12.01.2026, 21:11
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.01.2026, 21:21 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 6.07 - “Vorboten des Wandels”
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Battlestar Galactica
Immer noch befand sich Admiral Adama auf einen seiner sehr wichtigen Rundgänge durch sein gesamtes Schiff. Er wurde dabei wieder einmal mehr natürlich von Chief Galen Tyrol durch die am schwersten betroffenen Sektionen der gesamten Galactica geführt, in welcher seinem Vorgesetzten eine Vielzahl von schweren Beschädigungen an mehreren der wichtigen Träger, Spannte und Holme, kurz gesagt, der gesamten tragenden Struktur an Bord zeigte.
Dass der Mann, der schon seit so einigen Jahren unter seinem Kommando diente, wie sich herausgestellt hatte in Wirklichkeit ein Zylon war, störte ihn schon lange nicht mehr so wirklich. Doch so einige andere innerhalb der Crew und der übrigen Menschheit in der gesamten Flotte waren weniger erfreut darüber, dass sich so viele Zylonen an Bord der Galactica befanden, und zudem noch so viele von ihnen enorm wichtige Schlüsselposten- und positionen dort innehatten.
Selbst eine Laura Roslin musste einen persönlichen Schock erst einmal verdauen, nämlich dass ihre eigene Beraterin und Managerin Tory Foster ebenfalls eine Zylonin war, und dann auch noch wie Galen Tyrol zu den Fünf gehörte.
Aber es gab noch mehr, was der Chief dem Admiral zu zeigen gedachte, denn ihr Weg führte sie auch in das Backbord-Hangardeck. Dort angelangt blieben die beiden erst gemeinsam vor der Viper von Starbuck stehen. Diese Viper war abseits von allen anderen geparkt und gewissermaßen unter Quarantäne gestellt worden.
„Admiral. Wir haben den Flugschreiber von dieser Viper noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Und die darauf sehr spärlich vorhandenen Daten ergeben zum Teil nicht wirklich sehr viel Sinn…“
„In wie fern, Chief?“
„Ist irgendwie schwer zu erklären, daher würde ich es sehr gerne demnächst gemeinsam mit Captain Thrace mal etwas genauer analysieren. Vielleicht erinnert sie sich ja im Verlaufe des Gespräches an irgendetwas.“
„Dann tun Sie das!“
„Ja, Sir. Zudem werden die anderen vier von den Fünf, genauso wie ich des Öfteren von diesem Vogel hier quasi wie von einem Magnet angezogen. Ganz so als ob diese Viper hier, uns ständig zu sich rufen würde. Es ist also nämlich mehr als nur das normale Außergewöhnliche an dieser Viper… Starbucks Rückkehr, die Zusammenführung der wohl letzten Flotten der Überlebenden aus den Kolonien…“
Die letzten beinahe schon gemurmelten Worte von Tyrol, konnte Adama schon fast nicht mehr hören, denn seine Schritte lenkten ihn derweil schon zielstrebig zu dem Raptor von Athena.
Der Admiral kam sofort zur Sache: „Was haben Sie vor, Lieutenant?“
„Ich will und werde meine Tochter suchen! Davon lasse ich mich nicht abhalten - auch nicht von Ihnen, Sir.“
Die Stimme der Zylonin klang mehr als nur fest und zu allem entschlossen, während sie konzentriert weiter die Checkliste abarbeitete.
William Adama trat zunächst noch wortlos näher an sie heran, dann setzte er sich auf dem Platz des ECO und sagte, nur gerade einmal so laut, dass es Sharon Agathon hören konnte: „Ich weiß, Athena. Daher werde ich Ihnen eine ganz wichtige Aufklärungsmission übertragen…“
Sofort drehte sich Athena zu den Commander der Galactica, der mit ruhiger und seiner heiseren Stimme zu ihr sprach: „…zudem habe ich mir bereits erste Gedanken über einen Angriffs- und Rettungsplan für Hera gemacht. Zudem habe ich mich auch mit einigen der Zylonen vom Basisschiff unterhalten, die meinten, dass man Hera vermutlich zu ihrer sogenannten Heimatkolonie gebracht hat, welche sich nicht etwa auf einem bewohnbaren natürlichen Himmelskörpern befindet, sondern eine weitere riesige Weltraumstation sein soll. Also hören Sie mir gut zu!…“
Schon nach einigen weiteren Atemzügen hatte Sharon Agathon mit ihrer Arbeit aufgehört und dabei erstaunt den Worten von William Adama gelauscht, denn sie konnte einfach immer noch nicht glauben, was sie soeben von ihrem Vorgesetzten vernommen hatte.
„…Bedingung ist, dass Sie sofort zur Galactica mit den Koordinaten zurückkehren, sobald die Heimatkolonie der Zylonen gefunden wurde, Lieutenant! Keine Alleingänge! Ich würde es nicht ertragen, wenn ich Sie verlieren würde, Athena!“, verfügte und schloss Admiral Adama, der der Pilotin in deren dunklen Augen schaute. Er wusste, dass er es ihr und Helo schon sehr lange schuldig war, damit Hera endlich wieder bei ihrer Familie war.
Doch eben diese Entscheidung von Admiral Adama würde nicht nur bei so einigen der anderen Offiziere innerhalb der Kolonialen Flotte auf einen erheblichen Widerspruch stoßen, sondern auch bei der politischen Führung. Wobei er aber allen Politikern sofort klar machen würde, dass es eine eindeutige militärische Angelegenheit sei.
