[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#5
Odyssee
Folge 1.14 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 2

Milchstraße
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen

Immer noch fassungslos starrte ich den wohl ältesten lebenden Mutanten dieses Planeten an, dem ich vollkommen unvorbereitet seit einigen Minuten von gegenüberstand.
Es war mir aber auch bewusst, dass Victor Creed dies vielleicht nicht nur war, sondern auch ebenso erfahren und rücksichtslos, wenn es darum ging sich gegen jeden potentiellen Gegner durchzusetzen.

“Du kennst mich also”, stellte er mit einem verschlagenen Grinsen fest. Dabei waren seine vergrößerten Eckzähne deutlich zu erkennen. Ein anderes markantes Merkmal bildeten die Krallen an seinen Händen, welche sich dort befanden wo sich bei den Menschen und meisten Mutanten Fingernägel befanden.

“Ja, ich kenne Dich - wenn auch nur vom Hörensagen von Logan und dem Professor. Und - kannst Du mir auch mal verraten was der Quatsch jetzt soll?”

Der Mann in dem schwarzen Mantel lachte für einen Moment nur spöttisch auf, ehe er mir mit böser Miene antwortete: “Weißt Du, eigentlich hatte ich Jimmy hier erwartet. Und… eigentlich hätte Dich dieser Aufprall gerade töten sollen…”
“Tut mir wahnsinnig leid - bin seit einigen Jahren schon nicht mehr so leicht totzukriegen”, fiel ich Victor ins Wort, der mich daraufhin sehr skeptisch anschaute.
“Ach wirklich? Wir werden es ja gleich sehen. Dann wärme ich mich halt an Dir ein wenig auf - bis ich dann Jimmy endlich in die Finger kriege”, brummte er entschlossen, worauf seine Krallen begannen zu wachsen.

“Oh man. Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun als mich jetzt mit Dir zu prügeln”, seufzte ich meine Krallen ausfahrend.
Dieser unerwartete Anblick brachte den alten Mutanten ins Stocken, der bereits einige Schritte in meine Richtung gemacht hatte.
“Was zur Hölle…?”
“Ja. Das war in war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle, was ich durchgemacht habe… in Gewisserweise sind wir dadurch auch irgendwie zu Verwandten geworden.”
“So. Inwiefern das denn?”
“Meine Gene waren wohl als einzige auf der ganzen Welt mit denen deines Bruders kompatibel. Was soll ich noch weiter dazu sagen, ich bin das Ergebnis eines geheimen Experiments. Und solltest du mich nicht endlich vorbeilassen könnte es für deinen Bruder sehr böse enden. Ja, du hast richtig gehört, Logan steckt wirklich in der Klemme… und…”
“Und was?”, knurrte Victor gereizt.

Mir war bewusst, dass es nicht klug war diesen alten Mutanten noch länger hinzuhalten und dadurch unnötig zu provozieren.
“Also gut. Dein Bruder ist irgendwie durch die Typen in diesen Laden Vater geworden, und du Victor damit ein Onkel.”
“Verarsche mich bloß nicht mein Junge! Und wer bist Du überhaupt?”

Wortlos nahm ich die Kette mit meinen Erkennungsmarken, die sich um meinen Hals befand ab, um diese dann Sabretooth zu zuwerfen.
“Hier!”
Skeptisch dreinblickend, aber entspannt fing Victor diese auf. Er studierte sofort mit grimmiger Miene die beiden Hundemarken. Danach sah er mich prüfend an.

“Wir werden sehen, ob du mich verarschst, Jonathan. Falls ja - hilft Dir nicht einmal das Adamantium…”, brummte er. “Und wo steckt er?”
“Der ist derzeit einige Etagen unter uns…”
“Nicht Jimmy!”, unterbrach Victor abwinkend. “Ich meinte seinen Sohn!”
“Auch das meinst du Victor… äh, der Kleinen geht es gut. Sie ist in Sicherheit. Ja, hast mich schon richtig verstanden: Es ist ein Mädchen.”
“Na dann, geh mal!”, erklärte der alte Mutant, welcher schließlich langsam beiseite trat, eine auffordernde Kopfbewegung in die Richtung machte in welche ich unterwegs gewesen war, ehe er mich unsanft aus der Bahn geworfen hatte.

