30.01.2026, 21:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2026, 21:15 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 7.13 “Vollkommener Triumph?, Teil 1“
Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
Atlantis, Kontrollraum
Zur selben Zeit, während im heimatlichen Sonnensystem in der Milchstraße der Krieg gegen die Truppen von Adria auf einen erneuten Höhepunkt angelangt war, hatten die Bewohner von Atlantis das Glück gehabt, dass sich, mit dem langersehnten Eintreffen der neuen irdischen Kampfsterne, die Vorteile vollkommen zu ihren Gunsten gewendet hatte.
Obwohl man natürlich von weiteren sehr heftigen Kampfhandlungen um Atlantis ausgehen musste, blieben aber die beiden gegnerischen Flottenverbände erstaunlicherweise eindeutig nach wie vor eher in einer abwartenden Position.
Über eine dringende eingehende Subraumübertragung von der Daedalus, teilte General Steven Caldwell allen auf Atlantis mit, dass er mit seiner ihm unterstehenden Flotte in Kürze, in genau rund 15 Minuten, aus dem Hyperraum fallen würde, um die letzte Königin der Wraith, zu einem entscheidenden weiteren und hoffentlich letzten Kampf zu stellen.
Eines konnte Richard Woolsey, der Anführer auf Atlantis, sehr gut spüren, es störte insbesondere Specialist Ronon Dex und General John Sheppard, dass sie beide nicht in diesem Kampf gegen die letzte Wraith-Königin mit dabei sein konnten. Der Sateder hatte voller Ungeduld immer wieder noch gehofft gehabt, dass es eventuell doch noch möglich gewesen wäre, mit einen der Schlachtkreuzer und seinen engsten Freunden den letzten Wraith ein endgültiges Ende zu bereiten. Doch daraus wurde ja bekannterweise durch die bereits anwesende Flotte der Orici nun einmal überhaupt nichts, weswegen die Laune des ehemaligen Dromoys, eines Läufers, der einst von den Wraith nahezu pausenlos über Jahre hinweg gejagt worden war, nicht gerade die Beste war.
Rand der Pegasus-Galaxie
Hyperraum
U.S.S. Daedalus, Brücke
Per Videokonferenz mit den anderen Schiffen seiner Flotte fand die alles entscheidende Lagebesprechung, in der General Steven Caldwell, allen ein letztes Mal noch einmal die Taktik erklärte und was sie bei den Zielkoordinaten wohl alle erwartete, statt.
Es handelte sich für alle Beteiligten bekannterweise, natürlich um die Flotte der letzten Wraith-Königin, die aus den gemessenen Werten der Sensoren, aus fünf Basisschiffen, drei Versorgungsschiffen und zweiundzwanzig Kreuzern, einer unbekannten Zahl von Shuttles und mehreren tausenden von Jagdfliegern, sogenannter Darts und den Wraith selbst bestand.
Doch General Caldwell warnte am Ende der Besprechung alle Kommandeure und die Besatzungen der Schiffe: „…geben Sie sich keinen Illusionen hin, es ist nämlich sehr wahrscheinlich, dass wir im Verlauf der Schlacht von den Wraith geentert werden! Aber noch etwas steht aus: Es ist ein Einsatz von dem wir möglicherweise nie wieder nach Hause zurückkehren werden! Es ist unsere Chance, die die Antiker nicht hatten, nämlich die tödliche Bedrohung durch die Wraith für jeden Menschen in diesem Universum auszulöschen! In der Milchstraße ist es unseren Streitkräften bereits schon erfolgreich gelungen, dies zu schaffen - jetzt ist es an uns den Deckel draufzumachen! Hoffen wir also, das wir diesen langen Flug am Ende nicht umsonst machen!“
Atlantis-System
Atlantis, Stargate-Raum < > Kontrollraum
Vollkommen überraschend war es nicht für das Diensthabende Personal in Tor- und Kontrollraum, als das Stargate zum Leben erwachte. In schneller Reihenfolge rasteten acht Symbole ein, zum Zeichen, dass es eine Ankunft aus einer anderen Galaxie bevorstand. Angespannt nahmen die Soldatinnen und Soldaten des aufgestockten Verteidigungsteams ihre Positionen ein.
Bevor sich das Wurmloch etablierte wurde der Schutzschild aktiviert, der die erste und am besten bewährte Verteidigungslinie gegen unerwünschte Besucher war.
Auf ganz Atlantis hielt man den Atem an. Doch die Entwarnung kam nur wenige Minuten später, denn es war die Stargate Command Base auf dem Mars, die mitteilte, dass der Krieg erfreulicherweise vorüber und die Orici Adria durch die Hilfe des Antikers Myrrdin gefangengenommen worden sei.
Die Gläubigen in der Stadt, die Adria und ihre Lehre angenommen hatten und diese Neuigkeiten hörten, waren fassungslos. Beinahe schon im selben Augenblick baten die Kommandanten der Orici-Schiffe um ein Treffen, um über die weiteren Schritte und den Frieden zu verhandeln, beziehungsweise Kontakt mit Adriana aufnehmen zu dürfen.
Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck
Da der angesetzte Zeitpunkt und somit der Fristablauf immer näher rückte, trafen auch jetzt nach und nach die ersten Gruppen von den Personen ein, die in der Tat vorhatten mit der Flotte der Trinitatis endlich zur Erde zurückzukehren.
Es waren die bekannten Stunden des Abschiednehmens unter Menschen, die seit Jahren beisammen gewesen waren.
Jack Dalton war einer der ersten gewesen, die das Observationsdeck betreten hatten. Durch das gewaltige Panoramafenster konnten alle die beiden BC-304er, die Paris und Hector sehen, die sich darauf vorbereiteten vorübergehend die Heimkehrwilligen zu sich an Bord zu beamen, bevor diese Personen dann auf die Trinitatis transferiert werden würden.
Mit einem enttäuschten Seufzen stellte Dalton sein Gepäck neben einer Bank ab, ehe er selber Platz nahm, denn von seinen beiden langjährigen Freunden war nach wie vor noch niemand zu sehen.
Trinitatis, Kontrollraum
Sichtbar entspannt passierte Doktor Hank „Beast“ McCoy den Kontrollraum, denn er war auf dem Weg zu seinem Büro. Dies lag natürlich daran, weil die beiden Doktoren Daniel Jackson und Rodney Meredith McKay mit einer Fülle von Daten beschäftigt waren, die es zu sichern und zu übertragen auf die mitgebrachten Datenträger galt.
Doch der Leiter dieser Mission auf der Trinitatis fragte sich bereits, ob nicht der eine oder alle beide der Versuchung widerstehen könnten, und sich dann in letzter Sekunde dann dafür entscheiden würden an Bord der Destiny zu wechseln. Denn beide Männer befanden sich nämlich derzeit an Bord des uralten Raumschiffes der Antiker.
