[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#46
Odyssee
Folge 6.12 - “Inter Galaxies”

Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Ilion, Cafeteria

Die Flotte der Kolonialen war nach der kürzlichen Rückkehr der beiden Kampfsterne, der Pegasus und der Tauron, die ihre Mission abgeschlossen hatten, endlich wieder komplett. Zunächst wurde nur in einem kleinen Kreis über die Ergebnisse der Mission zur Heimat des 13. Stammes von Kobol gesprochen. Die Erkenntnis darüber, dass dieser Planet einst komplett nur von Zylonen bevölkert worden war, wurde verständlicherweise auch von vielen der Anwesenden mit einer gemischten Reaktion aus Entsetzen und Erstaunen zur Kenntnis genommen.

In Gedanken war allerdings Admiral William Bill „Husker“ Adama schon bereits wieder bei der Heimatkolonie der Zylonen, denn es war ihm ja ein dringendes Bedürfnis das Kind Hera Agathon, die Tochter von Sharon „Athena“ und Karl C. „Helo“ Agathon, endlich aus den Händen Cavils und seiner Anhänger zu befreien. Und immer noch hatte Adama die gut über ein Dutzend detailreichen Aufnahmen vor Augen, die Athena ihm von ihrer Such- und Aufklärungsmission vorgelegt hatte.
Die zu planende Befreiungsaktion und der Angriff auf diese gewaltige Raumstation war aus seiner Sicht ein klares Himmelsfahrtskommando, welches vor einem vollkommen ungewissen Ausgang stand. Ein weiteres Mal würde er dafür die Hilfe der Concordia benötigen, vorausgesetzt es würde Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser wirklich gelingen, die Tarnvorrichtung von Ilion vorübergehend auf dem mächtigen Schlachtschiff der Erde zu installieren.



Milchstraße
Sol-System
Mars
SGCB, Torraum

Der Moment war endlich gekommen, und General Albert Reynolds hatte als einer der sieben Kommandeure der Stargate Command Base, die sich auf dem Mars befand, ein erstes Mal selber Besucher empfangen. Es waren im Prinzip aber eher alte Bekannte, denn es handelte sich um die Vertreter der letzten Pegasus-Asgard, die sich komplett der Gnade der Menschen von der Erde und Atlantis unterworfen hatten. Doch ohne die Forschung an anderen Menschen, würde letztendlich auch diesen Asgard der endgültige Untergang drohen.

Aber es gab noch eine Vielzahl von anderen Problemen, weil man schon lange nichts mehr von den Jaffa gehört hatte. Aber auch mit der Luzianischen Allianz, die sich in mittlerweile mehrere Gruppen aufgeteilt hatte, verhielt es sich kaum anders, denn der Kontakt war seit langer Zeit nur noch recht sporadisch. Daher hatte man Teal‘c entsandt, der auf Grund seiner vielen Kontakte in der Galaxie nach den Hintergründen dafür forschen sollte.

Zumindest machte eines dennoch große Hoffnung, da durch die Hilfe der Pegasus-Asgard alle Weltraumwerften der Erde endlich fertig gestellt worden waren, die seit kurzem mit der Fertigung weiterer Battlestars aller bekannten Bauklassen begonnen hatten. Dafür gestattete man diesen Außerirdischen, natürlich unter strengen Auflagen und Kontrollen, an Menschen, die sich dazu freiwillig bereiterklärt hatten zu forschen, damit sie ihre Klontechnologie noch weiter verbessern können.


Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

Weil es sehr notwendig geworden war, war General Jack O‘Neill auf den schnellsten Weg in sein eigenes Kommando zurückgekehrt. Der Grund dafür war eine dringende Nachricht vom Rande der Milchstraße von der E.U.S. Thetys, die auf ihrer eingenommenen Position Signale von einer Vielzahl fremder Objekte empfangen hatte, die sich der Milchstraße aus Richtung der Andromeda-Galaxie in einem sprunghaften Muster immer weiter näherten.



Andromeda-Galaxie < > Milchstraße
Zylonenflotte

Die aus 16 Schiffen bestehende Armada der Zylonen, hatte erst ein Drittel der Distanz zur Erde bewältigt. Einige Zylonenmodelle waren jedoch immer noch der hämischen Meinung, dass sich die Menschen dort, vermutlich noch vor ihrer Ankunft irgendwann selbst vernichten würden. Andere Modelle allerdings hingegen verwiesen darauf, dass es in dieser Galaxie noch genügend unzählige andere menschlicher Zivilisationen gäbe, die man dennoch besser vernichten sollte, wenn man den unfreiwillig preisgegebenen Informationen der Acht, Captain Sharon Satterfield, Glauben schenken konnte. Denn es sollte absolut keine Bedrohungen mehr für das Volk der Zylonen von den Menschen mehr geben. Weswegen einige Zylonenmodelle dann aber meinten und vorschlugen, dass man die Entwicklung einiger Menschenvölker stattdessen zielgerichtet beeinflussen oder zumindest überwachen könnte, anstatt jene komplett zu vernichten.

Flaggschiff, Konferenzraum

Einer der Cavils, der natürlich, wie sollte es auch anders sein den Oberbefehl für diesen enorm wichtigen Feldzug inne hatte, hatte seine Brüder und Schwestern ein weiteres Mal eingeladen. Sein Vorhaben machte er sofort deutlich, indem er sofort zur Sache kam. Denn ihn ging es darum notwendige Energie zu sparen, weil die Reise in eine andere Galaxie zu sehr an ihre Energieressourcen ging.

„…, daher sollten wir auf die maximal zu erreichbare Sublichtgeschwindigkeit gehen, dann die Antriebe abschalten und uns dann eine Zeitlang auf unserer Ziel zutreiben lassen. Zugegeben, es könnte jahrhunderte oder jahrtausende dauern bis wir in dieser Galaxie ankommen. Aber sollten wir durch einen unerwarteten auftretenden technischen Defekt hier in diesen Nirgendwo stranden, kommen wir vielleicht nie mehr weiter“, erklärte jener Cavil allen anderen sarkastisch.

Auch alle anderen Modelle waren diesem vernünftigen Vorschlag nicht abgeneigt. Und da sie sich ja mittlerweile im leeren Raum zwischen zwei Galaxien befanden, lag die Wahrscheinlichkeit geradezu bei null, dass sie in diesem Raum auf ein Hindernis, zum Beispiel in Form eines Planeten oder einen anderen kosmischen Körper geraten würden.



