[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#54
Odyssee
Folge 7.06 “Schisma, Teil 1”

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Flotte

Schon sehr kurz, und somit auch schnell nach dem spurlosen Verschwinden von Thomas Zarek, dem Präsidenten der Separatisten, von Bord seines Schiffes, der Astral Queen, waren die schweren und harten Kampfhandlungen zwischen den beiden nun mittlerweile absolut vollkommen unterschiedlichen ideologischen Flotten der letzten Überlebenden der Kolonien von Kobol abermals sehr heftig aufgeflammt. Der eine Teil der Flotte, unter der Führung von Präsidentin Francine Baltimore und Admiral William „Husker“ Adama wollte eine Zukunft aller 13 Stämme von Kobol, inklusive gemeinsam mit den Zylonen eingehen, doch die andere, unter der Führung vom Gegenpräsidenten Thomas Zarek und seinem Vize, Richard Adar, sowie deren immer größer gewordener Anhängerschaft, hatten diesen unerwarteten Schritt abgelehnt. Und dies obwohl jener Schritt vermutlich ein Ende des bisherigen Kreislaufes der Geschichte ihres Volkes bedeutet hätte. Doch ohne wirklich sehr lange und ausführlich darüber nachzudenken oder zu beraten, hatten die Anhänger von Zarek, die von jenen rhetorisch aufgehetzt worden sind, den Vorschlag des friedlichen Zusammenlebens schließlich angewidert und auch zutiefst empört abgelehnt.

Battlestar Pegasus, CIC

Niemals hätte es Admiral William Adama noch für wirklich möglich gehalten, nämlich eines Tages einen solchen großen modernen Kampfstern, von der Mercury-Klasse, irgend ein wann mal zu kommandieren. Und schon gar nicht in einer solchen gefährlichen Situation, in einer bösen kriegerischen Auseinandersetzung, schon gar nicht in Form eines Bürgerkrieges. Ein Krieg unter ehemaligen Gefährten, der die Einheit und auch Zukunft ihres Volkes so massiv gefährden würde, weil eine handvoll Leute ein gefährliches Gift in ihrer Gemeinschaft verbreitet hatten, um ihre Vorteile und sich Macht sowie Einfluss zu sichern.

Wohlwollend hatte er aber schon bereits von der ersten Sekunde an, die vor über einer Stunde eingegangene Warnung von Commander Tiber zu Kenntnis genommen. Aber er selber hatte sich so etwas in der Richtung schon bereits gedacht, dass die radikalsten unter den Anhänger Zareks einen Angriff auf ihn starten würden, weshalb er bereits schon selber die Vorkehrungen dafür in die Wege geleitet hatte.

„Geben Sie den Befehl unsere Vögel zu starten, Admiral?“
„Nein, Colonel! Noch nicht! Noch nicht. Denn wir lassen diese Kerle erst einmal dicht an uns herankommen. Und dann, wenn sie nahe genug dran sind, eröffnen wir das Feuer auf sie! Sobald wir mit den Nahkampfgeschützen die ersten Geschwader der feindlichen Flieger abgeschossen haben, nehmen wir uns dann sofort die Centauria und die Titania direkt vor!“
„Wir alleine gegen diese beiden Kampfsterne, ist das wirklich klug, Bill?“, stutzte Saul Tigh verwundert.
„Wir machen es natürlich nicht alleine. Keine Angst, Colonel. Denn neben Admiral Baker und Commander Carter, haben außerdem noch Commander Tiber sowie Commander York für diesen wichtigen Militärschlag gegen die Separatisten von Zarek ihre komplette Unterstützung zugesagt. Einen Militärschlag, den es natürlich nicht geben dürfte. Alleine die Concordia nur, wird sich natürlich aus allen Kampfhandlungen heraushalten. Das war so zwischen General Carter und mir im Vorfeld vereinbart worden. Lediglich bei der Bergung von Piloten wird sie aktiv werden! Mehr aber auch nicht!“
„Drei Battlestars der Mercury-Klasse plus zwei der Valkyrie-Klasse von uns gegen die Flotte der Bande von diesem Schleimbeutel… Ja, ich denke, das wird in der Tat vollends genügen“, nickte Colonel Tigh sichtbar erleichtert. „Mich wundert aber nur, dass diese verfluchten Separatisten mit ihrer gesamten Flotte nicht einfach abhauen. Und zwar ohne Zarek“, fügte der neue XO der Pegasus dann noch hinzu.
„Die Separatisten brauchen wohl jemanden an dem sie sich irgendwie halten können. Eine Galionsfigur, die sie führt“, antwortete Admiral Adama brummend, der sein Blick dabei nicht vom DRADIS-Monitor gelöst hatte, wie auch sein Erster Offizier, Colonel Tigh.
Der XO nickte zustimmend: „Ich verstehe. So wie wir jahrelang als Leuchtturm Roslin und auch besonders Sie gebraucht haben.“


