[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#34
Odyssee
Folge 5.09 - “Verborgen im Nebel, Teil 1”

Milchstraße
Hyperraum
U.S.S. George Hammond, Besprechungsraum

Seit einigen Stunden schon saß Doktor Daniel Jackson an den Aufzeichnungen, die er über die gesamte Legende um Merlin, König Artus sowie die Ritter der Tafelrunde zusammengetragen hatte.

Er bekam immer wieder Besuch von Sam, die ihre Brücke verlassen hatte, um ihn falls nötig nach einer möglichen Kurskorrektur zu befragen. Die Kommandantin der George Hammond erhielt immer wieder dieselbe Antwort: „Jetzt noch nicht. Steuern wir einfach all diese Punkte an, denn einer davon wird uns ans Ziel bringen - da bin ich mir ziemlich sicher.“

„Wann werden wir Emrys erreichen, General Carter?“
„Nun ja, Rya‘c, dass ist eine Suche, die sehr lange dauern kann. Doch ich hoffe, dass wir durch Daniel den entscheidenden Hinweis erhalten. Hoffentlich dauert es nicht mehr all zulange.“
„Falls uns diese Antikerin Morgan La Fay nicht in die Irre führen will“, warf Kar‘yn ein.
Doktor Jackson, der das Gespräch mitbekommen hatte, widersprach umgehend: „Davon gehe ich nicht aus, denn immerhin sind ihre gegebenen Hinweise belegbar. Bisher.“

„Sag mir Bescheid, wenn du etwas hast, Daniel!“
„Ja, mach ich, Sam“, meinte Daniel, der dann auch schon wieder weiter über die alten Texte und auch Karten der Milchstraße brütete.



Andromeda-Galaxie
Orbit von Kobol
Battlestar Pegasus, Steuerbordhangardeck

So schnell es ihm möglich war, war Commander Lee Adama in das Hangardeck auf der Steuerbordseite geeilt. Dort wartete das Einsatzteam auf die Starterlaubnis. Ein Team von Marines führte Sharon Satterfield zu ihnen, denn sie hatte darauf bestanden mit auf diese Mission gehen zu dürfen.
Erst nach einer kurzen Unter-Vier-Augen-Beratung mit seinem XO, hatte Lee dann sein Einverständnis dafür gegeben.



Triangulum-Galaxie
Orici-Flotte
Adrianas Flaggschiff

„Ich fühle es, Ba‘al muss sich noch in dieser Galaxie aufhalten. Denn sie ist groß. Er und seine Anhänger von falschen Göttern verstecken sich vor uns. Prior!“
„Gebieterin Adriana.“
„Stellt die Sensoren all unserer Schiffe in der Flotte neu ein, damit sie einen größeren Bereich erfassen können! Danach sollen sich unsere Kriegsschiffe strategisch in dieser Galaxie aufteilen!“
„Wie ihr wünscht“, nickte der Prior, dem bewusst war, was die Tochter der Orici, die sehr schnell gelernt hatte, vorhatte.

Insgeheim aber wünschte sich Adriana ebenfalls auf die Suche nach Emrys gehen zu können. Durch eine Botschaft über den Subraum hatte auch sie von diesem machtvollen Ort erfahren. Leider lautete ihr aktueller Auftrag, den sie von ihrer Mutter erhalten hatte, die Goa‘uld mit der Ausnahme von Ba‘al komplett zu vernichten. Denn der nach wie vor flüchtige oberste Systemlord sollte lebend ergriffen und ihrer göttlichen Mutter ausgeliefert werden.

Die junge Frau seufzte leise als sie sich auf dem Weg in ihr Quartier befand. Schon lange  vermisste sie ihre Familie und Freunde auf Heraclia. Auch eine Sehnsucht machte sich in ihr breit, seitdem sie den Namen Artus gehört hatte. Er schien einst sehr mächtig gewesen zu sein, und dennoch hatte er sich zurückziehen müssen.
 
Schließlich hatte Adriana ihr Quartier erreicht und nahm durch Gebet Kontakt mit ihrer Mutter auf, um sie etwas zu fragen: „Mutter, lass mich bitte auf die Suche nach Emrys gehen.“
„Hast du Ba‘al schon gefunden und die Flotte der Goa‘uld vernichtet?“, fragte Adria, die Adriana schemenhaft über dem Altar und Schrein in ihrem Quartier erschienen war.
„Leider nein, meine göttliche Mutter.“
„Sobald dies geschehen ist, darfst du dorthin aufbrechen!“
„Danke.“



Andromeda-Galaxie
Kobol - Südliche Halbkugel, Insel

Die Hälfte aller verfügbaren Raptor der Battlestar Pegasus war eingesetzt worden. Sie überflogen alle Landflächen des Planeten Kobol, um nach Spuren und Zeichen von Menschen in jüngster Vergangenheit zu suchen.

Da man auf dem nördlichen Teil des Planeten an den bekannten Stellen begonnen hatte, wo sich das Grab der Athene befand, fand man erst jetzt die beiden Raptorwracks.
Aber auch die letzten Überreste der toten riesigen Löwen, die durch den Gaseinsatz umgekommen waren.

Alle Raptorbesatzungen waren sich einig, nämlich nicht noch tiefer zu gehen, geschweige denn auf dieser Insel, die etwa so groß war, wie Texas zu landen.

Orbit von Kobol
Battlestar Pegasus, Besprechungsraum

Ohne Zwischenfälle waren alle Raptor wieder zurückgekehrt. Immer wieder musste Lee verneinen, denn es widerstrebte ihn.