Andromeda-Galaxie
Sigma-Sektor
Orbit von Gaía

Etwa rund einen Tag nach der Abreise der Pegasus und der Tauron weg von Gaía, war schließlich auch eine Flotte von drei Basisschiffen der Zylonen aufgetaucht. Diese befand sich natürlich auf der Suche nach der Flotte der Kolonialen und der Zylonenrebellen. Nun war man aber dabei allerdings auf diesen, auch für sie noch bislang völlig unbekannten Planeten gestoßen. Man durchforstete daher umgehend sämtliche Datenbanken und Archive, um zu ermitteln, was es denn für eine Welt sein könnte, die nun vor ihnen lag.

Gaía

Überall auf verschiedenen Stellen des Planeten landeten Trupps der Zylonen, die sofort damit begannen diese Welt zu erforschen. Schnell bemerkten sie jedoch, dass sie nicht die ersten waren, die hier in jüngster Zeit angekommen waren.

„Sie waren also schon hier“, stellte einer der Dorals fest, der sich einige der Orte ansah, wo die Angehörigen der Kolonialen Flotte und mit den Zylonenrebellen, die sich gegen Cavil und seine Anhänger gestellt hatten, bereits Ausgrabungen und Forschungen in den Siedlungsgebieten sowie deren näheren Umgebung vorgenommen hatten.


Koloniale Flotte
Battlestar Galactica, Quartier des Admirals

Zufrieden nahm Admiral William „Husker“ Adama den Bericht zur Kenntnis, dass alle Viper und Raptor, die zu fertigen er angeordnet hatte, endlich in den nächsten Tagen einsatzbereit sein würden.

In einer anderen Ecke saß die ehemalige Präsidentin der Galactica-Flotte, Laura Roslin, die sich immer wieder die Luftaufnahmen der Hauptstadt von Gaía ansah. Es überraschte sie nicht, denn sie entdeckte etwas, nämlich dass auch der 13. Stamm von Kobol versucht hatte sich eine Art von Kopie, einen Teil der alten Heimat zu bewahren, indem man das Forum und sogar das Opernhaus von Kobol nachgebaut hatte. Sie hatte nämlich nach einigen sorgfältigen Vergleichen mit einigen der alten Vorlagen der religiösen und historischen Schriften unter anderem auch die Überreste des Opernhauses identifiziert.

Es klopfte an der Luke.

Nachdem Adama: „Herein!“, gesagt hatte, traten all die anderen Befehlshaber der anderen Kampfsterne bei ihm ein. Sie hatten nämlich von dem gewagten Vorhaben ihres Oberkommandierenden erfahren, dass er das von Boomer entführte Kind Hera aus der Gewalt von Cavil befreien wollte.

„Sie haben doch nicht etwa wirklich ernsthaft vor diese riesige Kolonie der Zylonen anzugreifen?“, erkundigte sich Admiral Diana McBride. Sie konnte ihren Vorgesetzten, der von allen Offizieren innerhalb der Flotte, der der erfahrenste Offizier von allen Militärs war, durchaus verstehen, weil auch sie von der Bedeutung dieses Kindes erfahren und verstanden hatte, doch zweifelte sie an der Machbarkeit, ohne dabei enorme Verluste in Kauf nehmen zu müssen.

Schließlich erschien auch noch Francine Baltimore, die Präsidentin, die alle Anwesenden vor einem Erdbeben innerhalb der gesamten Flotte warnte.
Darauf versicherte Admiral Adama: „Ich werde diesen Einsatz nur mit Freiwilligen tätigen. Sollte ich für diese Angelegenheit nicht genug Männer bekommen, um die Galactica oder einen anderen Kampfstern, etwa der Leonis oder Lyxis zu nehmen, würde ich dann mit einem Raptorgeschwader diese Station der Zylonen angreifen um Hera endlich wieder nach Hause zu holen!“



Unbekannte Galaxie < > 1. Destiny-Galaxie
Trinitatis

Wie es von Doktor Rodney McKay in das Computersystem einprogrammiert wurde, fiel die Trinitatis genau zwischen den beiden Galaxien aus dem Hyperraum. Und da sich sehr viele der Crewmitglieder an dieser Expedition nicht nur allein mit den Bildern an den zahlreichen Monitoren begnügen wollten, strömten sie hinaus ins Freie auf die Balkone und Plattformen, denn viele wollten es mit eigenen Augen sehen.

Hinter ihnen lag eine Galaxie, die sie erst vor zwei Tagen verlassen hatten und vor ihnen jene, die damals vor einigen Jahren die Besatzung der Icarus-Basis auf der Flucht durch das Stargate erreicht hatten als sie zur Destiny gelangt waren.

Mit den Worten: „Wir müssten uns jetzt so langsam entscheiden, ob wir diese Galaxie hier vor uns, die die Besatzung der Destiny als Erstes erreicht hatte, ein wenig genauer erforschen wollen, oder...“, eröffnete Doktor Hank McCoy eine kleine Besprechungsrunde, während er einmal mehr die Wunder der unendlichen Weiten des Universums bestaunte.

Jeder kannte die Aufnahmen von den besten Teleskopen und Satelliten, die entwickelt worden waren, doch seit etwa zwei Monaten waren sie selber mittendrin, wobei sie die sonst so fernen Galaxien, Sterne, Planeten und andere astronomische Körper jetzt von ganz nah mit eigenen Augen sehen konnten.

„In dieser Galaxie gibt es nicht allzu viel zu entdecken, wenn man die Berichte ganz genau kennt, die wir unter anderem von Colonel Young und Doktor Rush erhalten haben“, bemerkte Doktor Rodney McKay, der nur wenig Interesse hatte, sich diese Galaxis näher anzusehen, bis auf einige wenige Ausnahmen.
„Es fällt mir schwer“, begann Doktor Daniel Jackson, „doch ich muss Rodney zustimmen. In dieser Galaxie dort vor uns, wartet ein Feind, der schon lange hinter der Destiny her gewesen ist, und auch uns vermutlich traktieren wird, wenn sie das Potential von Trinitatis erkennen sollten. Auch eine Kommunikation, ebenso ein friedlicher Austausch sind somit vollkommen aussichtslos. Daher bleiben uns nur wenige Planeten, die wir dann wirklich aufsuchen könnten beziehungsweise sollten.“
„Gut“, nickte McCoy, der Leiter dieser Mission, „sie beide haben eine Stunde Zeit mir ihre wenigen Vorschläge zu unterbreiten, wo wir denn unsere Reise zur Destiny wirklich unterbrechen sollten! Auch ich selber kenne sämtliche Berichte von der Crew der Destiny, und weiß somit, dass die darauffolgende Galaxie um ein vielfaches interessanter aber ebenso, wenn nicht sogar noch gefährlicher ist! Doch gibt es in dieser Galaxie so einige menschliche Zivilisationen, die wir nach Hause auf die Erde bringen könnten.“

Die Entscheidung über das weitere Vorgehen wurde also schon kurz darauf gefällt. Man sah sich deswegen sehr schnell die mitgeführten Berichte der Destiny-Besatzung durch, dann wurde kurz vor Ablauf der Frist Doktor McCoy eine recht überschaubare Liste von einer handvoll Planeten vorgelegt, die man in der vor sich liegenden Galaxie aufsuchen wollte.



