15.02.2026, 21:25
Odyssee
Folge 8.03 - “Heredes, Teil 2”
Milchstraße
PX1-767
Stargate-Platz
Sehr viele der eingeladenen Leute, sowie einige Begleiter, hatten sich schon bereits nach und nach auf PX1-767 eingefunden.
Zunächst sollten an diesem Tage alle Auserwählten von Artus, Adriana und Myrddin in einer feierlichen bedeutenden Zeremonie als Ritter in die neue Tafelrunde aufgenommen werden. Diese sollte zudem noch als eine enorm wichtige Basis für die neue Allianz der wichtigsten Mächte in gleich mehreren der bekannten Galaxien mit menschlichen Leben, sowie natürlich auch unter anderem als Rat von Freunden sowie Erfahrenen für den Königlichen Hof von Camelot dienen. Dies war nicht nur eine große bedeutende Idee, sondern auch Ehre, welche erstaunlicherweise von vielen gestützt und befürwortet wurde, sogar von einigen Anhängern der Orici, obwohl ein Teil des Planes dazu vom Antiker Merlin stammte.
Schon nur wenige Tage später, nach diesen Feierlichkeiten sollte es dann für all diese Personen mit ihren Begleitern auch schon dann nach Heraclia, dem Heimatplaneten von Adriana, in die Andromeda-Galaxie gehen. Dort sollte dann endlich die schon bereits lang erwartete Vermählung zwischen Adriana und Artus stattfinden. Hierbei waren natürlich sehr viele Leute eingeladen worden, die dann nicht nur ausschließlich zur neuen Tafelrunde gehörten, sondern noch viele weitere hohe und bedeutende Persönlichkeiten von gleich mehreren Welten waren.
Camelot < > Burg, Ort der Aufnahmezeremonie
Genau zwischen der inzwischen sehr stark gewachsenen Hauptstadt auf diesem Planeten, nämlich Camelot, und der nahen benachbarten mächtigen und gleichnamigen Burg von König Artus, war ein weiteres großes Bauwerk, dabei bestehend überwiegend aus Holz, errichtet worden.
Dieses imposante große Bauwerk sah beinahe so aus, wie eine Art Stadion oder eine Anlage, welche früher die alten Griechen und Römer erbaut hatten. Alles sah dabei wirklich so aus wie ein ovales Stadion, welches aber an einer der beiden kürzesten Stellen eine Öffnung mit einem steinernen Bogen auf Säulen mit eingeschnitzten Fresken aufwies.
Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich die aufgestellte Tribüne für Artus, Adriana, Merlin und weitere sehr enge Vertraute. Diese Tribüne war natürlich auf Grund ihrer Funktion sehr prunkvoll ausgestaltet und besonders hervorgehoben worden. In der Mitte dieser Tribüne, auf einem leicht erhöhten Podium standen zwei königliche Throne. In deren Hintergrund befanden sich sehr viele Fahnen und Flaggen, und zwar von allen Ländereien und Gebieten, darunter auch auf anderen Planeten, die unter der Herrschaft von Artus und Adriana standen.
An den beiden langen Seiten waren die Tribünen für das einfache Volk gefertigt worden, während sich in der Mitte auf dem Platz die Sitzgelegenheiten für alle geladenen Gäste befanden.
Noch immer waren so einige der vielen Arbeiterinnen und Arbeiter emsig damit beschäftigt die gesamte Anlage mit den letzten Blumen, grünen Kränzen, bunten Fahnen und auch Bändern zu schmücken.
Stargate-Platz
Immer noch trafen die viele der geladenen Gäste sowie natürlich auch weitere Kandidaten für die neue Tafelrunde von Camelot, von den vielen unterschiedlichen Welten durch das Sternentor ein. Diese wurden dann zunächst in kleineren Gruppen gesammelt, um dann anschließend von Herolden oder Rittern samt ihren Knappen, zu dem eigentlichen Ort der Zeremonie, geleitet zu werden.
