[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#47
Odyssee
Folge 6.14 - “Begegnungen”

Milchstraße
PX1-767, Camelot, Artus‘ Burg

Mit allergrößter Ehrerbietung hatte sich Harry Maybourne alias König Arkhan im Thronsaal König Artus, der ihn eindrucksvoller und Ehrerbietender Haltung auf seinem Thron aus vergoldetem Holz saß, mit mehreren Verbeugungen beziehungsweise Verneigungen, Schritt für Schritt genähert. Sofort nach der darauffolgenden gegenseitigen Vorstellung durch einen der Beamten des Hofes, ließ der Gast umgehend durch einen seiner eigenen Gefolgsleute seinem Gastgeber die mitgebrachten kostbaren Geschenke überreichen.

Kurz darauf erhob sich dann schließlich König Artus, der seinem gleichrangigen Gast durch eine eindeutige unmissverständliche Geste zu verstehen gab, ihm in einen anderen Saal, der links neben dem großen Thronsaal lag, für die anschließenden Verhandlungen zu folgen.

Die für die Verhandlungen der beiden Seiten bestanden natürlich nur aus den wichtigsten Vertretern der jeweiligen Königreiche. Schnell bemerkte Artus, dass er einen listigen und damit auch mit allen Wassern gewaschenen Verhandlungspartner, mit Arkhan, vor sich hatte. Dies machte natürlich die Gespräche für ein gemeinsames Handelsabkommen und die Vereinbarung eines Bündnisses sehr kompliziert. Doch beide Könige, sowohl Artus als auch Arkhan, hatten verständlicherweise mehr als nur ein eindeutiges Interesse daran, den anderen Mächten in dieser Galaxie ein ernstzunehmendes Gegengewicht zu bieten.



Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Battlestar Galactica, CIC < > Steuerbordhangardeck

Das erst kürzliche und somit auch letzte Gespräch mit General Carter hatte Admiral Adama überhaupt nicht entmutigt, denn er hatte vor wenigen Augenblicken erst, der Navigation und auch dem Steuermann die Anweisungen gegeben, die Galactica von der Flotte wegzusteuern sowie den FTL-Computer für den bevorstehenden Sprung vorzubereiten.

Wenige Sekunden später konnte man auch schon auf dem DRADIS-Monitoren erkennen, dass sich die Galactica allmählich von der Flotte wegbewegte. Nur noch wenige Minuten, dann würde sie auch springen, mit dem zuvor erklärten Ziel das kleine Mädchen Hera, die Tochter von Athena und Helo, aus den Händen von Cavil und seiner Anhängerschaft zu befreien.

Auf dem Steuerbordhangardeck schloss Chief Galen Tyrol langsam, still leise, ja, beinahe vor sich hin betend seine Augen, denn er hatte ja immer wieder eindringlich in den letzten Minuten seinen höchsten Vorgesetzten darum gebeten noch zu warten, wenigstens ein paar Tage bis das Zylonenharz vollkommen ausgehärtet war.

„Die Galactica ist leider noch nicht soweit. Geben Sie daher bitte dem Harz ausreichend Zeit, damit es wirklich vollständig aushärten kann“, hatte er vor drei Tagen zum ersten Male zu Admiral William Adama gesagt. Dieser hatte daraufhin nur einen brummenden Kommentar dazu von sich gegeben.



2. Destiny-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis

Seit wenigen Stunden schon, befand sich das mächtige Stadtraumschiff Trinitatis in der Galaxie, in der es soweit entfernt von allen anderen der bekannten Galaxien ebenfalls menschliche Zivilisationen gab.

Schmollend hatte sich nicht nur Doktor Rodney McKay auf sein Quartier zurückgezogen, sondern auch Doktor Daniel Jackson, denn beide hätten sehr gerne noch viel länger auf Eden oder auch gar auf dem Planeten verbracht, auf welchen Lieutenant Matthew Scott, Sergeant Ronald Greer, Chloe Armstrong und Eli Wallace einst verschüttet worden waren.
Beide hatten nämlich ihre begonnenen Forschungen nicht zufriedenstellend abschließen können, wie sie beide gemeint hatten. Aber Doktor Hank „Beast“ McCoy hatte die beiden vehement daran erinnern müssen, dass sie einen klaren Zeitplan hatten, den er auch gedachte streng einzuhalten. Danach hatte der Leiter der Mission gemeint, dass diese weitere Galaxie sehr viel wichtiger sei, wegen der Menschen, die hier lebten.



Milchstraße
PX1-767

Mit großer Nervosität hatte Larissa den Planeten betreten, auf den sich Myrrdin derzeit aufhielt. Misstrauisch wurde die Soldatin der Orici, die zudem zur Leibgarde von deren Tochter Adriana gehörte, beäugt.

Es herrschte bereits schon reges Treiben im Umfeld des Sternentors, denn nach einer langen Verhandlungsrunde, welche einige Tage in Anspruch genommen hatte, waren schließlich Arkhan alias Maybourne und Artus zu einer ersten, wenn auch nur kleinen Übereinkunft gekommen, die den sofortigen Handel zwischen ihren Welten aufnehmen und regeln würde. Viele aus dem Hofstaat der beiden Könige hatten sich bereits vor dem Sternentor versammelt als gerade Larissa aus dem Ereignishorizont des Tores schritt.

Auch Myrddin war vor Ort. Die Soldatin der Orici zögerte. ,Nein‘, dachte sie, ,wenn ich meinen Auftrag jetzt ausführen sollte, würde ich sofort durch die hier anwesenden Ritter von König Artus getötet werden.‘

Einige Minuten später war es dann soweit, Arkhan und seine Delegation hatten den Heimweg angetreten und die Versammlung am Sternentor löste sich nach und nach auf. Larissa ließ seit ihrer Ankunft schon, den alten Antiker nicht mehr aus den Augen und folgte diesen dann mit größter Vorsicht in einem gewissen Abstand. Denn sie wollte wissen wohin der alte Hexenmeister, wie Adria ihn genannt hatte, ging. Ebenfalls nicht direkt nach Camelot, sondern in ein großes Waldstück in der Nähe des Sternentores.
Ein Umstand, der die Orici-Soldatin dazu veranlasste, erleichtert aufzuatmen.

