[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#48
Odyssee
Folge 6.16 - “Retributionem, Teil 1”

Andromeda-Galaxie
U.N.S. Concordia, Krankenstation

Da ja eigentlich schon alles für den Angriff auf die Heimatkolonie der Zylonen, die von den Einsern und deren Anhängern kontrolliert wurde, vorbereitet war, fiel es Admiral William „Husker“ Adama angesichts der Lage in der eigenen Flotte sichtlich sehr schwer, diesen erneut aufschieben zu müssen. Doch da sich etwas in der Kolonialen Flotte ereignet hatte, was nicht nur die bevorstehende Mission beeinflussen könnte, war er mit einem Raptor an Bord der Concordia geflogen.

Außer Adama selbst, befanden sich noch Starbuck, Apollo, Athena, Helo, General Carter, Laura Roslin, Doktor Cottle, Doktor Curie und die anderen vier von den Fünf im separaten Zimmer des Intensivbereiches. Man hatte dafür Samuel T. Anders hierher verlegt, weil man hoffte, dass er sich dadurch schneller erholen würde. Allerdings war man dabei auf etwas sehr Interessantes gestoßen, nämlich auf einen Bereich der Gehirnaktivitäten des Patienten. Nachdem sich die Ärzte mit Doktor Cottle von der Galactica und einigen Zylonenrebellen beraten hatten, war man darüber äußerst verblüfft.

„Also, was ist denn nun wirklich mit ihm los?“, fragte Lee Adama.
„Der bedauernswerte Zustand von Ensign Samuel T. Anders, und wie es dazu gekommen ist, gibt uns möglicherweise einen taktischen Vorteil gegenüber den Zylonen von Cavil“, begann Chief Galen Tyrol, „denn er wäre in der Lage in Kontakt mit dem Hybriden zu treten, der die Heimatkolonie steuert…“
Kara Thrace, die daraufhin verständlicherweise ungeduldig wurde, unterbrach: „Und was soll das verflucht noch mal bedeuten?“
„Das Anders als einer der Fünf den Hybriden auf der Heimatkolonie lahmlegen könnte. Somit blieben dem Feind nur noch die Basisschiffe, ihre Geschwader und die Zenturios zur Verteidigung, die zur Bewachung dort zurückgelassen wurden“, antwortete Saul Tigh.

Daraufhin entstand eine Pause, in welcher alle Captain Thrace ansahen.

„Was ist los?“, wollte Kara wissen, die sämtliche Blicke zu spüren schien.
„Sie müssten als Ehefrau, uns die Erlaubnis dafür geben, Starbuck“, erklärte Cottle.
„Wieso denn das, Doc?“
„Es besteht, wenn wir dies tun, die Gefahr, dass ihr Ehemann möglicherweise nie wieder der sein wird, den sie und wir gekannt haben.“
„Ihr Götter! Soll das etwa heißen, ihr wollt ihn, meinen Sam zu einem von diesen Hybriden machen? Kann man das später nicht wieder rückgängig machen?“
„Das wissen wir leider nicht, Starbuck. Darum ist es leider ihre sehr schwere und alleinige Entscheidung, ob wir dies letztendlich tun dürfen.“
„Klar. Schiebt die Verantwortung des schwarzen Peters einfach an mich weiter“, erwiderte Kara schon beinahe mit einem schimpfenden Tonfall in der Stimme.

„Nehmen Sie sich für diese Entscheidung ruhig soviel Zeit, wie Sie wollen, Starbuck“, erklärte Admiral Adama, der schon bereits tröstend seine linke Hand auf die rechte Schulter von Kara gelegt hatte.

Daraufhin zog sich Captain Thrace in eine entlegene Ecke der Krankenstation zurück, denn sie musste in Ruhe über das Gehörte und die Konsequenzen daraus erst einmal nachdenken. Sie erinnerte sich an das letzte Gespräch, das schon einige Zeit zurücklag. Es war kurz bevor ihrem Sam das Geschoss herausoperiert worden war. Auch die anderen Fünf sowie Caprica-Sechs waren ebenfalls dabei anwesend gewesen, dabei kam heraus, dass die Cavils die Fünf für ihre Menschenfreundlichkeit bestraft werden sollten, das heißt, sie mussten unter den Menschen leben, damit sie ihre Fehler erkennen. Doch der Plan des Einsers schlug fehl. Somit wurde allen klar, dass es eben die Einser waren, die die anderen Zylonenmodelle, die Zenturios und auch Raider zum Genozid am Volk der Stämme von Kobol angestiftet hatten.

Starbuck seufzte leise auf, dann trat sie an die beiden Doktoren Curie und Cottle heran: „Okay. Tun Sie es. Aber sobald es vorbei ist, will ich, dass sie alles versuchen, um Sam wieder zurückzuholen!“



Ori-Galaxie
Celestis, Allerheiligstes

Die Nachricht, dass der alte Antiker Myrddin wohl endlich tot sei, hatte schließlich auch die heilige Stadt der Göttin erreicht.

Adria frohlockte daraufhin erleichtert, aber erst nachdem sie prüfend die Gedanken der Kriegerin Larissa gelesen hatte. Doch sie konnte nicht feststellen, dass dies nur eine Falschinformation war, die Myrddin selber hatte verbreiteten lassen und dann zusätzlich auch noch durch Larissa ihr überbringen ließ.

