01.01.2026, 20:16
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.01.2026, 20:32 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 5.16 - “Obsessi et Separatus, Teil 1”
Milchstraße
Naziflotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
Der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, hatte bisher keinerlei Kenntnisse von den jüngsten Ereignissen auf Thule erhalten. Da er obendrein auch noch vom Bewusstsein des Darius, dem ihn selber nach der Gier nach immer mehr Macht gleichenden Sohn der Orici Adria besessen war, hatte er nur ein einziges Ziel vor Augen: die Erde, die es anzugreifen, zu erobern und zu unterwerfen galt.
Vor wenigen Minuten erst, war sein Flaggschiff und die dazugehörige Begleitflotte aus dem Hyperraum gekommen, um sich mit dem Hauptteil der Flotte, die bereits einige Tage zuvor voraus geflogen war, um sich zu einer gewaltigen Angriffsarmada zu vereinen.
„Mein Führer, alle Schiffe sind jetzt da, somit ist unsere Flotte vollzählig“, meldete einer der Offiziere auf der Kommandobrücke.
„Sehr gut. Gebt denn nun den Befehl an unsere gesamte Flotte zum Weiterflug zur Erde weiter!“
„Jawohl, mein Führer“, bestätigte der Offizier, der dann unverzüglich seinerseits den gegebenen Befehl schnell an alle Schiffe weiterleitete.
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum
Seit einigen Stunden schon hielt sich General Jack O‘Neill fast nur noch im Kontrollraum des Stützpunktes auf. Der Grund dafür war die Flotte der Nazis, die sich denn nun wohl allem Anschein nach kurz vor dem Angriff auf die Erde befand.
Der Leiter des Homeworld Command hatte aber auch gute Nachrichten bekommen, nämlich dass sich Shangri-La nicht mehr in den Händen des Feindes befand. Außerdem blieb die Phoenix unter dem Kommando von General Cameron Mitchell zur Unterstützung bei den freien Menschen auf dem Planeten Thule, um diesen weiterhin gegen die Nazis beizustehen.
Der Blick von Jack wanderte langsam zu dem Hologramm, das mittlerweile die strategisch aufgeteilte eigene Flotte im Orbit der Erde als auch des Mars zeigte.
Auf Grund der aktuellsten Beobachtungen und der hohen Anzahl der Feindschiffe hatte man sich sehr schnell dazu entschlossen, sämtliche verfügbaren Schiffe, darunter auch die, die sich eigentlich noch in der Endfertigung befanden, für eine weitere bevorstehende große Weltraumschlacht zusammenzuziehen.
Der Klon des Generals, Jack O‘Neill junior, befand sich schon seit einigen Tagen in der Nähe des Kontrollstuhls, der die Drohnen kontrollierte. Dies konnte der Leiter des Homeworld Command auf einen der Monitore deutlich erkennen. Doch hoffte man auf dem gesamten Planeten, dass es nicht nötig sein würde gegen diesen Feind wertvolle Ressourcen zu vergeuden. Denn rein theoretisch sollten die herkömmlichen Mittel, wie Geschosse, Raketen und Asgardenergiewaffen vollkommen genügen.
Mit den Worten: „Sir, hier sind die aktuellsten Daten“, eines Sergeant‘ wurde der General aus seinen Gedanken gerissen.
„Danke, Ferguson“, murmelte O‘Neill, der sofort das Dokument überflog.
Mars
Stargate Command Base
Auf dem gesamten Stützpunkt herrschte eine sehr hohe Alarmbereitschaft, denn man wollte und konnte sich nicht darauf verlassen, dass die sich nähernden Nazis den Mars komplett ignorieren würden.
Noch einmal frische Luft schnappend, war General Hank Landry nach oben ins Freie gegangen. Es war gerade eben erst Nacht auf diesen Teil des terraformierten Planeten geworden. Der Himmel war sternenklar, weshalb man auch sehr leicht, wenn auch nur mit etwas Übung die beiden Monde des kleinen Bruders der Erde, Phobos und Deimos, gut erkennen konnte.
Immer noch landeten zahlreiche Geschwader von F-302ern und dutzende von Puddle Jumpern, die die eigene Luftabwehr noch etwas besser verstärken sollten auf dem Flugfeld oder gar direkt in den Hangars des riesigen Stützpunktes.
Denn der Angriff schien unmittelbar bevorzustehen, denn eine Soldatin, die seit einer Stunde etwa schon auf der Suche nach den erfahrensten Offizier der Basis war, teilte Hank mit: „General Landry, Sir. Es ist soweit.“
„Gut. Ich komme gleich, Lieutenant. Doch, wenn das hier vorbei ist, gehe ich endlich in den Ruhestand! Doch zunächst, fegen wir erst einmal diesen Abschaum der Menschheit aus unseren Planetensystem!“
Sagittarius-Galaxie
Orbit von RM5X-P666
Wraith-Basisschiff, Brücke
Nach einer langen Flucht mit vielen Zwischenstopps, erreichten das Schiff und die kleine Flotte von Kreuzern der Wraith-Königin, die in einer kleinen, aber dann doch sehr heftigen Auseinandersetzung den Kürzeren gegen die neue Übermutter gezogen hatte, eine auf den ersten Blick vielversprechende Welt.
RM5X-P666
Orbit <> Kleiner Südkontinent, Hauptstadt
Als man auf der Planetenoberfläche mehrere menschliche Siedlungen entdeckt, doch aber noch kein Stargate ausgemacht hatte, wurden sofort sehr viele Jäger gestartet. Denn die Wraith witterten leichte Beute.
Die Bewohner, auch von der Hauptstadt, oben aufhorchend ihre Köpfe, denn sie vernahmen zunächst nur ein leises Sirren in der Luft, das wie ein großer aufgeschreckter Insektenschwarm klang, welcher sich ihrer Stadt näherte. Doch je näher diese Geräusche kamen, desto bedrohlicher klangen sie. Ganz vorsichtige und umsichtige Einwohner begaben sich alarmiert sofort schutzsuchend in ihre Häuser oder Hütten.