Destiny, Brücke
Schließlich konnte es auch ein Doktor Nicholas Rush nicht mehr aushalten, darum fragte er schließlich: „Was ist mit Ihnen? Wie haben Sie sich entschieden, Eli?“
„Ich will zwar nach Hause, zu meiner Mutter… aber…“
„…aber…?“
„Wenn ich jetzt heimkehren würde, wofür habe ich sonst die ganzen letzten Jahre so hart gearbeitet? Wofür ist dann Ginn und sind denn die anderen gestorben… Die Antwort darauf bekomme ich nur, wenn ich den Weg mit der Destiny bis zum Schluss mitgehe! Die Mission mit ihr beende!“
„Sie versetzen mich immer wieder aufs Neue ins Staunen, Mister Wallace“, nickte der Wissenschaftler anerkennend. „Sie sollten ihrer Mutter eine Botschaft, genau mit dieser Erklärung hinterlassen, Eli. Die Trinitatis wird diese den Angehörigen derer, die hier an Bord bei uns bleiben, dann übermitteln sobald sie zur Erde zurückgekehrt ist.“
„Wie viel Zeit habe ich noch?“
„Nur noch wenige Stunden! Daher sollten Sie sich lieber beeilen…“
Nicholas hatte den Satz noch nicht beendet, da eilte Eli auch schon von der Brücke, um seine Botschaft an seine Mutter noch schnell aufzeichnen zu lassen.
Rand der Pegasus-Galaxie
Wraith-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
„Meine Gebieterin, unsere Flotte ist jetzt vollzählig. Ich warte noch bis alle bestätigt haben, dass die für den Flug benötigten Energiereserven auch wirklich vollständig bereitstehen. Wohin sollen wir dann fliegen, Übermutter?“, fragte der Commander des Wraith-Schiffes, der einzig und allein nur den Befehlen seiner Königin verpflichtet war.
Gemächlich hatte sich die Wraith-Königin von ihrem Platz erhoben, dann schritt mit stolzen Schritten sie auf das Hologramm einer Sternenkarte zu, die sich in der Mitte des Raumes befand. Als sie ihr Ziel erreicht hatte, betätigte sie auf der Konsole einige der darauf befindlichen Tasten und Bedienfelder. Schon nach wenigen Sekunden erschienen auf einem Schirm, der sich auf einer gewebeartigen Membran befand, einige Anzeigen. Jene ging sie sorgfältig durch. Denn die Bedienungen mussten ja auch für die Menschen, die man verschleppt hatte gut genug sein, damit sich deren Population wieder sehr schnell steigerte, da man sie ja zur Nahrung ihres Volkes benötigte.
Es vergingen noch mehrere Minuten, denn es gab verständlicherweise natürlich mehrere potentielle Ziele, die für ihre Zwecke in Frage kämen.
Doch schließlich fauchte die rothaarige Wraith zufrieden lächelnd, die schloss dann die Anzeige, deutete auf eine Galaxie auf dem Hologramm, welche auf der Erde als IC 10, eine Zwerggalaxie in der Lokalen Gruppe, bekannt ist, sowie sich im Sternbild Kassiopeia befindet, und sagte gebieterisch: „Übermittle meine Entscheidung an alle Schiffe meiner Flotte, sobald sie dann ihre volle Energieleistung bestätigt haben, und setzt dann alle umgehend gemeinsam Kurs dorthin!“
„Jawohl, meine Königin.“
Hyperraum
U.S.S. Daedalus, Brücke
Es waren nur noch wenige Augenblicke, dann würde die Flotte der Menschen auch schon gemeinsam aus dem Hyperraum fallen. Sobald dies geschah, war für alle klar, dass es dann kein zurück mehr gab. Auch mussten sofort alle, die Daedalus, die Troy, die Aurora, die Gondwana, die Chukov und auch die Panthalassa, ihre Schutzschilde auf Maximum stellen und bereit dafür zu sein sämtliche Waffensysteme einzusetzen.
Schon seit einigen Minuten saß General Steven Caldwell angespannt in seinem Stuhl.
Der Mann, der schon bereits seit vielen Jahrzehnten die mittlerweile stark in die Jahre gekommene Daedalus kommandierte, schloss noch einmal kurz die Augen. Nur für wenige Sekunden, wenigstens. Ein letztes Mal inne halten. Kräfte sammeln, für eine entscheidende Schlacht.
Wraith-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke
Kurz nachdem alle überlichtfähigen Raumschiffe der Wraith ihren Status übermittelt und man in den Hyperraum eintreten konnte, wurde das Flaggschiff der Wraith-Königin schwer erschüttert.
„Meine Königin, wir werden angegriffen! Es ist eine Flotte der Menschen von Atlantis! Die haben hier wohl auf uns gewartet!“, meldete einer der Offiziere.
Für diese unangenehme Nachricht, gab es zur postwendenden Antwort darauf von der rothaarigen Wraith nur ein wütendes Fauchen und Zischen.
„Sofort in den Hyperraum springen!“, ordnete der Commander des Basisschiffes an.
Darauf entgegnete einer der anderen Offiziere: „Ich versuche es, doch die Systeme reagieren immer noch nicht! Die erste Salve des Angriffes unserer Gegner muss wohl unseren Hyperantrieb beschädigt haben…“
„Sofort reparieren!“, wies der Commander an.
Sofort darauf erkundigte sich die Königin: „Was ist mit all den anderen Schiffen unserer Flotte?“
„Auch sie sind betroffen…“
„AHHHR!“, fauchte die Rothaarige daraufhin.
Der Commander, der unterbrochen worden war, fuhr dennoch mit seinem Bericht für seine Gebieterin fort: „Offenbar werden bislang nur unsere Mutterschiffe und auch die Kreuzer vermehrt unter massiven Beschuss genommen! Nur unsere Versorgungsschiffe werden nicht so stark angegriffen!“
„Die Menschen, die wir dort an Bord haben! Die Atlanter wollen unsere Nahrung wohl vermutlich befreien“, fiel der Königin sofort ein, kaum das der Commander den Satz beendet hatte.
Eine Pause, nur eine kurze war eingetreten. Die letzte Königin der Wraith überlegte nicht lange, dann entschied sie herrisch: „Die Flotte soll sofort näher zusammenrücken! Und startet die Jäger! Und zwar alle!“
„Noch weitere Befehle, meine Gebieterin?“
„Die Hyperantriebe reparieren natürlich! Und zwar unverzüglich!“, zischte sie gereizt.
Flotte der Menschen
U.S.S. Daedalus, Brücke
Im Ganzen war General Steven Caldwell mit dem Beginn der Schlacht gegen die letzten Wraith sehr zufrieden, denn man hatte sie gerade noch rechtzeitig, und vor allem ganz wichtig vollkommen überraschend erwischt. Alle ersten Salven hatten, wie zuvor geplant, erfolgreich die Hyperantriebe der kompletten feindlichen Flotte lahmlegen können, da man die Wraith an eine Flucht unbedingt hindern musste.
Doch auch er sah, was ihm nicht sonderlich gefiel, nämlich dass die Schiffe des Feindes, weil sie noch immer manövrierfähig waren, enger zusammenrückten und allen Anschein nach wohl zusätzlich noch alle verfügbaren Jäger gestartet hatten.
Es war unschwer zu erkennen, dass die Wraith nun zum Gegenangriff übergingen, denn zeitgleich feuerten alle anderen Schiffe des Feindes, darunter die fünf Basisschiffe, die zweiundzwanzig Kreuzer und sogar die drei Versorgungsschiffe, auf die Flotte der Menschen.
Am liebsten hätte General Caldwell die 24 Puddle Jumper mit den darin befindlichen insgesamt über 300 Soldatinnen und Soldaten umgehend zurückgerufen. Doch diese Männer und Frauen sollten versuchen die Versorgungsschiffe nach und nach zu entern und zu erobern, mit dem Ziel die darauf befindlichen Menschen vor mehr als nur einem düsteren Schicksal zu bewahren. Man würde nicht alle von ihnen retten können, doch wenn man es zumindest schaffen würde eines dieser Versorgungsschiffe zu befreien, hätte man in der Tat schon eine gute, wenn auch sehr schwere Leistung vollbracht.