„Doci!“
„Jawohl, einzigwahre Göttin des Universums.“
„Der große und heilige Moment ist denn nun endlich gekommen! Der finale Kreuzzug gegen das Böse, nach dem ich mich solange gesehnt hatte, kann jetzt endlich beginnen! Sofort sollen die Gläubigen damit beginnen sich in heiligen Armeen zu versammeln! Sobald dies geschehen ist, soll jede Welt, die mit menschlichen Leben gesegnet ist, unterworfen werden!“
„Was ist mit denen, die sich weigern?“
„Sie werden besiegt und dann, wer diesen finalen Kreuzzug gegen das Böse überlebt hat, wird versklavt werden!“



Milchstraße
PX1-767, Camelot

Damit nicht aufflog, dass er, Myrddin, doch noch am Leben war, hatte er sich auf die Burg von König Artus in eine der vielen dortigen verborgenen Kammern zurückgezogen, zu welchen nur der Herrscher von Camelot allein Zutritt hatte. Diese Kammern waren zusätzlich noch gut abgeschirmt, damit jene nicht auf Sensoren oder gar von Adria selbst entdeckt werden konnten.
Dort im Verborgenen, arbeitete der alte Antiker alleine an dem Plan, wie man am besten die Macht der Orici Adria für immer brechen könnte. Dafür hatte er zunächst ein Gerät entwickelt, welches er schon einmal erschaffen hatte, dann aber in den Besitz der Menschen von der Erde gelangt ist. Mit diesem Gerät konnte er sich in eine andere Ebene versetzen, wo er wirklich absolut ungestört forschen konnte.



Ori-Galaxie

Über einem Planeten, mit dem Namen Ohmis, dessen Bevölkerung geeint Adria als Göttin nach wie vor ablehnte, trafen zwei Mutterschiffe ein. Als erste Folge daraus war diese Welt und deren Bewohner komplett von anderen Welten abgeschnitten worden. Doch jetzt war der Tag der Abrechung gekommen, den die Orici schon seit langer Zeit herbeigesehnt hatte.

Sofort nach ihrer Ankunft starteten die Mutterschiffe ihre Jäger, von denen einige mehrere dutzende von Plattformen für Ringtransporter abwarfen. Der Angriff der Armeen der Orici traf die Bevölkerung vollkommen überraschend. Dennoch wehrten sie sich so gut es ging gegen ihre Angreifer, teilweise sogar nur mit normalen Gegenständen des Alltages und der Arbeit auf dem Feld. Nur wenige der Planetenbewohner verfügten noch über die alten Rüstungen und Waffen aus der Vergangenheit. Wer darunter war, zog sich alles in eine stark zerklüftete nahe gelegene Gegend zurück. Hier waren die zahlreichen fliegenden Jagdgeschwader der Mutterschiffe natürlich nicht zu gebrauchen.

Während des Kampfes um die Dörfer und Städte auf dem Planeten, forderten die Krieger und Kriegerinnen der Göttin und Orici Adria ihre Gegner immer wieder dazu auf, sofort die Waffen niederzulegen und zu kapitulieren. Und obwohl viele dies taten, kam es daraufhin zu vielen Hinrichtungen.
Diese furchtbare Kunde drang auch schnell zu den letzten Widerständlern im Gebirge, denen sofort klar wurde, dass sie den Kampf nicht alle überleben würden.

Weil der Widerstand tagelang anhielt, setzten die Mutterschiffe ihre Primärwaffen ein. Gelbe Strahlen schossen vom Himmel herab auf das Gebirge nieder, ganz so als wollten sie die Berge einebnen. Die Order von Adria war klar, wer sich ergab, würde versklavt werden. Doch die Kommandanten der Armee, die diesen Planeten angriffen, wollten kein Risiko eingehen, weswegen sie daran dachten ein Zeichen gegen jeglichen Widerstand gegen die einzigwahre Lehre der alleinigen Göttin Adria zu setzen. Dies war einer der Hauptgründe für die außerordentliche Brutalität mit der man gegen den Widerstand vorging.

Schließlich war die Stunde gekommen. Der Widerstand war auf dieser Welt komplett beseitigt worden. Alle, die noch am Leben geblieben waren, wurden zusammengetrieben. Willkürlich wurden Leute ausgewählt, die man dennoch hinrichtete um ein Exempel zu statuieren. Die Kunde sollte in der gesamten Galaxie verbreitet werden, die jeden weiteren schweren Kampf, wenn möglich verhindern sollte.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica, CIC

In den vergangenen Tagen hatte man spezielle Vorbereitungen treffen müssen, die die Technologie zweier Kulturen miteinander verbinden sollte. Zu diesem Zwecke war die Concordia noch einmal kurz weggeflogen um einige wichtige Bauelemente zu bergen, die benötigt wurden.

Doch jetzt glich das Combat Information Center der Galactica, wegen der Mischung aus kolonialer und zylonischer Technik auf dem ersten Blick für so manchen, mittlerweile einem wahren Horrorkabinett, weil ja so manche Bestandteile von der Technik der Zylonen organischen Ursprungs waren.

Außer den Fünf befanden sich zur Betreuung der Wanne, in welcher Samuel T. Anders lag, noch einige weitere Zylonen auf der Brücke.

