14.12.2025, 14:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.12.2025, 14:29 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 3.15 Der Wettlauf beginnt, Teil 1
Milchstraße
Erde
USA - Xaviers Schule
Schon mit dem unangenehmen Gefühl, einer dunklen Vorahnung in der Magengegend, hatte sich Jack O’Neill, auf den Weg gemacht. Es war so dringend, dass er hatte alles stehen und liegen lassen. Nur eine seiner besten Adjutantinnen, die ihm vom Leiter der U.S. Air Force Akademie empfohlen wurde, begleitete ihn zu den Anwesen von Professor Charles Xavier. Doch dort angekommen, musste die junge Offizierin schließlich im Foyer der Universität von Xavier zurückbleiben und sämtliche Meldungen über das Diensthandy, welche für ihren Vorgesetzten bestimmt waren annehmen und notieren.
Um sich die Zeit zu vertreiben führte Jack eine angenehme Unterhaltung mit Storm, die den General durch die unterirdische Einrichtung der X-Men führte. Gerade sprachen die beiden über die jüngsten zurückliegenden Ereignisse sowie die Fortführung der immer noch laufenden Andromeda-Expedition.
“…es ist so, General O’Neill. Wolfrino war wirklich kurz hier nachdem er erfahren hatte, was in seiner Abwesenheit geschehen war. Der Arme stand ziemlich unter Schock. Aber man konnte ihn dazu ermuntern, weiterhin an der Expedition teilzunehmen.”
“Also hat er sich wieder gefangen.”
“Ja. Als er uns verließ, war er einigermaßen wieder im Gleichgewicht. So, da wären wir.”
“Guten Abend, General Jack O’Neill. Storm. Bitte tretet beide ein. Ich bitte Sie sehr um Entschuldigung.”
“Guten Abend, Professor Xavier. Ich musste mich wirklich beeilen… doch zum Glück bin ich ja General - da geht alles ein wenig schneller…”
“Ich verstehe. Doch nun zu dem Grund, weshalb ich Sie so schnell zu mir gebeten habe: Die Themen und die Inhalte der Informationen um die es gleich gehen wird sind sehr heikel, weswegen ich zunächst nur in einer kleinen Runde darüber sprechen wollte.”
“Muss ja wirklich sehr brisant sein, dass wir uns hier in so einem abgeschotteten Raum treffen”, seufzte O’Neill, der in ein massiv besorgtes Gesicht von Xavier schauen musste. Darin las er die Bestätigung seiner düsteren Vorahnung, die sofort mit einem wortlosen Nicken von Charles auch schon bewiesen wurde.
weitentfernte Galaxie
Destiny
Torraum < = > Brücke
Es war offensichtlich, dass Colonel Young so ziemlich genervt war. Doch was sollte er machen, denn er konnte es Doktor Rush kaum verbieten sich überwiegend auf der Brücke aufzuhalten. Gerade eben musste er sich mit einem starken Stirnrunzeln die neueste Funknachricht anhören.
“Stopp! Kann das nicht warten Nicolas? Denn ich hatte eigentlich vor bei der Übertragung dieses Tok’ra-Symbionten in TJ dabei zu sein, damit wir endlich ihr Leben retten können.”
“Im Grunde verstehe ich Sie ja…, aber es ist einfach wichtig. Wir haben den Hyperraum verlassen. Die Destiny tat das nie ohne Grund, Colonel.”
“Ja, und?! Ich weiß das. Nur wird nach wie vor nicht eine einzige Toradresse angezeigt”, bellte Everett gereizt in das Micro seines Funkgerätes.
“Ist mir bewusst, denn ich habe den Grund dafür: Wir befinden uns im Orbit eines Planeten…”
“Toll. Ich sage David Bescheid, dass er sich das ansehen und meinetwegen ein Team dahin schicken soll, denn wie es laut der Anzeige aussieht, bleiben wir über eine Woche lang hier. Und ich hoffe für uns alle, dass wir in den nächsten Stunden mit der Aufrüstung der Destiny fertig sind.”
“Sie vermuten, dass einige alte Bekannte auftauchen könnten.”
“Richtig. Colonel Young, Ende!”, brummte Everett genervt, der beim Verlassen des Torraumes Kontakt mit Colonel Telford aufnahm.
Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg
Je mehr Zeit verging, hatten Bastet und Nike immer des Öfteren das Gefühl, dass das Homeworld Command seinen Verdacht bestätigt sah, was die beiden betraf - nämlich etwas Wichtiges nach wie vor zu verbergen.
“Sollten wir es nicht so langsam General O’Neill gestehen, Nike?”
“Du meinst also, wir sollten unseren Plan preisgeben, dass wir die Goa’uld die Erde in den nächsten Jahren unter unsere Kontrolle bringen wollen? Also ich bin nicht bereit dazu. Problematisch ist allerdings die wieder aufgetauchte Adria, die absolut gefährlich ist und nicht in den Zukunftsplänen berücksichtigt wurde. Auf diesen Gegner sollten sich die Tau’ri konzentrieren. Und mit viel Glück lösen sie dieses unangenehme Problem für uns.”
“Da ist schon etwas dran…”
“Außerdem hatte ich den Eindruck, dass es Dich auch schmerzt…”, wollte Bastet fortfahren.
Aber Nike trat abrupt auf die Bremse, und schimpfte: “Was?”
“Natürlich die Abreise des Gemahls Deiner Wirtin”, erklärte ihre Freundin unberührt, “und, schließen wir uns den Tau’ri endgültig an, verraten wir unser eigenes Volk. So wie es Egeria einst vor vielen Jahrtausenden getan hat.”
“Pah!”
USA - Xaviers Schule
In derselben Zeit hatte Jack mit großem Interesse zunächst den Worten von Charles gelauscht. Dabei ging es überwiegend und in erster Linie um Adria sowie einige ihrer Priore und ganz am Rande um die beiden Goa’uld, die sich in Jeanne und Jasmin befanden. Später gesellte sich noch Jean Grey zu ihnen, um den Bericht des Professors zu ergänzen und zu bestätigen.
Im Verlaufe des weiteren Gespräches kamen dann weitere wichtige Details zur Sprache. Schließlich beugte sich Jack O’Neill mit gefalteten Händen nach vorne, die er sich dabei an sein Kinn hielt. Er musste einmal kurz ganz genau nachdenken und die gerade eben gehörten Informationen sortieren und verarbeiten.
Mehrere Minuten waren vergangen, ehe sich der General wieder aufrichtete und es kurz zusammenfasste: “Sie haben also alle beide diese Informationen gesammelt, als sie sich in einer Art von tiefer Meditation versetzt hatten.”
“So ist es. Ja. Besonders als Adria in das Bewusstsein der beiden Goa’uld eingedrungen war.”
“Wenn das alles wahr ist, spielt womöglich nicht nur Adria mit uns ein doppeltes Spiel, Professor.”
“Das ist leider korrekt, General. Deswegen war es uns wichtig Sie zu informieren und zu warnen bevor es zu spät ist, damit Sie sich korrekt verhalten und angemessen reagieren können. Ansonsten könnte Adria einen Vorwand finden um einen Krieg gegen uns zu beginnen, den wir dann angeblich provoziert hätten.”
“Vielen Dank. Doch jetzt bitte ich Sie darum mich zu entschuldigen, denn ich sollte mich um einen alten Bekannten kümmern, beziehungsweise diesem Schlangenkopf möglichst zuvorkommen. Hm. Ich erledige es am Besten selber”, sagte Jack murmelnd, der sich erhob. Und obwohl er bei den letzten ausgesprochenen Worten leicht grinsen musste, wusste er, dass die Lage mehr als nur ernst war, aber noch viel dramatischer werden konnte.
Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen
Für sämtliche Einsermodelle war es mehr als nur klar, nämlich, dass das von Captain Sharon Satterfield gesammelte und erhaltene Wissen für die Zylonen von enormer Wichtigkeit war. Das Besondere an dieser Acht war allerdings ein Pilotprojekt von einen der Einser gewesen eine unausgereifte Sharon im Babystadium durch das Universum auf eine ungewisse Reise zu schicken. Jener Cavil hatte schon überhaupt nicht mehr damit gerechnet sie je wieder zu sehen. Doch, dass diese Acht jetzt wieder bei den Zylonen war, machte sie unentbehrlich.
Beinahe täglich verbrachten mehrere Cavils viel Zeit, um das in Sharon Satterfield enthaltene Wissen zu erforschen. Aber sie waren nicht dazu bereit den anderen Zylonen alles mitzuteilen, sondern hielten den Großteil der Informationen gewissermaßen unter Verschluss.
Wieder einmal war eine Abordnung der Einsermodelle eingetroffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten sowie die nächsten wichtigen Schritte zu planen.
“…wir wissen, dass es mehrere Flotten der Menschen gibt, nämlich unter anderen die der Galactica und der Thetis.”
“Zu ein paar haben wir leider den Kontakt verloren. Verbleib ungewiss. Aber vielleicht haben wir ja Glück und einige von ihnen sind in einer Sonne gelandet”, mutmaßte ein Cavil böse grinsend.
“Schon möglich Bruder. Wir sollten unsere Anstrengungen auch darauf konzentrieren zur Destiny zu gelangen! Denn nach allen was wir bisher in Erfahrung bringen konnten, könnte sie den Schlüssel der Existenz des Universums beherbergen.”
Alle anderen anwesenden Einser stimmten dem zu, woraufhin einer von ihnen sagte: “Wir sollten auf diese Acht sehr gut aufpassen, die wir als Captain Sharon Satterfield kennen. Sie ist unterm Strich nicht nur für uns Einser, sondern auch für alle Zylonen von sehr großem Wert. Daher schlage ich vor: Sie in Bewegung zu halten. Immer an Bord eines Basisschiffes, das von einem von uns kontrolliert wird, diese Acht aber auch hin und wieder hier in unserer Heimatkolonie oder mal auf dem Wiederauferstehungszentrum zu bringen.”
“Dem stimme ich zu.”
“Ich ebenso.”
“Wie ich merke, sind wir alle dieser Auffassung. Machen wir uns auf die Suche nach dieser Stadt Ilion, Ilios oder wie noch einmal heißen möge”, meinte ein Weiterer, der dabei irritiert mit seinen Händen gestikulierte.
weitentfernte Galaxie
Destiny
Deck mit den Stasiskammern
Man konnte die Anspannung beinahe fühlen, die bei allen Beteiligten herrschte. Da man nichts den Zufall überlassen wollte, hatte man sich dazu entschlossen den Ablauf, der First Lieutenant Tamara Johansens Leben retten sollte zu trainieren.
Neben dem versammelten medizinischen Personal, den beiden Tok’ra und Colonel Young, waren auch noch unter anderem Eli Wallace und Sergeant Greer anwesend.
Noch einmal schaute Eli auf die Gesundheitswerte, die nur eines verhießen: Sie hatten nicht mehr allzu viel Zeit. Und es müsste alles sehr schnell gehen, wenn man das Leben von TJ retten wollte.
Beim Testablauf klappte alles perfekt, weswegen die zwei Tok’ra und das medizinische Team sich zufrieden zunickten.
“Wir wären dann soweit, Eli.”
“Okay, Ronald. Dann wird es demnächst ernst. Ähm, wenn Sie ihr Einverständnis geben würden, Colonel.”
Für einen Moment zögerte Everett Young, der sich noch einmal kurz die Vitalwerte erklären ließ. Nachdem dies geschehen war, nickte er und entschied: “Gut. Sie alle haben Grünes Licht für die Übertragung dieses Tok’ra-Symbionten in First Lieutenant Tamara Johansen! Eli! Starten Sie den Vorgang!”
Luftschleuse zum Shuttle
“Na schön, Mister Dalton. Sie sind zwar laut meiner Informationen ein Pilot. Aber! First Lieutenant Matthew Scott hat nicht nur bei diesem Einsatz das Kommando, sondern auch die Verantwortung für dieses Shuttle, was bedeutet, dass Sie nur als sein Co-Pilot mit von der Partie sind!”, erklärte Telford.
“MacGyver! Pete! Sagt doch etwas dazu.”
“Nein, tut mir leid, Jack”, winkte Mac sofort ab, der keine Lust auf unsinnige Debatten hatte und sich zum gehen wandte, um gleich bei einigen technischen Problemen an Bord der Destiny zu helfen.
Schon kurz darauf trat der Colonel an Thornton heran und meinte in einem klaren aber bestimmten Flüsterton: “Mister Thornton! Sie sind bei der Mission mit dabei, daher behalten sie ihren Freund bitte genau im Blick!”
Pete musste darauf achten nicht unkontrolliert loszulachen, weswegen er es bei einem herzlichen Lächeln im Gesicht beließ.
Kurz darauf gab David Telford die Erkundungsmission frei und alle dafür gebrieften Personen nahmen im Shuttle Platz.
Andromeda-Galaxie
Orbit Neu-Caprica
Battlestar Galactica - Admiral Adama’ Quartier
Schon seit einigen Stunden arbeitete sich Admiral William Adama durch den Stapel der Personalakten. Die vielen Abgänge hatten viele Lücken in die Crews seines eigenen Kommandos sowie der Pegasus verursacht. Er tat dies aber auch um sich ein wenig abzulenken, denn obwohl er sich nicht gerne dazu äußerte, beschäftigte ihn die Explosion der Cloud 9 immer wieder aufs Neue. Er spürte die Gefahr, die von vielen, sehr vielen nur müde belächelt wurde.
Als es schließlich unvermittelt an der Luke seines Quartiers klopfte, wurde der Admiral aus seinen Gedanken gerissen und er sah auf. Mit lauter Stimme rief er: “Herein!”
“Hallo, Dad.”
“Guten Abend, Lee… Ist irgendetwas nicht in Ordnung?”
“Ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll und bitte um Entschuldigung, dass ich hier so einfach ohne Voranmeldung reinplatze… doch möchte ich mich mit Lieutenant Anastasia Dualla verheiraten.”
“Eine sehr interessante Wahl… daher Herzlichen Glückwunsch, mein Sohn!”
“Danke. Die Zeremonie dazu findet in zwei Tagen auf Neu-Caprica an einen kleinen Fluss, etwas außerhalb der Siedlung, statt.”
“Ich werde da sein.”
“Gut. Ach ja. Der Bart steht dir übrigens, Dad.”
4 Tage später
Andromeda-Galaxie
Sigma-Sektor
Heraclia-System
Electra-Flotte - Battlestar Thetis
Alle innerhalb der gesamten Flotte waren mehr als nur nervös, da man nicht ganz so genau wusste, ob man den spärlichen Informationen, die man von Adria erhalten hatte wirklich Vertrauen schenken konnte.
Im Quartier des Befehlshabers der Thetis hatten sich nur die wichtigsten Führungskräfte der gesamten Flotte versammelt, um den aktuellen Stand der Situation zu besprechen.
“…durch diese Aufrüstung mit der Schutzschildtechnologie durch Major Hailey und Lieutenant Fraiser, sind wir im Ernstfall in der Lage eine gewisse zeitlang gegen eine Flotte von Zylonen zu bestehen”, fasste Commander Aberdeen zusammen.
“Gut. Die Thetis wäre aufgerüstet, um sich auf die Suche nach dieser Stadt zu machen, die Sie mit ihrer Expedition finden wollten. Ich kann nicht die Existenz der gesamten Flotte riskieren. Wir bleiben aber in Kontakt, wie wir es besprochen haben!”, erinnerte Admiral McBride, die dann den Befehl gab diese Mission zu starten.