Schließlich hatte Myrddin anscheinend sein Ziel erreicht, denn dort gab es einen kleinen Bach sowie eine geräumige und trockene Höhle, vor jener ein kleines Haus errichtet hatte, um noch etwas mehr Platz zur Verfügung zu haben. Der alte Antiker hatte sich für diesen Ort als Wohnstätte entschieden, da er in Camelot zwar vom Volk akzeptiert wurde, aber man ihn nach wie vor immer noch nicht gestattete unter den dortigen Menschen dauerhaft zu leben.

Larissa versteckte sich sofort zwischen einer Gruppe von Felsen, die von Buschwerk umgeben waren. Hier konnte sie ihr Ziel genau und vor allem unentdeckt beobachten. Auch hatte sie beschlossen, zumindest solange zu warten, bis sich der alte Antiker zum Schlafen hingelegt hatte. So erhoffte sie sich, würde es für sie selber leichter sein, ihren brutalen Auftrag, den sie von ihrer Göttin erhalten hatte, auszuführen.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica, CIC

Die Galactica war gerade eben ein letztes Mal gesprungen. Doch war sie nicht an ihrem Ziel angekommen. Was keiner wusste, war, dass nämlich Lieutenant Felix Gaeta heimlich andere Sprungkoordinaten eingegeben hatte, und nicht die, die man von Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon erhalten hatte.

„DRADIS ist leer, Admiral! Keine Spur von einer Station der Zylonen! Da ist rein gar nichts da draußen.“
„Das sehe ich auch, Colonel“, knurrte Adama.
„Mister Gaeta, überprüfen Sie die Sprungkoordinaten!“
„Nein! Denn ich werde nicht zulassen, dass ein alter Mann, wie Sie, dieses Schiff und diese Besatzung in unnötige Gefahr bringt! Daher enthebe ich Sie mit sofortiger Wirkung ihres Kommandos! Marines, nehmt den Admiral und alle anderen fest, die nicht zu uns gehören!“, widersprach Lieutenant Felix Gaeta, welcher das Kommando an sich riss, obwohl ihm bewusst sein dürfte, dass die Anzahl der Leute, die er unter sich vereint hatte, momentan nicht ausreichten um die Galactica zu führen.

Der Blick von Husker wurde schlagartig eiskalt, mit welchem er den Lieutenant und alle anderen Meuterer musterte. Dies war einer der Gründe, weshalb sich die meuternden Marines dem Admiral mit gebührendem Respekt näherten.



Milchstraße
PX1-767

Es wurde mittlerweile dämmerig auf der Planetenhälfte, wo sich Camelot befand.

Vorsichtig spähte Larissa über einen der zahlreichen Felsen, die zu ihrem Versteck gehörten. Noch erhellte ein Lichtkegel einen Wohnraum des Hauses. Die Soldatin der Orici vermutete daher, dass sich dort die Schlafstätte ihres Zieles befinden musste. Sie musste also noch eine Weile warten, denn der Schatten Myrddins wanderte immer noch herum.



Entfernte Galaxie
Unbekannter Planet

Das von Colonel David Telford geführte Erkundungsteam sah sich unerwartet einer noch bislang unbekannten Rasse gegenüber. Jeglicher Versuch bisher mit jenen Wesen zu kommunizieren, schien keine Aussicht auf Erfolg zu haben. Diese Wesen, denen man seit einiger Minuten schon gegenüberstand, waren etwa zweieinhalb Meter groß, gingen leicht gekrümmt auf zwei sehr kräftigen Beinen wie Menschen, ihre Arme waren beinahe ebenso lang, sie hatten eine orangefarbene Haut mit grünen Streifen, der Kopf von ihnen erinnerte je zur Hälfte an eine Echse und ein pferdartiges Wesen. Diese unbekannten außerirdischen Wesen waren kaum bekleidet, nur um die Hüfte und vor der Brust trugen sie eine Art Harnisch, weswegen man auch ihre klauenbewehrten Füße und Hände gut erkennen konnte. In den Händen hielten sie Waffen, die denen der Menschen ähnlich waren, und die sie seit ihrer Begegnung pausenlos auf die Menschen gerichtet hielten.

„Wir sollten hier verschwinden, Sir“, flüsterte Lieutenant Matthew Scott, dem nicht sonderlich wohl war und direkt neben Colonel David Telford stand, jenem leise zu.
„Sie haben recht. Wir sollten uns langsam zurück zum Stargate bewegen, denn ich glaube nicht, dass wir hier wirklich willkommen sind!“

Es war MacGyver, dem es als Erster auffiel, denn mit diesen Außerirdischen schien aus menschlicher Sicht eindeutig etwas nicht zu stimmen. Besser formuliert wäre, dass sie eindeutig anders waren, denn auf dem ersten Blick nur sahen alle gleich aus, mit der Ausnahme, dass es einige Größen- und Staturunterschiede gab, so wie bei Menschen. Angus sah, was ihm erschrak, denn diese Wesen schienen die beunruhigende Fähigkeit zu besitzen sich vom Aussehen und der Gestalt her zu verändern. Sich ihren potentiellen Gegnern anzupassen, anzugleichen.

Der Leiter des Teams bemerkte es schließlich ebenfalls, weswegen er mit lauter Stimme befahl: „Sofort alle zurück zum Stargate! Los!“

Destiny, Torraum

Vollkommen unerwartet früh kehrte Colonel Telford mit dem Erkundungsteam durch das Stargate auf das alte Antikerraumschiff zurück. Natürlich hatte man auch Colonel Young sofort über die Notsituation bereits informiert, weswegen ein großes Aufgebot eines Teams zur Verteidigung sich bereits im Torraum aufgestellt hat.

Kaum war der letzte durch das Tor gekommen, befahl David Telford: „Schalten Sie das Stargate ab! Sofort!“

Doch es half nichts, denn die außerirdischen Wesen auf die sein Team und er getroffen waren, waren sehr flink und beweglich, trotz ihrer Größe. Sofort schossen die Menschen auf die vier Eindringlinge, die durch den Ereignishorizont des Stargates auf die Destiny gelangten. Von einer Unzahl von Geschossen der Projektilwaffen der Menschen wurden sie schwer getroffen, und sanken schließlich zu Boden.

