[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#31
Hallo, heute beginne ich mit der 5. Staffel, die ich über einen längeren Zeitraum verteilt, auch hier im neuen Forum veröffentlichen werde.
Odyssee
Folge 5.01 - “Heimat, Teil 2“

weitentfernte Galaxie
Destiny, Brücke

Der Moment war gekommen. Auf den Monitoren konnte man erkennen, wie die Drohnen wieder einmal damit begannen die Destiny einzukreisen, während sie auf das alte Schiff der Antiker feuerten.
“Sieht gut aus. Die Schilde bleiben stabil bei rund 99 Prozent”, meldete jemand.
“Wo ist das Kommandoschiff von diesen Dingern?”
“Etwa 300 Kilometer von uns entfernt, Everett”, antwortete Nicholas, der einige Schalter und Knöpfe auf der Konsole vor sich bediente, um die Destiny genau dorthin in diese Richtung zu manövrieren.
“Gute Idee. Haltet das Hauptgeschütz der Destiny bereit zum Feuern, sobald wir dicht genug an den Kommandoschiff dran sind!”, ordnete David an, der auf die Uhr schaute, die ihm sagte, dass es noch etwa Viertelstunde dauern würde bis man wieder in den Hyperraum springen würde.

“Die Leistung unserer Schilde liegt immer noch über 90 Prozent.”

“Auf diese Drohnendinger treffen wir neuerdings leider ziemlich oft. Ob die uns irgendwie markiert haben?”, bemerkte Jack Dalton, dem diese häufigen Begegnungen mit fremden Intelligenzen aus fernen Welten überhaupt nicht behagten.
“Sie haben Recht. Wir sollten bei Gelegenheit mal die Destiny absuchen!”, legte Colonel Young fest.

Mittlerweile war man dicht genug an das Kontrollschiff der Drohnen herangekommen, weshalb man sofort alle verfügbaren Waffen auf dieses Ziel ausgerichtet hatte und es unter Dauerfeuer nahm.
Aus der Fensterfront konnte man ganz genau erkennen, wie die Schilde des anderen Schiffes schließlich kollabierten, bevor es von einer weiteren Salve aus dem unter dem Rumpf der Destiny befindlichen Hauptgeschützes schließlich zerstört wurde.



Andromeda-Galaxie
System des Missionszieles
Battlestar Thetis, Backbordhangardeck

Jeder von uns versuchte sich einzubringen und teilte auch zum Teil Informationen aus irgendwelchen Filmen mit.

“Unterm Strich wurde die Stadt also laut den Überlieferungen zerstört. Feuer. Feuer”, murmelte Jennifer Hailey.
Nach einer weiteren kurzen Überlegung fuhr sie dann fort: “Wir werden doch nicht etwa uns die Sonne in diesem System näher anschauen müssen, oder etwa doch.”
“Keine Ahnung, Major. Aber vielleicht gibt es in diesen Planetensystem einen Planeten oder Monde, die ähnliche höllische Bedingungen zu bieten haben”, seufzte schließlich Lieutenant Natalia Adamov.
“He! Sie könnten damit einen wichtigen Treffer landen… Dann schnell ab ins CIC!”, rief Hailey, die schnell von ihrem Platz aufgesprungen war und aus dem Jumper eilte.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien

Die Soldatinnen und Soldaten der Nazis wurden so langsam müde, doch ließ sich keiner von ihnen etwas anmerken. Denn nur einmal zuviel gezeigte Schwäche, könnte auch zu einer Erschießung führen. Allein ihr Kommandeur schien auch noch innerlich frisch zu sein, denn er hatte ja auch nur zum Antreten die Anordnungen erteilt. So einigen war allmählich bewusst, wohin der Marsch sie führen würde.

Gerade eben hatten sie den Eingang einer Schlucht passiert. Kaum waren sie alle etwa zwanzig Meter weit in die Schlucht eingedrungen, wurden sie von einer sehr deutlichen Übermacht überfallen und überrumpelt. Keiner von den Nazis hätte diese Situation erahnen können, da ja eigentlich der gesamte Kontinent unter ihrer Kontrolle stand. Anders sah es bei den anderen Landmassen des Planeten aus.

“Keine Bewegung! Oder ihr seid alle tot!”, warnte Tara, die Kommandeurin der Rebellen mit lauter Stimme, während ihre Kameradinnen und Kameraden die Unterdrücker in Schach hielten. Je einer von den Rebellen hielt einen der Nazis stets ein Messer an den Hals, ein anderer nahm sofort sämtliche Waffen ab und ein Dritter passte zusätzlich auf.

Auch Barbara und Kriemhild spürten scharfe Klingen an ihren Hälsen. Als einer von den Bewachern in seiner nur etwas Aufmerksamkeit nachließ, riss sich Barbara los und ihren Dolch aus der Scheide, aber nicht um sich damit gegen ihre Angreifer zur Wehr zu setzen, sondern um sich selber mit dieser Waffe zu töten.

“Na, na, na!”, tadelte Tara, die schnell wie eine Katze herbeigeeilt war und der jungen Nationalsozialistin spürbar schmerzhaft mit ihrer großen Körperkraft den rechten Arm verdrehte und ihr die Waffe abnahm.
“Du willst jetzt schon sterben? Dafür ist es noch ein wenig zu früh, du Miststück!”, zischte die Anführerin der Rebellen.
Danach befahl sie: “Nehmt ihnen ihre ganzen Waffen und komplette Ausrüstung ab, dann fesselt sie gut und verbindet sorgfältig ihre Augen!”



Triangulum-Galaxie
Orbit Goa’uld Heimatwelt
Odyssey & Mu

Man hatte das Stargate sowie das DHD der Goa’uld von dem Planeten in einem der Lagerräume an Bord gebeamt und gesichert. Wie Egeria/Captain Perry es schon vermutet hatte, hatten sich die Goa’uld neu formiert und waren kurz davor eine Gegenoffensive zu starten.

Mu, Stuhlraum

“Wie sieht es aus?”
“Wir sollten verschwinden, Jack.”
“Aber ja. Aber erst will ich die intergalaktischen Hyperantriebe der Goa’uld-Mutterschiffe in dieser Galaxie ausschalten, damit wären die nicht mehr in der Lage in der nächsten Zeit zur Milchstraße zu fliegen und Ba’al zu unterstützen”, erklärte General O’Neill, der schon seit einiger Zeit wieder im Kontrollstuhl saß und die Augen geschlossen hatte. Seine Finger bewegten sich mittlerweile auf der weichen Masse auf den Handkontaktflächen.

Wenige Zeit später schon verließen einige Drohnen das Drohnenlager der Stadt und flogen zielgenau dorthin wohin sie von Jack O’Neill gesteuert wurden. Geschickt ließ der General die Drohnen ausweichen, da die Goa’uld versuchten sie mit Beschuss und gestarteten Gleitern aufzuhalten. Doch es half ihnen nicht und die meisten der von O’Neill gelenkten Drohnen schlugen dort ein wo sie sollten.

“So wir verschwinden von hier! Zurück zur Erde, Ba’al in den Hintern treten, der nächste Akt! Alle bereithalten, ich bringe uns in den Hyperraum!”, sagte General O’Neill, der damit auch die Besatzung auf der Odyssey ansprach.

Kurz darauf öffnete sich schon das Hyperraumfenster und Mu verschwand zusammen mit der Odyssey im Schlepptau dort drinnen, um sich auf die Heimreise zur Erde zu machen und den Kampf gegen die Goa’uld zu unterstützen.



Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika, USA
Homeworld Command, Besprechungsraum

Um es der Goa’uld Kali nicht noch unangenehmer zu machen, und ihr ein gewisses Gefühl der von Bastet gemachten Zusagen und Sicherheit zu geben, verzichtete man auf eine harte Vernehmung in einen der eigentlich dafür bestimmten Räumlichkeiten.

Im Laufe des Gespräches stellte sich heraus, dass die von General O’Neill angeführte Mission zum Ziel geführt hatte. Doch als man erfuhr, dass man heimlich in Captain Lauren Perry ein Symbiont implantiert worden war, schien die Stimmung zunächst zu kippen. Aber als man erfuhr, dass die Wirtin offenbar dazu bringen konnte die Pläne von Ba’al zu durchkreuzen, beruhigten sich die Gemüter der meisten Anwesenden wieder.

“Wie lautet der Name dieses Goa’uld?”, fragte Teal’c.
Kali holte noch einmal kurz Luft, dann antwortete sie: “Egeria.”



