11.02.2026, 20:04
Odyssee
Folge 8.02 - “Heredes, Teil 1”
Milchstraße
Sol-System
Mars
Stargate Command Base
Ebene 17, großer Konferenzraum
Man war doch sehr erstaunt über die neueste Botschaft gewesen, die für besonders ausgewählte Menschen auf der gesamten Erde gerade eben erst übermittelt worden war. Darum wurden auch so schnell es auch nur irgendwie menschenmöglich gewesen war, die meisten dieser Personen, die es eben auch betraf zusammengerufen und versammelt.
„Wir haben so etwas Ähnliches im Moment erfreulicherweise auch seit einiger Zeit in Planung gehabt, und arbeiten seit geraumer Zeit auch schon an der Umsetzung. Dabei haben wir auch schon bei vielen befreundeten Völkern und den bekannten Großmächten, nicht nur hier in der Milchstraße, sondern auch in anderen Galaxien geworben, unter anderem natürlich auch in der Andromeda- und der Pegasus-Galaxie“, gestand General Jack O‘Neill, der natürlich innerlich sehr bewegt und gleichfalls auch überwältigt von der unterbreiteten Absicht von Myrddin war, dass er ebenfalls schon sehr bald ein Mitglied der neuen Tafelrunde sein sollte.
„Den Vorschlag und der Plan, welche die Tau‘ri und auch Ihr, Meister Myrddin, schon bereits gefasst habt, wie es General O‘Neill bereits gerade eben erwähnte, sowie auch schon so einigen Mächten in dieser und anderen Galaxien unterbreitet hatte, ist in der Tat sehr gut“, stimmte Bra‘tac abermals dem bereits laufenden Prozess unter der Führung der Erde und von Myrrdin und Artus zu, „nämlich alle vorhandenen Großmächte aus zwei, drei Galaxien in einer neuen Großen Allianz zu vereinen. Dies geschieht natürlich nach dem großen historischen Vorbild der Antiker, der Asgard, der Furlinger und der Nox. Allerdings mit den einem großen Unterschied, dass es bei dieser neuen Allianz einige Völker, Kulturen und auch Rassen, somit auch mit unterschiedlichen Philosophien mehr sein werden. Wobei wir die Jaffa und vermutlich auch die Luzianische Allianz darauf bestehen werden, zum größten Teil ihre Eigenständigkeit und Selbstkontrolle über ihre Territorien zu behalten, ohne das ein Mitglied, wie zum Beispiel insbesondere die Tau‘ri, dabei eine allzu große übergeordnete Führungsrolle für sich alleine beanspruchen darf.“
Nach einer darauffolgenden weiteren kurzen Pause, ergriff dann schließlich Myrddin noch einmal selbst das Wort: „Dies könnte die langersehnte Lösung und der verborgende Pfad sein, damit endlich Frieden und Sicherheit in mehreren Galaxien simultan einkehren! Doch muss ich Ihnen allen leider zudem noch etwas Besorgniserregendes mitteilen, dass nämlich die besonders strenggläubigen und fanatischsten Anhänger der Orici Adria nicht ihren gefassten Plan aufgeben werden, um nach ihrer, von mir selbst, verbannten und entmachteten Göttin weiterhin zu suchen.“
Die Stimme und auch Tonlage des alten Antikers war mehr als nur sehr ernst geworden, während er den zweiten langen Satz äußerte.
„Wie dem auch sei“, räusperte sich Myrddin dann kurz, „es wird schon sehr bald eine, natürlich dem Anlass entsprechende feierliche Aufnahmezeremonie für die Personen geben, die in diese neue Tafelrunde aufgenommen werden! Es wäre daher angebracht, wenn all jene berufenen Personen an diesem Tage der besonderen Feierlichkeiten, der zudem die Vermählung von Artus mit Adriana umfasst, möglichst vollzählig versammelt sind, und natürlich auch in angemessener Gewandung dort erscheinen!“
„Wir werden, soweit dies in dieser kurzen Frist umsetzbar ist durchführen. Damit dann bei diesen Anlass möglichst alle Eingeladenen, wenn soweit möglich auch anwesend sind“, versprach Richard Woolsey, der insgeheim dabei hoffte, dass es dann in der Zwischenzeit keine erheblichen mehr Probleme gab, schon gar nicht auf Atlantis und in der kompletten Pegasus-Galaxie.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Fremder Planet
Team von Lieutenant James
Die aktuelle verstrichene Zeit ihrer laufenden Mission auf dieser Welt belief sich nun schon auf beinahe volle 32 Stunden. Bisher hatte man überwiegend nur eine ausgedehnte Wüstenlandschaft erkunden können. Die Luft auf dieser Welt war daher also ziemlich trocken und extrem heiß.
