28.01.2026, 21:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.01.2026, 22:07 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 7.08 - “Die Zeit ist nahe!“
Pegasus-Galaxie
Atlantis, Stargate-Raum
Es traf für alle auf der Basis vollkommen überraschend eine größere Abordnung der Genii in Atlantis ein. Man war natürlich bereits durch die große Anzahl von Truppen der Orici Adria in der Pegasus sowie der sich nähernden Flotte von Kriegsschiffen ihrer Anhänger in Richtung von Atlantis extrem aufs Höchste alarmiert, was auch eine zuvor verordnete erhöhte Militärpräsenz im Stargate-Raum und der übrigen Stadt zur Folge hatte.
Deswegen war Dahlia Radim auch ein wenig irritiert, weil sofort nach ihrer Ankunft viele Waffen auf sie und auch ihre Begleiter gerichtet worden waren, weshalb sie sich besorgt umsah. Denn sie hatten ja eigentlich seit einiger Zeit einen guten diplomatischen und wirtschaftlichen, in Form von Handel, Kontakt zu den Atlantern. Obwohl man kannte ja doch in fast der gesamten Galaxis die Genii, natürlich auch hier auf Atlantis selbst, wobei einige Kontakte zu Beginn alles andere als wirklich gut waren, wenn man natürlich sofort berücksichtigten muss, dass es sogar bereits mehrere militärische Konflikte untereinander gegeben hatte.
„Sofort die Waffen runternehmen, Leute!“, befahl General John Sheppard, der sich sofort bei der Anführerin der Genii‘ für diesen unfreundlichen Empfang entschuldigte. Danach erklärte er ihr, während sie auf dem Weg in den Konferenzraum waren, dass sich eine Flotte von Adria auf den Weg nach Atlantis befand.
Konferenzraum
Sofort nach ihrer Ankunft im Konferenzraum wurde die oberste Heerführerin der Genii, Dahlia Radim, dann auch von Doktor Carson Beckett voller Freude begrüßt. Die beiden unterhielten sich darauf noch ein wenig sehr vertraut, bevor schließlich Richard Woolsey ebenfalls in den Raum gekommen war.
Gleich sofort danach gab der Leiter der Atlantis-Expedition des Gespräches zu, dass man es endlich erfreulicherweise geschafft hatte, die meisten Wraith von ihrem Bedürfnis sich an Menschen nähren zu müssen, befreien zu können - aber leider nicht alle, denn eine Fraktion unter einer Königin, hatte sich gegen diese Behandlung entschieden. Deren Flotte galt es aufzuspüren und aufzuhalten.
„Gut, dann werde ich sofort den Befehl geben, dass meine Kampfgruppe diese, ähm… von geheilten Wraith umgehend wieder freilassen soll!“, erklärte eine überzeugte Dahlia Radim, die dann noch hinzufügte, dass ihr Bruder, ihr Volk und auch natürlich sie selber von diesen entscheidenden Schritt der Atlanter gerne viel eher unterrichtet worden wäre.
Doch direkt im Anschluss wurde durch sie bekannt, dass sich mittlerweile die meisten Genii der Lehre von Adria zugewandt hätten, und es bald ein Gesetz geben würde, dass sich alle von ihrem Volk dieser Religion unterzuordnen hätten. Dieses Eingeständnis löste natürlich sofort ein großes Unbehagen bei den meisten der Atlanter aus, der umgehend in einem klaren Appell endete, eine klare Form der Bekenntnisfreiheit dem Volk der Genii zu gewähren.
Der nächste Themenschwerpunkt kam direkt darauf im Anschluss: Nämlich die jüngsten Angriffe einer noch recht großen Wraith-Flotte auf verschiedene Welten. Dahinter vermutete man die letzte Wraith-Königin, die die Behandlung abgelehnt hatte. Doch eben diese Welten lehnten nach wie vor die Orici Adria und ihre Lehre als alleinige Göttin des Universums rigoros ab. Dabei vermutete General John Sheppard und sein verbliebenes Team bestehend aus Teyla Emmagan und Ronon Dex, welches bei jedem Einsatz von unterschiedlichen Mitgliedern ergänzt wurde, hinter diesen verheerenden Angriffen die letzte verbliebene Königin der Wraith. Deswegen habe man auch bereits einen Teil der eignen Flotte unter dem Befehl von General Steven Caldwell ausgesandt, um eben genau diese Flotte dieser Wraith-Königin aufzuspüren.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Deutschland, Hamburg
Mit einem genervten Blick überflog ich sämtliche Zeitungsartikel. Denn es schien auf der gesamten Welt nur noch eine kleine Anzahl von Themen zu geben, die die Journalisten beschäftigte. Um mich davon abzulenken, warf ich zunächst die Zeitung auf den Tisch und schaltete den Fernseher ein.
Kurz darauf klingelte das Telefon.
„Ich geh‘ schon ran, Jonathan“, rief meine Frau, Jeanne Nicole Schneider, in der immer noch der Goa’uld-Symbiont Nike wohnte, die dann nachdem sie diesen Anruf entgegengenommen hatte auch schon sehr schnell mit dem Telefon in der Küche verschwand. Diese Aktion machte mich misstrauisch, weswegen ich mich von der Couch erhob.