Andromeda-Galaxie
System des Missionszieles
Battlestar Thetis, CIC

Geduldig hatte Commander Aberdeen zugehört, bevor er entschieden hatte neben einigen Jumpern auch Raptorteams, auf eine sehr genaue Erkundung im gesamten System, zu entsenden.
Sie sollten nach Unregelmäßigkeiten suchen, die auf die Gegenwart von Ilion schließen könnten.
Eine Raptorbesatzung allerdings erhielt den Befehl von Commander Aberdeen und Miss Shen in einem nahegelegenen Planetensystem ebenfalls eine solche Mission durchzuführen.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien

Grob wurden Barbara Hitler und ihren Kameradinnen und Kameraden die Augenbinden heruntergerissen. Nun konnten sie alle sehen wohin man sie gebracht hatte, nämlich in eine Höhle.
Zu allererst wurden die erbeuteten Waffen der Nazis in einer Liste eingetragen, bevor die Ausrüstung ebenfalls dort vermerkt und in einem Lager verstaut wurde.

Dann traten einige der Rebellen an den Kommandeur, SS-Sturmbannführer Gernot Herzog, heran. Sie zogen ihm Stück für Stück seine komplette Uniform aus.
Der Nazi protestierte natürlich vehement gegen dieses für ihn entehrende Vorgehen: “Lasst das, ihr Untermenschen! Das ist Entwürdigend! Ihr wisst wohl nicht, wer ich und die anderen hier sind! Wir sind die Herrscherrasse! Was wollt ihr mit…? O nein, ich weiß was ihr vorhabt. Infiltration! Ihr Verbrecher!”
“Schnauze!”, brummte einer der Rebellen zornig, der mit seiner linken Faust dem Nazi ins Gesicht schlug. Und zwar so heftig, dass er ihm dabei die Nase brach, die sofort massiv zu bluten begann.

Schließlich stand Herzog vollkommen nackt vor allen Leuten da.

“Gebt mir wenigstens eine Decke!”
“Du brauchst keine Kleidung und auch keine wärmende Decke mehr! Wäre sowieso eine Verschwendung für einen so abscheulichen Menschen für ihr es seid!”, erklärte Tara, die ihre bereits gespannte Armbrust auf den Anführer der SS-Soldaten gerichtet hatte, der sie voller Abneigung anstarrte. Die  Anführerin der Rebellen lächelte kurz noch einmal böse, dann drückte sie ab. Der abgeschossene Armbrustpfeil traf zielsicher das Herz des Anführers der SS-Soldaten.

“Barbara. Die werden uns alles abnehmen und dann kaltblütig ermorden”, schluckte Kriemhild, die merklich unter Schock stand.
“Ihr habt es ja nicht anders verdient”, bemerkte Vara, die Schwester von Tara.
“Aber wir haben euch doch nichts getan.”
“Ihr habt uns nichts getan? Diese Lüge glaubst Du doch selber nicht! Wir haben euch ebenfalls nichts getan, sondern uns nur zur Wehr gesetzt. Denn ihr habt uns unsere Heimat weggenommen, sehr viele unserer Familienangehörigen ermordet oder in solche widerliche Lager verschleppt, welche ihr errichtet hattet. Dort in diesen Lagern lasst ihr viele unseren Familien, Freunde und Stammesangehörigen dieser Welt grausam quälen und schwer schuften. Und jetzt bezahlt ihr alle den Preis dafür”, widersprach Hanon.

“Was ist los, Elara? Warum starrst du diese beiden Frauen dort so an? Willst du sie vielleicht töten? Denn immerhin haben solche Leute dein ganzes Dorf ausgelöscht. Nur du allein hast damals dieses furchtbare Massaker überlebt, weil du nach dem Fischen noch zufällig Beeren sammeln warst.”
“Würde ich nur zu gern, Vara. Die kommen mir ziemlich bekannt vor. Ich glaube, dass ich diese dort mindestens schon einmal gesehen habe. Doch es ist zu dunkel…”
“Bringt die beiden Frauen dort und eine Lampe her!”

Sofort wurden Barbara und Kriemhild mit aller Kraft gepackt und vor Tara, Vara und Elara gezerrt. Auf Weisung von Vara wurde sogleich eine der ganz guten Lampen gebracht.

Es vergingen dann einige Minuten.

Schließlich nickte Elara: “Ja. Diese habe ich neben ihren obersten Anführer gesehen.”, die dabei auf Barbara zeigte. “Sie trug dabei aber eine weiße Uniform, weil es wohl für diese Verbrecher ein festlicher Akt an jenem Tag war. Diese andere Frau stand dabei hinter ihr.”
“Du kannst dir eine aussuchen, die du…”
“Moment mal, Vara. Sie wollte sich doch, als wir sie und alle anderen gefangengenommen hatten, mit ihrem Dolch töten. So etwas tun doch eigentlich nur Personen, die einen gewissen Rang haben, zum Adel gehören oder nicht in Feindeshand geraten wollen. Also, wer bist du?… Antworte, sonst demonstriere ich an deiner Kameradin hier neben dir, was eure Soldaten einigen von uns in diesen Lagern antun!”

Tara wartete ab, denn die Antwort auf ihre Frage stand noch aus.

“Ich… ich bin eine Nationalsozialistin. Hauptsturmführer SS…”
“Deinen Namen will ich wissen, du Schlampe!”

Voller Angst blickte Kriemhild Krein ihre Freundin an, denn Vara war hinter ihren Rücken herangetreten und hielt ihr ein Messer an die Kehle.

“Sag es jetzt! Oder du kannst dabei zusehen, wie deine Kameradin hier neben dir langsam stirbt!”, erklärte Tara.
“Mein Name ist… ist… Barbara Hitler…”, brachte sie mit Mühe hervor, “aber bitte tötet meine hier Freundin nicht.”
“Hitler?! So ein Name trägt doch auch der Anführer von euch! Seid ihr vom selben Stamm, derselben Familie…?”
“Er ist mein Großvater…”, würgte Barbara ebenso mühsam hervor, die noch nebenbei mitbekam, wie das brutale Vorgehen gegen ihre Kameradinnen und Kameraden ohne Pause weiterging.
“Bitte hört auf damit.”

Tara musste sich beherrschen, doch dann gab sie die Anweisung erst einmal mit der Abnahme der Uniformen aufzuhören und das Töten der Nazis zumindest fürs Erste zu beenden. Von den zuvor vierzig Gefangenen waren gerade noch 16 mit Barbara und Kriemhild am Leben geblieben.

Anhand der Kennmarken, die man entdeckt hatte und die Nazis trugen, konnte mühsam das Alter von allen ermittelt werden. Dies führte dazu, dass noch einige von ihnen für spezielle Pläne ausgewählt wurden. Nach einer kurzen Beratung wurde von den Rebellen beschlossen, die Leben der Allerjüngsten unter ihnen, es waren sieben insgesamt sowie von Barbara Hitler und Kriemhild Krein vorerst noch zu verschonen. Doch lag eine Bedingung daran, denn Barbara musste sich ansehen, wovon die Rebellenführerin Tara erzählt hatte, und was die Gefangene einfach immer noch nicht wahrhaben wollte.

Die beiden Freundinnen wurden gemeinsam, getrennt von den anderen Gefangenen, in einen Raum gesperrt, und die anderen von ihrer Einheit wurden ebenfalls abermals aufgeteilt und in mehrere tiefen Gruben verfrachtet, die danach sofort mit schweren Eisengittern verschlossen wurden, womit eine Flucht so gut wie unmöglich geworden war.



Milchstraße
Territorium Luzianische Allianz
P9-X9A234

Wie sie es vereinbart hatten trafen sich Commander Doran und Odai Ventrell zusammen, denn sie gehörten allein zu der Fraktion, die für eine gewisse Gegenleistung von der Erde dazu bereit war den Tau’ri militärisch zu helfen.

“Wie viele Schiffe hast du?”
Commander Doran wusste, dass er Ventrell nicht vollends trauen durfte, daher antwortete er nicht ganz wahrheitsgemäß: “Ich habe sieben Ha’tak und zwanzig Al’kesh, die bereit sind in den Kampf gegen die Goa’uld zu ziehen. Und was habt Ihr zur Verfügung?”
“Derzeit acht kampffähige Ha’tak und achtzehn Al’kesh”, lautete die Antwort des Mannes, der ebenfalls seine wahre militärische Stärke zu verbergen wusste. “Doch, Commander Doran, werde ich nicht alles in den Kampf für die Tau’ri gegen die Goa’uld aufs Spiel setzen. Ihr mit Sicherheit gewiss auch nicht.”
“In der Tat. Es wird nur die Hälfte sein, die ich bereit bin dafür abzuziehen.”

