[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#61
Hallo, es ist soweit, wir sind endlich bei der 8. Staffel angelangt Smile . Die nächsten drei Folgen, folgen dann am 11., 15. und 18. Februar, bevor es dann am 22.02.´26 mit den neuen Episoden in einem 3 Wochen-Rhytmus bis zur Folgen-Nummer 8.10 weitergeht Cool , denn danach gibt es einen leicht abgeänderten Angel

Odyssee
Folge 8.01 - “Ein letzter Gruß?, Teil 2“

Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Haus von Maryann Wallace

Mit zittrigen Fingern bewegte Maryann Wallace sehr langsam die Maus auf die eine neue Datei des mobilen Datenträgers zu, wo der Name ihres Sohnes stand. Es gab aber noch zwei weitere Dateien auf dem USB-Stick. Auf einer davon stand der Name von Colonel Everett Young und auf der anderen der von Doktor Nicholas Rush.
Doch sie wollte natürlich zunächst endlich erfahren, was ihr Sohn Eli ihr mitzuteilen habe, und klickte daher auch jene schließlich an.

Ein neues Fenster öffnete sich, der zugleich mit einem beigefügten Vermerk den Beginn des aufgezeichneten Videos ankündigte. Ihr Sohn Eli Wallace war durch ein Bild, schon bereits vor der eigentlichen Wiedergabe der Aufzeichnung zu sehen. Die Frau zögerte noch einige Sekunden, atmete noch ein letztes Mal tief durch, dann startete sie das Video dann doch, welches eindeutig an Bord der Destiny, und zwar auf dem Observationsdeck, aufgezeichnet worden war.

„Hi, Mom! Ich bin es Eli. Sieht man ja, nicht wahr!?“, sagte der junge Mann, der dabei offenbar mehr als nur gutgelaunt in die Kamera winkte.

„Hallo Eli!“, flüsterte Maryann, die ebenfalls instinktiv einmal kurz zurückwinkte, obwohl sie wusste, dass es nur ein Video war.

„So. Es ist leider sehr viel an Zeit vergangen, seitdem wir irgendwie die Möglichkeit hatten eine Nachricht oder interessante Neuigkeiten miteinander auszutauschen, weil ja die Entfernung zwischen der Erde zu uns auf der Destiny schließlich dann eines Tages zu groß geworden ist, weshalb vermutlich die Kommunikationssteine ja auch nicht mehr funktionieren. Neuerdings kam die Theorie auf, dass sie auch nicht mehr funktionieren könnten, da Hintergrundstrahlung oder etwas Vergleichbares sich auf diese Technologie auswirken könnte, deren Quelle wir uns ja immer weiter nähern… Ich habe gehört, dass Du jetzt Ministerin geworden bist und Chloes Mutter Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika geworden ist. Ganz schön abgefahren… Herzlichen Glückwunsch, Mom! Dies würde ich Dir natürlich auch sehr gerne persönlich sagen! Dich umarmen! Doch wir sind, sind schon wirklich so nah am Ziel. Ich weiß, dass Du vermutlich enttäuscht darüber bist…“

„Oh, Eli! Nein, das bin ich nicht…“, flüsterte Maryann mit seit einigen Sekunden feuchten Augen, die bereits den entscheidenden Satz erahnte.

„…, denn ich bleibe hier - auf der Destiny! Es wird noch so in etwa drei ganze Monate dauern, dann haben wir mit der Destiny hoffentlich und endlich das Ziel der langen Reise erreicht. Was dann passieren wird? Keine Ahnung! Du fragst dich bestimmt: Wieso denn dann meine Entscheidung hier auf der Destiny zu bleiben? Nun ja, es sind so viele Leute aus unserer Mannschaft verloren gegangen, werden vermisst oder sind sogar gestorben. Auch sind natürlich darunter Menschen dabei, die auch mir nahe waren. Ich will aber auch einfach endlich wissen, weshalb das alles in den letzten Jahren passiert ist! Und vielleicht, und Doktor Rush ist sich da mehr als nur sicher, finden wir am Ziel dieser Mission, im Zentrum des Universums, die lang gesuchten Antworten…“

Stumm hörte Maryann Wallace tapfer der weiteren Botschaft ihres Sohnes weiterhin zu. Der Balken am unteren Rand des Bildschirms zeigte an, dass sich diese Videonachricht mit einer Gesamtlaufzeit von etwa einer halben Stunde allmählich ihrem Ende näherte.

