Gestern, 21:47
Odyssee
Folge 6.04 - “Eine lange Reise, Teil 3”
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Offiziersmesse
Es war ein überaus sehr interessantes Treffen, denn für eine lange Zeit hatte man die Geschichte, die Captain Sharon Satterfield ihnen erzählt hatte, nur sehr schwer glauben können. Doch jetzt hatte man endlich die Gewissheit, dass es dort draußen in dem unendlichen Meer aus Sternen dieser Galaxis noch mindestens eine weitere Flotte von Überlebenden aus den 12 Kolonien von Kobol gab.
„Ist ihr Schiff wirklich so gut technologisch ausgerüstet und zudem auch noch bewaffnet, General Carter?“
„Ja, Colonel Tigh. Wir verfügen außerdem über einige Schiffe, die durch Myrddin, einen Verbündeten, ein perfektes Tarnsystem besitzen. Doch die Concordia verfügt leider nicht darüber. Allerdings besitzen diese Puddle Jumper, mit so einem kleinen Schiff, mit dem ich zu ihnen an Bord gekommen bin, diese Technologie…“
„Ich muss da mal dazwischen gehen“, bemerkte Admiral Adama, „wir haben einen sehr entscheidenden Militärschlag vor uns, vielleicht könnten sie uns da behilflich sein.“
„Worum geht es?“
„Wir wollen diese Zylonen, die sich um Cavil als Fraktion gebildet haben, sterblich machen! Und zwar indem wir das Wiederauferstehungszentrum zerstören, welches alle anderen Wiederauferstehungsschiffe in dieser Galaxis steuert“, antwortete der XO der Galactica, bevor sein Vorgesetzter die Möglichkeit hatte, zu antworten.
„Wow!“, machte Sam Carter nur, die sich erst einmal für einen Moment in den Stuhl zurückfallen ließ.
„Keine Sorge, General. Die Rebellen, die sich bei uns befinden, haben uns dazu ermutigt, denn sie sind an Truppen und Schiffen der Fraktion von Cavil weit unterlegen“, erklärte William Adama, „derzeit wird bereits an einem Angriffsplan gearbeitet. Doch zunächst einmal müssen wir dieses Wiederauferstehungszentrum irgendwie aufspüren, was nicht gerade einfach sein wird. In ungefähr zwei Stunden findet eine weitere Lagebesprechung dazu statt, Sie sind dazu gerne eingeladen.“
Zwei Stunden später
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica, Taktikraum
Es war wie erwartet im Raum sehr voll geworden, und um den großen Tisch hatten sich natürlich auch die übrigen Commander der anderen Kampfsterne in der Flotte sowie auch die Anführer der Zylonen versammelt.
Lange dauerte es nicht, denn Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die stets anders dachte als nach dem Lehrbuch, hatte einen sehr guten Plan, der allerdings bei einigen der Kolonialen auf großes Unbehagen stieß.
„Wir sollen was tun? Ich halte es für ziemlich riskant! Hochriskant, ausgerechnet den Zylonen, auch unter den gegebenen Umständen, so viele unserer Piloten anzuvertrauen! Zudem sollen wir uns auf diese Menschen verlassen, die von weit hergekommen sind…“, murmelte der XO von der Aron zweifelnd vor sich hin.
„Der Plan von Starbuck ist verrückt, weswegen er auch mit Sicherheit funktionieren wird“, wusste hingegen ein lächelnder Lee Adama, der Commander der Pegasus.
„Dem schließe ich mich an“, fügte sein Vater, der Admiral hinzu, der sich ebenfalls an so manches Husarenstück der Viperpilotin erinnert hatte.
Doch die nagenden Zweifel an diesen Feldzug waren damit noch lange nicht ausgeräumt, denn Commander Samuel O‘Hara von der Nyx, meinte: „Diese Drei, D‘Anna Biers, und auch das Wiederauferstehungszentrum selbst, werden bestimmt von einer ganzen Flotte von Basisschiffen beschützt werden. Die rebellischen Zylonen haben gerade einmal drei Basisschiffe retten können, und diese werden vermutlich nicht ausreichen um das Ziel zu erreichen. Auch können wir ihnen mit keinem unserer Kampfsterne in so kurzer Zeit nachspringen, um zu helfen…“
„Deswegen benötigen wir so viele Viper- und Raptorgeschwader, die sie dafür auch nur entbehren können“, erklärte Natalie, eine anwesende von drei Sechsen, die sehr darum bemüht war, auch die letzten Bedenken an dem wichtigen Bündnis und dem von Starbuck vorgeschlagenen Angriffsplan auszuräumen.
