Gestern, 20:56
Hallo! Heute beginnen wir mit dem Restart der 6. Staffel von Odyssee, womit wir auch den 3-Teiler, der in der 5. Staffel angefangen hatte, abschließen.
Andromeda-Galaxie
Electra-Flotte
Battlestar Electra, Offiziersmesse
Alle paar Tage, riefen die beiden Admirals, Diana McBride und Steven Baker, im Wechsel zu sich an Bord ihrer Schiffe alle Befehlshaber der anderen Kampfsterne sowie sämtliche Kapitäne der zivilen Schiffe zu einer aktuellen Lagebesprechung zusammen. Dabei ging es meist schwerpunktmäßig um sehr kritische Themen, wie die Versorgung und Verteilung von Wasser, Lebensmitteln sowie anderen wichtigen Grundgütern innerhalb der gesamten Flotte. Auch über den oder gar auch die neuen Planeten, die man zur Besiedlung für die Überlebenden der Kolonien nach wie vor unermüdlich suchte, stand jedes Mal erneut ganz oben auf der Tagesordnung.
„Unsere Alliierten von einer Erde, die aber nicht mit der aus den alten Überlieferungen unser Ahnen identisch ist, helfen uns bei der Durchsuchung der Datenbank von Ilion, damit wir so schnell wie möglich einen geeigneten Planeten zur Besiedlung für uns finden“, versicherte Admiral McBride wieder einmal auf eine Anfrage eines zivilen Kapitäns.
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Adama´ Quartier
Gerade eben erst hatte Admiral Adama auf dem Hangardeck Lieutenant Danny „Bulldog“ Novacek verabschiedet, damit jener sich von seinen schlimmen Erfahrungen, nämlich der rund dreijährigen Gefangenschaft in der Gewalt der Zylonen erholen konnte. Symbolisch und mit passenden Worten hatte er dem Piloten eine koloniale Uniform überreicht. Husker erhoffte sich dadurch, dass Bulldog irgendwann wieder unter seinem Kommando dienen würde.
Der Admiral war außerdem sehr froh darüber, dass sich beinahe zeitgleich sein langjähriger Freund und Kamerad Colonel Saul Tigh wieder in den aktiven Dienst eingefunden hatte. Der eigentliche XO der Galactica, den er seit rund 30 Jahren kannte, hatte zu seiner Freude nichts von seiner Schärfe verloren, um die Mannschaft in seiner gewohnter und bewährten Manier auf Trapp zu halten. Zudem hatte er aber während der Gefangenschaft auf Neu-Caprica, durch die Zylonen und ihrer Besatzung, die ihn gefoltert hatten, leider sein rechtes Auge verloren. Seit seiner Rückkehr in den aktiven Dienst auf der Battlestar Galactica, trug er deswegen eine Augenklappe.
Erschöpft von den Ereignissen der letzten Tage nahm Admiral Adama wieder an seinem Schreibtisch Platz, wobei sein müder Blick auf den Orden wanderte, den er erst vor kurzem von Präsidentin Laura Roslin für seine mittlerweile geleisteten 45 Dienstjahre in der Kolonialen Flotte erhalten hatte.
Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Apollo, Kantine
Nicht nur Ronon hatte ein sehr beladenes Tablett, mit einer großen Auswahl bestehend aus Obst, Gemüse und Fleisch, an den Tisch gebracht, sondern auch Todd, der es offenbar sehr genoss, die darauf befindlichen Speisen, die ihn mit der notwendigen Energie, Vitaminen und Nährstoffen zum Leben versorgten, zu verzehren.
Doch immer noch hatten die meisten Menschen an Bord des Schlachtschiffes der Erde ziemlich hohen Respekt vor dieser Person, die vor einiger Zeit erst noch, zu einer der bedrohlichsten Rassen im Universum gehört hatte, die der Menschheit bislang bekannt war. Darum nahm wohl auch niemand in seiner unmittelbaren Nähe einen Platz ein. Die einzige Ausnahme waren bisher da nur Sheppard und sein Team.
Orbit von M599J2
Wraithflotte
Sofort nachdem sie den Hyperraum verlassen hatten, starteten die meisten Wraithjäger von allen Basisschiffen sowie den Kreuzern auch schon in Richtung des Planeten, um unverzüglich auf die Suche nach ihrer Beute, den Menschen, zu gehen. Dabei wurden sie, wie sonst auch, von allen begleitenden Kreuzern unterstützt, die sich ebenfalls auf den Weg zur Oberfläche von M599J2 machten.
Menschenflotte
U.S.S. Daedalus, Brücke
Kurz darauf erschienen aber auch schon die Schlachtschiffe der Erde, die ebenfalls den Hyperraum ganz in der Nähe des Orbits verlassen hatten, mit dem Ziel eine effektive Verteidigungslinie aufbauen zu können. Doch war diese Wraithflotte leider einige Zeit vor ihnen angekommen.
Mit angespannter Miene, aber hochkonzentriert beobachtete General Steven Caldwell den Beginn und den Verlauf dieses weiteren Kampfes, der unausweichlich war, wenn man den Menschen auf M599J2 wirkungsvoll zu helfen gedachte. Zeit und Raum für Diplomatie gab es nicht.
Beobachten und analysieren, nur um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen, die den Ausgang dieser Weltraumschlacht zu ihren Gunsten bringen sollte. Und dies was er sah, gefiel Caldwell gar nicht, weswegen er mehrere Minuten mit einigen seiner Offiziere und den anderen Schiffskommandeuren redete.
Schließlich erklärte er fest entschlossen: „Das sieht leider nicht besonders gut aus! Lieutenant Colonel Marks, lassen sie sofort all unsere Puddle Jumper und F-302er bemannen und starten! Wir müssen hier alles in den Kampf schicken! Damit wir die Wraith auch in dieser Galaxie vernichten können, sollen auch alle anderen Schiffe sofort all ihre Abfangjäger unverzüglich starten!“
„Verstanden, Sir.“
Eine weitere heftige Weltraumschlacht im Orbit eines Planeten in der Pegasus-Galaxie, die daraufhin noch umkämpfter wurde als ursprünglich geplant war letztendlich die Folge. So viele heftige Kämpfe in dieser Galaxis, hatte es seit dem Krieg der Antiker gegen die Wraith vor über 10.000 Jahren nicht mehr gegeben. Wenn nicht sogar die aktuelle Schlacht, die gewaltigste war, die es jemals in dieser Galaxie gegeben hatte, seitdem die Wraith einst die Antiker, die Atlanter aus der Pegasus-Galaxie für immer vertrieben hatten.
