[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#36
Odyssee
Folge 5.14 - “Präventivschlag”

Unbekannte Galaxie
Unbekannter Planet

Kurz nach unserer Ankunft bemerkten wir sofort, dass etwas überhaupt nicht stimmte, denn wir waren nämlich nicht wie eigentlich geplant und erwartet gewesen war im riesigen Torraum der Stargate Command Base auf dem Mars gelandet, sondern ganz woanders. Aber nicht nur das, denn ohne sich zunächst abzuschalten und sich dann abermals erneut zu öffnen, passierte sofort eine weitere, eine größere Gruppe kurz nach uns das Stargate auf diesem uns vollkommen unbekannten Planeten.

Instinktiv nahmen alle, bis auf mich, in unseren Team ihre Waffen hoch, da wir auch erkannt hatten, dass sich durch die schwarzen Uniformen viele Nazis unter den Neuankömmlingen waren, die offenbar beinahe rund 100 Gefangene mit sich führten.
Ein Umstand, der dazu führte, dass wir ohne Warnung natürlich sofort zum Angriff gegen diesen Feind der Menschheit übergingen.

Da ich als einer der letzten in unserem Team das Sternentor passiert hatte, genügte nur ein kurzer Sprint meinerseits zu den ersten Gegnern, die dann sehr schnell zu Opfern meiner Adamantium-Krallen wurden. Wunden, die mir zugefügt wurden, verheilten nach nur wenigen Sekunden komplett ohne Narben zu hinterlassen aus.

Alle anderen aus meinem Team, ausgenommen natürlich die Zivilisten, die ohne jegliche Kampferfahrung waren, feuerten auch aus der Bewegung heraus sofort auf die Nazis, während sie die nächstmögliche Deckung suchten. Die Wissenschaftler in unserem Team hasteten, angeführt von Doktor Benjamin David Rosenthal, zunächst hinter eine nahe Gesteinsformation aus mehreren großen herumliegenden Felsen, die eine hervorragende und leicht zu haltende Stellung bot. Erst dort machten die Wissenschaftler dann ihre Waffen, die sie bei sich führten bereit um sich ebenfalls zu verteidigen.

Für die immer noch eintreffenden Nazis gab es, natürlich zum großen Glück für uns, keinerlei große Möglichkeiten in eine sichere Deckung zu gehen. Es gab nur ein paar größere Steine, Baumstümpfe und die Erhebung, auf welcher das Stargate platziert war, welches ihnen etwas Schutz bot.

Schließlich, etwa fünf Sekunden nachdem offenbar die Letzten den Ereignishorizont passiert und diesen Planeten betreten hatten, schaltete sich das Sternentor, mit einem heftigen Knallgeräusch und einem grellem Energieblitz, der in eine Metallkiste gefahren war, die die Nazis mitgebracht hatten, schlagartig ab.

Für einige Sekunden wurde deswegen der Kampf unterbrochen, weil alle wegen dieses vollkommen unerwarteten starken und vor allem natürlich absolut ohrenbetäubenden Geräusches erschrocken zusammengefahren waren.

Für meine sehr scharfen Sinne war es nicht besonders angenehm, weshalb ich auch einen wütenden Schrei von mir gab, ebenfalls in einer Position still verharrte und nur den Kopf schüttelte.

Es verging etwas mehr als eine Minute, dann wurde aber auch schon wieder erbittert weitergekämpft.

Doch nicht mehr für lange, denn schließlich nach wenigen Minuten rief schon jemand, es handelte sich dabei ganz eindeutig um eine weibliche Stimme: „Nein! Bitte nicht mehr schießen! Wir ergeben uns bedingungslos! Wir kommen doch eigentlich in friedlicher Absicht! Außerdem sind wir auf der Flucht!“

Es war offenbar die Anführerin dieser Nazis, die sofort als Erste alle ihre Waffen als Zeichen der Unterwerfung zu Boden fallen ließ, während sie kurz darauf rufend mit erhobenen Händen vorgetreten war.

Dies führte dazu, dass das Feuergefecht erneut abrupt endete.

Doch ich war noch inmitten einer sehr schnellen Bewegung, weswegen ich in derselben Sekunde nur denkbar knapp innehalten konnte. Sofort fielen eine Nazi-Soldatin und auch ein Nazi-Soldat, die direkt vor mir standen in Ohmacht beziehungsweise verloren das Bewusstsein, weil meine Krallen schon ihre Kleidung durchdrungen und auch, wenn auch nur denkbar knapp in ihre Körper eingedrungen waren.

Sogleich trat eine kräftige weitere junge Frau neben die Anführerin der Nazis, die aber keine Uniform der Nazis trug, sondern ganz normale eine bürgerliche beziehungsweise bäuerliche Kleidung, und bestätigte umgehend: „Sie sagt die Wahrheit! Ich bin Tara, Anführerin der Rebellen, die auf unserer Welt gegen die Nazis kämpft!“

Der ranghöchste Militärangehörige in unserem Team von der chinesischen Marine, Lieutenant Commander Zhu Shen, trat flankiert von Private Rick Custer und mir etwas weiter nach vorn, und sprach: „Dann legt sofort all eure Waffen nieder, sonst schießen wir wieder auf euch Faschisten!“
„In Ordnung, aber bitte tötet uns nicht weiter! Kameradinnen und Kameraden, legt sofort all euere Waffen nieder! Das ist ein Befehl! Eine erste Frage habe ich: Sind wir hier auf der Erde?“, rief Obersturmbannführer Barbara Hitler mit lauter Stimme uns zu.
„Nein, das hier ist nicht die Erde! Und hättet ihr es wirklich versucht durch unser Stargate zugelangen, wäret ihr kläglich gescheitert und dabei allesamt verreckt!“, knurrte ich mit noch immer ausgefahrenen Krallen.