Prüfend Victor taxierend, ging ich auf ihn zu. Für einen kurzen Moment nur standen wir beiden uns einen knappen Meter voneinander entfernt gegenüber. Doch Creed nickte mir nur ein weiteres Mal kurz zu, nachdem er mich ebenfalls aufmerksam gemusterte hatte.

Ohne eine weitere physische Auseinandersetzung gingen wir beiden wieder auseinander. Nach einem kurzen Durchatmen nahm ich wieder mein Tempo auf, um Wolverine und Team 1 so schnell es nur möglich war zur Hilfe zu eilen.
Was mir entging war dass Sabretooth mir kurz nachschaute, ehe er sich daran machte meine Spur zurückzuverfolgen.

Dies war für ihn nicht sonderlich schwer, weil er über geschärfte Sinne verfügte. Es lag aber auch daran, dass es so einige tote Söldner gab, die den kläglichen Versuch unternommen hatten sich mir in den Weg zu stellen.

Ein böses amüsiertes Grinsen huschte Victor übers Gesicht, der überrascht bemerkte: “Also so zimperlich für wie ich dich gehalten habe - bist du nicht, Wolfrino!”

Zur selben Zeit hatten sich die drei Jumper, in welche sich das dritte Team zurückgezogen hatte, wie von General O´Neill angeordnet getrennt. Sie kreisten verteilt und getarnt über für die als strategisch wichtig gehaltenen Orte.

“Hier Jumper 1”, meldete sich MacGyver.
“Und hier General O´Neill, Homeworld Command”, erklärte Jack, “die Verstärkung wird in einer knappen halben Stunde bei euch sein. Haltet die Stellung!”

Team 1

Unter großen Anstrengungen hatte es Logan schließlich vor wenigen Sekunden geschafft seinem Gegner die beiden kleinen Serumbehälter an der Hüfte seines Kontrahenten mit gezielten Hieben seiner Krallen zu entfernen.
Diese Aktion stellte sich als negativ heraus, denn dadurch gelang unkontrolliert eine große Menge des Serums in die Blutbahn von X-24, der dadurch noch aggressiver wurde.

Wolverine wurde im weiteren Verlauf immer mehr bedrängt und schwer von den Krallen seines Gegners, welcher wie von Sinnen agierte, bearbeitet.

“Was habe ich vor kurzem, vor oh… rund 10 Minuten erst gesagt…”, murmelte Pierce mit einem leichten Grinsen im Gesicht, welches schon ein wenig überheblich wirkte, während er für einen kurzen Moment auf seine Uhr schaute.
Aber auch der angesprochene Rice selbst lächelte schon länger mehr als spöttisch vor sich hin. Im Blick des Wissenschaftlers machte sich die Gewissheit des sicheren Sieges, sowie den Tod seines Vaters gerächt zu wissen breit.

Wie schon vor der kurzen Kampfpause, die der Wissenschaftler erwirkt hatte, ging Logan erschöpft, der nun mit zahlreichen frischen und schlimmen Wunden am ganzen Körper übersät war, in die Knie.
In dieser Haltung verharrte er noch einen Augenblick, parierte eine weitere brutale heftige Schlagserie seines Klons mit allerletzter Kraft. Danach sank er nicht nur, nein er stürzte hart zu Boden, und blieb dort schwer atmend liegen.

Prüfend blickte sich X-24 zu Doktor Zander Rice um, der ihm mit dem Daumen über die eigene Kehle fahrend andeutete und zu verstehen gab die Sache endlich zu beenden.
Mit einem ausdrucklosen Gesichtsausdruck wandte er seinen Blick von seinem Schöpfer ab und seinen Gegner, der ihm mittlerweile wehrlos ausgeliefert war wieder zu.
Die Wunden von Logan heilten bereits wieder, wenn auch nur langsam, weil es so viele waren. Doch würde er seine Kraft nicht schnell genug wiedererlangen können, denn X-24 war bereits über ihn und holte bereits zum finalen Schlag aus.

