[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#20
Odyssee
Folge 3.05 Tödlicher Hass, Teil 2

Milchstraße
Erde
USA - Los Angeles

“Ah!”, fluchte Murdoc, sowohl getroffen von der Wucht des auf ihn geschleuderten Koffers, als auch frustriert über seine eigene Unvorsicht. Es passierte ihm selten, ein Opfer zu unterschätzen.
Eigentlich gar nicht.
Bis auf MacGyver.
Und wie es den Anschein hatte, traf es auch auf noch weitere Mitglieder dieser Familie zu.

“Du bist dann wohl also sein Sohn”, brummte der Profi-Killer genervt. “Eigentlich bin ich ja nicht an Dich interessiert. Wusste bis zu diesen Moment nicht einmal dass er Kinder hatte. Aber nun… werde ich für ihn eine klare Botschaft hinterlassen. Nämlich dass das Spiel noch nicht vorbei ist. Ewige Ruhe, Sam MacGyver!”
Die letzten gesprochenen Worte erklangen voller Hass und Verachtung mit dem er den Familiennamen seines Erzfeindes bedachte.

“Schon wieder so vorschnell, Murdoc! Da gibt es ein kleines Problem, denn mein Vater ist spurlos vor einigen Tagen verschwunden, genauso wie seine beiden Freunde Thornton und Dalton.”
“Oh! Das bricht mir doch glatt das Herz…”
“Und ich bin nicht wie mein Dad”, seufzte Sam, der eine Glock 17 aus seinen Rucksack zog.
Verwundert erstarrte Murdoc in seiner Bewegung in der er eigentlich selber nach einer seiner Waffen greifen wollte. Dieser sicher geglaubte Vorteil war somit unerwartet dahin.

Aber nun sollte Sam besser selber sein Gegenüber nicht unterschätzen. Er hatte zwar von seinen Vater, Pete und Jack von Murdoc gehört - doch hielt man den Profi-Killer schon bereits seit einigen Jahren für tot.
Bis zur heutigen Nacht.

Verschlagen grinste der Erzfeind von MacGyver. Doch Murdoc hatte die Hände nicht richtig gehoben, obwohl Sam immer noch die Waffe auf ihn richtete.
Aus einem unscheinbaren Ring an der linken Hand von Murdoc waberte ein Energiestrahl auf den Sohn von Angus MacGyver zu. Schwer und ohne Vorbereitung wurde er davon gegen die Wand geschleudert. Instinktiv drückte Sam dreimal in kurzer Folge blind auf seinen Gegner ab.

Von den drei Schüssen wurde Murdoc von zwei Projektilen getroffen. Dabei streifte ihn eines am Kopf und das zweite traf ihn auf Grund der kurzen Entfernung so heftig an der linken Schulter, dass ihn die Wucht aus dem Schlafzimmer und auch noch durch das Fenster beförderte.



Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Orbit von Pangaea
Battlestar Thetis - Krankenstation

Zur gleichen Zeit als der Planet Pangaea von Dutzenden Teams erforscht wurde, hatte es Commander Liam Aberdeen nicht mehr länger ausgehalten, weswegen er die Zeit für gekommen sah. Mit einem steinharten Gesichtsausdruck war er an das Krankenbett von Commander Arthur Tigris herangetreten.

Der Befehlshaber der Thetis hasste den Mann, der vor ihm lag für das was er getan und vorgehabt hatte.
´Schade dass sie ihn nur verwundet haben Private Sandra Kieras. Wirklich schade…´, dachte Commander Liam Aberdeen, der mit der Erlaubnis von Admiral Diana McBride, die von den Vorkommnissen ausführlich unterrichtet worden war, bereits einige harte Strafen hatte vollstrecken lassen.
Doch um den Hauptverantwortlichen wollte er sich, im absoluten Gegensatz der gesetzten Anordnungen, selber kümmern. Ohne ein Wort zu sagen, klemmte er die Infusionen ab und fuhr mit einem vollkommenen leeren Gesichtsausdruck alle Überwachungsmonitore herunter.

“Was ist hier los? Oh, Entschuldigung Sir”, stammelte eine der Ärztinnen, die von ihrem Befehlshaber sofort den Befehl erhielt sich von diesen Patienten fernzuhalten, sowie im Falle einer Änderung des Zustandes absolut gar nichts zu unternehmen.



Milchstraße
Erde
USA - Los Angeles

Voller Zorn im Bauch schwamm der verwundete Murdoc zu einem Steg in der Nähe des Hausbootes von MacGyver. Mühsam zog er sich aus dem Wasser um sich wenige Minuten später triefend vor Nässe an einem Geländer entlang zuhangeln. Für gewöhnlich zog er sich immer nach einer solchen Auseinandersetzung mit MacGyver zurück, um an einen raffinierten Plan zu arbeiten um sich an seine Feinde zu rächen.

Aber nicht heute. Der langjährige Berufskiller hatte den Beschluss gefasst endlich reinen Tisch zu machen und nicht auf einen anderen Tag zu setzen.

Doch die beiden ahnten nicht dass sie aufmerksam beobachtet worden sind.

Voller Grimm in der Brust hatte sich Murdoc zurück ins Hausboot begeben. Doch zuvor hatte er die Kabel durchtrennt.
Verdutzt musste Sam feststellen dass die Telefonleitung nicht das einzige war was den Geist aufgab, denn es wurde dunkel. Der junge MacGyver wollte sich noch in eine Ecke zurückziehen von wo aus er hätte alles einigermaßen gut überblicken können - doch es war zu spät.

Die Wucht des Schlages mit dem Eishockeyschläger traf ihn vollkommen unerwartet.

´Ist schon ironisch´, dachte Murdoc böse grinsend während er auf sein hilfloses Opfer herabblickte. Dabei entschied er auch kein Spielchen zu spielen, sondern den Sohn seines langjährigen Erzfeindes ganz simpel umzulegen.

“Wach schon auf - Mac-Gyver!“, forderte er daher, der die Glock 17 aufgehoben hatte und bereits auf ihn zielte.
Sam kam mit heftigen Kopf- und Rückenschmerzen langsam wieder zu sich. Und gerade als Murdoc abdrücken wollte, meldete sich hinter jenen eine sanfte aber klare fordernde Frauenstimme zu Wort: “Nein! Das darfst Du nicht tun!“
Der Killer kannte diese Stimme, weswegen er sich überrascht in ihre Richtung umwandte. Er traute seinen Augen nicht, denn vor ihm stand sein einziges Kind und Tochter: Ashton, die er nach seiner zu früh verstorbenen Schwester benannt hatte.



Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Orbit von Pangaea
Battlestar Thetis - Krankenstation

Mit Befriedigung sah Commander Liam Aberdeen seit einer guten Stunde zu, wie der verhinderte Attentäter und der frühere Commander der Hephaistos, Arthur Tigris, von immer heftigeren Krämpfen gequält wurde.
Und schließlich war es soweit. Ein leiser Ton und die Anzeigen auf dem letzten noch aktiven Monitor kündeten schließlich vom eingetretenen Tode des Patienten.
“Gut. Das war’. Jetzt gehört er wieder ihnen, Doktor!”, nickte der Befehlshaber der Thetis.



