17.01.2026, 21:01
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.01.2026, 21:08 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 6.18 - “Prophetas, Teil 1”
Andromeda-Galaxie
Ypsilon-Sektor
Battlestar Galactica
Auf der Krankenstation hielt sich gerade unter anderem auch Laura Roslin auf, weil sie sich dort gerade wegen ihrer zurückgekehrten Krebserkrankung behandeln ließ, weil es ihr momentan gesundheitlich nicht so gut ging. Aktuell half sie auch so gut es ging bei der Versorgung der Verletzten mit.
Doch unerwartet hielt sie bei ihrer Tätigkeit inne, flüsterte alarmiert: „Hera!“, verließ dann auf ein geheimes Zeichen hin eilig die Krankenstation der Galactica.
Es erschien ihr wie in einem Traum, den sie bereits schon sehr gut kannte, denn teilweise erschien ihr die Umgebung wie das Opernhaus in ihren Visionen, die sie gehabt hatte.
Aber noch andere wurden von dem Ereignis um Hera aufgeschreckt, nämlich Caprica-Sechs, die sich in Begleitung von Doktor Gaius Baltar befand. Der Wissenschaftler und Politiker wusste sofort um was es ging.
Die beiden hatten sich Tage zuvor dazu entschieden und den kämpfenden Truppen angeschlossen, um die Galactica gegen die Angreifer zu verteidigen. Den beiden erging es also wie Laura Roslin, weil auch ihre Umgebung hin und wieder so aussah, wie das Opernhaus aus den Visionen.
Beinahe pausenlos halten Schüsse durch sämtliche Korridore, denn die Zylonen drangen nach wie vor in sehr großer Anzahl in die Galactica ein. Die Invasoren stießen dabei auf erbitterten Widerstand durch die Crew des Kampfsterns.
Vollkommen unerwartet liefen sich Laura Roslin und die kleine Hera über den Weg. Instinktiv nahm die frühere Lehrerin, Bildungsministerin und Präsidentin der Kolonien das kleine Mädchen an sich. Gemeinsam suchten die zwei einen sicheren Ort auf. Diesen fanden sie in Gestalt von Transportkisten und -Containern, die in einen der Korridore der Galactica abgestellt worden waren.
Laura drückte die kleine Hera schützend eng an sich, so wie eine Mutter, die auf diese Art ihr eigenes Kind zu schützen gedachte.
Keine Sekunde zu früh, denn eine große Gruppe von Zenturios, die von einen der Einser angeführt wurden, betraten schon einen Atemzug später denselben Korridor. Argwöhnisch schaute sich der humanoide Zylon ein paar Sekunden nur argwöhnisch um, dann rückten sie weiter vor. Ihr Ziel war das Combat Information Center, weil Cavil die Galactica von dort aus für immer auszuschalten gedachte.
Vorsichtig richtete sich die kranke Frau wieder auf, denn sie wollte sicher gehen, dass die Luft wieder rein war.
„Na schön“, murmelte sie leise, „niemand mehr zu sehen und zu hören, bis auf diese verfluchte Schießerei! Dann werden wir uns mal auf den Weg machen, Hera… Hera?“
Bei dem letzten Wort des Satzes wandte sich Laura Roslin wieder um. Doch dort, wo sie das kleine Mädchen zuletzt gesehen und auch immer noch vermutet hatte, war es nicht mehr.
Denn es gab in unmittelbarer Nähe einen weiteren ohrenbetäubenden Lärm, der von einen weiteren schweren Schusswechsel und auch einigen Explosionen herrührte. Dieser fürchterliche Kampf hatte das kleine Mädchen dermaßen erschreckt, dass es voller Angst aufgesprungen und erneut davongelaufen war. Doch umgehend, begann Laura Roslin abermals nach Hera zu suchen.
U.N.S. Concordia
Immer wieder musste General Samantha Carter neue Befehle geben, denn die Schlacht gegen die Zylonen wurde auch für ihre eigene Besatzung und somit auch das eigene Schiff immer bedrohlicher. Dies lag unter anderem auch daran, dass mittlerweile die noch verbliebenen Geschütze der Kolonie wieder begonnen hatten zu feuern. Nicht nur auf die Galactica, sondern auch auf die Concordia. Zusätzlich wurden sie auch wieder von den vielen feindlichen Geschwadern angegriffen. Die eigenen Piloten standen somit erneut einer gewaltigen Übermacht gegenüber.
Heimatkolonie der Zylonen
Unzählige Suchtrupps der beiden Generationen von Zenturios durchkämmten auf der Suche nach Menschen die gesamte Kolonie. Doch sie fanden nur tote Menschen sowie zerstörte Zenturiorebellen, die es nicht mehr zurück auf die Galactica geschafft hatten.
Auch das ausgebrannte und mittlerweile auch gelöschte Labor, in welchen einst sämtliche Forschungsresultate von Hera aufbewahrt worden waren, wurde genaustens inspiziert, wobei man in einen der Korridore auf die tote Boomer stieß, die von Athena erschossen worden war.