„Ich kann meine Crew, geschweige denn auch nur einen einzigen Raptor und seine Besatzung solch einem Risiko aussetzen. Zwei Raptor liegen bereits dort unten. Und nicht nur das, denn dort unten haben wir nach einigen Versuchen sechs dieser Monster aufscheuchen können. Man hat sie beschossen, doch juckte diese Viecher das nicht im Geringsten“, zählte Lee auf.
Schließlich nickte Sharon: „Sie haben Recht, Commander Adama. Zum Glück gibt es genügend Material, welches ich auswerten kann. Doch eines steht schon fest, Mitglieder der Andromeda-Expedition waren hier.“

„Sie haben etwas gesucht. Einer Legende nachgejagt. Soviel haben sie bereits gesagt. Doch jetzt sage ich Ihnen etwas, nämlich dass mein Volk dieses Ilion oder Troja als Ilios, oder so ähnlich ebenfalls kennt. Schauen Sie dafür ruhig in der umfangreichen Bibliothek der Pegasus und in der Datenbank nach. Am besten fragen sie, wenn sie Hilfe benötigen Lieutenant Hoshi, Satterfield!“
„Danke, das werde ich tun und werde umgehend mit den Recherchen beginnen.“


Electra-Flotte
Ilion, Cafeteria

Seit einigen Tagen schon, befindet sich ein gemischtes Team, auf der Suche nach einem geeigneten Planeten für die Überlebenden aus den Kolonien von Kobol.

„He. Dort drüben am Tisch sitzt er ja“, stellte Leutnant Jessica Schneider zufrieden fest, nachdem sie mich endlich gefunden hatte.
Ohne zu fragen setzte sie sich, gemeinsam mit einigen weiteren Teamkollegen, zu mir an den Tisch.

„Was gibt es denn?“
„Du grübelst schon seit vielen Tagen einsam herum“, stellte Jessica fest.
„Ja“, bestätigte ich brummend.
„Und warum?“, fragte Larissa, die Orici-Anhängerin.
„Bin am überlegen, ob es nicht endlich an der Zeit ist auf die Erde zu meiner Familie zurückzukehren, denn wir haben ja schließlich gefunden, wonach so lange gesucht wurde.“

Die Antwort von mir machte alle an unserem Tisch sprachlos. Aber auch so einige, die an manchen der Nachbartische saßen, drehten sich kurz fragend zu uns um.

„Es ist nun einmal an der Zeit, bevor es zu spät ist. Michelle und Niklas, also die Zwillinge, meiner Frau, die hoffentlich noch am Leben ist… Ihr müsst es verstehen, dass seit meiner Entführung und der damit verbundenen, sagen wir unfreiwilligen Behandlung sowie den anschließenden Rückweg. Dann der Krieg gegen Luzianische Allianz und der schwierigen Phase, die zur Trennung geführt hat. Kurz darauf der Angriff der Wraith auf die Erde und dann, na ja, die Andromeda-Expedition und die Suche nach Ilion“, erklärte ich, als gerade auch Miss Xiaoyi Shen die Cafeteria betrat.

„Habe ich gerade richtig gehört, Wolfrino? Sie wollen uns verlassen und nach Hause?“
„Ja, Miss Shen. Ich erwäge ernsthaft in Kürze zu meiner Familie zurückkehren, und auch nicht an der großen bevorstehenden Mission zur Destiny teilnehmen.“

Die Leiterin der Andromeda-Expedition sah mir prüfend in die Augen. Schließlich erkannte sie, dass es mir ernst war und nachvollziehbar, außerdem konnte sie es mir, in Anbetracht der gemeinsamen verworrenen Vergangenheit auch nicht verweigern. 
Es dauerte noch einen Moment, dann nickte sie auch schon, und erklärte: „Okay, Wolfrino. Sobald sie so weit sind, dürfen sie durch das Stargate oder mit einem Schiff, welches uns unsere neuen Verbündeten zur Verfügung stellen wollen, zur Erde und ihrer Familie zurückkehren.“

„Gut. Was ist mit Ilion?“
„Die Stadt bleibt zum Schutz der Menschen in dieser Galaxie. Außerdem benötigen wir die fortschrittlichen Sensoren, um nach weiteren Überlebenden aus den Kolonien von Kobol zu suchen“, antwortete Miss Shen.



Milchstraße
Hyperraum
U.S.S. George Hammond, Brücke

Gerade einmal vor einer Stunde war die George Hammond, nach einer erfolglosen Suche in einem aufgesuchten Planetensystem, wieder in den Hyperraum zurückgekehrt.

Hastig kam Doktor Daniel Jackson herbeigeeilt, und rief dabei: „Sam, ich brauche deine Hilfe. Denn meiner Meinung nach, gehen wir im Kreis. Bevor du mich unterbrichst, lass mich bitte ausreden. Wir sind schon eine Weile unterwegs und haben einige Orte bereits überprüft. Außerdem kennen wir von den Antikern eine Eigenschaft, besonders im Fall von Merlin, nämlich so manche knifflige Rätsel und Aufgaben gestellt zu bekommen. Daraus folgt eine klare Schlussfolgerung: Alle möglichen Ziele, die in Frage kommen auf einer Karte dieser Galaxie zu markieren und danach einen Blick draufzuwerfen. Es gibt da bestimmt die eindeutige Auffälligkeit, die uns ans Ziel bringen wird.“
„Schön, dann mal los. Captain McIntyre, sie haben Doktor Jackson gehört, erledigen sie das!“
„Jawohl, General Carter. Es dauert noch ein paar Sekunden, dann stelle ich es auf den Bildschirm.“



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Kontrollraum

In der gesamten Stadt herrschte allerhöchste Alarmbereitschaft, denn auf den Sensoren war ein Signal aufgetaucht. Dabei handelte es sich um ein Wraith-Schiff, welches vor etwa einer Viertelstunde am Rande des Planetensystems den Hyperraum verlassen hatte.