Schnell waren die sich nahenden Geschwader der Wraith-Darts in Waffenreichweite gelangt, so dass General Caldwell befahl: „Feuern nach eigenem Ermessen! Unsere sämtlichen F-302er sollen sich ausschließlich nur um die Wraith-Darts kümmern, die durch unsere aufgebaute Verteidigungslinie durchbrechen konnten!“
Die ersten Salven der Railguns rissen sofort gewaltige Lücken in die sich immer noch unaufhörlich nahende Angriffswelle der Wraith-Darts, die ebenfalls das Feuer eröffnet hatten.
Obwohl die Schlachtschiffe der Menschen angegriffen wurden, setzten sie die mächtigen Energiewaffen ein, die sie einst von den Asgard erhalten hatten. Doch nahm man dabei überwiegend die fünf Basisschiffe ins Visier, weil von ihnen die allergrößte Bedrohung ausging.
Während des Starts des Gegenangriffes hatte sich das Flaggschiff der Wraithflotte, worauf sich die Königin befand in den schützenden Schatten der Versorgungsschiffe zurückgezogen. Aber nur soweit, dass auch dieses Basisschiff immer wieder Salven abfeuern konnte.
Versorgungsschiff # 2
Man kam nur langsam vorwärts, denn jeder verfrühte Feindkontakt hätte nicht für alle Menschen, die eingedrungen waren unangenehme Folgen. Auch die Wraith an Bord sowie auf den anderen Schiffen würden entsprechend auf diese Vorgehensweise des Enterns entsprechend reagieren.
Während die eine Hälfte des Einsatzteams die Puddle Jumper in der Hangarbucht sicherte, war das Ziel der anderen, die nur aus Soldatinnen und Soldaten bestand, natürlich die Kommandobrücke dieses Schiffes. Diese galt es einzunehmen und zu sichern.
Auf dem Weg von der Hangarbucht zur Kommandobrücke kam man auch an unzähligen Kammern vorbei, in denen Menschen zur Nahrung für die Wraith aufbewahrt wurden. Aber es gab auch Zellen, worin sich sehr viele Verschleppte befanden. Man zeigte ihnen sofort an ruhig zu bleiben, um die ohnehin schon riskante Mission für die Soldatinnen und Soldaten nicht unnötig zu gefährden.
Doch das Glück wehrte nur von kurzer Dauer, denn durch die stattfindende Schlacht waren nicht nur sehr viele Wraith-Drohnen unterwegs, es gab auch zahlreiche versteckte Wraithanbeter an Bord. Menschen, die die Wraith anbeteten und dadurch auf ein wenig sicheres Leben hoffen konnten, wenn sie ihren Gebietern gute Dienste leisteten. Und eben einer von ihnen meldete das Eindringen einen der Offiziere, der sich sofort fauchend umwandte und Patrouillen aussandte, um nach den ungebetenen Eindringlingen suchen zu lassen.
Auch außerhalb dieses Versorgungsschiffes der Wraith wurde ein heftiger Kampf geführt, in welchen es für die Wraith nichts weiter als um den Fortbestand ihrer Rasse ging.
Während sich die gegnerischen Jagdgeschwader schon die ersten Duelle und Kämpfe lieferten, gerieten einige Schlachtschiffe der Menschen in ernste Bedrängnis, denn auch die Wraith hatten den Plan gefasst, Schiffe ihrer Feinde zu entern und wenn möglich die Besatzungen gefangen zu nehmen und deren Schiffe für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.
Für diese Mission hatten sich die Wraith die kleineren BC-304er als die leichteren zu bekämpfenden Ziele ausgewählt, da sie davon ausgingen, dass es dort unter anderem nicht nur unerheblich weniger Widerstand geben würde.
Odyssee
Folge 7.14 “Vollkommener Triumph?, Teil 2”
Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
U.N.S. Troy, Brücke
Mit einen sehr großem Unbehagen musste nicht nur Colonel Charlene Lewis miterleben, was soeben geschah. Denn ein Kreuzer sowie auch noch ein Shuttle der Wraith hatten es schließlich geschafft, denn sie waren über dem Schlachtschiff der Menschen in Position gegangen. Man kannte dieses Vorgehen der Wraith aus den Berichten von den Antikern, die man gefunden hatte.
„Die werden wohl versuchen uns zu entern! Ich hoffe doch sehr, dass all unsere Leute in sämtlichen unserer Verteidigungsteams ihre Stellungen bereits eingenommen haben!“, warnte die Kommandantin der Troy, in der verständlicherweise ein akutes mulmiges Gefühl im Magen aufstieg.
„Ich bestätige, es sind alle unsere Leute auf ihren Positionen, Ma‘am“, bestätigte jemand, der für einen vorübergehenden erleichterten Gesichtsausdruck seiner Vorgesetztin sorgte.
„Die beiden Wraithschiffe haben jetzt an unseren Außenhaut festgemacht…“, stammelte eine Sekunde später schon bereits ein anderer Offizier erschrocken.
Damit wussten alle an Bord, es würde jetzt nicht mehr sehr lange dauern, dann würden auch schon die Wraith es versuchen und mit aller Gewalt in die Troy einzudringen.
Wraith-Flotte
Versorgungsschiff # 2, Brücke
Beinahe ohne jegliche Pause, mussten sich die entsandten Soldatinnen und Soldaten der Menschen mit größter Tapferkeit ihrer Haut erwehren. Bislang gab es zumindest zum Glück keine Verluste an Leben, sondern lediglich nur Ausfälle, weil so einige von den Betäubern der Wraith getroffen worden waren.
Doch hatten sie es zumindest endlich geschafft sich erfolgreich auf der Brücke, in den meisten Zugängen dorthin und den Korridoren bis zu ihren Puddle Jumpern festzusetzen. Aber würde dies letztendlich genügen, um diese gefährliche Mission erfolgreich und ohne große Verluste zu beenden?
„General Caldwell?! Hier Captain Norris, USMC. Können Sie mich hören, Sir?“, erkundigte sich Captain Joshua Norris, einer der United States Marines über Funk. Seine Stimme klang schon etwas extrem besorgt, aber dennoch schien er trotz der aktuellen Lage eine gewissen Ruhe auszustrahlen.
„Hier ist Caldwell. Was gibt es, Captain Norris?“
„Wir versuchen so gut und schnell es uns möglich ist dieses gesamte Versorgungsschiff der Wraith unter Kontrolle zu bringen. In wenigen Sekunden werden wir dann auch das Gas freisetzen, in der Hoffnung unsere Mission schneller zu Ende bringen zu können. Doch können wir diese Operation bestimmt nicht noch einmal wiederholen, Sir. Die Wraith werden nun darauf vorbereitet sein.“
„Habe ihren Hinweis zur Kenntnis genommen, Captain. Wäre auch zu gewagt, denn wir konnten einen Enterungsversuch auf die Daedalus vor wenigen Minuten aufs Erste mit Erfolg abwehren. Doch jetzt ist leider die Troy betroffen! Sie wurde bereits geentert!“
„Großer Gott!“
„Wir werden tun, was uns möglich ist! Doch werden wir so langsam aber sicher in die Abschlussoffensive übergehen müssen, sonst entkommt uns die Flotte der Wraith am Ende noch!“
Flaggschiff, Kommandobrücke
Die Ungeduld der rothaarigen Wraith wurde immer größer, denn sie hatte von Beginn des Kampfes gegen die Menschen miterleben müssen, was alles in deren Verlauf geschehen war.
