20.12.2025, 17:00
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.12.2025, 17:25 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 4.06 - Rivalen für die Ewigkeit, Teil 2
Milchstraße
Erde
Schweiz - Genf, UN - Hauptgebäude
Durch die zurückliegenden jüngsten schlimmen Ereignisse, hatten die Vereinten Nationen zu einer Dringlichkeitssitzung auch andere Institutionen eingeladen. Diese wurde zudem live im Fernsehen übertragen.
Gleich zu Beginn der Versammlung, nachdem er in einer kurzen Begrüßung einen Appell an alle Menschen auf der Erde gerichtet hatte, zog der Generalsekretär der UN eine traurige Bilanz: “…insgesamt gibt es unschuldige tausende Tote und ebenso auch unschuldige zehntausende Verletzte. Sowie zerstörte Kulturgüter… Ich rufe Sie alle daher zur geschlossenen Einheit auf! Stellen Sie sich zudem, insbesondere gegen den Hass der geistigen Brandstifter, die uns nur ins Chaos und Verderben stürzen wollen…”
Was niemand im Versammlungssaal wusste, war dass sich auch einige Goa’uld-Agenten unter ihnen befanden. Und diese waren natürlich einer ganz anderen Meinung und hatten vollkommen andere Ziele.
Andromeda-Galaxie
Rho-Sektor
Mercury-Flotte
Battlestar Titania
Immer wieder abbremsend und seine Schritte wieder beschleunigend eilte der Ensign vom Backbordhangardeck aus durch die Korridore in Richtung Combat Information Center.
“Schnell! Aus den Weg! Platz da, lasst mich durch!”, rief er beinahe pausenlos immer wieder keuchend.
Als der Mann dann endlich vor den Türen des CIC stand, ließen ihn die pflichtbewussten Marines dennoch nicht passieren. Erst nachdem er sich ausgewiesen hatte, traten sie beiseite.
Doch dann gab es den Nächsten, der sich ihm in den Weg stellte. Es war der XO der Titania: “Halt, Ensign Cooper! Was wollen Sie hier im CIC?”
“Es geht um unseren Gefangenen in der Brig. Er hat etwas sehr Beunruhigendes gesagt…”
Daraufhin wurde Admiral Tarsus auf das Gespräch zwischen seinem ersten Offizier und Cooper aufmerksam und fragte: “Also, fahren sie fort Ensign! Ich will das gerne hören, was der Toaster gesagt hat!”
“Jawohl, Sir. Der Zylon behauptet, dass Admiral Steven Baker in Wahrheit eine verfluchte Attrappe ist. Ein Klon, den die Zylonen gegen das Original ausgetauscht haben, Sir.”
“Hm. Nicht auszudenken… aber diese Aussage von dem Zylon in der Brig erklärt mir so manches… Der Ehrgeiz von Baker, der mich um das Kommando über die Flotte hier gebracht hat… Mister Smith!”
“Sir.”
“Ich will, dass Sie die gesamte Flotte außer die Mercury kontaktieren, die wir mit sofortiger Wirkung unter Quarantäne stellen!”
“Jawohl, Admiral.”
Triangulum-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Odyssey - Brücke
Da die Zeit sehr knapp war, hatte Jack O’Neill nicht sehr viel Zeit sich einen guten Plan zurechtzulegen. Daher zogen Daniel Jackson und er die schon getätigten Überlegungen von Egeria hinzu.
Einige Zeit später fragte der General: “Sind sie soweit, Doktor Holland?”
“Ja, bin ich. Das Messer von Captain Lauren Perry/Egeria habe ich soweit vorbereitet und präpariert, damit es auf das Flaggschiff von Ba’al gebeamt werden kann, falls der Goa’uld darauf bestehen sollte, um es nach DNS-Spuren testen zu lassen. Und hier ist es, in einer sterilen Tüte.”
“Dann nehme ich es am Besten an mich, damit ich es parat habe”, sagte Egeria, die kurz darauf die Waffe, worauf die Blut- und Gewebespuren einige medizinischer Proben von O’Neill und Jackson hafteten. Dies sollte in Ba’al den klaren Eindruck erwecken, dass seine Agentin die beiden Erzfeinde des Goa'uld-Lords in der Tat erstochen hätte.
“Na schön, sieht für mich zumindest sehr echt aus. Ja, sehr gut. Also: Alle Mann auf ihre Plätze! Na schön, Leute: Wir spielen dann unsere Rollen schön überzeugend, nämlich Gefangene, Verletzte und Leichen! Captain Perry! Egeria!”
“Danke, General O’Neill. Danke, Doktor Jackson, dass sie mir beide offenbart und gezeigt haben, wer ich wirklich bin und wer ich sein kann.”
Kurz darauf meldete der Steuermann der Odyssey: “Sir. Wir verlassen in etwa 5 Minuten den Hyperraum und erreichen das System von P8G-M770.”
Sol-System P8G-M770
Gut verborgen und die meisten Systeme deaktiviert, verharrte die kleine Flotte, bestehend aus einem mächtigen Flaggschiff und drei Ha’tak von Lord Ba’al in dem großen und breiten Asteroidengürtel, welcher den Zielplaneten umgab. Dieser war durch die Kollision mehrerer Zwergplaneten entstanden. Der Goa’uld wartete geduldig auf das Eintreffen der Odyssey.
Der oberste Systemlord der Goa’uld hatte seiner Agentin sehr genau beschrieben, wo er das Schiff der Tau’ri haben wollte.
Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis
Bereit zum Kampf warteten alle in ihren zugewiesenen Stellungen. Von dort aus konnten sie alle schon seit einiger Zeit, die sich nach wie vor nahende Armada der Invasoren gut erkennen.
Doch es war Veronika, die als Erste das Flaggschiff erkannte: “Dort ist es, Adriana! Da in der Mitte. Es ist mit eines der größten in der Flotte unserer Feinde, und ist von einem guten Dutzend gepanzerten Galeeren als Schutzwall umgeben.”
“Ja. Du hast Recht. Jetzt sehe ich es ebenfalls. Bei der Fahrt, die die machen werden sie mit ihren ersten Schiffen in etwa einer halben Stunde unseren vordersten Stellungen erreicht haben, dann werden sie damit beginnen einen Brückenkopf zu errichten. Also gut, sobald sie dies getan haben und sich sicher fühlen, werde ich mit dem Großteil meiner Leibgarde und einigen weiteren guten Kriegern uns auf dem Weg zum Flaggschiff des Feindes machen!”
“Dies wird ein schwerer Kampf werden, Schwester!”
“Ich weiß, Veronika. Du musst in der Zwischenzeit unsere Verteidigung anführen, wie wir es besprochen haben. Doch riskiere bitte nicht zuviel!”
“Keine Sorge. Das habe ich nicht vor, Adriana.”
Triangulum-Galaxie
Sol-System P8G-M770
Ba’als Flaggschiff, Pel’tak < = > U.S.S. Odyssey, Brücke
Überaus konzentriert wartete Ba’al, der auf jedes akustische und visuelle Signal achtete, auf das Erscheinen der Odyssey.
