30.11.2025, 21:04
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.11.2025, 21:14 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.18 - Zukunftspläne und Rachegedanken
Milchstraße
Erde
Homeworld Command - Krankenstation
Wieder einmal machte Cassandra Fraiser dies, was vor vielen Jahren schon ihre Adoptivmutter Janet Fraiser stets getan hatte - sie machte ihren heutigen vierten Rundgang, wenn auch nur Übergangsweise, weil sie eigentlich auf der Stargate Command Base auf dem Mars stationiert war.
Erst vor wenigen Minuten hatte sie eine immer noch erschütterte Jeanne Schneider verabschiedet.
Auch heute wieder hatte die Hamburger Polizistin wieder stundenlang hier ausgeharrt, und darauf gehofft das heute der Tag sein würde. Falls ja würde sie es nun nicht miterleben können, denn sie wurde dringend zum Dienst gerufen.
Sie hatte die Intensivabteilung der Krankenstation mit gemischten Gefühlen betreten, denn es lag in einem dieser Räume ein Patient, den man hier wohl nie erwartet hätte.
In den letzten Tagen überprüfte Cassie mehrmals am Tag die Verbände, die zumindest in den letzten zwei Tagen nicht mehr vom frischen Blut durchtränkt worden waren.
Der Patient lag immer noch still und reglos im Krankenbett und nur das Summen und Piepsen der Überwachungsgeräte war zu vernehmen.
Schon am Ort des Geschehens vor etwa vier Tagen hatte das Sanitätsteam unzählige brutale tiefe Schnitt- und Stichwunden versorgen müssen.
Aber es war seit eben zwei Tagen eine deutliche Verbesserung des Zustandes jenes Patienten zu beobachten.
Vorsichtig hatte die Militärwissenschaftlerin und Ärztin gerade eben auch das letzte große Wundpflaster von der linken Brusthälfte ihres Patienten abgezogen. Denn dort hatte sich die schlimmste Wunde von allen am ganzen Körper befunden.
Cassandra seufzte erleichtert auf und bedauerte es sofort zutiefst, dass Jeanne bereits nicht mehr hier war um diese freudige Neuigkeit mitzuerleben. Es stand für sie fest: Am gesamten Körper waren keinerlei Spuren und auch keine Narben von den brutalen Verletzungen mehr zu finden. Es würde also hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern bis der Patient wieder zu sich kommen würde.
Von dieser Tatsache fasziniert, strich sie mit ihren Fingern über einige dieser Stellen die vor einiger Zeit erst noch böse klaffende Wunden gewesen waren.
Diese vorsichtigen Berührungen holten mich in die Realität zurück, wobei ich ein leichtes Brummen von mir gab. Doch es dauerte noch eine Weile bevor ich die Augen endgültig geöffnet hielt, da ich immer wieder blinzeln musste.
“He! Was soll denn das hier werden?”, fragte ich verschlafen.
“Sorry”, murmelte Cassandra, die ihre Hände zurückzog, “es ist nur einfach faszinierend… und schön, dass sie wieder zu sich gekommen sind. Genau rechtzeitig, wie ich ergänzen möchte. Und außerdem wird das Bett hier für die wirklichen Intensivfälle benötigt.”
Bei den beiden letzten Sätzen zwinkerte die militärische Wissenschaftlerin kurz. Aber dann wurde sie auch schon wieder sachlich: “Sobald Sie sich frisch gemacht haben, brechen wir beide zur Stargate Command Base auf, weil schon in 2 Tagen die Mission besprochen werden soll. Was Dich auch noch interessieren wird: Deine Frau war jeden Tag mehrere Stunden hier - einmal sogar mit den beiden Kindern. Sie ist etwa vor einer Viertelstunde gegangen, ehe du wieder zu dir gekommen bist.”
“Wirklich?”
“Ja. Und am ersten Tag als Du hier eingeliefert worden bist - sogar den ganzen Tag. Sie hat sogar die sofortige Freigabe vom Dienst bekommen”, bestätigte Lieutenant Fraiser. “Und jetzt ab mit Ihnen unter die Dusche, denn wir müssten uns sonst noch mehr beeilen!”
Gehorsam zog ich den bereitgelegten Bademantel über, um mich von einen der Pfleger zu den Duschräumen führen zu lassen.
O’Neills Büro
Der Leiter des Homeworld Command wusste nicht so richtig ob er sich über den Bericht, den er gerade studiert hatte, freuen oder neue Sorgen machen sollte.
“Die Luzianische Allianz will also immer noch eine Solomission starten, obwohl die wissen dass eine gemeinsame mehr Erfolg haben würde?”
“Das ist richtig, Sir”, bestätigte einer der Verbindungsoffiziere, der Verhandlungen mit dieser Großmacht in der Milchstraße führte.
“Hm, damit gäbe es einen Wettlauf, der wieder in einen heißen Konflikt münden könnte. Denn wir haben noch ein weiteres Problem, da es offenbar dort draußen und selbst auch auf der Erde noch genügend Schlangenköpfe gibt, die ebenfalls an die Destiny und unseren Missionsziel interessiert sind”, fasste Jack O’Neill die Lage kurz zusammen.
“Prüfen Sie noch einmal mit welchem Führer der Luzianischen Allianz wir am besten ins Gespräch kommen könnten!”, trug der General nach kurzer Überlegung dem Colonel auf.
Als dieser dann sein Büro wieder verlassen hatte, lehnte sich der General in seinem sehr bequemen Sessel zurück und grübelte weiter, weil dies ihm keine Ruhe ließ. Umso erfreuter war er als Lieutenant Cassandra Fraiser anklopfte und ihm mitteilte: “Wolfrino ist wieder voll da.”
“Genau das wollte ich jetzt hören. Gut. Dann sehen wir uns in etwa 2 Tagen wieder, Lieutenant”, erklärte er zum Abschied, dann griff er zum Telefonhörer.
Irgendwo in der Milchstraße
Goa’uld- Planet
Nach einer langen Reise hatte Selene endlich ihr Ziel erreicht. Es war eine primitive Welt mit ebenso primitiven Bewohnern, über welche die Goa’uld selbst noch vor wenigen Jahren natürlich als Göttin geherrscht hatte. Bis zu dem Tag an dem sie verraten worden war. Sorgfältig und mit größter Vorsicht forschte sie unter den Einwohnern nach, denen gegenüber sie sich als Reisende und Abenteuerin ausgab.
Diese Nachforschungen brachten allerdings ans Licht, das jener Verräter nur für wenige Tage nur über diese Welt regiert hatte. Der Verräter wurde von jemand getötet, den sie selber sehr gut kannte und seitdem über diesen Planeten regierte.
Zielsicher machte sie sich auf dem Weg zur Festung und um eine Audienz zu bitten.
Den Wachen gab sich Selene sofort als Goa’uld zu erkennen, was dazu führte das man sie in den Thronsaal führte.
“Wie Du ohne jeden Zweifel erkennen kannst, bin ich nicht hier um zu kämpfen.”
“Wer bist Du?”
“Selene!”
“Aha, eine neue Wirtin hast Du genommen - sieh an. Aber was sollte mich davon abhalten Dich einfach zu töten”, lachte die andere Goa’uld belustigt, die bereits nach der Stabwaffe neben sich griff.
Selene seufzte: “Nichts und niemand.”
“Interessant. Kommst so einfach hierher um Dich von mir umbringen zu lassen.”
“Das natürlich nicht!”
“Sag mir: Wieso?”
“Um mich mit Dir zu verbünden”, lautete die Antwort Selenes, die Athene einfach so im Raum stehen ließ. Da keine Widerworte kamen, redete die Zurückgekehrte weiter: “Ich habe mehr als nur interessante Informationen durch meine neue Wirtin… Wie viele Lords und Goa’uld sind noch übrig?”
