05.12.2025, 22:09
Odyssee
Folge 2.08 Unter Feuer - Computervirus, Teil 2
Tag des Falls der Kolonien
Andromeda-Galaxie
Cyrannus Star System
Helios Alpha System
Battlestar Argo
Wie auch auf anderen Kolonialen Schiffen und den Kolonien, befanden sich ebenfalls an Bord der Argo einige verborgene Zylonenagenten, die sich gut aufgeteilt hatten damit die infizierte Argo ihr böses Treiben noch eine zeitlang fortsetzen konnte.
Im Combat Information Center hatte man in der Zwischenzeit mit großem Schrecken feststellen müssen, dass man dort in der Falle saß, denn die Türen waren allesamt verriegelt worden, wobei zusätzlich der Sauerstoffanteil in der Luft kontinuierlich abnahm, und draußen auf dem Korridor herrschte laut den Anzeigen bereits keine Atmosphäre mehr.
Zudem stiegen auf dem gesamten Schiff die Stickstoff- und Kohlendioxydwerte weiterhin gefährlich an. Verzweifelt und dem Bedürfnis den grausamen Erstickungstod doch noch zu entkommen, eilten viele zu ihren Quartieren um dort oder auch anderswo an Bord ihre Raum- und Pilotenanzüge anzulegen. Ihr Ziel war es entweder durch eine Luftschleuse, oder in einen der Hangars zu gelangen und eventuell an Bord eines Raptor oder einer Viper von der Argo zu entkommen.
Die eine Hälfte der Überlebenden hatte auf Grund von Überwachungskameras erkannt, dass es im Steuerbordhangar noch zumindest einen Raptor und dem darüberliegenden Landedeck noch wenigstens vier Viper gab. Deswegen versuchten sie dorthin zu gelangen. Keiner konnte bisher ahnen, dass diese den an Bord befindlichen feindlichen Zylonenagenten zur Flucht dienen sollten. Allerdings war es das Glück für die Menschen, dass die Zylonen an Bord immer noch damit beschäftigt waren weitere Manipulationen an den Systemen der Argo vorzunehmen, wie die Raketen- und Munitionszufuhr mit Hilfe eines zusammengebauten Roboters zu installieren. Auch hielt sich lediglich ein einziger Zylon, der einen Piloten- und Raumanzug trug, als Wächter im Steuerbordhangar auf um den Raptor, sowie die einzige Zugangsluke die aufs Landedeck zu den vier Viper herausführte zu bewachen.
Aber unterwegs zu den Hangars traten die Spannungen unter einigen der Überlebenden auf grausame Art zu Tage. Denn als viele bemerkten, dass sie nicht alleine waren und es nie und nimmer genug Platz für alle geben würde, legten einige sich auf die Lauer um ihre einstigen Mannschaftsmitglieder aus dem Hinterhalt heraus kaltblütig zu ermorden um ihre eigenen Überlebenschancen zu erhöhen. Doch auch innerhalb dieser einzelnen Gruppen gab es oft genug Verrat, sobald sich auch nur eine günstige Gelegenheit dafür bot.
Schüsse, wütende Schreie, sowohl auch wüste Beschimpfungen und Beleidigungen hallten immer wieder dumpf durch die Korridore aller Decks auf der gesamten Argo.
Trotz dieser schrecklichen und beängstigen Szenen an Bord dieses Kampfsterns gab es immer noch echte Solidarität und Mannschaftsgeist unter einigen Gruppen, die sich zu einer größeren zusammengeschlossen hatten. Viele waren in einer dieser Gruppen nicht mehr übrig. Doch hatte diese Gruppe von 18 Personen, die aus verschiedenen Teilen der Crew zusammensetzte, gute Chancen das rettende Ziel doch noch irgendwie in den nächsten Minuten zu erreichen. Doch dabei waren so einige von ihnen in brutalen Kämpfen mit anderen Gruppen schwer verwundet worden, boten aber immer noch ihre Unterstützung an bei der Flucht von der Argo zu helfen.