Nach wenigen Minuten schon, hatten sich tatsächlich alle Nazis all ihrer Waffen entledigt und hielten immer noch zitternd ihre Hände hoch erhoben, denn nun waren sie unser Gnade komplett ausgeliefert.

Tara bemerkte abermals: „Dies alles ist vollkommen überflüssig, man kann dieser Frau hier wirklich vertrauen, auch wenn sie eine Nazi-Soldatin ist. Sie hatte etwas mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten unter ihren Befehl als wir uns versammelt hatten, und ich selber hatte ebenfalls über 100 Kämpferinnen und Kämpfer unter meinem Befehl, um uns gegen die Truppen ihres Bruders zur Wehr zu setzen und den Stützpunkt einzunehmen, wo sich das Tor zum Himmel…“

„Pah!“, machte Lieutenant Esther Bernstein mit einem verächtlichen Schnauben.
Und auch Doktor Benjamin David Rosenthal widersprach und ordnete an: „Sofort all diese Faschisten fesseln! Das sagen Sie mal meinem Volk, das von diesen Verbrechern in nur wenigen Jahren unfassbares Leid erfahren musste! Die verwundeten Nazis müssen Sie und ihre Leute versorgen, Tara, denn wir werden für Versorgung dieser Nazis keinen Finger rühren!“
„Sie sind Jude?“, fragte die Kommandantin der Nazis erstaunt, nachdem Rosenthal geendet hatte.
„Ja. Die beiden hier ebenfalls“, bestätigte der israelische ehemalige Mossad-Agent sofort, der dabei auf Lieutenant Bernstein und Sergeant Hamovic deutete.

„Und, wer sind Sie?“, fragte Doktor Xi-Wang Jin, die chinesische Linguistin und Ärztin, interessiert.

Wegen dieser Frage, die ja hatte kommen müssen, schluckte die Befragte schlagartig, da sie die heftige Reaktion darauf fürchtete. Doch schließlich antwortete die SS-Offizierin: „Ich bin Obersturmbannführer Barbara Hitler, und ich…“
Kaum hatte sie aber ihren Namen gesagt, war Esther mit ihrer gezogenen Pistole auch schon bei ihr, warf die Anführerin der Nazis mit aller Kraft auf den Boden und schimpfte: „Du verfluchte Nazi-Bitch!“, während sie der Gefangenen die Waffe an den Kopf hielt.
„Bitte bringt mich nicht um, denn ihr braucht mich, um meinen machtgierigen Bruder aufzuhalten und zu besiegen“, bat Barbara flehend voller Angst, die jederzeit mit den Schuss rechnen musste, welcher sie töten würde.



Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Besprechungsraum

Mehrere Stunden waren seit der geplanten Ankunft des Teams, das von Ilion erwartet worden war, vergangen. Keine konkrete Spur gab es, bis auf eine zwischenzeitliche Funktionsstörung des Stargates im Torraum.
Aufgrund dessen hatte man die Hilfe von Doktor Rodney McKay und dessen Schwester Jeannie Miller angefordert, da man sich sicher war, dass nur einer von ihnen oder alle beide dieses Rätsel lösen konnten. Das Rätsel zu entschlüsseln, wo das vermisste Team letztendlich gelandet war.

Die beiden überragenden Wissenschaftler hatten, anhand der vorliegenden Daten, gerade eben ihre ersten Theorien erklärt.

„…natürlich müssen wir uns erst einmal die Speicher dieses Stargates hier auf der Basis und des Stargates von Ilion ansehen“, erklärte Rodney am Ende, nachdem seine Schwester schon etwas gesagt hatte. Der Grund dafür war, dass er vermutlich immer das letzte Wort haben musste.

Danach machten sich die beiden auf den Weg zum Torraum, um durch das Sternentor nach Ilion zu reisen.



Unbekannte Galaxie
Unbekannter Planet

Stunden waren vergangen. Und immer noch, nur mit großer Mühe konnte sich die israelische Soldatin beherrschen, weil sie nur allzu gerne die Nachfahrin, eines der verhassesten Männer der Geschichte der Menschheit, am liebsten sofort erschossen hätte.

„Wir wären nicht besser, wenn wir das tun würden, Esther. Immerhin haben sie sich alle ohne weiteren Widerstand in unsere Gewalt begeben“, beschwichtigte Doktor Rosenthal, in dem es ebenfalls brodelte, wie in uns allen anderen.
„Ja. Haben sie. Mir jucken aber die Krallen“, knurrte ich leise warnend, „denn macht einer von diesen verfluchten Faschisten hier auch nur einen kleinen Fehler, hält mich niemand zurück!“
Lieutenant Esther Bernstein ergänzte: „Genau. Mich hält dann auch niemand zurück, Wolfrino!“

„Versuchen wir mal besser erst einmal herauszufinden, wo wir hier überhaupt gelandet sind. Ah, die Sonne geht wohl bald unter, dann bleibt das Wetter hoffentlich so wie jetzt, wolkenlos“, murmelte Rosenthal, der bereits seine technische Ausrüstung auszupacken begann. Er tat es, um sich abzulenken und für alle einen Weg zurück zur Erde zu finden.



Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. George Hammond, Besprechungsraum

Nach der Rückkehr eines weiteren Aufklärungsjumpers traf General Cameron Mitchell an Bord ein, nachdem er die Phoenix ebenfalls mit einer Tarnvorrichtung durch Myrddin hatte aufrüsten lassen. Nur so hatte er mit seinem Schiff die momentane Position verlassen können.

Gemeinsam konnten die beiden sich daran machen einen Plan auszuarbeiten, der den Nazis nicht nur eine finale schwere Niederlage beibringen sollte, sondern zudem besonders den Verlust von Shangri-La.