„Das war knapp!“, hustete Eli Wallace, der durch den schnellen Laufeinsatz zum Stargate völlig außer Atem war. Aber er war nicht allein, denn viele mussten schwer und lange durchatmen.

Weil Everett Young sofort Nicholas Rush über Funk herbeibeordert hatte, kam jener auch in den Torraum. Vorsichtig näherte er sich einen der Aliens, die niemand von den Militärs aus den Augen ließ.

„Nicht zu dicht rangehen! Wir wissen nicht, ob sie irgendwelche Überraschungen für uns bereithalten!“, warnte Lieutenant Tamara Johansen, die unverzüglich ein Seuchenteam herbefahl, die in angelegten Schutzanzügen die toten Körper der unbekannten Wesen in luftdichte Säcke verstauten und anschließend den Torraum reinigen sollten. Alle anderen, die auf der Mission gewesen waren und sich im Torraum aufgehalten hatten, mussten sich laut der Anweisung von TJ vorübergehend in Quarantäne begeben.

„War das jetzt alles, oder kommt da gar noch mehr in nächster Zeit auf uns zu?“, rätselte Colonel Young.

Pete Thornton, der sich derzeit auf der Brücke aufhielt, meldete sich unerwartet über Funk: „Colonel Young. Colonel Telford. Doktor Rush. Hier ist Thornton. Wir haben hier ein massives Problem: Mehrere uns noch vollkommen unbekannte Raumschiffe sind soeben aus dem Hyperraum aufgetaucht und sind dabei uns zu umzingeln! Die Schutzschilde der Destiny habe ich vorsichtshalber bereits verstärkt.“



Milchstraße
PX1-767

Mittlerweile war es tiefste und dunkelste Nacht in dem Waldstück, wo sich Myrddins Heim befand, und Larissa, die Soldatin der Leibgarde der Orici und Adrianas auf der Lauer lag. Der letzte große Lichtschein in den Fenstern war ebenfalls erloschen. Ebenso wanderte seit einer Stunde ungefähr auch kein Schatten in den einzelnen Stuben mehr herum.

Mit größter Vorsicht tastete sich die junge Frau seit einigen Minuten schon voran. Gerade eben hatte sie die Hausfront erreicht. Sie spähte durch die Fenster herein, um so gut es ging etwas zu erkennen. Larissa wusste, dass sie kein Geräusch verursachen durfte. Deshalb schaute sie sich mit größter Vorsicht zunächst ein weiteres Mal prüfend um. Die Tür wagte sie nicht zu öffnen, daher versuchte sie es zunächst an den beiden größten Fenstern. Doch dort befanden sich zu viele Gegenstände, die sie zuerst einmal beiseite schaffen müsste. Somit blieb ihr nur noch die Tür.

Das Herz der Soldatin der Leibgarde pochte stark, denn sie war ja auch eigentlich eine Kriegerin und keine heimtückische Attentäterin oder gar Mörderin. Doch es half nichts, denn sie wusste, sie musste ihrer Göttin gehorchen.

Lautlos war es Larissa überraschenderweise tatsächlich gelungen, die Tür zu öffnen. Somit war sie ins Heim des alten Hexenmeisters eingedrungen. Die junge Frau suchte das halbe Haus ab, dann fand sie Myrddin, der friedlich und schlafend in seinem Bett lag. Dieses befand sich in einer Ecke in der Höhle.

Ihr Schwert hatte sie bereits gezogen. Langsam, vorsichtig Schritt für Schritt, jedes Mal dabei die Füße behutsam aufsetzend und hebend, näherte sich Larissa ihrem Ziel. Schließlich hatte die junge Frau den alten schlafenden Mann erreicht. Sie holte langsam aus. Während sie dies tat, wisperte sie leise, kaum hörbar vor sich hin: „Ich tue dies hier wirklich nur ungern, aber ich muss meiner Göttin gehorchen!“

Dann schlug sie mit voller Kraft zu, denn es musste ja laut Adria sehr schnell gehen. Denn der Tod sollte sofort eintreten, damit der Myrddin nicht die Möglichkeit hätte aufzusteigen. Larissa schlug so hart zu, dass Federn und Späne flogen. Sogar das Bett wurde bei dem kraftvoll ausgeführten Hieb mit dem Schwert zerstört, denn es zerbrach in zwei Teile.

Doch es war kein Blut zu sehen. Die Gestalt von Myrddin blieb unverletzt und lag immer noch wagerecht vor ihr in der Schwebe liegend. Davon absolut irritiert wich die Soldatin erschrocken ein paar Schritte zurück. Das Blut gefror ihr in den Adern als die Gestalt des alten Mannes sich dann auch noch vor ihr in Luft auflöste, und dann auch noch ohne jegliche Vorwarnung sämtliche Lampen, Kerzen sowie das Feuer im Ofen und Kamin sich von Geisterhand gleichzeitig selbst entzündeten. Zeitgleich wurde sie schließlich von einer unsichtbaren Macht gepackt und gegen die nächstgelegene Wand gedrückt. Es war ihr auch absolut unmöglich, sich zu bewegen.
Starr vor Angst bemerkte sie Myrddin, der sich aus der Wand neben ihr herauslöste und sie voller Zorn ansah.

„Ich sollte Dich auf der Stelle töten“, bemerkte der alte Antiker, der dann hinzufügte, dass er die Anwesenheit der Orici-Soldatin schon lange gespürt hatte. Außerdem habe er ihre Gedanken und Vorhaben schon seit ihrer Ankunft auf dieser Welt erkannt, weswegen er abgewartet habe.
„Worauf wartet Ihr dann noch? Tötet mich dann doch endlich!“
„Eine gute Frage. Die Antwort kennst Du…“
„Ihr wollt mich also foltern, alter und böser Hexenmeister der Antiker.“
„Ist mir zuwider, euch zu foltern, Larissa. Nein! Du tust dies hier also nur widerstrebend, weil Du jemanden gehorchen musst, nämlich Adria, der Orici. Dieses Wesen ist keine Göttin. Mächtig ist sie, ja. Sie ist so, wie viele andere Antiker, aber keine Göttin.“
„Lügen!“
„Hm“, machte Myrddin, der derweil das Schwert von Larissa aufhob und jenes auf die Brust von deren Besitzerin richtete.
Die junge Frau schloss die Augen und erwartete den Stich. Doch jener blieb aus.