„… ich will, dass Du eines weißt, Mom: Ich liebe Dich! Ich danke Dir auch für all die große Geduld, die Du mit mir gehabt hast, obwohl ich so ein schwieriger Fall war, wenn man meinen Eifer auf der Suche nach einem Job betrachtet! Und eines ist auf jeden Fall gewiss, nämlich dass wir uns, egal wie die Sache hier mit der Destiny ausgehen wird, wiedersehen werden! Ich fühle es geradezu tief in mir, dass es so ist! Wir sehen uns also, Mom! Ich liebe Dich!“

Mit einem letzten kurzen Satz des Liebesbeweises endete die Botschaft, die Eli seiner Mutter hatte zukommen lassen.

Maryann Wallace hatte das letzte Bild angehalten, streckte ihre rechte Hand danach aus und streichelte gefühlvoll über den Monitor über das Gesicht ihres Sohnes, und sagte mit leiser Stimme dabei: „Oh, Eli! Ich bin ja so stolz auf dich, mein Junge!“

Kurz darauf nahm sie sich auch schon dann die Botschaft vor, die Doktor Nicholas Rush hatte hinzufügen lassen. Diese war recht kurz, denn sie dauerte nur etwas mehr als fünf Minuten. In seiner kurz gehaltenen Einführung entschuldigte sich der Wissenschaftler, dass er ihr, Maryann Wallace, das Kind genommen hatte.

Doch er war in seiner Botschaft auch sehr stolz auf Eli, denn er sagte: „… ich hätte Eli Wallace wirklich sehr gerne als einen meiner Studenten gehabt. Ein Student, den ich leider durch diese missliche Situation erst dann erhalten hatte, in die wir durch den Angriff der Luzianer Allianz geraten sind…“

Die Botschaft von Doktor Nicholas Rush an die Mutter von Eli Wallace war eine der wenigen, die der Wissenschaftler hatte aufzeichnen und überbringen lassen. Aber eine Nachricht, die Maryann Wallace allerdings beinahe lautlos zur Kenntnis genommen hatte. Überwiegend nickte sie dennoch nur anerkennend und erleichtert, wobei sie leise sowie unverständlich flüsterte: „…na ja, wurde ja auch langsam Zeit, dass Sie es anerkennen, Doktor Rush… wenigstens hat Eli eine Tätigkeit, die er mehr als nur gerne macht… schönes Lob…“

Sofort danach nahm sie sich auch noch die Botschaft von Colonel Everett Young vor, der wohl mit die meisten Videos mit Nachrichten an alle Angehörigen der Destiny-Besatzung gemacht hatte.

In seinen Worten hielt er sich sehr kurz, wobei er aber Eli Wallace im Ganzen nur loben konnte:
„… die meisten sind wirklich sehr froh darüber ihn an Bord der Destiny zu haben - ich gehöre dazu! Dies trifft sogar auf Doktor Rush zu, der es aber nur recht selten öffentlich zeigt. Ihr Sohn hat wirklich immer wieder sehr kreative Ideen, geht des Öfteren mutig voran, nimmt an Missionen teil und ist, wie schon bekannt ist, sehr intelligent! Sollten wir eines Tages endlich zur Erde zurückkehren, ist er auf jeden Fall ein Kandidat für mehrere Auszeichnungen! Gott sei mit Ihnen, Misses Maryann Wallace!“

Später stellte sich heraus, dass Sharon Walker, die Lebensgefährtin von Camile Wray, eine ähnliche Botschaft erhalten hatte. Doch fügte Sharon hinzu, dass Camile nur positive Worte über Eli mitgeteilt und gewünscht hatte, eben diese an dessen Mutter auszurichten.