„Vielleicht könnten wir euch ja mit unserer Technologie helfen“, erklärte Sam, die bislang die Besprechung nur wortlos mitverfolgt hatte.
„Wie?“, fragte Starbuck.
„Entweder mit Hilfe eines Subraumsenders oder eines Langstreckenkommunikators. Wir haben da nur in gewisser Art und Weise die Qual der Wahl. Doch sollte man es, egal was, erst benutzen, wenn die Basisschiffe der Rebellen das Wiederauferstehungszentrum erreicht haben. Sobald dies geschehen ist, greife ich mit der Concordia in den Kampf ein. Es bestünde immerhin auch die Möglichkeit einen oder auch zwei ihrer Kampfsterne von der kleinsten Klasse, mit uns im Schlepptau, mit in den Hyperraum zu nehmen, was dann aber unsere Reisegeschwindigkeit ziemlich verlangsamen würde.“
„Captain Thrace, was halten sie von diesem Vorschlag?“
„Nun ja, Admiral, wir könnten dadurch unsere niedrigen Chancen entscheidend um so einiges erhöhen“, war alles, was Kara noch dazu zu sagen hatte.
Battlestar Galactica, Quartier des XO
Unruhig ging Ellen Tigh seit Stunden auf und ab, denn sie war immer noch hin und her gerissen. Sie wusste nicht so richtig, wie sie sich entscheiden sollte, weil sie die Identität der anderen vier, der letzten Fünf kannte. Es lag gewissermaßen an Ellen Tigh, für eine mögliche Aufklärung in dieser Angelegenheit zu sorgen. Doch um dies zu erreichen, müsste sie zunächst aber verdeckt mit jedem der anderen vier von den letzten Fünf im Verborgenen sprechen.
Colonial One, Sitzungsraum des Zwölferrates
Eine hitzige Debatte über einen Antrag der Zylonenrebellen war entflammt, denn jene wollten vollwertige Bürger der Kolonien werden.
„Das soll doch wohl ein übler Scherz sein? Erst zerstören Sie, die Zylonen, all unsere Kolonien, unsere Flotte…, wollten uns alle, die Menschheit mit diesen Angriff für immer auslöschen, danach jagen Sie uns quer durch die Galaxis, und jetzt das!“, schimpfte einer der beiden Delegierten von Picon wütend und empört.
„Präsidentin Roslin, als auch Admiral Adama sollen sich bereits dazu entschieden haben“, bestätigte der neue Vizepräsident, der Tom Zarek in diesem Amt abgelöst hatte, welcher sich nach wie vor in der Brig befand.
Nach einer kurzen Pause fuhr der Vizepräsident der Flotte, Adrian Auckland, fort: „Bitte, bitte, bewahren Sie in diesem Raum die Ruhe als auch die Form, Ladies und Gentlemen! Ich weise alle Anwesenden ausdrücklich daraufhin, dass eine endgültige Entscheidung darüber, erst nach der bevorstehenden Mission, der die vollständige Zerstörung des Wiederauferstehungszentrums, das mitunter die Aufbewahrungsstation beinhaltet, getroffen werden soll! An diesen Einsatz kooperieren die Streitkräfte der 12 Kolonien von Kobol und die der Zylonenrebellen, sowie nach meiner Information auch die Concordia… Ruhe bitte, Freunde!“
Die letzten Worte musste der Vizepräsident geradezu schreien, denn innerlich kochte bei vielen der Delegierten immer noch die Empörung, über den eingebrachten Antrag der Zylonenrebellen.