Athene senkte die Stabwaffe und antwortete resigniert: “Leider zu wenige um es diesen verfluchten Tau’ri und ihren Verbündeten heimzuzahlen. Aber ich habe einige Zeit auf ihren Planeten gelebt als ich mit Ba’al zusammengearbeitet hatte. Es war sogar sehr angenehm - bis zu dem Tag als ich fliehen musste.”
“Also müssen wir wieder an Macht, Stärke und Einfluss in dieser Galaxie gewinnen”, bemerkte Selene, was Athene neugierig machte.
“Ich weiß dass wir unsere Differenzen hatten… aber ich werde Dich verschonen und das Bündnis akzeptieren. Aber wie stellst du dir das genau vor?”
“Am Besten durch Infiltration von Tau’ri, der Luzianischen Allianz und… Atlantis. Wobei ich die Luzianische Allianz übernehmen könnte - Dank meiner Wirtin.”
“Hohe Ziele, die leider nicht klappen werden, oder bereits gescheitert sind. Denn unsere Feinde sind leider nicht mehr so dumm, wie wir es gerne hätten. Doch gäbe es da eine interessante Alternative. Hör zu!”
Territorium der Luzianischen Allianz
PY1-21A
Da der Verbindungsoffizier des Verhandlungsstabes seine Hausaufgaben schnell erledigt hatte, wie es Jack O’Neill bezeichnet hatte, stand er auf diesen Planeten herum. Der General hatte zwar etwas Unbehagen bei der ganzen Sache, doch er hatte sich auf diese wichtige diplomatische Mission begeben müssen. Jack wurde nur von Teal’c begleitet. Beide hatte vor mit diesen einen führenden Anführer der Luzianischen Allianz den Anfang zu machen, und Daniel Jackson wieder einmal mehr die fortführende Diplomatie zu überlassen.
“General Jack O’Neill und Master Jaffa Teal’c.”
“Ja.”
“In der Tat.”
“Sehr schön. Ich bin Commander Doran. Bitte entschuldigen Sie die Auflagen. Doch sind sie dennoch gekommen, dies ehrt sie beide.”
“Wir wollen tun was wir können, damit es nicht noch mehr Streit zwischen unseren Völkern gibt”, erklärte O’Neill, worauf Teal’c nur beipflichtet nickte.
“Das freut mich sehr. Bitte folgen sie mir, denn wir haben wichtige Dinge zu besprechen und wie ich vernommen habe - leider nur sehr wenig Zeit.”
Mars
Stargate Command Base
In den letzten beiden Tagen waren immer wieder Shuttles im großen Hangar der Basis gelandet, welche weiteres Personal und auch Material abgeliefert hatten. Und die für die Expedition vorgesehenen 12 Puddle Jumper wurden beladen.
Viele nutzten die Zeit um sich einfach noch besser kennenzulernen, oder auch einige ruhige Tage zu gönnen. Aber jeder Expeditionsteilnehmer hatte bei seiner Ankunft ein Memo mit allen wichtigen Terminen ausgehändigt bekommen, die man wahrzunehmen hatte - somit waren diese zwei Tage alles andere als ein Erholungsurlaub.
Die Ausschilderung auf diesen Stützpunkt war für jeden sehr dabei hilfreich gewesen immer den richtigen Raum zu finden.
Als wohl einziger hatte ich das Glück den wohl kürzesten Medizincheck von allen gehabt zu haben.
Nach nur wenigen Minuten hatte mich Lieutenant Cassandra Fraiser mit den Worten: “Und jetzt - raus mit Ihnen! Los!” - wieder aus der Krankenstation verwiesen.
Für alle war auch der Tag der großen Besprechung gekommen, denn sämtliche Angehörige der Militärs waren in ihren Parade- beziehungsweise Galauniformen und die meisten Zivilisten in Anzügen unterwegs. Eine der wenigen Ausnahmen war ich selber, weil ich mich nur für eine gute Hose und einen leichten Pullover entschieden hatte.
Das wirklich etwas Besonderes bevorstand war deswegen kaum zu übersehen, selbst die Korridore schienen überfüllt zu sein. Für meinen Geruchssinn war es überwältigend, denn mehrere Dutzend unterschiedliche Deo-Sprays mussten in Verwendung gewesen sein.
“Entschuldigung, Sir! Ihren Sicherheitsausweis bitte!”, verlangte einer der Wachleute.
Ohne was zu sagen kam ich der Aufforderung nach. Der Airman schaute nur kurz drauf, nickte und schaute auf seine Liste.
Schließlich sagte er: “Ah ja! Hier stehen Sie. Mister Jonathan Martin. Sie sitzen hier in Reihe 2, und dann einfach am besten dort wo ihr Namensschild steht! Der Nächste bitte…”
Nachdem man den Sicherheitscheck hinter sich gebracht hatte, gelangte man in einen Vorraum, der in etwa die Größe eines Klassenzimmers hatte. Hier führten die ersten bereits einige Diskussionen und Debatten, oder tauschten sich über Erfahrungen aus.
Der Saal in welchen über die Expedition gesprochen werden sollte, war wegen der Akustik wie ein Amphitheater gebaut worden. Es war einer der vielen Hörsäle, die für die spätere Akademie in diesem Teil des Stützpunktes dienen sollte.
Alle sahen immer wieder prüfend auf eine der Uhren - noch war rund eine halbe Stunde Zeit. Also war noch genügend Zeit übrig für Gespräche oder seinen endlich zu finden. Immer wieder war in dem ganzen Treiben der Anwesenden ein herzhaftes Lachen zu hören.
Doch inmitten des Gewühls stand Leutnant Vanessa Greiner mir plötzlich gegenüber. Die Soldatin sah mich mit dem wohl kältesten Blick an den es wohl gab, dann wandte sie sich wortlos von mir ab.
Sie dachte nur bei sich: ´Ich werde dich irgendwann dafür töten was du meinen Onkel, und damit auch mir angetan hast - verlass dich darauf!´
Langsam schritt ich derweil die Stufen hinunter und kam so meinem Platz immer näher.
“Ah, da sind Sie ja!”, bemerkte eine weibliche Stimme.
Verwundert hatte ich mich umgewandt: “Was meinen Sie mit: Sie?”
“Dachte schon Sie verloren zu haben, Wolfrino. Sie erinnern sich an mich, Leutnant Jessica Schneider. Wir sitzen im selben Jumper, weil ich Ihnen zu geteilt wurde - um aufzupassen!”
“Auf mich aufpassen?”
“Korrekt. Ich werde Sie nicht mehr aus den Augen lassen - bis auf einige Ausnahmen!”
“Deswegen sitzen Sie wohl auch hinter mir, Leutnant”, stellte ich mit einem Blick auf die Namensschilder fest. Die Antwort der jungen Frau war ein zufriedenes Grinsen, die sich erst auf ihren Stuhl niederließ, nachdem ich Platz genommen hatte, um in eine der ausgeteilten Mappen zu stöbern.
Nur wenige Meter weiter unten unterhielten sich einige weitere Personen, die ich bereits schon von den zwei Einsätzen in Griechenland und bei Alkali-Transigen in Mexiko kannte.
“Major Hailey!”
“Stehen Sie bequem, Lieutenant Fraiser!”, erklärte Jennifer entspannt, die ebenfalls kurz salutierte. Nach einer kurzen Umarmung ergänzte Hailey: “Tut übrigens gut Jonathan wieder auf den Beinen zu sehen. Hatte mir schon Sorgen über seine Teilnahme gemacht.”