„Wie sieht es aus, Colonel?“, murmelte Admiral Adama, der einige Schläuche und Kabel, die ihm im Wege waren beiseite schob.
„Wir sind startbereit, Bill. Und es noch nicht zu spät, alle Toaster aus die Luftschleuse zu werfen.“
„Dies würde zu lange dauern, Saul. Auf Gefechtsstation! Geben Sie mir die Concordia, Mister Moore!“
„Jawohl, Sir. Die Verbindung steht, Admiral.“

U.N.S. Concordia, Brücke

„Verstanden, Admiral. Wir fliegen los, und sobald wir dort sind wird ein getarnter Jumper in Bereitschaft sein, um wenn nötig den FTL der Heimatkolonie lahmzulegen“, versicherte General Samantha Carter, die sich dann verabschiedete, und direkt im Anschluss den Befehl gab die Concordia in den Hyperraum zu bringen.

Battlestar Galactica, CIC

„Admiral. Alle Stationen melden Gefechtsbereitschaft“, verkündete Colonel Saul Tigh.
„Gut. Die Concordia müsste jetzt auf Position und dazu bereit sein, uns den Rücken freizuhalten. Also legen wir jetzt los, und holen Hera Agathon endlich nach Hause! Bereitmachen zum FTL-Sprung! - Und Sprung!“, legte Admiral William Adama fest, der sich abermals noch einmal kurz umwandte, wobei er einen Blick nach oben tätigte, dorthin wo sich die Wanne mit dem Ehemann von Starbuck befand.


Ypsilon-Sektor
U.N.S. Concordia, Brücke

Schon seit etwa einer Viertelstunde befand sich das Schlachtschiff der Erde vor Ort. Viele vom Führungsstab kannten ja schon bereits die Aufklärungsfotos, die Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon von der Heimatkolonie der Zylonen geschossen hatte. Auf den Fotos allein sah diese Station schon gewaltig aus, die um ein vielfaches größer war als der Asteroid, der einst auf der Erde für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich war.

Auf den Bildschirmen machte man sofort eine Einfügung in ein Raster, die belegte, dass diese Kolonie etwa rund 44 km an der breitesten Stelle sowie 28 km an der schmalsten Stelle im Durchmesser maß, und eine maximale Höhe von 11 km aufwies. Darüber hinaus hatte sie ein gespenstisches Aussehen. Dieses Gebilde sah so aus, als hätte man es extra für dieses Asteroidenfeld entworfen, in welchen sich die Kolonie befand.

Heimatkolonie der Zylonen < > Battlestar Galactica

Auf den Punkt genau, so wie es von Major Jennifer Hailey und Lieutenant Cassandra Fraiser berechnet worden war, traf der Kampfstern auf der gewünschten Zielposition ein. Es war außerdem die einzige Stelle, die eingenommen werden konnte. Denn der Sektor in welchem das Ziel lag, war sehr nahe am Zentrum der Andromeda-Galaxie, weswegen sich auch die Heimatkolonie der Zylonen in der unmittelbaren Nähe des Wirkungsfeldes einer sehr starken Singularität, eines schwarzen Loches, befand.

Sofort nach dem Eintreffen des kolonialen Kampfsterns, begann das automatische Verteidigungssystem der Heimatkolonie der Zylonen mit einem massiven Beschuss auf den unerwarteten feindlichen Eindringling, und versuchte jenen durch das Dauerfeuer wieder zu vertreiben. Aber auch die dort befindlichen Basisschiffe, die sich im Schutze der Heimatkolonie befanden, nahmen die Galactica ebenfalls ins Visier. Daher tauchte wie aus dem Nichts ein weiteres Signal auf dem DRADIS-Schirmen der Heimatkolonie der Zylonen auf. Noch blieben alle starbereiten Viper in den Röhren und der Großteil der ebenfalls abflugbereiten Raptor noch auf dem Flugdeck, denn durch das starke anhaltende feindliche Feuer ließ bislang noch keine Starts zu.

Sämtliche Hauptgeschütze der Galactica nahmen durch Anweisung von Colonel Tigh die Geschütze der Kolonie unter Beschuss, damit zumindest diese Bedrohung als erstes schnell minimiert wurde.

U.N.S. Concordia, Brücke

„Wir kümmern uns nur um die Basisschiffe, damit Admiral Adama von ihnen nicht in die Zange genommen wird!“, ordnete General Samantha Carter an, die sofort in ihrem Stuhl Platz genommen hatte.

Zudem stand man im ständigen Kontakt mit dem getarnten Puddle Jumper, der sich im Bereich des FTL-Antriebes der Heimatkolonie der Zylonen aufhielt.

Heimatkolonie der Zylonen, Kontrollraum

„Wir werden angegriffen! Es ist Adama!“, meldete ein Vierer-Modell erschrocken, der somit alle anderen Zylonen aus der sicheren Lethargie riss.
„Dies macht es uns natürlich leicht. Denn da wo Adama ist, dort werden auch unsere Brüder und Schwestern der Letzten Fünf sein!“, wusste ein Einser-Modell, der somit den Plan über Bord warf, in der nächsten Zeit eine, nur natürlich vorübergehende, friedliche Lösung mit den Menschen zu suchen.

Dann meldete einer der Dorals: „Da ist noch ein anderes Schiff! Es hatte sofort unsere Basisschiffe angegriffen!“
„Unser Hybrid soll springen! Die Angelegenheit gefällt mir nicht“, brummte im Anschluss einer der Cavils.

Wenige Augenblicke später war man vollkommen überrascht, denn alle automatischen Waffensysteme versagten und nur noch die eigenen Jägergeschwader setzten den Angriff auf die beiden feindlichen Schiffe fort. Doch nur wenige Sekunden später, kehrten dann auch die Jäger, die dem Hybriden der Heimatkolonie der Zylonen unterstanden zurück. Stellten den Kampf sogar ein.