Nachdem sich die Delegierten des Rates endlich wieder beruhigt hatten, gab es wohl die nächste Situation, die für weitere heftige Anspannungen sorgen würde. Denn auf ein Zeichen von Vizepräsident Auckland hin, betrat eine Zylonin, eine Sechs, in Begleitung einer Sicherheitseskorte den Raum.
Mehr als die Hälfte der versammelten Delegierten und andere Mitarbeiter der Regierung waren fassungslos. Sollte es tatsächlich einer Angehörigen einer feindlichen Seite es erlaubt werden, hier vor ihnen zu sprechen.
Und so war es auch.
Doch die Zylonin hatte vor sich so kurz, wie nur irgendwie möglich zu fassen und nebenbei für eine gemeinsame Allianz gegen Cavil und seine Fraktion zu werben.
„… und es ist die eine Sache, die Euch Menschen vollkommen macht: Es ist die Sterblichkeit, die uns Zylonen noch fehlt. Wir werden sie haben, diese Vollkommenheit, wenn das Wiederauferstehungszentrum zerstört worden und somit der Vorteil von Cavil und seinen Anhängern zunichte gemacht worden ist. Auch geht es darum eine unserer Schwestern, aus den Händen unserer wilden Brüder, zu befreien. Ich danke Ihnen, dass es mir erlaubt worden ist, hier vor ihnen zu sprechen“, sagte Natalie, die sich noch einmal umschaute, bevor sie wieder hinaus geleitet wurde.
Viele waren nun doch beeindruckt von dieser Ansprache und der Ansicht, dass eine Allianz von Nutzen sein könnte. Aber es gab dennoch nach wie vor genügend Delegierte, die davon nichts hielten.
„…ich weise daraufhin, dass diese Zylonen hier, die sich unserer Flotte und dem Befehl von Admiral Adama unterworfen haben, auf ihren Vorteil sich in einen neuen Körper zu begeben, für immer verzichten…“
„Wer sagt das? Es könnte genauso gut ein verfluchter Trick von denen sein!“
Battlestar Galactica, Taktikraum
Starbuck und Leoben stellten zunächst nur Admiral Adama ihren endgültigen Plan vor, wie der Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum durchgeführt werden sollte. Wortlos nahm der Commander der Galactica jedes einzelne Wort und Detail in sich auf.
Schließlich nickte er: „Gut. Der Zylon Cavil und seine Anhänger wissen nichts von der Concordia und ihren enormen taktischen und technologischen Vorteilen, wohl aber vermutlich von diesen Puddle Jumpern. Starbuck, sie sorgen mir dafür, dass eine ausreichende Anzahl von Viper sowie auch einige Raptor an Bord der Basisschiffe verlegt wird! Nehmen Sie zudem Kontakt mit General Carter auf und weihe sie in den Angriffsplan ein! Außerdem wird sie dann vermutlich auch nichts mehr dagegen haben, einige ihrer Jumper und F-302er dorthin zu verlegen.“
„In Ordnung, Admiral.“
Drei Tage später
Andromeda-Galaxie
Flotte der Zylonenrebellen
Flaggschiff, Kontrollraum
Mit den Händen in der wässrigen Flüssigkeit nahmen die Zylonen die Informationen aus dem Datenstrom in sich auf. Die Vorbereitungen für den gemeinsamen Schlag der Menschen und ihrer Flotte waren schon lange abgeschlossen, und man hatte sich bereits mit einem FTL-Sprung von der Flotte der Galactica entfernt. Vor wenigen Stunden erst waren insgesamt die letzten der 60 Viper, 12 Raptor, 6 Puddle Jumper und auch F-302er sowie das dazugehörige Personal an Bord aufgenommen worden.
Einer der Leobens war sich derweil sicher, dass es jederzeit soweit sein könnte. Man würde irgendwann auf das Wiederauferstehungszentrum treffen. Doch dieses zu finden, war Aufgabe der Hybriden, die die Basisschiffe steuerten. Und zunächst einmal mussten diese sich selber aufeinander abstimmen. Ein Umstand, der einige Sprünge in Anspruch nehmen würde.
„Wir werden ein akustisches und visuelles Signal erhalten, sobald wir in die Reichweite des Wiederauferstehungszentrums gelangen“, erklärte eine Acht einigen von den Menschen, die sich erkundigt hatten, wann man es in etwa wüsste, wenn man dem Ziel nahe genug war.