“Der ist zum Glück nicht so leicht unterzukriegen, auch wenn es wirklich einige zeitlang nicht gut aussah…”
Allmählich waren die Gespräche weniger geworden und stattdessen war das Kratzen der Stuhlfüße auf dem Boden, sowie das Rascheln von den Papieren der ausliegenden Mappen zu hören.
Von nun an würde es nur noch etwa 10 Minuten dauern bis der erste Redner an das Pult treten würde. Es waren nach einem kurzen Blick immer noch einige Plätze frei. Auch in meiner Nähe blieben zunächst noch einige Stühle unbesetzt.
Vor kurzem hatte auch Major Jennifer Hailey direkt vor mir ihren zugewiesenen Platz eingenommen, nachdem sie alle anderen bereits Anwesenden in ihren zukünftigen Team begrüßt hatte. Zu ihrer Linken hatte Doktor Benjamin David Rosenthal Platz genommen, und zu ihrer Rechten Xiaoyi Shen, die Expedition leiten würde. Noch kurz hatte Lieutenant Esther Bernstein mit ihren Untergebenen, Sergeant Simon Hamovic gescherzt, dann nahm sie zu meiner Linken Platz, während auf dem Stuhl rechts neben mir bereits seit einigen Minuten First Lieutenant Jiao Jin saß und mit einem prüfenden Blick auf die Uhr bemerkte: “Wo bleiben denn nur die beiden Genossen von der Russischen Förderation?”
“Keine Sorge wir sind da! Und nicht zu spät”, erklärte mit leisen Murmeln eine männliche Stimme von hinten.
“Hallo Natalia! Der rechte Platz neben mir gehört Dir”, verkündete Jiao als sie die andere Person erkannt hatte, ehe diese die Chance bekam selber etwas zu sagen.
Hinter mir saß Leutnant Jessica Schneider, die sehr interessiert die Mappen auf ihrer Ablage studierte, Sie wurde links von Sergeant Simon Hamovic und rechts von Lieutenant Tessa de Vaux flankiert.
Schließlich hatte das Warten ein Ende und das Licht wurde gedämpft.
“So…, die Zeit ist um. Meine Damen und Herren, wir beginnen jetzt mit der Einführung zu dieser Expedition”, begann General Jack O’Neill, “und ich heiße sie alle recht herzlich hier auf der Stargate Command Base willkommen. Und schon bereits übermorgen werden 75 Personen von ihnen zu einer spannenden Reise in eine andere Galaxie aufbrechen. Es ist mir eine große Freude ihnen allen nun Miss Xiaoyi Shen vorzustellen, die diese Expedition leiten wird.”
Mit einem zufriedenen Lächeln trat die Frau nach vorne ans Rednerpult.
“Ich danke ihnen sehr für ihre einführenden Worte General O’Neill. Sehr geehrte Exzellenzen, meine Damen und Herren. Wie schon bereits erwähnt wurde, bin ich die Leiterin dieser Expedition - doch benötigt man dafür ein starkes Team. Tapfere Frauen und Männer. Kluge und starke Personen mit ihren einzigartigen Gaben und Fähigkeiten, die alle zu einem guten Gelingen beitragen wollen; und hoffentlich auch werden. In den jetzt folgenden 3-5 Stunden wollen wir ihnen allen einen Überblick zu der bevorstehenden Expedition verschaffen…”, berichtete Miss Shen, die dann die führenden Teilnehmer inklusive des wissenschaftlichen und auch des militärischen Führungsstabes an der bevorstehenden Expedition vorstellte, und danach die übrigen kurz namentlich erwähnte.
Kurz vor dem Abschluss sollte noch eine Präsentation stattfinden, welche Doktor Rodney McKay freudestrahlend übernahm. Natürlich hatte er es sich nicht nehmen lassen wollen die von ihm entwickelte neue Puddle Jumper-Generation persönlich einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, weil jene bei der bevorstehenden Expedition nach den ersten Tests zum Einsatz kommen sollte.
Als sein Blick über die Anwesenden streifte und First Lieutenant Jin und mich entdeckte, verzog er kurz den Mund, während er von seiner Arbeit und der Hilfe seines Teams berichtete.
“Na das kann ja heiter werden”, seufzte Jiao, die aber amüsiert bemerkt hatte, dass McKay sie gesehen hatte, was ihr ein Grinsen entlockte.
Und auch Esther murmelte: “Oh ja.” - während sie mit müden Blick auf ihre Uhr schaute.
Kurz darauf fügte Lieutenant Natalia Adamov im leisen Flüsterton hinzu: “Und hoffentlich denken die daran, dass wir uns noch für die Expedition ausruhen müssen…”
“Gutes Stichwort”, brummte ich verdrossen, “weckt mich bitte, wenn die Nervensäge da vorne damit fertig ist sich selber über den grünen Klee zu loben.”
Kaum hatte ich das gesagt, lehnte ich mich etwas im Stuhl zurück, wobei ich nur leicht die Augen schloss.
Derweil fuhr Rodney gutgelaunt mit seiner Präsentation fort: “… unsere Jumper, die ich liebend gerne Torschiffe nenne, haben einige Vorteile gegenüber denen, die von den Antikern hergestellt worden sind. Unter anderem sind sie länger, was Platz für ein kleines Bad ermöglicht. Und sie sind robuster - dank einer Adamantiumbeschichtung der äußeren Hülle….”
Als sich diese Präsentation von Doktor Rodney Meredith McKay dem Ende zuneigte, ließ es sich First Lieutenant Jiao Jin es sich nicht nehmen mir einen unauffälligen leichten Stoß in die Seite zu verpassen. Durch dieses Signal öffneten sich meine Augen wieder, was meinen Dämmerschlaf beendete.
“…natürlich wurden alle Piloten, die an der Expedition in die Andromeda-Galaxie beteiligt sind, bereits ausführlich in der Bedienung der Torschiffe geschult. Außerdem werden wir dank des Erbes, welches uns die Asgard hinterlassen haben, weitere Jumper der neuen Generation produzieren um unsere bestehende Flotte zu vergrößern. Ich danke ihnen allen für ihr Interesse und ihre Geduld, und wünsche allen Teilnehmern eine erfolgreiche Expedition - an welcher ich leider nicht teilnehmen kann, da ich auf Atlantis gebraucht werde. Vielen Dank.”
Die Veranstaltung war somit vorüber, aber Miss Shen nutzte noch schnell die günstige Gelegenheit um ihre versammelte Mannschaft, mit der sie in einem Jumper sitzen würde, an die noch ausstehenden Termine zu erinnern.
Konferenzsaal
Die Hauptverantwortlichen des Stargate-Programms waren nach einer kurzen Pause wieder zusammen. Es war eine Dringlichkeitssitzung wegen Geheimdienstinformationen geworden.
“So das Sicherheitspersonal weiß Bescheid”, murmelte General O’Neill als er Platz genommen hatte, “und somit werden wir in der nächsten Stunde nicht gestört.”
“Das klingt gut”, nickte Miss Shen, “wobei ich nichts dagegen hätte, wenn wir etwas schneller wären.”
Alle Anwesenden waren von der anderen Besprechung müde, und jemand äußerte sich erleichtert das McKay nicht anwesend bei dieser Sitzung sei.
“Daher werde ich mich so kurz wie möglich fassen”, versicherte Jack O’Neill, der ebenfalls mehr als nur müde war.