Battlestar Electra, Offiziersmesse
Das Dossier von Admiral William Adama lag schon seit einigen Stunden vor Admiral Diana McBride auf dem Tisch. Die Befehlshaberin der Electra hatte ihren Offiziersstab deswegen zusammengerufen, um über diesen weiteren bevorstehenden und wohl sehr wichtigen Militärschlag gegen die Zylonen zu besprechen.
„…dies wird auf unerwartete Widerstände bei so einigen der Crews auf und manchen der anderen Schiffen in unserer Flotte sorgen, auch natürlich auf den zivilen“, ahnte Colonel Lot Hebridan, der XO der Electra, bereits.
„Gewiss. Aber ich werde Admiral Adama unterstützen, denn es beinhaltet die Chance den Feind für immer loszuwerden! Oder aber einen so harten Schlag zu versetzen, der die Zylonen um die sogenannte Cavil-Fraktion über Jahrzehnte handlungsunfähig macht!“, erklärte Admiral McBride, die ihre Entscheidung zu diesen Thema bereits gefällt hatte.
Ilion, Konferenzraum
Ein großes Team bestehend aus Beratern und Managern sowie natürlich so manchen Politikern aus der gesamten Flotte arbeitete bereits an den ersten Vorbereitungen für die Wahl des neuen Präsidenten, der der gesamten Flotte als politisches Oberhaupt dienen sollte. Zuvor war in einer großen und abschließenden Ratssitzung beschlossen worden, dass sich alle ehemaligen und aktuellen Präsidenten und natürlich auch Vizepräsidenten seit dem Fall der Kolonien von Kobol zur Wahl stellen konnten. Dies war eine gewagte Entscheidung, die von Laura Roslin und ihren engsten Vertrauten sowie politischen Verbündeten nicht unterstützt worden war, denn sie dachte dabei an Gaius Baltar und Tom Zarek, die einst in ihrer Flotte von der Galactica nur unsagbares menschliches Leid und politischen Schaden angerichtet hatten.
Da die erste Vorwahl schon bereits in nur wenigen Tagen stattfinden sollte, herrschte ein gewisser Zeitdruck bei allen Wahlhelfern. Denn es mussten Listen und Wahlzettel erstellt und gedruckt werden sowie die dafür sicheren Abläufe festgelegt werden. Zudem wurde durch eine Auslosung ein unabhängiges Komitee eingesetzt, welches diese wichtige Wahl beobachten und Manipulationen verhindern sollte.
Ilion, Kontrollraum
Mit erstaunter Miene lauschte General Samantha Carter den Worten von Major Jennifer Hailey. Die mittlerweile sehr gereifte Soldatin und Wissenschaftlerin, die einst von Sam für das Stargate-Programm rekrutiert worden war, hatte ihr einen interessanten Vorschlag gemacht, der einen wohl wichtigen und vielleicht den entscheidenden taktischen Vorteil im Angriff gegen die Zylonen und ihre Heimatkolonie bringen könnte. Jennifer Hailey hatte mit Cassandra Fraiser nämlich den Plan vorbereitet die Tarnvorrichtung Ilions auf die Concordia zu übertragen, die sich dadurch vollkommen unbemerkt eben dieser gewaltigen Heimatkolonie der Zylonen annähern könnte.
Samantha Carter war bewusst, dass sich diese beiden Frauen mehr als nur für eine schon überfällige Beförderung durch ihre bisherigen hervorragenden Leistungen bereits sehr empfohlen hatten.
Milchstraße
Sol-System
Mars-Jupiter-Asteroidengürtel
Weltraumwerft
Auf und an der Werft, die sich nach dem Sieg über die Goa‘uld, wieder im heimischen Sonnensystem befand, wurde fleißig gearbeitet. In einer anderen Region im heimatlichen Sonnensystem, zwischen der Erde und des Mars war durch Yashida-Technologies in Rekordzeit eine weitere wichtige Werft entstanden, an der auch schon die ersten Kampfsterne gefertigt wurden. Somit befanden sich zwei der fünf Weltraumwerften, die sich im Besitz der Erde befanden, im eigenen Sonnensystem.
Zwei Puddle-Jumper, auf denen sich die Delegationen des IOA, der UN verteilten, befand sich auch eine der mächtigsten und einflussreichsten Frauen Japans, wenn nicht sogar Asiens und der Welt, nämlich Mariko Yashida, die eine Liebesbeziehung mit Wolverine gehabt hatte und auch der Leiter des Homeworld Command höchstpersönlich, General Jack O‘Neill. Sie näherten sich der Weltraumwerft von Yashida-Technologies, die später bei endgültiger Fertigstellung voller Auslastung jeweils zeitgleich einen Battlestar jeden Bautyps produzieren und warten konnte.
Alle, die sich an Bord der beiden Jumper befanden, wollten sich endlich ein persönliches Bild über den aktuellen Stand der aktuellen Bauarbeiten machen. Doch wie es in der Vergangenheit der Menschheit so oft schon der Fall gewesen war, gab es auch schon die ersten Gerangel, welche Nation oder Nationen sich welchen Kampfstern denn nehmen und welchen Namen sie dann letztendlich tragen würden.