Milchstraße
Erde
USA - Los Angeles

Diese unerwartete Begegnung brachte den sonst so eiskalten Profi-Killer vollkommen aus der Balance. Diesen Umstand nutzte Sam MacGyver aus, um sich voller Entschlossenheit auf seinen Gegner zu werfen. In Folge des Gemenges, während die zwei Männer ins Wasser stürzten, löste sich Schuss.
“MACGYVER!”, brüllte Murdoc noch, ehe er in den Fluten des Hafens versank.



Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Pangaea

Schon bereits seid ungefähr 2 Stunden hatten wir das hügelige Gelände des Canyons und seiner Ausläufer hinter uns gelassen. Seid dem war unsere Gruppe in den Dünen der riesigen Wüste, die ungefähr 90 Prozent der gesamten Landmasse bedeckte, unterwegs.

Der Sand war extrem weich. Und da wir alle in der Gruppe mit schwerer Ausrüstung ausgestattet waren, versanken wir hin und wieder sogar bis zu den Knien in den Sand.
Auch löste sich die Formation des Teams auf, weil einige Probleme mit diesen mehr als nur schwierigen Bodenverhältnissen hatten.

Als einzige ließ sich Leutnant Vanessa Greiner absichtlich bis ans Ende der Gruppe fallen. Mit finsterem Blick marschierte sie hinter uns anderen her. Die Soldatin beobachtete und analysierte konzentriert alle Bewegungsmuster ihrer Teamkollegen.
Schließlich erkannte sie endlich eine günstige Gelegenheit und zog langsam den Revolver hervor. Ein letztes Mal noch kontrollierte Greiner die Waffe, dann zielte sie sorgfältig und drückte mehrfach und schnell hintereinander ab.

Blind von Hass hatte Leutnant Greiner die Schüsse abgefeuert, und dabei vollkommen ignoriert möglicherweise andere verletzen zu können. Das Krachen hallte laut zwischen den Sanddünen wieder.
Das erste Geschoss traf Doktor Xiao. Die Archäologin aus der Volksrepublik China hielt sich ihre Hände stark pressend auf den Bauch und schrie verzweifelt um Hilfe.
Aber die Adamatiumkugel hatte ihren Körper durchschlagen und schon kurz darauf schmerzhaft Leutnant Jessica Schneider am linken Oberschenkel gestreift, ehe das Projektil in der Sanddüne verschwand. Die leicht verletzte Soldatin ging schimpfend in die Knie, während sie sich bereits in dieser Bewegung instinktiv umwandte.

Die anderen drei Projektile trafen mich. Wobei zwei von ihnen in meinen Rücken und die dritte in meine rechte Brusthälfte einschlugen, da ich mich alarmiert nach hinten umgedreht hatte. Doch schwer und tödlich von diesen Geschossen getroffen sackte ich in den Sand.

“Und jetzt: Stirb Wolfrino!”, zischte Vanessa hasserfüllt, die abermals anlegte und dabei sorgfältig zielte. Dann drückte Greiner ein weiteres Mal ab.
Dieses Mal traf sie mir genau ins Herz. Und da die Geschosse aus Adamatium waren, wurden sie nicht von meinem Körper herausgedrückt.
Langsam schritt die Soldatin näher heran.

“Sofort die Waffe weg, Leutnant Greiner!”, schrie First Lieutenant Jin im Befehlston, die von oben aus auf einer Sanddüne mit schussbereiter Waffe kniete, der Schützin zu.
“Nein! Er muss sterben!”
“Wirf jetzt endlich die verdammte Knarre weg! Oder ich mache von der Schusswaffe Gebrauch!”, rief dann auch noch Leutnant Schneider, die ihre Handfeuerwaffe gezogen hatte, warnend ihrer Kameradin zu.

“Nein! Ich muss ihn töten! Ich will Rache! Rache für meinen Onkel Eduard! Noch einen Schuss habe ich… Ich weiß was ich zu tun habe. Diesen verfluchten Bastard schieße ich den Schädel weg…”, murmelte Vanessa, die mit ihrer Waffe abermals anlegte.

Alle ihre Teamkollegen, die sich bislang um die verwundete Archäologin kümmerten, mit der Ausnahme von Jiao und Jessica, sahen benommen zu, wie sie sich darauf vorbereitete ihren, nun mittlerweile wehrlosen und verteidigungsunfähigen Gegner, mit der letzten Patrone in der Trommel, endgültig den Garaus zu machen.

Schon kurz darauf fielen erneut Schüsse, die zwischen den Sanddünen in der Wüste widerhallten.

Odyssee
Folge 3.06 Tödlicher Hass, Teil 3

Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Pangaea

“Was zur Hölle ist da nur los?!”, stieß Lieutenant Tessa de Vaux, die neben den Jumper stand hervor. Beim ersten fernen Knallen dachte sie zunächst noch, sich geirrt zu haben. Aber als die anderen drei, die mit ihr das Fluggerät sicherten beinahe gleichzeitig:
“Das waren doch schon wieder Schüsse!” - sagten, war ihr sofort klar geworden dass es wohl ernsthafte Schwierigkeiten gab.
Ohne zu zögern nahm sie daher sofort Kontakt mit dem übrigen Team auf, das sich auf Erkundung befand.
“…ja… Richtig, Wir haben uns vor etwa 4 Stunden getrennt, und haben ebenfalls das Knallen gehört, was sich verdächtig nach Schüssen angehört hatte. Ich versichere Ihnen aber, das bei uns ist alles in Ordnung ist. Aber auf Grund dieser Tatsache sind wir ein wenig beunruhigt, Lieutenant”, hörte man Doktor Michaels’ Stimme aus dem Funkgerät sagen.


Nachdem die Echos der Schüsse in den Dünen verklungen waren, lag Leutnant Greiner nur wenige Meter von mir entfernt im Sand. Die rachsüchtige Soldatin war in Bruchteil weniger Sekunden von zwei Projektilen getroffen worden. Dabei war Leutnant Jessica Schneider nur darauf ausgewesen ihre Kameradin aufzuhalten, wohin hingegen First Lieutenant Jiao Jin weniger zimperlich gewesen ist.

Die eine Schussverletzung an der rechten Schulter in der ein Pistolenprojektil steckte war nicht ganz so tragisch, im Gegensatz zu der anderen aus dem Sturmgewehr in der Brust, die lebensbedrohlich für die deutsche Soldatin war.
Der letzte Schuss aus dem Revolver, den Leutnant Greiner krampfhaft abgegeben hatte, war hingegen glücklicherweise für mich ohne weitere Folgen geblieben.

Von dieser Situation unter akuten Stress stehend, war Lieutenant Fraiser von Doktor Xiao weiter zu Leutnant Greiner geeilt, da Leutnant Schneider abgewinkt und sich schon selber verbunden hatte.

Alle zuckten kurz darauf zusammen nachdem sie einen Lufthauch gespürt hatten. Doch schnell waren alle wieder entspannt, weil es nur den Jumper mit dem übrigen Team an Bord handelte. Die Insassen strömten um zu helfen sofort hinaus. Aber zunächst starrten sie fassungslos in die Runde, ehe ihre Blicke bei den Verletzten haften blieben.

“Das verstehe ich nicht? Was ist nur mit Wolfrino los?”, murmelte Private Sandra Kieras irritiert fragend in die Runde.
“Er hat sich vermutlich einige Kugeln aus Adamatium eingefangen, weswegen sich sein Körper immer noch nicht regeneriert. Diese spezielle Metalllegierung kann von seinem Körper nicht abgestoßen werden… somit ist Wolfrino aus medizinischer Sicht betrachtet: tot!”, versuchte Lieutenant Fraiser zu erklären, die immer noch bemüht war Leutnant Greiner zu stabilisieren.

