[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#39
Odyssee
Folge 5.19 - “Der letzte Stamm, Teil 1”

Pegasus-Galaxie
Atlantis, Konferenzraum

Alle führenden Anwesenden der Atlantis-Expedition im Raum waren verständlicherweise noch immer sichtlich angespannt, und dass obwohl der bevorstehende und wohl auch entscheidende Feldzug gegen die noch lebenden Wraith innerhalb der Pegasus-Galaxie in nur wenigen Tagen endlich beginnen würde. Doch bis es wirklich soweit war, musste man noch die Ankunft der wichtigen und vor allem dafür benötigten Verstärkung aus der Milchstraße abwarten.

Zur Überraschung vieler in der Stadt war auch Myrddin schon einige Stunden zuvor durch das Sternentor, mit einer großen Einheit von Marines und weiteren  Personal durch das Sternentor eingetroffen.
Der alte Antiker hatte eine gewisse Sehnsucht nach Atlantis gehabt, weswegen er sich dazu entschlossen hatte, dem Team von Sheppard bei der Suche nach den wenigen der letzten versteckten ZPM‘ in der Pegasus-Galaxie behilflich zu sein.

„Insgesamt haben wir dann mit einschließlich von Atlantis 14 Schiffe zur Verfügung. Doch wir müssen uns darauf einstellen, dass wir auch auf sehr viele Menschen treffen könnten, die wir vorübergehend vielleicht unter gewissen Umständen hierher evakuieren müssen“, erklärte Major General Steven Caldwell, „doch sollten wir mindestens, rund um die Uhr, zwei unserer eigenen Schlachtschiffe im Orbit von Atlantis, also hier lassen. Ich hoffe daher, dass wir auch eine Tarnvorrichtung für einige Schiffe unserer Flotte bekommen könnten, worüber zum Beispiel die Odyssey bereits verfügt, Meister Myrddin.“
„Dies ist ein sehr schwieriger Vorgang. Aber es sollte mir dennoch möglich sein zwei bis drei eurer Schlachtschiffe bis zu dem Beginn des finalen Feldzuges gegen die Wraith entsprechend zu modifizieren. Ich werde mich daher sofort nach dem Abschluss dieser Ratssitzung an die Arbeit machen.“

Nachdem der alte Antiker dies gesagt hatte, war Brigadier General John Sheppard an der Reihe den anwesenden Kommandanten der Schlachtschiffe an einer Karte der Galaxie zu zeigen, wo sich momentan die einzelnen Flotten und entstandenen Allianzen der Wraith aufhielten. Auch kam er auf die Anzahl von möglichen Routen zu sprechen, die die Wraith aller Vorrausicht nach nehmen würden.

„…daher müssen wir schnell handeln, denn dieser Planet hier, den wir M2431 nennen, besitzt ein Stargate in einem sehr schwer zugänglichen Gelände, weshalb eine nötige Evakuierung der dortigen Bevölkerung, die sehr groß ist, zehntausende von Menschen, leider sehr lange dauern würde…“
„Dies wird also unser erstes Ziel sein! Wir können diese Menschen nicht der Gefahr durch die Wraith überlassen!“, schlussfolgerte der chinesische Colonel Yin, der die Sun Tzu kommandierte.
Wortlos nickte Mister Woolsey sofort, der kurz darauf die Sitzung auch schon für beendet erklärte.



Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Homeworld Command

Vor wenigen Augenblicken erst hatte General Jack O‘Neill über seine Adjutantin Captain Lauren Perry eine dringende Videokonferenz einberufen. Die Ursache dafür waren die jüngsten Bewegungen der Wraith-Flotte, die sich in der Milchstraße aufhielt. Diese hatte man über verschiedene Quellen zum Glück entdecken, verfolgen und analysieren können. Nach einer unverzüglichen Rücksprache mit Atlantis, war man sich sehr schnell der Bedrohungslage sicher, nämlich dass die Wraith sich bereits intensiv darauf vorbereiteten, erneut die Erde anzugreifen.

„…sie schlagen also vor, anhand des erstellten Bewegungsmusters der Wraith, deren Flotte anzugreifen, bevor sie die Erde erreichen?“, fragte der in wenigen Monaten scheidende UN-Generalsekretär noch einmal nach.
Jack nickte sofort bestätigend, und erklärte: „Exakt. Denn sollten sich die Wraith erst einmal in Reichweite der Erde befinden, hätten wir trotz unserer derzeitigen Flottenstärke, dennoch erhebliche Probleme, uns gegen diesen schrecklichen und zähen Feind mit den benötigten Erfolg zu wehren. Wir haben auf der Erde in der jüngsten Zeit, vergangenen nur ein paar Jahren, leider zu schwere Verluste erlitten…“
Der IOA-Vorsitzende unterbrach, und sagte: „Sie haben die meiste Erfahrung, General O‘Neill. Daher bin ich dafür, dass sie freie Hand bekommen, um unseren gebeutelten Planeten und unsere Bevölkerung vor den Wraith zu bewahren. Auch ihr eingebrachter Antrag die Wraith aus der Milchstraße endgültig zu vertreiben, wurde von uns mit einer klaren Mehrheit bereits in einer Abstimmung gebilligt!“
„In Ordnung. Dann leite ich umgehend die entsprechenden Schritte ein, verehrte Exzellenzen“, nickte Jack O‘Neill, der im Anschluss umgehend Kontakt mit Samantha Carter aufnahm.