Eine Pause des Schweigens zwischen den beiden war entstanden, dann brach es Myrddin: „Du weist, dass du versagt hast, Larissa. Und der Plan von der Orici, mich zu töten, gescheitert ist. Ich lasse Dich am Leben.“
„Wie bitte? Andere werden mich töten wollen, wenn sie hören, was…“
„Sei still! Dir wird nichts geschehen, wenn Du genau das tust, was ich anordne, also höre denn jetzt sehr genau meine Worte!“

Wenige Minuten später schaute Larissa den Antiker Myrddin entsetzt an, der ihr seinen Plan erörtert hatte, nämlich die Orici Adria für immer ihrer Macht zu berauben und, wenn es funktionieren sollte als Sterbliche ins Exil auf eine ferne Welt zu schicken. Es wäre ihr lieber gewesen, wenn der alte Antiker sie auf der Stelle getötet hätte, weswegen sie: „Dieser Plan wird nicht funktionieren! Die Orici wird wissen, dass ich lüge und mit meiner Mission gescheitert bin, spätestens sobald ich vor sie hintrete!“, sagte.
„Überlasse diese Angelegenheit nur mir!“, entgegnete der Magier der Tafelrunde von König Artus nur.

Odyssee
Folge 6.15 - “Tumultuari”

Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica, CIC

Die Galactica war zwar gesprungen, doch war sie nicht an ihrem eigentlichen Ziel ihres Einsatzes angekommen. Denn was keiner wusste, war dass Lieutenant Felix Gaeta andere Sprungkoordinaten eingegeben hatte, und nicht die, die man von Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon erhalten hatte.

„Das DRADIS ist absolut leer, Admiral! Keine Spur von einer Station der Zylonen! Da draußen um uns herum, ist rein gar nichts!“
„Das sehe ich auch, Colonel“, knurrte Adama.
„Mister Gaeta, überprüfen Sie die Sprungkoordinaten!“
„Nein! Denn ich werde nicht zulassen, dass ein alter Mann, wie Sie, dieses Schiff und diese Besatzung in unnötige Gefahr bringt, nur um einen halbzylonisches Kind zu retten! Daher enthebe ich Sie hiermit ihres Kommandos! Marines, nehmt den Admiral und alle anderen Personen des Führungsstabes sofort fest, weil die nicht zu uns gehören!“, widersprach Felix Gaeta und erteilte Befehle an die ihm unterstellten Marines, obwohl ihm bewusst sein dürfte, dass die Anzahl der Leute, die er unter sich vereint hatte nicht ausreichten um die Galactica zu führen.

Der Blick von Husker wurde schlagartig eiskalt, mit welchem er den Lieutenant und alle anderen Meuterer sofort, ohne zunächst etwas zu sagen, musterte. Dies war einer der Gründe, weshalb sich die meuternden Marines, die sich Gaeta angeschlossen hatten, dem Admiral mit gebührendem Respekt näherten.

„Überlegen Sie sich alle noch einmal sehr genau, was sie hier gerade tun!“, warnte William Adama, der sich prüfend im Combat Information Center umblickte.

Zunächst schienen Worte und Mimik des Commanders der Galactica Früchte zu tragen, denn einige der Marines und Besatzungsmitglieder zögerten. Alle kannten es, hinter den Worten des Admirals steckte immer etwas. Nämlich geradezu etwas Mystisches als ob eine höhere Macht immer mit William Adama war.

Einer der jüngsten Unteroffiziere hatte sich fast beinahe unbemerkt von allen anderen in die Schusslinie zwischen den Meuterern und dem Admiral geschoben. Schließlich hatte einer der meuternden Marines die Nerven verloren und ohne Befehl geschossen, worauf der junge Mann tödlich getroffen zu Boden ging, womit er zudem ein kurzes Feuergefecht auf der Brücke verursacht hatte.

„Hört sofort auf zu schießen! Und zwar alle!“, befahl Admiral Adama bellend mit lauter Stimme. Dann kniete er sich zu den toten jungen Offizier, und urteilte verächtlich: „Sie haben diesen Jungen hier auf dem Gewissen! Sie haben ihn umgebracht!“, in Richtung von Lieutenant Gaeta.
Doch jener erwiderte nur nach außen hin vollkommen unberührt: „Sagen Sie ihren Leuten, dass sie umgehend mit jeder Form von Widerstand aufhören und die Waffen niederlegen sollen, Admiral!“

Doch die Forderung hatte nicht die Wirkung, die sich Felix erhofft hatte, denn Husker wurde sichtbar zornig, der sein Gegenüber dementsprechend anfunkelte während er sich langsam wieder erhob. Als Admiral Adama wieder stand, warnte er jeden Meuterer erneut, dass es dieses Mal schwere Konsequenzen und keinerlei Amnestie geben würde, wenn die Meuterei von ihm niedergeschlagen beendet worden sei.

Trotz der Worte, gaben die loyalen Crewmitglieder des Admirals nach, denn sie wollten keine weiteren Toten in ihren eigenen Reihen sowie keine irreparablen Beschädigungen im Combat Information Center riskieren.

Kurz darauf ließ Lieutenant Gaeta das gesamte Führungspersonal, welches nach wie vor zu Admiral Adama hielt, abführen.

Offiziersquartiere

Auf einen ihrer Rundgänge hatte Captain Kara „Starbuck“ Thrace eine beunruhigende Entwicklung beobachtet, die sie umgehend meldete, aber seltsamerweise danach keinerlei Rückmeldung vom Gefechtsstand erhielt. Denn Personen, die eigentlich nicht dazu berechtigt waren, machten sich mit einigen Offizieren und anderen Crewmitgliedern der Galactica an den Waffenkammern zu schaffen.