M4N456-System
U.S.S. Apollo, Brücke
Zur selben Zeit näherten sich die Korolev II und die Apollo immer weiter ihrem Ziel der Mission, nämlich M4N456, einem bewohnbaren Mond, der in etwa die Größe der Venus besitzt und in unmittelbarer Nähe eines Asteroidengürtels um einen riesigen Gasgiganten, der etwas größer als der Jupiter war, kreiste.
Mittlerweile hatte sich schließlich auch Todd auf der Brücke eingefunden, denn seine Anwesenheit war bei der bevorstehenden Kontaktaufnahme notwendig.
Orbit von M4N456
Ein kleines Raumschiff hatte, wie es geplant war, einige Stunden schon vor den beiden Schiffen der Menschen aus Atlantis, nach einem sehr schnellen Flug den Mond erreicht. Es mussten noch einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden, denn man hatte das Ziel, das zu erreichen, was die Antiker und Asuraner nicht geschafft hatten und wozu die neuen Bewohner von Atlantis wohl offensichtlich nicht mehr bereit waren, nämlich die tödliche und gefährliche Rasse der Wraith komplett für immer auszulöschen.
„Unsere Ankunft wurde immer noch nicht bemerkt, Commander.“
„Was ist mit dem dem Schlüssel des Attero-Gerätes?“
„Dieses wird schon in Kürze auf dem Zielobjekt installiert und aktiviert worden sein.“
„Sehr gut. Bereiten wir uns nun darauf vor, endlich den finalen Kampf gegen unsere Feinde zu eröffnen, und uns somit an den Wraith und den Atlantern für unsere einstigen erlittenen Verluste endlich zu rächen.“
Orbit von M599J2
Zuerst war der Kampf zwischen den beiden Flotten noch eine zeitlang ausgeglichen. Doch schließlich griffen die getarnten Puddle Jumper in das aktive Kampfgeschehen ein, indem sie nach festgelegten Plan ihre Drohnen abfeuerten, welche in die Hyperraumantriebe und in andere wichtige Schiffssysteme der Schiffe von den Wraith gelenkt wurden. Dennoch blieben die noch verbliebenen sieben Basisschiffe und neun Kreuzer, sowie die beiden Versorgungsschiffe noch immer manövrier- und verteidigungsfähig. Hinzu kamen noch die vielen tausenden von Wraith-Jägern, die ohne jegliche Pause die Jägergeschwader der Menschen sowie alle ihre Schlachtschiffe ohne jegliche Pause attackierten.
Das Angebot von General Caldwell an die oberste Königin der letzten großen Allianz der Wraith, sich doch noch zu ergeben oder gar ihr verbliebenes Volk mit dem Medikament doch noch behandeln zu lassen, wurde von jener umgehend abgelehnt. Somit ging die militärische Auseinandersetzung mit unvermittelter Härte weiter. Bei den Schlachtschiffen der Erde zeigten sich vermehrt zunehmend zahlreiche Beschädigungen. Grund dafür war der Dauerbeschuss sowie einige Darts der Wraith, welche die Schildleistung immer weiter reduzierten.
Orbit von M4N456
Die Apollo und die Korolev II hatten inzwischen planmäßig nicht nur den Hyperraum verlassen, sondern sich ihren Zielkoordinaten genähert. Aus einigen von den Fenstern von den beiden Schiffen der BC-304er-Klasse aus, konnte man die dunklen Nadelwälder, die den größten Teil der Landmasse dieses Mondes bedeckten erkennen. Wasser in flüssiger Form gab es nur wenig dort, denn das meiste war in Eis in Gletschern an den Polen und in den wenigen Bergmassiven gebunden. Doch irgendwo dort unten gab es eine der letzten noch verbliebenen Basen der Wraith überhaupt.
M4N456
Wraith-Basis
Die Ankunft von den zwei Raumschiffen der Menschen, im Orbit des Mondes, war der dort herrschenden Königin, die sich aber im Hintergrund aufhielt sowie nicht in Erscheinung trat, und den anderen Wraith nicht entgangen. Überrascht waren sie dann nur als sie von ihnen gerufen wurden.
Als dann auch noch einer ihrer ehemaligen Commander, nämlich Todd, sich ihnen allen präsentierte und das Angebot der Behandlung mit dem entwickelten Medikament der Atlanter vorstellte, dass es unnötig machte, sich in Zukunft weiterhin an den Menschen zu nähren, waren die Wraith nicht sonderbar erfreut.
Eine lange Pause entstand, denn man wollte sich zunächst ausführlich darüber beraten. Die Königin zog sich in ihr Quartier zurück, denn sie wollte ungestört sein.
Orbit von M4N456
U.S.S. Apollo, Aufenthaltsraum
„Ich hatte Sie bereits vorgewarnt, John Sheppard. Nämlich, dass meine Wraith-Brüder große Schwierigkeiten mit einer solchen Entscheidung haben werden. Es geht außerdem nicht nur darum unser bisheriges Leben komplett aufzugeben, sondern auf alle damit verbundenen Vorteilen zu verzichten: unsere Langlebigkeit, Heilungskräfte und Widerstandskraft gegen Krankheiten…“
„Todd. Dann warten wir eben solange bis eine Entscheidung gefallen ist“, erwiderte der General mit entspannter Stimme, der einen Ausdruck im Gesicht des Wraith entdeckte, der ihn dazu zwang noch einmal nachzuhaken.
„Ist da noch etwas, was wir außerdem noch wissen sollten?“
„Nun gut. Es befindet sich noch eine Königin in der Basis, womöglich wird sie uns zu einer Unterredung einladen, oder wird gar mit einer kleinen Delegation an Bord dieses Schiffes kommen wollen.“
„Das hätten wir, nur zu gerne, eher erfahren“, meckerte Brigadier General Abraham Ellis daraufhin, der soeben in den Aufenthaltsraum gekommen war.