Die Zeit war gekommen und schließlich hatte sich ein Hyperraumfenster geöffnet, welches das Erdschiff an den zuvor vereinbarten Koordinaten wie geplant verließ.
“Mein Gebieter, es ist Egeria. Sie will mit Euch sprechen.”
“Sehr gut. Öffne einen Kanal zu den Schiff der Tau’ri, Jaffa!”
“Gewiss, mein Lord Ba’al. Die Verbindung besteht jetzt.”
“Ausgezeichnet.”
“Seid gegrüßt, Lord Ba’al. Wie ihr sehen könnt, gehört die Odyssey jetzt ganz uns. Ich habe den Großteil der Besatzung festgesetzt. Es gibt aber natürlich auch einige Tote, darunter, es ließ sich nicht ganz vermeiden, befinden sich General Jack O’Neill und Doktor Daniel Jackson…”
“Gibt es Beweise dafür, Egeria.”
“Natürlich. Dieses Messer hier, welches zur Standardausrüstung meiner Wirtin gehört”, antwortete jene, die die Waffe ins Bild hielt, “und ich zu Euch für eine Analyse aufs Schiff beamen könnte.”
“Gut. Tut es, damit ich es schnell analysieren kann!”
Es verging etwas Zeit bis das Ergebnis vorlag, und Ba’al zufrieden vor sich hingrinste und erklärte: “Das hast Du gut gemacht. Wir kommen gleich zu Dir an Bord, senke also die Schilde!”
Doch stattdessen wurden plötzlich ohne jegliche Vorwarnung mehrere Explosionen an Bord sowie der drei Ha’tak gemeldet.
“Mein Gebieter, unsere Hyperraumantriebe der ganzen Flotte wurden schwer beschädigt oder zerstört! Aber die Systeme zeigen keinerlei Angreifer!”
“Was?”, platzte es aus dem ziemlich perplexen obersten Systemlord der Goa’uld heraus.
Fast im selben Augenblick tauchte Jack O’Neill mit einem fröhlichen: “Überraschung! Hallo Ba‘al!”, im Bild des Hologrammschirmes auf.
Odyssee
Folge 4.07 - Rivalen für die Ewigkeit, Teil 3
Triangulum-Galaxie
Sol-System P8G-M770
U.S.S. Odyssey, Brücke < = > Ba’als Flaggschiff, Pel’tak
Eine gefühlte Ewigkeit lang, starrten sich die beiden Widersacher über ihre jeweiligen Monitore an. Nur einer von ihnen hatte selbstverständlich gute Laune, wobei der andere versuchte sich seinen Frust nicht anmerken zu lassen.
“He. Hallo Ba’al! Wie geht es denn so? Also, um es vorweg zu nehmen: Der Crew der Odyssey und mir geht es natürlich sehr gut. Und nun zu dir Ba‘al, ergibst du dich, oder muss ich deinen allerwertesten Obersten-Systemlord-der-Goa’uld-Hintern hinaus in die unendlichen Weiten des Universums befördern?”
Mit grimmiger Miene verzog der Goa’uld dann schließlich ganz leicht sein Gesicht: “Du wagst es mich zu verhöhnen, O’Neill? Du weißt doch, dass es keinen Sinn macht. Wir treffen uns wieder.”
“Warum nicht? Denn ich kann es mir leisten, weil Du und Deine Streitmacht sitzen hier auf den Trockenen… aber heute ist unser letztes Treffen, denn ich werde dich ein und für alle mal erledigen…”
“Es reicht! Vergiss es! Meine Stärke ist größer, als ihr an Bord der Odyssey vermutet, auch wenn momentan die Hyperraumantriebe defekt sind. Du solltest mir besser die Odyssey übergeben! Vielleicht verschone ich ja dann die meisten aus Deiner Besatzung.”
“Und mich?”
Kurz darauf erloschen die Bildschirme, womit die verbale Auseinandersetzung von Ba’al als Erster beendet worden war.
“Hm, offenbar ist die Verbindung unterbrochen”, seufzte Jack, denn ihm war klar, dass sich nun die Auseinandersetzung mit den Schiffswaffen anschließen würde.
Da die Goa’uld-Schiffe in der Überzahl waren, begannen sie das Schiff der Erde einzukreisen, weil sie noch immer über Sublicht verfügten.
“Kümmern wir uns zuerst um die 3 Ha’tak von Ba’al!”, wies Jack O’Neill an.
“Aha. Du willst also Ba’al bis zum Schluss zappeln lassen.”
“Du hast es erfasst, Daniel.”
“Das ist ziemlich riskant, Jack. Ba’al könnte die Zeit nutzen und sich mit einer Streitmacht auf den Planeten begeben, wodurch er Mu einnehmen könnte und uns somit zuvor kommen könnte.”
“Einwand zur Kenntnis genommen. Aber es ist eher unwahrscheinlich, denn ich habe 3 unserer 6 Jumper im Tarnmodus zu den Zielkoordinaten auf diesen Planeten geschickt, nachdem sie sich um die Hyperraumantriebe von der kleinen Flotte unseres lieben Ba‘al gekümmert hatten. Mit genug Personal an Bord, um den Schlangenkopf dort drüben die Suppe, mehr als nur ausreichend zu versalzen…”
“Das darf doch nicht wahr sein!”
“Was denn?”
“Ohne mir Bescheid zu geben!”
“Tut mir leid, aber Du wurdest hier gebraucht.”
“Ja, toll - in einer Rolle als Leiche. Ich will da runter, Jack!”
“Natürlich. Sobald wir das Ba’al-Problem da draußen beseitigt haben, Daniel.”
Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis
Die vielen errichteten hölzernen Barrikaden und auch Strohballen brannten schon bereits seit einer knappen Viertelstunde lichterloh, die auf den Befehl von Veronika entzündet worden waren.
Der beißende Rauch erfüllte beinahe bereits den gesamten Strand und zog durch den vom Prior Eremitias verursachten Wind hinaus ins Hafenbecken. Aus diesem Grund waren die Invasoren gezwungen sich langsam voranzutasten. Doch gab diese Wolke Adriana und ihrer auserwählten kleinen aber schlagkräftigen Streitmacht die notwendige Deckung, um zum Flaggschiff zu gelangen.
Schon seit einigen Minuten schaute Veronika hinaus in Richtung Hafenbecken, denn sie wartete auf das vereinbarte Zeichen von Adriana. Sobald es zu sehen bekommen würde, würde die Prinzessin der Amazonen ihren Schützen befehlen einen tödlichen Pfeilhagel auf die Feinde herabregnen zu lassen.
Rho-Sektor
Battlestar Mercury - CIC
Mit einer versteinerten Miene sah sich Admiral Baker um. Doch niemand wagte es, bislang irgendetwas zu sagen. Nicht einmal sein XO, Colonel Hopkins.
