völker da draußen. Wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen”, stellte Daniel klar, und wandte sich an Doktor Lam: ”Ihre Tests lassen darauf schließen, das es sich bei den Volk von Captain Kara Thrace ähnlich verhält, wie bei den Menschen auf der Erde, und sich die Nachkommen, der Antiker mit den Menschen dort, vermischt haben könnten.”
Die leitende Chefärztin des Stargate-Centers nickte, und sagte:” Das ist korrekt. Wir haben bei den Tests das Antikergen gefunden.”
Dann berichtete der Archäologe weiter: ”Sie kommt aus der Andromeda, der Galaxie die uns am nächsten liegt. Kara Thrace wurde nach dem ich mir ihre Erlebnisse angehört habe von einen aufgestiegen Wesen hergeschickt.”
“Das verstößt doch gegen ihre wichtigste Regel”, meinte Landry.
“Ja, aber das Universum ist groß. Die Antiker, die aufgestiegen sind, haben aber nicht eingegriffen”, versuchte Daniel zu erklären.
“Und was wollen sie uns damit sagen?”, fragte Jack gelangweilt.
“Die Antiker können nicht überall sein. Nach ihren Aufstieg scheinen sie sich interessanterweise nur in der Milchstraße und in der Pegasus aufzuhalten”, versuchte Daniel seine Vermutung zu erklären, ”bis auf einige Ausnahmen.”
“Gut für mich”, meinte Kara grinsend.
Nun wandte sich der kleine Außerirdische nun mit einem Vorschlag an Kara Thrace.
“Und das soll funktionieren? Kann man auf diese Art eine neue funktionstüchtige Viper herstellen?”, fragte Captain Thrace bezweifelnd.
“Also General O´Neill hat es geschafft, auf diesen Wege und mit dem Wissen der Antiker eine effiziente Waffe gegen die Replikatoren zu bauen, Captain Thrace”, bestätigte Colonel Carter, um die Zweifel zu beenden.
“Es bleibt allein ihre Entscheidung, Kara. Niemand wird Sie zwingen irgendetwas gegen ihren Willen zu tun”, stellte Jack klar.
“Wäre auch ziemlich ungesund”, kommentierte Starbuck.
“So alles schön und gut. Doch wir brauchen gut ausgerüstete Schiffe, um in die Andromeda-Galaxie zu gelangen”, stellte O´Neill klar, dabei schaute er erst Thor und dann Daniel an, der bestätigend nickte.
“Und eine ausreichende Energiequelle, um schnell dort zu sein, die Flotte zu finden und auch einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten”, ergänzte Carter.
“Darin liegt das Hauptproblem”, bestätigte General Landry, und wandte sich an den Archäologen,”Doktor Jackson, nun sind sie an der Reihe mit ihrer Entdeckung.”
“Was? Ich bin kein Freund von Überraschungen”, platzte es aus O´Neill, und sein fragender Blick irrte von Landry, Jackson und den Mitgliedern von SG-2 und SG-3 hin und her.
“Na schön”, sagte Daniel, öffnete eine Kiste und holte ein ZPM hervor.
“Ja. Das reicht natürlich vollkommen aus”, spottete Jack und verdrehte verzweifelt die Augen. Nun aber ließ aber Doktor Jackson einige weitere Kisten in den Besprechungsraum bringen und öffnen.
“Ja, ich denke es wird vollkommen reichen”, konterte Daniel, während Jack völlig überrumpelt dasaß.
“Das haben wir auf P24X-943-A gefunden. Die Antiker, die dort lebten nannten diese Stadt Trois, was so ähnlich wie Troja klingt. Und nach den Berichten von der Pegasus-Expedition und den Informationen, die ich gesammelt habe, sind beide Bauwerke Atlantis und Trois fast identisch. Doch leider ist diese Stadt zu 2-Drittel zerstört, verfallen und von den Pflanzen überwuchert. Die gute Nachricht ist, es gibt dort Puddle Jumper, ein paar Dutzend Drohnen und nicht zu vergessen einen intakten Kontrollstuhl, der von SG-7, SG-12 und SG-16 gerade geborgen wird”, berichtete Daniel Jackson von seiner Entdeckung.
“Das sind wirklich gute Informationen”, stimmte O´Neill mit einem Kopfnicken zu, funkelte aber immer noch böse den Wissenschaftler an.
“Was habt ihr denn für Schiffe, wenn ihr keine Kampfsterne habt?”, fragte Kara.
“Die Prometheus und die Daedalus befinden sich zurzeit in der Umlaufbahn, die können Sie bei Gelegenheit mal sehen”, antwortete General Landry.
“Okay. Und ich werde es versuchen, was mir ihr kleiner grauer Freund da vorgeschlagen hatte”, sagte Starbuck, die sich nun entschieden hatte, nickend in die Richtung von Thor.
“Gut. Ich werde Sie begleiten, Captain”, nickte O´Neill.
“Dann wäre vorerst alles geklärt. Colonel Carter, Sie und Doktor Lee werden die ZPM’ untersuchen! Die Besprechung ist beendet. Wegtreten!”, ordnete General Landry an, bevor er aufstand.
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Asgardraumschiff
Thor hatte sich selbst, sowie Kara Thrace und Jack O´Neill, sofort nach der Besprechung auf sein Schiff gebeamt. Starbuck war überrascht, da sie erstmals im wachen Zustand irgendwo hingebeamt wurde, und schaute sich nun aufmerksam um. Einige Asgard nickten den Menschen höflich zu, andere liefen beschäftigt von einer Stelle zur Nächsten.
Der General unterhielt kurz sich mit seinem Freund, dieser steuerte dann darauf die beiden Erdschiffe an. Kara lief auf der Brücke herum und trat an das Fenster.
“Also ein Kampfstern ist viel größer. Die Schiffe würden gut in einen Hangar der Galactica passen”, sagte Starbuck grinsend, als sie die Prometheus und die Daedalus im Orbit der Erde sah.
“Oh”, meinte O´Neill etwas enttäuscht, ”nur gut das wir gerade was Größeres bauen”.
“Wir wären dann soweit”, teilte Thor mit, worauf ihm die beiden Menschen in ein großes Labor folgten.
´Dieses Labor ist groß genug, um Eishockey darin zu spielen´, dachte sich O´Neill.
“Wow. Wirklich beeindruckend”, stellte Kara Thrace fest, und nickte anerkennend.
“Wie heißt denn das Schiff, Thor?”, fragte Jack interessiert.
“Samantha Carter”, antwortete der Asgard.
“Ah. Wie nett”, sagte der General.
“Wie groß ist dieses Schiff?”, fragte nun Kara.
Thor überlegte kurz, bevor schließlich antwortete: “Die Samantha Carter ist ungefähr 700 eurer Meter lang, 220 Meter breit und 210 Meter hoch. Es ist ein Forschungs-schiff, hat aber auch Schilde und Waffen an Bord, wie unsere großen Raumschiffe.”
Thor erklärte alles, bevor er an einer Konsole schließlich stehen blieb.
“Okay. Wie funktioniert es, und was muss ich machen?”, fragte Starbuck.
Der Asgard fing es ihr an zu erklären: ”Ich werde Dein Bewusstsein mit dem Schiffscomputer verbinden, sobald Du dort in der Kapsel Platz genommen hast, Kara Thrace. Und mit Hilfe deiner Erinnerungen wird das System alles abspeichern, und ich werde es dann mit unserer Technologie materialisieren. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Du das, was Du entwickeln willst genau kennst. Auch musst Du dich ganz genau auf diese Sache konzentrieren, damit es keine Komplikationen gibt.”
“Ich kriege es hin. Die Viper Mark II. kenne ich in- und auswendig.”
“Gut, dann können wir mit dem Prozess beginnen. Bitte begib dich in die Kapsel dort, Kara Thrace”, bat Thor, und deutete auf die Kapsel.
“Na schön. Bei den Göttern… hoffentlich geht das gut,” murmelte sie nervös, als sie die Kapsel begutachtete.
“Sei unbesorgt. Dir wird nichts geschehen, Kara”, versicherte ihr der kleine Außerirdische, und bereitete bereits das Programm vor.
General O´Neill klopfte Starbuck noch aufmunternd und väterlich auf die Schulter, bevor sie sich es in der Kapsel versuchte bequem zu machen, und jene sich schloss.
Nun verband Thor das Gedächtnis von Captain Thrace mit dem Schiffscomputer.
“Kannst Du uns hören?”, erkundigte sich Thor, nach einigen Sekunden.
“Ja. Alles klar. Ist nur ein komisches Gefühl”, stellte Starbuck bestätigend fest.
“Das Schiff und seine Systeme, stehen Dir nun zur Verfügung. Du kannst mit deiner Arbeit beginnen”, gab der Asgard bekannt.
“Sie können praktisch machen, was Sie wollen”, ergänzte Jack amüsiert, erntete aber dafür einen vorwurfsvollen Blick seines Freundes.
“Echt? Ist ja irre. Gleich mal testen”, hörte man Kara’ Stimme aus den Lautsprechern.
Nun ging das Licht einige Mal aus, an und aus.
“Captain Thrace!”, protestierte Thor im Dunkeln.
“Sorry”, meldete sie sich, und das Licht schaltete sich wieder ein.
“Du kannst dich uns auch als Hologramm zeigen, wenn Du es willst”, meinte Thor, dabei musterte er O´Neill, der ganz unschuldig tat und das Labor begutachtete - zumindest tat er so. Nun erschien zwischen Thor und dem General das Hologramm von Kara.
“Ist ja stark”, meinte das Holo amüsiert. “He, was soll das?”, beschwerte Starbuck sich, als Jack mit den rechten Arm durch das Hologramm fuhr.
“Was denn? Mir macht es jedes Mal aufs neue Spaß”, sagte O´Neill grinsend.
“Sie können nun beginnen, Captain Thrace”, verkündete Thor. Nun verschwand kurz darauf das Hologramm von Kara.
“Sie ist Dir sehr ähnlich, O´Neill”, seufzte der Asgard.
Ein anderer Asgard betrat das Labor, und teilte den Anwesenden mit, dass General Hammond eine Nachricht für General O´Neill habe und mit ihm dringend sprechen wolle, und ging dann wieder. Thor öffnete einen Kommunikationskanal, damit sich die beiden Generäle unterhalten konnten.
“Hier ist O´Neill. Ich höre.”
“Jack. Ihre Mission wurde vom IOA genehmigt. Sie können mit den Vorbereitungen beginnen”, begann General Hammond, wurde aber von Jack O´Neill unterbrochen.
“Oh. Wir sind quasi schon dabei”, erklärte O´Neill grinsend.
“Ich verstehe”, meinte Hammond, “ Ihnen stehen dann 3 oder 4 Schiffe zur Verfügung. Alles Weitere erzähle ich morgen bei der Besprechung. Hammond. Ende”, kam es aus der Funkanlage des Asgardschiffes.
“Bis morgen, George”, warf Jack noch schnell zum Abschied hinterher.
Kurz darauf unterhielten sich Thor und Jack eine Weile, über den Bau der Schiffe und die Hilfe der Asgard.
“Du kommst mit?”, fragte der General überrascht.
“Ja. Ich werde euch begleiten”, sagte der Außerirdische nickend.
“Das ist großartig”, freute sich O´Neill.
Nun beobachtete Thor die Anzeigen des Monitors, dabei veränderte sich seine Mimik und er sah etwas besorgt aus.
“Oh. Was tust Du da, Kara Thrace”, entfuhr es ihm schlagartig, dabei wurden seinen Augen immer größer.
“Ich bin gleich fertig. Moment”, erklang ihre Stimme aus den Lautsprechern.
“Was ist los?”, fragte Jack O´Neill nun alarmiert, der sich auf der Steuerkonsole abstützte und zu Thor beugte.
“Das werde ich Dir zeigen, O´Neill”, sagte der Asgard, und verschob einige Steine auf der Konsole, dabei fluchte er etwas in seiner Muttersprache.
“He, noch nicht”, hörte man Kara’ Stimme, doch Thor beendete die Prozedur, und die Kapsel von Starbuck öffnete sich.
“Götter. Ich war noch nicht fertig”, schimpfte Captain Thrace, während sie aufstand und die Kapsel verließ.
“Ich materialisiere nun. Und ihr werdet mich dann hoffentlich verstehen, weshalb ich den Vorgang beenden musste”, erklärte Thor, und wandte sich dabei besonders an Kara Thrace, und vorschob den letzten Stein. Kaum hatte er es getan, gab es im Labor ein großes Aufleuchten. Jack O´Neill sah nun, weshalb sein Freund etwas verärgert war, und auch Kara, konnte nun die Position von Thor nachvollziehen.
“Ups”, sagte sie nur, sah sich dabei entschuldigend nach den Außerirdischen um.
In den Raum standen nun 16 Mark II. Viper.
“Cool. Sieht so eindeutig besser aus, als die Trümmerversion auf Ebene 17”, stellte General O´Neill begeistert fest. Er trat nun an die Erste heran und begutachtete sie genau. Thor trat nun ebenfalls, neugierig geworden, heran.
“Was haben wir denn da?”, fragte O´Neill überrascht, deutete dabei an ein Objekt an der Wand vor ihm.
“Das ist ein Modell von der Galactica”, erklärte Starbuck zufrieden.
“Kann ich bitte noch mal rein? Bitte”, bat Kara den kleinen Asgard.
“Weswegen? Das hier reicht doch. Außerdem ist kein Platz mehr für weitere Objekte, dieser Größenordnung”, sagte kopfschüttelnd Thor.
“Ich will nur noch die Raumanzüge machen, die wir haben. Das ist wirklich alles. Geht das in Ordnung?”, machte Kara Thrace einen letzten Versuch, den kleinen Außerirdischen umzustimmen der zu seinen Freund blickte, und O´Neill zuckte nur mit den Schultern. Thor senkte den Kopf und überlegte kurz, dann nickte er.
“In Ordnung. Einverstanden. Aber nur dies!”, legte Thor mahnend fest, indem er den Zeigefinger der linken Hand in die Luft streckte.
“Danke Thor”, sagte Starbuck erleichtert.
Nach einer Dreiviertelstunde, war die Arbeit getan, und alle drei waren nun zufrieden.
“So, wenn ich Treibstoff bekomme, kann ich die Viper alle testen”, meinte Kara.
“Ihr habt nicht zufällig Thyllium, oder?”, fragte sie Thor und Jack. Beide schüttelten den Kopf, doch Thor sagte schließlich: “Ich werde Colonel Samantha Carter bei den notwendigen Analysen helfen.”
“Ja, tut das. Vielleicht gibt es sogar ein Äquivalent oder wir nennen es nur anders”, kommentierte Jack O´Neill, den Vorschlag von Thor.
Nächster Tag
14-Hundert, Briefing-Room, SGC
Als alle eingetroffen waren, stellte O´Neill Captain Kara Thrace allen Beteiligten vor, die sie noch nicht persönlich kannten, darunter waren Mister Woolsey und General Hammond. Richard Woolsey und George Hammond übernahmen den Vorsitz, und wurden von Thrace, O´Neill und Landry unterstützt. In der Besprechung wurde viel erläutert auch die Bedingungen des IOA für die genehmigte Mission.
“Ja, General O´Neill, ich werde Sie begleiten, sowie noch weitere Vertreter des IOA, die heute nicht teilnehmen können. Ich werde als Diplomat mitkommen, genauso wie die anderen Mitglieder, wobei die leitende Funktion in dieser Angelegenheit von mir getragen wird”, erzählte Woolsey, “außerdem erhalten die das Hauptkommando über die Flotte, die aus der neuen BC-306, der Phoenix, einer BC-304 der Daedalus-Klasse und zwei 303er der Prometheus-Klasse, bestehen wird.”
“Vier Schiffe?”, fragte O´Neill, und Hammond und Woolsey nickten.
“Die Ausrüstung und die Ausstattung, der Schiffe überlassen wir Ihnen, Thor und Colonel Chekov. Ausnahme dabei bildet eine 303, die für die Kolonien gedacht ist, falls sie aus Platzgründen ein weiteres Schiff benötigen”, ergänzte Hammond.
“Wir konnten Proben dieses Thylliums, mit Hilfe der Asgard, aus dem Tank der Viper isolieren und eine chemische Analyse durchführen. Mit dieser Grundlage haben wir einige Asteroiden und Planeten ausfindig gemacht, auf denen es das Rohmaterial dafür gibt. Doch wir können die Viper auch mit unseren Treibstoffen betreiben, die wir für unsere Kampfjets verwenden”, berichtete Colonel Carter.
“Das ist eine gute Nachricht. Also kann ich alle Viper demnächst testen”, stellte Kara fest, und nickte zufrieden.
“Das können Sie ab morgen tun, Captain Thrace. Ich habe bereits alles in die Wege geleitet und werde Sie begleiten”, erklärte Sam Carter, und Starbuck grinste zufrieden.
“General O´Neill, die eine 303 überlassen Sie wir nicht den Kolonien völlig, sondern es werden nur Passagiere und Patienten aufgenommen. Wenn keine weiteren Fragen aufkommen, dann wäre es erst einmal alles. Sie haben alle ihre Mappen, und kennen ihre Aufgaben. - Die Besprechung ist beendet”, sagte Richard Woolsey, und stand dann auf, als sich keiner mehr zu Wort meldete.
In den nächsten Tagen verbrachte General O´Neill viel Zeit damit, sich durch viele Personalakten zu arbeiten, meist tat er es in der Kantine, im Besprechungsraum, wenn dieser frei war. Colonel Chekov von der russischen Luftwaffe leistete ab und zu Gesellschaft, da der russische Colonel das Kommando über ein Schiff übernehmen sollte.
Derweil testete Starbuck, dort wo sich mal der Planet Abydos befunden hatte, alle 16 Viper auf Herz und Nieren durch.
“Okay,… die hier hat auch ‘ ne Macke”, klang es über Funk aus den Lautsprechern der Prometheus.
“Verstanden, Starbuck”, antwortete Carter, und Kara kehrte zurück und landete.
Landry’ Büro, SGC
“Hallo Colonel Mitchell”, begrüßte General Landry den Neuankömmling.
“Guten Tag, Sir”, antwortete der Colonel Cameron Mitchell und salutierte.
Beide führten ein kurzes Gespräch, und Mitchell meinte: “Ich wollte SG-1 beitreten. Und nicht ein neues SG-1-Team zusammenstellen.”
“Sie können das. Außerdem benötigt General O´Neill die Fähigkeiten von SG-1. Hier sind die Akten, wählen Sie ihr Team, Colonel!”, ordnete der General trocken an, und drückte dem Colonel einen dicken Stapel Akten in die Hände.
Kurze Zeit später eilte Landry in den Torraum, und traf dort auf Vala Mal Doran.
“Wieso ist mein Daniel nicht hier?”, fragte sie nach einer kurzen Unterhaltung enttäuscht.
“Doktor Jackson befindet sich auf einer Mission, und kehrt erst in etwa 2 Tagen zurück, Miss Mal Doran”.
“Dann warte ich hier solange.”
“Geht in Ordnung. Doch zuerst, werden Sie von diesen Soldaten auf die Kranken-station begleitet!” Nach einen kurzen Wortwechsel und Anweisungen mit den Soldaten, verließ General Landry den Stargate-Raum wieder, und Vala Mal Doran wurde zur Krankenstation begleitet.
Prometheus
Nachdem Starbuck die letzte Viper getestet hatte, erschien sie wie vereinbart auf der Brücke bei Sam.
“Und nun besorgen wir uns ein geeignetes Stargate, bevor wir nach Edora fliegen”, meinte Colonel Carter.
“Schön. Und wofür?”, fragte Captain Thrace.
“Für die Phoenix.”
“Bin gespannt, wie groß die ist”, lachte Starbuck.
“Nicht so groß, wie die Galactica. Aber mit gut 900 Metern Länge, einer Breite von circa 210 Metern und einer Höhe von knapp 190 Metern, ist die Phoenix das größte Schiff was wir dann bisher gebaut haben”, erklärte Carter stolz, “außerdem bauen wir erst seit gut 50 Jahren Raumschiffe, und jeder fängt erstmal klein an.”
Kantine, SGC
O´Neill blätterte gerade gelangweilt in den Akten, als Colonel Chekov hereinkam.
“Hallo General”, begrüßte ihn der Russe.
“Chekov. Was gibt es?”, fragte Jack, als von seiner Arbeit aufsah.
“Ich bin mit der Zusammenstellung meiner Mannschaft fertig. Das IOA hat bereits zugestimmt und unterschrieben, nun benötige ich noch Ihre Zusage, General”, kam Chekov sofort zur Sache, und überreichte Jack O´Neill die Dokumente.
“Setzen sie sich doch Colonel”, meinte Jack, indem er auf den zweiten Stuhl deutete.
“Danke, sehr gern.”
“Wir gehen alles gemeinsam durch”, erklärte O´Neill, als sich der Colonel gesetzt hatte.
Nach einer guten Stunde nickte General O´Neill.
“Okay. Alles in Ordnung”, sagte Jack, und unterschrieb ebenfalls, wo bereits die Mitglieder des IOA unterzeichnet hatten.
“Ich danke Ihnen, General”, sagte Chekov, als er aufstand.
“Ist schon gut, Chekov”, sagte O´Neill, bevor sie sich verabschiedeten.
Im Hyperraum, Orbit von Edora, Prometheus
“Wie lange sind Sie eigentlich jetzt schon bei uns?”, fragte Sam an Kara gerichtet.
“Fast zwei Wochen”, antwortete Starbuck, nach kurzen nachdenken.
“Wir erreichen in den nächsten Minuten unser Ziel: Edora und die Weltraum-Werft, Colonel Carter”, meldete ein Sergeant.
Einige Minuten später, trat die Prometheus aus dem Hyperraum in der Nähe von den Planeten Edora ein.
“Wow. War mal eine andere Art durch das All zu reisen”, sagte Starbuck begeistert.
Doch als sie die Werft vor sich entdeckte, verstummte sie einen kurzen Moment.
“Captain Thrace, darf ich Ihnen die Phoenix vorstellen”, sagte Carter gutgelaunt. Um die Werft mit der Phoenix und einigen BC-304er, befanden sich noch einige Raumschiffe der Asgard, die beim Bau und ausrüsten halfen.
“Wann wird sie fertig sein?”, fragte Starbuck, die ihre Sprache wiedergefunden hatte.
“Es wird noch 2-4 Wochen dauern, doch einige Arbeiten können noch unterwegs auf der Reise in die Andromeda durchgeführt werden”, antwortete Carter zufrieden.
“Alle Materialien, sowie das Sternentor wurden auf die Phoenix gebeamt”, berichtete Lieutenant Boyle.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast müsste in 5 Stunden mit seiner Crew durch das Tor auf Edora kommen”, schloss Carter, nach einem Blick auf die Uhr und Planer.
Landry’ Büro, SGC
“Sie hätten sein Gesicht sehen müssen Jack”, sagte Hank, und nahm einen Schluck Kaffee.
“Ja. Dumm für ihn das ich meine alte Truppe benötige. Ich muss nur noch Teal’c überzeugen”, grinste O´Neill.
“Und was will diese Vala Mal Doran von Daniel?”, fragte General O´Neill.
“Keine Ahnung. Sie will nur mit Doktor Jackson sprechen. Doktor Lee hat alles untersucht, was sie dabei hatte. Auch der medizinische Bericht ist in Ordnung. Doktor Lee vermutet, dass es sich um eine Steintafel und zwei goldfarbene Metallbänder handelt, die sie Doktor Jackson zeigen wollte”, erzählte General Landry.
“Alle ZPM’ sind einsatzfähig”, murmelte O´Neill, als er einen Bericht las, “zwei für das SGC, fünf gehen nach Atlantis, eins bekommen jeweils die Daedalus und die Prometheus, und zwei weitere gehen nach Antarctica für den Antikeraußenposten. Und wie viele bekomme ich?”
“Das steht hier. Die Phoenix erhält 3, die BC-304er und die 303er jeweils ein ZPM. Außerdem erhalten sie noch vier weitere als Reserve, die auf der Phoenix gelagert werden sollen. Und die bisher restlichen 9 Zero Point Module, die man geborgen hat verbleiben im Stargate-Center”, las Landry ihm ergänzend vor.
“So ich muss los, und die Jumper fliegen. Und dabei werde ich mir mal mein Schiff, die Phoenix, ansehen”, sagte General Jack O´Neill, als er auf die Uhr gesehen hatte und stand auf.
SGC, Erde
Zwei Tage später kehrte Daniel von seiner Mission von dem Planeten Trois zurück. Doktor Jackson hatte den Planeten nach der entdeckten Stadt benannt, die er dort entdeckt hatte.
“Nein, oder. Sie haben Vala hierbehalten, und nicht wieder weggeschickt”, sagte Daniel kopfschüttelnd, als er mit Landry gesprochen hatte. Nun war er auf den Weg zu dem Quartier, wo man Vala untergebracht hatte.
“Oh, hallo Daniel. Freust Du dich nicht mich wieder zu sehen?”, fragte die Frau, als er den Raum betrat.
“Nein. Nicht wirklich. Was willst Du diesmal?”, fragte der Wissenschaftler, nachdem er Vala’ Frage beantwortet hatte. Nun begann Vala an zu erzählen, von der Tafel der Antiker und einen Schatz, der sich auf der Erde befinden soll. Während sich beide unterhielten, nahm Vala Mal Doran beide Metallbänder, die sich als Armreife entpuppten und legte das Erste Daniel an, und das Andere sich selbst. Zuerst war Daniel Jackson wütend und später auch General Landry, da sich herstellte das Doktor Lee die Naquadahwerte übersehen hatte, die von den Schmuckstücken ausgingen.
Später stellte sich herausstellte waren Vala Mal Doran und Doktor Daniel Jackson, durch jene Armbänder auf physiologischer Ebene miteinander verbunden, und mussten sich immer in einen maximalen Abstand von 500 Metern aufhalten. Da jeder Versuch die Armreifen zu entfernen fehlschlug, man überlegte sogar die Unterarme zu amputieren - doch beide protestierten vehement.
Als General O´Neill von den Vorfall erfuhr, war er alles andere als begeistert, denn Daniel stand auf seiner Teilnehmerliste.
“Dann kommt eben diese Vala mit. Diesen Schatz könnt ihr euch vornehmen, wenn wir wieder zurück sind! Die Menschenleben gehen vor!”, ordnete Jack an, und unterband den Versuch eines Einwandes von Vala mit einer klaren Geste.
Es vergingen Wochen in denen, durch das Stargate und mit Hilfe der Prometheus, Lebensmittel, Medikamente, Kleidung, Ausrüstung und weitere Materialien zu der Erdflotte transportiert wurden, auch die ersten Crewmitglieder brachte man zu ihren Schiffen, die nun fast fertig waren. Nebenbei waren General O´Neill und Colonel Chekov dabei Pläne für die Mission herauszuarbeiten.
Währenddessen war Colonel Mitchell sehr erfolglos ein Team zusammenzustellen, da er keine passenden Mitglieder fand, worauf Landry ihn erst einmal SG-2 zuteilte.
“Hallo Teal’c, lange nicht gesehen. Was ist los, und was macht die Politik?”, fragte Jack, als er den Jaffa im SGC traf.
“Ich grüße dich O´Neill. Ich bin zu Besuch hier, und Politik ist ziemlich langweilig und anstrengend”, antwortete der große Jaffa müde.
“Verstehe. Also willst Du mal ausspannen?”
“In der Tat.”
“Ich hab’s begleite mich doch auf einer spannenden, aufregenden Reise in eine andere Galaxie. Selbst Thor kommt mit. In ein paar Tagen geht es los.”
Teal’c überlegte kurz, dann nickte er.
“Würde ich gern. Ich werde nur schnell Bra’tac informieren, das Rak´nur und Rya´c ihn unterstützen sollen.”
“Das klingt doch gut, bis dann”, sagte Jack zufrieden.
Der Jaffa nickte kurz, und begab sich erst in den Kontrollraum, und danach in den Torraum, um nach Dakara zurückzukehren.
Kaum war Teal’c abgereist kehrte Starbuck durch das Stargate zurück. Sie hatte in den letzten beiden Wochen mitgeholfen, Startröhren für die Viper auf der Phoenix zu planen, zu entwickeln und zu bauen. Kara Thrace lächelte zufrieden, als sie O´Neill in der Kantine antraf.
“Wir sind fertig. Alle 4 Schiffe sind einsatzbereit, und die Lampen und Tische können wir unterwegs zusammenbauen”, sagte Starbuck müde, und setzte sich zu Jack an den Tisch und stellte ihr Tablett ab.
“Das sind gute Nachrichten, dann gibt es in zwei Tagen, um 10:00 Uhr eine Besprechung mit allen leitenden Personen, die an dieser Mission teilnehmen”, sagte General O´Neill glücklich, “ich werde nachher ein paar Anrufe tätigen.”
Kara’ Quartier, SGC
Am Abend lag Starbuck auf ihren Bett sie war zufrieden und glücklich.
“Ich komme zurück”, murmelte sie leise, schloss die Augen und dachte an Lee, Sam, den Admiral und an die Galactica. Kurze Zeit später schlief sie ein.
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Registriert seit: Nov 2025
27.06.2026, 21:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.06.2026, 22:01 von Jonathan J. O´Neill.)
1.04 The Mission Plan
Briefing Room, SGC, Erde, Milchstraße
In den nächsten beiden Tagen, wurde der Briefing Room für die abschließende Besprechung vorbereitet. Die Arbeit ging größtenteils schleppend voran, wegen der regulären Missionsbesprechungen von General Landry und diversen SG-Teams.
In der ganzen Zeit sprachen Jack O´Neill und Hank Landry oft miteinander, da General O´Neill einige Leute des SGC-Personals in seiner Crew integrieren will.
“Nein Jack, Walter bleibt hier bei mir. Aber Siler kann mit an Bord der Phoenix”, meinte General Landry, und schüttelte entschuldigend den Kopf. So ging es einige Male zwischen den beiden Generälen.
Auch unterhielt sich General O´Neill oft mit Starbuck, über die bevorstehende Mission mit dabei waren auch General Hammond, Mister Woolsey und auch Thor.
Nebenbei lernte Kara Thrace auch Teal’c etwas kennen, ihr fiel auf das der große Mann nur selten sprach.
“Sie reden wirklich nicht viel”, meinte Starbuck einmal.
“Wenn es nötig ist… schon”, erklärte der Jaffa.
Beide unterhielten sich kurz darauf über ihre Erlebnisse, die sie gehabt hatten. Dabei freundeten sich beide immer mehr an.
Nach zwei Tagen war es endlich soweit, zusätzliche Tische und viele Sitzgelegenheiten waren nun an Ort und Stelle. General Landry, General O´Neill, Captain Thrace und das übrige alte SG-1-Team und Thor waren bereits da, und warteten auf die Ankunft der anderen Teilnehmer. Viele waren noch auf den Weg zum SGC oder waren auf den Weg nach unten.
Galactica, Irgendwo in der Andromeda-Galaxie
An Bord der Galactica fand der Prozess gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Doktor Gaius Baltar nach langer Vorbereitungszeit, der mit vielen Anschlägen auf Anwaltskandidaten überschattetet wurde endlich statt. Und war nach kurzer Zeit im vollen Gange nachdem Romo Lampkin, als Anwalt verpflichtet werden konnte. Auch Lee Adama nahm als Verteidiger und Anwalt an der Seite von Romo Lampkin für Gaius Baltar an dem Prozess teil, und hatte sich dabei mit seinem Vater überworfen, dabei war Admiral Adama ausgerechnet zu einem der 5 Richter ernannt wurde.
Das Gerichtsverfahren wurde per Funk live in der gesamten Flotte übertragen, da alle großes Interesse an den Prozess hatten. Dabei war die Flotte gespalten, da der Angeklagte und ehemalige Vizepräsident, trotz des Anklagepunktes des Verrates und der Kollaboration mit den Zylonen lautet, viele Anhänger vor allem Frauen. Während eines Prozesstages leistete sich Colonel Tigh, XO der Galactica einen Patzer, während er im Zeugenstand saß und aussagte. Lieutenant Gaeta leistete sich in den Augen von Baltar eine Falschaussage, welche er mit seinen beiden Anwälten diskutierte.
Briefing Room, SGC, Erde, Milchstraße
Nun trafen nach und nach alle Teilnehmer für die abschließende Missionsbesprechung ein. Colonel Chekov kam in Begleitung von zwei russischen Offizieren und mit Doktor Svetlana Markova. Unter den beide Offizieren befand sich eine Frau, die O´Neill, Carter, Jackson und Teal’c von einen gemeinsamen Einsatz kannten.
“Sie erinnern sich doch bestimmt noch an Anna Tolinev, sie ist nun im Rang eines Major, und das hier ist Lieutenant Karpov”, stellte der Colonel der russischen Luftwaffe seine Begleitung den anderen Anwesenden vor, während sich Colonel Carter und Doktor Markova bereits in einem Fachgespräch befanden.
Kurz darauf erschien auch Richard Woolsey mit 3 weiteren Vertretern des IOA, die ebenfalls mit auf die Mission mitkommen sollen, um diplomatische Verhandlungen zu führen.
Nun trafen unter anderem auch die Colonels Kirkland und Ronson ein, sowie Doktor Jennifer Keller und Lieutenant General George Hammond.
Es dauerte noch danach einige Minuten bis wirklich alle anwesend waren. Als nun alle da waren setzte man sich und es wurden einige Gespräche untereinander kurz weitergeführt. General Hammond erhob sich von seinem Stuhl, und begann:” Meine Damen und Herren, Sie wissen alle um was es geht, ihre Aufgaben wurden Ihnen bereits genannt. Sie wissen alle auf welche Schiffe Sie stationiert sind. Das Kommando bei dieser Mission hat Major General Jack O´Neill. Der Stab um General O´Neill, Mister Woolsey, Captain Thrace, General Landry, Colonel Carter, Colonel Chekov, Doktor Jackson und mir, hat einen Plan herausgearbeitet, was die Mission beinhaltet. General O´Neill, Sie sind dran.”
General Jack O´Neill stand langsam auf, während sich General George Hammond wieder hinsetzte. Wie O´Neill es hasste Ansprachen, Vorträge und solche dinge zu halten, darum nahm er es sich vor sich kurz zu fassen, und räusperte sich kurz bevor er den Ablauf und den Inhalt der Mission erläuterte.
“Es handelt sich hierbei um eine Such- und Rettungsmission für die 12. Kolonien von Kobol. Dabei wollen wir so viele Menschen retten, wie wir können. Auch wollen wir in die zerstörten Kolonien reisen, um mögliche weitere Überlebende zu suchen und zu retten. Wir haben 4 Schiffe zur Verfügung gestellt bekommen. Ich habe das Kommando bei dieser Mission, und über die Phoenix, der BC-306-Klasse. Colonel Chekov hat das Kommando über die Korolev ein Schiff der Daedalus-Klasse. Colonel Kirkland hat das Kommando auf der Icarus, und Colonel Ronson auf der Asklepios, zwei Schiffen der Prometheus-Klasse. Zu der Ausrüstung von den einzelnen Schiffen werde ich mich nicht äußern, ebenso wenig zu den Personalien… nur zu einer, die Chefärztin ist Doktor Jennifer Keller, die überwiegend auf der Phoenix zu finden sein wird. Außerdem haben Sie alle Unterlagen darüber erhalten, darin enthalten sind Listen aller Besatzungsmitglieder, ihrer Aufgaben und eine Auflistung über Lebensmittel, Kleidung, Ausrüstung und so weiter auf den Schiffen…”, berichtete O´Neill, wobei er sich am Ende kurz fasste und auf die Unterlagen deutete.
Einige der Teilnehmer blätterten nun kurz in den Unterlagen, und General O´Neill setzte sich wieder.
“Nach langen Beratungen und Gesprächen zwischen General O´Neill, Captain Kara Thrace und mir, sind wir uns darüber einig geworden die Flotte und die Überlebenden der 12. Kolonien, vorerst nicht zur Erde zu führen. Sondern ihnen erst einmal einen unserer Stützpunkte in der Milchstraße anbieten”, fuhr Mister Woolsey nach einer Pause fort, und übermittelte die diplomatische Seite der Mission. Als er fertig war, stellten einige noch Fragen, die schnell beantwortet wurden.
“Die Mission läuft folgendermaßen ab: Morgen 09-Hundert geht es nach Edora und zu den Schiffen. Von dort fliegen wir nach P2A-M221 und nehmen auf diesen Planeten noch einmal Proviant und Ausrüstung auf. Auf den Weg dort hin werden wir unsere Hyperantriebe voll austesten und eventuelle Mängel beheben. Dann geht es weiter in die Andromeda-Galaxie, wobei die Korolev, die Icarus und die Asklepios im Schlepptau der Phoenix reisen”, erklärte O´Neill zum Ende, und setzte sich wieder.
Alle hatten die Anweisungen verstanden und nickten.
“Nun gut. Viel Glück. Wegtreten!”, ordnete General Hammond an. Alle verließen nach und nach den Besprechungsraum, nur Hammond, O´Neill, Landry, Thor, Thrace, Woolsey, Carter und Jackson blieben zurück, und unterhielten sich noch einmal kurz untereinander.
Nächster Tag
09-Hundert Tor- und Kontrollraum, SGC, Erde, Milchstraße
Im Stargateraum und in den Gängen davor, hatten sich viele Menschen versammelt und warteten mit Rucksäcken, Koffern und Reisetaschen auf die Aktivierung des Sternentores.
Im Kontrollraum standen General Hammond, General Landry, General O´Neill und Captain Thrace.
“Wahlvorgang für Edora starten!”, befahl Landry.
“He, das wollte ich gerade sagen, Hank”, raunte Jack leise dem General zu.
General Hammond, der daneben stand musste dabei schmunzeln.
Der innere Ring des Stargates begann sich zu drehen, nachdem Walter die Koordinaten eingegeben hatte. Die Chevrons lockten nach und nach ein, bis sich endlich nach dem siebenten das Stargate öffnete.
“So alles ausrücken!”, befahl O´Neill nun, und alle Missionsteilnehmer gingen nun durch das Sternentor nach Edora.
Als letzte verließen Kara Thrace und Jack O´Neill, mit Glückwünschen von den Generälen Hammond und Landry, den Kontrollraum, eilten in den Torraum und durchschritten gemeinsam das Gate.
Edora, Milchstraße
Als Thrace und O´Neill aus dem Stargate auf dem Planeten Edora traten, wurden sie bereits von Chekov, Kirkland und Ronson erwartet.
“So alle da, wie man sieht”, meinte General O´Neill, “bringen wir alles an Personal und Material auf die jeweiligen Schiffe! Danach können Sie die Zeit nutzen, um sich entweder auszuruhen oder sich mit ihrer Crew zu unterhalten, es ist Ihnen überlassen! Doch, ich will das Heute um 1930-Hundert alle auf ihren Posten sind, wir brechen dann 20-Hundert auf! Die Icarus und die Asklepios koppeln sich zuerst von der Werft ab, danach die Korolev und den Abschluss bildet die Phoenix, da sie mehr Platz zum Manövrieren brauch. Wir setzen dann Kurs auf P2A-M221!”, erteilte O´Neill seine ersten Befehle.
In den folgenden 2 Stunden wurden alle Crewmitglieder, und alles an Transportkisten auf die Schiffe gebeamt und geflogen.
Die Schiffskommandanten hielten noch eine kurze Besprechung ab. Und Starbuck bat um Listen von sämtlichen Piloten, weil sie nach geeigneten Kandidaten für das Vipertraining suchte. Nachdem Jack diese Unterlagen besorgt hatte, entschloss er sich noch ein paar Stunden auszuruhen.
Landry’ Büro, SGC, Erde, Milchstraße
General Landry wurde so langsam ungeduldig, deswegen hatte er Colonel Mitchell in sein Büro bestellt, da der Colonel noch immer kein neues SG-1-Team zusammen-gestellt hatte. Würde sich Mitchell nicht bald selbst entscheiden, war der General entschlossen selber 3 Leute dafür auszuwählen.
“Nun Colonel, wie lange brauchen Sie noch, um sich ihr Team zusammenzustellen?”, fragte General ungeduldig, Mitchell, als dieser sein Büro betreten und die Tür geschlossen hatte.
“Nein, Sir. Ich habe bisher viele Leute zum Gespräch gebeten, und habe bisher keine geeigneten Kandidaten gefunden”, antwortete Cameron Mitchell seinem Vorgesetzten.
“Na schön, Colonel. Sie haben noch eine kleine Frist. Doch sie werden heute noch mit SG-2, SG-11, SG-19 und SG-20 nach P2A-M221 aufbrechen! Die Missions-Besprechung ist in 2 Stunden. Sie dürfen wegtreten”, sagte Landry, und wandte sich wieder den Missionsberichten zu.
“Ja, Sir”, murmelte Colonel Mitchell und verließ das Büro.
Phoenix, Kara’ Quartier
Starbuck sah sich indes die Liste, die sie von General O´Neill erhalten hatte an. Darauf waren aller F-302-Piloten und aller Piloten an, die bisher etwas geflogen haben aufgelistet. Kara schrieb sich die Kandidaten für das Vipertraining auf, dabei musste sie an die vielen Schüler denken, die sie bisher auf der Galactica und in den Kolonien unterrichtet hatte und das fliegen bei gebracht hatte.
Phoenix, Crewquartiere - Brücke
Kurz vor 19:30 stand Jack O´Neill auf, und machte sich langsam auf dem Weg zur Brücke, dabei traf er unterwegs auf Starbuck.
“Hallo Captain. Na aufgeregt?”, fragte der General gutgelaunt.
“Etwas. Sir. Hier ist die Liste der Teilnehmer, die ich für das Vipertraining angefertigt habe. Doch ich will mich erstmal mit den Kandidaten unterhalten”, antwortete Starbuck, und überreichte O´Neill zwinkernd ein Blatt Papier. Der General überflog die Namen, und stellte fest dass einige Teilnehmer sich auf den anderen 3 Schiffen befanden.
“Ja, dann werde ich mal kurz mit den Colonels Chekov, Kirkland und Ronson telefonieren, damit diese Leute hierher gebeamt werden”, meinte Jack, als sie beide zusammen die Brücke erreichten. Der General ging zu Lieutenant Simmons und übergab dem Kommunikationsoffizier die Liste, und gab ihm Anweisungen. Eine Viertelstunde später trafen alle, von Captain Kara Thrace, ausgesuchten Personen ein.
“Airman Bosworth, teilen Sie diesen Leuten hier ein Quartier zu!”, ordnete General O´Neill an, als gerade Richard Woolsey auf der Brücke erschien.
“Hallo Mister Woolsey, na neugierig?”, fragte General O´Neill.
“Ja, ich würde gerne den Start von der Brücke aus miterleben, General”, sagte Woolsey angespannt.
“Jep. Alle auf ihre Posten!”, befahl General O´Neill, nachdem er auf die Uhr gesehen und auf den Sitz des Kommandanten Platz genommen hatte.
1.05 Aufbruch
Milchstraße
Brücke der Phoenix, Weltraumwerft von Edora
“Hallo Mister Woolsey, na neugierig?”, fragte General O´Neill, das IOA-Mitglied, welches die USA vertrat und gerade auf der Brücke der Phoenix auftauchte.
“Ja, ich würde gerne den Start von der Brücke aus miterleben, General”, sagte Woolsey angespannt.
“Jep. Alle auf ihre Posten!”, befahl General O´Neill, nachdem er auf die Uhr gesehen und begab sich Richtung Sitz des Commander, um darauf Platz zu nehmen.
General Jack O´Neill hatte auf seinen Sitz Platz genommen, ebenso die anderen Crewmitglieder der Phoenix. Alle waren bereit, um die Mission zu beginnen und in die Andromeda aufzubrechen.
“Lieutenant Simmons, öffnen Sie jeweils einen Kanal zu jedem Schiff in der Flotte! Es geht los”, ordnete O´Neill an.
“Verstanden, Sir”, antwortete der Lieutenant.
“Die Verbindungen zu den anderen Schiffen stehen”, meldete Simmons nach ein paar Minuten. Auf 3 Bildschirmen erschienen nun die Gesichter von Chekov, Kirkland und Ronson, die sofort nacheinander ebenfalls erklärten bereit zu sein.
“Na schön”, nickte Jack. “Icarus und Asklepios, Halterungen und Verbindungen zur Werft lösen, die Station verlassen und sich mit Sublicht zu den Sammelpunkt begeben!”, ordnete General O´Neill an.
“Verstanden Phoenix”, antwortete Colonel Kirkland, und gab die Befehle an seine Crew weiter.
“Alles klar, General O´Neill”, antwortete Colonel Ronson, nickte und gab die von dem General soeben erhaltenen Anweisungen weiter.
Die Halterungsklammern, Versorgungsleitungen und sonstige Verbindungen wurden nun bei den zwei Schiffen der Prometheus-Klasse gelöst, dann manövrierten die Steuermänner mit Hilfe der Steuerungstriebwerke ihre jeweiligen Schiffe aus dem Dock heraus. Als beide draußen waren wurden die Sublichttriebwerke gezündet, und man entfernte sich von der Weltraumwerft.
Jack O´Neill, Sam Carter und alle anderen auf der Brücke der Phönix sahen diesen Manövern angespannt zu, da man die Station und die dort noch in der Fertigung sich befindlichen BC-304er, die Apollo und die Odyssey, nicht beschädigen wollte.
“Colonel Chekov, nun sind Sie an der Reihe!”, gab General O´Neill nun die Starterlaubnis für die Korolev, nachdem sich die Icarus und die Asklepios weit genug entfernt hatten.