Wie aus dem Nichts tauchte ich in allerletzter Sekunde auf. Noch im vollen Lauf riss ich mit einem lauten entschlossenen Kampfschrei den Klon von Logan mit den Worten: “Lass gefälligst meinen Kumpel und meine anderen Freunde in Ruhe - du Mistkerl!” - von Wolverine weg.

Denn Schmerzensschrei meines Gegners, welchen ich die Krallen meiner linken Hand in den Rücken gerammt hatte, nahm ich nur am Rande mit Genugtuung war während wir hart zu Boden stürzten.
Die Wucht des Aufpralls war so heftig gewesen dass auch Logan ein wenig wegrutschte. Glücklicherweise in die Richtung seines eigenen Teams. Jenes atmete erst einmal ziemlich erleichtert durch.
“Besser spät als nie”, murmelte First Lieutenant Jin, die darauf hoffte dass Logan sich so schnell wie nur möglich von seinen Verletzungen erholen würde um wieder in die Auseinandersetzung einzugreifen, da es mir selbst mit Sicherheit sonst genauso wie ihm ergehen würde.

Ratlos und irritiert blickten sich nicht Pierce und Rice einander an, sondern auch die Söldner, die dann in ein zufrieden grinsendes Gesicht von Miss Shen auf der anderen Seite des Kampfplatzes blicken mussten.

Team 2

Man war immer noch dabei sich mit der Hilfe von der Krankenschwester Lopez um die mit Medikamenten vollgepumpten Kinder zu kümmern.
Von der folgenden Situation wurden daher alle komplett überrascht.

“Wo ist sie?”, schrie Victor laut als er wie aus dem Nichts plötzlich in dem großen Saal aufgetaucht war.
Das gesamte Team, die Mexikanerin und alle Kinder, die mittlerweile wieder einigermaßen ansprechbar waren, zuckten erschrocken zusammen.

“Oh mein Gott! Das ist… ist ja Victor Creed, der Bruder von James Howlett… Logan! Er meint ganz gewiss Laura Kinney!”, wisperte eine blass gewordene Gabriela Jennifer zu.
Das gesuchte Mädchen schaute bereits mit ihren dunklen Augen neugierig in die Richtung des grimmigen Neuankömmlings, als ob sie spürte dass es um sie ging.

Major Hailey trat allerdings ohne Furcht aber mit größter Vorsicht auf Sabretooth zu, der die kleine Soldatin sofort misstrauisch beäugte. Doch zu ihrer eigenen Verwunderung wurde sie bereits nach kurzer Zeit wieder von dem äußerst gefährlichen Mutanten ignoriert.
Dieser sah schließlich extrem fokussiert X-23 an.
“Du bist also Jimmy` Kleine”, stellte Victor fest, und Gabriela nickte, legte aber fürsorglich ihre Hände auf die Schultern des Mädchens.

“Gut. Sie haben hundert Punkte”, murmelte Jennifer gelassen, die dann somit wieder die Aufmerksamkeit des Mutanten hatte, welcher sich mit einem böse lächelnden Blick nun doch wieder der Soldatin zugewandt hatte.
Diese fragte aber blieb nach wie vor unbeeindruckt, und fragte gelassen: “Wie haben Sie uns gefunden Mister Creed?”
“Habe nur kurz jemanden getroffen…”
“Wolfrino?”
Victor nickte und bestätigte: “Der war unterwegs zu meinen kleinen Bruder, um ihm angeblich zu helfen.”