Pegasus-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Kontrollraum

Seit seiner Ankunft befand sich nicht nur der blauhaarige und -häutige Mutant Doktor Hank McCoy immer wieder auf einen gründlichen und nötigen Erkundungsrundgang. Denn durch die Verschmelzung der drei Antikerstadtraumschiffe Emrys, Mu und Shangri-La, gab es sehr viel zu wissen und natürlich auch zu lernen sowie auch irgendwann genauer zu erforschen.
Vor kurzem erst, hatte man drei der fünf Schlachtschiffe der BC-304er-Klasse an Atlantis übergeben. Somit blieben nur die Hector und die Paris mit ihren Geschwadern an Bord zur militärischen Unterstützung bei dem neu entstandenen Stadtraumschiff. Es war nur ein kurzer Aufenthalt von einer knappen Stunde im Orbit von Atlantis gewesen, dann war auch schon die Trinitatis wieder in den Hyperraum zurückgekehrt, um ihre Reise zur Destiny fortzusetzen.

Mittlerweile hielt sich McCoy aber größtenteils im Kontrollraum auf. Von einigen der vielen Techniker, die bereits mit der Technologie der Antiker sehr vertraut waren, ließ er sich einige der wichtigsten Funktionen auf den Konsolen erklären. Hank war dabei meist in Begleitung von Daniel und Rodney unterwegs, während Jennifer sich als Chefärztin von Trinitatis auf der Krankenstation ein wenig neu orientieren musste. Doch dies war für Doktor Keller nicht gerade schwierig, weil sie es gelernt hatte, sich seit ihrer Zugehörigkeit auf Atlantis, sehr schnell auf neue Situationen einzustellen.



Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Homeworld Command

Endlich hatte Jack O‘Neill mal vorübergehend etwas Zeit für andere wichtige Dinge, wie zum Beispiel sich ein wenig mit den mitgebrachten Konstruktionsplänen der Schiffe und, wenn natürlich auch nur ansatzweise den übrigen Technologien von den Überlebenden der 12 Kolonien von Kobol zu befassen. Der Leiter der Einrichtung des Homeworld Command war natürlich am meisten fasziniert von den großen Schlachtschiffen, den Viper der Klassen Mark II sowie Mark VII und ebenso von den guten Raumanzügen der Piloten. Doch machten General Jack O‘Neill die beigefügten Berichte mit den Krieg der Zylonen gegen die dortigen Menschen die meisten Sorgen, weswegen er beschloss umgehend die Concordia, zur weiteren Unterstützung des Expeditionsteams von Miss Shen, in die Andromeda-Galaxie zu entsenden.

Hätte er seine aufmerksame Adjutantin Captain Lauren Perry nicht, hätte er beinahe das nächste anstehende Meeting mit Brigadier General Samantha Carter und den anderen Schiffskommandanten verpasst.

„Die Videokonferenz steht jetzt, Sir.“
„Danke, Captain Perry. Dann können wir ja anfangen“, begann Jack, der dann all den Schiffskommandanten genau erklärte, was im Bezug auf den Krieg gegen die Wraith in der Milchstraße zu tun sei.



Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Bereitschaftsraum

Ein Teil der wichtigsten Piloten der Viper und Raptor des Kampfsternes, hatten sich für einen wichtigen weiteren Einsatz versammelt, und ihr CAG, Captain Louanne „Kat“ Katraine, gab bekannt, dass es durch den kürzlichen Zusammenschluss mit der Flotte um die Battlestar Nyx einige Veränderungen geben würde, die insbesondere für die Crew der Galactica von Vorteil sein würde. Denn man wollte die bestehenden Geschwader und ihre dazugehörigen Piloten, aber natürlich auch die Zivilisten besser aufteilen.

Battlestar Galactica, Backbordhangardeck

„Wir benötigen unbedingt wieder das gesamte Steuerbordflugdeck und einen Teil des dazugehörigen Hangardecks, Chief! Wir werden uns mit einigen Geschwadern, Viper und Raptor von der Nyx-Flotte verstärken! Das bedeutet, dass sämtliche zivile Flüchtlinge, die sich dort momentan noch aufhalten, müssen demnächst auf andere Bereiche der Galactica ausweichen oder auf andere Schiffe innerhalb der Flotte verteilt werden!“
„Sie wollen also, dass ich mich darum kümmere, Admiral.“
„Genauso ist es. Die anderen Kampfsterne, die zu uns gestoßen sind, haben zum Teil mehr Viper, Raptor und Personal an Bord als sie aufnehmen können.“
„Ich werde mich darum kümmern, Sir.“

Colonial One, Büro der Präsidentin

„Ja, wir suchen immer noch in erster Linie nach der legendären 13. Kolonie. Deren Heimat, die als Erde in den alten Schriften der Phytia beschrieben wird“, bestätigte Laura Roslin, nachdem sie ihren versammelten politischen Kollegen von der Nyx-Flotte berichtet hatte, was sie in den vergangenen rund zwei Jahren durchlebt hatten.