Brücke der Korolev, Weltraumwerft von Edora
“Verstanden, General O´Neill”, antwortete Colonel Chekov, Commander der Korolev.
“Major Tolinev, bringen Sie uns raus!”, befahl der Colonel der russischen Luftwaffe.
“Aye, Colonel Chekov. Verbindungen und Halterungen sind gelöst… zünde nun die Sublichttriebwerke”, berichtete die russische Offizierin, während sie die Korolev aus der Werft steuerte. Es klappte auch dieses mal reibungslos, wie zuvor bei den beiden Raumschiffen der Prometheus-Klasse.
“General O´Neill, wir sind draußen”, stellte Chekov zufrieden fest.
“Ja, ich sehe es, Colonel. Begeben Sie sich zu dem Sammelpunkt, den Mond von Edora, wo die Asklepios und die Icarus bereits warten! Dort warten Sie auf uns!”, ordnete General O´Neill per Videoübertragung an. Nach dem Erhalt dieser Anordnungen, nickte Colonel Chekov und gab nun seinerseits, die entsprechenden Befehle an seine Crew weiter.
Brücke der Phoenix, Weltraumwerft von Edora
Jack O´Neill atmete nun noch einmal kurz tief durch, nun waren sie selbst an der Reihe, er hatte bereits einmal die Prometheus kommandiert, doch die Phoenix war nun wirklich was Neues, denn es war das bis zu diesen Zeitpunkt größte Schiff.
“Thor, wie sieht es aus?”, fragte der General, bei den Asgard nach, welcher die Systeme überwachte.
“Na schön. Colonel Carter, Thor bringt uns zu den Anderen!”, ordnete O´Neill an.
“Verstanden Sir”, antwortete Sam, und löste nach und nach alle Halterungen und Verbindungen mit der Werft, danach gab sie Thor ein Zeichen, worauf dieser mit ihr die Manövrierdüsen zündete. Der Asgard und Colonel Carter ließen nun die Phoenix langsam rückwärts aus der Werft gleiten.
Richard Woolsey, der sich ebenfalls auf der Brücke befand, wirkte sehr angespannt und nervös. Nach einigen Minuten hatte sich das große Raumschiff weit genug von der Werft entfernt, nun zündete Colonel Carter vier der acht Sublichttriebwerke der Phoenix, und setzte Kurs Richtung Mond. Als dies geschehen war, entspannten sich die Gesichtszüge bei allen, vor allem bei Richard Woolsey.
“Ist mit Ihnen alles in Ordnung, Mister Woolsey?”, fragte Sam Carter.
“Ja, ich bin nur etwas nervös”, antwortete der Vertreter des IOA.
“Der schwierige Teil kommt ja erst noch, nämlich die Koloniale Flotte finden”, sagte Jack O´Neill in seiner typischen Art.
“Danke General. Das tut sehr gut”, meinte daraufhin Woolsey etwas nachdenklich.
Nach einem kurzen Flug mit Sublicht erreichte die Phoenix den Sammelpunkt.
“Hier ist die Phoenix. Korolev, Icarus, Asklepios verbinden Sie bitte nun das eine ZPM mit der Energieversorgung”, bat nun Thor, während Lieutenant Hailey bereits dasselbe auf der Phoenix, auf ein Zeichen des Asgard’ hin, tat.
Nach einigen Minuten waren alle soweit, und General O´Neill rieb sich noch einmal kurz die Hände.
“Gut, dann wollen wir mal unsere Hyperantriebe unter Realitätsbedingungen testen”, sagte Colonel Carter.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson Treffpunkt ist P2A-M221 am Rande der Milchstraße! Dies ist einer der letzten bewohnbaren Planeten mit einem Stargate. Wir treffen uns dort innerhalb der nächsten 26 bis 28 Stunden, bevor wir dort eine Pause von 34 bis 36 Stunden einlegen!”, gab nun General O´Neill seine Anweisungen an die Commander der anderen Schiffe weiter.
Kurz darauf öffneten sich vier Hyperraumfenster, in welchen die vier Raumschiffe verschwanden.
Als sich die Phoenix nun im Hyperraum befand, verließ Richard Woolsey die Brücke.
Kara Thrace ging nun zu einer Sprechanlage.
“Alle 12 Piloten für das Vipertraining finden sich innerhalb von 40 Minuten im Bereitschaftsraum Alpha C7-104 auf Deck 7 ein!”, ordnete Starbuck an, danach machte sie sich umgehend selbst dorthin auf den Weg.
“Colonel Carter, Sie haben die Brücke! Ich werde dem Unterricht beiwohnen, da Captain Thrace mich darum gebeten hat”, sagte General O´Neill an Sam gerichtet, und verließ kurz darauf die Brücke und machte sich auf den Weg.
Stargateraum, SGC, Erde
General Landry wartete bis alle Mitglieder der SG-Einheiten, inklusive von Lieutenant Colonel Cameron Mitchell als 1-Mann-SG-1-Team, die nach P2A-M221 aufbrechen sollten anwesend waren.
“Meine Herren, die Mission läuft wie vor 25 Minuten besprochen ab”, begann der Kommandeur des SGC, nachdem er kurz auf die Uhr geschaut hatte, “Sie werden nach P2A-M221 gehen und dort auf unsere Flotte warten. Nachdem alles verladen wurde, kehrt SG-2 zurück und Colonel Mitchell und die anderen bleiben vorerst dort! Walter wählen Sie P2A-M221 an!”
Der Master Sergeant hatte bereits die Koordinaten eingegeben, und drückte nur noch auf die Enter-Taste, um den Wahlvorgang zu starten. Nach ein paar Minuten öffnete sich das Sternentor.
“Colonel Reynolds und SG-3 erwarten Sie bereits dort. Ausrücken!”, ordnete General Landry an, und verließ kurz darauf den Torraum, während Colonel Mitchell mit den SG-Teams 2, 11, 19 und 20 durch den Ereignishorizont des Stargates gingen.
P2A-M221 am Rande der Milchstraße
Die Prometheus befand sich immer noch im Orbit des Planeten, der auch als
P2A-M221 bekannt war. Das erste interstellare Raumschiff von den Menschen der Erde, sowie die Crew von Colonel Lionel Pendergast waren nun bereits seit etlichen Wochen im Dauereinsatz. Die Prometheus hatte seitdem viele Flüge von der Erde nach Edora und nach P2A-M221 hinter sich. An Bord befanden sich immer wieder Maschinen, Vorräte, Ausrüstungsgegenstände und natürlich Personal. Man hatte diesen Planeten aus der Antikerdatenbank, die General O´Neill einmal in den Computer des Stargate-Centers eingegeben hatte, als bei ihm zum ersten Mal das Wissen der Antiker in sein Gehirn heruntergeladen wurde. Und obwohl man nun diese von Menschen unbewohnte Welt nun bereits lange kannte und erforscht hatte, gab es immer noch keinen Namen, den man dem Planeten gegeben hatte, und blieb es bisher bei der Kennzeichnung P2A-M221.
Colonel Lionel Pendergast war froh, dass er nun die Lieferung, den gerade eingetroffenen SG-Teams zu Bewachung anvertrauen konnte.
Auch war die Prometheus mit Hilfe, der Energie des ZPM an Bord, um ein vielfaches schneller und die Schilde waren wirkungsvoller.
Es war ein trockener und mit Gebirgszügen überzogener Planet, der mit seiner Landmasse größtenteils an die Trockengebiete in Australien, Afrika und den USA erinnerte.
´Und ausgerechnet hier soll ein Stützpunkt von uns hin´, dachte Pendergast im Stillen.
Die Arbeiten hatten bereits begonnen, der Stützpunkt wurde wie alle anderen auch in einem Berg angelegt.
“Colonel Pendergast, Sir”, meldete sich hinter ihm eine Stimme, welche Pendergast aus seinen Gedanken riss. Er drehte sich um, und erkannte Colonel Mitchell, der nun näher heran trat.
“Colonel Mitchell, schön das Sie endlich hier sind. Somit kann ich wieder weg, zurück zur Erde und die nächste Tour in Angriff nehmen”, stellte Lionel Pendergast fest, während Cameron Mitchell die Umgebung betrachtete.
“Ja, ziemlich karger Planet”, bemerkte Colonel Mitchell, als er sich umsah.
“Nun im Innern dieses großen Kontinents, der von Gebirgszügen durchzogen ist, regnet es nicht so häufig. Aber auch auf diesen gibt es Wälder und Graslandschaften, wobei der andere Kontinent mehr davon hat. Beide Kontinente sind von einem riesigen Ozean umschlossen”, erzählte Colonel Pendergast, seine Beobachtungen, die er von der Prometheus aus gemacht hatte. Einige Minuten später verabschiedeten sich beide von einander, Colonel Lionel Pendergast und die Mitglieder seiner Crew, die sich noch auf dem Planeten aufhielten wurden nun nach und nach zurück auf die Prometheus gebeamt. Nun tauchte auch Colonel Reynolds aus einem Zelt auf, wo die Weltraumüberwachung untergebracht war.
“Colonel Mitchell immer noch alleine unterwegs?”, fragte Reynolds.
“Ja, Sir. Doch General Landry hat mir eine Frist gesetzt. Darum werde ich nicht mehr lange solo unterwegs sein”, antwortete Mitchell.
“Wenn die Flotte jetzt aufgebrochen ist, müsste sie innerhalb der nächsten 26 Stunden eintreffen”, meinte Lieutenant Colonel Ferretti, “wie ich Jack beneide. Hätte ihn gerne begleitet, doch er hat gesagt ´Ich möchte einen alten erfahrenden Hasen auf der Erde und in der Milchstraße wissen, wenn ich unterwegs in eine andere Galaxie bin.´ “
“Das hat er gesagt?”, fragte Mitchell nun noch einmal bei Ferretti nach.
“Ja, das hat er”, grinste der.
“Na schön. Ich würde sagen, wir gehen alle in den Schatten in einer halben Stunde sind hier 45°C in der Sonne”, schlug Reynolds vor, ging Richtung Zelt, wo die anderen SG-Teams bereits warteten. Als alle am Zelt waren, teilte Colonel Reynolds die Wachen für jeweils 2 Stunden am Stargate, ein. Danach begaben sich er und die Anderen zu den provisorisch, klimatisierten errichteten Unterkünfte, die an einer Felswand errichtet worden waren.
“Dann wollen wir mal auf unsere Flotte warten”, meinte Ferretti, schloss die Tür und ging zum Kühlschrank.
“Das ist genau das Richtige”, sagte er lachend, holte ein paar Flaschen Bier heraus und ging zum Tisch.
“Das ist wahr”, stimmte Reynolds zu, und auch Mitchell nickte.
Ferretti setzte sich zu den beiden anderen, als Reynolds ein Kartenspiel aus seiner Weste hervorholte. So sahen sich nun die drei dafür gewappnet, um so etwas Zeit zu verbringen bis die Phoenix und die anderen Schiffe endlich eintrafen.
1.06 Lessons
Bereitschaftsraum Alpha der Phoenix, Hyperraum
Nach einem ausführlichen Verdauungsspaziergang hatte General O´Neill den Bereitschaftsraum für die Piloten erreicht, und sich zu Captain Thrace gesetzt.
Hier wollte Kara nun, die ersten 12 Piloten für das Vipertraining unterrichten, und mit theoretischen Wissen und einer abschließenden schriftlichen Prüfung auf den Flug in einer Viper vorbereiten. Auch hatte sich Starbuck vorgenommen, nur vier Viper, maximal aber nur 6 Viper, für das spätere Flugtraining einzusetzen, da man Ausfälle und Beschädigungen nicht außer Acht lassen konnte.
Für das Flugtraining hatten sich General O´Neill, Captain Thrace, General Hammond und das IOA darauf geeinigt, bei P2A-M221 einen Stopp von maximal 36 Stunden einzulegen, damit die Piloten praktische Erfahrungen mit der Viper sammeln können.
Hinzu kamen noch das Verladen der restlichen Ausrüstung, Proviant und Hilfsgüter, sowie die Aufnahme des noch benötigten Personals.
Im Bereitschaftsraum wurde Starbuck schon langsam wütend, denn von den zum Unterricht herbefohlenden Schülern fehlten immer noch 4, nämlich , Major Robert C. Jackson, Captain Rebecca Pearson, ihr jüngerer Bruder Lieutenant Samuel Pearson und Sergeant Bruce Lewis. General O´Neill vertrieb sich indes die Wartezeit mit seinem Jojo, welches er oft in seiner Hosentasche hatte.
Es dauerte noch mehr als 5 Minuten, bis die übrigen vier Teilnehmer endlich eintrafen, wobei sie von Captain Thrace wütend angefunkelt wurden.
“Wie lauten Ihre Ausreden, dass Sie alle vier über 15 Minuten verspätet zum Unterricht erscheinen?”, fragte Starbuck, und sah dabei mit bösem Blick die vier Piloten an.
“Sie haben nicht mit mir in diesen Ton zu reden, Captain!”, gab Major Jackson Captain Thrace zur Antwort.
Kara drehte sich nun zu Jack um, der sein Jojo wieder in die Hosentasche gesteckt hatte. Der General zuckte nur mit den Schultern.
“Es ist Ihre Klasse, Kara. Ich habe Ihnen freie Hand gegeben. Außerdem zählen hier keine militärischen Ränge! Antworten Sie auf die gestellte Frage!”, ordnete O´Neill an, und wies nebenbei auch gleich Major Jackson zurecht, der die Anwesenheit des Generals bisher nicht wahrgenommen hatte. Darauf grinste Kara zufrieden, drehte sich nun langsam wieder zu den Major um, und schlug, zur Überraschung aller auch vor den Augen von Jack, mit der rechten Faust zu. Starbuck traf punktgenau die Nase von Major Jackson, welcher daraufhin etwas zurücktaumelte, ausgeknockt und schwer getroffen zu Boden sackte.
“Also das habe ich damit eigentlich nicht gemeint”, seufzte Jack, dann stand er auf und ging einige Schritte zu den Telefon.
“Hier ist General O´Neill. Medizinischer Notfall im Bereitschaftsraum Alpha, C-107, Deck 7 - Major Jackson hat einen dummen Fehler begangen”, sagte O´Neill in das Mikrophone und hängte den Hörer wieder ein, nachdem er den Notruf abgesetzt hatte.
Es dauerte nicht einmal 5 Minuten, dann erreichte Doktor Jennifer Keller in Begleitung von zwei Sanitätern den Ort des Geschehens.
“Die Nase ist gebrochen, ich werde sie richten müssen, außerdem ist er bewusstlos”, stellte die Ärztin, nachdem sie den Major kurz untersucht hatte.
“Gut kümmern Sie sich bitte darum, Doktor Keller”, sagte O´Neill.
Die beiden Sanitäter legten kurz darauf den ausgeknockten Major auf die Trage, und zogen die Haltegurte fest, dann machten sie sich mit Jennifer auf den Weg zur Krankenstation der Phoenix.
General O´Neill atmete noch einmal durch, bevor er sich an Starbuck wandte.
“Was zum Kuckuck sollte denn das?”, fragte Jack nach, mit den Händen in den Hosentaschen.
“Angriff auf ein aufgeblasenes Arschloch”, antwortete Starbuck, und schaute dem General dabei in die Augen, der die rechte Augenbraue hochzog.
“Ich weiß, was Sie meinen, ich mag den sich wichtigtuenden Kerl auch nicht so richtig. Da waren es nur noch 11. Streichen Sie Jackson vorerst von der Teilnehmerliste, der fällt aus!”, stellte O´Neill fest, und ließ die Sache vorerst auf sich beruhen.
Nun wiederholte Captain Thrace noch einmal ihre Frage von vorhin, darauf erklärten die drei Befragten, dass sie Karten gespielt hätten, und dabei beinahe den Termin vergessen hatten. Kara nickte kurz, und gab sich mit dieser Antwort zufrieden.
“Na schön, setzt euch endlich! Doch ab sofort sind alle pünktlich! Wir beginnen mit der Theorie, dafür habe ich in den letzten Wochen so einiges vorbereitet. Dann folgt eine kleine schriftliche Prüfung. Diejenigen von euch die bestehen, machen dann in den Flugsimulatoren weiter, die im Nebenraum stehen”, erklärte Starbuck, und begann sofort mit dem Unterricht sobald der Letzte sich gesetzt hatte. Während Captain Thrace nun, den 11 Piloten, die Viper Mark II. erklärte, war es mucksmäuschenstill in dem Raum, und jeder sprach nur nach einer Aufforderung - Starbuck hatte sich ohne Zweifel, auf eine ungewöhnliche Art und Weise, bei den Piloten Respekt verschafft.
Auch General O´Neill verfolgte teilweise und aufmerksam dem Unterricht, auch war er sich sicher, dass sich die Aktion von Kara “Starbuck” Thrace zumindest erst einmal schnell auf der Phoenix herumsprechen würde, bevor man P2A-M221 erreichen würde.
Doch leider wusste Jack auch, das er einen Bericht wegen diesen Vorfall schreiben muss, dazu kämen noch die Einträge in die Personalakten, und er musste noch ein klärendes Gespräch mit Thrace und Jackson aufgrund dieses Vorfalls führen - doch dies musste erst einmal warten, denn dafür war nun keine Zeit. Jack O´Neill seufzte leise, als er an diesen ganzen Papierkrieg dachte, der bald auf ihn zukam.
Nach knapp 5 Stunden waren der Vortrag von Captain Thrace und die anschließende Fragerunde beendet.
“So, und in 5 Stunden sind alle wieder hier - zur schriftlichen Prüfung! Wer zu spät erscheint ist durchgefallen!”, ordnete Starbuck an, und deutete dabei auf die Uhr hinter ihrem Rücken.
Als alle Kursteilnehmer den Raum verlassen hatten, sprach nun Jack noch einmal Kara, wegen des Vorfalls kurz an.
“…musste das denn wirklich sein?”, fragte O´Neill.
“Sie sagten, ich hätte freie Hand, Sir”, konterte Starbuck General O´Neill aus
“Stimmt das hatte ich. Doch ich meinte damit keine Boxkämpfe, oder andere körperliche Auseinandersetzungen!”, mahnte Jack, worauf Kara nickte.
“Gut. Dann wäre das geklärt. Ich bin dann mal weg, mich um den Papierkrieg kümmern, bin aber zur Prüfung wieder zurück”, sagte O´Neill, und verließ nun ebenfalls den Raum.
Noch bevor die gesetzte 5-Stunden-Frist um war, waren alle 11 wieder in den Raum versammelt. Kara Thrace verteilte nun die Prüfungsbögen, während General O´Neill mit wachsamen Augen auf die Kursteilnehmer aufpasste, damit keiner der Versuchung erlag, zu betrügen. Nachdem Starbuck mit dem Austeilen fertig war, kehrte sie an ihren Platz zurück, und Jack nun in der hintersten Reihe Platz nahm.
“So alle mal herhören! Es sind 35 Fragen, dafür habt ihr eine Stunde Zeit - keine Minute länger! So schreibt euren Namen und das Datum auf die Prüfungsbögen!… Die Zeit läuft ab jetzt!”, ordnete Captain Thrace an, nachdem sie auf die Uhr geschaut hatte. General O´Neill sah ebenfalls auf seine Armbanduhr, und ließ nun die Zeit herunter laufen.
Die Zeit verging, und während Jack von seinem Platz aus aufpasste, schritt Kara von Zeit zu Zeit, ebenfalls durch den Raum auf und ab, und beobachtete wachsam die Prüflinge.
“Ah, hm”, räusperte sich General O´Neill kurz, nachdem 39 Minuten und einige Sekunden der Zeit um war.
“Sorry Sir. Captain Thrace, ich bin fertig”, versicherte Lieutenant Hailey, stand auf, ging zu dem Platz von Starbuck und gab ihren Prüfungsbogen ab.
“Gut Lieutenant. Sie können gehen, doch Sie sind in spätestens anderthalb Stunden wieder hier!”, stellte Captain Kara Thrace nickend klar, auch Lieutenant Jennifer Hailey nickte kurz und verließ dann leise den Raum.
Nach über einer Viertelstunde piepte kurz, die Armbanduhr von O´Neill und die LED-Anzeige leuchtete kurz blau auf. Starbuck nickte kurz, nachdem sie ebenfalls auf die Uhr geschaut hatte.
“Okay, Leute… die Zeit ist um! Die Stifte weglegen, und die Prüfungsbögen bei mir abgeben!… He, ich hatte etwas gesagt”, forderte Captain Thrace, die fünf letzten Teilnehmer auf, die bislang noch nicht fertig waren, und noch im Raum saßen.
Ein allgemeines Gemurmel erklang, und alle erhoben sich und gaben bei Kara die Prüfungsunterlagen ab.
“Und in einer halben Stunde sind alle wieder hier, dann gibt es die Ergebnisse!”, befahl General O´Neill, den Piloten bevor diese den Raum verlassen konnten.
“Dann wollen wir mal sehen, wer alles durch ist und wer nicht”, meinte Kara, und begann nun mit Jack die Prüfungen durchzugehen, dabei übernahm General O´Neill die Ankreuzfragen und Captain Thrace die schriftlichen Antworten.
Die Prüflinge kehrten überpünktlich in den Raum zurück, und nahmen in aller Stille Platz. Keiner sagte etwas, nur Starbuck und Jack unterhielten sich leise, werteten nun die letzten Prüfungen aus, und notierten sich die einzelnen Ergebnisse.
Nach einer Wartezeit von gequälten, langen 7 Minuten für die elf Piloten war es endlich soweit, und Starbuck nahm das Blatt mit den Ergebnissen in die Hand, wo sie zusammen mit O´Neill die endgültigen Ergebnisse notiert hatte.
“Ich mache es kurz, da wir nur wenig Zeit haben: Major Castleman, Captain Pearson, Captain Vaselov, Captain Trevors, Lieutenant Hailey, Lieutenant Pearson, Lieutenant Karpov, Lieutenant Morrison, Lieutenant Leeds, Lieutenant Allic und Sergeant Lewis, Sie haben alle bestanden, wobei es bei einigen Kandidaten ziemlich eng war. General O´Neill hat mich gebeten, auch die Wackelkandidaten, zumindest erst einmal im Simulator zu testen, bevor ich mich dann endgültig entscheiden soll, ob ich diejenigen dann in eine echte Viper setzen will, oder doch nicht. Ich habe den Vorschlag angenommen und unterstütze ihn.”
“Captain Thrace, wer sind denn alles diese Wackelkandidaten?”, fragte Sergeant Lewis interessiert.
“Die Wackelkandidaten sind Lieutenant Allic, Lieutenant Pearson und Sie, Sergeant Lewis”, antwortete General O´Neill, da er die Namen jener kannte, und Kara Thrace nickte zustimmend.
“So, damit wäre der theoretische Part abgeschlossen. Ihr habt nun 6 Stunden Pause, erholt euch in der Zeit. Ihr seid dann alle, nach 6 Stunden wieder pünktlich hier!”, befahl Captain Thrace, bevor sie und General O´Neill die Klasse entließ.
“Ja, ich werde mir dann auch mal eine Mütze voll Schlaf genehmigen. Bis dann, Kara”, sagte Jack, stand auf, verließ den Raum und machte sich auf den Weg zu seinem Quartier.
Starbuck räumte nun alles an Material zusammen, verstaute alles in dem Schrank und schloss dann diesen ab, dann verließ auch sie den Raum. Nun merkte Kara, wie müde auch sie selbst war, und machte sich auch auf den Weg zu ihrem Quartier.
Flugsimulatorraum der Phoenix, Hyperraum
Zufrieden stellte Kara Thrace fest, das alle Schüler pünktlich zu dem angesetzten Termin kamen. Doch sie musste alle wieder erst einmal wegschicken - zum Umziehen. Jack O´Neill, der zu diesen Zeitpunkt kam, grinste heimlich. Nach einer Viertelstunde, kehrten die Piloten in den Raum zurück und trugen, wie Starbuck die Pilotenkleidung für die Viper- und Raptorpiloten der Kolonien, die sie mit Hilfe der Asgardtechnologie auf Thor’ Schiff angefertigt hatte.
In dem Simulatorraum standen vier Flugsimulatoren, die extra auf die speziellen Spezifikationen der Viper ausgelegt waren. Captain Thrace wies noch einmal kurz alle ein, bevor sie die ersten drei einen Simulator zuwies, und selbst in einen stieg; dabei hielt sie mit den anderen jeweils Funkkontakt.
Jack schaute diesen Treiben auf einen Monitor zu, der das Fluggeschehen darstellte, bis die Kommunikationsanlage im Raum läutete.
“O´Neill”, meldete sich der General, als er den Hörer abnahm.
“General, ich hätte Sie gerne einmal gesprochen”, meldete sich die Stimme von Richard Woolsey in der Leitung.
“Und über was, möchten Sie mit mir sprechen, Mister Woolsey?”, fragte Jack, nachdem er den Besitzer der Stimme identifiziert hatte.
“Über den Vorfall zwischen Major Robert Jackson und Captain Kara Thrace, und ihre Angewohnheit sich gegenüber anderen höherrangigen Offizieren mit Schlägen durchzusetzen. Der Major hat sich darüber beschwert, da Sie es scheinbar wortlos hingenommen haben”, meinte das IOA-Mitglied etwas säuerlich.
“Das ist nicht ganz korrekt. Ich habe die Sache bereits mit Captain Thrace geklärt, und darüber bereits den Papierkram erledigt. Doch hatte ich bisher keine Gelegenheit mit dem Major darüber zu sprechen”, verteidigte sich O´Neill gegen diese Behauptung.
“Dann tun Sie das bitte, General O´Neill. Sie wissen doch dass seine Familie das Programm mitfinanziert”, bat Woolsey nun.
“Der Major hat es trotzdem mit seinem vorgesetzten Offizier zu klären, und nicht mit Ihnen, das ist eine militärische Sache, am besten mit mir. Ja, das weiß ich”, antwortete O´Neill und rieb sich die Stirn.
“In Ordnung, ich wollte es nur anmerken. Der Major ist übrigens wach, er wurde von Doktor Keller operiert”, erklärte Woolsey.
“Alles klar, dann werde ich mal mit ihm sprechen, und für klare Verhältnisse sorgen. Danke für die Informationen, Mister Woolsey”, sagte der General, danach verabschiedete er sich von Woolsey und hängte den Hörer wieder ein.
Nun war die erste Gruppe fertig und entstieg den Simulatoren, und Starbuck machte sich einige Notizen.
“Captain Thrace, ich bin dann mal weg, zuerst auf der Krankenstation, um mit Major Jackson etwas zu klären, danach in meinem Quartier, in der Kantine oder auf der Brücke.”
“Ist gut Sir”, sagte Starbuck, und wandte sich dann wieder den Piloten zu.
Krankenstation der Phoenix, Hyperraum
Als Jack O´Neill auf der Krankenstation ankam, suchte er sofort Major Jackson und ging zu ihm. Der General unterhielt sich lange, im ruhigen und sachlichen Ton, mit dem Major.
“…die militärische Rangfolge ist bei den Kolonien etwas anders, gut möglich, dass sie auf der Erde auch den Rang eines Majors inne hätte. Lassen Sie Captain Thrace eine Weile einfach in Ruhe. Ich versuche mit ihr zu reden, ob Sie wieder an den Unterricht bei einer neuen Klasse teilnehmen dürfen, wenn Sie wieder gesund sind Major. Ich weiß auch, dass wir ihren Vater viel Unterstützung in diesem Programm verdanken. Doch sollten Sie es nicht allzu oft in die Waagschalle werfen.”
“Deshalb brauch sie mir nicht die Nase brechen. Ich werde es trotzdem meinen Vater erzählen”, nuschelte Major Jackson.
“Ich würde Ihnen empfehlen das zu unterlassen, Major. Außerdem hat nicht jeder irgendwelche besonderen Beziehungen, um seine Ziele zu erreichen - andere arbeiten sehr hart dafür. Sie sind ein hervorragender Pilot und ein guter Offizier, der solche Aussagen nicht nötig hat”, riet Jack Major Jackson noch einmal eindringlich.
“Gute Besserung, Major. Und sobald wir P2A-M221 erreicht haben, lasse ich Sie auf die Krankenstation der Asklepios verlegen”, sagte General O´Neill, stand auf und verließ die Krankenstation wieder.
Stargate - Raum der Phoenix, Hyperraum
Im Gateraum von der Phoenix herrschte reges Treiben, und Sergeant Siler überwachte die Arbeiten. Nach der Installation und Anschluss, sowie den Testläufen des Sternentores auf der Edora - Weltraum - Werft wurde nun der Stargate-Raum, der Kontrollraum und der gesamte Bereich langsam fertig gestellt.
Irgendwo auf der Phoenix, Hyperraum
Jack war heilfroh, dass es auf seinem Schiff Lagepläne gab, damit man sich besser orientieren konnte. Er hatte zwar die Pläne der Phoenix studiert, doch durch die Erweiterung der Startröhren für die Viper hatte sich so einiges geändert.
´Außerdem war das Schiff auch so schon groß genug, um sich zu verlaufen´, dachte
General Jack O´Neill, während er durch die Gänge spazierte. Nun kam ihm unterwegs eine vor sich hinfluchende Kara entgegen, die sich über einige Piloten aufregte.
“Ich brauche unbedingt eine Pause… So was nennt sich Piloten… Götter bin ich froh, dass die erste Runde um ist… Oh, hallo Sir”, meinte Kara, als sich beide nun an der Gabelung zur Kantine trafen. Beide legten nun zusammen den Weg zur Kantine gemeinsam zurück, dabei gab Starbuck dem General einen kurzen Überblick.
“Verdammt. Ich muss wieder zurück”, stellte Kara Thrace fest, als sie auf ihre Uhr geschaut hatte, drehte sich um und eilte durch die Gänge Richtung Simulatorraum.
Flugsimulatorraum der Phoenix, Hyperraum
Nach etwa zwei Stunden suchte General O´Neill wieder den Simulatorraum auf. Die Piloten waren nun mit dem Training mit den Flugsimulatoren fertig, und Starbuck begab sich zu einem Schreibtisch der sich im Raum befand, wo Jack bereits auf einen der wenigen Stühle Platz genommen hatte.
Mit Hilfe ihrer Notizen, war Kara Thrace, nach kurzer Zeit mit der Auswertung fertig.
“Okay, alle mal herkommen!”, forderte Captain Thrace, ihre elf Schüler dazu auf zu dem Schreibtisch zu kommen.
“Nicht so nervös. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - bis auf einige Ausnahmen”, meinte O´Neill grinsend, als er bemerkte wie langsam sich die Klasse den beiden näherte.
“Also, es dürfen folgende Leute eine echte Viper fliegen, wenn wir, P2A-M221, unser Zwischenziel erreicht haben: Major Castleman, Captain Pearson, Captain Vaselov, Lieutenant Hailey, Lieutenant Karpov, Lieutenant Pearson, Lieutenant Leeds, Lieutenant Morrison und Sergeant Lewis. Für die beiden anderen: Captain Trevors und Lieutenant Allic gilt es noch einmal ordentlich zu büffeln, bevor ich euch eine Viper fliegen lasse. Ruht euch nun aus! Ihr dürft wegtreten!”, ordnete Starbuck an, nachdem sie die Ergebnisse verkündet hatte.
Die elf Piloten verließen nun den Raum, und kurz darauf taten es auch Kara und Jack, die sich beide unterhaltend auf den Weg zur Kantine machten.
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28.06.2026, 21:25
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.06.2026, 21:31 von Jonathan J. O´Neill.)
1.07 Ungebetener Besuch
Brücke der Phoenix, Hyperraum - P2A-M221, Milchstraße
Nach einem kurzen aber erholsamen Schlaf, von etwas über 4 Stunden, fand sich General O´Neill ausgeruht, wieder auf der Brücke seines Schiffes ein. Schon bald würde man das erste Etappenziel auf der Reise in die Andromeda erreicht haben.
“Erster”, stellte Jack fest und lächelte, als die Phoenix den Hyperraum verlassen hatte, und sich nun im Orbit des Planeten P2A-M221 befand.
“General O´Neill, Sir. Wir werden gerufen, es ist Colonel Reynolds”, meldete Lieutenant Simmons.
“Sie sind ja auch ziemlich schnell unterwegs gewesen, General. Denn nach meiner Uhr haben Sie ungefähr 24 Stunden und ein paar Minuten, von der Edora-Werft bis hierher benötigt”, kam es aus einem Lautsprecher auf der Brücke.
“Ja, wir dachten uns, wir fliegen um das blaue Band mit. Sie haben doch die restliche Ladung für uns?”, scherzte Jack O´Neill kurz und lachte kurz etwas, bevor er wieder dienstlich wurde.
“Genau so ist es, General. Es handelt sich um Ausrüstung, Material, Medikamente, Personal, Wasser und Lebensmittel”, bestätigte Reynolds über Funk.
Kurze Zeit später traf nun auch die Korolev ein, die Icarus und die Asklepios folgten danach einige Stunden später, während die Korolev bereits einen Teil ihrer restlichen Ladung aufnahm, und dabei von der Phoenix militärisch abgesichert wurde, und gleichzeitig ebenfalls ihren Teil der aufzunehmenden Fracht auf.
´Wie gut, dass es die Asgardtechnologie gibt´, dachte Jack, als er einige der vielen Lieferungslisten durchsah und entgegenzeichnete.
Nachdem die Phoenix alles, was für sie bestimmt war, an Bord gebeamt hatte, ließ General O´Neill Kurs auf die entgegen gesetzte Seite des Planeten setzen.
Backbord-Hangardeck der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221
Auf den Backbord-Hangardeck der Phoenix herrschte Hochbetrieb, viele Mechaniker und Techniker überprüften, nach den Instruktionen von Kara Thrace, noch einmal alle für das Flugtraining benötigten Viper. Nun trafen auch alle Piloten ein, die sich für das echte Vipertraining qualifiziert hatten, auf dem Backbord-Hangardeck ein. Starbuck stellte zufrieden fest, das alle ihr Pilotenoutfit bereits trugen, genauso wie sie selbst. Captain Thrace hatte die zwei durchgefallenen Piloten erst einmal für eine gewisse Zeit zurückgestuft, da sie sich nun auf die 9 verbliebenen Flugschüler konzentrieren wollte. Der Deckchief berichtete nun Captain Thrace das alle Viper überprüft, betankt und somit einsatzbereit sind.
“Okay. Captain Pearson, Captain Vaselov und Sergeant Lewis - Viper 3, 5 & 6 bemannen! Die anderen beiden Gruppen haben noch anderthalb beziehungsweise gute drei Stunden Zeit sich vorzubereiten!”, ordnete Starbuck an, und kletterte bereits in Viper 2, nachdem sie den ersten drei Piloten je eine Viper zu gewiesen hatte.
Brücke der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221
General O´Neill hatte es vorgezogen an Bord seines Schiffes zu verbleiben, um das Flugtraining der Viper zu beobachten. Jack O´Neill hatte Major Morris auf dem Planeten zurückgelassen, um noch weitere Mittel anzufordern, da noch auf jeden der vier Schiffe noch Platz war. Jack nahm sich ein Headset, rückte es zurecht, dann setzte sich auf einen der Stühle bei den Monitoren der Flugüberwachung, und wartete nun gespannt auf den Start der ersten Gruppe der neuen Viperpiloten.
Backbord-Hangardeck der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221
Die vier Viper wurden nun, in die von Kara Thrace entworfenen, Startröhren geschoben. Als alle jede der vier Vipern in einer der 16 Startröhren platziert worden waren, schlossen sich nun langsam die Schotts der Luftschleusen. Die drei Flugschüler checkten nun nach den Anweisungen von Starbuck noch einmal die Systeme, genauso die Startkontrolle in den Kontrollräumen an den Startröhren, die die Starterlaubnis erteilten. Alle vier Vipern erhielten die Freigabe, und durften nun starten. Captain Thrace startete zuerst und wartete bis alle drei anderen Piloten bei ihr waren,
“Okay Leute, mal sehen, ob ihr auch alles umsetzen könnt, was ihr gelernt habt. Und nun mir nach! Und bleibt dabei in Formation! Also immer an eurem Flügelmann bleiben!”, befahl Kara, flog voraus und die anderen Piloten folgten ihr, wie sie es angeordnet hatte. So machten sich alle vier auf in Richtung einen der 3 Monde des Planeten.
Dort angekommen, wurden alle drei Schüler noch einmal kurz von Starbuck eingewiesen, die ihnen nun die Übung noch einmal erklärte. Bei dieser Übung spielte Kara Thrace einen Angreifer, und die Anderen mussten einen Bereich des Mondes verteidigen. Für dieses Szenario wurden die Viper mit Laserpointern und Sensoren ausgerüstet, die für das Kampftraining entwickelt worden waren.
“Mist”, maulte Sergeant Lewis über Funk, als er von Starbuck ausgeschaltet wurde. Danach erwischte es Captain Pearson und Captain Vaselov.
“Bleib immer an deinen Flügelmann, Lewis!”, ordnete Kara an.
Captain Thrace machte die Übung insgesamt fünfmal, jedes Mal mit demselben Resultat. Pearson und Vaselov lernten gut aus ihren Fehlern. Lewis sich verbesserte sich ebenfalls mit jeder Runde etwas, wurde aber dennoch immer zuerst von Thrace erwischt wurde.
“So, das war’. Die Zeit ist um. Alle zurück zur Galactica!”, befahl Starbuck.
“Captain, dafür reicht aber der Treibstoff nicht”, meinte Pearson, und musste etwas lachen.
“Ups. Stimmt. Die Macht der Gewohnheit. Zurück zur Phoenix!”, korrigierte Kara schmunzelnd ihren Befehl, die bereits in Gedanken wieder mal bei der Galactica war.
Brücke der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221
Auf der Brücke schaute O´Neill auf dem Monitor vor sich dem Treiben zu, das sich am Mond abspielte.
Nun piepte es kurz bei der Kommunikation auf der Brücke, und der General drehte den Kopf in Richtung von Lieutenant Simmons, der dort seinen Dienst versah, und schaute diesen fragend an.
“Was ist los, Lieutenant?”, fragte Jack O´Neill sofort, da das Piepen die Ankunft einer verschlüsselten Nachricht bedeutete.
“Sir, die Icarus hat sich soeben gemeldet. Sie berichtet, das vor kurzem zwei Ha’tak und vier Al’kesh aus dem Hyperraum gekommen sind, und gegenüber der Icarus und der Asklepios Angriffsstellung beziehen”, berichtete der Lieutenant.
“Auch das noch. Kontaktieren Sie die Korolev! Colonel Chekov soll sich zur Icarus und Asklepios begeben, aber er soll auf gar keinen Fall angreifen!”, befahl General O´Neill, und der Kommunikationsoffizier gab sofort die Anweisungen an die Korolev, auf einen gesicherten Kanal weiter.
Nun nahm O´Neill mit Hilfe des Headsets, das er seit gut 2 Stunden bereits trug, Kontakt mit Thrace auf: “Starbuck. Hier ist die Phoenix, kommt so schnell ihr könnt zurück! Auf der anderen Seite des Planeten gibt es ein paar Probleme. Wir haben nämlich ungebetenen Besuch.”
“Um wen handelt es sich eigentlich? Goa’uld?”, fragte der General, nun wieder an Lieutenant Simmons gerichtet.
“Nein, es ist die Luzianische Allianz, General”, antwortete dieser, nach einen kurzem Zögern.
“Na toll”, brummte Jack.
Er hatte bereits von dieser Allianz gehört, sie wurde nach der Entmachtung der meisten Systemlords immer mächtiger und neben der Erde und der freien Jaffa-Nation, sowie den restlichen Goa’uld, wie Ba’al eine der Hauptkräfte in der Milchstraße. Die Luzianische Allianz übernahm dabei einfach die Schiffe und Planeten der schwächeren Goa’uld, die nur über wenige Jaffa und Schiffe verfügten, und dadurch wuchsen sie immer mehr. Als die Goa’uld noch die Galaxie beherrschten, waren sie nur Schmuggler und Banditen - doch nun versuchten einige Führungskräfte dieser Allianz das entstandene Machtvakuum aus, das durch die Erde, sowie von den Jaffa und deren Kampf gegen die Goa’uld entstanden ist für sich auszunutzen.
“Starbuck, haben Sie das gehört?”, fragte O´Neill.
“Ja, General. Ich bestätige sechs weitere Kontakte auf meinem DRADIS. Wir sind bereits unterwegs”, berichtete Kara.
“Wir sind zu nah an dem Planeten, darum haben wir die Ankunft nicht bemerkt”, erkannte Thor die Situation.
“Das ist korrekt”, stimmte Teal’c zu, der nun auf der Brücke erschien.
“Doch damit haben wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite”, stellte Sam fest, und Jack nickte nur zustimmend.
“In der Tat”, vernahm man auf der Brücke, den Standardspruch aus dem Mund des Jaffa.
“So nun wollen wir mal das Landen üben. Aber keine Dellen, sonst klopft ihr die wieder aus dem Landedeck wieder raus!”, ordnete Captain Thrace, an ihre drei Flugschüler gerichtet an.
Die vier Viper hatten nun die Phoenix beinahe erreicht, die vier Piloten konnten nun bereits die Lademarkierungen erkennen, und Kara erklärte noch einmal kurz, was man bei der Landung einer Viper beachten sollte. Kurz darauf erhielten die Viper ihre Landeerlaubnis. Captain Vaselov landete als Erster, danach Sergeant Lewis, gefolgt von Captain Pearson und zuletzt landete Starbuck, die mit den Landungen der anderen zufrieden war.
Auf der Brücke konnte General O´Neill, dank der Asgard-Sensoren und der Schiffskameras, alles mitverfolgen und war erleichtert, das die erste Runde ohne Probleme verlief.
Nun da alle wieder an Bord waren, gab er Anweisungen und ließ die Phoenix den Planeten langsam umrunden, um unentdeckt zur restlichen Erdflotte, auf die andere Seite von P2A-M221, zu gelangen und die Luzianische Allianz zu überraschen.
“Lieutenant Simmons, ich möchte dass Sie mir Mister Woolsey und die anderen Mitglieder des IOA auf die Brücke holen! Und rufen Sie am Besten auch Doktor Jackson her!”, ordnete General O´Neill an den Kommunikationsoffizier gerichtet, der sich sofort an die Arbeit machte. Jack hoffte eine diplomatische Lösung zu finden, denn der Krieg gegen die Goa’uld und die Replikatoren, war lang und schwer gewesen und in der Pegasus gab es die Wraith, dies reichte ihm aus.
“Sir, Mister Woolsey kommt in 10 Minuten mit den anderen Mitgliedern des IOA auf die Brücke, und Doktor Jackson ist in etwa 15 Minuten hier”, meldete Simmons, und O´Neill nickte. Jack hätte nur zu gerne einen Abstecher auf das Hangardeck gemacht, doch dieses Problem erforderte nun einmal seine Anwesenheit auf der Brücke, er seufzte ganz leise einmal kurz.
Backbord-Hangardeck der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Die Viper wurden nun bereits noch einmal kurz durchgecheckt, als die Piloten noch im Cockpit saßen, und die Jäger auf das Deck geschoben worden waren.
“Das war doch in Ordnung. Ich mache aus euch allen noch echte Viperpiloten”, stellte Kara zufrieden fest, als sie aus ihrem Cockpit stieg - auch um den Piloten Mut zu machen.
“Captain Thrace”, meldete sich nun die Stimme, von General O´Neill, über ihr Headset.
“Ja. Was gibt es General?”, fragte Starbuck.
“Gut geflogen, danke für die Verwechslung. Und sind Sie mit den Schützlingen zufrieden?”, fragte nun Jack.
“Ja, ist noch ausbaufähig, ansonsten haben sich alle drei gut geschlagen”, erzählte Kara, “ja, ich war mit dem Gedanken bei der Galactica.”
“Gut trauen Sie den 3 neuen Piloten mehr zu, zum Beispiel den Ernstfall?”, fragte O´Neill zurückhaltend.
Kara Thrace vermutete, um was es dem General dabei ging und überlegte, während sie Pearson, Vaselov und Lewis konzentriert musterte, die sich mit den anderen sechs Piloten unterhielten.
“Sie meinen die Luzianische Allianz, Sir? Ja, ich traue allen drei Piloten einen Fight zu. Die Tests im Simulator haben so einiges bewirkt”, bestätigte Starbuck, während die drei Piloten erstaunte Blicke miteinander wechselten.
“Gut. Die weiteren Übungen müssen nun etwas verschoben und ausgesetzt werden! Doch es bleiben dann noch circa 30 Stunden, wenn wir das Problem schnell in den Griff bekommen. Halten Sie sich und die drei bereit, und warten Sie auf weitere Anweisungen! O´Neill. Ende”, gab General O´Neill seine Befehle über das Headset durch, und Captain Thrace bestätigte noch einmal kurz, dann wurde die Verbindung beendet.
“So Leute ihr habt den General gehört, ihr bemannt wieder eure Viper und wartet auf weitere Befehle!”, befahl Starbuck und klatschte auffordernd in die Hände.
“Tut mir leid für euch. Ihr geht erstmal auf euere Quartiere und ruht euch aus, bleibt aber auf Bereitschaft!”, forderte Kara Thrace an die anderen sechs Neulinge gerichtet, dann stieg sie wieder in das Cockpit.
Kurz darauf wurden die Viper wieder in die Startröhren geschoben, nachdem man sie wieder betankt hatte.