Stattdessen meldete sich Admiral Tarsus über Funk: “Admiral Steven Baker, ich fordere Sie hiermit auf, sofort das Kommando über die Mercury und die Flotte abzugeben! Denn sie sind kein Mensch, sondern ein Zylon, der als programmierter Klon den richtigen Admiral…”
“Haben Sie noch alle Tassen im Schrank? Ich werde nicht abtreten, Joseph. Ein Zylon, ich?! Wenn ich das wäre, wären Sie schon seit langer Zeit nicht mehr unter den Lebenden, genauso wie diese gesamte Flotte!”, bellte Steven aufgebracht wütend in den Hörer, und somit dem Befehlshaber der Titania ins rechte Ohr.
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis
“Da ist es, das Signal! Endlich! Adriana und ihr Einsatztrupp sind aus der Gefahrenzone! Alle Schützen die Bogen spannen! Und schießt! Schießt, bis ihr keine Pfeile mehr habt! Habt ihr keine mehr, dann tretet ihr einige Stellungen nach hinten und holt Nachschub!”, befahl Veronika mit lauter Stimme.
Während die Amazonenprinzessin noch sprach, war schon bereits das Schwirren von tausenden Pfeilen in der Luft zu vernehmen.
Nicht einmal eine Minute später gingen sie auf die Invasoren nieder, die in großer Anzahl entsetzt aufschrien, als sie von den Pfeilen getroffen wurden. Die Angreifer allerdings, die schon zu weit auf den Strand vorgedrungen waren, wurden von den Fußtruppen bereits erwartet. Darunter befanden sich auch hunderte von den Soldaten der Orici.
In der Zwischenzeit war es kein allzu großes Wunder, dass sich die Mannschaft um Adriana ohne Verluste in die Nähe des Flaggschiffes des Feindes herangekämpft hatte. Dieses Schiff, worauf sich der Herrscher des nun mittlerweile rivalisierenden Kontinents befand, hatte eine besondere Form sowie die Mannschaftskapazität von 6 gewöhnlichen Galeeren.
“Wir sollten die Schützen des Feindes als erstes eliminieren, bevor wir das Schiff entern, Tochter der Orici”, riet einer der Soldaten der Leibgarde seiner Herrin, nachdem er einen kurzen Blick riskiert hatte.
Adriana war damit einverstanden, empfahl aber keine lange Schießerei, um die Mission nicht zu gefährden.
Schon wenige Atemzüge später begann der Angriff auf das Flaggschiff der Armada der Invasoren, von wo aus der Kaiser seinen Feldzug koordinierte. Doch an der Brüstung, der erhöhten Kommandokanzel stehend, fuhr er erschrocken zusammen.
“Was im Namen der größten Götter meiner Ahnen?”, stammelte der Kaiser, als er ansehen musste, wie von allen Seiten sein Schiff angegriffen wurde. Er war aufs Tiefste erschrocken und von dieser Situation überfordert, da es vollkommen unerwartet geschah, weswegen er sich schnell voller Angst unter Deck begab.
Die Soldaten seiner Mannschaft hingegen versuchten sich, so gut es ging mit ihren Waffen zu verteidigen. Doch waren diese Waffen meist nur aus Gehölzen und Gesteinen, weswegen sie zum größten Teil an den Rüstungen der Soldaten von Adrianas Leibgarde abprahlten.
Triangulum-Galaxie
Orbit von P8G-M770
Im Verlaufe des Kampfes hatten es die Waffen der Odyssey geschafft, alle drei Ha’tak von Ba’als Flotte zu vernichten, womit nur noch das viel größere Flaggschiff des obersten Systemlords als einziger Gegner übrig war.
U.S.S. Odyssey - Brücke
Wie es nicht nur Jack O’Neill bereits vorausgeahnt hatte, kam kein weiteres Signal von Ba’al - abgesehen von den Beschuss.
“Na gut. Er will sich also nicht ergeben”, seufzte der General, “dann geht es wohl nicht anders… Waffenoffizier! Energiewaffen laden, Ziel erfassen und zerstören!”
“Jawohl, Sir.”
“Ja. Ja. Soll mir recht sein”, murmelte Jack vor sich, der mittlerweile in seinem Kommandosessel Platz genommen hatte, von wo aus er mit ansehen konnte, wie das Flaggschiff von Ba’al von den Plasmawaffen zerlegt wurde.
Ein blauer Lichtstrahl nach den anderen traf das Schiff des Goa’uld, welches schließlich in einer grellen heftigen Explosion unterging.
Andromeda-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis
Es tobte ein harter Kampf an Bord des Flaggschiffes vom Kaiser. Durch ihr Amulett war Adriana gut geschützt, was die junge Frau nutzte um sich besonders aktiv am Kampf zu beteiligen. Die Tochter der Orici war hoch motiviert, denn ihr war zu Ohren gekommen, was der feindliche Herrscher mit ihr und ihren engsten Vertrauten geplant hatte. Momentan befand sie sich auf der Suche nach dem Kaiser und tötete jeden feindlichen Krieger, der sich ihr in den Weg stellte.
Unvermittelt trat ihr schließlich einer der Unterkönige mit Schwert und Schild bewaffnet entgegen. Es war der Botschafter, der vor kurzem noch ihr Gast gewesen war. Der Kampf, der sich anschloss war kurz und äußerst brutal, denn ohne Gnade machte Adriana den Unterkönig nieder.
Nachdem sie ihren Gegner getötet hatte, meldete einer der Soldaten ihrer Leibgarde ihr: “Herrin. Wir haben sämtliche Ungläubige hier an Bord getötet, wie Ihr es befohlen habt. Alle bis auf den Herrscher und Befehlshaber der feindlichen Truppen.”
“Gut. Führt mich sofort zu ihm!”
Rho-System
Der Schusswechsel zwischen den beiden Kampfsternen begann ohne jede Vorwarnung, der von der Titania unter dem Kommando von Admiral Tarsus ausging.
Voller Panik sprangen sofort alle anderen Schiffe in der Flotte zu den Notfallkoordinaten. Darunter waren auch die anderen Kampfsterne, um den zivilen Schiffen den notwendigen Schutz zu gewähren.
Es hatte nicht lange gedauert, und die Mercury und die Titania lagen sich mittlerweile Längsseits gegenüber. Als dies geschehen war, entsandten beide Kampfsterne sämtliche Geschwader an Raptor und Viper in den Kampf. Eine heftige Auseinandersetzung wurde dadurch noch erbitterter geführt, wobei Admiral Joseph Tarsus am wenigsten Rücksicht auf irgendwelche Verluste nahm.
Nach etwa einer halben Stunde gewannen die Truppen von Admiral Steven Baker immer mehr die Oberhand, weil sie über mehr Viper und Raptor verfügten sowie an den großen Übereifer seines Rivalen. Durch dieses Kräftemessen hatte Tarsus gehofft, sich profilieren zu können.
Doch seine Vorgehensweise erwies sich als vollkommen falsch, genauso wie auf damals bei verschiedenen Übungen, während der gemeinsamen Zeit auf der Akademie der Kolonialen Flotte. Was dazu führte, dass viele seiner Piloten und Soldaten den Dienst und Gefolgschaft schließlich nach und nach verweigerten.