Die Küchentür war zu. Dennoch konnte ich das in der Küche geführte Gespräch hören, wenn auch nur das, was Jeanne sagte. Es ging um ihren Dienst.
„Ich komme gleich, Chef. In etwa einer halben Stunde sollte ich da sein“, hörte ich sie sagen. Dann drückte sie die rote Taste, schritt zur Tür, öffnete jene und erschrak sich beinahe, weil ich nur etwa zwei Meter vor ihr stand.
„Du sagtest, dass du heute und morgen frei hättest, Liebling!“
„Ich weiß. Ich weiß. Doch sind so einige Demos dazugekommen, die…“
„Ich bin dagegen, dass Du Dienst tust!“
„Mir gefällt es ja auch nicht. Aber ich habe nun einmal einen Eid geschworen, wenn du dich an meine Vereidigung erinnerst! Die Polizei brauch wirklich jeden einzelnen von uns!“
„Ja. Wen wundert‘s nach all den Ärger in den letzten Jahren hier auf der Erde. Bestimmt darfst Du dann auch noch auf so eine von diesen Orici-Anhänger-Veranstaltungen.“
„Korrekt. Ich pass aber auf mich auf. Versprochen. Ach ja, Jasmin ist an meiner Seite, wenn es dich beruhigt, Schatz.“
Während Jeanne nach oben in unser Schlafzimmer ging, um sich dort andere Sachen anzuziehen, verschwand ich kopfschüttelnd wieder im Wohnzimmer.
Andromeda-Galaxie
Omega-System
Koloniale Erde
Nach einem gemeinsamen ausführlichen Rundflug von Roslin und Adama in einem Raptor, der mit einigen Pausen unterbrochen wurde, hatte William Adama die Idee den Planeten, der ihre neue Heimat geworden war, einfach Erde zu nennen.
„…wir haben es uns verdient, Laura! Das hier ist die Erde!“
Roslin nickte verstehend: „Ja. Ja, dies ist ein sehr guter Gedanke, Bill. Das ist die Erde. Soll ich es Francine vorschlagen?“
„Tue das ruhig, Laura. Die Präsidentin wird dem zustimmen, da bin ich mir ziemlich sicher.“
7 Lichtjahre entfernt
Planetenorbit <> Planet
Sofort nach der glücklichen Entdeckung dieser neuen Welt, die schon vom Orbit aus sehr viele sowohl größere und kleinere Inseln aufwies, hatte man sich umgehend auf die wichtige Suche nach einer geeigneten Stelle für eine neue Hauptstadt sowie Orte für Agrarflächen und Viehzucht gemacht.
Auf der größten Landmasse dieses Planeten, welche in etwa die Größe von Europa besaß, wurde von mehreren Inseln unterschiedlicher Größe umgeben. Hier wurden die Suchenden endlich fündig. Weswegen sich alle dazu fähigen Personen nach einer kurzen Besprechung daran machten, sofort mit den ersten und notwendigen Arbeiten auf der Oberfläche dieser neu entdeckten Welt zu beginnen.
Alle Raumschiffe der Flotte von den Separatisten, die auf Grund ihres absolut schlechten technischen Zustands für eine weitere Nutzung im All überhaupt nicht mehr geeignet und zu gebrauchen waren, wurden gelandet und dienten als die ersten festen und vor allem sicheren Behausungen. Denn auf dem Planeten selbst, gab es auch eine gewisse Anzahl von sehr gefährlichen Tieren, die zu einer ernsten Bedrohung für ihre neuen Bewohner werden könnten. Darum wurde das Militär damit beauftragt einen bestimmten Sektor abzusichern, und falls nötig diese Kreaturen vollständig zu vernichten.
Das Kabinett der Regierung um ihren neuen Präsidenten Richard Adar sah sich immer noch einem Problem gegenüber, nämlich geeignete Kandidaten zu finden, die dann zu Francine Baltimore und William Adama reisen sollten, um die notwendigen diplomatischen Beziehungen mit der anderen Nation von Kolonialen aufzubauen, die den Konflikt somit auch politisch aber vor allem friedlich für immer beenden sollten. Besonders einige der höheren Offiziere, die die Separatisten mit angeführt hatten, fürchteten natürlich nach ihrer Ankunft sofort von Adama verhaftet sowie verurteilt zu werden. Doch auch mit was für einen Schiff man diese angedachte diplomatische Reise antreten sollte, war einige Tage lang ein Rätsel bis Major Kathleen Sullivan von der Battlestar Centauria vorschlug diese wichtige Reise mit nur drei Raptor durchzuführen.
Pegasus-Galaxie
Planetensystem M53-3P44
U.S.S. Daedalus, Brücke
Erst vor wenigen Sekunden hatte das Flaggschiff der Pegasus-Flotte der Menschen den Hyperraum verlassen.
Den letzten Teil des Weges, zu einem bislang noch unbekannten und auch wohl von Menschen bevölkerten Planeten, wollte man aber mit Sublicht zurücklegen.