Nach einer Pause fuhr Cassie fort: “…ich vermute dass Jonathan damit einverstanden wäre, wenn wir uns zunächst um Vanessa kümmern…”
In genau diesen Moment erlangte ihre Patientin das Bewusstsein wieder und murmelte leise, kaum hörbar: “Nein! Nein! Lasst diesen verfluchten Bastard von einem Mutanten da liegen und sterben!”
Kaum hatte sie das gesagt, sackte sie erneut erschöpft vom hohen Blutverlust zusammen.

In der Zwischenzeit hatte sich die Tok’ra Anise um die ebenfalls übel verletzte Doktor Xiao gekümmert, indem sie die Verwundung größtenteils mit einem Handheilgerät kuriert hatte. Die Behandlung war einigermaßen erfolgreich gewesen, denn es kündete nur noch eine leichte Narbe von der Verletzung.

In der näheren Umgebung landeten zwei Raptor von der Battlestar Electra, die weiteres Personal, sowie unter anderem auch Miss Shen an Bord hatten. Die Unterstützung sollte Cassandra bei ihrer Arbeit helfen, sowie die Fortführung der Mission gewährleisten.

“Oh, nein! Lieutenant Fraiser! Wir dürfen niemanden mehr aus unserem Team verlieren! Wir haben bereits schon schwere Verluste hinnehmen müssen: Sub-Lieutenant Meng Sun, Gefreiter Andreas Wagner, Major James McAllister und Ta’mon in weniger als nur 2 Tagen… Jetzt nicht schon wieder! Tun Sie ihr Bestes!”, wünschte die Expeditionsleiterin, die aufmerksam die Rettungsmaßnahmen beobachtete.

“Danke. So das war’! First Lieutenant Jin! Lieutenant de Vaux! Leutnant Greiner ist jetzt stabil. Wir können sie und Wolfrino somit mit dem Jumper zur weiteren medizinischen Versorgung auf die Electra bringen!”, entschied Lieutenant Fraiser nach etwa einer guten Viertelstunde schließlich.
“Halt! Stopp! Ich komme auch mit! Autsch!”, rief Leutnant Schneider, die aufgesprungen war und sofort hinterherlaufen wollte, dann aber wegen des Streifschusses an ihrem linken Oberschenkel für einen kurzen Moment zusammenzucken musste.


Orbit von Pangaea
Battlestar Electra - Krankenstation

Allzu gerne hätte Cassandra Fraiser die chinesische Archäologin zur Kontrolle ebenfalls mit an Bord genommen, doch diese hatte lächelnd geweigert, weil sie weiter an den Einsatz teilnehmen wollte. Aus diesen Gründen blieb Anise/Freya ebenfalls unten auf Pangaea zurück.


Schon seit einigen Stunden dauerte die Operation in der chirurgisch die beiden Projektile aus der rechten Schulter und der Brust von Vanessa Greiner entfernt wurden. Durch die Glasscheibe sah Felix Müller dem Ärzteteam die ganze Zeit über dabei zu. Der deutsche Major machte sich in Gedanken immer wieder aufs Neue starke Vorwürfe wegen der ganzen Angelegenheit.

Es vergingen noch mehrere Minuten ehe Fraiser und ihr Team mit der Operation fertig war. Als sie den OP-Saal verließ und ihre Handschuhe auszog, bemerkte sie Müller und sagte: “Keine Sorge Sir. Greiner wird wieder gesund werden. Es wird zwar einige Zeit dauern, aber sie ist über dem Berg.”
Schließlich trat Miss Shen mit sorgenvoller Miene an die beiden heran, und fragte: “Na schön. Und was ist jetzt mit Wolfrino? Ich kenne, wie sie beide und die anderen auch, die Röntgenaufnahmen, die die Positionen der Geschosse in ihm zeigen…”
“Das wird auf jeden Fall kein Spaziergang”, seufzte Lieutenant Fraiser, “diese Projektile aus Adamantium sind das einzige was Wolfrino in diesem Zustand hält. Es sind vier von ihnen in seinem Torso, davon zwei im Herzen… Sobald diese dann entfernt wurden… wir müssen ihn auf jeden Fall die ganze Zeit über fixieren, sonst gibt es noch weitere Verletzte…”
“Oh ja natürlich - die Krallen. Das hatte ich beinahe vergessen, Lieutenant.”
“Ist schon in Ordnung, Miss Shen. Es ist nun einmal Tatsache, dass er vollkommen unerwartet während der OP das Bewusstsein wiedererlangen kann…”

“Ich bitte um Entschuldigung - aber Admiral McBride und Commander Aberdeen möchten mit Ihnen sprechen! Es gibt erste Ergebnisse und Funde!”, meldete Private Sandra Kieras.
“Wir kommen sofort”, bestätigte Miss Shen.

Offiziersmesse

Während der gesamten Präsentation war für alle anwesenden Teilnehmer zu erkennen wie erschöpft und mitgenommen Cassandra Fraiser war. Ein Umstand, der Xiao dazu veranlasste ihren Vortrag so kurz wie möglich zu halten, wie schon alle anderen vor ihr.

“…sie erwähnten diesen Kristall - und, dass sie bereits einen solchen in ihrer Ausrüstung dabei haben. Muss sehr wichtig sein.”
“Ja, Admiral McBride. Wir nennen diese Kristalle Zero Point Module. Oder einfach nur ZPM’. Sie sind eine sehr leistungsfähige Energiequelle. Und wir haben zwei bislang mitgebracht. Doch benötigten wir noch ein drittes, was unsere Mission erleichtern wird”, bestätigte Major Hailey umgehend.
“Gut. Wir haben sehr nützliche Erkenntnisse gewonnen, sowie wichtige Funde gemacht. Doch jetzt ist es an der Zeit dass wir uns so schnell es geht um Jonathan Wolfrino Martin kümmern! Lieutenant Fraiser!”
“Ja, Admiral. Natürlich”, seufzte Cassie müde.
“Sagen sie uns einfach wen und was sie benötigen um unseren Freund zu helfen.”
“Klingt vielleicht etwas seltsam, aber wir benötigen starke Gurte, Riemen oder Ketten um uns selber abzusichern… und natürlich das beste medizinische Personal, das Sie haben, Admiral.”
“Wir werden sehen was und wen wir auftreiben können. Wann wollen Sie beginnen?”
“Nun ja, Admiral McBride. Ich würde mich gerne zunächst etwas ausruhen wollen. Die Einführung für diese OP hatte ich für 8-Hundert geplant, und der eigentliche Eingriff eine Stunde später, um 9-Hundert”, antwortete Lieutenant Fraiser.

Krankenstation

Alle Beteiligten, aber auch interessierte Mitglieder aus der Expedition und der Crew waren anwesend als Cassandra Fraiser die wichtigen Informationen weitergab: “…bitte seien Sie nicht irritiert: Narkosemittel, also Anästhesie wirkt bei diesen Patienten wegen seiner Mutation nicht. Deswegen werden wir ihn fixieren damit wir nicht von Schlägen oder den Krallen, die er ohne Vorwarnung vermutlich ausfahren wird verletzt werden. Gibt es noch Fragen?… Nein. Gut, dann machen wir uns an die Arbeit!”