2 Tage später
Andromeda-Galaxie
Sigma-Sektor
Heraclia-System
Battlestar Thetis - Backbordhangardeck
Seit den beiden letzten Tagen hatte man sich mit frischen Vorräten von Heraclia versorgt. Auch das abgestellte Personal für diese Mission war nun vollzählig auf dem Kampfstern eingetroffen.
Doch bevor die Reise begann, erreichte unsere Crew noch über einen kleinen Umweg eine verschlüsselte Nachricht aus der Milchstraße, die General O’Neill losgeschickt hatte.
Als Tessa de Vaux davon hörte, stieß sie: “Das ist doch einfach nur unglaublich!”, hervor.
Kaum hatte unsere Teamgefährtin ihren Satz beendet, stieß mir Jessica Schneider ihren linken Ellenbogen in meine Seite und meinte: “Habe ich es nicht gesagt, Wolfrino?”
“Ja, hast du.”
Combat Information Center
Im selben Moment befahl Liam Aberdeen: “Steuermann, bringen Sie uns aus der Flottenformation heraus! Kurs 2-2-0!”
Wenige Sekunden später schon wandte sich Colonel Iden an Major Hailey: “Was machen ihre berechneten Koordinaten für den FTL, die uns zu unseren ersten Ziel bringen sollen?”
“Dauert noch etwas. Bin gleich soweit, Sir.”
Auf dem DRADIS konnten Commander Aberdeen und sein XO erkennen, wie sich die Battlestar Thetis in der Zwischenzeit immer weiter von der Flotte entfernt hatte. Endlich war auch Jennifer soweit, die die berechneten Koordinaten an die Navigation weitergab.
Dann war der Augenblick gekommen, und der Befehlshaber der Thetis gab den Befehl den Überlichtsprung durchzuführen.
Odyssee
Folge 3.16 Der Wettlauf beginnt, Teil 2
Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen
Mit großer Verzweiflung sträubte sich Captain Sharon Satterfield gegen die festen und harten Griffe. Doch es war zwecklos, denn gegen diese beiden Zenturios hatte sie absolut nichts entgegenzusetzen, die sie an den Armen gepackt hatten.
Voller Empörung rief Sharon: “Halt! Stopp! Was soll das? Ich will wissen, was das hier alles soll und wohin bringt ihr mich?”
Einer der Cavils trat an sie heran, weil er durch den Lärm alarmiert worden war und antwortete: “Dies geschieht zu Deinem eigenen Schutz. Kurz gesagt: Wir verlegen Dich! Es ist nur zu deinem Besten sowie zum Wohle deines Volkes! Zenturios! Bringt diese störrische und für uns Zylonen so wichtige Acht auf mein Basisschiff! Aber nicht allzu grob, wenn ich euch beide darum bitten darf!”
Die Roboter hielten kurz inne, dann setzten sie ihren Weg fort.
Triangulum-Galaxie
neue Goa’uld-Heimatwelt
Obwohl erst nur wenige Monate vergangen waren, nachdem die verbesserten Anlagen zur Symbiontenzucht in Betrieb genommen wurden, zeigten sich die ersten Ergebnisse. Denn die Produktion konnte um ein vielfaches erhöht werden. Durch die verbesserte Leistung konnte ein Teil der Symbionten und die extra gezüchteten Wirte schneller heranreifen. Schnell genug, um die Armee der Kull-Krieger zu vergrößern. Mit der anderen Hälfte der Goa’uld-Symbionten wurden die neu geschaffenen Jaffa, zu denen man die Menschen gemacht hatte auf dem Planeten versklavt.
Einzig allein der Bau von den Schiffen verlief nach wie vor eher schleppend.
Deswegen waren Athene, Selene und Morrigan ein wenig verstimmt.
Doch versuchte der Goa’uld, der in Kinsey wohnte diese Angelegenheit als ein nur kleines Makel herunterzuspielen: “Wir haben bislang mehr als genug Goa’uld-Lords, Kull-Krieger und Jaffa, um alle unsere Ha’taks, Al’keshs und Tel’taks ausreichend zu bemannen…”
“Mag sein”, begann Athene seufzend, “wir haben bislang aber nur 19 Ha’tak, 50 Al’kesh, 63 Tel’tak und die dazugehörigen Gleitergeschwader. Das reicht noch nicht aus, um die Tau’ri zu bezwingen und ihnen ihre Welt zu nehmen!”
“Dann sollten wir noch einmal an unseren Plan feilen, die Tau’ri zu infiltrieren. Denn wir haben mehr als genug ausgereifte Symbionten, die begierig auf einen Wirt oder eine Wirtin warten”, bemerkte Selene, die diabolisch in die Runde lächelte.
Sofort griff Morrigan das Thema zustimmend auf: “Ich sehe es auch so. Es hat auch gut bei Nike und Bastet funktioniert. Bereiten wir doch auf diese Art und Weise die Rache an den Tau’ri sowie ihrer Welt noch weiter vor. Und mit etwas Glück, brauchen wir dann nicht allzu viel kämpfen.”
“Daran habe ich auch schon gedacht. Ein wirklicher kluger Plan. Morrigan, ich würde mich sehr freuen, wenn du es in die Wege leiten würdest”, sagte Athene, die von diesen Plan überzeugt worden war.
“Darauf freue ich mich schon sehr. Einen entscheidenden Part darin werden natürlich Nike und Bastet einnehmen. Die beiden müssten den Anfang machen, was kein Problem sein sollte, weil ihre Wirtinnen Polizistinnen sind. Es sollte mehr als nur gut funktionieren. Noch mal kurz überlegen… ja, ja. Wir zwar einige Monate dauern… Aber... das wird ein Spaß!”
“Ich kann mir sehr gut vorstellen, was Du da geplant hast”, resümierte grinsend der Goa’uld in Kinsey, welcher verschlagen in die Runde schaute.
Milchstraße
Erdorbit
U.S.S. Odyssey - Brücke
Mit einem leichten verschlafenen Gähnen hatte General Jack O’Neill die Brücke des Schiffes betreten. Er hatte ursprünglich ein anderes Raumschiff für die kurzfristig angesetzte Mission, nämlich die Homer, genommen. Doch als Jack O’Neill sich darüber mit Samantha Carter unterhalten und beratschlagt hatte, hatte diese ihm davon abgeraten. Die Befehlshaberin der U.S.S. George Hammond warf dabei dem wichtigsten taktischen Vorteil der Odyssey in die Waagschale. Jener war nichts anderes als die Tarnvorrichtung, die man Merlin verdankte, der für einen begrenzten Zeitraum Daniel Jacksons Körper kontrolliert und übernommen hatte.
Als er an das große Panoramafenster der Kommandobrücke trat, folgte ihm seine Adjutantin dorthin, die ihn zum ersten Male in den Weltraum und auf eine Mission außerhalb der Erde begleitete.
“Wow!”, bemerkte Captain Lauren Perry nur bei dem gewaltigen Ausblick, der sich ihnen beiden bot.
Die zwei konnten ganz klar das von Brigadier General Carter befehligte Raumschiff erkennen. Jack O’Neill zuckte resignierend mit den Schultern, weil er nur allzu gerne sein altes Team für diesen Einsatz um sich versammelt hätte. Aber leider war dies unmöglich gewesen, da sich unvorhergesehen verschiedene Fronten aufgetan hatten, die man allesamt im Blick behalten musste.
“Na schön. Captain Smith, bringen Sie uns auf Kurs! Raus aus dem Erdorbit und dann ab in den Hyperraum! Leutnant Müller, ich will alle weiteren verfügbaren Informationen über die Triangulum-Galaxie und von der Legende um Mu haben! Geben Sie diese an meine Adjutantin hier, Captain Perry, weiter!”, ordnete General O’Neill an, während er im Sessel des Kommandanten Platz nahm.