25 Minuten zuvor
Milchstraße, P2A-M221, Brücken der Korolev, Icarus & Asklepios, Ha’taks
Auf den Sensoren und den Radarschirmen, der Icarus und der Asklepios, wurde nun die Ankunft mehrer Raumschiffe angezeigt, auch auf dem Planeten war nun die Flugüberwachung alarmiert. Eigentlich, war dieser Planet den Goa’uld und allen anderen ziemlich unbekannt und strategisch bedeutungslos, da er am äußersten Rand der Milchstraße lag.
“Colonel, zwei Raumschiffe der Ha‘tak-Klasse und vier Al‘kesh sind so eben aus dem Hyperraum gekommen… Wir werden gerufen”, berichtete Sergeant Johnson auf der Brücke der Icarus, an seinen Commander gerichtet.
“Stellen Sie durch, Sergeant! Videoübertragung!”, ordnete Colonel Kirkland an.
Johnson betätigte einige Knöpfe und Tasten, und kurz darauf erschien auf einem Monitor das Gesicht eines Mannes mit einer Narbe im Gesicht, der eine dunkelgraue Uniform trug.
“Ihr werdet uns eure Ladung und eure Schiffe übergeben! Wir gewähren euch freien Abzug durch das Stargate auf dem Planeten!”, kam sofort die Aufforderung von ihm, an den Colonel.
“Das wird nicht geschehen. Dürfte ich zunächst erfahren, wer Sie eigentlich sind? Denn man stellt sich zumindest vor, auch wenn man irgendwelche Forderungen stellt! Ich bin Colonel James Kirkland, United States Airforce, Commander des Erdschiffs Icarus”, antwortete der Commander der Icarus trocken.
“Ich bin Doran von der Luzianischen Allianz, Befehlshaber über diese Flotte… Moment sagten Sie gerade eben Erde?”, fragte der Offizier der Allianz nach, und zögerte einen kurzen Augenblick lang, nachdem er sich ebenfalls vorgestellt hatte.
“Ja. Auch bekannt als Tau’ri”, bestätigte Kirkland, in der Hoffnung, dass sich nun die Luzianische Allianz zurückziehen würde.
Doran überlegte kurz, und unterhielt sich auf einem anderen Kanal mit dem Commander des anderen Ha’taks.
“Ich habe gerade mit Daminus gesprochen, ich stimme ihm zu: Unser Angebot ist großzügig, übergebt uns eure Fracht und Schiffe! Bereitet euch darauf vor geentert zu werden”, meinte Doran.
“Sie begehen einen schweren Fehler”, versuchte Kirkland den Vertreter der Luzianischen Allianz zum Einlenken zu bewegen.
“Sergeant Johnson, setzen Sie den Ringtransporter an Bord außer Funktion! Und geben Sie diese Maßnahme auch an die Asklepios weiter!”, ordnete der Colonel im Flüsterton an. Der Sergeant nickte, und führte die Anordnung aus.
“Ist mir egal, ob ihr von der Erde seid. Wir sind in der Überzahl. Unterwerft euch!”, stellte Doran grinsend fest, doch dann kurze Zeit später verfinsterte sich sein Gesicht, als man ihm mitteilte, dass die Ringtransporter zu denen der Erdschiffe keine Verbindung aufbauen konnten. Er fluchte wütend vor sich hin, da nun ein Entern unmöglich war, und der Vorschlag von Daminus nun nicht mehr durchführbar war. Nämlich mit Hilfe der Ringtransporter bewaffnete Enterungseinheiten auf die Raumschiffe der Tau’ri zu senden, und sich so der Fracht und der Schiffe zu bemächtigen. Nun würde nur noch der Kampf bleiben, um dieses Ziel zu erreichen, worauf Daminus stark drängte, da er so in der Hierarchie der Luzianischen Allianz weiter nach oben aufsteigen konnte.
Das Gesicht von Colonel Kirkland war hart, er ließ eine abhörsichere Verbindung zur Asklepios herstellen, um sich mit Colonel Ronson zu beraten. Nach einem kurzem Gespräch zwischen beiden, schickte die Icarus eine verschlüsselte Nachricht, mit dem bisherigen Inhalt über die momentane Situation, an die Phoenix.
Nach etwa 5 Minuten, nährte sich nun die Korolev vom südlichen Pol des Planeten.
“Hier spricht Colonel Chekov. Colonel Kirkland, Colonel Ronson auf gar keinen Fall angreifen, nur in Verteidigungsstellung gehen - das sind die Anweisungen von General O´Neill”, meldete sich der Commander der Korolev über Funk, auf einen sicheren Kanal, bei den anderen zwei Schiffen der Erdflotte an.
Die Korolev hatte nun die Icarus und die Asklepios erreicht, schob sich dazwischen und übernahm die Spitze, um im Ernstfall ein besseres Schussfeld zu haben. Chekov achtete auch darauf, dass die Asklepios etwas mehr verdeckt war und besser geschützt war, da sie überwiegend den Platz als Lazarett- und Transportschiff in der Flotte einnahm, obwohl sie natürlich ebenfalls über Waffen und Schilde verfügte - doch Colonel Chekov wollte trotzdem kein Risiko eingehen.
“Wo ist die Phoenix?”, fragte Ronson.
“Sie muss erst einmal die Viper aufnehmen, bevor sie zu uns stößt”, antwortete der Commander der Korolev.
Auf dem Planeten, war man indes auch in höchster Alarmbereitschaft. Es waren auf den gesamten Planeten einige Flugfelder errichtet worden, um bei einem eventuellen Angriff diesen besser verteidigen zu können. Man hatte insgesamt neben dem Hauptstützpunkt auf P2A-M221 noch acht weitere kleinere Stützpunkte errichtet, die auf den beiden Kontinenten strategisch angelegt worden sind. Bei jeden dieser acht Stützpunkte wollte man bis zu 12 F-302er stationieren, und bei den zentralen Stützpunkt bis zu 20, doch war man gerade erst einmal im Aufbau begriffen, und so standen bisher nur insgesamt 20 F-302-Jäger zur Verfügung, dazu das benötigte Personal. Die Jäger wurden nun bereits bemannt, und die Piloten warteten auf das Signal zum Angriff, um den Planeten zu verteidigen.
Gegenwart
Milchstraße, Orbit von P2A-M221, Erdflotte und Luzianische Flotte
An Bord der Ha’tak und Al’kesh, von der Luzianischen Allianz hatte man auch einige der Stützpunkte von der Erde auf der Oberfläche des Planeten entdeckt, ebenso hatte man das Auftauchen der Korolev registriert.
Nun herrschte beinahe Gleichstand zwischen den beiden Kräften. Doran war sich nun nicht mehr sicher einen kurzen Kampf gegen die Flotte der Erde zu riskieren zu können, und somit einen Krieg gegen die Erde zu beginnen, dazu war die Luzianische Allianz nicht mächtig genug, dafür verfügte die Erde um zu viele Verbündete und Ressourcen. Doran zögerte, was Daminus an Bord des anderen Ha’tak spürbar nicht gefiel, denn er fragte oft nach ob er nun die Gleiter starten könne, um einen Angriff auf die Flotte der Erde zu beginnen.
“Mein Herr, die Sensoren haben soeben ein weiteres Schiff von der Größe eines Ha’tak erfasst, welches von der Gegenseite des Planeten kommt”, meldete ein Crewmitglied an Bord von Doran’ Ha’tak. Auch bei den anderen Schiffen der Flotte von der Luzianischen Allianz hatte man nun das neue Schiff auf dem Bildschirm.
Doran schaute angespannt aus dem Fenster des Pel’tak, der Brücke seines Flaggschiffes. Die Phoenix gleitete langsam und geradezu majestätisch an der äußeren Atmosphäre des Planeten entlang, und ging ebenfalls in eine Verteidigungsposition, wobei sie längsseits ging. General O´Neill war somit die Überraschung gelungen.
Nun kippten die Kraftverhältnisse völlig zu Gunsten der Erde.
´Ein wirklich mächtiges Schiff´, dachte Doran, nickte anerkennend und überlegte, wie er nun vorgehen sollte. Er hatte bereits von den Schiffen der Tau’ri gehört, sie waren nicht besonders groß, dafür aber sehr machtvoll, was an den Verbündeten der Menschen lag. Dieses neue Raumschiff so erkannte er ähnelte sehr dem, das sich vom südlichen Pol des Planeten genährt hatte. Er hatte ein schlechtes Gewissen, denn Doran hatte bereits zuvor viel Achtung gegenüber der Erde und ihren Leistungen gehabt, da sie unter anderem seinen Heimatplaneten vor ein paar Jahren von der Herrschaft der Goa’uld befreit hatte. So konnte er dann endlich auf seine Geburtswelt zurückkehren. Leider waren nicht sehr viele auf Seiten der Luzianischen Allianz der Auffassung, der Erde und den Menschen so viel Dankbarkeit und Achtung entgegen zu bringen, wie es bei dem Commander des anderen Ha’tak der Fall war.
Doch Daminus wurde blass, als er nun ebenfalls die Phoenix erblickte, als er aus dem Fenster der Brücke seines Schiffes schaute, verstummte sofort und hörte auf seinen Vorgesetzten zu drängen weiterhin zu versuchen anzugreifen.
“Mein Gebieter, wir werden von dem neuen Schiff der Tau’ri gerufen. Man will mit Euch sprechen, Herr”, meldete ein weiteres Crewmitglied an Bord von Dorans Ha’tak.
1.08 Peace or War, Part I
Doran’ Ha’tak, Orbit von P2A-M221, Milchstraße
“Mein Gebieter, wir werden von dem neuen Schiff der Tau’ri gerufen. Man will mit Euch sprechen, Herr”, meldete ein weiteres Crewmitglied an Bord von Doran’ Ha’tak.
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Mittlerweile war es nun auf der Brücke der Phoenix sehr voll geworden, denn Doktor Daniel Jackson, Richard Woolsey, Miss Shen Xiaoyi, Jean La Pierre, Russel Chapman und außerdem auch Vala Mal Doran, waren anwesend. Von der Crew der Phoenix befanden sich General O´Neill, Colonel Carter, Teal’c, Thor, Major Morris, Captain Thompson, Lieutenant Simmons und Airman Bosworth auf der Brücke, außerdem befanden sich noch einige Soldaten vor den Zugangstüren zur Selbigen.
Jack hatte sich vorher noch einen Notizblock geben lassen, um Befehle schriftlich und damit lautlos an seine Crew auf der Brücke weitergeben zu können.
“Der Kontakt zu den anderen Schiffen und zu der Bodenkontrollstation steht bereits, Sir”, berichtete Lieutenant Simmons, und drei Monitore zeigten nun die Commander der anderen Schiffe der Erdflotte.
“Die Verbindung mit den Flaggschiff, der Luzianischen Allianz ist nun auch hergestellt”, ergänzte der Lieutenant nach einer kurzen Pause.
“Gut. Dann wollen wir mal”, sagte O´Neill.
Einige Sekunden später schon, erschienen nun auch, auf einen weiteren Monitor von der Brücke, das Gesicht von Commander Doran von der Luzianischen Allianz, und kurz darauf auch das von Daminus.
“Guten Tag, Commander Doran und Commander Daminus, ich bin Major General Jack O´Neill, von der United States Air Force, Befehlshaber dieser Flotte von der Erde. Wir hegen keinerlei feindliche Absichten gegen die Luzianische Allianz. Doch sollten Sie uns herausfordern und auch angreifen, werden wir dementsprechend reagieren und uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen”, sagte Jack O´Neill.
“Es ist mir eine Ehre, Sie mal endlich kennenzulernen, General. Ich habe viel von Ihnen gehört. Mein Name ist Doran, Befehlshaber und Commander der 4. Flotte von der Luzianischen Allianz”, sagte Doran.
“Ich weiß, wurde mir bereits mitgeteilt”, gab Jack lässig zurück.
“Aha. Also, wir haben nur die gehäuften Hyperraumaktivitäten in diesem System bemerkt, und wurden hierher gesandt, um zu kontrollieren was hier vor sich geht”, erklärte Doran.
“So, nur mal nachsehen! Und warum drohen Sie und ihre Flotte, zwei von unserem Schiffen und der Besatzung, sie mögen die Fracht herausgeben und die beiden Schiffe der Luzianischen Allianz übergeben?”, fragte General O´Neill grimmig und erregt.
“Tut uns Leid. Wir wussten nicht gleich, wer Sie sind”, versuchte Doran, die Wogen zu glätten, da er großen Respekt vor den Tau’ri hatte.
“Doch nun wisst Ihr von der Luzianischen Allianz Bescheid, wer wir sind”, entgegnete O´Neill nun mit ruhigerer Stimme.
“Ist Ihre Stellung in der Allianz hoch genug, um diplomatische Verhandlungen zu führen und abzuschließen, Commander Doran?”, fragte General O´Neill nun.
“Ja, das ist sie. Ich bin dafür befugt”, antwortete der Befragte, und schöpfte nun Hoffnung, trotz des Zwischenfalls direkte Verhandlungen und Beziehungen mit der Erde knüpfen zu können.
Brücke von Daminus Ha’tak, Orbit von P2A-M221
Daminus verfolgte das Gespräch die ganze Zeit sehr aufmerksam, auch betrachtete er durch die Videoübertragung die Tau’ri genauer. Commander Daminus sah sich auf dem Bildschirm seines Raumschiffs alle an, er sah viele Menschen, einen kleinen Außerirdischen, einen Jaffa, bis sein Blick bei einer schwarzhaarigen weißen Frau hängenblieb.
´Das gibt es doch nicht, das ist doch diese verfluchte Diebin. Endlich habe ich dich gefunden´, dachte Commander Daminus, und verzog leicht das Gesicht.
“Herr. Wir haben noch einmal den Planeten und ebenso das umliegende System gescant, wie Ihr es befohlen habt. Hier gibt es wirklich sehr viel Naquadah und andere wertvolle Rohstoffe”, meldete nun einer seiner Offiziere, und riss Daminus aus dessen finsteren Gedanken.
Vala Mal Doran hatte ebenfalls Commander Daminus sofort wiedererkannt, doch ließ sie sich nichts davon anmerken.
Schutzbunker und Weltraumüberwachung von P2A-M221
Auf den Stützpunkten des Planeten, die die Erde dort errichtet hatte, herrschte nach wie vor DEFCON 2. Alle F-302er wurden von den zur Verfügung stehenden Piloten besetzt, darunter auch von Colonel Mitchell.
Colonel Reynolds, der das Kommando über diesen Außenposten der Erde hatte, verfolgte aufmerksam das Gespräch zwischen General O´Neill und Commander Doran.
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Mister Woolsey sprach sich kurz mit Doktor Jackson und General O´Neill ab, während Commander Doran gespannt wartete.
“Das freut uns. Die Gespräche in dieser Angelegenheit, werden Mister Richard Woolsey und seine drei Kollegen des IOA, Doktor Daniel Jackson und Teal’c mit Ihnen führen”, erklärte der General, und deutete dabei auf die einzelnen Personen, die in seiner Nähe standen.
“Ich bin einverstanden mit Ihrem Vorschlag. Doch bitte entschuldigen Sie mich für einen Moment, da ich mich zunächst mit den Offizieren meiner Flotte beraten muss”, sagte Doran, da Daminus ihm soeben eine verschlüsselte Botschaft gesendet hatte.
Die Kommunikation wurde für etwa 10 Minuten unterbrochen, bevor es wieder Kontakt, per Bild- und Tonübertragung mit den beiden Ha’tak der Luzianischen Allianz gab.
“Wir werden diese Gespräche mit Ihnen, und den vorgeschlagenen Personen führen. Als Ort für diese Gespräche, schlage ich den Planeten vor, da Sie bereits dort Unterkünfte errichtet haben”, erklärte Commander Doran, an Woolsey gerichtet.
“In Ordnung, Commander Doran. Ich werde die notwendigen Vorbereitungen dafür veranlassen”, sagte Richard Woolsey.
“Doch unter einer Bedingung: Wir wollen das Sie uns diese schwarzhaarige Frau, mit dem Namen Vala Mal Doran ausliefern”, hakte Daminus nach.
“Weswegen?”, fragte Woolsey, der den Grund dafür erfahren wollte.
“Sie ist eine gemeine, hinterhältige Diebin. Und die Art von Diebstahl, den sie begangen hat, wird auf unseren Planeten mit dem Tod bestraft”, übernahm Daminus die Aufklärung des Grundes für diese Forderung.
“Was hast Du diesmal mitgehen lassen?”, fragte Daniel, drehte sich dabei in Richtung Vala um, die ganz unschuldig tat.
Da Vala nicht antwortete, übernahm es Daminus und sagte voller Zorn: “Ich habe sie dabei ertappt, als sie eine uralte Steintafel an sich genommen hatte, welche sich seit vielen Generationen in den Besitz meiner Familie befindet. Vala hat mich mit einen Zat’nit’tikel niedergeschossen, und als ich wieder zu mir kam, war diese Diebin weg.”
“Ah, ja. Wir würden es ja tun, … doch gibt es da einen gewissen Haken: Es würde den Tod eines sehr guten Freundes von mir bedeuten”, schaltete sich Jack ein, der nun sehr besorgt zu Daniel rüberschaute.
“Doch wir sollten in der Lage sein, eine Lösung zu finden, die beide Seiten zufriedenstellt”, ergänzte Woolsey, der sich ebenfalls Sorgen, wegen Doktor Jackson machte.
In der nächsten halben Stunde, hatten es Richard Woolsey und Daniel Jackson mit gutem Verhandlungsgeschick und der Erklärung der Umstände nun doch erreicht, dass die Verhandlungen mit der Luzianischen Allianz trotz allem auf dem Planeten stattfinden konnten.
P2A-M221
Nach einer guten Stunde, landete ein Tel’tak, ein Frachtschiff mit der Gesandtschaft mit Doran von der Luzianischen Allianz, etwas außerhalb der Hauptbasis auf dem Planeten. Die zwei Todesgleiter, die das Tel’tak als Eskorte zu dem Planeten begleitet hatten, kehrten nachdem die Delegation der Allianz das Frachtschiff verlassen hatte, zu den Ha’tak von Doran zurück.
Für das Gespräch hatte man eine Baracke vorbereitet, wo sich bereits Mister Woolsey, Doktor Jackson, Miss Xiaoyi, Monsieur La Pierre, Mister Chapman, Teal’c und auch Vala aufhielten, und auf die Ankunft von Commander Doran und seiner Offiziere warteten. Man hatte überlegt Vala auf der Phoenix zu lassen, doch General O´Neill ging kein Risiko ein, und schickte sie widerwillig ebenfalls, unter der strenger Bewachung von Teal’c und vier Soldaten, runter auf den Planeten.
Zuvor hatte man ein paar Vereinbarungen getroffen: Captain Thrace durfte nun solange, das Gespräch dauerte weitere Flugstunden mit den neuen Viperpiloten absolvieren, wenn auch nur im Bereich zwischen der Phoenix, der Korolev und der Asklepios. Die Icarus war indes mit einem Al’kesh der Luzianischen Allianz, zu einer gemeinsamen vereinbarten Forschungsmission zu dem Asteroidengürtel, dieses Sonnensystems aufgebrochen.
In diesem Gespräch hatte Woolsey erklärt, dass Vala mit Hilfe zweier Goa’uld-Armbänder Daniel hereingelegt hatte, und sie so beide untrennbar miteinander verbunden waren, dadurch wollte die Frau den Archäologen dazu zwingen eine alte Tafel zu übersetzen, die sie von Daminus kurz zuvor gestohlen hatte, und außerdem in der Sprache der Antiker geschrieben war. Daniel hatte dann erzählt, dass es dabei um einen Schatz geht, der dort auf der Erde von den Antikern versteckt und zurückgelassen wurde. Danach gab Vala zu, dass sie davon gehört hatte, und sich aus diesem Grund bei der Luzianischen Allianz eingeschlichen hat, um Daminus dann diese Steintafel zu entwenden.
Die Delegation der Allianz, mit Commander Doran an der Spitze, hatte nun die Baracke erreicht und betreten, in der ein großer langer Tisch aufgestellt worden war.
“Commander Doran und Commander Daminus, meine Herren, Willkommen auf
P2A-M221, so nennen wir bisher diesen Planeten”, begrüßte Woolsey, die Gäste.
“Ich bin Richard Woolsey, das ist Doktor Daniel Jackson, Miss Xiaoyi, Doktor Markova, Colonel Chekov, Mister Chapman und Monsieur La Pierre”, stellte er nun sich persönlich und die anderen Vertreter der Erde vor, “bitte setzen sie sich”.
Die ganze Zeit schon funkelte Daminus Vala böse an, die in Handschellen gefesselt von Teal’c und vier Soldaten streng bewacht wurde, wie er zufrieden feststellte.
Als nun alle Platz genommen hatten, eröffneten Woolsey und Doran im gegenseitigen Einvernehmen die Verhandlungsrunde, es wurden nun die einzelnen Stichpunkte zusammengetragen. Man stellte gegenseitige Forderungen, grundsätzliche Bedingungen und machte Zugeständnisse auf beiden Seiten.
Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Dank des Stargates was auf der Phoenix installiert worden war, konnte nun General O´Neill persönlich das Stargate-Center und die Erde, über die aktuelle Situation vor Ort informieren.
“Geht in Ordnung Jack, ich leite alles an General Hammond und das IOA weiter. Lasst wieder von euch hören, sobald es etwas Neues gibt”, sagte General Landry.
“Sicher machen wir, Hank”, meinte General O´Neill grinsend, “doch hoffentlich dauert es nicht allzu lange.” Jack seufzte kurz, dann wurde kurz darauf das Stargate auf der Phoenix abgeschaltet.
Asteroidengürtel des Planetensystems von P2A-M221
Die Icarus und das Al’kesh hatten nun den Asteroidengürtel endlich erreicht, wo es viel Naquadah geben sollte.
Dieser Asteroidengürtel entstand, als vor vielen Millionen Jahren einige Planeten miteinander kollidiert waren.
Die beteiligten Leute an dieser Mission sollten ermitteln, wie viel Naquadah und andere Rohstoffe es ungefähr in diesem Asteroidengürtel gab, um zu ermitteln welche Menge davon die Luzianische Allianz abbauen darf. Woolsey und Doran hatten sich darauf nach kurzer Zeit geeinigt, dass es zumindest ein Drittel des Asteroidengürtels der Allianz zusteht, während Daminus darauf pochte den gesamten Asteroidengürtel ausbeuten zu können - ohne die Auflagen der Erde.
P2A-M221
Colonel Reynolds saß entspannt in seinem Stuhl seines Büros, da nun das Gespräch mit der Luzianischen Allianz begonnen hatte, konnte sich Reynolds um andere Dinge kümmern. Er hatte vor ein paar Minuten eine Meldung von Colonel Kirkland und der Icarus erhalten, die er an General O´Neill weiterleiten ließ, mit dem Inhalt, dass die Icarus und das Al’kesh nun den Asteroidengürtel erreicht hatte, und man nun mit den Untersuchungen begonnen habe.
Zur selben Zeit wurde gerade in einer Baracke heftig diskutiert, besonders Daminus und sein Verhältnis zu Vala war ein kritischer Punkt, während der gesamten Sitzung.
“…Commander Daminus, Vala Mal Doran hat Sie und auch uns benutzt, insbesondere Doktor Jackson. Und Sie verstehen nun hoffentlich, dass wir auf diese Forderung nicht eingehen können, und Sie sich den Vorschlag unsererseits noch einmal genau überlegen”, argumentierte Woolsey vehement aber mit ruhiger Stimme.
“Dann geben Sie uns halt auch noch Doktor Jackson”, antwortete Daminus kühl.
“Das reicht jetzt Daminus!”, forderte Doran im klaren Befehlston.
“Die Forderungen und Zugeständnisse der Tau’ri sind akzeptabel, wenn auch wir unseren Teil des Vertrages einhalten”, versuchte Doran nun zu einem guten Ende der Verhandlungen zu kommen, und nickte Woolsey, sowie den anderen Vertretern der Erde zu.
“Gut. Ich werde die einzelnen Punkte zusammenfassen und den Vertrag aufsetzen. Was sicherlich einige Stunden in Anspruch nehmen wird, bis er zur Unterzeichnung fertig ist”, sagte Daniel in die Runde, an alle Beteiligten gerichtet.
Nun erhoben sich alle, um sich nun die Hände zu reichen. Daminus war zu dieser Handlung nur widerwillig bereit. Vala atmete erleichtert auf, war es doch gut gewesen in gewisser Sichtweise jene Armbänder einzusetzen.
Woolsey lud nun alle Beteiligten zu einem Buffet ein, welches draußen in einem Zelt vorbereitet worden war. Doran und seine Delegation blieben, für etwa 15 Minuten, um nicht unhöflich zu erscheinen, dann ließ er sich und seine Begleiter entschuldigen, da er nun auch seiner Führung berichten musste.
Phoenix, Orbit von P2A-M221
“Wie liegen wir in der Zeit, Carter?”, fragte O´Neill, als er Colonel Carter vor der Brücke antraf.
“Die Verhandlungsrunde ist seit einigen Minuten beendet. Daniel wird in Kürze mit Hilfe des IOA den Vertrag aufsetzen. Captain Thrace ist gerade mit allen Viperpiloten zurückgekehrt, wie es zuvor mit der Luzianischen Allianz vereinbart worden war. Die Icarus und das Al’kesh haben mit den Untersuchungen im Asteroidengürtel begonnen.
Wir haben noch exakt 14 Stunden, bis es planmäßig weitergehen soll”, berichtete Sam, und schaute dabei auf die Uhr. Jack nickte kurz und sah Sam an, und sagte: “Okay. Ich werde mir mal mit Captain Thrace sprechen, wie es mit den Piloten aussieht. Mister Woolsey soll der Erde von den Ergebnissen der Verhandlungen berichten… Ach so, liebe Grüße von General Landry”, sagte O´Neill.
“Wird erledigt, Sir. Danke”, sagte Carter.
“Gut. Colonel Carter, Sie haben weiterhin die Brücke!”, ordnete der General an, dann drehte sich dieser um, und machte sich nun auf dem Weg zum Backbord-Hangardeck. Auf dem halben Weg dorthin, kam Jack nun Starbuck entgegen, die ihrerseits auf der Suche nach dem General war. Kara hielt in ihrer linken Hand einige Blätter Papier, und die rechte Hand hatte sie in die Hüfte gestemmt.
“Schön das ich Sie treffe, Sir. Ich habe hier meinen Bericht, über die neuen Viperpiloten vorbereitet”, sagte Starbuck mit einem Grinsen, und drückte O´Neill drei hand beschriebene Blätter in die Hände. Captain Thrace hatte darauf Notizen und Beurteilungen zu jeden der elf Piloten gemacht.
“Danke Captain, trifft sich gut. Und kann man mit allen elf Neulingen was anfangen?”, fragte General O´Neill mit einem Lächeln, und überflog den Bericht.
“Wenn ich die benötigte Zeit hätte schon, dann könnte man noch etwas aus allen herausholen. Die drei Stunden eben, waren eigentlich zu wenig - doch einige haben es ziemlich schnell kapiert”, fasste Kara Thrace kurz zusammen.
Jack O´Neill hatte dies gehofft, und natürlich war es nicht eingeplant, dass man sich nun auch noch diplomatisch mit der Luzianischen Allianz auseinandersetzen muss.
“Und was macht die Diplomatie, General?”, fragte Captain Thrace, während beide nebeneinander hergingen und sich dabei unterhielten.
“Daniel macht mit dem IOA den Vertrag fertig, so viel ich weiß. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, dann hätten wir noch einige Stunden Zeit”, antwortete O´Neill zynisch, und überflog weiterhin den Bericht, den er von Starbuck bekommen hatte.
“Stellen Sie auf jeden Fall schon mal die Staffeln zusammen, mit jeweils drei Viper, und bleiben sie in Alarmbereitschaft!”, legte General O´Neill fest, und gab damit seine Befehle direkt an Captain Thrace weiter, als er den Bericht durchgesehen hatte.
“Weswegen Sir?”, fragte Starbuck, konnte sich aber bereits vorstellen weshalb.
“Ist so ein Bauchgefühl, Captain. Teal’c hatte von mir die Aufgabe erhalten, nicht nur auf diese Vala aufzupassen, sondern auch auf diese Typen von der Allianz zu achten. Er hat mir per Funk mitgeteilt, dass dieser Daminus auf Grund seiner Hassgefühle zu Vala… eine Dummheit begehen könnte”, erklärte Jack.
“Gut, wenn Sie es so wollen Sir. Ich stelle jetzt meine Viper-Staffeln zusammen, und gebe Ihnen dann die Zusammensetzung bekannt”, sagte Kara und nickte zustimmend.
“Hört sich gut an, tun Sie das Captain. Ich bin die nächsten gut 2 Stunden in meinem Quartier”, sagte General O´Neill, und blieb vor seinem Quartier, das beide nun erreicht haben, stehen und dachte kurz nach.
“Ach ja, Sie haben das Kommando über alle Viperpiloten, ich befördere Sie hiermit mit sofortiger Wirkung… wie heißt es bei Ihnen in der Kolonialen Flotte,… nein, nicht vorsagen… Moment ja, ich habe es, zum CAG!”, entschied Jack, worauf Kara vor ihm salutierte und er es ihr gleich tat. Kurz darauf öffnete er die Tür seines Quartiers, betrat es und schloss die Tür dann wieder, und Kara machte sich nun auf den Weg in ihr Quartier, um die Staffeleinteilung zu tätigen.
Nach einer Stunde kam ein Soldat in das Quartier von General O´Neill, und überreichte Jack ein Blatt mit der Staffeleinteilung der Viperpiloten, die Kara Thrace vorgenommen hatte.
“Danke, Airman Bosworth”, sagte O´Neill, worauf der Soldat kurz salutierte und das Quartier des Generals sofort wieder verließ, der den militärischen Gruß, wie üblich locker erwiderte.
Jack faltete nun das Blatt auseinander, und sah sich nun in Ruhe die Staffeleinteilung an:
Viper - CAG: Captain Thrace
-rote Staffel: Captain Thrace (Staffelführer), Lieutenant Hailey, Lieutenant Pearson
-blaue Staffel: Captain Pearson (Staffelführer), Lieutenant Morrison, Sergeant Lewis
-grüne Staffel: Major Castleman (Staffelführer), Captain Trevors* , Lieutenant Allic*
-gelbe Staffel: Captain Vaselov (Staffelführer), Lieutenant Karpov, Lieutenant Leeds
* = sitzen derzeit noch nach, deshalb sind die grüne und gelbe Staffel vorläufig, als schwarze Staffel zusammengelegt: Major Castleman (Staffelführer), Captain Vaselov, Lieutenant Karpov und Lieutenant Leeds
PS: Habe bei Thor noch einmal, 16 Viper und ebenso 16 Pilotenanzüge bestellt, er hat zugestimmt. Bräuchte übrigens noch einige Piloten,
Starbuck
Jack musste schmunzeln, als er die letzten beiden Zeilen gelesen hatte.
“Mal schauen, ob ich ein paar finde”, sagte er leise, stand dann auf, um Colonel Carter nun auf der Brücke abzulösen.
Als General Jack O´Neill gerade gutgelaunt aus seinem Quartier herausgetreten war, und die Tür geschlossen hatte, um sich auf den Weg zur Brücke zu machen, gellte nun unvermittelt der Alarm los. Er spürte ein leichtes Vibrieren und ein leichtes Zittern unter seinen Füßen, etwas schlug auf die Schutzschilde der Phoenix auf.
“Was zum…?!”, brummte Jack, und eilte nun eilig in Richtung Brücke.
…
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1.09 Peace or War, Part II
Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße
Als General Jack O´Neill gerade gutgelaunt aus seinem Quartier herausgetreten war, und die Tür geschlossen hatte, um sich auf den Weg zur Brücke zu machen, gellte nun unvermittelt der Alarm los. Er spürte ein leichtes Vibrieren und ein leichtes Zittern unter seinen Füßen, etwas schlug auf die Schutzschilde der Phoenix auf.
“Was zum…?!”, brummte Jack, eilte nun zielstrebig in Richtung Brücke, und beschleunigte nun noch einmal seine Schritte.
2 Stunden zuvor
Bibliothek der Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße
Daniel Jackson unterhielt sich lange mit Richard Woolsey, sowie den anderen Vertretern des IOA, nachdem alle von dem Planeten zurückgekehrt waren, und gingen nun gemeinsam alle einzelnen Punkte des Abkommens noch einmal genau durch, damit der Wissenschaftler endlich den Vertrag aufsetzen konnte.
“Wir müssen aber bei diesen Punkt noch warten, bis die Icarus und das Al’kesh zurückgekehrt sind”, bemerkte Woolsey nach einer Weile, als es um den Stichpunkt des Abbaus von Naquadah und anderer Rohstoffe ging, die im Asteroidengürtel des Systems von P2A-M221 vermutet wurden.
“Ja, das ist korrekt. Doch da wir uns auf eine Drittelung des Asteroidengürtels geeinigt haben, weil wir zuerst hier waren, und diese Welt als erste besiedelt haben”, stellte der Archäologe fest.
“Das mag sein. Aber wir wollen der Luzianischen Allianz doch nicht ernsthaft gestatten, hier auf diesen Planeten einen Stützpunkt zu errichten, und zusätzlich im Asteroidengürtel Raumstationen”, meinte La Pierre, das IOA - Mitglied aus Frankreich zweifelnd.
“Dafür muss aber, wie vereinbart, die Allianz auf die Nutzung des Stargates verzichten, welches sich dann in unseren Stützpunkt befindet”, entgegnete Woolsey mit ruhiger Stimme.
“Ich habe vorhin mit Thor gesprochen. Die Asgard wären dazu bereit den Planeten mit einem ihrer Schiffe zu überwachen, sowie einzugreifen falls es erforderlich sein sollte. Zumindest so lange bis wir weitere Schiffe zur Verfügung haben, um die Flotte der Erde zu vergrößern, und dann selbst diese Aufgabe zu übernehmen”, erzählte Daniel nun von seinem Gespräch mit Thor.
Die Vertreterin aus China nickte kurz zufrieden, und sagte: ”Nachdem die USA und Russland Schiffe erhalten haben, steht der Volksrepublik China laut Regelung eines der Neuesten zu.”
“Das stimmt. Von den zurzeit sich im Bau fünf befindlichen Schiffe, steht China jeweils ein Schiff der Daedalus-Klasse und der Prometheus-Klasse zu”, erklärte Richard Woolsey mit einem Kopfnicken.
“Dann übernimmt also die Volksrepublik China diese Aufgabe?”, fragte der Vertreter Großbritanniens, Mister Chapman nach.
“Ja”, sagte Miss Xiaoyi.
“Gut. Dann wäre das nebenbei ebenfalls geklärt. Doktor Jackson, Sie machen den Vertrag, wie nun besprochen, fertig. Meine Kollegen und ich begeben uns in den Torraum, und werden unsere Vorgesetzten auf der Erde informieren, wie die Verhandlungen mit der Luzianischen Allianz bisher verlaufen sind”, sagte Woolsey, stand auf, ebenso seine Kollegen und verließen gemeinsam die Bibliothek.
Doktor Daniel Jackson blieb allein zurück, war aber nur ungefähr eine Viertelstunde lang allein, als Doktor Svetlana Markova in Begleitung einer russischen Offizierin die Bibliothek betrat, während der Archäologe konzentriert an einem Computer arbeitete.
Doktor Markova hatte, als eine der führenden Wissenschaftlerinnen, die Mission an Bord der Icarus begleitet und die Untersuchungen geleitet. Nun hatte sie die Endergebnisse parat, die man im Asteroidengürtel erzielt hatte.
Daniel sah nun von seiner Arbeit auf, und Svetlana erklärte kurz, dass sie kurz mit Woolsey gesprochen hatte, und dass es genügend Naquadah und andere Rohstoffe im Asteroidengürtel gab. Auch der Offizier und Kapitän des Al´kesh, Samos, hatte die Ergebnisse bestätigt und an Doran weitergeleitet, welcher das Angebot bestätigte.
“Danke, Doktor Markova, somit kann ich den Vertrag nun fertig machen”, sagte Daniel zufrieden.
“Gern geschehen, Doktor Jackson. Viel Glück”, sagte Svetlana, und verließ mit diesen Worten in Begleitung der russischen Offizierin wieder die Bibliothek.
1 Stunde und 20 Minuten zuvor
Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße
Mister Woolsey berichtete per Übertragung nun General Landry, wie das Gespräch mit der Luzianischen Allianz verlaufen war, und welches Ergebnis man erzielt hatte.
“…Doktor Jackson müsste innerhalb der nächsten Stunde fertig sein, dann können wir das Abkommen unterzeichnen”, berichtete Richard Woolsey.
“Klingt gut, Mister Woolsey. Schicken Sie uns einfach die Daten, wenn Sie den Vertrag unterzeichnet haben durch das Stargate!”, sagte der Leiter des SGC, und gab somit gleich die Anweisungen des IOA an Richard Woolsey weiter.
“Das machen wir, General”, meinte Woolsey, und nickte Sergeant Benson zu, der neben ihm saß und nun das Stargate abschaltete.
1 Stunde zuvor
Doran’ Ha’tak, Orbit von P2A-M221, Milchstraße
Daminus war zu einer Besprechung auf das Schiff seines Vorgesetzten gekommen, genauso wie die Kommandanten der Al’kesh’, wie Samos, der von der Mission zurückgekehrt war.
“…ich danke Dir, für diesen ausführlichen Bericht, Samos. Ich bin sehr zufrieden”, sagte Doran lächelnd, “und sobald der Vertrag unterzeichnet ist, können wir auch schon mit dem Abbau und der Errichtung unseres Stützpunktes beginnen.”
“Wir könnten auch sofort beginnen, wenn die Tau´ri nicht hier wären”, knurrte Daminus verächtlich, und erntete darauf gleich einen wütenden Blick seines Vorgesetzten.
“Lasst mich mit Commander Daminus allein, kehrt auf eure Schiffe zurück!”, befahl der Befehlshaber der 4. Luzianischen Flotte, da er sich noch einmal persönlich mit seinem Untergebenen unter vier Augen unterhalten wollte.
Nachdem alle den Raum verlassen hatten, atmete Doran noch einmal tief durch, um Daminus zurechtzuweisen.
“Ohne die Menschen von der Erde, wüssten wir nicht von diesem Planeten, und seinen Rohstoffen. Auch verdanken wir ihnen, dass sie die Macht der Goa’uld gebrochen haben, wobei die Tau´ri viele Völker befreit und geholfen haben, und dafür verdienen diese Menschen unser aller Respekt - auch den Deinigen, Daminus.”
“Das mag sein, Commander Doran. Sie haben große Taten vollbracht. Aber die Tau´ri haben diese Plagegeister, die Replikatoren genannt werden, in unsere Galaxie geführt”, entgegnete Daminus unberührt.
“Welche aber von den Tau´ri erfolgreich besiegt worden sind”, stellte Doran klar.
“Na schön, sie haben etwas geleistet. In meinen Augen wollen die Tau’ri aber unsere Galaxie beherrschen, und errichten deswegen viele Stützpunkte, die in der gesamten Galaxie verstreut sind”, warf Daminus ein.
“Sie wollen alles andere, als die Herrschaft über diese Galaxie. Die Menschen von der Erde sind Entdecker, Forscher und gute Verbündete, die sich in zahlreichen Kämpfen gegen die Goa´uld und andere feindliche Rassen bewährt haben. Außerdem sind noch nicht alle Systemlords besiegt, es gibt noch ausreichend, die alles was erreicht wurde, wieder zunichte machen könnten. Auch wir haben zahlreiche Stützpunkte errichtet, was Du offenbar vergessen hast”, gab sein Vorgesetzter zurück.
“Doch weshalb wird dann neutrale Zonen im Asteroidengürtel eingerichtet, der nicht angerührt werden darf?”, fragte Daminus böse.
“Was ist nur los mit Dir? Das steht doch alles im Abkommen, und laut der erzielten Daten sind wir lange damit beschäftigt alle Rohstoffe in unserem Drittel des Asteroidengürtels abzubauen, wie es vereinbart ist. Auch ist uns zugesichert worden Raumstationen, die dem Abbau und der Verarbeitung dienen zu bauen, und auf diesen Planeten dort unten eine Fabrik und einen Stützpunkt zu errichten”, listete Doran auf.
“Ja. Und? Die Stelle dafür wurde uns von den Tau`ri zugewiesen”, murrte Daminus.
“Die Tau´ri waren zuerst hier. Also spricht nichts dagegen. Auch hat die Führung der Luzianischen Allianz nach einer Abstimmung, mit großer Mehrheit, dem Abkommen zugestimmt - auch wenn es noch nicht unterzeichnet ist. Das Thema ist damit beendet! Wir sehen uns zur Unterzeichnung wieder! Geh!”, beendete nun Doran mit Schärfe in der Stimme das Gespräch.
“Wie ihr es befiehlt, Herr”, antwortete Daminus, dann stand er auf, und verließ immer noch sehr zornig das Schiff seines Vorgesetzten, mit dem Ringtransporter.
Der Befehlshaber der 4. Luzianischen Flotte, Commander Doran, verstand die Welt nicht mehr. Man hatte sehr viel erreicht, auch wurde zugesichert den auf der Erde verborgenen Schatz, mit der Luzianischen Allianz zu teilen. Die Vertreter der Erde hatten eingewilligt, das Daminus als ursprünglicher Besitzer freie Wahl hätte sich Gegenstände auszusuchen. Doran schüttelte verständnislos den Kopf.
´Die Erde hätte uns auch aus dem All pusten können´, dachte er.
Vor 15 Minuten
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221, Milchstraße
Daniel Jackson erschien auf der Brücke, und hielt eine Mappe in der Hand, in der sich der fertige Vertrag befand. Wenige Sekunden später folgten auch Richard Woolsey und die anderen Vertreter des IOA.
“Colonel Carter, informieren Sie die Luzianische Allianz das wir soweit sind”, bat Woolsey, als er die Brücke betreten hatte.
“In Ordnung, Mister Woolsey. Lieutenant Simmons, melden Sie Commander Doran, dass der Vertrag zur Unterzeichnung fertig ist!”, ordnete Sam an.
Der Kommunikationsoffizier machte sich an die Arbeit, und schickte die Botschaft raus.
Kurz darauf wurde eine Verbindung hergestellt, und Doran, Woolsey und Jackson einigten sich darauf, sich in einer halben Stunde auf den Planeten zu treffen, um das Abkommen zu unterzeichnen.
Gegenwart
Brücke der Phoenix, Orbit und Planet P2A-M221, Milchstraße
General Jack O´Neill hatte nun endlich die Brücke seines Schiffes erreicht.
“Colonel Carter, Bericht!”, forderte Jack, der völlig außer Atem war.
“Commander Doran, was machen Sie denn hier auf meiner Brücke?”, fragte der General, als er nun den Befehlshaber der 4. Flotte der Luzianischen Allianz entdeckte.
Jack O´Neill entdeckte unter anderem noch Daniel Jackson und Richard Woolsey, sowie die anderen Vertreter des IOA, die sich ebenfalls auf der Brücke der Phoenix aufhielten. O´Neill’ Blick wanderte fragend und forschend hin und her.
Colonel Samantha Carter, hielt es für angebracht, den General nicht weiter warten zu lassen, sondern ihm endlich zu berichten, was in den letzten Minuten geschehen ist.
“Sir. Das Tel’tak, auf dem sich Commander Doran an Bord befand, wurde vor 5 Minuten von einem Al’kesh attackiert und kurz darauf zerstört. Nachdem wir von dem Frachtschiff ein Notruf erhielten, ist es und gelungen, die gesamte Besatzung um Commander Doran an Bord zu beamen.”
“Gut Carter, das sehe ich. Und was zur Hölle geht hier noch vor? Und wer schießt da gerade auf uns? Der Hagel geht mir nämlich so langsam auf die Nerven”, hakte General O´Neill nach, und musterte konzentriert Doran.
“Daminus. Ich wollte ihn mit meinem Frachtschiff abholen, um mit ihm und anderen Offizieren auf den Planeten fliegen, und dann das Abkommen unterzeichnen. Doch er hat erwidert, er komme nach, da noch etwas Wichtiges zu erledigen sei. Kurz darauf meldete er sich und sagte ´ich sei zu schwach für dieses Kommando´, kurz danach wurden wir bereits angegriffen. Daminus hat doch wirklich versucht mich umzubringen. Weil ich nicht wusste, wem ich noch vertrauen kann, habe ich mich an Sie gewandt. Und seitdem feuern sein Ha‘tak und mindestens ein Al’kesh auf ihre Flotte”, berichtete Doran, der noch immer unter Schock stand, auf Grund der Ereignisse, genauso wie sieben seiner Begleiter, die an der Wand lehnten. Jack zog angestrengt Luft durch die Zähne ein.
“Aha. Gibt es eine Bestätigung, und wie ist der Status?”, fragte General O´Neill, der sich nun in seiner Vorahnung bestätigt sah, und rieb sich nachdenklich seine Stirn.
“Momentan feuern zwei Schiffe, wie von Commander Doran berichtet auf unsere. Die Schilde sind bei allen unserer vier Schiffe bei 100 Prozent. Colonel Chekov, Colonel Kirkland und Colonel Ronson wollen wissen, wie sie sich verhalten sollen”, meldete Lieutenant Simmons.
“Ich will sofort eine Verbindung zu den Schiffen der Luzianischen Allianz!”, verlangte General O´Neill.
“Ist erledigt, Sir”, meinte der Kommunikationsoffizier, nach wenigen Sekunden.