Orbit von M599J2
Der Kampf war allmählich entschieden, in welchem die Wraith erhebliche Verluste erlitten hatten. Sie gaben daher vor, sich das bereits gemachte Angebot der Menschen zunächst noch einmal anhören zu wollen. Doch nutzten sie diese Zeit nur, um ihre beschädigten Antriebssysteme wieder unverzüglich zum Laufen zu bringen. Somit gelang es dem Feind mit dieser List letztendlich mit zwei Basisschiffen und drei Kreuzern die erfolgreiche Flucht in den Hyperraum.
U.S.S. Daedalus, Brücke
„Verdammter Mist!“, murrte General Steven Caldwell so ziemlich verärgert, der darum natürlich gezwungenermaßen sofort Kontakt mit Mister Richard Woolsey und Atlantis aufnahm, um ihm und der gesamten Atlantis-Expedition über den Ausgang einer weiteren Schlacht gegen die Wraith zu berichten, welche leider nicht zu vermeiden gewesen war.
„Wie viele Schiffe der Wraith gibt es laut unserer Informationen demnach noch, Doktor Zelenka?“, fragte der Leiter von Atlantis, der sich von dem Bildschirm kurz zu dem Tschechen umwandte.
Nach einer kurzen Pause nur, hörte man dann die Stimme von Radek im Hintergrund auch schon antworten: „Noch den Daten, die wir haben noch mindestens fünf bis sieben Basisschiffe, in etwa fünfzig Kreuzer, zwei Versorgungsschiffe und ihren dazugehörigen Jägergeschwadern.“
„Die könnten mehr als nur ausreichen, um all unsere Mühen im Krieg gegen die Wraith zunichte zu machen! Schon etwas Neues von General Sheppard gehört?“, brummte Caldwell ernüchtert.
„Bislang wissen wir nur, dass sie am Zielort ihrer Mission angekommen sind und das Angebot unterbreitet haben. Eine konkrete Antwort von der dortigen Führung der Wraith steht bislang immer noch aus“, antwortete Woolsey.
„Na gut, das ist zumindest ein kleiner Lichtblick. Wir kommen dennoch erst einmal zurück nach Atlantis, denn wir haben auf den meisten unserer Schiffe nicht leichte, sondern leider auch teilweise schwere Schäden erlitten, die zunächst einmal behoben werden müssen, davon ist natürlich auch die Daedalus selbst betroffen. Es war nun einmal ein sehr harter Kampf gewesen!“, erklärte Caldwell am Ende der Übertragung.
M3A225
Eine unplanmäßige Ratssitzung der Führung der Außerirdischen war unter sehr großer Dringlichkeit einberufen worden, denn in einigen der Mitglieder, worunter auch wichtige Persönlichkeiten vertreten waren, hatte sich eine Art von gewissem Widerstand geregt, was die jüngsten Ziele und damit verbundenen Methoden, um jene zu erreichen, betraf.
„…vergessen wir nicht, dass diese Menschen mit einigen, wenn nicht sogar mit allen unserer Art befreundet waren.“
„Es ist schon klar, was Ihr meint. Doch, hat ihnen, unseren Brüdern, die wir einst verlassen hatten, diese Freundschaft von der Ihr da sprecht etwas gebracht - nein, denn sie sind verschwunden, für immer.“
„Dies ist uns allen sehr wohl bekannt. Aber wir kennen nicht die näheren Umstände des Untergangs unserer Brüder. Wir hätten damals anders Kontakt mit ihnen, den Bewohnern von Atlantis, aufnehmen sollen…“
„Wir sollen also unseren Truppen mitteilen die bereits gestartete Mission abzubrechen, ist es das, was Ihr uns soeben vorschlagt? Vergesst nicht, das wir viel Energie, Wissen und Zeit darauf verwendet haben, um diesen militärischen Schlag vorzubereiten.“
„Wenn es noch nicht zu spät ist, ist die Antwort: ja, sollten wir tun! Wir geben außerdem zu bedenken, dass sie uns jagen werden, wenn…“
„Wir müssen aber die Wraith vernichten und unsere Brüder, die im Kampf gegen sie und auch die Menschen gefallen sind, rächen…“
„…ein Schritt, der unserer Rasse durchaus den endgültigen Untergang bringen könnte“, erwiderte ein anderes Ratsmitglied, welches lange Jahre kaum Verbündete von einer ausreichender Anzahl in der Ratskammer gehabt hatte. Dies hatte sich nur langsam in den letzten Jahren geändert.
„Wir sollten darüber abstimmen, und zwar zügig!“, verfügte jemand von den übrigen Mitgliedern des Rates schließlich, damit man allmählich zu einer klaren und verbindlichen Entscheidung kam.
Orbit von M4N456
U.S.S. Apollo, Brücke
Es war so gekommen, wie Todd es schon vorhergesagt hatte, denn die hier herrschende Wraithkönigin verlangte nach einer Unterredung von Angesicht zu Angesicht, nachdem sie von ihren Offizieren informiert worden war und sie selbst im Anschluss stundenlang darüber nachgedacht hatte. Aber nicht nur dies allein war der Grund, sondern auch der seit jüngsten Zeit laufende Vernichtungskrieg der Menschen gegenüber ihrer eigenen Rasse, die über viele jahrtausende die dominierende in der Pegasus-Galaxie, seit der Vertreibung der Antiker, gewesen war.
„…wir werden Sie und ihre Delegation, zu den ausgehandelten Bedingungen, erwarten“, erklärte General Sheppard am Schluss der Übertragung.
Verborgen in den unzähligen Trümmern des Asteroidengürtels, lag immer noch ein kleines Raumschiff in der Größe eines irdischen Space-Shuttles verborgen.
Es kam so langsam aber sicher der große Augenblick, auf welchen das an Bord befindliche Einsatzteam der Außerirdischen gewartet hatte. Doch genau in der Sekunde, in der sie den ausgearbeiteten und vorbereiteten Plan mit dem Schlüssel des modifizierten Attero-Gerätes in die Tat umsetzen sollten, traf eine unerwartete Mitteilung ihres Rates ein. In der darin enthaltenen Nachricht, wurden sie dazu aufgefordert umgehend die Mission abzubrechen und sich unauffällig zur Basis zurückzuziehen.
Somit konnte der kleine persönliche Kreuzer der Wraith-Königin, mit derselbigen und einer dazugehörigen kleinen Delegation an Bord, ungehindert seinen Flug fortsetzen, denn die Außerirdischen hatten ja eigentlich den Plan gehabt, jegliche Versuche der Atlanter einer friedlichen und diplomatischen Lösung zu sabotieren. Weshalb sie sich zügig heimlich zurückzogen, um eine Konfrontation zu vermeiden.