Erde
USA - Homeworld Command
Immer noch ein wenig frustriert sah sich Brigadier General Cameron Mitchell in dem Raum um, den er schon seit vielen Jahren kannte. Nie hatte er daran gedacht so früh schon an diesem Schreibtisch Platz zu nehmen.
Erschrocken sprang er wieder auf. Beinahe hatte er seinen ersten Termin am heutigen Tage vergessen.
Auf dem Weg zu dem Treffpunkt sah er sich auf dem Stützpunkt ein wenig um. Vieles hatte sich verändert. Einige Dinge waren aber gleich geblieben.
Cameron schüttelte traurig seinen Kopf, denn er wäre nur allzu gerne mit auf diese Mission gegangen, doch Jack hatte andere Pläne mit ihm gehabt. Um Mitchell nicht ganz ohne Hilfe zu lassen, hatte O’Neill es geschafft Doktor Jean Grey und Teal’c davon zu überzeugen dem Interimsleiter des Homeworld Command, in seiner Abwesenheit, unter die Arme zu greifen.
Aber andererseits war er dankbar über das Vertrauen, welches sein Vorgesetzter ihm entgegenbrachte.
“Also. Was soll ich hier mit euch beiden auf der Krankenstation?”, fragte Cameron ein wenig irritiert.
“Das einzige was du tun musst, ist dich hinzulegen und zu entspannen Mitchell”, antwortete und riet Teal’c, der auf eine Liege deutete, wo bereits Jean Grey wartete.
Die Mutantin lächelte den General freundlich an. Beide begrüßten sich mit einem kurzen Händedruck. Dabei nickte Jean bestätigend und versprach: “Ihr Freund hat Recht. Es tut nicht weh. General O’Neill hat den Professor und uns, darum gebeten zu helfen.”
“Na, wenn das so ist… Gut ich liege. Fangen Sie an, Doktor Grey.”
Andromeda-Galaxie
Kobol-System
Battlestar Thetis - CIC
“Sprung erfolgreich abgeschlossen, Commander!”
“DRADIS?”
“Sehr viele Trümmerteile da draußen. Aber keine weiteren Kontakte, und vor allem keine Zylonen, Sir”, meldete der Taktikoffizier nach einer Überprüfung der Anzeigen.
“Aha. Hm. Dann werden wir uns mal die Trümmerteile zuerst ansehen. Colonel Iden und Major Hailey, stellen sie zwei Raptorteams und ein Jumperteam zusammen!”, ordnete Commander Aberdeen an.
---
Wie befohlen hatten sich die Teams im Steuerbordhangardeck eingefunden, wo sie kurz von Colonel Iden informiert worden sind.
Orbit von Kobol
Jumper #1
Schon seit einiger Zeit steuerte First Lieutenant Jin den Jumper mit großer Vorsicht durch das Trümmerfeld. Dieses schien ausnahmslos aus Wrackteilen eines Basisschiffes der Zylonen zu bestehen. Neben ihr saß Lieutenant Fraiser, die immer wieder prüfend auf die neuesten Daten sah.
Als sie sich weit genug durchgearbeitet hatten, gab Cassie schließlich bekannt: “Entwarnung! Hier ist alles im wahrsten Sinne des Wortes mausetot! Ich empfange aber von allen Trümmerteilen erhöhte Strahlenwerte. Für die Zerstörung des Basisschiffes muss eine atomare Explosion verantwortlich sein.”
Durch das Funkgerät meldete sich die Stimme von Colonel Iden zu Wort, die fragte: “Ist sonst noch etwas da draußen, Lieutenant?”
“Natürlich unzählige zerstörte zylonische Jäger sowie einige Wrackteile eines kolonialen Raptors, Sir.”
Kurz darauf war dann Commander Aberdeen zu hören, der befahl: “Fliegen Sie alle näher heran! Mit etwas Glück erhalten wir einen Hinweis, was da draußen passiert ist.”
“Verstanden Sir.”
Langsam näherten sich die drei Fluggeräte ihrem Ziel. Doch niemand, obwohl sich alle so sehr bemühten, konnten wirklich etwas erkennen.
Schließlich machte die junge erfahrene Pilotin des einen Raptors folgende Meldung an die Thetis: “Hier Raptor 771! Sämtliche Schriftzüge sind größtenteils unleserlich. Die Ursache ist höchstwahrscheinlich ein Feuer einer Explosion, die diesen Raptor zerstört hat. Da wir keine weitere Besatzung an Bord unseres Raptors machen, würde ich gerne einen kleinen Spaziergang unternehmen…”
“Raptor 771. Hier ist der XO. Tun Sie das!”
Die junge Frau erhob sich von ihrem Sitz um mit den Vorbereitungen für ihren Einsatz im All zu beginnen. Dabei hielt sie ständig alle anderen über das aktuelle Geschehen auf den Laufenden: “…Druckausgleich abgeschlossen. Bin mit der Sicherheitsleine gesichert. Öffne die Luke…”
Als die Einstiegsluke offen war, stieß sich die junge Frau vorsichtig von der Tragfläche ab, um kontrolliert auf das von ihr anvisierte Ziel zuzuschweben.
Erst als sie das Wrackteil erreicht hatte und sicher in der einen Hand hielt, zog sie aus einer der Nylontaschen ihrer Dienstkoppel eine kleine Taschenlampe heraus. Extrem sorgfältig untersuchte sie nicht nur dieses Trümmerstück, sondern kurz darauf noch einige weitere Wrackteile.
Dann war es endlich soweit, und die Pilotin berichtete in klaren, wenn auch nur in kurzen und knappen Sätzen: “Thetis. Hier ist Lone Girl. Wie ich leider schon berichtet hatte, ist leider nicht viel zu erkennen. Es sind eindeutig Brandspuren, die sich auf den Großteil der meisten Wrackteile des Raptors befinden. In der Kabine befinden sich sterbliche Überreste von etwa zehn Personen. Die Luke klemmt leider und lässt sich nur etwa eine Handbreite weit öffnen. Ich könnte meine Waffe einsetzen um durch das Cockpitfenster ins Innere zu gelangen. Aber auf den Wrackteilen selbst konnte ich leider nur folgendes entziffern: “7-5. G-A-L. Und C-A.”
Battlestar Thetis - CIC
“Lone Girl. Hier ist der Commander. Setzen sie ihre Waffen nicht ein, sondern bereiten sie die Bergung der Raptorkabine vor! Dann kommen sie alle zurück zur Thetis!”
Nachdem Aberdeen den Hörer wieder eingehängt hatte, tauschte er sich sofort mit seinem XO aus. Iden fiel ein: “Ich kann bei diesen genannten Buchstaben- und Kennungsfragmenten nur an die alte Galactica und Commander Adama denken. Das wäre einfach nur unglaublich…”
“Ich weiß. Warten wir mal ab, was uns das Innere der Raptorkabine verraten wird, Colonel.”
Zylonenterritorium
Basisschiff eines Cavils
In ihrem neuen Quartier angekommen, arbeitete Captain Sharon Satterfield sofort wieder, und zwar gezwungenermaßen erneut, an einen Plan zur Flucht.
Jedes Mal, wenn sie außerhalb ihres Quartiers unterwegs war oder sie verlegt wurde, versuchte sie sich alles so gut es ihr möglich war einzuprägen. Es war unterm Strich ein leichtes Unterfangen, denn sie stellte erstaunt fest, dass sie sich ausnahmslos in der Obhut eines Zylonenmodells der Einser befand. Und außerdem schienen sämtliche Basisschiffe der Zylonen gleich zu sein. Sie bemerkte nur wenige Unterschiede. Was Captain Sharon Satterfield eigentlich nur tun musste, war es auf den richtigen Moment und nicht allzu lange auf eine Chance zur Flucht zu warten.