Da sich das Einsatzteam von Second Lieutenant Vanessa James schon bereits auf dem Rückweg zum Stargate befand, wobei sie extra einen sehr weiten Bogen zurücklegten, in der Hoffnung, wenigstens auf diesen Wege eventuell doch noch, wenn auch zumindest eine kleine interessante Entdeckung dabei zu machen.
„Puh!“, schnaufte Vanessa vor Anstrengung der klimatischen Bedingungen. „Offenbar gibt es doch nur dieses, wenn auch möglicherweise eine fruchtbare Tal auf diesen Planeten, welches im geschützten Canyon liegt, wo sich auch das Tor befindet.“
Die anwesende Tok‘ra, ein Luzianer, ein Leoben und auch ein kolonialer Wissenschafter, die sich mit ihr im selben Erkundungsteam befanden, teilten nach einer kurzen Debatte schließlich diese nüchterne Theorie, weshalb sie sich entschieden hatten so schnell wie nur möglich, endlich in das kleine fruchtbare Tal zum Sternentor und somit wieder in den schützenden Schatten zu gelangen.
Fremder Planet
Team von Doktor Brody
Es war ein größeres Team, mit dem Doktor Adam Brody, auf dieser unbekannten Welt zur Erkundung unterwegs war. In den bereits vergangenen rund anderthalb Tagen, hatten die Wissenschaftler, die sich mit ihm in diesem Team befanden, immer wieder ihre Freude mit neuen Jubel zum Ausdruck gebracht, sobald sie eine weitere interessante Entdeckung oder einen bedeutenden Fund gemacht hatten. Die zu ihrem Schutz abgestellten Militärs schüttelten also mehr als nur einmal über dieses Verhalten den Kopf.
„Wirklich schade, das wir in schon bereits in spätestens knapp 12 Stunden wieder zurück auf der Destiny sein müssen“, seufzte ein kolonialer Geologe niedergeschlagen, während er mit einer Frau von der Luzianer Allianz mit größter Vorsicht eine der unzähligen kristallinen Strukturen untersuchte, die wie ein feines Geflecht den Boden weitläufig zu durchziehen schien.
Zur selben Zeit bewegte sich Doktor Brody mit einer anderen Gruppe, die von ihm angeführt wurde, auf einer weiteren Suche nach seltenen chemischen Verbindungen, die anscheinend auf diesem Planeten immer nur durch Meteoriteneinschläge entstanden, auf einen Canyon zu, der mehr Schutz vor den Elementen in Form heftiger Winde, die auf diesen Planeten vorherrschten, bot. Das war der entscheidende Grund dafür, dass sich auch ihr Basislager in einer gut geschützten geräumigen Höhle befand.
Fremder Planet
Team von Colonel Telford
Auf dieser Welt befand sich ein wahres, sehr weitläufiges Ruinenfeld, welches bereits zum größten Teil von einer Vielzahl von Pflanzenarten überwuchert worden war und sich in einem weiten Umkreis um das Sternentor, das im Zentrum der Überreste einer Stadt lag, ausdehnte. Wer und was für eine Rasse mit einer wohl sehr fortschrittlichen Kultur hier einst gelebt hatte, konnte man nur noch sehr schwer erahnen, denn es gab so gut wie gar keine Hinweise mehr darauf.
