22.12.2025, 13:17
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.12.2025, 13:31 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 4.16 - “Rückkehr der Götter, Teil 2“
Milchstraße
Mars
Stargate Command Base
Über einen großen Bildschirm, der mit dem Kommandoraum der Basis und der Kommandozentrale des Homeworld Command verbunden war, konnte man einigermaßen die aktuellen Geschehnisse im Erdorbit und auf der Erde mitverfolgen.
An dem großen ovalen Tisch, der beinahe zwanzig Meter lang und drei Meter breit war, befanden sich weitere Monitore, aber auch dienstliche Laptops. Hier saßen die fünf Befehlshaber der Stargate Command Base und wichtige Vertreter des Stabes, IOA’, UN sowie der NATO und einige Regierungschefs, die es geschafft hatten hierher gebracht zu werden. Dahinter hatten an kleineren Tischen weitere Personen Platz genommen, die ebenfalls Mediengeräte aus ihren Taschen gezogen hatten.
Der Anblick, welcher sich allen Anwesenden bot, war beängstigend. Auf immer wieder gestörten Bildern war zu sehen, wie die feindlichen Truppen aus Jaffa und Kull-Kriegern durch die Straßen vieler Städte patrouillierten. In der Luft kreisten Todesgleiter und Al’kesh.
“Sehr geehrte Exzellenzen. Meine Damen und Herren. So eben sind alle übrigen verfügbaren Schiffe unserer Flotte eingetroffen. Daraufhin hat sich die Goa’uld-Flotte, welche sich im Orbit des Mars befand in den Orbit der Erde zurückgezogen”, verkündete General Hank Landry allen kurz. Danach eröffnete auch schon der Vorsitzende des IOA gemeinsam mit dem UN-Generalsekretär offiziell die Sitzung.
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Weißes Haus, Oval Office
Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, hatte Ba’al dieses sonst so schwer bewachte Gebäude betreten.
“Sehr bequem dieser Stuhl”, befand er, als er sich an den Schreibtisch gesetzt hatte.
“Bringt die Techniker der Tau’ri herein! Nicht so grob, Jaffa! Diese Leute werden gute Dienste leisten. Da bin ich mir sicher. Es wird allmählich Zeit für eine große bedeutende Ansprache, Rede an das Volk der Menschen dieser Welt zu richten”, erklärte er, während bereits einige weitere der wichtigsten Goa’uld-Lords, wie Ra, Apophis, Hathor, Isis, Osiris, Yu, Heru’ur und Cronus zu ihn hereinkamen und ihn flankierten.
Die kurz darauf anschließende Übertragung wurde live über alle Medien auf der ganzen Erde ausgestrahlt.
Colorado
Homeworld Command, Ebene 28, Kommandozentrale
Gerade als einer der Offiziere von Brigadier General Cameron Mitchell die aktuelle Bestandsliste der Basis vorlegen wollte, winkte jener ab. Die Rede von Ba’al war in diesen Moment wichtiger.
“Menschen von Tau’ri, ich Ba’al der oberste Goa’uld-Systemlord und meine Brüder und Schwestern, haben eure Welt erneut in Besitz genommen. Wir, eure wahren Götter waren sehr lange fort, damit ihr euch entwickeln konntet. Und ihr habt euch entwickelt. Sehr gut sogar. Dies konnte ich, als ich schon einmal bei euch zu Gast war, mit großer Freude selber feststellen. Aber ich musste mich zurückziehen, weil es eine feindliche Gruppe gab, die uns Goa’uld hasst. Dabei haben wir eure großartige Kultur begründet. Den Grundstein gelegt, damit ihr euch so entwickeln konntet. In dieser langen Zeit unserer Abwesenheit gab es sehr viele Persönlichkeiten, die euch fehlgeleitet haben. Es geschah sogar kurz vor unserer Rückkehr in Form der Verkünder der Religion der Orici. Hört auf diese falsche Göttin anzubeten und zu ehren, sonst wird sie diese wunderbare Welt vernichten! Kehrt also um zu euren wahren Göttern! Zu uns! Also stellt jegliche Kampfhandlungen gegen unsere Truppen ein, die hier sind um den Frieden zu sichern und euch vor den echten Feinden, unserer vorbildlichen Gesellschaft, zu schützen! Wir Goa’uld werden uns in der nächsten Zeit absprechen. Einen schönen Tag noch Menschen von Tau’ri”, verkündete Ba’al, der kurz danach noch eine Warnung an das Homeworld Command sowie das Stargate-Center aussprach, die Goa’uld und ihn nicht erneut herauszufordern.
“Schalten Sie das ab, Sergeant!”
“Ja, General Mitchell.”
“Wir werden wohl mit einem Angriff rechnen müssen”, ahnte Magneto.
Er war nicht allein mit dieser Vermutung, denn auch die meisten der X-Men und auch selbst Professor Xavier waren derselben Auffassung.
Einige Minuten lang studierte Cameron das Dokument, dann sagte er: “Wir können etwa drei Monate, vielleicht auch fünf hier durchhalten. Aber dann…”
Er seufzte leise, bevor er befahl: “Sperren sie Nike und Bastet getrennt in Arrestzellen, Corporal!”
“Uns einsperren? Wieso?”
“Ganz einfach: Ihr hättet uns informieren können, dann wäre es nicht dazu gekommen. Wir hätten dadurch Ba’als Truppen mit Sicherheit dann abwehren können. Ihr habt ihn unterstützt und dafür werdet ihr zur Rechenschaft gezogen, sobald wir ihn vertrieben haben.”
“Nein. Sie liegen falsch, General Mitchell. Bitte”, flehte Jeanne, die genauso wie ihre Freundin sofort von mehreren Soldaten ergriffen wurde.
Doch es half nichts, beiden wurden Hand- und Fußfesseln angelegt und anschließend zur Sicherheit mit einer Soldateneskorte auf Ebene 16 gebracht und in zwei voneinander getrennte Arrestzellen eingesperrt.
Washington D.C.
Weißes Haus, Oval Office
Ra war wütend, weil er nicht die Position innehatte, die seiner Meinung nach eigentlich ihm zustand. Denn er war es gewesen, der einst die Erde und die menschliche Rasse als potentielle Wirte vor vielen Jahrtausenden entdeckt hatte.
Dies schien Ba’al zu spüren, weswegen er sehr daran bedacht war alle Goa’uld zu beschäftigen, damit sie nicht wieder in territoriale Kämpfe um Macht das eigene Volk schwächten. Der oberste Systemlord musste diesen wichtigen Standpunkt in einer Versammlung allen anderen Goa’uld mitteilen.
Und zwar schon bald.
Doch zuerst musste sich auf einen passenden Ort für diese Konferenz geeinigt werden.
Kapitol
Da erst einmal nichts weiter wichtig war, trafen sich die Goa’uld im Kapitol der Vereinigten Staaten von Amerika für diese bedeutende und wegweisende Besprechung.