Weißes Haus
Oval Office

Auch der Besuch von General Jack O‘Neill, doch dieses Mal aber natürlich in Begleitung seiner Adjutantin Major Lauren Perry, und dazu natürlich in seiner verhassten blauen Paradeuniform der United States Air Force, bei Präsidentin Patricia Armstrong war sehr kurz. Er dauerte jedoch nicht einmal eine halbe Stunde.
Für dieses vertrauliche Vier-Augen-Gespräch waren alle anderen Personen aus dem Oval Office geschickt worden. Nachdem der Leiter des Homeworld Command gegangen war, verfügte die Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, so lange nicht gestört werden zu wollen bis sie ein Zeichen gab, dass man wieder das Oval Office betreten dürfe.

Beinahe komplett still war es im Büro der Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen, so ruhig, dass man eine kleine Stecknadel hätte zu Boden fallen hören, während Patricia Armstrong sich die Botschaften ansah, die ihr ihre Tochter Chloe als auch Colonel Young hatten zukommen lassen.

Dicke, große Tränen der Enttäuschung rannen der leidgeprüften Frau schließlich über die Wangen, weil sie gerade eben erfahren hatte, dass sich ihr einziges Kind nicht an Bord der Trinitatis befinden würde, die sich ja bekannterweise schon mittlerweile auf dem Rückweg zur Erde befand. Doch ein Lächeln von der Frau kehrte dennoch zurück, da der Kommandant der Destiny anerkennende Worte für Chloe Armstrong in einer kurzen Botschaft mitteilte.

Haus der Youngs

„Sie brauchen mir nichts weiter zu sagen, General. Ihr Kommen sagt mir nur eines, nämlich dass Everett nicht mehr wiederkommen wird!“, wusste Emily Young sofort, nachdem es an der Tür geläutet, sie diese geöffnet und Jack O‘Neill erkannt hatte.

„Ich weiß selber nicht viel“, versicherte und gestand sofort der General, „nur eines ist sicher, dass es nämlich so einiges an aufgezeichneten Botschaften an die nächsten Angehörigen und Freunde von der Besatzung auf der Destiny gibt. Der Inhalt wurde nicht gesichtet, weil ja das ganze Programm und die Geschichte mit dem Stargate schon seit vielen Jahren, seit dem Krieg gegen die Luzianer Allianz, auf der gesamten Erde bekannt ist…“
„Und?“, unterbrach Emily fragend, die ihre Arme vor der Brust verschränkt hatte. „Everett hat mir damals, seit dem ersten Kontakt mit diesen Kommunikationssteinen versprochen, eines Tages wieder nach Hause zu kommen!“
„Ich weiß. Alle hatten oder haben natürlich immer noch die Hoffnung irgendwann wieder heim auf die Erde zurückzukehren. Dieser Datenträger hier, dieser USB-Stick ist für Sie, Misses Young!“, versuchte Jack zu erklären.

Doch Emily Young blickte nur äußerst skeptisch weiterhin auf den kleinen Gegenstand, den USB-Stick, der in der Hand des Mannes lag, der vor ihm stand. Die Frau wusste, dass dem Militär immer mehr bekannt war, als es wirklich bereit war zuzugeben. Es kostete ihr eine sehr große Überwindung, den Datenträger aus der Hand des Besuchers schließlich entgegenzunehmen.

Verlegen schauten sich die beiden Erwachsenen, die sich in den letzten Jahren seit dem Verlust der Icarus-Basis immer besser kennengelernt hatten, noch einige sekundenlang wortlos an.

Jack beschloss deswegen besser sofort aufzubrechen, doch Emily sagte schließlich, für ihn vollkommen überraschend: „Wollen Sie nicht einen Moment reinkommen?“
„Nun ja, Miss Young. Ich habe schon bereits Maryann Wallace, Sharon Walker, sowie auch unserer Präsidentin, sowie nun jetzt auch Ihnen diese Botschaften allesamt persönlich überbracht. Und habe natürlich auch alle Aufgesuchten alleine gelassen, damit sie ungestört sind“, antwortete der Leiter des Homeworld Command.
„Und Sie wissen wirklich nicht, was sich auf hier drauf befindet?“
„Jipp!“
„Nun gut. Ich werde mir ansehen, was sich hier drauf befindet. Gehen Sie, wenn sie es wirklich unbedingt müssen, General. Doch ich werde mich bei Ihnen melden! Schon sehr bald!“, kündigte Emily an.