„Aktivieren Sie die Tarnung, Amelia!“
„Ja, Mister Woolsey.“
„Womit haben wir es zu tun, Chuck?“
„Immer noch mit den einzelnen Wraith-Kreuzer. Vermutlich ein Aufklärer, deswegen auch bislang keine weiteren Kontakte.“
„Statusbericht, Colonel Sheppard!“
„Befinde mich mit einer Formation getarnter Jumper in Bereitschaft. Die Wraith sind allen Anschein nach nervös geworden, nachdem General Caldwell die Offensive gestartet hat sowie Jennifer und Carson den Einsatz des Medikamentes ebenfalls begonnen haben, um sie etwas freundlicher zu machen.“

Auf den Bildschirmen war deutlich zu erkennen, dass der Kreuzer der Wraith zielstrebig auf den Planeten zusteuerte, wo sich Atlantis befand.

Dann vermeldete Amelia Banks: „Mister Woolsey, empfange ein Funksignal und eine Botschaft auf unserer Frequenz aus dem Wraith-Kreuzer.“
„Wie bitte?“
„Stelle es über einen sichere Leitung auf Lautsprecher, damit alle es hören können“, fügte die Technikerin schließlich hinzu.

Planetenorbit
Jumper #1

„Habe ich sie richtig verstanden, Mister Woolsey?“
„Ja, Colonel Sheppard.“
„Aber wie kommt Todd denn so schnell mit einem Kreuzer der Wraith von der Milchstraße hierher?“
„Das will er ihnen persönlich berichten, wenn sie es erlauben.“
„Er weiß schon, dass wir alle ziemlich sauer auf ihn sind.“
„Das weiß er. Weswegen er uns unter anderen Informationen über die Wraith, die sich in der Milchstraße befinden anbietet.“
„Unter anderen“, schnaubte John ein wenig verärgert, der am liebsten den Wraith-Kreuzer so schnell wie nur möglich mit den Drohnen des Puddle Jumpers vernichtet hätte. Doch Richard Woolsey hielt ihn davon ab, da sie es sonst nach der Aussage des Wraiths sehr bedauern würden.

Atlantis

Der Kreuzer des Wraith war von der Hälfte der verfügbaren Jumper eingekreist worden, und auch so gelandet, nachdem sicher war, dass sich keine Sender an Bord von Todds Schiff befanden. Zudem waren alle übrigen Militäreinheiten auf Atlantis in noch größerer Alarmbereitschaft.
Kaum hatte Todd, der ein ledernes Behältnis bei sich trug, sein Schiff verlassen, wurde er auch schon von John und Ronon sowie vielen Marines in Empfang genommen. Für den Wraith ging es ohne Umwege sofort in eine der sicheren Zellen von Atlantis.

Es dauerte nicht lange, dann erschien auch Richard Woolsey, der ebenfalls einige Fragen an den Wraith hatte.

„Das sind zwei ZPM‘, sehr gut. Ich werde sie Radek geben, damit er sie überprüft“, meinte Rodney McKay, der den Inhalt von Todds Gepäck kontrolliert hatte.
„An Bord meines Kreuzers befindet sich ein Drittes. Ich habe es…“
„… gebraucht um die Energie und Verbesserungen am Kreuzer zu haben, um von der Milchstraße in die Pegasus zu fliegen“, unterbrach der Kanadier den Wraith.
„In der Tat.“
„Sie wollen uns also weiß machen, dass sie von der Übermutter reingelegt worden sind.“
„So ist es, Mister Woolsey. Nachdem ich ihr nicht mehr von Nutzen war, ließ sie mich einsperren. Allerdings ist mir die Flucht gelungen, bei der ich die Übermutter töten konnte…“
„Rache!?“
„Korrekt, Ronon Dex“, nickte der Wraith, „dann habe ich eine Basis angesteuert und zerstört, welche eine Kolonie ist, um unzählige Krieger zu erschaffen. Der finale Angriff auf die Erde könnte unmittelbar bevorstehen. Ich bin hier, um als Gegenleistung für die Informationen und die ZPM‘, die ich von dort habe mein Leben und das meines Stammes zu ersuchen.“
„Das ist ein Scherz?“
„Nein, John Sheppard. Wir haben oft genug zusammengearbeitet, um uns ausreichend gegenseitig zu respektieren, obwohl wir verfeindeten Rassen angehören.“

Eine Pause entstand, die von Mister Woolsey mit den Worten: „Sie werden verstehen, dass wir uns darüber kurz beraten müssen.“, beendet wurde.

Wenige Minuten später in Büro des Leiters der Atlantis-Expedition angelangt, meinte Ronon sofort: „Wieso sollten wir uns darauf einlassen? Wenn die drei ZPM‘ etwas taugen, was sollte uns davon abhalten ihn einfach wegzupusten?“
„Er hat uns darüber hinaus noch wichtige Informationen geliefert“, entgegnete Teyla.
„Außerdem hatte er auch mehrfach die Möglichkeiten uns ernsthaft zu schaden, sie aber letztendlich nicht genutzt. Was meinen sie, Colonel Sheppard? Sie kennen Todd am längsten von uns allen“, meinte Mister Woolsey.
„Puh!“, machte John, „Warten wir ab, was Radek zu den ZPM‘ sagt, dann sehen wir weiter. Einverstanden?“
„Na schön“, erklärte sich der Befehlshaber von Atlantis, somit zunächst einmal mit dieser Einschätzung von seinem ranghöchsten Militär, für einverstanden.



Milchstraße
Hyperraum
U.S.S. George Hammond, Brücke

„Wenn ich das hier auf der Karte richtig deute, müssten wir genau - dort hin“, sagte Sam, die anschließend sofort anordnete, eine bessere Karte dieses Gebiets auf den Schirm zu bringen.
„Daniel, erkennen sie etwas auf der Karte, was ihre Theorie bestätigen könnte?“
„Einen Moment“, bat jener an die Befehlshaberin des Schiffes gerichtet.

Der Archäologe brauchte nicht lange, dann deutete er auf einen Fleck auf der Karte, und sagte dabei: „Hier müssen wir hin, und finden dort hoffentlich endlich Emrys. Genau hier, im sogenannten Perseus-Arm innerhalb des Drachennebels.“

Und tatsächlich, der Nebel wies die Struktur eines Drachen auf, der erstaunlicherweise ähnliche Umrisse, wie das Wappen von Wales hatte.

