30.12.2025, 20:12
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.12.2025, 20:33 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 5.11 - “Emrys”
Milchstraße
Perseus-Arm, Drachennebel
Emrys
Obwohl es ihr nur allzu Recht gewesen wäre, diese Mission auf Emrys selber als Anführerin zu begleiten, hatte General Samantha Carter darauf zunächst noch verzichtet. Doch ließ sie sich diese Option aber noch offen, nämlich selber später mit einem weiteren Team noch nachzukommen, wenn es möglich oder gar nötig sein sollte.
Stattdessen hatte Doktor Daniel Jackson die Verantwortung übertragen bekommen. Der Archäologe saß ganz vorne, neben der Pilotin Captain Jessica Gallagher. Hinter ihnen saßen Adriana und Rya’c, der sich allerdings immer wieder mit seiner Frau Kar’yn abwechselte.
Auch auf dem Planeten selbst, schien es ebenfalls nur dichte Nebelfelder zu geben. Captain Gallagher sah deswegen sehr konzentriert auf die Anzeigen, denn so einigen Berggipfeln hatte sie bereits schon ausweichen müssen.
Es dauerte lange, etwa einige Stunden, dann erst entdeckte Adriana eine Architektur, an welcher sie beinahe vorbeigeflogen wären.
“Halt! Dort ist etwas, Captain Gallagher!”, rief die Tochter der Orici und Doktor Jacksons, wobei sie aufgeregt nach links zeigte.
Um den Hinweis nachzugehen, flog die Pilotin mit dem Puddle Jumper eine Kurve und verlangsamte dabei die Geschwindigkeit.
“Du hast Recht Adriana, hier könnte in der Tat etwas sein”, stimmte Daniel schließlich zu, der dann ebenfalls meinte so etwas wie Bauwerke im Nebel zu erkennen. Er veranlasste aber erst noch einige weitere Überflüge, bevor er dann Jessica Gallagher den Auftrag erteilte, nach einem geeigneten Landeplatz zu suchen.
Es dauerte etwas, dann landete der Jumper mit dem Erkundungsteam endlich auf einer Plattform.
Als allererstes verließen die Marines gemeinsam mit den Angehörigen von Adrianas Leibgarde das Fluggerät, um die undurchsichtige Umgebung so gut es möglich war, abzusichern.
Erst danach verließ Daniel den Jumper. Dem Archäologen fiel sofort die schlichte und einfache Ausführung der nur teilweise und vor allem schwer erkennbaren Anlage auf, denn sie hatte nichts mit dem Glanz und der Machtausstrahlung von Atlantis und Mu gemeinsam. Von Ilion, das in der Andromeda-Galaxie vom Expeditionsteam um Miss Shen entdeckt worden war, hatte er sich bislang nur Bilder und Videos ansehen können, welches eine sehr interessante Mischform aufwies. Doch allein Emrys, schien etwas vollkommen Mythisches auszustrahlen, was auch an der gesamten Umgebung und dem Standort liegen konnte.
Nachdem einige zur Sicherung und den Schutz des Jumpers beauftragt worden waren, ging das übrige Team schließlich weiter. Doch sie gingen immer noch nicht in das Innere der gewaltigen Anlage, denn Doktor Jackson wollte sich zunächst einmal einen genauen, wenn auch erst einmal nur einen kleinen Überblick über die nähere Umgebung verschaffen.
“Dieser Ort ist sehr alt”, stellte Rya’c fest.
“Ich finde ihn eher unheimlich, kalt und abweisend”, meinte dagegen Kar’yn, die gerade vor einer steinerneren Fassade stand, die sie berührt hatte, denn deren Oberfläche war von blaugrauer Farbgebung, glatt und kühl.
Adriana hielt sich stets in der Nähe ihres wirklichen Vaters auf, der offenbar vor einen weiteren Zugang ins Innere stand. Doch in erster Linie suchte Daniel nach irgendwelchen Inschriften oder Markierungen, kurz gesagt, eigentlich nach Hinweisen, dass sie hier am richtigen Ort waren. Doch bislang hatte er nichts in diesem Bereich, den sie gerade erkundeten, gefunden.
“Vater! Wieso gehen wir nicht hinein?”
Doktor Jackson brauchte eine gewisse Zeit zu registrieren, dass er angesprochen worden war.
Schließlich sagte Daniel: “Nun ja, Adriana, es wäre zu offensichtlich, nämlich einfach eine dieser Türen, die wir gefunden haben, zu nutzen. Das passt nicht wirklich zu den Antikern. Hier führen wieder einige Stufen hinab. Es ist ziemlich nebelig an dieser Stelle, ich kann daher nicht erkennen, wie tief es hier hinabgeht. Geschweige denn, wohin sie führen.”
“Ich hätte mir doch besser meine Rüstung anlegen sollen, wer weiß, was uns hier an diesen unheimlichem Ort noch erwartet”, murmelte Adriana, die vortrat und ebenfalls nach unten sah.
“Mein Gefühl sagt mir allmählich, dass wir da wirklich runter müssen”, sprach der Archäologe es dann doch noch aus, was die anderen bereits geahnt hatten, nämlich die schwarz-grau marmorierten Stufen durch diesen weiß-grauen Nebel ins Unbekannte hinabzusteigen. Bevor er allerdings wirklich den ersten Schritt nach unten wagte, informierte Doktor Jackson noch zunächst Captain Gallagher, damit diese General Carter einen Zwischenbericht liefern konnte.
Gefolgt von Adriana ging Daniel an der Spitze der Gruppe vorsichtig die Stufen hinunter. Das Erkundungsteam verschwand danach nach einander in den dichten Nebelschleiern. Dies geschah, nachdem sich alle etwa um die 30 Meter nach unten begeben hatten. Hier fand Daniel schließlich einige Inschriften und Piktogramme in den Wänden, die er sofort studierte.
Die anderen Mitglieder des Erkundungsteams waren somit gezwungen, eine gewisse Zeit zu warten, denn es erwies sich als eine Art Rätsel, wie Daniel nach kurzer Prüfung dann herausfand.
Es war eine seltsame Mischung aus einem Bilder- und Piktogrammrätsel, wessen Lösung Doktor Daniel Jackson schließlich herausfand, worauf sich der Zugang endlich öffnete.
Dieser Ort war nicht so, wie die anderen Stadtraumschiffe der Antiker, die man bisher entdeckt hatte. Im Innern von Emrys schien sich eine eigene, kleine Welt zu befinden, denn hier gab es Licht, welches von einer unbekannten Quelle stammte sowie Pflanzen, die einen kleinen Wald bildeten und Wasser in Form eines kleinen Sees sowie Baches.
“Okay. Dann werden wir uns hier mal ein wenig genauer umsehen!”, entschied Daniel, der dann alle noch in mehrere Zweierteams einteilte, damit die Erkundung der näheren Umgebung dieses Ortes noch ein wenig schneller voranging.
Emrysorbit
U.S.S. George Hammond, Brücke
Sie konnte ihre Nervosität nicht verbergen, denn General Carter sah immer wieder auf die Uhr. Sam stellte auf dadurch fest, wie lange das Erkundungsteam schon unterwegs und wie lange der letzte Funkkontakt her war.
“Das wären dann schon… oh, zwölf Stunden”, seufzte die Kommandantin des Erdschiffes, als ein weiterer Funkkontakt zustande kam.
“Was ist los, Daniel?”
“Wir benötigen deine Hilfe sowie ein Sanitätsteam hier unten. Weiter kann ich dazu nichts sagen. Ansonsten ist bei uns alles in Ordnung, Sam.”
“In Ordnung, ich bin unterwegs. Colonel Cole, sie haben solange die Wache, bis ich wieder an Bord bin!”
“Jawohl, Ma´am.”