Mars
Stargate Command Base, Level 17, Besprechungsraum
Nachdem sich Lieutenant General Hank Landry vor einiger Zeit schon sich nach dem Sieg über die Nazis in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hatte, waren sein Büro und damit auch sein Stuhl auf der Basis leer geworden, weil die Vereinigten Staaten von Amerika bislang noch keinen ihrer Offiziere als seinen Nachfolger eingesetzt hatten.
Die Volksrepublik China und die Russische Förderation wollten Jemanden als Nachfolger Landry‘ haben, dem sie vertrauen konnten sowie der zudem auch über gute Erfahrungen im Umgang mit außerirdischen Völkern und Kulturen verfügte. Es gab also nicht viele, die für diese wichtige Aufgabe und einflussreiche Funktion in Frage kamen.
Am Geeignetsten für einen dieser hohen Posten der SGCB auf dem Mars waren natürlich auf dem ersten Blick General John Sheppard, Colonel Evan Lorne, General Samantha Carter oder General Cameron Mitchell, dies wussten sehr viele in der UN und dem IOA. Denn die Erfahrungen, die all diese vier Personen gemacht hatten, wären für alle auf der Stargate Command Base sowie den beiden schon wichtigen erwähnten Gremien ein sehr großer Gewinn. Doch General Jack O‘Neill hatte für diese freie Stelle auf dem Mars bereits zwei vollkommen andere Kandidaten auf dem Schirm, nämlich Brigadier General Albert Reynolds oder Brigadier General Dave Dixon.
Der Grund dafür war aus seiner Sicht natürlich plausibel, denn die vier anderen Offiziere waren schon von Jack O‘Neill in Rücksprache mit Richard Woolsey und Steven Caldwell, aber auch Hank Landry, für andere wichtige Aufgaben bereits vorgesehen und eingeplant worden.
Die beiden frisch, also erst vor wenigen Stunden zu Generälen der United States Air Force ernannten Männer, die zum Teil noch gemeinsam mit dem jetzigen Leiter des Homeworld Command im Stargate Center in Colorado im Cheyenne Mountain gedient hatten, hielten sich noch alleine in dem Besprechungsraum auf. Waren also noch bislang unter sich. Für jeden von ihnen beiden, war diese neue Aufgabe sehr reizvoll, doch nur einer würde den freien Posten von Landry übernehmen können. Die beiden Generals Dixon und Reynolds, hatten von O‘Neill den Befehl erhalten hier auf ihn zu warten, bis jener von der Inspektion der Yashida-Werft für den Bau der Kampfsterne zurück sei.
Andromeda-Galaxie
Heimatkolonie der Zylonen
Die jüngste und besonders sehr heftige Auseinandersetzung mit den Menschen und den rebellischen Zylonen, bestehend aus den Zweiern, Sechsen und Achten sowie der Letzten Fünf, hatte die einst für lange Zeit unangefochtene Position der Einsermodelle innerhalb der Gemeinschaft der Zylonen erheblich geschwächt. Denn alle anderen Modelle ihrer Fraktion, nämlich die Vierer und Fünfer, bis auf die Acht Boomer, die ihr Modell verlassen hatte und zu der Fraktion von Cavil übergelaufen war, stellten daher immer öfters deren Entscheidungen vermehrt in Frage, forderten daher ein noch stärkeres Mitspracherecht in Form der demokratischen Abstimmungen.
Koloniale Flotte
Es herrschte seit einigen Stunden schon ein sehr reger Flugverkehr in der gesamten Flotte, denn die eilends vorbereiteten und gedruckten Wahlunterlagen für die Wahl des einstimmigen Präsidenten der Menschen, mussten nun auf jedem einzelnen Schiff verteilt werden. Dafür wurden die meisten Raptor und Shuttles verwendet, die man für diese Aufgabe entbehren konnte. Zeitgleich befanden sich alle der 16 wählbaren Kandidaten auf einer Kräfte- und Nervenzehrenden Wahlkampftour, um auf möglichst vielen Schiffen auf Stimmenfang unter den Wahlberechtigten zu gehen. Unter ihnen gehörte natürlich auch Doktor Gaius Baltar, der aber einen enormen Schutz durch das Militär und andere Sicherheitskräfte nötig hatte, denn viele hatten seine Präsidentschaft und die Ereignisse auf Neu-Caprica nach wie vor nicht vergessen, geschweige denn wirklich vergeben können - trotz der juristischen Aufarbeitung.
Allen war schon eines gewiss, es würden mehrere Wahlgänge nötig sein bis endlich einer der Kandidaten eine klare Mehrheit der Wählerschaft hinter sich endlich vereint hätte.
Battlestar Galactica, Backbord-Hangardeck
Um dem Trubel und den ständigen Nachfragen der anderen Befehlshaber in der Flotte endlich einmal zu entrinnen, hatte sich Admiral Adama schließlich zurückgezogen. Er war aber dennoch nicht vollkommen alleine, denn bei ihm waren noch Starbuck, Tyrol, Anders und einige Wissenschaftler sowie Ingenieure um das Rätsel der Viper zu lösen, mit der Kara zur Flotte in Begleitung einer weiteren Flüchtlingsflotte aus den Kolonien von Kobol zurückgekehrt war.