“Commander Daminus, hier spricht General Jack O´Neill von dem Erdschiff Phoenix, stellen Sie umgehend alle feindlichen Aktivitäten ein, sonst werden wir entsprechend antworten!”, forderte O´Neill über Funk, erhielt aber keine Antwort.
“Ist es möglich, das Ha’tak und das Al’kesh durch Entern wieder unter Kontrolle zu bringen, General O´Neill? Denn ich glaube nicht, dass alle Besatzungsmitglieder an dieser Meuterei teilnehmen”, fragte Doran, dem eine Idee kam.
Jack wurde hellhörig, und Doran erklärte nun allen kurz den Einfall, den er hatte. Der Plan sah vor, durch mehrere Teams von Soldaten der Allianz und der Erde das Ha’tak wieder unter Kontrolle zu bringen, die man mit Hilfe der Asgardtransporttechnologie auf das Schiff von Daminus beamen wollte.
“Das könnte funktionieren. Doch wir brauchen dafür die Schildfrequenz des Schiffes, um diesen Plan durchzuführen”, sagte Colonel Carter.
“Bekommen Sie, Colonel”, sagte Commander Doran, und teilte Sam die Daten mit.
“Major Morris, stellen Sie 20 bis 28 Marines für ein Enterungskommando zusammen, und bereiten Sie sich sofort auf ihren Einsatz an Bord eines Ha’tak vor!”, ordnete General O´Neill über Funk, den Soldaten auf.
“Das feindliche Schiff hat eine große Anzahl von Gleitern gestartet”, meldete Thor, der das Radar überwachte, “sie nehmen Kurs auf den Planeten.”
“Wie bitte? Tut mir sehr leid, Commander Doran. Aber meine Leute auf dem Planeten sind in großer Gefahr, ich muss darauf reagieren. Lieutenant Simmons, bringen Sie mir Captain Thrace ans Funkgerät!”, stellte O´Neill entschlossen fest.
“Ja, General O´Neill… Captain Thrace. Die Funkverbindung steht”, meldete Simmons nach kurzer Zeit.
“Ja. Was gibt es Sir?”, fragte Starbuck, und erwartete die Anweisungen von O´Neill.
“Die Feuertaufe für die neuen Piloten. Ein Geschwader von 30 Gleitern ist im Begriff unseren Stützpunkt auf den Planeten anzugreifen. Der Auftrag an Sie und alle Viperstaffeln ist Verfolgung aufzunehmen, und alle Ziele zu zerstören! Sie alle haben sofortige Startfreigabe!”, ordnete General O´Neill über Funk an.
“Verstanden, Sir. Das sind eine Menge, doch das schaffen wir schon”, sagte Kara.
“Ich weiß, Captain. Sie werden es aber nicht allein mit allen zu tun haben, die werden sich vermutlich aufteilen, wenn sie merken dass sie verfolgt werden. Außerdem bekommen Sie Hilfe von den F-302ern. Kommt alle gesund zurück, und gute Jagd da draußen”, sagte Jack zum Schluss, bevor er die Funkverbindung beendete.
Orbit von P2A-M221
Nach wenigen Minuten waren alle zehn Viper gestartet, und nahmen die Verfolgung auf. Die rote Staffel mit Captain Thrace übernahm die Führung, dahinter folgten die blaue und die schwarze Staffel, so dass die drei Staffeln gemeinsam einen Keil bildeten.
Brücke der Phoenix
“10 Viper gegen eine solche Übermacht”, meinte Woolsey zweifelnd, der den Plan von O´Neill nicht mitbekommen hatte.
“Immer mit der Ruhe, Mister Woolsey… Colonel Reynolds, hier ist General O´Neill, ihr bekommt Besuch da unten”, sagte Jack mit einem Grinsen, bevor er Kontakt mit den Befehlshaber des Stützpunktes auf dem Planeten aufnahm.
“Haben wir bereits gemerkt. Wir starten in wenigen Minuten alle verfügbaren Vögel, und bereiten denen einen heißen Empfang, Sir”, erklang Reynolds’ Stimme aus dem Lautsprecher der Phoenix.
“Wie viele Jäger sind einsatzbereit?”, wollte Woolsey wissen
“Zehn”, antwortete Colonel Carter, an der Stelle von Colonel Reynolds, worauf Richard Woolsey leise aufstöhnte.
“Keine Angst, Mister Woolsey. Die Korolev und die Icarus schicken auch noch zwei beziehungsweise eine Staffel ins Rennen. Außerdem haben wir Starbuck”, versuchte O´Neill den Abgesandten des IOA zu beruhigen.
“Na schön, wenn sie genauso gut ist, wie sie berichtet hat”, meinte Woolsey.
Orbit von P2A-M221
“Hier spricht euer CAG: An alle Viper ihr kennt eure Befehle, und befolgt alles was ihr gelernt habt! Der General will nämlich, dass wir alle wieder gesund zurückkommen”, machte Captain Thrace noch einmal eine Ansage an ihre Piloten.
Die Gleiterpiloten der Meuterer von der Luzianischen Allianz bemerkten nun, dass sie verfolgt wurden. Nun wendeten 15 von ihnen, um sich ihren Verfolgern zu stellen.
“Okay. Feuer frei!”, ordnete Starbuck an, als die Gleiter in Schussreichweite waren.
Die Gleiter eröffneten nun ebenfalls das Feuer, doch die Viper waren zu schnell und zu wendig.
“Komm her, wenn du dich traust”, meinte Kara laut, und kurz darauf war wieder ein Gleiter Geschichte, und wurde von den Geschossen der Bordgeschütze zerfetzt.
“Die haben, wie vermutet ihre Streitmacht aufgeteilt”, stellte Colonel Mitchell fest, als er die Atmosphäre mit der F-302er-Flotte verließ, die er anführte.
“Alle Mann bereitmachen zum Gefecht!”, ergänzte Mitchell.
Brücke der Phoenix
“Major Morris meldet, dass seine Marines einsatzbereit sind”, berichtete Teal’c, als er auf die Brücke zurückkehrte.
“Du willst wohl mit, oder wie sehe ich das?”, fragte Jack seinen Freund, als er ihn musterte und seine Aufmachung sah.
“In der Tat”, war die Antwort des Jaffa.
“Na schön, meinetwegen. Aber passt auf euch auf”, mahnte der General und nickte kurz, zum Zeichen dass er damit einverstanden war, dass der Jaffa die Marines auf dieser Mission begleiten durfte.
Auch Doran und seine gerettete Crew waren bereit, die Meuterei niederzuschlagen.
“Sir, die Testtransporte waren erfolgreich, wir erhalten die Funksignale aus dem Ha’tak von Daminus - doch leider ist es bisher nicht gelungen, ein erfolgreichen Test am Al’kesh durchzuführen”, berichtete Colonel Carter.
“Egal. Kümmern wir uns, um das Ha’tak von Daminus. Einheiten bereit machen, es geht los!”, forderte General O´Neill, mit verschränkten Armen vor der Brust.
Kurz darauf wurden die Soldaten, die von Major Morris geführt wurden in mehreren Schüben zu verschiedenen Punkten auf das Schiff von Daminus gebeamt, dabei wurden sie von einigen Offizieren von Doran unterstützt, der seinerseits von Marines unterstützt auf sein Flaggschiff transportiert wurde.
“Colonel Chekov, hier ist General O´Neill schicken Sie acht F-302er los, um unsere Viper im Kampf gegen die Gleiter zu unterstützen!”, ordnete Jack per Funk an.
“Verstanden, General”, antwortete der Commander der Korolev, und einige Zeit später verließen zwei Staffeln die BC-304.
“Colonel Kirkland, hier ist O´Neill, Sie schicken bitte vier Jäger zur Verstärkung!”, forderte der General.
“Roger, Sir”, meldete sich der Commander der Icarus.
Orbit von P2A-M221
Die zehn Viper und die zweiundzwanzig F-302-Jäger hatten kaum Probleme im Kampf gegen die dreißig Gleiter der Meuterer. Doch nun schaltete sich das Al’kesh in den Kampf ein, und zerstörte zwei 302er.
“Verdammter Mist”, entfuhr es Jack, der alles am Bildschirm verfolgte.
Er sah auch das Starbuck immer wieder, einigen den Hintern retten musste.
Colonel Mitchell erledigte derweil seinen zweiten Gleiter an diesen Tag, und nahm nun den dritten ins Visier.
“Fox Four, ist unterwegs”, vernahm man über Lautsprecher auf der Brücke der Phoenix, die Stimme von Mitchell, der soeben seine letzte Rakete abgefeuert hatte.
Die Rakete zerstörte den Gleiter, der kurz zuvor eine F-302 abgeschossen hatte, doch zum Glück hatte die Asklepios den Auftrag erhalten, die Kampfhandlungen zu überwachen und gefährdete Piloten auf das Transport- und Lazarettschiff zu beamen.
“Abtauchen Lewis! Abtauchen!”, befahl Starbuck laut den Sergeant dazu auf den Weg freizumachen.
“Wird ja auch Zeit”, fluchte Kara Thrace, und betätigte den Abzug sobald das Ziel frei war und nicht mehr durch die Viper des Sergeant verdeckt wurde.
Nach und nach wurden alle Gleiter, die sich der Meuterei von Daminus angeschlossen hatten von den Viper und 302-Jägern zerstört.
Ha’tak von Doran
Doran erschoss einen der letzten Meuterer, der erbitterten Widerstand leistete und den Zugang zum Pel’tak versperrt hatte. Die letzten beiden verbliebenen Meuterer, die sich auf der Brücke befanden, ergaben sich als Doran die Brücke seines Schiffes mit der Waffe in der Hand, und begleitet von jeweils vier Soldaten der Allianz und der Erde, betrat. Er nahm sofort Kontakt mit der Phoenix auf, um O´Neill zu berichten.
“General O´Neill, hier ist Commander Doran, ich habe mein Schiff wieder unter Kontrolle gebracht. Die Meuterer haben nun versucht sich auch dieses Schiff anzueignen. Sie haben einen ihrer Männer verloren, sowie zwei sind verwundet worden - tut mir leid.”
“Ich verstehe. Wie sieht es bei Ihnen aus?”, ertönte fragend, die Stimme von General O´Neill aus dem Lautsprecher.
“Ich habe elf meiner Leute verloren, und siebzehn sind verwundet. Wie ist die Lage auf dem Ha’tak von Daminus?”, fragte Doran, nachdem er geantwortet hatte.
“Es ist uns gelungen alle Gleiter, die zu Daminus gehalten haben auszuschalten. Die Lage auf dem Ha’tak ist nicht so gut, dort gibt es erbitterten Widerstand, so das ich noch ein paar Leute rüberschicken musste”, erzählte O´Neill, dessen Bild nun auf dem Bildschirm von Doran’ Ha’tak erschienen war.
Ha’tak von Daminus
“Mein Herr, wir müssen fliehen. Die Truppen der Tau’ri und von Commander Doran überrennen unsere”, meldete der 1. Offizier Daminus.
“Verflucht. Wie viele meiner Leute sind noch am Leben?”, fragte Daminus fluchend.
“Ungefähr 25 Mann”, antwortete sein Offizier.
“Gut. Wir ziehen uns zurück, und fliehen mit Hilfe der Ringtransporter mit dem Al’kesh von Aklon! Befehle allen sich zu einer Ebene mit einem Ringtransporter zurückzuziehen!”, befahl Daminus zornig, der nun merkte dass sein Plan gescheitert war.
“General O´Neill. Hier ist Major Morris, die Anhänger von Daminus haben sich in Räume mit Ringtransportern verschanzt und die Zugänge versiegelt. Teal’c vermutet, das er und seine übrigen Leute mit einem Al’kesh fliehen wollen”, funkte der Soldat an die Phoenix.
“Verstanden Major, bleiben Sie dran, ich werde Commander Doran fragen, welches Al’kesh er benutzen wird. Einfach die Party verlassen… so was geht doch nicht”, vernahm Morris die Stimme von Jack aus seinem Funkgerät.
Nach einigen Minuten meldete sich O´Neill wieder über Funk, und sagte: ”Major Morris, nehmen Sie das Schiff ein, und sichern Sie mit Ihren Leuten die Brücke, die Ringtransporterräume und den Frachtraum! Um das Al’kesh kümmern wir uns. O´Neill. Ende.”
Orbit von P2A-M221
Das Al’kesh von Daminus, mit welchem dieser und seine übrigen Leute gerade fliehen wollte ging einer hellen Explosion unter. Die Plasmawaffen, der Korolev und der Icarus, hatten den Mittelstreckenbomber gerade noch rechtzeitig zerstört, bevor dieser in den Hyperraum eintreten konnte.
Der Kampf war nun zu Ende, alle übrigen Meuterer, die auf dem Ha’tak von Daminus zurückgeblieben waren konnten überwältigt werden. Major Morris ließ noch einmal das gesamte Schiff kontrollieren, ob sich vielleicht doch noch jemand irgendwo versteckt hielt.
Pel’tak von Doran’ Ha’tak
Doran hatte den Abschuss schweren Herzens zugestimmt. Er beschloss nun Kontakt mit der Phoenix aufzunehmen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Der Befehlshaber der 4. Flotte der Luzianischen Allianz wollte nun endlich das Abkommen unterzeichnen, und auch alle Meuterer für ihren Aufstand bestrafen.
“Bileam, ich will mit General O´Neill sprechen!”, ordnete Doran nun an.
“Ja, mein Herr”, antwortete dieser, und stellte eine Videoübertragung her.
“Commander Doran, es freut mich das es Ihnen gut geht. Ich habe hier etwas oder besser jemanden für Sie”, sagte General O´Neill, und winkte in eine Richtung.
Kurz darauf entglitten Doran die Gesichtszüge.
“Daminus”, sagte Doran nur, als Daminus gefesselt vorgeführt wurde.
“Überraschung nicht war”, meinte Jack, “es ist uns doch noch gelungen, einen erfolgreichen Transport durchzuführen. Es ist uns gelungen ihn und sieben seiner Anhänger gefangen zu nehmen.”
“Das ist sehr schön. Kann ich bitte mit Mister Woolsey sprechen? Ich möchte mit ihm einen neuen Termin vereinbaren, damit wir das erledigen können, was wir eigentlich vor einigen Stunden tun wollten”, bat Doran.
“Ja, natürlich. Mister Woolsey, ein Gespräch für Sie”, rief Jack, und überließ es Woolsey nun weiter mit dem Vertreter der Luzianischen Allianz zu sprechen.
Phoenix
´Ich glaub, ich gehe ein Stück Kuchen essen´, dachte Jack O´Neill, verließ die Brücke seines Schiffes und machte sich auf den Weg zur Kantine.
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29.06.2026, 22:06
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2026, 22:28 von Jonathan J. O´Neill.)
1.10 Delay
P2A-M221, Milchstraße
Eine halbe Stunde nach dem Gespräch zwischen Richard Woolsey und Doran, traf man sich an den für nun allen bekannten Koordinaten auf dem Planeten, nachdem man das Ha’tak von Daminus an die Truppen von Doran übergeben hatte. Auf dem Planeten übergaben nun die Soldaten des Stützpunktes von der Erde, die gefangenen Meuterer an die Offiziere der Luzianischen Allianz. Daminus und seine sieben Mitstreiter gingen, mit gesenkten Köpfen, in das Frachtschiff mit dem Doran und seine Delegation auf dem Planeten gelandet waren.
Die Vertreter der Erde mussten nun noch etwas warten, da Commander Doran seinen Leuten noch einige Anweisungen geben musste, wie man mit den acht Meuterern verfahren sollte.
“Was passiert mit Daminus und seinen Begleitern?”, erkundigte sich Daniel, als Doran zu ihnen zurückkam.
“Eigentlich, verdienen die Taten von allen Meuterern die Todesstrafe. Ich könnte umgehend alle hinrichten lassen, dies lässt mein Rang zu. Doch ich will erst einmal alle Beteiligten verhören, solange werden alle von ihnen zur Zwangsarbeit verurteilt”, antwortete Doran verbittert, vor allem da Daminus sein Schwager war.
“Oh”, entfuhr es Woolsey.
Ein kurze Pause entstand, dann räusperte sich Mister Woolsey kurz, und fuhr fort: “Wollen wir.”
Richard Woolsey machte eine einladende Geste mit der linken Hand, dann gingen alle in die Baracke, um endlich das Abkommen zu unterzeichnen.
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Jack O´Neill hatte sich sofort zurückgezogen, als Woolsey und Doran einen neuen Termin für die Unterzeichnung des Abkommens vereinbarten. Er hatte genug zu tun, er hatte von allen Offizieren und Beteiligten die jeweiligen Berichte vorliegen, die er nun durchforstete, und saß seitdem an seinem Schreibtisch. Außerdem hatte Jack auf Grund des Papierkriegs, eine gute Entschuldigung, um nicht zu den Treffen auf den Planeten zu müssen, sowie seine verhasste Paradeuniform anzuziehen. Zu seiner Vertretung hatte er Colonel Carter mit der Delegation nach unten geschickt.
Der General atmete tief durch, er hatte nun die Bilanz vor sich liegen, die durch den Vorfall entstanden war.
Auf Seiten der Luzianischen Allianz: ein zerstörtes Al’kesh, dreißig zerstörte Gleiter,
53 tote Meuterer und 29 tote Angehörige der Luzianischen Allianz, dazu jede Menge Verletzte und 21 Gefangene Meuterer.
Auf Seiten der Erde: 5 zerstörte F-302er, davon 3 volle Besatzungen, die tot waren, da sie durch die Explosionen getötet wurden, als sie getroffen worden sind. Insgesamt elf Tote und vierzehn Verletzte.
Nach einer knappen Stunde, war O´Neill fast mit seinem Abschlussbericht fertig, dann schaute er auf die Uhr und runzelte die Stirn. Man wollte bereits in gut drei Stunden wieder weiter.
´Doch daraus wird wohl nichts werden´, dachte der General säuerlich, und verzog das Gesicht. Um Zeit zu sparen, hatte O´Neill bereits veranlasst, dass jede Art von Nachschub direkt durch das Stargate auf die Phoenix eintraf, was für die Flotte benötigt wurde.
Außerdem hatte General O´Neill eine Liste von Piloten zusammengestellt, und diese dann Captain Thrace gegeben, die die Aufgabe hatte nun aus den aufgelisteten 30 Namen 20 Leute auszusuchen, die für das Vipertraining in Frage kamen. Das Ziel war es sechs, maximal acht Staffeln, von je vier Viper aufzubauen. Doch ein Kandidat bereitete Jack arges Kopfzerbrechen, da er deswegen noch auf eine Rückmeldung vom Stargate-Center warten musste.
“General O´Neill, bitte in den Kontrollraum des Stargate-Decks”, vernahm er nun eine Ansage aus dem Lautsprecher in seinem Quartier, die ihn aus seinen Gedanken riss.
“Moment. Ich bin gleich unterwegs”, sagte Jack, als er die Sprechtaste gedrückt hatte, dann stand er auf und verließ sein Quartier, und machte sich auf den Weg.
Kontroll-& Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Nach einer guten Viertelstunde, hatte Jack O´Neill endlich sein Ziel erreicht, wo Richard Woolsey, der von dem Planeten zurückgekehrt war, bereits auf ihn wartete.
“Ich habe den unterzeichneten Vertrag bereits durch das Stargate geschickt”, sagte Woolsey erleichtert.
“Das ist schön”, war die kurze Antwort, des Generals.
“Hallo Jack, wie läuft es bei Ihnen?”, fragte General Landry per Videoübertragung.
“Nach den letzten Bericht den ich erhalten habe, eigentlich ganz gut. Doch wir werden trotzdem eine Verspätung von 1 bis 3 Stunden haben, bevor alles eingetroffen, verteilt und verstaut ist, Hank”, war die Antwort von O’Neill, der lustlos in den Papieren des Berichtes und der Lieferungslisten blätterte.
“Ich verstehe. Wir halten uns ran, damit die Verspätung des Starts nicht allzu groß wird. Weiß er eigentlich schon von seinem Glück?”, fragte Landry, nachdem er zugesichert hatte, den Ablauf etwas zu beschleunigen.
“Was? Ach, das. Nein. Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, da ich auf die Zusage warten muss. Und außerdem… will ich ihn… nun ja - überraschen”, antwortete O’Neill grinsen, und deutete bei dem letzten Wort Gänsefüßchen in der Luft an.
“Die haben Sie, es geht in Ordnung”, erklärte Hank grinsend.
“Echt, das ist toll”, sagte Jack, und grinste ebenfalls.
“Gut, dann kannst Du ihn ja überraschen. Mister Woolsey hat seinen Bericht bereits gesendet, und auch Anweisungen erhalten, die er mit Dir dann durchgehen wird. Nächster Kontakt ist in etwa eine Stunde vor der Abreise. Landry. Ende.”
“Alles klar. Verstanden. Bis dann. O´Neill. Ende.”
Kurz darauf wurde die Videoübertragung beendet. Sergeant Siler dirigierte die Arbeiter und Soldaten im Torraum, um den Bereich um das Sternentor freizuhalten.
“Kann ich mit Ihnen in Ihrem Quartier, über diese Anweisungen sprechen, General?”, bat Woolsey nun an Jack gerichtet, der neben ihm stand.
“Ja. Kommen Sie mit, Mister Woolsey. Erledigen wir sofort”, antwortete O´Neill in seiner lockeren Art, und verließ zusammen mit Woolsey den Kontrollraum.
“Los weiter Leute. Die nächste Pause ist in 15 Minuten, dann werden wir abgelöst”, motivierte Siler seine Leute noch einmal.
Jack’ Quartier, Phoenix, Orbit von P2A-M221
“Was, wie jetzt, es kommen… oder schlimmer noch, es befinden sich bereits einige Tok’ra an Bord meines Schiffes?”, fragte O’Neill verzweifelt, und runzelte die Stirn.
“Äh… ja. Sie kennen aber doch Anise?”, hinterfragte Woolsey nun, nachdem er es dem General bestätigt hatte.
“Klar, haben bereits mit ihr zusammengearbeitet… steht doch alles in den Berichten”, antwortete Jack, und schüttelte immer noch verständnislos den Kopf.
“Ja. Außerdem hat das IOA entschieden, den restlichen Platz, den wir noch haben zu nutzen, um Vorräte, Material und auch Personal auf den vier Schiffen, vor allem der Phoenix, der Icarus und der Korolev unterzubringen”, begann Woolsey zu erzählen, “und es wird angeordnet, dass die Phoenix drei F-302-Staffeln und die Korolev eine F-302-Staffel auf dem Planeten zurücklässt, um das Kontingent aufzustocken, damit der Stützpunkt besser geschützt werden kann. Das wurde unter anderen entschieden, da die Phoenix nun über 32 Viper verfügt. Außerdem nimmt man das Angebot der Asgard dankbar an.”
“Ist das alles?”, fragte General O’Neill, der aufmerksam zugehört und sich Notizen gemacht hatte.
“Ja, das ist alles”, bestätigte Woolsey, und zuckte mit den Schultern.
Nun klopfte es an der Tür zu dem Quartier von General O’Neill.
“Ich veranlasse alles notwendige, Mister Woolsey. Danke für die Informationen. Herein”, sagte Jack, dann öffnete sich die Tür und Captain Thrace betrat den Raum.
“Gut, danke General. Auf Wiedersehen. Hallo Captain Thrace”, sagte nun Richard Woolsey, verließ den Raum, hielt aber vorsichtshalber einen Sicherheitsabstand von zu Starbuck ein, und schloss dann hinter sich die Tür. Captain Thrace musste kurz grinsen, die das Verhalten bemerkt hatte.
“Hallo Sir, ich bin fertig mit der Liste, die Sie mir gegeben hatten. Nun habe ich meinerseits eine Liste von Kandidaten zusammengestellt”, sagte Kara Thrace an den General gerichtet, nachdem sie sich gesetzt hatte, und legte O’Neill nun ein Blatt mit Namen auf den Schreibtisch.
“Das ist aber eine Liste. Hoffentlich platzt nicht der Schulungsraum aus allen Nähten. Aber weshalb steht Major Jackson auf der Liste?”, fragte Jack verwundert, als er die Namen las.
“Mir wurde berichtet, er sei wieder fit. Wobei ich mich frage, wie das geht? Ich will ihm eine zweite Chance geben, wenn Sie es erlauben”, antwortete Starbuck.
“Klar. Ist genehmigt. Aber brechen sie ihm nicht wieder irgendetwas. Anise hat Major Jackson mit einem Goa’uld-Heilgerät kuriert, deswegen ging es so schnell”, sagte Jack, bemerkte aber Kara’ fragenden Blick.
“Anise ist eine Tok’ra und sie wird uns auf dieser Mission begleiten. Wenn Sie Fragen zu den Tok’ra haben, wende Dich bitte an Daniel oder Teal’c. Ich bin, wie es so schön heißt etwas… voreingenommen. Auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen mit denen”, erklärte Jack, und grinste böse.
“Ich verstehe”, lachte Starbuck.
“Bekomme ich meine neuen Schüler?”, fragte sie nach einer kurzen Atempause.
“Ja. Sammeln Sie alle ein. Nur diesen hier überlassen Sie mir, Starbuck!”, antwortete General O´Neill, schrieb eine kurze Anweisung auf das Blatt, das er von Captain Thrace erhalten hatte, und unterschrieb sie anschließend.
“Viel Spaß. Aber keine gebrochenen Knochen mehr, die Piloten werden schließlich noch gebraucht!”, ergänzte er, und gab ihr das Schreiben zurück, nachdem er es kopiert hatte.
“Sie kennen mich doch, General”, meinte Starbuck nur, und verließ mit einem Lächeln wieder sein Quartier.
Nach zwei Stunden rieb sich General O’Neill müde die Stirn, nun war er endlich mit seiner Arbeit fertig, die sich auf seinem Schreibtisch befunden hatte.
“Höchste Zeit in den Kontrollraum zu gehen, und mit der Erde zu sprechen”, murmelte Jack, stand auf, verließ sein Quartier und machte sich auf den Weg.
Bereitschaftsraum Alpha, Phoenix, Orbit von P2A-M221
Nachdem der Schulungsraum voll war, ging Captain Thrace noch einmal kurz die Anwesenheitsliste durch.
“Alle Teilnehmer da, bis auf den Entschuldigten”, murmelte Kara leise.
“So alle herhören! Ich habe das Sagen, dabei ist es egal welchen Rang Sie haben - mein Wort ist Gesetz! General O´Neill hat mich gebeten nicht mehr so grob zu sein… also werde ich mich auf Ohrfeigen beschränken”, sagte sie nun laut, und die Klasse wurde augenblicklich still.
“Sie alle haben Lehrmappen erhalten, die Sie nun aufmerksam studieren werden, bis in etwa 2 Stunden der reguläre Unterricht beginnt!”, forderte Starbuck nun ihre Schüler dazu auf, sich über die Viper Mark II. zu informieren.
Kontroll- & Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Es wurden immer noch Transportkisten durch das Stargate, von der Erde, auf die Phoenix geschickt. Doch es war nun bereits die letzte Sendung, die nun vom Stargate-Center eintraf. Sergeant Siler und sein Team leisteten sehr viel in den vergangenen Stunden, sie sortierten und markierten die Transportkisten mit Sendern, damit diese dann auf die anderen drei Schiffe gebeamt werden konnten.
“Oh, hallo George”, begrüßte O’Neill nun seinen langjährigen Vorgesetzten, als er ihn auf dem Monitor erkannte.
“Hallo Jack. Ich dachte ich schau mal in meiner alten Wirkungsstätte vorbei”, meinte General Hammond mit einem Schmunzeln.
“Wir haben noch etwas für euch… müsste gleich auf der Phoenix eintreffen”, sagte General Landry geheimnisvoll. Und nun tauchte einige Sekunden später, im Stargateraum auf der Phoenix, ein großer goldfarbener Kasten auf.
“Das ist ja ein Sarkophag. Wo um alles in der Welt habt ihr den her?”, fragte Jack vollkommen überrascht.
“Den haben wir während einer erfolgreichen Mission, an der mehrere SG-Teams und die Tok’ra beteiligt waren erworben. Genauer gesagt drei, die alle voll funktionsfähig sind”, berichtete Landry zufrieden.
“Oh, das ist toll Hank. He, Siler bringen Sie das Ding umgehend auf die Krankenstation! Doktor Keller wird sich sehr darüber freuen. Aber haltet das Ding von Daniel fern, und auch von mir!”, befahl General O´Neill, und gab dem Sergeant ein Zeichen, indem er auf den Sarkophag deutete.
“So ich schicke Ihnen nun meinen letzten Bericht, dann muss ich wieder auf die Brücke”, sagte Jack.
“Bestätige den Erhalt des Berichtes”, meldete Sergeant Harriman.
“Gut. War schön Sie noch einmal zu sehen”, meinte O´Neill zufrieden.
“Ganz meinerseits. Viel Glück bei Ihrer Mission Jack, und kommen Sie gesund zurück”, sagte General Hammond zum Abschied.
“Wir schicken nun den Rest durch. Auf Wiedersehen, Jack. Viel Glück”, verabschiedete sich nun auch General Landry.
“Danke. Man sieht sich. Bis dann”, sagte nun auch General O´Neill zum Abschied, und verließ kurz darauf den Raum. Jack machte sich nun auf den Weg zur Brücke, es gab nämlich etwas, auf das er sich schon einige Stunden freute.
Colonel Reynolds Büro, P2A-M221
“Sie wollten mich sprechen, Sir”, sagte Colonel Mitchell, als er das Büro des Stützpunktkommandanten betreten hatte.
“Ja. Lieutenant Colonel Cameron Mitchell, ich teile Ihnen nun hiermit ihre Versetzung mit. Sie haben neue Befehle, und werden in Kürze aufbrechen. Ich danke Ihnen für ihre Hilfe und gute Arbeit”, sagte Reynolds.
“Danke Colonel. Ich habe getan, was ich konnte”, meinte Mitchell bescheiden, und überlegte wohin er nun versetzt werden würde.
´Vermutlich hat General Landry ein neues SG-1-Team zusammengestellt`, dachte er.
“Hier ist Colonel Reynolds. Phoenix der Passagier ist bereit. Auf Wiedersehen, Colonel Mitchell und viel Erfolg”, wünschte Reynolds, nachdem er das Funkgerät betätigt hatte.
“Wie bitte?!”, entfuhr es Cameron Mitchell, der kurz darauf im hellen Licht eines Transportstrahls verschwand.
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Wenige Sekunden später, erschien ein überraschter Colonel Mitchell auf der Brücke vor General O´Neill.
“Colonel Mitchell, Willkommen an Bord der Phoenix. Sie wurden von Captain Thrace ausgewählt, um am Vipertraining teilzunehmen. Enttäuschen Sie mich ja nicht! Captain Thrace, er gehört jetzt Ihnen”, sagte Jack, nachdem er Cameron an Bord begrüßt hatte.
“Danke Sir”, stammelte ein völlig überrumpelter Mitchell.
“Folgen Sie mir!”, befahl Starbuck, die hinter den Sessel von O’Neill gestanden hatte. Gemeinsam verließen sie nun beide die Brücke.
Gut zwei Stunden später war die gesamte Ladung verteilt und verstaut, wie O’Neill zufrieden an hand der Papiere feststellte.
“So es geht weiter in die Andromeda-Galaxie. Alle Mann auf ihre Plätze! Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson Sie haben die Koordinaten erhalten, wo wir uns wieder vereinen werden?”, fragte nun General O’Neill, der nach kurzer Zeit die Bestätigung bekam.
“Na dann kann es ja los gehen. Thor, Triebwerke zünden und ein Hyperraumfenster öffnen!”, ordnete Jack an.
“Ja, O’Neill”, antwortete der kleine Außerirdische.
Orbit von P2A-M221
Innerhalb von fünf Minuten starteten die Phoenix, die Korolev, die Icarus und die Asklepios, und verschwanden in vier Hyperraumfenstern.
Brücke der Phoenix, Hyperraum
“Wie ist unser Status?”, wollte General O’Neill nun wissen.
“Alle Systeme arbeiten normal. Wir werden in 3 Tagen, 15 Stunden, 47 Minuten und in ein paar Sekunden die Andromeda-Galaxie erreicht haben”, meldete Thor.
“So genau, wollte ich es eigentlich nicht wissen”, lachte O’Neill leise.
“Und das trotz einer Stunde Delay, und den Stopp von…”, begann Sam.
“Ah, kein Wort mehr Carter, außer es ist wichtig”, bremste Jack nun Colonel Carter, “genießen wir einfach mal die Reise.”
1.11 Zwischen zwei Galaxien
Brücke der Phoenix, Hyperraum
“Lieutenant Simmons, teilen Sie General O’Neill mit, dass wir in 10 Minuten die Koordinaten für unseren Zwischenstopp erreicht haben!”, ordnete Colonel Carter an, die wusste dass Jack sich die Andromeda von der Brücke aus ansehen wollte.
“Ja, Ma’am. General O’Neill bitte auf die Brücke, wir erreichen in 9 Minuten, die Koordinaten unseres Zwischenstopps”, sagte der Kommunikationsoffizier in das Mikrophone seines Headsets.
Nach etwa acht Minuten tauchte General O’Neill, gerade noch rechtzeitig auf bevor sein Schiff den Hyperraum planmäßig verließ.
“So da bin ich. Äh, Bosworth bringen Sie mir das, was ich hier auf den Zettel geschrieben habe aus der Kantine mit!”, forderte der General einen Soldaten auf, dann setzte er sich in seinen Sessel.
Phoenix, Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda
Die Phoenix fiel Sekunden später, wie geplant nach einer Reisezeit von zwei Tagen aus dem Hyperraum.
Richard Woolsey, der sich zu dem Zeitpunkt in der Bibliothek befand, runzelte die Stirn. Er stand von der Couch auf, und machte sich auf den Weg zur Brücke, um sich persönlich zu erkundigen, was los sei.
Anise war es indessen auf der Krankenstation gelungen, mit Hilfe ihrer Ausrüstung und ihren Wissen, den armen Daniel und auch Vala von ihren Fesseln zu befreien.
“Na endlich”, sagte der Archäologe erleichtert, und massierte sich das Handgelenk.
Auch Vala war froh diese Bürde nun endlich wieder los zu sein. Doch nach einiger Zeit stellte sich unglücklicherweise heraus, dass es scheinbar noch eine anhaltende Nachwirkung durch die Goa’uld - Armbänder gab. Deshalb entschied Doktor Keller, die beiden noch zur Beobachtung auf der Krankenstation zu behalten.
Teal’c hatte sich entschieden, Kara bei der Prüfung zu unterstützen, da Jack verhindert war. Dabei stellte sich heraus, dass Colonel Mitchell einer der besten Schüler war, die Starbuck je unterrichtet hatte. Major Jackson blieb ganz ruhig, er wollte bloß nicht negativ auffallen, und eine Ohrfeige riskieren. Captain Trevors und Lieutenant Allic mussten zum zweiten Mal die Prüfung mitschreiben, die danach von Starbuck, Teal’c und den Staffelführern ausgewertet wurde. Eine Stunde später befanden sich nun alle im Backbord-Hangardeck, auch die aktuellen Piloten und bereiteten sich auf den Start vor, weil Kara auf Grund der hohen Klassenstärke diesmal auf die Flugsimulatoren verzichtete, und die Zeit nutzen wollte - außerdem hatte sie ja Hilfe von den Piloten, die bereits einen Einsatz hinter sich hatten.
Brücke der Phoenix, Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda
“General, was ist los, gibt es Probleme?”, fragte Woolsey, als er die Brücke betrat. Dort angekommen traute er seinen Augen nicht, O’Neill saß zufrieden in seinem Sessel, und ließ sich gerade ein Stück Apfelkuchen schmecken.
“Nein, es ist alles in Ordnung. Wir legen nur die geplante Pause ein, damit die neuen Viperpiloten praktische Erfahrungen im Cockpit sammeln können”, antwortete Jack mit ruhiger Stimme, und nach einer kleinen Verspätung, da er erst einmal kauen und runterschlucken musste. Und rekelte sich gemütlich im Sessel, als er sich zu dem Mitglied des IOA umwandte.
“Das habe ich vergessen. Doch das nimmt wertvolle Zeit in Anspruch, wenn wir uns hier stundenlang aufhalten”, seufzte Richard Woolsey, der mal wieder etwas nervös wirkte und von einen Fuß auf den anderen trat.
“Keine Sorge Mister Woolsey, wir kommen rechtzeitig an den Treffpunkt an. Die Triebwerke und der Hyperantrieb, der Phoenix sind denen der Schiffe von der Daedalus-Klasse überlegen. Also wird es keine weiteren Verspätungen geben. Und die neun Stunden Pause, gebe ich den Piloten und auch den Wissenschaftlern gerne”, erzählte General O’Neill.
“Das beruhigt mich”, stellte Woolsey erleichtert fest, und wollte die Brücke gerade wieder verlassen.
“He! Das hier ist vielleicht die einzige Gelegenheit in Ihren Leben, einen Blick auf eine andere Galaxie zu werfen, ohne durch ein Teleskop schauen zu müssen. Und hier auf der Brücke hat man den besten Blick darauf”, rief ihm General O’Neill hinterher.
Richard Woolsey blieb kurz vor der Tür stehen, dann kehrte um und ging an O’Neill vorbei auf das Fenster zu.
“Sie haben Recht, das ist wirklich beeindruckend”, sagte er beeindruckt zu Jack.
´Habe ich es mir doch gedacht´, dachte O’Neill und grinste zufrieden.
Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda
Alle 32 verfügbaren Viper waren nun bereits ohne Probleme gestartet, und befanden sich nun außerhalb der Phoenix. Captain Kara Thrace hatte nach der Theorieprüfung jetzt ein besonderes Training im All vor, die Viper waren wieder mit Laserpointern und Kameras ausgestattet worden, um den Kampf besser simulieren und das Training anschließend besser auswerten zu können. Nun teilte sie alle in zwei Teams ein, eines sollte angreifen und das andere verteidigen. Starbuck selbst beteiligte sich nur selten an den Übungskämpfen, sondern organisierte eher nur, und wurde dabei außerdem von der Flugüberwachung der Phoenix unterstützt, die die gesamte Übung aufzeichnen sollte. Kara hatte zunächst einmal die Gruppen vermischt, so dass erfahrene und unerfahrene Piloten in etwa gleich aufgeteilt waren. Während der ganzen Zeit machte sich Captain Thrace hin und wieder Notizen, oder nahm mit dem Funkgerät Kontakt zu den anderen Piloten auf.
General O’Neill hatte zuvor ausdrücklich darauf hingewiesen, nur die Piloten in den aktiven Dienst zu übernehmen, die wirklich dafür geeignet waren, und Captain Thrace hatte zugestimmt. Man wollte es vermeiden, dass es unnötige Verluste an Personal und Viper gab. Außerdem hatte Thor darauf ausdrücklich hingewiesen, nur noch ein- maximal dreimal mit Hilfe von Asgardtechnologie die Viper und das benötigte Zubehör auf diesen Wege zu bauen, da es sehr viel Energie in Anspruch nahm, dieses Verfahren durchzuführen.
“Alles klar Leute, noch einen letzten Durchgang!”, ordnete Starbuck an, und beschloss wenigstens dieses Mal mitzumischen, was die meisten Piloten überraschte.
Nach einer halben Stunde piepte die Uhr, denn die Zeit neigte sich dem Ende entgegen, bevor die Phoenix die Reise fortsetzen würde.
“So Leute, die Zeit ist um! Sah alles soweit gut aus. Und nun alle bereitmachen zum Landen! Aber keine Dellen, Beulen oder Kratzer in das Deck machen, sonst verdonnere ich diejenigen zum Deckdienst!”, drohte Starbuck.
Nach etwa einer Dreiviertel Stunde befanden sich alle Viper, wieder sicher an Bord der Phoenix, die kurz darauf wieder in einem Hyperraumfenster verschwand.
Jack’ Quartier, Phoenix, Hyperraum
Jack war nun wieder zurück in seinem Quartier, und ruhte sich nun aus. Er war den gesamten Stopp über auf der Brücke gewesen, bis auf zwei kurze Momente, wo er auf die Toilette gerannt war.
Nun wurde General O’Neill von Captain Thrace aufgesucht.
“Hallo Sir. Ich habe die Beurteilungen fertig”, sagte Starbuck, die frech einfach den Raum betreten hatte, doch Jack ignorierte es einfach.
“Hört sich gut an, Captain. Doch jetzt ruhen Sie sich bitte erst einmal aus, waren ein paar harte Tage in letzter Zeit, Sie haben es sich verdient. Die Einteilung der Staffeln können Sie dann hinterher machen!”, empfahl der General, der merkte dass auch Thrace müde wirkte.
“Ja, das mache ich”, antwortete sie und gähnte.
“Noch etwas manche Piloten haben ziemlich doof geguckt, als ich denen erklärt habe, dass sie ihre Vögel heute selber warten müssen”, ergänzte Starbuck grinsend.
“Das ist gemein. Na ja, wenn es hilft”, meinte Jack müde.
“Doch nun ab in die Falle, Starbuck! Ich bin nämlich auch müde, also raus hier! Die Einteilung kriege ich aber in 10 Stunden!”, forderte General O’Neill, und begleitete Captain Thrace zur Tür.
“Ja, Sir. Schlafen Sie gut”, sagte Kara zum Abschied, verließ nun das Quartier des Generals, und suchte ihr eigenes auf.
Phoenix, Hyperraum
Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf von rund 5 Stunden, wachte Kara Thrace wieder auf. Sie gönnte sich eine erfrischende Dusche, und zog sich an, dann beschloss sie in die Kantine zu gehen, und schnappte sich vorher aber noch die Unterlagen aller Viperpiloten.
Starbuck wusste das es nicht mehr lange dauern würde, bis die Flotte der Erde in ihrer Heimatgalaxie eintraf, und sich dann auf die Suche nach der Kolonialen Flotte machen würde. Doch wie würden alle reagieren, wenn sie wieder vor dem Admiral, Lee, Sam, Roslin und den anderen stehen würde, sobald man fündig geworden wäre - vermutlich würde man sie sogar für einen Zylonen halten. Captain Thrace schob diese Gedanken bei Seite, noch war es nicht soweit.
Kara hatte nun mittlerweile die Kantine erreicht, nahm einen ganzen Tisch in Beschlag und verteilte ihre gesamten Unterlagen auf den Tisch, damit niemand auf dumme Ideen kommen sollte. Danach ging sie zum Büffet und stellte auf einem Tablett ihre Mahlzeit zusammen, und kehrte als sie fertig war wieder auf ihren Platz zurück. Während Starbuck aß, versuchte sie die Staffeleinteilung vorzunehmen.
´Piloten habe ich ja genug´, dachte Kara.
Jack O’Neill wurde durch das Klingeln seines Weckers, unsanft aus dem Traum gerissen, den er gerade gehabt hatte.
“Toller Zeitpunkt”, brummte er verdrossen, dann stand er auf, um sich eine warme Dusche zu genehmigen. Als er sich neue und frische Sachen angezogen hatte, rasierte er sich erst einmal.
Sam Carter wertete indessen die Daten der Tiefraumsensoren aus, die man während der Pause gesammelt hatte. Sie hatte die Andromeda absuchen lassen - ohne Erfolg, man war noch zu weit entfernt gewesen. Doch dafür ist es ihr gelungen eine Karte der Galaxis mit Thor’ Hilfe anzufertigen.
Daniel und Anise tauschten sich über alte Kulturen aus, und Teal’c sprach ausführlich mit Vala. Doktor Keller gestattete immer noch nicht dass ihre beiden Problempatienten ihr Territorium, die Krankenstation verließen.
General O’Neill hatte sich indessen auf den Weg zur Kantine gemacht. Als er sie betrat, winkte Captain Thrace ihm kurz gutgelaunt zu. Jack nahm sich auch ein Tablett und stellte sich seine Mahlzeit zusammen, bevor er sich zu Starbuck gesellte, die ihm Platz machte.
“Ich bin fertig”, sagte Kara, und schob O’Neill die Einteilung zu.
“Sehr schön”, meinte der General nur.
“Wir sind in etwa 4 Stunden am Treffpunkt”, ergänzte er, nach einer kurzen Pause.
“Gut”, nickte Starbuck.
1.12 The Andromeda Galaxy
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Galactica
Irgendwo in der Andromeda-Galaxie, an Bord der Galactica bereitete man sich auf einen weiteren Prozesstag vor, von dem niemand erwartete, dass es endlich der letzte sein sollte.
Doktor Gaius Baltar befand sich noch in seiner Zelle, in der Brig an Bord der Galactica. Er hatte trotz dieser Ereignisse eine Anhängerschaft erworben, meist handelte es sich dabei um Frauen. Nun wurde er von vier Marines abgeholt, die ihn nun zum Gerichtssaal eskortieren sollten.
“Corporal, ich bestehe darauf, mich noch einmal unter sechs Augen mit meinen beiden Anwälten beraten zu dürfen!”, verlangte Baltar, als er aus seiner Zelle geführt wurde, und nachdem man ihm eine Sicherheitsweste angelegt hatte.
“Da muss ich nachfragen. Einen Moment”, antwortete der Soldat trocken, ging zum Telefon und bat mit seinem Vorgesetzten sprechen zu dürfen.
“Doktor Baltar, Sie haben 10 Minuten in den Quartier von Mister Adama Zeit, sich mit ihm und Mister Lampkin zu unterhalten”, teilte der Marine, nach einigen Minuten mit, und nachdem er den Hörer wieder eingehängt hatte.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
Lichtjahre entfernt, an einer irgendwo anders in der Andromeda-Galaxie hatte sich eine Raumspalte geöffnet, und die Phoenix verließ den Hyperraum. Einige Sekunden später erschien auch die Korolev, und einige Augenblicke danach die Icarus und die Asklepios auf die gleiche Art und Weise, wie die Phoenix.