Als sie sich ihrem Ziel immer weiter näherten, konnten alle nicht nur durch die Sensoren, sondern auch jeder auf der Brücke um General Steven Caldwell mit eigenen Augen die Flotte der letzten Wraith-Königin deutlich erkennen.
„Bereitmachen zum Gefecht!“, befahl Caldwell, danach ergänzte er, dass man umgehend Atlantis und die übrigen Flottenverbände informieren sollte, da man endlich die gesuchte feindliche Flotte gefunden habe.
Doch als sie sich dann endlich auf Waffenreichweite genähert hatten, sprangen alle Schiffe der Wraith kampflos wieder zurück in den Hyperraum, obwohl sie doch eigentlich eindeutig gegenüber denen der Menschen zahlenmäßig überlegen waren.
Atlantis
Kontrollraum
Die Information, dass man endlich die Flotte der letzten Wraith-Königin hatte aufspüren können, war von enormem Wert. Sofort richtete man die Tiefraumsensoren von Atlantis auf den entsprechenden Sektor der Pegasus-Galaxie aus, um dadurch die Bewegungen jener Wraith-Flotte beinahe in Echtzeit mitverfolgen zu können.
Konferenzraum
Durch einen der Techniker wurde diese Neuigkeit schließlich auch an Mister Woolsey weitergegeben. Dieser verkündete es dann allen, die an der Besprechung teilnahmen.
Wenige Minuten später nur, wurde wieder einmal Alarm ausgelöst, weil das Stargate von außen angewählt worden war. Es war wieder einmal Todd, der sich ankündigte, mit der Begründung, Hilfe für sein Volk und natürlich auch sich selbst zu ersuchen.
Nur äußerst widerwillig, gab General Sheppard die Anordnung diesem Besucher den Zutritt nach Atlantis zu gestatten.
Doch lange blieben sie abermals nicht gestört, denn Lieutenant Colonel Evan Lorne kam in den Konferenzraum geeilt.
Kontrollraum
„Eine Kriegsflotte der Orici! Sie ist tatsächlich hier eingetroffen! Was zum Donnerwetter geht hier vor?“, krächzte Richard Woolsey, der irritiert sofort Dahlia Radim von den Genii ansprach.
„Die müssen ihre Geschwindigkeit erhöht haben“, bemerkte Ronen Dex.
Dem stimmte John Sheppard mit den Worten: „Ja. Wir haben ja gewusst, dass die zu uns wollen. Doch haben wir ihre Ankunft erst später erwartet.“, zu.
„Wir wissen von nichts“, versicherte die oberste Heeresführerin der Genii, die ebenfalls vollkommen überrascht von der Ankunft dieser Raumschiffe war.
„Wir werden gerufen, Mister Woolsey“, erklärte Amelia Banks.
Die übermittelte Nachricht, die man zu hören bekam, enthielt die bekannte Rhetorik aus dem Buch des Ursprungs. Doch wurde allen Verantwortlichen erklärt, dass sie nichts zu befürchten hätten, wenn man keine
Angriffe auf die Gläubigen der einzigwahren Göttin des Universums, Adria, beginnen würde.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Überall auf der Welt, wo es Anhänger der Religion von Adria gab, gab es imposante Veranstaltungen auf denen die Ankunft der Flotte der Orici gefeiert wurden. Aber auch deren namhaftesten Anhänger, Priore, Priester und Missionare verkündeten in ihren Reden, dass die Strafe und der finale Kreuzzug gegen das Böse unmittelbar bevorstehen würden. Die ganze Rhetorik dahinter war allerdings in den Augen vieler Beobachter und Andersdenkender und -gläubiger eine klare Provokation, die nur ein Ziel haben sollte, nämlich Angriffe auf die Einrichtungen und die Gläubigen, die Adria als ihre Göttin folgten, herbeizuführen.
Deutschland, Hamburg
Seit einiger Zeit gab es auch hier in Hamburg eine große Gemeinde von Gläubigen, die Adria als ihre Göttin verehrten. Alle von ihnen, aber auch aus der näheren Umgebung hatten sich in Hamburg zu einer großen Kundgebung versammelt, welche unter einem großen Polizeiaufgebot vom Rathaus von Hamburg aus durch die Straßen dieser deutschen Hansestadt zog. Das Ziel der großen Menschenmenge der Gläubigen war die Sporthalle Hamburg, die für den Höhepunkt der Veranstaltung gemietet worden war.
Das gesamte Gelände, um diesen Ort, war natürlich von einem Großaufgebot der Polizei abgesichert worden. Denn viele sahen nach wie vor diese Ideologie und den Glauben an die Orici als eine große Gefahr für die Freiheit auf dem gesamten Globus an. Dies sahen alle darin bestätigt, weil sich seit geraumer Zeit eine gewaltige Kriegsflotte über der Erde als auch dem Mars befand.