Weitentfernte Galaxie
Trinitatis, Zentraler Turm, Kontrollraum
Nach einer gut geführten Debatte, hatte es Doktor Rodney McKay letztendlich doch noch geschafft und den Leiter der Mission, Doktor Hank McCoy, davon zu überzeugen ihn an einer sehr wichtigen aktuellen wissenschaftlichen Arbeit in Ruhe weiterarbeiten zu lassen. Der Kanadier war nämlich auf etwas gestoßen, was ihn seit seiner Ankunft auf Trinitatis stutzig gemacht hatte. Denn ihm war aufgefallen, dass die mächtige Stadt noch auf eine andere Art und Weise wusste, sich mit der notwendigen Energie zu versorgen, außer mit den ZPM´, die zur Verfügung standen.
Als sie sich einer Sonne näherten, sprang Rodney auf und rannte so schnell er konnte nach draußen, um auf den Balkon zu gelangen. Er tat dies natürlich nicht, um sich dieses Planetensystem näher zu betrachten, sondern das überwältigende und erstaunliche Schauspiel zu beobachten, welches gleich in wenigen Minuten endlich beginnen würde.
Es dauerte wirklich nur noch einige Minuten, dann begann auch schon der kristalline Teil von Trinitatis, der überwiegend zu Shangri-La gehörte, an zu leuchten und in einer Vielzahl von Farben zu strahlen. Fast genauso als Emrys, Mu und Shangri-La am Ende zu Trintitatis vereint worden waren.
„Das ist atemberaubend!“, jubelte Doktor McKay. „Ich wusste es! Auch die Destiny wird auf dieselbe Art und Weise mit solcher Form von Energie versorgt! Doch die Trinitatis ist dabei viel, sehr viel effizienter in der Speicherung und dem Verbrauch von dieser Form von Energie, wenn ich…“
Während er noch sprach, sah er auf die Anzeigen auf seinem Tablet, die ihm verrieten, dass er Recht hatte. Die Daten erstaunten ihn nicht sonderlich, denn sie belegten seine Theorie. Aber noch etwas beschäftigte ihn, nämlich eine Energiequelle zu finden, eine saubere Energiequelle, die enorm wichtig für alle im Universum war.
Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Stargate-Raum
Eine kleine Delegation von König Arkhan I., alias Colonel Harry Maybourne, war soeben durch das Stargate eingetroffen. Diese Botschafter brachten leider sehr beunruhigende Neuigkeiten mit, die ausgerechnet die Orici Adria zum Thema hatten.
Sofort wurde daher ein in Bereitschaft stehendes SG-Team nach PX1-767, auf dem Planeten, wo sich Camelot befindet und wohin Artus nach seiner Wiedererweckung gezogen war, geschickt. Denn man musste ihn und auch Myrddin, über die jüngsten Entwicklungen in Sachen der Orici Adria, so schnell wie möglich informieren.
Level 17, Besprechungsraum
In Begleitung von Miss Mariko Yashida und ihrer besten Freundin Yukio sowie seiner Adjutantin Captain Lauren Perry betrat General Jack O‘Neill den Raum, wo die Brigadier Generals Albert Reynolds und Dave Dixon seit einigen Stunden bereits warteten. Der Leiter des Homeworld Command hatte die beiden nicht umsonst herbestellt, was er ihnen sofort deutlich machte.
Auf einer Geste und einem Lächeln im Gesicht von General O‘Neill hin, zog Captain Perry zwei Umschläge aus der Aktentasche. Beides nahm zunächst Jack von ihr entgegen, der dann erklärte: „Wer von euch beiden will zuerst zugreifen? In einem Umschlag ist dieser Job auf dieser Basis hier drin, und in dem anderen ein anderer, ein anderer wirklich toller Job, für den ich mir mächtig den Hintern aufgerissen und auch sehr, sehr viel Papierkrieg bewältigt haben müssen…“
„Was soll das Spielchen, Jack?“, fragte Dixon vorsichtig.
Auch Reynolds war ziemlich skeptisch. Denn beide Männer kannten Jack O‘Neill seit vielen gemeinsamen Jahren im Stargate-Programm gut genug. Gut genug, um zu wissen, dass jener solche Dinge immer gern mit einer Portion Humor verpackte, wenn es möglich war. Aber da er nicht alleine gekommen war, wie man es angenommen hatte, schien es sich um eine sehr interessante Alternative zu handeln.
„Also, ich warte. Die netten kleinen Umschläge hier warten ebenfalls… Ich kann auch jeden von Ihnen, einfach so einen der Umschläge zuschieben“, murmelte Jack O‘Neill vor sich hin, während er die beiden Männer aufmerksam musterte, um zu erkennen, ob sich einer von ihnen mutig dazu entschließen würde ihm einen der Umschläge abzunehmen. Beide Kuverts sahen gleich aus. Was vom Leiter des Homeworld Command absichtlich so veranlasst worden war.
Bei all dieser Szenerie musste sich Captain Lauren Perry sehr zusammenreißen, denn sie hätte schon längst einen der Umschläge gezogen, deshalb dachte sie nur: ´Männer!´
Dave Dixon und Albert Reynolds sahen sich abermals für eine Sekunden lang schweigend an, und dann wieder die beiden Umschläge, die vor Jack O‘Neill auf dem Tisch lagen. Schließlich war es General Dixon, der sich als erster nach vorne beugte und einen der Umschläge berührte, danach den anderen. Er seufzte kurz, bevor sich endlich für einen entschied. Zwangsweise musste somit General Reynolds den anderen nehmen.