„Vieles von dieser Stadt hier ist leider im Verlaufe der letzten Jahrtausende so gut wie komplett zerstört worden, Colonel Telford, doch würden wir uns sehr gerne noch einmal kurz in den Katakomben, ganz in der Nähe von hier umsehen, wenn Sie es uns denn erlauben würden.“
Der Angesprochene sah sofort für einen Atemzug prüfend auf seine Uhr, die ihm die noch zur Verfügung stehende Zeit verriet. Viel war es aber nicht mehr.
„Sie und ihre Leute haben dafür sechs Stunden Zeit! Keine Minute länger, denn dann machen wir uns mit Eilschritten auf den Rückweg zum Stargate!“, verfügte David Telford.
Fremder Planet
Team von Lieutenant Scott
Das von First Lieutenant Matthew Scott geführte große vielköpfige Einsatzteam hatte, wie auch das von Colonel Telford geleitete, den Auftrag erhalten sich die hinterlassenen Spuren einer weiteren, hier aber vermutlich sehr technologisch fortschrittlichen, aber wohl schon untergegangenen Zivilisation anzusehen.
Da sich die Existenz dieses Planeten und des gesamten Sonnensystems, in dem sich jener befand, wohl allmählich aber sicher dem Ende zuneigte, offenbarte die Sonne, die bereits sehr bedrohlich rötlich glühte, auch die gesamte Vegetation starb allmählich ab, und das Wasser war auf dem Rückzug. Doch ein fliegendes Auge, welches man zuvor zur Aufklärung hierher entsandt, dann aber wie gewöhnlich auf Suchmodus geschaltet hatte, hatte noch bislang keinerlei Anzeichen einer möglichen Bedrohung im unmittelbaren Umkreis von einigen Kilometern und auch in der Atmosphäre dem Einsatzteam vermittelt.
Darum musste man natürlich dennoch jederzeit auf Überraschungen jeglicher Art gefasst sein, die einen trotz aller bisherigen erhaltenen Informationen auf einer fremden Welt erwarten konnten.
„So Leute, alle mal herhören! Wir haben noch etwas mehr als 12 Stunden auf diesen Planeten, bevor wir zurück auf die Destiny müssen! Ich und ein Teil des Teams werden uns in Richtung Süden umsehen noch etwas näher umsehen, während sich der Rest des Teams hier weiterhin die Inschriften ansehen und noch weitere von diesen Artefakten einsammeln wird!“, entschied Lieutenant Scott, der dann das Zeichen gab aufzubrechen.
Es war ein gut gemischtes Team, welches mittlerweile irgendwie keine allzu große Lust mehr verspürt hatte zwischen den Ruinen nach Spuren jeglicher Form zu suchen, sondern eher viel lieber noch die weitere und nahe Umgebung erkunden wollte.
Kaum waren sie über die eine höhere Hügelkette gestiegen, die sich am Fuße eines Hochplateaus befand, machten sie dabei schon eine sehr interessante Entdeckung.
„Das sieht nach Überresten einer gigantischen Fabrik oder gar einer Werft aus“, bemerkte ein Anhänger der Orici, der dann sofort drängend darauf bestand, sich diesen Fund näher anzusehen.
„Wir haben noch genügend Zeit. Also gut, einverstanden“, erklärte Matthew, der danach anordnete ein weiteres fliegendes Auge hinauf aufs Plateau zu schicken.
Die nur wenige Minuten später übermittelten Bilder, auf der kleinen Fernbedienung des fliegenden Auges, raubte allen den Atem, denn die einstigen Bewohner dieses Planeten hatten offenbar das gesamte Plateau ausgehöhlt und daraus einen riesigen Startplatz für Raumschiffe erschaffen. Dass dies in der Tat so sein musste, verrieten unter anderem einige Brandspuren, Gerätschaften, eine Vielzahl verschiedener Bauteile und Gerüste, die schon dabei waren komplett zu verfallen.
„Verdammt noch mal! Wir hätten uns doch noch viel eher auch außerhalb dieser Ruinen und Anlagen dieser Stadt umsehen müssen!“
„Für wahr! Schade, dass wir es erst jetzt, so kurz vor dem Ende der Mission auf dieser Welt entdecken mussten!“, stimmte ein Wissenschaftler der Luzianischen Allianz, einer Anhängerin der Orici Adria zu.