Anderes Basisschiff, Hangardeck
Viele der Menschen hatten ein mulmiges Gefühl, wenn hin und wieder Zenturios zwischen sie oder ihre Flugzeuge umherliefen. Vor wenigen Tagen noch war man erbitterte Feinde gewesen, doch hatte sich etwas verändert, etwas, was sie dazu gebracht hatte zusammen zu arbeiten.
Von allen Menschen an Bord, waren die am entspanntsten, die von der Concordia gekommen waren. Einige von ihnen hatten es in ihrem Leben schon bereits mit anderen außerirdischen Leben und Lebensformen zu tun gehabt. Aber hatten sie es noch nie selber mit oder gegen die Zylonen zu tun gehabt, beziehungsweise hatten insbesondere gegen Zenturios oder zylonische Jäger kämpfen müssen, mit Ausnahme des Teams um Miss Shen. Eine wesentlicher Erfahrung, die den anderen Menschen aus der Milchstraße natürlich noch bevorstand. Sobald man das Ziel erreicht hätte, würde man Kontakt mit der Concordia aufnehmen, die so schnell es ihr möglich war, ebenfalls in den Kampf eingreifen würde.
Galactica-Flotte
Schon seit dem Aufbruch der Flotte der rebellischen Zylonen, hatten sich die Concordia und die Battlestar Trojan etwas von der übrigen Flotte abgesondert. Denn man musste jederzeit dazu bereit sein, um gemeinsam in dem Hyperraum einzutreten. Ein überaus riskantes und gefährliches Manöver für die übrigen Schiffe von der Flotte der Menschen, die sonst dabei sehr leicht in das Wirkungsfeld der Raumspaltung geraten könnten.
Entfernte Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Krankenstation
Ein ständig meckernder und nörgelnder Doktor Rodney McKay war an sich schon für so ziemlich jeder unangenehm zu ertragen, doch einer, der dann noch über irgendwelche Krankheitssymptome klagte, war in den meisten Fällen eindeutig eine klare Steigerung. So war es auch dieses Mal. Der Kanadier hatte sehr, geplagt von großem Appetit von so einigen Speisen etwas zu sich genommen, die dann offenbar bei ihm anscheinend eine allergische Reaktion ausgelöst hatten.
Alle an Bord waren froh darüber, dass sich die Ärztin, Doktor Jennifer Keller, ebenfalls der Mission angeschlossen hatte. Zum einen war sie seit Jahren mit diesem Dauerpatienten verheiratet, und zum anderen kannte sie auch dessen Macken am Besten.
„Ich würde sagen, du bleibst bei dem Dir bekannten Essen, mein Lieber!“
„Aber ich habe richtige Bauchschmerzen. Und außerdem, meine Zunge und Haut fühlen sich ganz seltsam an“, entgegnete Rodney.
„Okay. Dann checke ich dich eben einmal gründlich von oben bis unten durch. Los, frei machen!“
„Das ist typisches Verhalten von ihm, Doktor McCoy.“
„Habe ich bereits geahnt, Doktor Jackson. Ich habe den Eindruck, dass er nur keine Lust mehr hat, an der nächsten Mission auf einen anderen Planeten, erneut unter meiner Leitung teilzunehmen.“
Andromeda-Galaxie
Flotte der Zylonenrebellen
Flaggschiff
In einem der Sektionen an Bord, welches man den Menschen als Quartiere zugewiesen hatte, hielten sich auch einige Zylonen auf. Jene versuchten, unentwegt Vertrauen mit ihren menschlichen Nachbarn aufzubauen. Auch andersherum machte man sich daran bestehende Differenzen zu überwinden, denn schon sehr bald würde man nämlich Seite an Seite in den Kampf ziehen. Denn im Vorfeld war es Admiral Adama schon recht sehr schwer gefallen viele der Piloten für die gemeinsame Aufgabe zu ermutigen.