Im Kontrollraum der Basis hatte man zumindest die eine Gewissheit, nämlich dass sich keine feindlichen Truppen mehr vor Ort, innerhalb der Kolonie befanden. Deswegen mobilisierte man daher alle noch verfügbaren Kräfte, und somit, mit dem Sturm auf die Galactica, die sich immer noch mit einen Teil ihres Bugs in der Kolonie befand.
Um effektiver die Geschwader einsetzen zu können, hatte man den Hybrid deaktiviert, damit die eigenen Raider und schweren Jäger wieder gegen die feindlichen Flugzeuge kämpfen konnten. Außerdem bereitete den Zylonen der immer noch zerstörte FTL-Antrieb die größten Sorgen. Denn die Schäden, die die einzige abgefeuerte Drohne des einen Puddle Jumpers verursacht hatte, war sehr gut gesetzt gewesen. Aber dennoch arbeiteten die Maschinenwesen weiter daran, versuchten geradezu fieberhaft eine Lösung zu finden.
Battlestar Galactica, CIC
„Wir müssen weg von hier! Sofort!“, schrie Colonel Saul Tigh, der darüber informiert worden war, dass durch sehr kurze Wege immer noch Zenturios und Modelle der Einser, Vierer sowie Fünfer in die Galactica eindrangen.
„Steuermann! Die Galactica sofort zurücksetzen, damit wir nicht mehr in der Kolonie hängen!“, brüllte Admiral William Adama laut, der gerade die Meldung erhalten hatte, dass sein Schiff einen der Hauptgeschütztürme oberhalb der Mittelsektion verloren hatte.
Bevor der Kampfstern sich in Bewegung setzte, befahl der XO der Galactica: „Sie, Mister! Sofort alle beschädigten Sektionen im Bug abschotten!“
Die Anweisung kam keine Sekunde zu spät, denn somit wurde einer Vielzahl von Zylonen, die noch in den Kampfstern eindringen wollten, die Möglichkeit verwehrt ebenfalls an Bord der Galactica zu gelangen.
Ein akustisches und visuelles Zeichen, gab den Menschen den Hinweis sich so schnell wie möglich aus den betroffenen Sektionen zurückzuziehen, wenn sie nicht in den nächsten 180 Sekunden im Vakuum des Weltalls sterben wollten. Zeitgleich mussten sie aber, immer noch die ihnen nachsetzenden Zylonen in Schach halten.
U.N.S. Concordia
Mit Entsetzen musste man feststellen, dass einige der Raider und schweren Jäger, die vor wenigen Minuten erst von den Monitoren verschwunden waren, offenbar ein weiteres Mal Unterstützung für die Kolonie geholt hatten. Denn auf dem Radar tauchten die Signale von vier weiteren Basisschiffen auf. Wenige Minuten erst, nachdem alle an Bord des Schiffes der Erde geglaubt hatten, dass sie es nach der Vernichtung der bisherigen Basisschiffe endlich überstanden hätten.
Doch sofort ließ General Samantha Carter mit den Energiewaffen ihres Schiffes auf die neu eingetroffenen Basisschiffe feuern, bevor der erneute feindliche Beschuss zu stark werden würde. Eine gute Entscheidung, weil man die Leistung der eigenen Schutzschilde nicht noch weiter strapazieren wollte.
In den Hangars des Erdschlachtschiffes war es ein Starten und Landen. Doch die vorhandenen Treibstoffvorräte an Bord, für die F-302er und die Viper, gingen allmählich zur Neige.
Battlestar Galactica, Krankenstation
Mittlerweile hatte man es geschafft, den verwundeten Helo sicher zu Doktor Cottle zu bringen.
„Legen Sie ihn dort in Bauchlage auf die Liege!“, wies der Arzt der Galactica Athena an, die der Anweisung sofort nachkam.
Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck wandte sich der Verletzte an seine Ehefrau: „Sharon. Geh und suche unsere Tochter!“
„Gehen Sie, Lieutenant, ich kümmere mich um ihn!“, nickte und versicherte Cottle, der sofort damit begann den Captain fachmedizinisch zu versorgen.
CIC-Sektion
In der Zwischenzeit hatte das von Starbuck geführte Team das Ziel erreicht. Gerade noch rechtzeitig, denn eine große Gruppe von Zenturios hatte sich ebenfalls in der Nähe des Combat Information Centers versammelt.
Sofort nach dem ersten gewonnen Feuergefecht organisierte Captain Kara Thrace mehrere Verteidigungslinien, die weitere Angriffswellen abwehren sollten.
Im CIC selbst konnte man auf den Monitoren erkennen, dass die Galactica nicht mehr in der Kolonie verkeilt war. Doch war es nicht überraschend, dass man ebenfalls Probleme mit den eigenen Triebwerken hatte, unter anderem mit dem FTL. Doch Adama wollte keinen blinden Sprung, egal wohin riskieren, solange sich nach wie vor eine so große Anzahl des Feindes an Bord seines eigenen Schiffes befand. Er war sich auch nicht zu schade dafür, einen weiteren Anruf zu tätigen, um bei General Carter weitere Truppen zu erbitten, damit die Mühe nicht umsonst war.