Heraclia
Königreich Capripolia - Capripolis
Mit brutaler Gewalt wurde der gefangengenommene Kaiser vor Adriana gezerrt, die ihn erst einmal nur wortlos finster anschaute. Der Gefangene hoffte auf einen Zweikampf mit seiner Feindin, um so, falls es denn sein musste wenigstens einigermaßen ehrenvoll zu sterben können.
Es dauerte sehr lange, bevor schließlich die Tochter der Orici das Schweigen beendete: “Ich habe erfahren, was Ihr geplant hattet. Nämlich die engsten Freunde von mir und mich den nichtigen Götzen zu opfern, vor denen sich Du und Dein Volk sich niederwerfen und diese anbeten. Und das, obwohl wir keinerlei feindliche Absichten gegen Euer Reich gehegt hatten. Doch dies hat sich durch diesen Krieg geändert, also wisset dies: Ich habe einen Gegenangriff durch einen Teil der Flotte meiner Mutter befohlen, der momentan dieses verfluchte Götzendienervolk auslöschen wird…”
“Dann kämpfe mit mir!”
“Nein! Ihr werdet bei lebendigem Leibe brennen, wie Eure gesamte Armada, die Ihr hierher geführt habt! Bindet den Gefangenen am Hauptmast fest!”
“Jawohl, Herrin.”
So, wie es Adriana befohlen hatte, wurde es auch ausgeführt. Der Kaiser wurde an den Hauptmast gefesselt, das Flaggschiff wieder verlassen und dann mit Brandpfeilen beschossen, um Feuer zu legen. Ebenso verfuhr man mit der übrigen feindlichen Armada, die wenige Minuten später vollständig in Brand stand.
Rho-Sektor
Battlestar Titania - CIC
“Sir. Lange halten unsere verbliebenen Piloten da draußen nicht mehr durch…”
“Wollen Sie mir etwa damit verschlüsselt mitteilen, dass ich aufgeben soll? Vergessen Sie es! Kommt gar nicht in Frage!”
“Admiral. Dutzende Crewmitglieder haben bereits den Dienst quittiert, sich zurückgezogen oder sich auf der Mercury ergeben…”
“Warum sagen Sie nicht die Wahrheit? Das ist Meuterei. Die Marines und die Sicherheit sollen dementsprechend mit den Deserteuren verfahren!”
“Das ist falsch, Admiral. Joseph, lassen Sie das.”
“Sie sind nur mein XO, Commander Aaron Williams! Also halten Sie gefälligst den Mund, und führen Sie meine stehenden Befehle aus!”
“Nein! Damit ist jetzt Schluss! Als amtierender XO dieses Kampfsterns entziehe ich Ihnen hiermit offiziell das Kommando über die Titania und übernehme selber die Befehlsgewalt, um diesen Irrsinn zu beenden!”
“Sie wagen es? Marines der Wache, stellen Sie den XO unter Arrest und führen ihn in die Brig!”
Verwundert schaute sich Admiral Tarsus um. Nichts geschah und die Soldaten blieben regungslos stehen, womit sein eben ausgesprochener Befehl wirkungslos verpuffte. Es war somit mehr als nur offensichtlich, dass niemand mehr den Wunsch hatte sich keine Sekunde länger an dieser Tragödie zu beteiligen.
Ein Kopfnicken des XO genügte und die Marines ergriffen den Admiral.
“Mister Capri, Sie sind von diesem Moment an mein XO! Geben Sie unseren verbliebenen Raptor- und Viperpiloten die Order sofort zur Titania umzukehren und zu landen sowie unseren Geschützbatterien das Feuer einzustellen! Lieutenant Vishnua, Sie kontaktieren die Mercury, dass der Wahnsinn beendet ist und Admiral Tarsus ab sofort unter Arrest steht!”, ordnete der neue Befehlshaber der Titania an.
Eine knappe halbe Stunde später war die von Admiral Baker geführte Flotte wieder vereint. Kurz darauf trieb der Befehlshaber der Mercury sämtliche Wissenschaftler und Ärzte an, um an der Möglichkeit zu arbeiten, um alle Mitglieder der Flotte zu überprüfen zu beschleunigen.
Battlestar Titania - Offiziersmesse
Alle Schiffskapitäne der Flotte hatten sich versammelt, um Bilanz zu ziehen, was als Grundlage zur Anklage von Admiral Tarsus dienen sollte.
“…tja, das ist erst der Anfang Joseph. Sieht sehr toll aus, was ihre Showeinlage uns gekostet hat, nämlich 43 zerstörte Viper, 9 zerstörte Raptor. Dabei konnten wir lediglich 27 Viperpiloten und 3 Raptorcrews retten. Auf den beiden Kampfsternen der Titania und der Mercury kamen von den Besatzungen insgesamt 119 Leute ums Leben sowie noch 87 Zivilisten. Hinzu kommen noch ungefähr 305 Verletzte. Außerdem hat die Mercury irreparable Schäden erlitten”, zählte Steven Baker mit Zorn in der Stimme auf, der kurz darauf den Befehl gab Joseph Tarsus auf sein eigenes Kommando zu überführen und in die Brig zu stecken.
Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet
Es war zwar nur ein kleiner Stützpunkt, doch Ba’al war immer noch froh darüber, dass ihm die Flucht in aller letzter Sekunde gelungen war, denn die war ihm an Bord eines Al’kesh in dem Augenblick geglückt, als sein Flaggschiff explodiert war.
“Und!? Wo ist die gesuchte Stadt der Antiker, Lord Ba’al?”, fragte Hathor etwas böse.
Jener drehte sich zu der Goa’uld frustriert um und antwortete dann: “Wir sind von Egeria verraten worden - mal wieder. Doch vertraue mir, dafür werden die Tau’ri teuer bezahlen!”
Odyssee
Folge 4.08 - 5 vor 12
Triangulum-Galaxie
P8G-M770
Unmittelbar nach der Vernichtung des Flaggschiffs von Ba’al sowie seiner kleinen Flotte, die ihn begleitet hatte, waren die übrigen 3 Jumper von der Odyssey aus ebenfalls zum Planeten geflogen.
Schon beim Überflug von P8G-M770 konnte man die gesuchte Stadt Mu gut erkennen. Dabei war zu sehen, dass sich die Form und Ausführung deutlich von der Antiker-Stadt Atlantis abwich, abgesehen von der Größe, welche in etwa identisch war. Zudem schien Mu mehrere Flächen aufzuweisen, die man bepflanzen konnte.
“Da sind die anderen. Siehst Du das, Daniel? Da wären wir. Zufrieden?”
“Ja. Ich sehe es, Jack. Aber vielleicht sollten wir am Besten zuerst den zentralen Bereich, den Turm in der Mitte aufsuchen. Dort müsste sich, wie bei Atlantis der Kontrollraum befinden.”