„Was machen die Hyperantriebe?“, fauchte die Königin ergrimmt.
„Der unseres Schiffes wird in Kürze wieder zum Glück funktionstüchtig sein“, erklärte einer der Offiziere, um seine zornige Gebieterin ein wenig zu besänftigen.
„Hoffentlich!“, zischte die Wraith, die sich mittlerweile wieder auf ihren Thron gesetzt hatte. Ihre Anspannung war zu verstehen, denn es gab nur wenige Erfolgsmeldungen bislang, mit denen man die Menschen erfolgreich hatte unter Druck hatte setzen können. Denn die Flotte der Menschen, die ununterbrochen seit Jahren unter dem Kommando von General Caldwell stand, war es bislang gelungen ein Basisschiff, ein halbes Dutzend Kreuzer, drei Shuttles und mehrere hunderte von Wraith-Darts zu zerstören. Zusätzlich war sie auch deswegen äußerst darüber aufgebracht, weil die Menschen aus Atlantis eines der Schiffe zur Versorgung erfolgreich hatten entern können. Doch im Gegenzug war es ihren eigenen Truppen gelungen, zumindest in die Troy und die Gondwana einzudringen, wo jene nicht gerade unerhebliche Schäden hatten verursachen können.
Flotte der Menschen
U.N.S. Troy
Die Wraith hatten es nach schweren Kämpfen tatsächlich doch noch geschafft, sich den für sie so wichtigen Zugang, zu ein paar der wichtigsten Positionen auf dem Schlachtschiff der Menschen zu verschaffen. Dafür hatten sich die Angreifer erfolgreich an mindestens drei Stellen Zugänge für ihren heftigen und unbarmherzigen Angriff durch die äußere Hülle in den Schiffskörper der Troy geschnitten.
„Hier spricht Colonel Lewis: Jeder zieht sich umgehend zu den vor wenigen Minuten angewiesenen Koordinaten auf der Troy zurück, den sie durch die Morsezeichen empfangen haben!“, war aus den Lautsprechern an Bord der gesamten BC-304 zu vernehmen.
Alle Wraith, die in die Troy eingedrungen waren, hielten irritiert inne, denn Morsezeichen kannten sie nämlich überhaupt gar nicht, diese existierten in dieser bestimmten Form wohl nur auf der Erde.
„Was haben diese Menschen denn nur vor?“, brummte einer der Offiziere verdrießlich.
„Ich habe auch keine Ahnung, was dies zu bedeuten hat. Doch sollten wir so schnell es geht, zur Brücke um dieses Schiffes zu erobern“, antwortete einer seiner Untergebenen.
U.S.S. Daedalus, Brücke
Seit den Enterungen von der Gondwana und der Troy sorgte sich nicht nur General Steven Caldwell um die dortigen Besatzungen, während die Weltraumschlacht nach wie vor in all ihrer Heftigkeit weitergeführt wurde.
Nach dem letzten Berichten, die er erhalten hatte, war die Lage auf der Troy besonders kritisch geworden. Auf der Gondwana konnte die gesamte Besatzung schließlich alle Wraith erfolgreich am weiteren Vorankommen erfolgreich hindern.
Schließlich registrierte Major Marks auf seinen Sensoren etwas Seltsames, was er sofort seinem Kommandanten mitteilte: „Sir, offenbar sind die feindlichen Jäger überwiegend unbemannt!“
„Was? Soll das etwa heißen, niemand fliegt diese Dinger selber?“
„Ja, General. Sie werden vermutlich nur nach einem Programm gesteuert…“
Da unterbrach der Kommandant der Daedalus: „Das gefällt mir absolut nicht! Ab sofort sollen sich alle unsere 302er nur noch um die Kreuzer und Shuttles der Wraith kümmern, die versuchen unsere Schiffe zu entern und uns somit vom Hals halten, damit wir die übrigen Basisschiffe endlich erledigen können! Mir reicht es nämlich so langsam!“
„Verstanden“, erklärte Captain Dolores, die diese Entscheidung des Generals schnell an alle Schiffe der eigenen Flotte, inklusive der F-302er-Geschwader weitergab.
Kaum wurde der Befehl umgesetzt, wurde der Kampf draußen im All noch heftiger. Denn die 302er ließen von den überwiegend unbemannten feindlichen Jägern ab und griffen in Staffeln die Kreuzer und Shuttles der Wraith an, die ihre Enterungstaktik noch weiterhin verfolgen wollten.
U.N.S. Panthalassa, Brücke
„Colonel Lewis, willkommen auf der Panthalassa! Es tut mir wirklich sehr leid, dass Ihre Crew und Sie die Troy, trotz des heftigen Kampfes gegen die Wraith, dann doch noch aufgeben mussten!“
„Danke, Brigadier General Rochelle! Danke, für ihre Hilfe! Der Kurs der Troy und auch eine automatische Feuerungseinstellung wurden von meinen Leuten kurz vor der nun abgeschlossenen Evakuierung eingegeben!“, erklärte die ehemalige Kommandantin der Troy, die nun sah, wie eben dieses Schiff auf die übrigen Basisschiffe der Wraith zu glitt. Dabei zuckten die blauen Strahlenblitze der Energiewaffen der Troy immer wieder auf die feindlichen Schiffe zu.
U.N.S. Troy, Brücke
Nachdem die Menschen das Schiff mit Hilfe der Panthalassa und der Beamtechnologie verlassen hatten, wähnten sich alle Wraith an Bord als Sieger.
„Arbeite schneller!“
„Ich tue was ich kann. Doch sind diese Eingaben durch einen Code geschützt. Einer Sprache, die wir noch nicht kennen. Es ist mir somit leider vollkommen unmöglich dieses Schiff der Menschen unter unsere Kontrolle zu bringen…“
„Dann verlassen und zerstören wir es, bevor es unsere Flotte erreicht und Schaden anrichten kann!“, ordnete der ranghöchste Offizier der Wraith an, während die ersten von ihnen schon eilig damit begonnen hatten, ihre schon sicher geglaubte Beute wieder zu verlassen.
U.S.S. Daedalus, Brücke
Die Lage für die gesamte Flotte der Menschen wurde so langsam von Minute zu Minute brenzliger.
Mit großer Zurückhaltung hatte General Steven Caldwell vor wenigen Minuten zur Kenntnis genommen, dass das eine Versorgungsschiff erfolgreich übernommen und alle Wraith mit Hilfe des Gases ausgeschaltet werden konnten, sowie auf der Gondwana, die von den Wraith geentert worden war. Zudem hatten alle registriert, dass sich die Wraith von der Troy offenbar zurückziehen wollten. Am liebsten hätte man sofort deren Verfolgung aufgenommen, doch wurde allmählich die Munition der F-302er knapp, weswegen man das Shuttle wegfliegen ließ. Im Gegensatz zu dem Kreuzer, der als er in einer günstigen Position gekommen war, zum Opfer von den Energiewaffen der Daedalus wurde.
Immer noch näherte sich die U.N.S. Troy, wie einprogrammiert in einem schnellen Tempo und noch immer feuernd, der übrigen Flotte der letzten Wraith. Aber das Schiff der Erde explodierte schließlich von Innen heraus, bevor es die feindlichen Schiffe erreicht hatte.