„…ja, es ist uns gelungen Hera zu befreien. Doch leider irrt sie nun an Bord der Galactica umher“, erklärte Husker gerade in einen Schiff zu Schiff Gespräch einer ruhig bleibenden Sam, die dazu bereit war, zu tun was könnte, während man weiterhin die feindlichen Basisschiffe bekämpfte.
U.N.S. Concordia, Steuerbordhangar
Da es auf Grund des hohen Aufkommens der feindlichen Flugzeuge zu riskant war, die kolonialen Raptor mit der Verstärkung an Bord zu starten, wurden umgehend drei Puddle Jumper mit Marines und anderen Kampf erfahrenen Personal bemannt, die dann getarnt hinüber zur Galactica fliegen sollten.
Battlestar Galactica
Es war für Sharon Agathon wie in einem Traum, den sie schon mehrmals gehabt hatte: Sie lief so schnell sie konnte durch die gesicherten Bereiche des Kampfsternes, doch erschien es ihr so als ob sie durch das alte Opernhaus eilen würde. Doch war dies kein Traum, sondern die traurige Wirklichkeit, denn sie suchte nach ihrem Kind. Schließlich nahm sie einen kleinen Schatten war. Dem folgte sie. Und tatsächlich mehrere Meter, etwa 30 vor ihr, rannte ihre Tochter. Immer wieder gabelten sich die Korridore. Aus einer dieser Gabelungen erschien Laura Roslin, die ebenfalls immer noch hinter Hera hinterher eilte.
Doch als die beiden Frauen einander bemerkten, blieben sie stehen, schauten sich sehr verwundert einander an. Es war eine vertraute Szene, die sie bereits aus ihren Visionen kannten.
Die Zeit schien abrupt stillzustehen. Allerdings nur für wenige Sekunden, denn dann eilten die beiden auch schon weiter.
Viele Meter weiter entfernt, kämpften Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar gemeinsam gegen einen Trupp feindlicher Zenturios. Als die beiden auch dieses Feuergefecht erfolgreich überstanden hatten, wollten sie sich abermals auf den Weg machen. Die zwei waren nur einige Meter weit gekommen, da stand ihnen das kleine Mädchen gegenüber. Hera hielt sich mit ihren Händen die Ohren zu. Sie sah vollkommen verschreckt und verängstigt aus.
Eine weitere Szene aus den Visionen, die Caprica, Athena und Laura kannten, schien in diesen Augenblicken real zu werden. Die Sechs bückte sich zu Hera hinab, nahm das kleine Mädchen auf den linken Arm, während Gaius die beiden absicherte. Anschließend machten sich die beiden, immer wieder nach allen Seiten mit ihren erhobenen Waffen absichernd, auf den Weg.
Die Mutter des Kindes und Roslin sahen dies alles aus einer gewissen Entfernung. Aufsteigende Panik ergriff Sharon, die ihre Schritte noch mehr beschleunigte. Doch sie kam zu spät, denn die Luke, durch die das Paar mit ihrer Tochter getreten war, wurde verschlossen und verriegelt, weswegen Athena besorgt laut: „Hera!“, rief.
Derweil gingen Caprica und Gaius ihren Weg weiter, der sie schließlich in das Combat Information Center der Battlestar Galactica führte. Zuerst glich die Szenerie für einige Sekunden ihren einstigen Visionen, doch dann machte sich die schmerzhafte Realität bemerkbar.
Die feindlichen Zylonen hatten es nämlich doch noch irgendwie geschafft, in das Herz des Kampfsternes einzudringen. Admiral William Adama schien soeben gerade noch den letzten Eindringling erschossen zu haben, denn er gab jenen, nachdem er ihn mit seiner Waffe getroffen hatte, einen verächtlichen Tritt in den Rücken, so dass der Zylon zu Boden ging.
Das gesamte CIC glich einem furchtbaren Schlachtfeld. Überall dort im Herz, im Zentrum der Galactica, befanden sich verletzte sowie tote Menschen und Zylonen. Viele aus der Crew der Galactica hatten sich geduckt, und versteckten sich so gut es ihnen möglich gewesen war hinter den Konsolen.
Dann gab es einen gefährlichen Moment der Unachtsamkeit, denn Hera wurde von Cavil gepackt, der doch noch nicht tot, sondern nur leicht verwundet gewesen war. Der Einser hielt dem Kind eine Pistole an den Kopf, erhoffte dadurch freien Abzug zu bekommen.
„Lass Hera los, Cavil!“, forderte Caprica entrüstet und voller Zorn, die um die Gesundheit des kleinen Mädchens fürchtete. Denn der Einser war vollkommen unberechenbar, er entgegnete: „Dieses Kind hier trägt die Zukunft meines Volkes in sich! Ich lasse es somit garantiert nicht gehen!“
„Daraus wird nichts, Zylon!“, brummte Husker, der seine Waffe auf seinen Feind richtete.
„Dann haben wir wohl ein Problem nicht wahr“, schlussfolgerte jener.
Unerwartet schaltete sich Saul Tigh, der sich mit den anderen der Fünf oben befand, ein. Er sagte: „Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Ihr gebt uns Hera, und dafür geben wir euch die Wiederauferstehung! Unter der Bedingung: Dass ihr ein für allemal aufhört, die menschliche Rasse und auch uns zu verfolgen und zu bekämpfen!“
Der Einser überlegte kurz, dann nickte er: „Einverstanden!“
„Ich verliere momentan sehr viele Leute!“, bemerkte Admiral Adama.