Emrys
Mithilfe des Jumpers ersparte sich das Team um Samantha Carter das Treppensteigen.
Am Zugang wurden sie von Daniel Jackson und seiner Tochter Adriana in Empfang genommen.
Die beiden führten das Verstärkungsteam an einigen Büschen vorbei und durch einen kleinen Birkenhain zu und über den kleinen Steg, der den schmalen Bach überbrückte. Verborgen in dem kleinen Wald befand sich eine Grotte, die vom Volumen etwa so groß ist, wie der alte Stargateraum auf der Erde im Cheyenne Mountain.
“So. Wir sind gleich am Ziel, General Carter”, erklärte Adriana, die schon die ganze Zeit neben der Kommandantin der George Hammond ging, “es wäre uns beinahe nicht aufgefallen, doch dann berührte ich einen Kristall, und zwar diesen hier, der die Form eines Drachen hat. Nach einen kurzen Aufleuchten tauchte das da auf.”
Während sie sprach, deutete sie auf eine Stele mit dem beschriebenen Kristall und danach die Mitte der Grotte, wo sich so etwas wie eine Art Mischung aus Thron und Bett befand.
“Deswegen benötigen wir das Sanitätsteam”, ergänzte Daniel, der auf einen Mann zeigte, der sich darin befand.
“Das ist keine der Stasisvorrichtungen der Antiker, die wir bisher kennen”, erkannte Sam, die den Ärzten und deren Helfern ein Zeichen gab, sich bereitzuhalten. Danach machte sie sich selber an die Arbeit, um herauszufinden ob man den Mann ohne Gefahr aus dem Zustand holen könnte, in welchen jener sich befand. Währenddessen berichtete Daniel von dem Teil der Anlage und deren Aufbau, den man bisher hatte erkunden können. Daraus ging hervor, dass dieses Stadtraumschiff um diese künstlich geschaffene Grotte herum aufgebaut worden war sowie der Zugang, den man genommen hatte der einzige war, der eben hier hereinführte. Was wohl nach Meinung von Adriana eine sehr gute Sicherheitsmaßnahme war.
“Es ist Artus, den wir hier vor uns haben”, stellte Daniel fest, “und er scheint in diese Richtung zu schauen.” Der Archäologe stand auf und folgte den Blick zu einer Stelle. Doch fand er nichts, weswegen er vermutete, dass nur Artus selbst in der Lage dazu war, dieses Problem zu lösen.
“Sehr seltsam. Auf der Erde gab es unterschiedliche Überlieferungen, die das Schicksal von König Artus betreffen: Eine besagt, dass er tödlich verwundet worden sei und eine andere, dass er mit Hilfe von Magie, also wohl eher einer gewissen fortschrittlichen Technologie überlebt haben soll. Als ich damals mit Sam, Teal’c und Mitchell auf der Suche nach dem Sangreal, den Heiligen Gral war, stießen wir auf einen Ort, der sich Camelot nannte. Dort erfuhren wir, dass sich eben Artus ebenfalls auf der Suche danach befand und eines Tages zurückkehren würde”, erzählte Doktor Jackson, der somit seine Kenntnisse weitergab, die er sich in der Angelegenheit angeeignet hatte.
Währenddessen tat Sam zwei Dinge, nämlich Daniel zuhören und die Technologie verstehen, mit der Artus in diesen Schlafzustand gehalten wurde.
“So. Ich habe es. Doktor Curie, halten sie sich und ihr Team bereit! Okay, auf drei! Dann hole ich ihn aus diesem Zustand raus.”
“Verstanden, General Carter.”
“Okay. Eins. Zwei. Drei, und los!”
Kaum hatte Sam das letzte Wort ausgesprochen, da drückte sie auch schon die Tasten auf der Schalttafel. Jene leuchteten kurz gelb auf, und nachdem alle sieben betätigt worden waren, erhellte ein weiß-blaues Licht den Bereich um Artus.
Doch dann geschah etwas, mit dem niemand gerechnet hatte, denn eine weitere Person manifestierte sich quasi aus dem Nichts neben ihnen.
“Das ist ja Merlin. Aber, das ist doch unmöglich. Er hat sich doch geopfert und sein Geist war vorübergehend in mir, ehe er dann verschwand”, bemerkte Daniel Jackson erstaunt, der genauso wie Sam Carter geradezu perplex dastand. Der alte Mann schaute alle Besucher sehr genau an, musterte aufmerksam jeden einzelnen von ihnen. Sein Blick blieb bei Adriana haften, und dann entdeckte er die Ori-Zeichen bei ihrer Kleidung.
Röchelnd sank die junge Frau in die Knie, ebenso ihre beiden Kriegerinnen, die nach Luft rangen.
“Stopp! Merlin, stopp!”, rief Daniel voller Sorge.
“Wieso? Weshalb soll ich sie am Leben lassen? Ich habe sogar Zweifel, was dich und die anderen angeht. Moment mal. Guinevere, Galahad? Was bedeutet das alles hier? Wo sind die anderen? Parzival, Lancelot, Gawain, Bors, Mordred,…”
“Wir sehen diesen, euren alten Freunden, einigen der Angehörigen der Tafelrunde wohl nur anscheinend sehr ähnlich. Doch wir sind von der Erde, und waren auf der Suche nach Emrys… Und ich würde mich freuen, wenn ihr diesen drei Frauen nicht weiter schaden würdet”, erwiderte Daniel.
“Sie sind aber Krieger der Ori.”
“Mag sein. Aber eine von ihnen ist meine Tochter. Lest meine Gedanken, wenn ihr mir nicht glaubt.”
Merlin lockerte den telekinetischen Griff, mit welchen er die drei Frauen festhielt, und meinte: “Wenn dies dein Wunsch ist.”
“Ja. Denn wir benötigen Hilfe, um einige unserer Freunde, die Milliarden Lichtjahre von der Milchstraße entfernt sind und auf einen anderen Schiff der Antiker, der Destiny, festsitzen”, bestätigte Daniel.
“Nun gut, es sei, wie ihr es wünscht.”
Der alte Mann löste den Griff, mit denen er die drei Frauen mit seiner Macht gehalten hatte vollends. Sofort eilten die Ärztin und die Sanitäter zu Adriana und ihren beiden Kriegerinnen, um sie medizinisch zu versorgen.
Derweil hatte sich Merlin Daniel zugewandt, der seine beide Hände nahm und den Kopf des Archäologen ergriffen hatte. Der alte Antiker schloss seine Augen, tauchte hinab in das Bewusstsein des Menschen.
Dieser Akt dauerte ungefähr eine Minute, unter dem bangen Blick von General Carter und den anderen Mitgliedern des Forschungsteams.
Mit einem: “Einfach erstaunlich und bemerkenswert!”, öffnete Merlin wieder seine Augen. Nun wusste der Antiker alles, weswegen er sich kurz darauf auch bei Adriana und ihren beiden Kriegerinnen entschuldigte. Danach erzählte Merlin, dass er sich gleichsam wie Artus in einer Art Schlaf befunden habe, doch jederzeit bereit dazu jeden Eindringling zu stellen und gegebenenfalls auch zu vernichten.
“Vermutlich steckt Morgan La Fay hinter den Ganzen. Denn, warum sollte es denn sonst noch einen zweiten Myrddin geben”, fiel Daniel ein, der aufmerksam der Erzählung des alten Antikers gelauscht hatte.
Kurz darauf erwachte auch König Artus, der allerdings nach seinem langen Schlaf sehr wacklig auf den Beinen war. Unter den wachsamen Augen von Merlin, leistete das medizinische Team um Doktor Curie die notwendige Hilfe, damit sich der Zustand des Patienten stabilisierte.