In einer größeren Gruppe traten schließlich auch wir, unter anderem meine Frau, Jeanne Nicole Schneider und ihre beste Freundin und auch Kollegin, Jasmin Nadine Ataya, in denen jeweils natürlich immer noch die beiden Goa‘uld-Symbionten Nike und Bastet wohnten, samt mir und unseren Gepäck, bestehend aus vier Reisetaschen, aus dem Ereignishorizont des Sternentores heraus und betraten damit den Boden von PX1-767.
„Willkommen! Ihr kommt gewiss von der Erde? …Gut. Dann mögen, die vier Maiden und die fünf Herren, bitte zu mir treten. Mein Name ist Sir Gwain. Mein Knappe hier, Iwain, wird euer Gepäck erst einmal zu den Karren dort bringen... So denn, bitte, folgt mir nun zum Ort der Zeremonie. Hier entlang, bitte“, erklärte uns ein älterer würdevoller Ritter mit schon ergrautem Haupt- und Barthaar, der uns somit dazu aufforderte, ihm und seinem Knappen, der den Karren mit unseren Gepäck darauf lenkte, zu folgen.
Camelot < > Burg, Ort der Aufnahmezeremonie
Der Weg zu dem Ort, wo wir uns alle miteinander hinbegeben mussten, und auch immer noch hingeführt wurden, war sehr lang. Denn das Stargate befand sich nun einmal nicht in unmittelbarer Nähe zur Hauptstadt. Aber wir wurden dafür mehr als nur entschädigt, weil der Weg, der uns zum Ort der Zeremonie führte, uns eine malerische und wunderschöne Landschaft erleben ließ.
Während wir schon seit in etwa eine knappe Viertelstunde unterwegs waren, brach ich schließlich das Schweigen, und fragte brummend: „Ich frage mich, was wir hier eigentlich sollen?“
„Hast du dies etwa schon wieder vergessen, Jonathan?“, lachte Jasmin sehr beherzt auf. „Na gut, ich sage es noch einmal, nur ganz allein für Dich: Unter anderem sollen wir drei doch in diese neue Tafelrunde von Camelot aufgenommen werden.“
„Stimmt!“, pflichtete Jeanne ihrer besten Freundin und Kollegin sofort bei „Deswegen tragen wir zwei ja auch schon seit unserm Aufbruch auf der Stargate-Command Base auf dem Mars unsere gute und schicke Ausgehuniform. Schade, dass ich dich nicht dazu…“
„Stopp!“, brummte ich gleich gereizt, wobei ich meine arme Ehefrau unterbrach. „Ich ziehe Anzüge nun einmal nicht an! Ich würde mich in solchen Sachen nie wohlfühlen, das weißt Du doch! Wenn Ihr darauf aus seit, dann hättet Ihr nämlich gleich eine ausgeputzte, aufgetakelte Schaufensterpuppe mitnehmen können!“
Um die aufgekommene, leicht aufgeheizte Lage wieder zu beruhigen, sagte Jasmin sehr schnell als wir endlich unseren Bestimmungsort erreicht hatten: „Suchen wir mal doch erst einmal unsere übrige Truppe von Bekannten und Freunden. Ich habe irgendwo dort drüben, glaube ich Professor Xavier sowie General O‘Neill gesehen…“
Sagittarius-Galaxie
Planet MK7-X22
Nördliche Hemisphäre
Hauptkontinent, Hauptstadt
Seit dem Tag als man unter anderem die Nazis vom Planeten Thule und andere Gruppen von der Erde, die man als eine Gefahr für den friedlichen Zusammenhalt und somit auch als Unruhestifter erkannt hatte, auf diesen Planeten gebracht worden waren, waren sie überwiegend unter anderem damit beschäftigt gewesen, Unterkünfte für Menschen und Nutzvieh zu errichten, sowie Agrarflächen anzulegen.
Ihre neue Hauptstadt, welche auch die einzige Stadt von ihnen auf dieser Welt war, bestand momentan aus einer zentralen Burg, die zum Teil aus steinernen oder Gebäuden aus nur Holz bestand. Um diese Festung herum, befanden sich zwei kleinere Kasernen, meist bestehend aus einfachen Zelten aus Stoffen, Häuten oder Fellen, und nur das Haus der Kommandanten waren aus Holz und Stein errichtet worden. Die eigentlichen Gebäude der übrigen Stadt, setzten sich bislang nur aus einigen hundert Blockhütten und eben auch nur aus Zelten zusammen.