Als die Sicht wieder klar geworden war und auch die Bordinstrumente nicht mehr von irgendwelchen Störungen beeinträchtigt wurden, war der Kampf vorüber.
Mit erstaunten und überraschten Gesicht hatte sich General Steven Caldwell von dem Stuhl des Kommandanten erhoben, war zum Panoramafenster gegangen und sah hinaus ins All. Vor sich konnte er ein großes Trümmerfeld erkennen. Kein Schiff der Wraith, das noch funktionierte, mit Ausnahme des Versorgungsschiffes, welches von mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten der Menschen geentert und erobert worden war, schien sich noch draußen vor ihnen zu befinden.
„Ich will sofort wissen, ob alle Schiffe der Wraith durch unser eigenes Waffenfeuer und durch diese mehr als nur heftige Explosion der Troy wirklich zerstört worden sind!“, forderte Caldwell.
Kurz nachdem diese heftige Schlacht gegen die Wraith vorüber gewesen war, gingen bei General Steven Caldwell, dem Oberbefehlshaber über die Flotte der Menschen von Atlantis, und somit in der Pegasus-Galaxie, nach und nach immer noch die Schadens- und Verlustmeldungen seiner gesamten Flotte ein. Doch immer noch, wartete er auf den endgültigen Bericht des sehr personalstarken Enterungskommandos, welches sich an Bord eines Versorgungsschiffes der Wraith begeben hatte.
Schließlich meldete sich Captain Joshua Norris via Funk: „General Caldwell. Hier Captain Norris. Endlich kann ich Ihnen einen abschließenden Bericht über unseren Einsatz hier an Bord des Versorgungsschiffes, welches wir die Kennung Beta gegeben haben, geben, Sir! Also, wir haben bei der Eroberung dieses Schiffes der Wraith leider insgesamt 24 Tote und 43 Verletzte zu beklagen! An Bord dieses Versorgungsschiffes haben sich leider sehr viel mehr Wraith aufgehalten als wir ursprünglich erwartet hatten!“
„Was ist mit denen passiert, sowie den noch lebenden Wraith an Bord bei Ihnen?“
„Wir haben uns mit der Wraith-Besatzung hier an Bord ein ziemlich heftiges Feuergefecht geliefert, General! Der Kampf gegen diesen Feind war so ziemlich das Unangenehmste was ich in meiner bisherigen militärischen Laufbahn bislang auszufechten hatte, wie ich noch hinzufügen möchte! Zurück zum Thema: Wir haben mehrere hundert von ihnen für immer erledigt, und den Rest der überlebenden Wraith haben wir hoffentlich mit diesem Gas in harmlosere Burschen verwandelt! Wir suchen dennoch immer noch Sektion für Sektion und auch Deck für Deck das gesamte Schiff ab, um auch wirklich sicher gehen zu können, wirklich alle noch lebenden Wraith mit der Wirkung des Gases erwischt zu haben!“
„Wie ist der momentane Zustand des Versorgungsschiffes Beta, Captain?“
„Wir könnten durchaus tatkräftige Hilfe benötigen, denn wir sind Soldaten und keine Techniker für außerirdische Technologien! Wie steht es um unsere Flotte, General?“
„Die Troy ist zerstört worden! Die Gondwana ist schwer beschädigt und wird so gut es geht repariert, aber immerhin ist sie noch intakt genug um im Hyperraum zu reisen! Die Aurora weist erhebliche Probleme mit den Schilden auf, weil die Wraith-Jäger mit einer Welle von Kamikazeangriffen quasi einen ballistischen Angriff durchgeführt haben! Am besten haben die Panthalassa und die Chukov diese Auseinandersetzung überstanden! Die Daedalus weißt zum Glück nur leichte Schäden auf! Insgesamt haben wir fast ein Drittel unserer F-302er verloren und dadurch leider auch sehr viele unserer Pilotinnen und Piloten! Es war einfach verdammt sehr viel los dort draußen! Zudem gibt es leider auch auf allen Schiffen unserer Flotte mehrere Tote und Verletzte zu beklagen! Was mit der Flotte der letzten Wraith-Königin ist, versuchen wir immer noch zu ermitteln - was nicht leicht ist bei den vielen Millionen von Trümmern und Wrackteilen dort draußen!“, antwortete ein erschöpfter General Steven Caldwell, der sich mit den Unterarmen auf der Lehne seines Stuhles abstützte, während er nach wie vor wachsam hinaus ins All sah.
Atlantis-System
Atlantis, Kontrollraum
Viele sorgenvolle Minen schauten gebannt seit einigen Minuten schon auf den Monitor, denn man hatte immer noch keinen Funkkontakt mit der Flotte von General Steven Caldwell aufnehmen können. Deswegen, und weil offensichtlich keine Gefahr mehr durch die Orici und ihrer Flotte bestand, hatte sich Richard Woolsey nach einem Rat von John Sheppard entschieden und drei Schiffe zur Erkundung, und falls nötig auch zur möglichen Unterstützung, zu den letzten bekannten Koordinaten der Flotte, entsandt.
Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck
Die Zeit, die von Colonel Everett Young als Frist an Bord der Destiny ausgesprochen worden war, natürlich nur zuvor mit gemeinsamer Absprache mit Doktor Hank „Beast“ McCoy getroffen, war schon seit einiger Zeit verstrichen.
Viele der bekannten unterschiedlichsten Abschiedsszenen gab es natürlich an Bord des alten Antikerraumschiffes, dies war unausweichlich. Dabei versuchten die einen oder anderen, einige der anderen Weggefährten doch noch zur gemeinsamen Rückkehr auf die Erde und natürlich auch andersherum eventuell zum Bleiben auf der Destiny zu bewegen. Doch diese jeweiligen Versuche blieben überraschenderweise ohne jeglichen Erfolg.
Trinitatis, Kontrollraum
Dass es einige Zeit dauern würde bis alle Personen, die mit der Trinitatis zurück nach Hause auf die Erde reisen würden, wussten alle schon seit langem. Doch man würde sich nicht sofort trennen, sobald die Transfers beendet waren, denn man musste zunächst den in vergangenen Monaten sehr stark beanspruchten Antrieb der Trinitatis einen sorgfältigen Kontrolle unterziehen, bevor man den Rückflug beginnen und wagen konnte, denn man wollte nicht irgendwo in den Weiten des Universums stranden.
Andromeda-Galaxie
Omega-System
Orbit der Kolonialen Erde
Battlestar Pegasus, Adama‘ Quartier
Aber auch woanders im Universum wurde die Lage beziehungsweise der Zustand einer gesamten Flotte ganz genau überprüft.
Mit einem Glas Schnaps in der Hand und Colonel Saul Tigh, der ebenfalls eines hielt, an seiner Seite, ging Admiral William Adama die jüngste Inventur der gesamten Kolonialen Flotte durch, welche mittlerweile unter seinem Kommando stand. Diese wurde schon kurz nach ihrem Eintreffen in der neuen Heimat begonnen, und war erst kurz nach dem Abschluss der Verhandlungen mit der Delegation von der Regierung von Aurora beendet worden.