„Dann sollten wir den Waffenstillstand in Kraft treten lassen, nicht wahr?“, murmelte Cavil, der kurz darauf Hera losließ, die sofort in Richtung ihrer Mutter Athena eilte.
Kurz darauf wurden auch schon sämtliche Kämpfe, sowohl auf der Galactica als auch die erbitterten Gefechte zwischen den feindlichen Geschwadern um die Kolonie, eingestellt.
Die ersten gesicherten Verlustmeldungen wurden an William Adama und auch Saul Tigh herangetragen, die nebenbei zur Kenntnis nehmen mussten, dass man bisher durch diese Schlacht insgesamt 7 Raptor, 11 Viper und 42 Leben verloren, sowie etwas mehr über 100 Verletzte medizinisch zu versorgen hatte.
U.N.S. Concordia, Brücke
Auf Bitten von Admiral William Adama den Waffenstillstand nicht zu gefährden, ließ auch General Samantha Carter die Waffen ihres Schiffes ruhen. Sie und ihre Besatzung hatten nichts dagegen, denn somit konnten sich die stark beanspruchten Schutzschilde der Concordia wieder aufladen. Doch auch an Sam wurden traurige Zahlen herangetragen, denn es waren von den Marines 9 getötet und 15 verletzt worden, außerdem hatte man bislang 5 F-302er verloren, wobei man zum Glück sämtliche Piloten, davon einige, wenn auch natürlich zum Teil verletzt, hatte bergen können.
Aber man hatte zum Glück auf der eigenen Krankenstation noch genügend freie Betten zur Verfügung, weshalb sie einige der Verletzten von der Besatzung der Galactica zur medizinischen Behandlung auf die Concordia holen ließ.
Heimatkolonie der Zylonen, Kontrollraum
Eine Gruppe von Vierer- und Fünfer-Modellen, die natürlich nur von einem anderen Einser angeführt wurden, überwachten den laufenden Datentransfer, der die für sie so wichtige Anleitung für die Wiederauferstehungstechnologie beinhaltete. Sie stellten dabei schon nach wenigen Augenblicken zufrieden fest, dass die bisher übertragenden Informationen, mit denen authentisch waren, die man noch fragmentweise zur Verfügung hatte.
Battlestar Galactica, CIC
An Bord des Kampfsternes war eine Delegation der Zylonenfraktion eingetroffen, die Cavil gegenüber loyal war.
„Sie wollen Cavil doch nicht etwa davon kommen lassen, Admiral?“, flüsterte Caprica entsetzt, weil sie wusste, dass man dem Einser und den anderen beiden Modellen nicht wirklich vollends vertrauen konnte. Auch erzählte sie ihm, was Ellen Tigh ihr erzählt hatte: „John ist leider vollkommen skrupellos. Er hätte Ellen Tigh beinahe lebend seziert, weil er sich dadurch erhoffte hatte, an das Geheimnis der Technologie der Wiederauferstehung zu kommen.“
„Dennoch haben wir keine andere Möglichkeit, glaube ich. Wir hätten wohl nicht mehr lange durchgehalten“, erwiderte Adama, der aber im tiefsten Herzen der Sechs zustimmte.
Schließlich schien etwas vollkommen unerwartet total schief zu laufen, denn Chief Galen Tyrol hatte in einer versteckten und streng gehüteten Erinnerung von Tory Foster was gesehen. Und dies missfiel ihm zutiefst, weswegen er unvermittelt seine Hand aus der Wanne riss, in welcher sich Sam Anders befand und die anderen der Fünf ebenfalls ihre Hände getaucht hatten, damit sie aus ihren gemeinsamen Erinnerungen die Elemente der Wiederauferstehungstechnologie an die Kolonie übermitteln konnten.
Wutentbrannt griff Galen die ihm unterlegende Tory an. Glück für diese arme Zylonin war allerdings, dass Ellen Tigh beschwichtigend dazwischen ging, dadurch Schlimmeres verhinderte.
„Der Transfer wurde unterbrochen! Verrat!“, schrie ein Vierer warnend, weil durch die Aktion von Galen Tyrol der Datenstrom abrupt zum Erliegen gekommen war.
Kurz darauf begann eine erneute fürchterliche Schießerei im CIC. Doch da die Zylonen, die loyal zu den Einsern standen sämtliche Truppen, bis auf einige Zenturios und einige ihrer menschlichen Modelle aus der Galactica abgezogen hatten, ging diese Runde an die Besatzung der Galactica.
Bevor jemand den nur leicht verwundeten Einser, John Cavil, ergreifen oder gar töten konnte, giftete jener noch voller Hass: „Verflucht!“, dabei steckte er sich auch schon selbst seine Pistole in den Mund und drückte ab, um sich somit eigenhändig zu richten.
Doch durch die Unterbrechung des Datentransfers und die Beendigung des Kontaktes, war natürlich auch der Waffenstillstand beendet. Auf dem DRADIS war zu erkennen, wie die Geschwader und Geschütze der Kolonie erneut die Galactica sowie die Concordia beschossen.