General O‘Neill nickte zufrieden, und sagte schließlich grinsend: „Na los ihr beiden, seht schon nach!“
Odyssee
Folge 6.08 - “Potentia Ludum”
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Jeder der Kandidaten für das Präsidentenamt wusste, was er selber angeordnet hatte, nämlich dass es natürlich so einige Leute von den anderen Wahlkampfteams gab, die ihn und sein Team auf Schritt und Tritt verfolgen würden, um wichtige Informationen wie Stärken und Schwächen der Konkurrenten auf dem kürzesten Wege weiterzugeben.
Zudem war auch der Tag der ersten Vorwahl gekommen. Das heute noch mit keiner Entscheidung zu rechnen war, war jeden klar, denn es ging nur darum schnellstmöglich die vier bis sechs aussichtsreichsten Kandidaten für das Präsidentenamt zu ermitteln. Für diesen Zweck hatte man eine Hürde von zu erreichenden Stimmen festgelegt, die von jeden Kandidaten auf jeden Fall erreicht werden musste, um in die nächste Wahlphase einziehen zu können.
Ilion, Konferenzraum
Nach und nach trafen die Wahlurnen in der alten Antikerstadt ein, die man schon bereits als Zentrum einer neuen Stadt auf der neuen Heimatwelt auserwählt hatte. Eine Welt, die es allerdings immer noch zu finden galt. Außerdem herrschte große Unruhe, da die Pläne von Admiral Adama das Kind Hera zu befreien, über unbekannte Kanäle schließlich doch sehr schnell fast in der gesamten Flotte bekannt geworden waren.
Bis spät in die Nacht wurden immer noch die Stimmzettel ausgezählt. Man hatte aber entschieden, dass die Kandidaten, die die nächste und wohlmöglich schon entscheidende Wahl erreichen sollten, mindestens 12 Prozent an Zustimmung von Seiten der Wähler erzielen mussten.
Erst am nächsten frühen Morgen wurde endlich das vorläufige Ergebnis notiert, welches über Radiosender und andere Medien dann in der gesamten Flotte verbreitet wurde.
Nach sorgfältigen und streng überprüfter Auszählung waren dann nur, wie es bereits im Vorfeld einige vermutet hatten die drei aussichtsreichsten Bewerber natürlich Richard Adar mit 15 Prozent, Laura Roslin mit 19 Prozent, Francine Baltimore mit 22 Prozent und zur Überraschung aller Gaius Baltar mit 17 Prozent übrig. Doch dies war noch nicht alles, denn der Schock traf die meisten in der Bevölkerung tief ins Mark, denn auch Thomas Zarek hatte es mit genau 13 Prozent knapp geschafft, obwohl er ein überaus bekannter ehemaliger Terrorost und somit verurteilter Verbrecher war. All die anderen neun Bewerber, die außerdem noch angetreten waren, erzielten meist selten mehr als fünf Prozent, was ebenfalls mitgeteilt wurde.
Somit war klar, dass es schon bei der nächsten Wahl einen Fünfkampf für das hohe Amt des Präsidenten würde, und vielleicht auch schon die langersehnte Entscheidung geben könnte.
Der Wahlkampf ging nach der Bekanntgabe sofort weiter, nachdem das Ergebnis bekannt geworden war. Wie in der Politik üblich, wenn es um den Kampf um die Macht ging, wurde dabei auch sehr viel schmutzige Wäsche gewaschen. Besonders Laura Roslin musste wegen ihrer Krankheit und Nähe zu William Adama viele Attacken von Tom Zarek aber auch von Richard Adar, der keinen großen Hehl daraus machte, dass er allein die politische Macht in der gesamten Flotte anstrebte, über sich ergehen lassen.
Allein Francine Baltimore schlug sich an die Seite ihrer wohl schärfsten Konkurrentin um das höchste politische Amt: „…viele Männer sollten sich ein Beispiel an dieser Frau nehmen, die trotz ihres Zustandes dennoch weiterhin die Last getragen hat…“, waren nur einige ihrer lobenden Worte, während einer Wahlkampfveranstaltung an welcher alle fünf Bewerber gemeinsam teilgenommen hatten.
Gaius Baltar hingegen verhielt sich ungewohnt zurückhaltend, ließ aber seine Ambitionen erneut die Verantwortung als Präsident zu übernehmen klar erkennen.
Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Level 27
Mit vielen Mitarbeitern, die Kisten und Sackkarren händelten, wurde das Büro, welches vor einigen Wochen noch von General Hank Landry genutzt und dann geräumt worden war, mit neuen Leben und den Sachen des neuen Benutzers angefüllt und ausgestattet.
„Lassen Sie das ruhig erst einmal dort neben der Wand stehen, Sergeant, ich kümmere mich gleich darum!“, ordnete Brigadier General Albert Reynolds an, der sich schon daran machte das Bücherregal zu befüllen. Denn er hatte noch ein wenig Zeit, bevor er zu seinem ersten Briefing mit den anderen sechs Kommandanten dieser Basis erscheinen musste.
PX1-767, Camelot
Etwas müde von dem langen und beschwerlichen Fußmarsch vom Sternentor hin zu der kleinen Stadt Camelot, durchschritt das SG-23-Team endlich das Stadttor. Dieses Team bestand aus sechs Personen, welches von Major Emilia Rodriguez angeführt wurde. Außerdem gehörten noch die Captains Petra Tolineva und Pietro Idalgho, First Lieutenant Kyle Russel sowie den beiden Second Lieutenants Jiang Wu und Brie Chandler.