Etwas außerhalb der Milchstraße
E.U.S. Thetys, Brücke

Konzentriert wurden die über ein Dutzend Objekte beobachtet, die sich nach wie vor aus der Richtung der Andromeda-Galaxie kommend der eigenen Galaxis näherten. Man vermutete auf Grund der vorliegenden Informationen, dass es sich nur um die Armada der Zylonen handeln könnte, deren Ziel es war, auch in der Milchstraße die Menschen anzugreifen.

Doch der Commander dieses Schlachtschiffes der Erde konnte alleine nichts gegen diese Bedrohung ausrichten. Verstärkung musste unverzüglich kontaktiert, abgestellt und auf Abfangkurs gebracht werden.

„Ich benötige eine Verbindung zum Homeworld Command! Und zwar schnell!“, ordnete daher Oberst Christian Schneider an.

Nach nur wenigen Minuten hatte Schneider auch schon O‘Neill in der Leitung, dem er schnell seine Vermutung mitteilte.

„Und Sie sind sich da ihrer Meinung absolut sicher, Oberst?“
„Jawohl, General. Ich benötige daher so schnell wie nur möglich dringend Unterstützung. Denn sollten es wirklich die Zylonen sein, müssen wir sie stoppen, und zwar bevor sie in Reichweite ihrer FTL-Systeme die Milchstraße erreicht haben.“
„Ich verstehe. Wir werden sehen, was wir hier tun können, damit wir diese Bedrohung so schnell wie möglich abwenden können“, erklärte Jack, der kurz darauf die Verbindung trennen ließ.

„Und in der Zeit beobachten wir das Verhalten der Objekte weiter“, murmelte Christian Schneider, der auf eine schnelle Entscheidung, aber auch der Ankunft von Unterstützung hoffte. Anhand der Berichte über die Zylonen wusste er, dass man es ihnen unter keinen Umständen erlauben durfte in die Milchstraße einzudringen.



1. Destiny-Galaxie
Planetenorbit
Trinitatis

Da man mehr über die Außerirdischen erfahren wollte, die schon sehr lange hinter der Destiny her waren, war man zuerst zu dem Planeten geflogen, wo sich das abgestürzte Alienraumschiff befand.

Um keinerlei Risiko einzugehen, stellte Doktor Hank McCoy eine aus vielen Soldaten bestehende große Sicherheitsmannschaft zusammen und die beiden 304er, die Paris und die Hector, ab, die das Forschungsteam auf dem Planeten vor potentiellen Angreifern schützen sollte. Hier war es das höchste Gebot keine fremde Technologie mit an Bord der eigenen Schiffe zu nehmen, sondern nur auf dem Planeten selbst zu erforschen, damit man somit nicht unnötigerweise mit den Nakai in Konflikt geriet oder aufgespürt werden konnte.
Beide Teams vereinbarten sich innerhalb von einer Woche bei dem Planeten wieder zusammenzutreffen, den die Destiny-Besatzung Eden genannt hatte. Von dort aus wollte man dann noch einige wenige weitere Planeten aufsuchen, die von Interesse waren.

Planet Eden

Nach einem kurzen Flug im Hyperraum hatte die Trinitatis ihr primäres Ziel in dieser Galaxie erreicht. Es wunderte McCoy nicht, dass dieses Mal McKay neben Jackson einer der ersten war, der schnell in einem der Puddle Jumper Platz genommen hatte. Ziel von den beiden Wissenschaftlern war natürlich der riesige schwarze Obelisk, der rund 700 Meter hoch war.

Alle begannen sofort umgehend mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit, denn die Zeit ihres Aufenthalts war bekannterweise begrenzt. Daniel nahm sich sofort die Inschriften vor, die an einigen Stellen den Obelisken verzierten.
Rodney hingegen brütete über der Erschaffung des gesamten Sonnensystems sowie der Funktion des Obelisken. Hank hingegen sammelte selber seine Informationen, wobei er aber immer wieder auch bei den anderen Wissenschaftlern um regelmäßige Hinweise bat.



Etwas außerhalb Milchstraße

Drei Hyperraumfenster öffneten sich in der Nähe der Thetys. Die Verstärkung war nun sehr schnell in Gestalt der drei 306er: Victoria, Abydos und Triton sowie der fünf 304er: Huo, Challenger, Laurasia, Sila und Sibiria, eingetroffen.

Schnell wurde Oberst Schneider der Befehl von General O‘Neill übermittelt, der daraus bestand, sofort den Kurs auf die noch nicht eindeutig identifizierten 16 Objekte zu setzen. Diese sollten gegebenenfalls sofort manövrier- und kampfunfähig gemacht werden, wenn die bereits vermutete Bedrohung bestätigt werden sollte.

Es dauerte nicht lange, dann verschwanden auch schon alle neun Schlachtschiffe der Erde gemeinsam im Hyperraum.



Entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck

Viele der Besatzungsmitglieder, die derzeit keine wichtigen Aufgaben an Bord zu erledigen hatten oder zu einem Dienst eingeteilt worden waren, konnten daher live miterleben, wie die Destiny am Rande der Galaxie den Hyperraum verließ. Von hier aus konnten alle die nächste Galaxie erkennen, die sie demnächst auf ihren von den Antikern vorprogrammierten Kurs ansteuerten. Aber noch etwas Anderes war zudem schon leicht schemenhaft zu erkennen, nämlich eine Art von Muster.

MacGyver war noch ziemlich gelassen, genauso wie Pete. Nur in Jack stieg die Sorge immer weiter an, nämlich wohlmöglich nie wieder nach Hause gelangen und somit sein persönliches Ziel jemals verwirklichen zu können.