U.S.S. Apollo, Offiziersmesse
Der Blick, mit dem die Wraith-Königin seit ihrer Ankunft Todd bedachte, verriet eines, sie war nach wie vor skeptisch und vorsichtig, was diese mögliche Behandlung ihres gesamten Stammes betraf.
Zumindest saßen sie alle gemeinsam an dem großen Tisch. Doch ehe Doktor Carson Beckett beginnen konnte, war es die Königin, die mit: „Ihr vernichtet schon seit geraumer Zeit meine gesamte Rasse. Dabei tun wir nur das, was jedes Lebewesen tut, nämlich sich zu nähren, um zu überleben. Unser Ziel war es nie gewesen ihre Rasse auszurotten, sondern nur unsere dominante Stellung in dieser Galaxie zu erhalten, die uns von vielen Völkern eurer Spezies streitig gemacht worden war“, das Wort ergriffen hatte.
Im Anschluss hatte der Arzt dann endlich die Gelegenheit die neue Behandlungsmethode vorzustellen, der die Delegation der Wraith trotz vieler Vorbehalte, die Todd schon dargelegt hatte, geduldig zuhörte.
„…zumindest gäbe es dann keinen Grund mehr für weitere Auseinandersetzungen“, schloss Doktor Beckett.
„Ist das alles?“, säuselte die rothaarige Königin der Wraith mit einem leichten amüsierten leichten Fauchen und Zischen in ihrer Stimme erstaunt. „Und, euer Vorschlag für die Alternative dazu, ist die komplette Vernichtung meiner Rasse. Nun werde ich euch Menschen einen Vorschlag machen: Verlasst diesen kompletten Quadraten dieser Galaxie, der fortan Territorium aller überlebenden Wraith sein wird, die sich nicht dieser Behandlung unterziehen wollen!“
Mit solch einer Reaktion hatte man eigentlich rechnen müssen, doch war man auf einen solchen Vorschlag nicht vorbereitet.
Wie auch.
Denn man hatte an eine friedliche Einigung und der dazugehörigen Behandlung aller Wraith gehofft, beziehungsweise natürlich die Vernichtung der Wraith, die es nicht wollten.
Doch General John Sheppard wagte es dann schließlich doch darauf zu reagieren, denn er entgegnete: „Sie werden sicherlich verstehen, dass es uns sehr, sehr schwer fallen wird, wenn uns bewusst ist, dass es so einige Welten mit Menschen gibt, die unter solchen Bedingungen weiterhin leben müssen.“
„Ihr Menschen ernährt euch doch selber auch von anderen Lebewesen, die ihr euch haltet, also ausbeutet, unter anderem auch tötet und dann zubereitet, um euch von ihnen zu ernähren“, zischte die Königin unbeeindruckt.
Atlantis, Kontrollraum
Zur gleichen Zeit war man in der Stadt in heller Aufregung, denn auf den Monitoren der Stadt waren in der nahen Umgebung des Planeten, auf dem sich Atlantis befand, mehrere Signale aufgetaucht. Als erste Reaktion darauf, wurde der Schutzschild von Atlantis auf Anordnung von Richard Woolsey hochgefahren.
Was dann geschah war seltsam, denn es wurde von den Besuchern, die sich mit ihrer kleinen Flotte von neun Raumschiffen, die kaum größer als die alten irdischen Space-Shuttles waren und sehr schnell im Orbit des Planeten befanden, Kontakt aufgenommen.
Im gesamten Kontroll- und Stargateraum von Atlantis konnte man die übertragenden Worte der Botschaft: „…einige von uns waren schon einmal vor einigen Jahren bei euch, wobei es bedauerlicherweise einige Zeit darauf zu einer Konfrontation kam, die wir am Ende klar verloren haben. Wir sind jetzt erneut hier, da wir die Letzten unserer Art sind, der letzte Stamm unseres Volks, den ihr als die Asgard kennen gelernt habt. Wir sind nun hier, um unsere Freundschaft anzubieten, wie es unsere Brüder einst getan haben, die aber leider für immer verschwunden sind.“, hören
Orbit von M4N456
Die Unterredung der Menschen und der Wraith war nach rund zwei Stunden beendet. Einige waren dafür sich der Behandlung zu unterziehen. Doch die Wraith-Königin beharrte auf ihre Position, die es den Menschen aus Atlantis für immer verbieten würde, ein klar festgelegtes Territorium des letzten Wraith-Stammes zu betreten, zusätzlich erklärte sich die Königin dazu bereit dieses Gebiet nicht zu verlassen.
Es war ein Kompromiss, der also nur den Wraith nutzen, und vielen Menschen in der Pegasus nach wie vor ein Leben in ständiger Angst vor einem grausamen Tod bringen würde. Dennoch ging die Menschen erst einmal darauf ein, denn sie hatten eine Nachricht erhalten, dass viele Schiffe ihrer eigenen Flotte einer dringenden Überholung und notwendiger Reparaturen bedurften. Ein Umstand, der es vollkommen unmöglich machte, in absehbarer Zukunft in ein weiteres Gefecht gegen die noch vorhandenen Streitkräfte der Wraith zu ziehen.
U.S.S. Apollo, Brücke
„Ich hoffe doch mal, dass wir die Sache doch noch zu Ende bringen, Sheppard“, bemerkte Ronon verärgert, dem die Sache nicht besonders gefiel, denn er hätte es natürlich lieber gehabt, wenn man den Kampf sofort fortgesetzt hätte.
„Das werden wir, mein Freund. Aber wir brauchen dringend einen neuen Plan, um die Menschen in dieser Galaxie vor einem grausamen Schicksal zu bewahren…“
John wurde schließlich vom Commander der Apollo unterbrochen: „Wir wurden zurück nach Atlantis beordert, sobald Doktor Beckett die Behandlungen an allen willigen Wraith abgeschlossen hat.“
„Danke, General Ellis“, seufzte General Sheppard zerknirscht, der dann erfuhr, dass sich überraschenderweise einige alte Bekannte eingefunden hatten. John hakte daher sofort nach und man erläuterte ihm, dass man von den wohl letzten Asgard des Universums kontaktiert worden war. Und zwar denen, die einst die Doktoren Jackson und McKay entführt hatten, und die man nur mit Hilfe der Reisenden hatte befreien können.