„Und was machen wir dann? Alle Atombomben abwerfen, die wir an Bord haben?“, seufzte General Samantha Carter zum Ende der Lagebesprechung hin.
„Eher nicht, denn auf dieser Welt leben Menschen, die die Freiheit lieben und von den Nazis unterdrückt werden. Daher sollten wir vielmehr dafür sorgen, dass sie nicht mehr zu interstellaren Reisen fähig sind. Auch könnten wir das Sternentor von hier wegbringen“, riet hingegen Teal‘c.
„Nein! Das dürft ihr uns nicht antun!“, protestierte die in Hand- und Fußfesseln gefesselte Nazi-Soldatin Kriemhild Krein, die ebenfalls anwesend war und sich nach medizinischer Versorgung mittlerweile einigermaßen von dem Kräfteraubenden Angriff durch die Vampirin Liana erholt hatte.
„Ach, nein, und wieso nicht?“, entgegnete Samantha Carter, „Wir könnten auch einfach alle Nazis auf ein bestimmtes Gebiet zusammentreiben und für immer mit Hilfe einer großen Explosion auslöschen, nachdem wir alle anderen Menschen, die ihr unterdrückt und gequält habt, zuvor in Sicherheit gebracht haben!“
„Was ist…, und… was ist, wenn… ich euch… helfe? Verschont ihr dann mein Leben und die Leben derer, die auf der Seite meiner Freundin und mir waren?“

„Freundin?“, sprach Teal‘c verwundert.

Daraufhin antwortete Liana, die durch die Aufnahme des Blutes ihres Opfers auch deren tiefste Geheimnisse kannte: „Sie ist lesbisch.“
„Oh!“, machte Sam erstaunt. „Gut, dann gib uns umgehend die nötigen Informationen, die den Erfolg dieser Mission garantieren! Dann verschonen wir Leben, aber nur diejenigen, die keinen Widerstand gegen uns leistet!“
„In Ordnung.“

„General Carter! Auf dem Planeten gab es im Gebiet, wo sich auf einem Nazi-Stützpunkt das Stargate befindet, vor schon mehreren Stunden eine sehr heftige militärische Auseinandersetzung. Myrddin meinte dazu, dass es dabei einen akuten Energieanstieg innerhalb des Tores gab. Der Grund war wohl eine Spannungsspitze in irgendwelchen Gena-irgendwas…“, meldete ein Offizier, der von der Brücke herbeigeeilt kam.
„Barbara“, schluckte Kriemhild erschrocken, die sofort Angst um ihre mehr als nur geliebte Freundin bekam.



Unbekannte Galaxie
Unbekannter Planet

Da Doktor Rosenthal auch so einiges an historischen Materialien auf seiner Festplatte hatte, hatte er kurz darauf die Kommandantin der Nazis sowie einige andere ihrer Begleiter dazu gezwungen es sich anzusehen. Schon nach wenigen Minuten wurde nicht nur Barbara übel von den gesehenen Bildern, die die begangenen fürchterlichen und menschenverachtenden Verbrechen der Nazis, während ihrer 12-jährigen Herrschaft über den Großteil Europas auf der Erde, zeigten. Sie rannte schnell in eine Ecke, um sich zu übergeben, davor rief sie noch: „Das ist doch nicht wahr! Diese Bilder!…“

„Ah, der Nazi-Bitch ist übel…“, bemerkte Sergeant Hamovic mit grimmigem Blick dazu nur bloß. Dann rief er auffordernd: „Komm sofort zurück, es geht nämlich noch weiter, mit der Wahrheit über euch Faschisten und euren abscheulichen Verbrechen!“

Schließlich war es dunkel geworden, was es endlich ermöglichte in etwa die ungefähre Position im Universum zu ermitteln. Aber dafür müssten einige Sternkonstellationen und andere kosmische Objekte gut erkennbar und identifizierbar sein.



Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Astrophysiklabor

Gerade eben erst waren Jeannie und Rodney von ihrer Reise nach Ilion zurückgekehrt, doch schon fiel es ihnen auf, und die Frau sagte: „Es muss noch ein drittes Stargate in diesen Vorfall involviert sein.“
„Ja. Das wollte ich auch gerade sagen. Aber wo? Ansonsten bleibt das Team verschollen, wenn mir nichts einfällt…“
„He, Meredith, ich bin auch noch da!“
„Schön, dass du mich daran erinnerst. Können wir jetzt endlich mal weitermachen?“


Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

„General O‘Neill, Sir. Die Pallas und die Abydos, die beiden ersten Schiffe der neuen
BC-306-Generation, sind soeben im Orbit eingetroffen. Zudem sind Mu und Emrys in Sicherheit! Und König Artus ist in der Begleitung von SG-24 nach Camelot aufgebrochen“, berichtete Captain Lauren Perry, in der sich seit ungefähr schon drei Tagen nicht mehr Egeria befand. Denn die Königin der Tok‘ra hatte erst kürzlich endlich eine neue Wirtin gefunden, die die Heilkräfte eines Symbionten dringend nötig hatte, um wieder gesund zu werden.

„Das sind gute Nachrichten. Danke, Perry“, nickte Jack, als eine wichtige Nachricht über Sub-Raum von Sam einging, während er sich noch einmal die Aufstellung der Schiffe ansah, über die die Erde sowie willige Verbündete verfügten.



Sagittarius-Galaxie
Unbekannter Planet

Anhand seiner Berechnungen und Vergleiche war Doktor Rosenthal überzeugt davon, dass wir uns alle in der Saggitarius-Galaxie und somit auch auf einem uns noch bislang unbekannten Planeten befanden. Dadurch waren wir aber dennoch zum Glück in der Lage die exakte Stargate-Adresse zu bestimmen, um wieder zur Erde zu gelangen. Vorausgesetzt man könnte irgendwie das Stargate wieder in Gang bringen.

„Was machen wir mit den Gefangenen? Den Nazis? Wir wollen die doch nicht etwa alle mitnehmen?“, zischte jemand aufgeregt.
„Es sind noch 142 Nazis übrig, von denen 56 verwundet sind. Wir haben insgesamt 49 von den Nazis getötet. Wir haben 75 von den anderen Leuten, die zu Kommandantin Tara gehören bei uns, aber auch in ihren Reihen gibt es etwa ein Dutzend Verletzte“, meldete Lieutenant Adamov, die auch kein wirklich großes Interesse daran hatte, die Nazis mitzunehmen.