Odai grinste, denn auch er hatte in etwa dasselbe vor und stellte fest, dass er sehr viel mit Doran gemeinsam hatte.


Sol-System
Marsorbit
U.S.S. Apollo, Brücke

Schon kurz bevor die Apollo und die Korolev II den Hyperraum verlassen hatten, hatte sich das Team von Colonel John Sheppard vollständig eingefunden. Aus der großen Fensterfront der Brücke konnte man ganz leicht die Erde, der sich als kleiner blauer Punkt abzeichnete erkennen.

“Da wären wir”, erklärte Colonel Abraham Ellis kurz angebunden. Kaum hatte er das gesagt, meldeten sich sowohl die Stargate Command Base, als auch Brigadier General Samantha Carter von der George Hammond bei ihm.
Denn es gab wichtige Themen sowie eine anstehende Mission vom AR-1-Team zu besprechen.

Odyssee
Folge 5.02 - “Heimat, Teil 3“

Andromeda-Galaxie
Tau-Sektor
Battlestar Thetis, Steuerbordhangar

Wie angewurzelt stand Miss Shen da, denn das, was sie sah machte sie beinahe komplett sprachlos.
Es dauerte noch etwas, dann hatte sich die Expeditionsleiterin wieder gefangen: “Das sind ja zwei ZPM’! Wo haben sie die denn gefunden?”
“Auf unserer letzten Mission im benachbarten Planetensystem, welches diesem hier am nächsten liegt. Wir fanden es auf einen total kargen Planeten, der eine ziemlich dünne Atmosphäre besaß, aber einst besiedelt sein musste. Da war so etwas wie eine alte Anlage… und da wir neugierig waren, sahen wir uns dort näher um und fanden diese beiden Kristalle hier in eine Art Schrein. Da wir wissen, dass sie ihrem Volk sehr wichtig sind, haben wir sie Umsichtigerweise mitgenommen, Miss Shen”, berichtete Kadett Ann Michaels, die als Pilotin wegen Flugpraxis den Raptor gesteuert hatte.

“Major Hailey!”
“Ma’am.”
“Prüfen Sie bitte den Zustand der beiden ZPM’ hier. Wir müssen wissen, ob sie wirklich noch betriebsbereit sind”, sagte Shen.
In diesem Moment tauchte auch noch Cassandra auf, und erklärte den Standort von Ilion endlich gefunden zu haben.

Combat Information Center

Konzentriert schaute Commander Liam Aberdeen auf den DRADIS-Monitor über seinem Kopf. Sie waren noch im Anflug auf die Zielkoordinaten. Doch er hatte bereits sämtliche Raptor, Viper und Puddle Jumpern die Starterlaubnis gegeben, denn er hatte ein ungutes Gefühl im Bauch, welches im sagte, dass die Zylonen schon sehr bald hier auftauchen könnten.


Zielplanet
Jumper 1

Es war eine lockere Formation, die sich gebildet hatte. First Lieutenant Jiao Jin steuerte, wie alle anderen Fluggeräte, den glühenden Punkt in der Dunkelheit des Alls an.

“Es sieht so aus, als ob dieser ganze Planet brennen würde”, bemerkte Major Jennifer Hailey voller Erstaunen.

Nach etwa weiteren fünf Minuten Flugzeit mussten die Viper umkehren, denn die ersten Fluginstrumente hatten kleine Funktionsaussetzer wegen der starken Wärmeentwicklung gezeigt.

“Thetis. Hier Jumper 1. Wir werden in etwa sieben Minuten dicht genug sein, um eine visuelle Bestätigung für Ilion zu erhalten”, meldete Ensign Helen Burrows, die bei dieser Mission wieder einmal als Co-Pilotin agierte.

Der Moment war gekommen. Ganz schemenhaft konnte man allmählich die Türme der alten Antikerstadt erkennen.

“Sieht irgendwie schön und erschreckend zugleich aus”, bemerkte Lieutenant Cassandra Fraiser, die auf die Messinstrumente schaute, worauf sie unter anderen die Temperatur und die Zusammensetzung der Atmosphäre ablesen konnte.
Doch noch etwas Anderes war zu erkennen, nämlich dass der Untergrund immer mehr unter Ilion nachgeben würde. Denn die Stadt lag nahe am Rande eines gewaltigen Lavasees, welcher sich wohl in den letzten Jahren immer weiter ausgedehnt hatte.
Ein Resultat der Entwicklung in diesem Planetensystem, welches ein Doppelstern hatte. Dies hatte unweigerlich zur Folge, dass sich alle fossilen Stoffe im Boden entzündet hatten als das Magma jene erreicht hatte, wie schon einst die Pflanzenwelt auf diesem Planeten.

Je näher wir kamen, desto mehr Details der Stadt wurden sichtbar. Erst Recht als die gesamte Formation die Stadt überflog.
Dass es an der Zeit war einen Zugang zu finden, daran erinnerte Leutnant Jessica Schneider.
Worauf die Pilotin antwortete: “Versuchen wir es über den Hauptturm in der Mitte. Vielleicht ist auch dort der Zugang zu dem Hangar wie auf Atlantis. Ist außerdem zu hoffen, dass wir mit den Jumpern und der begleitenden Raptorstaffel durch die Schilde von Ilion gelangen werden. ”



Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Besprechungsraum

Deutlich machte Sheppard allen im Raum klar, dass sie so schnell wie nur möglich die Suche, die sie dank der Hinweise von Morgan La Fay erhalten hatten, fortsetzen müssen: “…die Zeit drängt. Oder will jemand, dass die Goa’uld sich diese Stadt der Antiker unter den Nagel reißen?”

Während darüber eine Debatte begann, ob man diese mehr als nur riskante Mission genehmigen sollte, wurde Annäherungsalarm ausgelöst. Denn die Tiefraumüberwachung hatte mehrere Signale empfangen, die aus unterschiedlichen Richtungen Kurs auf die Erde beziehungsweise dem Mars hielten.

“Wir behalten das natürlich im Auge”, bestätigte Chief Master Sergeant Harriman, der General Landry nur kurz zugenickt hatte, dann war er auch schon wieder auf dem Weg zurück in den Kontrollraum.

Auf der gesamten Basis hielt man angespannt den Atem an. Eigentlich gab es nur zwei Möglichkeiten: Unterstützung für Ba’al oder für die Menschen der Erde, die von den Goa’uld bedrängt werden. Über zwei Kommunikationskanäle, welche geöffnet worden waren war, gab es gute Nachrichten, denn es handelte zum einen um General O’Neill und um Colonel Sheppard, die unterwegs zu ihnen waren.

“Aber was ist mit den anderen Signalen?”, seufzte der Premierminister von Kanada besorgt, der nur mit knapper Not den Goa’uld entkommen konnte.
“Da wird es sich wohl leider mit großer Gewissheit um Unterstützung für die Goa’uld handeln”, antwortete Colonel Pearce, der anschließend den Ratschlag unterbreitete die Überlebenden vorsichtshalber auf einen Außenposten zu evakuieren oder dies zumindest in Erwägung zu ziehen.

Marsorbit
Mu, Zentraler Turm, Kontrollraum

Nicht nur Jack O’Neill hatte sich einen guten Platz ausgesucht, sondern auch Daniel Jackson und Lauren Perry/Egeria. Kurz nachdem sie und die Odyssey den Hyperraum verlassen hatten, waren die Apollo und die Korolev II ebenfalls aus einen solchen Fenster aufgetaucht. Sie warteten ab, denn auch sie hatten die Tiefraumsignale entdeckt, die noch Kurs auf die Erde oder den Mars hielten.
Es hatte nicht lange gedauert, da hatte das Team von Colonel Sheppard auch schon Doktor Jackson kontaktiert und um Mitarbeit gebeten.

Schließlich konnte General O’Neill das erste Hyperraumfenster ausmachen. Aus diesem kamen eine große Anzahl von Goa’uld-Schiffen. Jack verzog das Gesicht, denn diese Schiffe waren eigentlich einst von der Luzianischen Allianz eingenommen worden. Doch diese wandten sich in einer Kampfposition den Schiffen der Menschen zu.

“Das kann nur eines bedeuten. Die Goa’uld haben wohl erfolgreich die Luzianische Allianz infiltriert”, bemerkte Egeria.
“Oh man. Das kann ja heiter werden. Hank. Hier ist O’Neill: Daniel wird an Bord eines Jumpers gebracht, um das Team von Colonel Sheppard bei der Mission zu unterstützen!”
“In Ordnung. Herzlichen Glückwunsch übrigens, Jack: Sie und ihr Team haben es wirklich geschafft und Mu gefunden sowie sicher hierher gebracht.”