„Was in Gottes Namen geht da vor?“, rätselte Boomer, die sehr erstaunt über die jüngsten Vorkommnisse war.
Kaum hatte sie zu Ende gesprochen, da verkündete einer der Simons: „Unglaublich! Da hat sich jemand von außen irgendwie in unser System gehackt. Deswegen ruht unser Hybrid…“
„Wir werden anders springen müssen“, wusste ein Fünfer-Modell, der bereits dabei war die Vorbereitungen für den manuellen FTL-Sprung zu tätigen.
Aber während er noch damit beschäftigt war, erbebte die Heimatkolonie ganz leicht, dann gab es noch einige, wenige weitere heftige Erschütterungen.
„Der FTL-Antrieb wurde zerstört!“, schrie Boomer entsetzt auf, die die Anzeige betrachtet hatte.
„Na schön. Sofort reparieren! Und Du gehst jetzt zu unseren Gast, meine Lieblingsacht!“, verfügte ein anderer Cavil.

Battlestar Galactica, CIC

„Bislang läuft alles einigermaßen wie am Schnürchen. Es hat tatsächlich geklappt, denn Anders hat es doch tatsächlich geschafft, die automatische Selbstverteidigungsanlage der Kolonie hat aufgehört auf uns zu feuern, auch die Hälfte der feindlichen Geschwader hat bereits abgedreht. Die Concordia kümmert sich wie geplant um sämtliche Basisschiffe, und der getarnte Vogel, dieser Puddle Jumper, hat vor wenigen Minuten mit nur einen einzigen Schuss, der ein absoluter Volltreffer gewesen ist, erfolgreich den FTL der Heimatkolonie lahmgelegt“, berichtete Colonel Tigh, der auf dem DRADIS-Monitor über ihren Köpfen erkennen konnte, dass vor wenigen Augenblicken die Concordia ebenfalls ihre Geschwader gestartet hatte.

Scheinbar nur nebenbei nahm Admiral Adama diese Meldungen seines XO zur Kenntnis, denn man musste sich jetzt nur noch irgendwie einen Zugang in die Heimatkolonie der Zylonen verschaffen. Dafür gab es nur eine Möglichkeit, weswegen Husker: „Volle Kraft voraus! Und Rammen!“, befahl.

Alle spürten es, wie die Galactica stark beschleunigte. Nur wenige Sekunden später gab es auch schon den Kollisionsalarm, dem weitere Sekunden darauf auch schon der unvermeidliche und geplante Aufprall auf das Hindernis folgte.

Der alte Kampfstern hatte sich erfolgreich mit einem Großteil des Alligatorkopfes, also dem Bug, in die Heimatkolonie der Zylonen gebohrt. Ein weiterer Teil des Planes des Admirals war somit erfolgreich geglückt, der sofort sämtlichen Angriffsteams grünes Licht gab, ins Innere der riesigen Station des Feindes vorzudringen.

Bugsektion der Galactica

„Na schön. Achtet alle aufeinander da draußen, und auch auf die mit uns verbündeten Zenturios, die mit uns in den Kampf ziehen!“, erinnerte Major Lee „Apollo“ Adama, der dann den Befehl gab die Bolzen der Luke zu sprengen, damit man in die Heimatkolonie eindringen konnte.

Heimatkolonie der Zylonen

Zeitgleich schnitten sich an einigen Stellen mehrere Angriffsteams der Marines durch die Außenhaut der gewaltigen Weltraumstation der Zylonen. Eine gefährliche Mission, denn immer noch waren sehr viele Raider und schwere Jäger der Zylonen der zylonischen Basisschiffe da draußen unterwegs, die glücklicherweise nach wie vor von den Viper-Geschwadern der Galactica sowie den F-302er-Geschwadern der Concordia gemeinsam beschäftigt wurden. Doch das Risiko von Verlusten blieb dennoch stets erhalten.

Eines jener Angriffsteams wurde gemeinsam von Sharon „Athena“ Agathon und ihrem Ehemann Karl C. „Helo“ Agathon angeführt. Sie waren auch die ersten, die es mit Erfolg geschafft hatten, sich einen Zugang in die Kolonie zu bahnen. Außer den beiden befanden sich in ihrem Team noch acht Marines.

Im Kontrollraum der Kolonie hatte man die absolut überraschende Aktion der Galactica zur Kenntnis genommen. Als dann aber noch zusätzlich berichtet wurde, dass ganze Teams von Menschen und Zylonenrebellen in die Kolonie eingedrungen seien, war man nicht gerade von der derzeitigen Entwicklung begeistert. Unverzüglich wurde daher eine schlagkräftige Abwehr organisiert, die umgehend die Menschen und ihre Verbündeten zurückschlagen sollte. Dabei war natürlich die Anwendung von tödlicher Gewalt aus der Sicht der Fraktion um Cavil natürlich ausdrücklich gestattet.

In vielen Gängen wurde aber auch schon zuvor um jeden Meter Boden gegeneinander erbittert gekämpft. Dadurch gab es schwere Verluste auf beiden Seiten.
Die gegnerischen Zenturios gingen während ihrer Auseinandersetzungen im Eins gegen Eins nicht gerade zimperlich miteinander um, denn sie schlugen mit voller Wucht mit ihren stählernen Fäusten aufeinander ein. Schnell zeichnete sich ab, dass besonders die älteren Zenturiomodelle, die damals vor über 50 Jahren gegen ihre Schöpfer rebelliert hatten, dabei den neueren überlegen waren. Doch beim Schießen aufeinander war es aber genau umgekehrt.