“Ja, dies ist ein machtvoller Ort und auch tiefer Spiritualität, Daniel. Von mir erschaffen, damit Artus sich erholen könne”, bestätigte Merlin, dem die Blicke von Adriana auffielen, die sie dem König zuwarf. Denn die Tochter der Orici und des SG-Team-Mitglieds hatte sich in jenen verliebt. Der Antiker hielt nicht sehr viel davon, denn es lag eine Menge Arbeit vor ihnen, da es ihm darum ging, die Macht von ihrer Mutter Adria zu brechen.
Odyssee
Folge 5.12 - “Auf Messers Schneide, Teil 1”
Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. Phoenix, Brücke
Von dem, was sich in der Milchstraße sowie den anderen Galaxien, wo sich SG-Teams und ihre Alliierten aufhielten, ereignete wusste die Crew um General Cameron Mitchell nichts. Denn der derzeitige Kommandeur der Phoenix hatte eine absolute Funkstille angeordnet.
Immer mehr Informationen wurden nach und nach über die Nazis und ihre Truppen gesammelt. Auf die kürzlich gemachten Luftaufnahmen der Hauptstadt des Feindes, machte zuallererst Teal’c aufmerksam.
“Mitchell.”
“Was ist los, Großer?”
“Diese Architektur hier, im Stadtkern, weicht von allen Bauwerken, die es sonst auf diesen Planeten hier gibt, massiv ab. Es ist viel zu filigran und somit ein sehr starker Kontrast zu den anderen eher pompösen Bauwerken in dessen Umgebung”, lautete die Antwort des Jaffa. “Es muss also daher Shangri-La sein!”, fügte Teal’c nach wenigen Sekunden dann hinzu.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Nach wie vor waren die Menschen des blauen Planeten mit dem Wiederaufbau der vielen zerstörten Regionen beschäftigt um die Schäden zu beseitigen, die durch den harten Kampf gegen die Goa’uld und ihre fanatischen zahlreichen Anhänger entstanden waren. Dabei konnten die UN und das IOA nicht verhindern, dass es zu vielfachen Gewalttaten und Übergriffen gegen die Anhänger der ehemaligen und falschen Götter, insbesondere durch die Gläubigen der Orici, gab.
Ausgerechnet Adria war vor wenigen Minuten mit einer Flotte im Erdorbit aufgetaucht, die allen verkündete, dass durch ihre eigene von heldengesegnete Flotte unter dem Befehl ihrer einzigen Tochter die Goa’uld vernichtet worden seien. Sie hielt aber damit zurück, was sie mit den, durch ihre Tochter Adriana, gefangenen Ba’al vorhatte.
Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. Phoenix, Besprechungsraum
Auf einem Bildschirm tauchten immer wieder neue und detailliertere Aufnahmen auf, wie auch von Shangri-La, welches man in seinen Ausmaßen hatte endlich genauer identifizieren können. Dafür hatten zum Glück auch die vielen Unterlagen beigetragen, die Doktor Daniel Jackson einst zusammengestellt und zur Verfügung gestellt hatte, bevor er mit General Samantha Carter auf die Suche nach Emrys gegangen war. Darum saß General Mitchell zusammen mit Teal’c und den Offizieren seines Stabes an einem Tisch, denn man machte sich an die Arbeit, wie man am besten gegen die Nazis vorgehen sollte. Denn das Ziel war es ja, diesen menschenrechten verachtenden Feind, die so wichtige Stadt Shangri-La zu entreißen.
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Colonial One
Im persönlichen Abteil des Vizepräsidenten fand abermals eine wichtige Versammlung statt, denn auf der Galactica traute er sich zunächst, obwohl er auch dort zahlreiche Anhänger hatte. Dennoch stand er mit ihnen im Kontakt, wie mit den anderen auch. Auf diese Weise versuchte Tom Zarek Stimmung gegen die Politik von Laura Roslin und gegen William Adama zu machen, denn es sollte Unmut in der Flotte geschürt werden, die ihm im Wahlkampf und im Zwölferrat helfen sollte.
“…wir wissen alle, wie schwer es ist - doch wir benötigen noch mehr Unterstützung, weil wir auch das Militär auf unserer Seite brauchen”, erklärte Vizepräsident Zarek, dem bewusst war, wie sehr Admiral Adama bei vielen nach wie vor angesehen war, und dies würde sich noch steigern, wenn die Mission der Pegasus erfolgreich sein sollte. Daher musste er sich mit seiner Kampagne beeilen.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum
Die neuen Informationen machten General O’Neill nachdenklich, denn das Fehlen einiger Warlords innerhalb der Luzianischen Allianz, hatte für ein gewisses, nicht unbedeutendes Machtvakuum innerhalb dieser Organisation gesorgt. Gerade eben hatte ihn die Nachricht erreicht, dass sich Emrys auf den Weg zur Erde befand, außerdem bestand immer noch Funkstille zur Phoenix.
Deswegen erwog Jack daher sofort die George Hammond zur Unterstützung zu Cameron zu entsenden, sobald Emrys sicher auf der Erde oder dem Mars gelandet sei.
Was den Leiter des Homeworld Command aber am meisten beunruhigte war, dass sich nach wie vor viele Schiffe der Orici im Orbit der Erde befanden, weswegen er keines der Schiffe der eigenen Flotte entbehren konnte.
Andromeda-Galaxie
Battlestar Pegasus, CIC
Erst vor kurzem waren die Erkundungsraptor gestartet, doch Commander Lee Adama hatte bereits seiner Crew mitgeteilt, dass sie bald in den nächsten Sektor aufbrechen würden.
“Mehrfacher DRADIS-Kontakt!”, warnte Lieutenant Hoshi.
“Sofort zu den Notfallko…!”, begann Commander Adama, doch er wurde unterbrochen.
“Das sind keine Zylonen, Apollo! Es sind mehrere koloniale zivile Schiffe, die sich in Begleitung von einigen Kampfsternen befinden!”, meldete Dee.
Diese Meldung wurde sofort überprüft. Wenige Minuten später hatte man endlich die erlösende Gewissheit, man war auf die von Commander Samuel O’Hara kommandierte Battlestar Nyx sowie zwei weitere Kampfsterne und die dazugehörige Flotte, bestehend aus sieben zivilen Schiffen gestoßen.
Milchstraße
Perseus-Arm, Drachennebel
U.S.S. George Hammond
Kaum war General Samantha Carter an Bord ihres Schiffes zurückgekehrt, da wurde sie auch schon vom Homeworld Command kontaktiert, und von Lieutenant General Jack O’Neill damit beauftragt worden, General Cameron Mitchell gegen die Nazis zu helfen.
“Was ist mit Emrys, kann denn jemand für uns diese Stadt zur Erde fliegen, Carter?”
“Daniel meinte, dass es am Ende in der Entscheidung von Merlin und Artus liegt. Wobei die beiden sehr entschlossen sein sollen, Adria endgültig zu vernichten, falls dies nötig sein sollte. Doch dies will Adriana, die ihre Mutter trotz deren Fehlern liebt, natürlich verhindern will. Sie wollen uns aber zunächst gegen die Nazis helfen, wobei Merlin die George Hammond und die Phoenix eine Tarnfunktion installieren will, wie es schon einst der andere Merlin mit der Odyssey getan hat.”
“Hört sich gut an.”
“Und noch etwas ganz Wichtiges, General. Wir benötigen für die Mission zur Destiny Shangri-La möglichst unbeschädigt. Denn diese Stadt besitzt eine gewisse Struktur in Form spezieller Kristalle, die für das Erreichen der Destiny enorm wichtig sind… ich höre gerade, dass Artus uns Emrys zur Erde fliegen wird.”
“Hat er Sie wirklich für Guinevere gehalten?”
“Ja. Und Daniel für Galahad. Wie damals als wir nach dem Sangreal gesucht hatten.”