Es entstand eine kleine Pause. Jennifer Hailey erklärte: “Misstrauisch? Sie können sich gerne mit Hilfe des Monitors dort selber davon überzeugen!”
Irritiert starrte der Mutant die Soldatin an, die offenbar Respekt aber wohl keinerlei Furcht von ihm hatte, obwohl ihr wohl sehr bekannt war, wer er ist.
Ermutigt trat auch Gabriela Lopez heran, die mit zittrigen Händen Victor Creed eine Akte hinhielt. Dieser nahm sie, blätterte kurz darin, prüfte den Inhalt, dann gab er diese ohne ein Wort zu sagen zurück.
“Er hat mir also keinen Scheiß erzählt”, brummte Sabretooth, der nebenbei interessiert den Kampf auf dem Montitor verfolgte.

Es vergingen einige Minuten, ehe er kurz einige unverständliche Worte murmelte, bevor er wieder verschwand.

Viel zu spät bemerkten es alle - auch X-23, Laura Kinney war verschwunden.

Odyssee
Folge 1.15 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 3

Milchstraße
Erde
Mexiko - Mexiko-City, Alkali Transigen
Team 1

Mit sehr angespannten Mienen verfolgten beide Seiten den weiteren Kampfverlauf. Aus diesen hielt sich ein immer noch deutlich sichtbar angeschlagener Logan heraus, denn die Wunden, die X-24 ihm zugefügt waren zahlreich und brutal gewesen. Daher griff er nur hin und wieder ein um mir in wirklich brenzligen Situationen zu helfen. Doch leider nur allzu oft bekam er dafür neue Wunden von X-24 zugefügt, als die älteren gerade erst wieder verheilt waren.

Unbemerkt von allen hatte Victor sich hinter eine der Säulen versteckt, die im Schatten lagen. Er hatte von dort aus einen wirklich guten Überblick über das aktuelle Geschehen, und ein boshaftes Grinsen huschte über sein Gesicht als sein jüngerer Bruder gerade eben erneut tiefe Stiche und Schnitte hatte hinnehmen müssen.

Sein Interesse an dem Kampf war seit er Kenntnis davon erhalten hatte sehr groß, und als erfahrener Soldat wusste er bereits oftmals im Voraus was als nächstes passieren würde. Sabretooth war auf Grund seiner Beobachtung sofort eines klar geworden, sobald sich Wolverine und ich uns nicht mehr in der Lage waren zur Wehr zu setzen, würde man das übrige Team umbringen.
Er überlegte, wog ab, ob er sich einmischen sollte. Zum ersten Male seit langer Zeit wirkte er nachdenklich…, erinnerte sich was er oft in entscheidenden Situationen seinen Bruder des Öfteren gesagt hatte…

“Wir sind Brüder Jimmy! Und Brüder beschützen einander!”

Diese beiden kurzen Sätze kehrten in sein Gedächtnis zurück, aber auch der Streit unter den beiden Brüdern.

Während er immer noch leicht an der Säule angelehnt über die lange gemeinsame Geschichte mit seinem Bruder, sowie die Trennung und flüchtigen Begegnungen nachdachte, sauste an ihm ein kleiner dunkler Schatten im hohen Tempo vorbei.

“Verfluchter Mist!”, stieß Victor absolut überrascht hervor, als erkannte wer da überhaupt gerade an ihm unbehelligt vorbeigeeilt war.

Derweil hatten sich die Krallen von X-24 und die meinigen irgendwie ineinander verharkt. Mit aller Macht und verfügbarer Kraft hatte mich mein gefährlicher Gegner dabei auf den Boden niedergerungen, drehte mich schließlich auch noch auf den Rücken, um noch mehr Kraft durch sein eignes Gewicht auf mich ausüben zu können.
Durch diese gefährliche Unterlage hatte ich sehr große Mühe die scharfen Krallen des Loganklons von meinem Hals und Kopf fernzuhalten.

Das Gesicht von X-24 war zu einer entschlossenen Grimasse geworden. Immer wieder sah er zu Logan hinüber, aber stets zufrieden registrierte der Klon dass das Original immer noch viel zu geschwächt war um wirksam eingreifen zu können.