“So da wären wir”, stellte O’Neill zufrieden fest, nachdem sein Schiff den Hyperraum verlassen hatte.
“Die Korolev, die Icarus und die Asklepios sind ebenfalls eingetroffen”, meldete man.
“Sehr gut. Lieutenant Simmons, ich möchte eine Konferenzschaltung mit allen Schiffen der Flotte!”, verlangte General O’Neill.
“Jawohl, Sir”, bestätigte Simmons, und begann die Verbindungen herzustellen.
“Colonel Carter, Thor ihr sucht den gesamten Bereich um uns nach Signalen ab! Ich will wissen, was sich da draußen tut”, ordnete Jack an Sam und Thor gerichtet.
“Sind schon dabei, Sir”, meinte Carter.
Koloniale Flotte
Galactica, Lee Adama’ Quartier
Romo Lampkin und Lee Adama wollten gerade aufbrechen, als ihr Klient Gaius Baltar in Begleitung von vier Marines vor ihnen auftauchte.
“Ich wollte mich noch einmal kurz mit Ihnen beiden unterhalten, bevor der Prozess weitergeht”, bat Baltar, als er vor den zweien stand.
“Wenn es unbedingt sein muss”, seufzte Lee.
“Sie warten vor der Tür!”, ordnete Lee Adama, als sie wieder zurück war, die vier Marines dazu auf draußen zu bleiben.
“…, es ist mir egal… ich will endlich… heute… ein Urteil…”, regte sich Gaius Baltar auf, als man vorschlagen hatte den Prozess zu beanstanden und vom Neuen beginnen zu lassen.
“Wenn Sie es so wollen”, sagte Lampkin, setzte sich seine Brille auf, bevor er aufstand und sich dabei auf seine Krücke stützte.
“Gehen wir”, ergänzte er, dann verließ er zusammen mit Lee den Raum.
Doktor Baltar folgte dann in Begleitung der Marines seiner Sicherheitseskorte, in einem Abstand von etwa zehn Metern.
Erdflotte
Backbord-Hangar der Phoenix
Nachdem General O’Neill angeordnet hatte, seine Flotte aufzuteilen, um so ein größeres Gebiet absuchen zu können, machte er sich auf den Weg zum Backbord-Hangar. Auf den Weg dorthin bekam er die Meldung, dass die Schiffe nun wie geplant zueinander einen Abstand von etwa fünf Lichtjahren hatten, dabei flogen jeweils die Phoenix und die Korolev alleine weiter in die Galaxie hinein, und nur die Icarus und die Asklepios blieben als kleiner Verband beieinander und flogen gemeinsam weiter um die Umgebung zu erforschen.
Jack betrat nun endlich das Hangardeck, in dem emsig gearbeitet worden war. Man hatte an vier Viper zusätzliche Tanks montiert, die man mit Hilfe einer Fernbedienung wieder vom Jäger lösen konnte. Die Deckarbeiter und Mechaniker waren nun bereits gerade dabei, alles wieder aufzuräumen.
“Was ist den hier los?”, fragte General O’Neill verwundert, als er Captain Thrace endlich gefunden hatte.
“Wir haben die Reichweite, der vier Vögel hier, für Aufklärungszwecke erhöht. Sie haben es doch genehmigt, Sir”, antwortete Kara.
“Ah, stimmt. Hatte ich irgendwie vergessen”, meinte Jack nur.
“Es ist in etwa das gleiche Prinzip, wie bei unseren Space-Shuttles…”, fing Alec Colson nun an zu erklären, wurde aber von O’Neill sofort gestoppt, der keine Lust hatte sich irgendwelche Vorträge anzuhören.
“Wenn es funktioniert bin ich zufrieden”, stellte der General klar.
“Keine Sorge, General O’Neill. Wir es mehrfach simuliert, überprüft und getestet”, versicherte Colson und Starbuck nickte zustimmend.
“Schön. Gebt mir Bescheid, wenn Sie soweit sind!”, ordnete O’Neill an, dann verließ er das Hangardeck wieder.
Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal
Alle Plätze für die Besucher waren bereits belegt, als endlich Adama und Lampkin den Gerichtssaal betraten. Doktor Baltar folgte wenige Minuten später, und nahm dann zwischen seinen beiden Verteidigern Platz. Nach weiteren fünf Minuten betraten auch die ausgelosten fünf Richter den Raum, und alle Anwesenden erhoben sich kurz bis diese sich ebenfalls gesetzt hatten.
Und kurz darauf wurde der Prozess auch schon fortgesetzt.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
General O’Neill kehrte nun wieder auf die Brücke zurück.
“Wie sieht es aus? Bericht!”, verlangte er, als er sich auf seinen Platz setzte.
“Wir haben einen Planetarischen Nebel in 20 Lichtjahren Entfernung entdeckt, der weitere Untersuchungen der Andromeda, auf Grund seiner Strahlung blockiert. Ansonsten haben wir noch nichts weiter entdeckt. Sir, bitte lassen Sie uns noch etwas Zeit bis sich die anderen Schiffe melden”, berichtete Carter.
“In Ordnung. Aber nur maximal nur noch eine halbe Stunde! Dann will ich, dass sich die Flotte wieder zusammenschließt”, antwortete O’Neill.
Carter nickte dankbar, und wertete danach unverzüglich weiter mit Thor die Daten, der Sensoren aus.
Ein halbe Stunde später, ließ General Jack O’Neill Kontakt zu den anderen drei Schiffen herstellen.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson unserer Treffpunkt ist der Planetarische Nebel im Quadranten Eta!”, gab der General, das nächste gemeinsame Ziel an die Commander der anderen Schiffe bekannt.
Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal
Lee Adama hatte soeben ein beispielloses und glänzendes Plädoyer gehalten, wofür er ein anerkennendes Nicken von Lampkin erhalten hatte.
“Das Tribunal der Richter, zieht sich nun zur Urteilsfindung zurück”, verkündete die einzige weibliche Richterin, die auch den Vorsitz inne hielt, nachdem keine der beiden Parteien weitere Punkte aufführen wollte.
Als sich die fünf Richter erhoben hatten, um sich zu beraten, standen auch alle anderen auf und setzten sich erst wieder, nachdem sich die Tür geschlossen hatte.
Erdflottte
Die Flotte der Erde traf nun nacheinander an dem Treffpunkt ein. Alle Schiffe hatten den Hyperraum, wie geplant 2 Millionen Kilometer vor dem Planetarischen Nebel wieder verlassen. Die Icarus und die Korolev sendeten nun die gesammelten Daten an die Phoenix. Thor führte in der Zwischenzeit, in der Sam die Daten überprüfte, einige Anpassungen an den Sensoren durch, damit man nicht überrascht wurde, denn die Strahlung beeinträchtigte auch die Sensoren der Erdflotte. Nachdem er fertig war schickte der Asgard die Anweisungen an die anderen Schiffe, damit auch diese die erforderlichen Veränderungen durchführen konnten.
Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal
Die fünf Richter kehrten nun in den Raum zurück, und alle erhoben sich zunächst und setzten sich wieder nachdem auch die Vertreter der Justiz wieder Platz genommen hatten. Alle erwarteten nun das Urteil.
“Doktor Gaius Baltar, bitte erheben Sie sich!”, forderte die vorsitzende Richterin den Angeklagten auf. Auch Adama und Lampkin erhoben sich, während Baltar mit wackligen Beinen nur ungern sich vom Stuhl erhob.
“Doktor Gaius Baltar, das Gericht, erklärt Sie nach Prüfung aller Punkte unter der Sie zur Anklage standen, … mit 3 zu 2 Stimmen… für nicht schuldig”, verkündete die Frau nun das Urteil, das wie der gesamte bisherige Prozess live über Funk in der gesamten Flotte übertragen wurde.
Laura Roslin, die Präsidentin der Kolonien, sackte als sie das Urteil hörte kraftlos in ihrem Stuhl stöhnend zusammen.
“…ich habe immer gewusst, dass ich unschuldig bin und man mich freispricht”, gab Gaius Baltar sofort ein Statement ab, als er sich an die anwesende Presse gewandt hatte. Nun brach so langsam ein Tumult los, denn bei vielen herrschte Wut und Verzweiflung, und die Kapitäne und Admiral Adama machten sich daran den Raum zu verlassen - auch die Präsidentin hatte diesen bereits, mit Unterstützung, verlassen.
“Admiral. Wir müssen ihn hier sicher raus bringen”, rief Lee seinen Vater zu.
William Adama gab nun einigen Marines ein Zeichen, die Gaius Baltar sofort in Schutz nahmen und aus dem Raum eskortierten.
Galactica, CIC
Admiral William Adama hatte nun endlich, nach einigen Minuten Verspätung, das Combat Information Center erreicht. Nun war der Zeitpunkt gekommen, den Befehl zu dem letzten Sprung zu geben, der die Flotte der überlebenden Menschen zu den Ionischen Nebel bringen würde.
Auch Laura Roslin, die Präsidentin der Kolonien hatte sich hierher bemüht.
“Sie waren dafür, dass man ihn freispricht? Stimmt’ Bill?”, fragte Laura erschüttert, als sie für einen Moment mit Adama allein war.
“Ja, es ist wahr. Denn die Verteidigung war gut und überzeugend, im Gegensatz zu den Punkten die zur Anklage vorgebracht wurden”, erklärte der Admiral mit wenigen Worten.
“Mister Hoshi, teilen Sie den zivilen Schiffen mit, dass wir in wenigen Minuten den letzten Sprung durchführen werden, der uns zu den Ionischen Nebel bringen wird! Der Sprung wird dann auf mein Kommando ausgeführt!”, ordnete Admiral Adama an.
“… und Sprung!”, befahl er nach drei Minuten.
Die Flotte der Kolonien verschwand in mehreren Dutzenden von Lichtblitzen, nur um Lichtjahre entfernt wieder vor dem Ionischen Nebel auf dieselbe Art aufzutauchen.
“DRADIS?”, fragte er sofort.
“Die Flotte ist vollzählig, Admiral”, meldete Petty Officer Dualla.
“Sonst keine weiteren Kontakte auf dem DRADIS, Sir… Moment…, das DRADIS scheint durch die Strahlung des Nebels gestört zu sein… auch melden alle Schiffe der Flotte Energieverlust”, berichtete Lieutenant Gaeta hektisch, was Dualla bestätigte.
“Das System sofort neu starten!”, befahl William Adama.
Doch nun wurde es auch auf dem Battlestar dunkel - ebenfalls Energieverlust, nur einige Lampen der Notbeleuchtung spendeten etwas Licht.
“Wo bleibt nur Colonel Tigh?”, fragte William Adama laut und verärgert darüber, dass sein Erster Offizier nicht mit ihm im CIC war.
“Einige Systeme laufen wieder”, meldete Lieutenant Gaeta, und wie zur Bestätigung wurden die Monitore des DRADIS über dem Admiral, der am Taktiktisch stand wieder hell.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
An einer anderen Stelle des Ionischen/Planetarischen Nebels hatte General O’Neill bereits vor einiger Zeit, die Startfreigabe für die rote Viper-Staffel erteilt. Die vier Viper waren mit Zusatztanks ausgerüstet worden, um die Reichweite zu erhöhen, doch O’Neill hatte angeordnet bei Feindkontakt, diese Tanks sofort abzuwerfen.
Nun folgte aber die Flotte der Erde den vier Jägern in einem gewissen Abstand, wobei die Phoenix die Spitze übernahm und die drei anderen Schiffe ihr folgten.
“Jetzt weiß ich endlich, warum man das Nebel nennt”, sagte Jack nüchtern, als er konzentriert aus dem Fenster der Brücke schaute. Sam musste bei diesen Worten lächeln, konnte aber ein Lachen unterdrücken.
Koloniale Flotte
Galactica, CIC
“DRADIS Kontakt, es ist die Zylonische Flotte”, meldete Gaeta.
Admiral Adama schaute auf den Bildschirm über seinem Kopf, vier Basisschiffe waren soeben aufgetaucht. Sofort erkundigte er sich nach dem Status der FTL-Antriebe seines Schiffes und denen der Flotte, doch bekam nur Negativmeldungen.
“Alle Viper starten! Sie sollen die Zylonenjäger abfangen und die Flotte schützen!”, befahl William Adama.
“Viper starten! Ich wiederhole alle Viper starten!”, gab Dualla den Befehl weiter.
Zylonische Flotte
Auch die Flotte der Zylonen hatte Probleme, wenn auch nur kurz. Dann bemerkten sie die anwesende Flotte der Menschen, die aber nicht sprang, sondern blieb. Die Zylonen hatten nun völlig unerwartet die Flotte der Menschen gefunden.
“Das ist die Gelegenheit. Beenden wir es ein für allemal”, schlug eine Nummer Eins vor, und die Mehrheit der anderen Modelle schloss sich dem Vorschlag an, die Menschheit endgültig auszulöschen.
Koloniale Flotte
Galactica, Backbord-Hangardeck
“He, wo warst du die ganze Zeit?”, fragte Cally ihren Mann Galen.
“Ich hatte nur noch etwas mit Anders zu besprechen”, antwortete dieser, und machte kurz darauf seiner Deckcrew Dampf.
Die Viperpiloten eilten, teilweise noch mit Taschenlampen in den Händen, zu ihren Maschinen. Darunter befanden sich auch Lee Adama und ein sichtbar nervöser Sam Anders.
Galactica, CIC
“Ich bin hier, Bill, falls Sie mich brauchen”, sagte Colonel Tigh als er an seinen Vorgesetzten herantrat. Der Admiral war erleichtert, dass sein langjähriger Freund nun endlich da war, wo er ihn brauchte - an seiner Seite.
“Schön das Sie hier sind, Saul”, sagte Adama nur.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
General O’Neill wurde nervös, da man offenbar den Funkkontakt zu Captain Thrace verloren hatte.
“Was hatte Starbuck Ihnen zuletzt mitgeteilt, Lieutenant Hailey?”, wollte O’Neill nun wissen, als gelungen war Funkkontakt zu Jennifer Hailey zu bekommen.
“Starbuck hat gesagt, dass sie schwache koloniale Signale auf ihrem DRADIS habe. Dabei war die Verbindung schon ziemlich schlecht, so dass ich es gerade so noch verstehen konnte”, meldete sich eine schwache und knisternde Stimme, der jungen Pilotin, aus den Lautsprechern.
“Okay. Lieutenant, Sie bleiben wo Sie sind! Wir stoßen gleich zu Ihnen. Die Verständigung ist wirklich mies”, sagte Jack O’Neill.
Ionischer/Planetarischer Nebel
Lee Adama befand sich nun bereits einige Minuten draußen, als er bemerkte, dass sich auf seinem DRADIS im Cockpit einen nicht identifizierbaren Kontakt gab.
“Galactica, hier ist Apollo ich habe hier einen unbekannten Kontakt. Ich sehe es mir mal näher an”, sprach er ins Mikrophone.
Die Basisschiffe der Zylonen hatten ebenfalls tausende Jäger gestartet, die nun Kurs auf die Flotte der Menschen nahm.
Koloniale Flotte
Galactica, CIC
“Wie lange noch bis die FTL’ wieder funktionieren?”, erkundigte sich der Admiral, der voller Sorge sah, was seinem Volk nun drohte.
“Die Galactica könnte bereits springen. Doch die zivilen Schiffe sind durch den Stromausfall, der die gesamte Flotte getroffen hat… erst in ungefähr 20 Minuten bereit zu springen”, berichtete Lieutenant Gaeta.
“Das Überleben wir nicht”, stellte William Adama bitter fest.
“Neuer Befehl: Die Viper sollen die zivilen Schiffe schützen! Wir werden mit Hilfe unserer Geschütze das Feuer auf die Basisschiffe und die Jäger eröffnen, um eine Schutzzone aufzubauen! Colonel Tigh, geben Sie den Befehl!”, ordnete der Admiral an, doch sein XO rührte sich nicht.
“Saul! Saul! Colonel Tigh, was ist los mit Ihnen?”, fragte Adama eindringlich.
“Tut mir Leid, Sir. Achtung! Hier spricht der XO, alle auf Station! Alle Geschütze abfeuern, doch achtet auf unsere Leute da draußen!”
Erdflotte
Brücke der Phoenix
Jack, Teal’c und noch einige andere spürten, das sich bald irgendetwas ereignen würde. Darum hatte der General alle Mitglieder seiner Flotte in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt, die Viper befanden sich bereits alle in den Startröhren, die F-302er waren ebenfalls einsatzbereit, und die Schiffe sowieso. Jeder befand sich auf seinem Platz.
“O’Neill, ich habe mehrere dutzende Kontakte erfasst. Es könnte sich dabei, um die gesuchte Flüchtlingsflotte von Kara Thrace handeln, da ein Schiff recht groß ist und die anderen kleiner sind”, berichtete Thor über Funk, der die Sensoren nun von seinem Labor aus überwachte, um besser arbeiten zu können.
“Alles klar. Dann nichts wie hin. Ich vermute mal, ich weiß wo wir Captain Thrace wiederfinden”, meinte General O’Neill in seiner typischen Weise.
Nach einer kurzen Mitteilung an die anderen drei Schiffe, bewegte sich die Erdflotte nun auf die registrierten Kontakte zu.
Ionischer/Planetarischer Nebel
“Verdammt. Was war das schon wieder?”, entfuhr es Lee, nun zum wiederholten Male, als etwas wiederholt an ihm dicht und schnell vorbei flog, und sogleich wieder in den Gas- und Materiewolken, des Nebels um ihm herum verschwand. Nun war das Signal direkt neben ihm. Der junge Adama wollte nun endlich wissen, wer es war, der solche Spielchen in einer so ernsten Situation veranstaltete, da er bemerkt hatte, dass es sich um eine Viper handelte und drehte neugierig den Kopf. Apollo konnte nicht so recht glauben, was er sah, als er aus dem Cockpitfenster schaute - es konnte unmöglich wahr sein.
“Hallo Lee. Da bin ich wieder. Ich war auf der Erde. Alles wird gut”, sagte eine lächelnde Starbuck über Funk zu ihm.
“Kara?! Das ist nicht möglich. Ich habe gesehen, wie deine Viper in verschwunden ist”, sagte Lee Adama überrascht.
“Ja, ich bin es wirklich. Ich habe außerdem etwas Hilfe mitgebracht, Lee”, erklärte Kara mit ruhiger Stimme. Und wie zur Bestätigung, glitten nun die vier Schiffe der Erdflotte an den beiden Viper vorbei.
Lee war einfach nur sprachlos, er glaubte sich in einem Traum zu befinden.
Brücke der Phoenix
Man hatte wenige Minuten nachdem die Flotte der Kolonien entdeckt wurde, auch die Zylonenflotte entdeckt. Colonel Carter hatte die Situation sofort erkannt, und diese Jack erklärt, der sofort reagierte.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson… bringen Sie ihre Schiffe so in Stellung, dass sie die zivilen Schiffe der Flotte schützen! Zerstören Sie mit den Railguns die angreifenden Jäger der Zylonen! Die F-302er werden vorerst noch nicht gestartet! Wir folgen in Kürze, nachdem wir unsere Viper ins Rennen geschickt haben”, erklärte General O’Neill kurz seine Befehle.
Kurz darauf sah man von dem Fenster der Brücke von der Phoenix aus, wie die Korolev, die Icarus und die Asklepios Kurs auf die Flotte der Kolonien setzte.
“Hier ist General O’Neill. Colonel Mitchell, Sie haben das Oberkommando über die Viper, bis Captain Thrace sich bei Ihnen meldet!… Alle Viperstaffeln starten!”, befahl Jack O’Neill nun.
Zufrieden bemerkte er das sich nun alle Viper draußen befanden, als sich die Phoenix auf der Höhe der angreifenden Jäger der Zylonen befand, die auf die Flotte der Kolonien zuhielten.
“Captain Thompson, bringen Sie uns zu der Kolonialen Flotte!”, befahl der General seinem diensthabenden Steuermann.
“Und Sie, Lieutenant Simmons sorgen dafür dass ich eine sicheren Kanal zur Galactica bekomme!”, forderte er kurz darauf seinen Kommunikationsoffizier auf, eine Funkverbindung herzustellen.
Galactica, CIC
“Admiral, die vier Schiffe, die vor kurzem auf dem DRADIS aufgetaucht sind, haben Kurs auf unsere Flotte gesetzt”, meldete Gaeta, der blass geworden war.
“Das war’ dann wohl. Es war mir eine Ehre, mit Ihnen zusammen…”, begann Adama.
“Sir, unsere Viper berichten, dass das große Schiff wohl mehrere Viper gestartet hat, die die Zylonenjäger angreifen. Und die drei kleinen Kreuzer haben das Feuer nicht auf die Flotte eröffnet, sondern beziehen nur Stellung, und fangen die Raketen der Basisschiffe ab, die die zivilen Schiffe zerstören würden, mit den Schiffskörper ab. Außerdem zerstören sie angreifende Jäger von den Zylonen”, meldete Gaeta, und unterbrach damit mit dieser Meldung, die Rede seines Admirals.
“Was sagen Sie da, Gaeta… Was bei den Göttern geht da draußen vor?”, fragte Colonel Tigh überrascht.
“Die wichtige Frage wäre: Wer sind unsere mysteriösen Helfer?”, meinte Adama nur.
“Sir, das Flaggschiff hat Kontakt zu uns aufgenommen”, meldete Dualla.
“Stellen Sie auf Lautsprecher, Dee!”, verlangte Bill, “Vielleicht wird doch noch alles gut.”
“Hier spricht Major General Jack O’Neill von der United States Air Force an Bord des Erdschiffs U.S.S. Phoenix und kommandierender Befehlshaber der Erdflotte. Die anderen Schiffe, die gerade zu Ihnen gestoßen sind, sind die Korolev, die Icarus und die Asklepios, die von Colonel Chekov, Colonel Kirkland und Colonel Ronson kommandiert werden. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen...”, ertönte eine Stimme aus den Lautsprecher des CIC’, der Galactica.
TBC
Somit haben wir schon einmal das Ende von Season 1. Die erste Hälfte von Season 2, kommt dann in einigen Monaten wieder als Lückenfüller, wegen der von mir eingeplanten Wartezeit in der 8.Staffel von Odyssee zwischen einzelnen Mehrfachfolgen.
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27.09.2026, 18:45
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.09.2026, 18:57 von Jonathan J. O´Neill.)
Hallo, ihr Lieben!
Heute fangen wir mit den ersten 3 Folgen von Season 2.1 an.
Viel Spaß beim Lesen
Stargate: Battlestar Galactica
Titel: Stargate: Battlestar Galactica - Season 2.1, 2.2
Autor: Jonathan J. O´Neill
Beta: Liljana
Rating: FSK 14
Crossover: aus den Serien BSG/SG1/SGA mit den bekannten Charakteren
Pairings: die aus den Serien
Anmerkungen:
1. Alle Rechte von Stargate SG-1 und Atlantis sind Eigentum von MGM, und alle Rechte von Battlestar Galactica sind Eigentum von Universal.
2. Ich schreibe diese FF nur zum Spaß und an der Freude, nicht um damit Geld zu verdienen.
3. Die Geschehnisse sind frei erfunden, und verlaufen anders als in den Serien. Doch wird natürlich einigen, die sich mit beiden Serien auskennen, so einiges vertraut vorkommen.
4. Die Geschehnisse schildern die Erlebnisse von Kara “Starbuck” Thrace, die hier in der Version wirklich auf der Erde (von uns) gelandet war, und mit Hilfe der Menschen von der Erde zu ihrer Flotte zurückfindet, dies war die 1. Season, in der 2. Season, dann die Reise der Kolonialen Flotte mit Hilfe von Jack O´Neill in eine neue Heimat.
5. Auf Grund des Umfangs der zweiten Season wird diese in 2.1 und 2.2 in jeweils elf Folgen unterteilt.
Stargate: Battlestar Galactica
Season 2.1
2.01 First Contact
Andromeda-Galaxie
Ionischer / Planetarischer Nebel
Koloniale Flotte / Erdflotte
Galactica CIC
“Admiral, die vier unbekannten Schiffe, die vor kurzem auf dem DRADIS aufgetaucht sind, haben Kurs auf unsere Flotte gesetzt”, meldete Gaeta, der blass geworden war.
“Das war’ dann wohl. Es war mir eine Ehre, mit Ihnen zusammen…”, begann Adama.
“Sir, unsere Viper berichten, dass das größte der vier Schiffe zurückgeblieben ist, und mehrere Viper gestartet hat, die die Zylonenjäger angreifen. Die drei kleinen Kreuzer beziehen Stellung zu unserer Flotte. Sie bilden eine Art Schutzzone, und fangen die Raketen der Basisschiffe ab, die die zivilen Schiffe zerstören würden, mit den Schiffskörpern ab. Auch zerstören sie durch ihr Abwehrfeuer sich nährende Jäger der Zylonen”, meldete Gaeta, und unterbrach damit mit dieser Meldung, die Rede seines Vorgesetzten.
“Was sagen Sie da Gaeta… Was im Namen der Götter geht da draußen vor?”, fragte Colonel Tigh.
“Die wichtige Frage lautet: Wer ist unserer mysteriösen Retter?”, korrigierte Adama.
“Sir, das Flaggschiff hat Kontakt zu uns aufgenommen”, meldete Dualla.
“Stellen Sie auf Lautsprecher, Dee!”, verlangte Admiral Adama, und nahm den Hörer von der Konsole, um zu antworten.
“Hier spricht Major General Jack O’Neill von der United States Air Force, an Bord des Erdschiffs U.S.S. Phoenix, kommandierender Offizier der Erdflotte. Die anderen Schiffe, die bereits zu Ihnen gestoßen sind, sind die Korolev, die Icarus und die Asklepios, die von Colonel Chekov, Colonel Kirkland und Colonel Ronson kommandiert werden… Wir sind hier, um Ihnen zu helfen...”, erklang eine Stimme aus den Lautsprechern des CIC, der Galactica.
Woanders auf der Galactica, war Gaius Baltar bis vor kurzem durch die Gänge gewandert. Bis er auf ein paar Leute getroffen war. Er glaubte, man würde ihn nun umbringen, doch es waren die Frauen, die ihn besucht hatten und zu seinen Anhängern gehörten. Sie beruhigten Baltar und brachten diesen in Sicherheit.
Zivile Schiffe
An Bord der zivilen Schiffe, war man von den Erdschiffen völlig überrascht worden. Passagiere, die sich an Bord befanden, und auch einen Platz am Fenster hatten, versuchten etwas von dem Kampf im All mitzubekommen. Doch die drei Kreuzer der Erde verdeckten zum Teil die Sicht auf das Geschehen. Als die Schiffe der Erde von den Raketen der Zylonen getroffen wurden, leuchteten die Schutzschilde, die diese umgaben kurz blau auf.
Brücke der Asklepios
An Bord der Asklepios herrschte sehr hohe Anspannung, das Schiff von Colonel Ronson hatte zwar Waffen, doch es war ein Lazarett- und Transportschiff, und deswegen nur im Besitz der Primärwaffen. Es befanden sich überwiegend Ärzte, Sanitäter, Krankenhelfer und Wissenschaftler an Bord.
“Mit was zum Kuckuck schießen die Zylonen da auf uns?”, fragte Ronson, als erneut einige Treffer auf den Schilden aufprallten.
“Sie schießen mit Kernwaffen”, meldete Captain Murray, “zum Glück sind wir durch unsere Schilde vor der Strahlung geschützt.”
“Wenn die Dinger die zivilen Schiffe der Flüchtlinge getroffen hätten…”, stockte Ronson und sprach nicht weiter.
Galactica, CIC
Admiral Adama schaute immer noch seinen XO an, es dauerte einige Minuten bis er die Nachricht verarbeitet hatte.
“Hier spricht Admiral William Adama, Commander der Galactica. Major General O’Neill, sagten Sie gerade, dass Sie von der Erde kommen?”, fragte der Admiral nach, um sicher zu sein nicht nur zu träumen.
“Ja, es ist wahr. Und sagen Sie bitte nur General O’Neill, Admiral”, bat Jack, nachdem er über Funk bestätigt hatte, “Captain Thrace, hat uns viel über Sie und alle anderen erzählt, und nun sind wir hier… Ich schlage vor, dass wir uns erst einmal um diese Blechheinis kümmern, damit wir uns ungestört unterhalten können.”
“Einverstanden. Ich würde noch vorschlagen einen Kanal offen zu lassen, damit wir die Verteidigung besser durchführen können”, ergänzte Adama.
“Wird gerade veranlasst”, bestätigte O’Neill.
Colonel Tigh und einige andere waren immer noch völlig perplex, da man Starbuck für tot gehalten hatte, und nun hörte man über Funk von Zeit zu Zeit ihre Stimme.
Phoenix
Die Phoenix hatte nun die Koloniale Flotte erreicht, und nahm dieselbe Position, wie die anderen drei Schiffe der Erdflotte ein. Kaum hatte sie ihre Stellung eingenommen, schlugen auch schon die ersten Raketen der Zylonen auf den Schilden auf.
Brücke der Korolev
“Colonel, die Zylonen schicken verstärkt schwere Jäger”, meldete ein Offizier.
“Sofort alle verfügbaren 302er starten! Sie sollen diese Jäger verfolgen und zerstören!”, befahl Chekov.
Kurz darauf starteten die ersten F-302er, um in den Kampf einzugreifen.
Brücke der Phoenix
“…, darum General O’Neill, habe ich bereits die 302er der Korolev starten lassen, um Jagd auf die schweren Jäger machen zu lassen. Ich schlage vor, dass die Phoenix, die Icarus und die Asklepios ihre F-302- Staffeln ebenfalls in den Kampf schicken, weil wir sonst keinen ausreichenden Schutz für die zivilen Schiffe gewährleisten können”, meldete sich Colonel Chekov per Videoübertragung bei der Phoenix.
“Da dürften Sie Recht haben, Chekov, dem stimme ich zu… Achtung: Hier spricht General O’Neill, sofort alle F-302er starten! Colonel Kirkland, Colonel Ronson Sie veranlassen dasselbe!”, ordnete O’Neill an.
Nach fünf Minuten waren alle F-302er, die bisher noch startbereit warteten gestartet.
Zylonische Flotte
Die Zylonen wurden völlig von dem Auftauchen der fremden Flotte überrascht.
“Wo sind denn bloß diese vier Schiffe hergekommen?”, fragte einer der Doral’.
“Keine Ahnung. Sie helfen den Menschen, indem sie unsere Jäger zerstören und eigene gestartet haben”, meinte eine der Sharon’.
“Ist doch egal, wer die sind offenbar besitzen diese Schiffe keine anderen Waffen. Also weiter angreifen! Unsere Jäger sollen ihre Linien durchbrechen oder umfliegen, und die Menschheit endgültig auslöschen!”, ordnete einer der Cavil’ an.
Koloniale Flotte / Erdflotte
Zwischen den beiden Flotten tobte nun eine heftige Weltraumschlacht, indem es um das Überleben der Flüchtlinge ging. Durch die Hilfe der vier Schiffe von der Erde, hatten es die Zylonen noch schwerer ihr Ziel umzusetzen. Die Jäger der Zylonen wurden vom Abwehrfeuer der Galactica oder von den Railguns der Raumschiffe der Erde zerstört. Die bisherigen wenigen Raider und schweren Jäger der Zylonen, die es geschafft hatten die Verteidigungslinien zu durchbrechen, wurden nun von den Vipern der Galactica, sowie den F-302er gestellt und eliminiert. Doch den Zylonen gelang es trotz der Bemühungen, die ersten Treffer zu erzielen und einige Schiffe der Zivilisten zu zerstören.
“Lieutenant Rogers, abtauchen! Abtauchen!”, befahl Mitchell. Doch es war bereits zu spät, die Viper des jungen Piloten, wurde von den Geschossen eines Zylonenjägers in Stücke gerissen. Dafür eliminierte Colonel Mitchell den Jäger der Zylonen nur wenige Sekunden später.
“Komm her, du verdammter Toaster… das ist für dich”, schrie Starbuck, betätigte den Abzug, und nahm bereits den nächsten Zylon ins Visier.
“Und jetzt bist du dran, verfluchter Toaster.”
Das Kampfgeschehen verlagerte sich, was für die Menschen sehr ungünstig war, immer mehr zunehmend in die Nähe der eigenen Flotte. Nun gab es auch vermehrt Kämpfe zwischen den zivilen Schiffen, und die Viper und 302er hatten Mühe, die Zylonenjäger daran zu hindern ihr Ziel zu erreichen.
“Phoenix, hier ist Mitchell. Wir haben gerade Snow, Ince und Androv verloren”, gab der Colonel per Funk durch, und hörte General O’Neill, wegen der steigenden Ausfälle und Verluste fluchen.
“Hot Dog, Vorsicht! Hinter Dir sind zwei!”, warnte Lee, und beeilte sich, um dem Lieutenant zu helfen.
“Ich komme”, verkündete Kara Thrace, und eilte ebenfalls zu Hilfe.
Nach kurzer Zeit hatte sie Costanza erreicht, und nahm sich einen der Zylonen vor.
Sam Anders flog, an einer anderen Position, innerhalb der Flotte, zwischen den zivilen Schiffen hinter einem Raider hinterher. Anders hatte vor kurzem seinen Flügelmann verloren, das heißt er ist von diesem getrennt worden.
“Okay, okay. Jetzt hab ich dich”, murmelte Sam, betätigte den Abzug - doch nichts geschah. Panik stieg in ihm auf, als der Zylon langsam wendete, Sam hatte vergessen zu entsichern. Schweiß bedeckte nun seine Stirn. Nun hatte sich der zylonische Jäger zu ihm zugewandt, währenddessen explodierte in seiner Nähe ein kleiner ziviler Transporter. Die Zeit schien stillzustehen. Das rote Auge des Zylonen tastete Anders ab, dessen Auge ein Signal aussendete. Der Raider verschloss den Schlitz, wendete und flog davon. Der ehemalige Pyramidspieler atmete auf, er ahnte, warum ihn der Zylon verschont hatte.
Brücke der Phoenix
General O’Neill überlegte kurz, was er tun könnte, um dem Treiben ein Ende zu setzen und den Zylonen einen Denkzettel zu verpassen, den diese nicht mehr so schnell vergessen würden. Jack erkundigte sich bei Thor, ob die Asgardwaffen einsatzbereit seien, was der kleine Außerirdische bejahte.
“Okay. Mir reicht das jetzt… Galactica, hier ist General O‘Neill, ich werde nun mit der Phoenix die Basisschiffe der Zylonen angreifen, und damit den Zylonen… hoffentlich einen ordentlichen Tritt in deren Blechhintern verpassen”, gab O’Neill über einen sicheren Kanal an den Kampfstern weiter.
Nachdem er sich entschieden und seinen Plan, Admiral Adama über Funk angekündigt hatte, bemerkte O’Neill nun, wie sich die Jäger der Zylonen nun zurück zu ihren Basisschiffen begaben.
“Was ist denn nun los?”, fragte Jack O’Neill ratlos.
“Lieutenant Simmons, ich muss mit Admiral Adama sprechen! Ich brauche eine Bestätigung”, sagte der General anschließend. Er nahm an, dass sich die Zylonen zurückzogen, um sich neu zu formieren und dann erneut angreifen würden.
Galactica, CIC
“Admiral. General O’Neill, will dringend mit Ihnen sprechen”, meldete Dualla.
“Stellen Sie durch, Dee!”, verlangte Adama, und nahm den Hörer in die Hand.
“Admiral Adama, hier ist O’Neill. Ziehen sich die Zylonen zurück oder formieren sie sich neu? Ich brauche eine Bestätigung.”
“General, ich kann Ihnen nur bestätigen, dass sich die Zylonen zurück zu ihren Basisschiffen begeben. Keine Ahnung, wieso”, antwortete Adama, nachdem er noch einmal einen prüfenden Blick, auf den Bildschirm des DRADIS über sich, getätigt hatte.
“Aber wieso? Die Zylonen hatten uns doch, und hätten den größten Teil der zivilen Flotte zerstören können”, wunderte sich Colonel Tigh.
“Das wollte ich auch gerade sagen”, hörte man aus dem Lautsprecher O’Neill’ Stimme, der dem XO, der Galactica zustimmte.
Brücke der Phoenix
“Thor, Plasmawaffen laden, und auf mein Zeichen abfeuern! Ziele auf das zentrale Schiff, welches uns am nächsten liegt!”, forderte O’Neill.
“Verstanden, O’Neill. Waffen sind bereit”, antwortete der Asgard.
“Gut. Dann Feuer frei!”, sagte Jack.
Die gesamte zylonische Flotte verschwand in hellen Blitzen, gerade als die Phoenix ihre Hauptwaffen abfeuerte. Die blauen Strahlen verschwanden im Nebel.
“Was war denn das?… Admiral Adama, was ist da gerade passiert?”, fragte O’Neill.
Galactica, CIC
“Admiral. Sir, die Zylonen sind weggesprungen”, berichtete Gaeta, als gerade gleichzeitig über Lautsprecher, die Frage von O’Neill einging.
“Was geht da nur vor?”, fragte Admiral Adama überrascht.
“Ich weiß es nicht, Bill”, antwortete Saul Tigh, obwohl er ahnte, weshalb die Zylonen ihren Angriff abgebrochen hatten.
“General O’Neill, sind Sie noch dran?… Die Zylonen sind weggesprungen, keine Ahnung weshalb. Hätten ihre Waffen, die Basisschiffe zerstört?”, sagte Adama, als er sich über Funk dem Commander der Phoenix zuwandte.
“Ja, Thor und Colonel Carter haben gemeint, dass vier bis sechs Treffer dafür gerecht hätten. Doch gerade als wir gefeuert hatten, haben die Zylonen die Partie verlassen”, antwortete General O’Neill.
“General, ich schlage vor, dass wir alle Viper und ihre Jäger einsammeln, sowie die Piloten, die da draußen sind. Wir schicken dafür unsere Raptor raus, um alle zu bergen”, empfahl Adama.
“Ist gut Admiral Adama, wir hatten euch den Rücken frei”, sagte Jack.
Ein paar Minuten später, fing man damit an Piloten und Trümmer zu bergen. Die Galactica schickte ihre Raptor los, und die Schiffe der Erdflotte setzte dafür ihre Beamtechnologie ein.
Zylonische Flotte
Rund 20 Lichtjahre entfernt, tauchten die Basisschiffe der Zylonen wieder auf. Auf den Basisschiffen herrschte bei den sechs aktiven menschlichen Zylonenmodellen (das Modell Nummer Drei, war eingefroren worden) Verwirrung.
Keiner wusste, wieso und weshalb die Jäger zurückgekehrt waren, und die Basisschiffe einen Sprung durch geführt hatten. Obwohl man zumindest einen Großteil der zivilen Schiffe, der Menschen hätte zerstören können, bis sie weggesprungen wären.
Ionischer / Planetarischer Nebel
Koloniale Flotte / Erdflotte
Galactica, CIC
“Admiral. Die FTL-Antriebe aller zivilen Schiffe sind wieder einsatzbereit”, verkündete Lieutenant Gaeta, die gute Nachricht im CIC.
“Sehr gut, die Flotte soll sich zum Sprung bereitmachen! Petty Officer Dualla, geben Sie mir die Phoenix, ich will mit General O’Neill reden und ihm unsere neuen Zielkoordinaten mitteilen!”, ordnete Admiral Adama an.
“Ist das klug, Bill? Wir wissen nichts über diese Leute”, sprach Colonel Tigh seine Bedenken, über die Absichten seines Vorgesetzten aus.
“Ohne diese Leute wäre ein Großteil unserer Flotte vernichtet worden, Saul”, entgegnete der Admiral.
“Sir, alle Raptor und Viper sind sicher gelandet, und die Verbindung zur Phoenix besteht”, meldete Dee.
In den nächsten Minuten gab die Galactica die Koordinaten bekannt, wo die Flotte
hinspringen würde. Colonel Carter nahm diese entgegen.
Kurz darauf sprang die zivile Flotte weg, und verließ den Nebel.
Nachdem die Phoenix den Erhalt der Koordinaten bestätigt hatte, verschwand auch die Galactica.
Zylonische Flotte
Cavil, einer der Nummer Eins-Modelle tobte: “Was ist nur in die Jäger gefahren, was sollte das? Fest steht, dass wir wahrscheinlich nie wieder eine solche Chance bekommen werden, die menschliche Rasse ein für alle mal auszulöschen.”
“Vermutlich hat sich die Situation geändert”, überlegte eine der Sechsen.
“In wie fern hat sich was geändert?”, blaffte Cavil verärgert.
“Die letzten Fünf befinden sich unter den Menschen in der Flotte, deswegen haben sie den Angriff abgebrochen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht”, antwortete eine andere Sechs.
“Das wird ja immer besser”, brummte Cavil.
“Ich will, dass das Problem bei den Jägern behoben wird!”, ergänzte er fordernd, nach einer kurzen Überlegung.
Dieser Vorschlag gefiel den Zylonenmodellen Zwei, Sechs und Acht überhaupt nicht.
“Du beabsichtigst den Jägern den freien Willen zu nehmen?”, fragte einer der Leoben’ nach, um sicher zu gehen.
“Nicht nur den Jägern, wenn es sein muss auch den Zenturios”, antwortete Cavil
“Dann sind wir nicht besser, als die Menschen. Das kannst Du nicht machen”, protestierte eine weitere Sechs.
“Oh, es ist aber notwendig. Und wir fangen sofort damit an”, wiegelte Cavil ab.
Die anderen Einser und die anderen zwei Zylonenmodelle, die Vierer und Fünfer schlossen sich ihm an, um auf ihre Basisschiffe zurückzukehren, und ließen die anderen Modelle mit ratlosen Gesichtern zurück.
Koloniale Flotte / Erdflotte
Brücke der Phoenix
“Die Korolev, die Icarus und die Asklepios bestätigen den Erhalt der Koordinaten. Alle 302er und unsere Viper, außer natürlich den erlittenen Verlusten, befinden sich an Bord, bis auf Captain Thrace”, berichtete Carter.
“Aha, Starbuck ist also auf der Galactica gelandet. Dann wollen wir mal diesen Ort verlassen. Kurs setzen, auf die neuen Koordinaten, die wir bekommen haben! Captain Thompson, bringen Sie uns in den Hyperraum! Sie Lieutenant Simmons, melden Mister Woolsey, dass er sich für die ersten Gespräche bereithalten soll!”, ordnete O’Neill an, und erteilte seine Befehle.
Nachdem die anderen drei Schiffe seines Kommandos im Hyperraum verschwunden waren, verschwand auch die Phoenix.
Nach einen kurzen Flug, rund 18 Lichtjahre von dem Nebel entfernt, vereinte man sich wieder mit der Kolonialen Flotte.
Backbord-Hangar der Galactica
William Adama und Saul Tigh, hatten sich zu dem Backbord-Hangardeck begeben, sie wollten sich persönlich davon überzeugen, das Starbuck wirklich noch lebt. Beide Männer blieben oben im Gang stehen, und der Admiral stützte sich am Geländer ab, als die Viper von Captain Thrace, gerade auf das Deck geschoben wurde. Als der Jäger auf einer Position abgestellt worden war, öffnete Kara das Cockpit.
“Hallo Leute. Na habt ihr mich vermisst?”, fragte sie grinsend, während sie aus der Viper kletterte.
“Ja, aber wir hatten angenommen Du wärst für immer verloren… also tot. Ich habe deine Viper in einem grellen Lichtblitz verschwinden sehen. Außerdem warst Du über zwei Monate weg”, antwortete Lee Adama, als er ihr gegenübertrat.
“Die Viper ist praktisch aus der Fertigung”, sagte Chief Galen Tyrol, der die Viper begutachtet hatte. Der Admiral und sein XO standen immer noch oben am Geländer, und beobachteten die Szene weiterhin interessiert.
Auch alle anderen anwesenden Piloten und Deckarbeiter, waren bisher immer noch sehr zurückhaltend gegenüber Captain Kara Thrace, darunter auch ihre Freunde Apollo, Helo und Athena. Starbuck hatte so etwas schon befürchtet.
“He, was ist denn los mit euch? Stimmt irgendetwas nicht?”, fragte Kara beinahe schon wütend, denn sie war sichtlich enttäuscht, dass ihr eine gewisse Kälte entgegenkam.
“Kara”, sagte Sam Anders, eilte auf Captain Thrace zu und bahnte sich dabei einen Weg durch die Leute. Als er bei ihr ankam, umarmte er seine Frau und sie ihn.
“Nanu, wie siehst Du denn aus? Was hast Du da an, Sammy? Lass mal sehen”, fragte Starbuck irritiert, als sie sich ihren Mann musterte, der die Pilotenkleidung der Viper- und Raptorpiloten trug.
“Ist ‘ne Menge passiert, seitdem Du vor über zwei Monaten verschwunden bist”, antwortete Sam lächelnd.
Nun trat auch Lee Adama näher, und umarmte Kara Thrace ebenfalls.
“Hallo, Admiral Adama, Sir. Hallo Colonel”, rief Starbuck, die nun William Adama und Saul Tigh oben stehen sah.
Nach wenigen Minuten trat auch der Admiral, Starbuck gegenüber. Und nachdem er ihr lange in die Augen geblickt hatte, schloss er sie erleichtert und mit Tränen in den Augen in die Arme. Adama war froh darüber Kara wiederzusehen, liebte er sie trotz ihres Charakters wie eine Tochter.