Der Legat dieses Landes, der in jener Stadt seine Residenz hatte, stand noch lange auf dem Balkon, denn er war neugierig. Aber er erschrak heftig als die kleinen Objekte, die sich seiner Stadt genähert hatten, das Feuer eröffneten, worauf einige der Bewohner ihren sicheren Aufenthaltsort verließen und hinaus auf die Straßen sowie Plätze strömten. Doch dort wurden sie mithilfe der Transportstrahlen der Wraith-Darts aufgesammelt.
Der Überfall dauerte nur eine knappe Stunde, dann stiegen die erfolgreichen Jäger wieder in den Himmel hinauf. Verschwanden in der dichten Wolkendecke.
Nördlichster Kontinent
Vampirfestung
Die ältesten der Vampire kannten die Geräusche sowie die Fluggeräte, die über die nahe gelegene Stadt und deren umliegenden kleineren Dörfer hergefallen waren.
Daher wurde eine erneute und sehr dringende Ratssitzung einberufen, in jener wurden sofort die Menschen von der Phoenix beschuldigt, den Wraith die Position dieser Welt verraten zu haben.
Liliana versuchte umgehend die stark erhitzten Gemüter aller in diesem Saal zu beruhigen, doch ihr umsichtiger Einfluss schwand in ihrem Volk, wofür der von Arteriais immer stärker wurde.
„Dafür werden wir die Menschen der Erde, und zwar insbesondere die von der Phoenix büßen lassen!“, verlangte dennoch Remus, der sich nun ebenfalls für einen baldigen Angriff zur Vergeltung auf die Heimatwelt von General Cameron Mitchell aussprach, wie von Arterias bereits vorgeschlagen worden war.
Diese besonderen Ratssitzungen der Ältesten waren absolut geschlossene Treffen, an denen nur unter klarer Einladung beigewohnt werden durfte. Zuwiderhandlungen wurden immer schwer bestraft, manchmal sogar mit dem Tode oder einer sofortigen Hinrichtung des Täters.
Eine junge Kriegerin der Vampire konnte aber nicht anders, denn sie musste stören, und rief dann mit lauter Tonlage warnend aus: „Es nähern sich feindliche Truppen und Fluggeräte unserer Residenz!“, kurz nachdem sie in den Ratssaal getreten war.
„Du wagst es uns zu stören! Die Strafe dafür ist Dir doch bekannt!“, zischte ein Ältester verärgert und aufgebracht.
Doch Liliana, die Königin der Vampire, erhob ihre linke Hand und brachte den anderen Ältesten somit zum Schweigen, dann sagte sie: „Tritt vor und berichte, Alira!“
„Ja, Gebieterin. Es tut mir wirklich sehr, sehr leid, dass ich euch unterbrechen muss und unaufgefordert hier eindringe. Also bitte ich euch untertänigst, töte mich daher bitte nicht. Ich musste es berichten, damit wir uns erfolgreich gegen diesen Feind zur Wehr setzen können.“
„Fürchte dich nicht! Denn du hast richtig gehandelt, mein Kind! Auch für alle anderen gilt: Macht euch jetzt kampfbereit!“
Die Vampire, die einst vor Jahrtausenden noch selber Menschen, zumeist vor den Wraith geflohene Antiker, gewesen waren, waren nun eben genau diesen Wraith mittlerweile glücklicherweise überlegen.
Sie konnten nach einem harten Kampf den schweren Angriff erfolgreich abwehren und die Wraith zum Rückzug zwingen, obwohl sie dabei selber einige Verluste erlitten hatten.
Orbit von RM5X-P666
Wraith-Basisschiff, Thronsaal
Die Königin dieser Wraith fauchte wütend auf, dann zischte sie den Commander, der den Angriff geleitet hatte, an: „Wie kann es sein, dass sie so schwer zu überwältigen sind? Es sind doch nur Menschen in dieser alten Festung, oder?“
„Sie sehen vielleicht so aus, doch sind sie in der Tat nur sehr schwer zu überwältigen. Außerdem wurden einige eurer Offiziere gebissen, denen das Blut ausgesaugt wurde, bevor sie zudem enthauptet wurden…“
„Das ist kein uns normales bekanntes menschliches Verhalten!“, erkannte die irritierte Wraith-Königin sofort, die mit dieser Feststellung sofort den Commander unterbrach.
„Wir müssen diese Bedrohung umgehend auslöschen, meine Königin.“
„So ist es. Richtet daher die Waffen dieses Schiffes und der Kreuzer auf diese Festung aus, und dann vernichtet diese Plage!“
„Verstanden.“
„Scheitert Ihr aber, so ist es Euer letzter Fehler!“, fauchte die Wraith warnend.
RM5X-P666
Nördlichster Kontinent
Vampirfestung, Thronsaal
Schon lange nicht mehr war es nötig gewesen, doch Liliana setzte sich instinktiv auf den alten Thron, der die Systeme der Festung kontrollieren konnte. Aber etwas stimmte nicht. Die Energieschilde ließen sich nicht aktivieren, denn die dafür benötigten Reparaturen waren immer noch nicht abgeschlossen, weshalb die Königin der Vampire noch tiefer in sich gehen musste. Denn nur so konnte sie die alten machtvollen Waffensysteme der Festung kontrollieren.
Aus den verborgenen Tunneln und Schächten der Festung, die sehr viele ihres Volkes vermutlich schon längst vergessen hatten, stiegen nach und nach mehrere Dutzende von hellen leuchtenden Punkten auf. Diese flogen im hohen Tempo nach oben.
Orbit von RM5X-P666
Wraith-Basisschiff, Quartier der Königin
Aus ihrem Fenster sah die Wraith etwas sehr Vertrautes, was aber nicht wahr sein durfte, denn dafür, dass es auf dieser Welt Antiker gab, hatte es keinerlei Anzeichen geben.
Sie fauchte voller Wut und Enttäuschung auf, denn sie musste miterleben wie die Kreuzer von den gelblich leuchtenden Drohnen bereits vernichtet worden waren, während ihr eigenes Basisschiff immer noch von den ersten Treffern heftig erzitterte, die schon bereits den Antrieb und die Waffensysteme zerstört hatten.
Es dauerte nicht mehr lange und dann explodierte auch das Hive, mit einem letzten sehr wütenden Aufschrei seiner Herrscherin.