“Bin derselben Meinung. Alles in die Jumper, wir fliegen zum zentralen Turm, und haltet die Naquadah-Mark-5-Generatoren bereit!”, erklärte dann General O’Neill, der sich kurz darauf wieder auf den Pilotensitz seines Jumpers gesetzt hatte.
Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - Besprechungsraum
Schon auf ihren Weg von ihrer Heimat der Erde sowie ihren Herkunftsland Deutschland und der Stadt Hamburg aus, waren die beiden Frauen und die Symbionten in ihnen sehr nervös. Eine Unruhe, die seit ihrer Ankunft auf dem Stützpunkt nicht nur anhielt, sondern auch noch anzuwachsen schien.
Viel Zeit verstrich in welcher Jeanne/Nike und Jasmin/Bastet noch auf General Landry zu warten hatten, der sich immer noch in seinem Büro aufhielt.
Doch endlich trat er mit den Worten: “Oh hallo, guten Abend. Frau Schneider. Frau Ataya. Beziehungsweise Nike und Bastet. Es tut mir außerordentlich leid, dass sie beide so lange warten mussten, doch musste ich noch einen wichtigen Bericht für das IOA und die UN beenden. Also, was gibt es denn so Dringendes?“, in den kleinen Besprechungsraum herein.
Gut nur, dass Hank bereits Platz genommen hatte, weil das, was er dann zu hören bekam, mehr als nur heftig war. Es waren nicht viele Informationen, aber sie waren detailliert genug.
Obwohl sie kooperierten, half es Nike/Jeanne und Bastet/Jasmin zunächst nichts, da General Landry befahl die beiden umgehend in eine Zelle zu sperren. Wobei sich dem diensthabenden Befehlshaber der Basis eine wichtige Frage stellte, nämlich wem er noch trauen konnte und der noch nicht von einem Goa’uld okkupiert worden war.
Dafür benötigte er Hilfe.
Daher beschloss General Hank Landry sich an die Mutanten, um Professor Charles Xavier zu wenden, die ihn da am ehesten unterstützen konnten, weil er die Angaben der beiden zunächst überprüfen wollte.
Erde
Seit dem Ende der Sondersitzung der UN, die live in allen Medien übertragen worden war, verloren die Goa’uld keine Zeit.
Zu allererst hatten sie den Standort des Brückenkopfes verlegt, dann die ersten Anschläge und Angriffe auf kulturelle und religiöse Zentren durchgeführt. Mit diesen vielen Gewaltakten säten sie weitere Spannungen unter den unterschiedlichen Religionen, weil sie dazu gefälschte Bekennerschreiben über sämtliche Medien und in der Presse verbreiteten.
Es dauerte deswegen nicht allzu lange, und schnell brachen zahlreiche Unruhen in einigen der größten und wichtigsten Nationen der Erde aus.
Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis
Der von Commander Aberdeen befehligte Kampfstern war als Aufklärer weit in noch bislang unbekanntes Gebiet vorgedrungen. So kam es, dass sich die Thetis nach dem letzten FTL-Sprung in einem nahezu leeren Raum befand.
Sofort wurden umgehend die gemessenen Daten ausgewertet.
Es dauerte einige Stunden, dann endlich kam Major Hailey zu den Schluss: “Laut den Ergebnissen sind wir hier eindeutig richtig. Laut den Berechungen von Lieutenant Fraiser und mir, benötigen wir noch 3 Überlichtsprünge bis wir unser Ziel erreicht haben. Aber laut den Aufzeichnungen werden wir Ilion nicht auf einen Planeten vorfinden, sondern…”
“Nun rücken Sie schon damit raus, Major!”
“Nun. Es tut mir sehr leid, Sir. Die Übersetzung war nicht wirklich eindeutig, daher wird es wohl erst für uns klar sein, wenn wir am Ziel sind.”
Pegasus-Galaxie
M7G-993
Schon mehrfach war es in den letzten Wochen vorgekommen, dass die Wraith auch Welten angriffen, wo die menschlichen Bevölkerungen Adria als ihre Göttin verehrten.
Aber es gab einen entscheidenden Unterschied, denn im Gegensatz zu den Antikern, die von sehr vielen Menschen viele Jahrtausende lang verehrt worden waren, handelte Adria zugunsten ihrer vielen bedrängten Gläubigen. Und obwohl die Orici dies tat, folgten ihr immer noch nicht alle Menschen in der Pegasus-Galaxie, wie auch in der Milchstraße trotz des Kampfes ihrer Truppen gegen die Wraith. Weswegen sie beschloss, eine Unheilige Allianz mit den noch verbliebenen Wraith-Stämmen einzugehen.
Milchstraße
P12-SM334
Kurz nach ihrer geschlossenen Union mit dem Wraith in der Pegasus-Galaxie, war die Orici auf einen Planeten in der Milchstraße eingetroffen. Sie traf auf diesen Planeten die neue Übermutter, die sich nach einem harten Kampf gegen die anderen Königinnen ihre hochrangige Position schließlich erkämpft hatte.
Die oberste Wraith-Königin in der Milchstraße schaute Adria lange Zeit an, ging dann aber auf ihr Angebot einer Allianz ein. Denn der weiblichen Wraith war schnell bewusst geworden, dass ihre Rasse und somit auch ihr selbst die schnelle Vernichtung drohte, wenn sie ablehnen würde.
Als sich die beiden getrennt hatten und Adria auf eines der Ori-Schiffe eingekehrt war, erfuhr sie von einem der Priore von den Ereignissen auf der Erde. Dies war natürlich möglich, weil die Priore mittels ihrer Stäbe noch enger verbunden waren als früher, so waren sie stets über jegliche aktuellen Entwicklungen innerhalb einer Galaxie auf den neuesten Stand.
Doch eine sofortige Antwort der Orici blieb aus, weil sie diese Entwicklung bereits im Voraus geahnt hatte. Daher beschloss Adria noch zu warten, denn sie wollte ihre bereits bestehende Armee für den finalen Kreuzzug noch verstärken.
Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet
In der Zwischenzeit war Ba’al auf den neuen Heimatplaneten der Goa’uld zurückgekehrt. Und während seiner Rückkehr dorthin hatte er sämtliche Truppen zusammengezogen, denn er wusste aus der jüngsten Erfahrung, dass General Jack O’Neill nicht unterschätzt werden durfte.
An Bord seines neuen Flaggschiffes sah der oberste Systemlord der Goa’uld auf den seit ungefähr einen Monat laufenden Countdown.
Schließlich erklärte Ba’al, der schließlich sehr verstohlen vor sich hingrinste: “Es ist gewissermaßen 5 vor 12, wie die Tau’ri es nennen würden. Jaffa! Bereitmachen für die Aktivierung des Cha’apa’ai!”