„Wir können nicht mehr lange standhalten! Starbuck, laden sie umgehend den FTL und bringen sie uns hier sofort raus!“
„Wohin, Admiral?“, erkundigte sich Captain Thrace, die auch schon zur Konsole eilte.
„Egal! Hauptsache weg von hier! Ich brauche schnell eine Verbindung zur Concordia!“, rief Admiral Adama mit lauter Stimme über den erneuten Gefechtslärm hinweg.
Odyssee
Folge 6.19 - “Prophetas, Teil 2”
Andromeda-Galaxie
Ypsilon-Sektor
Battlestar Galactica, CIC
An Bord des alten, und durch diese erneute und schlimme Schlacht, beschädigten Kampfsternes war vor kurzem eine Delegation der Zylonenfraktion eingetroffen, die Cavil gegenüber loyal war.
„Sie wollen Cavil doch nicht etwa davon kommen lassen, Admiral?“, flüsterte Caprica entsetzt, weil sie wusste, dass man den Einsern und auch den anderen beiden Modellen nicht wirklich vollends vertrauen konnte. Auch erzählte sie ihm, was Ellen Tigh ihr einst erzählt hatte: „John ist leider vollkommen skrupellos! Er hätte Ellen Tigh auch lebendig seziert, weil er sich dadurch erhofft hatte auch so an das Geheimnis der Technologie der Wiederauferstehung zu kommen! Oder aber nur aus reiner Boshaftigkeit! Denn er, Cavil, ist ein absoluter Sadist!“
„Dennoch haben wir leider keine andere Möglichkeit, glaube ich! Wir hätten wohl nicht mehr lange durchgehalten“, erwiderte Adama, der aber im tiefsten Herzen der Sechs zustimmte.
Schließlich schien etwas total schief zu laufen, denn Chief Galen Tyrol hatte in einer versteckten und streng gehüteten Erinnerung von Tory Foster etwas gesehen. Und dies missfiel ihm zutiefst, weswegen er seine Hand aus der Wanne riss, in welcher sich Sam Anders befand und die anderen der Fünf ebenfalls ihre Hände getaucht hatten, damit sie aus ihren Erinnerungen die Bauteile der Wiederauferstehungstechnologie an die Kolonie
übermitteln konnten. Wutentbrannt griff Galen die ihm körperliche unterlegende Tory an. Glück für diese arme Zylonin war allerdings, dass Ellen Tigh beschwichtigend dazwischen ging, dadurch Schlimmeres verhinderte.
„Der Transfer wurde unterbrochen! Verrat!“, schrie ein Vierer auf einmal warnend.
Kurz darauf begann eine erneute fürchterliche Schießerei im CIC. Doch da die Zylonen, die loyal zu den Einsern standen sämtliche Truppen, bis auf einige Zenturios und einige ihrer menschlichen Modelle aus der Galactica abgezogen hatten, ging diese Runde zum Glück an die Besatzung der Galactica.
Bevor jemand aus der Mannschaft von Adama den verwundeten Einser, John Cavil, ergreifen oder gar töten konnte, giftete jener noch voller Hass: „Verflucht!“ Dann steckte er sich auch schon seine eigene Pistole in den Mund und drückte ab, um sich eigenhändig zu richten.
Doch durch die abrupte Unterbrechung des Datentransfers und die Beendigung des Kontaktes, war natürlich auch der laufende Waffenstillstand beendet. Auf dem DRADIS war zu erkennen, wie die Geschwader und Geschütze der Kolonie erneut die Galactica sowie die Concordia angriffen und beschossen.
„Wir können diesen Attacken nicht mehr lange standhalten! Starbuck, laden sie sofort den FTL und bringen sie uns hier so schnell wie nur möglich raus!“
„Wohin, Admiral?“, erkundigte sich Captain Thrace, die auch schon mit sehr schnellen Schritten zur Konsole eilte.
„Egal! Hauptsache weg von hier! Ich brauche umgehend eine sichere Funkverbindung zur Concordia!“
Mehrere Wochen zuvor
Andromeda-Galaxie
Galactica-Flotte
Battlestar Galactica
Gedankenverloren spazierte Kara Thrace durch die Korridore des Kampfsterns, und ohne dass sie es geplant hatte, landete sie ausgerechnet vor dem Quartier der Agathons. Sie hielt einen Augenblick lang inne, zögerte, dachte einen Moment nach, ehe sie dann an die Luke klopfte.
„Herein! Oh, hallo Starbuck“, sagte Athena zur Begrüßung zur unerwarteten Besucherin.
„Hallo ihr beiden.“
Auch das kleine Mädchen machte sich bemerkbar, dann sagte es mit ihrer zarten kindlichen Stimme ebenfalls: „Hallo.“
Die Viperpilotin trat noch etwas näher an den kleinen Tisch heran, woran die Tochter der Agathons die meiste Zeit saß und auch malte.
„Du malst Sterne. Die sind wirklich alle sehr schön, Hera“, lobte Kara, die das Werk der jungen Künstlerin in Augenschein nahm.