Odyssee
Folge 3.17 Der Wettlauf beginnt, Teil 3
Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg
Nach einer langen Irrfahrt, durch ganz Hamburg und die nähere Umgebung, hofften und vertrauten Nike und Bastet darauf ihre vermeidlichen Verfolger abgeschüttelt zu haben.
Sich dennoch nach allen Seiten umblickend, betraten die beiden die geheime Zentrale. Dort erhielten sie auf einer verschlüsselten Frequenz die lang erwartete Nachricht mit dem Auftrag, dass das von Athene auf die Erde geschmuggelte Stargate umgehend in Betrieb genommen werden sollte.
“…zu der verabredeten Zeit, von heute an in zwei Tagen, werde ich euch beiden die ersten implantationsfähigen Goa’uld-Symbionten durch das Cha’apa’ai senden”, verkündete Morrigan, “sowie ein Bataillon bestehend aus Kull- und Jaffakriegern, auch einige Goa’uld, die euch beide dabei unterstützen und den Brückenkopf auf der Erde sichern sollen.”
Kurz darauf gab Morrigan noch einige weitere Anweisungen und beantwortete kurz Fragen, dann wurde auch schon wieder die Verbindung unterbrochen, die über einige von Ba’al ausgesetzte Satelliten aufgebaut worden war.
Sofort sprach Bastet es offen aus: “Somit hat es also begonnen. Der Tag der Abrechnung wird schon sehr bald kommen, wo wir die Tau’ri dafür büssen lassen werden, was sie uns Goa’uld angetan haben.”
“Mag schon sein. Aber wir sollten auch an unsere Wirtinnen, ihre Familien und Freunde denken - die sind zum größten Teil unschuldig an die Lage der Goa’uld-Rasse…”
“Du willst also eine Art Sonderbehandlung für unsere sogenannten Angehörigen Nike? Sie also schützen und von der Rache ausklammern…”
“Das sollten wir zumindest tun, denn wie auch Du respektiere ich meine Wirtin. Und außerdem werden wir bestimmt fast immer irgendwie jemanden vom Homeworld Command in unserer Nähe haben, was unseren Auftrag erschweren…”
“Gut. Einverstanden. Du hast Recht. Und was diese Spitzel betrifft…, die können wir aus dem Verkehr ziehen lassen, wegen Stalkerei”, erklärte Bastet mit einem Augenzwinkern.
Entfernte Galaxie
Unbekannter Planet
Der Flug von der Destiny zum Orbit des namenlosen Planeten mit dem Shuttle hatte nur etwa eine Viertelstunde gedauert. Doch um so viele Daten wie nur möglich zu sammeln, überflog Matthew Scott mehrmals diese unbekannte Welt. Parallel dazu suchten er und seine Besatzung nach einem lohnenden und guten Landeplatz für ein Basislager auf der Oberfläche des Planeten.
Nur für wenige Überflüge überließ Scott seinem Co-Piloten Dalton die Steuerung, damit jener ein Gefühl für das alte Shuttle bekam.
Planetenorbit
Destiny
In derselben Zeit als das Erkundungsteam unterwegs war, wurde es für das Team aus den Medizinern und Tok’ra ernst, denn man wollte endlich First Lieutenant Tamara Johansen aus ihrer Stasiskammer holen und ihr den bereitgestellten Tok’ra-Symbionten zu implantieren.
Nervös stand Colonel Everett Young einige Meter abseits. Dann war endlich der Moment gekommen, wobei sich herausstellte wie gut es gewesen war diesen Vorgang einzuüben.
“Das sieht sehr gut aus. Wir können First Lieutenant Johansen auf die Krankenstation verlegen sobald sich ihr Zustand stabilisiert hat. Das könnte eine oder zwei Stunden dauern”, sagte die Tok’ra-Kämpferin, die mit der Hilfe eines Scanners die biometrischen Daten und Werte überprüft hatte.
“Gut. Machen wir es TJ solange angenehm wie möglich”, nickte Young, der mittlerweile an die Trage herangetreten war.
---
Währenddessen kam vollkommen unerwartet im Maschinenraum eine große Hektik auf, denn Doktor Nicolas Rush hatte von der Hauptkommandobrücke aus alles im Blick und hatte auf einer Anzeige eine Alarmmeldung entdeckt, deren Ursprung eben dort im Maschinenraum lag.
Milchstraße
U.S.S. Odyssey - Deck 8, Lagerraum Alpha-3-2-D
Diese Information hatte Jack O’Neill vollkommen überrascht, die ihn hierher geführt hatte. In Begleitung seiner Adjutantin und weiteren Soldaten seines Kommandos hatte er den Raum betreten.
“Na! Das darf doch jetzt nicht wahr sein, oder?!”, entfuhr es General O’Neill.
“Hallo, Jack.”
“Captain Perry.”
“Was gibt es General?”
“Erschießen Sie sofort diesen blinden Passagier!”
“Jack?”
Während ihre Finger der linken Hand schon den Kolben ihrer Waffe umfassten, blickte sie ihren irritiert zu Vorgesetzten und fragte deswegen verwundert: “Sir?”
“Ach, vergessen Sie es, Perry! Befehl ist aufgehoben!”
“Puh!”, machte daraufhin sofort Doktor Daniel Jackson, der sich als blinder Passagier an Bord der Odyssey geschmuggelt hatte.
“Weg von der Kiste da, mein Lieber!”, forderte Jack streng. “Will doch mal sehen was da an Fracht fehlt. Moment mal. Das ist doch der Vorrat von meinem Lieblingsschokokuchen! Wo ist der denn jetzt hin? Daniel!”
“Sorry, Leute! Denn habe ich in den letzten Tagen verzerrt, um nicht in die Kantine zu müssen… Äh. An was denkst Du gerade, Jack?”, meinte Daniel, dessen Blick besorgt wurde, als er das Mienenspiel seines Freundes bemerkte.
“Ich denke darüber nach, den Befehl wieder in Kraft zu setzen und Dich doch noch von Captain Lauren Perry erschießen zu lassen”, antwortete O’Neill knurrend wütend geworden.
Sofort wurde daraufhin Jackson laut, der es auch vehement verbal von sich gab: “He! Jetzt bleibe mal sachlich - Jack! Nach Atlantis und Troja geht es mal wieder um eine der größten Mythen der Weltgeschichte. Aktuell gerade um die Legende von Mu. Ich hatte dieses Mal einfach keine Lust mehr auf ein positives Signal von Dir zu warten. Und dann ist da auch noch Ba’al im Spiel…”
Während Daniel so heftig auf Jack einredete, hatte sich Lauren Perry zwischen die beiden Streithähne geschoben.
“Was soll ich jetzt tun, Sir?”, fragte seine Adjutantin, deren linke Hand erneut auf dem Kolben ihrer Handfeuerwaffe ruhte.
“Captain. Sie werden diesen blinden Passagier nicht erschießen, sondern ihn in eine Zelle mit sämtlichen Berichten, Büchern und so weiter verfrachten!”, brummte der General angefressen.
Wofür der Archäologe nur ein mattes: “Danke, Jack.”, übrig hatte.
Milchstraße
P7A-3329
Ohne jegliche Vorwarnung und mit mehr als nur großer Dominanz fielen die Wraith über die menschliche Bevölkerung dieses Planeten her. Dieser Angriff sollte der Auftakt einer ganzen Reihe von Ausweidungen von Menschen bewohnten Planeten sein. Dieser lag wie einige andere in einem Sektor, der fast beinahe komplett unter der Kontrolle der Wraith stand.
Viele der zahlreichen Überlebenden dieser Attacke hatten Schutz in alten Tunneln und Burgen gefunden, wo sie sich verbarrikadiert hatten.