Odyssee
Folge 4.09 - Taktischer Rückzug, Teil 1
Milchstraße
Erde
Die von den Goa’uld aufs Neue entfachte Zwietracht unter den verschiedenen Religionen der Menschen, wurde seit Tagen bereits schon immer schlimmer. Es kostete sämtlichen spirituellen und geistigen Führern auf der Welt sehr viel Mühe und Kraft, sich dafür einzusetzen den Frieden untereinander zu bewahren. Doch radikale und fanatische Gruppen unter ihnen machten diese Bemühungen nur leider allzu oft wieder zunichte.
Auch die Armeen auf der Erde waren von diesen innerlichen Zerwürfnissen betroffen. Aber einige Staaten sowie auch Truppenteile blieben davon unbeeindruckt.
Doch die wichtigen Informationen, die man von Bastet/Jasmin und Nike/Jeanne erhalten hatte, waren für die Erde eine gute Warnung gewesen, um dann mit Hilfe von Professor Xavier und Doktor Grey, die durch ihre telepathische Gabe dabei halfen Goa’uld-Agenten und -Sympathisanten herauszusieben. Wobei nicht wenige von ihnen enttarnt wurden. Zudem kam die Warnung gerade noch rechtzeitig, um eine Verteidigungsflotte für die Erde unter dem Befehl von Brigadier General Samantha Carter aufzustellen und
zusammenzuziehen.
Es war dann die Crew der U.S.S George Hammond gewesen, die als erste die sich nahende feindliche Armada auf ihren Tiefraumsensoren entdeckt hatte.
Marsorbit
U.S.S. George Hammond - Brücke
“Hallo Cameron, hier ist Sam. Sie müssen es leider dem IOA und allen anderen mitteilen, dass es uns einfach unmöglich sein wird, die Erde und dem Mars gleichermaßen zu verteidigen.”
“Habe ich leider schon befürchtet, denn wir haben momentan nur die 12 Schiffe in diesem Sonnensystem zur Verfügung. Weil unsere übrigen Streitkräfte über diese Galaxie sowie auch die Pegasus aufgeteilt sind. Außerdem befindet sich die Odyssey, unter dem Befehl von General O’Neill in der Triangulum…”
“Was wissen wir über den Standort des Brückenkopfes der Goa’uld auf der Erde?”
“Das war leider eine Niete, weil wir als unsere Truppen dort eintrafen nur viele leere Hallen vorfanden. Er wurde also verlegt”, gestand Mitchell seufzend.
“Dann haben wir also ein doppeltes Problem, nämlich der uns bevorstehende Angriff aus dem All und den durch das Tor auf der Erde von einem unbekannten Standort aus.”
“Das stimmt. Und da die Goa’uld ein Stargate mit einem DHD haben, ist es das primäre in diesem Sonnensystem. Ist doch so Sam, oder?”
Ein sofortiges wortloses Nicken von Carter bestätigte diese Annahme von Mitchell.
Triangulum-Galaxie
Goa’uld-Planet
Bereits schon seit Tagen standen viele Bataillone von Kull- und Jaffa-Kriegern bereit. Bereit dazu, um endlich durch das Sternentor zu marschieren und auf die Erde zu gelangen.
Obwohl alles gut vorbereitet worden war, ließ sich der oberste Systemlord Ba’al damit noch Zeit weitere Truppen auf die Heimatwelt der Tau’ri zu entsenden.
Milchstraße
Erde an einem unbekannten Ort
Sich einen neuen Ort für den Brückenkopf in einem stillgelegten Bergwerk einzurichten, war für die Goa’uld ein guter Schachzug gewesen, den Isis angeordnet hatte. Denn anhand der großen Anzahl der bereits eingetroffenen Truppen, die sich in den vielen Tunneln, Gängen und Kammern versammelt hatten und auf den Befehl zum Angriff warteten, wäre zu groß für den alten Standort in Hamburg gewesen.
“Athene hat wohl für wahr an alles gedacht”, fand daher Isis zufrieden, die einer weiteren kleinen Einheit den Befehl gab auszurücken.
Daher war es nicht verwunderlich, dass sich in vielen Regionen der Erde die Lage immer weiter erneut verschärfte. Diese entluden sich in vielen größeren Städten in sehr große Unruhen, die sich mancherorts allmählich zu schlimmen bürgerkriegsähnliche Zustände entwickelten.
Erdorbit
In der selben Zeit hatten sich 7 Schlachtschiffe der Menschen der Erde in einer festen Gefechtsformation vor der Erde positioniert, wobei die 5 anderen zum Mars entsandt wurden, um die dortige Bevölkerung und die Stargate Command Base zu schützen.
Die U.S.S. George Hammond, die unter dem Kommando von Brigadier General Samantha stand, befand sich als Flaggschiff in der Mitte jener Formation, die die Ankunft des alten Feindes erwartete. Links wurde sie flankiert von der Ming, der Chukov sowie der Io, und rechts von der Justicia, der Alexandria und der Challenger. Sie sollten den Kampf mit den Goa’uld aufnehmen.
Schließlich war der Moment gekommen und etwa 100 Kilometer vor der Flotte der Erde öffneten sich mehrere Hyperraumfenster. Die zusammengezogenen Flottenverbände von Ba’als Armada waren eingetroffen, die sofort eine geschlossene Schlachtformation einnahmen.
Jeder Mensch, der sich an Bord der Erdschlachtschiffe auf einer der Kommandobrücken befand, konnte sofort erkennen, dass sie alle vor einer schweren Aufgabe standen, denn der Angreifer befand sich in einer deutlichen Überzahl.
Mars
Stargate Command Base - Kommandozentrale
Selbstverständlicherweise wollte Hank Landry alles so gut mitverfolgen wie es geht, weswegen er aufmerksam, wie auch seine Kollegen, die anderen vier kommandierenden Generals dieser Basis auf die Bildschirme schaute. Denn sie alle hatten sich wegen der aktuellen Bedrohung zum Dienst eingefunden.
Doch was ihnen das Radarbild zeigte, gefiel eindeutig niemanden.
“Generals. Eine Flotte, angeführt von einem großen Flaggschiff, bestehend aus 5 Ha’tak und einem Dutzend Al’kesh sowie annähernd 200 Todesgleitern hat gegen unsere Verteidigungsflotte im Marsorbit Stellung bezogen. Und sie verharrt dort schon seit ihrer Ankunft in einer Warteposition”, meldete Chief Master Sergeant Harriman.
“Schöner Schlamassel. Somit fällt unser guter Verteidigungsplan ins Wasser”, schimpfte General Landry erregt, der mit den anderen Generals darüber gesprochen und beraten hatte die Angreifer eventuell in die Zange nehmen zu können.
Doch hatte man es eigentlich berücksichtigen müssen, dass die Goa’uld ihre Armada aufteilen würden. Doch hatte wohl niemand damit gerechnet, dass man es insgesamt mit über einen Dutzend Ha’tak und rund vier Dutzend Al’kesh zu tun bekommen würde. Dabei waren die anderen Schiffe und die Geschwader von Todesgleitern noch nicht inbegriffen.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond - Brücke
Dank des Sinneswandels von Nike und Bastet war Sam Carter schnell klar geworden, wie viel Glück sie alle gehabt hatten. Denn wäre dies nicht geschehen, dann hätten sie so gut wie keine Optionen gehabt. Aber sie wusste, auch das ihre Chancen nach wie vor nicht rosig waren, weil keiner mit großer Sicherheit sagen konnte, wie lange ihre Flotte wirklich der großen Armada der Goa’uld standhalten konnte.