Zeitgleich machte Sharon noch einen Bericht fertig, den Admiral Adama in den nächsten Stunden haben wollte. Die Zylonin, die sich als erste überhaupt bewusst den Menschen angeschlossen hatte, war froh über die Anwesenheit ihrer Kameradin, die sich eine Weile mit ihrer Tochter beschäftigen würde und ihr die Möglichkeit gab den Bericht fertig zu stellen.
Schließlich schien Hera mit ihrem Bild fertig zu sein, denn sie nahm es vorsichtig in die Hände, hob es also vom Tisch hoch, drehte sich damit zu Kara um und hielt es ihr hin.
„Ist das für mich?“, fragte Starbuck.
Das kleine Mädchen nickte lächelnd, worauf sich die Viperpilotin mit einem: „Danke.“, höflich bedankte, während sie das Bild entgegennahm.
Sie blieb noch eine Weile bei den Agathons. Erst als Lieutenant Sharon „Athena“ Agathon ihren Bericht beendet hatte, brach Captain Kara „Starbuck“ Thrace mit dem geschenkten Bild von Hera Agathon auf.
Kurz darauf wurde Hera dann schließlich von Boomer, die sich im Kindergarten als Athena ausgegeben hatte, entführt.
Anderthalb Wochen später
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Battlestar Galactica
Viel war geschehen, man hatte einige weitere Flotten mit Überlebenden aus den zerstörten Kolonien sowie auch weitere Verbündete aus einer anderen Galaxie, der Milchstraße gefunden. Doch Starbuck war während einer Schlacht im Ionischen Nebel aus dem Nichts zurückgekehrt. Und noch viele weitere Dinge waren geschehen, die seit dem das Leben in der Flotte beeinflusst hatten.
Es war gerade erst geschehen, Sam T. Anders, der Ehemann von Kara Thrace war schwer verwundet worden. Um sich abzulenken, hatte sie sich an einen anderen Ort auf der Galactica begeben, nämlich eine Bar, die kurz nach dem Exodus von Neu-Caprica von einen langjährigen Crewmitglied aufgemacht worden war, welches in Pension gegangen war.
In stillen Erinnerungen versunken genehmigte sich Starbuck einen Drink nach den anderen. Es würde sehr lange dauern bis sie wirklich ernsthaft betrunken war.
Hinter ihr, an einem Piano, saß ein Mann, der offenbar seit Stunden nur dazu imstande immerzu nur die eine und selbe Melodie zu spielen. Und dies allen Anschein nach nicht gerade wirklich gut.
Genervt von dem gleichmäßigen Geklimper, machte Kara schließlich eine recht kritische Bemerkung zu dessen musikalischer Darbietung.
„Tut mir leid, aber ich bin dabei dieses Stück immer noch zu komponieren, und hänge seit einiger Zeit an ein und derselben Stelle immer wieder aufs Neue fest.“
„Ist nicht zu überhören“, erwiderte Captain Thrace, die sich mittlerweile grinsend zu dem Pianospieler umgewandt hatte.
„Außerdem klingt das ziemlich bekannt. Mein Dad hat mal so etwas Ähnliches gespielt, nur besser“, fügte sie nach einer kurzen Pause hinzu, während sie der Mann geduldig ansah. Offenbar war wohl jener sehr froh, dass jemand das Gespräch mit ihm suchte, auch wenn es Kritik zu seinem Spiel gab.
Eine etwas längere Pause entstand dann, die dieses Mal von dem Pianospieler beendet wurde, denn er meinte schließlich: „Was ist mit Ihnen? Können Sie spielen?“
„Ein wenig, früher einmal. Ist lange her. Mein Dad hat es mir beigebracht als ich noch sehr klein war. Nur hat dieser Mistkerl uns eines Tages sitzen lassen. Meine Mom und mich“, antwortete Kara, die noch einen weiteren Schluck aus dem Schnapsglas genommen hatte.
„Ah ja. Vielleicht können Sie mir ja dennoch irgendwie helfen, das Problem zu lösen“, meinte der Mann.
Ein spöttisches Grinsen huschte über das Gesicht von Starbuck, die sich von ihrem Hocker an der Bar erhoben hatte, und dann langsamen Schrittes auf das kleine Podium zuging, auf welchem sich das Piano und der Musiker befanden. Sie betrat es noch nicht, denn die beiden unterhielten sich abermals noch einmal kurz über den Inhalt des Liedes.
Schließlich saßen die zwei nebeneinander am Piano. Während sich Kara die Noten des Musikers ansah, fiel ihr etwas auf, denn sie erinnerte sich, weswegen sie auch: „Das kommt mir irgendwie bekannt vor.“, sagte. Kurz darauf zog sie aus der Cargotasche ihrer Diensthose das zusammengefaltete Bild heraus, welches Hera ihr vor ungefähr 10 Tagen Wochen geschenkt hatte, und faltete es auseinander. Und auch dadurch wurden auf einmal Erinnerungen in ihr wieder lebendig, an ihre Kindheit als ihr Vater noch bei ihrer Mutter und ihr war.