Der Loganklon war so sehr auf Wolverine und mich fokussiert, dass er den Schatten nicht bemerkte der aus dem Nichts angeflogen kam, und ihn unerwartet aufbrüllen ließ.
Es war Laura, die ihm aus vollem Lauf direkt auf dem Rücken gesprungen war und ihn sofort ohne Unterlass mit ihren Krallen bearbeitete.

Panisch und voller Qual versuchte er sich aufzubäumen, doch ich versuchte mich schwer zu machen.
Mit aller Kraft zog ich daher meinen Gegner noch näher an mich heran. Das dabei seine Krallen an meinen Armen und dem Oberkörper dadurch neue Wunden verursachten ignorierte ich zunächst.
Der Klon sah mich, ja man konnte es beinahe schockiert und überrascht nennen, an. Denn er war durch diese Situation in der er sich befand so gut wie wehrlos.

Doch schließlich lösten sich die verkeilten Krallen wieder von einander, und X-24 bäumte sich mit aller Kraft voller Schmerz brüllend auf, wodurch ich hart gegen Wolverine geschleudert wurde, der erst gerade dabei gewesen war sich wieder mühsam aufzurappeln.

“Scheiße! Wer oder was?”, murmelte er zurückhustend in meine Richtung.
“Die Kleine da… ist ein nicht gerade unwichtiger Teil von dir, Kumpel”, antwortete ich mit rauer Stimme.
Wolverine blickte mich irritiert und immer noch sehr vom Kampf mitgenommen an.
“Dieses kleine Mädchen da… ist… ist deine Tochter Logan”, erklärte ich, “und werde ihr jetzt gegen deinen miesen Zwilling helfen. Nimm dir noch ein paar Minuten Zeit.”
Aber es war deutlich zu merken das Gefühl von Familie schien in meinem Freund neue Kräfte zu mobilisieren.

In diesen Tumult war allerdings schließlich doch noch die lange erwartete Schießerei zwischen den beiden feindlichen Parteien ausgebrochen.
Da dies vollkommen überraschend geschehen war, war Doktor Rice voller Angst in die nächstbeste Deckung gegangen. Er hatte Schutz bei einem großen Pflanzkübel mit einer vier Meter hohen Steckpalme gefunden. Doch trotz alledem versuchte er so gut es ging das Kampfgeschehen im Blick zu behalten, musste aber immer wieder wegen der Schüsse den Kopf einziehen.

“Also - mir reicht das jetzt!”, nuschelte Donald Pierce einige Meter weiter, welcher gerade einen Revolver lud. Dann sah er Zander Rice an und erklärte: “Erst ist Waffe X an der Reihe, und danach sein nerviger Kumpel…”
Der Wissenschaftler nickte verstehend mit dem Wissen was es für sechs Patronen waren die der Söldner in die Trommel der Waffe steckte.
´Hoffentlich reicht das auch´, dachte Doktor Rice mit großen Unbehagen, und versuchte noch einen besseren Platz mit bangen Blicken zu finden, denn er hatte große Angst davor zu sterben.

Gemeinsam mit Laura hielt ich den Klon von Logan in Schach, der es offenbar nicht gewohnt war gegen zwei Gegner zu kämpfen. Nur noch leicht hinkend hatte sich auch Wolverine zu uns gesellt, der mit mir zusammen langsam X-24 umkreiste. Das Mädchen indessen übernahm immer wieder die Initiative. Sie war äußerst agil, war immer in Bewegung. Sie war wirklich wie eine Katze, die ihren Gegner keine Ruhe und kein stillhaltendes Ziel anbot, obwohl sie gegen eine mit Drogen vollgepumpte Kreatur zu kämpfen hatte.

Vollkommen überraschend krachte ein Schuss, und Logan sank schwer in den Rücken getroffen runter auf die Knie.
Denn Wolverine hatte soeben, so sah es zumindest wohl nicht nur für mich aus, wohl zu dem finalen Schlag gegen X-24 ausgeholt.
Ein hinterlistiger grinsender Donald Pierce hatte dies aber mit Erfolg verhindert.