In einen der vielen medizinischen Forschungslabors traute Boomer ihren Augen nicht.

„Wir werden hier angegriffen, und Du dokterst hier an dem Mädchen, der kleinen Hera, herum!“
„Cavil will es so. Wir benötigen noch sehr schnell einige weitere Proben“, erwiderte der Simon, worauf sich die Acht angewidert für einen Moment wegdrehte, wobei sie sich an die gemeinsame Zeit mit der Tochter ihrer Schwester im Raptor erinnerte. Während dieser Tage waren sie sich erstaunlicherweise, ohne dass sie es wirklich gewollt hatte näher gekommen. Die Zylonin fasste einen Entschluss, denn ihr war die Sauerstoffflasche aufgefallen, die ganz in ihrer Nähe auf einen Tisch lag…

Odyssee
Folge 6.17 - “Retributionem, Teil 2”

Entfernte Galaxie
Destiny, Torraum

Als man unerwartete Aktivitäten am Stargate feststellte, vermutete jeder zunächst, dass endlich Hilfe von der Erde unterwegs zu ihnen war. Doch es kam ganz anders, denn die außerirdische Rasse, auf die das Erkundungsteam von Colonel Telford einige Tage zuvor auf einem unbekannten Planeten getroffen und im Anschluss nur knapp entkommen war, hatte es irgendwie geschafft sich einen Zugang in der Anwahlvorrichtung und somit zum Stargate-Netzwerk, inklusive natürlich auch zur Destiny, zu verschaffen.

Einer der Soldaten der Luzianischen Allianz, der mit auf dieser Mission gewesen war, erkannte sofort, dass sich diese Wesen verändert hatten. Sie wirkten humanoider. Eine Entdeckung, die man schon bereits gemacht hatte. Denn sie waren eine Rasse, die ihren Erfolg der Eigenschaft verdankten, dass sie sich ihren Feinden anpassen und dadurch deren Einrichtungen nicht nur infiltrieren, sondern übernehmen konnten. Sofort ließ Colonel Young in Absprache mit Doktor Rush den gesamten Stargate-Raum unverzüglich abriegeln und die vitalen Systeme abschalten. Zusätzlich wurde die vor kurzem installierte Iris durch eine Fernsteuerung aktiviert, die weitere, der ungebetenen Besucher sofort aussperrte.

Brücke

Seit knapp zwei Wochen schon bereits, wurden die Destiny und ihre Besatzung von dieser unheimlichen und feindseligen außerirdischen Spezies verfolgt.

Nach langer Überlegung stimmte Camile Wray dem Vorschlag zu, nicht mehr vor diesen Feind zu fliehen, sondern einen verheerenden Gegenangriff zu starten. Jedes feindliche Schiff, das die Destiny angriff, wurde ab sofort einzeln und unter gezielten Beschuss genommen.
Schließlich setzte Nicholas Rush dann einen direkten Kurs auf die nächste Sonne, denn er hoffte dadurch diesen Feind somit endgültig abzuschütteln. Zeitgleich suchte man nach bislang noch unentdeckten Sendern, aber auch einer Möglichkeit eine weitere Aktivierung des Stargates durch diese Außerirdischen unmöglich zu machen.
Alle arbeiteten unter Zeitdruck, doch wenn sie erfolgreich dabei waren, könnten sie diesen Feind in dem Glauben lassen, dass man durch den Eintritt in diese Sonne zerstört worden sei.

Schließlich meldete sich über Funk First Lieutenant Tamara Johansen, die bei einer Autopsie von eines dieser Wesen ein Gerät zur Ortung gefunden hatte.
Jetzt musste schnell gehandelt und all diese Geräte gefunden und vernichtet werden, damit man diesen Wesen hoffentlich für immer entkam.



Andromeda-Galaxie
Ypsilon-Sektor

Mittlerweile hatte es die Concordia, dank ihrer Energiewaffen, geschafft alle anwesenden Basisschiffe der feindlichen Zylonen aus dem Lager von Cavil zu zerstören.
Um der, durch den starken Beschuss des Feindes, sehr stark mitgenommen Galactica mehr Schutz zu geben, war das Schlachtschiff der Erde über dem Kampfstern in Stellung gegangen.

U.N.S. Concordia

Auf allen Landedecks herrschte Hochbetrieb, denn nicht nur die eigenen F-302er landeten dort, weil deren Treibstoff und Munition aufgebraucht waren, sondern mittlerweile auch viele Viper und Raptor der Battlestar Galactica.

Nach einer kurzen Überprüfung stellten die Deckoffiziere jeweils fest, dass sich die Puddle Jumper immer noch draußen befanden, denn jene wollten die Piloten bergen, die ihre Flieger verloren hatten.

Battlestar Galactica, CIC

„Wir wurden vor etwa zehn Minuten ebenfalls geentert, Admiral! Durch diverse Zugänge sind dutzende wenn nicht sogar einige hundert Zenturios des Feindes eingedrungen! Und mit jeder Sekunde dringen weitere ein…“
„Unsere Abwehrteams sollen diese Mistkerle von meinem Schiff werfen, Colonel Tigh!“
„Dafür haben wir leider nicht mehr genügend Personal, wenn noch mehr von denen kommen. Diese verfluchte Meuterei, dieses Hurensohnes Gaeta hat erhebliche Lücken in unsere Mannschaft gerissen, Bill.“

William Adama hatte gehofft, dass es nicht dazu gekommen wäre, doch er sah nur kurz ratlos aus, dann wurde sein Blick wieder entschlossen.
„Sie haben vorübergehend den Gefechtsstand, Saul! Ich muss etwas erledigen“, brummte Husker, der einigen Marines zu verstehen gab, ihm unverzüglich zu folgen.