Erde, Nordamerika
USA, Washington D.C.
Weißes Haus, Oval Office

Er wusste nicht, ob er sich freuen oder aufregen sollte. Ba’al war gespalten, denn die Luzianische Allianz war zu einem großen Teil in seine Hände gefallen, da die Symbionten, die man deren wichtigsten Anführern hatte implantieren können. Diese Angelegenheit beruhigte ihn aber nicht, denn wie er visuell auf einem Hologrammbildschirm erkennen konnte, hatte sein Erzfeind Jack O’Neill es geschafft Mu hierher zu verlegen.

“Euer Agent ist eingetroffen, mein Gebieter”, teilte sein Sekretär mit.
Kurz darauf betrat Murdoc den Raum, welcher dann Ba’al mitteilte, dass er Kali verfolgt und auch Bastet gesehen habe, die dann in den Rocky Mountains von Colorado verschwunden seien.
“Aha. Dann haben diese drei mich und die Goa’uld verraten. Sie stecken im neuen Homeworld Command”, wusste somit der oberste der Systemlords.
“Soll ich sie eliminieren?”
“Hm. Das ist zu riskant. Noch. Ich bin mir nämlich nicht sicher, was Bastet, Kali und Nike vorhaben. Außerdem gelangt man nur sehr schwer in diese Festung.”
“Ich bin aber gut. Sehr gut sogar”, erwiderte Murdoc.

Aber Ba’al lehnte ab, der den Agenten dann sehr großzügig auszahlte und anschließend entließ.



Andromeda-Galaxie
Zylonisches Territorium

Es war eine trostlose und karge Welt, auf die die Zylonen gestoßen waren. Doch erste Untersuchungen und Erkundungen brachten zum Vorschein, dass es dennoch hier eine Zivilisation gegeben haben muss.
“Sie muss vor mehr als einer Million Jahren hier untergegangen sein”, meldete einer der Simons.
“Und wer hat hier gelebt?”
“Es müssen Menschen gewesen sein.”
Cavil antwortete daraufhin: “Hört auf, sonst wird mir schlecht bei dem Gedanken an dieses Ungeziefer!”
Die Einser hatten in einer Sitzung vereinbart ausgewählte Zylonen unter der Leitung eines Einsers auf die Suche nach der Destiny zu entsenden, mit dem Ziel diese zu erobern und ihre Geheimnisse zu ergründen.


Tau-Sektor
Ilion < > Battlestar Thetis

Es herrschte nicht nur allein reger Betrieb auf den beiden Flugdecks des Kampfsterns und der Jumperbucht der alten Antikerstadt. Nachdem Major Hailey und Lieutenant Fraiser sowie weitere Wissenschaftler, darunter Doktor Rosenthal bestätigt hatten, dass die Energieversorgung sichergestellt sei, hatte sich Miss Shen nach Ilion fliegen lassen. Auch Commander Aberdeen schaute kurz vorbei.

Ilion, Zentraler Turm

Die Ori-Kriegerin Larissa schaute sich aufmerksam um, denn sie war von Adria dazu auserkoren worden ihre Interessen bei dieser Expedition zu vertreten. Deswegen hielt sie sich überwiegend in der Nähe des Kontrollraumes auf.

“Commander Aberdeen. Wir benötigen auf jeden Fall noch mehr Personal. Ilion ist ungefähr so groß wie Atlantis…”, erklärte Miss Shen soeben über Funk.

ZPM-Raum

Zur selben Zeit hatten sich Major Hailey, Lieutenant Fraiser und Doktor Rosenthal die drei Zero Point Module von Ilion näher angesehen und festgestellt, dass sie gerade noch rechtzeitig eingetroffen waren.

“…puh. Wären wir nur einige Tage später hier eingetroffen, dann wäre diese Stadt wohl nach dem Kollabieren der Schutzschilde verloren gewesen”, teilte Rosenthal kurz darauf über Funk Shen mit.

Derweil wurde Ilion weiter von unterschiedlichen Teams weiter erkundet, dabei versuchte man sich an einen Plan von Atlantis zu orientieren.
Als man dann endlich die Kontrollplattform mit dem Stuhl entdeckt hatte, beschloss man Ilion zu verlegen, damit die Schutzschilde nicht weiterhin so akut strapaziert wurden.



weitentfernte Galaxie
Destiny

Brigadier General Cameron Mitchell, der den Körper mit Hilfe der Kommunikationssteine mit Colonel Everett Young getauscht hatte, war erleichtert zu erfahren, dass es den meisten von der Besatzung gut ging. Doch er selber hatte schlechte Nachrichten, denn die Situation für die Menschen auf der Erde, die gegen die Goa’uld-Besatzung zu kämpfen hatte, hatte sich durch die von Symbionten zum größtenteils übernommene Luzianische Allianz stark verschlechtert. Denn die hatte den Großteil deren Flotte zur Erde verlegt, und schien zum vernichtenden Schlag gegen den Mars auszuholen.

“Es wird also schwer werden, uns gegen den Feind zu behaupten”, erklärte Cameron Mitchell in einem Gespräch mit David Telford und Nicholas Rush.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien

Der Moment war gekommen und eine Kampfgruppe der Rebellen, die sich bereits die schwarzen SS-Uniformen der gefangenen und hingerichteten Nazis anzogen hatte, lag in den letzten Vorbereitungen.

“Hier ist eine veränderte und somit auch unbrauchbare Replik deines Dolches, auch deine Pistole ist ohne Munition!”, erklärte Tara kurz, die Barbara Hitler zu sich hatte bringen lassen. “Du wirst uns in eines dieser Lager begleiten, von denen ich dir erzählt hatte und dort werde ich dir zeigen, wovon ich gesprochen habe! Versuche nicht uns reinzulegen und die große Heldin zu spielen, sonst kannst du noch miterleben wie deine Freundin stirbt, und zwar bevor wir dich dann ebenfalls ganz langsam töten werden! Hast du mich verstanden?”
“Ja.”
“Gut. Sind alle, die an dieser Mission teilnehmen endlich fertig mit dem Umziehen?”
“Ja, Kommandant Tara.”
“Dann rücken wir gleich ab, sobald wir nämlich dieser SS-Soldatin hier wieder ihre Augen verbunden haben! Und was dich angeht: Merke dir, was ich dir gesagt und eingeschärft habe!”
Kurz bevor ihr die Augen verbunden wurden, drehte sich Barbara zu Kriemhild um, die ihr wortlos noch einmal zunickte.

Einer der Wächter wurde kurz vor dem Ausrücken von der Rebellenführerin zur Seite genommen, denn sie hatte eine gewisse Ahnung, für welche sie gerne eine Bestätigung hätte.

“…so viel wie ich mitbekommen habe, hatten sie sich geküsst und auch eng miteinander das Nachtlager geteilt…”
“Das ist doch bei diesen Leuten verpönt, wenn nicht sogar bei Todesstrafe verboten. Ist das Verhältnis der zwei so gut?”
“Vermutlich. Diese SS-Soldatin wird vermutlich nichts unternehmen, auch wenn sie es wollte, nur um das Leben ihrer Freundin nicht zu gefährden.”
“Ausgezeichnet. Danke, Haron. So, wir rücken aus!”

Hauptstadt Germania

Die ersten Anhaltspunkte errechten den Führer, dass die Einheit der SS, zu der auch seine Enkelin und deren beste Freundin gehörten, spurlos verschwunden sei.
Dem Bruder von Barbara, Barbarossa Hitler, schien dies nicht zu stören.

“Schade, um meine Schwester. Doch somit fällt die Nachfolge vom Führer eines Tages um einiges leichter.”
“Wer sagt denn das? Ich bin der Führer und entscheide, wer nach mir eines Tages Führer aller Nationalsozialisten wird, SS-Obersturmbannführer Barbarossa Hitler!”, brummte der alte Nazi, der dann anordnete dem Verschwinden seiner Enkelin und ihrer gesamten Einheit weiterhin sorgfältig auf den Grund zu gehen.



Andromeda-Galaxie
Tau-Sektor
Ilion, Kontrollraum

Anhand der aktivierten Systeme hatte man die Möglichkeit einen Teil der Aktivitäten, mit Hilfe der Tiefraumsensoren, in etwa einem Zehntel der Galaxis zu verfolgen.