Immer wieder drehten die Darts der Wraith über die alten Festungen ihre Kreise, und beinahe schon fast zur Warnung feuerten einige dieser Jagdmaschinen mehrere gezielte Salven auf eine der massiven Mauern ab.
Kurz darauf drehten die Geschwader ab, um in den Wolken zu verschwinden und ihre wartenden Mutterschiffe anzusteuern.
Pegasus-Galaxie
Proculis
Nach wie vor hielt sich Morgan La Fay auf Proculis auf seitdem sie dort gelandet war, weswegen Colonel John Sheppard dorthin gereist war, um sie um Hilfe wegen Adria zu ersuchen.
Die zu ihrer menschlichen Form zurückgekehrte Antikerin gab sich nach wenigen Minuten überrascht: “Ich verstehe ja um was es ihnen geht, Colonel John Sheppard. Aber wie soll ich euch bei dieser Angelegenheit nur wirksam helfen können?”
“Nun ja. Du hast doch noch deine Erinnerungen. Dein Wissen als Antikerin. Chaya darf uns nicht helfen, weil sie zu den Aufgestiegenen gehört. Wir wissen, dass du die Arbeiten von Merlin am besten gekannt hast…”
“Ich verstehe. Doch es ist sehr schwierig, wenn nicht sogar beinahe unmöglich so etwas Kompliziertes wie den Sangreal ein weiteres Mal zu erschaffen. Aber es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die euch gegen Adria gut weiterhelfen könnte…”
Entfernte Galaxie
Destiny - Maschinenraum
Während viele der anwesenden Wissenschaftler und Techniker miteinander in heftige Debatten verstrickt waren, hatte sich MacGyver hinzugesellt.
Der ehemalige Geheimagent und später dann freie Mitarbeiter der Phoenix Foundation hörte aufmerksam zu. Gut genug, um schnell genug mitzubekommen um was es ging.
Ohne, dass jemand ihn groß Beachtung schenkte, sah er sich das Problem sehr sorgfältig an. Es war mehr als nur offensichtlich, aber Mac erkannte noch etwas, denn obwohl es sich um die Technologie der Antiker handelte, erkannte er darunter einige verblüffende Ähnlichkeiten mit der von der Erde.
Schließlich nickte er und sprach es offen aus: “Es handelt sich hier eindeutig um massiven Materialverschleiß Leute. Nichts hält ewig. Auch, wenn es die Antiker gebaut haben, denn dieses Raumschiff hier fliegt ja schon bereits seit vielen Millionen Jahren durch das All…”
“Was haben Sie da gesagt? Sie sind MacGyver richtig?”
“Ja, der bin ich. Und ich meinte, dass wir diese Bauteile irgendwie ersetzen oder erneuern müssen.”
“Soll das etwa bedeuten, dass wir hier festsitzen?”
“Nicht unbedingt…”
“Stopp, Mister MacGyver! Jetzt hören Sie mir mal gut zu: Sie kennen sich nicht mit dieser Technologie hier aus - im Gegensatz zu uns”, meckerte einer, als schließlich auch noch Doktor Nicolas Rush den Maschinenraum betrat.
Andromeda-Galaxie
Kobol
Nachdem auf Grund weiterer Funde die Annahme von Colonel Iden bestätigt worden war, dass sich Angehörige der Battlestar Galactica bei und auf Kobol aufgehalten haben mussten, hatte Commander Aberdeen einige Aufklärungsmissionen dort angeordnet.
Auch ich selbst war zusammen mit einen dieser Teams schon seit Stunden auf Kobol unterwegs, wo keiner von uns etwas fand. Denn die meisten Spuren von Zivilisation waren größtenteils von Pflanzen überwuchert worden oder waren durch die Erosion verwittert und zerfallen. Es gab nur noch sehr wenige Ruinen auf Kobol.
Es war schließlich Lieutenant Cassandra Fraiser, die auf den wohl einzigen entscheiden Hinweis stieß. Diesen hätte man ohne den Scanner der Antiker, den Cassie in den Händen hielt übersehen, weil die Energieimpulse schon ziemlich schwach waren.
“Was ist das?”, fragte Larissa neugierig.
“Das ist wohl eine Art Kammer… He! Leute helft mal bitte. Das muss hier so eine Art Tür sein”, antwortete Cassandra, die dabei besonders die Jungs in ihrer Gruppe auffordernd ansah.
Nach einer kurzen Kraftanstrengung bewegte sich der Felsen und gab den Zugang zu einer kleinen verborgenden Kammer frei. Kaum war die Öffnung groß genug, schlüpfte Cassie auch schon hinein und sagte: “Das hier muss es sein. Es ist ein gelber Kristall hier drin, der auf einen Sockel mit einem Kissen liegt. Ansonsten ist dieser kleine Raum hier drinnen leer. Ich vermute mal, dass auf dem Kristall hier Informationen gespeichert worden sein…”
“Na dann, packe ihn behutsam ein Cassandra!”, ordnete Major Jennifer Hailey deswegen an.
Entfernte Galaxie
Destiny - großer Lagerraum 1
Ohne sich von den anderen Besatzungsmitgliedern auf der Destiny beeindrucken zu lassen oder gar zu besprechen, außer mit Colonel Telford, durchstöberte MacGyver schon seit geraumer Zeit alle Lagerräume.
Zwischenzeitlich erhielt auch er Kenntnis darüber, dass sich First Lieutenant Johansen, wegen des erhaltenen Tok’ra-Symbionten auf dem Wege der Besserung befand. Doch davon nahm er nur beiläufig Notiz, denn er wollte das Problem lösen, welches das Außenteam, das mit dem Shuttle auf dem Planeten unterwegs war, die Rückkehr auf die Destiny zu ermöglichen. Auf Grund des aufgetretenen Schadens waren auch sämtliche Luftschleusen und Andockvorrichtungen außer Funktion.
Gerade eben war Angus wieder fündig geworden und verstaute etwas im kleinen Wagen, den er vor sich her schob. Dabei wurde er seit geraumer Zeit mürrisch und auch voller Misstrauen von den so genannten selbsternannten Experten in Sachen Antikertechnologie beobachtet. Viele der Ingenieure, Wissenschaftler und Techniker hatten es nicht mehr ausgehalten und waren ihm auf Schritt und Tritt gefolgt.
Maschinenraum
Das Unbehagen und der Unmut wurden gegen MacGyver noch größer, als er sich daran machte den Schaden zu beheben. Es schien sogar so schlimm zu sein, dass das gemeinsame Auftreten und die geschlossene Rückendeckung von Young, Rush, Telford und Wallace nötig war. Gemeinsam konnten sie die zahlreichen Skeptiker wirklich nur kurz beruhigen.
Schließlich hatte Colonel Young die Nase voll.
“Sergeant Greer!”
“Ja, Sir.”
“Sie sorgen dafür dass Mister MacGyver hier im Maschinenraum in Ruhe arbeiten kann!”, entschied Everett, der daraufhin sämtliche Personen, die störten des Maschinenraumes verwies. Viele protestierten daraufhin vehement gegen diesen Platzverweis. Doch es half ihnen nichts.
Kurz darauf wurden mehrere Soldaten abgestellt, die dafür zu sorgen hatten, dass sich niemand mehr unberechtigterweise Zutritt zum Maschinenraum verschaffte.
Andromeda-Galaxie
Kobol
Auf dem Weg zurück zu unseren Puddle Jumper machten wir einige traurige Funde. Wir fanden einige Gräber, die nicht älter als einige Jahre sein konnten. Deswegen erinnerte sich Private Sandra Kieras: “Zeus hatte unsere Ahnen einst davor gewarnt nach Kobol zurückzukehren und zu betreten, denn jedes Mal müssten die Menschen damit mit Blut bezahlen…”
“He! Bitte lass das ja!”, mahnte Lieutenant Cassandra Fraiser, die sich sofort nervös umschaute. Dabei war sie nicht allein, denn viele aus unserer Gruppe bekamen ein mulmiges Gefühl.