Viel von ihrer höheren Technologie hatte man ihnen nicht gelassen, dass wusste Barbara Hitler, die neue Führerin aller Nazis, und dies obwohl sie selbst, ihre gesamte Einheit und alle ihre Anhänger, ihrer Meinung und Überzeugung nach, entscheidend dazu beitragen hatten den Angriff ihres Bruders auf die Erde zu stoppen.
Die Nationalsozialistin war sehr darüber verärgert gewesen, wie ihr treues Gefolge sowie sie selbst behandelt worden waren, denn sie hatte gehofft mit zumindest ihren Anhängern nach Thule zurückkehren zu dürfen. Doch diese Bitte war ihr strikt von der Erde und ihren Verbündeten erweigert worden.
Damit allerdings noch lange nicht genug, denn zahlreiche der vielen und auch radikalen Neonazis von der Erde hatten versucht, auch mit Gewalt, fortan auf sie einzuwirken, seitdem sie sich alle gemeinsam auf diesen Planeten befanden. Infolgedessen gab es viele Übergriffe in sehr kurzen Abständen sogar auf sie selbst, unter anderem gab es auch Attentatsversuche.
Dies alles hatte schließlich zu einer heftigen von ihr veranlassten Polizeiaktion ihrer nach wie vor treuesten Soldatinnen und Soldaten geführt, was alles schon sehr viel eher mit einer grausamen Säuberungsaktion gemeinsam hatte, denn es hatte dabei nicht nur viele hunderte von Festnahmen, sondern natürlich aber auch sofortige Exekutionen durch Erschießungskommandos der SS und SA gegeben. Mit dieser Brutalität, war es der Anführerin der Nazis letztendlich gelungen ihre Macht zu festigen und den Widerstand ihrer Gegner zu beenden.
In einer Phalanx, bestehend aus immerhin schwerbewaffneten und voll ausgerüsteten 12 SS-Soldatinnen und -Soldaten zu ihrem Schutz, bewegte sich gerade Barbara Hitler mit ihrer Adjutantin und auch besten Freundin Kriemhild Krein durch die Straßen ihrer Stadt.
Sie waren momentan auf dem Rückweg vom neuen Hafen, wo sie vor wenigen Stunden erst ein großes Segelschiff, das erste einer ganzen geplanten Flotte, eingeweiht hatte.
Burg
Hauptgebäude
Barbaras Räumlichkeiten
Es war schon bereits dunkel geworden als sie wieder ihre ganz privaten Räumlichkeiten betreten hatte. Bislang gab es nicht sehr viele Gebäude, die auch den Luxus wie Strom hatten. Auch auf der Burg gab es nicht überall diese komfortable Ausstattung, die sie zur Verfügung hatte.
Mit grimmiger Miene zog Barbara Hitler ihren Dolch, während sie auf eine Wand mit ein paar Bildern von der Erde und einigen ihrer wichtigsten ihren letzten bekannten Vertretern zuschritt.
„Eines Tages werden vor allem diese Erdenbewohner hier, mir das büßen, und zwar alle!“, zischte sie hasserfüllt, und dabei mit der Spitze dieser Waffe, jede einzelne dieser Fotographien anstieß.
„Und wie? Wir haben doch überhaupt gar keine Raumschiffe mehr. Ein ganz besonders gefährliches Problem für unsere Streitkräfte sind diese Mutanten, die überwiegend von diesem Professor Xavier angeführt werden. Außerdem kreist über unseren Köpfen, im Orbit unseres Planeten immer ein mächtiges Schlachtschiff der Erde, welches uns seit unserer Deportation hierher pausenlos überwacht…“, erwiderte Kriemhild Krein, die den Hass ihrer Führerin und besten Freundin nur allzu leicht nachempfinden konnte. Auch in ihr selbst brodelten sehr heftiger Zorn und Wut, und somit natürlich auch der Wunsch nach gnadenloser Vergeltung gegenüber der Erde und all ihren Bewohnern.