Der Einsatzleiter nahm auf viele der eingesetzten Kräfte so viel Rücksicht, wie und wo er nur konnte. Somit standen viele die kleine Kinder zu betreuen hatten, wie Jeanne/Nike und Jasmin/Bastet mit vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen im inneren Bereich, in der Nähe der Sporthalle Hamburg. Sie hörten auch die lautstarken Rufe und Trillerpfeifen der Gegenkundgebung, die in unmittelbarer Nachbarschaft an sie überzog. Sie alle fühlten sich nicht ganz wohl in ihrer Haut, doch sie hatten ja einen Eid geschworen, der sie verpflichtete ihren Dienst mit allen damit verbundenen Pflichten und Risiken zu versehen.
Der Blick von Jeanne wanderte immer wieder umher, denn sie spähte hinüber zur nahen Umgebung und zu den Gebäuden.
„Alles in Ordnung?“
„Ich habe nur das komische Gefühl, dass Jonathan hier in der Nähe ist. Er war ziemlich sauer gewesen als ich zum Dienst gerufen wurde.“
„Du meinst also, dass er als unserer Schutzengel agiert.“
„Korrekt.“
Die Stunden vergingen, doch die Demonstrationen und Kundgebungen blieben alle zum Glück friedlich, abgesehen von einigen kleineren Auseinandersetzungen.
Zuhause verfolgte ich gerade die Nachrichten als Jeanne und Jasmin von ihren Dienst wieder nach Hause kamen.
„Und wie sieht es aus, Jonathan?“
„In einigen Ländern, die durch ihre vorherrschenden Ideologien und Glaubensrichtungen besonders konservativ eingestellt sind, gab es wie es bereits zu erwarten war natürlich sehr heftige Proteste und gewaltsame Zusammenstöße unter diesen verschiedenen Gruppen, aber natürlich auch mit den eingesetzten Polizeikräften“, lautete meine Antwort.
„Die Kinder sind im Bett?“
„Ja, seit ungefähr 21:00. Jetzt haben wir es 03:50...“
„Die Zeit ist also nahe!“, verkündete einer der Apostel der Göttin Orici Adria im soeben ausgestrahlten Fernsehinterview, welches in Spanien geführt worden war.
„Oh man. Mexiko, Brasilien, Italien und noch über zwei Dutzend weitere Länder, wo es nicht so friedlich geblieben ist, wie hier bei uns“, seufzte Jasmin, die dann fragte, ob ich mal kurz in der Nähe der Sporthalle Hamburg gewesen sei. Ich schaute daraufhin kurz etwas irritiert drein, dann verneinte ich.
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Kontrollraum < > Konferenzraum
Im Kontrollraum wurde jeder Schritt der Flotte von der Orici im Orbit von Atlantis sehr genau im Auge behalten, während zur selben Zeit im Konferenzraum ein Krisenstab tagte. In dieser Sitzung sprach man sich schnell klar dafür aus, dem potentiellen Gegner im Orbit möglichst keinen Vorwand für einen Angriff zu liefern. Dennoch war General John Sheppard äußerst zuversichtlich, sich mit Hilfe der Schlachtschiffe der eigenen Flotte im Orbit sowie den Drohnen mehr als nur gut verteidigen zu können.
Milchstraße
Hyperraum
Orici-Flotte
Flaggschiff
„Schon sehr bald, in wenigen Stunden werden auch wir das System der Erde erreicht haben, o Tochter der Orici“, verkündete der Prior.
„So ist es. Alle Schiffe und ihre Truppen sind bereit“, erklärte Adriana, die bereits ihre Rüstung trug.
Der Prior, welcher das Raumschiff kontrollierte, sagte daraufhin: „Die Zeit ist schon sehr nahe!“
Odyssee
Folge 7.09 - “Alea jacta est”
Milchstraße
Sol-System
Erde
USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum
Immer mehr und somit auch äußerst beunruhigende neue Informationen gingen, über die verschiedensten Medien, auf der vielleicht wichtigsten Basis auf dem blauen Planeten, der Erde, ein. Diese führten sehr schnell dazu, dass General Jack O‘Neill keine ruhige Minute mehr fand. Glücklicherweise hatte man bereits den Großteil der eignen Flotte, bestehend aus BC-304ern, BC-306ern und einer Anzahl von eigenen Kampfsternen, die man im eigenen Sonnensystem noch rechtzeitig hatte zusammenziehen können. Darunter waren bislang alle Kampfsterne jeden Typs, die zum Glück natürlich somit schon betriebs- und gefechtsbereit waren.
„Wir werden also seit einigen Stunden vom All aus belagert! Und diese Dummköpfe in einigen Ländern auf dieser Welt, bringen uns mit ihren Aktionen immer näher an den Rand eines weiteren fürchterlichen Krieges mit Adria! Super!“, brummte Jack, der längst wusste, dass ihnen eigentlich nur noch ein Wunder helfen konnte.
Das Stargate befand sich ja auf dem Mars, womit ihnen wieder einmal, wie schon bei dem Angriff von Ba‘al, nur noch eine Evakuierung mit Raumschiffen als rettende Option bliebe, die nur im schlimmsten Falle gezogen werden sollte.
In regelmäßigen Abständen gab es, trotz des Belagerungszustandes, zum Glück immer noch stabilen Funk- und Bildkontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars, die immer noch so manche Aufklärungsteams zu ein paar wenige Planeten schickte, die Adria offensichtlich bislang immer noch nicht wagte offen anzugreifen.