„Major Roberts, setzen sie Kurs zu unseren neuen Ziel!“, befahl General Carter, die sofort wieder Platz in ihren Stuhl genommen hatte.

Odyssee
Folge 5.10 - “Verborgen im Nebel, Teil 2”

Große Magellansche Wolke
U.S.S. Phoenix, Offiziersmesse

Kurz nachdem das Schlachtschiff der Erde die Satellitengalaxie, die Große Magellansche Wolke, von der Milchstraße erreicht hatte, hatte General Cameron Mitchell auch schon veranlasst den Hyperraum zu verlassen. Denn er wollte, dass sämtliche Systeme seines Schiffes durchgecheckt werden. Schnell hatte er sich noch mit der Stargate Command Base sowie dem Homeworld Command in Verbindung gesetzt, da er seine Vorgesetzten auf den aktuellsten Stand bringen wollte. Nachdem er dies getan hatte, war Cameron sofort zum Essen in die Cafeteria gegangen.

Es dauerte nicht lange, da gesellte sich nicht nur Teal’c zu ihm, sondern auch einige der Vampire. Ein Umstand, der dazu führte, dass sich auch viele Marines in der Nähe aufhielten. Denn sehr viele Menschen an Bord hatten ein ungutes Gefühl, wegen der unheimlichen Neulinge an Bord.

“Sind ihre Freunde mit ihrer Unterbringung an Bord zufrieden, Ratsmitglied Lacmus?”
“Ja. Ihr Aufruf zum Blutspenden an Bord Ihres Schiffes, wurde wohlwollend von meiner Delegation aufgenommen. Doch würde ich sie bitten, auf die Wachen zu verzichten, denn wenn wir ihnen an Bord hätten Schaden wollen, wäre es längst passiert, General Mitchell.”
“Diese Soldaten tun nur ihre Pflicht, zu unseren gegenseitigen Schutz, denn einige aus meiner Mannschaft sind durch ihre Existenz und Anwesenheit stark verunsichert.”
“Ich verstehe.”



Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika, USA, Colorado
Homeworld Command, Besprechungsraum

Die Nachricht von General Cameron Mitchell hatte für eine weitere sehr große allgemeine Verunsicherung bei allen Verantwortlichen des Programms gesorgt. So auch bei General Jack O’Neill, der eigentlich gemeinsam mit dem IOA und der UN bereits mitten in der Planung für die Mission zur Destiny war.

Doch jetzt standen sie alle vor einer weiteren schweren Prüfung. Viele hatten schon eine sehr große Furcht vor den Wraith gehabt, doch nun war bekannt geworden, dass eine Gruppe von Antikern wieder einmal gefährliche Experimente durchgeführt hatten. Dass Mitchell allem Anschein nach keine andere Wahl mit seiner Entscheidung gehabt hatte, um seine Mannschaft und die Kontrolle über das Schiff zu wahren, war O’Neill sofort bewusst.
Um keine Unruhe in der Weltbevölkerung zu entfachen, hatte man diese Begegnung mit dem Volk der Vampire sofort zu einer strengen Verschlusssache erklärt.

Doch die Nachrichten aus Atlantis durch Todd waren ebenso beunruhigend, da die Wraith in der Milchstraße offenbar ihre bisherigen Vorbereitungen intensivierten, weil sie sehr bald die Erde erneut angreifen wollten.



Triangulum-Galaxie
Orici-Flotte
Flaggschiff, Brücke

Die Flotte von Adriana hatte Verstärkung erhalten. Jetzt befanden sich in dieser Galaxie insgesamt 20 Kriegsschiffe sowie einige Unterstützungsschiffe von der gewaltigen Flotte der Orici Adria.

Dieser Umstand hatte dazu geführt, dass man die flüchtige Flotte der Goa’uld schließlich hatte sehr schnell ausfindig machen können.

“Ba’al und die anderen falschen Götter befinden sich genau dort?”
“Jawohl, Tochter der einzigwahren Göttin Adria.”
“Gut. Die Flotte soll sich unverzüglich auf den Weg dorthin machen! Dort angekommen, machen wir all ihre Schiffe so schnell wie möglich flucht- und kampfunfähig, sobald dies geschehen ist, suchen wir nach Ba’al, um ihn dann meiner göttlichen Mutter auszuliefern!”
“So soll es geschehen, Gebieterin.”



Andromeda-Galaxie
Zylonisches Imperium
Heimatkolonie

Die Zylonen hatten die entdeckte fortschrittliche Technologie, die sie auf dem Planeten, wo sich Ilion befunden hatte, genau seit ihrer Entdeckung sehr interessiert untersucht, und waren seit einiger Zeit schon dabei, diese zu replizieren. Denn man wollte so schnell wie nur möglich, die gegebenen Ziele erreichen.

“Wie sieht es aus, haben wir endlich die ersten durchbrechenden Fortschritte erzielt?”
“Ja, Bruder. Gaius Baltar ist mit einer unserer Flotten unterwegs. Und dabei sind sie auf die Flotte von Adama getroffen…”
“Und?”
“Die Menschen sind entkommen. Dabei hatte eine der D’Annas die Regeln verletzt und wurde daraufhin in die Box verbannt. Außerdem ist uns auch noch Gaius Baltar abhanden gekommen. Doch bleibt diese Flotte an den Flüchtigen dran.”
“Hoffentlich.”
“Und wie läuft es hier sonst so?”
“Gut. Wir können bald zur Destiny aufbrechen, Bruder.”



Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Daedalus, Brücke

Nach einem weiteren erfolgreichen Angriff, hatte Major General Steven Caldwell den Sprung in den Hyperraum angeordnet, denn er war zurück auf den Weg nach Atlantis, um dort die dringend benötigten frischen Vorräte an Bord nehmen zu können.