“Meine verehrten Freunde”, begann Ba’al, “die Erde ist in verschiedene Nationen aufgeteilt. Jeder von uns könnte sich eines oder auch mehrere aussuchen, um es zu regieren. Auch dürfen wir uns nicht gegenseitig bekämpfen, sonst schwächen wir uns selber. Ein Umstand, auf den unsere Feinde nur warten…”
“Wir sollen also alle zusammenarbeiten”, bemerkte Apophis sofort.
“So ist es.”
“Ba’al. Wir müssen aber auch diese Religion von Adria auslöschen! Es gibt immer noch zahlreiche Regionen, die unseren Truppen trotzen”, warf Hathor ein.
“Wir sollten den benachbarten Planeten angreifen und somit den wichtigsten und wohl einzigen Rückzugsort der Tau’ri in diesen System beseitigen”, schlug danach Heru’ur vor.
Das schien Athene zu gefallen, weswegen sie zustimmte: “Ja. Damit könnten wir den Widerstand auf der Erde brechen. Wenn das geschehen ist könnten wir die Luzianische Allianz angreifen, die bereits infiltriert und ausgespäht wird, bevor wir uns dann um die abtrünnigen Jaffa kümmern.”
“Gut. Gut. Schreibt eure Wünsche, die die Herrschaftsgebiete, also die Länder auf der Erde betreffen auf, damit wir wissen wer von uns wo seinen Sitz haben wird”, erklärte schließlich Ba’al, dem es gefiel, wie seine Brüder und Schwestern sich sofort neue Ziele setzten.
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Brig
Durch die Scheibe hindurch, beobachteten Roslin und Adama Satterfield, die enttäuscht darüber war, dass man ihr immer noch nicht traute. Und das obwohl mit ihrer Hilfe der Ausgang des Einsatzes über Neu-Caprica vermutlich besser ausgegangen ist.
Schließlich brach Laura Roslin, die wieder Präsidentin der Flotte geworden ist, das lange Schweigen: “Bill. Sollte es noch weitere Flotten mit Überlebenden geben, müssen wir sie unbedingt finden, denn dies könnte die Zukunft unseres Volkes verbessern.”
Einige Minuten mussten verstreichen, ehe der Admiral seinen Blick von der Zylonin löste und sich zur Präsidentin der Kolonien umdrehte und er erwiderte: “Sie schenken ihr also Glauben.”
“Nicht unbedingt. Aus einer Luftschleuse können wir sie immer noch werfen. Wie steht es um die Pegasus und die Galactica?”
“Die Pegasus ist nur knapp von Neu-Caprica entkommen, genauso wie die Galactica. Ingenieure, Techniker und Mechaniker tun was ihnen möglich ist, da viele Reparaturen gemacht werden müssen… Sie schreibt schon wieder etwas in das Buch.”
“Und was?”
“Ich habe sie dazu aufgefordert alles zu notieren, was vom strategischen und taktischen Vorteil sein könnte, um die Flotte zu finden mit der sie unterwegs war. Wir bräuchten ein Schiff oder gar eine ganze Flotte von Raptor, welche wir losschicken könnten, um die Thetis zu finden.”
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base, Kommandozentrale
Alle Schiffe der Erde, die verfügbar waren, hatten sich mit der kleinen Flotte, die von Bra’tac kommandiert wurde zusammengeschlossen. Schnell war allen klar geworden, dass sie unterlegen waren und dies obwohl die Schiffe der Menschen von allen die fortschrittlichste Technologie besaßen.
Man erwog sogar die Flottenstärke in der Pegasus zu reduzieren, mit dem Ziel in der Milchstraße dadurch an Kraft zu gewinnen. Der Makel war, dass die Verbindung mit Atlantis derzeit nicht möglich war.
“…wir müssten uns da wohl Hilfe von Adria und ihren Truppen holen. Ja. Ich weiß, wie sich das anhört. Ausgerechnet ich schlage so etwas vor”, sagte General Hank Landry frustriert.
“Die Orici. Sie wird doch kein Finger rühren, solange ihre Gläubigen nicht Opfer in dieser Auseinandersetzung sind”, wusste General Wu, worauf ihm die meisten zustimmten.
Kurz darauf meldete sich Carter, die wie alle Schiffskommandanten ebenfalls bei dieser Besprechung per Video teilnahmen, zu Wort: “Vielleicht haben wir aber auch Glück und sie hilft uns auch so, denn einer der Ba’al-Klone hat sie einst gefangengenommen und als Wirt benutzt. Die Entfernung durch zu Hilfe geholte Tok’ra schlug damals fehl. Denn Symbionten sondern ein Gift ab, welches den Wirt tötet. Auch Adria, die ja auch zum Teil menschlich war. Das wird sie nicht vergessen haben.”
“Nur müsste Adria erst einmal von den Vorgängen hier auf der Erde wissen”, warf sofort General Nantes ein.
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hatte bislang die Diskussion größtenteils wortlos mitverfolgt, dann sprach er: “Vergessen wir nicht die Priore. So, wie ich es mal verstanden habe, bilden sie eine Art Netzwerk mit welchen auch Adria verbunden ist. Vielleicht weiß sie es ja auch schon. Fest steht dennoch eines, wir benötigen unbedingt noch mehr Unterstützung, und zwar so schnell wie nur möglich!”
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Kapitol
Viele der Goa’uld waren verstimmt darüber, dass Ba’al die Vereinigten Staaten von Amerika als Domäne ohne Widerspruch für sich allein beanspruchte.
Zum Glück war die Erde groß genug. Doch waren sehr viele Länder, besonders in Afrika und in Teilen Asiens auf dem ersten Blick sehr unattraktiv, obwohl sie sehr viele Rohstoffe besaßen.
Neben den USA waren Ägypten, der Nahe Osten und Südeuropa, die Regionen auf der Erde, die die meisten Goa’uld gerne als Domäne haben wollten.
Unter anderen stand für Lord Yu eines nur fest, er wollte die jetzige Volksrepublik China als Gebiet, und Amaterasu hatte sich Japan ausgewählt.
Bei Ländern, wo es mehrere Interessenten beziehungsweise Bewerber gab, versuchten die Goa’uld untereinander zu verhandeln und vermitteln. Ein sehr heikles Unterfangen, wie man sich nur allzu gut vorstellen konnte.
“Was machen wir mit den Regierenden dieser Länder dieses Planeten, sollen wir sie exekutieren?”, fragte schließlich Hathor.
Langezeit herrschte Stille, bevor Ba’al vorschlug: “Wir sollten sie eher am Leben lassen, denn somit können wir eher als gerechte Götter bei den Tau’ri Sympathien gewinnen, als wenn wir Blutbäder anrichten, was unweigerlich zu Widerstand führen wird.”
Danach folgte sogleich eine Abstimmung, wie die Goa’uld verfahren sollten, mit dem Ergebnis die staatlichen Regierungen auf der Erde nicht auszulöschen.