Wie es besprochen worden war, so wurde auch vom chirurgischen Team vorgegangen. Zuallererst entfernte Cassandra mit dem Chefarzt der Battlestar Electra das Projektil, das in der rechten Brusthälfte saß. Direkt im Anschluss entfernten die beiden dann das zweite Projektil das in der rechten Schulter steckte. Wie zu erwarten war gab es bislang keinerlei Komplikationen. Sorgfältig wurden die Wunden vernäht.

Nachdem dies geschehen war, wurden die beiden von zwei frischen und ausgeruhten Kollegen ersetzt. Denn jetzt wurde es sehr knifflig und sehr spannend. Nicht nur für das medizinische Personal, sondern auch für diejenigen, die diese Operation durch die Glasscheibe oder den Monitoren mitverfolgten.

Beide Chirurgen atmeten noch einmal kurz durch. Es waren zum einen Doktor Cong-Min Wang, der aus der Volksrepublik China kam, und zum anderen Doktor Hiroshi Soma aus Japan stammte. Beide hatten so einiges gemeinsam, nämlich sie waren unter anderem im OP Spezialisten und hatten sehr ruhige Hände. Die zwei hatten den Plan die beiden Adamatiumkugeln, die im Herzen steckten möglichst synchron zu entfernen. Ihnen zur Seite standen noch weitere Ärzte und Helfer aus zwei Galaxien zur Seite.

Bevor sie jedoch mit ihren Part begannen, überprüften sie noch einmal kurz die Fesseln, die ihre eigene Sicherheit garantieren sollten.

Als sie damit fertig waren, nickten sie zufrieden, schauten dann auf die Uhr. Schließlich gaben sie das vereinbarte Zeichen und begannen mit den ersten kleinen Schnitten.

Für den, der die Monitore mit den Vitalfunktionen im Blick behalten musste war es am meisten interessant, weil er die kleinste Veränderung festzustellen und zu melden hatte. Doch bislang war nur der Ton zu hören, der davon kündete dass der Patient am Leben war. Ein Umstand, der sich schon sehr bald erwartungsgemäß ändern würde.

Der Moment war gekommen. Doch wie es die beteiligten Ärzte und ihre Helfer es geschafft hatten, wussten sie nicht später nicht mehr ganz genau - aber sie hatten ihr Ziel erreicht und die beiden Projektile beinahe zeitgleich aus dem Herzen entfernt. Dabei zogen sich immer wieder welche aus dem Team in einer zuvor festgesetzten Reihenfolge aus dem Operationssaal zurück um den Stressfaktor zu reduzieren.
Doch seltsamerweise war der Zustand in dem ich mich befand so schwerwiegend, dass viele Minuten nichts geschah. Dann hörten die noch Anwesenden das was man erhofft hatte: Die bislang nicht messbaren Vitalfunktionen erwachten langsam wieder. Erst zögerlich und schwankend, bevor sie sich stets langsam immer weiter stabilisierten, steigerten und mein Körper nur kurz zuckte.

Eine wirkliche Erleichterung machte sich bei Miss Shen, Major Hailey, Lieutenant Fraiser und anderen meiner Freunde erst am späten nächsten Morgen bemerkbar, denn die vier Einschusswunden und das etwa eine Dutzend Operationsschnitte hatten begonnen zu heilen.

Somit war eigentlich das Schlimmste für mich überstanden. Aber, etwa eine halbe Stunde später blieb Cassandra hart und sagte streng: “Nichts da, Wolfrino - Sie bleiben noch mindestens 2 Tage zur Beobachtung hier! Denn immerhin waren Sie ja… ja tot… gewesen…”
“Äh…”
“Keine Widerrede! Zurück ins Bett! Das ist ein klarer Befehl!”, erklärte Lieutenant Fraiser abermals. Dieses Mal zusätzlich noch mit dem erhobenen rechten Zeigefinger.

Nachdem diese Unterhaltung beendet war, und sie noch ein kurzes klärendes Wort mit Leutnant Jessica Schneider gewechselt hatte, verließ Lieutenant Cassandra Fraiser die Krankenstation.
Kurz darauf hörte ich das Gemurmel. Es war Leutnant Vanessa Greiner, die wieder zu sich gekommen war und innerlich frustriert darüber war, dass ich nicht tot war.

Für wenige Minuten dachte ich nach was zu tun wäre. Dann fasste ich den Entschluss diese Angelegenheit zwischen uns beiden aus der Welt zu schaffen. Somit führten mich meine Schritte von meinen eigenen zu ihrem Krankenbett, welches sich nur einige Meter entfernt befand.

“Na los! Darauf hast Du doch nur die ganze Zeit gewartet, oder? Die Gelegenheit ist sehr günstig für eine solche Tat. Also los, töte mich - genauso wie Du auch meinen Onkel in Tibet umgebracht hast!”, murmelte Vanessa, deren Augen mich kalt und voller Hass anstarrten, während sie mit mir sprach.
Für die immer noch sehr stark von ihrer Verwundung geschwächte Soldatin sah es zunächst in der Tat so aus, als ob ich dies wohl wirklich vorhatte, weil ich bereits an das Bett zu ihr herangetreten war, nachdem ich die Vorhänge zugezogen hatte.

“Nein! Da liegen Sie falsch! So etwas tue ich nicht, Leutnant Greiner! Ich will mich nur mit Ihnen in Ruhe unterhalten…”
“Pah! Sie wollen wohl etwa auch noch dass ich Ihnen diesen kaltblütigen Mord an meinen Onkel vergebe, oder was?”
“Mal ganz ruhig, Vanessa! Bitte. So viel ich erfahren habe, hatten Sie ebenfalls dieses Video von Doktor Rosenthal geschaut…”
“Ja, habe ich. Und?”
“Sie haben sich während einer Mission in Griechenland darüber beschwert, dass ich Jiao, Shen und noch einigen anderen Beteiligten die Geschichte in Tibet hier vergeben habe… Und ich bin auch dazu bereit, Ihnen ebenfalls zu vergeben und somit einen Schlussstrich zu ziehen.”
“Und als Gegenleistung soll ich Ihnen vergeben?”
“Ist Ihre Entscheidung. Doch sagen sie mir eins: Sah es im Video wie kaltblütiger Mord aus?”, seufzte ich fragend in einem ruhigen sachlichen Ton.

Es vergingen mehrere Minuten in denen Stille herrschte. Dabei schauten wir beiden uns wortlos in die Augen.
Dann hielt es Vanessa Greiner nicht mehr aus, die dann verlegen geworden erst einige Sekunden nach oben an die Decke und dann zur gegenüberliegenden Seite schaute.
“Nein!”, war alles was sie sagte und ihre linke Hand in meine Richtung ausstreckte.

Odyssee
Folge 3.07 Verschleppt, Teil 1

Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Hauptstadt Capripolis

Vor noch nicht allzu langer Zeit waren die Amazonen und die Familie von Adriana im fast dem ganzen Reich verhasst gewesen. Doch war der bedrängte König wegen der aktuellen politischen Entwicklung dazu gezwungen, sich verlässliche Bundesgenossen zu suchen. Dass dies ein guter Entschluss gewesen war, konnte er anhand der Karte sehen, denn der Grund dafür war ein Krieg, welcher schon seit einigen Jahren andauerte, und von Darius in den entfernten Reichen eines weit entfernten Insel-Archipels entfesselt worden war. Dies erfuhr man nahezu täglich von einigen Flüchtigen, die vor der Grausamkeit dieses Eroberers geflohen waren.