Darum hatte Lieutenant Scott auch entschieden, diesen äußerst interessanten Fund umgehend der Destiny zu melden. Man wollte auch alles, so gut es ging, von nun an mit einem weiteren fliegenden Auge dokumentieren.
Fremder Planet
Team von Varro
In den letzten Stunden, hatte das Missionsteam von Varro seinen enorm wichtigen Auftrag schon so gut wie komplett erfühlt, denn für sie ging es in erster Linie nur darum die noch vorhandenen Vorräte auf der Destiny an Nahrung und Wasser wieder aufzufühlen. Und auf dieser reichen Welt, mit einer Vielzahl an Arten von Pflanzen und Tieren sowie an vielen klaren Süßwasserquellen, war dies keine allzu große Schwierigkeit. Doch man war vorsichtig dabei, denn eine auf dem ersten Blick erscheinende friedliche Welt, konnte ja auch ungeahnte Gefahren verbergen, was man schon aus schmerzhafter Erfahrung mehrmals hatte erfahren müssen.
Sie wurden dabei unter anderem auch von einem Vertreter der Nox begleitet, der sichtbar sehr gekränkt wirkte, nachdem der Anführer dieses Teams, Varro, gemeinsam mit Master Sergeant Ronald Greer mit einem frisch erlegten Tier, welches für die Menschen von Erde aussah, wie ein viel zu groß geratener Hase, und zwar in der Größe eines Hirsches, im Camp wieder auftauchten.
Destiny
Stargate-Raum <> Brücke
Die Meldung des Teams, welches sich von Lieutenant Scott immer noch auf Mission befand, man habe Spuren und Reste unbekannter Technologie gefunden, wurde mit sehr geteilter Stimmung aufgenommen, denn es war natürlich nur noch sehr wenig Zeit übrig, um genauere Forschungen auf dieser Welt betreiben zu können.
Man empfahl daher dem gesamten Team in der noch zu Verfügung stehenden Zeit diese Entdeckung so gut wie möglich zu nutzen, mit dem erklärten Ziel einer umfangreichen Dokumentation mit Hilfe aller verfügbaren fliegenden Augen.
Wäre noch sehr viel mehr Zeit übrig gewesen, hätten sich nicht nur Doktor Nicholas Rush und Eli Wallace für diesen interessanten Fund, so nahe dem Zentrum des Universums, selber persönlich näher angesehen, sondern noch viele andere, die zur Besatzung des alten Antikerraumschiffes gehörten.
Kurz nachdem die Verbindung zu dem Planeten, wo sich das Team von Scott befand, beendet worden war, wurde schon kurz darauf das Stargate der Destiny auch schon erneut von außerhalb aktiviert, weil einmal mehr das Team von Varro die vorbereiteten, weiteren dringend benötigten frischen Vorräte und Wasserbehälter für die Besatzung der Destiny sandte.
2. Destiny-Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Kontrollraum
Schon seit einiger Zeit arbeitete Doktor Rodney McKay besonders fieberhaft und auch unter einem gewissen Zeitdruck an einigen wichtigen Dingen gleichzeitig.
Schließlich schimpfte er zunächst noch kaum hörbar, aber dann immer lauter werdend mit den Worten: „Dieser sogenannte Wunderknabe! Er hat doch tatsächlich Recht mit seinen Berechnungen gehabt! So ein Mist!“, vor sich hin.
Von diesem einmal mehr absolut seltsamen Verhalten des Kanadiers, wurde auch Doktor Hank „Beast“ McCoy, der Leiter dieser Mission, schließlich dennoch aufmerksam.
„Was gibt es den so Schlimmes, Rodney?“, fragte der Mutant alarmiert, während er noch aus seinem Büro geeilt kam.