Alle Goa’uld aber wollten über alle Ressourcen der Gebiete über die sie auf der Erde verfügten selber voll ausnutzen.
Überall auf der Erde landeten innerhalb der Hauptstädte in den nächsten Stunden Schiffe der Goa’uld, die damit deren zweites Herrschaftszeitalter vollends begründeten. Es gab Menschen, die ihre neuen Gebieter freiwillig begrüßten, aber auch welche, die dazu von Jaffa und dienenden Goa’uld gezwungen wurden.
Triangulum-Galaxie
P8G-M770
Mu, Kontrollturm < = > Kontrollstuhl
Konzentriert saß General O’Neill auf seinen Platz. Mit geschlossenen Augen hatte er dennoch alles genau vor sich. Zusätzlich war er mit einem Headset mit der Mannschaft im Kontrollturm verbunden, welche wiederum im ständigen Kontakt mit der Odyssey stand.
“Alles klar, Jack. Wir wären dann soweit”, erklärte Doktor Jackson über Funk, der sich fest vorgenommen hatte für die Zeit des Fluges die Datenbank von Mu zu erforschen.
“Okay. Alle festhalten, ich starte die Triebwerke! Jetzt!”, teilte Jack mit.
Kurz darauf erzitterte Mu leicht. Alles vibrierte leicht als die Triebwerke hochfuhren. Schon wenige Minuten später hob das Raumschiff der Antiker von der Wasseroberfläche ab und stieg empor Richtung Weltall.
“Denken Sie aber bitte daran, die Schutzschilde noch zu aktivieren.”
“Mach ich gleich, Daniel. Will nur Energie sparen”, erklärte O’Neill.
Schnell erkannte man im Kontrollturm, dass ein Ziel innerhalb dieser Galaxie angesteuert wurde.
“Was haben Sie vor, General?”, fragte einer der Lieutenants, nachdem Jack O’Neill im Kontrollturm erschienen war.
“Was wohl. Ich will Ba’al noch einmal kräftig in seinen schleimigen Schlangenhintern treten. Und Egeria, also Captain Perry hat Jackson und mir erfreulicherweise mitgeteilt wo die Basis von ihm in dieser Galaxie hier liegt.”
Odyssee
Folge 4.17 - “Résistance, Teil 1”
Pegasus-Galaxie
Atlantis, Kontrollturm
Schließlich war sich Richard Woolsey auch bewusst geworden, was es bedeutete, dass man es bislang nicht geschafft hatte die Erde anzuwählen.
“Die scheinen entweder Probleme mit dem Tor zu haben, oder aber die Erde wird angegriffen”, fasste der Leiter der Atlantisexpedition zusammen.
Wenige Minuten später dann erklärte Captain Laura Cadman: “Mister Woolsey. Colonel Sheppard. Ich habe gerade eine Subraumbotschaft von der Stargate Command Base auf dem Mars erhalten. Die Goa’uld hätten die Erde angegriffen und zudem vermutlich ein Stargate mit DHD auf der Erde stationiert. Anordnung von General Landry: Wir sollen daher keine weiteren Anwählversuche unternehmen…”
“Na großartig! Und was jetzt?”, seufzte Doktor McKay gequält.
“Rodney hat leider Recht, Mister Woolsey. Durch das DHD haben die Goa’uld das primäre Tor in unseren Heimatsystem.”
“Danke, Radek.”
“Es nützt aber alles nichts, denn wir müssen auf die Erde um die Spur, die wir von Morgan La Fay haben dort aufzunehmen”, erwiderte John Sheppard, der bereits überlegte, wie man diese Mission am Besten in Angriff nehmen konnte.
“Wir benötigen ein Schiff, wenn wir das Sternentor nicht nutzen können”, wusste Teyla Emmagan.
Ronon brummte: “Wir könnten ja zum Beispiel die Apollo nehmen.”
“Wird nicht reichen. Denn was ist, wenn wir auf eine ganze Goa’uld-Flotte treffen…”
“Keine Panik, Rodney!”
“Das sagen sie so einfach, John. Wir haben es immerhin mit den Goa’uld zu tun!”
“Sie haben Recht Teyla. Aber auch Doktor McKay. Daher werden sie mit zwei unserer 304er zur Erde fliegen, und zwar mit der Apollo und der Korolev II!”, entschied Mister Woolsey nach kurzer Überlegung. “Captain Cadman, ich will die beiden Kommandanten dieser zwei Schiffe so schnell es geht in meinem Büro sprechen!”, fügte Richard wenige Sekunden später noch hinzu.
Milchstraße
Sol-System, Erde
Europa, Frankreich, Paris
Es war ein glücklicher Umstand, der dazu geführt hatte, dass die Stadt an der Seine so gut hatte verteidigt werden können. Doch um den Schutz besser zu gewährleisten, wurde veranlasst den Schutzbereich so zu verkleinern, dass er die Versorgung mit dem Wichtigsten zum Leben gewährleisten sollte.
Immer wieder prahlten die Versuche der Goa’uld an dem Schutzschild des Priors ab. Dieser las dabei leise aus dem Buch seiner Göttin, und nebenbei suchte er den Kontakt zu den anderen Prioren auf der Erde. Ziel war es, auf einer telepathischen Ebene die Orici, auf die aktuelle Entwicklung auf diesen Planeten aufmerksam zu machen.
Aber auch in vielen anderen Regionen in Frankreich leisteten die Menschen gegen ihre Besatzer aus dem Verborgenen so gut es ging Widerstand. Viele der noch lebenden älteren Franzosen erinnerten sich dabei an die Résistance gegen die Nazis, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.
“Francois. Hier sind die Handgranaten und der Plastiksprengstoff, die du noch gebraucht hast.”
“Merci. Antoine. Morgen schon bereits, könnten wir mit einigen wenigen gezielten Angriffen den Goa’uld in kurzer Zeit einige heftige Schläge versetzen.”
Nachdem der Satz beendet worden war, setzten sich die beiden zu weiteren Mitstreitern, um die benötigten Sprengsätze zu bauen.
Asien, China
Militärbasis nahe Shanghai
Sirenen heulten abermals auf, denn mehrere Todesgleitergeschwader näherten sich erneut, dieses Mal jedoch mit der Unterstützung von Al’kesh und Bodentruppen dem Stützpunkt.
Grund dafür war Lord Yu, der sich vorgenommen hatte alle noch vorhandenen Regionen, in denen bislang noch Widerstand geleistet wurde und die zu seinem Herrschaftsgebiet gehörten, nach und nach zu unterwerfen.
In der Kommandozentrale erkannte man mit großer Besorgnis, dass auch unter den Bodentruppen einige dutzend Kull-Krieger waren, die der oberste Systemlord Ba’al Lord Yu überlassen hatte.