Doch hatte Darius immer noch nicht genug, denn er hatte vor einigen Wochen von den größeren Inselreichen hinüber auf das Festland übergesetzt, mit dem Ziel diese gesamte Welt zu erobern und allen Bewohnern zum Glauben an die Ori und den wahren Pfad des Ursprunges sowie zur göttlichen Orici zu bekehren. Im Verlaufe der letzten Wochen hatte er es geschafft fast alle umliegenden Reiche zu unterwerfen. Nur das Königreich Capripolia, das weitläufige Land der Amazonen, sowie die kleineren Reiche im Norden, die sich wegen Darius bereits zusammengeschlossen hatten, sowie ein Großreich im Osten auf diesen Kontinent hielten seinen Angriffsversuchen immer noch stand.

Der König Capripolias und seine Untertanen waren froh und dankbar über den Beistand von Adriana und den Amazonen. Doch war die letzte Abwehrschlacht auf dem Meer nicht gut für ihn selber verlaufen, da er schwer verwundet bereits seit Tagen schon das Bett hüten musste.

Was ihn beunruhigte war das Gerücht der angeblichen Verwandtschaft zwischen Adriana und Darius. Auch Adriana setzte neben der Verhandlungspolitik auf Eroberung und Unterwerfung, doch zwang sie niemanden dazu die Ori, die Orici Adria, also ihre Mutter anzubeten und zu verehren. Somit stand sie zusammen mit den Amazonenprinzessin Veronika seinem weiteren Feldzug erfolgreich im Wege, denen es gelungen war eine mehr als nur ernstzunehmende Allianz, mit allen bislang noch freien Reichen auf diesen Kontinent, zu schmieden.

Seit vielen Tagen schon überwachte Veronika argwöhnisch den weiteren Ausbau der notwendigen Verteidigungsanlagen der Hauptstadt Capripolis, die immer mehr zu einer Festung ausgebaut wurde.

“Ah. Hier bist Du. Wie sieht es hier bei Dir aus?”
“Sehr gut, Adriana. Der Hafen ist mehr als nur gut befestigt, ebenso die drei vorgelagerten Inseln. Und unsere Kriegsflotte befindet sich bereits wieder auf dem Meer, wie Du es angeordnet hast.”
“Sehr gut. Denn ich habe, bevor ich zu Dir gekommen bin erfahren, dass Darius nun doch vor kurzen mit seiner Hauptstreitmacht in Ecosines eingefallen ist…”
“Wirklich?! Dann liegt nur noch dieses Niemandsland, die große Einöde zwischen uns und ihm. Und sollte Darius diese Wüste irgendwann durchquert haben, können wir ihn kaum noch aufhalten”, seufzte Veronika, die mit ihrer besten Freundin zu einer großen Karte gegangen war.
“Das ist leider wahr. Ist nur zu hoffen, dass unsere Verbündeten mit einigen Truppen aus dem Norden und Osten rechtzeitig innerhalb der nächsten Tage eintreffen, sonst wird es für uns alleine mehr als nur ein sehr harter Kampf”, wusste Adriana, die die Karte immer noch gemeinsam mit der Amazonenprinzessin betrachtete, auf welcher unter anderem die aktuellen eigenen Stellungen und die des Feindes vermerkt waren.


Lambda-Sektor
Battlestar Electra - CIC

“Sprung erfolgreich durchgeführt, und die Flotte ist vollzählig!”, meldete Colonel Hebridan nach einem kurzen prüfenden Blick auf das DRADIS. Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: “Nur noch einige wenige Sprünge und wir verlassen auch noch diesen Sektor, sowie den uns bekannten Bereich unserer Heimatgalaxie, womit wir aber dem Planeten näher kommen, den Doktor Xiao in den Aufzeichnungen auf Pangaea gefunden hat…”
“Doch zunächst muss ich mich um andere wichtige Dinge kümmern!”, seufzte Admiral McBride, die dadurch den Redefluss ihres XO beendete.


Heraclia
Königreich Ecosines - Darius’ Feldlager

Mit großen Erwartungen betrat Hauptmann Silon, der Anführer der Leibgarde von Darius, das große luxuriöse Zelt seines Gebieters. Kaum war er eingetreten, richtete er seine Stabwaffe auf den Gast, welcher neben seinen Herrn stand.
Doch senkte er jene sofort wieder als er Eremitias, den Prior wiedererkannt hatte.

“Bitte verzeiht mir, o Prior.”
“Ist schon gut, Silon. Es ist gut wachsam sowie stets bereit zu sein. Ich bin aus einem sehr wichtigen Grund hier, weswegen der Sohn der göttlichen Orici mit Euch zu sprechen wünscht. Denn die Zeit der großen Zusammenkunft ist nahe.”
“Jetzt schon? Diese Welt ist noch nicht komplett unterworfen worden.”
“Dies ist richtig Hauptmann. Doch zwingen die Umstände mich dazu das Geschehen zu beschleunigen. Darius! Ihr seid dran!”
“Danke, Prior. Hauptmann Silon, ihr erhaltet den wichtigen Auftrag mit der einen Hälfte der Leibgarde aufzubrechen, nach Adriana zu suchen und in meine Gewalt zu bringen, sobald der große Prior Eremitias uns wieder verlassen hat!”
“Ich verstehe, mein Gebieter. Doch… Sie verbreitet doch ebenfalls den einzigen wahren Glauben. Die Lehre des Pfades des Ursprungs.”
“Gewiss. Aber leider nicht mit dem feurigen Eifer wie Darius. Adriana scheint zu schwach für diese Aufgabe zu sein, die auf sie wartet”, erklärte der Prior knapp, den man ein wenig die Enttäuschung darüber ansah.

Silon nickte: “Gut. Ich werde Adriana, die Tochter der göttlichen Orici gefangen nehmen. Doch was tue ich, wenn ich auf meine Brüder und Schwestern treffe?”
“Vertraue auf Deine List und versuche das Vergießen von Blut zu vermeiden, denn auch diese Krieger der Ori dienen der göttlichen Orici!”, mahnte Eremitias während er sich noch einmal kurz umwandte.


Theta-Sektor
Planetarischer Nebel
Electra-Flotte

Schon seid Stunden herrschte eine gewisse Unruhe an Bord aller Kampfsterne. Die zivilen Schiffe hatte man aus taktischen Gründen noch nicht informiert, denn auf den Anzeigen der Jumper waren Signale aufgetaucht. Somit entstand der mutmaßliche Anschein dass sich im schlimmsten Fall eine Flotte der Zylonen in der Nähe aufhielt.

Battlestar Electra - CIC

“Die halten sich etwas außerhalb dieses Nebels auf, wo wir uns selber verbergen. Was meinen Sie? Sollten wir uns nicht vergewissern, ob es wirklich Zylonen sind, Admiral?”
“Ja. Es geht schon fast zwei Tage lang so. Wir können keinen sicheren Kurs berechnen solange wir uns in diesem planetarischen Nebel verstecken… Daher schicken wir am Besten einen getarnten Jumper als Aufklärer los. Vier Leute als Besatzung sollten für diesen Einsatz genügen. Darum würde ich Sie bitten das dafür notwendige Team zusammenzustellen Miss Shen”, antwortete Admiral McBride, die immer wieder auf das gestörte DRADIS schaute.