Derweil versuchte Rosenthal zum fünften Mal eine Verbindung zu schaffen, dann murmelte er: „Das ist nicht gut. Ich nehme an, dass irgendetwas an der Mechanik oder in der Steuerung am oder im Stargate oder dem DHD selbst defekt ist.“
„Soll das etwa heißen, dass wir mit dem größten Abschaum der Menschheit für immer hier festsitzen?“, fragte Lieutenant Commander Shen erschrocken. Dann fasste er den Entschluss: „Ich weiß nicht, wie lange es dauert, und wie weit man in der SGCB bereits ist um uns zu helfen, aber ich will eine Aufstellung unserer Vorräte, und zwar so schnell wie nur möglich! Sub-Lieutenant Shuang Li, dies ist dann ihre Aufgabe!“
„Jawohl, Sir.“
„Je nachdem, wie viele Vorräte wir haben, lege ich fest, was wir mit den Gefangenen machen werden“, brummte der ranghöchste Offizier unseres Teams.



Große Magellansche Wolke
Tarantelnebel
U.S.S. George Hammond, Brücke

Der Schlachtplan war endlich fertig ausgearbeitet, und man hoffte, dass wenn es stimmte, was Kriemhild Krein und der Aufklärungsjumper berichtet hatten, schien sich gerade ein heftiger Bürgerkrieg zwischen den beiden Lagern unter den Nazis auf Thule zu entwickeln. In diese Auseinandersetzung mischten sich dann auch noch die Rebellen ein, die sich gegen die Unterdrückung durch die Nazis erhoben.

Aber der Einsatz war dadurch schwieriger geworden, da man noch in den Stützpunkt mit dem Stargate von den Nazis eindringen musste, weil dort wichtige Daten in den Kristallen gespeichert waren, die allerdings dringend benötigt wurden, um das als verschollene geltende Team wiederzufinden. Es ging also nicht mehr allein nur darum, endlich die lang gesuchte Antikerstadt Shangri-La aus der Gewalt der Nazis zu bergen.


Orbit von Thule
U.S.S. George Hammond & U.S.S. Phoenix

Getarnt näherten sich die beiden Schlachtschiffe dem neuen Heimatplaneten der Nazis, der sich seit der Flucht von Barbara Hitler im Aufruhr befand.
Derweil war man sich aber sicher, dass alle verfügbaren Puddle Jumper, die man zur Verfügung hatte, bereits auf dem Planeten gelandet waren.

„Da startet gerade ein größeres Raumschiff von der Oberfläche des Planeten!“, meldete einer der Offiziere an Bord der Phoenix.

Durch die Panoramafenster beider Erdschiffe konnte man kurz darauf deutlich sehen, dass ein fremdes Raumschiff kurz nach dem Verlassen der Planetenatmosphäre im Hyperraum verschwand.

„Was war das eben gerade für ein Schiff, Kriemhild Krein? Es sieht so ähnlich aus, wie das Raumschiff von Ra“, sagte Teal‘c.
„Dies ist das Flaggschiff unserer Raumschiffflotte, und somit auch des Führers, der wohl jetzt höchstpersönlich unterwegs zur Erde ist, um den Großteil der Armee im Krieg gegen die Erde anzuführen“, lautete die Antwort von Untersturmführer Krein.

Zeitgleich war der Befehl zum Angriff von General Mitchell durch die Truppen der Erde, sowohl von der Luft aus als auch am Boden des Planeten erfolgt.

Cameron, der die kleine Unterhaltung mitbekommen hatte, murmelte: „Tja, nur das wir diesen Schurken zuvorkommen und uns Shangri-La holen, und damit den Nazis hier kräftig in den Hintern treten werden!“

Thule
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Hauptstadt Germania & Sternentor-Stützpunkt

Durch ihre machtvollen Energiewaffen hielten die Schlachtschiffe der Erde, durch gezielten Beschuss aus dem Orbit, den Bereich um Shangri-La von allen feindlichen Truppen frei, was es den Marines der George Hammond und der Phoenix ermöglichte, ihre eigenen Stellungen erfolgreich zu festigen und abzusichern. Somit hatten sie sehr schnell auch Brückenköpfe errichtet.

Immer mehr Panik machte sich in der Hauptstadt der Nazis und auch deren näheren Umgebung breit, denn die nach wie vor ihnen unbekannten Feinden war es offenbar sehr leicht gelungen, sämtliche ihrer Verteidigungsanlagen zu durchbrechen.

Die Truppen der Erde hatten sehr schnell ihre Stellungen bezogen, und dann mit dem Angriff auf den Feind begonnen. Unterstützt wurden sie dabei von allen verfügbaren Puddle Jumpern und F-302ern, die gezielt ihre Drohnen und Raketen auf die Stellungen der Nazis abfeuerten.

Der Angriff auf den Stützpunkt mit dem Stargate wurde von General Carter aktiv vor Ort selber geleitet, da sie als Einzige wusste, was dort getan werden musste. Eine Alternative wäre noch Myrddin gewesen, doch Sam wollte nicht unnötig dessen Leben riskieren.