Auch der Pianospieler warf einen prüfenden Blick auf das Bild, dem dann etwas auffiel und erkundigte sich schließlich: „Darf ich?“
Kara zögerte für eine Sekunde, dann ließ sie aber den Mann gewähren.
Auf einen Noten-Blanko-Bogen kopierte er die Sterne, die Hera gezeichnet hatte. Dies war ganz leicht, denn durch die kräftigen bunten Farben war es ganz einfach. Dennoch arbeitete der Pianist dabei sehr aufmerksam und vergewisserte sich des Öfteren, indem er nachschaute.
Als er dann fertig war, meinte er einladend: „Wollen wir?“
„Nein, ich kann das nicht!“, erwiderte Starbuck, in der die Erinnerungen an ihre Kindheit immer stärken wurden.
Freundlich versicherte der Mann: „Keine Angst. Ich helfe Dir. Lege zunächst einmal einfach deine linke Hand dorthin. Ja, genau dort. Setze einfach dann ein, wenn Du soweit bist.“
Obwohl sich Kara meist nie etwas sagen ließ, ließ sie es zu, dass dieser ihr unbekannte und fremde Mann ihre linke Hand nahm und sanft auf die Tasten des Pianos legte. Ein Grund, dass abermals eine Erinnerung in ihr zurückkehrte, denn auch ihr Vater hat dies getan als er ihr einst das Spielen beigebracht hatte. Sie lächelte sogar dabei.
Alle Sorgen um ihren schwer verletzten Ehemann schienen, schon seit einigen Minuten, vergessen zu sein.
Ganz langsam begann der Musiker zu spielen, der dabei geduldig die Frau beobachtete, die noch immer zögerte. Doch dann machte sie mit, und spielte das erste Mal seit ihrer Kindheit wieder am Piano.
Ohne es zu wissen, hielten sich auch Colonel Saul Tigh, Ellen Tigh, Chief Galen Tyrol und auch Tory Foster in der Bar auf, die allesamt bei der gespielten Musik, die nach einer wilden Verfolgungsjagd klang, hellhörig wurden.
„Verflucht noch mal! Das ist doch dieser Song, der uns erreicht hat!“, stellte der XO der Galactica verwundert fest, dem natürlich nicht allein dieses am Piano gespielte Stück bekannt vorkam.
Schließlich waren sie fertig. Der Mann hielt zufrieden lächelnd wie auch einst der Vater, Kara den Zeigefinger seiner rechten Hand vor den Mund hin, weswegen sie instinktiv, so wie einst vor Jahrzehnten, dagegen pustete. Danach lächelten sich die beiden an.
Als ob sie in Trance gewesen wäre, zuckte Kara zusammen als sie dann vollkommen unerwartet von Saul angesprochen wurde.
„Woher zum Teufel haben Sie das her, Starbuck?“
„Keine Ahnung, Colonel… ich, ich weiß es nicht“, murmelte die Viperpilotin verlegen, die sich zur Seite drehte. Doch der Pianospieler war, wie auch seine Sachen verschwunden. Nur die Zeichnung, die ihr Hera geschenkt hatte, befand sich noch auf dem Instrument.
Dann musste sie anhand ihrer Erinnerungen feststellen, dass dieser mysteriöse und unbekannte Pianospieler eine sehr starke Ähnlichkeit mit ihren Vater gehabt hatte. Hinterher teilte man der verwunderten Kara mit, dass niemand sonst, außer ihr selbst, am heutigen Tage am Piano gesessen und darauf gespielt habe.
Gegenwart
Andromeda-Galaxie
Ypsilon-Sektor
Battlestar Galactica, CIC
Fieberhaft dachte Captain Kara Thrace nach, denn sie musste schnellstmöglich in den den nächsten Sekunden irgendwelche FTL-Koordinaten eingeben und den Schlüssel drehen.
„Starbuck, beeilen Sie sich!“, rief Admiral William Adama, der ganz genau spürte, dass es für die Galactica mit jeder Minute immer gefährlicher wurde, die sie noch unter dem Feuer der Geschütze von der Kolonie stand.
Fragend blickte Colonel Saul Tigh seinen langjährigen Vorgesetzten und Freund an.
„Ich weiß. Alle Viper, die wir noch einmal rausschicken, müssen dann von der Concordia eingesammelt werden, die dann mit ihren mächtigen Waffensystemen auch die Kolonie der Zylonen für immer zerstören wird“, sagte der Commander der Galactica, der den Blick seines Freundes richtig interpretiert hatte.
Die ganze Zeit über, wurde der Kampfstern von den Treffern durch das feindliche Feuer immer wieder schwer getroffen. Das alte Schlachtschiff der Kolonien erzitterte immer heftiger unter den Treffern.
Währenddessen kam Kara auf etwas, denn sie begann nachzudenken, ersetzte die Noten, die Hera als Sterne in unterschiedlichen Farben gezeichnet hatte durch Ziffern. Langsam aber konzentriert, obwohl die Gefahr der Zerstörung der Battlestar Galactica extrem hoch war, wie nie sonst zuvor, gab sie über das Tastenfeld diese folgende Zahlenkombination: 1123-6536-5321, ein. Lud dann endgültig die Koordinaten in den FTL-Computer, dann warnte sie noch schnell, zumindest all jene, die mit ihr im Combat Information Center waren, mit den Worten: „Achtung! Und Sprung!“. Kurz darauf drehte sie auch schon endlich den Schlüssel.