Andromeda-Galaxie
Sigma-Sektor
Zylonenflotte
Orbit von Gaía < > Gaía

Den Fund und die Beweise, die allen vorlagen, hätten die Cavils am Liebsten unter den Teppich gekehrt. Doch waren sie sehr schnell allen anderen Zylonen ihrer Seite nun bekannt geworden. Sie rätselten dennoch darüber, weil sie es sich nicht erklären konnten. Was sollten die Forschungsergebnisse letztendlich bedeuten?

„Vermutlich haben diese verfluchten Menschen des 13. Stammes alle ihre Sklaven, die wie wir, Zylonen gewesen waren, erbarmungslos vernichtet, bevor sie sich dann endgültig an einen uns noch weit entfernten und unbekannten Ort zurückgezogen haben! Wir müssen daher unsere ermordeten Brüder und Schwestern unbedingt rächen!“, mutmaßte und empfahl einer der Einser daher, obwohl ihm die eigentliche Wahrheit durch die Fünf natürlich bereits bekannt war.


Koloniale Flotte
Astral Queen, Besprechungsraum

An Bord seines Schiffes hatte Tom Zarek mittlerweile die wichtigsten Führer, seiner Verbündeten und Anhänger um sich versammelt.

Als dann wirklich endlich alle anwesend waren, begann er dann auch schon in seiner angriffslustigen rhetorischen Art zu ihnen zu sprechen: „Wir alle haben jüngst in der gesamten Flotte erfahren, was für Neuigkeiten uns von der letzten Forschungsmission über der Planeten, der uns mittlerweile als Gaía bekannt geworden ist, mitgeteilt wurde. Lange hatten wir uns darüber gefreut und darauf gehofft, mit unseren Brüdern und Schwestern des 13. Stammes in eine glorreiche gemeinsame Zukunft zu gehen. - Doch leider ist dieser Planet durch einen schlimmen Atomkrieg zerstört worden. Alles dort ist radioaktiv verseuchtes Ödland. Unbewohnbar gemacht von Zylonen, die diese fruchtbare Welt einst bewohnten. Wir wissen nichts von den Menschen, die vielleicht dort gelebt haben, weil es keinerlei Spuren mehr von ihnen gibt. Daher frage ich euch alle, meine Freunde: Wollen wir das wirklich, eine gemeinsame Zukunft mit den Zylonen in unserer Flotte?“



Milchstraße < > Andromeda-Galaxie

Seit einigen Tagen schon driftete die Flotte der Zylonen mit Unterlichtgeschwindigkeit durch den leeren Raum. Genauso wie es vorgeschlagen worden war, hatte man es noch sehr genau geplant und alle dafür wichtigen Berechnungen und Vorkehrungen getroffen, ehe man den Plan in die Tat umsetzte.
Sie bemerkten allerdings immer noch nicht das kleine getarnte Geschwader von Puddle Jumpern, welches ihren Flug eine zeitlang beobachtet hatte sowie die Geschwindigkeit und den Kurs aufzeichnete. Nachdem die Zylonenflotte nicht mehr in Radarreichweite des DRADIS war, sprangen diese fünf speziell ausgerüsteten Puddle Jumper wieder zurück in den Hyperraum, um zu ihrer eigenen Flotte zurückzukehren.


Gut sieben Stunden später, trafen dann die beiden Flotten endlich aufeinander. Sofort nachdem die neun Schlachtschiffe der Erde den Hyperraum verlassen hatten, eröffneten sie auch schon das Feuer auf die Schiffe der Zylonen. Diese versuchten sofort sich mit einem FTL-Sprung in Sicherheit zu bringen, womit sie außerhalb der Reichweite der Menschen gewesen wären, womit die Suche nach den Zylonen von neuem begonnen hätte. Doch war es den getarnten Puddle-Jumpergeschwader bei der vorherigen Mission, die in erster Linie der Aufklärung gedient hatte, gelungen einige kleine Sprengladungen an den FTL-Antrieben zu platzieren, die bei einer Fernsteuerungsaktivierung detonierten. Der entstandene Schaden war gering. Aber das Ziel war erreicht, denn die Zylonen konnten nicht wegspringen.

Die neun Schlachtschiffe der Erde verteilten sich nach den ersten abgefeuerten Salven.

Doch das Resultat war trotzdem eine hart geführte Weltraumschlacht, die dann im leeren Raum zwischen den beiden Galaxien, der Andromeda und der Milchstraße, begann. Die Zylonen starteten sofort alle ihrer verfügbaren Jäger. Darunter die normalen Raider sowie auch die massigen schweren Jäger, die, wie für die Viper der Kolonialen auch für die Jagdgeschwader der Erdschlachtschiffe eine große Herausforderung darstellen sollten. Denn diese waren robuster und zudem noch besser gepanzert. Nebenbei schossen die Basisschiffe mit allen verfügbaren Raketenbatterien auf die Schlachtschiffe der Erde. Der Beschuss war so heftig, dass es keiner der Befehlshaber an Bord der Erdschiffe es wagen konnte in den nächsten Minuten die eigenen Abfangjäger zu starten.

Die Jägergeschwader der Zylonen flogen eine Angriffswelle nach der anderen auf die Schlachtschiffe der Menschen, die sich auf die eigenen Schutzschilde verlassen mussten. Doch zeitgleich musste man zum Gegenangriff übergehen. Denn man musste unbedingt die 13 Basisschiffe als auch die 3 Hilfsschiffe der Zylonenflotte zerstören, und zwar bevor jene ihre beschädigten FTL-Antriebe reparieren konnten.

Jede Atomrakete und jedes Geschoss, welches auf die Schutzschilde der Erdschiffe schlug, sorgte nach einer gewissen Dauer dafür, dass die Leistung derer nach und nach stetig abnahm. Das Risiko, dass die Schilde irgendwann kollabieren könnten, was zur unmittelbaren Zerstörung der 304er und 306er führen würde, stieg immer weiter an.

Auf der Sibiria traten die ersten massiven Probleme auf. Dies lag daran, dass sich dieses Schlachtschiff zu weit von den anderen seiner Flotte entfernt hatte. Alle anderen schlossen daher auf, rückten dichter zusammen, damit sie nicht mehr von allen Seiten angegriffen werden konnten. Notfalls könnte man aber auch einige wenige der eigenen Schiffe in der Mitte schützen, sollte wirklich der Verlust der Schilde bei einen der Erdschiffe drohen. Doch dazu wollte man es erst gar nicht auf Seiten der Menschen kommen lassen.