“Alle unsere Soldatinnen und Soldaten sollen sich sofort in den nächsten 15 Minuten zur Roten-Linie zurückziehen! Danach verkleinern wir die Größe des Schutzschildes, um Energie zu sparen, Lieutenant Ming! So haben wir die Möglichkeit die angreifenden feindlichen Truppen gezielter unter Feuer zu nehmen, insbesondere diese Kull-Krieger!”
“Jawohl, General.”
Israel
Jerusalem
Eine wohl der geschichtsträchtigsten Städte der Erde, war wohl am besten geschützt.
Es war ein guter und verbesserter Schutzschild, der hier zum Einsatz kam und nicht nur die Stadt selbst, sondern auch das nahegelegene Umland gegen die Angriffsversuche des Goa’uld Moloc verteidigte.
Aber auch die übrige Bevölkerung Palästinas und Israels kämpfte zum Teil Seite an Seite, vereint gegen den außerirdischen Feind, der ihnen das Land streitig zu machen drohte.
Ansonsten konnten die Streitkräfte Israels größtenteils dabei nur auf die Unterstützung noch vorhandener Flottenverbände der US-Navy zählen, die ebenfalls durch verbesserte Schutzschilde gegen die Angriffe abgeschirmt waren.
Lord Moloc verfügte nur über ein Ha’tak, den dazugehörigen Todesgleitergeschwader, ein paar Al’kesh, einige Tel’taks, einige hundert Jaffa und eine handvoll Kull-Krieger.
Ha’tak Molocs
Pel’tak
Die Gelassenheit im Gesichtsausdruck des Goa’uld ließ immer mehr nach. Als sein Primus erschien und ihn mitteilte, dass eine Einheit seiner Jaffa, etwa drei dutzend Krieger in einen Hinterhalt geraten und vollständig aufgerieben worden sei.
Moloc wurde sehr zornig darüber, weshalb er anordnete die Angriffe auf Jerusalem und die nähere Umgebung vorerst abzubrechen und Gebiete zu sichern, die bereits unter seiner Kontrolle standen. Später folterte er deswegen eigenhändig seinen Primus, um jenen für sein klägliches Versagen zu bestrafen.
Pegasus-Galaxie
Atlantis, Besprechungsraum
“Colonel Ellis. Colonel Sarakov. Sie beide werden morgen, um 6 Hundert, mit dem Team von Colonel Sheppard zur Erde aufbrechen! Zum einen, um dessen Team und zum anderen Teil die Stargate Command Base im Kampf gegen die Goa’uld zu unterstützen!”, verkündete Mister Woolsey den Kommandanten der Apollo und der Korolev II.
Die Bitte von Morgan La Fay/Ganos Lal das AR-1-Team zur Erde begleiten zu dürfen, lehnte Richard nach kurzer Überlegung, mit dem Verweis des zu hohen Risikos dankend ab. Stattdessen bat der Leiter der Atlantisexpedition die Antikerin darum, alles was für die Mission wichtig sein könnte zu notieren und Sheppard auszuhändigen.
Große Magellansche Wolke
Thule, südliche Hemisphäre
Kontinent Sanara
Eine große Bevölkerungsgruppe von verschiedenen Völkern hatte sich wieder einmal mehr versammelt. Sie hatten erschütternde Informationen zusammengetragen, die sie dazu veranlasste weiterhin die selbsternannte Herrscherrasse mit gezielten Angriffen zu erschüttern.
“In ihre Hauptstadt können wir nach wie vor nicht hineingelangen. Unsere einzigen Möglichkeiten sind dieselben wie bisher, nämlich einige ihrer Siedlungen, Kleinstädte und diese furchtbaren Lager, in denen viele unserer Brüder und Schwestern gezwungen werden unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten, anzugreifen.”
“Du hast leider damit Recht, Tara.”
“Wir könnten versuchen in diesen Lagern Aufstände zu entfachen, denn dort sind wir in der Überzahl”, fügte ein anderer Mann hinzu.
Tara nickte kurz, dann ergänzte sie: “Ja. Sobald unsere Leute dort jeweils frei sind und sich mit den Waffen ihrer Peiniger ausgerüstet haben, können sie deren Siedlungen sowie Kleinstädte angreifen. Wir werden also den Partisanenkrieg gegen sie fortführen. Wir müssen unsere Waffenarsenale auffüllen und dann hart zuschlagen.”
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Colonial One
Nach wenigen Minuten schon, war der kleine Raum vor dem Büro von Laura Roslin mit den Vertretern der Presse gut gefüllt. Die Präsidentin und auch der Admiral sahen sich dazu gezwungen mit den Gerüchten innerhalb der Flotte aufzuräumen, und somit für eine aufrechte Ordnung unter den Überlebenden zu sorgen.
Mit der Einleitung: “Meine Damen und Herren, bitte nehmen sie alle Platz, wenn soweit verfügbar! Admiral Adama, Vizepräsident Zarek, einige Vertreter des Zwölferrates und auch ich selber hörten von einigen Themen, besser ausgedrückt von Gerüchten, die in unserer Flotte seit der erfolgreichen Evakuierung und Flucht von Neu-Caprica kursieren. Wir beide werden heute dazu Stellung beziehen. Doch wir ersuchen sie alle mit den Fragen zu warten, bis Admiral Adama und ich mit unseren Ausführungen fertig sind!”, eröffnete Laura Roslin die angekündigte Pressekonferenz.
In den darauffolgenden etwa 50 Minuten bezogen Admiral Adama und Präsidentin Roslin Stellung zu den aktuellen Gerüchten.
“…die Galactica ist weiterhin betriebsbereit, obwohl an ihr immer noch gearbeitet wird, um die Beschädigungen zu beseitigen, die im Laufe der vielen Kampfhandlungen gegen die Zylonen in den letzten Jahren aufgetreten sind. Im Bezug auf den Zustand der Pegasus erwarte ich den Bericht von Commander Lee Adama in den nächsten Stunden”, führte William Adama unter anderen auf. Den Bezug auf die Zylonin Sharon Satterfield ließ er mit Absicht aus, denn dies würde auch Laura Roslin im Anschluss nach seiner Erklärung ebenfalls, wie abgesprochen tun.
Danach gab die Präsidentin unter anderen bekannt: “…es sind Leute innerhalb der Flotte verschwunden, die von einem Tribunal verfolgt, angeklagt, für schuldig befunden und bestraft worden sind, weil sie in Kollaboration mit den Zylonen auf Neu-Caprica gehandelt haben sollen. Hiermit erlasse ich eine allgemeine Amnestie für alle, da es sehr schwer für viele war, unter den Repressalien des Feindes zu leben, weswegen sie diesen Schritt gewagt haben, in dem guten Glauben etwas Gutes zu tun. Das wäre denn nun alles.”
Wie zu erwarten gewesen war, wirkte der Vizepräsident Tom Zarek alles andere als zufrieden mit der Erklärung der beiden Personen, die an der Spitze dieser Flotte standen.
Doch wie von ihm erhofft, hatte die Presse diesen einen Punkt nicht vergessen, weswegen sofort quasi alle ihre Hände als Zeichen erhoben, weil sei diese eine wichtige Frage auch noch geklärt haben wollten.