“Anscheinend nähert sich eine Flotte der Zylonen unserer Position”, stellte Major Hailey fest, die sofort die Thetis kontaktierte um Commander Aberdeen zu warnen.

Schnell wurde klar, dass man unverzüglich den Interstellaren Antrieb in Gang bringen musste, denn anhand der Daten war zu erkennen, dass die Zylonen in Kürze erscheinen würden.

Vorsorglich kündigte Commander Aberdeen an sich mit der Thetis zur Flotte von Admiral McBride zurückzuziehen.

“… dies sind die Koordinaten, wo wir uns wiedertreffen werden, Miss Shen.”
“Danke. Major Hailey. Lieutenant Fraiser. Doktor Rosenthal. Wir müssen hier weg und zwar schnell!”
“Einen Augenblick noch”, rief Rosenthal leicht genervt.
“Wir haben aber keine Zeit mehr!”
“Auf dem Planeten gibt es allerdings noch einige Anomalien”, seufzte Fraiser.

Kurz darauf hatte Hailey den Zugang zu dem Antrieb gefunden und die Ilion verschwand im Blau des Hyperraumfensters. Gerade noch rechtzeitig, denn eine Armada der Zylonen von acht Basisschiffen war kurz darauf eingetroffen.



Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Lagezentrum

Allen im Raum war bewusst geworden, dass die Lage mehr als nur bedrohlich war, und dies obwohl man Hilfe von zwei 304ern der Pegasus-Flotte, General O’Neill sowie einen Teil der Luzianischen Allianz in Form von Commander Doran und Odai Ventrell erhalten hatte. Doch dafür hatte Daminus, der vor kurzer Zeit von einem Goa’uld übernommen worden ist, einen Großteil der Streitkräfte der Luzianischen Allianz Ba’al in die Hände gespielt.

“Wir benötigen noch mehr Hilfe, denn nach dem bisherigen Stand können wir nur mit Mühe einen Teil vom Mars halten. Genauer gesagt, es ist nur der Kontinent wo wir uns befinden”, fasste General Landry kurz zusammen.
“Doch Ba’al wird wo eher versuchen diesen Planeten notfalls komplett zu zerstören, wenn er uns nicht von hier vertreiben kann”, vermutete O’Neill, der sich auf Mu befand und durch Video der Besprechung zugeschaltet war.

Marsorbit
Mu, Kontrollraum

“Was sind das hier für Signale? Es sind mindestens ein halbes Dutzend und sie nähern sich verdammt schnell! Und auch einige weitere Signale haben wir hier, die aus Richtung der Triangulum-Galaxie. Also werden es wohl Goa’uld sein. Wenn sie Kurs und auch ihre Geschwindigkeit beibehalten, werden sie in etwa zwölf beziehungsweise in achtzehn Stunden hier eintreffen.”
“Dann informiere ich mal besser General O’Neill, Lieutenant”, erklärte Captain Perry, die zugehört hatte und sich auf den Weg zum Quartier ihres Vorgesetzten machte.

Mars
SGCB, Lagezentrum

Die Gesichter am Tisch und in der zweiten Reihe wurden immer besorgter, denn die Streitkräfte der Menschen waren jetzt schon an der Grenze des Machbaren angelangt.

Marsorbit
U.S.S. George Hammond, Brücke

Ohne viel Zeit verlieren zu wollen, hatte sich General Carter die Daten senden lassen.

Nach einer ersten Auswertung stand ihr Ergebnis fest: “Nach dem was ich anhand dieser Daten hier weiß, handelt es sich um mindestens fünf Mutterschiffe der Ori, die sich im Anflug hierher befinden. Offenbar muss Adria erfahren haben was los ist. Hoffentlich hilft sie uns.”


Erdorbit < > Erde
Asien, Himalaya
Jumper A-1A

Sofort nach dem Start hatte Colonel John Sheppard auf den Tarnmodus umgeschaltet. Außer seinem Team war ihnen noch Doktor Daniel Jackson sowie zehn Soldaten aus verschiedenen Ländern von General Hank Landry zur Verstärkung zugeteilt worden.

Obwohl sie getarnt waren flog Sheppard mehrere Kurven, denn es patrouillierten sehr viele Todesgleiter und auch vereinzelte Al’kesh im Orbit der Erde.

Es war mehr als nur sehr wahrscheinlich, dass auch Ba’al und die Goa’uld die sich annähernde Flotte entdeckt haben, doch vermutlich nicht zuordnen konnten, da ihnen die Erkenntnisse fehlten. Dennoch drängte die Zeit, denn die Anhänger der Orici würden sofort den Kampf gegen alle feindlichen Schiffe aufnehmen, sobald sie den Hyperraum verlassen hätten.

Mittlerweile hatte der Jumper die Atmosphäre des Planeten schon zur Hälfte durchquert. Im Himalaya war die Wahrscheinlichkeit äußerst gering auf feindliche Truppen zu treffen, da es überwiegend eine sehr lebensfeindliche Landschaft war, in der nur Spezialisten nach langer Evolution überleben konnten.

John schaute sehr genau immer wieder auf die Koordinaten, die sie von Morgan La Fay erhalten hatten. Auch Rodney sowie Daniel verglichen immer wieder die Daten. Schnell war zu erkennen, wie wichtig es sein würde, dass der Archäologe und langjährige Mitglied des Stargate-Programms mit dabei sein würde. Dies zeigte sich darin, da er Sheppard zu einer Kursänderung bewegte.

“Wenn das stimmt, sind wir in zwei Minuten über dem Zielgebiet”, erklärte John.

Der Moment war gekommen und der Jumper überflog die Bergkette, die das Zielgebiet umschloss. Doch sofort war allen klar, dass sie das was sie zu finden gehofft hatten wohl nicht so schnell entdecken würden.

“Also ich sehe nur Felsen, Eis und Schnee”, brummte Ronon ernüchtert, während John eine weitere Runde in diesem Tal flog.
“Das ist seltsam.”
“Ja, Doktor Jackson. Doch sind dies die Koordinaten, die wir von der Antikerin erhalten haben”, wusste Teyla Emmagan.
“Wenn das so ist, sollten wir landen und uns dort draußen genauer umsehen!”, entschied Daniel, dessen Interesse mehr als nur hervorgerufen worden war.

Doch ehe Colonel Sheppard zur Landung ansetzte, flog er noch einmal nach oben um das gesamte Zielgebiet zu scannen. Umgehend wurden die daraus resultierenden Daten von Doktor McKay ausgewertet: “Keinen Zweifel. Es müsste hier sein. Ich dachte schon diese Antikerin hätte uns aufs Glatteis geführt. Sehen sie alle diese Struktur? Sie ist etwas verändert, doch hat sie diese vertraute Grundform…”

Während der Kanadier noch seinen Vortrag hielt, hatte der Colonel bereits zur Landung angesetzt und den Jumper gelandet.

Die Suche des Teams dauerte schon seit einigen Stunden, doch es stand fest Shangri-La war verschwunden. Aber Daniel stellte fest, dass es noch nicht allzu lange her sein konnte und dies verwunderte ihn sehr.

Es war einmal mehr Teyla, die wohl den ersten wichtigen Fund machte und fragte: “Was ist das hier, Doktor Jackson?”
Daniel eilte sofort zur Athosianerin, die einen Münzgroßen Gegenstand in der linken Hand hielt.
“Das ist von den Nazis! Das Parteiabzeichen von denen! Das darf doch nicht wahr sein?!”, erkannte der Archäologe, dem der Schock ins Gesicht geschrieben stand.
Auch alle anderen, mit der Ausnahme von Teyla und Ronon, hatten fragende Gesichter. Deswegen musste Daniel ihnen kurz erklären, wer die Nazis waren, nämlich dass diese die gesamte Erde vor fast neun Jahrzehnten in einen zerstörerischen Krieg gestürzt hatten sowie für furchtbare Gräueltaten verantwortlich waren, bis man sie und ihre Verbündeten mit einen Bündnis von Alliierten hatte endlich besiegen können.

“Das ist einfach unglaublich! Diese verdammten Nazis haben Shangri-La entdeckt und weiß was der Himmel damit angestellt!”, pustete Doktor Jackson, der sich dann sofort dafür aussprach noch einmal das gesamte Gebiet nach möglichen weiteren Spuren abzusuchen.