„Verdammter Mist!“, knurrte Husker missmutig. „Die Hälfte unserer Kampfsternflotte sowie fast die komplette zivile Flotte braucht dringend eine nötige Überholung, und sobald diese durch ist, müsste auch schon die andere ran!“
„Dafür bräuchten wir aber so einige Werften, wie früher die über Scorpia, Bill!“
„Ja, ich weiß. Die mit uns verbündete Erde von General Carter kann uns leider aktuell nicht dabei helfen eine zu bauen oder hierher zu verlegen, denn dort in der Milchstraße als auch in der Pegasus-Galaxie ist man selber immer noch mit notwendigen Reparaturen und Überholungen nach den erst jüngst zurückliegenden Kriegen gegen die Angriffe von mehreren feindlichen Invasoren beschäftigt.“
„Das ist kaum zu glauben, Bill. Von diesen Feinden, von denen wir von der Erde informiert worden sind, sind aus meiner Sicht sehr gefährlich. Aber diese Menschen haben sich trotz allen ganz gut bisher geschlagen, also von dem was ich selber bereits so gehört habe.“
„Ja, das ist richtig.“
„Also, was machen wir?“
„Unseren Job, wie sonst auch!“
„Ich verstehe“, nickte Saul verstehend.
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base, Stargateraum
Die schweren Kämpfe, auch hier auf dem Mars, waren schon seit einiger Zeit vorüber, doch gab es auch auf dem seit Jahren schon bewohnbar gemachten, einst roten und trostlosen kleinen Bruder der Erde Aufräumarbeiten, während der Regelbetrieb der Basis wieder aufgenommen worden war.
Gerade eben machte sich eine ganz besondere Gruppe im Torraum zur Abreise bereit, nämlich die Delegationen von zwei Königen, Adriana und noch ein paar SG-Teams, welche in Kürze schon gemeinsam mit Myrddin nach Camelot aufbrechen würden. Dort angekommen, würde der alte Antiker sich dann um die in einem Behälter gefangene Adria, den General Jack O‘Neill als Büchse der Pandora bezeichnet hatte, kümmern. Zudem hatte Myrrdin einer besorgten Adriana versichert, ihre Mutter nicht zu vernichten, sondern auf einem anderen Wege zu bestrafen.
Jack, der ebenfalls vor Ort und auch kurz vor der Rampe zum Sternentor stand, sagte erneut: „Ich persönlich halte das hier nicht für eine sonderlich gute Idee!“
Nachdem er dies gesagt hatte, übergab er einen speziellen Transportkoffer, in dem sich der Behälter mit Adria befand, einem SG-Teammitglied von SG-2.
Odyssee
Folge 7.15 “Vollkommener Triumph?, Teil 3”
Pegasus-Galaxie
Hyperraum
Mit maximaler Reisegeschwindigkeit flogen die drei unterschiedlichen Raumschiffe der Flotte, die von Richard Woolsey und John Sheppard entsandt worden war, fast ohne Pause zu machen, auf den äußersten Rand dieser Galaxie zu. Es würde aber dennoch trotz der Höchstgeschwindigkeit fast zwei volle Tage dauern bis die Battlestar Miranda, die R.F.S. Korolev II und die E.U.S. Justicia endlich an ihrem Ziel wären.
Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
gekapertes Versorgungsschiff der Wraith
Es war wirklich für niemanden keine sehr angenehme Arbeit, aber dafür umso mehr eine gute Tat, nämlich die verschleppten und gefangenen Menschen aus ihrer traurigen und lebensbedrohlichen Lage zu befreien. Die unendliche sowie große Dankbarkeit konnte man deutlich in den unzähligen Gesichtern, aber vor allem in den Augen derer sehen, die man aus den gruseligen Kokonen und beinahe eiskalten Zellen hatte bislang befreien können. Doch dass sich unter ihnen auch einige von jenen Menschen befanden, die die Wraith verehrten, sogar anbeteten und zu allem bereit waren, konnte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand von den Rettern ahnen.
Einige vom medizinischen Personal hielten genau fest, wie viele Personen man bislang befreit und auch medizinisch untersucht sowie betreut hatte. Es war erstaunlich, wie viele Leute man bis zu diesem Zeitpunkt schon bereits registriert hatte, denn bis zu diesen Moment hatte man, genau 1.524 Menschen aus ihrer misslichen Lage befreit.
U.S.S. Daedalus, Offiziersmesse
Zur selben Zeit hatte General Steven Caldwell zu einem Meeting aller Kommandanten geladen. Während der Besprechung an dem großen Tisch wurde eines sehr schnell klar, dass es vollkommen unmöglich war so viele Menschen auf die verfügbaren Schiffe der eigenen Flotte zu verteilen. Denn für einen so langen Flug und für so viele Personen, waren die vitalen Systeme der Schiffe der Menschen nicht ausgelegt, aber auch durch die Weltraumschlacht gegen die Wraith auch zum Teil in ihrer Leistung geschwächt worden.
„Niemand von diesen von uns befreiten Menschen wird aber noch lange auf diesem gespenstischen Versorgungsschiff der Wraith bleiben wollen!“, gab Admiral Sterling von der U.N.S. Gondwana zu bedenken.
Dem wurde sofort zugestimmt, weswegen man hoffte, dass bereits Hilfe von Atlantis aus unterwegs war, um dieses Problem schnellstmöglich zu lösen.
Doch für den Anfang wurde vereinbart, zumindest soweit Platz zu schaffen, um zumindest noch weitere Passagiere an Bord der jetzigen Schiffe in der eigenen Flotte aufnehmen zu können, sowie endlich eine sichere Verbindung zu Atlantis aufzubauen.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Deutschland, Hamburg
Auch in unserer Familie sowie im Freundeskreis ging endlich die alte Normalität weiter. Obwohl es natürlich immer noch sehr zahlreiche Anhänger der Orici auf der Erde, unter anderem natürlich auch in Deutschland und eben in Hamburg gab, die nach wie vor vehement die sofortige Freilassung ihrer Göttin Adria auf unzähligen Demonstrationen und Kundgebungen forderten. Daraufhin wurden sie von anderen Leuten natürlich sofort ausgelacht, denn sie meinten, dass man eine wahre Gottheit wohl nicht auf eine solche einfache Art und Weise fangen und dann auch einsperren könne, so wie Myrddin es ja vor kurzem getan habe.
Auf einer solchen Kundgebung waren dann auch schließlich meine Frau Jeanne Nicole Schneider/Nike, und ihre beste Freundin, Jasmin Nadine Ataya/Bastet, eingesetzt worden. Doch an diesem Tage war ich in der Nähe, weil mir die angespannte Lage, die nicht nur hier in Hamburg, sondern auf der gesamten Welt lastete, wo es nämlich die Anhänger von Adria gab, nicht sonderlich gefiel.
Zumindest gab es nicht viele, die behaupten konnten, Adria und ihre Tochter persönlich kennengelernt zu haben, so wie es Jeanne/Nike, Jasmin/Bastet und ich es konnten.
Zum Glück brauchte es eines Eingreifens von meiner Seite nicht, denn es blieb bis auf ein paar kleinere Rangeleien glücklicherweise friedlicher als zuvor gedacht. Dies lag wohl insbesondere auch an einer zuvor gemeinsamen Erklärung, die von der Generalsekretärin der UN, General O‘Neill, Myrrdin und dann auch noch von Adriana selbst, auf einer sehr sorgfältig vorbereiteten Pressekonferenz gegeben worden war.
Ziemlich spät am Abend erst, kehrten die beiden von ihren anstrengenden Dienst nach Hause zurück. Ihnen war klar, dass ich in der Nähe gewesen war, weil sie mich gesehen hatten.