Erst als Hank dann direkt neben ihm stand, antwortete der Angesprochene schließlich zerknirscht: „Wir müssen unbedingt, und zwar am Besten sofort den Antrieb der Trinitatis schonen! Denn wir haben diesen auf unserer gesamten bisherigen Reise schon bereits ziemlich strapaziert! Sonst stranden wir hier noch irgendwo, im absoluten Nirgendwo!“
„Was schlagen Sie daher vor?“
„Wir sollten nicht mehr allzu oft nach einer kurzen Flugzeit den Hyperraum wieder aufs Neue verlassen, weil der Antrieb der Trinitatis offenbar in erster Linie nur für sehr schnelle Langstreckenflüge konzipiert worden ist. Deshalb sollten wir nur noch wirklich dann wieder anhalten und den Hyperraum verlassen, wenn wir eine andere Galaxie erreicht haben und ein weiteres Mal kurz bevor wir diese dann wieder verlassen werden, um den leeren Raum zur nächsten Galaxie zu überbrücken! Gleichzeitig sollten wir dann jeweils in einer nahen Sonne unsere Energiereserven erneuern!“
„Wir müssen uns aber dennoch, um die Menschen in dieser Galaxie, so weit weg von der Erde, doch noch irgendwie kümmern können“, sagte Doktor Daniel Jackson ein wenig besorgt, der auch noch hinzugekommen war.
Doktor McCoy' Büro
Der komplette Stab der Missionsleitung der Trinitatis-Besatzung, unter der Führung von Doktor Hank „Beast“ McCoy stand vor einem gewissen Dilemma, denn man hatte ja schon bereits den Menschen in dieser Galaxie Hilfe versprochen, doch wie sollte man diese jetzt noch vor allem wirksam umsetzen können, weil man ja sonst die Leistungsfähigkeit des Raumschiffes aufs Spiel setzen würde.
Es musste daher wirklich sehr schnell eine gute Lösung her. Diese kam schließlich von Angus MacGyver, der von diesem akuten Problem ebenfalls gehört hatte. Daher hatte er sich der Krisenbesprechung angeschlossen, sich unauffällig in eine Ecke gestellt und schweigend allen, die etwas zu sagen hatten oder wollten zugehört.
„Also. Ich verstehe zwar sehr wenig von dieser fortschrittlichen Technologie der Antiker, doch ich würde sagen oder viel mehr vorschlagen: Wir fliegen zunächst noch weiter, und zwar bis zur neuen Heimatwelt der Novianer. Dort beziehen wir noch einmal für die weitere Etappe die dringend benötigte Energie von der Sonne. Während die beiden Schlachtkreuzer, die Hector und die Paris, dann in der Zwischenzeit die kleineren Transportflüge übernehmen könnten, während die Trinitatis dort wartet bis alles Weitere hier geregelt wurde, was den Menschen, die sich dann dazu entschieden haben sollten, hier in dieser Galaxie zu bleiben, bereits zugesichert wurde“, schlug Angus MacGyver schließlich vor, nachdem niemand anderes im Raum etwas sagte.
„Ein wirklich guter Vorschlag“, nickte Daniel sofort anerkennend.
„Das hält uns zwar ein wenig in unserem Zeitplan auf, doch wäre dies das Beste und auch Vernünftigste! Zudem würden die strapazierten Triebwerke und damit verbundenen Systeme eine Pause bekommen“, lautete schließlich das Urteil von Hank „Beast“ McCoy.
„Wieso bin ich nicht gleich selber darauf gekommen?“, rätselte Rodney verwundert, dem dies natürlich auch einleuchtete. Doch er tat dies so leise, das ihn niemand verstehen konnte.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Fremder Planet
Team von Colonel Telford
Einer der vielen Soldaten, ein Corporal, die zur militärischen Verstärkung auf die Destiny gekommen waren, holte sich für ein sehr unvorsichtiges Verhalten von Colonel Telford einen sehr gewaltigen Tadel ab.
„Sind Sie wohl komplett wahnsinnig geworden, Soldat! Sie müssen eindeutig mehr auf ihre Umgebung achten, Corporal! Besonders in solchen unterirdischen Komplexen, die möglicherweise mehrere Millionen von Jahren alt sein können! Wir sind hier schließlich nicht in Kansas!“
„Entschuldigung, Sir. Wird nicht mehr vorkommen, Colonel“, versprach der Soldat, der kleinlaut seinen Kopf erkennbar eingezogen hatte.