Odyssee
Folge 5.03 - “Heimat, Teil 4“ 

Andromeda-Galaxie
Hyperraum
Ilion, Kontrollraum

In etwa einer weiteren halben Stunde im Hyperraum würde die alte Stadt der Antiker endlich den Treffpunkt mit der Flotte von Admiral Diana McBride erreicht haben. Das seltsame war allerdings, dass eine Kriegerin der Leibgarde der Orici Adria, nämlich Larissa, das Stadt-Raumschiff gestartet und in den Hyperraum gebracht hatte. Ein zufriedenes Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Doch jenes von Miss Shen und vielen anderen aus unserem Expeditionsteam war, wegen der durch die Goa’uld bedrängten Erde voller Sorge. Die anhaltende Erkundung von Ilion durch die Menschen aus der Milchstraße, den Anhängern der Orici Adria und von den Überlebenden der Kolonien von Kobol war deshalb ein wenig getrübt.



Große Magellansche Wolke
Thule, nördliche Hemisphäre
Kontinent Lanassa, Großgermanien

Noch ein weiteres und vorerst letztes Mal hielt es Rebellenführerin Tara für notwendig
SS-Hauptsturmführer Barbara Hitler auf die Situation und die Konsequenzen hinzuweisen, wenn sie Fehler machen sollte. Erst danach ließ sie all ihre Leute eine geordnete Aufstellung nehmen, bevor sie endlich in Sichtweite des von den Nazis errichteten Lagers kommen würden. Dieses befand sich am Rande eines Steinbruches, der von einem Fluss in zwei Hälfen aufgeteilt wurde. Dort war erst noch vor einigen Wochen noch rund um die Uhr gearbeitet, aber eher besser beschrieben Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen erpresst worden. Aber waren hier seit einiger Zeit nur wenige Soldaten als Wachen verfügbar, außerdem waren deshalb die Arbeitszeiten für die Zwangsarbeiter verkürzt worden.

Auf einem der Türme wurde ein Wachposten der SS auf eine sich nähernde Gruppe aufmerksam, weswegen wie nach Protokoll vorgesehen Alarm geblasen wurde. Wenige Minuten darauf allerdings auch schon wieder Entwarnung gegeben wurde: “Es sind unsere Leute!”

Sofort eilte SS-Obersturmbannführer Hayato Kato, der die Befehlsgewalt über dieses Lager hatte zu den Neuankömmlingen, da er sich sicher war, dass endlich die von ihm angeforderte benötigte Unterstützung eingetroffen sei.

“Oh. SS-Hauptsturmführer Barbara Hitler. Welche Freude. Wie geht es dem Führer, der auch euer Großvater ist?“, fragte der Mann.
“Ich hoffe es geht ihm gut. Alles in Ordnung, hier im Lager?”
“Ja. Ich vermute mal, dass Sie nicht die von mir gewünschte Verstärkung sind.”
“Richtig. Wir sind nur in einem Feldmanöver und würden uns dennoch ihr Lager ansehen.”
“Nur zu. Schauen Sie sich alles nur sehr genau an”, erklärte der Lagerkommandant.

Ungestört konnten sich die Rebellen im Lager bewegen und strategisch taktisch verteilen. Tara, die Anführerin der Rebellen welche sich die Uniform von SS-Sturmbannführer Gernot Herzog angezogen hatte, welchen sie auch höchstpersönlich getötet hatte, wich keine einzige Sekunde von der Seite von Barbara. Die beiden Frauen kamen an einen Pferch vorbei, in dem sich mehrere Dutzende Menschen befanden. Alle waren stark abgemagert und durch die Zwangsarbeit, die sie verrichten mussten, akut geschwächt.

Unvermittelt krachte ein Schuss. Einer der Aufseher hatte einen Gefangenen, der vor Erschöpfung zusammengebrochen war, einfach erschossen. Dadurch hatte sich Barbara erschrocken in die Richtung gedreht und instinktiv ihre MP40 in Anschlag gebracht. Diese war aber ohne Munition.

“Na. Jetzt könnt ihr es endlich mit eigenen Augen sehen, SS-Hauptsturmführer Barbara Hitler. Was sagt ihr dazu? Entspricht dieses Vorgehen wirklich ihren Verständnis von Menschlichkeit?“, flüsterte Tara leise.
“Ich bin Soldatin. Aber so etwas habe ich nicht erwartet”, wisperte die junge Frau zurück.
Nach einer kurzen Pause fuhr sie im Flüsterton fort: “Lasst mich frei, damit ich vermitteln kann.”
“Nein. Ich muss diesen Menschen hier jetzt gleich helfen”, erwiderte Tara, die ein Zeichen gab, indem sie den Lagerkommandanten in den Kopf schoss.

Wie vereinbart wurden kurz darauf die wenigen Wachposten und Wärter von den Rebellen getötet oder überwältigt.

“Stopp! Tötet meine Kameraden nicht! Das gegenseitige Töten muss endlich aufhören!”, rief Barbara entsetzt, denn die ersten Aufseher des Lagers waren von den Rebellen und den befreiten Gefangenen bereits durch Schüsse hingerichtet worden. Doch sie wurde sofort unsanft zu Boden gestoßen.



Milchstraße
Sol-System
Erdorbit

Die wohl letzte Verstärkung für die schon mehr als nur gewaltige Armada von Ba’al war eingetroffen. Es handelte sich dabei um den noch unbeschädigten Teil der Flotte aus der Triangulum-Galaxie, der zur Unterstützung entsandt und endlich eingetroffen war.

Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Weißes Haus, Oval Office

Mehr als zufrieden hatte Ba’al die Nachricht aufgenommen, dass endlich die weitere wichtige Verstärkung eingetroffen war. Auf Grund dieses Umstandes hatte er entschieden die Streitkräfte der Menschen, insbesondere die Flotte auf dem Mars anzugreifen.
Doch kurz darauf gingen die ersten Meldungen bei ihm ein, dass es zahlreiche Attacken von Widerstandskämpfern auf Stellungen der Goa’uld gab.

Diese Angriffe gingen überwiegend von Prioren und Streitkräften der Orici aus, die in Kontakt mit der sich noch im Hyperraum befindlichen Flotte befanden.



Hyperraum
Flotte der Orici
Flaggschiff, Kommandobrücke

Mit angespannter Miene stand Adriana neben dem Prior, welcher das Schiff kontrollierte und ihr mitgeteilt hatte, dass ihre Heiligen Kriegerinnen und Krieger den Kampf auf der Erde gegen die Goa’uld, die falschen Götter und ihre Sympathisanten bereits begonnen hatten.

“Sehr gut. Auch die Streitkräfte in dieser Flotte stehen bereit, den Kampf gegen den Feind sofort aufzunehmen”, erklärte die Tochter von Adria, die vor ihrer ersten Mission nicht nur auf einer fremden Welt, sondern einer anderen Galaxie stand.



Milchstraße
Erde

In über vierzig Gebieten auf der Erde waren die Militäraktionen gegen die Besatzung der Goa’uld im vollen Gang. Primäre Ziele waren natürlich Militäreinrichtungen, die von Jaffa und Kull-Kriegern worden waren sowie Polizeiwachen, die von Goa’uld-Sympathisanten geleitet wurden.


Marsorbit
Erdflotte
U.S.S. George Hammond, Brücke

Gerade noch rechtzeitig hatte sich der Jumper mit dem Team von Colonel Sheppard noch zurückziehen können, denn die gewaltige Armada von Ba’al griff an. Das Ziel war natürlich möglichst die Vernichtung der Flotte der Menschen, da man den Widerstandskämpfern dadurch jegliche Hoffnung zu nehmen versuchte.

Doch genau in diesem Moment tauchte die von Adriana angeführte Flotte ein, die ihr ihre Mutter unterstehlt hatte. Nicht nur Samantha Carter und ihre Crew hielten angespannt den Atem an, sondern auch alle anderen an Bord der Schiffe, die zu den Menschen gehörten.

Auf den Monitoren auf der Brücke erschien die Tochter der Orici, die den Kontakt mit den Befehlshaber der Flotte der Menschen suchte, da sie die Taktik besprechen wollte, die die Armada der Goa’uld bekämpfen sollte. Dies war eigentlich, da er wieder anwesend war, General O’Neill. Doch dieser befand sich auf Mu und hatte schon seit einigen Minuten im Kontrollstuhl Platz genommen, um die Drohnen der Antikerwaffenplattform zu steuern.

Brigadier General Samantha Carter verstand die Taktik sofort und war ohne lange zu überlegen einverstanden mit dem Plan Adrianas. Doch auf ihre Frage hin, was denn mit der Orici Adria sei, bekam sie keine Antwort.