Kaum war Xiaoyi aus dem Combat Information Center der Electra verschwunden um sich um die Aufstellung des Aufklärungsteam zu kümmern, beugte sich Diana erneut über die Unterlagen. Diese Papiere beinhalteten den aktuellen Statusbericht aller Schiffe der Flotte.
Eines stimmte sie zuversichtlich, nämlich das sämtliche zivilen Schiffe keinerlei schwere Mängel aufwiesen.
Als sich die Befehlshaberin der Flotte im direkten Anschluss den Zustandsberichten der Kampfsterne zuwandte, meldete sich über Funk das Backbordhangardeck.
“Admiral McBride. Hier ist Jumper 1, wir sind startbereit und bitten um die Freigabe der angeordneten Aufklärungsmission!”, hörte man die Stimme von Tessa de Vaux aus dem Lautsprecher des Hörers sagen.
“Hier ist der Admiral. Sehr gut, Lieutenant. Sie haben Starterlaubnis! Bleibt im Tarnmodus! Keine Heldentaten! Und, gute Jagd Euch da draußen!”, erklärte McBride, die den Hörer sofort wieder einhängte.

“Was meinst Du?”
“Was wir da wirklich finden? Hoffentlich keine Zylonen, sonst kriegen wir ernsthafte Probleme Lot!”



Milchstraße
Erde
USA - Homeworld Command

“General O’Neill, Sir! Da wäre ein Gespräch für Sie auf Leitung 3.”
“Von wo ist es, Lieutenant?”
“Aus Deutschland. Hamburg um genau zu sein, Sir”, antwortete seine Adjutantin.
“Danke. Kann mir schon denken wer da auf der anderen Seite ist”, murmelte Jack O’Neill, der den Hörer abnahm und die Taste 3 drückte um das Gespräch entgegenzunehmen.

Schon nach wenigen Minuten verdrehte der General irritiert die Augen und verzog eine Miene, die jeden wohl aus seinem Büro vertrieben hätte. Vorausgesetzt es wäre jemand bei ihm gewesen.

“Ich finde das nicht in geringster Weise komisch!”
“Das ist kein Scherz, General O’Neill. Es ist wahr - wir sind beide wirklich Goa’uld. Jasmin und ich. Und das schon seit langer Zeit. Nur haben wir gewartet um uns zu offenbaren, da wir den Menschen der Erde misstrauen…”
“Redet nicht lange um den heißen Brei rum! Was wollt ihr?”
“Weiterhin in Frieden und Ruhe auf der Erde leben, sowie unserer Arbeit nachgehen…”
“Ach ja! Das soll ich euch zwei Schlangenköpfen glauben, oder was?!”, knurrte Jack ins Telefon zurück.

“Hm. Ja.”
“Ihr bleibt beide wo ihr seid!”
“Jetzt mal langsam. Wir beiden haben noch niemanden geschadet… ist nicht ganz wahr. Einen Mann habe ich erschossen, damit er nichts erzählt…”
“Aha. Ich kriege euch beide, denn wir müssen uns mal dringend unterhalten!”, erklärte der General hart, der seiner Adjutantin bereits ein Zeichen gegeben hatte.


Deutschland - Hamburg < = > Erdorbit - U.S.S. George Hammond

Irgendwie hatten Nike und Bastet das Gefühl richtig gehandelt zu haben, um den sehr misstrauischen Tau’ri ihre ehrlichen Absichten zu unterstreichen. Beide wollten gerade gemeinsam die Wohnung verlassen um sich auf den Weg zu ihrer Dienststelle zu machen als sie von einem hellen Licht umstrahlt wurden.

Dies war ein Transportstrahl gewesen, welcher die zwei vollkommen unvorbereitet auf die George Hammond transportierte.

Wie sie es gelernt hatten, griffen die beiden sofort zu ihren Dienstwaffen. Doch als sie erkannten dass sie sich beide auf einem Schlachtschiff der Erde befanden, erstarrten sie kurz in ihrer Bewegung und hoben ihre Hände empor.
“Willkommen an Bord ihr Beiden!”, erklärte Samantha Carter säuerlich, die ihre Zat-Waffe auf Jeanne/Nike gerichtet hatte. “Entwaffnet die beiden und legt ihnen sofort Hand- und Fußfesseln an!”, ordnete sie dann nach einer kurzen dramatischen Pause an.


USA - Homeworld Command

Es verging nicht einmal eine Viertelstunde und die beiden fanden sich dann auch schon bei General O’Neill wieder, der seine Ankündigung innerhalb von kurzer Zeit die Tat umgesetzt  hatte.
Und da Jack in punkto Goa’uld nie ein Risiko einging, war auch Teal’c anwesend, der ohne zu überlegen Chulak verlassen hatte.

Einige Minuten lang saßen sich die vier nur schweigend gegenüber. Was dem ehemaligen Primus von Apophis dann aber bereits schon nach den ersten Minuten des Verhörs auffiel, war dass sich Jeanne/Nike und Jasmin/Bastet irgendwie anders verhielten als gewöhnliche Goa’uld, da die beiden auch zuvor schon ohne sich zu sträuben der medizinischen Untersuchung gestellt hatten, wobei sie aber entspannt grinsten und lächelten.

Die erhaltenen Informationen machten Jack und Teal’c nachdenklich, weswegen sie beschlossen eine kurze Pause einzulegen und über die bisherigen neuen Erkenntnisse zu beraten.

Als die beiden draußen waren, brummte Jeanne/Nike verdrießlich: “Ist das erniedrigend: Gefesselt mit den eigenen Handschellen in einem Verhörraum zu sitzen.”
“Zumindest leben wir beide noch. Ist schon mal ein guter Anfang, nachdem wir beide so abrupt verschleppt wurden”, meinte Jasmin/Bastet daraufhin ein wenig zynisch.

Die beiden “Gäste” durch eine getönte Scheibe beobachtend, berieten sich Jack und Teal’c.
Schließlich brachte der Jaffa das sonderbare und abweichende Verhalten der beiden Goa’uld zur Sprache: “Wir haben schon viele Goa’uld kennengelernt. Doch scheint es mir so, als ob Jeanne und Jasmin irgendwie in einer gewissen Art und Weise ihre Symbionten beeinflusst haben…”
“Ah ja. Da fällt mir glatt die Schlange ein, die in der Kelownanerin Kianna gesteckt hat…”
“…und auch der Symbiont Kanan, der…”, unterbrach Teal’c, der aber sofort von seinem Freund abgewürgt wurde.
“Stopp! Erinnere mich bloß nicht daran, ja! Doch was mich beunruhigt ist die Aussage von Nike, dass sie und Bastet nicht aus ihren Wirtinnen erlernt werden können. Womit wir mal wieder an der Stelle wären, die mir nicht gefällt. Aber um zu verhindern, dass eines Tages ein wütender Wolfrino hier alles zerlegt… brauchen wir die Hilfe der Tok’ra. Denn ich habe so ein Gefühl, dass wir ohne die nicht in dieser Angelegenheit weiterkommen.”
“In der Tat.”