Die Trefferquote bisher war auch nicht gerade zufriedenstellend, da die zylonischen Jäger versuchten den Beschuss der Menschen abzufangen. Doch nachdem die Schlachtschiffe der Erde damit begonnen hatten die Energiewaffen einzusetzen, wurde die Lage für die Flotte der Menschen zusehends endlich besser. Nach und nach wurden in einem seit schon zwei Stunden andauernden Gefecht zunächst die drei Hilfsschiffe der Flotte der Zylonen zerstört. Doch ließ man die Basisschiffe natürlich nicht ungeschoren. Man durfte sich keinerlei Fehler und Nachlässigkeiten in dieser so wichtigen Weltraumschlacht erlauben.
Es war nicht verwunderlich, dass die Leistungsstärke der Schilde durch den Beschuss des Feindes weiterhin kontinuierlich abnahm. Die Lage wurde langsam ein wenig kritisch, denn obwohl die Schiffe der Zylonen nach und nach vernichtet wurden, waren da draußen immer noch deren zahlreiche Jägergeschwader.

Mittlerweile waren nur noch vier Basisschiffe der Zylonen übrig. Doch anstatt sich, wie angemahnt vielleicht doch zu ergeben, setzten diese den Kampf dennoch unbeeindruckt fort, obwohl bereits Dreiviertel der eigenen Flotte vernichtet worden war.

Bei schließlich allen Erdschiffen machten sich mehr oder weniger dann doch zunehmend die ersten Probleme infolge des mehrstündigen Kampfes immer mehr bemerkbar. Doch die Schildstärke auf allen Erdschiffen nahm immer mehr und auch teilweise weiterhin schneller ab. Doch zumindest hatte man vor kurzem alle Geschwader der 302er und Puddle Jumper endlich starten können. Diese Art von der notwendigen Unterstützung brachte somit die erforderliche Entlastung. Denn nun lieferten sich die feindlichen Geschwader ein massives Weltraumgefecht. Somit konnten die Erdschiffe endlich die verbliebenen Basisschiffe der Zylonen gezielter unter Feuer nehmen.

Doch nachdem es der Flotte der Erde endlich gelungen war, auch das letzte Basisschiff zu zerstören, sprangen ganze Geschwader von den Raidern und schweren Jägern der Zylonen gemeinsam davon. Der lange, mehrstündige hart geführte Kampf war also vorüber. Und man konnte zunächst nur hoffen, dass allen Jägern der Zylonen irgendwann der Treibstoff ausgehen würde, sie vielleicht nie zurück in die Andromeda-Galaxie gelangen oder gar in die Milchstraße eindringen könnten.

Sofort wurde an Bord aller Schlachtschiffe der Erde eine notwendige Bestandsaufnahme durchgeführt, die klären sollte, wie es um den Zustand der Schiffe, der eigenen Verluste sowie der übrigen Ausrüstung bestellt war.

Die Kommandanten der Erdschiffe hielten derweil eine Videokonferenz ab, in welcher sie über das weitere Vorgehen berieten. Mit dem Ergebnis, dass sie sich zunächst aufteilen wollten, um doch vielleicht irgendwie die feindlichen Geschwader noch aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.

Kurze Zeit später lagen dann die endgültigen Berichte vor, dass einige Schiffe der Erde doch so einige auch teilweise sehr schwere Schäden davongetragen hätten. Daraus ging auch hervor, dass die Sibiria vermutlich kein weiteres Gefecht überstehen würde. Doch da sie noch flugtauglich war, sollte sie im Geleitschutz der Laurasia zurück zur Erde fliegen, während die übrigen sieben Schlachtschiffe noch eine Woche lang nach den verbliebenen feindlichen Jägern suchen wollten.



Sagittarius-Galaxie < > Milchstraße
Hyperraum
Antikerstadt der Vampire

Wie es vor einiger Zeit schon angeordnet worden war, war es dann auch schließlich ausgeführt worden, denn die Festung der Vampire war seit einiger Zeit schon wieder ein funktionierendes intergalaktisches Raumschiff.

Doch es brodelte hinter den Fassaden in dieser Gemeinschaft, denn Liliana hatte als Königin immer mehr Mühe sich gegen Arteriais durchzusetzen. Somit blieb ihr leider nichts anderes übrig als die Erde offiziell ins Visier zu nehmen. Aber man wusste, dass diese Menschen dort nicht wehrlos waren, weswegen ein sorgfältiger Plan geschmiedet wurde, der vorsah eine kleine ausgewählte Gruppe von Vampiren dorthin zu entsenden, die für eine Ankunft alles dafür Notwendige vorbereiten sollte. In der Zwischenzeit wollte man die eigene Flotte noch etwas vergrößern und sich außerdem für den bevorstehenden Feldzug so gut es ging vorbereiten. Zudem war es notwendig ständig in Bewegung zu bleiben, sowie jede Welt von Menschen klar unter Kontrolle zu bekommen, damit ihr Treiben nicht bekannt werden konnte.

Als Erstes hatte man dies mit allen Planeten in der Großen Magellanschen Wolke und der Sagittarius-Galaxie getan, wobei man auf den der Nazis und auch die Welt getroffen war, die von jenen von den Menschen der Erde befreit worden war.

„Es ist soweit, denn ihr 42 werdet zur Erde fliegen und euch dort niederlassen! Seid aber vorsichtig dort, damit ihr und somit eure wahre Identität nicht entdeckt werdet! Und nun geht!“, befahl Arteriais. 

Kurz darauf bestiegen auch schon die Auserwählten ein kleines Shuttle, welches sofort starten würde, sobald sie den Hyperraum verlassen würden.

Liliana stand abseits, denn ihr gefiel es überhaupt nicht, weil sie ein klares Abkommen brechen, das unter anderem ihre Tochter mit der Delegation mit dem Menschen auf der Erde ausgehandelt hatte.

Liliana hatte aufgrund ihres schwindenden Einflusses die Aktion zugelassen, doch schon klargemacht, dass sie keine Verantwortung für ein mögliches Scheitern und einen Krieg gegen die Menschen von der Erde übernehmen wird. Insgeheim hoffte sie daher, dass der Plan von Arteriais scheitern würde. Aber noch etwas hatte sie im Verborgenen vorbereitet eine klare ethische und auch moralische Trennung, weil sie die Zukunft ihres Volkes nicht ihrer zu sehr aggressiven Rivalin, die allen Zeichen nach, nach der Macht über alle strebte, aufs Spiel zu setzen gedachte.