„Ist zum Glück nichts passiert, Soldat. Dieses Mal allerdings. Also merken Sie sich meine Worte, Corporal! Und jetzt machen wir uns auf dem Weg zurück zum Stargate, und zwar alle! Also, los!“, verkündete David Telford, der nebenbei prüfend auf seine Uhr gesehen hatte.
Fremder Planet
Team von Varro
Mittlerweile hatte Varros Team das Camp komplett wieder abgebaut, sich danach auch wieder nach einem viertelstündigen Fußmarsch vollzählig am Stargate versammelt.
Alle Teammitglieder waren schwer mit den letzten gesammelten Vorräten und den Ausrüstungsgegenständen beladen. Auf rund einem guten Dutzend selbstgebauten Tragegestellen aus dünnen Baumstämmen und -ästen, befanden sich Behältnisse mit den unterschiedlichsten Inhalten.
„Na los, wähle jetzt das Stargate an!“, ordnete Varro an, der schließlich der jungen Luzianerin, Io Ohal, einer Heilerin und Wissenschaftlerin seines eigenen Volkes, zu verstehen gab, endlich die Fernbedienung einzuschalten und den Wahlvorgang zu starten.
Kurz darauf, begann sich auch schon der innere Ring des Sternentores zu drehen.
Die Symbole der Adresse, die sie wieder auf die Destiny führte, rasteten der Reihe nach ein, bis sich der Ereignishorizont gebildet hatte. Das Team hatte es ein wenig eilig wieder auf das sichere Raumschiff zurückzukehren, weil es auf diesem Planeten des nachts durchaus gefährlich werden konnte, denn es gab hier natürlich nicht nur harmlose Pflanzenfresser, wie sie in den letzten Stunden hatten feststellen müssen, sondern natürlich auch die jagenden Raubtiere, die auch für das Einsatzteam eine ernsthafte Bedrohung darstellten.
Fremder Planet
Team von Lieutenant Scott
Man war schon seit ein paar Stunden sehr darauf bedacht gewesen, den gemachten Fund so gut es ging mit mehreren fliegenden Augen zu dokumentieren. Zusätzlich versuchte man auch noch einige der geradeso erreichbaren Fundstücke, nach einer mehr als nur sehr gewagten Kletterpartie doch noch zu bergen, bis dann schließlich First Lieutenant Matthew Scott sein Team zusammenrief, denn die Zeit lief allmählich und auch gnadenlos ab.
„Es muss jetzt wirklich genügen, Leute! Alle, sofort ab zurück zum Stargate, denn wir haben nur noch eine knappe Stunde! Also los!“, befahl Lieutenant Scott mit lauter Stimme, der seine gesamte Truppe zum sofortigen Aufbruch drängte, damit sie nicht unnötigerweise auf diesem Planeten letzten Endes eventuell auch noch strandeten.
Die ersten murrenden Wissenschaftler zogen sich von dem Fuße des Plateaus bereits zurück, bildeten dabei mit einigen Militärs die Nachhut. Immer wieder warfen sie dabei sehr sehnsüchtige Blicke zurück nach hinten, da sie nur allzu gerne und verständlich viel mehr Zeit gehabt hätten, um diese interessante Entdeckung noch genauer unter die Lupe nehmen zu können.
Fremder Planet
Team von Doktor Brody
Mit vielen Proben von Mineralien und Erzen in den Transportkoffern, hatte sich das komplette Team von Doktor Adam Brody am Stargate versammelt. Sie hatten bereits versucht eine Verbindung aufzubauen, doch gelang es ihnen immer noch nicht.
„Scheint momentan besetzt zu sein“, seufzte jemand, „genauso, wenn ich früher mit meiner Frau telefonieren wollte.“
„Versuchen wir es in fünf Minuten noch einmal! Immerhin haben wir noch etwas mehr als eine Stunde Zeit, um auf die Destiny zurückzukehren“, entschied Brody dabei mit den Schultern zuckend.