Im nächsten Augenblick auch schon, stand O‘Neill in einer Konferenzschaltung im Kontakt mit dem IOA, der UN sowie der eigenen Regierung in Washington D.C. und einigen anderen Vertretern anderer Nationen der Erde, nur um dann selber wieder einmal von einen der eigenen Schlachtkreuzer oder auch sogar vom Admiral der Kriegsflotte von Adria im Orbit gerufen zu werden.
Mars
SGCB, Stargate-Raum
Ein weiteres SG-Team, nämlich SG-29, kehrte unplanmäßig zurück zur Basis, denn man hatte eine sehr wichtige Botschaft erhalten, die von Teal‘c und Bra‘tac höchstpersönlich stammte. Der Inhalt dieser Nachricht der beiden führenden Jaffa von der Freien Jaffa Nation war sehr beunruhigend, weil es nämlich trotz der zuvor von Orici-Anhängern gegebenen Versprechungen die ersten schweren Kämpfe zwischen einigen Anführern der Jaffa gegeben hatte. Dabei waren natürlich auch alte Rivalitäten und Feindschaften neu aufgeflammt. Diesen Vorwand nutzten die Kreuzzügler der Orici zu einem brutalen Angriff auf alle Welten der Jaffa, die es gewagt hatten ihre Glaubensbrüder zu attackieren.
„Übermitteln Sie diese wichtige Information sofort an General O‘Neill, Sergeant!“, befahl der französische General Jacques Nantes, der bereits eine böse Vorahnung hatte, weil auch er stets nebenbei mitverfolgt hatte, was sich nämlich alles auf der Erde in den letzten rund 30 Stunden ereignet hatte.
Erdorbit
Kriegsflotte der Orici
Flaggschiff, Brücke
Nachdem in der Andromeda-Galaxie dafür gesorgt worden war, dass sich alle bis auf die Menschen der Kolonien von Kobol, alle überwiegend der Lehre der Orici unterworfen worden waren, hatte Adria ihre Tochter Adriana umgehend zur Erde befohlen. Denn Adriana sollte nach dem Willen ihrer Mutter, die heilige Armee für den Finalen Kreuzzug gegen das Böse von nun an höchstpersönlich gegen die Erde anführen.
Sofort nach ihrer Ankunft, hatte sich die Tochter der Orici unverzüglich an Bord des Flaggschiffes begeben und dort ihren Platz auf der Brücke eingenommen. Somit unterstanden ihr die gewaltige Armada und alle Truppen, die sich darauf befanden.
Ihre beiden Hände umklammerten angespannt die Griffe ihrer Waffen, nämlich des Schwertes und des Dolches, während sie neben dem Prior stand. Dieser saß auf dem Kontrollstuhl und steuerte allein mit der Kraft seiner Gedanken und seines Geistes das mächtige Kriegsschiff mit voller Konzentration.
Schließlich nickte Adriana, nachdem sie durch alle entsandten Priore und Missionare die Nachrichten von den Gläubigen auf der Erde erhalten hatte, denn sie sagte zum Prior: „Verbindet mich mit dem Flaggschiff der Flotte der Menschen von der Erde, der Basis, die als Homeworld Command bezeichnet wird und auch auf dem Planeten, der Mars genannt wird, wo sich die Stargate Command Base befindet!“
„Jawohl, sofort, Tochter der göttlichen Orici.“
Nur wenige Augenblicke später, erschienen auf den technologisch sehr fortschrittlichen Bildschirmen auf der Brücke vor Adriana und dem Prior die Gesichter der Personen, die die Tochter der Orici Adria zu sprechen gewünscht hatte.
„Seit mir gegrüßt, Anführer der Menschen von der Erde. Ich bitte euch nicht einzugreifen und meine Kriegerinnen und Krieger zu bekämpfen, wenn sie den Gläubigen, meinen Brüdern und Schwestern auf eurer Welt zu Hilfe eilen! Ansonsten muss ich euch dann sofort den Krieg erklären! Dies würde dann unweigerlich euer endgültiges Ende und auch euren unausweichlichen Untergang bedeuten!“, sprach und warnte Adriana, die somit alle Verantwortlichen des blauen Planeten vor eine unangenehme Wahl stellte. Nachdem sie geendet hatte, blickte sie sofort in versteinerte und aber auch in teilweise zu allem entschlossene Gesichter von Frauen und Männern, in deren Händen das Schicksal aller Erdbewohner lag.
Während sie voller Geduld die Rückmeldung der Erdenmenschen noch erwartete, gab die Tochter von Adria auch schon den ersten wartenden Truppentransportern ihrer Flotte den Befehl, nämlich in den ersten bereits ausgewählten Ländern auf der Erde zu landen. Diese Truppen sollten ihren Glaubensbrüdern und -Schwestern sofort helfen, sowie den Kampf gegen die Ungläubigen auf die man dabei traf, aufnehmen.
Erde
USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum
„Was tun Sie denn hier und da gerade, Adriana?“, hakte Jack O‘Neill umgehend nach, der die Bewegungen der Streitkräfte von den Truppen der Orici in Echtzeit mitverfolgte.