Abgelenkt von dieser unerwarteten Einmischung in den laufenden Kampf war nicht nur ich unaufmerksam geworden.
Die arme Laura war zutiefst schockiert, die nur noch: “Dad!” - rufen konnte, bevor sie schließlich brutal von X-24 gepackt und weggeschleudert wurde. Danach stürzte er sich auf mich um seine unerwartet gebotene Chance den Kampf doch noch zu gewinnen auszunutzen.

Äußerst unsanft landete X-23 nach einen Flug von etwa einen Dutzend Metern inmitten einer Schar von Söldnern, die sofort sämtliche Waffen auf sie gerichtet hatten.
“Fixiert X-23! Schnell!”, schrie Zander Rice befehlend über den Gefechtslärm zu den Söldnern hinüber. Sofort wanderte aber sein Blick wieder zu Donald Pierce und Logan.

Mit aufreizend lässigen Schritten schritt der Anführer der Söldner auf den am Boden liegenden Mitglied der X-Men zu. Aber das vermeintliche leichte Opfer überraschte seinen Feind abermals. Gerade noch rechtzeitig gelang es Pierce den Hahn des Revolvers zu spannen, ihn noch hochzureißen und ein weiteres Mal abzudrücken.
Die zweite Kugel traf Logan in die rechte Brustseite.
Wie schon wie so oft, viel zu oft für den Geschmack von Wolverine an diesen Tag sackte er hustend runter auf die Knie, drehte sich schwer atmend auf den Rücken.

Mittlerweile hatte sich Victor Creed dazu durchgerungen zumindest seiner Nichte zu helfen, die von einigen Pfeilen durchbohrt worden war um sie auf brutalste Art und Weise in der Mitte zu halten. Aber ein wütender Sabretooth beendete diesen Moment, und mit Hilfe ihrer Krallen konnte sich Laura nach kurzer Zeit selber von den Pfeilen befreien.
Kurz darauf bekämpften die beiden gemeinsam ihre übrigen Gegner. Doch dabei fiel Victor etwas auf: Laura hatte jeweils nur zwei Krallen an ihren Händen, dafür aber an den Füßen jeweils eine, welche sie gekonnt zu nutzen wusste.
Der eine Söldner bekam dies schmerzhaft zu spüren, schrie voller Qual auf, ehe X-23 mit einem wütenden Fauchen sein Leben beendete.

“Nicht übel Kleine! Wirklich nicht übel!”, erklärte der alte Mutant anerkennend, ehe er kurz darauf mit entschlossenen Sprüngen wie eine große Raubkatze auf Pierce zusprang.

“Bye, bye, bye - Mister Howlett!”, erklärte ein noch hämisch grinsender Pierce, der den Hahn seiner Waffe gerade eben ein drittes Mal gespannt hatte, und auf den Kopf den Kopf von Logan zielte.

Der Anführer der Söldner nahm schemenhaft eine Bewegung war, die auf ihn zu glitt, daher riss er die Waffe herum, feuerte mehr blind als gezielt auf den Schatten, der auf ihn zuhielt.
Mitten im abschließenden Sprung auf Pierce wurde Creed getroffen, und durch die Wucht der Adamantiumkugel aus der von ihm geplanten Flugbahn gerissen.

Ein langsam wieder zu Kräften gekommener Wolverine hatte dies alles aus dem Augenwinkel mitverfolgt. Er war allerdings immer noch zu sehr mitgenommen durch die beiden Schüsse, die er hatte einstecken müssen, um sich wieder zu erheben.