Vorsichtig und sich nach allen Seiten absichernd betraten sie durch eine Zugangsluke nach einander gemeinsam den Steuerbordhangar. Als der letzte von ihnen drin war, verschlossen und blockierten sie den Zugang, damit sie nicht böse überrascht werden konnten. Denn sie hatten ganz in der Nähe Schüsse und Schreie gehört, was ihnen verraten hatte, dass es noch zumindest ein paar weitere Gruppen gab, welche sich nicht scheuen würden mit Gewalt gegen ihre eigene Gruppe vorzugehen.
Sie rissen aber die Waffen hoch, als sich der vermeidliche Raptorpilot, der in Wahrheit einer der zylonischen Agenten an Bord des Kampfsterns war, mit erhobenen Händen aus der sicheren Deckung wagte.
“Den Göttern sei Dank, es gibt noch Überlebende. Ich habe es geschafft diesen Raptor wieder in Gang zu kriegen. Kommt her, damit wir von hier endlich verschwinden können!”, rief er auffordernd und winkend der achtzehnköpfigen Gruppe zu.
Diese trat langsam und etwas misstrauisch auf den Zylon zu, der zunächst noch etwas abwartete. Aber nur solange bis die Menschen dicht genug herangekommen war, ehe er nach einen der drei bereitliegenden Sturmgewehre griff und das Feuer eröffnete, während er sich dabei wieder in eine schützende Position zurückzog.
Die hintergangnen Neuankömmlinge mussten ihrerseits so schnell es ging ebenfalls in Deckung gehen. Sie taten dies böse vor sich hinfluchend und schimpfend: “…dabei hat uns dieser dämliche Arsch noch gut ermutigt… Was sollte das?”
Somit waren sie in ein erneutes Feuergefecht geraten, welches schon zu Beginn ihrer Gruppe Verluste beigebracht hatte, worüber sich der zylonische Agent sehr freute.
Doch kam für die zur Flucht entschlossenen Crewmitglieder, denen allmählich die Munition ausging, Hilfe von unerwarteter Seite. Diese kam von Lieutenant Stella “Blue Bird” Kolchis, der es vor einiger Zeit irgendwie gelungen war ihre defekte Viper auf dem Steuerbordhangardeck Notzulanden. Vorsichtig hatte sie sich mit gezogener Waffe durch den Tunnel zum Hangardeck vorangetastet. Instinktiv hatte sie ebenfalls durch das Bullauge der Luke gespäht und die Szenerie mitverfolgt. Beinahe lautlos hatte sie sich an der Öffnung zu schaffen gemacht, was durch die fallenden Schüsse leicht war und wartete konzentriert auf den richtigen Moment.
Als jener gekommen war, riss Lieutenant Kolchis ruckartig die Luke auf und begann sofort auf den nach wie vor getarnten Agenten der Zyklonen zu schießen um einigen ihrer Freunde, die sie innerhalb der Gruppe erkannt hatte, zu helfen. Dabei feuerte sie beinahe das ganze Magazin ihrer Waffe leer. Dafür wäre es beinahe zu spät gewesen, denn es waren nur noch elf von den achtzehn am Leben. Einige waren wegen des jüngsten Gefechtes schwer von mehreren Schüssen verwundet worden.
Erleichtertes Aufatmen war zu hören, und Captain Rogers, der ebenfalls verwundet war und auf Grund seines hohen Alters kurz vor der Pensionierung stand, erklärte: “Gut gemacht Lieutenant. Ich bleibe hier, um euch anderen den Rücken freizuhalten. Dabei möchte ich die Gelegenheit nutzen Ihnen allen zu sagen, dass es eine Ehre für mich war, gemeinsam mit Ihnen dienen zu dürfen.”
Aber es gesellten sich noch zwei weitere Crewmitglieder zu ihm, die ebenso wie er starke Verletzungen erlitten hatten, um den Captain mit letzten verfügbaren Kräften dabei zu unterstützen, obwohl noch Platz im Raptor gewesen wäre.
Während die anderen hastig in den Raptor stiegen, folgten die drei Viperpiloten, darunter Lieutenant Medea Kolchis, die Schwester von Lieutenant Stella Kolchis, dieser durch die Zugangsluke um zu den vier Viper auf den Landedeck zu gelangen.
Als die Luke des Raptor geschlossen worden war, wurde dieser mit vereinten Kräften der drei anderen mit einem Schlepper zu dem Lift gezogen. Die drei schwitzten und keuchten gequält, denn auch die Luft im Hangar selbst wurde seit einigen Augenblicken ebenfalls immer giftiger.