Zylonisches Territorium
Heimatkolonie der Zylonen

Um den Standort und vor allem die Sicherheit der Hauptbasis nicht zu gefährden, war dieser erneut verlegt worden.

Die Fraktion der Zylonen, die aus den Einsern, Vierern und Fünfern bestand, erhoffte sich dadurch einen enormen Vorteil gegenüber der anderen Zylonenfraktion, bestehend aus den Zweiern, Sechsen und Achten sowie den Letzten Fünf zu haben. Zeitgleich dazu liefen mehrere wichtige Operationen, nämlich das Aufspüren der Flotte der Galactica, die Suche nach der Erde sowie die Mission zur Destiny.

„Ich habe endlich alle Einstellungen an all unseren Zenturios und Jägern beendet“, meldete einer der Simons, der einen ziemlich verdreckten Kittel trug, der schon nicht mehr blütenweiß war, sondern überwiegend die Spuren von Blut und Schmiermitteln aufwies.
„Dann können wir ja hoffentlich mal wieder Erfolge verbuchen“, stellte daraufhin ein Einser erleichtert fest.
Worauf ein Doral meinte: „Wir sollten auch den Standort des Auferstehungszentrums korrigieren, damit die Rebellen…“
„… die fehlgeleiteten Brüder und Schwestern…“, unterbrach sofort ein anderer weiterer Einser den eifrigen Fünfer korrigierend.
„…gut, dann eben so. Sie sollen ja nicht den Feind, damit die Menschen informieren können, welche uns dann schweren Schaden zufügen könnten.“
„So ist es, deshalb ist es ein sehr guter Ratschlag, den es umgehend zu beherzigen gilt“, stimmte ein Vierer direkt diesem Vorschlag zu.

„Tut mir leid, dass ich jetzt erst komme, doch ist etwas vorgefallen, was uns allen nicht gefallen wird“, sagte ein Cavil, der soeben den Raum betreten hatte.

Als jener Einser mit seinem schockierenden Bericht fertig war, wurden insbesondere alle anderen Anwesenden seines Modells mit einem Schlag sichtlich blasser. Denn der Bruder Cavil, der einst bei den Widerstandskämpfern bei Samuel T. Anders auf Caprica gewesen war, dann nach seiner Ankunft auf der Galactica enttarnt und mit ihm, Cavil, der sich zu diesen Zeitpunkt ebenfalls an Bord der Battlestar Galactica befunden hatte, gemeinsam aus einer Luftschleuse geworfen worden war. Doch sofort nach dem Herunterlanden, wurde der zur Einsichtgekommene Einser von seinen Brüdern in die Box gesteckt. Und genau dieser, war nun spurlos verschwunden. Es wäre nicht weiter schlimm gewesen, doch kannten alle Einser einige Wahrheiten, die sie den anderen Modellen nach wie vor vorenthielten.



Pegasus-Galaxie
Hyperraum
Pegasus-Flotte
U.S.S. Daedalus, Brücke

Im Hyperraum befanden sich die meisten Schlachtschiffe der Erde von der Flotte, welche in der Pegasus-Galaxie stationiert und die von Major General Steven Caldwell, den Kommandanten der Daedalus angeführt wurde.

Schließlich meldete sich Major Marks mit: „Die Apollo und die Korolev II befinden sich im getarnten Modus bereits im Orbit von M2431, dazu bereit gemeinsam mit einem großen Geschwader unserer Puddle Jumper zunächst die Überlichttriebwerke der gesamten Wraith-Flotte lahmzulegen. Wir selbst erreichen in exakt zwei Minuten die Zielkoordinaten, Sir.“, zu Wort.
„Gut. Alles auf Gefechtsstation!“, forderte daher Caldwell vorsichtshalber, der somit das sofortige Hochfahren der Schilde und das Freischalten aller Waffensysteme vorbereiten ließ.


Sonnensystem von M2431

Die Flotte der Wraith, die aus 14 Basisschiffen, 42 Kreuzern, 2 Versorgungsschiffen sowie den dazugehörigen Jägergeschwadern bestand, war bereits aus dem Hyperraum gefallen und bewegte sich mittlerweile zielstrebig auf den Planeten zu.

Mit dem Auftauchen der acht anderen Erdschlachtschiffe aus dem Hyperraum, griffen die Apollo, die Korolev II sowie die zuvor abgesetzten und getarnten Puddle Jumper die Schiffe der Wraith aus dem Hinterhalt an. Es gelang ihnen erstaunlicherweise in kurzer Zeit die Hyperraumantriebe der meisten Feindschiffe auszuschalten. Denn es entkamen ein paar Basisschiffe sowie eine handvoll Kreuzer trotz der sorgfältigen Planung in den für sie rettenden Hyperraum. Doch die anderen feindlichen Schiffe wurden vollständig in einer vierstündigen sehr heftigen Weltraumschlacht am Ende erfolgreich zerstört. Somit waren all die Menschen des Planeten M2431 vorerst in Sicherheit.