Sie waren aber noch einige Lichtjahre von ihrem gesetzten Ziel entfernt, als sie eine Funkübertragung einer anderen BC-304, der U.N.S. Gondwana, erhielten.

“Was gibt es, Oberst Mueller?”
“Als wir mit dem geplanten Angriff in unseren Sektor auf die beiden Basisschiffe der Wraith begonnen hatten, tauchten zwei weitere Schiffe der Wraith inklusive einer Eskorte von sehr vielen Kreuzern auf, weswegen wir das darauffolgende Feuergefecht so kurz wie möglich hielten und uns umgehend in den Hyperraum zurückzogen, General Caldwell. Die Schäden an Bord der Gondwana sind zum Glück nur minimal. Wir sind derzeit auf den Weg zurück nach Atlantis.”
“In Ordnung, Oberst. Dann treffen wir uns dort. Major Marks, kontaktieren sie die übrigen Schiffe unserer Flotte, dass sie sich ebenfalls umgehend nach Atlantis zurückziehen sollen!”
“Verstanden, Sir.”


Atlantis, Kontrollraum

“Eine weitere Übertragung, Mister Woolsey. Es ist erneut General Caldwell, er hat alle Schiffe unserer Flotte zurück nach Atlantis beordert.”
“Weswegen, Amelia?”
“Dem General scheint etwas zu beunruhigen, was die Wraith und ihr Verhalten betrifft.”
“In Ordnung. Doktor Zelenka, was macht die Kalibrierung der Tiefraumsensoren, damit wir die Bewegungen der Wraith noch besser beobachten können?”

Der tschechische Wissenschaftler atmete noch weiteres Mal tief durch, dann ehe er die Frage des Befehlshabers von Atlantis mit: “Dies wird aber eine sehr große Menge von Energie aus den ZPM’ verbrauchen und nur für wenige Tage funktionieren, weil wir die Leistungsfähigkeit der Tiefraumsensoren dadurch unerwartet sehr stark beanspruchen müssen. Es besteht sogar die Gefahr, dass sie danach für einige Zeit sogar komplett ausfallen könnten”, beantwortete.

Atlantis, Zellentrakt

“Mittlerweile kenne ich diese Zelle schon sehr gut, John Sheppard”, bemerkte Todd, der ein wenig enttäuscht war, obwohl er mehr als nur zu kooperieren bereit war.
Der sah ihn aber nur einige weitere Minuten prüfend an, und forderte schließlich: “Gut. Dann will ich jetzt auf der Stelle wissen, wie stark die Wraith in der Milchstraße sind! Also, wie viele Basisschiffe, Kreuzer und andere Schiffe sowie die Truppenstärke sich dort aufhalten!”
“Bekommen Sie!”
“Ich höre!”
“Sobald ich von Doktor Keller behandelt worden bin. Dann erst, wenn es mir gut geht, dann bekommen Sie diese Informationen, die ihr Volk benötigt. Dies ist die einzige Bedingung, die ich neben meinen Leben von ihnen einfordere!”

Ohne ein Wort zu sagen, verließ John Sheppard den Zellentrakt wieder. Denn der ranghöchste Vertreter des Militärs auf Atlantis kochte innerlich, weil ihn der Wraith Todd hinhielt. Kaum hatte sich die Tür hinter ihm geschlossen, erhielt er einen Funkspruch mit der Mitteilung sich umgehend in sein Quartier zu begeben.



Milchstraße
Perseus-Arm
U.S.S. George Hammond, Brücke

Erst vor wenigen Sekunden hatte das von Brigadier General Samantha Carter kommandierte Schiff den Hyperraum verlassen. Durch das Panoramafenster der Brücke konnten alle, die sich dort befanden deutlich den Drachennebel erkennen. Dieser hatte in etwa die dreifachen Ausmaße des Sonnensystems, in welchen sich die Erde befand.

Sofort wurde mit den ersten Scans begonnen. Doch verliefen diese, wie schon erwartet worden war ohne große Ergebnisse, die die Crew um Sam näher an Emrys heranbringen sollten.

Die Nervosität unter der Mannschaft an Bord stieg. Schließlich fiel General Carter etwas Interessantes auf: “Dieser Nebel entstand vor etwa 8000 Jahren durch die Explosion, einer Sonne, die unserer eignen sehr ähnlich gewesen sein muss, ehe sie zu einem Roten Giganten wurde. Gut möglich, dass Merlin dies selbst beobachtet hatte. Was meinst du, Daniel? Du hast dich in das Thema mehr als jeder andere von uns eingelesen und auch damit viele Jahre beschäftigt.”
“Das ist durchaus sehr wahrscheinlich. Und, wenn das, was wir hier suchen, sich in der Tat in diesen Nebel befindet, werden wir wohl hinein fliegen und auf die altmodische Art danach suchen müssen. Es wird also ein getarnter Ort oder so etwas in der Art sein, denn sonst bestünde ja nämlich die Gefahr, dass er von jemanden, wie zum Beispiel die Goa’uld oder Replikatoren bereits entdeckt worden wäre. Was ich nicht hoffen will.”
“Also sollen wir da reinfliegen?”
“Ja, Sam”, bestätigte Daniel. “Und dabei schön die Augen offenhalten.”



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Torraum

Richard Woolsey und sein gesamter Führungsstab warteten gemeinsam mit General O’Neill, der ebenfalls einen Teil seines eigenen Offizierstabes mitgebracht hatte. Alles war für die kurz bevorstehende Zeremonie bereits vorbereitet. Endlich erschien auch Colonel Sheppard, der keine Ahnung hatte, von dem was ihn in Kürze erwarten würde.