Die ganze Zeit über hatte X-24 immer mehr die Oberhand über mich gewonnen. Der Klon von Logan schlug immer wieder mit seinen Krallen wild auf mich ein. Es wäre alles vielleicht nicht so schlimm geworden, wenn es einer der Plünderer nicht geschafft hätte ihn eine weitere Dosis des Serums mit einer Spritze zu verabreichen was seine ohnehin schon hohe Aggressivität, Stärke und Regenerationsfähigkeit noch viel weiter steigerte. Der Plünderer verlor, durch diese sich im Blutrausch befindliche Kreatur aus den eigenen Reihen stammend im direkten Anschluss, sein Leben.

Mit aller Kraft rammte der Klon mir alle seine Krallen in den Brustkorb, grub aber auch mit aller Brutalität auch noch sämtliche Finger und die Daumen in meinen Oberkörper.
Ließ mich nicht mehr los, sondern schleifte mich mit.
Bis er mit mir zu einer Steinskulptur gelangt war, auf welche er mich aufspießte.
Voller Schmerz schrie ich auf.

Durch mein mit Adamantium verstärktes Skelett zersplitterten einige Bruchstücke, welche sich in meinen Körper gebohrt, und einige andere hingegen mich durchbohrt hatten.

Aber meine Marter war noch nicht vorüber, denn anstelle von mir abzulassen, löste er nur die Finger der rechten Hand, zog die Krallen aus meinem Brustkorb heraus - nur um mir weiter schwer zuzusetzen. Ganz so als ob er sicher gehen wollte mich nicht entkommen zu lassen.

Diese Szene verfolgte Doktor Zander Rice aus seiner Deckung heraus. Mit einem nur allzu sehr zufriedenen Grinsen freute er sich über zumindest diese Entwicklung welche seine jüngste Schöpfung in den letzten Minuten gemacht hatte.

Als ob er das Leben aus mir schlagen wollte versah mich der Loganklon mit Schlägen, Stichen und Schnitten.
Hilflos mussten die Soldaten des Stargate Command dem furchtbaren Blutbad zusehen, da sie sich weiterhin mit den Plünderern einen schweren Schusswechsel liefern mussten.

In diesem Tumult hatte niemand mehr auf die kleine Laura geachtet, die sich auf Donald stürzte. Doch ohne jeden Skrupel schoss der Söldner auch auf das Mädchen, welches allerdings nur einen Streifschuss hinnehmen musste.
Während er noch arrogant und siegessicher über diesen Versuch lächelte, nahm er dafür dieses Mal Victor zu spät war, welcher sich erholt hatte und unvermittelt neben ihm aufgetaucht war.
“Lass meine Nichte in Ruhe!”, fauchte er. Während er dies sagte, holte er aus und schlug kraftvoll zu.
Dies reichte aus, um die Schutzweste welche der Söldner trug zu zerreißen. Aber die langen scharfen Krallen Sabretooths zogen dabei auch den Brustkorb des Gegners schwer in Mitleidenschaft. Man konnte das Reißen, das Bersten und das Zersplittern von Knochen und Muskeln deutlich hören.

Schreiend vor Schmerzen wand sich Donald Pierce daher auf dem Boden. Und bevor er sich wieder mühsam aufrappeln konnte um einen Gegenangriff zu starten war Victor Creed über ihn, packte zu, zog ihn brutal mit dem rechten Arm hoch auf die Füße.
Knurrend fügte der alte Mutant kalt hinzu: “…und außerdem tötet niemand Jimmy! Niemand sonst außer mir!”
Ohne Gnade riss er dann seinen hilflosen Gegner den Revolver, welche nur noch eine Patrone in der Trommel hatte, aus der Hand.

Mit einer weiteren Blitzschnellen Bewegung riss er dann mit brutaler Gewalt den rechten Arm seines geschlagenen Gegners aus dem Schultergelenk, ehe er ihn mit einem ausdruckslosen Gesicht einfach nur noch die Kehle zudrückte.

Mit einen erschrockenen Keuchen und Tränen in den Augen war Doktor Zander Rice zusammengesunken, als er mit hatte ansehen müssen wie sein Geschäftspartner getötet worden war.