“Wieso verschweigen sie es uns allen?”, fragte einer der Journalisten vollkommen empört, “Nämlich, dass es an Bord der Galactica eine mysteriöse Zylonengefangene geben soll.”
“Es befindet sich in der Tat eine weitere Acht an Bord der Galactica”, bestätigte Admiral Adama sofort, der an das Pult getreten war. “Wir haben oder wollten uns noch nicht zu diesen Thema äußern, weil wir immer noch die getätigten Aussagen dieser Sharon sehr genau prüfen. Sobald wir genauere Ergebnisse gehabt hätten, hätten wir die Flotte informiert. Denn ich bin kein Freund davon, mit halbgaren Argumenten um die Ecke zu kommen.”
Kurz darauf meldete sich eine Kollegin zu Wort: “Es wird aber erzählt, dass eine Suche geplant ist, die nach einer weiteren Flüchtlingsflotte suchen soll. Was sagen sie beide dazu?”
“Es ist eine solche Mission geplant, die der Aufklärung dienen soll”, antwortete der Admiral, welcher der Präsidentin kurz zunickte, als Signal die Pressekonferenz umgehend zu beenden.
Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Hauptstadt Germania
Der Führer, Karl Magnus Hitler, hatte erneut einen Tobsuchtsanfall bekommen, denn nach wie vor wurden seine abgestellten Truppen in allen Kontinenten des Planeten von Terroristen, wie er diese Menschen verachtend bezeichnete, angegriffen und getötet.
“Wieder eines der Konzentrationslager und anschließend eine kleine Ortschaft! Ich will, dass diese Verbrecher endlich gefunden, gefoltert und dann getötet werden!”
“Dies ist sehr schwierig, mein Führer.”
“Mag sein, Oberst-Gruppenführer Wilhelm Bauer. Hat jemand von den anderen hier Anwesenden eine nützliche Idee?”
“Wir könnten mit Sicherheit die Wachposten verstärken oder unsere Truppen aus den betroffenen Regionen zurückziehen…”
“Ich bin mir sicher, dass unser Führer eine aggressivere Idee erwartet hatte, Oberst-Gruppenführer Alfred Reinhardt”, sagte General Suma Ito.
Dann meldete sich Obergruppenführer Friedrich Baum mit dem Vorschlag zu Wort, in die Dörfer der besetzten Völker zu gehen und Strafhinrichtungen und Folterungen an den Bewohnern durchzuführen.
“Das ist gut. Sehr gut. Von wie vielen dieser Dörfer genau sprechen wir da?”
Auf diese Frage antwortete Obergruppenführer Brunhilde Burg: “Von insgesamt 47 Dörfern mit einer Bevölkerung von je etwa 70 bis 300 Personen, mein Führer.”
“Alle Obergruppenführer dürfen zunächst wegtreten! Doch alle anderen verbleiben gemeinsam mit General Suma Ito und mir hier im Raum!”, entschied der Führer der Nazis schließlich.
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base
Die Kommunikation mit dem Homeworld Command auf der Erde gestaltete sich immer schwieriger. Daher ging man davon aus, dass Ba’al und die anderen Goa’uld vermutlich Störsender oder ähnliche Technologien nutzten, um die Koordinierung der Menschen zu stören.
“Immer noch nichts von Atlantis und der Odyssey?”
“Nein, bislang noch nicht General Landry. Sie halten vermutlich absichtlich Funkstille, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Goa’uld unsere Kommunikation abhören könnten”, antwortete Chief Master Sergeant Harriman.
“Da werden Sie wohl Recht haben. Dann müssen wir wohl warten.”
Erde
Nordamerika, USA
Homeworld Command, Konferenzraum
Irritiert sah sich Cameron Mitchell um, dann fiel es ihm auf: “Hat irgendjemand von ihnen Teal’c gesehen?”
“Nein, General Mitchell.”
“Dann finden Sie mal so schnell wie nur möglich heraus, wo Teal’c abgeblieben ist, Lieutenant!”
Südamerika, Französisch Guyana
Die Jaffa waren ja vieles gewohnt, so könnte man annehmen. Doch dieser Dschungel war ihnen wohl selbst unheimlich. Der Trupp durchkämmte die Vegetation so gut es möglich war nach Hinweisen. Hinweisen, die darauf Aufschluss geben sollten, was mit den 20 Jaffa passiert war, die hier verschwunden waren. Dieser Suchtrupp bestehend aus zwölf Jaffa hatte zur Unterstützung drei Kull-Krieger dabei.
Sie wateten schon seit einigen Minuten durch das morastige Wasser. Blätter, Farne und Äste hingen tief hinab. Kurz darauf, nachdem der Letzte von ihnen dieses Labyrinth betreten hatte, waren Schüsse und Schreie zu hören. Der Lärm dauerte etwa eine knappe Viertelstunde, ehe wieder nach einer gewissen Pause wieder nur noch das Rufen der Tiere des Urwaldes zu hören war.
Im Unterholz bewegten sich Aufrechtgehende Schatten, deren Gesichter bemalt waren, in den Händen automatische Waffen und gute Tarnanzüge als Bekleidung trugen. Alle diese Soldaten gehörten der französischen Fremdenlegion an, die diese Gegend in und auswendig kannten.
Nordamerika, USA
Homeworld Command, Kommandoraum
Gerade als in Cameron Mitchell wieder einmal so einige Erinnerungen hochkamen, erhielt er die Mitteilung, dass Teal’c den Stützpunkt mit unbekannten Ziel verlassen hatte.
“Er muss doch irgendetwas darüber gesagt haben, was er vorhat?”, fragte General Mitchell daher einen der Zeugen, die gesehen hatten, wie der Jaffa das Homeworld Command verließ.
“Leider nein, Sir. Er meinte nur, dass er etwas Wichtiges erledigen müsse.”
Colorado Springs, Peterson Air Force Base
´Warum bin nicht bei den Cops geblieben´, dachte die Frau, die gerade einmal Mitte dreißig war. Ihre Einheit und sie selber hatten es geschafft, sich von der Air Force Academy bis hierher, unter schmerzlichen Verlusten durchzukämpfen. In ihrer Not hatte sie eine Nummer gewählt, an die sie sich zum Glück wieder erinnert hatte.
Die Späher der Jaffa schienen überall zu sein. Doch sie mussten alle in der sicheren Deckung bleiben und darauf vertrauen, dass die zugesicherte Hilfe unterwegs war.
Die Soldatin und ihre 15 Kameradinnen und Kameraden hatten sich so gut es ging in einen der Bunker verschanzt. Doch auf einmal hörte einige von ihnen das Plätschern von Wasser.
“He. Wo kommt denn das Wasser her?”, stutzte ein Kadett der Academy verwundert.
Darauf aufmerksam geworden, fragte die Frau, die die Hilfe angefordert hatte leise: “Bist du das, Teal’c? Wo bist Du?”