Kurz darauf begannen auch schon die ersten Schusswechsel an Bord des gesamten Kampfsterns. Die Hauptkampfhandlungen zwischen den feindlichen Lagern fanden dabei zunächst überwiegend in den Hangars und in der Nähe des CIC‘ statt.


Koloniale Flotte
Colonial One

In der Zwischenzeit wollten Tom Zarek und Richard Adar unter einem Vorwand die geplante Übernahme und Absetzung der legitimen Regierung vollziehen. Dabei wollte man unter einem Vorwand mit bewaffneten Kräften die Colonial One entern und dann übernehmen. Doch der Versuch scheiterte, weil die Sicherheitskräfte von Präsidentin Francine Baltimore ihre Arbeit sehr gut verstanden.

Durch diesen Zwischenfall, nahm das Büro der Regierung über die Brücke der Colonial One Kontakt mit der Astral Queen auf, mit dem Ziel die mutmaßlichen Verantwortlichen umgehend zur Rede zu stellen. Außerdem setzte man sich mit allen Kampfsternen in Verbindung, weil man einen Staatsstreich befürchtete. Denn Präsidentin Baltimore wollte erfahren, wer treu zur demokratisch gewählten politischen Führung stand.

Ilion, Kontrollraum

An Bord des Zentrums der eines Tages künftigen geplanten Hauptstadt aller Kolonien von Kobol liefen nach dem bekanntwerden des Putschversuches sämtliche Drähte heiß. Deswegen wurden umgehend Marines entsandt, die loyal zur Regierung von Präsidentin Baltimore und ihren Kabinett standen, damit Ilion nicht komplett, und schon gar nicht der Kontrollraum, in die Hände der Separatisten fiel. Denn davon ging bislang die amtierende Regierung aus. Sorge bereitete hingegen die immer noch vollkommen undurchsichtige Situation des Militärs, welches allem Anschein nach nicht komplett hinter der Regierung stand.

U.N.S. Concordia, Brücke

Es dauerte nicht lange, da erfuhren natürlich auch General Samantha Carter und ihre gesamte Crew von der aktuellen Situation innerhalb der Kolonialen Flotte. Dies lag natürlich überwiegend an den Teammitgliedern von Miss Shen, die sich zum größten Teil auf Ilion aufhielten, darunter die Leiterin der Andromeda-Expedition selbst. Sofort galt ihre Hauptsorge der Gesundheit und Sicherheit der eigenen Leute und der Verbündeten aus der Milchstraße, doch ebenso der Kolonialen, die zur legitimen Regierung standen.
Natürlich bot Sam sofort an, in der Angelegenheit zu vermitteln, was wohlwollend von Francine und ihren Ministern erwogen wurde. Doch mussten natürlich auch mit diesem Vorschlag ebenso die Separatisten einverstanden sein.


Aber die Aufständischen hatten zunächst nur das Ziel selber ihre eigene Position schnell zu stärken, denn sie regierten auf keine diplomatischen Versuche. Auch war es ein Hauptziel möglichst viele Schiffe auf die Seite der Aufständischen zu ziehen, denn Tom Zarek und Richard Adar hatten mit ihrer eigenen Politik und in ihrer Ablehnung zur Politik von Francine Baltimore und der militärischen Entscheidung von William Adama einen Sturm entfacht. Daher gab und kam es deswegen auf einigen Schiffen der Flotte zu Streiks und Aufständen.
Die Lage wurde immer bedrohlicher, besonders für die Menschen, die einfach nur ihre Ruhe haben wollten und der fortwährenden Gewalt schon längst überdrüssig geworden waren.

Es lag an Richard Adar, der seine Anhänger dazu aufrief die Gewalt zu beenden. Eine Sache, die Tom Zarek, der ein Hartliner war, missfiel.



Große Magellansche Wolke
Orbit von Thule
Umbrais, Kontrollraum

Nach einem langen Flug hatte das Flaggschiff der Vampire ein weiteres Ziel erreicht. Vollkommen eigenmächtig hatte Arteriais, die sich mittlerweile selber stark genug fühlte dazu entschieden den Planeten, den die Nazis einst als ihre neue Heimat erkoren, aber dann nach dem Krieg gegen die dortige ursprüngliche Bevölkerung und den Menschen der Erde, wieder verloren hatten.

Liliana hatte schließlich dann doch Kenntnis davon erhalten, dass sie irgendeine Welt ansteuern wollten. Aber als sie erfahren hatte, wo die jüngste Reise hingegangen war, konnte sie nicht anders als ihr Privatgemach zu verlassen und den Kontrollraum aufzusuchen.

„Arteriais!“
„Gebieterin.“
„Was fällt Dir eigentlich ein? Wir haben hier nichts zu suchen!“
„Das sehe ich allerdings anders. Genauso wie meine Gefolgsleute. Wir brauchen einen guten Genpool an Menschen für unsere bestehenden Farmen, damit immer genügend Blut vorhanden ist! Oder willst Du dies abstreiten?“
„Aber nicht diese Welt! Laut Vertrag mit den Menschen der Erde ist dieser Planet für uns tabu! Mir deucht, dass Du die Erdenmenschen zum Angriff reizen willst. Doch dazu lasse ich es nicht kommen! Wache! Verhaftet auf der Stelle Arteriais sowie all ihre Vertrauten!“

Kaum hatte Liliana gesprochen, wurde Arteriais von Wachposten ergriffen und abgeführt. Doch die Rivalin der Königin lächelte nur spöttisch als man Hand an sie legte. Aber das Grinsen von ihr verschwand immer noch nicht, auch als sie aus dem Kontrollraum geführt wurde.



Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
U.N.S. Concordia, Konferenzraum

Mittlerweile hatten Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser schließlich herausgefunden, dass ihre Arbeit von einem Unbekannten irgendwie manipuliert worden war.