Das Team musste feststellen, dass sich dieser Ort mittlerweile zu einer noch größeren Stadt entwickelt hatte. Eine Folge, die natürlich der Rückkehr von Artus als ihr König zu verdanken war. Er hatte zudem die junge Valencia als Anwärterin in den Kreis seiner Ritterschaft berufen, weil er gehört hatte, dass es ihr einst gelungen war das Schwert aus dem Felsen auf dem alten Dorfplatz zu ziehen.
Der immer noch amtierende Bürgermeister von Camelot, Meurik, erhielt Kenntnis von den Besuchern von der Erde, weswegen er so schnell es ihm möglich war, dem Team mit einigen Würdenträgern der Stadt entgegenzugehen, um sie höflich und formell zu begrüßen.
Schnell erklärte Major Rodriguez den Grund ihres Kommens.
„Gut. Wir bringen Euch zunächst einmal in einem guten Gasthaus unter, denn König Artus befindet sich mit einigen Rittern auf einer Reise in einen Nachbarort, und wird erst morgen früh zurückerwartet. Also folgt mir bitte.“
Zwischen Erde & Mars
Yashida-Battlestar-Weltraumwerft
Zusammen mit seinem Adjutanten und seinem übrigen Offiziersstab hatte Brigadier General Dave Dixon in der zweiten Reihe hinter den beiden Piloten im Puddle Jumper Platz genommen.
Sie näherten sich ihrem Ziel, nämlich einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse, der Origin. Denn die anderen Exemplare der anderen Bautypen waren noch lange nicht fertig, mit Ausnahme eben der Origin. Dieser Battlestar würde schon in wenigen Tagen unter Dixon seinen Jungfernflug unternehmen.
Battlestar Origin
Obwohl er die Unterlagen bereits sorgfältig studiert hatte, verschlug es Dave Dixon dennoch erneut die Sprache. Denn der erste Commander eines irdischen Kampfsterns war einfach von der enormen Größe des Schlachtschiffes vollkommen überwältigt.
„…das ist einfach kein wirklicher Vergleich zu unseren anderen Schlachtschiffen möglich“, murmelte er, als sie alle gemeinsam das Combat Information Center der Origin betraten.
Wie bestellt wurde die Crew in Gestalt ihres Befehlshabenden Offiziers von der Erde kontaktiert.
„Jack.“
„Tja, Dave. Wie gefällt es Ihnen denn?“
„Ist sehr beeindruckend. Bin kein wenig neidisch auf Reynolds.“
„Freut mich. Dann machen Sie sich mal mit der Origin vertraut, damit dem angepeilten Jungfernflug nichts im Wege steht!“
„Jawohl, Sir“, bestätigte General Dixon, der den Hörer wieder an der Konsole befestigt hatte.
PX1-767, Camelot
Wie vom Bürgermeister Camelots gesagt, kehrte König Artus am Vormittag des nächsten Tages mit einem großen Gefolge in die Stadt Camelot zurück. Als Valencia hörte, dass sich Besucher von der Erde bei ihnen befanden, eilte sie sofort los, weil sie hoffte auf die alten Bekannten zu treffen. Doch es waren vollkommen neue Gesichter, die ihr und König Artus vorgestellt wurden.
Höflich lud König Artus das SG-23-Team zu sich auf die Burg ein, denn er wollte mehr erfahren. Schon nach wenigen Minuten musste der Herrscher Camelots die Vermutungen der Erde bestätigen.
„Es ist leider wahr. Händler, die zu uns durch das Portal gekommen waren, berichteten von den verstärkten Bekehrungsversuchen der Priore von Adria. Ich werde mich später mit meiner Verlobten, Adriana, die derzeit noch auf ihrer Heimatwelt Heraclia in der Andromeda-Galaxie weilt, über diese wichtige Angelegenheit sprechen…“, hatte Artus unter anderen zu Major Rodriguez und ihren Team gesagt.
Innerlich war der Herr Camelots wütend darüber, doch andererseits hatten Myrddin und er es bereits geahnt, dass sich die Orici eines Tages so verhalten würde. Das Streben nach immer mehr Anbetung, Unterwerfung und Macht war nämlich typisch für die Ori.
1 Woche später
Ori-Galaxie
Celestis
Sofort nach ihrer Rückkehr nach Camelot, war Adriana von Artus mit den Bestrebungen ihrer göttlichen Mutter konfrontiert worden. Deswegen hatte sie sich umgehend wieder auf den Weg gemacht. Ihre Ankunft wurde von den Gläubigen mit einen großen Fest gefeiert, doch war der Tochter von der Orici nicht nach feiern zumute, denn sie hatte immer noch die Drohung von Konsequenzen durch Myrrdin und auch Artus in den Ohren.