Odyssee
Folge 3.08 Verschleppt, Teil 2

Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia

Nach einem erfolgten Aufruf hatten sich alle Kriegerinnen und Krieger der Leibgarde um Adriana versammelt. Die Tochter der Orici nahm sich die Zeit, während sie an jeden einzelnen vorbeiging mit jeden von ihnen persönlich kurz zu sprechen.
Als sie damit fertig war, wählte sie zehn von ihnen aus. Diese Eskorte sollte sie auf einer sehr wichtigen Mission begleiten. Es geschah genau in dem Augenblick, wo Eremitias zurückkehrte.
“Euer Mentor, Eremitias, ist wieder da, Tochter der göttlichen Orici!”, verkündete einer der Wachposten, der zu ihr geeilt kam.

Somit wurde zwangsweise alle Aufmerksamkeit auf den Glaubensboten der Ori gelenkt.

Veronika, die Amazonenprinzessin, trat dem Mann entgegen um ihn für seine sehr lange und vor allem unabgemeldete Abwesenheit zur Rede zu stellen, und fragte daher: “Also! Wo wart ihr die ganzen vergangenen 2 Wochen Prior Eremitias?”
Der alte Mann schaute sie ruhig und emotionslos an ehe er antwortete: “Ich habe mich in aller Stille zurückgezogen - um in aller Ruhe ungestört zu meditieren und zu beten.”

Erst nachdem er dies gesagt hatte, versperrte die Amazone dem Prior nicht länger den Weg zu Adriana.
Die junge Frau, die mittlerweile zu einer sehr guten An- und Heerführerin geworden war, ging ihm entgegen um ihren alten Freund zu begrüßen.
“Dann scheint die Lage sicher genug zu sein, damit ich aufbrechen kann”, erklärte die Tochter der Orici, die sich kurz darauf auch schon auf ihr Pferd setzte, und somit auch ihrer Eskorte das Zeichen gab es ihr gleich zu tun.

Das Tor der Festung an der Grenze wurde geöffnet, wodurch Adriana und ihre Eskorte hindurchritten in Richtung des benachbarten und dürren Königreiches Ecosines. Vollkommen regungs- und wortlos sah Eremitias den Reiterinnen und Reitern nach, mit dem Wissen dass der Moment der Zusammenkunft nahe war. Aber auch was er selber in einigen Tagen zu erledigen hatte.

Allerdings gab es da noch Veronika, die einige ihrer besten Kriegerinnen aufsuchte und ihnen den wichtigen und eindeutigen Auftrag gab: “Hört mal her: Ihr werdet der Spur von Adriana und ihrer Eskorte in einem sicheren Abstand folgen, und somit über meine Blutsschwester wie Schutzengel wachen! Sollte es Schwierigkeiten geben, wird eine Hälfte von euch in der Nähe von Adriana bleiben, und die andere hierher zurückkehren! Ich kann leider nicht selber dieses Mal mitgehen, weil ich immer noch die Ankunft unserer Verbündeten aus dem Norden und Osten abwarten muss. Nun geht!”

Kaum hatte Veronika ihre Befehle ausgesprochen, brachen sofort sechs ihrer besten Kriegerinnen zu Fuß auf. Was die kleine Gruppe weniger auffällig machte.


Theta-Sektor
Aufklärungsjumper

Mit größter Vorsicht hatte Lieutenant de Vaux den Jumper an die angezeigten Signale herangesteuert, die sich ebenfalls in einem kleinen planetarischen Nebel verbargen. Dieser war nur etwas kleiner als jener in der sich die Flotte der Electra verbarg.

“Bei den Göttern, seht ihr auch was ich sehe?”, fragte Lieutenant Medea Kolchis die drei anderen Besatzungsmitglieder.
“Das muss auch eine Flüchtlingsflotte sein!”, ahnte ihre Schwester, Lieutenant Stella Kolchis.

Ohne zu zögern flog Tessa näher an die knapp über 1 Dutzend Raumschiffe heran, denn sie interessierte wie auch die anderen der große Battlestar der Mercury-Klasse, der sich momentan im Zentrum der Flotte aufhielt.

“Das ist die Iuno. Wahnsinn! Ich finde wir sollten zurückfliegen und Bericht erstatten”, erinnerte Medea an die gegebene Order von Admiral McBride.
“Tja… wir könnten ja auch nur den Nebel verlassen, versuchen Kontakt zur Electra oder einen anderen Jumper herzustellen”, schlug Sergeant Carl Grogan vor.

“So machen wir es, denn sonst verpassen wir wohl eine große Chance, nämlich um die  das Überlebens unseres Volkes zu verbessern!”, entschied Lieutenant Stella Kolchis nach nur kurzer Überlegung.



1 halbe Stunde später
Andromeda-Galaxie
Theta-Sektor
Battlestar Iuno - Steuerbordhangardeck < = > Offiziersmesse

Sehr viele Crewmitglieder der Battlestar Iuno hatten sich eingefunden, und nahmen auf Befehl von den als XO agierenden Commander Jonathan Richard Edwards sofort Haltung an. Denn der Raptor mit Admiral McBride an Bord hatte seine Parkposition endgültig erreicht.

Es vergingen noch einige wenige Minuten bis sich endlich die Luke öffnete. Diana stieg mit einem erleichterten Gesichtsausdruck aus, und schritt dann langsam auf die Frau zu, die die Iuno befehligte. Auch einige weitere mitgereiste Offiziere aus dem Kommandostab von Admiral McBride bezogen protokollgemäß Aufstellung. Als alle ihre Position eingenommen hatten, salutierte Commander Amanda Carter mit den Worten: “Admiral Diana McBride.”
“Schön Sie alle zu sehen Commander Carter”, erwiderte die ranghöchste Offizierin ebenfalls den militärischen Gruß tätigend, ehe sie kurz das Protokoll beiseite schob um ihre Cousine kurz zu umarmen.
“Den Göttern sei es gedankt, dass wir uns noch in dieser Welt wiedersehen nachdem das alles geschehen ist… Doch wir haben viel zu besprechen in der nächsten Zeit! Commander Edwards! Sie haben also wieder den Dienst aufgenommen! Sehr gut! Haben Sie nicht wieder Lust und Interesse an einem eigenen Kommando?”
“Äh, das sollten wir doch besser woanders besprechen, nicht wahr? Die Offiziersmesse sollte nunmehr dafür ausreichen”, antwortete der XO der Iuno gelassen.

Noch während die Gruppe unterwegs dorthin war, tauschten sich die Befehlshaber der Electra und der Iuno untereinander über einige Dinge aus.

Doch erst hinter verschlossenen Türen wurden die Themen detaillierter dargelegt.

“…wie war das? Habe ich das gerade richtig verstanden?”
“Ja, Amanda. Es ist wahr! Und mag für unsere Ohren verrückt und fremd klingen, aber es gibt auch noch Menschen in einigen anderen Galaxien. Davon sind einige in meiner Flotte. Sie haben sich als gute Verbündete und Freunde im Kampf gegen die Zylonen erwiesen”, bestätigte Admiral Diana McBride auf Nachfrage von Commander Carter.
“Das ist einfach unglaublich”, stellte Commander Edwards fest, “besonders wie sie uns gefunden haben. Nämlich mit einer sehr fortschrittlichen Technologie eines Volkes, das nach den bisher gehörten aus den sehr alten mythischen Überlieferungen unsere Urahnen handeln könnte denen man keine Beachtung gibt…”


Heraclia
Königreich Ecosines

Seitdem Adriana mit ihrer zehnköpfigen Eskorte das Königreich Capripolia verlassen hatte, waren schon ein paar Stunden vergangen. Mittlerweile hatten sie die trostlose Landschaft erreicht, in welcher es zunehmend sandiger wurde. Die ersten Ausläufer der Wüste, welcher sich der kleine Tross näherte, wurden mit jedem Schritt immer deutlicher sichtbar. Denn die vereinzelten Büsche, Sträucher und knorrigen alten Bäume, die diesen widrigen Lebensbedingungen trotzten wurden stets seltener.