Battlestar Caprica, CIC

Die arme Commander Sara York und ihre komplette CIC-Crew, wurden allesamt mit im aktiven Kampfgeschehen von den einrückenden Marines, die Admiral Joseph Tarsus mit sich führte und schützend in ihre Mitte genommen hatten, vollkommen überrascht.
Instinktiv versuchte nicht nur Commander York, sondern noch viele alle andere ihrer Crew im Combat Information Center zur Handfeuerwaffe, welche im Beinholster steckte, zu greifen. Alle bis auf einen, nämlich auf ihren XO, Major Paulus Livorno, der ihre Bewegung sanft aber entschieden stoppte, in dem er ihr seine linke Hand auf dem rechten Arm legte und dabei den Kopf schüttelte.

„Ich werde es nur einmal sagen, also alle hier einmal ganz genau herhören: Ich, Admiral Joseph Tarsus, übernehme fortan das Kommando über diesen Kampfstern, die Battlestar Caprica! Wer meine Befehle nicht befolgt, wird augenblicklich erschossen! Sergeant, entwaffnen sie sofort Commander Sara York und auch ihr hier versammeltes gesamtes Führungspersonal, und dann sofort, ab in die Brig mit dieser Verräterin und dem Rest dieser Bande!“
„Jawohl, Sir.“


Der Kampf der beiden verfeindeten Seiten hatte also erneut begonnen. Doch sollte dies das letzte Aufbegehren der Separatisten gegen die Regierung von Francine Baltimore sein.
Wie Adama und Baker es erwartet hatte, versuchten die feindlichen Raptorgeschwader zur Battlestar Pegasus vor- und einzudringen. Doch als sie nahe genug waren, ließ Tigh auch schon das Feuer durch die Nahverteidigungsgeschütze des Kampfsterns eröffnen, sowie kurz darauf auch noch durch die Geschütztürme, um die Raptor und Viper der Separatisten abzuschießen. Alle diese Piloten hatten nicht den Hauch einer Chance, denn schon die erste Salve der Pegasus fegte die Hälfte von ihnen fort.
Zur selben Zeit wurden die Titania und die Centauria, die zu Tom Zarek hielten, von den Viper-Geschwadern der Heracles sowie der Iuno abgelenkt und attackiert, während die beiden Mercury-Kampfsterne ihre Hauptgeschütze am Bug bereits vorbereiteten. Denn der erbitterte und verbissen geführte Kampf sollte nicht allzu lange zwischen den beiden feindlichen Verbänden andauern.

Dennoch, trotz der hohen Verluste nach der ersten Angriffswelle, leisteten die Streitkräfte der Separatisten immer noch erbitterten Widerstand. Für alle von der Kolonialen Flotte, die unter dem Befehl von Admiral Adama standen, fiel vollkommen unerwartet die Caprica, wo Admiral Tarsus gewaltsam das Kommando übernommen hatte mit allen verfügbaren Mitteln an Bord, der Pegasus in den Rücken.

Damit war überhaupt nicht zu rechnen gewesen, doch da war ja noch die Tauron, ein Battlestar des Valkyrie-Typs der Ersten Generation. Sie war zwar der Caprica, ebenfalls ein Battlestar der Valkyrie-Klasse, aber der der Neuen Generation und somit an Größe und Waffen um etwa die Hälfte unterlegen. Aber dennoch wagte Commander Tiber den Angriff, mit dem Ziel, wenn auch womöglich um einen sehr hohen Preis Admiral Adama zu unterstützen.