Kurz darauf schien sich die Struktur der Wand zu verändern. Eine Öffnung entstand, denn der Jaffa hatte sich einige der Tok’ra-Tunnelkristalle mitgenommen und aus der Ferne beobachtet, was die bedrängte und gemischte Einheit getan hatte und wohin sie gegangen war.
“Teal’c! Na endlich!”
“Ich grüße dich, Ally. Wir können gehen soweit ihr dazu bereit seid.”
“Ja. Aber zunächst wollen wir noch eine kleine Überraschung für die Goa’uld vorbereiten.”
“Ich verstehe. Doch sollten wir uns damit beeilen!”
Keine Sekunde zu früh waren sie alle in den Tok’ra-Tunnel verschwunden, der sich wie von Geisterhand ebenfalls wieder verschlossen hatte. Etwa eine handvoll Kull-Krieger drangen zuerst in den Bunker ein und nach ihnen noch eine Menge Jaffa, die damit begannen den gesamten Komplex zu durchsuchen. Zu spät bemerkten sie allerdings den Sprengsatz, der schließlich detonierte und einen Großteil der Anlage zerstörte.
Odyssee
Folge 4.18 - “Résistance, Teil 2”
Milchstraße
Sol-System
Erde, Australien
Perth
Ohne jegliche Vorwarnung explodierte der Sprengsatz, den die Widerstandsbewegung gelegt hatte. Die Detonation war so gewaltig, dass das Al’kesh in viele Trümmer zerrissen wurde, welche ebenfalls weitere Verluste in den Reihen der Jaffa verursachten.
Nordamerika, USA
Washington D.C., Weißes Haus
Die Reihe der eingegangenen Berichte, die von Anschlägen gegen die Goa’uld und ihre Gefolgschaft, auf dem Schreibtisch von Ba’al wurden immer zahlreicher.
Der Oberste Systemlord wurde deswegen sehr zornig, doch waren ihm in gewisser Art und Weise die Hände gebunden. Dies lag an seiner Ansprache an die Menschen von Tau’ri, welche weltweit übertragen worden war. Um nicht unglaubwürdig zu werden, musste er sich dringend etwas einfallen lassen.
“…hm, ein weiterer Appell an die Menschen reicht nicht aus, damit die Angriffe auf uns beendet werden. Wir werden daher auf Mittel zurückgreifen müssen, die unsere Feinde hart und vernichtend treffen”, sprach Ba’al in kleinem Kreis zu einigen anderen Lords der Goa’uld.
Homeworld Command, Büro des Kommandeurs
Sofort nach seiner Rückkehr, hatte General Cameron Mitchell den sehr erschöpften Teal’c zu einen Vier-Augen-Gespräch gebeten. Einerseits bewunderte der General natürlich den ehemaligen Primus, doch andererseits hatte er von dem eigentlichen Leiter dieses Kommandos im Cheyenne Mountain die Verantwortung übertragen bekommen.
“…es ging um die Leistung von Hilfe, ja. Doch wäre es besser gewesen, mich darüber zu informieren, denn wie ich von Doktor Warner gehört habe, bist du immerhin verletzt worden, Teal’c.”
“In der Tat, Cameron Mitchell. Doch musste ich schnell handeln, weil schnelle Hilfe für das Team von Lieutenant Ally Martin erforderlich war. Und…”
“Und?”
“… und zu viele Leute hätten wohlmöglich diese Mission gefährdet.”
“Na gut, Teal’c. Ich will nicht wirklich darauf herumreiten… die Hauptsache ist, dass Du wieder hier bist. Und dazu noch mit Unterstützung, Ausrüstung und bestimmt jeder Menge interessanter Informationen. Lieutenant Roberts!”
“Sir.”
“Also, ich benötige schnellstmöglich die Personalakten aller 16 Neuankömmlinge, die Teal’c hierhergebracht hat!”
“In Ordnung, General.”
Los Angeles, Phoenix Foundation
Es hatte lange gedauert, aber Sean Angus “Sam” Malloy-MacGyver hatte es mit der Hilfe seines Teams endlich und vor allem noch rechtzeitig geschafft, nämlich den Prototyp eines Schutzschildes noch rechtzeitig in Betrieb zu nehmen. Es handelte sich dabei um ein Projekt, an dem sein Vater in seiner Freizeit gearbeitet hatte, und zwar nachdem die Luzianische Allianz vor Jahren die Erde angegriffen hatte.
“Na schön. Wie weit reicht unser Schutzschild?”
“Er hat einen geschützten Radius von drei Meilen rings um die Phoenix Foundation geschaffen. Die Energiewerte sind konstant. Doch wir müssen abwarten, wie es aussieht, wenn das Energiefeld, welches uns umgibt, belastet wird”, antwortete Doktor Mei Jan, die einstige Studentin aus China, welche mit Sam außerdem seit Jahren schon liiert war.
Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu: “Sollte es erforderlich sein, könnten wir das Feld auch verkleinern, um Energie zu sparen.”
Große Magellansche Wolke
Thule, südliche Hemisphäre
Kontinent Sanara
Wie von dem Führer der Nazis gewünscht, begannen ohne jegliche Rücksicht und mit größter Brutalität die geplanten Strafaktionen. Ein Dorf hatte man komplett, darunter auch Hilflose, wie Kinder und alte Personen, grausam ausgelöscht. Denn einer der älteren Dorfbewohner hatte eine Waffe in Form eines Gewehres bei sich getragen, was der Mann zu verbergen versucht hatte.
Einige Soldaten der Nazis hatten schließlich, versteckt in einer Grube unter Strohballen, dank eingesetzter Spürhunde ein kleines Waffenlager gefunden.
Der Rauch, der von den brennenden Häusern, Hütten und Scheunen verursacht wurde, war deutlich einige Kilometer weit zu erkennen.
Tara erschrak, denn sie hatte dieses Dorf zuletzt noch von den Truppenbewegungen der Nazis erst noch vor wenigen Tagen eindringlich gewarnt. Vara, ihre Schwester und letzte noch lebende Verwandte empfahl ihr so schnell, wie nur möglich viele Kämpferinnen und Kämpfer zu einer Armee zu vereinen, denn sie wollte so schnell wie nur möglich die Toten rächen.
Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Apollo, Gäste-Quartier Delta-7
Das Team von Sheppard hatte sich kurz nach dem Eintreffen an Bord in ein Quartier zurückgezogen. Denn es ging darum in den nächsten Tagen die aufgeschriebenen Informationen, die Morgan La Fay alias Ganos Lal verfasst hatte, zu übersetzen und zu verstehen.
Eine große und hilfreiche Stütze dabei war Teyla gewesen, die sich die Mühe gemacht hatte ihre Schrift- und Sprachkenntnisse der Antiker zu verbessern.
Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Hauptstadt Germania
Bislang war der Führer mit der neuesten Entwicklung sehr zufrieden, denn auf der gesamten nördlichen Hemisphäre des Planeten war die Lage den vorgelegten Berichten zufolge wieder ruhiger. Doch auf den großen Kontinent Sanara, der sich auf der südlichen Hemisphäre befand, war es das genaue Gegenteil.
Aber seine Stimmung war positiv, denn er war froh, dass seine gesamte Familie bei dem Empfang und der Verabschiedung des Gastes anwesend gewesen ist.
‘Dies wird eine sehr nützliche Allianz sein’, dachte der Führer der Nazis selbstzufrieden, während er aus dem Fenster seines Büros schaute.
Milchstraße
Territorium der Luzianischen Allianz
Flaggschiff von Kefflin
So wie er es gewohnt war, hielt es Kefflin immer noch bei. Somit kannte so gut wie niemand sein Aussehen. Denn er war schon seit Jahren noch vorsichtiger geworden, besonders als er vom Mord, durch den immer noch aktiven Kopfgeldjäger Odai Ventrell an seinen langjährigen Freund Netan gehört hatte.
Eben dieser Mann hatte sich im Verlaufe der verbliebenen Jahre ein beträchtliches Territorium der Allianz einverleibt, was dazu geführt hatte, dass es mit ihm schon seit Jahren mehrere Anwärter auf die Gesamtführung der Luzianer gab.
Kefflin hatte sich die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, denn viele boten ihm nach wie vor ein Bündnis an. Bislang hatte er dies stets abgelehnt, weil er als Zweiter im Hintergrund bleiben konnte.
“…du willst mir also nicht helfen, Kefflin?”
“Du hast es genau erfasst, Odai.”
“Liegt es daran, dass ich einst deinen alten Freund Netan getötet habe?”
“Du stellst Fragen, deren Antwort du bereits kennst. Die Unterhaltung ist beendet!”
“Eine Sache noch.”
“Welche?”
“Die Tau’ri sind von den Goa’uld angegriffen worden...”
“Geschieht denen Recht. Ich mische mich da nicht ein.”
“…mag sein, doch wir werden es mit den Goa’uld früher oder später erneut zu tun haben, sobald sie die Tau‘ri vollends unterworfen haben. Sie werden bestimmt Spione bei uns einschleusen.”
“Du machst dir nur unnötig Sorgen, denn ich bin davon überzeugt, dass die Goa’uld in eine Falle der Orici Adria getappt sind, die die ganze Erde unterwerfen will. Jetzt hat sie den Vorwand, der ihr für einen Einmarsch gefehlt hat.”
“Achte dennoch auf Goa’uld-Spione in den eigenen Reihen”, riet Odai zum Ende, als Kefflin noch ein kurzes Nicken erkennen ließ, bevor die Verbindung beendet worden war.
Commander Dorans Territorium
Zahlreiche Verbündete hatte Doran zwar nicht, doch dafür hatte der Vertrag mit den Menschen von Tau’ri und den Ori sowie der Expedition in der Andromeda-Galaxie seinen Einfluss innerhalb der Allianz erhöht. Aber dennoch lehnten es viele ab den bedrohten Tau’ri, die sich aktuell mal wieder im Krieg mit den Goa’uld befanden, zu helfen. Darunter war auch sein Bruder Daminus, der keine Lust hatte der Erde gegen Lord Ba’al beizustehen.
Daminus Planet
Der Führer der Luzianischen Allianz nahm die Nachricht von der Niederlage der Tau’ri, die wohl ihren gesamten Planeten an die Goa’uld hatten abgeben müssen mit einem sehr zufrieden Grinsen im Gesicht auf.
“Warum sollte ich denen denn helfen? Die Tau’ri haben ihre Welt verloren!”, lachte er.
Er verließ die Audienzhalle seiner Residenz und ging in seine privaten Gemächer, da er seit dem Essen immer müder wurde. Daminus war so müde, dass er die dunkle Gestalt, die sich in den Vorhängen seines Schlafgemachs verbarg nicht wahrnahm.
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Immer noch hielt sich Tom Zarek an Bord des alten Kampfsternes auf, denn er hatte selber vor mit Sharon Satterfield zu sprechen. Äußerst widerwillig hatte William Adama dem Anliegen zugestimmt.
Wie der Admiral es bereits erwartet hatte, versuchte der Vizepräsident nach einem sanften Beginn die Zylonin schon, nach nicht mal zwei Minuten Gesprächszeit, aus der Reserve zu locken. Aber diese Acht blieb ruhig und betonte stattdessen, dass es enorm wichtig war ihre Freunde zu finden, mit dem Ziel diese und somit ihre gefühlte Heimatwelt und -galaxie vor den Absichten der Zylonen zu warnen. Zarek wurde immer dreister, was dazu führte, dass sogar Sharon Agathon einschritt und den Vizepräsidenten wegbringen ließ.
Tom Zarek protestierte anschließend mit den Worten: “Haben in dieser Flotte, und dann auch noch ebenfalls ausgerechnet auf diesen Schiff, jetzt die Zylonen das Sagen?”, lautstark gegen den verhängten Platzverweis bei William Adama. Doch der Admiral hielt Rücksprache mit seinen Marines und Athena, wonach er den Vizepräsidenten dazu aufforderte sein Schiff unverzüglich zu verlassen, denn er war nicht länger erwünscht.
Triangulum-Galaxie
U.S.S. Odyssey < = > Mu
Beide Raumschiffe hatten den Hyperraum, einige Planetensysteme von der Heimatwelt der Goa’uld entfernt, verlassen. Dabei hielten sie sich, um nicht entdeckt zu werden, im Schatten eines riesigen Gasgiganten auf.
Anhand der Sensoren versuchte man, aus der Ferne, das neue Heimatsystem der Goa’uld zu erkunden. Das Ziel war es eine gute Ausgangsposition zu finden, die den Angriff auf die Basis von Ba’al und den anderen Systemlords erleichtern sollte. Aber schnell war klar geworden, dass man entschieden und ohne langes zögern handeln musste.
Jack O’Neill sah sich sehr genau die Karte an. Dieselbe hatte auch Clark Petersen auf der Odyssey vor Augen.
“Sehen Sie da ein Eingangstürchen für uns, Colonel?”
“Da es in diesen gesamten Planetensystem verteilt Goa’uld-Schiffe gibt, müssten wir uns in dessen Herz vorwagen. Also in die Corono-Spähre der Sonne eindringen. Oder wir gehen einige hunderte Kilometer vor den äußersten Planeten vor Anker. Danach schicken wir, egal für welche Variante sie entscheiden werden General, alle verfügbaren Jumper los, die den Angriff der Odyssey und Mu vorbereiten.”
“Ja. Das müsste entschieden werden. Vermutlich gibt es bei den drei Gasplaneten im System einige Ha’tak”, erklärte Egeria/Captain Lauren Perry, “womit eigentlich nur noch die beiden schon erwähnten Möglichkeiten von Lieutenant Colonel Clark Petersen in Betracht kommen.”