Schon seit vielen Minuten standen sie alle unter Dauerbeschuss, seitdem der Feind in Waffenreichweite gekommen war. Daher musste Carter immer wieder Korrekturen vornehmen lassen.
Mit großem Schrecken musste die Befehlshaberin der Flotte der Menschen und der George Hammond feststellen, dass alle Schiffe ihrer Flotte von mehreren Angreifern umzingelt worden waren. Umstellt von einer Flotte von Ha’tak und Al’kesh sowie ganzen Geschwadern von Todesgleitern, war es einfach unmöglich die eigenen Abfangjäger starten zu lassen. Deshalb verblieben alle Geschwader der F-302er nach wie vor in den Hangars.
Erde
USA - New York, Westchester
In der Schule von Professor Charles Xavier war ebenfalls der Krieg angekommen, schneller als vermutet angekommen. Doch nicht von den normalen Menschen, wie es Erik “Magneto” Lehnsherr einst befürchtet hatte, sondern wieder einmal mehr von einer sehr bösen außerirdischen Macht.
Da die älteren Mutanten und X-Men alle mit der Verteidigung des Anwesens und Hauses beschäftigt waren, mussten die ältesten der Schüler die Evakuierung organisieren.
Als den einzigen sicheren Zufluchtsort sollte ihnen allen ausgerechnet eine militärische Sicherheitseinrichtung dienen, nämlich das Homeworld Command im Cheyenne Mountain Complex in Colorado, welches seit dem harten Krieg gegen die Luzianische Allianz vor mehreren Jahren zu einer noch größeren Festung ausgebaut worden war.
Odyssee
Folge 4.10 - Taktischer Rückzug, Teil 2
Milchstraße
Erde
Weltweit wurden in derselben Zeit eine Vielzahl der wichtigsten politischen Gebäude von Truppen der Goa’uld angegriffen. Viele davon wurden von durch die Hilfe der Kullkrieger in kürzester Zeit überrannt und eingenommen, wobei die meisten Sicherheitskräfte ums Leben kamen. Nur wenige überlebten diese Attacken und gerieten teils mit schweren Verletzungen in Gefangenschaft.
Die Streitkräfte der Erde hatten immer noch erhebliche Schwierigkeiten mit den vielen noch versteckten Agenten und Sympathisanten der Goa’uld in den eigenen Reihen. Jene zu bekämpfen und zu enttarnen, war seit dem Ausbruch der Kampfhandlungen, so gut wie unmöglich geworden.
Man entdeckte sie daher leider nur, wenn sie versuchten ihre Wirte zu wechseln, die einen höheren Rang innehielten und die wichtigen Befehle von oben erhielten und weitergaben. Doch dies war selten, aber dennoch oft genug, damit die Streitkräfte von vielen Ländern der Erde noch einigermaßen handlungsfähig blieben.
Noch immer scheute man sich davor das Symbiontengift einzusetzen, weil es auch viele Tok’ra gab, die sich auf der Erde aufhielten oder gar niedergelassen hatten.
Erdorbit
Die heftige Schlacht im Orbit der Erde tobte schon bereits seit ungefähr 2 Stunden. Doch zeigten sich die ersten Folgen des langen Kampfes, denn immer öfters traten technische Probleme auf den Schiffen der Erde auf. Dies rührte von den vielen Treffern auf den Schutzschilden her, die seit dem Beginn der Kampfhandlungen immens belastet wurden. Und obwohl dies der Fall war, war es der Flotte von General Carter gelungen den Angreifern so manche Verluste zuzufügen.
Erde
USA - Homeworld Command, Kommandozentrale
Mit sorgenvollen Mienen hatte man schon vor wenigen Minuten die Evakuierung des Pentagons auf den Bildschirmen mitverfolgen müssen. Doch, als sich vor wenigen Sekunden dann auch noch eine sehr bedrückte Brigadier General Samantha Carter, die das Kommando über die Erdflotte innehatte, durch eine Live-Schaltung zu Wort meldete, war allen sofort klar das die Lage aussichtslos geworden war.
“…nun ja, es gibt nichts zu beschönigen, Generals. Alle unsere Schiffe haben seit einigen Minuten akute technische Probleme.”
“Wie lange können sie dem Feind noch Widerstand leisten, General Carter?”
“Ist leider sehr schwer zu sagen, wann unsere Schilde endgültig kollabieren werden… Doch eines ist sicher: Wir müssen uns früher oder später zum Mars zurückziehen. Wobei wir dies am besten als Flotte - und nicht einzeln tun.”
“Gut. Doch bevor Sie sich und die Flotte zurückziehen können, haben wir noch einen Auftrag: Nämlich so viele Leute und Vorräte aus einigen der bedrohten Gebiete zu bergen wie nur möglich! Ist dies geschehen, ziehen Sie sich zusammen mit der ganzen Flotte umgehend zum Mars zurück! So lauten die Befehle, die vom Mars persönlich von General Landry gekommen sind”, gab Brigadier General Cameron Mitchell bekannt.
“Was ist mit unserer Verstärkung?”
“Tut uns leid, Sam. Doch wie Sie wissen, ist unsere übrige Flotte über die gesamte Galaxie verstreut. Und von der Freien Jaffa Nation gibt es leider nur eine kleine Flotte, die Bra’tac mit großer Mühe zusammenstellen konnte.”
Kaum hatte Mitchell den Satz beendet, erreichte ihm die Meldung das Professor Xavier, Magneto und die übrigen Mutanten den Cheyenne Mountain Complex endlich erreicht hatten.
Nebenbei gab es noch weitere wichtige Informationen über einige Regionen auf der Erde, wo erfolgreich Widerstand geleistet wurde. Es stellte sich dann heraus, dass daran überwiegend Priore von der Orici Adria beteiligt waren, die durch ihre übermenschlichen Kräfte starke Schutzschilde erschaffen konnten. Sehr viele Menschen fanden deswegen Schutz vor den Angreifern.
Andromeda-Galaxie
Battlestar Thetis
Eine große Anspannung herrschte schon seit einiger Zeit auf dem gesamten Kampfstern. Und zwar eine so gewaltige, das man jene mit den Händen hätte greifen können. Die Ursache dafür war eine große Streitmacht der Zylonen, die aus 5 Basisschiffen bestand. Durch eine Aufklärungsmission hatte man die Feinde glücklicherweise noch rechtzeitig entdecken können.
Seit der Ausrufung der höchsten Alarmstufe eilten immer noch Besatzungsmitglieder durch die Korridore und Gänge der Thetis, um ihre Plätze zur Verteidigung gegen oder den Angriff auf die Zylonen einzunehmen.