Nur als einige der wenigen schüttelte Larissa mit dem Kopf, und murmelte dabei: “Aberglaube und der Glaube an nichtigen Göttinnen und Göttern aus Metallen und Hölzern…”
Währenddessen schauten sich dennoch viele aus unserem Team um, und glaubten bei jedem Geräusch und jeder Bewegung einen potentiellen Feind zu erkennen.
Odyssee
Folge 3.18 Verluste & Gewinne, Teil 1
Andromeda-Galaxie
Kobol
Da viele Teams den Planeten Kobol an verschiedenen Stellen erforschten, blieben einige Probleme nach einiger Zeit nicht aus. Darunter war auch ein Team, welches schon seit Stunden überfällig war und nicht wie geplant auf die Thetis zurückgekehrt war.
Wir hingegen hatten, wie alle übrigen Teams unseren Einsatz wie geplant und ohne jegliche Schwierigkeiten zu Ende geführt. Nachdem wir unseren Fund, den Cassandra und Jennifer in der kleinen Höhle geborgen hatten, an Bord des Kampfsternes Thetis abgeliefert hatten, wurden einige von uns einem dringende benötigten Such- und Rettungsteam zugeteilt. Aus taktischen Gründen hatte Commander Aberdeen dafür einen Jumper angefordert und entsandt.
Südliche Halbkugel
Jumper #1
An Bord waren viele von uns sehr unruhig, denn die beiden vermissten Raptorteams hatten bislang auf keinerlei Kontaktversuche reagiert. Nur ein Rauschen war aus dem Funkgerät zu vernehmen.
Darunter waren auch einige, die böse Blicke in Richtung von Larissa und zwei weiteren Ori-Soldaten tätigten und sich leise flüsternd über die aktuelle Situation austauschten: “Ich sage es noch einmal: Deren Göttin Adria hat uns ins Verderben geschickt!”
“Wir vermissen ebenfalls eine Kriegerin”, rief Larissa, die das Gespräch dennoch mitbekommen hatte, den tuschelnden Kolonialen Marines sofort ins Gedächtnis zurück.
Davon unberührt meinte Leutnant Jessica Schneider in derselben Sekunde zu mir: “Eines habe ich bislang schon festgestellt, Wolfrino: Mit dir ist jedes Mal was los…”
“Leute! Wir nähern uns den Zielkoordinaten. Doch ehe ich zum Landeanflug runtergehe und lande, überfliege ich noch ein paar Mal diese große ziemlich trostlose, karge und felsige Insel”, verkündete First Lieutenant Jiao Jin.
“Dort! Dort sind unsere beiden Raptor. Viel ist nicht zu sehen”, fügte ihre heutige Co-Pilotin, die von der Kolonialen Flotte war, wenige Momente später hinzu, wobei sie nach links unten deutete.
Kurz darauf setzte Jin auch schon zur Landung an, da sie nichts Verdächtiges hatte entdecken können.
Milchstraße < = > Triangulum-Galaxie
U.S.S. Odyssey - Besprechungsraum
Mittlerweile hatte man einen weiteren Zwischenstopp eingelegt, weshalb man sich für die nächsten Stunden genau zwischen 2 Galaxien befand, bevor es wieder in den Hyperraum ging.
Abgesehen auf einige Wissenschaftler, dem diensthabenden Personal auf der Brücke und dem Personal was Zugang zu einem Fenster hatte, hatte niemand etwas von diesem Anblick. Unter ihnen war der größte Teil des Führungsstabes um General O’Neill, denn wie jener gefordert hatte, war es endlich soweit weil Doktor Jackson eine Präsentation vorbereitet hatte.
Außerdem hatte Daniel Glück, denn die Adjutantin von Jack hatte sich dazu bereit erklärt einen Schokokuchen nach dem Rezept ihrer Großmutter zu backen. Sofort zu Beginn der Besprechung hatte Captain Lauren Perry ihren Platz rechts neben ihren Vorgesetzten eingenommen. Auf den anderen sechs Stühlen nahmen die anderen Mitglieder seines Stabes Platz.
Aber eines war von vorneherein klar und wusste der Archäologe: Er musste sich so kurz wie nur möglich fassen, um es sich nicht für die nächsten Wochen heftig mit dem General zu verscherzen.
Obwohl er in allem gut vorbereitet war, wirkte er ziemlich nervös und begann auch so.
Denn es dauerte einige Atemzüge und Herzschläge, ehe sich Jackson gefangen hatte: “…und da Sie nun alle einige Materialien zur Anschauung vorliegen haben… beginnt der eigentliche Vortrag. Also: Von der Erde aus betrachtet hat die Triangulum-Galaxie Vollmondgröße, welche als nebliger Fleck an einem dunklen und klaren Nachthimmel durch ein gutes Fernglas zu erkennen ist. Auch diese Galaxie befindet sich genauso weit von der Erde entfernt wie die Andromeda-Galaxie, ist ebenfalls die Gestalt einer Spiralgalaxie und die drittgrößte in der Lokalen Gruppe. Doch hat sie aber nur etwa zehnmal weniger Sterne als Andromeda und ist nur ungefähr halb so groß, wie unsere eigene Heimatgalaxie. Aber dafür enthält Triangulum eine große Anzahl großer leuchtender Nebel, die darin viele große Sternenentstehungsgebiete beherbergen. Soviel zu unserem Zielort.
Kommen wir jetzt zur Legende von Mu. Da es eine sehr alte ist, nämlich eine die mehrere Jahrtausende alt ist. Einzige Zeugen davon sind die sogenannten Heiligen Schriften von Mu, die etwa 15.000 Jahre alt sein und im Besitz und Obhut hinduistischer Priester sein sollen. Darin steht zum Beispiel, dass es schon vor rund 50.000 Jahren eine fortschrittliche, äußerst pazifistische und sehr spirituelle Kultur gewesen sein muss, die aber durch eine schlimme Naturkatastrophe untergegangen sein soll. Einige Forscher vermuten die Position eines gleichnamigen Kontinents im Pazifischen Ozean. Mehr ist nicht bekannt, weil alles andere nur wilde Spekulationen und vage Theorien dazu sind. Aber es gibt starke Parallelen wie zum Beispiel Atlantis und anderen untergegangenen Inseln…”
“Äh, Daniel. War’s das jetzt oder kommt da noch was?”
“Nein. Ich habe nur einige unwichtige Details wie Namen ausgelassen, Jack.”
“Gut”, meinte O’Neill sofort darauf, “dann wären wir wohl fertig. Captain Perry.”
“Ja, Sir.”
“Archivieren Sie die Unterlagen und den Bericht von Doktor Jackson!”
“Wird umgehend erledigt, General O’Neill.”
Entfernte Galaxie
Destiny
Es war im wahrsten Sinne des Wortes die reinste Bastelarbeit, welche schon seit vielen Stunden andauerte. Einige Crewmitglieder der menschlichen Mannschaft der Destiny waren neugierig geworden, die nach einer kurzen Einweisung von MacGyver mithalfen. Aber es war auch um einiges einfacher geworden, weil alle die bislang gestört hatten von der gesamten Sektion verbannt worden waren.
“…nun ja, wie schon gesagt und zu erkennen ist - wird es bestimmt noch einige Tage in Anspruch nehmen…”
“Stopp, Mister MacGyver! Wenn Sie noch mehr Hilfe benötigen, will ich es sofort wissen.”
“Ja, ein wenig mehr Hilfe wäre vielleicht nicht das Verkehrteste. Es müssen noch etliche Bauteile erneuert, überholt oder auch neu angefertigt werden, Colonel Telford.”