„Das kann doch kein Zufall sein! Ich mache mir Sorgen um Admiral Adama und dem Teil seiner Mannschaft, die loyal zu ihm steht“, erklärte General Samantha Carter in einem Gespräch mit Präsidentin Francine Baltimore.
Die Regierungschefin der Kolonien musste dieser Vermutung zustimmen.
„… und Sie können nicht alleine auf diese Mission gehen?“
„Nein, Frau Präsident. Wir benötigen leider genaue Angaben. Und die fehlen uns leider.“
„Ich verstehe, General Carter. Dann wollen wir hoffen, dass wir wenigstens die Galactica irgendwie orten können.“


Battlestar Galactica

Immer noch gab es schwere Feuergefechte an Bord des gesamten Kampfsterns. Doch zumindest hatten Starbuck und Apollo wieder einmal zueinander gefunden. Die beiden stießen schließlich auf eine Gruppe von Marines, die den Admiral und seinen XO zur Brig führen sollten.

Anderen Ortes, nämlich in der Nähe der Hangars stießen einige Piloten aufeinander, die auf unterschiedlichen Seiten standen. Doch aufeinander schießen wollte niemand, denn stattdessen brüllte man sich lautstark an, man möge sofort auf der Stelle aufgeben und die Waffen niederlegen. Mittendrin waren ausgerechnet Athena, Helo, Sam Anders und noch einige der Zylonenrebellen verwickelt.

Auf der Krankenstation war natürlich wegen der unzähligen Verletzten die Hölle los. Das Team von Major/Doktor Sherman „Doc“ Cottle hatte mehr als genug zu tun, wobei sie jedem halfen, egal aus welchen der beiden Lager die vielen eingelieferten Verletzten angehörten.
Aber Cottle reichte es allmählich endgültig, weil der nun vor sich hin böse grummelnd schließlich zum Telefon schritt und das CIC rief. Zu seinem Frust musste er hören, dass sein langjähriger Freund und Kamerad Admiral Adama von Lieutenant Gaeta gewaltsam abgelöst worden war.

„…dann sagen Sie dem Mistkerl… natürlich meine ich Felix, wen denn sonst! Sagen Sie ihm, dass er sofort mit dem Quatsch aufhören soll! Sonst trete ich ihm in den Arsch… natürlich deswegen, wegen dieser ganzen Sauerei, die er angezettelt hat!“, schnauzte der Chefarzt der Galactica in den Hörer.

Kurz darauf wandte er sich an einige Zylonen, die auf der Krankenstation mithalfen, ob  jemand unter ihnen war, der die Telefonanlage auf seinem Revier vielleicht soweit einstellen konnte, damit er eine Ansage machen könne, mit der er dann den größten Teil des Schiffes erreichen kann.

Im Combat Information Center zuckte Felix Gaeta zusammen, denn er wurde soeben von Specialist Cage darüber informiert, was Doktor Cottle zu ihm gesagt hatte. An alles hatte man gedacht, doch daran, dass man vom erfahrendsten Arzt auf dem Schiff abhängig sein würde, nicht. Und Cottle hatte Einfluss, weil viele von ihm behandelt worden waren und vor allem noch wurden, besonders gerade jetzt.

Aber auch auf einigen anderen Stationen kam es zu ersten Verunsicherungen unter einigen Meuterern, wie auch bei Captain Kelly, der sich in einen der sanitären Bereiche des Schiffes zurückgezogen hatte. Somit bekam er nicht die Schießerei mit, mit der sich Adama und Tigh befreit hatten. Kurz darauf, kamen den beiden dann auch noch Starbuck und Apollo zu Hilfe. Gemeinsam machten sich die vier dann auf dem Weg durch die Galactica, um so schnell wie nur möglich Personal für einen Gegenschlag zu sammeln, die die Meuterei an Bord beenden sollte.

Schließlich waren vollkommen unerwartet über sämtliche Lautsprecher an Bord die Stimmen von Laura Roslin und den Doktoren Baltar und Cottle zu hören, die die gesamte Besatzung an Bord des Schiffes dazu aufriefen die Waffen niederzulegen sowie sich ihrem wirklichen Commander, Admiral William „Husker“ Adama, gegenüber loyal zu zeigen, der sie soweit gebracht hatte.

Viele Meuterer an Bord hielten inne. Doch schließlich gelang es Lieutenant Gaeta das Signal höchstpersönlich nach mehreren Anläufen zu blockieren, welches über den Piratensender von Doktor Gaius Baltar auf der gesamten Galactica zu hören gewesen war.


Koloniale Flotte

Durch den von Richard Adar und Tom Zarek entfachten Aufstand, drohte der Flotte der Überlebenden eine sehr gefährliche Zerreisprobe. Schnell wurde klar, wer so alles zu den Separatisten gehörte, nämlich die Menschen, die Adar und Zarek bei der letzten Wahl ihre Stimmen gegeben hatten, bei der es natürlich um die Präsidentschaft über die gesamte Flotte gegangen war. Alle beiden Kandidaten hatten sich eindeutig gegen eine Allianz mit den Zylonenrebellen ausgesprochen, wobei Zarek die härtere Gangart eingeschlagen hatte.

Da keine der beiden feindlichen Lager der anderen Seite trauen konnte, kam es auch nicht zu persönlichen Gesprächen, um den Konflikt beizulegen. Denn man wollte nämlich nicht zu einer Geisel der Gegenseite gemacht werden, darum blieb es bei Telefonaten. Auf der Suche nach einer vernünftigen Lösung.



Große Magellansche Wolke
Orbit von Thule
Umbrais, Gefängnisabteilung

Es wurde voll in den Zellen, die gemäß Weisung streng bewacht wurden. Oder doch nicht. Einige der Wachposten schienen keine wirkliche Lust zu haben, denn sie gingen auf einige ihrer Kameradinnen und Kameraden zu, lenkten jene ab. Kurz darauf wurden sie von anderen gnadenlos niedergemetzelt. Man schaute nicht danach, ob die am Boden liegenden Vampire tot oder auch nur schwer verletzt waren.

„Es wurde auch so langsam Zeit“, grinste eine sich langsam erhebende Arteriais zufrieden als dann endlich der Schutzschild deaktiviert und die Zellentür geöffnet worden war.
„Tut mir leid, Gebieterin.“
„Wie viele sind wir?“
„Genügend. Doch wir sollten uns beeilen.“

Gemeinsam machten sich diese Vampire nun mir ihrer Anführerin auf den Weg. Ihr Ziel war eine Sektion, wo sich die kleineren Schlachtkreuzer befanden, die sich an den Außensektionen der Stadt befanden. Unterwegs erkundigte Arteriais sich bei ihrem Heerführer, wie viele dieser Schiffe unter ihrer Kontrolle standen.