Odyssee
Folge 6.01 - “Der letzte Stamm, Teil 3”
Andromeda-Galaxie
Electra-Flotte
Battlestar Electra, Offiziersmesse
Alle paar Tage, riefen die beiden Admirals, Diana McBride und Steven Baker, im Wechsel zu sich an Bord ihrer Schiffe alle Befehlshaber der anderen Kampfsterne sowie sämtliche Kapitäne der zivilen Schiffe zu einer aktuellen Lagebesprechung zusammen. Dabei ging es meist schwerpunktmäßig um sehr kritische Themen, wie die Versorgung und Verteilung von Wasser, Lebensmitteln sowie anderen wichtigen Grundgütern innerhalb der gesamten Flotte. Auch über den oder gar auch die neuen Planeten, die man zur Besiedlung für die Überlebenden der Kolonien nach wie vor unermüdlich suchte, stand jedes Mal erneut ganz oben auf der Tagesordnung.
„Unsere Alliierten von einer Erde, die aber nicht mit der aus den alten Überlieferungen unser Ahnen identisch ist, helfen uns bei der Durchsuchung der Datenbank von Ilion, damit wir so schnell wie möglich einen geeigneten Planeten zur Besiedlung für uns finden“, versicherte Admiral McBride wieder einmal auf eine Anfrage eines zivilen Kapitäns.
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Adama´ Quartier
Gerade eben erst hatte Admiral Adama auf dem Hangardeck Lieutenant Danny „Bulldog“ Novacek verabschiedet, damit jener sich von seinen schlimmen Erfahrungen, nämlich der rund dreijährigen Gefangenschaft in der Gewalt der Zylonen erholen konnte. Symbolisch und mit passenden Worten hatte er dem Piloten eine koloniale Uniform überreicht. Husker erhoffte sich dadurch, dass Bulldog irgendwann wieder unter seinem Kommando dienen würde.
Der Admiral war außerdem sehr froh darüber, dass sich beinahe zeitgleich sein langjähriger Freund und Kamerad Colonel Saul Tigh wieder in den aktiven Dienst eingefunden hatte. Der eigentliche XO der Galactica, den er seit rund 30 Jahren kannte, hatte zu seiner Freude nichts von seiner Schärfe verloren, um die Mannschaft in seiner gewohnter und bewährten Manier auf Trapp zu halten. Zudem hatte er aber während der Gefangenschaft auf Neu-Caprica, durch die Zylonen und ihrer Besatzung, die ihn gefoltert hatten, leider sein rechtes Auge verloren. Seit seiner Rückkehr in den aktiven Dienst auf der Battlestar Galactica, trug er deswegen eine Augenklappe.
Erschöpft von den Ereignissen der letzten Tage nahm Admiral Adama wieder an seinem Schreibtisch Platz, wobei sein müder Blick auf den Orden wanderte, den er erst vor kurzem von Präsidentin Laura Roslin für seine mittlerweile geleisteten 45 Dienstjahre in der Kolonialen Flotte erhalten hatte.
Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Apollo, Kantine
Nicht nur Ronon hatte ein sehr beladenes Tablett, mit einer großen Auswahl bestehend aus Obst, Gemüse und Fleisch, an den Tisch gebracht, sondern auch Todd, der es offenbar sehr genoss, die darauf befindlichen Speisen, die ihn mit der notwendigen Energie, Vitaminen und Nährstoffen zum Leben versorgten, zu verzehren.
Doch immer noch hatten die meisten Menschen an Bord des Schlachtschiffes der Erde ziemlich hohen Respekt vor dieser Person, die vor einiger Zeit erst noch, zu einer der bedrohlichsten Rassen im Universum gehört hatte, die der Menschheit bislang bekannt war. Darum nahm wohl auch niemand in seiner unmittelbaren Nähe einen Platz ein. Die einzige Ausnahme waren bisher da nur Sheppard und sein Team.
Orbit von M599J2
Wraithflotte
Sofort nachdem sie den Hyperraum verlassen hatten, starteten die meisten Wraithjäger von allen Basisschiffen sowie den Kreuzern auch schon in Richtung des Planeten, um unverzüglich auf die Suche nach ihrer Beute, den Menschen, zu gehen. Dabei wurden sie, wie sonst auch, von allen begleitenden Kreuzern unterstützt, die sich ebenfalls auf den Weg zur Oberfläche von M599J2 machten.
Menschenflotte
U.S.S. Daedalus, Brücke
Kurz darauf erschienen aber auch schon die Schlachtschiffe der Erde, die ebenfalls den Hyperraum ganz in der Nähe des Orbits verlassen hatten, mit dem Ziel eine effektive Verteidigungslinie aufbauen zu können. Doch war diese Wraithflotte leider einige Zeit vor ihnen angekommen.
Mit angespannter Miene, aber hochkonzentriert beobachtete General Steven Caldwell den Beginn und den Verlauf dieses weiteren Kampfes, der unausweichlich war, wenn man den Menschen auf M599J2 wirkungsvoll zu helfen gedachte. Zeit und Raum für Diplomatie gab es nicht.
Beobachten und analysieren, nur um dann die richtigen Entscheidungen zu treffen, die den Ausgang dieser Weltraumschlacht zu ihren Gunsten bringen sollte. Und dies was er sah, gefiel Caldwell gar nicht, weswegen er mehrere Minuten mit einigen seiner Offiziere und den anderen Schiffskommandeuren redete.
Schließlich erklärte er fest entschlossen: „Das sieht leider nicht besonders gut aus! Lieutenant Colonel Marks, lassen sie sofort all unsere Puddle Jumper und F-302er bemannen und starten! Wir müssen hier alles in den Kampf schicken! Damit wir die Wraith auch in dieser Galaxie vernichten können, sollen auch alle anderen Schiffe sofort all ihre Abfangjäger unverzüglich starten!“
„Verstanden, Sir.“
Eine weitere heftige Weltraumschlacht im Orbit eines Planeten in der Pegasus-Galaxie, die daraufhin noch umkämpfter wurde als ursprünglich geplant war letztendlich die Folge. So viele heftige Kämpfe in dieser Galaxis, hatte es seit dem Krieg der Antiker gegen die Wraith vor über 10.000 Jahren nicht mehr gegeben. Wenn nicht sogar die aktuelle Schlacht, die gewaltigste war, die es jemals in dieser Galaxie gegeben hatte, seitdem die Wraith einst die Antiker, die Atlanter aus der Pegasus-Galaxie für immer vertrieben hatten.