„So. Das war‘s, Ma‘am!“
„Gut. Aktivieren sie jetzt den Generator für den Feldschutzschild, Captain!“, befahl General Carter, die schnell noch eine weitere Salve aus ihrer P90 abgefeuert hatte, die noch drei weiteren Nazisoldaten das Leben kostete.
„Schutzschild ist aktiviert!“
Daraufhin betätigte Sam auch schon erneut ihr Funkgerät: „Dann wird uns jetzt keiner mehr weiter stören. Major Johnson, hier General Carter, alles läuft genauso wie wir es besprochen haben, auf meinem Befehl hin sorgen Sie für einen reibungslosen Rückzug!“
„Verstanden, General.“

Shangri-La war gut gesichert, weswegen es sehr schwierig war, ohne Beschädigungen zu verursachen dort einzudringen. Durch diesen Umstand wurden zusätzliche Truppen direkt in diese Stadt der Antiker hineingebeamt. Die Nazis, die sich dort aufhielten, wurden dadurch vollkommen überrumpelt.
Die Marines von den Erdschiffen gingen gezielt vor, ermöglichten somit ihren Kameraden, die geduldig draußen warteten, den sicheren Zugang in die Stadt, die es nun galt einzunehmen und zu sichern sowie alle noch darin befindlichen Nazis auszuschalten.

Aus der Ferne sahen einige von der unterdrückten ursprünglichen Bevölkerung des Planeten dem kriegerischen Geschehen zu, während sie selber auf Germania vorrückten. Für sie stand somit fest, dass der Moment für den großen Aufstand gegen den Feind, der ihnen beinahe alles genommen hatte, gekommen war.



Sagittarius-Galaxie
Unbekannter Planet

Schon seit geraumer Zeit beratschlagte sich Doktor Rosenthal mit Lieutenant Commander Shen sowie den beiden zivilen chinesischen Wissenschaftlerinnen.

Dies blieb nicht unentdeckt, denn einige die unter ihr Kommando standen, traten schließlich an Barbara Hitler heran, und jemand meinte schließlich: „Die überlegen bestimmt, was sie mit uns machen werden, Obersturmbannführer. Die werden uns wohl alle umbringen, weil...“
„Sei sofort still!“, befahl die Kommandantin der Nazis, die aber die Sorge ihrer Leute nachvollziehen konnte.

„Gut. Wir warten ab. Aber sollten wir in ein paar Wochen nichts von unserer Flotte oder vom Homeworld Command hören, dann schicken wir den Hauptteil dieser Faschisten auf eine dieser Inseln, damit sie uns nicht stören!“, nickte Doktor Rosenthal.



Zwei Tage später
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Besprechungsraum

„So. Ich… ja, ich weiß, auch durch deine Mithilfe, Jeannie, haben wir ermittelt, wo sich das Team befindet. Und zwar hier in der kleinen Galaxie hier, namens Sagittarius. Dank der Berechnungen haben wir herausgefunden, dass das Team, welches wir planmäßig von Ilion erwartet hatten, sich in diesem Quadranten befinden muss…“
„Gut“, nickte Jack, „ich schicke eine BC-306, die U.N.S. Yin los!“
„Ich war doch noch gar nicht fertig!“, erklärte Rodney etwas beleidigt.
„Ist mir klar, doch haben wir keine Zeit zu verlieren“, erinnerte der Leiter des Homeworld Command, worauf die Schwester des Atlantis-Teammitgliedes leicht schelmisch lächeln musste, „weswegen sie alle nützlichen Informationen an den Kommandanten der Yin weiterleiten dürfen!“

Odyssee
Folge 5.15 - “Bergung”

Sagittarius-Galaxie
RM5X-P666
Nördlichster Kontinent
Festung, Ratssaal

“Wir müssen uns auf einen Angriff von den Menschen der Erde und vermutlich auch ihrer Verbündeten gefasst machen! Dies müsst ihr doch erkennen, Liliana! Denn es gibt sehr viele Menschen, die uns mit Sicherheit ausrotten wollen, weil unsere bloße Existenz sie dazu anleiten wird!”
“Arteriais, ich muss Euch und allen anderen hier in dieser Versammlung wohl erneut daran erinnern, dass wir ein Bündnis, einen Vertrag mit den Menschen geschlossen haben! Um dies zu bekräftigen, habe ich den Menschen meine geliebte Tochter sowie einige unsere besten Vertreter unseres Volkes anvertraut”, erwiderte die Fürstin und Königin aller anderen Vampire, die aber dennoch die Sorgen vieler aus ihren Volk sehr gut verstehen konnte.
“Dies ist uns sehr wohl bekannt, o Königin. Doch müssen wir uns trotzdem auch schützen dürfen! Und dies geht nur, wenn wir diese Festung wieder zudem machen, was sie einst gewesen war, nämlich eine mächtige Stadt, mit der man sogar durchs weite All reisen kann!”, erklärte Arteriais, die sich stellvertretend große Sorgen von einer Fraktion von Vampiren machte, die in letzter Zeit immer mehr Zulauf bekam. Eine Fraktion, die klar dafür war, sich für alle Fälle zu wappnen und notfalls auch die Initiative zu starten, selbst wenn man deswegen die Erde angreifen müsste.

Die Vampire im Rat entschieden am Ende des Treffens demokratisch, dass es sehr wohl eindeutig besser war, den Einwand von Arteriais am Ende stattzugeben, mit dem Ziel so schnell es nur möglich war, eine wehrhafte Armee aufzustellen sowie ihre Festung wieder in das umzuwandeln, was sie in der Vergangenheit gewesen war.
Am Schluss traf Arteriais sich noch mit den meisten anderen Vampiren aus ihrer Fraktion, denn sie wollte mit ihnen allein über einige Dinge sprechen.

“Die Tür ist nun verschlossen, meine Gebieterin.”
“Gut. Dann geh und stör uns nicht bis ich erlaube, hier wieder einzutreten!”
“Wie ihr es befiehlt.”

“So. Ich habe ich euch alle hergebeten, weil ich euch ohne Bedenken trauen kann…”
“Habt Ihr etwa einen Umsturz vor?”
“Keinen gewaltsamen, sondern einen demokratischen, vielleicht sogar eine Trennung von den anderen, die eventuell hierbleiben wollen, mein lieber Remus. Denn wir müssen uns schon sehr bald entscheiden, ob wir zur Erde wollen oder eine andere Welt, wie die der Nazis, die vor vielen Dekaden hier waren, heimsuchen wollen. Ich habe es satt so zu leben, wo es nur wenige Menschen gibt, an deren wir uns nähren können.”
“Ja, es gibt nichts über schönes, warmes frisches menschliches Blut”, stimmte eine Vampirin ihr sofort zu, die sich dabei gierig ihre Lippen und Fangzähne mit der Zunge leckte.