„Die Hälfte“, lautete die Antwort von jenem.
„Was ist mit Umbrais?“
„Königin Liliana hat leider dafür gesorgt, dass nur sie und ihre Blutlinie die Kontrolle über die Stadt hat. Deswegen haben sich die meisten unseres Ordens zu den Kreuzern begeben. Wollt Ihr Umbrais vernichten? Wenn ja, wäre dafür der richtige Zeitpunkt, sobald wir gestartet sind.“

Daraufhin musste Arteriais kurz überlegen, da dies die große Chance war ihre Rivalin für immer loszuwerden. Schließlich entschied sie sich dagegen, weil der Blutzoll ihres Volkes dafür zu groß sein würde.



Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
U.N.S. Concordia, Brücke

Man war sich mittlerweile so ziemlich sicher, dass die Galactica eher nicht zu den Zielkoordinaten gesprungen war. Nachdem der Fehler bei der Tarntechnologie Ilions beseitigt worden war, wäre die Concordia jetzt eigentlich dazu bereit die Galactica im Kampf gegen die Heimatkolonie der Zylonen, die von Cavil und seiner Gefolgschaft gehalten wurde, beizustehen.

Um die Galactica schneller aufzuspüren, machte man sich daran das Suchgebiet so gut es ging einzugrenzen. Aber selbst dieses Gebiet war natürlich immer noch gewaltig groß, weswegen man die Tiefraumsensoren von Ilion und der Concordia zur systematischen Suche nach dem verschollenen Kampfstern einsetzte. Eine Maßnahme, die Tom Zarek zunächst versuchte zu blockieren, dann aber scheiterte, weil seine Anhänger Ilion und dessen Kontrollraum nicht kontrollierten.



Große Magellansche Wolke
Orbit von Thule
Umbrais, Kontrollraum < > Arteriais‘ Kreuzer, Kommandobrücke

Die gewaltsame Befreiung und Flucht von Arteriais und von ihrer Anhängerschaft war mittlerweile entdeckt worden. Sofort hatte sich deswegen die Königin der Vampire im Kontrollraum von Umbrais eingefunden, denn sie wollte so schnell wie nur möglich ihre Widersacherin wieder aufspüren. Diese Mühe wurde Liliana allerdings abgenommen,
weil Arteriais sich von einer Kommandobrücke an Bord eines Kreuzers aus meldete.

„Deine Anhänger haben viele unserer Kriegerinnen und Krieger schwer verwundet oder gar kaltblütig ermordet, nur um Dir und vielen anderen, die so denken wie Du die Flucht zu ermöglichen…“
„Ich weiß. Und dies tut mir auch sehr, sehr leid, dass die Verluste in unserem Volk durch diese Aktion so hoch gewesen sind“, unterbrach die Widersacherin der Vampirkönigin, „aber es ist nun einmal geschehen. Leider.“
„Und, was habt Ihr jetzt vor? Wir dürfen uns nicht aufteilen, denn dafür ist unser Volk zu angreifbar! Außer wir erschaffen neue Vampire, wenn wir auf unsere Opfer das Virus übertragen.“
„Dies habe ich ja auch vor, Liliana.“
„Das kann und werde ich nicht zulassen, Arteriais! Das geht zu weit, weil wir dieses Los keinen Mann und keiner Frau aufzwingen dürfen! Nur jemand, der damit einverstanden ist! So lautet das uralte Gesetz, dem wir alle unterworfen sind!“
„Ich will nur eines, nämlich autonome Kontrolle über alle Vampire von dem Orden, der sich mir angeschlossen hat. Du bleibst die alleinige Königin. Einverstanden?“

Das Gespräch mit Arteriais musste Liliana erst einmal verdauen, weswegen sie auch zunächst den Vorschlag überdenken musste. Aber nicht lange. Sie akzeptierte schließlich, doch nur unter der Bedingung, dass von nun an gewisse Regeln befolgt werden sollten. Dazu gehörte auch die Beteiligung der Wiedergutmachung der anstrengenden Heilung und auch die möglicher Wiedererweckung einiger der ermordeten Kriegerinnen und Krieger.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica

Es war verständlicherweise sehr kompliziert gewesen, doch war es dann endlich nach anfänglichen Schwierigkeiten gelungen, genügend Truppen für die Gegenoffensive zu formieren. Von verschiedenen Punkten aus, sollten sie auf der Galactica die Meuterer und Separatisten zurückdrängen. Aber dabei es gab auch so manche lebensgefährliche Situationen. Sie waren sogar so bedrohlich, dass Lieutenant Felix Gaeta sogar auf die Idee gekommen war Erschießungskommandos aufzustellen, die bestimmte Personen für immer ausschalten sollten. Darunter war natürlich auch Admiral Adama, der es geschafft hatte Laura Roslin in Sicherheit zu bringen, aber dann von Captain Kelly und einer Gruppe von Meuterern und Separatisten gefasst worden war. Kurz darauf wurde er von Felix Gaeta in einem Scheinprozess zum Tod durch Erschießen verurteilt. Aber die Hinrichtung scheiterte, weil Captain Kelly erstaunlicherweise zur Besinnung gekommen war und die Erschießung in letzter Sekunde verhinderte, indem er den Sohn des Admirals und noch weitere Personen gewarnt und hingeführt hatte.

Einige der meuternden Marines trafen auf eine schlagkräftige Gruppe, die aus Admiral Adama, Colonel Tigh, Starbuck, Apollo, Athena, Helo, Sam Anders sowie Caprica-Sechs und einem guten Dutzend Marines bestand. Im Verlauf des sehr heftigen Schusswechsels wurde der Ehemann von Kara sehr schwer verwundet, denn ein Geschoss traf ihn im Bereich des Kopfes. Benommen sackte Sam in den Armen seiner schockierten Ehefrau zusammen, diese schrie empört und voller Wut auf, gab dann schreiend mehrere ungezielte Schüsse in die Richtung der Meuterer ab.