M4N456-System
U.S.S. Apollo, Brücke
Zur selben Zeit näherten sich die Korolev II und die Apollo immer weiter ihrem Ziel der Mission, nämlich M4N456, einem bewohnbaren Mond, der in etwa die Größe der Venus besitzt und in unmittelbarer Nähe eines Asteroidengürtels um einen riesigen Gasgiganten, der etwas größer als der Jupiter war, kreiste.
Mittlerweile hatte sich schließlich auch Todd auf der Brücke eingefunden, denn seine Anwesenheit war bei der bevorstehenden Kontaktaufnahme notwendig.
Orbit von M4N456
Ein kleines Raumschiff hatte, wie es geplant war, einige Stunden schon vor den beiden Schiffen der Menschen aus Atlantis, nach einem sehr schnellen Flug den Mond erreicht. Es mussten noch einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden, denn man hatte das Ziel, das zu erreichen, was die Antiker und Asuraner nicht geschafft hatten und wozu die neuen Bewohner von Atlantis wohl offensichtlich nicht mehr bereit waren, nämlich die tödliche und gefährliche Rasse der Wraith komplett für immer auszulöschen.
„Unsere Ankunft wurde immer noch nicht bemerkt, Commander.“
„Was ist mit dem dem Schlüssel des Attero-Gerätes?“
„Dieses wird schon in Kürze auf dem Zielobjekt installiert und aktiviert worden sein.“
„Sehr gut. Bereiten wir uns nun darauf vor, endlich den finalen Kampf gegen unsere Feinde zu eröffnen, und uns somit an den Wraith und den Atlantern für unsere einstigen erlittenen Verluste endlich zu rächen.“
Orbit von M599J2
Zuerst war der Kampf zwischen den beiden Flotten noch eine zeitlang ausgeglichen. Doch schließlich griffen die getarnten Puddle Jumper in das aktive Kampfgeschehen ein, indem sie nach festgelegten Plan ihre Drohnen abfeuerten, welche in die Hyperraumantriebe und in andere wichtige Schiffssysteme der Schiffe von den Wraith gelenkt wurden. Dennoch blieben die noch verbliebenen sieben Basisschiffe und neun Kreuzer, sowie die beiden Versorgungsschiffe noch immer manövrier- und verteidigungsfähig. Hinzu kamen noch die vielen tausenden von Wraith-Jägern, die ohne jegliche Pause die Jägergeschwader der Menschen sowie alle ihre Schlachtschiffe ohne jegliche Pause attackierten.
Das Angebot von General Caldwell an die oberste Königin der letzten großen Allianz der Wraith, sich doch noch zu ergeben oder gar ihr verbliebenes Volk mit dem Medikament doch noch behandeln zu lassen, wurde von jener umgehend abgelehnt. Somit ging die militärische Auseinandersetzung mit unvermittelter Härte weiter. Bei den Schlachtschiffen der Erde zeigten sich vermehrt zunehmend zahlreiche Beschädigungen. Grund dafür war der Dauerbeschuss sowie einige Darts der Wraith, welche die Schildleistung immer weiter reduzierten.
Orbit von M4N456
Die Apollo und die Korolev II hatten inzwischen planmäßig nicht nur den Hyperraum verlassen, sondern sich ihren Zielkoordinaten genähert. Aus einigen von den Fenstern von den beiden Schiffen der BC-304er-Klasse aus, konnte man die dunklen Nadelwälder, die den größten Teil der Landmasse dieses Mondes bedeckten erkennen. Wasser in flüssiger Form gab es nur wenig dort, denn das meiste war in Eis in Gletschern an den Polen und in den wenigen Bergmassiven gebunden. Doch irgendwo dort unten gab es eine der letzten noch verbliebenen Basen der Wraith überhaupt.
M4N456
Wraith-Basis
Die Ankunft von den zwei Raumschiffen der Menschen, im Orbit des Mondes, war der dort herrschenden Königin, die sich aber im Hintergrund aufhielt sowie nicht in Erscheinung trat, und den anderen Wraith nicht entgangen. Überrascht waren sie dann nur als sie von ihnen gerufen wurden.
Als dann auch noch einer ihrer ehemaligen Commander, nämlich Todd, sich ihnen allen präsentierte und das Angebot der Behandlung mit dem entwickelten Medikament der Atlanter vorstellte, dass es unnötig machte, sich in Zukunft weiterhin an den Menschen zu nähren, waren die Wraith nicht sonderbar erfreut.
Eine lange Pause entstand, denn man wollte sich zunächst ausführlich darüber beraten. Die Königin zog sich in ihr Quartier zurück, denn sie wollte ungestört sein.
Orbit von M4N456
U.S.S. Apollo, Aufenthaltsraum
„Ich hatte Sie bereits vorgewarnt, John Sheppard. Nämlich, dass meine Wraith-Brüder große Schwierigkeiten mit einer solchen Entscheidung haben werden. Es geht außerdem nicht nur darum unser bisheriges Leben komplett aufzugeben, sondern auf alle damit verbundenen Vorteilen zu verzichten: unsere Langlebigkeit, Heilungskräfte und Widerstandskraft gegen Krankheiten…“
„Todd. Dann warten wir eben solange bis eine Entscheidung gefallen ist“, erwiderte der General mit entspannter Stimme, der einen Ausdruck im Gesicht des Wraith entdeckte, der ihn dazu zwang noch einmal nachzuhaken.
„Ist da noch etwas, was wir außerdem noch wissen sollten?“
„Nun gut. Es befindet sich noch eine Königin in der Basis, womöglich wird sie uns zu einer Unterredung einladen, oder wird gar mit einer kleinen Delegation an Bord dieses Schiffes kommen wollen.“
„Das hätten wir, nur zu gerne, eher erfahren“, meckerte Brigadier General Abraham Ellis daraufhin, der soeben in den Aufenthaltsraum gekommen war.
Orbit von M599J2
Der Kampf war allmählich entschieden, in welchem die Wraith erhebliche Verluste erlitten hatten. Sie gaben daher vor, sich das bereits gemachte Angebot der Menschen zunächst noch einmal anhören zu wollen. Doch nutzten sie diese Zeit nur, um ihre beschädigten Antriebssysteme wieder unverzüglich zum Laufen zu bringen. Somit gelang es dem Feind mit dieser List letztendlich mit zwei Basisschiffen und drei Kreuzern die erfolgreiche Flucht in den Hyperraum.