Odyssee
Folge 6.13 - “Im Verborgenen”

Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Battlestar Galactica, CIC

Das schon seit geraumer Zeit geplante, riskante und damit gefährliche Vorhaben von Admiral William Adama war seit seinem Bekanntwerden auch bei seiner eigenen Crew sehr heftig umstritten. Denn auch sein eigener Taktikoffizier, Lieutenant Felix Gaeta, der trotz seiner letzten kleinen Revolte wieder eben auf seinen alten Posten eingesetzt worden war, war ebenfalls unter denen, die diesen bevorstehenden Einsatz entschieden ablehnten. Ihm gefiel es unter anderen auch nicht, dass sich so viele Zylonen im engsten Umfeld des Admirals aufhielten sowie auch noch sehr wichtige Schlüsselposten an Bord der Galactica innehatten. Doch durfte er sich nichts anmerken lassen. Und schon gar nicht, dass er zum inneren Zirkel von Tom Zarek und Richard Adar gehörte, deren Pläne er natürlich nur allzu gut kannte.

„Die Verbindung zur gesamten Flotte steht jetzt, Sir“, erklärte Lieutenant Felix Gaeta, der wieder einmal mehr sein hervorragendes Können eingesetzt hatte.
„Dann mal viel Erfolg, Bill“, sagte Colonel Saul Tigh.

Admiral Adama sah sich noch einmal kurz in seiner näheren Umgebung aufmerksam um, denn auf der linken Seite neben ihn standen nämlich Captain Karl C. „Helo“ Agathon und Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon, die beiden Eltern von Hera. Die Anspannung war beiden deutlich anzusehen, denn William Adama hielt Wort. Doch zunächst musste er dem politischen Druck nachgeben, welchen Richard Adar und Tom Zarek in der gesamten Flotte und auch somit innerhalb des Militärs entfacht hatten.

Nachdem Admiral Adama noch einmal tief Luft geholt und sich mental gesammelt hatte, entnahm er den Hörer von der Konsole vor sich, führte jenen dicht vor seinen Mund, wie er es immer tat, wenn er sich an alle in der Flotte wandte.

„Männer und Frauen der Flotte, hier spricht Admiral Adama von der Battlestar Galactica! Es sind mehrere Gerüchte im Umlauf, die besagen, dass ich schon seit einiger Zeit einen gezielten Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen vorbereite. Dies ist wahr! Doch tue ich es nicht, um unsere schmerzhaften Verluste und unsere zerstörten Kolonien zu rächen, sondern um ein kleines Kind zu befreien. Es geht einzig und allein um Hera, die Tochter von Athena und Helo, welche von einer feindlichen zylonischen Agentin, nämlich von Boomer, von Bord der Galactica entführt und zu Cavil gebracht worden ist. Für diesen Einsatz suche ich allerdings nur Freiwillige. Angesprochen ist jede Frau, jeder Mann, welche Erfahrungen im Kampf hat, Piloten sind oder waren. Sollte sich herausstellen, dass ich dafür nicht genügend Personal zur Verfügung habe, um die Galactica zu nehmen… so starte ich einen Raptorangriff, damit Hera wieder nach Hause kommt. Treffen Sie ihre Entscheidungen nicht aus einer Laune heraus oder melden Sie sich nicht aus anderen spontanen Gefühlen heraus für diese Mission, denn es ist gut möglich, dass sie vielleicht nie wieder zu dieser Flotte zurückkehren. Denken Sie daher gut darüber nach und übermitteln Sie innerhalb der nächsten Stunde dem Gefechtsstand der Battlestar Galactica, wenn Sie sich dazu entschlossen haben, sich an dieser riskanten Mission zu beteiligen. Außerdem setze ich Sie davon in Kenntnis, dass die Concordia derzeit taktisch umgerüstet wird. Wobei es sehr fraglich ist, dass die Arbeiten rechtzeitig beendet werden. Dann wird General Carter mit ihrer Crew uns den Rücken freihalten. Ich danke, Ihnen“, sprach William Adama, der den Hörer schließlich wieder an der Konsole vor sich befestigte und mit einem Nicken Felix Gaeta ein Zeichen gab, um die Verbindung zu allen Schiffen in der Flotte wieder zu beenden.

Astral Queen, Besprechungsraum

„Unfassbar! Adama will allem Anschein nach wirklich die Besatzung und somit die Existenz der Galactica opfern! Nur um ein Kind zu retten, das zur Hälfte ein verfluchter Zylon ist!“, schimpfte Tom Zarek, der wieder einmal einer der drei Abgeordneten im Rat für Sagittaria war.
Derweil ging Richard Adar auf und ab, und fügte hinzu: „Die Battlestar Galactica ist der letzte Kampfstern, der noch aus der Zeit des ersten Krieges gegen die Zylonen übrig geblieben ist. Es missfällt mir sehr, dass sie so… dass sie für so etwas benutzt wird.“
„Ja. Die Galactica hat unsere Flotte vor vielen Gefahren durch die Zylonen, nach dem Fall der 12 Kolonien über einige Jahre beschützt. Es würde vielen Menschen etwas fehlen, wenn man sie nicht mehr sieht… Ja. Zugegeben, es gibt noch andere Kampfsterne. Aber sie sind eben nicht die Galactica. Die aber jetzt von einer Technologie der Zylonen repariert wird, wie Lieutenant Gaeta berichtet hat. Es ist ein Himmelfahrtskommando für alle Frauen und Männer, die da reingezogen werden. Und es ist mehr als fraglich, ob es diesen beiden Erdoffizieren, nämlich Major Hailey und Lieutenant Fraiser auch wirklich gelingen wird, die Concordia in den nächsten Stunden rechtzeitig aufzurüsten“, brummte Zarek missmutig.

Noch lange diskutierten die beiden zunächst noch alleine weiter, ehe schließlich viele weitere ihrer momentanen Anhänger nach und nach eintrafen, die unter anderem auch wichtige Rollen oder gar Führungspositionen in der Kolonialen Flotte innehatten.

U.N.S. Concordia, Asgard-Technikraum < > Brücke

Dass es nicht leicht sein würde, was sie zu tun hatten, wussten Jennifer und Cassandra ganz genau. Zu mal war es schon kompliziert genug gewesen, die Tarnvorrichtung von Ilion auszubauen, ohne dabei die enorm wichtige schützende Funktion der Schilde der alten Antikerstadt zu beeinträchtigen, was tödlich für alle an Bord von Ilion gewesen wäre.