Fremder Planet
Team von Lieutenant James
Seit Stunden schon befand sich das Team bereits wieder in dem fruchtbaren Tal, in dem auch das Sternentor stand. Weil es hier aber auch noch von Klima auf diesem Planeten am Angenehmsten war, stellte man hier noch einige wissenschaftliche Untersuchungen in Form von Grabungen an. Dabei fand man dann schließlich doch noch die recht spärlichen Überreste einer vor langer Zeit untergegangenen Zivilisation, welche man noch schnell barg, um sie zu weiteren und genaueren Untersuchungen mit auf die Destiny zu nehmen.
„So“, murmelte Second Lieutenant Vanessa James schließlich, „alle meine Leute sind endlich da, wie ich sehe.“ Laut vernehmbar sagte sie dann: „Alle mal herhören: In einer halben Stunde wähle ich die Destiny an, packt also so langsam schon einmal alle eure Sachen zusammen!“
Destiny
Stargate-Raum
Man hatte gerade eben die letzten mitgebrachten frischen Vorräte an Nahrung und Wasser, die das Team des Luzianers Varro und Master Sergeant Ronald Greer beschafft hatte, weggebracht, als das Sternentor abermals zum bekannten sprudelnden Leben erwachte. Es war dieses Mal das Team von Doktor Adam Brody, welches nun als zweites von seiner Mission auf die Destiny zurückkehrte.
Viele Minuten darauf geschah erst einmal rein gar nichts, ehe dann schließlich Colonel David Telford mit seinem sehr großen Einsatzteam auf das alte Raumschiff der Antiker zurückkehrte, welches ebenfalls so einige zahlreiche Fundstücke mit auf die Destiny brachte.
Kaum hatte sich das Tor abgeschaltet, wurde es schon abermals von außen angewählt. Und angeführt von Second Lieutenant Vanessa James, die an der Spitze ging, kehrte nun das vierte von fünf Stargate-Teams innerhalb der von Colonel Everett Young gegebenen Frist zurück.
Immer noch war Colonel Telford im Stargate-Raum, der sich sofort erkundigte: „Welches Team fehlt noch?“
„Das von Lieutenant Scott, Sir. Dieses Team hat vor ungefähr einen halben Tag eine sehr interessante Entdeckung gemacht…“
„Dies haben wir wohl alle - mehr oder weniger. Ist aber noch lange kein Grund dafür die gesetzte Zeit zur Rückkehr auf die Destiny zu verpassen!“, unterbrach David den Mann an der einen Konsole im Torraum daraufhin barsch, während er selber auf den Countdown der Uhr sah, die allen somit verriet, dass noch immerhin knapp zehn Minuten Zeit war, bevor die Destiny wieder in den FTL-Flug springen würde.
Diese noch verbleibende Zeit zog sich spürbar in die Länge. Dann endlich als dann noch exakt vier Minuten übrig waren, wurde das Stargate von dem letzten zurückkehrenden Team von Außerhalb aktiviert. Die ersten Leute aus Scotts Team kamen noch mit einem recht lockeren Gang zurück durch den Ereignishorizont gelaufen. Aber die übrigen vom Team Scotts, kamen allerdings mit einer enormen großer Hast und Eile durch den Ereignishorizont gespurtet. Am Ende befand sich First Lieutenant Matthew Scott, der seine Leute wohl regelrecht durchs Sternentor stoßen musste. Dabei stolperten und strauchelten einige von dessen Team so heftig, dass sie beinahe zu Boden fielen.
„Das war wirklich denkbar knapp, Lieutenant! Sie mussten es wohl voll ausreizen, was?“, sagte Colonel David Telford streng tadelnd an die Adresse von First Lieutenant Matthew Scott gerichtet, weil kurz darauf auch schon die Destiny wieder in den FTL-Flug sprang, um ihre Reise, zu ihrem nächsten Ziel auf ihrer Route, fortzusetzen.
2. Destiny-Galaxie
Nova-System
Nach dem abgeschlossenen und vor allem erst einmal letzten, und wenn auch nur kurzem Flug im Hyperraum, in dieser Galaxie näherte sich die Trinitatis, mit immer den beiden BC-304ern, der Paris und der Hector, im Schlepptau, der neuen Heimatwelt der Novianer.