“Also”, begann der General, “es geht in zum einen um unserer mehr als nur angespannten Verhältnis zur Luzianischen Allianz, und um die akute und ständige Bedrohung durch die Wraith, die sich leider offenbar in unserer Galaxie festgesetzt haben. Teal’c und ich haben noch gestern mit einen der einflussreichen führenden Mitgliedern der Allianz verhandelt, und zur selben Stunde wird unter der Leitung von Doktor Jackson weiterverhandelt. Es geht unter anderem darum einen gemeinsamen Versuch zu starten die Destiny zu durch das Stargate zu erreichen. Wobei es das Ziel ist: Die anwesende Crew um Colonel Young und Doktor Rush mit frischen Vorräten und benötigten Dingen zu versorgen, sowie weiteres Personal, die sich freiwillig gemeldet haben hinzuschicken…”
“Was ist mit der Sanitäterin… First Lieutenant Tamara Johansen?”, wollte Miss Shen erfahren.
“Ja. Lieutenant Johansen ist schwer an ALS erkrankt, und sollte sich daher zu ihrem eigenen Schutz in einer Stasiskammer befinden”, bestätigte Colonel Telford.
“Deswegen wird überlegt ihr einen Tok’ra-Symbionten zu geben um sie von ihrer Lebensbedrohlichen Krankheit zu heilen”, murmelte General O’Neill matt.
Jack atmete noch einmal kurz durch, dann fuhr er fort: “Zurück zum Thema: Bislang stehen die Antworten noch aus, da wir sie als Zeichen guten Willens dazu eingeladen haben auch an der Expedition in die Andromeda-Galaxie mitzuarbeiten. Doch Commander Doran war bisher nur an Atlantis interessiert…”
Chapman wurde hellhörig und unterbrach alarmiert: “Ich betrachte dies mit Sorge und halte es bestimmt nicht alleine für keine sonderlich gute Idee. Bitte verstehen sie mich nicht falsch General O’Neill - aber diese Leute haben meist erhebliche Probleme mit… ja nennen wir es ruhig mit Intrigen in ihren eigenen Reihen.”
Auch Miss Shen wirkte nachdenklich, die sich ebenfalls dazu äußerte: “Deswegen dauert es wohl solange. Commander Doran muss wohl daher lange suchen um Leute zu finden, denen er vertrauen kann.”
“Dies ist korrekt”, bestätigte Jack O’Neill. “Wir haben auch die Bedrohung durch die Wraith angesprochen. Im gemeinsamen Gespräch hat der Commander uns als Akt guten Willens und gegenseitigen Vertrauens Informationen dazu mitgeteilt. Die Luzianer verfügen über ein gutes weit verzweigtes Netzwerk in der Milchstraße, welches festgestellt dass die Wraith seit ihrem Einfallen in unsere Galaxie diese wohl systematisch begonnen haben zu erforschen. Commander Doran hat noch des Weiteren wegen dieser Bedrohung ein Bündnis vorgeschlagen und überlegt deswegen sogar mit der Freien Jaffa-Nation zu kooperieren…”
“Die Luzianische Allianz, die Freie Jaffa-Nation und wir. Da beisst sich irgendwie die Katze in den Schwanz”, unterbrach nun General Karpov.
Sofort bemerkte General Lee: “Das ist wahr. Keiner von diesen Parteien kann sich wirklich leiden.”
“Nun muss ich meinen Genossen von der Volksrepublik China beipflichten. Wie schon bemerkt wurde, sind die Luzianer selbst untereinander teilweise zutiefst zerstritten. Doch mit den gemeinsamen Wraith als Feind könnte dazu führen, dass unsere Galaxis näher zusammenrückt.”
Die IOA-Delegierte der EU erkundigte sich nach einer eingetretenen Pause: “Das sind sehr wichtige Informationen, General O’Neill. Haben Sie als Leiter des Homeworld Command noch etwas zu ergänzen?”
“Nein. Aber falls ich etwas vergessen haben sollte - hier steht alles ausführlich in meinem Bericht drin”, seufzte Jack, der die Sitzung schließlich beendete.
Leutnant Greiners Quartier
Noch einmal hatte Vanessa den Revolver in die Hand genommen, überprüfte die geladene Trommel. Sie hoffte irgendwann ihren Hass sättigen und Rache nehmen zu können. Als sie fertig war, verstaute sie diese Waffe in dem Reisekoffer.
Odyssee
Folge 1.19 - Adrianas Berufung
Andromeda-Galaxie
Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
Heraclia
Während in der Milchstraße die letzten Weichen für die bevorstehende Expedition in Gestalt der großen Besprechung gestellt wurden, war Adriana am frühen morgen mit der Herde zu einer entlegenen Weide aufgebrochen.
Sie wusste das ihre Familie und somit Menschen, die sie liebte möglicherweise in Gefahr waren. Doch die angestellten Knechte, Arbeiter und Tagelöhner hatten sich verbürgt, die Familie ihres Herrn zu schützen.
Dennoch hatte Adriana ein besonders mulmiges Gefühl im Bauch, und dies schon bereits seit einigen Tagen. Irgendetwas lag allem Anschein nach in der Luft.
Endlich kam sie der angestrebten Weide näher, welche auf einem leicht bewaldeten Hochplateau lag. Dieses konnte man nur über einen schmalen und steinigen Pfad, sowie eine Hängebrücke erreichen. Hierher zog es die junge Frau in außergewöhnlichen Fällen seit Jahren, besonders in Momenten wie diesen.
Sie hatte diesen Ort vor etwa 10 Jahren eher rein zufällig entdeckt, und ihr Vater hatte die Hängebrücke, die schon sehr morsch geworden war wieder instand gesetzt.
Hier hatte Adriana keinerlei Störungen zu befürchten, denn nur Alexander und Veronika wussten von diesem Ort.
Der Zugang zu der besagten Brücke lag gut versteckt hinter dornigen Büschen verborgen, die sie mit ihrem Hirtenstab beiseite schob und danach einen Zaun öffnen musste. Nach einer kurzen Überprüfung trieb sie mit der Hilfe von Helena, Hector und Paris die gesamte Schafherde auf die abgeschiedene Weide des Hochplateaus hinüber.
Kaum waren alle Schafe über die Brücke, tarnte und sicherte Adriana den Zugang wieder, bevor sie die Nachhut übernahm.
Hier in dieser Abgeschiedenheit hatte sie auch endlich wieder die Ruhe und die Zeit zum Lesen, welche sie zuletzt so gut wie gar nicht mehr gehabt hatte.
Entspannt hatte es sich daher die junge Frau im Schatten bequem gemacht. Wieder einmal las sie in dem Buch, welches ihr der seltsame Einsiedler zum zwölften Geburtstag geschenkt hatte.
Die Sonne stand wieder einmal im Zenit und brannte, wie in den anderen vergangenen Monaten im diesjährigen Sommer unbarmherzig von oben herab.
´Mittagszeit´, dachte Adriana, die das Buch zuklappte und dann die drei Schäferhunde zu sich rief, um diese zu versorgen.
Mit vollem Genuss aß die Hirtin von dem herzhaften und würzigen Käse, welcher von ihrem Vater höchstpersönlich hergestellt worden war. Dabei musste sie unweigerlich natürlich an Alexander denken, und machte daher ein sehr besorgtes Gesicht.
´Hoffentlich ist alles gut´, dachte sie.
Kurz darauf sah sie irritiert auf.
Hatte da jemand gerade nach ihr gerufen?
´Nein! Unmöglich! Oder vielleicht etwa doch´, dachte die junge Frau, die sich skeptisch, aber wiederum erneut wachsam umgeschaut hatte.
Adriana konzentrierte sich noch mehr, und lauschte auf jeden kleinsten Laut in ihrer Umgebung, da sich nichts und niemanden hatte erkennen können.
Nein, ihre Ohren hatten sie nicht getäuscht.