Zur Antwort darauf ließ Admiral Tarsus umgehend alle verfügbaren Viper starten und die Raptor mit Enterteams bemannen, die er zur Verfügung hatte, um zusätzlich auch noch die Tauron anzugreifen und, wenn möglich sogar zu erobern.

Battlestar Caprica, CIC

„XO!“
„Ja, Admiral.“
„Major Livorno, ich will, dass Commander Sara York auf der Stelle exekutiert wird!“
„Ich werde es persönlich übernehmen, Sir.“
„In Ordnung! Dann gehen Sie jetzt und führen Sie meinen Befehl sofort aus!“

Sofort bestimmte Admiral Tarsus einen der nächststehenden Offiziere vorübergehend als seinen Executive Officer, obwohl er bereits schon weitere Schritte plante, nämlich auch die anderen aus dem Stab von Commander York hinrichten zu lassen. Doch er konnte zum Glück nicht ahnen, dass Major Paulus Livorno ebenfalls schon andere Pläne hatte, nämlich unter anderem Commander Sara York zu retten und danach auf dem schnellsten Wege mit den letzten anderen loyalen Crewmitgliedern die Caprica zu verlassen.

Brig-Sektion

Mit größter Vorsicht hatte Livorno sich langsam vorgewagt, und er hatte Glück, denn einige der Marines auf dem Korridor gehörten zu seinen engsten Freunden. Bevor er diese Sektion betreten hatte, hatte er im Vorfeld Kontakt zum Backbordhangardeck aufgenommen und dort Leute, die nach wie vor auf ihrer Seite waren, bereits um Hilfe gebeten ihnen bei der Flucht zu helfen. Dabei hatte er erfahren, dass es doch noch genügend Raptor für alle sowie ebenfalls einige Viper gab, die sie für ihre Flucht von der Caprica nutzen konnten. Es handelte sich nämlich dabei um das Reservegeschwader der Battlestar Caprica.


Battlestar Tauron, CIC

Natürlich befanden sich an Bord der Tauron ebenfalls sehr viele Frauen und Männer, die auf der Seite der beiden Admiräle Thasos und Tarsus standen, die also überhaupt keine gemeinsame Gesellschaft sowie auch Zukunft mit den Zylonen anstrebten. Daher war es natürlich für die einrückenden Streitkräfte von Tarsus ein leichtes Spiel bis ins Combat Information Center einzudringen. Die unglückliche Barbara Tiber wurde von einem abgefeuerten Projektil im Bauch getroffen, weswegen sie laut schimpfend zu Boden sackte. Das daraus folgende immer größer werdende Durcheinander, nutzten einige ihrer nach wie vor loyalen Crewmitglieder aus, um sie mit sich zu nehmen, und dann auch noch durch eine glückliche Fügung an Bord eines Raptor von Bord der Tauron zu schaffen.


Battlestar Pegasus, CIC

„Admiral, wir haben ein Problem: Gerade kam eine verschlüsselte Nachricht rein, in der es heißt, dass auch Commander Barbara Tiber gewaltsam durch einen Enterungstrupp von Admiral Tarsus oder auch von Admiral Thasos abgesetzt worden sei.“
„Das erklärt so einiges, Colonel. Danke. Sofort Gegenmaßnahmen einleiten! Keinem Raptor und keiner Viper der nicht zu „unserer“ Flotte gehört, ist es fortan gestattet sich zu nähern oder gar zu landen!“, wies Adama an.

Danach nahmen William Adama Kontakt zur Heracles und Saul Tigh zur Iuno auf, weil die Pegasus es nun vollkommen unerwartet mit drei gegnerischen Schiffen zu tun habe.


Battlestar Titania, CIC

Mit einem sehr verbissenen Gesichtsausdruck sah Commander Aaron Williams nach oben, auf den DRADIS-Monitor, über seinem Kopf. Die Lage war schlagartig sehr bedrohlich geworden, denn er hatte es schon seit einigen Minuten bereits im direkten Duell mit dem sehr erfahrenen Admiral Steven Baker zu tun.

Die eingehenden Schadensmeldungen häuften sich von Minute zu Minute.