2.02 Face To Face
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte / Erdflotte
Brücke der Phoenix
General O’Neill befand sich gerade mal wieder auf der Brücke, da er mit Admiral Adama sprechen wollte, außerdem erwartete er die Berichte von den Schiffen seiner Flotte.
“…Colonel Kirkland, ich brauche immer noch Ihren Bericht, von dem Kampf, den wir an den Planetarischer Nebel hatten! Eine Kurzfassung, mit allen Daten genügt!”, sagte Jack O’Neill in sein Mikro, des Headsets. Der Commander der Icarus, war der Letzte der den Bericht noch einreichen musste.
“Ich schicke Ihnen den Bericht, innerhalb der nächsten 12 Stunden zu, Sir”, antwortete Kirkland.
“Okay, aber keine Minute länger”, meinte der General, und lachte kurz auf.
Nun nahm er wieder Kontakt zur Galactica auf.
“Hier ist General O’Neill, von der Phoenix. Lieutenant Dualla, ist Admiral Adama wieder auf ihrer Brücke, im CIC?”, fragte Jack nach.
“Der Admiral war kurz im Backbord-Hangardeck, und müsste sich bereits wieder auf dem Rückweg befinden, Sir”, antwortete die Kommunikationsoffizierin der Galactica.
“Gut. Ah, richten Sie dem Admiral bitte aus, dass ich mit ihm sprechen möchte”, sagte General O’Neill, dann legte er, nachdem Dualla bestätigt hatte das Headset ab.
Nun hatte Jack die Zeit sich die ersten Berichte anzusehen, was er auch tat. Denn ein Bericht beunruhigte ihn, und würde auch den Admiral beschäftigen, deswegen musste er mit ihm reden. Es war der Bericht, den ihm Thor gegeben hatte, als er die Schiffe der Kolonialen Flotte nach Schäden gescandt hatte, insbesondere die Galactica.
Es dauerte noch ungefähr eine halbe Stunde, bis sich endlich die Galactica meldete.
“… Ja, Admiral Adama, einen Moment bitte. General O’Neill, Sir. Admiral Adama ist in der Leitung”, teilte Lieutenant Simmons seinem Commander mit.
In dem nun folgenden Gespräch, vereinbarten William Adama und Jack O’Neill ein erstes Gespräch in einem kleinen Kreis, mit dem wichtigsten Vertretern beider Seiten.
“…, und kommen Sie und ihre Leute, bitte nicht bis an die Zähne bewaffnet, auf die Galactica, General!”, empfahl Admiral Adama.
“Wo denken Sie hin, Admiral. Also bis in einer Stunde bei Ihnen auf der Galactica. Ich freue mich schon darauf, Sie und andere ihr Volk nun endlich persönlich kennenzulernen”, sagte O’Neill, nachdem sich beide auf die Galactica, als ersten Ort eines Treffens vereinbart hatten.
Kurz darauf verabschiedete man sich die beiden Männer voneinander, dann wurde die Verbindung wieder getrennt.
“Lieutenant Simmons, Sie rufen bitte Doktor Keller, Mister Woolsey und Doktor Jackson zur Jumper-Bucht, in den Steuerbord-Hangar! Außerdem werde ich noch Teal’c mitnehmen, sowie Sergeant Parker, Airman Bosworth, die den Jumper bewachen werden, und Lieutenant McBride, der mich als Adjutant begleiten wird! Colonel Carter, Sie haben die Brücke, während meiner Abwesenheit!”, ordnete General O’Neill an, bevor er mit Teal’c, die Brücke seines Schiffes verließ.
Admiral Adama’ Quartier, Galactica
Laura Roslin hatte um ein Treffen gebeten, bevor es ein erstes Gespräch mit einer Delegation der Erde gab, um mit William Adama ungestört sprechen zu können.
“Bill, so etwas müssen Sie vorher mit mir absprechen… es handelt sich hierbei immerhin… um einen Staatsbesuch”, versuchte Roslin zu erklären, und hatte etwas Mühe die richtigen Worte, in dieser Angelegenheit, zu finden.
“General O’Neill hatte darauf bestanden, da das erste Treffen auf der Galactica findet, so wie ich es vorschlagen hatte. Und ich stimme mit ihm überein, dieses erste Gespräch, welches in einem kleineren Kreis, und mit den wichtigsten Vertretern beider Seiten stattfindet, ohne großen Presserummel stattfinden zu lassen. Die Aufregung sollte sich erst einmal legen”, antwortete Admiral Adama, mit ruhiger und gelassener Stimme, im Flüsterton.
“Und, wer auf unserer Seite, nimmt an diesen Gipfeltreffen noch teil?”, fragte Präsidentin Laura Roslin.
“Colonel Tigh, Captain Thrace, Doktor Cottle, Lee Adama, und leider auch unserer Vizepräsident Tom Zarek”, antwortete der Admiral, während er Laura und sich selbst noch einen Drink eingoss.
“Die Pressevertreter sind außerdem von dem Treffen ausgeschlossen”, ergänzte er.
“Was?”, fragte die Präsidentin hustend, da sie sich verschluckt hatte.
“Sie können aber, nach dem Gipfeltreffen eine Erklärung abgeben. Es ist also kein offizieller Staatsbesuch”, erzählte Adama.
“Dann erfährt die Presse nach dem Treffen die Ergebnisse, sonst wendet sich noch Zarek an die Presse, um das Ganze für sich zu nutzen - egal, was bei dieser Sache herauskommt.
Galactica, CIC
“Hier ist die Galactica. Jumper 1, Sie haben Landeerlaubnis. Bitte begeben Sie sich zum Backbord Landedeck, und landen Sie auf der Landefläche 3. Wir kümmern uns dann um alles Weitere!”, teilte Dualla an, die den Flug des Jumpers überwachte, und General O‘Neill einwies.
“Verstanden Galactica. Setzen zur Landung an”, bestätigte O’Neill, der selbst den Jumper steuerte.
Galactica, Backbord-Hangardeck
Der Puddle Jumper wurde nun bereits auf das Hangardeck gezogen. “Wehe, die machen mir Beulen, Kratzer und Schrammen in den Jumper”, bemerkte Jack, als sie von der Deckcrew bewegt, und zu einer Parkposition gebracht wurden.
Auf dem Hangardeck hatten sich die meisten der Piloten, Marines und Deckarbeiter versammelt, und erwarteten gespannt auf die Ankunft der Menschen von der Erde.
Durch das Cockpitfensters des Fluggeräts, konnten viele von den Anwesenden Mitgliedern der Crew der Galactica, einige der Menschen erkennen, die sich darin befanden. Die Präsidentin, Admiral Adama, Colonel Tigh, Lee Adama, Doktor Cottle, Captain Thrace und der Vizepräsident Zarek befanden sich ebenfalls dort.
“Seht euch das an Leute, eine kleine Parade”, sagte O’Neill.
“So Mister Woolsey und ich gehen gemeinsam zuerst raus, Daniel und Doktor Keller folgen danach und Teal’c und Lieutenant McBride bilden den Abschluss! Sergeant Parker, Airman Bosworth, Sie beide bewachen beide den Jumper, und klopfen jedem auf die Finger der daran herumspielt! Doch zunächst kommen Sie beide mit heraus, aber Sie bleiben dann auf der Heckklappe des Puddle Jumpers stehen!”, erklärte General Jack O’Neill, und alle nickten verstehend.
“Äh, General, hätten Sie sich nicht wenigstens noch umziehen können?”, fragte Richard Woolsey, als er O’Neill ansah.
“Ups. Habe ich doch tatsächlich meine Paradeuniform in der Milchstraße vergessen”, grinste O’Neill, dann betätigte er den Schalter für die Heckklappe, und jeder hatte seine Unterlagen zur Hand, bis auf Jack, da Lieutenant McBride die Koffer des Generals trug.
“Achtung!”, empfahl der Admiral, als sich die Heckklappe des Puddle Jumpers gesenkt hatte, und die Insassen das Fluggerät verlassen hatten.
Alle anwesenden Crewmitglieder der Galactica, sowie Adama salutierten, als General O’Neill und seine Begleiter vor ihm standen. O’Neill und McBride salutierten ebenfalls, Woolsey, Keller, Jackson und Teal’c nickten kurz.
“General O’Neill, Mister Woolsey, Doktor Keller, Doktor Jackson, Mister Teal’c, Willkommen auf der Galactica. Wir freuen uns Sie endlich persönlich kennenzulernen”, begrüßte William Adama die Gäste, und reichte Jack O’Neill die rechte Hand. Der General ergriff diese, schüttelte sie kurz und sagte: “Die Freude ist ganz auf unserer Seite, Admiral. Präsidentin Roslin. Es ist uns eine Ehre, und ich möchte Ihnen meinen Respekt für ihre Leistung aussprechen, die alle Mitglieder ihres Volkes geleistet haben.”
Dann stellte er kurz noch einmal seine Begleitpersonen vor, und Adama tat dasselbe.
“Admiral Adama, zwei meiner Leute Sergeant Parker und Airman Bosworth, werden hier bleiben und auf unseren Jumper aufpassen”, sagte Jack zum Schluss, bevor man das Hangardeck verließ. Adama nickte kurz, dann ging er voraus.
Galactica, Offiziersmesse
Nach circa zwanzig Minuten, hatte man endlich die Offiziersmesse erreicht, die für das Treffen vorbereitet worden war. Auf den Weg dorthin, wurden die Menschen der Erde immer wieder gefragt, wie es auf der Erde sei, und ob die Reise dorthin lange dauern würde. Doch O’Neill und seine Begleiter schwiegen, wie vereinbart. Auch die Presse stellte Fragen, doch Laura Roslin und William Adama erklärten, dass es erst später, nach dem ersten Gespräch eine Pressekonferenz geben wird.
“Ja, meine Damen, meine Herren. Danke dass Sie alle gekommen sind. Wollen wir anfangen?”, fragte Präsidentin Roslin in die Runde, nachdem alle Platz genommen hatten, und die Tür ebenfalls verschlossen wurde.
“Ja, sehr gern, Frau Präsident”, antwortete Richard Woolsey.
Nun fing an Jack O’Neill zu berichten, wie er Kara Thrace getroffen hatte. Danach erzählte Woolsey von den Anweisungen, die man erhalten hatte, und die Koloniale Flotte nicht zur Erde zu führen, sondern zu einen anderen Planeten.
“Was? Sie wollen uns nur unsere Technologie abnehmen, und uns dann wohl im Stich lassen. Haben Sie überhaupt eine Ahnung, was wir durchgemacht haben? Einige von uns waren in Gefangenschaft der Zylonen, und nicht wenige haben ihr Leben in dieser, sowie in zahlreichen Angriffen verloren”, führte Zarek wütend auf.
Mister Woolsey wollte zu einer Entgegnung ansetzen, aber Daniel kam ihm zuvor.
“Wir werden Sie zuerst mit den angebotenen Mitteln beliefern. Captain Thrace hat uns alles berichtet, Herr Vizepräsident. Ich und auch General O’Neill befanden sich schon oft in der Gefangenschaft der Goa’uld - Systemlords. Wobei der General, einmal in einer sehr gefährlichen Lage war - er wurde gefoltert, getötet und wiederbelebt, und dies sehr oft”, führte der Archäologe auf.
Darauf wollte der Vizepräsident ebenfalls etwas erwidern, doch Laura Roslin verhinderte dies, sagte und bat, um eine Erklärung: “Tut uns leid, das wusste keiner von uns. Bitte erläutern sie uns, weshalb sie uns nicht zur Erde bringen können.”
“Das würde wohl nur jeden zu gern interessieren, warum man uns den Zugang zur Erde verweigert”, pflichtete Lee Adama bei.
“Das wurde bereits erklärt, doch ich kann es Ihnen allen noch einmal darlegen. Sie dürfen gern die Erde besuchen, doch nicht alle auf einmal, und nur ausgewählte Personen. Die Erde hat zahlreiche Konflikte zu bewältigen. Wir wüssten keinen Ort, wo man über 40.000 Menschen unterbringen könnte. Auf der Erde wissen 99,5 % der Bevölkerung nichts von dem Stargate-Programm. Was glauben Sie, was deswegen passieren würde, wenn dutzende von Raumschiffen im Orbit auftauchen und landen…”, erzählte Daniel auf, als er von Roslin unterbrochen wurde.
“Und, wenn Sie die Bevölkerung aufklären würden”, schlug die Präsidentin vor.
“Sie verlangen Unmögliches, Frau Präsident. Auf der Erde gibt es unterschiedliche Kulturen, Religionen und Philosophien, einigen davon würde es sicher nichts ausmachen, dass sie sich auf der Erde niederlassen. Leider gibt es auch radikale Gruppen, die dadurch weltweit Unruhen auslösen könnten mit schwerwiegenden Folgen für uns alle. Deshalb unser Angebot diese Flotte zu einen Planeten zu führen, den sie dann für sich allein haben”, erklärte Daniel die Situation.
“Doch dafür müssten Sie alle diese Galaxie verlassen”, ergänzte Woolsey.
“Wir sollen Ihnen folgen, und unsere Heimat hinter uns lassen?”, empörte sich Zarek.
“Herr Vizepräsident. Mein Auftrag lautet: Alle Überlebenden der Kolonien zu helfen, das was von ihrer Kultur und Geschichte gerettet werden konnte, in eine neue Heimat in der Milchstraße zu führen, wo wir selbst herkommen. Das beinhaltet natürlich, diese Galaxie, die wir auf der Erde als Andromeda bezeichnen zu verlassen. Ich weiß, es ist nicht leicht. Doch diese Galaxie ist ziemlich trostlos, soweit wir es bisher erfahren haben”, erklärte O’Neill.
“Und was bekommen, wir als Gegenleistung?”, fragte Roslin neugierig.
“Zu aller erst Medikamente, Rohstoff für das Thylium und Lebensmittel.”, antwortete Mister Woolsey.
“Und natürlich brauchen wir, als Gegenleistung: Daten und Informationen über die Zylonenmodelle, die menschliche Gestalt annehmen können, da dies eine Gefahr für die Erde bedeutet, und die Bau- und Konstruktionspläne für einen Battlestar der Galactica-Klasse”, ergänzte Woolsey, nach einer kurzen Atempause.
“Ein sehr hoher Preis, den Sie da verlangen Mister Woolsey. Aber ich würde vorschlagen, dass wir uns gegenseitig vertrauen sollten - vor allem da Sie und ihre Flotte uns im Kampf gegen die Zylonen zur Seite gestanden haben”, fasste der Admiral kurz zusammen.
“Sie könnten selber Zylonen sein, zumindest einige von Ihnen”, meinte Colonel Tigh.
“Wir unterziehen uns gerne jeden Test, um euch zu beruhigen”, meldete sich nun auch Teal’c zu Wort, der bisher geschwiegen hatte.
“Zusätzlich bieten wir Ihnen eine Allianz und unsere Freundschaft an, was wir gerne in einem Vertrag festhalten würden. Die Auswahl der freien bewohnbaren Planeten, die der Erde ähneln und noch unbewohnt sind, ist sehr klein. Notfalls bieten wir Ihren Volk einen unserer Außenposten an, den Ihr Volk besiedeln darf”, versicherte Richard Woolsey, den Vertretern der 12. Kolonien.
“Wie sieht es eigentlich mit der Verträglichkeit von Medikamenten und den Nahrungsmitteln aus, die sie uns anbieten?”, fragte Doktor Cottle.
“Wir haben Captain Thrace erfolgreich mit unseren Medikamenten behandelt, sowie zuvor auch andere Menschen auf anderen Planeten erfolgreich medizinisch versorgt und anderweitig unterstützt. Die Struktur der DNS ihres Volkes ist der unseren sehr ähnlich, was überraschend ist, dass sich in einer weiteren Galaxie völlig unabhängig von einer anderen menschliches Leben hervorgebracht hat. Ihr Volk hatte aber nachweislich einen genetischen Ausgleich mit einer außerirdischen Rasse, die wir die Antiker nennen. Wenn Sie uns gestatten weitere Proben zu nehmen, könnte ich diese Theorie noch weiter untersuchen”, antwortete Doktor Jennifer Keller.
“Wer sind die Antiker?”, fragte Tigh.
“Die Antiker waren eine hochentwickelte menschliche Rasse, die ihre physiologische Lebensart aufgegeben hat, und eine höhere Ebene der Existenz erreicht haben. Ich selbst bin zweimal aufgestiegen, habe aber dabei Regeln gebrochen, indem ich mich in die Belange der unteren Existenzebenen eingemischt, was verboten ist. Außerdem verdanken wir den Antikern, die Existenz der Sternentore und zahlreicher anderer Technologien, die man benutzen kann, wenn man das Gen der Antiker besitzt. Dieses Gen wurde von Doktor Carson Beckett vor über einen Jahr entdeckt. Die Antiker kehrten vor circa 10.000 Jahren der Pegasus-Galaxie den Rücken, da sie einen aussichtslosen Krieg gegen eine feindliche Rasse geführt hatten, und kurz vor dem Fall standen. Einige Antiker ließen sich auf der Erde nieder, und vermischten sich mit den Menschen, die sich dort nach den Weggang der Antiker dort entwickelt hatten, da die Antiker vor rund 5 bis 10 Millionen Jahren von einer tödlichen Krankheit bedroht und heimgesucht wurden. Die uninfizierten Antiker flohen mit der Stadt Atlantis in die Pegasus-Galaxie, soviel wir bisher wissen, um dort ihre Zivilisation wieder neu aufzubauen. Ich selbst vermute anhand ihrer Götter, die sie verehren, dass es einen Austausch von Wissen und Philosophien zwischen unseren Galaxien gegeben hat. Diese Gottheiten kennen wir aus dem antiken Griechenland und dem antiken Rom, diese Götter wurden dann überwiegend vom Christentum abgelöst. Ich würde Sie gerne in unsere Bibliothek einladen, dort könnten Sie sich besser informieren”, erzählte Daniel ausführlich.
“Ich würde empfehlen, die restlichen Punkte in zwei bis drei separaten Gruppen zu besprechen, da ich zumindest annehme, dass die wichtigsten Punkte nun gemeinsam durchgegangen worden sind. Wir unterhalten uns immerhin schon seit fast drei Stunden”, schlug Lee Adama vor.
“Ein guter Vorschlag, Lee. Die einzelnen Punkte tragen wir dann zusammen, die ich dann den Zwölferrat vorlegen und der Presse mitteilen werde”, stimmte Roslin, als erste dem Vorschlag zu.
“Das ist wahr. Ich schlage vor, dass wir genau das tun”, meinte Woolsey.
In der nächsten Stunde hatte man genau dies erreicht, danach setzte man sich wieder zusammen und trug die einzelnen Punkte zusammen, über die man sich später noch einmal untereinander unterhalten wollte.
“…, ich würde vorschlagen darüber in den Rat abstimmen zu lassen”, schlug Tom Zarek seiner Präsidentin vor.
“Nein Tom. Wenn wir eine Abstimmung machen, dann die gesamte Flotte!”, entschied Laura Roslin, für den Fall, das es wirklich dazu kommen sollte.
“Bevor wir zum Ende kommen, habe ich hier noch die wichtigsten Personalakten meiner Crew und meiner Flotte”, sagte General O’Neill, und Lieutenant McBride holte einen ganzen Stapel von Mappen hervor.
“Mich interessiert vor allem eine… nämlich diese hier”, sagte Lee, während er die Akte von Captain Kara Thrace herausfischte. Admiral Adama und Colonel Tigh rückten neugierig näher an den jüngeren Adama heran.
“Aha, da konnte es mal wieder jemand nicht lassen, was”, stellte Tigh den Kopf schüttelnd fest.
“Sie haben wieder einer höherrangigen Offizier geschlagen, Starbuck”, sprach Admiral Adama es aus, und blickte Captain Thrace an.
“Kara, Du hast ihm die Nase gebrochen”, ergänzte Lee Adama erschrocken, als er die Akte wieder schloss.
“Leute, also es war so…”, versuchte Starbuck zu erklären, erhielt aber Hilfe von General O’Neill.
“Seien Sie ihr nicht böse, meine Herren. Ich hatte auch den Drang gehabt, Major Jackson an die Wand zu klatschen. Sein Verhalten war Arrogant und ebenso sein Verhalten. Machen Sie sich keine Gedanken mehr darüber, der Major ist wieder gesund”, erklärte Jack.
“Eine gebrochene Nase verheilt aber nicht innerhalb von ein paar Tagen”, widersprach Doktor Cottle.
“Wir haben glücklicherweise einen Sarkophag, sowie einige Tok’ra an Bord der Phoenix, die uns medizinisch, technisch und mit ihrem Wissen unterstützen. Deswegen ist Major Jackson wieder so schnell genesen”, erklärte Jennifer Keller.
“Können Sie auch Krebs heilen?”, fragte Laura Roslin hoffnungsvoll.
“Frau Präsident, Sie wollen sich doch nicht etwa in die Hände von Fremden begeben? Was ist, wenn diese Leute darauf spekulieren, um auf diesen Wege eine wichtige Person in ihre Gewalt zu bekommen”, warnte Zarek.
“Tom das reicht. Doktor Keller ist es möglich?”, stellte die Präsidentin erneut ihre Frage, nachdem sie ihren Vizepräsidenten zum Schweigen gebracht hatte.
“Kommt darauf an, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. Und anhand der Untersuchungsergebnisse erst, kann ich eine Therapie bestimmen. General, ich würde mich damit an Anise wenden, sie kann uns bestimmt in dieser Sache helfen”, sagte die Ärztin an Roslin und O’Neill gerichtet.
“Ist Ihre Entscheidung”, sagte Jack nur.
“Ja, ich bin einverstanden. Sie haben auf jedem Schiff eine Krankenstation, und eines ihrer Schiffe, die Asklepios ist ein Lazarettschiff. Wir haben zahlreiche Menschen, die medizinische Hilfe benötigen, Doktor Keller. Bitte helfen Sie uns”, stimmte Laura Roslin, dem Vorschlag zu.
“Ich gebe Ihnen eine Eskorte von Marines mit, Frau Präsident”, stellte Adama klar, um auch Vizepräsident Tom Zarek den Wind aus den Segeln zu nehmen.
“Ich schlage vor, dass wir die Verteilung von Lebensmitteln, Medizin und anderer wichtiger Mittel zuerst in Angriff nehmen”, meinte Mister Woolsey.
“In Ordnung, Mister Woolsey. Ich nehme mal an, dass die Galactica und die Crews der vier Erdschiffe diese Aktion planen und durchführen”, vermutete Laura, die mit dem Vorschlag von Woolsey übereinstimmte, worauf Admiral Adama und General O’Neill zustimmten.
“Die Reparaturen an der Galactica werden eine Weile dauern. Danke für die Informationen, die ich prüfen lassen werde. Nachdem es bestätigt wurde, und sie das Material und die ersten anderen zugesicherten Lieferungen getätigt haben, schicke ich Ihnen die Konstruktions- und Baupläne für Viper, Raptor und die Galactica, wie wir es vereinbart haben”, sagte William Adama.
“Dann würde ich sagen, machen wir uns mal an die Arbeit. Frau Präsident, Admiral Adama, Herr Vizepräsident, Colonel Tigh, Doktor Cottle, Mister Adama, Captain Thrace, ich danke Ihnen für dieses erste Treffen”, sagte Jack O’Neill, und stand auf.
“Ja, dann werden wir mal diese Aktion koordinieren. General O’Neill, Mister Woolsey, Doktor Keller, Doktor Jackson, Mister Teal’c, Lieutenant McBride auch wir danken Ihnen für Ihre Hilfe”, sagte Admiral Adama, erhob sich ebenfalls. Nun standen auch alle anderen auf.
“Mister Woolsey, ich lade Sie hiermit auf die Colonial One ein, damit wir über alles Weitere reden können”, sagte Laura Roslin mit einem netten Lächeln.
“Danke für die Einladung, Frau Präsident”, nahm Richard Woolsey dankend an.
Auch Adama und O’Neill vereinbarten ein weiteres Treffen auf der Galactica.
“So dann werden wir mal die Presse informieren”, sagte Roslin.
2.03 Vor der Presse
Andromeda-Galaxie
Zylonische Flotte
Basisschiff von Cavil
Cavil hatte eine Abstimmung durchführen lassen, um die Gemüter der drei Modelle, die gegen ihn waren, zu beruhigen. Er hatte beschlossen, auf den Basisschiffen, die alle zu ihm hielten, die angekündigten Maßnahmen durchführen zu lassen. Der Zylon schaute nun zufrieden einer Nummer Drei zu, der gerade an einem Jäger arbeitete. “Sehr gut. In einigen Stunden sollten wir fertig sein, dann kümmern wir uns um die Zenturios. Wenn du mich entschuldigst, Bruder, ich habe einen wichtigen Termin”, nickte Cavil ihm zu, drehte sich um und ging.
Koloniale Flotte / Erdflotte
Galactica
Irgendwo auf der Galactica, hatte nun Gaius Baltar eine Zuflucht gefunden. Dabei war ihm zuerst überhaupt nicht wohl in seiner Haut. Damit hatte er auch nicht Unrecht, denn schon am nächsten Tag hatte es einen Übergriff auf ihn gegeben; doch er hatte verdammtes Glück gehabt, denn die Frau, die ihn begleitet hatte, half Baltar.
Nun war Doktor Baltar mit Menschen zusammen, die ihn immer noch als ihren Anführer betrachteten - und mittlerweile sogar verehrten. Besonders, da durch sein Gebet, was er getätigt hatte, ein kleiner Junge wieder gesund geworden ist, der bereits im Sterben lag. Die Anhänger von ihm glaubten nun noch mehr an seine Person. Gaius fing auch an, den Glauben an den einen Gott zu predigen. Ganz so, wie ihm es die Erscheinung, die eine Sechs war, aufgetragen hatte. Auch bezog er das Erscheinen der Erdflotte in seine Reden mit ein.
“… unsere Gebete wurden erhört, denn unsere Geschwister des 13. Stammes sind da. Ihr fragt euch sicher alle, ob es Engel gibt … ja, es gibt Engel. Ich spreche mit ihnen und ich sehe gerade einen …”, sprach Gaius Baltar.
Colonial One
An Bord der Colonial One wurde es eng. Besonders in dem Raum, wo die Präsidentin ihre Pressekonferenzen abhielt, um die Bürger der Kolonien über die Presse und über gefällte Entscheidungen zu informieren. Alle hatten sich bereits eingefunden; wer keinen Sitzplatz ergattern konnte, war nun gezwungen zu stehen.
Präsidentin Laura Roslin, Admiral William Adama, Vizepräsident Tom Zarek, Torry Foster, die Beraterin der Präsidentin, und noch einige weitere Personen hatten hinter dem Pult Aufstellung bezogen.
Nun trat die Präsidentin langsam, aber gefasst an das Redepult. Bevor man zur Colonial One aufgebrochen war, hatten alle, die an dem Gespräch mit den Vertretern der Erde beteiligt waren, miteinander vereinbart, niemandem zu erzählen, dass das Ziel nicht die Erde, sondern ein anderer bewohnbarer Planet sein würde.
Laura lächelte nun allen noch einmal kurz zu, auch den Personen, die hinter ihr standen. Dann wandte sie sich wieder der Presse zu und begann nun ihre Rede:
“Meine Damen, meine Herren, liebe Freunde und Bürger der Kolonien.
Ich danke Ihnen allen, dass sie gekommen sind.
Zu Beginn bitte ich Sie darum, mit den Fragen, die Sie sicherlich haben, solange zu warten, bis ich mit meinen Ausführungen fertig bin. Im Anschluss daran wird Admiral Adama noch weitere Erläuterungen abgeben.
Wie alle erfahren haben, haben wir bei unserem letzten Aufeinandertreffen mit den Zylonen unerwartete Hilfe bekommen. Der Anführer dieser Flotte, General O’Neill, teilte mit, dass er und seine Flotte von der Erde kommen, um uns in eine neue Heimat zu führen.
Vor einer guten Stunde haben wir ein erstes Gespräch von Angesicht zu Angesicht zu Ende geführt, das an Bord der Galactica stattgefunden hatte. Dieses Treffen war sehr aufregend und lang, da politische, wissenschaftliche und auch militärische Vertreter von der Erde an dem Gespräch beteiligt waren.
Ich werde Ihnen nun einige Punkte mitteilen, die bereits fest beschlossen worden sind, danach wird Admiral Adama noch einige Punkte ergänzen.
Einige Vertreter der Galactica und der Phoenix werden in der nächsten Zeit einen Plan erarbeiten, wie man am besten die erste zugesicherte Lieferung, sowie die weiteren auf die Schiffe der Flotte verteilen kann. Wir bekommen Roherz für das Thylium, Lebensmittel, Medikamente und auch medizinische Hilfe, die aber erst beginnen kann, wenn das Lazarettschiff Asklepios seine Fracht abgegeben hat und somit die Räumlichkeiten frei geworden sind.
Außerdem wurden weitere Treffen vereinbart, um die Abkommen und die Verträge abzuschließen. Über die Ergebnisse werden wir Sie rechtzeitig informieren.
Nach dieser Pressekonferenz werde ich mit dem Zwölferrat eine Sitzung abhalten, in der wir gemeinsam über weitere Vorschläge und Punkte beraten.
Admiral Adama wird Ihnen gleich etwas zu weiteren Leistungen berichten, die wir und die Erde zu leisten bereit sind.”
Laura Roslin machte nun eine kurze Pause und schob wieder ihre Brille zu Recht. Dabei schaute sie in die gespannt wartenden Gesichter der Anwesenden, die sich vor ihr befanden.
“Admiral. Wenn ich bitten dürfte”, nickte die Präsidentin ihm zu und trat vom Rednerpult weg, um Adama Platz zu machen. Dieser trat nun heran und setzte sich seine Brille auf. Er faltete einen Zettel auseinander und atmete noch einmal tief durch:
“Präsidentin Roslin hat Ihnen bereits berichtet, was wir demnächst von den Menschen der Erde erhalten werden. Doch es geht nicht ohne Gegenleistungen von unserer Seite. Wir haben Ihnen bereits die Unterlagen über die Zylonen weitergegeben. Außerdem wurde vereinbart, den Menschen die Baupläne und Konstruktionspläne für Viper, Raptor und den Kampfstern der Galactica-Klasse zu überreichen, sobald wir die erste Lieferung erhalten haben.
Ich habe mit General O’Neill ebenfalls einen weiteren Gesprächstermin vereinbart. Über die Ergebnisse werde ich die Präsidentin informieren, die Sie dann wiederum benachrichtigen wird.
Das wäre erst einmal alles.
Frau Präsident, Sie sind nun wieder an der Reihe”, beendete der Admiral seine Ausführungen, und überließ seinen Platz Laura Roslin.
“Nun können Sie alle ihre Fragen stellen”, forderte die Präsidentin die Zuhörer auf und erteilte einer der sich meldenden weiblichen Reporterin das Wort.
“Wann werden die Schiffe der Flotte die Lieferungen erhalten, die Sie erwähnt haben?”
“Captain Thrace, Captain Agathon und Lieutenant Agathon befinden sich zurzeit an Bord der Phoenix, um mit einem Team, das von Doktor Jackson unterstützt wird, einen Plan zu erstellen. Mit einem Ergebnis sowie den Abschluss der ersten Lieferungen rechnen wir in den nächsten 12 Stunden”, antwortete Admiral Adama.
“Admiral Adama. Ist es nicht ein Sicherheitsrisiko, diesen fremden Menschen zu vertrauen und ihnen diese Gegenleistung zu geben?”
“Diese Menschen haben eine lange Reise hinter sich. Sie haben uns im Kampf gegen die Zylonen geholfen. General O’Neill hat einen Bericht vorgelegt, in dem stand, dass die Galactica einige Schäden aufweist. Ich habe es auf Grundlage dieses Berichtes nachprüfen lassen, und es traf zu. Die Schäden werden gerade ausgebessert”, antwortete wiederum der Admiral.
“Wann werden wir die Reise zur Erde fortsetzen, Frau Präsident?”
“Sobald wir weitere Gespräche geführt haben sowie einige Probleme behoben worden sind”, entgegnete Roslin.
“Es gibt ein Problem mit dem Überlichtantrieb, das noch dringend gelöst werden muss, da wir unterschiedliche haben”, ergänzte der Admiral.
Phoenix, Kantine A
Zur selben Zeit, als die Pressekonferenz an Bord der Colonial One stattfand, saßen Captain Thrace, Captain Agathon, Lieutenant Agathon, Doktor Jackson, Sergeant Siler und Sergeant Parker zusammen, um einen Plan auszuarbeiten.
Bevor Sharon “Athena” Agathon an Bord kommen durfte, ließ sich General O’Neill von Admiral Adama, Captain Thrace und Captain Agathon überzeugen, der Zylonin zu vertrauen, da sie auf der Seite der Menschen stand.
“… dies dürfte kein allzu großes Problem sein. Die Transportbehälter und -kisten sind markiert und beschriftet; unsere und ebenso die, die Sie erhalten”, versicherte Siler.
“Gut. Das Beste wäre, wenn man die Fracht, die für uns ist, in die Landebuchten bringt. Dort können wir sie mit unseren Raptor abholen”, schlug Starbuck vor.
“Hört sich nach einem guten Vorschlag an, Kara. Am besten, wir fangen mit der Asklepios an, damit der benötigte Platz frei wird. Sergeant Siler, Sie und Ihr Team bereiten alles dafür vor”, stimmte Daniel der Idee zu.
“In Ordnung, Sir”, sagte Siler.
Zylonische Flotte
Natalie’ Basisschiff
Nachdem man noch einmal versucht hatte, Cavil umzustimmen, kehrten nun die Sechsen, die Zweien und die Achten auf das Basisschiff zurück, das von Natalie, einer Sechs, geführt wurde, um über die aktuelle Situation zu beraten. Alle drei Modelle waren sich nach kurzer Zeit schnell einig. “Unternehmen wir noch einen letzten Versuch, um unsere Brüder und die eine Acht, Boomer, umzustimmen, den Vorgang an den Raidern und Zenturios zu beenden und rückgängig zu machen, denn sonst sind wir wirklich nicht besser als die Menschen”, erklärte Natalie.
“Wir sind damit einverstanden, noch einen Versuch zu unternehmen”, stimmte eine Sharon, eine Acht, zu. „Und auch die Nummer 3, D’Anna, wieder zurückzuholen“, setzte sie noch hinzu.
“Gut, dann laden wir sie ein, zu uns zu kommen”, äußerte sich Leoben zufrieden.
Koloniale Flotte / Erdflotte
Colonial One
Endlich war die Pressekonferenz beendet und die Presse verließ nach und nach das Raumschiff, das nun die Regierung der 12. Kolonien nach der Zerstörung der Cloud 9 beherbergte.
Anschließend setzten sich die Präsidentin und ihr Vizepräsident mit dem Zwölferrat zusammen, um die Stichpunkte, die man mit den Vertretern der Erde erstellt hatte, durchzugehen.
“Meine sehr geehrten Mitglieder des Zwölferrates. Ich bitte Sie alle inständig, den ersten Punkt vertraulich und geheim vor der Öffentlichkeit zu halten”, eröffnete Präsidentin Laura Roslin die Sitzung.
Alle sicherten ihre Verschwiegenheit zu, wenn auch zum Teil nur zögernd.
“Und was wäre das?”, fragte der Vertreter Picons neugierig.
“Nun reden Sie schon, Frau Präsident. Das wird sicherlich alle sehr überraschen”, forderte Tom Zarek, der Vizepräsident sie auf.
Präsidentin Roslin sammelte sich noch einmal kurz, bevor sie weiter sprach: “Ich muss Ihnen mitteilen, dass unser Ziel nicht die Erde ist, sondern ein anderer Planet in einer anderen Galaxie …”
“Wie bitte?”
“Was?”
“Weswegen?”
“Wieso?”
“Weshalb?”
“Nun ist die Katze aus dem Sack”, brummte Admiral Adama leise, verließ das Abteil, und ging nach unten, um sich abholen zu lassen. Er wurde mit dem Raptor abgeholt, der von der Phoenix mit Starbuck, Helo und Athena an Bord zurückkehrte.
“Gute Nachrichten, Admiral”, wurde er von Starbuck begrüßt. „Die Verteilung wird demnächst beginnen. Genau in diesen Moment werden die ersten Kisten und Behälter an Bord der Asklepios und der Phoenix für den Transport vorbereitet.”
“Das sind verdammt gute Neuigkeiten. Sobald wir wieder auf der Galactica sind, trommeln Sie mir alle Piloten, die mit Raptor die Fracht abholen sollen, zusammen Kara!”, ordnete der Admiral zufrieden an, während er in den Raptor stieg, der von Athena geflogen wurde.
In dem Raum, wo der Zwölferrat tagte, versuchte derweil die Präsidentin den anwesenden Ratsmitgliedern geduldig zu erklären, warum es nicht zur Erde gehen wird, und das morgen Vertreter der Erde zu einem weiteren Gespräch auf die Colonial One kommen werden.
“…, darum bitte ich Sie, diese Leute zu befragen”, bat Laura Roslin noch am Ende.
Phoenix, Bibliothek
“Ah, hier sind Sie, Doktor Jackson. Anise vermutete, dass ich Sie hier antreffe”, sagte Woolsey, als er die Bibliothek betrat. Daniel suchte sich derweil weiter einige Bücher zusammen.
“Ja. Ich bin dabei, etwas Material über die Erde zusammenzutragen. Somit können wir besser erklären, um was es geht und wo die Schwerpunkte liegen, wenn wir uns morgen mit der politischen Führung der Kolonien auseinandersetzen müssen”, erklärte Daniel, während er einen Weltatlas in einen Karton ablegte.
“Gute Idee“, nickte Richard Woolsey. „Ich habe Monsieur La Pierre, Mister Chapman, Miss Xiaoyi und Miss Markova bereits Bescheid gegeben. Außerdem wollte ich Ihnen noch einmal danken, dass Sie uns morgen wieder helfen werden.”
Der Archäologe winkte ab.
“Deswegen bin ich ja hier, also nicht der Rede wert. Dann sehen wir uns morgen früh um 06:00 Uhr.”
“Ja. Ich hole Sie dann morgen früh ab. Gute Nacht, Doktor Jackson”, entgegnete Richard, als er sich von Daniel verabschiedete.
Phoenix, Thor’ Labor
“Also, was gibt es?”, fragte Jack O’Neill, als er das Labor von Thor betrat, indem gerade der Asgard gemeinsam mit Samantha Carter arbeitete.
“Wie Ihnen bekannt sein dürfte, besitzen die kolonialen Schiffe einen anderen Überlichtantrieb als wir, Sir”, fing Colonel Carter an und Jack nickte kurz. “Es ist nahezu unmöglich, alle Schiffe dieser Flotte mit unseren Hyperraumantrieben und -generatoren, sowie Naquadahgeneratoren auszurüsten. Für diese Option haben wir nicht genügend dabei”, erklärte sie weiter.
“Ja. Und schon eine brillante Idee?”, fragte General O’Neill.
“Thor und ich haben bisher vier Optionen besprochen. Die Erste ist: Wir entwickeln und produzieren mit Hilfe des Asgardcomputers noch 40 weitere Hyperraumantriebe und -generatoren, und noch genauso viele Naquadahgeneratoren.
Option 2: Wir statten nur die 10 größten Schiffe, inklusive der Galactica damit aus. Die dritte Option: Die Schiffe der Erdflotte nehmen die Schiffe der kolonialen Flotte im Schlepptau mit sich. Dasselbe Prinzip, was Thor vor ein paar Jahren angewendet hat, als er uns mit der Prometheus in die Heimatgalaxie der Asgard brachte.
Die vierte Option wäre, eines unserer Schiffe, am besten die Icarus, in die Milchstraße zu schicken, um Hilfe von den Asgard zu bitten“, listete Colonel Carter dem General in Kurzfassung die Möglichkeiten auf. „Da fällt mir aber gerade noch eine weitere Option ein.“ In Samanthas Gesicht arbeitete es. „Wir könnten die erste und zweite Option notfalls kombinieren.”
General O’Neill überlegte kurz.
“Welche der fünf Optionen wäre wohl die sinnvollste?”
Er registrierte außerdem, dass sich der Asgard bisher raushielt - noch.
Colonel Carter sah nun hilfesuchend den kleinen grauen Außerirdischen an.
“Wir brauchen für alle Optionen sehr viel Energie. Besonders die Optionen eins und drei würden unsere ZPM’ wegen des hohen Energieverbrauchs fast leeren, und damit auch unsere Schilde schwächen. Es ist somit deine Entscheidung, O’Neill”, entgegnete Thor und schob somit die Verantwortung an Jack weiter.
Während der General wieder nachdachte, äußerte sich Carter noch einmal zu den einzelnen Möglichkeiten, die bestanden:
“Sir. Zu Option eins möchte ich noch ergänzen, dass die Zeit, die wir benötigen, um alle Schiffe der Flotte auszurüsten sehr lange dauern würde. Und bei der vierten Option, würde es ebenfalls sehr lange dauern, bis die Icarus - auch mit der Hilfe der Asgard - uns und diese Flotte findet. Wir können nicht die ganze Zeit an einem Fleck bleiben, dafür reichen unsere Ressourcen nicht aus, um es mit der gesamten Flotte der Zylonen aufzunehmen”, erklärte Sam, um ihrem Vorgesetzten bei der Entscheidung zu helfen.
“Danke Carter, danke Thor. Also fallen die Möglichkeiten Nummer 1, 3 und 4 aus. Arbeitet bitte Pläne für die Lösungen Nummer 2 und 5 aus! Ich treffe mich morgen mit Admiral Adama auf der Galactica, da kann ich ihm und auch der Präsidentin die Vorschläge unterbreiten … Obwohl, gebt Daniel oder Woolsey Bescheid, dann können diese die Präsidentin Roslin davon in Kenntnis setzen! Denn die Entscheidung liegt bei den Kolonien, ob sie mit uns mitwollen, oder nicht”, entschied General O’Neill. Danach verabschiedete er sich und verließ das Labor wieder, um in sein Quartier zu gehen.
“Na dann, machen wir uns mal an die Arbeit.”
Sam blickte den Asgard auffordernd an. Dieser nickte und zusammen machten sie sich ans Werk.
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Vor vier Wochen
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Eine Nummer Eins, Cavil, war aufgebracht, nachdem Boomer nach einem Download auf sein Schiff zurückgekehrt war.
“Ist doch nicht zu fassen. Caprica geht gemeinsam mit der Sharon und ihrem Kind Hera von Bord, welches so wichtig für unser Volk ist, und keiner unternimmt etwas dagegen. Nur Boomer muss im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hinhalten”, schimpfte Cavil, während einer Versammlung, die an Bord seines Schiffes stattfand.
“Das ist ein ganz eindeutiger Verrat, den Caprica begangen hat, und erst recht der von Sharon”, stellte einer der Doral’ fest.
“Ja”, stimmte eine Vier zu.
“Vielleicht hatte die andere Acht ihre Gründe, das Kind zu holen. Wir sollten nicht außer Acht lassen, dass Hera krank ist”, entgegnete Leoben.
“Dem stimme ich zu. Wir wissen zu wenig über die Krankheiten der Menschen, besonders denen von Kindern”, pflichtete Natalie, eine Sechs, bei.
“Unsinn. Wir haben hier auch Ärzte. Nämlich unsere Vieren”, entgegnete Cavil.
“Ich würde mir um Caprica keine Sorgen machen, sie weiß, was sie tut”, meinte Leoben zuversichtlich.
“Wirklich? Erst kürzlich D’Anna, die sich von Baltar einwickeln ließ, und in der Box gelandet ist. Caprica wollte zurück zu Baltar, das ist es”, erklärte Cavil seine Theorie.
“Finden wir die Erde vor den Menschen. Und, wenn wir sie letztlich gefunden haben, können wir in Ruhe auf die Menschen warten. Wenn sie dort eintreffen, dann können wir sie endlich auslöschen”, schlug einer der Doral’ vor.
“Eine sehr gute Idee, Bruder. Aber wir brauchen unbedingt Hera”, stimmte Cavil zu.
“Wir folgen weiterhin der Flotte”, entschied er anschließend, bevor sich schließlich die Versammlung wieder auflöste.
Vor fünf Tagen
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Die Zylonische Flotte wurde von dem Raffinerieschiff der Kolonialen Flotte auf eine andere Spur gelenkt, die die Zylonen eine Weile folgten, doch dann verlor sich die Fährte in der Weite der Andromeda. Nach einigen Wochen merkten die Zylonen, dass etwas nicht stimmte.
“Da stimmt irgendetwas nicht”, bemerkte Simon bei einer weiteren Versammlung.
“Du hast Recht, Bruder. Sie sind eine ganze Zeit dieser Spur hier gefolgt - Richtung des Nebels, den Überresten einer Supernova. Doch nun ändern die Menschen ihren Kurs. Warum?”, fragte Cavil, der sich wieder auf die Aufzeichnungen konzentrierte, nachdem er der Nummer Vier zugestimmt hatte.
“Sie wollen zum Nebel. Die Menschen haben uns tatsächlich auf eine falsche Fährte geführt, um uns zu täuschen. Alle Achtung”, bemerkte Natalie.
“Auch das noch vor den Augen Gottes von dieser Plage vorgeführt zu werden”, meinte Doral, und verzog verächtlich das Gesicht.
“Nur gut, dass unsere FTL-Antriebe besser sind. Wir werden sofort in Richtung des ‚Ionischen Nebels‘, so wie ihn die Menschen nennen, aufbrechen”, entschied Cavil.