Der ausgearbeitete Plan von Starbuck, war bislang nur wenigen der Piloten überhaupt bekannt. Denn es wussten nur sehr wenige, wie man wirklich gedachte diese Basis der Zylonen anzugreifen und dort einzudringen. Denn man hatte vor, sich mit ausgeschalteten Fliegern, also kalt, von den Jägern der Zylonen zum Ziel schleppen zu lassen.
In einem der Räume hielten sich Kara Thrace und Leoben Conoy sowie Sam Anders, der die beiden nie aus den Augen ließ, auf.
„Wir nähern uns, Kara. Mal sind wir einige Stunden zu spät, dann sind es nur wenige Minuten“, teilte der Zylon die erhaltenen Neuigkeiten aus dem Datenstrom mit.
„Sag einfach Bescheid, wenn es soweit ist. In Ordnung?“
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Ein weiteres Mal ließ sich Admiral William Adama von Chief Galen Tyrol durch sein Schiff führen. Doch, was der Commander der Galactica während dieses Rundgangs erfuhr, erschrak ihn zutiefst.
„Es ist leider wahr, Sir. Die Galactica hat sehr viel mitgemacht. Zwei schwere Kriege mit hart geführten Gefechten, Schlachten. Auch haben wir dieses Schiff auf die Atmosphäre von Neu-Caprica bei der Rettungsmission stürzen lassen. Wir konnten zwar einige der entstandenen Schäden etwas notdürftig ausbessern, aber viel Zeit hat die Galactica nicht mehr übrig.“
„Wie lange noch, Chief?“
„Lässt sich schwer sagen, Admiral. Vielleicht noch ein Dutzend Sprünge. Vorausgesetzt natürlich, dass die Galactica keine schweren Treffer und Nuklearangriffe mehr einstecken muss. Und bitte, springen sie in nächster Zeit nicht allzu oft, dann hält sie bestimmt noch etwas länger durch…“
William Adama musste tief durchatmen, denn er musste zunächst einmal den Bericht von Galen Tyrol auf sich wirken lassen.
Dann nach ein paar Minuten brummte er: „Schaffen wir zunächst als erstes die Zivilisten auf die anderen Schiffe in der Flotte! Falls gefragt wird, wieso, sagen Sie allen, dass die Galactica dringender Überholungen bedarf und wir deshalb den Platz für das militärische Personal an Bord benötigen! Denn ich will keinerlei Gerüchte und keine Panik innerhalb der Bevölkerung in der Flotte!“
„Verstanden, Admiral. Tut mir leid übrigens, dass ich bislang nicht mehr tun konnte.“
„Sie haben getan, was sie konnten, und dafür danke ich ihnen.“
Flotte der Zylonenrebellen
Flaggschiff
Ein deutliches und eindringliches Warnsignal war auf dem gesamten Schiff für jeden zu hören, denn der Moment stand wohl tatsächlich unmittelbar bevor, endlich würde man beim lange gesuchten Wiederauferstehungszentrum eintreffen. Auf allen Decks herrschte deswegen eine erhöhte Alarmbereitschaft. Dies war überwiegend auf dem Hangardeck zu beobachten, wo die Piloten zügig ihre seit Tagen startbereiten Flieger bemannten.
Nur würden sich die Menschen mit ihren Jägern von den schweren Jägern der Zylonen so nahe wie nur möglich zum Wiederauferstehungszentrum schleppen lassen.
So einigen behagte dieser Gedanke sehr, sehr wenig, denn ausgerechnet in die Hände von den Zylonen sollten sie ihre Leben legen. Einzig und allein die Puddle Jumper würden sehr schnell getarnt starten, um die FTL‘ des Wiederauferstehungszentrums mit ihren Drohnen auszuschalten.
Flaggschiff, Brücke
Bevor die Flotte der rebellischen Zylonen den letzten Sprung schließlich ausführte, übermittelte man noch schnell der nach wie vor wartenden Concordia eine Nachricht, damit sie schneller und vielleicht auch entscheidend in den Kampf eingreifen könne. Denn die Zweier, Sechsen und Achten hatten sich nach einer kurzen Beratung dazu entschieden.
„Starbuck hat soeben gemeldet, dass alle Geschwader unserer Allianz bereit zum Angriff sind“, teilte Leoben mit, der dann die Bestätigung erhalten hatte, dass es auch so auf den beiden anderen Basisschiffen innerhalb ihrer kleinen Flotte war.