U.N.S. Concordia, Brücke
Die Kennung der Battlestar Galactica war auf sämtlichen Monitoren verschwunden. Somit konnte General Samantha Carter endlich den finalen Angriff gegen diese gigantische Heimatkolonie der Zylonen durchführen.
Aber noch etwas griff in den Angriff ein, nämlich ein Raptor, der durch eine Erschütterung im Innenraum, seine Atomraketen auf die Basis der Zylonen abfeuerte, weil die Hand eines Besatzungsmitglieds kräftig und druckvoll genug gegen den Auslöser kam, da die Besatzung des kolonialen Fluggerätes bereits tot war.
Unter dem Deckungsfeuer der Geschütze der Concordia, konnte das Schlachtschiff der Erde die letzten Viper und Raptor der Galactica aufnehmen. Zudem musste man die letzten Basisschiffe mit den Energiewaffen vernichten.
Sam bemerkte es zuerst. Die Kolonie stürzte allmählich in die Singularität des Schwarzen Loches, weswegen sie den Rückzug zur Flotte der Kolonialen anordnete, nachdem sie das letzte Basisschiff zerstört hatten.
Theta-Sektor
Koloniale Flotte
Das Hyperraumfenster öffnete sich und kurz darauf tauchte die Concordia daraus auf. Die gesamte Flotte der Kolonien von Kobol traf das Schlachtschiff der Erde dort an, wo die Galactica und die Concordia jene vor einigen Tagen verlassen hatte.
Auf Nachfrage musste General Samantha Carter erfahren, dass die Galactica bislang noch nicht zur Kolonialen Flotte zurückgekehrt sei. Die größte Sorge bereitete ihr aber, dass es in der Flotte ein politische Spaltung und einen Aufstand gegeben hatte. Somit hielt sich Sam an den Auftrag von Admiral William Adama, der darum gebeten hatte niemanden etwas von der Meuterei auf der Galactica zu erzählen. Sie berichtete nur von der erfolgreichen Mission, in der Hera befreit und wobei vermutlich auch die gesamte Flotte sowie die Kolonie der Zylonen der Cavilfraktion für immer zerstört werden konnten.
Stattdessen galt die Galactica seitdem als im Einsatz vermisst. Doch man wartete ab, denn irgendwann müsste zumindest ein Raptor der Galactica bei der Flotte der Kolonien von Kobol auftauchen.
Omega-Sektor
Battlestar Galactica, CIC
Das gesamte Schlachtschiff knarrte bedrohlich nachdem es den Sprung vollendet hatte.
„Ihr Rückgrat ist nun endgültig gebrochen! Sie wird nie wieder springen, Bill!“, lautete das Urteil von Colonel Saul Tigh über den bedauernswerten Zustand der Galactica, welcher leider deren Todesurteil war. Nach einer kurzen Pause fügte er noch hinzu: „Zumindest funktionieren noch alle vitalen Systeme!“
„Aber wie lange noch? Wir haben mehrere Lecks. Sofort die betreffenden Sektionen evakuieren und abschotten! Wo sind wir, Kara? Wohin haben Sie uns nur gebracht?“, hustete Admiral William Adama, der sich dann zu Captain Thrace umgewandt hatte.
Doch Starbuck stand nur da, starrte auf die Koordinaten und antwortete, dass sie es nicht wüsste, sich der Sache nicht sicher sei.
Milchstraße
Dakara-System
Die Jaffa der Freien Jaffa-Nation, die den Glauben und die Lehre der Orici Adria nach wie vor ablehnten, hatten erfahren, dass sich eine Flotte ihrer Brüder und Schwestern mit einer großen des ehemaligen Feindes versammelt hatte.
Im einem getarnten Frachtschiff, welches sich im Orbit des Planeten befand, der einst zuerst von den Antikern in der Milchstraße besiedelt, auf dem unter anderem auch die Versklavung der Jaffa durch die Goa’uld einst begonnen sowie sich das Zentrum der ersten Freien Jaffa-Nation befunden hatte, konnten Master Bra’tac, Teal’c und Rak’nor das beunruhigende Treiben beobachten.
„Das steckt also hinter den Ankündigungen, den Vorhersagen der Priore der Orici, die verkündet haben, dass die Zeit der Vergeltung schon sehr bald gekommen sei“, seufzte der einstige Lehrer von Teal‘c.
„Auch die Aufrufe sich für den bevorstehenden Kampf gegen das Böse zu versammeln, passen dabei gut ins Bild. Außerdem gab es mindestens einen weiteren Zwischenfall zwischen einem der Schlachtschiffe neuen Raumschiff-Klasse der Tau‘ri und ein paar Schlachtschiffen der Orici. Doch diese Schiffe der Erde sollen ohne jegliche Schäden geblieben sein. Aber“, ergänzte Rak‘nor, „wir sollten uns sehr genau überlegen, was wir tun sollen.“
Daraufhin sagte Teal‘c nur noch: „In der Tat.“