“So ist es, darum gilt es sehr viel zu besprechen, damit wir für solch einen Genuss sehr gut vorbereitet sind”, bestätigte Arteriais, die alle bat sich zu setzen, um mit der Runde im Verborgenen zu beginnen.



Große Magellansche Wolke
Thule
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Shangri-La, Kontrollraum

Um die laufende komplizierte Mission nicht zu gefährden, gingen die Marines der beiden Schlachtschiffe der Erde größtenteils mit voller Härte gegen die Nazis vor. Nur die Frauen, aber auch Kinder, die sich gerade dort noch aufhielten, wurden energisch und mit klaren Anordnungen in einen der Lagerräume der alten Antikerstadt zusammengetrieben, und dann unter strenger Bewachung dort drin eingesperrt.

Es dauerte etwas mehr als einen Tag bis man die wirkliche Gewissheit hatte, dass man Shangri-La endlich vollständig den Nazis entrissen hatte. Um aber mögliche irreparable Beschädigungen zu verhindern, hatte man allerdings schon sehr früh den Schutzschild der Stadt erfolgreich aktivieren können, der dann natürlich sofort die Nazis erfolgreich daran gehindert hatte, eine Vielzahl von vehementen Angriffen zur Rückeroberung Shangri-Las durchzuführen.

Zur selben Zeit konnten die George Hammond und die Phoenix vom Orbit aus erfolgreich unter anderem die vielen Raumschifffabriken der Nazis zu zerstören, um diese daran zu hindern weitere Schiffe zu bauen, die in Zukunft die Erde und andere Planeten angreifen und tyrannisieren könnten.

Mittlerweile war schließlich auch Myrrdin im Kontrollraum von Shangri-La eingetroffen, der bereits schon zuvor seine Hilfe angeboten hatte. Der alte Antiker hatte kurz vor Beginn der Umsetzung des Bergungsplanes General Carter offenbart, dass er beziehungsweise der andere Myrrdin an der Erschaffung Shangri-Las beteiligt gewesen sei, und dort auch die meisten der anderen Antiker, wie auch er selber die Ruhe und Abgeschiedenheit in den Bergen Tibets gefunden hatten, um letztendlich aufzusteigen. Daher setzte er zielgerichtet all sein umfangreiches Wissen ein, damit die Schänder dieses heiligen Ortes, wie er Zutreffenderweise die Nazis bezeichnet hatte, nie wieder ins All aufbrechen könnten.



Sagittarius-Galaxie
Unbekannter Planet

Immer noch hielt unser gesamtes Team mit aller Strenge die überlebenden Nazis in einer Höhle gefangen. Dass wir unsere Gefangenen nicht wirklich darin hindern konnten, nach einen möglichen weiteren Ausgang zu suchen, wussten natürlich alle aus unserem Team. Denn dazu hatten wir einfach zu wenig Personal.

“Ich weiß, dass ich Sie vermutlich erneut damit nerve, Lieutenant Commander Shen, doch man kann dieser Frau ein wenig mehr vertrauen als den Leuten, vor denen wir hatten fliehen müssen. Auch sollten Sie, sie und auch nicht die anderen töten“, versuchte Tara, die Kommandantin der Widerstandskämpfer es in einen weiteren Gespräch erneut.
“Sie wissen doch bestimmt selber nur zu gut, wie wir auch, dass unsere gesamten Vorräte an Nahrung, Medikamenten und vor allem Wasser begrenzt sind… Außerdem, viele von dem Planeten von dem wir kommen beziehungsweise wohin wir unterwegs gewesen waren, hatten fürchterliche Dinge durch diese Leute durchmachen müssen. Keiner wird diesen Leuten, diesen Faschisten, die wir in der Höhle dort gefangen halten, auch nur ein Stück trauen! Einige können sich gerade noch so zurückhalten, weil sie den Nazis am liebsten sofort den Hals umdrehen würden!”
“Ich werde gerne meine eignen Leute nach Wasser und Nahrungsquellen losschicken, damit zumindest einige dieser Sorgen, die Sie haben, gemindert werden.”
“Einverstanden. Aber diese Nazis bleiben in Haft!”



Milchstraße
Hyperraum
U.N.S. Yin, Kommandobrücke

Der Befehlshaber aus China hatte schon bereits einen ziemlich langen Jungfernflug hinter und auch noch vor sich.

Die Schiffe der neuen BC-306 Klasse waren etwa dreimal so lang und breit, wie die der alten 304er-Klasse. Das Design, die Technologie und die ganzen Systeme an Bord basierten aber auf die Vorgängergeneration, was die Bedienung und Kontrolle um vieles leichter und auch einfacher machte.

Anhand der Daten konnte Colonel Wang erkennen, dass sie zumindest bereits etwas mehr als die Hälfte der Strecke geschafft hatten.


Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

Kaum war General O’Neill wieder in seinem Büro gewesen, wurde er erneut gerufen.

“Ja, was gibt es?”
“Wir haben neue Erkenntnisse über die Flotte, die sich uns nähert, Sir.”
“Dann mal raus damit, Lieutenant!”
“Es sind leider schlechte Nachrichten, denn es bewegt sich noch eine zweite Flotte dahinter.”
“Super. Schon Informationen, wer es denn sein könnte?”
“Dafür sind sie leider noch zu weit weg, daher müssten wir noch warten. Doch die Yin sollte übermorgen endlich im Zielgebiet sein.”
“Wenigstens etwas. Aber es wird ungefähr eine Woche dauern bis Colonel Wang alles abgesucht hat. Das bedeutet, er könnte gerade noch rechtzeitig zurück sein, wenn hier der Tanz mit diesen faschistischen Teufeln beginnt. Ist sonst noch was? Ich habe nämlich noch einen Haufen Papierkram zu erledigen.”