U.S.S. Daedalus, Brücke
„Verdammter Mist!“, murrte General Steven Caldwell so ziemlich verärgert, der darum natürlich gezwungenermaßen sofort Kontakt mit Mister Richard Woolsey und Atlantis aufnahm, um ihm und der gesamten Atlantis-Expedition über den Ausgang einer weiteren Schlacht gegen die Wraith zu berichten, welche leider nicht zu vermeiden gewesen war.
„Wie viele Schiffe der Wraith gibt es laut unserer Informationen demnach noch, Doktor Zelenka?“, fragte der Leiter von Atlantis, der sich von dem Bildschirm kurz zu dem Tschechen umwandte.
Nach einer kurzen Pause nur, hörte man dann die Stimme von Radek im Hintergrund auch schon antworten: „Noch den Daten, die wir haben noch mindestens fünf bis sieben Basisschiffe, in etwa fünfzig Kreuzer, zwei Versorgungsschiffe und ihren dazugehörigen Jägergeschwadern.“
„Die könnten mehr als nur ausreichen, um all unsere Mühen im Krieg gegen die Wraith zunichte zu machen! Schon etwas Neues von General Sheppard gehört?“, brummte Caldwell ernüchtert.
„Bislang wissen wir nur, dass sie am Zielort ihrer Mission angekommen sind und das Angebot unterbreitet haben. Eine konkrete Antwort von der dortigen Führung der Wraith steht bislang immer noch aus“, antwortete Woolsey.
„Na gut, das ist zumindest ein kleiner Lichtblick. Wir kommen dennoch erst einmal zurück nach Atlantis, denn wir haben auf den meisten unserer Schiffe nicht leichte, sondern leider auch teilweise schwere Schäden erlitten, die zunächst einmal behoben werden müssen, davon ist natürlich auch die Daedalus selbst betroffen. Es war nun einmal ein sehr harter Kampf gewesen!“, erklärte Caldwell am Ende der Übertragung.
M3A225
Eine unplanmäßige Ratssitzung der Führung der Außerirdischen war unter sehr großer Dringlichkeit einberufen worden, denn in einigen der Mitglieder, worunter auch wichtige Persönlichkeiten vertreten waren, hatte sich eine Art von gewissem Widerstand geregt, was die jüngsten Ziele und damit verbundenen Methoden, um jene zu erreichen, betraf.
„…vergessen wir nicht, dass diese Menschen mit einigen, wenn nicht sogar mit allen unserer Art befreundet waren.“
„Es ist schon klar, was Ihr meint. Doch, hat ihnen, unseren Brüdern, die wir einst verlassen hatten, diese Freundschaft von der Ihr da sprecht etwas gebracht - nein, denn sie sind verschwunden, für immer.“
„Dies ist uns allen sehr wohl bekannt. Aber wir kennen nicht die näheren Umstände des Untergangs unserer Brüder. Wir hätten damals anders Kontakt mit ihnen, den Bewohnern von Atlantis, aufnehmen sollen…“
„Wir sollen also unseren Truppen mitteilen die bereits gestartete Mission abzubrechen, ist es das, was Ihr uns soeben vorschlagt? Vergesst nicht, das wir viel Energie, Wissen und Zeit darauf verwendet haben, um diesen militärischen Schlag vorzubereiten.“
„Wenn es noch nicht zu spät ist, ist die Antwort: ja, sollten wir tun! Wir geben außerdem zu bedenken, dass sie uns jagen werden, wenn…“
„Wir müssen aber die Wraith vernichten und unsere Brüder, die im Kampf gegen sie und auch die Menschen gefallen sind, rächen…“
„…ein Schritt, der unserer Rasse durchaus den endgültigen Untergang bringen könnte“, erwiderte ein anderes Ratsmitglied, welches lange Jahre kaum Verbündete von einer ausreichender Anzahl in der Ratskammer gehabt hatte. Dies hatte sich nur langsam in den letzten Jahren geändert.
„Wir sollten darüber abstimmen, und zwar zügig!“, verfügte jemand von den übrigen Mitgliedern des Rates schließlich, damit man allmählich zu einer klaren und verbindlichen Entscheidung kam.
Orbit von M4N456
U.S.S. Apollo, Brücke
Es war so gekommen, wie Todd es schon vorhergesagt hatte, denn die hier herrschende Wraithkönigin verlangte nach einer Unterredung von Angesicht zu Angesicht, nachdem sie von ihren Offizieren informiert worden war und sie selbst im Anschluss stundenlang darüber nachgedacht hatte. Aber nicht nur dies allein war der Grund, sondern auch der seit jüngsten Zeit laufende Vernichtungskrieg der Menschen gegenüber ihrer eigenen Rasse, die über viele jahrtausende die dominierende in der Pegasus-Galaxie, seit der Vertreibung der Antiker, gewesen war.
„…wir werden Sie und ihre Delegation, zu den ausgehandelten Bedingungen, erwarten“, erklärte General Sheppard am Schluss der Übertragung.
Verborgen in den unzähligen Trümmern des Asteroidengürtels, lag immer noch ein kleines Raumschiff in der Größe eines irdischen Space-Shuttles verborgen.
Es kam so langsam aber sicher der große Augenblick, auf welchen das an Bord befindliche Einsatzteam der Außerirdischen gewartet hatte. Doch genau in der Sekunde, in der sie den ausgearbeiteten und vorbereiteten Plan mit dem Schlüssel des modifizierten Attero-Gerätes in die Tat umsetzen sollten, traf eine unerwartete Mitteilung ihres Rates ein. In der darin enthaltenen Nachricht, wurden sie dazu aufgefordert umgehend die Mission abzubrechen und sich unauffällig zur Basis zurückzuziehen.
Somit konnte der kleine persönliche Kreuzer der Wraith-Königin, mit derselbigen und einer dazugehörigen kleinen Delegation an Bord, ungehindert seinen Flug fortsetzen, denn die Außerirdischen hatten ja eigentlich den Plan gehabt, jegliche Versuche der Atlanter einer friedlichen und diplomatischen Lösung zu sabotieren. Weshalb sie sich zügig heimlich zurückzogen, um eine Konfrontation zu vermeiden.