Heimatkolonie der Zylonen

Im Kontrollraum der Kolonie meldete einer der Simons: „Unsere Zenturios, die die Galactica geentert haben, sind bei ihrem Vorrücken zum CIC auf sehr starken Widerstand gestoßen!“

Derweil arbeitete man fieberhaft daran das Problem mit dem Hybriden zu lösen, damit man wieder vollständig verteidigungsfähig war. Aber auch der zerstörte FTL-Antrieb musste nach wie vor  repariert oder gar irgendwie durch manuelle Arbeit ausgetauscht werden.
Zudem hatte man sämtliche Truppen von Zenturios zusammengezogen, die den Auftrag hatten, die wichtigsten Einrichtungen der Kolonie vor den Angreifern zu schützen.

In vielen Gängen und Sektionen der Kolonie wurde zeitgleich nach wie vor erbittert gekämpft. Die Angriffsteams der Galactica hatten alle den gleichen Auftrag, nämlich Hera Agathon zu finden, zu befreien und dann sicher an Bord der Galactica zu bringen.

Von den ursprünglich dreizehn Angriffsteams waren mittlerweile nur noch sieben übrig. Die anderen sechs waren von den Zylonen zurückgedrängt beziehungsweise komplett aufgerieben worden.

Das Team von Major Lee „Apollo“ Adama war eines der schlagkräftigsten gewesen, weil sie über eine der Luken der Bugsektion von der Galactica aus die Kolonie betreten hatten. Aber auch sie hatten in dem letzten Gefecht schwere Verluste erlitten.

„Vorsicht! Bewegung auf 11-Uhr!“, wisperte Lee warnend.

Doch schon drei Sekunden später konnten er und sein Team sich wieder entspannen, endlich war man auf das Team von Athena und Helo getroffen. Allerdings war dieses vehement dezimiert worden, denn sie wurden nur noch von zwei Marines begleitet.

Battlestar Galactica, Brig

„Die Galactica ist vor etwa einer Viertelstunde von feindlichen Zylonen geentert worden! Für jeden von Ihnen, der Zylonen hasst, gibt es jetzt die Möglichkeit sich zu rehabilitieren! Es ist für Sie alle die letzte Chance zu beweisen, dass Sie wirklich Soldaten sind!“

Die Inhaftierten in den Zellen tauschten überraschte Blicke miteinander aus. Allen war natürlich sofort klar, dass sie nicht beschützt werden würden. Sie mussten selber um ihr Überleben kämpfen. Was bedeutete, dass sie dafür die Führung von Admiral Adama und ihrer übrigen Kameraden dringend benötigten, um dies zu erreichen und dann mit einer Begnadigung durchaus rechnen konnten, sofern sie natürlich diese harte Schlacht gegen die Zylonen und deren Kolonie gewinnen würden.

Zufrieden stellte Adama fest, dass sich die überwiegende Mehrheit dazu entschlossen hatte, sich am Kampf gegen den gemeinsamen Feind, zu beteiligen.

U.N.S. Concordia, Brücke

Da auch General Samantha Carter von der neuesten Lage an Bord der Galactica erfahren hatte, hatte sie einen Aufruf auf Freiwilligenbasis an ihre Marines gestartet.

„Ist Admiral Adama wieder im CIC, Colonel Tigh?… Noch nicht. Das macht nichts. Weil Sie mir berichtet haben, dass sie Probleme mit Zylonen von Cavil an Bord haben, habe ich einen Aufruf an Bord der Concordia gestartet. Ich habe hier 42 Männer und Frauen, die dazu bereit sind an Bord der Galactica gebeamt zu werden, um dort ihre Marines im Kampf zu unterstützen.“

Heimatkolonie der Zylonen

Einige Sektionen vor dem Zielgebiet traf das Team mit Athena, Helo und Apollo auf das von Starbuck, die mit ihren Leuten unterwegs einige Überlebende einiger der anderen Teams aufgelesen hatte.

Gemeinsam rückten sie dann vorsichtig weiter vorwärts. Laut dem Wissen und den Informationen von Lieutenant Sharon Agathon hatten sie es beinahe geschafft. Man war froh, dass sie bei diesem Einsatz mit dabei war, denn die Umgebung änderte sich ständig. Eine Weile war alles aus Metall, dann einige Meter später schien alles organisch und eine weitere Strecke darauf schien es eine Mischung aus beiden zu sein. Allen war klar, dass man sich hier leicht verirren könnte. Doch zum Glück war die Ehefrau von Captain Agathon bei ihnen. Zielsicher näherten sie sich dem Labor, wo man Hera vermutete.

Ab und wann mussten sie innehalten oder einige Suchtrupps des Feindes durch eine andere Route umgehen. Auch mussten sie natürlich Munition sparen, da der Rückweg vermutlich ebenfalls sehr mühsam werden würde.



Milchstraße
Abydos-System

Ohne Vorwarnung griff die eintreffende Flotte der acht Ori-Mutterschiffe die Weltraumwerft der Erde an, denn man hatte dazu den Befehl von der Orici Adria erhalten, den Einfluss der Tau‘ri in der Milchstraße wirkungsvoll zurückzudrängen.