Schließlich ergriff sein XO, Major Augustus Capri, das Wort: „Entweder wir geben in den nächsten 15 Minuten auf, beziehungsweise ziehen uns mit unserer Flotte zurück oder wir werden durch unseren blinden Eifer zerstört werden, sobald der FTL-Antrieb nicht mehr funktionstüchtig ist.“
„Sind die bisherigen Schäden etwa so stark?“
„Leider ja, Sir. Laut aller Meldungen bislang, hat Admiral Adama erfolgreich alle bisherigen Versuche abgewehrt, die Präsident Zarek befreien sollten. Wir sollten uns wirklich von hier zurückziehen. Brauchen wir diesen Kerl? Nein!“

Prüfend sah Commander Williams seinen XO an, dann nickte er schließlich zustimmend und ordnete an sofort Kontakt mit Admiral Thasos aufzunehmen, um ihm dann die Empfehlung zum sofortigen Rückzug mit der eigenen Flotte, die man ja hatte, zu geben.


Battlestar Caprica, CIC

Dass diese Empfehlung von Williams nicht überall auf herzliche Zustimmung stieß, war natürlich klar, denn Admiral Tarsus verurteilte dies sofort als absoluten Hochverrat, stimmte aber damit überein, dass man Thomas Zarek nicht unbedingt brauchen würde.

„…aber wir benötigen dennoch eine ganze Weile, damit wir eine wirkliche Stabilität in unserem Volk gewährleisten können!“, schnaubte Tarsus dann aber dennoch erzürnt in den Hörer, der dann aber der Titania den Rückzug mit der eigenen Flotte gestatten wollte. Aber erst, wenn diese tatsächlich kurz vor der eigenen Zerstörung durch die Mercury stehen sollte.

Brig <> Backbordhangardeck

Unter der Anwendung von Gewalt in Form einer kurzen und heftigen Schießerei, konnte Commander Sara York aus ihrer Zelle befreit werden. Dass diese Flucht nicht lange unentdeckt bleiben würde, wusste man natürlich, weswegen man sich auch sehr damit beeilte das Backbordhangardeck zu erreichen.

Eine weitere Auseinandersetzung gab es dann natürlich, wie es zu erwarten war, beim Betreten des Backbordhangardecks. Eilig stiegen die Offiziere, Piloten und Deckhelfer sowie weiteres Personal, die loyal zu Commander Sara York waren, in die immer, rund um die Uhr bereitstehenden und startbereiten Maschinen, um so schnell wie möglich von der Battlestar Caprica zu entkommen. Man war sich natürlich ziemlich sicher, dass ihr unangemeldeter Start natürlich im CIC registriert werden würde, und man auch daher mit den entsprechenden Gegenmaßnahmen rechnen musste.

Odyssee
Folge 7.07 “Schisma, Teil 2”

Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Battlestar Caprica, CIC

„Admiral. Soeben sind sechs unserer Raptor sowie auch mindestens zehn unserer Viper von der Backbordseite aus gestartet.“
„Dazu hatte ich keinen Befehl erteilt, Captain!“, knurrte Admiral Tarsus.

„Sir. Wir erhalten gerade eine dringende Meldung von der Brig: Vier unserer Marines sind tot, und von Commander Sara York fehlt jegliche Spur… Korrektur: sie wurde vor etwa zehn Minuten in der Nähe…“
„Schnauze, Ensign! Ich will, dass diese 16 Vögel da draußen umgehend abgeschossen werden! Und zwar sofort!“, schrie ein wutentbrannter Admiral Joseph Tarsus befehlend seine neue Mannschaft an.


Battlestar Tauron, CIC

Auch auf der Tauron wurde der Abflug einiger Viper sowie auch Raptor registriert. Doch rief man, statt die Verfolgung der Flüchtigen aufzunehmen, die eigenen Piloten zurück. Denn die Schäden, die man bislang durch die Pegasus hatte einstecken müssen, waren zuviel für einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse geworden, weswegen der neue und auch umsichtige Befehlshaber der Tauron, Major Kyle Foster, bereits den Rückzug vorbereiten ließ.