Hilfe kam dann schließlich von Captain Kelly, der gemeinsam mit Kat, die zusammen eine weitere Truppe aus Marines und Piloten hatten mobilisieren können, die die meuternden Marines und Separatisten in die Zange nahm. Nach ungefähr fünf weiteren fruchtbaren Minuten war es dann geschafft.

„Der Weg zum CIC ist somit frei, Bill“, wusste somit Colonel Tigh.
„So ist es. Gehen wir!“, brummte William Adama, der sich sofort an die Spitze setzte. Er war ein Anführer, der auch voraus ging, selbst wenn es gefährlich war. Unterwegs zum Combat Information Center kamen immer mehr Leute hinzu, die sich ihnen anschlossen.

CIC

Das Gesicht von Felix Gaeta wurde immer blasser, denn auf dem DRADIS war ein Schiff aufgetaucht, welches sofort Kontakt aufnahm, und in der eingehenden Botschaft dazu aufforderte umgehend mit Admiral Adama sprechen zu wollen. Die Kontrolle war dem Anführer der Meuterer immer mehr entglitten. Schließlich wurde die Kennung deutlich, es war die Concordia, die aus dem Hyperraum aufgetaucht war. 
Gegen das Schlachtschiff der Erde würde die Galactica keine Chance haben, weswegen ein bleicher gewordener Gaeta anordnete: „Sofort sämtliche Waffen runterfahren und sichern! Keine Viper und Raptor starten!“

Kaum hatte Gaeta gesprochen, da stürmten auch schon Admiral Adama, sein Sohn und XO und seine Mannschaft in das Combat Information Center.

„Hier ist General Samantha Carter. Admiral Adama!“
„Die Galactica ist gesichert, Sam! Nicht angreifen! Ich wiederhole: Die Galactica ist gesichert!“
„Es tut sehr gut, Ihre Stimme zu hören, Admiral.“
„Ich muss leider den Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen für eine gewisse Zeit verschieben, denn ich muss erst einmal einige Leute, eher Ratten von Bord meines Schiffes schaffen, General“, erklärte William Adama, der dabei Felix Gaeta finster anblickte.
„Wir helfen ihnen, Bill“, versicherte Samantha, die dann vom Putschversuch Adars und Zareks berichtete, dem sich dann leider sehr viele Separatisten angeschlossen hätten. Darunter seien bedauerlicherweise ebenfalls auch hochrangige Offiziere der Kolonialen Flotte mit samt ihren Schiffen und einen großem Anteil der Mannschaften.

U.N.S. Concordia, Krankenstation

Obwohl Doktor Cottle ein sehr guter Arzt war, hatte er sich dazu entschieden den schwer verletzten Sam Anders, einen der Letzten Fünf, so schnell wie nur möglich auf die besser ausgestattete Concordia verlegen zu lassen. Doch nach der OP, in der dann das Projektil erfolgreich entfernt werden konnte, lag der Ehemann von Kara Thrace im Koma.

Battlestar Galactica, Brig

Obwohl es laut dem Militärgesetz sehr einfach schien, machte sich Admiral Adama, der die Berichte über Verluste und Schäden durchgegangen war, dennoch die Mühe mit den festgesetzten Meuterern zu sprechen.

„Ihr wisst alle, dass ich euch alle ohne einen Prozess ans Bugschott aufstellen und dort erschießen lassen kann! So etwas machen wir nämlich mit Meuterern in der Kolonialen Flotte!“, knurrte Husker, der grenzenlos von vielen der festgenommenen Piloten, Offizieren und Marines sehr enttäuscht war, weil sie sich trotz der gemeinsamen Erfolge gegen die Zylonen dafür hergegeben hatten, nämlich ihn zu verraten und sich Zarek anzuschließen.


2 Stunden später
Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica, Steuerbordhangar

Obwohl er ein weiches Herz unter seiner harten Schale besaß, konnte William Adama diese jüngste und weitere Verfehlung von Felix Gaeta nicht einfach mehr übersehen.
Diese Meuterei war nicht das einzige, was so unsagbar schwer in der Waagschale wog, denn sein langjähriger Taktikoffizier, der überaus klug und gebildet war, hatte ihn sogar erschießen lassen wollen.

„Sie sind mehr als nur über das Ziel hinausgeschossen, Mister Gaeta! Ich hatte keine andere Wahl gehabt, als sie hierher bringen zu lassen.“
„Sie werden mich jetzt erschießen lassen, nicht wahr?“

Doch der Lieutenant, der sich von Zarek und Adar hatte zum Admiral ausrufen lassen, bekam keine Antwort auf seine Frage, wie der Adama wohl letztendlich dieses Mal über sein Schicksal entschieden hatte.


Koloniale Flotte

Über den Kontrollraum von Ilion wurde die gesamte Flotte von der Concordia darüber informiert, dass die Galactica gefunden werden konnte. Doch auf Anweisung von Admiral Adama verriet General Carter nichts von der Meuterei an Bord des Kampfsterns, sondern berichtete nur, wie zuvor mit dem Commander der Galactica besprochen, von einer unerwarteten FTL-Fehlfunktion.

Doch die gute Nachricht lautete nun, dass man demnächst nach der Reparatur des FTL-Antriebes endlich die Mission zur Befreiung von Hera Agathon fortsetzen werde.

Diese jüngsten Neuigkeiten stießen natürlich auf ein geteiltes Echo.

Astral Queen, Zareks Quartier

In kleiner Runde hielten die wichtigsten Anführer der Separatisten eine weitere Sitzung ab, in welcher auch die Galactica zum Thema gemacht wurde.

War die Meuterei also von vorneherein gescheitert?

Oder war es doch zu einer Meuterei gekommen, welche mit Hilfe der Concordia dann aber niedergeschlagen worden war?

Dies waren nur einige der Fragen, die Adar und Zarek beschäftigten. Doch zu ihrem Glück war es ihnen gelungen auch einige hohe Offiziere des Militärs samt ihrer Schiffe auf ihre Seite zu ziehen. Aber auch einige Offiziere zu befreien, die unter Arrest und in Haft gestanden hatten.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 15.01.2026, 21:53

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