Milchstraße
Sol-System
Die Angriffsarmada der Nazis verließ den Hyperspace zwischen dem Asteroidengürtel und dem Jupiter. Dies blieb nicht verborgen, denn auf Anordnung von General Jack O’Neill waren im gesamten Sonnensystem der Erde mehrere dutzende Staffeln von getarnten Puddle Jumpern positioniert worden.
Zum Glück befand sich der Mars derzeit auf der gegenüberliegenden Seite, womit die Angreifer nicht die dort befindlichen Streitkräfte der Erde ausmachen konnten.
Puddle Jumper 017
„Das ist ja wirklich eine große, sehr große Flotte!“, bemerkte Captain Ashley Peterson, die den Jumper flog.
„Ja. Ich starte mal die Live-Übertragung, damit General O‘Neill und sein Stab gleich sehen, was auf die Erde für eine finstere und dunkle Bedrohung zukommt“, erklärte Lieutenant Brie Toulon, die wie ihre Kameradin von der kanadischen Luftwaffe kam.
Nazi-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
Um zunächst die Schilde vor dem Angriff auf das Ziel neu aufzuladen, hatte die Flotte der Nazis den Hyperraum noch weit von der Erde entfernt verlassen. Doch dies war nicht der einzige Grund, denn der Führer der Nazis wollte zunächst nur eine kleine Flotte von Späherschiffen entsenden, die die Lage im Bereich der Erde und des Orbits des Blauen Planeten auskundschaften sollten.
„Die zehn Späherschiffe sind bereits unterwegs, mein Führer.“
„Sehr gut. Bereitet in der Zwischenzeit die Angriffsformation vor und haltet auch die Truppentransporter bereit! Und schickt erst die Schiffe in vorderster Reihe vor, auf denen die lästigen Anhänger meiner Schwester vermutet werden!“
„Zu Befehl.“
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum
Die Bilder vom Puddle Jumper 017 kamen mit einer nur sehr leichten Verzögerung auf der Erde an. Man hatte bislang genau 1000 feindliche Raumschiffe gezählt, wovon allerdings die meisten von ihnen wie übergroße Diskusscheiben aussahen, andere wenige glichen langen zigarrenförmigen Transportschiffen und ein sehr großes glich einer Pyramide, welches wohl das Flaggschiff sein musste.
Doch Jack O‘Neill war nicht gerade begeistert davon, wie sich die Angelegenheit im Allgemeinen bislang entwickelt hatte, denn man hatte die Flotte des Feindes eigentlich ganz in der Nähe der Erde erwartet. In der Erwartung den Nazis sofort zu zeigen, dass sie absolut nicht erwünscht waren. Darum überlegte der Leiter des Homeworld Command schon seit einigen Minuten sehr stark, für was eine Taktik er anwenden oder sonst tun könnte.
„Sie haben mehrere kleine Schiffe vorgeschickt, Sir.“
„Ja. Sehe ich, Captain Perry. Hm. Ah, ja. Na schön, ich habe es: Unsere gesamte Flotte soll sich umgehend bis lediglich nur auf die Challenger, die Katharina und die Korolev II zurückziehen!“
„General?“, stutzte der UN-Generalsekretär, der, wie viele andere hohe Persönlichkeiten auch, per Konferenz zugeschaltet war.
„Keine Sorge, Sir. Ich will diese überheblichen und größenwahnsinnigen Bastarde in eine schöne kleine Falle locken, die mir gerade eingefallen ist, denn die Nazis sollen glauben, dass wir nicht mehr Schiffe für unsere Verteidigung zur Verfügung haben. Die schicken gerade eine Flotte von Aufklärern, um nachzusehen was wir hier so zur Verfügung haben. Doch die werden sich wundern…“
Kurz darauf überreichte Lauren Perry Jack O‘Neill dann ein Memo, worauf der General allen dann schnell erklärte: „Das sind gute Neuigkeiten. Danke, Captain. Sehr verehrte Exzellenzen, mir wurde gerade mitgeteilt, dass eine ganze Flotte von 304ern, die noch gerade rechtzeitig einsatzbereit gemacht worden sind, Mu und Emrys schützen werden.“
Nachdem er dies gesagt hatte, konnte er die Erleichterung in den Gesichtern vieler erkennen.
Nazi-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
Doch Barbarossa Hitler hatte nicht allein das Sagen an Bord des Schiffes, welches klar erkennbar dem Pyramidenschiff von Ra glich. Eine Goa‘uld, die sich schon sehr früh von Ba‘al getrennt hatte, trat gerade eben an den Anführer aller Nazis heran, und erinnerte bestimmend und ermahnend: „Vergesst nicht unsere Abmachung!“
„Gewiss, o göttliche Aset. Meine Truppen werden tun, was sie können. Es werden schon genügend Sklaven für Euch übrigbleiben, damit ihr euer eigenes Imperium aufbauen könnt.“
„Hm. Ihr, verhaltet euch schon seit einiger Zeit sehr seltsam. Was ist der Grund?“
Der Führer der Nazis, in dem natürlich auch das Bewusstsein von Darius steckte, schwieg dazu und gab keinerlei Antwort. Dies machte die Goa´uld Aset nur noch misstrauischer, die deswegen in aller Stille bereits vorsichtshalber so einige Vorbereitungen getroffen hatte, damit sie nicht zu Schaden kam oder in einen möglichen Verrat geriet.
Erdorbit
Nazi-Späherschiffe
Die zehn kleinen Späherschiffe waren etwa halb so groß wie ein Space Shuttle, die die Erde einmal komplett umflogen, bis sie dann auf die drei Schlachtschiffe der Erde trafen.
„Das sind ja nur drei große Kriegsschiffe! Und wir haben eine gewaltige Armada!“, lachte sofort eine Nazi-Soldatin überheblich und erkennbar amüsiert auf.
„Und die tun nicht einmal etwas gegen uns. Offenbar halten sie uns nicht für eine Bedrohung“, pflichtete einer ihrer Kameraden ihr bei.
Worauf eine andere SS-Soldatin, die das Kommando innehatte, meinte: „Der Sieg ist unser! Schnell zurück zu unserem Führer und zur Flotte!“
Doch sie konnten nicht ahnen, dass dies zur Taktik von General O‘Neill gehörte, der den Feind nicht zeigen wollte, wie stark die Erde und die eignen Schiffe und wie viele es in Wirklichkeit waren.