Raptor BVC-111

Wütend war auch eine gewisse Commander Sara York, und sie stieß deshalb: „Ich werde mein gutes Schiff nicht diesen verfluchten Ratten, einer Separatistenbrut überlassen!“, hervor.
„Aber wir können doch nicht zurück, Sir. Das wäre blanker Selbstmord!“, erwiderte Major Paulus Livorno.
„Ich weiß. Lieutenant, haben wir Waffen an Bord?“
„Ja, ein Dutzend Raketen. Wieso?“
„Um die Caprica zu zerstören! Noch sind wir dicht genug an ihr dran, oder?“
„Gewiss, Sir. Aber wir werden seit einiger Zeit von mehreren Viper verfolgt, und ich weiß nicht, wie lange es mir noch gelingt, diese Staffel noch auf einer sicheren Distanz zu halten.“
„Sie, werden all diese verfluchten Raketen in die Antriebssektion der Caprica feuern, und dann so schnell es geht von ihr wegfliegen, Lieutenant!“, ordnete Commander York an.

Eine kurze Stille gab es, denn jeder von ihnen dachte an die vielen Menschenleben an Bord der Battlestar Caprica, die man damit auslöschen würde.

Die Pilotin schluckte noch einmal kurz, dann nickte sie schließlich. Sie war zwar eine sehr gute Pilotin, doch das nun gleich folgende Angriffsmanöver war sowieso schon riskant genug, und zwar ohne die vier Viper, die im hohem Tempo seit einigen Minuten schon hinter ihnen herjagten.

Vollkommen unerwartet explodierten die verfolgenden Viper hinter ihnen. Dafür waren Apollo, Kat, Hot Dog und Starbuck verantwortlich, die seit dem Beginn der Schlacht erfolgreich Jagd auf sämtliche feindliche Viper machten.
Diese unerwartete rettende Tat, verschaffte der Raptorpilotin die erforderliche Luft, um den immer noch stehenden Befehl des Angriffs von Commander York letztendlich auszuführen.
Die 12 Raketen schlugen genau, wie befohlen und auch erhofft, in den Triebwerken der Battlestar Caprica ein. Die darauffolgenden heftigen Explosionen lösten eine verheerende Kettenreaktion an Bord des gesamten Kampfsterns aus.


Battlestar Caprica, CIC

Alle spürten die Einschläge der Raketen in die Antriebssektion des Raumschiffes, auf welchen sie sich befanden. Es dauerte keine 30 Sekunden mit mehreren Detonationen, die die Caprica von innen heraus auseinanderrissen. Das Gesicht von Admiral Joseph Tarsus wurde im letzten Augenblick seines Lebens zu einer hässlichen verzerrten Fratze, die nur einzig und allein absolute Verachtung erkennen ließ, während die Gesichter der anderen nur Panik und, oder absolute Todesangst erkennen ließen. Dann folgte auch schon eine weitere heftige Explosion, die die Sektion mit dem Combat Information Center zerstörte.


Battlestar Tauron, CIC

„Die Caprica ist weg! Die Caprica ist weg!“, rief der Taktikoffizier das aus, was jeder, der einen Blick auf einem DRADIS-Monitor zur Verfügung hatte, hatte selber mitverfolgen können. Alle Viper und Raptor, die die Schlacht bisher überstanden hatten, waren zudem wieder zurück an Bord.
Dies reichte Major Kyle Foster endgültig, und da er absolut keine Lust mehr hatte noch länger zu bleiben, gab er schließlich den Befehl: „Sofort springen! Egal wohin! Sofort springen! Nur schnell weg von hier!“


U.S.S. Concordia, Brücke

„Oh, mein Gott!“, war alles was General Samantha Carter sagen konnte, die wie einige aus ihrer Besatzung ebenfalls die Szenen trotz des sicheren Abstandes hatte mitverfolgen können.


Battlestar Pegasus, CIC

Mit gemischten Gefühlen hatte man auch hier an Bord registriert, dass die Battlestar Caprica vernichtet worden, und die Battlestar Tauron gemeinsam mit der Astral Queen schon bereits weggesprungen war. Kurz darauf konnten Adama und Tigh erkennen, dass sich kurz darauf noch ein gutes halbes Dutzend weiterer Schiffe von der Flotte der Separatisten diesen Beispiel angeschlossen hatten.