“So. Meine Damen und Herren sowie alle diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich halte besonders gerne Reden und Ansprachen, aber nur um besonders coole und tolle Dinge tun zu können, zum Beispiel neue Schiffe einzuweihen, Leute zu feuern, oder speziell in diesen Fall eher das Gegenteil, Orden zu verteilen oder hervorragendes Personal zu befördern. Letzteres trifft heute zu. Colonel John Sheppard, kommen sie her zu mir!”, sagte Jack O’Neill am Ende auffordernd, mit einem gutgelaunten Grinsen.

Als John Sheppard endlich vorgetreten war und dann endlich neben ihm stand, verlas Richard Woolsey zusätzlich, als amtierender Befehlshaber von Atlantis, ein offizielles Schreiben vom Stabschef der US Air Force, welches vom Verteidigungsminister und der neuen Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika in Auftrag gegeben und auch mit ihren Unterschriften entgegengezeichnet und mit den Siegeln und Stempeln versehen worden war.

“Colonel John Sheppard, sie haben durch ihre Leistungen und ihren Mut eines bewiesen, dass man ihnen, was ich hiermit tue, die Befugnisse und die Verantwortung eines Brigadier Generals übertragen kann. Brigadier General John Sheppard”, sprach Jack O’Neill, der bei den letzten vier Worten salutierte, was ihm der so eben beförderte gleichtat.
“Danke, Sir.”
“Wir sind noch nicht ganz fertig, denn es kommt noch die übliche Floskel… ach, und sobald diese Zeremonie beendet ist, dürfen sie dann auch Jack zu mir sagen, John. Also, heben sie die rechte Hand hoch und sprechen sie mir, in dem sie ihren Namen einsetzen nach! Ich…”



Triangulum-Galaxie
Goa’uld Flotte <> Orici-Flotte

Sofort nachdem die von Adriana befehligte Flotte den Hyperraum verlassen hatte, hatten sie sofort ohne Vorwarnung das Feuer auf die feindlichen Schiffe eröffnet. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, was die Ringtransporter und Beamtechnologie betraf, damit die Goa’uld keine Bomben, ähnliches oder gar eigene Truppen auf die Schiffe der Flotte der Orici transportieren konnten, waren zur Sicherheit zuvor schon entsprechende Vorkehrungen getroffen worden.

Wie vor dem Angriff von Adriana befohlen, wurden alle verfügbaren Schiffe eingesetzt, um bei der gesamten Flotte der Goa’uld so schnell es möglich war, die Hyperraumantriebe auszuschalten.

Eine gewaltige Weltraumschlacht war kurz darauf zwischen den beiden Flotten entbrannt. Die Goa’uld hatten sich erst vor wenigen Tagen von Ba’al, als ihren alleinigen Anführer ein für allemal losgesagt. Sie hatten sogar versucht sein großes Flaggschiff zu zerstören, doch dem gestürzten obersten Systemlord gelang letztendlich dann doch noch die rettende Flucht in den Hyperraum.

Schließlich fiel schon nach wenigen Minuten, das Fehlen des einen großen Flaggschiffes von Ba’al auf. Weswegen Adriana sofort Späherschiffe ausgesandt hatte.

In der Zwischenzeit wurden die Schiffe der Goa’uld nach und nach von den Truppen der Orici geentert. Auch Adriana selbst schloss sich diesen Kampf an, denn sie hatte ja den Auftrag nach Ba’al zu suchen, den sie ihrer Mutter auszuliefern hatte. Die Kämpfe an Bord des Ha’taks von Apophis waren besonders brutal, denn die Jaffa und die dort befindlichen Kull-Krieger wichen einfach nicht zurück. Aber Adriana fand schließlich dennoch einen Weg, zu dem Systemlord vorzudringen.

“Ihr wollt mich töten?”
“Ja. Es sei denn ihr, falscher Gott, könnt mir verraten, wo ich Ba’al finde!”
“Er ist nicht mehr bei uns, dieser Schwächling! Wir haben ihn, da er unfähig war uns anzuführen, gestürzt! Doch er ist uns leider entkommen, bevor wir ihn endgültig vernichten konnten”, gab Systemlord Apophis schließlich preis, der die scharfe Klinge des Schwertes von Adriana an seiner Kehle spürte.
“Wo war das? Sprich!”
“Wenn ihr mich zu dem Pel’tak meines Ha’taks begleitet, kann ich es euch zeigen.”

Grimmig verzog Adriana ihr Gesicht, denn sie war argwöhnisch. Ihre Mutter hatte sie vor den gefährlichen Spielchen der Goa’uld gewarnt, und auch die Menschen von der Erde, die sie auf ihrer Heimatwelt Heraclia getroffen hatte. Sie konnte Apophis einfach nicht vertrauen.

“Was ist jetzt?”
“Ihr und die anderen falschen Götter, werdet für immer untergehen!”
“Ihr habt doch versprochen, mich zu verschonen!”

Anstatt darauf einzugehen, wandte sich die Tochter der Orici an ihre Leibgarde, und erteilte den Befehl: “Erschießt ihn!”



Milchstraße
Perseus-Arm, Drachennebel
U.S.S. George Hammond, Brücke

Erst vor kurzem war das Erdschiff in den Nebel eingedrungen. Alle an Bord wussten, dass diese Suche noch Tage, wenn nicht sogar noch Wochen andauern konnte. Stellenweise lichtete sich der Nebel ab und wann ein wenig, nur um kurz darauf wieder das Raumschiff vollständig zu verhüllen.

Um die Erfolgschancen zu verbessern, hatte General Carter alle Geschwader der F-302er sowie die vier Puddle Jumper starten lassen.

“Nicht das wir an Emrys noch vorbeifliegen, ohne es auch nur zu merken”, bemerkte Doktor Jackson nachdenklich, dem nicht als Einziger klar war, wie gut die Antiker darin waren etwas zu verbergen.