Nazi-Flotte
Unter den Soldatinnen und Soldaten der Nazis an Bord aller Raumschiffe brach lauter Jubel aus als ihnen mitgeteilt worden war, dass nur drei Kriegsschiffe ihrer Feinde die Erde vor ihnen schützen sollten. Auf die Warnungen von der Goa‘uld Aset allerdings, wollte Barbarossa Hitler nicht eingehen, da er stur an die eigene Überlegenheit des Nationalsozialismus und seines Volkes glaubte. Doch Darius Bewusstsein regte sich in seinem Innern, welches ihn dann doch noch ein wenig vorsichtiger werden ließ.
Die Flotte der Nazis setzte auch schon kurz darauf Kurs Richtung Erde, wobei die Schiffe, auf denen Barbarossa Hitler die weiteren Anhänger seiner bereits schon tot geglaubten Schwester, Barbara vermutete, an vorderster Reihe vorausschickte.
Sein Plan war es diese drei Schlachtschiffe der Erde zu beschäftigen, während in dieser Zeit, in der die Schlacht im Orbit tobte, möglichst viele Truppentransporter zu den bereits zuvor ausgewählten Landestellen auf der Erde eine große Anzahl von Invasionstruppen bringen sollten.
Erdorbit
U.S.S. Challenger, Brücke
Durch das Panoramafenster ihres Schiffes konnte Colonel Stephanie Sobol die sich nähernde Flotte des Feindes gut erkennen.
„Mein Gott“, flüsterte sie, „dass ich das erleben muss, dass die Heerscharen der Finsternis vor unseren schönen blauen Planeten auftauchen. Schade, dass sich das Ori-Mutterschiff ebenfalls ohne Widerworte zurückgezogen hat. General O‘Neill, hier ist die Challenger. Die feindliche Flotte dürfte bei dem derzeitigen Tempo in etwa einer Minute auf Position sein.“
„Verstanden, Colonel Sobol. Ich gebe dann mal den Countdown zum Angriff an Colonel Ellis und die übrige Flotte weiter“, nickte General O‘Neill, der auf einem Monitor zu sehen war.
Die Flotte der Invasoren hatte die Position, die als Stelle für den Angriff berechnet worden war, endlich erreicht.
Exakt auf die Sekunde darauf, tauchten die vielen anderen Schlachtschiffe der Erde auf, die sofort wie die drei anderen das Feuer auf die Flotte der Nazis eröffnet hatten.
Odyssee
Folge 5.17 - “Obsessi et Separatus, Teil 2”
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Die Weltraumschlacht hatte sofort nach dem Eintreffen der übrigen Kriegsschiffe der Erde so richtig begonnen, denn diese hatten ohne zu Zögern das Feuer auf die Raumschiffe der Nazis eröffnet.
Eine gewisse Schwierigkeit hatten natürlich zunächst die Schlachtschiffe der Erde, denn sie standen anfangs einer sehr großen feindlichen Übermacht gegenüber. Aber es war schon längst Hilfe unterwegs, denn viele Geschwader der F-302er hatten die Atmosphäre der Erde bereits verlassen, um der gewaltigen Flotte der Nazis in die eine Flanke zu fallen. Dadurch verhinderten die weltraumtauglichen Jäger der Erde, dass die Feinde in die Atmosphäre der Erde ausweichen konnten, womit eigentlich nur der Rückzug ins All bleiben würde. Doch daran dachten die Nazis natürlich nicht. Zudem gab es da noch den stehenden Befehl von O‘Neill, der eindeutig gewesen war, nämlich sehr schnell dafür zu sorgen, dass die Nazis nie wieder eine weitere Chance erhalten würden, nach der Erde oder einen anderen Planeten zu greifen, wo sie eine erneute menschenverachtende Schreckensherrschaft errichten könnten.
Zu Beginn des Kampfes legten die eingesetzten Geschwader der F-302er und Puddle Jumper systematisch, zunächst mit gezieltem Beschuss, die Überlichttriebwerke der Raumschiffe von den Nazis lahm, womit eine potentielle Flucht für immer unmöglich gemacht wurde.
Nazi-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
Vollkommen unerwartet über die starke Schlagkraft und Anzahl der Schlachtschiffe der Erde, die durch die Aufklärer nicht zu erwarten gewesen war, fluchte der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, wie ein Besessener voller Frust und Zorn wütend auf: „Dafür werden sie mir schwer büßen, diese Untermenschen! Und zwar alle! Macht sofort meinen persönlichen Transporter und meine gesamte Leibwache sowie Eliteeinheit bereit!“
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum
Seitdem der erste Schuss gefallen war, war General Jack O‘Neill im ständigen Kontakt mit der eignen Flotte, der Stargate Command Base auf dem Mars, der UN und dem IOA sowie der Antikerwaffenplattform, in dessen Stuhl sein Klon, Jack O‘Neill junior, saß.
Bislang sah es mehr als nur gut mit der Verteidigung des Planeten aus. Aber man wollte möglichst dennoch auf den Einsatz der sehr wertvollen Antikerdrohnen verzichten, auch wenn hin und wieder einzelne Kampfflugzeuge und Transporter von den Nazis hin und wieder in die Erdatmosphäre eindringen konnten. Doch viele von ihnen fielen sehr schnell den patrouillierenden F-302ern sowie den ,,normalen‘‘ Kampfjets der Erde zum Opfer.
Hyperraum
U.S.S. George Hammond, Brücke
Man war zwar noch einige Minuten von der Erde entfernt, dies war General Samantha Carter wohl bewusst, weswegen sie ihr Schiff schon seit einiger Zeit auf die höchste Alarmstufe, 1, versetzt hatte.
Unerwartet wurde sie von Barbara Hitler gestört, die umgehend die Kommandantin, General Samantha Carter, aller Schlachtschiffe der Erde in der Milchstraße darum bat, doch durch sie Kontakt über eine bestimmte Frequenz mit allen Schiffen der Naziflotte aufzunehmen.
„Wieso sollte ich es tun oder gar zulassen?“
„Sie wollen also doch alle Schiffe von uns vernichten, samt deren Besatzungen!“, ahnte schließlich die gefangene SS-Offizierin der Nazis erschrocken.