Nachdem die Basisschiffe, Kreuzer und Versorgungsschiffe der Wraith vernichtet worden waren, machten überwiegend die F-302er und Puddle Jumper der Menschen sofort Jagd auf die noch übrigen wendigen Wraith-Jäger sowie Shuttles, die für die Waffensysteme der Schlachtkreuzer der Menschen zu schnell waren und zu entkommen versuchten. Aber dennoch griffen auch die Schlachtschiffe der Pegasus-Flotte unter dem Kommando von General Caldwell in den Kampf ein.

Der Kampf war nach einigen weiteren Stunden dann endlich wirklich vorbei, nachdem auch der letzte Wraith-Dart abgeschossen worden war.
Viele große Trümmerfelder umkreisten von nun an M2431 und seinen beiden großen Monde.

Um die Menschen auf dem Planeten trotzdem nicht ganz ohne Schutz zu lassen, blieb die Apollo zunächst zurück, um die weitere Entwicklung in diesem System zu beobachten. Doch die übrige Flotte zog aufgeteilt in zwei Flotten weiter, denn als nächste Ziele hatte man sich zwei kleinere der feindlichen Flotten ausgesucht.



Milchstraße
Wraith-Territorium
Sonnensystem von P23R555
Wraith-Flotte
Flaggschiff, Quartier der Königin

Die Flotte der Wraith begann sich auf Anordnung der Übermutter zu sammeln. Die oberste Königin der Wraith schaute mit einem grimmigen Blick aus dem Fenster ihres privaten Quartiers. Sie hatte sich instinktiv dafür entschieden, sich und die Flotten der ihr unterstehenden anderen Königinnen nicht in einem System um sich zu versammeln, wo einer ihrer wichtigen Stützpunkte lag.
Sie zischte zufrieden vor sich hin, denn der Vorrat an Menschen war auf allen Schiffen in einer sehr großen Menge bereits vorhanden. Somit war man endlich bereit, das wirkliche Ziel, nämlich die Erde mit ihren vielen Milliarden Bewohnern ins Visier zu nehmen. Deswegen waren die Wraith ja eigentlich in der Milchstraße eingefallen, wegen neuer saftiger Weidegründe, besonders eben wegen der Erde. Die Übermutter freute sich in Gedanken schon auf dieses üppige, fürstliche Mahl, was sie alle erwartete.

„Meine Königin. Die gesamte Flotte aller Königinnen steht nun bereit, und wir erwarten ebenso die Fertigstellung von weiteren fünf Basisschiffen sowie 15 Kreuzern in den nächsten Tagen“, meldete ihr loyaler Erster Offizier.
„Sehr gut. Wir brechen dennoch schon auf! Die anderen Schiffe sollen uns folgen, sobald sie fertig gestellt worden sind! Denn die Erde wartet schon sehr lange auf uns, und nun ist es endlich soweit“, säuselte die Wraith, die sich kurz zu ihm umgedreht hatte, bevor sie dann erneut aus dem Fenster blickte.
Der Offizier verneigte sich kurz in Richtung seiner Gebieterin, dann verließ er eilig deren Quartier und begab sich auf die Kommandobrücke des Flaggschiffes, um die neuen Befehle an alle weiterzuleiten.

P9J245

Der Planet lag am äußersten Rand der Milchstraße, nämlich genauer gesagt im Orionarm. Ganz in der Nähe der Atmosphäre öffnete sich ein Hyperraumfenster. Dann, ohne jegliche Vorwarnung begann sofort der zielgenaue Beschuss von der U.K.S. Victoria auf die Basis der Wraith, die eine Zuchtanlage für Drohnen war und sich auf der Planetenoberfläche befand.
Die Wraith am Boden hatten gegenüber diesem vollkommenen Überraschungsangriff keinerlei Abwehrmöglichkeit. Sie konnten nicht einmal mehr irgendwelche Nachrichten über den Subraum an die anderen Wraith senden. Die abgefeuerten Atomraketen schlugen sowohl in der Zuchtanlage selbst als auch in den noch im Bau befindlichen Kreuzern ein.

Diese gut vorbereiteten Attacken erfolgten noch auf zwei weiteren Stützpunkten der Wraith. Jedoch wären jene nicht ohne die gelieferten Informationen von Todd möglich gewesen, dies wussten alle um den Stab von General O‘Neill als auch die politischen Verantwortlichen auf der Erde.

Odyssee
Folge 5.20 - “Der letzte Stamm, Teil 2”

Pegasus-Galaxie
Atlantis

Mit einem zufriedenen und auch einen sehr entspannten Gesichtsausdruck hatte Doktor Carson Beckett, der nach der Abreise von Doktor Jennifer Keller als Chefärztin an Bord der Trinitatis wieder zum Chefarzt des Atlantis-Teams geworden war, hatte gerade soeben die endgültigen Resultate der gemeinsamen Forschungsarbeit präsentiert. Diese entwickelte Therapie von Keller, Beckett und Todd war enorm wichtig dafür, wenn es darum ging die Wraith in wirkliche menschenähnliche Wesen zu machen, allerdings ohne die Notwendigkeit sich weiterhin nähren zu müssen.

Auch Todd erhielt natürlich Kenntnis von den endgültigen Laborresultaten. Und sofort nutzte der Wraith die günstige Gelegenheit und umgehend hatte er General John Sheppard an die jüngste gemeinsame getroffene Vereinbarung erinnert.