„Bill. Die Titania ist jetzt auch weg. Jetzt ist nur noch die Centauria hier. Aber warum?“
„Die wollen wohl nicht ohne ihren sogenannten Präsidenten Zarek gehen, wie es aussieht, Saul“, brummte Admiral William Adama.

„Unsere Enter-Teams melden, dass sie einige der wichtigen Schiffe der Separatisten hatten erobern können“, meldete derweil Lieutenant Hoshi.
Sofort hakte Colonel Tigh mit einem Wort: „Verluste?“, nach.
„Stand von vor fünf Minuten: Bislang zwei Tote und mehr als zehn Verletzte.“


Battlestar Heracles, CIC

Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck, welcher der eines wütenden Bären glich, hatte Admiral Steven Baker den Hörer, nach dem Schiff-zu-Schiff-Gespräch mit Admiral Theodor Thasos von der Battlestar Centauria, wieder an der Konsole vor sich eingehängt.

„Er wird sich also nicht ergeben, Dave“, brummte Baker.
„Und Adama wird Zarek nicht freilassen, was absolut das einige Vernünftige ist, Steve“, erklärte Colonel Hopkins, worauf sein Commander zustimmend nicken musste.
„Die Iuno hat sich taktisch zurückgezogen. Amanda will unsere Vögel aufnehmen, damit wir uns in Ruhe mit allen unseren Geschützen um die Centauria kümmern können. Waffenoffizier, alle Geschütztürme und auch die Hauptgeschütze am Bug auf die Centauria ausrichten! Wir verpassen ihnen zunächst eine nette Breitseite. Entweder ziehen sie sich endlich zurück oder ergeben sich, andernfalls wird das ein sehr, sehr rabenschwarzer Tag für alle Separatisten!“
„Jawohl, Steve. Hauptsache ist aber, dass die nicht eines Tages mit feindlichen Absichten hierher zurückkehren. Obwohl sie hätten ja abziehen können, aber wenn man auf einen wie Zarek besteht…“
„Ganz genau. Ich habe gerade erfahren, dass Richard Adar nach dem bekanntwerden der Gewahrsamnahme von Thomas Zarek mit einem Raptor zur Centauria unterwegs ist.“
„Vielleicht kann er ja den Wahnsinn doch noch beenden.“
„Warten wir es ab, Dave.“

Während sich die beiden Männer noch unterhielten, ging der heftige Schusswechsel der Weltraumschlacht noch mit allen Mitteln und aller Härte unvermindert weiter.


Battlestar Centauria

Kaum war der Raptor im Steuerbordhangerdeck endlich zum stehen gekommen, da öffnete Richard Adar auch schon dessen Luke. Er hatte es nämlich eilig. Verdammt eilig.

Immer wieder musste er sich irgendwo festhalten, wenn sie von den Geschossen der Heracles getroffen wurden, damit er nicht noch schwer stürzte. Dennoch bemühte sich der ehemalige Präsident der Kolonien von Kobol sein Ziel so schnell, wie es ihm nur möglich war zu erreichen, nämlich das Combat Information Center der Battlestar Centauria.

Als er das CIC dann endlich erreicht hatte, wollten ihn die Marines, die als Wache an der Zugangsluke dorthin standen, zunächst nicht einlassen. Doch einer der Offiziere, der eine Gruppe von Piloten als Geschwaderkommandant befehligte, erkannte Richard Adar sofort wieder, weswegen er dann endlich Zutritt ins Combat Information Center erhielt.

Mit schnellen Schritten begab er sich zu Admiral Theodor Thasos, welcher herrisch seine Crew anpöbelte, während er nebenbei wild rufend gestikulierte und ab und wann auf den DRADIS-Monitor über seinem Kopf deutete. Sein wütender Monolog wurde von Richard Adar, der dem toten XO auf dem Fußboden noch geradeso hatte ausweichen können, ohne ins Straucheln zu geraten, mit einem lautstarken Wort jäh beendet, welcher ihn dazu aufforderte, sofort den Befehl zum Sprung zu den bereits vereinbarten Koordinaten auszusprechen.