„Es wird einige Zeit dauern bis diese religiösen Typen sich vollkommen beruhigt haben“, stöhnte Jasmin genervt.
„Stimmt dem auch Bastet und Nike zu?“
„Sehr witzig, Wolfrino!“, brummte meine Frau, die dann erklärte, sofort eines der beiden Badezimmer für die nächste Stunde in Beschlag zu nehmen. Kurz darauf verschwanden die beiden Frauen sich miteinander unterhaltend auch schon nach oben.
Somit genügend und eine ruhige Zeit für mich erst einmal den Fernseher anzuschalten, und dann auch noch nebenbei die herumliegenden Zeitungen zu studieren.
PX1-767
Camelot, König Artus‘ Burg, Merlins Labor
Es kam nur ganz selten vor, dass der alte Antiker andere Personen in seine Laborräume ließ. Somit war es für alle ein ganz besonders und großes Privileg, einmal hier in diesen Räumen sein zu dürfen.
Als man den Transportkoffer öffnete, stellte man mit Unbehagen fest, dass der Behälter, in dem man die Orici Adria eingefangen und eingesperrt hatte, immer stärker rot zu glühen begann.
„Sie ist wirklich sehr, sehr stark und mächtig! Wir müssen uns daher beeilen, und zwar unverzüglich, sonst wird sie uns alle vernichten!“, brummte Myrddin, der keine Lust hatte sich die Hände zu verbrennen, daher seine telekinetischen Kräfte gebrauchte, um den Behälter in eine stark kühlende Flüssigkeit eintauchen zu lassen. Und siehe da, das Glühen ebbte darauf ein wenig ab und es stieg ein dampfender Nebel auf.
„Gut nur, das niemand direkt diese Büchse angefasst hat“, stellte Artus mit großer Sorge fest als er die Dampfschwaden sah, die emporstiegen.
Darauf erkundigte sich Adriana: „Wie lange wird es dauern bis meine Mutter wieder ein sterbliches, menschliches Wesen ist?“
„Ist schwer zu sagen. Dadurch das die Lade der Wahrheit zerstört worden ist, bezieht Eure Mutter natürlich immer noch sehr viel Energie von sämtlichen Gläubigen“, lautete die Antwort des alten Antikers, während er schon dabei war mit Hilfe seines neugeschaffenen Repositoriums eine neue Lade der Wahrheit sowie einen weiteres Artefakt für die Umsetzung seines Planes zu erschaffen, damit die Orici Adria nie wieder eine Gefahr für das Universum sein konnte.
Aber dies würde einige Zeit dauern. Und bis dahin galt es irgendwie darauf zu achten, dass es Adria nicht gelang sich aus ihrem Gefängnis zu befreien. Daher wurden noch einige Vorrichtungen aktiviert, die genau dieses verhindern sollten.
Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
U.S.S. Daedalus, Brücke
Gerade eben hatte General Steven Caldwell mit einem müden Gesichtsausdruck einen weiteren Zwischenbericht abgezeichnet, den man ihm vorgelegt hatte. Denn man war nach wie vor dabei, Platz für die befreiten Menschen vom Versorgungsschiff der Wraith, an Bord der Schlachtkreuzer der Pegasus-Flotte, zu schaffen. Dennoch wurden parallel dazu, bereits die ersten Menschen auf der Daedalus, der Aurora, der Gondwana, der Chukov sowie der Panthalassa untergebracht.
Gekapertes Wraith-Versorgungsschiff
Das freigesetzte Gas hatte natürlich nicht alle Wraith an Bord des Raumschiffes erreicht, denn einige von ihnen hatten sich weit genug von dessen Wirkungskreis aufgehalten, die sich zudem in einer gesonderten Kammer zurückgezogen hatten. Deswegen stieß eines der Such- und Sicherungsteams auf über ein Dutzend stark bewaffnete Wraith-Drohnen, die von ebenfalls drei schwer bewaffneten Offizieren angeführt wurden. Offenbar hatten sie vor, das Schiff mit aller Gewalt wieder zurück unter ihre Kontrolle zu bringen.
Ori-Galaxie
Celestis, Verlies
„Was ist Sie denn nun? Wo bleibt Eure allmächtige Göttin, die Orici Adria?“, brummte Ba‘al, dessen Stimme mittlerweile schon wieder leicht hämisch klang, und das obwohl gerade eben der Doci höchstpersönlich vor seiner Zelle erschienen war.
„Sie wird schon sehr bald hierher in die Heilige Stadt zurückkehren, denn Sie ist noch nicht fertig mit Dir, falscher Gott!“, antwortete der oberste der Priore, dem die Nachricht des Verschwindens von der Orici noch immer nicht erreicht hatte.
„Na schön, ich kann ja hier warten. Aber ich habe Hunger! Bekomme ich etwas zu Essen, oder ist das eine Form der Gastfreundschaft von Euch, einen armen Gefangenen in seiner Zelle verhungern zu lassen?“
Der Doci schaute wortlos den gestürzten obersten Systemlord noch kurz an, dann drehte er sich auch schon wieder um, ging in würdevoller Haltung davon, ohne auch nur ein Wort zu sagen.
„Unverschämtheit!“, stellte Ba‘al auf Grund dieses unmöglichen Verhaltens bloß nur noch fest, während er dem obersten Prior der Orici mit einem grimmigen Blick nachsah.
Kurz darauf begab er sich wieder auf die sehr harte Holzbank, auf der er nur selten Ruhe und wirklichen Schlaf fand, um seine Augen zu schließen und an die alten vergangenen glorreichen Zeiten zu denken.
Weit entfernte Galaxie
Destiny, Observationsdeck
Jetzt erst hatte Jack Dalton seine beiden ältesten Freunde, Peter Thornton und Angus MacGyver, auf dem Treffpunkt entdeckt. Der Mann mit dem Schnauzbart, der stark nun seit Jahren auch abgenutzten Pilotenmütze und Pilotenjacke atmete für einen Moment beruhigt auf. Richtig erleichtert war er jedoch erst als er dann die beiden ebenfalls mit ihren Reisetaschen sah.
„Ich dachte schon ihr zwei lasst mich dieses Mal wirklich im Stich“, meinte er, was sich schon beinahe wie eine Anklage anhörte.
„Nein. Es geht bei mir in erster Linie um die Familie“, erklärte Mac, der dabei natürlich auf die Beziehung seines Sohnes mit Mei Jan Bezug nahm.
Darauf sagte dann Pete: „Und ich will endlich meine wohlverdiente Rente genießen! Also Golf spielen, Angeln…“
„Angeln!? Wirklich, Pete?“
„Äh, ja. Natürlich, MacGyver... also wirklich… Ich bin doch sehr viel besser geworden, das musst auch Du zugeben.“
„Die letzte Gruppe bereitmachen zum Transport auf die Paris!“, meldete eine Stimme aus dem Lautsprecher.
Kurz darauf, wurden die drei Freunde auch schon, mit einigen anderen Personen, vom Observationsdeck der Destiny weg und auf die E.U.S. Paris, einen Schlachtkreuzer der BC-304-Klasse gebeamt.