„Ich gehorche nur dem Befehl meiner Mutter, der Göttin, General Jack O‘Neill“, lautete die sofortige Antwort der jungen Frau, deren Stimme ziemlich nervös klang, obwohl ihr ganzes Gesicht absolute Ruhe ausstrahlte.
„Ich verstehe“, murmelte der Leiter des Homeworld Command, der schon seit einer guten Stunde sämtliche Optionen, die ihm zur Verfügung standen, in seinem Kopf durchging.
Mit einem Seufzen wechselte Jack schließlich den Platz, ging zu einem anderen Terminal, denn er musste unbedingt sofort ein paar sehr wichtige Gespräche über Strategien und Taktik führen, von denen Adriana überhaupt nichts mitbekommen sollte. Denn er wollte sich erkundigen, ob nicht doch noch einige weitere Schiffe, die sich momentan immer noch in der Endfertigung befanden, eventuell schon einsatzbereit wären.
Er musste nur einige wenige Minuten warten, dann erhielt er auch schon überraschende Antwort, dass sich nämlich bereits eine handvoll Kampfsterne auf dem Weg zum eigenen Sonnensystem befanden, die dann die Erde in einen wohl unausweichlichen Kampf unterstützen sollten. Doch er durfte dieses weitere Vorgehen in dieser brisanten Situation nicht alleine entscheiden, denn nach wie vor berieten das IOA und die UN miteinander über das weitere Vorgehen. Dabei waren die Vereinten Nationen die Seite, die in der Mehrheit stets auf eine friedliche Lösung der aktuellen Krise bedacht waren. Beim IOA hingegen war man eher dafür, die Sache durchaus auch mit aller Entschlossenheit militärisch zu regeln.
Während Jack O‘Neill mit sich kämpfen musste, nicht selber die Entscheidung zu fällen, gingen im Kontrollraum bereits die ersten Meldungen ein, dass sich einige Staaten der Erde bereits mit ihren eigenen Streitkräften gegen die Truppen von Adriana zur Wehr setzten. Somit war das eingetreten, was der General befürchtet hatte, denn dadurch war aus einem gewissen Standpunkt aus betrachtet der Krieg zwischen der Orici und ihren Anhängern gegen die Erde ausgebrochen. Dies lag natürlich daran, weil einige Ländern Bündnisverträge untereinander hatten, die es natürlich auch galt einzuhalten.
Schließlich wurde nach wenigen Minuten die Situation zusehends unübersichtlicher. Aber auf den eigenen Schlachtschiffen befanden sich zahlreiche Angehörige, die aus Ländern stammten, welche von den von Adriana kommandierten Truppen angegriffen wurden. Alles Tatsachen, die dem Leiter des Homeworld Command bekannt waren, weswegen er ständig Kontakt bekam, mit der Nachfrage, ob man endlich gegen die Invasoren aktiv werden dürfe. Diese musste er immer wieder aufs Neue verneinen, weil immer noch die Beratungen des IOA und der UN mit noch einer abschließenden Abstimmung stattfanden.
In dieser gemeinsamen Anstimmung vom IOA und der UN wurde mit knapper, aber immer noch einer ausreichenden Mehrheit beschlossen sich gegen die feindlichen Streitkräfte zur Wehr zu setzen. Darauf hatte der General gehofft, obwohl er eine weitere Entwicklung dieser Art gegen Adria gerne vermieden hätte.
Sofort nahm Jack O‘Neill Kontakt mit Adriana auf und warnte sie ein letztes Mal, nämlich mit dem klaren und eindringlichen Appell ihre gesamten Streitkräfte, die bereits gelandet waren, unverzüglich zurückzurufen.
Erdorbit
Kriegsflotte der Orici
Flaggschiff, Brücke
„Sie wissen, dass ich dies nicht tun kann und werde, General O‘Neill! Wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit diesen Kreuzzug gegen das Böse im Universum und somit gegen alle Ungläubigen gewinnen, dies wisst Ihr!“, war alles was Adriana zu sagen hatte, bevor sie den Kontakt beenden ließ.
Andromeda-Galaxie
Omega-System
Koloniale Erde
Mittlerweile hatte sich auch das Regierungskabinett von Präsidentin Francine Baltimore sich dem Vorschlag von Admiral William Adama angeschlossen, nämlich in der Tat ihre neue Heimat, Erde zu nennen.
Planetenorbit
Battlestar Pegasus, CIC
Mittlerweile war Adama an Bord seines neuen Flaggschiffes zurückgekehrt. Er hatte gerade eben erst das Combat Information Center betreten, als neue Kontakte auf dem DRADIS auftauchten.
„Drei Raptor von den Separatisten sind soeben aufgetaucht, Sir“, meldete Anastasia „Dee“ Dualla.
Die Reaktion darauf kam von Colonel Saul Tigh, der die Wache hatte, mit dem Befehl: „Die CAP soll diese Kerle sofort abfangen und nachfragen, was die hier wollen! Weitere Befehle folgen dann!“
„Jawohl, Colonel.“
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Seit ungefähr einer Viertelstunde bereits schon lieferte sich die Armada der Orici, die unter dem Befehl ihrer Tochter Adriana stand, mit der Verteidigungsflotte der Erde ein heftiges Weltraumgefecht.