Triangulum-Galaxie
Orici-Flotte < > Adrianas Flaggschiff

Die gesamte Flotte der Goa’uld war mittlerweile komplett zerstört sowie die Systemlords mit ihren gesamten Anhängern vollständig ausgelöscht worden. Ausgenommen davon waren nur die menschlichen Sklaven, die die Truppen von Adriana hatten befreien können.
Doch die Tochter der Orici Adria war zu diesen Zeitpunkt schon gar nicht mehr zugegen, denn sie hatte die Nachricht erhalten, dass man den Aufenthaltsort von Ba’al endlich gefunden habe. Deswegen war Adriana sofort aufgebrochen, mit dem Ziel den letzten falschen Gott zu stellen, gefangen zu nehmen und dann auf dem kürzesten Wege ihrer göttlichen Mutter auszuliefern.


Ba’als großes Flaggschiff, Pel’tak

Der gestürzte oberste Systemlord hatte sein letztes Ziel schon einige Stunden hinter sich gelassen. Er lächelte siegessicher, obwohl ihm eigentlich unausweichlich die endgültige Niederlage bevorstand.

“Mein Gebieter, unser Hyperraumantrieb ist außer Funktion, ich leite daher die noch übrige verfügbare Energie auf die Schild um”, teilte sein erster Primus mit.
“Alarmiere unsere Truppen, denn wir werden gleich geentert werden!”, ordnete Ba’al an.
“Das Schiff der Orici nimmt Kontakt mit uns auf, mein Gebieter.”
“Auf den Schirm!”

Auf diesen tauchte Adriana auf, die sofort verlangte: “Gib dich geschlagen, falscher Gott Ba’al! Das Leben der Sklaven wird dann verschont!”
“Hat dir schon einmal gesagt, dass du deiner Mutter sehr ähnelst? Ach ja, wenn du mich haben willst, musst du schon zu mir an Bord kommen! Viel Vergnügen, beim Sterben, Tochter von Adria, der Orici”, erwiderte Ba’al, der sich ebenfalls für die bevorstehende Schlacht an Bord seines gewaltigen Schiffes vorbereitete.

Adriana drang, wie auch schon bei dem Ha’tak von Apophis, mit einem Shuttle an Bord des feindlichen Schiffes ein. Dabei wurde sie, wie immer von ihrer getreuen Leibgarde begleitet. Kaum waren sie gelandet, wurden sie auch schon von den Waffen ihrer Gegner begrüßt. Doch die Schilde ihres Schiffes trotzten dem feindlichen Beschuss.

“Soldatinnen und Soldaten der einzigwahren Göttin, tötet alle feindlichen Krieger, also Angriff!”, schrie Adriana, die auch schon mit schnellen und entschlossenen Schritten als erste durch das Schott stürmte. Sie hoffte Ba’al sehr schnell zu finden, damit sie endlich ebenfalls auf die Suche nach Emrys gehen konnte.

Der Weg zu dem gesuchten Goa’uld war voller Schwierigkeiten, wozu natürlich die loyalen Jaffa, die Kull-Krieger, rangniedere Goa’uld, aber auch Soldatinnen und Soldaten der Luzianischen Allianz gehörten, die sich durch den mit einem Parasiten infizierten Daminus ihren neuen Gebieter angeschlossen hatten. Doch auch Menschen von der Erde, die Ba’al als ihren Gott angenommen hatten, stellten sich Adriana in den Weg.

Dass sie ohne Verwundung blieb, lag in erster Linie an ihrem Amulett, welches sie stets als Anhänger um ihren Hals trug, doch auch an ihren eigenen Kampfkünsten sowie den Beistand ihrer Leibgarde, die ihr immer den Rücken freihielt.

Endlich nach einer gefühlten nie endenden Ewigkeit hatte Adriana mit ihrer Leibgarde das Deck mit dem Pel’tak erreicht. Dort wurde sie natürlich bereits von Ba’al erwartet, der sie grinsend anschaute und meinte: “Ah. Du hast es also endlich geschafft. Es wird mir ein sehr großes Vergnügen sein, deiner überheblichen Mutter eine Botschaft zu übermitteln, indem ich dich besiege und vernichte! Also ergib dich, und die Leben deiner Leibgarde… zumindest, was davon noch übrig ist, wird verschont!”
“Vergiss es! Stell dich dem Kampf, also wehr dich, falscher Gott Ba’al!”
“Na gut, wie du willst… dann sterbt ihr eben halt alle!”, rief Ba’al, der seinen verbliebenen Jaffa das Zeichen zum Angriff auf die elf Leibgardisten gab, damit er sich in Ruhe um Adriana kümmern könne.

Das Duell der zwei Kontrahenten wehrte nicht lange, denn die Tochter der Orici war enorm wütend auf den Goa’uld. Ein schneller Schnitt mit ihren Schwert über den rechten Unterarm sowie den Rücken von Ba’al zwang jenen dazu, sein eigenes Schwert fallen zu lassen.

“Worauf wartest du?”
“Über das Schicksal von Euch, wird meine geliebte Mutter entscheiden, Ba‘al!”, fauchte Adriana, die dann mit der Betäubungswaffe an der linken Armschiene ihrer Rüstung den einstigen obersten Systemlord der Goa’uld, Ba’al, betäubte.



Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. Phoenix, Brücke

Nachdem die Tiefraumsensoren schließlich mehrere Objekte erfasst hatten, hatte General Mitchell den Befehl gegeben unverzüglich den Hyperraum zu verlassen sowie einen getarnten Jumper eine Aufklärungsmission durchführen zu lassen. Zusätzlich hatte er eine Funkstille angeordnet.
Die Phoenix selbst hielt sich in einem dichten Teil des Tarantelnebels verborgen. Bevor weitere Schritte in Frage kämen, wie etwa ein militärischer Angriff, benötigte Cameron aber noch dringend weitere Informationen. Doch diese brauchten ihre Zeit.



Milchstraße
Perseus-Arm, Drachennebel
U.S.S. George Hammond, Brücke

Hektik kam schließlich auf, denn die Sensoren der Hammond hatten vollkommen unerwartet die Ankunft eines Schiffes registriert.