„…Tom Zarek ist weg. Admiral Adama hat ihn in seiner Gewalt und wird ihn auch nicht wieder herausgeben. Höchstens seine Leiche…“
„Wir können es nach wie vor schaffen, Adar. Hm, wie soll ich Sie jetzt eigentlich nur anreden, nachdem Sie die Regierungsgewalt an unseren neuen Präsidenten Thomas Zarek abgegeben hatten, und somit auf jede politische Gewalt für unser kleines tapferes Volk verzichtet haben?“
„Ich bin hier bei Ihnen, um die Stimme der Vernunft zu sein, Admiral Thasos! Hören Sie also sofort damit auf diese Frauen und Männer hier, in den sicheren Tod zu schicken, für einen Mann den niemand von uns jemals mehr wiedersehen wird!“

Mit einem abwertenden Blick schaute der Admiral den Politiker von Kopf bis Fuß an. Er musterte ihn also von oben bis unten. Er sah gerade einen Mann vor sich, der immer noch ein wenig außer Atem war und dessen Kleidung teilweise durch einige Stürze auf dem Weg ins Combat Information Center beschmutzt und durch kleinere Risse beschädigt worden war.

Theodor Thasos kannte Steven Baker gut. Der Befehlshaber der Heracles gab ihm Zeit sich zu entscheiden, entweder zur Aufgabe, Flucht oder dieses Kräftemessen auch bis zum bitteren Ende fortzusetzen.

Der Befehlshaber murmelte einige unverständliche Worte vor sich hin, dann stieß er aus und befahl: „Nette Worte! Aber dann wären die Männer und Frauen, besonders die von der Caprica, umsonst gestorben! Also alle Geschütze auf die Heracles ausrichten und abfeuern!“
„Sind Sie vollkommen verrückt geworden?“
„Das ist mein Kommando!“
„Wollt ihr etwa alle hier, für diesen Thomas Zarek sterben?“, fragte Richard Adar, welcher sich aufgeregt im CIC umsah und in viele beunruhigte Gesichter schauen musste.
„Ich werde es nicht zulassen, Admiral!“, fügte der ehemalige Präsident der 12 Kolonien von Kobol nach einer Pause hinzu.

„Corporal, entfernen Sie diesen Mann hier sofort aus meinem CIC! Erschießen Sie ihn, falls nötig! Für den Rest hier gilt, weiterkämpfen! Ich sagte, zurück an die Arbeit!“

Aber viele wollten nicht mehr, da sie wussten und auch erkannt hatten, dass Richard Adar Recht hatte, es war absoluter Wahnsinn, den sie nicht überleben konnten.

„Was?! Meuterei?!“, geiferte Admiral Theodor Thasos, dessen linke Hand zu seinem Holster am linken Bein griff, da er vorhatte einige sofort zu erschießen, die sich weigerten ihren Dienst fortzuführen.
Doch dann krachte auch schon ein Schuss, gerade eben als er seine Waffe gezogen hatte und wohl zuerst auf Richard Adar richten wollte. In den Rücken getroffen drehte sich der Admiral mit schmerzverzerrtem Gesicht um, wobei ihm schon die eigene Waffe aus der Hand glitt, die dann polternd auf den Boden fiel. Es war eine Offizierin, Major Kathleen Sullivan, die genug von den ewigen Schikanen ihres Vorgesetzten hatte.

Die letzten Worte mit: „Sie, Miststück!“, röchelte Admiral Theodor Thasos noch geradeso hervor, kurz bevor er endgültig zu Boden sackte.
„FTL?“, erkundigte sich Major Sullivan.
„Bereit!“, meldete jemand über dem Lärm hinweg.
„Gut. Teilen Sie der Heracles mit, dass Admiral Theodor Thasos tot ist, und wir uns daher ab sofort kampflos zurückziehen wollen, sobald alle unsere Viper und Raptor wieder an Bord sind, Lieutenant Rushmore!“



20 Minuten später
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
7 Lichtjahre entfernt
Flotte der Rebellen
Planetenorbit

Nachdem endlich auch die Battlestar Centauria im Orbit des Planeten, der ihre neue Heimat werden sollte, aufgetaucht war, kehrte allmählich eine gewisse Entspannung bei den Separatisten ein, obwohl ihr Präsident Thomas Zarek nicht mehr bei ihnen war.

Die bereits anwesende Flotte, bestätigte der Centauria ihre vollständige Anwesenheit.