„Ja, wir hatten diesen Handel, Sheppard!“, brummte der Wraith. „Als Gegenleistung erhielten Sie und Ihr Volk wichtige Informationen über die Wraith in dieser und auch in ihrer Heimatgalaxie, sowie auch einige der letzten ZPM‘ von mir. Ihnen sollte außerdem klar sein, dass ich den Standort meines Stammes oder was davon noch übriggeblieben ist, bislang nicht ohne wichtigen Grund noch geheim gehalten habe.“
„Haben wir uns alle schon gedacht, dass Ihre Informationen etwas unvollständig sind“, entgegnete John, mit den Händen in den Hosentaschen, gelassen.

„Doktor Beckett.“
„Ja, Todd.“
„Ich wäre dann auch endlich soweit, damit Sie ihre Behandlung bei mir beginnen können, Doktor Beckett. Denn meine Brüder und natürlich insbesondere die Königin werden sehen wollen, dass diese Therapie ein wirklicher Erfolg ist, und nicht ein entwickelter perfider Plan eures Volkes ist, die Rasse der Wraith für immer auszurotten.“
„In Ordnung. Doch ohne ihre enorme Hilfe und Unterstützung hätten wir es nie geschafft“, gab der Arzt zu, der anschließend darum bat, dass Todd ihn ins Labor zu begleitete.



Milchstraße
Sonnensystem von Edora
Erdflotte

Alle 16 Schiffe des Flottenverbandes hatten General Samantha Carter, die sich pausenlos auf der Brücke der George Hammond befand, mittlerweile ihre volle Gefechtsbereitschaft bestätigt.
Die Schilde aller Schiffe waren bereits aktiviert worden und sämtliche Waffensysteme waren bereit zum Feuern. Denn dies würde geschehen, sobald die Flotte der Wraith, die sich in der Milchstraße aufhielt und in ihr seit ihrem Eindringen vor Jahren nach wie vor Angst und Schrecken verbreitete, aus dem Hyperraum kommen würde.

Vorsichtshalber hatte man jedoch von dem Planeten schon vor einigen Tagen die gesamte Bevölkerung Edoras evakuiert, nachdem man das bisherige Bewegungsmuster der Wraith-Flotte analysiert hatte.

Alle Geschwader der F-302er und die Puddle Jumper waren bereits draußen. Diese hatten in der sicheren Deckung der großen Schiffe der Erde ebenfalls eine Warteposition eingenommen, dazu bestimmt und beauftragt die Wraith-Darts und -Shuttles zu vernichten, die versuchen sollten nach Edora zu gelangen. Doch zuvor sollten die Puddle Jumper im getarnten Modus die Antriebe der Hives und Kreuzer ausschalten.

Es war eine sehr undankbare Situation für all die Pilotinnen und Piloten, die erst am Ende der unmittelbar bevorstehenden Schlacht zurück an Bord der Schlachtschiffe der Erde gehen würden. Doch sie warteten alle bereits seit einer guten Stunde auf die Ankunft des Feindes, der auf seiner Route zur Erde eben hier Halt im Planetensystem Edoras machen würde. Dem Planeten, auf dem Jack O‘Neill für lange Zeit festgesessen und Laira damals noch näher kennen sowie auch lieben gelernt hatte.

Genau in dem Moment, wo sich einige 302er-Besatzungen sich bei ihren Stützpunkten oder bei einigen anderen Cockpit-Crews melden wollten, um ein wenig die unerträgliche Ruhe, zumindest für einige Minuten zu unterbrechen, war es dann schließlich soweit, denn der lang erwartete Feind war endlich da.


Wraith-Flotte

Aus einem Hyperraumfenster waren schließlich die erwarteten 13 Basisschiffe, 52 Kreuzer und 3 Versorgungsschiffe heraus gekommen, die sofort von den Schlachtschiffen der Erde mit Raketen und Energiewaffen beschossen wurden.
Vollkommen unerwartet für alle erschienen dann noch drei Schiffe der Orici, die von ihrer Tochter Adriana angeführt wurden, um sich dem Kampf gegen die grausamen Wraith anzuschließen. Sie taten dies, indem sie der Wraith-Flotte erfolgreich in den Rücken fielen.

Das Flaggschiff, auf dem sich die oberste Königin der Wraith befand, hielt sich in der Mitte der eigenen Flotte auf. Sie befahl daher wütend und voller Grimm sofort den Gegenangriff auf die Menschen und alle ihre Schiffe zu beginnen, was natürlich auch den sofortigen Start sämtlicher Jäger beinhaltete, ebenso die umgehende Kontaktaufnahme zu den Stützpunkten, um die sich dort noch im Aufbau befindliche Verstärkung zur eigenen militärischen Unterstützung anzufordern. Wütend fauchte die Wraith nach einigen Minuten auf, denn sie bekamen zu keiner der Stützpunkte einen Kontakt. Auch nicht ein einziger ihrer dortigen eingesetzten Commander meldete sich. Jedoch konnte sie nicht wissen, dass dort niemand mehr aus ihrem Volk am Leben war.