Da war es wieder. Da rief jemand ganz deutlich ihren Namen. Es war eine weibliche Stimme, die da nach ihr gerufen hatte, und diese klang wie die ihrer Mutter.
Was war da nur los? War Eve ihr etwa gefolgt? Oder spielte da jemand anderes ein ganz böses Spiel mit ihrer Familie und ihr?
`Rufus!´, dachte sie schließlich, dann hatte sie ihren Bogen ergriffen und den Hirtenstab aber im Gras liegen lassen.
Allein wollte sie der Sache auf den Grund gehen, daher blieben Helena, Hector und Paris bei den Schafen zurück. Vorsichtig bahnte sie sich ihren Weg durch das Unterholz, darauf achtend immer in Deckung zu bleiben, genauso wie es ihr Veronika beigebracht hatte.
Immer wieder war sie stehen geblieben, hatte auf den Klang der rufenden Stimme geachtet, die immer deutlicher geworden war. Adriana kam ihren Ziel also näher.
“Aber was soll das alles”, flüsterte die junge Frau rätselnd. “Stimmt etwas auf dem Hof nicht? Steckt etwa wohl dieser nichtsnutzige Rufus dahinter, der Mutter an diesen Ort entführt hat, um mir eine Falle zu stellen und sich so an mir zu rächen?”
Adrianas Herz pochte immer stärker, als sie sich vorsichtig einer Lichtung näherte, die sich vor ihr abzeichnete. Sie zog einen Pfeil aus dem Köcher und legte ihn instinktiv auf die Sehne ihres Bogens.
Adriana wagte es dennoch nicht die schützende Deckung zu verlassen, hatte aber all ihren Mut zusammen genommen als sie: “Mutter! Mutter bist du hier?” - gerufen hatte, und kurz darauf auch schon ihre Stellung gewechselt hatte.
“Ich bin hier drinnen, meine Tochter!”, lautete die klare Antwort der vertrauten Stimme von Eve an ihre Ohren.
Zum ersten Mal überhaupt nahm sie den Eingang zu einer Höhle oder Grotte in der Felswand war, welche zu dem Gipfel des Plateau-Berges führte.
Adriana hatte mehrere Möglichkeiten um dorthin zu gelangen, wählte aber eine der Varianten wo sie ständig in Deckung blieb. Denn sie kletterte schließlich über die Bäume und deren Äste entlang.
Mit großer Leichtigkeit sprang sie vom Ast herab, und in einer lückenlosen fließenden Bewegung war sie mit schussbereiten Bogen vor den Höhleneingang getreten.
Die junge Frau verzog ihr Gesicht, denn sie erkannte schnell dass ihr Bogen dort drinnen so gut wie nutzlos sein würde. Aufs äußerste angespannt trat sie durch den Eingang. Adriana war nur wenige Meter gegangen, als sich wie von Geisterhand die Fackeln an den Wänden von selbst entzündeten.
“Sehr merkwürdig!”, murmelte sie nervös ihren Dolch ziehend, um sich zumindest besser zur Wehr setzen zu können, falls man sie angreifen sollte.
Nach vielen weiteren Metern war sie tief in das Gestein des Berges eingedrungen. Der Weg hinein hatte sie in eine Grotte geführt.
“Mutter?”, wisperte sie besorgt, da die Stimme seitdem sie die Höhle betreten hatte, verstummt war.
Aber eine erhoffte wiederholte Antwort blieb aus.
Aufmerksam schweifte ihr wachsamer Blick in der Grotte umher. Hier gab es Nichts. Nichts außer einem großen Stein, in welchen ein Schwert steckte.
Währenddessen stand vor dem Höhleneingang Eremitias. Der Kristall seines Stabes leuchtete bereits seit einigen Stunden ohne Unterlass. Der alte Prior erkannte schließlich, dass er etwas nachhelfen musste um die Unentschlossenheit der jungen Frau ein Ende zu bereiten. Konzentriert schloss der loyale Gefolgsmann der Orici seine Augen, worauf der Kristall seines Stabes um ein vielfaches noch heller erstrahlte.
Dies hatte in der Grotte den Effekt: Adriana hörte wieder die Stimme ihrer Mutter, die nur den einen Satz: “Dieses Schwert ist dein, wenn du diesem würdig bist - Adriana!“ - zu ihr sprach.
Die junge Frau war bereits seit einigen Minuten mehrmals um den Stein mit dem Schwert gelaufen, hatte auch immer wieder zaghaft beides immer nur ganz kurz berührt.
Dieses Schwert sollte also ihr Eigentum sein. Ihr Blick wanderte zu einer Tafel auf dem Stein, auf welcher ihr Name und das, was sie gerade eben gehört hatte, geschrieben stand.
Schließlich hatte sie dann den Stein erklommen.
“Du gehörst also mir!”, flüsterte Adriana, deren Hände den Griff des Schwertes umschlossen. Ganz fest zog sie daran. Kräftig genug wie sich zeigte, denn sie schaffte es.
Aber kaum hatte sie das vollbracht, erstrahlte ein grelles helles Licht die gesamte Grotte.
Vollkommen unvorbereitet von diesem Ereignis war Adriana davon böse geblendet worden, weswegen sie sich fluchend die Hände vor die Augen hielt. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder etwas erkennen konnte, und immer noch musste sie hin und wieder blinzeln.
Ihr Blick war verschwommen.
Aber was war das, war sie etwa nicht mehr allein in der Grotte? Schemenhaft konnte sie eine Gestalt vor sich erkennen. Die Augen von Adriana wurden wieder klarer, weswegen sie endlich wieder etwas deutlich erkennen konnte.
Es war eine Frau, welche große Ähnlichkeit mit ihr selber hatte.
Doch dass die junge Frau nur ein Hologramm vor sich sah, konnte sie nicht wissen. Wie denn auch nur, denn Technologien dieser Art waren Adriana bislang noch vollkommen unbekannt.
“Wer… wer seid Ihr?”, fragte sie irritiert und zögernd.
“Ich bin die Orici Adria, deine leibliche Mutter - liebe Adriana. Du musst ab sofort dem Pfad des Ursprungs folgen und diesen Glauben in der Welt, die deine erste Heimat geworden ist verbreiten und verteidigen. Denn empfängst Du diese Botschaft auf diese Art, habe ich es nicht geschafft persönlich zu dir zu gelangen - dann wurde unsere Kultur von den dunklen Mächten des Bösen überwältigt und beinahe vernichtet. Dies macht Dich seit der Geburt zu einer Gesalbten, die dazu auserkoren ist uns zu rächen. Aber bis dahin gibt es noch einige Prüfungen zu bestehen, damit du dich dieser Aufgabe als Königin würdig erweist. Dabei sollen dir die Dinge helfen, die du bislang von deinen Pflegeeltern, dem Prior Eremitias und hier in der Grotte erhalten hast…”, verkündete das Hologramm von Adria, das in Richtung einer Nische deutete, wo eine Wand verschwunden war und den Zugang zu einer Kammer freigab.
“Was?”, murmelte Adriana verwundert als sich umgewandt hatte.
“Auch dies dort gehört Dir! Nutze alles gut, und verbreite die Botschaft unseres Glaubens allen Menschen! Ehre sei den Ori!”, trug die Orici nach einer kurzen Pause, die ihre wahre Mutter war der jungen Frau zum Abschluss der Botschaft auf, bevor sich das Hologramm auflöste.
Lange Zeit stand Adriana vollkommen wie angewurzelt an Ort und Stelle. Sie war eindeutig und verständlicherweise vollkommen erschrocken über diese Botschaft. Daher dauerte es einige weitere Minuten bis sie sich aus dieser Starre gelöst hatte.