„Wieso ich das tue? Ich will Dir ein großes Imperium hinterlassen, Tochter! Darum will ich Dich auch gut beschützen können! Und am besten geht dies, wenn ich endlich von allen Menschen als Göttin anerkannt und dementsprechend verehrt werde!“
„Und was ist mit den Konsequenzen? Fürchtest Du nicht die Vergeltung von Myrddin und Artus, die Euch vor solchen Bestrebungen gewarnt haben?“
„Hm. Was das angeht, fällt es sehr leicht: Der einzige, von dem die wirkliche Gefahr für mich ausgeht, ist dieser alte Hexenmeister der Antiker, Myrddin! Er muss also dringend davon abgehalten werden, mir Deiner Mutter etwas anzutun…“
„Und wie?“
„…ganz einfach, es gibt nur einen Weg: Er muss sterben! Und zwar ohne dabei die Chance zu haben, wiederbelebt zu werden oder gar aufzusteigen, um eines Tages wieder aufzutauchen!“
Adriana sah ihre skrupellose Mutter entsetzt an, denn sie hatte Myrddin, dem Mentor ihres Verlobten, König Artus, in der letzten Zeit doch immer mehr lieb gewonnen.
„Keine Sorge. Ich werde nicht von Dir verlangen, dass Du es tust!“, fügte Adria ergänzend hinzu, da sie die Angst ihrer Tochter erkannt hatte, dass sie damit beauftragt werden könnte, eine solch grausame und hinterhältige Tat zu begehen.
1 Woche später
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Der große Tag der vielleicht entscheidenden Wahl rückte heran. Allerdings war etwas geschehen, womit niemand vorher gerechnet hatte, denn jemand hatte seine Kandidatur einen Tag vor der Wahl zurückgezogen. Es handelte sich dabei überraschenderweise um Laura Roslin, die stattdessen sofort ihrer bisherigen Konkurrentin Francine Baltimore in einer abschließenden Pressekonferenz während ihrer Rede unterstützte.
„… bitte geben Sie, die Sie morgen das Wahlrecht nutzen, bitte Francine Baltimore ihre Stimme! Sie ist es, die diese Flotte und unser Volk gut in die Zukunft, in eine sichere Zukunft führen kann! Danke!“
Doch die heftigen Reaktionen von Richard Adar und Tom Zarek ließen nicht lange auf sich warten, die sofort den geschwächten und gesundheitlichen Zustand von Laura Roslin auszunutzen versuchten. Die bisherige starke Frau der Galactica-Flotte somit schlecht aussehen zu lassen. Tom Zarek verneinte eine Zusammenarbeit mit den Zylonen und warnte außerdem noch vor einer Wahl Gaius Baltars, während Richard Adar zumindest dazu bereit wäre mit den Zylonenrebellen zu verhandeln, auch eine Untersuchung in der Sache Gaius Baltar wollte er ins Auge fassen, sobald die Wahl zu Ende und er wieder Präsident sei.
Für Admiral Adama und für viele aus seinem Umfeld war es sehr verdächtig, dass sich Gaius Baltar sehr still verhielt. Der ehemalige Präsident und immer noch hervorragende Wissenschaftler antwortete mit ein paar Reden zwar, doch verhielt er sich ruhig und sachlich, wobei er sich dennoch kämpferisch und positiv zuversichtlich seinen vielen Anhängern zeigte.
Am Abend vor der Wahl hatten sich alle Kandidaten auf ihre Schiffe zurückgezogen.
Am Tag darauf herrschte abermals reger Flugverkehr in der gesamten Flotte. Alle Routen kannten erneut nur das eine Ziel: Ilion.
Bei den kleineren Schiffen in der Flotte, hoben die bereitgestellten Raptor und Puddle Jumper zuerst ab. Dies führte dazu, dass bereits schon am späten Nachmittag die ersten von ihnen im Sekundentakt landeten. Obwohl es nur noch vier Kandidaten auf das Amt des Präsidenten waren, würde es auf Grund der Sicherheitsvorkehrungen eindeutig länger mit dem Auszählen dauern.
Battlestar Galactica, Quartier des Admirals
Seit der Zeit nach dem gemeinsamen Mittagessen, hatten Laura Roslin und William Adama den Raum nicht mehr verlassen. Über das Radio verfolgten sie beide die Auszählung, die stündlich korrigiert wurde.
Gestern, spät in der Nacht erst, war der Aufklärungsraptor mit Athena und Helo zur Galactica zurückgekehrt. Sie hatten die Heimatkolonie der Zylonen immer noch nicht gefunden. Sie waren vorerst zurückgekehrt, um nach einer mehrtägigen Pause ihre Vorräte wieder aufzufüllen sowie ihre Stimmen für die Präsidentenwahl abzugeben.
Backbord-Hangardeck
Bis vor genau einen Tag noch, hatte für einige Stunden auch Doktor Gaius Baltar versucht das Rätsel um die Viper von Captain Kara „Starbuck“ Thrace zu entschlüsseln.
Die Viperpilotin hatte erneut im Cockpit Platz genommen. Sie schaute nach unten, dort, wo ein halbes Dutzend Marines der Galactica, ihr Ehemann Samuel T. Anders, Chief Galen Tyrol und noch einige weitere Leute standen.
Battlestar Hyperion, Offiziersmesse
Schon seit seiner feierlich inszenierten Stimmabgabe in diesen Raum, hatte Richard Adar diesen nur verlassen, wenn er einmal die sanitären Räumlichkeiten aufsuchen musste. Ansonsten harrte er mit seinem gesamten Wahlkampfteam an Ort und Stelle aus. Alle lauschten dem Sprecher, wenn er die aktuellen Zahlen verkündete. Wenn dies geschah, wurde das Team um Adar sofort geschäftig, indem sie umgehend die Zahlen an der Tafel korrigierten.