Die Reihen der Söldner lichteten sich derweil immer mehr. Einige ergaben sich sogar als sie erkannt hatten, dass ihr Anführer von Sabretooth getötet worden war. Jener hielt nach wie vor den Revolver, welchen er Donald Pierce abgenommen hatte, in der rechten Hand.

Mit entsetzten Blick rief Major Hailey: “Nein! Nein. Mister Creed, bitte tun Sie das nicht!” - da sie die nur allzu furchtbare Absicht des Bruders von Logan erkannt hatte.

Der alte Mutant hielt inne, wandte sich sogar kurz zu der Soldatin des Stargate Command um, die ihm zugerufen hatte, und tat so als ob er für einen Moment nachdachte.

In der Zwischenzeit wurde ich immer schwächer, da meine zahlreichen Wunden keine Zeit mehr hatten auch nur ansatzweise wieder zu verheilen. Auch konnte ich kaum noch, geschwächt vom Blutverlust, die zahlreichen Angriffe meines wohl seelenlosen Feindes abblocken.

Das spontane und unerwartete Nachsinnen von Sabretooth hatte X-23 genutzt um sich schützend vor ihren biologischen Vater zu stellen.
“Nein! Nein! Bitte wir sind doch eine Familie, Onkel Victor!”, rief das Mädchen flehend mit Tränen in den Augen.
Auch Miss Shen wandte sich bittend an ihn: “Mister Creed lassen sie ihren Hass und Wut welchen Sie für ihren Bruder empfinden, doch an dessen Klon aus.”

Der Blick Victors streifte tatsächlich zu ihr, dann wieder zu den immer noch am Boden liegenden Logan, der ihm wehrlos ausgeliefert war, und damit auch zu Laura, die ihn jetzt aber mehr als nur entschlossen ansah. Danach wanderte sein Blick weiter zu X-24, der mir weiterhin tödliche Wunden zufügte, kurz innehielt und sich tatsächlich kurz zu Victor umwandte.
Die Blicke der beiden trafen sich nur kurz, ehe sich der Loganklon wieder mir zuwandte. Doch diese wenigen Sekunden reichten aus, und Sabertooth stellte die verblüffende Ähnlichkeit fest.

Noch einmal kurz starrte Victor auf die Waffe, die er in den Händen hielt, dann sagte er entschlossen: “Lebe wohl Jimmy!”
Kaum hatte er diesen kurzen Satz beendet, zielte er sicher und drückte er ab.

Der Kopf des Getroffenen explodierte regelrecht, er dieser zusammensackte.

Mit Tränen in den Augen nahm Zander Rice eine Bewegung direkt neben sich war. Es war First Lieutenant Jin, die ihre Waffe auf ihn gerichtet hielt.
“Betrachten Sie sich als Gefangener! Und bereiten Sie mir bloß nicht die Freude zu schießen, Doktor!”, erklärte die chinesische Soldatin warnend.

Kalter Angstschweiß brach auf der Stirn des vor kurzem noch siegesgewissen Wissenschaftlers aus. Zeitgleich wurde das Gebäude von weiteren Militärs und Polizisten gestürmt.
Von alldem bekam ich schon nichts mehr mit. Schlaff und regungslos, aber von der Lage befreit lag ich auf einer Trage.
“Halt! Nicht das Serum!”, mahnte Cassandra Fraiser. “Wir wissen nicht ob es abhängig macht. Wolfrino wird von alleine wieder gesund werden müssen - also schaffen wir ihn so schnell es nur geht auf die Krankenstation des Homeworld Command!”

Ohne auch nur ein weiteres Wort oder eine Geste zum Abschied war Victor Creed spurlos verschwunden.

“Lassen Sie ihn! Lasst ihn! Lasst ihn einfach gehen”, stöhnte ein wieder auf die Füße gekommener Logan in die Richtung von Miss Shen, die einen Suchtrupp hinter Victor Creed losschicken wollte.
Die IOA-Vorsitzende sah ihn nur kurz fragend an, dann nickte sie und stoppte den Trupp.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 29.11.2025, 19:44

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