Sie wechselten schon seit einigen Tagen zwischen dem Asgard-Technikraum und der Brücke stetig hin und her. Im Asgard-Technikraum konnten sie ohne Probleme die notwendige Energie des Asgard-Kerns anzapfen, um die Concordia zu tarnen. Doch auf der Brücke hingegen wäre die Bedingung und Kontrolle über das gesamte System um ein vielfaches einfacher. Daher suchten die zwei immer noch nach den entscheidenden Durchbruch.

Ab und wann schaute natürlich auch General Samantha Carter nach den beiden, ob sie eventuell helfen könnte, aber musste sie immer wieder Rücksprache mit Admiral William Adama halten.



Milchstraße
Battlestar Origin, CIC

Das, von General Dave Dixon befehligte, neueste Kriegsschiff der Erde, hatte immer noch nicht sein vorbestimmtes Ziel erreicht. Jenes war nämlich eine der Orici-Hochburgen in der Milchstraße. Doch dorthin waren es noch einige Lichtjahre. Man könnte diese Strecke auch bequem im Hyperraum zurücklegen, aber man wollte auch die von den Kolonialen benutzte FTL-Technologie besser kennenlernen.

Ein kurzer prüfender Blick auf das DRADIS und andere Instrumente verrieten der Crew im Combat Information Center, dass sich ihrer Position zwei Mutterschiffe der Orici näherten.

Dem Commander der Origin war bewusst, dass er den nächsten errechneten Sprung aussetzen musste, damit sie nicht unnötigerweise als potentielle Bedrohung betrachtet werden würden. Aber war der Bautyp von Raumschiff, mit welchen die Menschen der Erde nun unterwegs waren, in dieser Galaxie vollkommen neu.

Sie wurden, wie es Dixon schon geahnt hatte, von einem der zwei Orici-Schiffe sofort kontaktiert.



Sagittarius-Galaxie
Hyperraum
Vampirraumschiff

Da die Vampire für diesen langen Flug auch lebensnotwendige Energie sparen mussten, hatten sie sich genauso wie die Wraith in eine Art von Schlafzustand versetzt, während ihr kleines Raumschiff dem zuvor beim Start einprogrammierten Kurs zur Erde folgte. Erst kurz vor dem Einreichen des Ziels würden die Vampire wieder erwachen, um dann mit ihrer eigentlichen Mission zu beginnen. Doch würde es noch eine ganze Weile dauern, weil ihr Schiff einen sehr leistungsschwachen Hyperraumantrieb besaß. Somit haben sie aber auch nur sehr geringe Energiewerte ab, die kaum aufzuspüren waren.



Milchstraße
Battlestar Origin, CIC

Mit sehr viel Mühe und diplomatischen Geschick, gelang es Dave Dixon die Anhänger der Orici davon zu überzeugen, dass die neue Schiffsklasse der Menschen der Erde keine Bedrohung war, außerdem befänden sich natürlich auch mehrere Anhänger der Lehre der Orici Adria bei ihm in der Mannschaft. Kurz darauf verschwanden die beiden Mutterschiffe wieder im Hyperraum. Doch der Commander der Origin ahnte bereits, dass man ihre weiteren Schritte dennoch sehr genau beobachten würde.



Pegasus-Galaxie
Todds Territorium
M-2468

Zufrieden begutachtete Todd den jüngsten Fortschritt seiner neuesten Arbeit. In Prinzip könnte er natürlich dadurch zum Alleinherrscher der neuen Wraith-Gemeinschaft aufsteigen, obwohl es noch ein Problem gab, nämlich die letzte Wraith-Königin, die sich komplett mit ihrem gesamten Gefolge und ihrer kompletten Flotte in einen unbekannten sowie auch sehr abgelegenen Teil der Pegasus zurückgezogen haben musste.
Doch zumindest war Todd endlich auch soweit, dass er allmählich einigen seiner engsten Vertrauten eine kurze Besichtigung seines geheimen Labors gestattete. Er musste aber natürlich allen seine Geheimnistuerei nur gut genug verkaufen. Was er auch gekonnt tat.



Milchstraße
PX1-767, Camelot

Die langersehnte Rückkehr von Artus hatte sich mittlerweile auf allen Welten, auf denen Myrrdin einst unterschiedliche Formen von mittelalterlichen Gesellschaften gegründet hatte, herumgesprochen. Somit war sehr schnell ziemlich ein großes Handels- und Einflussgebiet entstanden, welches natürlich deshalb auch zunehmend in den Fokus der Jaffa, den Orici-Anhängern sowie der Luzianischen Allianz geriet.

Es gab aber noch jemanden, der sich diesen entstandenen Umstand zu Nutzen machen wollte, nämlich Harry Maybourne, der als König Arkhan I. sein Volk auf dem Planeten Arkhan‘s Welt bereits zu einen Handelszentrum gemacht hatte. Doch er benötigte neben der Erde noch einen weiteren großen einflussreichen Handelspartner in der Galaxie. Es war also nicht sonderlich verwunderlich, dass seine Wahl letztendlich auf die Welt von Camelot fiel.

Doch ihm lag auch daran ein mittlerweile und daher auch notwendiges weiteres Bündnis zu schließen, weil auch sein Königreich vermehrt von Prioren aufgesucht worden war. Die Erde alleine genügte Maybourne als Alliierter also nicht mehr.

Mit einer Delegation, die zahlreiche Geschenke mit sich führte, befand er sich gerade auf den Weg zur Burg von Artus.



Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Battlestar Galactica, CIC

Nur äußerst widerwillig, hatte sich Lieutenant Felix Gaeta offiziell, aber auch nur nach außen hin dazu bereiterklärt, die bevorstehende Mission der Galactica unter dem Kommando von Admiral William Adama zu begleiten. Doch hatten Tom Zarek und auch Richard Adar dem Taktikoffizier der Galactica, während eines letzten Treffens einige sehr interessante Zugeständnisse gemacht.

Dies bedeutete, dass sich aus der Sicht von Adama und der Agathons, am Ende doch noch, genügend Männer und Frauen für diese gefährliche Mission gemeldet hatten. Andererseits jedoch hatten viele Menschen den Kampfstern aber auch verlassen.

Der Blick von Adama ging nach oben, denn die Luke wurde geöffnet und sein Sohn trat ein.