Kurz darauf verabschiedeten sich die beiden schließlich doch voneinander, und Jack O‘Neill kehrte mit einem sehr seltsamen Gefühl im Bauch zu seinem Fahrzeug zurück.



2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Orbit der Novus-Kolonie Solon
Trinitatis
Konferenzraum

Viele Informationen gab es nicht, die die Erkundungsteams in der Besprechung mitteilen konnten. Nur einige Botschaften der Ältesten von den Siedlungen und Städten wurden durch sie, die Teamleiter, nach und nach übermittelt.

„Uns werden also immerhin einige weitere hundert Menschen zurück zur Erde begleiten“, fasste Doktor Hank McCoy schließlich die aktuelle Lage zusammen.
„Das sind trotz allem nicht gerade wenige. Die anderen wollen hier weiterhin unter dem Schutz der Truppen der Orici ausharren. Eine neue Form einer Gesellschaft gründen“, teilte Doktor Daniel Jackson mit, der nach wie vor sehr beunruhigt über diese, natürlich für die Erde, aktuelle Entwicklung war.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Washington D.C.
Haus der Youngs

Langezeit hatte sie den USB-Stick beiseite gelassen, doch nun hatte die Neugier schließlich dennoch gesiegt. Emily startete den Laptop, schloss den Datenträger an, bewegte die Maus und öffnete die einzige Datei, die sich darauf befand. Auch würde sie natürlich ihre beim Abschied ausgesprochene Ankündigung, die sich in den Ohren von General Jack O‘Neill wie eine Drohung angehört haben musste, in die Tat umsetzen, sobald sie den Moment dafür gekommen sah.

„Hallo Emily! Ich weiß, es ist in der Tat sehr lange her, dass es von mir irgendwelche persönliche Informationen an Dich gegeben hat. Ich bin Dir zunächst einmal zutiefst dankbar, dass Du die Scheidung erst einmal zurückgezogen hast, trotz der Vielzahl von Fehlern, die ich in der Vergangenheit begangen hatte. Dabei meine ich natürlich mein Verhältnis zu Lieutenant Tamara Johansen, mein Verhalten bei einigen Besuchen mit Hilfe dieser verdammten Kommunikationssteine, die seit einigen Wochen oder gar auch Monaten schon nicht mehr funktionieren…“

Emily stoppte abrupt das laufende Video. Sie überlegte, sollte sie noch fortfahren oder doch lieber an dieser Stelle abbrechen. Die ganze Zeit über, hatte sie nicht nur auf die Worte ihres Mannes, sondern auch auf seine gesamte Gestik, seine Körperhaltung und Mimik geachtet.

Die Frau atmete kurz durch, dann klickte sie wieder auf das PLAY-Symbol.

„…ich weiß, dass ich Dir versprochen habe zurückzukehren, und dies werde ich auch eines Tages tun. Es wäre daher schön, wenn Du trotzdem noch weiterhin auf mich warten würdest… Aber nur, wenn Du es willst, denn…“

„Everett!“, zischte Emily Young, an dieser Stelle, weil sie zunächst natürlich von großer Enttäuschung ergriffen und frustriert war, doch dann entspannten sich  sehr schnell wieder ihre Gesichtszüge, weil sie den Anführer, der in ihren Mann steckte, gut kannte. Sie atmete noch einmal kurz durch, sah sich den Rest der Botschaft von Colonel Everett Young an.

Emily stand sofort nach dem Schluss des Videos auf und schritt zum Telefon. Sie nahm es in die Hand, wählte die eingespeicherte Nummer von General O‘Neills Büro.