“Ich bin also eine Prinzessin im Exil, weil eine dunkle böse Macht uns heimgesucht hat”, murmelte sie traurig geworden vor sich hin. Aber dann wurde sie auch wütend auf diesen noch ihr unbekannten Feind, der ihrer Mutter und ihrem Volk dieses schreckliche Leid angetan hatte.
Mit langsamen Schritten näherte sie sich der Kammer, in welcher weitere Sachen für sie bereitlagen.
Mit großem Interesse untersuchte sie die Sachen, die dort für sie bestimmt waren. Nur für wenige Sekunden zögerte sie, ehe sie die Sachen schließlich anprobierte. Es passte alles so genau, als ob jemand ihren Körper sehr genau kannte.
Fertig in der Rüstung angekleidet, begutachtete sich Adriana in dem Spiegel. Ihr Blick war entschlossen, denn sie wusste, dass sie so gut ausgerüstet und mit der Hilfe von Veronika und anderen Amazonen Alexander befreien könnte.
Danach kam sie abermals für einige Augenblicke massiv ins Grübeln: ´Wie bringe ich das alles nur am Besten nach Hause um nicht gleich Mutter zu erschrecken und in noch größere Aufregung zu versetzen? Mal überlegen… Hm, Eremitias muss ich ja auch noch aufsuchen, denn ich brauche unbedingt Antworten… Aber erst einmal muss ich Vater befreien… Also wie bringe das alles daheim in meine Kammer?… Ah ja, das klappt bestimmt…”
Odyssee
Folge 1.20 - Der Pulsar, Teil 1
Andromeda-Galaxie
Cyrannus Star System - geheimer Standort
Battlestar Heracles
Einer der letzten Raptor, wo sich unter anderem auch Commander Diana McBride an Bord befand, würde in wenigen Sekunden in der Backbordlandebucht des Kampfsternes Heracles verschwinden.
Daher nutzte Diana noch einmal die Chance einen Blick auf die Electra zu werfen, die der neueste Kampfstern des Mercury-Typs war. Dieser Battlestar musste nur noch einige letzte Tests über sich ergehen lassen, dann würde McBride bereits schon in wenigen Tagen das Kommando übernehmen.
Der Raptor war kaum im Hangardeck angekommen, da sprang Commander McBride auch schon heraus um ins CIC zu eilen.
“Commander an Deck!”, meldete jemand kurz, worauf sich Diana nur kurz räusperte und in die Mitte des Combat Information Centers der Heracles trat.
“So. Wir sind soweit. Alle Personen haben die Electra verlassen. Captain McBride, sind sie auch soweit?”
“Jawohl, Sir. Wir warten nur noch auf Ihren Befehl zur Ausführung des Drucktests.”
“Sehr gut. Na dann los, starten Sie die Sequenz!”, wies Commander McBride an.
Captain McBride nickte, dessen Finger kurz über die Tastatur huschten und bestätigte: “Sequenz wurde gestartet.”
Die übermittelten Daten die man empfing waren wie erhofft und auch teilweise erwartet, bis…
“Heracles, hier ist White Wing - die Electra ist gerade gesprungen! Ich wiederhole die Electra ist weg!”, ertönte es aus den Lautsprechern des CIC, worauf alle die diese Meldung mitbekamen erschrocken den Atem anhielten.
Aber nur wenige wussten was der wahre Grund für das Verschwinden dieses Kampfsternes war, nämlich ein geplantes Täuschungsmanöver, während alle fieberhaft nach der Ursache zu forschen begonnen hatten.
Milchstraße
Mars - Stargate Command Base
Unerwartet herrschte helle Aufregung im Kontrollraum, denn vor wenigen Sekunden war eine langersehnte Nachricht der Tok’ra eingetroffen. Die stark unter Druck geratene Gemeinschaft der Tok’ra hatte nämlich sofort Interesse daran bekundet sich ebenfalls an der Expedition in die benachbarte Andromeda-Galaxie zu beteiligen. Und obwohl ihre Zahl in den letzten Jahren immer weiter abgenommen hatte, hatte es sehr lange gedauert bis die Tok’ra eine Entscheidung gefällt hatten um ihre beiden Mitglieder an dieser Mission zu finden.
Da jene in Kürze durch das Stargate auf der Basis eintreffen sollten, herrschte eine gewisse Erwartungshaltung.
“Also… wer ist es?”, fragte ein angespannter General Jack O’Neill.
Einer der anwesenden Tortechniker ging schnell die erhaltene Botschaft durch, als sich der innere Ring des Sternentores bereits zu drehen begann.
“Ah, hier steht es ja. Es handelt sich um eine Tok’ra-Agentin mit dem Namen Anise…”, begann jener.
“Puh! Tja, da fällt mir ein, ich muss auch schon wieder los... Ich bin dann mal so langsam auf dem Weg nach oben, Hank!”, erklärte Jack, der dann aus dem Kontrollraum geradezu geflüchtet war. “…und wenn sich Commander Doran von der Luzianischen Allianz melden sollte, stellt mir das Gespräch sofort durch! Denn wie Daniel es passend genannt hat, wird dies eine wichtige Koalition für den Zusammenhalt in unserer Galaxie”, fügte er noch schnell mit lauter Stimme hinzu, als er bereits auf dem Korridor war.
Irritiert blickte der Sergeant General Landry an, und fragte daher: “Hat dies etwas zu bedeuten, Sir?”
“Nur einige seltsame Gefühle, die diese Tok’ra betreffen.”
“Aktivierung von außerhalb! Empfange den ID-Code der Tok’ra, General!”
“Dann öffnen sie die Iris, Sergeant!”
“Iris wird geöffnet.”
Miss Shens Quartier
Bis vor einiger Zeit noch war Xiaoyi froh und dankbar darüber gewesen nicht selber die Koffer für die anstehende Expedition packen zu müssen, doch sie hatte wie alle anderen Teilnehmer einen Koffer übrig, den man mit persönlichen Sachen bepacken konnte.
Die Leiterin der Expedition ging immer wieder in Gedanken durch, was sie denn an privaten Sachen einpacken könnte, als es unvermittelt mehrmals an ihrer Tür geklopft hatte. Sie hatte es zunächst erst gar nicht wahrgenommen, so sehr war sie in ihren Gedanken vertieft gewesen, aber dann fragte sie etwas gestresst: “Wer ist da?”
“General O’Neill, Miss Shen.”
“Na schön. Kommen Sie rein!”
Die Tür öffnete sich und schloss sich ebenso schnell wieder nachdem Jack hereingekommen war. Der General räusperte sich kurz: “Ich wollte gerade abreisen… doch dann erreichte mich einige wichtige Nachrichten… Wie sag ich es am Besten? Eh, Ihre Expedition hat neun weitere Teilnehmer.”
Die Chinesin erstarrte in ihrer Bewegung und nur allein ihr Kopf hatte sich in die Richtung des US-Amerikaners bewegt. Für einige wenige Sekunden nur hatte sie ihn irritiert angestarrt, bevor sie seufzte: “Wie bitte? Also da hätten wir die Tok’ra Anise mit ihrer Wirtin Freya… und wer sind die anderen sieben? Moment mal… Das sind doch hoffentlich nicht alles Angehörige der Luzianischen Allianz?”