„Was machen Sie denn hier, Commander?“
„Ich werde dabei sein, Admiral.“
„Was ist mit der Pegasus? Wer soll da das Kommando übernehmen?“
„Mich wird Commander Jonathan Edwards, der eigentlich seinen Ruhestand genießen wollte, ersetzen. Er hat sich aber dennoch für eine gewisse Zeit vorübergehend dazu bereit erklärt.“
„Gut. Dann sind Sie von jetzt an wieder auf der Galactica und somit unser ranghöchster Pilot, Apollo!“, legte daher Colonel Saul Tigh sofort ohne lange zu überlegen fest. Eine Entscheidung des XO, die natürlich von niemand angefechtet wurde.

U.N.S. Concordia, Brücke

„Wir benötigen mindestens noch zwei oder drei Tage, damit wir auf der sicheren Seite sind, General“, bekannte Major Jennifer Hailey, „denn wir müssen vollkommen auf der sicheren Seite sein. Dazu gehört auch ein dringend notwendiger Testlauf nachdem wir die Technologie der Antiker mit der unseren, beziehungsweise auch der Asgard miteinander verbunden haben.“
Samantha Carter nickte zustimmend, und meinte dann: „Na gut. Ich werde es Admiral Adama sofort mitteilen. Aber weiß ich, dass er nicht mehr lange warten wird. Denn die Mission zur Befreiung des Kindes Hera Agathon soll schon in wenigen Stunden starten.“

Battlestar Galactica

Viele Zylonenrebellen, die sich sonst überwiegend natürlich nur auf ihrem Basisschiff aufhielten, hatten sich ebenfalls der anstehenden Befreiungsmission angeschlossen. Deswegen befanden sich einige hundert Zenturios an Bord. Aber auch Tom Zarek hatte sich in aller Heimlichkeit an Bord des Battlestars eingefunden. Er verfolgte aber natürlich ganz andere Ziele, weshalb er sich verborgen hielt. Während andere Personen den sehr alten Kampfstern, der so gut es möglich gewesen war, wieder unter anderen mit einer Technologie der Zylonen so gut es ging instandgesetzt worden war, verlassen hatten. Darunter waren sehr viele Zivilisten und die meisten der Anhänger des Kultes um Doktor Gaius Baltar, welcher sich allerdings in letzter Sekunde dazu entschlossen hatte, an Bord der Galactica zu verbleiben.

Astral Queen, Brücke

Voller Anspannung starrte Richard Adar auf die Uhr vor sich. Sie tickte unaufhaltsam immer weiter. Der ehemalige Präsident der Kolonien von Kobol und Tom Zarek hatten mit vielen anderen Gleichgesinnten einen überaus hochriskanten Plan entwickelt. Doch sie mussten noch warten, denn die Galactica musste sich zunächst von der gesamten Flotte entfernen. Auch die Sabotage, die man an Bord der Concordia eingefädelt hatte, war mehr als nur gefährlich gewesen, weil man keinen Konflikt mit den Menschen der Erde aus der Milchstraße wollte.



Milchstraße
Chulak

Nach langer Zeit kehrte Teal‘c auch mal wieder auf seine ehemalige Heimatwelt zurück, denn er wollte sich hier mit einigen alten Weggefährten der Jaffa-Rebellion treffen. Doch von diesen waren allerdings nicht mehr viele am Leben, denn die großen Konflikte der jüngsten Vergangenheit hatten unzählige Leben gekostet.

Zielstrebig ging der ehemalige Primus auf das Haus von Bra‘tac, seinen alten Lehrer, zu. Dieser saß im Kreise vieler junger Jaffa und auch von Kindern, die aufmerksam seinen Geschichten und Erzählungen lauschten. Als Teal‘c eintrat, drehten sich alle zu ihm um. Kurz darauf traf auch Rak‘nor ein.

„Kommt morgen wieder, dann werde ich euch mehr über die Geschichte unseres Volkes erzählen!“, verfügte Bra‘tac, der somit seine aufmerksamen Zuhörer nach Hause entließ.

Nachdem der Letzte gegangen war, bat Bra‘tac seine Gäste sich zu setzen. Gemeinsam kamen in allen die Erinnerungen und die Kämpfe gegen die Goa‘uld sowie die Ori zurück ins Gedächtnis.

„Viele vermuten, dass es immer noch Ba‘al gibt. Dass er höchstwahrscheinlich von Adria gefangen gehalten wird“, berichtete Rak‘nor schließlich.
„Dann lässt Adria ihn wohl leiden, um ihn zu bestrafen“, ahnte Teal‘c, der dabei gewesen war als die Orici von einem Ba‘al-Klon okkupiert gewesen und gestorben war, weil es nicht gelungen war den Parasit herauszuholen.
„Die Orici ist ebenfalls immer noch eine sehr große Bedrohung, trotz der bestehenden Verträge, die ausgehandelt worden sind. Es ist zwar natürlich vorübergehend Ruhe in der Galaxis eingekehrt, doch treten immer wieder, auch auf unzähligen Welten der Freien Jaffa, die diese Lehre nach wie vor ablehnen, vermehrt Priore auf. Deswegen haben wir auch nur noch losen Kontakt zur Erde. Denn viele im Rat misstrauen erneut den Tau‘ri, da sie davon erfahren haben, dass es unter ihnen, den Menschen der Erde sehr viele gibt, die die Orici und ihre Lehre angenommen haben.“

Während er sprach, machte Bra‘tac ein sehr ernstes Gesicht, in welchen große Besorgnis zu lesen war. Es schmerzte den alten Jaffa-Master sehr, dass es wieder einmal viele Befürworter unter den Führern der Jaffa gab, die bei den Jaffa darum warben den Kontakt zur Erde für immer zu beenden, mit der Begründung, dass den Tau‘ri nicht wirklich zu trauen sei.



Entfernte Galaxie
Destiny, Brücke < > Torraum

Weil sie sich immer weiter ihren Ziel näherten, verließ Doktor Rush nur noch sehr selten für längere Zeit die Brücke.

Aus dem Torraum meldete sich wieder einmal Colonel Young, dass sich Colonel Telford in wenigen Minuten auf den Weg zu einen der Planeten machen würde, der bewohnbar sei. Zudem seien dort über die Bilder, die das von Eli gesteuerte fliegende Auge gesendet hatte, zu erkennen gewesen, dass es dort deutliche Spuren einer alten Zivilisation gäbe.
Der leitende Wissenschaftler an Bord der Destiny, Nicholas Rush, gab an, dass das Team für die Mission einige Tage Zeit hätte, und man sich bei ihm melden sollte, wenn es etwas Interessantes finden sollte.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 14.01.2026, 21:11

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