Rand der Pegasus-Galaxie
Flotte der Menschen
Gekapertes Wraith-Versorgungsschiff
Allmählich wurde die Lage für die Menschen, die auf dem Versorgungsschiff der Wraith stationiert waren, immer brenzliger. Dies lag natürlich daran, weil die überlebenden Wraith schließlich eine der vielen Konsolen erreicht hatten, mit deren Hilfe sie auch von dort aus das Schiff kontrollieren konnten, und zwar komplett. Ein Team, welches sich in dem Bereich des Raumschiffes befand, wo sich auch der Hyperrantrieb des Wraith-Schiffes befand, musste dann eine brisante und lebensgefährliche Entscheidung treffen, nämlich eine Ladung Sprengstoff anbringen und dann auch noch unter großer Bedrängnis zünden.
„Der Sprung in den Hyperraum ist nicht erfolgt! Es gab eine Explosion in der Nähe der Sektion des Hyperraumgenerators. Die Menschen haben den Versuch, endlich zu unserer Königin zu gelangen, somit vorerst erfolgreich sabotiert!“
„Können wir dennoch das Schiff irgendwie manövrieren? Und ganz wichtig: Haben wir auch die Kontrolle über die vitalen Systeme?“
„Jawohl, Commander.“
„Ausgezeichnet! Zwingen wir sie von Bord! Und dabei steuern wir unser Schiff in den Nebel dort direkt vor uns!“
Ohne etwas darauf zu erwidern, begannen die anderen Wraith-Offiziere auch schon die erteilten Anordnungen auszuführen, während natürlich die Wraith-Drohnen immer noch die Umgebung absicherten.
E.U.S. Aurora, Brücke
Dadurch dass das von Oberst Juliane Girotti kommandierte Raumschiff am dichtesten an dem Wraithschiff dran war, bekamen sie es auch als Erste mit, nämlich dass sich dort etwas tat.
„Moment Mal. Was ist denn jetzt los? Das Versorgungsschiff der Wraith beschleunigt! General Caldwell, sehen Sie das auch?“
„Leider ja, Oberst Girotti. Ich habe aber noch keinen Befehl dazu gegeben, die Position des Schiffes zu verändern, damit wir ungestört arbeiten können… Augenblick ich höre gerade, dass eine Kommunikation mit unseren Leuten dort momentan nicht mehr möglich ist! Moment, wir werden gerufen… Es sind die Wraith!“
U.S.S. Daedalus, Brücke
„Bist Du der Anführer dieser Menschenflotte?“, fragte der Wraith, der Commander des Versorgungsschiffes grimmig fauchend.
„So ist es, General Steven Caldwell, United States Air Force, Kommandant der Daedalus und Oberbefehlshaber der Flotte in der Pegasus-Galaxie!“
„Ihr werdet uns unsere Beute augenblicklich wieder zurückgeben, oder wir werden dieses Schiff mit all Ihren Leuten hier an Bord sprengen! Diese Explosion wird dann auch Ihre übrige Flotte in eine sehr große Mitleidenschaft ziehen!“, warnte der Commander der Wraith ohne große Umschweife.
Niemand konnte einschätzen, ob es sich nur um einen verzweifelten Bluff des Wraith handelte oder er es absolut ernst damit meinte. Darum hoffte General Caldwell, dass sich bereits seine eigenen Leute mittlerweile in allen Puddle Jumpern auf den Rückzug zurück zur eigenen Flotte befanden.
Ihm wäre es natürlich nur allzu Recht, wenn die Wraith sich selber zerstören würden, denn entkommen lassen durfte er sie auf keinen Fall. Steven hatte nur ein Problem, dass sich an Bord immer noch zahlreiche Menschen befanden, denen man nun nicht mehr helfen konnte, und ein weiterer Kaperungsversuch des Wraith-Schiffes kam für ihn nicht in Betracht.
Über Subraum erreichte General Steven Caldwell die erlösende Nachricht, dass sich eine kleine Flotte aus Atlantis ihrer aktuellen Position mit Eiltempo näherte. Dies waren gute Neuigkeiten, denn dadurch konnte man natürlich die vielen befreiten Menschen auf noch mehrere Raumschiffe verteilen. Doch würde deren Ankunft noch einige Zeit dauern.
Ori-Galaxie
Celestis, Verlies
Zu seiner Überraschung erhielt Ba‘al an diesem Tag eine weitere warme Mahlzeit. Offenbar sah der Goa‘uld nun doch noch, vollkommen eine unerwartete Möglichkeit in greifbarer Nähe, um seine aktuelle Lage zu verbessern.
Er nahm also von den gereichten Speisen einige Bissen, trank dazu einige sehr kräftige Schlucke von dem Wasser aus dem dazu bereitgestellten Krug, ehe er sich dann einige Minuten später schließlich vollkommen unerwartet, scheinbar unter heftigen Schmerzen zu winden begann.
Irritiert davon öffnete der Krieger, der ihn bewachte die Zellentür, trat ein und an Ba‘al heran.
Ein schwerer Fehler. Denn Ba‘al, der nur ein sehr perfektes Theaterstück vorgeführt hatte, reagierte nun blitzschnell, packte sich den Mann, dem er das Genick brach. Er erhob sich dann wieder, schritt dann anschließend vorsichtig zur Zellentür. Niemand war draußen zu sehen. Der Goa‘uld grinste zufrieden, dann wandte er sich mit einem ernsten Gesicht zu den Krieger der Orici um, den er gerade ins Jenseits befördert hatte.
‚Zeit für einen längst überfälligen Kleiderwechsel!‘, dachte Ba‘al, der sofort damit begann zunächst seinem Opfer die Rüstung, Kleidung und sämtliche Ausrüstung, darunter natürlich auch die Waffen abzunehmen, bevor er sich anschließend selber entkleidete, dann die Rüstung des von ihm getöteten Orici-Kriegers anlegte. Zum Schluss bekleidete er den Toten so schnell er konnte mit seiner verschlissenen alten Kleidung, die er seit seiner Gefangennahme nicht mehr hatte wechseln können.
Er positionierte den toten Mann so in einer Ecke auf der Holzbank so, dass es so aussah als würde jemand vor sich hindösen.
Ba‘al besah sich dann noch einmal für einige Sekunden sein vollbrachtes Werk, dachte hämisch grinsend schließlich: ‚Perfekt!‘
Danach verließ und verschloss er zügig die Zelle, um sich mit aller notwendigen Vorsicht seinen Weg in die eben neu gewonnene Freiheit zu suchen.
Rand der Pegasus-Galaxie
Wraith-Versorgungsschiff, Hangar
Mit großen und stetig größer gewordenen Schrecken registrierten alle Menschen, die sich in den 24 Puddle Jumpern befanden, dass die Zugänge des Hangars, die nach draußen ins All führten verschlossen waren. Noch waren sie alle getarnt, doch sobald sie Drohnen abfeuern würden, um sich somit einen Ausgang aus dem Wraithschiff zu bahnen, würden die Wraith ganz genau wissen, wo ungefähr sich die Menschen befinden würden.
Kommandobrücke
„Was macht der Hyperantrieb?“
„Der ist immer noch beschädigt. Doch funktionieren mittlerweile die Unterlichttriebwerke. Dies könnte genügen, um uns vor den Menschen zurückzuziehen, Commander.“
„Gut. Was ist mit den Atlantern, die sich immer noch vor uns verbergen?“, fragte der Kommandant des Wraithschiffes einen anderen Offizier.
„Wir durchsuchen immer noch das gesamte Schiff nach ihnen, da…“
„Ich will dass diese Menschen unverzüglich gefunden und festgesetzt werden!“, zischte der höchste Offizier der Wraith allmählich immer mehr unhaltend werdend.