Die gewaltige Feuerkraft der feindlichen Schiffe der Menschen von der Erde und denen der Orici, war ihr natürlich schon längst seit vielen Jahren sehr gut bekannt, dennoch wusste sie nur allzu gut, dass ihr eigenes Volk dem entgegen halten musste. Die Rümpfe und Struktur der Basisschiffe und Kreuzer waren deswegen während der Vorbereitungen massiv verstärkt worden.
Zumindest mussten sie aber so lange durchhalten bis sie zurück in den sicheren Hyperraum verschwinden konnten. Doch jedes große Schiff ihrer Flotte, welches bislang einen solchen Versuch bereits unternommen hatte, war von einem unsichtbaren Angreifer schwer getroffen worden, indem die Antriebe komplett ausgeschaltet worden waren.

Doch es nutzte alles nichts. Die Flotte der Wraith wurde Schiff für Schiff dezimiert. Ein Umstand, der die Wraith-Königin dazu brachte, den noch übriggebliebenen Rest ihrer Flotte näher in Richtung des bewohnbaren Planeten, Edora, zu steuern.


U.S.S. George Hammond, Brücke

Dies erkannte schließlich auch eine sehr aufmerksame General Samantha Carter, denn sie sagte schließlich: „Die Wraith wollen wohl allen Anschein nach immer noch nach Edora. Dabei versuchen einige der Kreuzer wohl das Flaggschiff zu schützen, dass sich nach wie vor im Zentrum der feindlichen Flotte vor uns befindet. Hier ist General Carter: An alle Schiffe in der Flotte sowie an die drei Schiffe der Orici Adria: Sofort die gesamte Feuerkraft all unserer Hauptgeschütze auf das Zentrum der feindlichen Flotte, wo sich das Basisschiff der obersten Königin befindet, konzentrieren!“

Eine Anordnung, die natürlich sehr riskant war, weil dadurch die Gefahr bestand, dass die anderen Wraithschiffe, trotz des gut geplanten Planes entkommen könnten. Dabei hatten die F-302-Geschwader und die Puddle Jumper-Geschwader schon mehr als genug, mit den feindlichen Jägern der Wraith da draußen zu tun. Die meisten Schiffe der Wraith deckten glücklicherweise das Flaggschiff ihrer obersten Königin, doch einige brachen nach einer gewissen Zeit schließlich aus dieser Formation aus. Ein Umstand, den Sam bereits vorhergesehen hatte.

Der Blick von Carter pendelte daher von den Monitoren und dem Fenster vor sich immer wieder hin und her, denn sie wollte kein Detail außer acht lassen.


Edora-Orbit

Der Ort der Schlacht von den Menschen gegen die Wraith hatte sich mittlerweile in den Orbit, nahe der Atmosphäre von Edora verlagert. Kaum ein Schlachtschiff der Erde sowie der Orici Adria hatten bisher nennenswerte Schwierigkeiten mit den Schilden gehabt. Doch je länger der Kampf dauerte, desto häufiger traten die ersten Probleme bei einigen der 304er auf. Dies hatte natürlich zur Folge, dass sie den Befehl erhielten sich zunächst ein wenig zurückzuziehen, beziehungsweise sich nur noch um die feindlichen Jäger zu kümmern.
Aber der militärische Erfolg für die Menschen stand ohne Frage unmittelbar bevor. Der Kampf dauerte bereits mehrere Stunden, indem nur noch das Basisschiff der Übermutter sowie neun Kreuzer übrig waren. Diese Schiffe der Wraith befanden sich allerdings in einem gewaltigen Trümmerfeld, das gute und vor allem ausreichende Deckung bot.

Die Überlichtantriebe des Basisschiffes der obersten Wraithkönigin konnten mittlerweile erfolgreich repariert werden, doch bevor es in den Hyperraum springen konnte, gelang einem Jagdflieger der Orici-Flotte ein eher ungewöhnlicher Glückstreffer. Denn das kleine Fluggerät stürzte in den Sektor des Schiffes, der wichtig für dessen Energieversorgung war. Die dadurch entstandene Fluktuation der Energieversorgung an Bord bewirkte, dass das Basisschiff von innen heraus explodierte und die anderen noch verbliebenen Kreuzer der Wraith mit in den unausweichlichen Untergang riss.
Nicht nur die noch verbliebenen Wraith-Kreuzer, sondern auch das persönliche Shuttle der Königin wurden dabei vernichtet, und zwar bevor es die Atmosphäre von Edora erreicht hatte. Danach machte man Jagd auf die noch verbliebenen Jäger der Wraith, damit die Bedrohung durch sie in der Milchstraße endgültig vorüber war.

U.S.S. George Hammond, Brücke

Noch immer gingen die angeforderten Meldungen über die erlittenen Schäden und Verluste von der gesamten Flotte bei General Samantha Carter ein, die es bislang immer noch nicht wagte, Kontakt mit General Jack O‘Neill auf der Erde aufzunehmen. Denn sie wollte endgültige und sichere Gewissheit, dass es ihrer Flotte wirklich gelungen war, die Bedrohung der Wraith in der Milchstraße erfolgreich für immer zu beseitigen.