Kurze Zeit später korrigierte die Flotte der Zylonen ihren Kurs, um sich nun auf den Weg zum Ionischen Nebel zu machen.
Vor drei Tagen
Zylonische Flotte, Ionischer Nebel, Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Die vier Basisschiffe, einige Begleitschiffe und die Jäger der Zylonen hatten nun den Ionischen Nebel erreicht. Doch für alle Zylonen völlig unerwartet, kam es kurz nach dem Sprung zu einem Stromausfall an Bord aller Schiffe.
“Wir haben einen kompletten Energieverlust in der gesamten Flotte”, berichtete Leoben den anderen Zylonen.
“Das muss an der Strahlung des Nebels liegen”, vermutete eine Sechs.
Die Flotte der Zylonen hatte Probleme, wenn auch nur kurz. Dann bemerkten sie die anwesende Flotte der Menschen, die aber nicht sprang, sondern blieb. Die Zylonen hatten nun völlig unerwartet die Flotte der Menschen gefunden.
“Nanu, was haben wir denn da? Die Flotte der Menschen, welch ein günstiger Zufall.
Das ist die Gelegenheit, das Universum von der menschlichen Pest ein für alle Mal zu befreien. Also beenden wir es”, schlug eine Nummer Eins vor, und die Mehrheit der anderen Modelle schloss sich dem Vorschlag an, die Menschheit endgültig auszulöschen.
“Gib den Befehl, die Jäger zu starten!”, ordnete eine Vier an. Eine Fünf legte die linke Hand ins Wasser auf die Kontaktfläche, um die Anordnung an die Raider und schweren Jäger weiterzugeben.
Wenige Sekunden später starteten von den vier Basisschiffen Hunderte von Jägern, die nun Kurs auf die Galactica und die zivile Flotte nahmen.
Der Kampfstern hatte seinerseits bereits fast alle Viper und Raptor gestartet, um die Angriffswelle der Zylonen abzufangen und baute gerade eine Verteidigungslinie auf.
Einige Minuten später tauchten wie aus dem Nichts vier neue Schiffe auf, davon begaben sich drei von ihnen sofort zur Flotte der Menschen.
“Wo zum Teufel, kommen die denn her?”, fragte Cavil überrascht.
“Diese Schiffe sind aus dem Nichts aufgetaucht. Unsere Sensoren konnten sie bisher nicht erfassen. Es sind keine kolonialen Schiffe. Wir haben nichts von denen in der Datenbank”, stellte Leoben erstaunt fest.
“Das große Schiff setzt ein ganzes Geschwader Viper ab, die sich mit denen der Galactica vereinen und unsere Jäger angreifen”, meldete einer der Doral’.
“Sind das vielleicht Schiffe der 13. Kolonie?”, fragte einer von den Simon’.
“Möglich. Denn sollten wir die Erde finden, dann gibt es dort gibt es jede Menge Arbeit für uns”, antwortete Cavil zynisch.
Die Zylonen verfolgten, wie das große Schiff, nachdem es die Viper abgesetzt hatte, sich nun zur Flotte der 12 Kolonien bewegte. Alle sechs Modelle bemerkten nach einer gewissen Zeit, dass ihre Raketen den unbekannten Schiffen nichts anhaben konnten.
“Wir haben über fünfzig Atomraketen abgefeuert, und trotzdem sind diese Raumschiffe noch nicht einmal beschädigt worden”, stellte eine Sechs ernüchtert fest.
“Aber sie, wer immer sie auch sind, beschränken sich nur darauf, unsere Jäger abzuschießen, und das mit großen Erfolg aus deren Sicht. Wir haben schon, nachdem die vier unbekannten Schiffe auch noch weitere Jagdflieger gestartet haben, schwere Verluste erlitten”, berichtete eine Zwei.
“Na schön, die Raider und die schweren Jäger sollen sich auf die zivilen Schiffe konzentrieren. Wenn das Kind Hera irgendwo ist, dann an Bord der Galactica”, wies eine Eins an.
Als sie bemerkten, dass sich die Weltraumschlacht immer weiter in Richtung der zivilen Flotte verlagerte und nun auch vereinzelte Kämpfe zwischen in der Nähe ziviler Schiffe ausgetragen wurden, glaubten die Zylonen, dass sich nun das Blatt zu ihren Gunsten wendete.
Doch wenige Minuten später kehrten alle Geschwader der Zylonen zurück zu den Basisschiffen. An Bord dieser stellten die Zylonen überrascht fest, dass das größte der fremden Schiffe nun Kurs auf die vier Basisschiffe setzte.
“Wieso kehren unsere Jäger um? Und was haben die vor? Wollen die uns etwa rammen?”, fragte eine Sechs überrascht.
Kurz darauf sprang die Flotte der Zylonen weg, um den Ionischen Nebel wieder zu verlassen. Und dort, wo sich vor kurzem noch ein Zylonenbasisschiff befunden hatte, schoss ein blaufarbener Plasmastrahl entlang.
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
Über 20 Lichtjahre von dem Ionischen Nebel entfernt, tauchte die Flotte der Zylonen wieder auf. In dieser herrschte bei den sechs aktiven menschlichen Zylonenmodellen (das Modell Nummer Drei, D‘Anna, war in einer Box eingefroren worden, weil sie die Gesichter der letzten Fünf gesehen hatte, was verboten war) Verwirrung. Keiner wusste bislang, wieso und weshalb die Jäger zurückgekehrt waren und die Basisschiffe einen Sprung durchgeführt hatten. Obwohl man zumindest einen Großteil der zivilen Schiffe der Menschen hätte zerstören können, bis diese hätten wieder springen können.
Cavil, tobte: “Was ist nur in unsere Jäger gefahren, was sollte das? Fest steht, dass wir wahrscheinlich nie wieder eine solche Chance bekommen werden, die menschliche Rasse ein für alle Mal auszulöschen.”
“Vermutlich hat sich die Situation geändert”, überlegte eine der Sechsen.
“Inwiefern hat sich was geändert?”, blaffte Cavil verärgert.
“Die letzten Fünf befinden sich unter den Menschen in der Flotte, deswegen haben sie den Angriff abgebrochen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht”, antwortete eine andere Sechs.
Cavil brummte: “Das wird ja immer besser.”
“Ich will, dass das Problem bei den Jägern behoben wird!”, ergänzte er nach einer kurzen Überlegung fordernd.
Dieser Vorschlag gefiel den Zylonenmodellen Zwei, Sechs und Acht überhaupt nicht.
“Du beabsichtigst, den Jägern den freien Willen zu nehmen und willst sie verdummen?”, fragte einer der Leoben’ nach, um sicherzugehen.
“Nicht nur den Jägern, auch den Zenturios”, antwortete Cavil.
“Dann sind wir nicht besser als die Menschen. Das kannst du nicht machen”, protestierte eine weitere Sechs.
“Oh, es ist aber notwendig. Und wir fangen sofort damit an”, wiegelte Cavil ab.
Die anderen Einser und die anderen zwei Zylonenmodelle, die Vierer und Fünfer, schlossen sich ihm an, um auf ihre Basisschiffe zurückzukehren, und ließen die anderen Modelle mit ratlosen Gesichtern zurück.
Vor 24 Stunden
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
“Wir können das nicht zulassen”, entschied Leoben.
“Das sehe ich auch so”, stimmte Natalie zu.
Eine der Achten fragte: “Wo ist Boomer?”
“Sie ist mit Cavil gegangen”, antwortete Leoben.
“Dann machen wir auf unseren Basisschiffen genau das Gegenteil”, meinte Natalie, und schaute die anderen an.
“Den Persönlichkeitsunterdrücker entfernen?”, fragte Leoben prüfend.
Die Sechs nickte, und die anderen zwei Modelle stimmten dem Vorschlag nach einer kurzen Bedenkzeit zu.
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Zwei Stunden später hatte Cavil alle an Bord seines Raumschiffes eingeladen und eine Abstimmung durchführen lassen, um die Gemüter der drei Modelle, die gegen ihn waren, zu beruhigen. Doch die Zweien, Sechsen und Achten waren immer noch dagegen. Die Gruppe der Achten war bestürzt darüber, dass sich Boomer gegen die gesamte Serie der Achten gestellt hatte. Cavil hatte beschlossen, zunächst auf allen Basisschiffen, die alle zu ihm hielten die angekündigten Maßnahmen durchführen zu lassen.
Die Fraktion um Natalie verließ enttäuscht das Basisschiff von Cavil.
Cavil schaute später sehr zufrieden einer Nummer Drei zu, der an einem Jäger arbeitete. “Sehr gut. In einigen Stunden sollten wir fertig sein, dann kümmern wir uns um die Zenturios. Wenn du mich entschuldigst Bruder, ich habe einen Termin”, sagte er, drehte sich um und ging fort.
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
Nachdem man noch einmal versucht hatte, Cavil umzustimmen, waren die Sechsen, die Zweien und die Achten auf ihr Basisschiff zurückgekehrt, das von Natalie geführt wurde, um über die aktuelle Situation zu beraten. Alle drei Modelle waren sich nach kurzer Zeit einig.
“Unternehmen wir noch einen letzten Versuch, um unsere Brüder und die eine Acht, Boomer, umzustimmen, den Vorgang an den Raidern und Zenturios zu beenden und rückgängig zu machen, denn sonst sind wir wirklich nicht besser, als die Menschen”, erklärte Natalie.
“Wir sind damit einverstanden, noch einen Versuch zu unternehmen. Und auch die Nummer Drei, D’Anna, wieder zurückzuholen, denn sie kennt die Gesichter der letzten Fünf”, stimmte eine Sharon zu.
“Gut, dann laden wir sie ein, zu uns zu kommen”, äußerte Leoben.
“Wir sind fast mit den Arbeiten fertig. Auch auf den anderen Schiffen, die von Zweien, Sechsen und Achten geführt werden, ist man fast soweit”, teilte eine andere Sechs mit, als sie die Zentrale betrat.
Gegenwart
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
“Nein, Boomer du bleibst besser hier. Ich glaube nicht, dass deine Schwestern erfreut sein werden, dich wiederzusehen”, stellte Cavil fest.
Kurz darauf brachen er selbst und einige seiner Begleiter an Bord eines schweren Jägers auf, zum Basisschiff von Natalie zu fliegen.
Basisschiff von Natalie
Die Fraktion von Cavil betrat nun mit diesem einen Raum, wo die anderen drei Modelle bereits auf ihn und seine Delegation warteten. Zu dieser Delegation gehörten außer Cavil noch eine weitere Eins, jeweils zwei Simon’ und Doral’.
“Also, was gibt es? Ich hoffe, ihr seid endlich zur Vernunft gekommen”, meinte Cavil mit angespanntem Gesicht, als sich alle gesetzt hatten. “Schön, dass ihr gekommen seid. Und – nein - denn wir wollen, dass das, was ihr angefangen habt, aufhört. Macht rückgängig, was ihr mit den Raidern und Zenturios gemacht habt”, bat Natalie.
“Ihr wurdet überstimmt, wenn ihr euch erinnert. Boomer, hat dafür gestimmt, genauso wie alle Einser, Vierer und Fünfer”, entgegnete Cavil, und hob abwehrend die Hände.
“Das mag sein, aber wir nehmen unseren Brüdern, den Zenturios und Jägern, ihre Freiheit - genauso wie es vor über 50 Jahren die Menschen getan haben”, stellte Natalie fest.
“Die Zenturios und Jäger sind niederere Maschinen, als wir es sind, und erfüllen ihren Zweck und ihre Aufgaben”, meinte einer der zwei Doral.
“Sie sind unsere Brüder, die ein Recht auf ihre Freiheit haben”, hielt eine Sharon protestierend dagegen.
“Wir wissen alle, dass D’Anna die Gesichter der letzten Fünf gesehen hat und nun kennt. Ich bin dafür, dass wir unsere Schwester wieder aufwecken …”, begann Leoben.
“Fängt das schon wieder an”, unterbrach ihn der andere Dorsal amüsiert.
“Na schön, das können wir machen; ich zumindest bin einverstanden. Mein Vorschlag lautet: Wir wecken auf jeden Fall D’Anna wieder auf, aber nur die, welche die fünf Gesichter der letzten Fünf gesehen hat, dazu bekommt sie alle Erinnerungen ihrer gesamten Reihe heruntergeladen. Aber sie bleibt unter strenger Beobachtung”, ging einer der Einsen auf den Vorschlag ein.
“Als Gegenleistung holt ihr nun die Arbeiten nach und passt auf euren Schiffen die Zenturios und die Raider den unseren an”, erklärte einer der beiden Simon’.
“Nicht als Forderung und Gegenleistung, Bruder”, bremste Cavil.
“Ihr wollt also, dass wir unsere Zenturios ebenfalls verdummen, und zu dummen, gehorsamen und folgsamen Maschinen machen?”, fragte Natalie nach.
“Du hast es erfasst, Schwester”, antwortete Cavil mit ruhiger Stimme.
Eine kurze Stille entstand, man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören können, so ruhig war es für etwa eine Minute.
“Nein. Nicht auf unseren Schiffen, da sind sich alle Zweier, Sechsen und Achten einig”, stellte Natalie klar und beendete so die Stille. Auf ein Zeichen einer Nummer Sechs betraten nun zwei Zenturios den Raum.
“Was soll das bedeuten?”, fragte Cavil verunsichert.
“Unsere Zenturios haben jedes Wort mitgehört”, antwortete Leoben.
“Was habt ihr nur getan?”, fragte einer der Simon’ erschrocken.
“Wir waren in den letzten Stunden ebenfalls nicht untätig”, antwortete eine weitere Sechs, die den Raum betrat und mit beiden Händen einen kleinen silbernen Gegenstand präsentierte.
Die Delegationsmitglieder um Cavil wurden blass. “Ihr habt die teleenzephalischen Inhibitoren entfernt”, stellte Cavil entsetzt fest. “Seid ihr denn wahnsinnig geworden?“
“Nein. Wir sind nun sehr gespannt, wie unsere Brüder darauf reagieren, was ihr gesagt und vor allem getan habt”, sagte eine Sharon.
Kurz darauf verließen alle außer Natalie sowie Cavil und seiner Delegation den Raum. “Ihr werdet nun auf euer Basisschiff zurückkehren”, verkündete Natalie. Dann drehte sie sich traurig um und die zwei Zenturios fuhren ihre Waffen aus.
“Großer Gott”, entfuhr es Cavil. Auch die anderen fünf schrien entsetzt auf; kurz darauf fielen Schüsse, die die Gesandtschaft von und inklusive Cavil töteten.
Nach gut zwei Stunden meldete sich Cavil bei Natalie, nachdem er in einem neuen Körper wieder auferstanden war. Er teilte ihnen die Koordinaten mit, wo man D’Anna wieder aufwecken wollte.
Als die Schiffe eintrafen, erlebten die Zylonen eine böse Überraschung, denn Cavils Flotte kreiste die Flotte von Natalie ein.
“Was bedeutet das?”, fragte Natalie.
“Was wohl, ihr seid Rebellen! Ergebt euch und ihr werdet eine Weile in der Box verschwinden, damit wir eure Fehler beheben können!”, teilte Cavil über Funk mit.
“Rebellen? Wir werden uns nicht ergeben. Was soll der Blödsinn überhaupt?”, fragte einer der Leobens.
Doch als Antwort wurden sie auch schon beschossen. Außerdem stellten sie entsetzt fest, dass sich kein Auferstehungsschiff in der Nähe befand.
“Sie versuchen tatsächlich, uns alle zu töten”, rief Natalie ihren Gefährten zu.
Die Raider und schweren Jäger beider Seiten lieferten sich nun einen Kampf im Weltraum, während sich die Basisschiffe gegenseitig mit Raketen beschossen.
“Unser FTL-Antrieb ist beschädigt”, meldete Leoben.
Die Flotte der Rebellen, wie es Cavil bezeichnet hatte, wurde nach und nach vernichtet, da seine Streitkräfte in der Überzahl waren. Er stellte zufrieden fest, dass er gewonnen hatte und seine Flotte sprang weg, obwohl seine eigene Seite zwei Basisschiffe verloren hatte. Cavil tat dies im Glauben, diese Flotte der Rebellen, die aus fünf Basisschiffen bestanden hatte, mit seiner eigenen vernichtet zu haben.
Alle Einser, Vierer und Fünfer waren sich einig, zu prüfen, ob sich noch andere Zweier, Sechsen und Achten den Rebellen angeschlossen hatten. Wenn ja, wollte man diese nun finden, verfolgen und gegebenenfalls ebenfalls zerstören.
Das Basisschiff von Natalie hatte den Angriff schwer beschädigt überstanden. Die Zylonen hatten ihr bereits im Kampf schwer beschädigtes Schiff mitten in die Trümmer anderer Rebellen-Basisschiffe manövriert sowie die Energie abgeschaltet, so dass nur noch die Lebenserhaltung lief.
Nachdem die Flotte der anderen Zylonen weggesprungen war, tauchte das Basisschiff nun langsam aus dem Trümmerfeld wieder auf.
“Unser FTL-Antrieb ist schwer beschädigt und wird deswegen eine ganze Weile nicht funktionsfähig sein”, sagte eine Acht.
“Eine Zwei fehlt. Ist wohl mit einem Notsprung weg”, stellte eine andere Sharon fest.
“Funktioniert die Kommunikation noch?”, fragte eine Sechs.
“Nicht sehr gut, aber sie funktioniert”, antwortete einer der Leoben’.
“Gut. Wir müssen unsere anderen Schwester und Brüder warnen, sonst wird mit ihnen genau dasselbe geschehen, wie mit uns”, stellte Natalie fest.
“In Ordnung. Doch wir müssen vorsichtig sein”, meinte eine Acht warnend.
Ein anderer Leoben meldete sich zu Wort. “Ja. Für Cavil existieren wir nicht mehr. Ich werde versuchen andere Sechsen, Achten und Zweien zu erreichen.”
“Und noch etwas … falls es zu spät ist, brauchen wir Hilfe von den Menschen. Bieten wir ihnen Frieden an und bitten sie um Zusammenarbeit”, schlug Natalie vor.
Die Zweier und die Achter stimmten zu; man hatte schließlich keine andere Wahl, wenn man Hera retten sowie die letzten Fünf vor Cavil finden wollte.
“Ich habe unseren Jäger mit der vermissten Zwei erreicht”, meldete eine Sechs.
“Gut. Wir haben eine Aufgabe für ihn: Er soll die Menschen suchen und sie um Hilfe bitten!“, befehligte Natalie.
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01.10.2026, 00:10
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.10.2026, 00:15 von Jonathan J. O´Neill.)
So. Heute gibt es einen kompletten 3-Teiler, der hoffentlich in einen Post passt
2.05 Politics, Numericals and Decisions, Part I
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte der Menschen
Colonial One
General O’Neill flog den Puddle Jumper mit Richard Woolsey, Shen Xiaoyi, Doktor Svetlana Markova, Russel Chapman, Jean La Pierre, Doktor Daniel Jackson und Teal’c an Bord zur Colonial One, wo es nun vor dem Zwölferrat zu einem weiteren Gespräch und wichtigen Entscheidungen kommen sollte.
Nachdem Jack seine Passagiere abgesetzt hatte, setzte er seinen Weg fort und flog zur Galactica weiter, da er ein Vier-Augen-Gespräch mit Admiral Adama führen wollte. Beide Offiziere wollten ungestört über militärische Inhalte sprechen und die Ergebnisse dann der Präsidentin, dem IOA und dem Zwölferrat mitteilen.
Aus den Fenstern der Colonial One sah man nun den Jumper in Richtung Galactica fliegen.
Die Delegation der Erde wurde bereits erwartet. Sie wurden nach der Ankunft von einem Crewmitglied der Colonial One und einigen Leibwächtern durch das Raumschiff hoch in einen Sitzungsraum geführt, wo die Präsidentin, der Vizepräsident, der Zwölferrat und noch einige andere Regierungsmitarbeiter warteten.
Laura Roslin und Richard Woolsey gingen aufeinander zu, um sich zu begrüßen, und stellten bei dieser Gelegenheit ihre jeweiligen Begleiter vor.
“Bitte. Setzen wir uns doch”, lud Präsidentin Roslin ein und deutete auf die Namensschilder, die auf dem Tisch verteilt waren.
Galactica
Jack O’Neill, der diesmal ohne eine weitere Begleitung unterwegs war, hatte mittlerweile die Galactica erreicht und befand sich nun wieder im Backbord-Hangar. Cally Tyrol hatte einige der Deckarbeiter angewiesen, den Puddle Jumper auf eine Parkposition zu bringen.
Als Jack das Fluggerät verlassen und die Heckklappe geschlossen hatte, erkundigte er sich sofort nach dem Aufenthaltsort von Admiral Adama, da er ein Gespräch mit diesem vereinbart hatte.
Es dauerte eine Weile, bis zwei Marines auftauchten.
“Wir sollen Sie zu Admiral Adama begleiten, Sir”, sagte einer der beiden.
“Gut. Gehen wir”, meinte General O’Neill nickend, woraufhin einer der Marines vorausging. Und zwar nachdem man zuerst ihn und seine Tasche durchsucht hatte.
Die Soldaten der Galactica führten den General nun zum Combat Information Center, abgekürzt CIC. Auf den Weg dorthin bemerkte Jack einige Leute, die eindeutig Zivilisten waren, aber Waffen bei sich trugen; dies gefiel ihm überhaupt nicht und er runzelte die Stirn.
Als die drei Männer das CIC erreicht hatten, wechselte einer der beiden Marines mit einem anderen Marine, der als Wachposten eingeteilt war und vor der Tür stand, einige Worte. Kurz darauf machte dieser den Weg frei, so dass sie eintreten konnten.
Jack kannte das CIC nur von den Beschreibungen, die er von Kara hatte. Doch nun als er es selbst betrat und sich umschaute, staunte O’Neill nicht schlecht.
Admiral Adama bemerkte die Ankunft von General O’Neill, und blickte in die Richtung, als die Tür gerade wieder geschlossen wurde.
Die beiden Marines begleiteten O’Neill zu Adama und Tigh, die gemeinsam an der DRADIS-Konsole standen.
“Danke, dass Sie gekommen sind, General”, begrüßte ihn Adama und schüttelte ihm die Hand.
“Ja. Ist wirklich beeindruckend”, meinte O’Neill, während er sich genauer umschaute und die DRADIS-Bildschirme ansah.
“Sie dürfen wegtreten!”, gab William Adama den beiden Marines zu verstehen.
“Sie sind allein gekommen, Jack, wie ich sehe. Wo ist denn ihr Freund Teal’c?”, fragte er nun, nachdem die Marines sich zurückgezogen hatten.
“Es soll ja ein Gespräch unter vier Augen werden. Und außerdem dachte ich mir - Daniel braucht eventuell Unterstützung gegen die Politiker auf der Colonial One”, antwortete General O’Neill.
“Ach, so ist das. Wenn Sie soweit sind … XO, Sie haben das CIC!”, meinte Adama und übertrug die Wache an Saul Tigh.
“Ist gut, Bill”, antwortete der Colonel.
William Adama sah zu Jack und deutete zur Tür: “Gehen wir.”
Colonial One
In der Zwischenzeit hatte Doktor Jackson allen Gesprächsteilnehmern ein Handout überreicht, in dem die Optionen aufgelistet und beschrieben wurden, die von Colonel Carter und Thor erarbeitet worden waren, wie man die Flotte der 12 Kolonien von Kobol am besten aus der Andromeda in die Milchstraße führen kann.
Nachdem Daniel den Vortrag über diese Optionen beendet hatte, diskutierten die Mitglieder des Zwölferrates noch miteinander.
“Ich schlage vor, dass wir darüber eine Abstimmung durchführen”, sagte Tom Zarek.
“Ihr könnt den Tau’ri vertrauen. Sie haben schon vielen geholfen, auch meinem Volk. Außerdem geht es hier, um das Überleben eures Volkes und ihr wollt darüber abstimmen”, äußerte sich Teal’c.
“Das wissen wir, Mister Teal’c. Dennoch ist der Vorschlag des Vizepräsidenten nachvollziehbar. Wir können nur schwer diese wichtige Entscheidung, in der wir unser aller Leben in ihre Hände legen, für alle Menschen treffen”, erwiderte Laura Roslin.
“Frau Präsident”, Woolsey ergriff das Wort. “Sie sollten aber eines bedenken: Hier in dieser Galaxie können sie alle jederzeit wieder auf die Zylonen treffen. Und ich muss allen hier gestehen, mir hat dieses eine Aufeinandertreffen gereicht.”
“Während des ersten Treffens haben Sie erwähnt, dass die Erde auch Feinde hat. In eine Galaxie, wo Sie uns hinführen wollen. Und da wollen Sie uns sagen, dass ihre sicherer ist als unsere?”, erinnerte Zarek eindrucksvoll.
Daniel Jackson nickte zustimmend: “Er hat recht. Es gibt leider nur keine perfekte Galaxie, die einen alles bietet, was man gerne hätte. Aber in der Milchstraße, so wie wir unsere Heimatgalaxie nennen, gibt es unzählige Völker von Menschen und noch viele andere. Mit den meisten haben wir Kontakt.”
“Wie lange würde die Reise in die Milchstraße dauern?”, fragte der Vertreter Taurons.
“Wir haben einige Hyperraumantriebe und -generatoren und die dazu passende Energieversorgung dabei, die wir auf den zehn größten Raumschiffen installieren müssten. Und die Reise würde mit diesen Antrieb ungefähr vier Wochen dauern”, antwortete Doktor Markova.
“Ich weiß, das ist sehr wenig. Und wir könnten noch an Bord der Phoenix weitere herstellen - aber nicht für alle Schiffe”, ergänzte Doktor Jackson.
“Wie lange würden ihre Techniker brauchen, bis alles an Bord der Schiffe installiert und funktionsfähig ist?”, wollte Präsidentin Roslin nun erfahren.
Eine russische Wissenschaftlerin antwortete: “Das würde, mit allen notwendigen Tests und Einweisungen in die Technik, ungefähr vier Wochen dauern.”
Ein Gemurmel war nun zu vernehmen. Es wurde heftig darüber debattiert, welche Schiffe der Flotte damit ausgerüstet werden sollten.
Doch Präsidentin Laura Roslin, wollte nun zum nächsten Punkt kommen und sagte: “Mister Woolsey; Sie und auch General O’Neill haben vorgeschlagen, eine Mission nach Neu-Caprica und in die 12 Kolonien durchzuführen. Ich nehme an, dass der General aus diesem Grund mit Admiral Adama sprechen will. Ist das richtig?”
“Ja, Frau Präsident. Dieser Punkt wird ein Bestandteil des Gespräches der beiden sein”, bestätigte der Vertreter des IOA.
Galactica
William Adama und Jack O’Neill erreichten in Begleitung von vier Marines die Offiziersmesse. Bevor der Admiral die Tür wieder schloss, wies er seine Männer an, jeweils zu zweit Wache zu halten, da er sich ungestört mit dem General unterhalten und über das weitere Vorgehen beraten wollte.
“Schön, dass Sie Zeit für mich haben Admiral. Wie sieht es mit den Verlusten aus?”, fragte General O’Neill, nachdem sich beide Offiziere gesetzt hatten.
“Wir haben den Verlust von vier Vipern, einem Raptor und zwei kleineren zivilen Schiffe zu beklagen. Dabei haben wir 104 Menschenleben verloren, doch glücklicherweise konnten vier der Piloten gerettet werden”, fasste Adama zusammen, als er antwortete.
“Das tut mir leid”, sprach O’Neill sein Mitgefühl aus.
“Wären Sie nicht gekommen, hätten wir wahrscheinlich noch einen dunkleren Tag erlebt; ihre Flotte hat vielen von uns das Leben gerettet.”
Der Admiral hielt kurz inne, bevor er sich erkundigte: “Und wie sieht es mit ihren Verlusten aus?”
“Wir haben vier F-302er und fünf Viper verloren, von den Piloten haben wir acht verloren, doch die anderen fünf konnten zum Glück lebend geborgen und so gerettet werden. Die Pilotenkombis, die von den Kolonien entwickelt worden sind, nun ja, sind sozusagen eine Lebensversicherung für die Piloten. Und was steht sonst noch auf dem Programm?”, sagte Jack, nachdem er seine Verluste aufgeführt hatte.
“Wir wollten über die Mission nach Neu-Caprica und in die Kolonien sprechen, die Sie mit der Phoenix durchführen wollen, um nach weiteren Überlebenden zu suchen. Der zweite Punkt sind die Optionen, die Colonel Carter erwähnt hat, um in ihre Galaxie zu reisen. Was uns dann zum dritten Punkt führt: Die Planeten, die zur Auswahl stehen und unsere neue Heimat werden sollen, bis man etwas bei Ihren Regierungen erreicht hat”, antwortete William, und führte die Gesprächsthemen auf.
General O’Neill holte nun einige Mappen aus seiner Tasche, und suchte dann das entsprechende Handout heraus, welches er Admiral Adama reichte.
“Rechteckiges Papier”, bemerkte der Admiral, als er die Mappe aufschlug.
“Ja, so kann man besser eine Ecke umknicken”, meinte Jack grinsend, worauf Adama schmunzelnd den Kopf schüttelte.
Auch General O’Neill selber schlug nun ein Exemplar auf, um mitlesen zu können. Sie unterhielten sich ungefähr eine halbe Stunde über die verschiedenen Optionen. Letztendlich einigten sich beide Männer darauf, dass es wohl eine Art Kombination aus den verschiedenen Möglichkeiten sein würde.
“Wie viele Naquadah-Generatoren haben Sie zur Verfügung?”, fragte Adama.
“Zur Verfügung stehen ungefähr noch 30, die zurzeit nicht benötigt werden. Thor hat übrigens vorgeschlagen, zusätzlich einige der zivilen Schiffe mit Schutzschilden aufzurüsten. Und ich bin geneigt, ihm zuzustimmen. Besonders denke ich da an den Botanischen Kreuzer und natürlich die Colonial One.”
“Ja, ein guter Vorschlag. Die Colonial One, der Botanische Kreuzer und das Thylium-Schiff sind die wichtigsten Kandidaten. Und wie viele von denen haben Sie noch zur Verfügung? Und was ist mit all den anderen Schiffen der Flotte?”
“Wir haben noch ungefähr ein Dutzend. Keine Ahnung. Ich könnte nur Thor fragen, ob wir noch ein paar herstellen können, wenn er es denn zulässt. Mein Freund hat mir nämlich gesagt, dass er keine weiteren Bestellungen mehr entgegennimmt, da der Energieverbrauch sehr hoch dafür ist”, antwortete O’Neill.
“Ich habe sowieso vor, mir die Phoenix anzusehen.”
“Kein Problem, ich kann Sie gerne nachher mitnehmen, Admiral.”
“In Ordnung. Wo sind die Planeten, von denen wir uns einen auswählen sollen?”, fragte Adama, um zum nächsten Punkt zu kommen.
“Moment … Ah ja, hier haben wir die Kandidaten.” O’Neill reichte dem Admiral eine weitere Mappe, die um einiges dicker war, als die erste.
William Adama setzte sich nun seine Brille wieder zurecht und begann, das Handout durchzuarbeiten. Dabei stellte er natürlich zu einigen Planeten und den verschiedenen Völkern in der Milchstraße Fragen, die ihm Jack O’Neill bereitwillig beantwortete.
“Ach übrigens, meine Freunde nennen mich Bill, oder auch den alten Mann”, sagte Admiral Adama, als er mit einer Lupe konzentriert ein Satellitenfoto betrachtete.
“Okay … Bill. Der alte Mann”, O’Neill grinste breit, “- hat sich das etwa ihre Crew ausgedacht?”
“Ja, Jack”, antwortete dieser und schaute kurz von seinen Notizen zu einem weiteren Planet, die er sich gerade gemacht hatte, auf: “Ich glaube, die endgültige Wahl wird sowieso die Präsidentin treffen - alleine oder mit dem Zwölferrat.” William Adama schloss die Mappe wieder und legte diese neben die andere. Die gemachten Notizen klemmte er mit Büroklammern an den jeweiligen Mappen fest.
“Gut, kommen wir zum nächsten Punkt: Die Mission zu Neu-Caprica und zurück in die 12 Kolonien um nach weiteren Überlebenden zu suchen”, Jack sah fragend zum Admiral.
“Ich habe nichts dagegen. Sie könnten diese Mission durchführen, während die anderen Schiffe der Flotte mit ihrer FTL-, Energie- und Schildtechnologie ausgerüstet werden”, meinte der Admiral. “Doch da müssten die Präsidentin und der Zwölferrat zustimmen. Und wie lange bräuchten Sie dafür?”, ergänzte er nach einer kurzen Pause.
“Wir werden ein paar Wochen brauchen, höchstens aber drei. Die Icarus, die Korolev und die Asklepios bleiben hier. Wenn sich die politische Führung entschließt zuzustimmen, können wir einen konkreten Plan ausarbeiten, denn wir brauchen zum Beispiel einen Treffpunkt. Außerdem bräuchte ich einige erfahrene Leute, die sich mit der Technologie von Viper und Raptor auskennen. Sowohl Piloten, als auch Wartungspersonal. Und vor allem brauche ich einen erfahrenen Viperpiloten als CAG an Bord der Phoenix, um die Piloten für Viper und Raptor auszubilden”, zählte General O’Neill auf.
“Mal sehen, was sich machen lässt”, sagte Admiral Adama.
Danach gingen beide Offiziere noch einmal die Planeten durch. Adama stellte dabei immer wieder Fragen, hörte aufmerksam zu, und machte sich einige Notizen. Ihm ging es dabei zu erfahren, welche Probleme es geben könnte und auch die Gefahren abzuwägen. Er war aber froh darüber, dass es zahlreiche Verbündete und auch Handelspartner gibt.
Colonial One
Nachdem die Präsidentin und der Zwölferrat dem Plan zugestimmt hatten, dass die Phoenix nach Neu-Caprica und zurück in die 12 Kolonien reist wandte man sich dem nächsten Gesprächsthema zu. Und so wurde nun an Bord der Colonial One heftig darüber diskutiert, als man einen neuen Planeten zur Besiedlung, für die überlebenden Menschen der 12 Kolonien anbot, und Vorschläge dafür unterbreitete. Das führte dazu, dass die Delegation um Mister Woolsey und Doktor Jackson nun immer wieder mit Fragen darüber gelöchert wurde, weshalb das Ziel nicht die Erde sein würde.
“… klären Sie doch ihre Bevölkerung auf”, sagte das Ratsmitglied von Gemenon.
“Auf der Erde gibt es über 7 Milliarden Menschen, und von denen wissen nur ein Bruchteil darüber von Regierungen, Militärs und Mitarbeitern Bescheid, was seit rund acht Jahren getan wird. Meine Regierung weiß zum Beispiel erst seit ungefähr zwei Jahren über das Stargate-Programm Bescheid”, sagte La Pierre, der Frankreich und zum Teil die anderen eingeweihten europäischen Staaten im IOA vertrat, genauso wie Chapman der Brite.
“Viele Länder würden Sie alle sicher gerne aufnehmen. Doch wir müssten für jeden einen Hintergrund finden und somit eine neue Identität schaffen. Das wäre nicht gerade eine leichte Aufgabe für über 40.000 Menschen”, bestätigte nun auch Russel Chapman.
“Das Vermächtnis ihres Volkes, die Kultur und Geschichte, würde somit nach und nach für immer verschwinden, da wir alle Überlebenden auf dem ganzen Planeten verteilen müssten”, gab Daniel Jackson zu Bedenken.
“Und, wenn wir ein eigenes Gebiet bekommen würden, wo wir, wie Sie es nennen, einen eigenen autonomen Staat gründen könnten?”, fragte nun Tom Zarek.
“Das zu entscheiden liegt nicht in unserer Vollmacht, Herr Vizepräsident. Wir sind sozusagen nur Botschafter, die aber dennoch bevollmächtigt sind, Abkommen abzuschließen. Auf der Erde hat jedes Volk ein eigenes Territorium. Und einige Orte auf der Landkarte unseres Planeten sind deshalb unbewohnt und nicht bewirtschaftet, weil sie entweder unbewohnbar sind, aber auch, um noch einen letzten Rest Natur zu erhalten”, antwortete Richard Woolsey.
“Wir haben einige der Planeten, die bereits erforscht sind, hier in dieser Runde vorgeschlagen. Tut uns leid, dass wir Ihnen erst einmal nicht mehr anbieten können. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, welchen sie besiedeln wollen. Doch wir werden uns sobald wir zurück sind mit unseren Regierungen beraten”, erklärte Miss Shen Xiaoyi.
“Dies wäre eine Möglichkeit”, meinte Woolsey, dabei warf er der Chinesin einen warnenden Blick zu.
Dem Vizepräsident behagte das gar nicht: “Auf jeden dieser Planeten befindet sich aber mindestens ein Stützpunkt, der Ihnen gehört. Es gibt bestimmt aber auch andere Planeten, die unbewohnt sind.“
“Die anderen Planeten gehören anderen Völkern, befinden sich unter der Kontrolle der Goa‘uld-Systemlords, anderen feindlichen Lebensformen oder sind unbewohnbar. Doch jene, die wir Ihnen hier vorschlagen, sind natürlich von uns erschlossen und erforscht worden. Mit einem Stützpunkt unterstreichen wir nur den Anspruch der Erde auf einen Planeten. Auf der Erde gibt es verschiedene Bündnisse, bei dem vor allem die Vereinigten Staaten in anderen Staaten Militärbasen unterhalten. Dass dies nicht verkehrt ist, hat sich auf der Reise hierher gezeigt. Wir sind bei einem Zwischenstopp auf einen unserer Außenposten mit einer aufstrebenden Großmacht in unserer Galaxie gestoßen, der Luzianischen Allianz. Dabei kam es zu einer Meuterei, die mit der Hilfe unserer Streitkräfte besiegt werden konnten”, sagte die Chinesin, worauf die anderen Mitglieder der Erddelegation und Teal’c zustimmend nickten.
Laura Roslin konnte das nur bestätigen: “Admiral Adama hat mir davon erzählt, nachdem er sich mit General O’Neill und Captain Thrace unterhalten hatte.”
“Der Stützpunkt würde bleiben müssen, doch wir benötigen nur ein kleines Gebiet. Den restlichen Planeten”, Daniel Jackson deutete auf die Karte, “wie diesen hier zum Beispiel, überlassen wir voll und ganz Ihnen.”
“Wie soll ein Volk mit nur gut 40.000 Seelen dauerhaft überleben?”, fragte Roslin kopfschüttelnd.
“Auf der Erde gibt es einige Staaten, wenn auch nicht viele, die nicht viel größer sind, und auch nicht mehr Einwohner haben. Außerdem wissen Sie ja, dass noch eine Mission geplant ist, um in den Kolonien und auf Neu-Caprica, nach weiteren Überlebenden zu suchen. Und beim Aufbau unterstützen wir Sie natürlich”, warf Chapman ein.
“Ich weiß. Und ich verstehe, was Sie mir damit sagen wollen, und weiß Ihre Hilfe sehr zu schätzen. Na dann werden wir uns noch einmal die Kandidaten ansehen”, meinte Roslin, und der Zwölferrat stimmte ihr zu.
“Und weshalb bleibt der Stützpunkt?”, wollte Vizepräsident Tom Zarek abschließend erfahren.
“Teal’c, hast Du die Karte der Milchstraße?”, fragte Daniel, der wortlos von dem Jaffa die Karte gereicht bekam. “Danke. Sehen Sie, wir haben unzählige Planeten besucht und erforscht. Dabei haben wir auf vielen Forschungseinrichtungen gebaut, und auf einigen natürlich auch Stützpunkte, die sich an strategischen Orten verteilt in der Galaxie befinden. Wir haben insgesamt, wie Sie erkennen können, bisher 18 davon. Egal für welchen Planeten Sie sich davon entscheiden, wir benötigen nur ein kleines Areal davon”, erklärte der Archäologe geduldig, nachdem er die Karte auf dem Tisch ausgebreitet und auf die markierten Punkte darauf gedeutet hatte.
Alle nickten verstehend, und auch Tom Zarek gab sich damit zufrieden.
Nun begannen alle, sich zu informieren und zu beraten, welcher Planet es nun sein sollte, den man als neue Heimat bezeichnen wollte.
Dies dauerte eine ganze Weile, denn man suchte einen Planeten, der der Erde und den Planeten in den Kolonien ähnlich sein sollte, da man auch wirklich jeden Bürger zufrieden stellen wollte, auch wenn sich das als ein schwieriges Unterfangen herausstellen sollte. Es sollten sich dort ebenfalls ausreichend Rohstoffe und Bodenschätze befinden, die man zum Wiederaufbau für die Kolonien und die Wirtschaft benötigte, um später mit anderen Völkern und der Erde Handel treiben zu können, falls das am Ende mit der Erde nicht klappen würde.
Sie grenzten die Suche ein, und der Kreis der möglichen Welten wurde immer kleiner, bis sich schließlich alle geeinigt hatten.
2.06 Politics, Numericals and Decisions, Part II
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica
General O’Neill und Admiral Adama begaben sich noch einmal in das CIC, um den XO, beziehungsweise den wachhabenden Offizier zu informieren, dass sie beide in Kürze an Bord eines Jumpers zur Colonial One, und danach zur Phoenix fliegen, und er deshalb nicht den Service der Raptor benötige.
Auch war die Raptor momentan mit dem Transport und der Verteilung, der Hilfsgüter beschäftigt, und dabei wurde sie auch von mindestens einer Viper begleitet. Dabei wurden erst einmal nur die Phoenix und die Asklepios angeflogen. Eine gute Übungseinheit, besonders für die neuen Viperpiloten und Raptorpiloten der Galactica, aber auch von der Phoenix.
Sam Anders war einer dieser Piloten, der auf diese Weise etwas Flugpraxis, diesmal mit einem Raptor, sammeln konnte. Kara Thrace begleitete ihn mit ihrer Viper, um im Falle eines Angriffes der Zylonen Sam und Athena Deckung zu geben.
Nachdem Adama und O’Neill in Begleitung von zwei Marines gegangen waren, hatte sich Colonel Tigh den Hörer genommen: “Geben Sie mir den Chief!”
“Hallo Galen. Wie es aussieht müssen wir unser Treffen mal wieder verschieben. Tory hat nämlich auch keine Zeit, genauso wie Sam, der zusammen mit Athena den Raptor fliegen muss. Sie befindet sich immer noch an Bord der Colonial One”, sagte Saul in den Hörer über eine abhörsichere Verbindung.
“Ist gut, Colonel”, antwortete Chief Galen Tyrol.
Wenige Augenblicke später wurde das kurze Gespräch beendet und die Verbindung wieder getrennt.
Colonial One
Admiral Adama und General O’Neill hatten nun gemeinsam den Sitzungsraum betreten, das führte dazu, dass alle still wurden, kaum, dass beide Männer den Raum betreten hatten.
“General O’Neill, Admiral. Bitte setzen Sie sich doch, dann können wir alles zusammentragen und Beschlüsse festlegen”, begrüßte Präsidentin Laura Roslin die beiden Männer, und machte eine einladende Geste, wobei sie auf die noch zwei freien Plätze deutete.
“Frau Präsident”, sagte Jack O’Neill zur Begrüßung, dann steuerte einen der beiden freien Plätze an, der sich neben Daniel befand. William Adama setzte sich zur Rechten von Laura Roslin.
“Und seid ihr fertig?” O’Neill beugte sich leise zu Doktor Jackson.
“Ja. Wir sind fertig geworden, kurz bevor Sie beide gekommen sind”, flüsterte der Archäologe zurück.
Die Präsidentin erhob sich nun langsam, um die letzte Runde zu eröffnen: “Wir haben beschlossen, auf eine Wahl der Bürger der 12 Kolonien, ob wir sie begleiten oder nicht, zu verzichten. Der Planet, den Doktor Jackson Trois nennt, soll unsere neue Heimat werden, bis sich ihre Regierungen entschieden haben, uns vielleicht doch einen Flecken auf der Erde zu überlassen. Falls nicht, nehmen wir ihr Angebot, diese Welt zu besiedeln, dankend an. Was sagen Sie dazu, Admiral Adama?”, erkundigte sich Roslin nun, um sich der Zustimmung des Militärs zu vergewissern. “Eine gute Wahl, Frau Präsident. Auch ich habe mir alle Planeten genau angesehen und Trois ist am Besten dafür geeignet. Von daher stimme ich diesem Vorschlag zu”, antwortete William Adama.
“So, dann hätten wir diesen Punkt schon geschafft. Mister Woolsey und Doktor Jackson, wir werden uns dann anschließend noch in einer kurzen kleinen Runde zusammensetzen, um alles mit den Verträgen zu regeln. Dabei wäre es auch von Vorteil, wenn General O’Neill, der Admiral und der Vizepräsident anwesend sind”, sagte Präsidentin Roslin und bekam zur Antwort ein Nicken von den Angesprochenen.
“So, der nächste Punkt: Die Verbesserung der Reichweite unserer Überlichtreichweite, die Verbesserung durch Schutzschilde und die damit verbundene Energieversorgung der Zivilflotte und der Aufrüstung der Galactica mit ihrer Hilfe und Technologie. Ich werde die betreffenden Schiffskapitäne zu einer Konferenz einladen, um mit ihnen darüber zu sprechen. Da wäre es hilfreich, wenn jemand von Ihren Technikern anwesend wäre, um Fragen zu beantworten, Mister Woolsey”, fuhr Roslin fort.