Mars
SGCB, Laborsektion

Sofort nach der Ankunft hatte sich Daniel Jackson ein Labor gesucht, denn die Funde, die das Team von Sheppard und er gemacht hatten, hatten ihn sehr beunruhigt. Auch AR-1 war erschrocken. Doch hatte sich John Sheppard sofort als Pilot gemeldet, während Teyla Emmagan daran interessiert war dem Archäologen zu helfen. Dagegen war Rodney McKay in den Kontrollraum geeilt, weil er Atlantis kontaktieren und über die aktuellen Geschehnisse informieren wollte.

Nach einem kurzen Abstecher im Hangarbereich zusammen mit Colonel Sheppard war Ronon Dex in das Labor zurückgekehrt. Dort saßen Doktor Jackson und Teyla an einem Computer und recherchierten kurz und sahen sich die gesammelten Fundstücke und Daten an.

“…so, dann wollen wir mal sehen was die Radio-Karbon-Analyse…”, murmelte der Archäologe vor sich hin, der einige Proben in einen Hochleistungsfähigen Apparat testen ließ. Er musste immer einige Minuten warten, bevor der Ausdruck Aufschluss über das Alter gab.
Aufmerksam verfolgte der Sateder die Arbeit der Athosianerin und des Wissenschaftlers im Labor und bemerkte das Kopfschütteln.
“Dann ist es vermutlich doch wahr.”
“Was?”
“Dass diese Nazis mit Shangri-La zur Zeit des Zweiten Weltkrieges verschwunden sind, Teyla”, seufzte Daniel.
“Und wohin?”
“Das werden wir vermutlich nie herausfinden, Ronon”, antwortete der Archäologe, der erneut seufzen musste.

Marsorbit

Zur selben Zeit war die Schlacht der beiden Flotten schon seit etwa einer halben Stunde im vollen Gange. Die Ori-Schiffe hatten sich wegen der großen Feuerkraft ihrer Primärwaffe bereits den großen Flaggschiffen der feindlichen Armada zugewandt. Alle anderen Schiffe bekämpften die Ha’taks und Al’kesh. Wobei die 304er der Erde und die Ha’tak der Jaffa und den Verbündeten der Luzianischen Allianz unter Commander Doran und Odai Ventrell es mit mehreren Gegnern zu tun hatten. Allen war klar, dass der Ausgang dieses Kampfes vollkommen ungewiss war.


Erde

In vielen Regionen auf dem gesamten Planeten erhoben sich die Widerstandskämpfer gegen die Besatzung der Goa’uld. Unterstützung kam überwiegend von den Streitkräften, die Adriana zur Erde geführt hatte. Während die Menschen gegen die Jaffa sowie Streitkräfte der Luzianischen Allianz kämpften, die loyal zu den Goa’uld standen, konzentrierten sich die Priore gegen die Kull-Krieger.

Nordamerika
USA, Washington D.C.

Ein Shuttle, welches von dem Flaggschiff der Ori-Flotte gestartet war, war in der Nähe des Grundstückes des Weißen Hauses gelandet. Mit den Besten ihrer Leibgarde hatte es sich Adriana vorgenommen Ba’al anzugreifen, ihn gefangen zu nehmen und ihrer göttlichen Mutter, der Orici auszuliefern. Schnell mussten sie feststellen, dass die Aufklärung nicht übertrieben hatte, denn das gesamte Gelände war gut gesichert und mehrheitlich von Kull-Kriegern besetzt worden.

Schnell musste Adriana und ihre Leibgarde feststellen, dass ihre Kampfstäbe und Handwaffen wirkungslos gegen die Panzerung, der einst von Anubis entwickelten Krieger waren. Umso erleichterter war sie letztendlich, dass sie nicht zu stolz gewesen war, sondern Brigadier General Carter um geeignete und vor allem wirksame Waffen gegen diese Krieger gebeten hatte. Allerdings war die Tochter der Orici nicht auf eine angewiesen, weil sie durch ihr Amulett sehr gut geschützt war.

Asien
China, Tibet

Es hatte sich ausgezahlt, dass die Basis gut in den Bergen verborgen und vor allem streng geheim gehalten worden war. Denn in ihrem Schoß lag eine gewaltige Fabrik, in der F-302er gefertigt wurden und es mehrere Dutzende Hangars gab.

“Starten Sie alle startbereiten Geschwader! Und alle Verteidigungseinheiten auf ihre Posten!”, befahl einer der verbliebenen Generäle der Chinesischen Luftwaffe.

Schon kurze Zeit später verließen mehrere hundert 302er die Basis und griffen die Goa’uld von einer Seite an, die sie nicht erwartet hatten.

Afrika
Südafrika, Johannesburg

Die Goa’uld hatten erst vor kurzem für Ruhe Sorgen können. Dabei waren zuvor hohe Opferzahlen zu beklagen gewesen, denn die auf die Menschen losgelassenen Viren und auch Bakterienkulturen hatten schwere Krankheiten in der Bevölkerung ausgelöst. Allein die Region, die überwiegend von einer Glaubensgemeinde von Orici-Anhängern bewohnt wurde, war verschont geblieben. Dies lag an den Schutzschild, der aktiviert worden war und keinerlei Lebensformen durchließ, womit alle autark blieben, die sich innerhalb befanden.
Doch als das Signal ertönt war, strömten die Widerstandskämpfer aus ihren Stellungen um die Garnison der Jaffa und Kull-Krieger anzugreifen. Diese leisteten eine so heftige Gegenwehr, dass sich die Angreifer zunächst noch einmal zurückziehen und neu formieren mussten.

Europa

Auf dem gesamten Kontinent hatten sich zahlreiche Widerstandsgruppen erhoben und hatten den Kampf gegen die Goa’uld und ihre Streitkräfte sowie Anhänger aufgenommen. Dabei machte sich die gute Vernetzung unter den einzelnen Gruppen positiv bemerkbar. Doch auch die kurzen Entfernungen zwischen den vielen Widerstandsregionen auf diesen Erdteil kamen den Widerstandskämpfern, die im Bündnis mit den Prioren und ihren Soldaten, zugute.

Ozeanien

Diese Region war in mehrere kleine Inselstaaten aufgesplittert, wo sich meist nur wenige Goa’uld mit einem niederen Rang aufhielten. Ausnahmen waren dabei die größeren Inselstaaten und Länder wie Australien und Neuseeland, die sich mehrere Systemlords untereinander aufgeteilt hatten.

Hier in diesen Teil der Erde konnte die Lage für die Bevölkerung nicht unterschiedlicher sein, denn in Australien und Neuseeland gab es starke Widerstandsgruppen, weswegen sich die Goa’uld und ihre Streitkräfte sehr schnell strategisch auf die anderen Inselstaaten zurückzogen, da es hier so gut wie gar keinen Kampf gegen die alten Götter gab.

Antarctica

Nur mit Mühe hatte Rya’c den im Kampf beschädigten Gleiter landen können. Nicht nur er, sondern auch seine Gemahlin Kar’yn war heftig durchgerüttelt worden. Ishtar, die Freundin von Teal’c war eigentlich dagegen gewesen, dass sich diese Kriegerin an dem Kampf um die Erde gegen die Goa’uld beteiligt.

Das Risiko sein Leben zu verlieren war so hoch, wie noch nie. Nur mit Mühe konnten sich die beiden letztendlich in den durch einen starken Schutzschild geschützten Bereich des ausgebauten Antikeraußenpostens retten. Dieser war ein Hauptziel von Ba’al, der die dortige mächtige Waffe der Antiker in seine Hände bringen wollte.

Im Kontrollstuhl hatte der im Jahre 2003 geschaffene Klon von General Jack O’Neill Platz genommen, der nach seinen Abschluss an der High School und einer kurzen Auszeit, wie das Original zur United States Air Force im Jahr 2010 gegangen war. Immer wieder gab er kurze präzise Drohnensalven ab. Aber nicht um die Armada von Ba’al, die sich im Orbit im Kampf gegen die Erdflotte befand anzugreifen, sondern primär den Antikeraußenposten vor Angriffen aus der Luft und über den Landweg zu verteidigen.

Nordamerika
USA, Homeworld Command

Da Professor Charles Xavier von den vielen Einflüssen und Gedanken der Menschen immer mehr litt, hatte sich in einen ruhigen Raum auf dem Stützpunkt zurückgezogen.
Niemand bemerkte die eine dunkle Gestalt, die sich durch die belebten Korridore im Cheyenne Mountain Complex schlich, denn es herrschte auf Grund der schweren Kämpfe rege Betriebsamkeit.