Sam wiegte ihren Kopf für einige Augenblicke hin und her, dann stellte sie klar: „Ihr Nazis habt auf der Erde vor vielen Jahrzehnten, beinahe einem Jahrhundert, sehr viele und kaum in Worten zufassende, abscheuliche schlimme Dinge getan! Ihr seid der Abschaum der Menschheit! Wir verteidigen in dieser Schlacht die persönliche Freiheit und das Leben eines jeden einzelnen Menschen auf der gesamten Erde, und nicht nur die, die wie ihr Volk irgendeiner kranken Denkweise im Kopf entsprechen.“
„Bitte. Ihr könnt uns doch nicht alle umbringen. Es befinden sich auch Anhänger von mir auf diesen Schiffen, die sofort den Kampf einstellen werden, wenn sie von mir den Befehl dazu vernehmen.“
Kurz darauf hatte das Schiff von Sam auch schon den Hyperraum verlassen, griff in den Kampf ein und nahm dann umgehend Kontakt mit dem Homeworld Command auf.
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum
„Und Sie halten diesen Vorschlag für gut, Carter?“
„Sie will es zumindest versuchen, Sir. Vielleicht schlagen die Nazis sich wie auf Thule dann auch innerhalb dieser Angriffsflotte gegenseitig die Köpfe ein.“
„Hier ist man nicht gerade jemand begeistert davon, da es offensichtlich zumindest einige von denen geschafft haben zu landen und eine größere Anzahl von Truppen zur Invasion abzusetzen“, entgegnete O‘Neill, der sehr missmutig dreinschaute, da er im Hintergrund auf dem Monitor eine Nazi-Soldatin, nämlich Barbara Hitler erkennen konnte.
„Wo sind diese Schiffe gelandet, General?“
„Überwiegend in der Bundesrepublik Deutschland. Dort scheinen die Bastarde zum größten Teil hinzuwollen. Wen wundert‘s. Na gut, sie kann ihr Glück versuchen! Sie hat aber nur einen Versuch! Aber wir werden denen keine Atempause gönnen, sondern weiterkämpfen!“, antwortete Jack, der Sam zum Schluss noch einmal einen vielsagenden Blick zuwarf.
Erdorbit
Nazi-Flotte
Auf allen Schiffen der Nazis drang vollkommen überraschend aus sämtlichen Lautsprechern eine sehr bekannte weibliche Stimme: „An alle Schiffe des Dritten Reiches: Hier spricht SS-Obersturmbannführer Barbara Hitler, ich bin befinde mich an Bord eines Schlachtschiffes der Erde, und fordere hiermit alle Schiffe und Truppen unseres Volkes dazu auf, den Kampf umgehend einzustellen und bedingungslos zu kapitulieren, da ihr sonst von den Streitkräften der Erde restlos vernichtet werdet! Zudem habe ich den Führer und auch meinen Vater nicht ermordet, wie von meinem Bruder behauptet worden ist! Denn er selber ist der Mörder, und nicht ich! Also stellt sofort die Kämpfe ein, dies ist ein Befehl!“
Auf einigen der Schiffe innerhalb der Naziflotte kamen so manche den Befehl doch tatsächlich sehr schnell nach. Doch viele, die dennoch loyal zu ihren Führer, Barbarossa Hitler, standen, schrien wütend: „Ihr Verräter!“, und sofort schossen sie auf einige der Anhänger von Barbara Hitler.
Aber auf einigen wenigen Schiffen gab es nur oder genügend Anhänger von Barbara, die ihren Kampf unverzüglich einstellten, weil sie sehr schnell mitbekommen hatten, wie zerstörerisch und vernichtend die Waffen der Schlachtschiffe der Erde waren, und auch der jungen Frau treu ergeben waren. Dort an Bord nahm man daher sofort Kontakt mit dem Feind auf, um sich unverzüglich offiziell zu ergeben.
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Ansonsten tobte die Weltraumschlacht im Orbit der Erde natürlich mit unveränderter Härte weiter, wobei einige Piloten der Nazis mit ihren Kampffliegern sogar zu Kamikazeflügen auf die Schlachtschiffe der Verteidiger ansetzten, nur um wenige Sekunden später, ohne auch nur den kleinsten Schaden zu verursachen, an den Schutzschilden der Erdschiffe zu zerschellen.
Der Kampf dauerte schon mittlerweile einen ganzen halben Tag an. Wobei die Flotte der Invasoren schließlich immer weiter zusammenschrumpfte. Dennoch waren immer noch mehr als hundert Schiffe übrig, die blind die Schlacht gegen die Erdschiffe fortsetzten. Doch etwa ein Dutzend waren mittlerweile isoliert und von den Truppen der Erde besetzt worden, weil sich die dort befindlichen Nazis nach dem Befehl von Barbara Hitler ergeben hatten.
Doch eines fiel schon seit langer Zeit auf, nämlich dass sich das einzige Kriegsschiff der Orici sich nicht am Kampf beteiligte und regungslos verharrte.
U.S.S. George Hammond, Brücke
Sam hatte schließlich endgültig genug von der Untätigkeit des Schiffes, welches Adriana zur Unterstützung gegen potentielle Angreifer im Erdorbit zurückgelassen hatte, und nahm daher erzürnt mit ihm Kontakt auf: „Hier spricht General Samantha Carter vom Erdschiff George Hammond, ich rufe das Schiff der Orici!“
„Hier ist Ramirius. Was ist euer Begehr, General Samantha Carter?“
„Fragen, weshalb ihr nicht in den Kampf eingreift?“
Einige Minuten vergingen, dann erst antwortete Ramirius: „Wir können nicht gegen welche Kämpfe, die der selben Lehre wie wir folgen!“
„Soll es etwa bedeuten…“
„So ist es.“
„Ihr helft somit leider denen, die unzählige Leute umbringen werden, die an die Orici glauben.“
„Das ist unmöglich.“
„Schaut doch in unsere Geschichte. Dort findet ihr unverstellbare Grausamkeiten von diesen Nazis…“
„Auch, wenn dem so ist… ich habe meine Befehle. Tut mir leid, General Samantha Carter.“
„Dann macht sie doch zumindest kampfunfähig“, seufzte Sam.