Cheyenne Mountain Complex
Homeworld Command
Ebene 27, O‘Neills Büro

„Homeworld Command. Büro des Kommandeurs General O‘Neill. Sie sprechen mit seiner Adjutantin, Major Perry.“
„Hier ist Emily Young, die Ehefrau von Colonel Everett Young. Ich würde gerne mit General O‘Neill sprechen.“
„Bedauere, Misses Young. Aber General O‘Neill ist immer noch nicht zurück in der Basis, ich werde…“
„Nicht nötig, Major. Ich rufe später selber noch einmal an, bis ich ihn am Apparat habe“, kündigte Emily an.
„In Ordnung, Ma‘am“, verstand Lauren sofort, die danach das Gespräch mit der Anruferin beendete und den Hörer wieder aufgelegt hatte.



Andromeda-Galaxie
Omega-System
Koloniale Erde
Südliche Hemisphäre
Ilion, Stargate-Raum/Kontrollraum

Man war natürlich sehr überrascht davon gewesen, dass sich die Besatzung der Trinitatis bei ihnen gemeldet hatte, wenn auch nur sehr kurz. Denn der Kontakt dauerte nur gerade einmal drei Minuten, dann hatte sich das Sternentor auch schon wieder geschlossen. Doch man war zum Glück ein wenig darauf vorbereitet gewesen, weil man Nachricht von der Stargate Command Base vom Mars aus der Milchstraße erhalten hatte, dass sich eben das Team um Doktor Hank McCoy auch schon gemeldet hatte. Deswegen konnte man dann selber eine Übertragung mit den neuesten Informationen durch das geöffnete Gate schicken konnte, ehe es sich wieder geschlossen hatte.

„Hier in dieser Übertragung sind natürlich so einige Nachrichten für die Angehörigen unseres Volkes enthalten, die sich an Bord der Trinitatis oder noch immer an Bord der Destiny befinden, um die Mission der Destiny bis zum Schluss zu begleiten. Wir haben den Auftrag von Colonel Young und Miss Wray erhalten, eben genau diese persönlichen Botschaften, an die entsprechenden Personen so schnell es geht, weiterzuleiten“, fasste der, von der Crew der Concordia, eingearbeitete koloniale Tortechniker den erhaltenen Inhalt der Nachricht kurz zusammen.



2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Orbit der Novus-Kolonie Solon
Orici-Mutterschiff, Brücke

Der Prior, der das Schiff steuerte, konnte den Inhalt der eingegangenen Benachrichtigung nicht so wirklich akzeptieren und schon gar nicht glauben. Diese war ja nämlich von der Trinitatis weitergeleitet worden, nachdem man diese zunächst von Ilion empfangen hatte.

„Dies ist eine infame Lüge, um den Glauben an unsere Göttin zu erschüttern! Doch wir werden nicht wanken!“, lautete seine aufgebrachte Reaktion, nachdem er den ersten Abschnitt dieser Botschaft gelesen hatte.
„Aber hier steht, dass es sogar von unseren Gläubigen bestätigt wird, erhabener Prior“, erwiderte der oberste Kommandant der Truppen an Bord, der sich ebenfalls die Nachricht die Nachricht durchgelesen hatte.
„Es sind falsche und erzwungene Aussagen, die von all den Ungläubigen von der Erde stammen! Mit dem nur alleinigen Ziel, die einzigwahre Macht und Wahrheit im Universum, geführt, verkündet und geleitet von unserer großen Göttin, zu unterminieren oder sie gar auslöschen sollen!“, erklärte der Prior daraufhin.
Doch der ranghöchste Soldat an Bord des Orici-Mutterschiffes war noch nicht fertig, denn er fuhr fort unbeeindruckt fort: „Es wurde aber bereits eine Suche gestartet, um den Ort zu finden, wohin man unsere Göttin geschickt hat…“
„Genug jetzt! Schweigt auf der Stelle!“, ordnete der Prior wütend an. Abermals und jetzt aber bis zum Ende nun, las er dann die erhaltene Botschaft vollständig, wobei er auf einen eindeutigen Vermerk stieß, dass es wohl trotzdem wahr sein musste, denn weil es auch unter anderem Adriana es beglaubigt hatte, könne sich aber an nichts erinnern, also keine Sternenkonstellationen oder dergleichen die einen wichtigen Hinweis auf den Verbannungsort von Adria liefern können.