An der großen Werft hielten sich gerade von jedem Kampfsterntypen zwei fertig gestellte Schiffe auf, während sich fünf weitere noch in der Fertigungsphase befanden. An Bord von allen Kampfsternen war jeweils eine kleine Besatzung stationiert, die immer noch auf ihre reguläre Crew warteten.

Obwohl der Schutzschild aktiviert werden konnte, der die Weltraumwerft vor weiterem schwerem Beschuss bewahrte, waren die bereits entstandenen Schäden dennoch enorm. Doch bevor man das Feuer gezielt erwidern konnte, wendeten sich die Angreifer bereits den beiden fertig gestellten Kampfsternen der Erde zu. Doch erzielten keinerlei Wirkung mit ihren Waffen, weswegen sie zurück in den Hyperraum sprangen.


Sol-System
Erde
Homeworld Command, Kontrollraum

Sofort nachdem General Jack O‘Neill über die jüngsten Geschehnisse im Abydos-System kurz informiert worden war, hatte er umgehend sein Büro verlassen. Eingehend wurde er dann vom dortigen Kommandeur über diese Ereignisse im Abydos-System dann noch ausführlicher unterrichtet.

„Was ist mit den Kampfsternen, Colonel?“
„Glücklicherweise sind die Mercury, Phoenix, Columbia, Galactica, Vesta, Wega, Valkyrie, Ceres, Berzerk und Dionysos, wie die Ganymed, die ebenfalls vor Ort gewesen ist, trotz des feindlichen Beschuss erstaunlicherweise ohne jegliche bedeutende Beschädigung geblieben. Doch die im Bau befindlichen Kampfsterne und auch die Werft selbst, wurden leider sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, General O‘Neill.“

Kurz darauf nachdem die Verbindung getrennt worden war, nahm Jack Kontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars auf, denn man wollte umgehend ein SG-Team zu König Artus entsenden, sowie ein weiteres nach Chulak, um Teal‘c von der unerwarteten erneuten Offensive Adrias zu warnen.

Im Anschluss setzte er sich unverzüglich mit allen Flottenverbänden und Weltraumwerften der Erde in Verbindung, damit man gegen weitere solcher Angriffe gewappnet war.



Andromeda-Galaxie
Ypsilon-Sektor

Im Umfeld des Trümmerfeldes von Asteroiden, in welchen sich die Kolonie befand tauchten einige weitere Basisschiffe auf. Somit war General Carter gezwungen mit der Concordia zum Angriff überzugehen. Doch dadurch war die Galactica im Falle eines weiteren Beschusses durch feindliche Truppen nicht mehr komplett geschützt. Aber Sam war clever und ließ die Concordia so positionieren, dass die Basisschiffe der Zylonen dem Kampfstern, der unter Adamas Kommando stand nicht wirklich gefährlich werden konnten.

Battlestar Galactica

Trotz enormer Schwierigkeiten, war es einigen vereinzelten kleinen Angriffsteams der Galactica gelungen, die stark dezimiert worden waren, sich zurück an Bord des eigenen Schiffes zu kämpfen.
Die über drei Dutzend entsandten Soldatinnen und Soldaten der Concordia waren eine sehr hilfreiche Unterstützung gegen die eingedrungenen Zylonen. Nach harten Kämpfen, war es schließlich mit vereinten Kräften gelungen, die meisten der feindlichen Zenturios auszuschalten oder zumindest einzusperren.

In den meisten der Korridore und einigen Quartieren auf der Galactica lagen zahlreiche Verwundete und Tote.

Nur sehr wenige aber auch strategisch und taktisch wichtige Orte an Bord, waren zum Glück von den Zylonen bislang noch nicht erreicht worden, wozu das Combat Information Center, die Krankenstation, die Mannschaftsquartiere und andere wichtige Sektionen wie der Maschinenraum. Also hatten die Abwehrteams von der Galactica gute Arbeit geleistet.

Heimatkolonie der Zylonen

Ein schemenhafter Schatten tauchte schließlich im Sichtfeld von Helo auf, der sofort die Faust in die Höhe reckte. Ein klares Zeichen für die anderen Angehörigen seines Teams, sofort zu stoppen. Doch es war nur „Boomer“. Die war allerdings nicht alleine, denn sie hatte die kleine Hera bei sich. Denn die Acht hatte etwa eine halbe Stunde zuvor den einen Vierer, also einen der Simons, mit einer Sauerstoffflasche erschlagen und befand sich seitdem auf der Suche nach einen der Angriffsteams der Menschen oder gar auf den schnellsten Weg zur Galactica. Doch auf ihren Weg, mussten sich die beiden natürlich immer wieder aufs Neue verstecken, damit ihr Verschwinden bei den anderen Zylonen der Cavil-Fraktion nicht so schnell publik wurde.

Skeptisch wurde Boomer von allen beäugt. Keiner wollte berechtigterweise so richtig wahrhaben, was dies alles sollte, denn zuerst hatte sie ihnen geholfen, indem sie unter anderen Ellen Tigh aus der Gewalt Cavils und seiner Anhängerschaft befreit hatte. Später hatte sie dann aber Hera entführt, die sie jetzt offenbar seltsamer höchstpersönlich zu ihren Eltern zurückbrachte.