„Gut, ich werde entsprechende Befehle an meine Kriegerinnen und Krieger geben, aber wir werden keine Glaubensschwestern und -brüder töten.“
Kurz nachdem die Verbindung zum Ori-Schiff beendet worden war, kontaktierte Sam das Homeworld Command um Jack und alle anderen über diese neuen Informationen, nicht in Unkenntnis zu lassen.
Erde
Europa
Deutschland, Hamburg
Im Überflug hatte Barbarossa Hitler den Kontinent, den er gedachte zuerst zu erobern, genau sehen können. Doch eine unsichtbare Macht hatte seinen Transporter vom Himmel geholt.
Minuten später kamen alle nach und nach wieder zu sich. Man stellte fest, dass nur etwa etwas mehr als die Hälfte seiner Soldatinnen und Soldaten den Absturz überlebt hatten.
Magneto sah sich derweil immer wieder nach neuen weiteren feindlichen Fluggeräten um, die ja alle aus Metall waren, und somit, wie Wachs, ganz in seiner Hand waren. Der alte Mutant verspürte eine sehr große Genugtuung mit Hilfe seiner Kräfte so viele Nazis töten zu können, wie ihm nur möglich war. Dabei dachte er an seine geliebte Mutter, die einst vor seinen Augen ermordet worden war.
Die Leibwache des Führers Barbarossa Hitler, hatte sich vor wenigen Minuten mit einer weiteren SS-Einheit zusammenschließen können.
Die meisten von den SS-Soldatinnen und -soldaten drangen schließlich mit aller Gewalt in ein Doppelhaus ein. Einige Kinder schrien sofort entsetzt auf als sie die Nazis sahen. Sie rannten panisch davon. Nur die kleine Lana war etwas zu langsam, die brutal an den Haaren fest- und somit zurückgehalten wurde.
„Aha“, murmelte der Führer der Nazis, der auf einigen Fotos etwas Interessantes entdeckt hatte, „hier wohnt er also.“
„Wer, mein Führer?“
„Ein sehr gefährlicher Mann für unser Reich, den ich eines Tages höchstpersönlich töten werde“, antwortete Barbarossa Hitler mit großer Überheblichkeit, der eigentlich jetzt überwiegend von den Gefühlen von Darius überflutet wurde, dessen Bewusstsein sich beim Anblick des Bildes geregt hatte.
„Raus aus unserem Haus, oder ich schieße!“, befahl eine weibliche Stimme.
„Guten Tag, Gnädigste. Oh, oh, eine Polizistin vermute ich. Und dort ist noch eine. Ich bin euer Führer, also legt die Waffen ab, sonst töte ich das kleine Mädchen hier!“
„Feigling!“, zischte Jeanne, die wie auch Jasmin ihre Dienstwaffe ebenfalls auf den Boden legte. „Wir tun das hier nur, um die Tochter meiner Freundin zu retten, und nicht, weil Sie uns was zu sagen haben!“
„Los, geh, du kleine Göre! Du sollst gehen!“, schnauzte der Anführer der Nazis die kleine Lana an, als Laura, die Tochter von Logan sich vollkommen unerwartet aus dem Schatten an einer Wand löste, sie wortlos bei der Hand nahm und abholte, um sie dann zu Jasmin und Jeanne zu führen.
Dort angekommen, lächelte Laura allen anderen drei noch einmal ohne ein Wort mit einem kurten Nicken kurz an, bevor sie sich wieder, jetzt aber mit einem sehr grimmigen Gesichtsausdruck, zu den Nazis umdrehte.
„Zu der anderen Bemerkung, vergiss es, du scheiß Faschist!“, fauchte Jasmin, die katzenschnell wie Jeanne ihre Waffe wieder aufhob, um dann mit alle anderen schnell nach oben stürmte, um über die Terrasse in einen Schutzraum zu fliehen. Wobei sie sofort von einem nacheilenden Barbarossa und einigen SS-Soldaten verfolgt wurden.
Kurz darauf ertönte auch schon ein Markschütternder Kampfschrei, der von Wolverine kam. Jener stürzte sich von dem oberen Geländer auf die Nazisoldaten herab. Denn Laura, sein Bruder Victor und er hielten sich gerade zufällig in Hamburg auf, und hatten Quartier bei der Familie des Freundes bezogen. Dies lag zum größten Teil an Laura, die es irgendwie geschafft hatte, die beiden Mutantenbrüder wieder einmal zu vereinen.
Logan rannte nach einem kurzen Kampfgetümmel schnell den anderen nach, um Jeanne, Jasmin und den vier Kindern zu helfen, während sein Bruder Victor und seine Tochter Laura gegen die anderen Nazis weiterkämpften.
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Obwohl die Mission der Battlestar Pegasus um Commander Lee Adama und Captain Sharon Satterfield noch lange nicht beendet war, hatte es eine unerwartete und sehr erstaunliche Wendung gegeben. Denn auf einem Aufklärungsflug war die CAP, um Kat und Starbuck sowie Athena, auf einen sehr übel zugerichteten schweren Jäger der Zylonen getroffen.
Darin bat Leoben dringend um Hilfe für die Fraktion der Zylonen, der er angehörte und die von der anderen Fraktion von Cavil in einen schweren Hinterhalt gelockt worden war, und dabei schwere Verluste hatte hinnehmen müssen.
Zudem kannte eine Drei angeblich die Identitäten der immer noch unbekannten fünf menschlichen Zylonenmodelle, die sich noch immer in der Flotte der Galactica aufhalten sollen. Außerdem bot der Zweier noch weitere Informationen an, die für alle Überlebenden des Holocausts der Zwölf Kolonien von Kobol sehr wichtig sein würden.
Heimatkolonie der Zylonen
Haupthangar
Es war schwer gewesen, doch irgendwie hatte es Boomer geschafft, Ellen Tigh, den Präsidenten Doktor Gaius Baltar und auch die kleine Hera Agathon sowie einige andere Dinge an Bord eines, von den Zylonen erbeuteten kolonialen Raptors zu schaffen.
Schon kurz außerhalb des gewaltigen Gebildes, welcher die Heimat der Zylonen war, aktivierte die Acht den FTL-Antrieb.