“Ich erinnere mich dunkel an diese Stelle im Missionsbericht. Nun ja… Wie auch immer, dadurch dass immer noch Funkstille zur Phoenix besteht, sollten sie sich beeilen, um Mitchell zu helfen. Also los!”
“Ja, Sir.”
Emrys, Stuhlraum
Voller Argwohn beobachtete Merlin abermals, wie Adriana, die sich doch allen Ernstes tatsächlich in seinen Schützling verliebt hatte, sich eben mit diesen König Artus unterhielt.
“Artus.”
“Ja, Myrddin.”
“Es ist an der Zeit. Ich habe die Informationen bereits eingegeben. Damit Ihr nicht allein seid, werden noch einige Leute von der Mannschaft von General Carter sich an Bord beamen, die bei der Bedienung von Emrys helfen werden. Und nun zu Dir, Adriana: Wir werden uns noch einmal unterhalten, wenn ich von meiner Mission zurückgekehrt bin!”
“Wie Ihr wünscht”, bestätigte die Tochter der Orici, die sich kurz ehrfürchtig vor dem alten Antiker verneigte, obwohl er eigentlich zu ihren Todfeinden gehören müsste.
“General Carter, ich bin bereit an Bord ihres Schiffes transferiert zu werden”, erklärte Merlin, der den anderen Anwesenden im Stuhlraum noch einmal kurz zunickte. Kurz darauf wurde er auch schon vom Transportstrahl erfasst, der ihn an Bord der George Hammond holen würde.
Hyperraum
U.S.S. George Hammond, Brücke
Während er an den betreffenden Systemen des Erdschiffes arbeitete, fragte Merlin: “Erzähle mir mehr von den Nazis und ihren Verbrechen, Galahad.”
“Ähm, mein Name ist Daniel Jackson, Meister Myrddin”, korrigierte der Archäologe mit einem leichten Lächeln im Gesicht, der dann alles berichtete, was er wusste.
Die Miene des Antikers wurde beim Zuhören zusehends immer besorgter, denn er kannte ja sehr gut das Potenzial und die Bedeutung von Shangri-La.
Hyperraum
Emrys, Stuhlraum
Seit dem Start aus dem Drachennebel war Artus nicht allein, denn Adriana hielt sich stets in seiner Nähe auf. Eigentlich wäre der König auf dem Planeten Camelot, wie einst vor vielen Jahrhunderten vorhergesagt, zurückgekehrt, doch er hielt sich an die Weisung von Myrddin.
Auf Emyrs befanden sich seit dem Start gerade einmal drei Dutzend Menschen. Mehr waren auch nicht nötig, um das kleine Stadtraumschiff der Antiker in das Zielsystem zu fliegen. Nach einem kurzen hin und her, hatten sich Rya’c und Kar’yn dazu entschieden ebenfalls mitzufliegen, da sie so einiges über die Technologie von Emrys aus erster Hand lernen wollten. Dies lag auch daran, weil Kar’yn ein Kind erwartete, und die beiden Erdschiffe vermutlich nicht ohne Gefechte gegen die Nazis bleiben würden.
Ori-Galaxie
Unbekannter Planet
Seit seiner Gefangennahme war Ba’al ständig streng bewacht worden. Seine Zelle war kalt und aus seiner Sicht auch ziemlich muffig, kurz gesagt eines Gottes unwürdig. Niemand kam auch näher als fünf Meter an die Gitterstäbe an ihn heran. Seine Mahlzeiten schwebten zu dem Goa’uld, was jedes Mal an einem Prior lag, der seine Kräfte dabei einsetzte.
“Ich könnte durchaus eine Decke gebrauchen!”, rief Ba’al laut, dem allmählich der starke mangelnde Komfort seiner Zelle gegen den Strich ging.
´Wieso bin ich nicht Geschäftsmann auf der Erde geworden, hätte eine Partei gegründet und mich zum Staatsoberhaupt wählen lassen?’, grübelte der wohl allerletzte Systemlord der Goa’uld verdrossen fragend vor sich hin.
Dann verspürte Ba’al den Windhauch, sah das Leuchten und Adria manifestierte sich in seiner Zelle, die ihn kritisch musterte, und aufzeigte, dass sie seine Gedanken gelesen hatte, weil sie: “Die Chance ist vertan!”, sagte.
Eine lange Zeit schien verstrichen zu sein, dann fragte Ba’al schließlich: “Wieso tötest Du mich dann nicht endlich?”
“Das fragst Du auch noch. Ich will Dich leiden lassen. Leiden lassen als Ausgleich für die Qualen, die Du mir zugefügt hast…”
“Ohne meine Intervention wärst Du nie aufgestiegen. Also verdankst du es meiner Tat, dass du so mächtig geworden bist.”
“Ach ja. Was weist Du schon?”
“Ich bin ein Gott.”
“Du lebst nur noch, weil ich dein Wissen will! Du verbirgst noch so Manches vor mir, Ba‘al. Noch.”
“So ist das also. Also sterbe ich doch bald…”
“Gut möglich”, erklärte Adria lächelnd, die kurz darauf wieder verschwand.
Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. Phoenix, Brücke
Immer wieder musste General Mitchell die derzeitige Position seines Schiffes korrigieren lassen, um nicht von den Patrouillen der Nazis entdeckt zu werden.
“Sir. Eine Kriegerin der Vampire möchte sie sprechen, General.”
“Okay, Sergeant. Sie sind Liana, richtig?”
“Ja, General Mitchell. Ich bin hier, um Ihnen einen Vorschlag von Ratsmitglied Lacmus zu unterbreiten.”
“Ich höre!”
“Sie könnten einige von uns oder auch nur mich auf den Planeten dieser Nazis bringen. Dort könnten wir durch das Trinken vom Blut von ihnen in Erfahrung bringen, was sie planen und über welche Stärke sie verfügen.”
“Ist ziemlich riskant”, erwiderte Cameron, der zwar an mehr und damit detailliertere Informationen interessiert war, aber eine Leiche des Feindes mit rätselhaften Bissspuren am Hals würde für einen erhöhten Alarmstatus auf dem Planeten führen.
Als hätte Liana die Fähigkeit seine Gedanken zu lesen, entgegnete die Vampirin daher umgehend: “Ich würde sehr, sehr vorsichtig vorgehen und die entsprechende Person eventuell spurlos verschwinden lassen, oder gar entführen und zu Ihnen bringen, für weitere Verhöre hier an Bord.”
“Dann benötigen wir einen Puddle Jumper samt einer wagemutigen Besatzung, die dorthin fliegt, auf dem Planeten landet, die Informationen sammelt und dann hier an Bord zurückkehrt.”
“So ist es, in der Tat, Brigadier General Cameron Mitchell”, bestätigte Liana.
Eine Pause entstand, denn der Befehlshaber der Mission musste verständlicherweise erst einmal über den Vorschlag nachdenken.
Nach einer gewissen Zeit boten dann auch noch zwei der vier Mutanten an Bord des Schiffes ebenfalls ihre Teilnahme an der Mission auf dem Planeten an.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum
“Sir. Wir haben eine Übertragung erhalten. Daraus geht hervor, dass Emrys in etwa einer halben Stunde den Hyperraum zwischen der Erde und dem Mars verlassen wird.”
“So schnell.”
“Ja, General. Es gibt dort drei volle ZPM’, die somit für volle Leistung und Entfaltung des Potentials dieser Stadt sorgen konnten.”
Darauf war Jack O’Neill natürlich sehr erfreut, der aber dann noch erfuhr, dass sich auch unter anderem die Tochter der Orici an Bord von Emrys befand, und auch mit einer erneuten Rückkehr derselbigen zur Erde wohl schon ehr bald zu rechnen sei.