Schließlich, nach einer guten weiteren Stunde ausführlicher Scans und Patrouillen, nickte sie erleichtert, und ordnete an: „Ich brauche eine sichere Verbindung zu General O‘Neill vom Homeworld Command!“



Pegasus-Galaxie
Atlantis, Isolationsraum

Während die Behandlung von Todd mithilfe des neuen Medikamentes von den beiden Doktoren Keller und Beckett sowie auch von jenem Wraith mitentwickelt worden war, stattfand, erreichte auch schließlich Atlantis und all seine Expeditionsteilnehmer der jüngste positive Erfolg, nämlich die vollendete Beendigung der Wraith-Bedrohung in der Milchstraße.

Als sich der Zustand von Todd endlich stabilisiert hatte, wurde ihm zuerst ein Video, welches er selber mit Doktor Beckett, General Sheppard und einigen weiteren Teammitgliedern aufgenommen hatte, vorgespielt. Denn man hatte längst aus den Fehlern mit Michael und anderen Versuchen gelernt.
Doch war dies in diesem Falle erstaunlicherweise unnötig, denn Todd hatte zum Glück  seine gesamten Erinnerungen behalten können. Aber er mahnte es dennoch aufzuheben, und sollten auch die anderen Wraith ebenso vorbereitet werden, falls Nebenwirkungen wie der Verlust der Erinnerungen auftreten sollte.

Nachdem Carson grünes Licht gegeben hatte, informierte John dann schließlich auch Todd über den klaren Erfolg des Krieges der Menschen von der Erde und einer Flotte der Orici Adria über die komplette Streitmacht der Wraith in der Milchstraße, die kurz davor gewesen waren, ein weiteres Mal über die Erde und ihre Bewohner herzufallen.

„Ich verstehe“, brummte der Wraith, „doch sollten sie, nachdem sie erkannt haben, dass die Behandlung mit diesen Wirkstoff erfolgreich ist, es sich überlegen alle übrigen Wraith zu vernichten. In meinen Augen ist dieser Vernichtungskrieg von jetzt an vollkommen unnötig geworden.“
„Wir haben bereits die Daedalus kontaktiert“, begann Sheppard.
Danach fuhr aber Richard Woolsey fort: „Wir setzen daher alle bestehenden und auch die bereits geplanten Angriffe auf die Wraith in dieser Galaxis vorerst zunächst einmal aus, weil wir ebenfalls zu dieser Überlegung gekommen sind. Um die anderen verbliebenen Stämme der Wraith mit einer Behandlung mit dem Medikament zu überzeugen, benötigen wir natürlich insbesondere ihre Unterstützung.“
„Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um meine Wraithbrüder und natürlich die herrschenden Königinnen von dieser Behandlung zu überzeugen. Dies wird allerdings nicht einfach sein.“

Dass sich einer der neuen Krankenpfleger etwas anders verhielt als gewöhnlich, fiel niemanden auf. Und als er dann eilig den Raum verließ, um sich in sein Quartier zu begeben, könnte viele verschiedene Gründe haben.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld Command, Besprechungsraum

Die Entscheidung des Komitees war mehr als nur verständlich, nämlich die Baureihen der aktuellen eigenen Schlachtschiffklassen von den BC-304ern und -306ern sowie auch der F-302er vorerst einzustellen. Obwohl nach dem erfolgreichen Kampf gegen die Wraith, in der eigenen Galaxie, viele der Schiffe der Erde in den bisherigen Schlachten massiv gelitten hatten und teilweise stark beschädigt worden waren. Stattdessen wollte man sich endlich an den Bau der unterschiedlichen Kampfsternklassen, Viper und Raptor wagen. Zumal man bereits über ein paar geeignete und geheime Weltraumwerften verfügte.

Den überwiegenden Großteil dieses Auftrages dafür, wurde ohne große Überraschung Mariko Yashida und ihrem Unternehmen zugesprochen. Die Japanerin war natürlich sehr begeistert von dieser neuen Herausforderung, aber sie gab sofort zu, für die Umsetzung Hilfe von anderen Firmen aus der Raum- und Luftfahrt zu benötigen.

„…es ist wirklich ein sehr umfangreiches Unterfangen, wofür es viele geeignete Leute brauch“, erklärte Mariko am Ende.
Dem stimmte auch Jack O‘Neill zu, der die Idee hatte die Kampfsterne der Erde nach deren Kontinenten und anderen geographischen Orten zu benennen. Dies wurde von vielen sofort belächelt, denn die UN und das IOA bevorzugten da eher zum Beispiel die Namen von bekannten Sternbildern und -konstellationen oder Galaxien, eindeutig die viel passenderen Namenspaten waren als Kontinente und andere geographische Orte des eigenen Planeten.



Andromeda-Galaxie
Electra-Flotte
Ilion, Kontrollraum

Auf dem Tiefraumsensoren der Stadt, versuchte man seit einigen Tagen schon sämtliche Bewegungen von einem Großteil der Galaxie so gut wie nur möglich zu überwachen, denn man war stets auf der Suche nach möglichen weiteren Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol, aber es galt aber natürlich auch die Zylonen so gut es ging im Blick zu behalten. Eine Funktion der Sensoren, die natürlich sehr viel Energie verbrauchte, weswegen man deshalb diese Operation schließlich nach nur wenigen Tagen bereits auch schon wieder eingestellt hatte. Stattdessen suchte man in der Datenbank der Stadt nach bewohnbaren Planeten, die den Überlebenden des Holocausts als neue Heimat dienen könnten.