Da kein Wort mehr fiel, seufzte Jack kurz, dann drehte er sich um und stieg die stählerne Treppe wieder hinauf.



Große Magellansche Wolke
Thule
Kontinent Lanassa, Großgermanien
Shangri-La, Kontrollraum

Endlich hatten es Myrrdin und Sam gemeinsam geschafft, denn Shangri-La war komplett überprüft worden, alles war somit einsatzbereit.

Nach einem kurzen Funkkontakt bestätigte Cameron, dass es zudem gelungen war alle noch übrigen Raumschifffabriken, die noch in den Bergen verborgen waren, aufzuspüren.

“…wir brauchen aber noch ungefähr drei Tage, um wirklich alle Anlagen von den Nazis zu zerstören und somit sicherzustellen, dass sie nie wieder irgendwelche Raumschiffe bauen können. Außer wir werfen ein gutes Dutzend Atombomben ab, Sam.”
“Das bedeutet aber, dass wir dadurch unzählige Kinder und Frauen töten müssten, Cam. Und dazu bin ich nicht bereit! Nicht bereit, mich nämlich auf so ein abscheuliches Niveau hinabzulassen! Wir lassen die etwa 200 Gefangenen in dieser Antikerstadt aber erst wieder frei, die wir hier in dieser Basis gemacht haben, sobald wir mit Shangri-La diesen Planeten verlassen haben! Doch sollen unsere beiden Schiffe zunächst die Angriffe auf alle militärischen Anlagen fortsetzen! General Carter, Ende!”



Sagittarius-Galaxie
Orbit und Oberfläche des unbekannten Planeten

Das geradezu laute Schreien nach Hilfe und Beistand, hatte Adria über sehr viele Gebete zu sich vernommen, doch sie konnte im Bezug auf Thule, wegen der Anwesenheit Myrrdins nichts Aktives ausrichten. Aber hier, bei dieser abgelegenen Welt könnte sie es durchaus.
Dann bemerkte sie dort einige alte Bekannte auf dem Planeten, die auch ihrer geliebten Tochter schon bereits bekannt waren und einen von ihnen ausgerechnet, verdankte jene auch noch ihr Leben.

Sie stieg hinab auf die Oberfläche des Planeten, doch ließ Adria es nicht zu, dass jemand sie wahrnehmen, geschweige denn sehen konnte. Sie erforschte sofort die Gedanken des ranghöchsten Offiziers der Menschen von der Erde. Darin las die Orici, was ihr natürlich nicht sonderlich gut gefiel, nämlich dass die meisten ihrer anwesenden Gläubigen auf eine Insel geschickt werden und ihrem Schicksal überlassen werden würden, wenn die Erde nicht innerhalb einer festgelegten Frist ein Schiff zur Rettung schicken würde.

Auf ihrem Weg hierher hatte Adria ein Schiff der Erde schemenhaft wahrnehmen können, doch es würde noch Stunden dauern bis es in dieser kleinen Galaxis eintreffen würde. Daher machte die, die sich selbst zu einer einzigwahren Göttin ernannt hatte, sich daran auch die Gedanken vieler anderer zu lesen.
Adria wurde zornig, da eine große Gruppe von denen, welchen sie eigentlich helfen wollte, sich auf den Weg gemacht hatten, um die Erde anzugreifen und dort sehr viele Menschen zu töten, die nicht so waren wie sie. Aber diese Pläne entdeckte sie nicht in diesen hier, obwohl sich die Orici eingestehen musste, dass auch das Weltbild dieser Anwesenden hier sehr radikal war. Doch hegten diese Nazis in diesen Moment zumindest keine Aggressionen mehr zur Erde, was dem unfreiwilligen Aufenthalt von Barbara, die etwas geläutert worden war, was den Freiheitskämpfern um Tara zu verdanken war, welche die junge Frau einst gefangengenommen hatten.



Große Magellansche Wolke
Thuleorbit
U.S.S. Phoenix, Brücke / Shangri-La, Kontrollraum / U.S.S. George Hammond, Brücke

Mittlerweile befand sich auch Shangri-La wieder einmal aufs Neue im Weltall. Und wie es General Samantha Carter es angekündigt hatte, wurden zuerst alle festgesetzten Nazis auf die Phoenix gebeamt. Hier waren natürlich sämtliche Sicherheitskräfte an Bord in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt worden, nachdem man zuvor einen kompletten Lagerraum geräumt hatte, um Platz zu schaffen. Doch der Aufenthalt des Feindes war kurz, denn die Nazis wurden so schnell es möglich war, wieder zurück auf den Planeten Thule gebeamt.

Im zentralen Kontrollraum von Shangri-La befand sich Myrddin, der als Antiker über die notwendige Erfahrung als auch das Wissen verfügte. Aber auch General Samantha Carter hatte sich dorthin beamen lassen, nachdem sie ihren Ersten Offizier für die Zeit des Rückfluges zur Erde das Kommando über die George Hammond übertragen hatte.

Auch Doktor Daniel Jackson ließ kurz darauf ebenfalls nach Shangri-La transferieren.

“Sam. Wir sind soweit, doch sollten wir schnell wieder hierher zurückkehren, denn hier gibt es Menschen auf den Planeten dort vor uns, die dringend unsere Hilfe im Kampf gegen die Nazis bräuchten.”
“Dann bleiben sie am besten alleine hier zurück, Cameron. Uns fehlt zwar somit ein wichtiges Schiff im Krieg gegen den Feind, doch können wir die Menschen dort unten nicht ihrem Schicksal überlassen!”
“In Ordnung, Sam. Dann guten Heimflug, und passen Sie auf sich und die anderen auf.”
“Danke, Cam.”