Es war Murdoc, der schon vor langer Zeit von einem Goa’uld übernommen worden war, was ihm nicht sonderlich zu stören schien, denn dank des Symbionten konnte er schwere Verletzungen überstehen. Doch hatte sich der Parasit vor einiger Zeit geopfert um seinem Wirt das weitere Leben zu ermöglichen und Rache an seinen Erzfeind üben zu können. Aber er war auch ehrgeizig. Denn ihn störte es, dass Ba’al ihn und seine Fähigkeiten so einfach in den Hintergrund geschoben hatte.

Der langjährige Killer hatte sich mal wieder verkleidet und trug die Uniform eines Soldaten. Murdoc erkannte Xavier sofort, weshalb er sich in den Kopf gesetzt hatte, diesen so schnell es möglich war, aus dem Weg zu räumen. Doch ihm war auch bewusst, dass er vorsichtig sein musste. Fehler, selbst auch nur einen Kleinen durfte er sich nicht leisten.

Er klopfte vorsichtig und fragte, nachdem er hereingebeten worden war mit gut gespielter Freundlichkeit: “Professor Xavier. General Mitchell schickt mich, er will wissen, ob sie vielleicht noch etwas benötigen.”

Murdoc war bis auf wenige Meter an Charles herangetreten.

“Sagen Sie dem General, dass ich einige Stunden Ruhe benötige!”
“Natürlich, Sir”, grinste der Profikiller verschlagen, der bereits sein Hara’kash, eine Handwaffe, genauso eines was einst der Ashrak benutzt hatte um Jolinar zu töten, dem Professor schnell entgegen hielt und sofort damit begann dessen Gehirn zu bestrahlen.

Schon nach wenigen Sekunden sackte Charles Xavier in seinen Rollstuhl nach hinten zusammen. Verzweifelt versuchte er sich dagegen zu wehren. Zunächst dachte er daran seinen Gegner telepathisch zu beeinflussen. Doch dies kostete ihm zuviel Kraft und Energie, ein Umstand welcher in schnell zu stark schwächte. Deswegen unternahm er den Versuch auf demselben Wege einen Menschen außerhalb seines Quartiers zu erreichen.
Ein Kampf auf einer vollkommen anderen Bewusstseinsebene war somit zwischen diesen beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten entbrannt.

Murdoc musste sich massiv anstrengen, denn der Professor gab immer noch nicht auf. Dies spürte der Killer. Obwohl der alte Mann wegzudämmern schien, wie er zufrieden registrierte.

´Gleich habe ich Dich. Und dann sind Bastet, Nike und Kali an der Reihe.´

Charles Xavier sackte endgültig in seinem Rollstuhl zusammen. Zur Sicherheit bestrahlte Murdoc sein Opfer noch weiter, während die mitgebrachte Kamera bereits mehrfach ausgelöst worden war. Da er auf seine böse Tätigkeit konzentriert war, bemerkte er nicht, dass Erik Lehnsherr und Lieutenant Ally Martin hinter ihm aufgetaucht waren.
Die Soldatin reagierte sofort, sie zog ihre Pistole und feuerte diese mehrfach gezielt auf den Killer ab. Murdoc ließ, obwohl er schwer verwundet war vom Professor ab und versuchte das Handmodul gegen die Schützin einzusetzen. Doch er trug viel Metall am Körper, dies spürte Magneto. Der Mutant ließ daher den Peiniger seines ältesten Freundes heftig gegen die Wände, Decke und den Fußboden prahlen. Dies dauerte solange bis weitere Personen, die auf die Schüsse und den Lärm aufmerksam geworden waren, herbeigeeilt waren.

Da sich von den meisten Mutanten alle im Kampf gegen die Goa’uld befanden und sich somit nicht um Professor Xavier kümmern konnten, übernahm diese Aufgabe Doktor Warner.

“Wir müssen ihn in Stasis versetzen, und zwar unverzüglich, nur so können wir das Leben von Professor Charles Xavier retten!”, urteilte der Mediziner der US Air Force nach einer ersten Untersuchung des alten Patienten.

Erdorbit

Der Schauplatz des Kampfes im Sonnensystem zwischen den beiden riesigen gegnerischen Flotten hatte sich vom Orbit des Mars hin zu dem der Erde verlagert. Aber die Weltraumschlacht war auch bislang hart geführt worden, weswegen sie auch für alle Beteiligten mit enormen Verlusten verbunden war.

Erde
Nordamerika
USA, Washington D.C., Weißes Haus

Erneut stieß Adriana mit ihrem Schwert einen der letzten verbliebenen Kull-Krieger nieder. Ihre Leibgarde und sie hatten es endlich ohne große Verluste geschafft das Grundstück einzunehmen und anschließend in das Weiße Haus einzudringen.

Nur für wenige Minuten mussten sich die Kriegerinnen und Krieger der Orici mit heftigen Widerstand entgegenstellen, dann hatten sie sich im Weißen Haus festgesetzt und begannen dieses Gebäude auf der Suche nach Ba’al, anderen Goa’uld und deren Sympathisanten zu durchkämmen.

Erdorbit

Die verbliebenen Streitkräfte von Doran und Odai Ventrell zogen sich schließlich in den Hyperraum zurück, denn die entsandten Kommandanten der beiden oberen Führer der Luzianischen Allianz hatten genug von der Schlacht. Denn sie hatten alle Schiffe bis auf ihre Flaggschiffe und einige Al’kesh sowie ein paar Geschwader von Gleitern verloren.

Auch die Hilfsflotte der Freien Jaffa-Nation, die unter dem Kommando von Master Bra’tac gestanden hatte, war komplett aufgerieben worden. Die Überlebenden hatten sich mit Hilfe von Fluchtkapseln und an Bord der verbliebenen Frachtschiffe retten können.

Die Verluste waren auch für die Erde selber enorm, denn die R.F.S. Chukov, die U.N.S. Alexandria, die U.N.S. Io und die E.U.S. Olympos waren bislang schon zerstört worden. Alle anderen Schiffe der Flotte hatten ebenfalls leichte oder gar schwere Beschädigungen erlitten. Schließlich ging auch die U.S.S. Atlantis in einer großen Explosion unter. Ob sich von der Besatzung hatte jemand retten können, wie auch bei den anderen von den Goa’uld zerstörten Schiffen der 304-Klasse blieb viele Minuten unklar.

Nur die Flotte, die Adriana in die Milchstraße geführt hatte, hatte keine Schiffe verloren, sondern jene hatten lediglich nur leichte Beschädigungen hinnehmen müssen.

Doch es passierte auch etwas seltsames, denn einige Schiffe der Flotte wandten sich gegen die anderen von der großen Flotte von Ba’al.
Und schon kurz darauf, hatten sich ohne jegliche Vorzeichen die Armada von den Goa’uld in den Hyperraum zurückgezogen.

Erde
Nordamerika
USA, Washington D.C., Weißes Haus

Zeitgleich hatte Adriana ihre Leibgarde in den Schutzbunker geführt. Dort bemerkte sie nur ein gleißendes Licht, welches kurz aufschimmerte und auch schon wieder erlosch.

“Nein! Er ist entkommen! Ba’al und seine Helfer sind entkommen!”, schimpfte Adriana wütend.
“Sie müssen die gesamte Zeit hier unten gewesen sein und von dieser Zentrale aus alles koordiniert haben”, vermutete einer ihrer Soldaten, der sich aufmerksam umgeschaut hatte.
“Kehren wir auf unser Schiff zurück! Die Anführer der Goa’uld müssen gefasst und getötet werden! Und zwar alle bis auf Ba’al, den meine göttliche Mutter höchstpersönlich bestrafen wird!”, ordnete die Tochter der Orici an


Eine Woche später
Milchstraße
Sol-System
Erde

Nach einer ersten Zählung stand es fest, dass nämlich Ba’al und etwa zwei Dutzend anderen Goa’uld die Flucht an Bord der übriggebliebenen Flotte gelungen war. Die vielen anderen Goa’uld hingegen auf der Erde wurden gefangengenommen, aus ihren Wirten entfernt und anschließend getötet. Überraschenderweise schlossen sich viele nach einer Überprüfung gar den Tok’ra an, darunter waren auch Bastet, Nike, Kali, Yu und Amaterasu, die sich nach kurzer Beratung der neuen Egeria angeschlossen hatten.

Doch man hatte bereits die Verfolgung der flüchtigen Goa’uld in die Wege geleitet. Dabei stützte man sich auf die Tiefraumsensoren der Antikerstadt Mu, die die Bewegungen des Feindes gut verfolgen konnte.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 26.12.2025, 18:17

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