Wiederauferstehungszentrum, Kommandobrücke
Ein Signal, das eine Annäherung ankündigte, schreckte die Zylonenfraktion um Cavil auf.
„Was ist da los?“, fragte sofort ein Einser, der hereingeeilt kam.
„Soeben sind drei Basisschiffe aufgetaucht, die sich im Eiltempo unserer Position nähern“, antwortete ein Fünfer.
Kurz darauf erbebte auch schon die gigantische Weltraumstation.
„Unser FTL-Antrieb wurde soeben zerstört!“, meldete einer der Vierer erschrocken.
Diese Nachricht alarmierte den geschockten Einser, der: „Das ist kompletter Wahnsinn!“, ausstieß.
U.N.S. Concordia, Brücke
Sofort nachdem man die endgültigen Koordinaten erhalten hatte, hatte General Samantha Carter sich in ihren Kommandosessel gesetzt. Erst vor wenigen Sekunden hatten ihr Schiff und auch die im Schlepptau befindliche Battlestar Trojan gemeinsam den Hyperraum verlassen. Aus dem Panoramafenster heraus konnte sie sehen, dass die Schlacht bereits begonnen hatte.
Wie schon zu erwarten gewesen war, war das Wiederauferstehungszentrum sehr gut beschützt. Insgesamt sieben Basisschiffe hatte die Fraktion um Cavil zur Bewachung vor Ort zurückgelassen. Eine deutliche Übermacht, der die Flotte der Rebellen klar unterlegen war. Jedoch wurden die Karten durch die Ankunft und Anwesenheit der Concordia und der Trojan sehr schnell neu verteilt.
Wiederauferstehungszentrum
Doch noch existierte das Ziel, das Wiederauferstehungszentrum, denn man wollte an wichtige Daten gelangen und an mindestens eine Drei gelangen, die vor allem hier und auch auf der Heimatkolonie der Zylonen aufbewahrt wurden. Deswegen waren bereits einige getarnte Puddle Jumper in die Basis eingedrungen.
Auf der Brücke der gewaltigen Basis der Zylonen herrschte immer noch ein sehr großes Rätselraten, denn die Ankunft und die Intervention der Concordia gaben den Zylonen von Cavil große Rätsel auf. Solch ein Schiff und seine Technologien waren ihnen einfach nicht bekannt, trotz der vielen interessanten Informationen, die man von der Acht, Captain Sharon Satterfield, einst gestohlen hatte.
„Was wollen die nur hier? Kein Wort! Die wollen uns nicht nur um die uns von Gott gegebene Unsterblichkeit bringen, sondern uns für immer vernichten. Ich hoffe nur, dass mein kleiner Plan Erfolg hat, der ihren Enthusiasmus so ziemlich minimieren wird… Und noch etwas, wir müssen evakuieren, wenn wir hier nicht sterben wollen!“, erklärte ein Einser böse.
Allerdings waren schon ganz in ihrer Nähe die ersten Schüsse zu hören, die sie alle zusammenfahren ließ. Offenbar war es bereits den ersten feindlichen Truppen gelungen, unentdeckt in die Basis einzudringen.
„Also ich hatte angenommen, dass die Schlacht weiter dort draußen im All stattfinden würde… Ich geh dann jetzt!“, entschied ein weiterer Cavil, der sich sofort auf den Weg machte.
Die Schlacht zwischen den beiden feindlichen Flotten wurde immer heftiger geführt. Eines ihrer drei Basisschiffe hatten die Rebellen bereits sehr schnell verloren. Es konnte dem starken Beschuss der Basisschiffe der Cavilfraktion nicht mehr länger standhalten. Jedoch war es glücklicherweise der Concordia gelungen, eine gewisse Anzahl von Überlebenden mit Hilfe der Beamtechnologie zu bergen.