Kurz nachdem das Gespräch beendet worden war, verschwanden die George Hammond und Shangri-La gemeinsam im Hyperraum.



Sagittarius-Galaxie
Hyperraum < > System des unbekannten Planeten
U.N.S. Yin, Kommandobrücke

Die unerwartete Störung des Antriebes, die eines der neuesten Schiffe der Erdflotte aus dem Hyperraum fallen ließ, war natürlich das Werk der Orici Adria.

“Colonel Wang, die Sensoren zeigen einen bewohnbaren Planeten in Reichweite in diesem System an. Er liegt außerdem innerhalb des Suchgebietes, der von den Doktoren Miller und McKay errechnet worden ist.”
“Dann sehen wir uns diesen einmal genauer an, Major Vladimir!”


Oberfläche des unbekannten Planeten

Tara war entsetzt, denn einige der Soldaten der Nazis, die natürlich zwar loyal zu Barbara Hitler standen, hatten einen uns allen noch vollkommen unbekannten weiteren Ausgang aus der Höhle gefunden. Unglücklicherweise waren eben diese elf Personen, denen dies gelungen war, ausgerechnet mir während einer meiner meist einsamen Rundgänge über den Weg gelaufen. Ein Umstand, der den Entwichenen nicht wirklich gut bekommen war, denn sie hatten natürlich auch die äußerst schmerzhafte Bekanntschaft mit meinen Krallen gemacht.
Doch sie lebten noch. Noch. Denn Lieutenant Commander Shen, dem es somit endgültig genügte, ließ augenblicklich ein Exekutionskommando zusammenstellen.

“Hinknien! Kniet euch hin!”, befahl Lieutenant Esther Bernstein, die mit lauter Stimme befahl, dass sich die teils verletzten vier Männer und sieben Frauen sofort niederknien und ihre Hände auf den Kopf legen sollten.

Dann trat Sub-Lieutenant Li an seinen Vorgesetzten heran und meldete: “Wir sind soweit, Sir.“
“Gut. Ich komme. Bringen Sie diese Kommandantin der Nazis ebenfalls dorthin! Sie soll es selber sehen!”

Gerade als das Exekutionskommando den Befehl zum Anlegen erhalten hatte, flog ein Puddle Jumper über unsere Köpfe hinweg.

“Nein! Sie müssen all diese Hinrichtungen umgehend stoppen, bitte”, flehte daraufhin daher Barbara Hitler.

“Tja. Da habt ihr Faschisten offensichtlich noch einmal Glück gehabt! Aber auch nur, weil Wolfrino sich bei eurem Aufgreifen zurückgehalten hat!”, brummte Sergeant Hamovic, der kurz darauf äußerst widerwillig seine Waffe gesichert hatte als die schnelle Anordnung kam, sofort die angesetzten Hinrichtungen der aufgegriffenen Nazis vorerst zu stoppen.


Hyperraum
U.N.S. Yin, Besprechungsraum

Colonel Wang war nicht allein mit dem unguten Gefühl feindliche Truppen an Bord zu haben, doch ließ ihnen die Genfer Konvention keine andere Wahl.
Man überlegte kurzzeitig die Gefangenen und auch die Rebellen um Tara, auf ihren Planeten in der Großen Magellanschen Wolke abzusetzen. Aber die Zeit war zu knapp dafür, denn sie mussten anhand der vorliegenden Informationen, die Barbara Hitler ihnen gegeben hatte, sofort zurück zur Erde. Wobei Barbara Hitler ihr Angebot einer zeitlich begrenzten Zusammenarbeit abermals erneuert hatte.

“Dies wird keine Allianz! Und wird auch keine geben!”, war alles, was Doktor Rosenthal richtigerweise dazu sagte, “Es dient lediglich nur dazu Ihren größenwahnsinnigen Bruder mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen aufzuhalten! Was hoffentlich sehr schnell geht!”
“Aber auch mein Volk will nur eines, in Frieden leben!”, versicherte sofort abermals die gefangene Kommandantin der Nazis. Sie fügte nach einer kurzen Atempause hinzu: “Jetzt, und wenn ich dann offiziell Führerin aller Nationalsozialisten bin, erkläre ich mich natürlich selbstverständlich dazu bereit, all Ihren Auflagen und Bedingungen ohne Widerworte zu entsprechen, damit mein Volk eine Zukunft hat.”

“Darüber darf ich nicht mit Ihnen verhandeln, doch wird ihre Aussage zu Protokoll genommen! Bringt diese Frau zurück zu den anderen Gefangenen!”, erklärte Colonel Wang im barschen Ton eines Militärs zum Schluss, der dann auch schon kurz darauf umgehend Kontakt zum Homeworld Command aufnahm. Denn es war seine Pflicht sofort General O’Neill zu informieren, der seinerseits das IOA, die UN als auch die Familien, der bislang vermissten Teammitglieder in Kenntnis der aktuellen Entwicklungen setzen musste.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Besprechungsraum

Die Besprechung wurde teilweise hitzig geführt, denn es gefiel keinen, doch schien sie, diese Unheilige Zusammenarbeit für eine gewisse Zeit nötig zu sein.

“…kommt natürlich darauf an, wann die Flotte der Nazis hier eintrifft. Kommen die hier an, bevor die Yin zurück ist, schießen wir solange bis kein Schiff der Nazis mehr da ist! Über andere Szenarien denken wir erst einmal gar nicht nach!”, bemerkte General Jack O’Neill trocken, für den nicht als Einziger der Fall ganz klar war, denn es ging letztendlich um das alleinige Ziel: Nämlich wieder einmal mehr der erfolgreichen Verteidigung der Erde und all ihrer Bewohner sowie der Freiheit, und zwar gegen den Abschaum der Menschheit, wie auch Morgan La Fay empfand.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 31.12.2025, 15:20

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