Eigentlich hätte die E.U.S. Paris, einer der beiden Schlachtkreuzer der Erde, schon längst den Weg durch das Supergate zurück in die Milchstraße einschlagen sollen. Doch würde die U.N.S. Hector den nun bestehenden Auftrag alle Kolonien der Novianer aufzusuchen, und die dortigen Bewohner an Bord zu nehmen, nicht alleine bewältigen können.
Schon bereits kurz nach der Ankunft und Absetzung von den ersten hundert Menschen von Nachkommen der alternativen Crew der Destiny, brachen die Hector und die Paris abermals zu unterschiedlichen Zielen in den Hyperraum auf, um noch weitere Kolonien und deren Bewohner aufzusuchen. Sie hatten dafür eine nur eine gewisse Zeitspanne eingeplant, aber auch nicht allzu lange, da ja nicht nur einige Leute aus dem eigenen Expeditionsteam dieser Mission sehr schnell zurück zur Erde wollten.
Trinitatis
Labor von McKay
Immer noch arbeitete Doktor Rodney McKay an der sehr komplizierten Programmierung des Steuerkristalls, der für eine erfolgreiche Aktivierung des Supergates und somit auch einer stabilen Verbindung desselbigen in die Milchstraße dringend benötigt wurde.
Doch er arbeitete außerdem parallel dazu noch an einer erfolgreichen Möglichkeit mit der Konvoi-Flotte der Novianer in Kontakt treten zu können, genauso wie damals als sie durch einen absoluten puren Zufall zwischen der Milchstraße und der Pegasus-Galaxie, auf ein Schlachtschiff der Aurora-Klasse, der Tria, von den Antiker gestoßen waren. Die Tria war damals in einem FTL-Flug seit ungefähr 10.000 Jahren unterwegs auf dem Weg von Atlantis zur Erde gewesen.
Schnell wurde Doktor McKay allerdings klar, dass man um Kontakt mit auch nur einem dieser Schiffe, ein Schiff der Daedalus-Klasse nötig war, welches ebenfalls mit Sublicht, also knapp unter Lichtgeschwindigkeit, zu fliegen in der Lage war. Doch dafür musste er es allerdings zunächst erst einmal auch noch schaffen, rechnerisch annähernd die Position der Evakuierungsflotte der Novianer zu ermitteln.
1 Woche später
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny
Die Anspannung war schon groß genug gewesen, insbesondere wegen der gemachten Entdeckungen vor rund einer Woche, und zwar jene vom Einsatzteam das von First Lieutenant Scott angeführt worden war. Denn dort, auf jenen Planeten, hatte man die eindeutigen Zeugnisse einer alten und technologisch sehr fortschrittlichen Hochkultur entdeckt, die vermutlich zu mehr als nur zu interplanetaren Reisen fähig gewesen war. Laut der Aussage von einem gemischten Team bestehend aus Archäologen, Ingenieuren und Technikern an Bord der Destiny, könnten die Funde, die man gemacht hatte, zu einer der ersten sehr hochentwickelten Kulturen gehören, die es vermutlich im gesamten Universum je gegeben hatte.
Wohin die Angehörigen oder Nachfahren dieser Kultur einst gegangen waren, konnte niemand sagen, denn es gab einfach unzählige Möglichkeiten. Sie könnten immer noch irgendwo im Universum existieren oder aber auch bereits für immer verschwunden sein, was nach einem so langen Zeitraum am Wahrscheinlichsten sei.
Zudem hatte man außerdem noch entdeckt, dass die Destiny wohl von sich aus gezielt einen bestimmten Stern ansteuerte, der allerdings schon ein wenig außerhalb der eigentlichen Galaxie lag. Der Zweck war natürlich klar, wohlmöglich noch ein allerletztes Mal, in dieser Sonne die benötigte Energie aufzunehmen, um den leeren Raum, der vor ihnen lag zu überbrücken, bevor sie die nächste, eine sehr kleine Galaxie durchqueren würden.