Battlestar Thetis - CIC
Der Commander war nicht der einzige, dem bewusst war, dass der klare Vorteil eigentlich auf der Seite seines Schiffes lag. Zum einen hatte man einige Puddle Jumper zur Verfügung, die bereits im Tarnmodus ausgerückt waren und zweitens die von Hailey und Fraiser installierten Schutzschilde, die von den 2 Naquadah-Generatoren mit der notwendigen Energie versorgt wurden, um die Thetis noch mehr Schutz zu verleihen.
“Also gut”, begann Liam Aberdeen, “um unser Ziel zu erreichen, müssen wir gegen diese Flotte kämpfen! Doch zu allererst müssen dafür die Jumper die FTL’ der 5 Basisschiffe ausschalten! Wenn das erledigt ist, könnten wir ein paar Raptor zu unserer Flotte schicken, um dann einige Kampfsterne von Admiral McBride zur Unterstützung erbitten. Mit oder ohne Verstärkung müssen wir dann die gesamte feindliche Streitmacht schnell erledigen! Miss Shen, ich hoffe, dass Sie keine Einwände haben.”
“Nein. Habe ich nicht. Es ist ein guter Plan. Aber ich bin dafür, dass sich Major Hailey und Lieutenant Fraiser um die Schutzschilde und die Naquadah-Generatoren an Bord dieses Schiffes kümmern.”
“Das machen wir”, bestätigte Jennifer umgehend.
Kurz darauf erörterte Commander Aberdeen seinem gesamten Führungsstab noch einmal schnell den zu ausführenden Schlachtplan, bevor er dann endlich den Befehl zum Angriff gab.
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Nahezu im fliegenden Wechsel, wurde die Datenbank der Antiker und auch der Hologramm-Raum vom Team Sheppards nach weiteren Hinweisen durchforstet.
Schließlich stieß McKay auf eine Spur.
“Das ist nicht gut. Nicht besonders gut…”
“Was denn Rodney?”
“Tja, Sheppard. Wir können nach wie vor nicht die Stargate Command Base auf dem Mars kontaktieren. Und das, obwohl wir letztendlich auf die Erde müssen. Bevor Sie und die anderen mich fragen, weil ausgerechnet dort ein wichtiger Hinweis hinterlegt worden ist, der uns helfen wird unsere Mission erfolgreich zu beenden.”
Milchstraße
Erde
Immer noch wurden viele Regionen auf dem blauen Planeten hart umkämpft. Doch viele andere standen bereits unter der Kontrolle der Goa’uld und ihrer Truppen. Eine große Anzahl davon war von Truppentransportern abgesetzt, die von den Ha’taks aus gestartet worden waren.
Besonders hilfreich waren dabei wieder einmal mehr die tausenden von Kull-Kriegern, die für die Streitkräfte der Menschen nahezu kaum zu überwindbare Gegner waren. Der Feind war in so großer Anzahl eingefallen, dass die Waffen mit denen man diese gefährlichen Drohnen neutralisieren und töten konnte von zu geringer Stückzahl vorhanden waren. Daher zogen sich die verbliebenen Streitkräfte der Erde in die Widerstandshochburgen zurück, um die Kräfte zu bündeln sowie den feindlichen Streitkräften wirkungsvoller entgegentreten zu können.
USA - Homeworld Command
Seit dem Beginn der Konfrontation mit dem ältesten Erzfeind der Erde gingen unzählige Informationen ein. Doch seit ungefähr einer halben Stunde wurden sie immer weniger. Es gab kaum noch Nachrichten, denen man trauen konnte.
“Brigadier General Mitchell. Professor Charles Xavier würde gerne mit Ihnen sprechen, denn ihm ist es gelungen, trotz der Störsignale der Goa´uld Kontakt mit der Basis auf dem Mars aufzunehmen. Und unsere gesamte Flotte hat sich wie besprochen geschlossen zum Mars zurückgezogen”, berichtete ein Lieutenant, der in die Kommandozentrale geeilt war.
Mars
Stargate Command Base
“War das etwa schon alles, Walter?”
“Ja, General Landry.”
“Na schön. Gut, dann übermitteln sie eine Botschaft an unsere gesamten Streitkräfte, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden, Sergeant! Auch über den Subraum, damit auch Atlantis unter der Führung von Mister Woolsey in der Pegasus, Miss Shen und ihr Expeditionsteam in der Andromeda und die Crew von General O’Neill an Bord der Odyssey in der Triangulum Kenntnis von den Vorgängen hier erhält!”
“Jawohl, Sir. Doch es wird eine Weile dauern, bis diese Informationen bei unseren Streitkräften in den anderen Galaxien angekommen sind”, erklärte der Techniker, während sich der General mit seinen Kollegen die große Weltkarte ansah.
Die Landmasse der Erde war schon fast zu 70 Prozent mit roter Farbe markiert worden, was bedeutete, dass diese Regionen schon von den Goa’uld eingenommen wurden. Somit gab es leider kaum noch einen nennenswerten Widerstand gegen die Invasoren. Aber es gab auch Regionen, die violett schraffiert waren, um anzuzeigen, dass die Lage dort noch hart umkämpft war. Und nur einige kleine Flecken auf der Erde waren noch unmarkiert, aber mit Ziffern versehen, die einen Verweis beinhalteten, der zu weiteren Informationen führte. Diese Flecken waren ausgerechnet, durch die Priore der Orici Adria und der Hilfe der Mutanten, die einzigen verbliebenen, sicheren Hochburgen des Kampfes gegen die Goa’uld.
Triangulum-Galaxie
U.S.S. Odyssey - Taktikraum
General O’Neill, den man aus einen dringenden Anlass zurück an Bord gerufen hatte, um die aktuellen dramatischen Entwicklungen in der Milchstraße besser vermitteln zu können, hörte sich nur einmal die übermittelte Nachricht an.
Er schwieg einige Minuten.
“Dieser verdammte, verfluchte, widerliche,…, hinterhältige, aufgeblasene Schlangenkopf!”, wetterte Jack O’Neill schließlich erbost, was seine große Besorgnis in den Hintergrund verschwinden ließ.
Anders sah es bei Doktor Daniel Jackson aus, der wie alle anderen in dem Raum sich besorgt die Details ansah. Aber schließlich fasste der Archäologe die momentane Lage zusammen: “Somit ist der Mars also zu unserem Zufluchtsort geworden. Und überall auf der Erde gibt es noch ungefähr drei bis vier Dutzend Regionen, meist große Städte, die noch gegen die Goa’uld behauptet werden können. Was, ich habe Mühe es zu sagen, zu etwa 90 Prozent an den Prioren liegt, die sich auf der Erde befinden…”
“Ja, wie auch immer. Wir müssen zurück zur Erde und zwar schnell”, wusste Jack O’Neill.
“Doch zunächst müssen wir Mu bergen, bevor dieser Schlangenkopf Ba’al noch einmal auf die blöde Idee kommt, seine dreckigen Pfoten danach auszustrecken”, fügte der General nach einer kurzen Atempause mit entschlossener Tonlage hinzu.