„Komm her, zu Mami!“, forderte Athena mit sanfter Stimme ihre Tochter dazu auf, zu ihrer Gruppe zu kommen.
Ohne zu zögern befolgte Hera die mütterliche Anweisung, während Boomer stehen blieb in einer Hand hielt sie immer noch eine Fernbedienung. 
Diese bemerkte Starbuck zuerst, weswegen sie warnend: „Vorsicht Leute! Boomer hat da etwas in der linken Hand!“, rief.
„Es ist nur eine Fernbedienung. Ich habe nämlich mehrere Sprengsätze im Labor gelegt, damit Cavil nichts mehr in der Hand gegen euch hat! Ich vernichte mit einem Knopfdruck das ganze Labor! Dies bedeutet: keine Blutproben und Gewebeproben von Hera mehr! Gar nichts soll davon übrigbleiben!“

„Geht schon einmal vor, denn ich habe noch etwas zu erledigen.“
„Was hast Du vor?“
„Vertrau mir einfach, Helo! Nimm Hera und geh‘ mit Starbuck, Apollo und den anderen schon einmal vor.“

Nicht einmal eine Minute später waren die beiden Achten unter sich. Lange schwiegen sie sich nicht an, denn Boomer ahnte bereits: „Ich werde wohl nicht mehr lange leben! Du wirst mich wohl bestimmt gleich töten, nicht wahr, Athena?“
„Verdient hast Du es. Unsere Tochter zu entführen, um sie dann diesen sadistischen Einsern und Vierern und Fünfern zu überlassen. Weist Du überhaupt, was Helo und ich deswegen durchgemacht haben?“
„Es tut mir wirklich von Herzen leid!“, erwiderte die Acht Boomer mit Tränen in den Augen versichernd, denn sie hatte vor den Auslöser zu betätigen, sobald der Schuss, welcher sie für immer töten würde, fallen würde.

Der tödliche Schuss fiel nur wenige Atemzüge später und kurz darauf detonierten die gelegten G4-Sprengsätze im Labor von Boomer, die den Auslöser der Fernbedienung drückte, als Athena ihre Waffe abgefeuert hatte. Weil es auch einige explosive Stoffe dort gab, gab es natürlich ein paar Sekundärexplosionen, die das gesamte Labor in eine wahre lodernde Flammenhölle verwandelte, welches alles verbrannte, was es dort an brennbarem Material gab.

Selbst noch im Kontrollraum spürte man die Erschütterungen der ersten Explosion.

„Was war denn das? Ich will sofort wissen, was das gewesen ist!“, schimpfte ein Einser.
„Unser Hybrid wird immer noch blockiert, doch wir haben wieder die vollständige Kontrolle über sämtliche Waffensysteme unserer Kolonie. Weniger gut allerdings ist, dass dieses andere Schlachtschiff der Menschen unsere Verstärkung nach wie vor erfolgreich abwehrt“, berichtete einer der Dorals.

Zur selben Zeit hatte Athena das Team, welches sich auf dem Rückweg zur Galactica befand, eingeholt. Es dauerte nicht lange und sie stießen auf mehrere Zenturios, die sich mit ihnen ein heftiges Feuergefecht lieferten.
Somit wurde den Zylonen um den Einsern bekannt, dass sich Hera nicht mehr in ihrer Gewalt befand. Ein Ereignis, das dazu führte, dass sich natürlich die feindlichen Zenturios zurückhalten mussten, damit das für sie so wertvolle Kind keinen Schaden nahm.

„Ich werde mich wohl selbst darum kümmern müssen, damit unser Volk den endgültigen Sieg in diesen Kampf und gegen diese Plage davonträgt!“, grollte einer der Cavils, der den Kontrollraum der Kolonie schließlich verließ.

Battlestar Galactica

Es war eine gefühlte Ewigkeit vergangen, doch das Angriffsteam mit Hera Agathon in der Mitte, hatte es zum größten Teil weitgehend unbeschadet zurück an Bord der Galactica geschafft. Dabei waren sie die ganze Zeit über, von einer großen Armee der Zylonen verfolgt worden, die von einem Cavil höchstpersönlich angeführt wurde.
Über verschiedene mögliche Schleusen und Luken, hatten sie sich bereits erfolgreich Zugänge verschafft, und drangen erneut in großer Anzahl in die Galactica ein.

Sämtliche koloniale Abwehrteams inklusive Angehörigen der Zylonenrebellen sowie die zur Verstärkung entsandten Soldatinnen und Soldaten von der Concordia, hatten schon zuvor die allergrößte Mühe gehabt, dem eindringenden Feind standzuhalten.

„Na schön. Athena und Helo, ihr bringt Hera sofort auf die Krankenstation, dort ist neben dem CIC der sicherste Zufluchtsort! Starbuck, du gehst auf den schnellsten Weg ins CIC und unterstützt mit deinem Team den Admiral! Meine Gruppe und ich halten unsere unerwünschten Gäste so gut es geht, hier an dieser Schlüsselposition auf! Los!“, ordnete Apollo an.

Kurz darauf teilte sich die Einheit, wie angewiesen in die drei Gruppen auf.

Doch unterwegs geschah es, Captain Karl C. Agathon wurde, während eines heftigen Feuergefechtes lebensgefährlich am Rücken getroffen, denn einer der Dorals hatte sie verfolgt und heimtückisch abgepasst. Panisch floh daraufhin die kleine Hera. In großer Sorge nahm, nachdem Lieutenant Sharon Agathon den Fünfer erschossen hatte, sofort die Verfolgung ihrer einzigen Tochter auf.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 16.01.2026, 20:21

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