Mit den Händen in den Hosentaschen stand General O’Neill ihr gegenüber, der sich kurz umgesehen hatte und zu dem Schluss gekommen war, eher Ungelegen hier erschienen zu sein. Um sich nichts anmerken zulassen konzentrierte er sich allein auf die gestellte Frage von Miss Shen, daher atmete er kurz durch bevor er antwortete: “Sie sind dicht dran. Aber so schlimm ist es zum Glück nicht. Aber sie haben Recht: Wir haben Freya mit Anise, plus einen Tok’ra-Kämpfer, dessen komplizierter Name mir auch schon wieder entfallen ist… aber er trägt zumindest keine Schlange mehr in sich… und dann hätten wir noch den einen Schlauen aus Indien. Ich glaube einen Wissenschaftler, der zum Glück doch nicht so schwer krank ist, wie zunächst befürchtet, sondern sich doch nur eine Prellung geholt hat, und somit die Freigabe von Doktor Lam erhalten hat… Und der Rest besteht aus 5 Luzianern.”
“Hm, da bin ich ja beruhigt. Sind aber dennoch sehr viele von denen mit dabei”, murmelte Xiaoyi während sie begonnen hatte ein Buch in den Koffer zu legen.
“Commander Doran hat darauf bestanden und mir außerdem eines versichert, diese fünf von ihm persönlich ausgewählten Personen seien absolut verlässlich, und würden jede Anweisung von Ihnen oder den anderen befolgen”, erklärte Jack.
“Da bin ich aber beruhigt.”
“Ja. Äh, viel Vergnügen noch beim Packen.”
“Danke. Und jetzt… Husch! Wieder hinaus mit Ihnen!”, erwiderte Miss Shen scherzend in einem leichten frechen Ton, worauf General O’Neill das Quartier wieder verließ.
rund 18 Stunden später
Milchstraße
Mars- Stargate Command Base
Im großen Kontrollraum des Stützpunktes hatten sich bereits General Jack O’Neill, welcher sich schon von einem wichtigen Termin zum nächsten gehetzt fühlte und etwas übermüdet wirkte, sowie Doktor Daniel Jackson eingefunden, der das ganze Treiben im Stargate-Raum und auf einigen Bildschirmen seit seiner Ankunft mit Interesse verfolgte.
“Noch 2 Stunden bis zur Anwahl des Stargates! Alle Expeditionsteilnehmer sind für die nächste Stunde dazu aufgerufen sich bei den Puddle-Jumpern einzufinden und ihre Plätze einzunehmen!”, erklärte der Tortechniker über die Sprechanlage unüberhörbar mit.
“Ach ja”, seufzte Daniel, “das erinnert mich irgendwie an etwas, wenn ich mir das so alles ansehe. Nämlich an die ganzen Vorbereitungen und den Start der Atlantis-Expedition nach Pegasus…”
“Mich auch…”, unterbrach Jack, “…die ganze Hektik. Aber ich kann mir schon vorstellen worauf das Ganze wieder einmal hinausläuft.”
“Da bin ich aber neugierig. Und was?”
“Tu nicht so dumm. Also vergiss es! Du bleibst mit deinem Hintern hier!”
“Als ob das ins Gewicht fallen würde, wenn einer mehr…”
“Ah! Was habe ich gerade gesagt? Nein! Alle Plätze belegt!”
“Das ist ja mal wieder typisch! Und wer sagt das? In den Jumpern ist doch noch genügend Platz!”
“Ich sage das!”
“Ich hasse Dich!”
“Als ob mich das kratzen und interessieren würde… Und außerdem brauchen wir dich und deine Fähigkeiten hier!”
“Genauso wie damals.”
“Du siehst es also ein… sehr gut.”
Das Wortgefecht war vorüber, denn der Archäologe wusste in seinem Innern dass der General Recht hatte. Zumindest dieses Mal, daher setzte er einen Schlusspunkt: “Und da es so wie damals ist, werde ich, sobald es hier ruhig ist und das Expeditionsteam positive Signale schickt auch die Andromeda-Galaxie besuchen…”
Mit verschränkten Armen vor der Brust hatte sich O’Neill zu Jackson umgewandt, der ihn triumphierend angrinste: “Wir werden sehen.”
“Genau, Jack. Wie lange noch?”
“Mal schauen… Tja, laut Zeitplan haben wir noch ein Zeitfenster von in etwa 3 Stunden. Solange ist sämtlicher Betrieb noch auf die Außenstützpunkte umgelenkt.”
“Da ich ja wieder nicht mit darf, habe ich eine Bitte.”
“Ich höre.”
“Ich will die Anwahlsequenz starten.”
“Schmollst du etwa Daniel?”
“Unwichtig. Also was ist?”
“Aha. Na schön, meinetwegen. Wenn Master Sergeant Siler grünes Licht gibt und alle Jumper besetzt sind, darfst du dich gerne dorthin setzen und Knöpfchen drücken.”
Stargate-Raum
Ohne Unterlass schimpften eigentlich alle Mitglieder der Luzianischen Allianz. So auch Batos Nanes, der aufgebracht auf den abgestellten Begleiter der SCB einredete: “Wieso geht das nicht? Was hat man dagegen dass wir zusammenbleiben?”
“Es tut mir leid, Sir. Aber man hat sich nun einmal darauf geeinigt. Ich weiß sie waren nicht dabei, aber es dürfen nur maximal 3 Personen aus jeder Nation in einem Jumper Platz nehmen”, antwortete der Soldat geduldig, der die fünf Luzianer seit ihrer Ankunft auf Schritt begleitete.
“Diese Jumper werden ja ganz schön beladen”, stellte Jill, eine junge Soldatin der Allianz der Luzianer fest, die immer wieder staunte, wie die Fluggeräte mit Kisten und Koffern bestückt wurden.
Die meiste Fracht würden Jumper#5 und die Jumper#7 bis #12 an Bord haben. Auch löste sich immer mehr das Durcheinander im Torraum immer mehr auf. Spätestens aber dann als eine erneute und finale Ansage, mit der klaren Aufforderung sich in den zugewiesenen Jumpern einzufinden, ausgesprochen wurde.
Bislang fehlten nur noch die Expeditionsleiterin Miss Xiaoyi Shen und Major Jennifer Hailey, die beide ihren Platz in Jumper#1 hatten, wo unter anderem ich bereits, wie alle anderen auf den Start warteten.
Andromeda-Galaxie
Jenseits der Waffenstillstandslinie
Heimatkolonie der Zylonen
Auch die Zylonen hatten, schließlich Dank ihrer Agenten, von diesen Vorfall erfahren.
“Menschen und Computer”, grinste Cavil amüsiert mit einem bösen Lächeln, “ und wie gut, dass wir den unpassenden Teil in dieser Gleichung in der nächsten Zeit ein für alle mal aus der Welt verschwinden lassen.”
“Doch wir müssen leider da noch etwas warten”, bemerkte Leoben, “denn wir benötigen noch die Informationen von unserer Agentin, bevor wir den Genozid vorbereiten können.”
Cyrannus Star System
Helios Gamma System - Battlestar Heracles
Im Quartier von Commander McBride kam es wegen der erst jüngst zurückliegenden Ereignisse völlig unerwartet zu einer Beförderung, zu der fast die gesamte Admiralität angereist war. In seiner Rede hatte Admiral Nagala viele bewegende und feierliche Worte gesprochen und kam schließlich zum Ende: “…und obwohl die Battlestar Electra momentan verschwunden ist - Alles Gute für Sie, Admiral Diana McBride!”
Milchstraße
Mars - Stargate Command Base
Es dauerte bis Sergeant Siler nach schier endlosen Minuten endlich grünes Licht gegeben hatte.
“Generals?”, murmelte Miss Shen etwas nervös in die Richtung von Landry und O’Neill.
Die beiden sahen sich kurz an, dann entschied Jack: “Die Mission ist hiermit freigegeben! Doktor Jackson, geben sie die Adresse ein!”