Als sich die Liftschleuse gerade eben geschlossen hatte, war der arme Captain Rogers bereits kraftlos zusammengesackt, während Specialist Jon den Lift bediente und hustend den Knopf drückte. Dies geschah keine Sekunde zu früh, denn just im selben Moment betraten sieben weitere zylonische Agenten, die schon längere Zeit ihre Piloten- und Raumanzüge trugen das Hangardeck über einen Luftschacht. Diese wurden aber mit einer letzten Salve aus dem Sturmgewehr von Corporal Cedric begrüßt, was den anderen die notwendige Zeit zur Flucht ermöglichte.
Doch schließlich erstickte auch er der Corporal an dem giftigen Luftgemisch, welches sich über die gesamte Argo ausgebreitet hatte.
“Nein!”, schrie eine Sechs verärgert auf, als sie letztendlich erkennen mussten dass sie zu spät waren und auf dem Kampfstern festsaßen.
Auf dem Steuerbordhangardeck waren die vier Viper bereits bemannt worden, und die vier warteten geduldig bis auch der Raptor abflugbereit auf dem Landedeck aufgetaucht war. Aber der Pilot wollte keine wertvolle Zeit vergeuden und startete umgehend die Triebwerke um das Grauen zu verlassen.
Die kleine Staffel hatte sich gerade einmal ein paar hundert Meter weit von der Argo entfernt, als jene in einem Überlichtblitz verschwand.
Flaggschiff der Zylonen
“Dieser Plan hat gut funktioniert. Bedauerlich nur dass die Argo als einer der wenigen Kampfsterne so weit digitalisiert und über ein entsprechendes Computernetzwerk verfügt hatte. Und unsere Schwestern und Brüder haben die Argo im allerletzten Moment verlassen”, stellte ein Doral fest.
“Das nennt man Effektivität. Das ist etwas womit man Maschinen wie uns definiert”, erläuterte der Cavil, der das Kommando an Bord hatte mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Da sie annahmen dass sich Zylonen an Bord der Viper und des Raptors befanden, schöpften sie auch keinen Verdacht als sich diese in Richtung der Kolonie Tauron entfernten.
Gegenwart
Andromeda-Galaxie
Cyrannus Star System
Battlestar Icarus < = > Battlestar Heracles
Als Lieutenant Medea Kolchis ihren Bericht beendet hatte, wurde die Ankunft zweier weiterer Kampfsterne, nämlich die der Heracles und der Dionysos mitgeteilt.
Nach einer kurzen Konferenzschaltung gab es kein Aufbegehren und Admiral Diana McBride übernahm das Kommando über die kleine Flotte. Die Befehlshaberin der Heracles entschied noch einige Tage in der Nähe der Kolonien zu bleiben um nach weiteren Überlebenden des Angriffes zu suchen, aber den Zylonen aus dem Weg zu gehen.
Battlestar Heracles - McBrides Quartier
Sie hatte großes Interesse an den überlebenden Crewmitgliedern der Argo, die sie sofort auf ihr Kommando versetzte. Sie unterhielt sich lange mit diesen, und war bestürzt über das Grauen was sich dort an Bord ereignet hatte.
In Admiral Diana McBride reifte der Wunsch die Argo zu stellen und zu vernichten, damit ihr nicht noch viele weitere Schiffe zum Opfer fielen.
Helios Beta System
Leonis
Erleichtert hatte Cassandra Fraiser aufgeatmet, denn ihr war es unter den schwierigsten Bedingungen, die es gab gelungen das Schrapnell zu entfernen, die Wunde perfekt zu vernähen und auch mit einen Stützverband zu bandagieren.
Mit größter Vorsicht wurde Private Sandra Kieras auf eine aus Ästen und Zweigen gefertigte Bahre gebettet.
Ta’mon und ich bemerkten als zuerst den Windhauch, es war ein Jumper der sich über uns kurz enttarnte und sofort im Anschluss landete.
Kaum waren alle von unserem Team an Bord gegangen, ging es nach einem kurzen Flug zurück zu den anderen.
“Das geht doch nicht Lieutenant Fraiser”, zischte Miss Shen leicht verstimmt.