Da sie sich quasi schon auf feindlichem Terrain befanden, hielt Adriana bereits einen Pfeil auf der Sehne ihres Bogens parat. Ihr Ziel war es die kleine Oase, die geschützt zwischen einigen Hügeln lag, vor dem Untergang der Sonne zu erreichen.


Doch was sie und ihre Eskorte nicht wussten, war dass eine kleine Streitmacht auf Geheiß und mit einem klaren Befehl von Darius, Adriana gefangen zu nehmen und ins Lager zu bringen, ihnen langsam entgegenkam.

Diese war vom Anführer der Leibgarde von Darius in mehrere Abteilungen aufgesplittet worden. Dabei ritt Hauptmann Silon mit einigen weiteren Ori-Kriegern einer anderen Abteilung voraus, die nur auf ein sichtbares Zeichen hin zu der ersten aufschloss. Der größte Teil der Streitmacht hingegen folgte in einem sicheren Abstand.

Während er und seine Leute sich langsam in der trockenen Wüste vorantasteten, grübelte Silon darüber nach wie er, wie er vom Prior aufgetragen kein Blut unter den Schwester und Brüdern der Ori-Krieger zu vergießen befolgen sollte. Er kam zu der Erkenntnis, dass es schon einmal ein Vorteil war, dass die Vorhut nur von Ori-Kriegern gebildet wurde. Außerdem hatte er angeordnet sämtliche Energiewaffen auf Betäubung zu stellen.

Endlich tauchte, als es bereits dämmerte, sein Späher wieder bei ihm auf, der eine überraschende Meldung zu machen hatte: “Offenbar kommt Adriana uns entgegen, Herr.”
“Wie bitte? Das würde uns große Mühen ersparen. Ist sie allein?”
“Nein. Zehn unserer Brüder und Schwestern begleiten sie. Es muss Adriana sein, denn sie sieht wahrhaftig der göttlichen Orici ähnlich. Sie lagern in einer Oase und haben wohl vor dort auch zu nächtigen, Hauptmann Silon.”

“Wir werden uns noch in der Dunkelheit ihr nähern, und wenn der Tag anbricht werden wir Adriana und ihre Eskorte überwältigen! Nur wir Ori-Krieger der Leibgarde werden diese Aufgabe bewältigen, damit es nicht zum Blutvergießen kommt! Hört mir daher genau zu, damit ihr meinen Plan versteht! Also…!”


Die sechs Amazonenkriegerinnen hingegen mussten in einer größeren Entfernung in einer Höhle eines kleinen felsigen Berges ihr Nachtlager aufschlagen, weil Adriana und ihre Eskorte sie sonst ihre Anwesenheit bemerken würden.


Früh am nächsten morgen, Adriana hatte gerade erst ihre Rüstung wieder angelegt, bemerkte sie eine kleine Gruppe von vier Reitern, die sich ihrer Gruppe langsam näherte.
Sofort wurde die Tochter der Orici von drei ihrer Kriegerinnen vorsorglich in die Mitte genommen.
“Halt! Gebt euch zu… oh, Hauptmann Silon. Was wollt Ihr? Ihr dient doch Darius!”
“Genau, so ist es Hauptmann Cassius. Bitte wehrt Euch nicht!”, lautete die wohlgemeinte Antwort, als schon die Energiewaffen der Angreifer sprachen um die Eskorte von Adriana auszuschalten.

“Vorsicht Herrin!”, mahnte eine Kriegerin alarmiert, die ihrer Anführerin noch irgendwie die schnelle und sichere Flucht zu Pferde ermöglichen wollte, aber ebenfalls kurz darauf von einem Betäubungsschuss niedergestreckt wurde.
Als auch noch fast zeitgleich das Pferd betäubt wurde, schrie Adriana frustriert: “Nein!”

Einige weitere Schüsse galten dann ihr selbst. Doch hatten sie keinerlei Wirkung, wegen eines Amuletts welches als Kette um ihren Hals hing.

“Halt! Das hat so keinen Zweck, ihr müsst sie anders überwältigen!”, befahl Hauptmann Silon.
“Und was machen wir mit unseren Schwestern und Brüdern, Herr?”
“Die fesselt ihr sofort!”

“Kommt nur her, ihr Verräter!”, schimpfte die Tochter der Orici, die bereits ihr Schwert gezogen hatte um sich dadurch ihre Bedränger vom Leib zu halten. Aber jene kamen von allen Seiten.


Aus sicherer Entfernung verborgen zwischen sandigen Dünen und kargen Sträuchern verfolgten die sechs Amazonen das Geschehen. Die Kriegerinnen hatten beschlossen nicht einzugreifen. Denn zum einen war die Entfernung zu groß, und zum anderen waren sie zu wenige um gegen eine solche Übermacht bestehen zu können.


Es verging in etwa eine halbe Stunde, dann geschah es schließlich unweigerlich doch. Ihre Kraft schwand letztendlich immer mehr, so dass sie von hinten gepackt und sofort zu Boden gerissen wurde, wobei man ihr noch den Dolch entwendete und somit komplett entwaffnet hatte.
Doch noch einmal bäumte sie sich schon nach wenigen Sekunden verzweifelt mit einer weiteren großen Kraftanstrengung wieder auf.

“Nun lege ihr doch endlich jemand Fesseln an!”, keuchte ein Krieger, der von Adriana einen harten Schlag ins Gesicht abbekommen hatte.

Zum wiederholten Male wurde sie niedergerungen, wobei jeweils einer der Krieger eines ihrer Körperteile fest umklammerte. Somit konnten ihr endlich Fesseln angelegt werden.

“Aufwachen mein lieber Bruder Cassius!”
“Im Namen der göttlichen Orici - was soll das Silon?”
“Wir hatten vor geraumer Zeit Besuch vom großen Prior Eremitias, der uns etwas aufgetragen hat, nämlich genau dies hier zu tun. Hört gut zu! Alle wieder wach liebe Schwestern und Brüder?… Sehr gut. Es geht um folgendes: Da es nicht anders geht und die Tochter der göttlichen Orici allen Anschein nach zu schwach ist für die bevorstehende Aufgabe, nämlich den Feldzug gegen alle Ungläubigen anzuführen, wird es eine große Zusammenkunft geben! Diese wird in der großen Ebene von Maranta bei den Ruinen, in von heute an in genau sieben Tagen, ausgetragen werden! Da dürfen alle, die zur Leibgarde der Orici gehören sich wieder vollzählig versammeln! Aber merkt euch alle dies: Solltet Ihr zu früh dort erscheinen, sehen wir es als Versuch an den Plan zu vereiteln, und dann wird Adriana sofort von ihren Bruder, dem Sohn der göttlichen Orici enthauptet werden!”

“Es ist zwar sehr schwer… aber wir werden uns an die Frist halten”, seufzte Cassius matt, der wie seine übrigen Leute gefesselt worden war und dann mit ansehen mussten wie seine Herrin verschleppt wurde.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 12.12.2025, 21:15

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste



User Profile Send Private Message E-mail Find all posts Find all threads Mod Tools Admin Tools