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Die versammelte Flotte der Schlachtschiffe von der Erde, unter dem Kommando von Brigadier General Samantha Carter, hatte es endlich geschafft, denn man hatte die meisten von den übrigen Raumschiffe der Nazis soweit vernichtet, dass die verbliebenen von ihnen eingekreist werden konnten.
Doch die Angreifer dachten immer noch nicht an eine Kapitulation, weswegen Sam den Befehl gab, weiterhin mit dem Beschuss fortzufahren bis die Bedrohung der Erde vom Orbit aus endgültig beendet sei.
Erde
Europa, Deutschland, Hamburg
Ohne sich auch nur um die Soldatinnen und Soldaten seiner Leibgarde, die für ihn ihr Leben einsetzen mussten, zu sorgen, war der Führer der Nazis, Barbarossa Hitler, verfolgt von Wolverine aus dem Haus geflüchtet, nachdem er erfolglos versucht hatte, die Familien von Jonathan Martin und Jeanne Schneider sowie von Jasmin Ataya zu ermorden.
Der Führer der Nazis und natürlich auch das in ihm steckende Bewusstsein von Darius waren entsetzt darüber, dass es noch einige weitere Leute gab, die wie sein Gegner waren, der ihm einst durch sein Eingreifen die Herrschaft über Heraclia und ihn somit um das damit verbundene Erbe gebracht hatten. Er rannte so schnell er konnte, immer weiter Richtung des Hamburger Hafens.
Im Haus selber waren nur noch wenige Soldaten der Nazis am Leben. Eine junge Frau hatte sich, seit dem Beginn der Kampfhandlungen panisch in eine Zimmerecke gedrückt, und hoffte dort nicht bemerkt zu werden. Doch sie irrte, denn der alte Mutant Victor Creed, der allen auch als Sabretooth bekannt war, hatte sie schon lange bemerkt und nicht mehr aus den Augen gelassen, während er zusammen mit Laura gegen den Feind kämpfte und die anderen Nazisoldatinnen und -soldaten der Reihe nach und nach tötete.
Gerade eben hatte der alte Mutant einen Nazisoldaten mit großer Leichtigkeit das Genick gebrochen, kurz nachdem er jenen erst eine fürchterliche Wunde mit seinen Fingerkrallen im Bauchbereich zugefügt hatte. Mit einem bösen Lächeln im Gesicht wandte er sich nun der zu der jungen Frau um, die wie versteinert dastand und nur noch stumm um Erbarmen flehend mit dem Kopf schüttelte.
„Was denn? Was denn?“, spottete Victor, der langsam und bedrohlich der SS-Soldatin immer näher kam.
Zur selben Zeit war auch Laura mit ihrem letzten Gegner fertig, dem sie ihre Fußkrallen von unten her über dem Hals in den Kopf gerammt hatte. Das Mädchen drehte sich daher sofort zu ihren Onkel um, um zu schauen ob jener eventuell Unterstützung brauchen könnte, während der sich immer noch seinem nächsten und wohl auch vorerst letzten Opfer immer weiter genähert hatte. Schließlich war Victor nur noch knapp drei Armlängen von der SS-Soldatin entfernt.
„Nein! Nein! Nicht! Nicht! Bitte! Ich… ich ergebe… ergebe mich! Bitte! Ich… ich habe nicht geschossen…“, stotterte die junge Frau, die demonstrativ ihre Waffen polternd auf den Fußboden fallen ließ, und in den vergangenen nur rund fünf Minuten hatte miterleben müssen, wie ihre sechs Kameradinnen und fünfzehn Kameraden ums Leben gekommen waren, weil sie nicht aus dem Haus gestürmt waren, um ihren Führer zu unterstützen.
Aber in den Augen Victors blitzte nur eines, nämlich die blanke Mordlust eines wütenden Tieres. Es war letztendlich die Tochter von Logan, die ihn davon abhielt zum tödlichen Hieb auszuholen.
Sabretooth brummte: „Warum soll ich es nicht tun, Kleine?“
„Sie hat als einzige nicht hier drin gekämpft, sondern sich rausgehalten, Onkel“, antwortete das Mädchen, während des Auftauchens von Jeanne und Jasmin, die der jungen SS-Frau schnell die Hände fesselten und ihr dann anschließend die übrigen Ausrüstungsgegenstände abnahmen. Die Nazisoldatin jammerte noch immer sehr laut, während sie noch einmal durchsucht wurde.
Durch die schweren Kämpfe der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland gegen die Nazis in diesen Teil des Hafens von Hamburg, wohin Barbarossa Hitler vor Logan geflüchtet war, brannte es schon seit ungefähr einer halben Stunde an mehreren Stellen lichterloh. Meterhohe Flammen hatten sich in der Zwischenzeit mittlerweile durch jedes brennbare Material gefressen, die dadurch unter anderem auch eine furchteinflößende Kulisse einer apokalyptischen Welt lieferten.
Eilig erklomm der Führer der Nazis einen der höchsten Hafenkräne. Oben angekommen, zog er schließlich seinen Säbel, weil all er keine Munition mehr zur Verfügung hatte, da er jene bereits nämlich panisch verschossen hatte.
Das Blut gefror in den Augen des Anführers aller Faschisten, da er hatte miterleben müssen, wie bei dem Mutanten die letzten Projektile aus den Wunden gedrückt wurden und jene kurz darauf auch schon wieder verheilt waren.
Mit einem wütenden Aufschrei stürmte Barbarossa auf den abwartenden Logan los, der sofort versuchte seinen Gegner zu entwaffnen. Mit seinen Krallen versuchte er sofort die Waffe des Nazis unbrauchbar zu machen. Doch war diese aus Adamantium gefertigt worden.
„Na schön“, knurrte Wolverine, für den es allerdings nicht das erste Mal war gegen jemanden anzutreten, der sich mit einer Waffe aus Adamantium gerüstet hatte.
Funken blitzten jedes Mal auf, wenn die Krallen des Mutanten und der Säbel des Nazis aufeinanderschlugen. Doch war der Mutant eindeutig im Vorteil, denn seine Wunden heilten wieder genauso schnell, wie sie zuvor verursacht worden waren.
„Gut. Dann werde ich Dir eben den Kopf abschlagen!“, keuchte der Führer der Nazis, dem allmählich seine schlechte Kondition sowie eine böse Schnittwunde am rechten Arm zu schaffen machte.