“Sollte ich diese junge Frau da drüben etwa so einfach sterben lassen”, erwiderte Cassie, “sie wollten doch Antworten und Informationen Ma’am. Und sie dort, ist die beste Chance dafür.”
4 Tage nach dem Fall der Kolonien
Andromeda-Galaxie
Cyrannus Star System
Helios Delta System
Orbit von Canceron
Battlestars Hestia & Minerva
Die beiden Kampfsterne der Valkyrie-Klasse waren von der Befehlshaberin der Iuno, Commander Amanda Carter, einem Kampfstern der Mercury-Klasse vorausgeschickt worden um die Lage im Helios Beta System zu überprüfen. Aber nicht nur das, denn man war auf der Suche nach verwertbaren Wrackteilen der Kampfsterne, die man eventuell nach verwerten könnte.
Doch auch im Orbit von Canceron hielten sich mehrere Basisschiffe der Zylonen auf. Von diesen wurden sie trotz größter Vorsicht dann schließlich doch noch entdeckt, weshalb sich die beiden Kampfsterne sofort wieder für einen schnellen Rückzug entscheiden mussten.
Sie versuchten es zumindest.
Aber womit sie nun konfrontiert werden würden, waren sie nicht vorbereitet. Zunächst war man der Annahme erlegen gewesen einen weiteren Verbündeten gefunden zu haben. Auch wäre man zu dritt sehr gut in der Lage gewesen sich gegen ebenso viele feindliche Schiff, die sich ihnen näherten gut zur Wehr setzen zu können.
Doch war dieser Battlestar, welcher aus dem Nichts zu ihnen gesprungen war die von einem Virus der Zylonen infizierte Argo, die sofort die Hestia und Minerva unter heftigen Dauerbeschuss nahm. Dies funktionierte deshalb so gut, weil sich die Argo unter den beiden in Position gebracht hatte.
Zu aller erst wurden unter anderem die 4 Sublichttriebwerke und der FTL-Antrieb der Hestia irreparabel beschädigt, womit ein schnelles Entkommen unmöglich geworden war.
Die unglückselige Crew der Minerva hatte, wie das Schiff selbst keinerlei Chancen, weil sie unter Dauerbeschuss standen. Bereits nach wenigen Minuten schon ging sie in einer gewaltigen Explosion unter als zwei Atomraketen unterhalb der Mittel- und Antriebssektion eingeschlagen waren.
Als dies geschehen war, sollte nun auch die Hestia dasselbe böse Schicksal ereilen. Doch dieser Battlestar hatte zumindest immer noch die zahlreichen Manövrierdüsen, was es die Crew an Bord wenigstens eine zeitlang ermöglichte sich zu wehren.
Dieser Kampf, in welchen die drei Basisschiffe überhaupt nicht eingriffen, dauerte in etwa eine Viertelstunde lang an, ehe Verstärkung für die Battlestar Hestia in Gestalt der Battlestar Iuno eingetroffen war.
Zum Glück fiel die Iuno ein Kampfstern der Mercury-Klasse, unter dem Kommando von Amanda Carter stehend, den drei zylonischen Schiffen in den Rücken.
Dies führte dazu dass die Argo wie ein böser Geist sofort weg sprang, während die Iuno den Kampf gegen die Zylonen eröffnete.
1 Woche später
Andromeda-Galaxie
Cyrannus Star System
Helios Beta System
Leonis
Immer noch befanden wir uns auf denselben Planeten. Es hatte einige Tage gedauert bis Private Sandra Kieras sich ausreichend von ihrer Verletzung und der Operation erholt, und dann zumindest zu einigen aus unserem Team Vertrauen gefasst hatte.
Kritisch wurden wir von der Kolonialen Soldatin immer wieder beäugt, wenn diese wach war. Uns half aber die Anwesenheit von Ta’mon, sowie Anise/Freya, womit wir eindeutig belegen konnten Fremde in diesen Teil des Universums zu sein. Man spürte aber auch wie sehr Private Kieras mit sich rang uns wirklich zu vertrauen.
Den beiden Lieutenants Fraiser und de Vaux schien sie am meisten zu vertrauen. Der Jaffa Ta’mon winkte mich einmal kurz zu sich heran - er wollte mit mir über eine wichtige Sache sprechen.