Dabei hatten sich die Schlachtkreuzer der BC-304er- und BC-306er-Klasse zwischen den neuen Kampfsternen positioniert. Der Grund dafür war natürlich, dass es offenbar an der Struktur der Kampfsterne lag, die durch den Beschuss der sonst so verheerenden Primärwaffe von den Kriegsschiffen der Orici-Flotte schadlos zu bleiben.
Dieser schwere Schlagabtausch im Orbit der Erde hatte dazu geführt, dass sich alle noch übrigen Truppentransporter von der Flotte der Invasoren in Bewegung setzten. Ihr Ziel und Auftrag war es natürlich auf der Erde zu landen, dort schnell Brückenköpfe zu bilden und zu festigen, damit dann mit Hilfe der abgesetzten Ringtransporterplattformen weitere Truppen auf die Erdoberfläche transportieren konnte.
Doch diese Truppentransporter wurden sofort von den F-302er-Geschwadern vehement verfolgt und unter schweren Beschuss genommen. Als Gegenreaktion starteten alle noch verfügbaren Jägergeschwader von den Schiffen der Orici-Flotte.
Ob man von Seiten der Erde bereits darauf gewartet hatte oder auch nicht, denn nun ließ man ebenfalls alle verfügbaren Viper-Geschwader starten. Es waren nicht besonders viele Geschwader und Piloten dafür vorhanden, da diese Flieger ja noch relativ neu für die Erde waren, konnte jeder der acht Kampfsterne gerade einmal ein oder zwei Geschwader in den Kampf schicken. Die neuartigen neuen großen Schlachtschiffe der Erde waren natürlich, wegen der kurzen Zeit, alle nur mit einer Minimalbesatzung bemannt worden. Dies musste irgendwie genügen. Bei den neuen Jagdflugzeugen lag es natürlich daran, dass es bislang weniger Piloten gab als Viper, die dafür zur Verfügung standen. Dadurch standen die meisten immer noch an Bord der Kampfsterne in ihren Hangarbuchten auf den Hangardecks herum.
Aber schon nach wenigen Minuten einer heftigen Weltraumschlacht zwischen den beiden Geschwaderflotten zeigte es sich, die Viper war den Jagdmaschinen der Orici eindeutig überlegen.
Kriegsflotte der Orici
Flaggschiff, Brücke
Nicht nur Adriana stieß einen wütenden Schrei aus, denn auch sie bekam allmählich mit, dass die neuartigen Schlachtschiffe und Jagdflugzeuge der Erde den eigenen um Längen klar überlegen waren. Somit lag die gesamte Hoffnung auf die abgesetzten Truppen, die sich bereits auf der Erde befanden. Die junge Frau spielte schon mit den Gedanken sich selber auf dem Weg hinunter auf die Erdoberfläche zu machen, doch durfte sie die Brücke des Flaggschiffes nicht so ohne Weiteres verlassen.
Eines registrierte Adriana mit Verwunderung, nämlich dass man sich von Seiten der Erde darauf beschränkte, all die großen Schiffe ihrer Flotte, manövrier- und kampfunfähig zu schießen.
„Ich werde nicht aufgeben, und auch nicht zurückziehen!“, zischte die junge Frau wütend.
Daraufhin sagte der Prior anerkennend: „Sehr gut, meine Ehrerbietende Hochachtung, Gebieterin. Denn eure göttliche Mutter, würde einen Rückzug vor diesen Ungläubigen mit Sicherheit nicht gutheißen!“
Erde
USA, Nevada
Area51
Mit großer Rücksichtslosigkeit drang eine große Streitmacht der Orici in die Basis vor. Dabei erhielten sie Hilfe von besonders fanatischen Anhängern von Adria, denn man wollte sich ohne Rücksicht auf Verluste der Lade der Wahrheit bemächtigen.
„Wir müssen diese Position unbedingt halten!“, schrie ein Sergeant der Marines, während des immer heftiger werdenden Feuergefechtes gegen die Invasoren.
Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum
Als er die Nachricht aus Nevada erhalten hatte, zuckte Jack zusammen: „Die verflixte Lade!“, entfuhr es ihm. „Ich war ja dagegen dieses gefährliche Ding, irgendwo in eine staubige Kiste zu packen, anstatt es zu zerstören! Jetzt haben wir den Salat! Lieutenant O‘Toole, geben Sie mir die George Hammond, und auch den Verantwortlichen in Area51!“
„Jawohl, Sir.“
Marsorbit
Man hatte unverzüglich strategisch die komplette Flotte und auch alle übrigen Streitkräfte soweit zusammengezogen, wie man es vertreten konnte. Denn für die insgesamt sieben Befehlshaber der Stargate Command Base und auch alle Kommandanten der Verteidigungsflotte, waren sehr schnell darüber einig geworden, dass die Invasoren alles versuchen würden, die Hauptbasis auf dem Mars zu erobern, um somit einen wichtigen und entscheidenden Schritt über die Kontrolle über das gesamte Sonnensystem zu erlangen.