Andromeda-Galaxie
Zylonisches Imperium
Heimatkolonie
Dass sich die Ehefrau von Colonel Saul Tigh als Zylonin entpuppt hatte, hatte unter den anderen Zylonenmodelle, mit Ausnahme der Einser-Modelle, für teils sehr heftige Spekulationen gesorgt. Somit geriet Gaius Baltar, der sich mehr oder weniger nach wie vor in Gefangenschaft bei der künstlichen Lebensformen befand, immer mehr unter Druck sich zu erinnern, denn er hatte einst den berüchtigten Zylonendetektor entwickelt.
Eine Zylonin, eine Drei, hatte nach einer Herunterladung in einen neuem Körper das Gefühl bekommen, ganz nahe an Gott gerückt worden zu sein. Diese verhielt sich seitdem zunehmend sehr geheimnisvoll, was auch Baltar auffiel, der sich fragte, ob er nicht auch ein Zylon sei.
Dies schien sich auch auf die Zenturios und Jäger zu übertragen, die zunehmend die Befehle zum Angriff auf vermeintliche menschliche Ziele zu verweigern schienen.
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base, Konferenzraum
Kurz nachdem Emrys im Orbit des Mars eingetroffen war, tauchte, wie es schon O’Neill geahnt hatte, Adria auf. Die Orici teilte allen Anwesenden kurz und knapp mit, dass die Goa’uld ausgelöscht worden seien.
Artus und Adria musterten sich bei ihrer ersten Begegnung sehr genau. Der Orici fiel es dann auf, ihre Tochter schien dem König von Camelot nicht von der Seite weichen zu wollen.
“Seid ihr beide etwa ein Paar?”, fragte Adria schließlich.
Kurz darauf bestätigte Adriana, dass sie in Artus verliebt sei, wovon ihre Mutter als auch der Antiker Myrddin nicht wirklich viel zu halten schienen.
Als Artus und Adria für einen Moment kurz alleine standen, warnte der König von Camelot eindringlich: “Ein Fehler von Euch, und Merlin sowie ich werde nicht zögern, um Deinem Treiben für immer ein Ende zu bereiten!”
Daraufhin schaute die Orici den König nur noch mit einem eiskalten Blick an, während sie auch schon darüber nachsann, wie die beiden dies denn wohl anstellen wollten.
Odyssee
Folge 5.13 - “Auf Messers Schneide, Teil 2”
Zwischenebene
Das schon seit geraumer Zeit umherirrende Bewusstsein suchte sich immer noch mit allmählich höchster werdender Dringlichkeit einen neuen geeigneten Körper. Zuerst natürlich in der Andromeda-Galaxie, wo nämlich sein alter Körper getötet und zerstört worden war, ehe es sich dann auf den Weg in die Milchstraße gemacht hatte.
Aber auch dort war es abermals nicht fündig geworden.
Doch dann erreichte es schließlich dann doch noch sein Ziel. Es war kurz darauf in eine der kleineren Begleitgalaxien der Milchstraße angekommen, wo es endlich dann doch noch fand, wonach es so lange Zeit gesucht hatte, nämlich einen passenden Charakter voller Machtgier und Rücksichtslosigkeit…
Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
Thule, Kontinent Lanassa
Hauptstadt Germania
In einer weiteren großen abschließenden Sitzung des gesamten einberufenen Offiziersstabes wurde vom Führer aller Nazis, bekanntgegeben, dass sich schon bereits seit einiger Zeit der Großteil der bereitstehenden Angriffsflotte auf dem Weg zur Erde befand.
Doch kurz darauf wurde das jüngste Verhalten von der Enkelin des Führers der Nazis durch einige Offiziere aus seinem engsten Umfeld abermals bemängelt. Denn es ging um das Verhalten von Barbara Hitler, der es gegen jeglicher ihrer ideologischen Überzeugung gelungen war, einen Vertrag mit den Freiheitskämpfern auszuhandeln.
“…ich fasse es erneut kurz zusammen: Meine Schwester ist durch ihren Alleingang eine Verräterin und muss umgehend inhaftiert, angeklagt, verurteilt und gerichtet werden. Je schneller, desto besser!”, ereiferte sich Barbarossa Hitler, der seit einigen Tagen schon noch um einiges entschlossener wirkte als sonst schon.
“Ihr meint also, sie hinzurichten.”
“Ganz genau. Sie hat ein gefährliches, schwaches Gedankengut in unserem arischen Volk verteilt, was so schnell wie nur möglich aufgehalten werden muss! Sie gefährdet dadurch, mit ihren Vertrag, mit diesen Untermenschen, unsere Vormachtstellung und die Herrschaft über diese Galaxie, des Universums, die letztendlich nur uns zusteht, sobald wir all unsere Feinde ausgelöscht haben!”
“Wir müssten dann aber auch sehr viele unserer Soldatinnen und Soldaten beseitigen, da Barbara bei jenen nach wie vor sehr beliebt ist. Also ist dieses Vorgehen, ohne einer Anklage und dem damit verbundenen Prozess nicht gerade sinnvoll”, entgegnete Arminius Hilter, dessen Vater und Sohn des Führers.
“Stimmt. Sie hat durch ihre Verhandlungen für eine gewisse stabile Ruhe auf diesen Planeten gesorgt, die uns in die Lage gebracht haben uns endlich unserem eigentlichen Ziel zuzuwenden”, bestätigte der Führer der Nazis, der aber den Standpunkt seines Enkelsohnes auch nachvollziehen konnte und dennoch strikt ablehnte.
Damit war trotzdem die Debatte unter allen Offizieren entfacht worden, wie man gegen diese Schwäche, wie es Barbarossa Hitler bezeichnet hatte, am Besten und entschieden vorgegangen werden sollte.
Eine Stunde später wurde vom Führer der Nazis diese weitere Sitzung für beendet erklärt, nachdem er einige weitere diktatorische Anordnungen erlassen hatte.
Jumper 2
Getarnt überflog mittlerweile ein Puddle Jumper schon seit etwa einer halben Stunde die Hauptstadt der Nazis. Die Besatzung bestand aus jeweils zwei Piloten, Mutanten, Marines und der Vampirin Liana. Eine noch größere Gruppe wollte General Cameron Mitchell nicht auf diese gefährliche Mission schicken.
“Dort sieht es nach einem guten Landeplatz aus!”
“Stimmt. Sehr wenig Betrieb in diesen Stadtteil, obwohl es hier so einige Baracken gibt, Lieutenant Anderson”, bestätigte Captain Greenburg, der dann den Befehl zur Landung erteilte.
Dort wartete man noch bis zum Einbruch der Nacht, damit Liana sich im Schutz der Dunkelheit auf den Weg machen und von den beiden Mutanten, die aus der Schule von Professor Xavier stammten, bei ihren Einsatz gedeckt werden konnte.
Reichspalast
Mit zufriedener Miene verließ Barbarossa Hitler den Wohnbereich seines Vaters, wie auch schon das des Führers, seines Großvaters, eine Stunde zuvor. Er musste sich nun sehr beeilen, daher suchte er so schnell sowie unverdächtig wie nur möglich den Wohnbereich seiner Schwester auf.
Schnell bemerkte er, dass er sich die ganze Eile hatte sparen können, denn Barbara Hitler kehrte jetzt erst vollkommen erschöpft von einem weiteren Übungsmanöver ihrer Einheit, die sie selber kommandierte, heim. Müde wie Barbara nun einmal war, verzichtete sie darauf sich umzuziehen, stattdessen fiel sie auf ihr Bett nieder um zu schlafen.