„Nun gut. Dann sei es also so: Wir werden uns natürlich dieser Heiligen Suche zu unserer Göttin sofort anschließen, um sie aus ihrer Verbannung zu holen! Danach wird uns unsere Göttin den Weg wieder im vollen Licht der Wahrheit zeigen!“, entschied der Prior nach einer kurzen Überlegung schließlich.

Trinitatis
Kontrollraum

Man registrierte beinahe mit Erleichterung, dass sich das Mutterschiff der Orici endlich in den Hyperraum zurückgezogen hatte. Doch was es letzten Endes für die Menschen auf dem Planeten Solon bedeuten würde, konnte niemand wissen. Auf dem Bildschirm, der die Aktivitäten in der unmittelbaren Umgebung dieser Galaxie anzeigte war schließlich zu erkennen, dass sich offenbar die gesamte hier befindliche Flotte, der gestürzten Göttin Orici Adria, in Bewegung gesetzt hatte.

Schon  bereits nur wenige Stunden später, schienen sich alle Schiffe dieser Flotte an nur einem bestimmten Punkt dieser Galaxie gesammelt zu haben. Und zwar befand sich jener am äußersten Rande dieser Galaxie, des gerade noch zu überwachenden Bereiches der Tiefraumsensoren.

Man war darüber mehr als nur ein wenig irritiert, weshalb man natürlich sehr schnell Doktor Rodney McKay damit beauftragte, diese Region des Universums mit Hilfe der starken und leistungsfähigen Sensoren der Trinitatis genauer zu untersuchen.

Es dauerte zum Glück wirklich nicht allzu lange, da murmelte der Kanadier auch schon: „Das ist es! Dort muss sich ein aktives Supergate befinden!“ Laut verkündete er dann allen Anwesenden: „Wir müssen sehr schnell dorthin, denn mithilfe des Supergates könnten wir, nachdem ich ein entsprechendes Programm geschrieben habe, in kurzer Zeit wieder daheim in unserer eigenen Galaxie, der Milchstraße, sein!“
„Wird denn die Trinitatis überhaupt durch die Öffnung, also den Ereignishorizont des Supergates passen?“, fragte Doktor Hank McCoy sofort, der sicher gehen wollte, bevor er diesem Plan zustimmen konnte.

Schon kurz darauf begann Rodney ein wenig zu stottern: „Tja… ich äh, man müsste…“ Während er vollkommen unverständlich für die anderen Anwesenden vor sich so hintuschelte, begann er auch schon ein wenig hektisch auf seinem Tablet herumzutippen.
Parallel dazu meinte Doktor Daniel Jackson: „Wir sollten diese Menschen hier nicht in dieser Galaxie vergessen, die wir noch aufsuchen wollen oder gar müssen!“
„Ja, ja, ja…, ist ja schon gut“, plapperte ein nervöser McKay kurz daraufhin, der sich unter Druck gesetzt sah. Aber nur schon wenige Atemzüge später, ließ er dann resignierend seinen Kopf hängen, und sagte laut: „Die Trinitatis wird, auf Grund ihrer sehr gewaltigen Ausmaße, leider nicht durch das Supergate hindurchpassen! Nur die Hector und die Paris könnten diese Reise ohne Probleme machen!“

Eine lang anhaltende und sehr seltsame Stille war die Folge, denn es bot sich natürlich eine unerwartete Chance Menschen heim in die Milchstraße oder natürlich auch in die Andromeda-Galaxie zu schicken. Darum erwog Doktor McCoy natürlich die sich bietende Möglichkeit, nur die beiden BC-304er durch das Supergate in die heimische oder eine ihr benachbarte Galaxie zu schicken.

„Es wird bestimmt sehr viele Menschen geben, die so schnell wie nur möglich nach Hause gelangen wollen“, bemerkte Daniel.
Davon angeregt wurde umgehend ein Aufruf von Hank gestartet, ob es denn überhaupt genügend Interesse bei einer möglichen Umsetzung dafür geben würde.

Cafeteria

Auf der gesamten Trinitatis hatte sich die Kunde verbreitete, das sich ein Supergate in dieser Galaxie befand, womit man natürlich sehr viel schneller zurück in die Nähe der Erde gelangen könnte.