Aber das Schlachtschiff der Erde nahm auch sehr aktiv am aktuellen Kampfgeschehen teil, wobei man sehr aufpassen musste, denn ein schlecht getimter Schuss mit den mächtigen Energiewaffen könnte fatale Folgen haben. Nämlich statt eines der noch existierenden fünf feindlichen Basisschiffe, könnte man auch sehr schnell eines der beiden noch verbliebenen Basisschiffe der Zylonenrebellen treffen oder eventuell vorzeitig sogar das Wiederauferstehungszentrum. Ein Umstand, der Carter schnell dazu gebracht hatte, in diesem Kampf primär zunächst auf die Raketen und Railguns zu setzen.
Wiederauferstehungszentrum
Sektion für Sektion, Abteil für Abteil, Deck für Deck und Korridor für Korridor hatten sich die bunt zusammengewürfelten Angriffsteams aus Marines, Zylonen und auch einige Zenturios vorgekämpft. Endlich hatten sie einen der wichtigen Zielbereiche erreicht, der so wichtig für diesen Einsatz war.
Sofort ließ man die Kontaktsonden in die Kontaktflüssigkeit, denn nur so war an die begehrten Daten zu kommen. Auch Captain Kara „Starbuck“ Thrace war anwesend. Sie gab einigen ihrer Marines zu verstehen, sie umgehend zu begleiten, weil sie noch die nähere Umgebung erkunden sowie gegen Feinde absichern wollte. Denn alles andere, was sie alle überhaupt nicht gebrauchen konnten war, dass sie von einer ganzen Armee feindlicher Zenturios überrascht wurden.
In der Zwischenzeit hatte auch ein anderes Einsatzteam, das von Captain Karl „Helo“ Agathon angeführt wurde, es geschafft eine handvoll von Dreien wiederzubeleben. Die Gegenwehr der feindlichen Truppen war schwer, weshalb sich das Team von Helo, umgehend unter schweren Beschuss, zu den wartenden Puddle Jumpern zurückzog.
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Irgendwie war es Ellen Tigh mittlerweile unter größter und gebotener Vorsicht gelungen, nach und nach, in kleinen Einzelgesprächen mit jeden der anderen Zylonen der Final Five zu sprechen. Sie versuchte alle dringend davon zu überzeugen sich freiwillig zu stellen, denn sie sagte zu jeden von ihnen: „Irgendwann kommt Bill Adama dahinter. Daher wäre es auf diese Art besser, nämlich wenn wir uns ihm selber zu erkennen geben.“
Standort des Wiederauferstehungszentrums
Basisschiff der Rebellen
Flaggschiff, Brücke
„Bringt uns noch ein wenig näher an die Concordia heran, sonst überleben wir diesen Kampf gegen die Übermacht der Truppen von Cavil nicht!“, ordnete Natalie an, nachdem sie und alle anderen miterleben musste, wie vor wenigen Augenblicken auch das zweite ihrer Basisschiffe von der feindlichen Flotte zerstört worden war, obwohl die Battlestar Trojan jenen zu Hilfe gekommen war, und nun selber in akute Bedrängnis geriet.
Die Übermacht des Feindes war zu groß. Dennoch war es ihnen gemeinsam gelungen, vier der sieben feindlichen Basisschiffe zu zerstören. Aber das Flaggschiff der Rebellen war mittlerweile unfähig noch weiterzukämpfen. Auch die Trojan war schwer von der Schlacht gezeichnet, weswegen sich die beiden Schiffe der Allianz unter den Schutz, genauer gesagt in den Bereich der erweiterten Schutzschilde der Concordia begeben hatten.
Für die Concordia selbst würde es in den nächsten Minuten gefährlich werden, denn die Schutzschilde, die man zum Schutze des letzten Basisschiffes der Zylonenrebellen und der Trojan erweitert hatte, benötigten eine Unmenge an Energie.
Wiederauferstehungszentrum
Vorsichtig tasteten sich derweil immer noch die Marines um Starbuck vorwärts. Doch da war niemand mehr, der sie hätte angreifen können. Dennoch gingen sie noch mutig ein Stück weiter vorwärts. Ein großer Raum mit vier Wannen hatte ihre Neugier geweckt. Sie wollte gerade näher an zumindest einen dieser Behälter herangehen, da meldete sich Leoben bei ihr über Funk: „Die gesamte Basis wurde allen Anschein nach evakuiert, und wir sollten auch verschwinden, weil das Wiederauferstehungszentrums bereits einige Treffer abbekommen hat, dabei wurden einige wichtige Systeme beschädigt, die…“
„Spitze!“, zischte Kara, die mit dem Gewehr im Anschlag noch näher an die vier Wannen herangehen wollte.