Pegasus-Galaxie
Orbit von M53-3P44
U.S.S. Daedalus, Brücke
Noch immer verharrte das Schlachtschiff, welches unter dem Kommando von General Steven Caldwell stand, über dem Planeten.
Eine von ihm angeordnete Erkundungsmission brachte schließlich ein trauriges Ergebnis: Die Wraith hatten nur die Menschen auf dem Planeten zurückgelassen, die zu krank und schwach für ihre Bedürfnisse gewesen waren. Alle anderen Bewohner hatten sie an Bord ihrer Flotte verschleppt. Doch man fand auch mehrere hunderte von stark mumifizierten Opfern, an diesen unglücklichen Menschen hatten sich die Wraith genährt. Es war das wohl mit eines der grausamsten Ausdünnen durch die Wraith, von dem man bislang Kenntnis hatte.
Atlantis
Kontrollraum
Die Schutzschilde von Atlantis waren seit dem Auftauchen der Kriegsflotte der Orici aktiviert worden. Dahlia Radim nahm irgendwann Kontakt zum Flaggschiff auf, wo sie dem verantwortlichen Prior davon versuchte zu überzeugen, dass die Gläubigen auf Atlantis nicht in Gefahr seien. Doch der Prior erwiderte ihr nur, dass er auf dem persönlichen Befehl der Orici selbst hier war, und über dieser Welt, auf der sich Atlantis befand, mit der ihm unterstellten Flotte Position zu beziehen habe.
Parallel war man zur selben Zeit natürlich nach wie vor darum bemüht die Flotte der letzten Wraith-Königin über die Tiefraumsensoren von Atlantis zu verfolgen, mit dem Ziel diese irgendwann zum Kampf stellen zu können. Richard Woolsey bemerkte sehr schnell, dass die hier befindlichen Schiffe von Adria dies wohl unterbinden sollten.
Somit lag es also allein an den Schlachtschiffen der Erde, die sich bereits nicht mehr bei Atlantis befanden, die Flotte der letzten Wraith-Königin zu verfolgen, und wenn möglich auch zum Kampf zu stellen.
Eine Sorge blieb bei Woolsey, nämlich es gab auf Atlantis mehrere Menschen, die Adria als ihre Göttin sowie ihre Lehre freimütig angenommen hatten. Dadurch mussten all die weiteren Schritte mit größter Überlegung und sorgfältigen Bedacht ausgeführt werden, damit es nicht zu einer gefährlichen Spaltung unter den Einwohnern von Atlantis kam.
Woolsey‘ Büro
Um ungestört zu sein, hatte der Leiter der Atlantis-Expedition General Sheppard in sein Büro gebeten.
„Also, wie viele Schiffe unserer Flotte sind unterwegs, und mit wie vielen Schiffen dieser letzten Wraith-Königin werden es General Caldwell und seine Leute wohl denn zu tun bekommen, John?“
Sheppard räusperte sich noch einmal kurz, dann zählte er auf: „Die von uns gesuchte letzte Wraith-Königin verfügt laut den übermittelten Bildern von General Caldwell über mindestens zwei Basisschiffe, zwölf Kreuzer, vier Shuttles und mehrere tausende Darts und den dazugehörigen Gefolge. Wir gehen dabei von etwa 10.000 bis 15.000 Wraith aus, wovon der Großteil diese Maskentragenden Dronen sein werden…“
„Sie vermuten, dass es noch einige Schiffe mehr sein werden, nicht wahr?“
„Ist zu vermuten. Laut den Beschreibungen, die wir von Todd erhalten haben und den Erinnerungen von mir selber, soll es sich um diese eine rothaarige, todbringende Schönheit handeln, die nicht gerne alles präsentiert, was sie zur Verfügung hat.“
„Dann wollen wir mal für uns alle hoffen, dass es die Daedalus, die Troy, die Panthalassa, die Aurora, die Chukov und die Gondwana irgendwie schaffen werden ihre so wichtige Mission für die Menschheit zu erfüllen. Denn die anderen Schiffe unserer Flotte in dieser Galaxie befinden sich hier und im Orbit unseres eigenen Standortes“, erklärte Richard Woolsey mit einem Seufzen, dem die Anwesenheit der Orici-Flotte nicht besonders behagte.
Dieses war nicht unbegründet, denn kaum hatte er sich in seinen Stuhl gesetzt, erreichte ihm die Nachricht, dass sich Atlantis unverzüglich ergeben und an die Streitkräfte der Orici übergeben werden sollte.
Orbit von Atlantis
Eine heftige Auseinandersetzung entbrannte daraufhin zwischen den beiden Flotten im Orbit, die sich schon seit Tagen gegenüberlagen. Beide Seiten warfen sofort alles in den Kampf, was ihnen jeweils zur Verfügung stand.
Atlantis
Um den militärischen Konflikt schneller zu beenden, war General Sheppard mit schnellen Schritten sowie mit Hilfe der Transportkammern in den Raum mit dem Kontrollstuhl geeilt, womit er die mächtigen Antiker-Drohnen im Kampf gegen die großen Kriegsschiffe der Orici einzusetzen gedachte.