“Wenn Colonel Chekov nichts dagegen hat, würde ich mich für diese Aufgabe gerne zur Verfügung stellen, Mister Woolsey”, bot sich Doktor Svetlana Markova an. “Natürlich, nachdem ich von Colonel Carter über den Plan eingewiesen wurde”,
“Einverstanden, Doktor Markova”, nahm Woolsey das Angebot an und machte sich eine Notiz.
“Die Mehrheit des Zwölferrats und ich stimmen dem Vorhaben zu, dass General O’Neill mit der Phoenix nach Neu-Caprica und in die 12 Kolonien aufbricht, um dort nach den letzten Überlebenden unseres Volkes zu suchen und diese zu retten. Wir hoffen natürlich, dass die Kapazitäten an Bord der Phoenix dafür ausreichen, um möglichst viele zu bergen”, sagte Roslin und schnitt damit schon wieder das nächste Thema an.
“Ja, es ist genügend Raum vorhanden. Darf ich fragen, wer gegen diesen Plan war?”, wollte Jack O’Neill wissen.
“Vizepräsident Zarek und noch ein paar andere”, antwortete die Präsidentin.
“Weshalb sind Sie dagegen, Herr Vizepräsident?”, fragte O’Neill interessiert.
“Sie könnten damit die Zylonen provozieren…”, begann Tom Zarek, doch der General hatte keine Lust sich eine lange Rede anzuhören und winkte ab: “Wir gehen nicht dahin, um Krieg zu führen. Wir gehen davon aus, dass die Zylonen Neu-Caprica und die Planeten der 12 Kolonien verlassen haben, so wie es Admiral Adama vermutet. Ohne unsere gemeinsame Hilfe haben diese Menschen keine langfristige Überlebenschance.”
“Wir lassen niemanden zurück. Auf Caprica haben wir Menschen retten können. Auf anderen Planeten gibt es sicherlich noch weitere Überlebende”, stimmte Admiral Adama zu.
“Das hoffen wir alle”, sagten die Anwesenden, bis auf natürlich die Erddelegation. Jack schaute fragend zu Daniel. “Das bedeutet soviel, wie Amen, so sei es, oder so ähnlich”, flüsterte ihm Doktor Jackson daraufhin leise zu.
“Admiral, ich gehe davon aus, dass sie damit ebenfalls einverstanden sind”, vermutete Präsidentin Roslin und Adama nickte wortlos.
“Na schön, dann ist es beschlossen. General Jack O’Neill; ich bevollmächtige Sie, im Auftrag und den Namen der 12 Kolonien von Kobol, diese Mission durchzuführen. Nehmen Sie Hilfe dafür in Anspruch. Der Admiral und auch ich werde Ihnen dabei helfen, so gut wir können”, sagte Laura Roslin an den General gerichtet, der nickte erst einmal nur kurz, und antwortete nach einer kurzen Pause bewegt: “Das mache ich Frau Präsident. Ich danke Ihnen für das Vertrauen.”
“Die Fracht wird immer noch verteilt. Es dürften auch demnächst die ersten Patienten auf der Asklepios behandelt werden”, vermeldete Tory Foster, die Beraterin von Präsidentin Laura Roslin.
“Da habe ich eine kleine Anmerkung. Mir ist aufgefallen, dass viele Zivilisten mit Schießeisen herumlaufen. Diese Leute müssen zurückgelassen werden oder ich untersage denen, die eine Waffe bei sich haben und nicht zum Militär gehören, den Zutritt auf den Schiffen. Sie haben mir gesagt, dass es immer noch unbekannte Zylonen gibt. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, doch ich möchte meine Leute keinem unnötigen Risiko aussetzen”, warf General O’Neill ein.
“Das ist wahr. Wir wissen, dass es 12 Zylonenmodelle gibt, von denen uns allen bisher sieben bekannt sind”, bestätigte die Präsidentin.
“Nun ja, es besteht aber doch auch die Möglichkeit, dass sich diese Zylonen für die Menschen entschieden haben. Genauso wie Lieutenant Sharon Agathon - aber aus Furcht weiterhin im Verborgenen bleiben. Denn der unerwartete Stromausfall in ihrer Flotte, und der kurz darauf gefolgte Angriff der Zylonen, hätte doch auch die anderen Modelle auf den Plan rufen müssen”, sprach Daniel Jackson seine Vermutung aus.
“Wie kommen Sie denn darauf?”, fragte Vizepräsident Zarek.
“Die Vorkommnisse im Nebel hätten dazu führen können, den größten Teil der Flotte zu vernichten. Fassen wir mal zusammen: Die elektromagnetischen Interferenzen durch den Nebel haben den Stromausfall verursacht, dann tauchte die zylonische Flotte auf. Sie können nicht fliehen, da durch den Energieausfall die FTL-Antriebe nicht mehr gingen und die Computer erst wieder neu gestartet werden mussten. Der perfekte Moment für die Zylonen, ihrer restlichen Zivilisation einen schweren und tödlichen Schlag zu versetzen. Aber aus irgendeinem Grund hatten sich die Jäger zurückgezogen. Ich vermute dass diese Raider die Anwesenheit zumindest einiger dieser restlichen fünf Modelle wahrgenommen haben kann”, antwortete Daniel.
“In der Tat”, stellte Teal’c fest. Alle anderen schauten sich irritiert an, denn keiner außer der anwesenden Tory Foster wusste, wer noch alles ein Zylon war.
“Ja. Auch die Erlebnisse, die durchgemacht worden sind, wie die vielen Angriffe und die Besatzung von Neu-Caprica, könnte die Entscheidung, ob man sich den anderen sieben Modellen anzuschließen soll, durchaus beeinflusst haben”, ergänzte Woolsey.
“Wir könnten ja, diese Zylonen bitten, sich anonym zu melden”, schlug Teal’c vor.
“Und? Was dann?”, fragte Tom Zarek.
“Aus der Luftschleuse werfen”, schlug ein Ratsmitglied, des Zwölferrates ironisch vor.
“Nein, wir wollen erst erfahren, wer diese Zylonen überhaupt sind. Danach können wir immer noch entscheiden, was mit ihnen geschieht. Doch ein öffentlicher Aufruf, sich anonym zu melden, könnte auf der gesamten Flotte zu Misstrauen unter den Menschen führen”, stellte Laura Roslin fest.
Nach einer kurzen Beratung wurde das Thema schließlich vertagt. Außerdem wurde noch vereinbart und auf Papier festgehalten, dass alle Zivilpersonen, die ärztliche Hilfe an Bord der Asklepios in Anspruch nehmen wollen, ihre Waffen, wenn sie welche besitzen, auf ihren Schiff zurücklassen oder beim Eintreffen auf der Asklepios einem Soldaten der Erde zur Verwahrung übergeben müssen.
Ein weiteres Problem war es allerdings, dass das Wasser allmählich zur Neige ging.
“… trotz der Hilfe der Erde, reicht das Wasser noch circa für zehn bis zwölf Wochen, wenn es weiterhin in dem großen Rahmen verbraucht wird”, berichtete Adama.
“Das ist nicht gerade eine gute Nachricht. Admiral. Ich beauftrage Sie hiermit, dieses Problem zu lösen! Stellen Sie eine Mannschaft zusammen, die auf Wassersuche für die Flotte geht - und vielleicht befindet sich dort auch etwas Essbares!”, ordnete Laura Roslin an Adama gerichtet an.
“Ja, Frau Präsident”, antwortete dieser, “ich stelle eine Mannschaft zusammen. Doch ich muss es mit General O’Neill koordinieren.”
“Dann tun Sie das bitte. Doch zunächst bitte ich, die zu Beginn erwähnten Personen hier zu bleiben, damit wir die erzielten Ergebnisse zusammentragen können, aus denen dann Doktor Jackson einen formellen Vertrag zwischen unseren Völkern vorbereiten wird und den Vertreter beider Seiten nach einer kurzen Prüfung unterzeichnen werden”, sagte Präsidentin Laura Roslin.
Anschließend verließen alle, bis auf Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Vizepräsident Zarek, General O’Neill, Mister Woolsey, Doktor Jackson, Doktor Markova und Tory Foster, den Sitzungsraum.
In einer Stunde waren alle Punkte endlich zusammengetragen und Daniel sah sich die Stichpunkte nochmals in Ruhe an. Er stellte zu einigen noch einmal Fragen; die Antworten darauf notierte er sich. Nach einer weiteren knappen halben Stunde war er damit fertig. “Wird eine Weile dauern, bis ich endgültig fertig bin. Wenn niemand etwas dagegen hat, bleibe ich zusammen mit Teal’c hier, Frau Präsident. Ich habe meinen Laptop, einen Drucker und Papier dabei”, verkündete Doktor Jackson.
Woolsey schaute fragend in Richtung Roslin. Diese nickte kurz, und somit war die Sache geklärt. “Es gibt viel zu tun. Ich bedanke mich für Ihr Kommen. Doch nun entschuldigen Sie mich bitte, ich habe noch einen Arzttermin”, sagte Laura Roslin und erhob sich.
Die kleine Runde löste sich nun auf; nur der Archäologe und Teal’c blieben auf der Colonial One zurück sowie Tom Zarek der Vizepräsident der 12 Kolonien und einige Mitglieder des Zwölferrates. Daniel und Teal’c zogen sich in eine ruhige Ecke zurück, um mit der Ausarbeitung der Verträge und Papiere zu beginnen.
Präsidentin Roslin und ihre Beraterin Foster wurden von einem Raptor abgeholt, wo sich bereits Doktor Jennifer Keller an Bord befand, um ebenfalls zu Doktor Cottle auf die Galactica zu fliegen.
Admiral Adama begleitete mit zwei seiner Marines General O’Neill, Mister Woolsey und die anderen Personen der Erddelegation auf die Phoenix.
Phoenix
General O’Neill führte Admiral Adama auf der Phoenix herum. Er hatte ihm bisher die Offiziersmesse, die Krankenstation mit dem Sarkophag, die Brücke, sowie den Kontrollstuhl, den man aus Trois geborgen hatte, um die Drohnen zu steuern, den Stargate-Raum und den dazugehörigen Kontrollraum gezeigt,
“Und Jack, funktioniert das … äh, Stargate?”, fragte Adama.
“Leider ist die Antwort: Nein. Wir können keine Verbindung aufbauen, da wir uns immer in Bewegung befinden und von daher können wir keinen Ausgangspunkt in dieser Galaxie bestimmen”, antwortete O’Neill, und Sergeant Benson, der beide begleitete, stimmte nickend zu.
Danach führte er ihn in die Bibliothek der Phoenix. “Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich mir gerne einige Bücher ausleihen, bevor die Mission nach Neu-Caprica und in die Kolonien gestartet wird.”
“Das dürfte kein allzu großes Problem sein, da die Bibliothek für alle Crewmitglieder und Besucher offen zugänglich ist.” Jack begab sich wieder Richtung Ausgang. “So, einen guten Kumpel von mir, Teal’c, haben Sie ja schon kennengelernt, Bill. Und nun werde ich Ihnen einen anderen guten Freund von mir vorstellen. Dafür müssen wir in das Labor von Thor gehen, denn das habe ich Ihnen auch noch nicht gezeigt”, meinte Jack O’Neill.
“Ist er auch einer fremden Rasse zugehörig?”
“Ja, er gehört zum Volk der Asgard.”
Während sich beide Offiziere miteinander unterhielten, erreichten William Adama und Jack O’Neill ihr Ziel. Der General öffnete die Tür mit seiner ID-Card und führte den Admiral hinein.
William Adama blieb sprachlos stehen, als er den kleinen, nur etwa 1,20 m großen, grauen Außerirdischen sah. Schlanke Gliedmaßen, ein kahler Kopf mit großen runden schwarzen Augen rundete das Bild ab, und zu seiner Verblüffung trug dieser an seinem Körper kein einziges Kleidungsstück.
“Thor, darf ich Dich mit Admiral William Adama bekanntmachen?”, sagte General O’Neill, als der Asgard von seiner Arbeit aufsah und zu ihnen gekommen war.
“Sei gegrüßt, Admiral Adama. Es ist mir eine besondere Ehre, Sie kennenzulernen. Kara Thrace hat viel von Ihnen erzählt. Ich bin Thor, Oberkommandierender der Asgardflotte”, begrüßte ihn der Asgard mit einem feierlichen Klang in der Stimme und streckte dem Admiral eine seiner beiden kleinen dürren Hände entgegen.
William Adama erwiderte die freundliche Geste. Jack musste bei dieser Szene schmunzeln, erinnerte diese ihn doch daran, wie er zum allerersten Mal persönlich auf die Asgard getroffen ist.
“Und? Was hat Starbuck so über mich erzählt?”
“Nur Gutes”, antwortete Thor einsilbig auf die vom Admiral gestellte Frage.
“Was machen die Bestellungen?”, fragte O’Neill, da sein Besuch ja nicht zufällig war.
“Die bestellten acht Raptor sind bereits fertig und befinden sich nun im Backbord-Hangar, O’Neill…”, antwortete der Asgard, wurde aber in seinem Bericht von Adama unterbrochen: “Wie geht das denn?“
Er hatte sich im Labor umgeblickt und keine großen Türen entdeckt.
“Ich habe sie dorthin gebeamt”, antwortete der kleine Außerirdische.
“Richtig. Kara hat mir davon erzählt”
“Die über 100 bestellten Pilotenanzüge, inklusive der Ausstattung, werden in ungefähr einer Stunde fertig sein. Danach werde ich die letzten 36 Viper produzieren, denn dann benötigen die Apparatur und der Computer eine Pause, sonst überhitzt sich das System”, beendete Thor nun seine Ausführungen.
Anschließend unterhielten sich die drei noch eine ganze Weile und Thor versuchte, dem Admiral einige der technischen Details zu erklären. Adama hörte aufmerksam zu und als er Thor fragte, wie denn das Beamen funktioniere, schritt der Asgard zu einer kleinen Konsole und bewegte einige Steine. Im Bruchteil einer Sekunde verschwand O’Neill - nur, um am anderen Ende des Raumes wieder materialisiert zu werden.
“Ich mag es nicht, wenn Du das tust Kumpel. Vor allem so unangekündigt”, protestierte Jack, da der kleine Außerirdische ihn kurzerhand zu Demozwecken auserkoren hatte. Als Jack sich in Bewegung setzte, wurde er kurzerhand wieder neben William gebeamt. Genau an die Stelle, wo er sich zuvor befunden hatte. “Thor”, brummte der General ein wenig verdrossen.
“Wirklich sehr beeindruckend”, meinte der Admiral.
Wenige Minuten später, verließen Admiral Adama und General O’Neill das Labor von Thor wieder. Sie machten sich auf den Weg zum Steuerbord-Hangar, nachdem Adama seine beiden Marines wieder eingesammelt hatte, um zusammen mit O’Neill auf die Galactica zurückzukehren.
Galactica
Als Tory Foster zusammen mit der Präsidentin an Bord der Galactica angekommen war, sprach die Beraterin der Präsidentin kurz mit Chief Tyrol.
“Was hältst Du davon, Galen?”
“Wäre eine Möglichkeit. Ich informiere Sam über diese Neuigkeiten. Einen von uns wird es schon gelingen, mit dem Colonel zu sprechen. Später können wir dann ein Treffen vereinbaren, um darüber zu beraten”, antwortete der Chief.
Doktor Cottle und Doktor Keller unterhielten sich derweil auf der Krankenstation, um sich auszutauschen, wobei Jennifer den Arzt der Galactica erst darum bitten musste, die Zigarette auszumachen. Danach untersuchten beide Präsidentin Laura Roslin. Die beiden Frauen einigten sich darauf, dass Roslin zu einer weiteren Untersuchung mit weiteren Tests an Bord der Phoenix kommen soll.
“Nehmen Sie mir nur nicht alle meine Patienten weg”, meinte Cottle lachend.
“Nein, nein. Ich bin heilfroh, dass Sie hier sind. Es gibt nur wenige Ärzte, da können wir jede Hilfe gut gebrauchen”, ergänzte der Arzt.
Jennifer nickte: “Ich weiß, was Sie meinen.”
Nachdem sie sich von den beiden Doktoren verabschiedet hatten verließ Laura Roslin gemeinsam mit Tory Foster die Krankenstation der Galactica, um in das Quartier von Admiral Adama zu gehen. Dieser war gerade mit General O’Neill angekommen, um sich über die Mission zu beraten, die die Phoenix in den nächsten Tagen durchführen würde.
Tory bat die Präsidentin unterwegs darum, ein paar Tage freinehmen zu dürfen, was ihr auch nach einer kurzen Überlegung von Roslin bewilligt wurde.
“Also Bill, wie Du vorhin von Thor selbst erfahren hast, befinden sich acht neue Raptor in dem Backbord-Hangar. Von diesen brauche ich nur vier. Das bedeutet, die anderen vier sind für Sie, Admiral”, sagte Jack gerade, als Präsidentin Roslin hereinkam, und sich dazusetzte.
“Das ist wirklich sehr großzügig”, gab Adama zur Antwort.
General O’Neill winkte lächelnd ab. “Ist nur ein kleines Dankeschön für die Pläne der Raptor und denen des Kampfsterns der Galactica-Klasse. Hinzu kommen noch einige neue Pilotenanzüge, für die Viper- und Raptorpiloten der Galactica. Wobei ich wissen auch noch wissen möchte, wie viele Viper ungefähr auf der Galactica noch gebraucht werden, beziehungsweise noch untergebracht werden können, da Thor auch nur noch einmalig 36 weitere Viper Mark II produzieren wird. Und sobald später die ersten Kampfsterne fertig gestellt sind, stehen den Kolonien natürlich die ersten Neuen zu.”
“An Bord eines Kampfsterns vom Typ der Galactica befinden sich mindestens vier Geschwader. Ein Geschwader besteht dabei aus 20 Vipern. Und da das Steuerbord-Hangardeck umgebaut wurde, um Flüchtlinge aufzunehmen, kann ich leider nur eine begrenzte und kleine Anzahl von weiteren Jägern an Bord aufnehmen”, erklärte Admiral Adama die Situation auf seinem Schiff.
Präsidentin Roslin wandte sich an ihren Gegenüber: “General O’Neill. Wäre es möglich an Bord Ihrer Schiffe Flüchtlinge aufzunehmen?”
“Das wäre möglich. Doch nur überwiegend an Bord der Asklepios. Die Icarus und die Korolev können nur eine kleine begrenzte Zahl von weiteren Personen aufnehmen. Und auf der Phoenix geht es erstmal nicht; zumindest solange, bis ich wieder von der Mission zurück bin”, antwortete Jack.
“Das verstehe ich. Bill, ich würde mich gerne noch ein wenig ausruhen, bevor ich auf die Colonial One zurückkehre”, meinte Laura und verließ mit einem zustimmenden Nicken den Raum.
Danach unterhielten sich die beiden Männer über ihr Kontingent, denn Jack hatte auf Grund der Verteidigungsstärke der Phoenix vor, nur eine begrenzte Zahl, neben den vier Raptor und den Jumpern eine optimale Anzahl von Viper und F-302 mit auf diese Mission zu nehmen.
Es dauerte eine Weile, bis Lee Adama in Begleitung von Captain Kara Thrace das Quartier von Admiral Adama betrat. “Sie wollten mich sprechen, Admiral”, sagte Lee.
“Ja. General O’Neill hat ein Anliegen, was euch beide betrifft. Setzt euch”, antwortete William Adama.
“Uns beide betrifft?”, platzte es aus Apollo und Starbuck heraus.
“Ich komme gleich zur Sache”, meinte Jack, als sich die beiden dazugesellt hatten. “Ich brauche gute Leute, die einen Namen haben und gut in den Kolonien bekannt sind, falls - so wir hoffen - dort noch weitere Überlebende zu finden sind. Aus diesem Grund stelle ich ein Team zusammen und binde auch Leute der Galactica mit ein, um diese Mission durchführen zu können. Die Personen, die ich an Bord der Phoenix mitnehmen werde, nehme ich nur auf den Rat des Admirals mit. Sie sind einer von Ihnen Mister Adama, ich bräuchte Sie als CAG an Bord meines Schiffes. Was halten Sie davon Major?”
“Ich bin leider nicht mehr im Dienst, General. Es gab zwar einige Anfragen, aber ich will lieber in die Politik gehen, da dort ein Platz im Quorum der Zwölfer frei wird”, antwortete Lee Adama.
“Ob Sie daran daran interessiert sind, möchte ich eigentlich nur wissen. Denn die meisten der Viperpiloten, die sich an Bord der Phoenix befinden, sind noch sehr grün hinter den Ohren, und ich brauche unbedingt jemanden, der Erfahrung hat. Und für den Fall, das wir auf Überlebende treffen, wäre es gut, jemanden an Bord zu haben, den man in den Kolonien kennt. Ich weiß, es gab hier einige Probleme. Wenn Sie es nicht für den Admiral, oder auch nicht für mich tun wollen, dann tun Sie es wenigstens für Ihr Volk, Mister Adama”, unternahm Jack einen finalen Versuch.
Das wirkte; er hatte scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn Lee Adama faltete die Hände, blickte auf den Boden und dachte lange nach.
Zeit, die ihm beide hohen militärischen Offiziere gaben, um sich zu entscheiden.
“Na schön”, sagte Apollo und willigte schließlich ein. „Ich kehre für die Dauer dieser Mission in den aktiven Dienst zurück. Aber sobald ich zurück bin nehme ich meinen Abschied.“
“Willkommen zurück im aktiven Dienst, Major”, nickte Admiral Adama, und schob Lee die Anstecker zu, die seinen militärischen Rang angaben. Der Admiral und der General reichten Lee Adama erleichtert die Hand.
“Und was ist mit mir?”, fragte Kara Thrace.
“Du bist wieder der CAG der Galactica, Starbuck!”, ordnete der Admiral an.
Beide verließen daraufhin wieder das Quartier von William Adama. Zuvor hatte Jack O’Neill Lee gesagt, er möge umgehend seine Sachen packen, da er ihn persönlich mitnehmen würde, wenn er selber in der nächsten Zeit zur Phoenix zurückfliegt.
Als sie wieder unter sich waren, setzten der Admiral und der General ihr Gespräch fort, um die Mission zu planen. Sie einigten sich nach einer halben Stunde darauf, sich morgen wieder zu treffen, um noch letzte wichtige Details zu besprechen, auch weil General O’Neill eine Bestandsaufnahme seiner Jäger machen wollte, genau wie Admiral Adama, um zu prüfen wie viele Viper die Galactica im Backbord-Hangar noch unterbringen kann.
Als Jack sich von der Präsidentin und vom Admiral verabschiedet hatte, suchte er Jennifer Keller und Lee Adama auf, um mit Ihnen mit dem Jumper zur Phoenix zu fliegen. Dort angekommen, wies O’Neill an, den Major erst einmal medizinisch durchzuchecken, nachdem er ihm noch vorher eines der Offizierquartiere zugewiesen hatte.
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2.07 Politics, Numericals and Decisions, Part III
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica
Die vier im Verborgenen lebenden Zylonen hatten nun mal wieder Zeit, sich irgendwo zu treffen. Sam Anders und Galen Tyrol waren nun endlich mit ihrer Schicht fertig, Saul Tigh hatte seine Wache im CIC beendet und nun warteten die drei auf Tory Foster, die als letzte dazu kam. Die Beraterin von der Präsidentin berichtete von dem Treffen der beiden Führungen und den erzielten Ergebnissen. Von dem Vorschlag des Jaffa erzählte sie erst zum Schluss, so dass man dann überlegte, den im Verborgenen lebenden Zylonen die Möglichkeit zu geben, sich anonym bei der Präsidentin, dem Admiral oder aber auch bei der Phoenix zu melden.
“Sind Sie verrückt geworden?”, reagierte Tigh auf den Vorschlag und Chief schüttelte zur Antwort mit dem Kopf. “So lange wir nicht wissen, wer der letzte fünfte Zylon ist, der sich innerhalb der Flotte befindet, ist das keine besonders gute Idee. Der Chief hat eine Frau, die Zylonen hasst - verdammt noch mal. Cally würde Ihnen nicht gerade, um den Hals fallen, wenn sie es erfährt - stimmt doch oder Galen?”
“Da habt Ihr’s”, sagte der XO der Galactica und sah seine Vermutung bestätigt.
“Es hätte aber Vorteile. Denn wir bräuchten uns nicht mehr verbergen, um uns heimlich im Untergrund zu treffen”, verteidigte Sam den Vorschlag.
“Du bist wohl verrückt geworden, Anders. Hat Starbuck dir nicht erzählt, dass du eine Kugel abbekommst, wenn sie erfahren würde, dass du ein Zylon wärst”, warnte Colonel Tigh erneut.
“Cally hat übrigens eine Nachricht bekommen, dass sie die Techniker an Bord der Phoenix unterweisen soll, denn General O’Neill benötigt einige erfahrene Mechaniker, die sich mit Viper und Raptor auskennen”, sagte Chief Tyrol nun zu den anderen. “Und meine Frau hat mir gesagt, dass sie darüber nachdenkt. Cally wird vermutlich auch Nicki mitnehmen. Es ist also gar nicht so leicht.”
Nun berieten alle vier, was man tun könnte, um eine Panik zu vermeiden. Tory hatte schon eine Idee und sprach die anderen drei darauf an. Sie schlug vor, dass sich jeder alleine persönlich bei einer Person seines Vertrauens anonym meldet und über seine Identität aufklärt, doch ohne die anderen drei zu verraten.
“Wäre eine Variante, um eine Panik zu vermeiden, bevor es der Präsidentin und dem alten Mann doch noch einfallen sollte, es zu verlassen sich mit einem Aufruf an die Bevölkerung zu wenden”, überlegte Saul.
“Muss ja keiner wissen, woher wir die Initiative nehmen, uns zu melden”, meinte Anders.
Nach einer weiteren Beratung, waren sich doch alle schnell einig, es genau so zu machen.
Auf dem Backbord-Hangardeck trafen nun die ersten Piloten ein, die von der Phoenix kamen, um an dem Raptorflugtraining teilzunehmen. Sie wurden bereits unter anderem von Starbuck, Apollo, der von General O’Neill für die Dauer der Schulung auf die Galactica geschickt wurde, Racetrack und Athena erwartet, die jeweils ein oder zwei Schüler unterweisen sollen. Natürlich hatte Captain Kara Thrace die Kandidaten ausgewählt, die nun vor ihr standen. Es handelte sich dabei unter anderem um von ihr bereits ausgebildete Viperpiloten. Aber es waren auch Neulinge dabei, die bereits eine Pilotenausbildung auf der Erde absolviert hatten.
Kara ging nun gemeinsam mit Lee die Anwesenheit durch, indem beide abwechselnd einen Namen aufriefen. Zufrieden bemerkte man, dass alle 16 Schüler da waren.
Nun tauchte auch wieder Chief Galen Tyrol auf dem Hangardeck auf.
“Wo warst Du, Galen? Du solltest doch auf Nicki aufpassen wenn ich Schicht habe, da es ihm in letzter Zeit nicht so gut geht”, fuhr Cally ihren Mann an, als sie bei ihm angekommen war und kurz zur Seite genommen hatte.
“Tut mir sehr leid. Das habe ich vergessen - und kommt auch nicht wieder vor”, antwortete dieser entschuldigend.
“Galen, ich habe mich entschieden. Ich werde für die nächste Zeit an Bord der Phoenix gehen und werde auch unseren Sohn mitnehmen”, informierte sie mit entschlossenem Blick ihren Mann. “Ich weiß, dass du dich mit dieser Schlampe, der Beraterin der Präsidentin triffst, oder aber du bist in der Kneipe und trinkst mit deinen Freunden. In unserer Abwesenheit hast du die Gelegenheit darüber nachzudenken, wie du unsere Ehe retten kannst”, sagte Cally und drehte sich beim Weggehen noch einmal um: “Ich liebe Dich, Galen” fügte sie leise hinzu. “Aber so kann es einfach nicht weitergehen.”
“Verflucht noch mal”, schimpfte der Chief.
Nun drehten sich viele seiner Deckarbeiter und auch Piloten zu ihm um.
“Was ist?”, schnaubte er wütend “Nur ein paar private Probleme. Macht euch gefälligst wieder an die Arbeit.”
Phoenix
Während dessen ließ sich General O’Neill in seinem Quartier, eine Liste von Sergeant Siler aushändigen. Jack wollte wissen, wie viele F-302er und Viper er zum optimalen Schutz für die zivile Flotte und zur Unterstützung der Galactica zurücklassen konnte, ohne die eigene Schlagkraft der eigenen Jäger zu schwächen, da er nicht wusste, was ihn und seine Crew in den 12 Kolonien und auf Neu-Caprica erwartete. O’Neill überlegte lange hin und her; er machte sich einige Notizen, doch er musste außerdem auch noch die Antwort von Admiral Adama abwarten.
Zu seiner Erleichterung hatte Doktor Keller Major Lee Adama vor einer Stunde als topfit eingestuft, worauf O’Neill seinen CAG über die Viper- und Raptorpiloten sofort zur Galactica schickte, um bei der Ausbildung dort zu helfen.
Galactica
“Sir, hier sind die Daten, die Sie haben wollten.”
“Danke, Jeffrey”, sagte Admiral Adama.
Dann arbeitete er alleine und in Ruhe weiter und sah sich die Bestände sowie die restliche Kapazität des Backbord-Hangars an. William Adama brauchte nicht allzu lange, bis er schließlich fertig war und sich entsprechende Notizen gemacht hatte.
Er nahm den Hörer ab legte einen Schalter um und sagte: “Hier ist der Admiral. Dee, verbinden Sie mich sofort mit General O’Neill! Ich muss mit ihm sprechen.”
Anastasia Dualla bestätigte kurz die Anweisung, danach hängte Adama den Hörer wieder ein und wandte sich einer Kopie der Lieferlisten zu.
Colonial One
Die Präsidentin war nun zurück und erkundigte sich sofort nach Doktor Jackson. Dieser saß zusammen mit Teal’c an einem Tisch vor einem Laptop, als Laura Roslin in den Raum trat. Daniel war gerade beim Korrekturlesen, um die Rechtschreib- und Grammatikfehler zu beseitigen.
“Immer noch fleißig bei der Arbeit, wie ich sehe”, bemerkte Laura Roslin beeindruckt, als sie näher herangetreten war. Teal’c hatte ihr Kommen bereits registriert und nickte der Präsidentin stumm, aber in höflicher Haltung zu. Nun unterbrach auch Daniel Jackson seine Arbeit und wandte sich ebenfalls Präsidentin Roslin zu, um sie von dem Stand der Arbeit zu unterrichten: “Oh, Frau Präsident. Ja, wir sind gerade bei der Fehlersuche und ich habe folgenden Vorschlag: Ich drucke ein Testexemplar aus, was sich die Vertreter beider Seiten ansehen, und es dann, nach ihrer Zustimmung, unterschreiben - sollte es wider Erwarten doch einige Unstimmigkeiten geben, wären diese auf einem Extrablatt zu vermerken.”
“Das ist ein guter Gedanke; doch es wird nicht nötig sein, da wir uns bisher in allen Punkten geeinigt haben. Ich vertraue Ihnen und Ihrer Arbeit voll und ganz. Sie können also die erforderliche Anzahl der benötigten Exemplare fertig stellen, Doktor Jackson”, antwortete Präsidentin Roslin.
“Das ist ja wunderbar“, freute sich Daniel. „In Ordnung. Es dauert ungefähr noch eine gute Stunde, bis Teal’c und ich fertig sind.“
“Gut. Sagen Sie mir bitte Bescheid, wenn Sie fertig sind Doktor Jackson”, bat Laura und nickte mit dem Kopf.
“Okay. Dann werden wir mal weiter machen”, sagte der Wissenschaftler mit einem höflichen Lächeln in Richtung der Präsidentin. Diese erwiderte es und verließ zufrieden den Raum. Nun wandten sich Daniel und auch Teal’c wieder ihrer Aufgabe zu.
Galactica
Es surrte in dem Quartier von William Adama. Der Admiral nahm den Hörer ab: “Adama. Quartier des Admirals.”
“General O’Neill ist in der Leitung, Sir”, meldete sich die Stimme von Dualla, und kündigte den wartenden Gesprächspartner an.
“Danke. Stellen Sie durch, Dee!”
Wenige Sekunden später berichteten sich die beiden Offiziere das, was sie in Erfahrung bringen konnten:
“…, zurzeit habe ich 27 Viper, 22 F-302er, 6 Jumper und vier Raptoren auf der Phoenix. Die Korolev hat nun 14 F-302er und 2 Jumper, die Icarus und die Asklepios haben jeweils 8 F-302er und einen Jumper an Bord, nachdem ich das Kontingent der Jäger auf diesen drei Schiffen aus meinen eigenen aufgestockt habe. Und ich habe noch Platz für weitere Vipergeschwader, ein paar F-302er Staffeln und Raptor. Das ist alles, was ich dir sagen kann, Bill”, sagte O’Neill im gewohnten Plauderton, nachdem der Admiral ihm seine Zahlen an Raptoren und Vipern genannt hatte.
“Ich verstehe. Was ist mit den 36 neuen Mark II Viper?”, fragte Adama nach.
“Thor hat mir vor einigen Minuten mitgeteilt, dass die ersten neun bereits fertig sind. Ich habe sie erst einmal in den Steuerbord-Hangar beamen lassen; die Viper sind bereits aufgetankt, aufgerüstet und abflugbereit”, informierte ihn der General.
“Das sind gute Neuigkeiten.“ Der Admiral nickte zufrieden. „Die vier neuen Raptoren für die Galactica sind übrigens vor ungefähr fünfzehn Minuten eingetroffen. Somit habe ich festgestellt, dass in den Backbord-Hangar der Galactica nur noch Platz für ein paar wenige Raptoren und ein gutes Dutzend Viper ist. Mehr kann ich nicht unterbringen, deswegen ist es gut, dass die Phoenix noch genügend Kapazitäten hat.”
“Ich würde vorschlagen, die Viper zu gleichen Teilen auf beide Schiffe aufzuteilen. Wobei die Galactica die zwei ersten Produktionsreihen bekommt”, bot O’Neill an.
“Das hört sich doch gut an, Jack. Ich bin mit diesem Vorschlag einverstanden, und werde dann Piloten schicken, die die Jäger abholen”, ging Adama auf das Angebot ein.
“Alles klar. Dann werde ich mal Thor und Sergeant Siler informieren, damit alles vorbereitet ist für die Übergabe.”
“So machen wir es. Wir sehen uns dann bei der Unterzeichnung wieder”, verabschiedete sich Admiral Adama von General O’Neill, dann wurde die Verbindung getrennt und William hängte den Hörer wieder ein.
Kurz darauf klopfte es an der Tür und der XO der Galactica kam herein.
“Ich muss Dir etwas wichtiges sagen, Bill”, sagte Colonel Tigh mit gefasster Stimme, als er vor dem Schreibtisch seines Vorgesetzten stand.
Doch weiter kam er nicht, denn schon wieder kündigte sich ein Gespräch an.
“Das nimmt ja gar keine Ende heute”, brummte der alte Mann genervt.
Wieder nahm William Adama den Hörer ab, diesmal war es Laura Roslin, die Präsidentin, die ihm nun mitteilte, dass Doktor Jackson mit dem Erstellen der Dokumente fertig sei. Präsidentin Roslin lud den Admiral dazu ein, auf die Colonial One zu kommen. Sie informierte ihn auch darüber, dass Mister Woolsey und General O’Neill ebenfalls kommen würden, da sie allen einen Vorschlag unterbreiten wollte.
Admiral Adama nahm die Einladung dankend an und versicherte ihr, sich umgehend auf den Weg zu machen, dann verabschiedete er sich und legte auf.
“Tut mir leid, Saul. Ich muss zu einer Besprechung auf die Colonial One”, sagte Adama, stand auf und umrundete seinen Schreibtisch.
“Aber ich muss Ihnen etwas beichten, Admiral”, drängte der XO.
“Das hat sicher Zeit Colonel”, winkte William Adama ab und verließ mit Saul Tigh im Schlepptau sein Quartier.
´Vielleicht ist es auch besser so´, dachte sich Colonel Tigh, obwohl es ihm nicht ganz behagte.
Sie gingen nun gemeinsam in das CIC, wo Adama seine Anweisungen gab, was die Viper auf der Phoenix betraf, dann teilte er Lieutenant Gaeta ein, die Wache zu übernehmen, und informierte diesen sogleich, dass er nun zur Colonial One aufbreche. Außerdem schickte Admiral Adama seinen XO in sein Quartier, da er sich nun doch ein bisschen Sorgen um den Colonel machte.
Colonial One
Die von Präsidentin Roslin eingeladenen Gesprächspartner trafen alle nach und nach an Bord der Colonial One ein. Laura Roslin ließ es sich nicht nehmen und begrüßte unten alle Gäste persönlich. Dann führte die Präsidentin der Kolonien den Admiral, den General, Mister Woolsey und einige Mitglieder des Zwölferrates nach oben in den Sitzungsraum, wo bereits Tom Zarek, Doktor Jackson, Teal’c und einige andere warteten.
“Zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie alle so schnell meiner Einladung gefolgt sind. Mir kam die Idee, eine äußerst gute wie ich finde, die Unterzeichnung dieser wichtigen Dokumente in einem offiziellen Rahmen vorzunehmen. Das bedeutet - vor einigen Bürgern der Kolonien. Mit einigen Ansprachen und einer kurzen Pressekonferenz im Anschluss. Ich habe bereits mit dem Vizepräsidenten, den hier anwesenden Mitgliedern des Zwölferrates und auch mit Doktor Jackson darüber gesprochen, die diesem Vorschlag mehrheitlich zugestimmt haben oder zumindest nicht abgeneigt sind. Nun frage ich zunächst einmal die übrigen Mitglieder des Zwölferrates, ob auch Sie diesen Vorschlag gut finden und unterstützen?”, erkundigte sich Präsidentin Roslin, bei den fünf dazugekommenen Vertretern der Kolonien.
Nach einer kurzen Absprache und Beratung waren auch diese mit diesem Vorschlag einverstanden, wobei sich zwei von ihnen ihrer Stimme enthielten.
“Somit wären neun dafür, vier enthalten sich und einer ist dagegen; damit wäre der Fall abgeschlossen aus meiner Sicht. Nun noch die Frage an Admiral Adama, Mister Woolsey und General O’Neill: Sind auch Sie damit einverstanden, und kann ich mit Ihrer Hilfe und Unterstützung rechnen?”
“Ich bin auch mit diesen Vorschlag einverstanden, da dies ein großer Moment für unser Volk ist, und sollte die dementsprechende Aufmerksamkeit erhalten”, antwortete Admiral Adama.
“Der Admiral hat - denke ich, die passenden Worte gefunden und ausgesprochen, die dieses Ereignis betreffen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir es auf diese Art und Weise tun sollten”, erklärte Richard Woolsey, und Jack O’Neill nickte wortlos, um zu zeigen, dass auch er mit den Vorschlag von Laura Roslin einverstanden war.
“Dann ist der Vorschlag also akzeptiert.“ Die Präsidentin war äußerst zufrieden.
„Nun müssen wir uns nur noch auf einen Termin und einen Ort einigen. Hat irgendjemand Vorschläge, wo und wann wir dies machen wollen? Bitte nicht gleich morgen, denn wir brauchen für die Vorbereitung dieser Zeremonie etwas Zeit.”
Jeder meldete sich zu Wort, um einen Vorschlag zu unterbreiten, und nur Teal’c, O’Neill und Adama hielten sich aus dem Gespräch heraus. Es wurden zunächst einige Raumschiffe vorgeschlagen. Kandidaten waren die Galactica, die Colonial One, die Astral Queen, die Phoenix, die Zephyr und der botanische Kreuzer. Nun schaltete sich auch Adama in das Gespräch mit ein, und so wurde die Astral Queen sofort als Kandidat für die Veranstaltung gestrichen, danach schied die Colonial One ebenfalls aus Sicherheitsgründen und wegen des begrenzten Platzes aus, es folgte die Zephyr aus Platzgründen und der fehlenden Möglichkeiten. Der botanische Kreuzer der Flotte war als nächster Kandidat ebenfalls aus dem Rennen, da man dabei war, den Raum dahingehend zu nutzen, um durch den Anbau neuer Nutzpflanzen und Setzlinge die Lebensmittelgewinnung zu steigern.
Alle Blicke richteten sich nun auf Admiral Adama und General O’Neill, da nur die Schiffe dieser beiden Männer übrig geblieben waren. Somit war Jack gezwungen, ebenfalls an dem Gespräch teilzunehmen. Er hätte nichts dagegen, wenn die Veranstaltung auf der Phoenix stattfinden würde; nun war es an ihm, Gewissheit zu verschaffen und für sein Schiff zu werben:
“Ich könnte einen der beiden Hangars räumen lassen, um Platz zu schaffen. Die Jäger und Raptoren müsste ich dafür in den anderen Hangar umparken lassen. Dann dürfte dort genug Platz für bis zu 1000 Leute sein, wenn alles weggeräumt worden ist. Die Sicherheitskontrollen würden die Leute der Präsidentin, des Zwölferrates, die des Admirals und meine zusammen übernehmen. Die Besucher und Gäste von den zivilen Schiffen sollten allerdings alle von der kolonialen Regierung und dem Militär ausgewählt werden. Die Vorbereitungen für sämtliche Arbeiten ebenfalls in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe.”
“Danke, General O’Neill.“ Präsidentin Roslin nickte ihm kurz zu und wandte sich an Adama: „Nun Admiral, was sagen Sie dazu, beziehungsweise, wie sieht es mit der Galactica als den zweiten und letzten verbliebenen Kandidaten aus?”
“Der General hat sein Schiff angeboten, und ich bin damit einverstanden. Ich habe nichts dagegen, denn auf meinem Lande- und Hangardeck auf der Backbordseite herrscht derzeit Hochbetrieb, da die Ausbildung von den Raptorpiloten begonnen hat und Steuerbordseite in einen Wohn- und Lagerraum umgestaltet wurde. Außerdem ist die Sicherheitslage sehr angespannt, da sich Baltar auf meinem Schiff befindet, es gab bedauerlicherweise bereits einige kleinere Zwischenfälle”, antwortete Adama.
“Baltar?”, fragte Daniel Jackson neugierig geworden.
“Sie können gerne nach der Versammlung einige Informationen über ihn bekommen, Doktor”, antwortete die Präsidentin und der Admiral nickte.
Nun wandte sich Laura Roslin an das Quorum der Zwölf, um sie zu fragen, ob man mit der Phoenix als Veranstaltungsort einverstanden sei. Nach einer kurzen Beratung waren die meisten dafür.
“Na schön, somit benötigen wir nur noch einen Termin, auf den wir uns einigen müssten. Und dies sollte innerhalb der nächsten Tage stattfinden, da die Phoenix eine wichtige Mission vor sich hat“, meinte die Präsidentin und schaute dann in Richtung des Generals. „General O’Neill, ich hoffe nur, dass die Vorbereitungen für die Veranstaltung nicht die Missionsvorbereitungen behindern.”
“Das sollte kein Problem sein. Ich bräuchte, um diese Mission zu planen, sowieso noch etwas Zeit, und wollte deswegen noch mit Admiral Adama sprechen”, antwortete dieser.
Man einigte sich in einem kurzen Gespräch darauf, dass man zwei Tage lang alles für die Veranstaltung vorbereiten wolle, um diese dann am dritten Tage stattfinden zu lassen. Daniel Jackson bot sich an, ein Team zusammenzustellen, um für den Ablauf zu sorgen. Abschließend überreichte Präsidentin Roslin dem Wissenschaftler noch eine sehr dicke Akte über Gaius Baltar.
“General O’Neill, ich komme gleich zu Ihnen auf Ihr Schiff, da ich einen Termin bei Doktor Keller habe”, sagte Roslin, als sich die Versammlung allmählich auflöste.
Jack nickte nur und wandte sich an Adama, während er zusammen mit der Präsidentin, Daniel, Woolsey und Teal’c hinunter zu ihren Fluggeräten ging. “… also haben sich schon einige gemeldet?”, fragte O’Neill.
“Ja. Specialist Cally Tyrol hat bereits zugesagt, sie wird aber ihren kleinen Sohn mitbringen”, antwortete Adama.
“Nichts dagegen, solange ich keine Windeln wechseln muss”, meinte der General trocken, worauf der Admiral leise lachen musste. “Die übrigen Leute habe ich bereits ausgesucht, die ich ab morgen auf die Phoenix versetze bis zu dem Tag, wo Sie wieder zurückkommen, Jack.”
Nun waren alle unten angekommen und wenige Minuten später verließen ein Raptor und ein Jumper die Colonial One in Richtung Phoenix.
Phoenix
Der Raptor setzte die Präsidentin mit O‘Neill sowie einen ihrer Personenschützer auf der Phoenix ab und reiste dann mit Admiral Adama weiter zur Galactica.
Der General begleitete Präsidentin Roslin zur Krankenstation. “Mal sehen, was unsere Medizin für Sie tun kann, Frau Präsident. - Ihre Patientin ist da, Doktor Keller”, rief Jack der kleinen blonden Ärztin zu, die die Präsidentin auch sogleich in Empfang nahm. “Guten Tag, Frau Präsident.“ Doktor Keller schüttelte ihr die Hand und drehte sich wieder zu O’Neill: „Ich warte nur noch auf Anise, General.”
“Äh, ja. So, ich habe noch jede Menge zu tun. Bis später dann. Frau Präsident. Doktor Keller”, verabschiedete sich Jack und flüchtete beinahe, als die Tok’ra schließlich in der Krankenstation auftauchte.
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