“Gut. Denn wir müssen den Schaden beheben, sonst können wir das Team nicht zurück an Bord der Destiny holen. Während Sie und die anderen hier weitermachen, werde ich sofort nach geeigneten Personen suchen lassen”, erklärte David, der im Anschluss sein Headset benutzte um entsprechende Befehle zu erteilen.
Planet
Erkundungsteam
Seit ihrer Landung wurde eine große Anzahl von Proben von Pflanzen, Wasser, Erde und Gesteinen gesammelt. Als sich die Sonne senkte gab Matthew Scott das Signal für den Rückweg.
“He! Was soll denn das? Beeilen Sie sich mal etwas, Mister Dalton! Die Nacht sollten wir mal besser nicht im Freien verbringen, sondern im Shuttle… Denn es könnte wohlmöglich gefährlich in der Dunkelheit werden… Wir sind ja immerhin auf einem fremden Planeten, und dazu noch in einer fremden, weit entfernten Galaxie”, rief First Lieutenant Scott dem Nachzügler laut zu.
Abrupt blieb Jack stehen und fragte mit einem ängstlichen Blick im Gesicht: “Moment mal. Sagten Sie etwa gerade, dass es hier gefährlich werden könnte?”
“Ja. Das sagte der Lieutenant gerade”, bestätigte Peter Thornton mit lauter Stimme, der still vor sich hingrinste.
“Oh, Mann”, hustete Jack Dalton erschrocken, der sich dann wieder in Bewegung setzte und seine Schritte beschleunigte, wobei er sich andauernd immer wieder aufs Neue total verunsichert nach allen Seiten umblickte.
Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel
“Halt! Wartet noch ein paar Minuten! Keiner geht da raus! Auch Du nicht, Wolfrino! Wir checken erst einmal den Lebenszeichendetektor!”, ordnete First Lieutenant Jin streng an.
Wie sie es verfügt hatte, kam es dann auch eine Minute später, bevor sie sagte: “Okay. Laut dem Detektor ist alles da draußen sauber. Die einzigen Signale, die angezeigt werden. Die befinden sich hier, dort und da, stammen laut den Biosignaturen eindeutig von Menschen…”
“Ja. Aber wo sind die anderen 5 von unseren Leuten?”, stutzte und fragte sofort ihre heutige Co-Pilotin von der Kolonialen Flotte.
“Das zeigt dieses Gerät leider nicht an”, wusste Leutnant Schneider.
“Gut, wie dem auch sei. Gibt es Freiwillige, die sich zu einem kleinen Spaziergang melden?”, fragte Larissa uns alle nach einer kurzen Stille.
Daraufhin antwortete Ensign Helen Burrows: “Also Lieutenant Jin und ich als Piloten sowie vier andere müssen zum Schutz des Jumpers hier bleiben.
Es war schwierig mit den Rückmeldungen, dann meldete sich als Erste Larissa, danach Leutnant Schneider, die mich auch noch vorschlug, im Anschluss hob eine Sanitäterin, nämlich Leutnant Lisa Dupont von der französischen Marine ihre linke Hand. Captain Beck und Corporal Impala schlossen sich unserer Gruppe ebenfalls an.
Erst dann ließ Jin die Luke des Jumpers öffnen, damit wir endlich zu den vom Detektor aufgespürten 3 Personen gehen konnten.
Milchstraße
Erde
Deutschland - Hamburg
In dem alten Lagerhaus, welches vor vielen Jahren von Athene gekauft worden war, als sie noch versteckt im Verborgenden auf der Erde gelebt hatte, wurde das Sternentor lebendig und das schimmernde blau verbannte die Dunkelheit in der Halle im Erdgeschoss.
Kurz darauf, schon wenige Sekunden nach der Aktivierung trat aus dem Ereignishorizont zuerst eine Gruppe von Kullkrieger, gefolgt von Jaffa heraus. Erst danach folgten einige Goa’uld, gefolgt von weiteren Jaffa- und Kullkriegern aus dem Stargate, die die Basis und somit den gerade errichteten Brückenkopf sichern sollten.
Unter den Goa’uld war auch Morrigan, die sich nur kurz mit Nike und Bastet besprach und auch noch einmal den Plan erläuterte. Sie erklärte sich damit einverstanden mit Athene und Selene sowie anderen Goa’uld über den Wunsch von Nike und Bastet zu beraten, die Familien und Freunde von der Rache an den Tau’ri auszuklammern.
Nachdem dies geschehen war, kehrte Morrigan durch das Stargate zur neuen Heimatwelt der Goa’uld zurück.
Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel, Insel
Mit den Waffen im Anschlag verließ unsere sechsköpfige Gruppe den getarnten Jumper. Wir traten vorsichtig uns nach allen Seiten umschauend hinaus ins Freie.
Der Lebenszeichendetektor hatte zwar nichts weiter gezeigt, dennoch konnte es nicht schaden auf der Hut zu sein.
Langsam näherten wir uns daher unserer ersten Zielperson, die sich etwa zwanzig Meter von der Position des Jumpers entfernt befand.
Es handelte sich um eine junge Ori-Soldatin, die sich zwischen zwei Felsen gezwängt hatte. Sie kämpfte vehement mit sich selber und rang um ihre Fassung, weshalb es gut war, dass Larissa bei uns war, die ihre Kameradin zu beruhigen versuchte. Doch diese sagte erneut: “Diese Monster! Diese verfluchten Monster! Sie müssen allesamt von den verdammten Antikern geschaffen worden sein, um…”
“Stopp! Ariel, Stopp! Und zwar sofort! Beherrschen Sie sich! Sie sind eine Soldatin der Orici!”, mahnte Larissa im barschen Befehlston und gab der jungen Frau sogar noch eine harte Ohrfeige.
“Bringen wir Ariel jetzt gleich zum Jumper?”
“Nein, Leutnant Schneider. Sie ist zum Glück unverletzt. Wir schauen mal nach unseren beiden Raptor. Die liegen auf dem Weg zu unseren nächsten Kontakt”, entgegnete Captain Beck von der Kolonialen Flotte.
“Wolfrino. Was hast Du?”
“Ich fühle etwas, Larissa. Irgendetwas ist hier. Etwas Großes… der Geruch ist irgendwie vertraut aber dennoch fremd…”
“He. Da ist der erste Raptor, Sir.”
“Das sehe ich, Corporal Impala. Und laut des Scanners müsste sich unser vermisstes Teammitglied ganz in der Nähe befinden. Dort bei den Felsen und den Felsspalten, etwa zehn Meter von uns entfernt”, sagte der vorausgehende Beck schnaufend.
Uns mit Zeichen signalisierend gab der Koloniale Offizier uns zu verstehen, dass er mit Impala sich den einen Raptor näher ansehen wollte, während wir anderen weiter zu der zweiten Zielperson gehen sollten.
Dabei nahmen wir die Ori-Soldatin Ariel in unsere Mitte.
“Das ist Doktor Rodriguez, sie ist aus Spanien. Sie gehört zu unserem Expeditionsteam und ist eine unserer Archäologinnen und eine Anthropologin. Man sieht die übel aus. Komm mal her, Lisa! He! He! Isabella. Ich bin es Leutnant Jessica Schneider…”
“Leutnant Dupont. Leutnant Schneider. Wir müssen hier so schnell es geht von hier weg”, stammelte die Wissenschaftlerin gequält, die nur mit großer Mühe ihre Augen offen halten konnte.
Die von Jessica entdeckte furchtbare Fleischwunde am linken Oberschenkel von Isabella blutete stark.
Im selben Moment als Lisa und Jessica Erste-Hilfe-Maßnahmen unternahmen, stieß Captain Beck laut: “Oh heilige Mutter Artemis!”, aus.