Die Augen von Jack Dalton strahlten daher deswegen, denn er hatte natürlich ein sehr, sehr großes Interesse daran so schnell wie nur möglich, wieder nach Hause auf die gute alte Erde zu kommen.

„Warten wir doch erst einmal in Ruhe ab, ob sich dieser Plan überhaupt in die Tat umsetzen lässt! Auch wenn dieser Doktor McKay ein sehr fähiger Wissenschaftler ist“, mahnte Pete Thornton noch immer sehr zurückhaltend, der es sich aber natürlich ebenfalls sehr wünschte, auf dem schnellsten Wege wieder nach Hause auf die Erde zu gelangen.
„Ich werde mich trotzdem sofort anmelden“, erwiderte Jack Dalton daraufhin.

Nur alleine MacGyver schwieg beharrlich zu dem Thema, denn er wollte erst einmal abwarten und genoss lieber sein Früchte- und Getreidemüsli.



Unbekannte sehr weitentfernte Galaxie
Destiny
Brücke

Obwohl man noch mehrere Millionen Lichtjahre davon entfernt war, war hier einer der wenigen Orte auf der Destiny von wo man aus, schon ein leichtes Strahlen und Leuchten erkennen konnte. Doch dies wurde aber immer noch von den Sternen und anderen kosmischen Erscheinungsformen zum größten Teil noch überstrahlt wurde, weshalb Doktor Nicholas Rush eine Bitte an Colonel Everett Young richtete: „Ich würde sehr gerne, wenn wir uns das nächste Mal zwischen zwei Galaxien befinden, außerplanmäßig für eine gewisse Zeit, vielleicht einen halben Tag nur, den FTL-Flug noch einmal verlassen, damit wir dort einige wissenschaftliche Messungen und Beobachtungen machen können. Natürlich nur mit Ihrer Erlaubnis, Colonel.“
„Kann sicherlich nicht schaden. Es könnte vom großen Vorteil sein, zu erfahren was sich vor uns und in unmittelbarer kosmischer Nachbarschaft befindet. Daher haben Sie die Genehmigung dafür, Doktor Rush!“, nickte Everett Young kurz angebunden, dem das auch nur allzu recht war, nämlich zunächst einmal aus einer noch sicheren Entfernung zu erkennen, was wirklich vor ihnen lag.

Stargate-Raum

Weil seit dem Verlassen der Überlichtgeschwindigkeit wieder einmal einige Adressen angezeigt worden waren, die in Reichweite des Destiny-Stargates lagen, hatte Colonel David Telford unverzüglich einige Erkundungsteams zusammengestellt, um diese neuen Welten, wenn sie für einen Forschungsmission wirklich in Frage kamen, zu erkunden.

Man hatte aber jedoch aber schon längst eines bemerkt, dass nämlich zunehmend immer seltener solche Toradressen angezeigt wurden, die enorm wichtig für die Versorgung der Crew der Destiny, aber auch für das Raumschiff selber waren, nämlich um an frisches Wasser, Lebensmittel und auch Rohstoffe zu gelangen. Man vermutete daher schon seit beinahe einem halben Jahr, dass man sich in der Tat mittlerweile schon seit längerer Zeit, bereits im ältesten Teil des Universums befand. Und es bestand durchaus auch die Möglichkeit, dass es schon in der nächsten Galaxie sogar überhaupt gar keine Stargates geben könnte, weil die Vorhutschiffe möglicherweise noch überhaupt nicht bis in das sogenannte Zentrum des Universums vorgedrungen sein könnten, um dort ein dünnes Netz von Stargates aufzustellen.