“Das ist ein Schlachtschiff von Adria. Was wollen die denn hier?”, murmelte Sam, die sofort Kontakt aufnahm, um eine Antwort dafür zu erhalten.

Es war Adriana, der ebenfalls Informationen von Emrys vorlagen und sich daher beeilt hatte, mit dem Ziel sich an der Suche nach diesem Ort zu beteiligen.
Vielen an Bord behagte es ganz und gar nicht, dass sie, die immerhin die Tochter von Adria war, sich  jetzt ebenfalls hier befand. Seltsam war hingegen Daniel zumute, da er ja der biologische Vater von ihr war. Ein Umstand, an dem natürlich auch Merlin seinen Anteil gehabt hatte, dessen Bewusstsein und Geist sich damals für eine sehr lange Zeit im Körper des Archäologen befunden hatte.

Schließlich kehrte einer der Jumper zurück. Diese Besatzung hatte wohl die lang herbeigesehnte und somit entscheidende Entdeckung gemacht. Umgehend wurden daher alle anderen Suchteams zur Hammond zurückgerufen. Kurz darauf gab dann General Carter auch schon die Anweisung die Koordinaten anzusteuern, die sie von der einen Jumperbesatzung erhalten hatten.



Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. Phoenix, Brücke

Sofort bemerkte Teal’c das sehr ernste Gesicht von General Cameron Mitchell, nachdem die zurückgekehrten Soldaten der Aufklärungsmission ihren vorläufigen Bericht mitgeteilt hatten. In der Zwischenzeit wurden die getätigten Aufnahmen übertragen, die alles schnell visuell sichtbar machten.

Der Jaffa hob die linke Augenbraue, und bemerkte: “Das ist ja eine ganze Flotte, Mitchell. Darunter sind aber auch einige Al’kesh.”
“Du meinst, da steckt ein Goa’uld dahinter?”
“Wäre immerhin möglich, Mitchell”, lautete die Antwort von Teal’c.

“Das ist noch nicht alles, General. Wir haben uns noch ein wenig weiter vorgewagt, bis wir diesen Planeten hier erreicht hatten. Er ist bewohnt. Wir haben auch eine Energiesignatur empfangen, die eindeutig auf Antikertechnologie sowie mindestens ein ZPM hinweist…”
“Sie meinen, dass wir unser Ziel erreicht haben, Captain?”
“Würde ich sagen, Sir. Wir können noch eine weitere Aufklärungsmission durchführen, damit wir Gewissheit haben. Doch frage ich mich, was wir mit einem Schiff gegen eine solche militärische Übermacht ausrichten sollen.”
“Danke, Captain. Dann will ich, dass Sie und ein paar weitere Jumper genau dies tun! Wir brauchen aber dringend Unterstützung - trotz unseres guten Schiffes, denn wenn wir uns Shangri-La holen und den Nazis den Rest geben wollen!”, erklärte Cameron Mitchell.
Teal’c nickte und sagte: “In der Tat!”



Milchstraße
Perseus-Arm, Drachennebel
Orbit von Emrys
U.S.S. George Hammond, Brücke

Mittlerweile hatte sich Adriana mit einer kleinen Eskorte an Bord des Erdschiffes eingefunden, und zum ersten Male stand sie ihrem wirklichen, wenn auch ungewollten Vater gegenüber.
Durch das Panoramafenster war seit einigen Minuten schon bereits ein Planet zu sehen, der beinahe komplett in der nebligen Struktur des Drachennebels lag. General Carter selbst führte die nächsten notwendigen Scans durch. Eine Mitteilung des Priors, der das Flaggschiff von Adriana steuerte, bestätigte den Fund, sie hatten tatsächlich Emrys erreicht.

“Wir werden einen Jumper nehmen, damit wir für mögliche Verteidigungssysteme dort unten nicht als Angreifer registriert werden!”, ordnete Sam an, die dann festlegte, wer alles mit runter auf den Planeten gehen durfte. Darunter waren natürlich Daniel Jackson, Adriana, Kar’yn, Rya’c, ein halbes Dutzend Marines und  für alle überraschenderweise sogar ein paar Kriegerinnen von Adrianas Leibgarde.



Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
Thule, Kontinent Lanassa
Hauptstadt Germania

Die Nazis hatten keine Ahnung, dass sie und all ihre Bewegungen schon seit rund einem Tag aufmerksam beobachtet wurden.

Zufrieden war der Führer der Nazis nicht darüber, was sich seine einzige Enkelin, die sich für eine gewisse Zeit in Gefangenschaft von Widerstandskämpfern befunden hatte, mit eben jenen Rebellen ausgehandelt hatte. Doch im Geheimen er war froh und erleichtert darüber, dass sie und einige weitere wieder frei waren.

Begleitet von nur seinen wichtigsten Offizieren trat er auf das Podium, vor dem sich ein großer Paradeplatz befand, denn er hatte allen, die sich dort versammelt hatten, etwas sehr Wichtiges zu verkünden.

“Unsere Flotte ist mittlerweile versammelt, und damit bereit zum Angriff auf die Erde! Und somit auch bereit für die Rache an unsere Feinde und die totale Eroberung der Erde, und somit zur Weltherrschaft!!”, verkündete Karl Magnus Hitler, der Führer aller Nazis, mit lauter Stimme euphorisch der großen Menschenmenge, die anwesend war. Überheblich, arrogant sowie blind als auch größenwahnsinnig, wie er und die meisten seiner Anhänger waren, dachte er schon dabei, wie es wäre sich dann den Besiegten von der Erde zu präsentieren.

Doch keiner bemerkte es, nämlich wie ein getarnter Puddle Jumper von der U.S.S. Phoenix, zu einer weiteren Aufklärungsmission gerade eben über ihre Hauptstadt flog.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 29.12.2025, 21:42

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