Kaserne 1
Kriemhild Krein seufzte, da sie den Befehl erhalten hatte, in der Kaserne verbleiben zu müssen. Die Soldatin und Unteroffizierin der SS hatte ihren Einwand erhoben, mit der Begründung, ja die Adjutantin von Barbara Hitler zu sein, und somit das Recht sowie die Pflicht habe ihre Vorgesetzte immer zu begleiten. Zumindest lag dieser Stützpunkt genau neben dem Reichspalast sowie Shangri-La. Sie konnte nicht ahnen, dass es vom Bruder ihrer besten Freundin so geplant worden war.
Gerade eben war sie noch unterwegs, da sie noch ein wenig draußen sein wollte, obwohl ihre Füße heute schon viele Kilometer unterwegs gewesen waren. Kriemhild schaute nach oben zu dem Fenster, wo Barbara ihre Wohnung im Reichspalast hatte. Gerade eben war das Licht erloschen.
Unvermittelt wurde die Nazi-Soldatin plötzlich mit aller Gewalt von hinten gepackt. Es war Liana, die ihren Hals nur leicht nach hinten bog und dann, wie schon bei einen anderen Soldaten der Kaserne hineinbiss, um etwas von ihrem Blut zu trinken. Deren Kameraden hatte sie aber komplett ausgesaugt, da sie der brennenden Versuchung, endlich einmal frisches und warmes Blut direkt von einem Menschen trinken zu können, einfach nicht widerstehen konnte. Doch ihr Ziel war es aber nun, Kriemhild nur bewusstlos zu machen, damit sie diese Frau an Bord des wartenden Puddle Jumpers für den geplanten Transfer auf die Phoenix bringen konnte.
Die Gegenwehr der Nazi-Soldatin und deren Körper erschlafften schließlich spürbar. Darauf hatte die Vampirprinzessin Liana nur gewartet, die dann ihr vom hohen Blutverlust geschwächtes Opfer mit großer Leichtigkeit ungesehen davontragen konnte.
Reichspalast
Wohnbereich Barbara Hitlers
Schlafzimmer
Sie nahm nur den kleinen Lufthauch war, der davon herrührte, dass ihr Bruder sich in ihre Wohnung geschlichen hatte.
Sehr schläfrig und leicht benommen öffnete Barbara ihre Augen, und murmelte: “Was ist denn los, Barbarossa?”
Während sie blinzelnd noch ihre Augen öffnete, erkannte sie mit großen Schrecken den schon mit Blut verschmierten Dolch, den ihr Bruder mit beiden Händen über ihre Brust hielt. Schlagartig war sie nun wach und konnte sich gerade noch zur Seite rollen, während Barbarossa schon zustieß.
Doch er traf nur die Matratze des Bettes. Gleichzeitig stürzte Barbara vom Bett runter, rappelte sich schnell wieder auf, rannte dann so schnell sie nur konnte zum Geheimgang. Ihr Bruder eilte fluchend hinter ihr her. Doch der Zugang zum Geheimgang war von seiner Schwester bereits erfolgreich blockiert worden, die durch das Gangsystem mittlerweile ihre Flucht fortsetzte.
Orbit von Thule
U.S.S. Phoenix, Krankenstation
Sofort nach der Ankunft des Jumpers wurde Kriemhild Krein, wegen ihres Zustandes auf die Krankenstation gebracht. Dort hatten sich auch General Mitchell und Teal’c sowie ein Teil des Einsatzteams, darunter natürlich auch Liana, eingefunden.
Die Vampirin erstattete umgehend Bericht.
“Sie haben was getan?”, fragte Cameron bei nahe schreiend.
“Ich konnte mich leider nicht beherrschen. Es tut mir leid. Um alle Spuren zu verwischen, haben wir außerdem noch den Leichnam des Nazi-Soldaten mitgebracht, damit ihre Ärzte ihn untersuchen können”, erklärte die Kriegerin der Vampire.
“Äh, hoffentlich wird er nicht wieder als wütender Vampir munter”, brummte daraufhin Cameron.
“Dies wird nicht passieren, weil ich ihn vollkommen ausgesaugt habe. Doch bei der Frau, die ich gebissen und die wir dann hierher mitgebracht haben, ihr sollten sie sofort einige Medikamente verabreichen, die eine potentielle Metamorphose verhindern werden.”
“Na schön. Sie helfen den Ärzten dabei! Doch wir müssen zunächst einmal in einen sicheren Sektor, um die Erde zu warnen! Denn das, was sie mir erzählt haben, gefällt mir nicht, Liana.”
“In der Tat, Mitchell”, bestätigte Teal’c.
Thule, Kontinent Lanassa
Hauptstadt Germania
Reichspalast
Hektisch rannten seit einigen Stunden schon viele Soldaten der SS durch das gesamte Gebäude. Denn Barbarossa Hitler hatte, angetrieben von seiner Gier nach der absoluten Macht sowie unter dem Einfluss von dem Bewusstsein von Darius, nicht nur den Führer Karl Magnus Hitler, seinen eigenen Großvater, sondern auch seinen eigenen Vater, nämlich Arminius Hitler, ermordet. Dafür hatte er einen Dolch seiner Schwester verwendet, den er Tage zuvor, unbemerkt hatte entwenden können. Somit konnte er diese widerwärtige Bluttat, Barbara letztendlich in die Schuhe schieben. Eigentlich hatte er ja auch vorgehabt mit dieser Waffe auch seine Schwester zu töten, und zwar so, dass es entweder wie ein Selbstmord aussah oder er sie nach einer Verfolgung oder einen Duell selber getötet hätte. Doch da unerwarteterweise seine Schwester entkommen war, musste er schnell seinen Plan ändern, daher präsentierte er dem Stab aller Offiziere die blutige Waffe: “…daher besteht kein Zweifel, sie hat auch versucht mich zu ermorden, doch konnte ich mich erfolgreich wehren, wobei sie ihren Dolch verloren hatte. Ich als neuer Führer aller Nationalsozialisten befehle hiermit: Sobald jemand Barbara Hitler erblickt, ist sie sofort augenblicklich zu erschießen, weil sie extrem gefährlich ist!”
Kaserne 1
Derweil war es Barbara Hitler gelungen sich unbemerkt in die Kaserne einzuschleichen, doch fand sie keine Spur ihrer Freundin.
“Du hast sie also auch ermordet und spurlos verschwinden lassen”, vermutete die Frau flüsternd, der bewusst wurde, dass sie sofort ihre loyalsten Anhänger aufsuchen musste, wenn sie überleben und entkommen wollte. Diese gehörten alle zu einem liberalen Flügel, den sie selber anführte.
Andromeda-Galaxie
Pegasus-Flotte
Battlestar Pegasus, CIC
Durch die Hilfe der anderen Schiffe der anderen Kolonialen Flüchtlingsflotte, die man glücklicherweise getroffen hatte, war die Crew von Commander Lee Adama in der Lage ein größeres Gebiet abzusuchen.
“Der letzte Raptor ist soeben zurückgekehrt, Commander”, meldete Lieutenant Hoshi, “bislang keine Spur von einer weiteren Flüchtlingsflotte. Dafür hat die Besatzung ein paar Aufnahmen gemacht, welche sie sich ansehen sollten, Sir.”
“Empfangen wir eine Übertragung?”
“Läuft noch, Sir”, antwortete Anastasia Dualla, der XO der Pegasus.
Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.N.S. Gondwana, Brücke < > Atlantis, Kontrollraum
“Wir können die Vermutungen bestätigen, dass sich die Wraith neu formiert haben. Somit ist unsere Guerilla-Taktik zu riskant geworden, Mister Woolsey.”
“Danke, Colonel Le Havre. Kehren Sie zurück nach Atlantis!”
“Sind schon unterwegs und werden morgen wieder bei ihnen sein, Sir.”
“In Ordnung.”