„Ich mache es noch einmal kurz“, begann Telford, der dann allen noch einmal ihre Teams zuteilte und dann die wichtigsten Aufgaben kurz erklärte, die jedes Mitglied zu erfüllen hatte, während schon bereits die erste von fünf Adressen angewählt wurde. „…alle fünf Teams haben exakt auf die Minute insgesamt 48 Stunden Zeit! Lieutenant James, führen sie ihr Team jetzt gleich durch das Tor! Danach folgt das Team von Doktor Brody, sobald die nächste Verbindung aufgebaut worden ist! Im Anschluss geht mein Team, wenn unsere Adresse ein Wurmloch etabliert hat! Sobald dann die vierte Chevronadresse eingeloggt ist, Lieutenant Scott, folgt ihr Team! Als letztes Team geht das von Varro, wenn dann die letzte der uns angezeigten Verbindungen etabliert wurde!“

In den nächsten rund 15 Minuten, hatten sich dann alle fünf Teams auf den Weg zu ihren zuvor zugewiesenen Zielen gemacht.



2. Destiny-Galaxie
Sol-System
Novus-Kolonie Solon
Trinitatis
Konferenzraum

Wie man es natürlich schon leider bereits erwartet hatte, hatte man nicht alle Bewohner von Solon davon überzeugen können, mit an Bord der Trinitatis zu kommen. Ungefähr die Hälfte der Bewohner, dies waren doch immerhin etwa rund 2500 Menschen, hatten trotz des Angebotes von Doktor Jackson beschlossen, auf ihren Planeten zu bleiben, obwohl natürlich die berechtigte Hoffnung bestand, auf der neuen Heimatwelt aller Novaner eine gemeinsame Zukunft mit ihren so lange voneinander getrennten Brüdern und Schwestern zu verbringen.

Auch war man über die sehr geringe Resonanz des Aufrufes überrascht, denn man hatte eigentlich angenommen, dass es die Menschen nicht erwarten könnten zurück zu ihren Familien zu gelangen. Die Folge war, dass nur eine BC-304, die E.U.S. Paris, den Flug durch das Supergate heim in die Milchstraße antreten würde, sobald dann Doktor Rodney McKay mit der Programmierung des zuständigen speziellen Steuerkristalls, für das Supergate von der Orici, fertig war.

Kontrollraum

Fast ohne Pause beobachtete man die Region, wohin sich die Flotte der Orici bewegt hatte und sich das Supertor befand. Doch auf den Tiefraumsensoren war etwas sehr erstaunliches zu erkennen, nämlich dass sich offenbar keine Schiffe der Orici-Anhänger mehr in dieser Galaxie aufhielten, weshalb man die bevorstehende Reise in ungefähr zwei Tagen im Hyperraum zu dem Supergate vorbereitete.



Milchstraße
Sol-System
Erde

Auf der gesamten Erde verbreitete sich immer mehr die Kunde, dass die Mission der Trinitatis zum größten Teil schon erfolgreich absolviert worden sei. Zudem sickerte natürlich auch noch durch, dass die meisten der Angehörigen der Destiny-Besatzung Videobotschaften erhalten hatten, die von einigen Skeptikern der Mission vielerorts als ein letzter Gruß bezeichnet worden waren.

Im Homeworld Command beobachtete man dagegen etwas anderes, und zwar mit großer Sorge die Aktivitäten von den Anhängern der Orici. Viele Schiffe hatten sie ja unter ihrer Kontrolle, doch würde deren bereits begonnene Suche nach Adria lange dauern, so hoffte man.


Mars
Stargate Command Base, Stargate-Raum

Das Sternentor hatte sich unplanmäßig von außerhalb aktiviert. Das diensthabende Verteidigungsteam ging in Stellung. Die schweren Panzerschotts wurden verschlossen. Draußen auf den Korridoren warteten angespannt weitere Verteidigungseinheiten.

Es dauerte noch einige Sekunden, dann öffnete sich die Iris und die Soldatinnen und Soldaten entspannten sich. Blieben aber dennoch absolut wachsam. Sie nahmen erst ihre Waffen runter als sie Teal‘c, Bra‘tac und Myrddin erkannten, die in Begleitung von einigen anderen, wohl sehr wichtigen Personen die Rampe herunterkamen.

„Es gibt einige Neuigkeiten, die wir erläutern wollen“, erklärte der alte Jaffa-Meister, der eine kleine Verbeugung andeutete, nachdem Brigadier General Albert Reynolds in den Torraum gekommen war.
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 08.02.2026, 22:05

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