U.S.S. Apollo, Offiziersmesse
Der Blick, mit dem die Wraith-Königin seit ihrer Ankunft Todd bedachte, verriet eines, sie war nach wie vor skeptisch und vorsichtig, was diese mögliche Behandlung ihres gesamten Stammes betraf.
Zumindest saßen sie alle gemeinsam an dem großen Tisch. Doch ehe Doktor Carson Beckett beginnen konnte, war es die Königin, die mit: „Ihr vernichtet schon seit geraumer Zeit meine gesamte Rasse. Dabei tun wir nur das, was jedes Lebewesen tut, nämlich sich zu nähren, um zu überleben. Unser Ziel war es nie gewesen ihre Rasse auszurotten, sondern nur unsere dominante Stellung in dieser Galaxie zu erhalten, die uns von vielen Völkern eurer Spezies streitig gemacht worden war“, das Wort ergriffen hatte.
Im Anschluss hatte der Arzt dann endlich die Gelegenheit die neue Behandlungsmethode vorzustellen, der die Delegation der Wraith trotz vieler Vorbehalte, die Todd schon dargelegt hatte, geduldig zuhörte.
„…zumindest gäbe es dann keinen Grund mehr für weitere Auseinandersetzungen“, schloss Doktor Beckett.
„Ist das alles?“, säuselte die rothaarige Königin der Wraith mit einem leichten amüsierten leichten Fauchen und Zischen in ihrer Stimme erstaunt. „Und, euer Vorschlag für die Alternative dazu, ist die komplette Vernichtung meiner Rasse. Nun werde ich euch Menschen einen Vorschlag machen: Verlasst diesen kompletten Quadraten dieser Galaxie, der fortan Territorium aller überlebenden Wraith sein wird, die sich nicht dieser Behandlung unterziehen wollen!“
Mit solch einer Reaktion hatte man eigentlich rechnen müssen, doch war man auf einen solchen Vorschlag nicht vorbereitet.
Wie auch.
Denn man hatte an eine friedliche Einigung und der dazugehörigen Behandlung aller Wraith gehofft, beziehungsweise natürlich die Vernichtung der Wraith, die es nicht wollten.
Doch General John Sheppard wagte es dann schließlich doch darauf zu reagieren, denn er entgegnete: „Sie werden sicherlich verstehen, dass es uns sehr, sehr schwer fallen wird, wenn uns bewusst ist, dass es so einige Welten mit Menschen gibt, die unter solchen Bedingungen weiterhin leben müssen.“
„Ihr Menschen ernährt euch doch selber auch von anderen Lebewesen, die ihr euch haltet, also ausbeutet, unter anderem auch tötet und dann zubereitet, um euch von ihnen zu ernähren“, zischte die Königin unbeeindruckt.
Atlantis, Kontrollraum
Zur gleichen Zeit war man in der Stadt in heller Aufregung, denn auf den Monitoren der Stadt waren in der nahen Umgebung des Planeten, auf dem sich Atlantis befand, mehrere Signale aufgetaucht. Als erste Reaktion darauf, wurde der Schutzschild von Atlantis auf Anordnung von Richard Woolsey hochgefahren.
Was dann geschah war seltsam, denn es wurde von den Besuchern, die sich mit ihrer kleinen Flotte von neun Raumschiffen, die kaum größer als die alten irdischen Space-Shuttles waren und sehr schnell im Orbit des Planeten befanden, Kontakt aufgenommen.
Im gesamten Kontroll- und Stargateraum von Atlantis konnte man die übertragenden Worte der Botschaft: „…einige von uns waren schon einmal vor einigen Jahren bei euch, wobei es bedauerlicherweise einige Zeit darauf zu einer Konfrontation kam, die wir am Ende klar verloren haben. Wir sind jetzt erneut hier, da wir die Letzten unserer Art sind, der letzte Stamm unseres Volks, den ihr als die Asgard kennen gelernt habt. Wir sind nun hier, um unsere Freundschaft anzubieten, wie es unsere Brüder einst getan haben, die aber leider für immer verschwunden sind.“, hören
Orbit von M4N456
Die Unterredung der Menschen und der Wraith war nach rund zwei Stunden beendet. Einige waren dafür sich der Behandlung zu unterziehen. Doch die Wraith-Königin beharrte auf ihre Position, die es den Menschen aus Atlantis für immer verbieten würde, ein klar festgelegtes Territorium des letzten Wraith-Stammes zu betreten, zusätzlich erklärte sich die Königin dazu bereit dieses Gebiet nicht zu verlassen.
Es war ein Kompromiss, der also nur den Wraith nutzen, und vielen Menschen in der Pegasus nach wie vor ein Leben in ständiger Angst vor einem grausamen Tod bringen würde. Dennoch ging die Menschen erst einmal darauf ein, denn sie hatten eine Nachricht erhalten, dass viele Schiffe ihrer eigenen Flotte einer dringenden Überholung und notwendiger Reparaturen bedurften. Ein Umstand, der es vollkommen unmöglich machte, in absehbarer Zukunft in ein weiteres Gefecht gegen die noch vorhandenen Streitkräfte der Wraith zu ziehen.
U.S.S. Apollo, Brücke
„Ich hoffe doch mal, dass wir die Sache doch noch zu Ende bringen, Sheppard“, bemerkte Ronon verärgert, dem die Sache nicht besonders gefiel, denn er hätte es natürlich lieber gehabt, wenn man den Kampf sofort fortgesetzt hätte.
„Das werden wir, mein Freund. Aber wir brauchen dringend einen neuen Plan, um die Menschen in dieser Galaxie vor einem grausamen Schicksal zu bewahren…“
John wurde schließlich vom Commander der Apollo unterbrochen: „Wir wurden zurück nach Atlantis beordert, sobald Doktor Beckett die Behandlungen an allen willigen Wraith abgeschlossen hat.“
„Danke, General Ellis“, seufzte General Sheppard zerknirscht, der dann erfuhr, dass sich überraschenderweise einige alte Bekannte eingefunden hatten. John hakte daher sofort nach und man erläuterte ihm, dass man von den wohl letzten Asgard des Universums kontaktiert worden war. Und zwar denen, die einst die Doktoren Jackson und McKay entführt hatten, und die man nur mit Hilfe der Reisenden hatte befreien können.