Astral Queen, Kommandobrücke
Es war so wie immer, wenn etwas Wichtiges im Gange war, Tom Zarek wollte genau wissen was vor sich ging. Deshalb blieb er auf der Kommandobrücke und hörte dem Funkverkehr konzentriert zu. Außerdem war er einer der Initiatoren der Aufsicht von der Wahl, damit so etwas, wie damals vor der Besiedlung von Neu-Caprica, nicht noch einmal geschah. Das war noch nicht alles, denn Zarek konnte auf die Zustimmung der alten Eliten sowie auch der Radikalen hoffen, und er hatte seine Spione in der gesamten Flotte verteilt, damit er stets auf dem Laufenden war.
Battlestar Galactica, Abteil von Baltar
Weil Gaius immer noch nicht auf ein anderes Schiff umziehen konnte, besser gesagt auf keinen anderen willkommen war, blieb er dort wo er war, nämlich im Kreise seiner Anhänger, die ihn eifrig über alle neuen Entwicklungen informierten. Es blieb dabei nicht aus, dass er nebenbei von den treuesten seiner Anhänger hingebungsvoll umsorgt wurde. Entspannt rauchte er eine weitere Zigarre seiner Lieblingsmarke, während er einem weiteren Bericht im Radio lauschte.
Flores, Botanischer Kreuzer
Eine sehr entspannte Umgebung hatte sich Francine Baltimore für den Wahlabend gewählt. Sie hatte nur einen kleinen Kreis um sich versammelt, denn sie war sehr nervös und deshalb benötigte sie etwas Natur um sich herum.
Die Zahlen, die immer wieder in ihrer Nähe fielen, wollte sie eigentlich nicht wissen, denn es waren nur Zwischenergebnisse, die sich immer wieder nur änderten. Jede volle Stunde aufs Neue.
Francine schaute müde auf ihre Uhr, es war mittlerweile schon kurz vor Mitternacht. Sie wurde es wieder etwas munterer als sie vernahm, dass endlich die ersten Schiffe in der Flotte ausgezählt wurden, welche am größten waren und es die meisten der Wähler gab.
Nächster Morgen
Andromeda-Galaxie
Ilion, Kontrollraum < > Konferenzraum
Wie zu jeder neuen vollen Stunde war jemand mit schnellen Schritten den kurzen Weg vom Konferenzraum zum Kontrollraum gegangen. Jedes Mal wurde an einen der Sprecher eines kolonialen Senders ein Zettel mit den neuesten Zahlen weitergegeben.
„Hier! Es ist endlich der letzte Zettel!“, seufzte einer der ehrenamtlichen Wahlhelfer, der nicht alleine müde dreinschaute.
Der Moderator nahm den Zettel mit feuchten Fingern entgegen, denn nun würde er dem Volk verkünden, wer die Wahl gewonnen und somit für die nächsten fünf Jahre das hohe Amt des Präsidenten ausführen würde. Eine Präsidentschaft, die begleitet sein würde mit den großen aktuellen Herausforderungen.
„Na schön. Dann wollen wir mal damit auf Sendung gehen. Jaimie, bist du soweit? Kann ich beginnen?“
„In zehn Sekunden. Zehn, neun,…, drei, zwo, eins. Go!“
„Guten Morgen, Koloniale Flotte. Ich bin Aram Chalder. Eine aufregende Nacht mit so einigen Wendungen im Rennen um die Präsidentschaft liegt hinter uns. Das Ergebnis liegt vor. Nach der Rücknahme der Kandidatur von Laura Roslin, verblieben daher nur noch vier Bewerber, nämlich Doktor Gaius Baltar, Thomas Zarek, Francine Baltimore und Richard Adar, die sich alle einen harten Wahlkampf geliefert hatten. Doch wie es auch im Sport der Fall ist, kann eben nur einer gewinnen. Laut dem vorliegenden Zahlen, kam Richard Adar auf insgesamt 12 Prozent, Gaius Baltar erhielt 21 Prozent, für Tom Zarek gab es 15 Prozent und Francine Baltimore erringt 52 Prozent der Stimmen. Mit diesem eindeutigen Ergebnis haben wir, den Herren von Kobol sei es gedankt, endlich eine neue Präsidentin für die gesamte koloniale Flotte. Es ist Francine Baltimore. In den nächsten Tagen werden wir dann wohl auch erfahren, wer denn das Amt der Vizepräsidentschaft erhalten wird.“
Battlestar Galactica, Backbord-Hangardeck
Dadurch, dass sich auch die Fünf versammelt hatten, gelang Starbuck endlich ein wichtiger Schritt. Sie entdeckte eine Art von Notrufsignal in einen ihrer Fluginstrumente. Eine Nachricht, die sie schnell an Admiral Adama weiterleitete. Doch jener befand sich gerade in der Vereidigungszeremonie der neuen Präsidentin der Kolonien.
Pegasus-Galaxie
Todds Territorium
M-2468
Es war rund ein Monat nach dem Beginn seines Projektes vergangen, doch das Ergebnis sprach zu Beginn zumindest für sich. Todd musste im Umgang mit seiner Schöpfung sehr vorsichtig sein. Und zwar so vorsichtig, dass er diesen Teil des Komplexes noch hatte extra abschirmen müssen, denn er durfte sich hierbei keinerlei Fehler erlauben, sonst wäre als erstes sofort sein eigenes Leben in ernster Gefahr.