Andromeda-Galaxie
Pegasus-Flotte
Battlestar Pegasus, Taktikraum
“Die Zylonen haben wohl keinerlei Notiz von uns genommen, Commander. Sie haben sich gegenseitig in diesem Nebel eine Zeitlang bekriegt, dann brachen sie den Kampf ab und verschwanden, weil wohl keine der Seiten Aussichten auf einen Erfolg hatte.”
“Danke, Lieutenant. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Wir sollten diese wichtige Information sehr schnell Admiral Adama mitteilen. Und das werden Sie übernehmen, während wir weitersuchen!”
“Verstanden, Commander.”
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Aufenthaltsraum
In der Crew des Kampfsternes rumorte es, wie auch in der übrigen Flotte. Eine gewisse Anzahl von Piloten, Marines, Deckhelfern und Mechanikern hatte sich erneut getroffen. Alle waren sich einig, dass Vizepräsident Zarek Recht hatte, weil Admiral Adama auf die Zylonin Sharon Satterfield hörte und somit die Sicherheit der Menschen gefährdete.
“Wir müssen etwas unternehmen”, meinte einer der Deckhelfer.
Daraufhin erklärte eine Raptorpilotin: “Ja, und was bitteschön?”
“Wir könnten das Kommando der Galactica übernehmen. Doch dies wäre dann eindeutig Meuterei”, sagte ein Viperpilot, der einst CAG auf der Pegasus gewesen war.
“Hm. Wir sollten uns vorher mit dem Vizepräsidenten beraten, damit wir koordiniert in der gesamten Flotte etwas unternehmen”, riet einer der Marines hingegen, was Zustimmung nicht nur beim ehemaligen CAG der Pegasus, sondern auch der Mehrheit der anderen im Raum fand.
Electra-Flotte
Battlestar Thetis, Teamquartier
Da wiederholt technische Probleme bei einigen Schiffen, auch bei Kampfsternen aufgetreten waren, wurde von den Flüchtlingen der 12 Kolonien von Kobol entschieden kein Schiff zu entbehren, sondern stattdessen die Konstruktionspläne zu übersenden.
Diese lagen auf dem Tisch im Quartier meines Teams, wo wir seit langer Zeit wohnten.
Verdutzt schaute ich mich um, denn ich war nicht der einzige, der seine Sachen packte.
“Tja, du wirst mich nicht los, Wolfrino”, erklärte Leutnant Jessica Schneider, “denn mein Befehl lautet ja, auf dich aufzupassen.”
“He, wo bleibt ihr denn?”
“Sie kommen auch mit?”
“Klar. Da sollen ja eine Menge Nazis mit ihren Raumschiffen unterwegs zur Erde sein. Die Gelegenheit endlich mal Faschisten zu killen, möchte ich nicht verpassen. Und unsere israelische Kameradin Esther Bernstein will auch mit, damit sie einige Familienmitglieder rächen kann, die von den Faschisten ermordet wurden”, antwortete Natalia Adamov, die bereits mit ihren großen fertig gepackten Rucksack und Seesack vor der Luke stand.
Milchstraße
Sol-System
Erde, Homeworld Command
Als Magneto alias Erik Lehnsherr gehört hatte, was da auf die Erde zukam, hatte er sofort seine komplette Hilfe angeboten.
“Ich habe mit den Nazis noch eine Rechnung offen, General O’Neill. Ich denke, dass Sie es verstehen werden.”
“Da ich es verstehen kann, und es ihnen wohl nicht ausreden kann und über jede Hilfe dankbar bin, bin ich froh, dass sie hier sind, Mister Lehnsherr. Wraith, Nazis, Vampire. Bin ich froh, wenn das alles Mal eines Tages endgültig vorbei ist, und ich endlich in den für wahr wohlverdienten Ruhestand gehen kann.”
Die letzten beiden Sätze murmelte Jack kaum hörbar vor sich hin, denn Magneto hatte sein Büro noch nicht verlassen.
Andromeda-Galaxie
Electra-Flotte
Ilion, Stargate-Raum
Bevor wir allerdings das Stargate nutzen konnten, traf zunächst weiteres Personal von der Erde aus ein. Ungefähr 50 Personen, darunter Militärs, Wissenschaftler, Techniker und medizinisches Personal traten auf Ilion ihren Dienst an.
Außer den drei Lieutenants Adamov, Bernstein und Schneider sowie mir, hatten sich noch 12 weitere Personen im Stargate-Raum von der Antiker-Stadt Ilion eingefunden, die ebenfalls mit zur Erde reisen würden. Nämlich Doktor Benjamin David Rosenthal, Sergeant Simeon Hamovic aus Israel, Lieutenant Commander Zhu Shen, Lieutenant Zhuang Wu, und Sub-Lieutenant Shuang Li von der Marine der Volksrepublik China, außerdem noch die beiden Doktoren Ji Xiao, eine Archäologin, und Xi-Wang Jin eine Medizinerin und Linguistin, die zwei russischen Luftwaffen-Lieutenants Peter Kalinov und Sanitäter Jurij Kanchleskov, von der Bundesrepublik Deutschland Feldwebel und Sanitäterin Sarah Schneider von der Deutschen Luftwaffe sowie die beiden Privates Claire Wilson und Rick Custer, zwei Marines der US Army.
Miss Xiaoyi Shen, die Leiterin der Andromeda-Expedition sowie Kommandantin von Ilion ließ es sich nicht nehmen uns persönlich zu verabschieden: “Es war mir eine besondere Ehre mit ihnen allen zusammenzuarbeiten. Auch würde ich mich sehr darüber freuen, am liebsten wieder mit ihnen allen mal wieder gemeinsam zu arbeiten. Und jetzt beeilen sie sich, da wir noch weitere Verstärkung, Material und Vorräte in der nächsten Stunde von der Erde erwarten!”
Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
Thule, Kontinent Lanassa
Zu einem Gebirgszug, nahe der Nazihauptstadt Germania, hatte sich die mittlerweile leicht geschrumpfte Gruppe von Soldatinnen und Soldaten um Barbara Hitler sowie den meisten, der noch überlebenden Rebellen von und mit Tara, erfolgreich vorgekämpft. Aber noch waren sie eine große Streitmacht, die wirksam angreifen und sich auch gegen Widersacher verteidigen konnte.
Ihr Ziel war der Stützpunkt, in welchen sich das bislang noch inaktive Stargate befand. Durch jenes wollten sie aber fliehen, um der unberechenbaren mörderischen Entschlossenheit von Barbarossa Hitler, dem neuen Führer aller Nazis zu entkommen.
Hektisch gab Barbara, die als einzige Informationen über die Funktion des Sternentores besaß, die Koordinaten ein. Alle anderen hatten sich verschanzt oder suchten hinter irgendetwas ausreichende Deckung. Endlich waren sie in Sicherheit. Für einige Zeit zumindest, denn die schweren Stahltore hatten den Zugang zum Kernstück dieser Basis vorerst verschlossen.
Der Boden erbebte stark, während sich der innere Ring des Stargates bewegte. Eine weitere schwere Erschütterung ließ den Untergrund und die gesamte Basis stark erzittern, als sich dann erfolgreich der Ereignishorizont bildete.
“Und jetzt, alle los! Geht durch das antike Portal! Die Streitmacht meines Bruders wird vermutlich schon in Kürze den Zugang zu diesem Bereich gewaltsam wieder geöffnet haben! Also los!”, schrie Barbara allen zu, die loyal zu Tara und ihr hielten.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, O’Neills Büro
“Guten Tag, Miss Yashida. Darf ich Ihnen etwas anbieten?”
“Yukio und ich würden uns über einen Tee freuen, General O’Neill”, antwortete Mariko.
“Kommt sofort. Sie wollen also einige Verbesserungsvorschläge vorlegen, die unsere Schiffe besser schützen sollen, sowie die Missionsbeteiligung und Unterstützung ihres Unternehmens in Bezug zur Destiny.”