“Wie soll ich Dich am besten nennen?”, begann er, da er irritiert über die vielen Namen von mir war.
“Am besten nennst Du mich nicht “Objekt 12””, brummte ich.
“Na gut, Wolfrino. Mir ist aufgefallen, wie sehr unsere neue Freundin zu Captain Sharon Satterfield schaut. Dieser Blick ist böse, als ob Private Kieras sie kennen würde. Vielleicht vertraut sie uns deshalb immer noch nicht vollkommen.”
“Mir sind auch ab und wann diese bösen Blicke hin und wieder aufgefallen Ta’mon. Auch mich schaut sie immer wieder seltsam an…“
“Muss an deinen vielen Namen liegen. Verzeih mir, ich unterbrach dich gerade.“
“Ist nicht schlimm. Aber ich würde diese Beobachtung an Lieutenant Fraiser weiterleiten.“ “Dann werde ich mit ihr darüber sprechen”, nickte der Jaffa erleichtert darüber, dass er nicht als einziger diese Beobachtungen gemacht hatte, und ging zu Cassandra hinüber.
Helios Gamma System
Ophion - Gasgigant
Gut verborgen zwischen dem ersten und zweiten, der drei Ringe, die den Planeten umgaben, hatte sich eine kleine Flotte von Kampfsternen zurückgezogen. Dabei handelte es sich um die Battlestar Mercury, die die Namensgeberin dieser Schiffsklasse ist, sowie die Battlestar Titania einen Kampfstern der Galactica-Klasse, und die Ajax und die Iuno, zwei Kampfsternen der Valkyrie-Klasse, die sich in der Nähe der Lyxis einen Kampfstern der Berzerk-Klasse befanden.
Auf dem ersten Blick und Papier eine beeindruckende Streitmacht, die auf Grund seiner Erfahrung unter dem Kommando von Admiral Steven Baker stand. Doch war die Mercury, wie alle anderen in zurückliegenden Gefechten mit den Zylonen beschädigt worden.
Man achtete aufmerksam darauf keine großen messbaren Energieimpulse auszustoßen, um nicht die Aufmerksamkeit und das Interesse der Zylonen zu erregen.
Denn Admiral Baker war vorsichtig geworden, weil er nur zwei Tage nach dem Fall der Kolonien auf die infizierte Argo getroffen war. Diese hatte in einem harten Gefecht schwere Beschädigungen an der Steuerbordgondel, sowie dem unteren Rumpf verursacht. Seit diesem Tage sann der grimmige Befehlshaber auf Rache, doch zunächst ließ er sämtliche Computer an Bord seiner Flotte säubern, sowie wieder auf den Zustand von vor fünf Jahren zurücksetzen.
Battlestar Argo - Offiziersmesse
Wieder einmal war die Argo gesprungen. Doch immer noch befand sie sich innerhalb des Cyrannus Star Systems. Aber dies wollten die vier überlebenden Zylonen, die sich immer noch an Bord dieses Kampfsterns aufhielten ändern. Dafür hatten sie noch einmal die letzten Veränderungen vorgenommen.
Angewidert rümpften sie immer wieder aufs Neue ihre Nasen, denn auf der Argo breitete sich der Geruch der Verwesung immer mehr und mehr aus, und dies obwohl sie die meisten Leichen der Crew bereits über die Luftschleusen ins All entsorgt hatten.
“Also mir langt es jetzt so langsam! Ich habe genug! Deshalb schlage ich es noch einmal vor: Da Selbstmord in den Augen Gottes ein Sünde ist, uns gegenseitig zu erschießen, sobald wir wieder in die Nähe eines Wiederauferstehungsschiffes gesprungen sind”, schimpfte die Sechs gestresst.
Darauf folgte ein langes Schweigen im Raum, bevor sich der Leoben von seinem Stuhl erhob, und erklärte: “Na gut. Am besten gehen wir ins CIC, damit wir diesen Moment nicht verpassen.”
Den beiden schloss sich auch die Acht an. Der Fünfer merkte schließlich sich allein in der Offiziersmesse zu befinden, weshalb er aufsprang und hinter den anderen hinterher eilte, dabei murmelte er: “Unser Virus wird den Menschen noch einige Male schwer zusetzen…”