“Ja. Aber zuerst benötigen wir einen klaren Schlachtplan, da wir ziemlich unterbesetzt sind”, seufzte General Jack O’Neill, der im Anschluss umgehend das gesamte Planetensystem abscannen ließ.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Beinahe überall auf der Erde brachen ohne Vorwarnung gefährliche Krankheiten bei den Menschen aus.
Ba’al und die anderen Goa’uld hatten dafür sofort die Widerstandsgruppen verantwortlich gemacht, die alle Gläubigen auf diese Weise vernichten wollten. In einer Ansprache, die weltweit gesendet wurde, versprachen die Goa’uld ihre Wissenschaftler an einer Lösung zur Rettung der Menschen suchen zu lassen. Gaben aber auch zu, dass es vermutlich einige Zeit dauern würde.
Nordamerika, USA
Washington D.C., Weißes Haus
Der oberste Systemlord hatte sich mittlerweile schon richtig in seinem neuen Zuhause eingelebt. Aber eine Sache fiel ihm schließlich auch auf.
“Was ist mit Nike und Bastet? Wo sind die beiden?”, fragte er Morrigan und Athene, die nur zur Antwort nur ratlos mit den Schultern zucken konnten.
“Entweder wurden sie ermordet, gefangengenommen oder haben das Volk der Goa’uld verraten. Es gibt also nicht viele Möglichkeiten. Findet jemanden, der etwas in dieser Angelegenheit herausfinden kann!”
“Jawohl, Lord Ba’al”, lautete die Antwort den beiden.
Homeworld Command
Arrestzelle A-17
Es war Teal’c, der in Begleitung von sechs Soldaten Nike/Jeanne für eine Vernehmung abholte.
“Wie geht es meiner Familie und meinen Freunden?”, fragte die Wirtin der Goa’uld.
“Ich versichere Dir, dass sie alle innerhalb dieser Basis komfortabel untergebracht worden sind und mit Respekt behandelt werden”, antwortete der Jaffa, der sehr aufmerksam aufpasste, während der Frau von einem Soldaten Handfesseln angelegt wurden.
In einem weiteren Raum wartete bereits Lieutenant Ally Martin, die wegen ihrer früheren Tätigkeit als Polizistin von Mitchell für die Verhöre der beiden unter Arrest stehenden Goa’uld ausgewählt worden war.
“Ich weiß nicht, was das alles soll. Warum werden Jasmin und ich so von euch behandelt? Wir haben niemanden etwas getan”, erklärte Jeanne nachdem sie auch noch an den Tisch gekettet worden war.
“Ach ja. Sie sollen sehr wichtige Informationen, über welche sie ohne jeglichen Zweifel Kenntnisse hatten nicht an das Homeworld Command oder das SGCB weitergeleitet haben. Informationen, die der Menschheit geholfen hätten diese Invasion und momentane Lage abzuwenden”, entgegnete Ally unbeeindruckt.
“Also deswegen das alles hier? Jasmin und ich haben unsere Kinder und Eltern sowie noch einige Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg gerettet, die wir in einem gekaperten Frachtschiff hierher geflogen haben.”
“Das ist uns allen bekannt. Ihr tut so, als ob wir uns davon ablenken lassen.”
“Was? Diese Unterstellung ist absurd. Vollkommen absurd. Hätten Bastet und ich uns offen gegen Ba’al und die anderen Goa’uld gestellt, wären wir umgehend eliminiert und die Familien unserer Wirtinnen ausgelöscht worden”, entgegnete Nike, die ihre Wirtin verdrängte und zum ersten Male in dieser Vernehmung sprach.
“Das war es zunächst. Bringe sie wieder in ihre Zelle zurück und bringt Bastet/Jasmin Nadine Ataya zur Vernehmung hierher, Teal’c!”, wies Ally an.
Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt der Göttin
Nach einer längeren Abwesenheit hielt sich Adria, die unerwartet sehr schnell auf einen anderen Planeten in einer Satellitengalaxie der Milchstraße weitere Gläubige auf einem gesamten Planeten dazu gewinnen konnte, wieder einmal im allergrößten Heiligtum ihres Volkes auf. Gerade ließ sie die Energie der Gläubigen, die sie verehrten und anbeteten in sich strömen. Da öffnete sich das große Portal, welches in diesen Saal führte und der Doci trat bei ihr ein.
Die Orici spürte sofort, dass etwas nicht zu stimmen schien, denn der oberste aller ihrer Priore sah bedrückt aus.
“Sprich, Doci!”, verlangte sie, nachdem sie sich vor ihm manifestiert hatte.
“Ich überbringe schlechte Nachrichten, meine Göttin. Ein falscher Gott mit dem Namen Ba’al ist mit vielen anderen, die so sind wie er auf der Erde eingefallen und droht unsere dortigen Gläubigen sowie auch alle anderen, die sich ihm widersetzen zu vernichten…”
‘Als ob mich das kümmern würde, wenn er alle die nicht an mich glauben vernichten würde’, dachte Adria.
“…die Menschen mussten ihre Flotte zurückziehen, und sind dabei sich neu zu formieren. Außerdem breiten sich dort momentan viele unerklärliche Krankheiten unter der dortigen Bevölkerung aus…”
“Das genügt, Doci! Sende Priore aus, die zum Heiligen Kreuzzug gegen die falschen Götter aufrufen sollen! Jede Familie, jedes Dorf und jede Stadt sollen eine angemessene Anzahl von Kriegerinnen und Kriegern abstellen! Ich selber werde meine Tochter Adriana in der fernen Galaxie aufsuchen, die den Heiligen Kreuzzug dann, gegen Ba’al und seiner ruchlosen Gefolgschaft, an meiner Stelle anführen soll.”
“Jawohl. Alle Anbetung und Ehre sei Dir, o große alleinige und wahre Göttin des ganzen Universums”, sagte der oberste der Priore, während er sich verneigte und dann den Saal wieder verließ.
Als Adria wieder alleine war, stieß sie hasserfüllt und verächtlich hervor: “Ba’al! Ba’al! Mit dir habe ich noch eine Rechnung offen. Ich habe nicht vergessen, was du mir einst vor Jahren angetan und den Plan der Heiligen Ori somit beinahe zunichte gemacht hast. Ich kann es kaum erwarten, dir dein Tun zu vergelten, da meine Rache an dir und deiner Gefolgschaft groß sein wird.”
Kurz darauf begab sie sich zu einem Landeplatz. Dort gab es eine kleine Flotte von fünf Ori-Mutterschiffen, die ihr immer zur schnellen Verfügung standen. Die Kunde des bevorstehenden Kreuzzuges hatte sich bereits unter allen Mannschaften und Kriegerinnen und Kriegern verbreitet.
Kurz darauf erhoben sich auch schon die fünf Raumschiffe und flogen ins Weltall. Ihr erstes Ziel war ein aktives Supergate, welches sie sogleich in die Andromeda-Galaxie führen würde.