Voller Anspannung und Vorfreude beobachtete Major Hailey wie der Archäologe die Symbole auf der Tastatur drückte, worauf sich dann wie zur Bestätigung der innere Ring des Sternentores zu drehen begann. Jennifer spürte das Prickeln ihrer Haut, denn es war soweit, sie stand vor der ersten großen Mission durch das Stargate. Worauf sie solange hingearbeitet hatte, seitdem ihr Carter begegnet war.
Während Doktor Jackson die Koordinaten eingab, überwachte Sergeant Benson den Energieverbrauch des Stargates. Es dauerte länger als sonst, da zum einen die Adresse in einer anderen Galaxie lag, und vermutlich noch nie von der Erde aus angewählt worden war.
Applaus war nicht nur im Kontrollraum zu vernehmen, sondern auch in den Jumpern als sich der Ereignishorizont gebildet hatte und den Stargate-Raum in bläuliches Licht tauchte. Sofort wurde eine Sonde durchgeschickt, die bereits startbereit auf der Rampe postiert worden war.
Es vergingen wertvolle weitere Sekunden ehe die Robotersonde Bilder vom unwegsamen Gelände übertrug.
“Gut das wir die Jumper haben”, bemerkte Jennifer erleichtert, die noch kurz vor Jack und Hank salutierte, bevor sie gemeinsam mit Xiaoyi in den Lift stieg.
Beide Frauen eilten so schnell sie konnten zu ihren wartenden Jumper und arbeiteten sich nach vorne in den Cockpit-Bereich zu ihren Plätzen. Dabei setzte sich Miss Shen hinter First Lieutenant Jin, und Major Hailey hinter Lieutenant de Vaux, welche die Co-Pilotin war.
Angespannt aber auch mit Vorfreude betätigte Shen ihr Head-Set und ordnete an: “Jumper-Flotte hier spricht Miss Shen, wir passieren das Stargate wie besprochen! Beachtet die Formation - wir sehen uns auf der anderen Seite!”
Kurz nachdem die Expeditionsleiterin gesprochen hatte, startete die Vorhut, die aus den Jumpern #2 und #3 bestand. Erst als diese den Ereignishorizont passiert hatten, folgte auch Jumper #1 und dann in entsprechender Reihenfolge alle übrigen Jumper.
Seitdem das Sternentor aktiv war, hatte Jack O’Neill wachsam Daniel Jackson im Auge behalten, damit dieser nicht doch noch auf die verrückte Idee kam sich in letzter Sekunde an Bord von einem der Jumper zu schmuggeln.
Marsorbit - U.S.S. George Hammond
Im Kommunikationsbereich ihres Schiffes hatte es sich Samantha Carter nicht nehmen lassen dieses Ereignis live auf einem Bildschirm mitzuverfolgen.
Da nichts eigentlich zu erwarten war, zuckten alle erschrocken zusammen als aus heiterem Himmel Alarm ausgelöst worden war, weil einige empfindliche Sensoren etwas registriert hatten.
Da sich die Kommunikation in der Nähe der Tiefraumüberwachung befand, war General Carter schnell dort um sich die empfangenden Daten anzusehen und zu deuten.
Ihre Augen weiteten sich alarmiert und befahl: “Oh Gott! Alle Schilde sofort auf Maximum!”
Wenige Sekunden darauf wurde das gesamte Raumschiff auch schon von einer starken Energiewelle überrollt. Viele, die keinen Sitzplatz eingenommen hatten, gingen hart zu Boden und rappelten sich kurz darauf schimpfend wieder auf.
Derweil sah sich Sam davon unbeeindruckt die neuen Daten an.
“Oh, oh”, murmelte sie angespannt.
“Was zur Hölle war das eben, General? Werden wir etwa wieder einmal angegriffen?”, fragte ihr Erster Offizier, der sich die schmerzende rechte Schulter massierte.
“Die Energiewelle eines Pulsars. Die heftigste, die eh gemessen wurde. Ich brauche so schnell wie möglich eine Verbindung zur Stargate Command Base!”
Mars
Stargate Command Base
Nur für einen kurzen Moment hatten auf dem gesamten Stützpunkt sämtliche Lichter geflackert. Darauf folgte eine Dunkelheit, welche für einige Sekunden angehalten hatte, bevor der Notstrom ansprang und alle Räume und Korridore in spärliches Licht tauchte.
Dieser Zustand hielt wenige Minuten an, dann herrschten wieder gewohnte Verhältnisse.
Im Kontrollraum herrschte zunächst eine große Ratlosigkeit, da man bis vor kurzem noch die Jumper beobachtet hatte, die durch den Ereignishorizont des Sternentores geflogen waren. Es mischte sich große Besorgnis in die Gesichter der Anwesenden. Insbesondere da das gesamte System zu dem Zeitpunkt zusammengebrochen war als der letzte Jumper gerade eben im Stargate vollständig eingetaucht war.
1 Stunde später
In einen der Besprechungsräume der Basis fand eine Dringlichkeitssitzung statt, an welcher auch Brigadier General Samantha Carter teilnahm. Sie hatte schnell die ausgewerteten Daten allen Anwesenden präsentiert und die Vermutungen dementiert, dass es sich um einen Angriff handeln könnte.
“…und würden wir ein DHD, ein Dial Home Device verwenden, wäre vermutlich nichts passiert, weil eine Sicherheitsvorrichtung im Tor selbst das Stargate abgeschaltet hätte”, schloss Sam ihre Präsentation.
Commander Doran, der hatte alles andere ruhen lassen um bei dieser Besprechung dabei zu sein, schaute mehr als nur wütend drein da der Verbleib und das Schicksal von allen Mitgliedern der Expedition unklar blieb, daher drohte er: “Ist das etwa alles? Geben Sie mir etwas Brauchbares! Ich habe der Erde die Leben von fünf meiner besten Leute, inklusive das meiner Cousine anvertraut. Ich gebe Ihnen 5 Tage Zeit mir einen Bericht vorzulegen, ansonsten erkläre ich der Erde den Krieg!”
Sofort versuchte Daniel Jackson, der neben dem Gast der Luzianischen Allianz saß, diesen zu beruhigen und begann diplomatisch zu reden: “Exzellenz, auch wir wüssten gerne was sich wirklich vor einigen Stunden ereignet hat und unsere Leute, sowie Freunde abgeblieben sind, die wir seitdem genauso wie Sie selbst vermissen. Auch auf der Erde selbst sind Systeme zusammengebrochen…”
“Das habe ich vernommen Doktor Jackson”, brummte Doran, der sich die Stirn massierte. “Aber Sie es dennoch alle nicht, dass ich in genau 5 Tagen wieder hier bin und eine klare Antwort von Ihnen erwarte!”
Kaum hatte der Anführer der Luzianer den Satz zu Ende gebracht, hatte er sich erhoben um mit seiner Eskorte die Zusammenkunft, den Raum und den Stützpunkt wieder zu verlassen. Dabei hatte er den Archäologen im Schlepptau, der sofort aufgesprungen war um weiter positiv auf den Gast einwirken zu können.
“Dann mache ich mich mal wohl besser gleich an die Arbeit”, seufzte die Kommandantin der U.S.S. George Hammond, worauf nicht nur der Leiter des Homeworld Command kurz zunickte.
Auch General Landry stimmte zu: “Nur Mut Sam! Wenn es jemanden gelingt, dann wohl doch Ihnen! Sollten Sie Hilfe benötigen, schaffe ich denjenigen hierher.”
“Ja. Danke”, murmelte Carter, die sich vom großen Konferenztisch erhoben hatte. Danach war sie an das große Panoramafenster getreten, von wo aus man das Stargate von oben aus sehen konnte, und flüsterte: “Wo seid ihr bloß hingeraten, Leute?”