“So ist es. Ich habe diese Präsentation vorbereitet. Einmal in digitaler Form und einmal in der altbewährten Papierform. Hier bitte.”
“Danke. Was gibt es denn so dringendes, Daniel?”
“Hallo, Jack. Miss Yashida. Yukio. Ich habe meine Nachforschungen beendet, was die Nazis angeht, die…”
“Kann das nicht noch ein wenig warten? Denn dieser Termin hier ist enorm wichtig!”
“Okay. Tut mir leid wegen der Störung. Ich komme dann später wieder.”
Es dauerte etwa eine Viertelstunde, dann hatte Jack O’Neill genug von der Präsentation gesehen und entschied die Entwürfe den zuständigen Verantwortlichen zukommen zu lassen. Danach gab er Mariko Yashida einen kurzen aber dafür übersichtlichen Überblick über den aktuellen Stand des Stargate-Programms.
“…ist es wirklich so beunruhigend?”
“Leider ja. Wir hoffen dennoch, dass es uns dadurch gelingt Shangri-La den Nazis wegzunehmen und in Sicherheit zu bringen. Denn immerhin habe ich die besten Leute auf diese Mission geschickt. Kann also nur klappen. Sie erwähnten noch eine Verbesserung.”
“Ja. Es geht darum die beste, aktuellste und modernste Technologie zur Destiny und ihrer Besatzung zu schaffen, die derzeit verfügbar ist.”
Die drei unterhielten sich noch einige Minuten, bis das Smartphone Mariko Yashida daran erinnerte, dass schon in Kürze der nächste Termin wahrgenommen werden sollte.
Kaum waren die beiden Japanerinnen aus dem Büro von Jack O’Neill heraus, da trat auch schon Daniel Jackson durch die Tür.
“Hast du etwa die ganze Zeit gewartet, Daniel?”
“Beinahe. Habe mich nur schnell erkundigt, wann Miss Yashida ihren nächsten Termin hat. Habe daher die Zeit sinnvoll in der Cafeteria verbracht und hier nur fünf Minuten gewartet. Und mein Bericht dauert nicht lange, Jack.”
“Gut. Dann fang mal an!”
Ohne viel Zeit zu verlieren, begann der Archäologe zu erzählen, nämlich dass die Nazis und ihre nahestehenden Verbündeten den Plan gefasst hatten die Erde zu verlassen. Dabei war Doktor Jackson auf Meldedaten gestoßen, die ihm offenbart hatten wie viele in etwa verschwunden waren.
“…das sind ganz schön viele Menschen, die da verschwunden sind.”
“Ja. Darunter sehr viele Verschleppte und Gefangene. Und diese Flotte, die sich auf uns zu bewegt, wird in den nächsten zwei Wochen hier eintreffen. Es sind relativ kleine Objekte, aber sehr viele.”
“Ich weiß. Rund 1000.”
“Das schaffen wir nicht. Doch, Daniel. Unsere Schiffe sind allesamt wieder so gut wie bereit. Aber nichts desto trotz, werden wir Mu und Emrys verlegen, damit sie nicht zu Schaden kommen. Sam und Cameron werden den Nazis an der anderen Front in den Hintern treten, und wir erledigen hier in unserem Sonnensystem diese Rassisten und ihre Flotte.”
“Also, erst schießen und später Fragen stellen.”
“Du hast es erfasst. Später, falls noch wer übrig sein sollte, stellen wir ein paar Fragen. Aber wir werden mit diesen verbrecherischen Leuten und Abschaum der Menschheit auch nicht nur eine Sekunde verhandeln!”
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Auf dem gesamten alten kolonialen Kriegsschiff, welches schon seit dem ersten Krieg vor rund vierzig Jahren gegen die Zylonen im Dienst ist, herrschte reges Treiben. Eigentlich nichts Ungewöhnliches auf dem ersten Blick. Doch viele hatten sich bewaffnet, und nicht alle waren Angehörige des Kolonialen Militärs.
Der Aufstand innerhalb der Flotte hatte also begonnen.
Sektion für Sektion des Schiffes schien in der Tat kampflos an die Meuterer, die ihre Absprache mit Vizepräsident Zarek getroffen und dessen Rückendeckung hatten, zu fallen. Was daran lag, dass ja niemand mit Waffengewalt auf einen befreundeten Kameraden vorgehen wollte.
Doch ihr Vordringen wurde schließlich gestoppt, denn Captain Kara Thrace hatte das CIC und somit Admiral William Adama über besorgniserregende Entwicklungen informiert. Sämtliche Einheiten der Marines sowie Viper- und Raptorpiloten, die zum aktiven Stab der Galactica hielten, hatten sich taktisch zurückgezogen. Aber nicht nur in den Korridoren zum Gefechtsstand herrschte große Anspannung, sondern auch in der Umgebung des Admirals, der wie sein XO wachsam das Umfeld beobachteten.
“Hier ist Adama!”
“Admiral Adama, hier spricht ihr Präsident. Ich teile Ihnen hiermit mit, dass sich Laura Roslin in Gewahrsam befindet…”
“Sie gehen zu weit, Tom! Lassen Sie den Unsinn!”
“Es ist zu spät. Meine Leute kontrollieren den Großteil der Flotte…”
“Nicht für lange, dies kann ich Ihnen versprechen!”
“Treten Sie von ihren Posten zurück!”, verlangte Tom Zarek, der ergänzte, dass er nicht auf Blutvergießen aus war, sondern für einen Systemwechsel.
“Sie haben eine Meuterei auf meinem Schiff begünstigt, die in wenigen Minuten schon zu Ende sein wird. Und danach werde ich mit ihnen abrechnen, Tom!”
“Legen Sie die Waffe weg, Admiral!”, forderte eine bekannte Stimme.
Adama drehte sich gelassen um, nur um Gaeta mit grimmiger Miene anzuschauen, der ebenfalls, wie noch einige andere Leute im CIC, zu den Meuterern gehörte. Doch es waren zu wenige. Denn die Leute des Admirals waren hier in der deutlichen Überzahl.
“Ah. Ich nehme an, dass sie der neue Admiral werden sollen. Habe ich da Recht, Mister Gaeta?”, fragte Adama mit gelassener Stimme, der seine Enttäuschung gut verbergen konnte, aber dennoch weiterhin grimmig dreinschaute.
“Ich will Sie nicht erschießen müssen, Sir”, versicherte Felix Gaeta.
Voller Sorge trat einer der Unteroffiziere zwischen Adama und Gaeta. Vor Schreck zog der Taktikoffizier den Abzug seiner Waffe durch, worauf der junge Mann zu Boden ging. Kurz darauf fiel ein weiterer Schuss, dieses Mal abgefeuert von Sam T. Anders, und Lieutenant Gaeta schrie voller Pein getroffen auf. Denn der Ehemann von Starbuck hatte durch den Schuss sein rechtes Bein im Kniebereich schwer verletzt.
Dies führte sogleich zu einem Schusswechsel auf den Korridoren vor und zum Combat Information Center.
Doch bevor es zu weiteren schweren Verlusten kommen konnte, tauchte ein Raptor eines verlorenen geglaubten Battlestars auf dem DRADIS auf. Sofort befahl Karl C. Agathon das Gespräch auf Lautsprecher zu stellen, damit alle es an Bord hören konnten.
Der Aufstand in der Flotte, die von der Galactica geschützt wurde, ging dadurch gerade noch rechtzeitig zu Ende. Die Nachricht, die der Raptor der Battlestar Nyx mitteilte, dass es nämlich noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden gab, ließ Tom Zarek sehr schlecht aussehen, der sich deswegen sehr schnell in einer Zelle der Brig auf der Galactica wiederfand, anstatt in einem gemütlichen Quartier auf der Colonial One.