Pegasus-Galaxie
U.S.S. Daedalus, Brücke

Es gefiel ihm zwar nicht sonderlich, doch hatte General Steven Caldwell dem Vorhaben letztendlich dann doch noch zugestimmt, nämlich alle Kampfhandlungen gegen die übrigen Wraith in der Pegasus-Galaxie vorerst einzustellen.

Geduldig erwartete der Kommandant der Daedalus seitdem das Eintreffen der Apollo und der Korolev II, die endlich die erforderlichen frischen Vorräte, weiteres Personal sowie natürlich die wichtigste Lieferung, und zwar das benötigte Medikament zur Umwandlung der Wraith in wirkliche menschenähnliche Wesen, an Bord hatten.

Doch der General hatte aber auch nur unter einer einzigen Bedingung seinerseits dem Vorschlag zugestimmt, nämlich bei Ablehnung einer Behandlung mit dem Medikament sofort den Kampf gegen die betreffenden Wraith-Schiffe wieder aufzunehmen.


M3A225

Dieser Planet war sehr abgelegen und befand sich am äußersten Rand der Pegasus-Galaxie. Es war nur ein sehr kleiner Planet, der in etwa die Größe des Mars hatte. Auch lag er von seiner Sonne, die er umkreiste ein wenig weiter entfernt als die Erde von ihrer. Der Wind fegte mit gewaltiger Kraft über die karge Landschaft. Nur in vereinzelten Nischen und Spalten sowie anderen geschützten Stellen hatte sich eine karge Vegetation entwickeln und auch halten können. Nur in dem einzigen großen und gewaltigen Ozean, welcher alle Landmassen und Inseln unterschiedlicher Größe umschloss, und der mit großer, wilder ungebändigter Kraft gegen die Küsten brandete. Nur in jenen Meer und anderen Gewässern schien es primitives Leben zu geben.
Doch in einem, vor ungefähr einer halben Million Jahren, erloschenen Vulkankegel befand sich eine Basis einer technologisch sehr fortschrittlichen Rasse, die dort von dieser schon vor vielen, vielen Jahrhunderten errichtet worden war.

Die Atmosphäre dieses Planeten war aber seit vielen Jahrtausenden nach und nach immer dünner geworden, in etwa so wie einst auch auf dem Mars, bevor er jedoch von den Menschen der Erde mit der Hilfe außerirdischer Technologie erfolgreich wieder in einen bewohnbaren Planeten umgewandelt worden war. Dies war wohl einer der Gründe dafür, weshalb sich dort die Besitzer der örtlichen Basis, ab und zu nur in Raumanzügen hinaus ins Freie wagten.

Von einem ihrer Späher, den sie erfolgreich in eine Basis eines anderen Volkes hatten einschleusen können, hatten sie eine langersehnte wichtige Nachricht erhalten. Eine Nachricht, die sie zu einem schnellen und unverzüglichen Handeln zwang. Zudem hatten sie noch eine oder gar zwei alte Rechnungen und eine Aufgabe offen, welche es nun endlich zu erledigen galt.


U.S.S. Daedalus, Besprechungsraum

„Ich hoffe, es geht Ihnen nur darum“, begann General Steven Caldwell, „denn wir haben dadurch ein enormes Problem, nämlich dass die übriggebliebenen Wraith somit die Gelegenheit haben sich neu zu formieren.“
„Ich danke ihnen trotzdem, dass sie ihre gesamten Kampfhandlungen eingestellt haben, um dem Vorhaben eine wirkliche Chance zu geben, General Caldwell“, entgegnete Todd daraufhin.
„Doch um echte Überzeugungsarbeit zu leisten, müssten sie zunächst ihren eigenen Stamm von dieser Behandlung überzeugen“, erwiderte Steven postwendend, der natürlich viel lieber weiterhin die anderen Wraith bekämpft hätte.
Dem stimmte Todd natürlich zu.

Während der Besprechung die Nachricht von den Reisenden erreichte, dass sich eine gewaltige Flotte der Wraith einen der noch bevölkerungsreichsten Planeten der Pegasus-Galaxie zielstrebig näherte. Dies zwang General Steven Caldwell natürlich zum sofortigen Handeln, weshalb er alle verfügbaren Schlachtschiffe der Pegasus-Flotte mit sofortiger Verfügung, mit Rücksprache mit Atlantis und Richard Woolsey, in das Planetensystem von M599J2 beorderte, um die dortige Bevölkerung zu schützen.

„…in der Zwischenzeit wünsche ich ihnen, dass sie sehr schnell ihren eigenen Stamm, insbesondere die Königin von dieser Behandlung überzeugen können“, erklärte General Caldwell, „denn wir werden uns in der Zwischenzeit um die anderen, die „bösen“ Wraith kümmern.“
Der letzte gesprochene Teilsatz des Kommandanten der Daedalus klang dabei ein wenig seltsam, weil er für den Moment nicht so richtig wusste, wie er sich am Besten ausdrücken sollte, ohne dabei auch nur einen Hauch verletzend zu klingen. Denn man war ja in erster Linie momentan in diplomatischer Mission unterwegs, und dabei auf die Hilfe von Todd angewiesen.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 03.01.2026, 21:59

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