„Captain?“
„Na schön. Ihr habt es alle gehört, also verschwinden wir von hier, bevor uns dieser verfluchte Drecksladen hier um die Ohren fliegt! Los! Bewegung!“, schrie sie, während sie einen Bogen rannte, der sie noch ein wenig näher an die Mitte des Raumes heranführte, wobei sie hoffte, dass ihre Helmkamera einige gute Bilder aufgezeichnet hatte.
Sie alle rannten so schnell sie konnten zu ihren Flugmaschinen, damit endlich der finale Angriff auf das Wiederauferstehungszentrum begonnen werden konnte.
Doch die Menschen und die mit ihnen verbündeten Zylonenrebellen waren nicht die Einzigen die in diesen Moment an Flucht dachten, denn mehrere schwere Jäger der Zylonen starteten von einem neu eingerichteten Flugdeck aus. An Bord von jenen waren einige Einser, Vierer und Fünfer, die ihre Leben zu retten wussten, weil die Zerstörung der Basis unmittelbar bevorstand. So kam es, dass ihre Maschinen bereits kurz nach dem Start wegsprangen, kurz nachdem sie das Wiederauferstehungszentrum verlassen hatten.
Endlich war der Moment gekommen, alle Viper, Raptor, zylonischen Jäger und Puddle Jumper hatten das Zielgebiet verlassen. Somit war der Weg frei für den finalen und alles zerstörerischen Atomangriff.
Während Captain Kara Thrace sich mit ihrer Viper bereits auf dem Landeanflug auf die Battlestar Trojan machte, entdeckte sie einen feindlichen schweren zylonischen Jäger. Sofort brach sie ihr Landemanöver ab und nahm die Verfolgung auf. Starbuck setzte noch schnell eine Meldung ab, obwohl sie die Jagd bereits fortsetzte.
Sie bekam nicht richtig mit, wie das Wiederauferstehungszentrum von ungefähr ein Dutzend Atomraketen getroffen und dadurch in einer gewaltigen Explosion zerstört wurde.
Zeitgleich hatten einige andere Viperpiloten ebenfalls ihren Kurs korrigiert, denn sie wollten Starbuck unterstützen. Diese näherte sich in einer wilden Verfolgungsjagd einen der großen Gasriesen in diesem System.
Die Viperpilotin aber kannte nur ein Ziel, den Feind zu stellen und zu vernichten, und somit an der Flucht zu hindern. Doch dabei geriet sie in das Auge eines gigantischen Sturms, der auf dem Gasriesen herrschte. Das Jagdfieber hatte sie gepackt, welches Kara blind für die Gefahr machte, in die sie sich in ihren Weiterflug brachte.
Nur schwer kamen die anderen Viper ihres Geschwaders an sie heran. Die Funksprüche nahm sie zu spät war. Denn sie war schon so tief in den Sturm hinabgetaucht, dass eine Umkehr mit jeden Meter, den sie noch weiter nach unten flog.
Ein hilfloser Lieutenant Brandon „Hot Dog“ Constanza konnte nur noch mit ansehen, wie die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace, die gerade noch vor wenigen Sekunden erst den feindlichen schweren Jäger hatte zerstören können, von den enormen Kräften der hier herrschenden Elemente zerfetzt wurde.
3 Stunden später
Andromeda-Galaxie
Galactica Flotte
Battlestar Galactica
Der Verlust von Starbuck traf insbesondere ihre engsten Freunde sehr hart. Darunter waren Admiral Adama, Apollo, Colonel Tigh, Sam Anders, Helo, Athena und Dee. Doch dies war nicht die einzige Tragödie, die sich in den vergangenen Stunden ereignet hatte, denn Boomer war es irgendwie gelungen die kleine Hera, die Tochter von Athena und Helo zu entführen.