Die meisten führenden Vertreter aus der Politik und auch des Militärs waren dafür, ihren Brüdern und Schwestern, die weiterhin loyal unter der Regierung von Francine Baltimore standen, so schnell wie nur möglich einen Friedensvertrag und einige weitere Abkommen anzubieten.

Weswegen man umgehend damit begann eine Delegation aus allen verschiedenen Bereichen zusammenzustellen, die die Verhandlungen dann übernehmen sollten.


Planetensystem von Kara‘ Koordinaten
Battlestar Pegasus, CIC

Die Nachricht, dass der fürchterliche Kampf endlich vorüber war, erreichte schließlich auch Admiral William Adama. Ihm gefiel es zwar nicht, doch er ließ den Gegner ziehen.

Sein konzentrierter Blick und auch der von Colonel Saul Tigh beobachteten aufmerksam den DRADIS-Monitor über ihren Köpfen. Schließlich war das Signal der Centauria, wie Major Kathleen Sullivan es angekündigt und versprochen hatte, verschwunden ohne den Kampf fortzusetzen.

„Okay, jetzt sind sie alle weg, Bill. Doch was machen wir, wenn die eines Tages bei uns mit Rachegelüsten wieder hier erscheinen?“
„Vermutlich nichts, da sie Zarek nicht wiederhaben. Ach ja, dem Kerl muss ich ja noch die endgültige Rechnung präsentieren. Ich lade Sie gerne dazu ein, Colonel.“
„Von Herzen gern, Admiral.“



Zwei Stunden später
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Neue Heimatwelt der 13 Kolonien
Wrack der Battlestar Galactica

Das Urteil wurde durch ein Militärgericht schnell gefunden, und auch von der Präsidentin Francine Baltimore unterzeichnet worden. Es war natürlich ein Todesurteil.

Das von Admiral William Adama zusammengestellte Erschießungskommando, bestand aus insgesamt acht Marines, die bereits Aufstellung genommen hatten und warteten.
Die Erschießung von Thomas Zarek sollte in einem Wrackteil der Galactica stattfinden, und zwar in eine der Landebuchten, nämlich die Linke.

Von einer Eskorte von weiteren acht Marines wurde Thomas Zarek zu den wartenden Adama, Tigh und einigen weiteren Personen geführt.

„Noch ein paar letzte Worte oder Wünsche, Zarek?“, brummte Admiral Adama.
Der zum Tode verurteilte legte den Kopf schief, nickte und erklärte: „Mich, da ich ja bald erschossen werden soll, würde interessieren, was Sie mit Lieutenant Felix Gaeta gemacht haben, Admiral.“
„Er ist beim Absturz der Galactica auf diesen Planeten gestorben, und zwar im CIC. Ich hatte ihn vor die Wahl gestellt: Tod durch Erschießen, aus einer Luftschleuse fliegen oder eine andere Möglichkeit. Er wollte ihm CIC sterben.“

„Es ist jetzt gleich soweit, sie verfluchter Schleimbeutel!“, erklärte nun Colonel Tigh mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, der dann gemeinsam mit Admiral Adama und den acht Marines zurücktrat.

Gefesselt und mit gefasster Miene saß Thomas Zarek auf dem Stuhl. Dass man ihm die Augen verbindet, hatte er nicht gewollt, was William Adama dann letztendlich respektiert hatte.

„Achtung, fertigmachen! Zielen! Und, Feuer!“, hörte man die befehlende Stimme von Admiral William Adama durch das Wrackteil zunächst hallen, ehe dann die acht Schüsse aus den Gewehrläufen aller acht Soldaten krachten.
Kurz darauf, nachdem er sich noch einmal wie zum Trotz aufgebäumt hatte, sackte schließlich Tom Zarek schwer getroffen zusammen. Alle acht Projektile hatten seinen Oberkörper getroffen.

Schließlich ging Major Sherman „Doc“ Cottle zu Thomas Zarek hin, untersuchte diesen kurz, indem er natürlich die Vitalfunktionen kontrollierte, und dann allen Anwesenden verkündete: „Das war‘s dann wohl. Er ist tot! Ich wiederhole es noch einmal für alle hier: Thomas Zarek ist tot!“
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 27.01.2026, 20:09

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