Mit einem: „Versuch es doch, Nazi-Arschloch!“, provozierte Logan seinen Gegner nur allzu gekonnt.
Barbarossa Hitler, der sich schon kurz darauf blind auf ihn zu stürzen versuchte, indem er dabei wild den Säbel über den eigenen Kopf schwang und dann in Richtung des Halses von Logan schlug. Aber dieser wich dem Hieb mit Leichtigkeit gekonnt aus, wobei er sich blitzschnell abduckte, wodurch Barbarossa ungebremst gegen eine Metallverstrebung des Krans prahlte. In Sekundenbruchteilen war Wolverine bei ihm, und stieß mit den Krallen seiner linken Hand zu, wobei er den rechten Arm seines Widersachers festnagelte.
Barbarossa schrie sofort vor Schmerz auf, und tönte dann: „Auch, wenn ich jetzt gleich durch dich Missgeburt den Tod finden sollte, werde ich schon bald wieder zurückkehren, sobald ich mir einen neuen passenden Geist und Körper für mein Bewusstsein gesucht habe…“
„Das nennt man Größenwahn, worunter du leidest!“, unterbrach Logan, der den Versuch seines Feindes sich mit Hilfe des Dolches am Gürtel doch noch einmal zu befreien zunichte machte, indem er ihm mit einer schnellen Bewegung den linken Unterarm von Barbarossa abschlug.
Der Anführer der Nazis schrie ein weiteres Mal voller Qualen auf. Doch er bekam jetzt genau dies zu spüren, was er einst noch selber vor einiger Zeit selbst auf Thule und auch auf Heraclia in seiner ursprünglichen Gestalt als Darius vielen anderen Menschen angetan hatte.
Dem Mutanten gefiel das überhebliche Grinsen seines Widersachers gar nicht, den er bereits losgelassen hatte. Doch abermals, versuchte jener den zuvor zu Boden gefallenen Säbel wieder zu ergreifen. Nach einigen missglückten Versuchen gelang es tatsächlich, und Barbarossa Hitler stürmte wieder erneut in großer Verzweiflung auf Logan zu.
Doch der sprang seinerseits abermals gekonnt zur Seite, holte dabei, während er sich komplett in der Luft befand, mit seinem linken Arm aus und traf punktgenau.
Sofort ließ Hitler den Säbel aus der rechten Hand fallen, um sich mit einem panischen und angstvollen Gesichtsausdruck an den Hals zu greifen. Denn dort hatten sich sehr schnell drei rote Linien abgezeichnet. Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck trat der Wolverine dem Führer der Nazis noch verächtlich in den Rücken, der ihn kurz darauf in die Tiefe, hinab in die lodernden Flammen stürzen ließ, währenddessen sich der Kopf endgültig vom Rumpf löste.
Eine Woche später
Milchstraße
Sol-System
Erde
Der Krieg gegen die Nazis war seit Tagen endlich zu Ende. Doch nicht nur auf der Erde, sondern auch auf Thule, wo die Phoenix unter General Cameron Mitchell der Bevölkerung bei ihren Aufstand gegen ihre grausamen Besatzer aktiv und vor allem erfolgreich geholfen sowie beigestanden hatte. Dabei kam ihnen aber natürlich auch der unerwartete Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Barbara und Barbarossa Hitler letzten Endes zugute.
Dabei spielten hingegen auf der Erde natürlich Jean Grey und noch einige weitere Mutanten eine große Rolle, da sie mithalfen Nazis aufzuspüren, die nach ihrer Niederlage schnell versucht hatten, sich auf der Erde, zu verstecken. Dabei wurden auch viele weitere Anhänger der Nazis und andere weitere gefährliche Sympathisanten von ihnen und anderen Ideologien gefunden, die ebenfalls vorsichtshalber verhaftet wurden.
Nach Verhandlungen, an einigen waren auch die Orici Adria und Barbara Hitler beteiligt, wurde beschlossen alle Nazis auf einen abgelegenen Planeten ohne Sternentor zu verbannen. Doch noch etwas trat zu Tage, nämlich dass sich Adria von den Bewohnern auf den Planeten Thule als ihre Gläubigen abgewandt hatte. Weswegen man daher entschieden hatte, die noch lebenden Nazis, die noch auf Thule den großen Aufstand und Krieg überstanden hatten, unverzüglich auf einen fernen und abgelegenen Planeten ohne Stargate innerhalb der Sagittarius-Galaxie zu bringen, wie man es beschlossen hatte.
Von diesem Standort allerdings, hatte auch später auch die Vampirin Liana erfahren, die diese Informationen später an ihr Volk weitergeben würde.
Die bekanntgewordene Existenz der Vampire, die einst überwiegend Antiker gewesen und durch Experimente zudem geworden waren, was sie heute sind, bereitete natürlich sehr vielen Menschen in den wichtigsten Gremien auf der Erde eine sehr große Sorge. Aber man ließ dieses Wissen nach wie vor unter Verschluss. Aber man hatte keine andere Wahl, als der Vampirdelegation um Liana die Rückkehr zu ihren Volk zu ermöglichen, nachdem man sich mit jener in einer gesonderten Sitzung zu festen Vertragsthemen getroffen hatte. Danach plante man die Rückreise der Vampire zu ihrer Heimatwelt.
Europa
Deutschland, Hamburg
Das Haus von unserer Familie war mittlerweile beinahe fertig renoviert worden.
„Passiert leider ganz schön oft, dass wir hier immer wieder in diesem Haus etwas neu Malern, Tapezieren, neue Fliesen und Teppiche verlegen sowie auch Möbel kaufen und aufbauen müssen“, stellte ich fest.
„Ja, aber das halbe Haus renovieren zu müssen, habe ich mir auch nicht träumen lassen“, seufzte Jeanne, die spürbar sehr froh darüber war, dass die Familie endlich wieder vereint war, „und gut, dass Du endlich daheim bleibst und nicht mit zur Destiny fliegst, genauso wie es versprochen war!“
„Hier ist die noch benötigte weiße Farbe und Pinsel“, erklärte Laura fröhlich, während Logan einige Kartons mit den Fliesen in die Küche trug.