Planetenorbit
E.U.S. Thetys, Brücke
Mit größter Sorgfalt mussten die Männer und Frauen an Bord des Erdschlachtschiffes ihren Dienst nicht gerade versehen, denn von der Bevölkerung des Planeten, den sie lediglich zu überwachen hatten, ging keinerlei Gefahr aus.
Es war der Crew der Thetys nur in wenigen Regionen dieser Welt gestattet worden mal zu landen, um frische Luft zu atmen, aber durften sie auf Befehl des IOA, der UN und auch von General O‘Neill auf gar keinen Fall in irgendeinen Kontakt mit den Bewohnern dieses Planeten zu treten.
Obwohl das Raumschiff der Menschen natürlich mit den fortschrittlichsten Technologien ausgerüstet worden war, bemerkten dessen Sensoren nicht die beiden Objekte, die sich stetig immer weiter aus unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlichen Abständen der Atmosphäre des Planeten annäherten. Der Grund dafür war einfach und letztendlich auch naheliegend, denn sie beide befanden sich in einem ausgeklügelten sehr extrem technologisch fortschrittlichen Tarnmodus.
2. Destiny-Galaxie
Nova-System
Planetenorbit
In beinahe schon regelmäßigen Abständen, kehrten sowohl die U.N.S. Hector als auch die E.U.S. Paris in den Orbit des neuen Heimatplaneten der Novianer zurück, um ihre Passagiere, die sie von einer der rund drei Dutzend Tenara-Kolonie aufgenommen hatten, eben dort wieder abzusetzen. Nur um dann wenige Stunden später bereits, nach der Aufnahme von frischen Vorräten, wieder zu einer der nächsten Kolonien der Tenarer aufzubrechen.
Trinitatis
McCoy‘ Büro
Damit ihm niemand aus der Sicht, natürlich nur allein aus der von Doktor McKay etwas durcheinanderbrachte, hatte er sich nur mit seinem Tablet ausgerüstet schließlich beim Leiter der Trinitatis-Mission eingefunden. Denn der Moment war endlich gekommen, an dem Rodney seine Resultate Hank präsentieren wollte.
Wie immer war der Kanadier dabei von sehr großer Leidenschaft erfüllt, wenn er dann endlich seine Arbeit anderen Leuten präsentieren konnte.
Am Ende hakte „Beast“ noch einmal nach, um absolut sicher zu gehen: „Sie kriegen das also hin, Doktor McKay?“
„Selbstverständlich! Sowohl für das eine Problem, als natürlich auch für das andere! Nur benötigen wir natürlich zu dieser Kontaktaufnahme mit der Raumschiffflotte der Novianer, unbedingt ein Schiff der Daedalus-Klasse, wie ich es bereits schon, während meiner Präsentation erwähnt hatte!“
„Gut. Sobald dies möglich ist, werde ich mich bei Ihnen melden, denn beide Schiffe sind vor einigen Stunden zu einer weiteren Mission aufgebrochen“, erklärte Doktor McCoy.
Sagittarius-Galaxie
MA9-P300, Heimatwelt der Vampire
Umbrais
Sie hatte es eigentlich schon seit sehr langer Zeit wissen müssen, denn Arteriais war nirgendwo zu finden, weder auf dem Planeten, der gezwungenermaßen zu ihrer neuen Heimatwelt geworden war, noch auf einen der Schiffe ihrer Flotte, die nach wie vor stetig im Wachsen war.
„Wo kann Sie nur sein? Sucht also weiter, und geht jeder auch nur allzu kleinen Fährte nach!“, schimpfte daher Königin Liliana, die nämlich bereits das Schlimmste ahnte, dass sich ihre mittlerweile größte Rivalin mit einer beträchtlichen Anzahl ihrer Getreuen aus dem Staub gemacht hatte, um ihre eigene Macht und eigenen Einfluss noch weiter zu sichern und zu festigen.
Mit leicht eingezogenen Köpfen, nach einer Verbeugung, zogen sich die treuesten ihrer Kriegerinnen und Kriegern, die von ihrer Tochter Liana angeführt wurden, zurück.
„Warte, mein Kind! Ich muss vertraulich mit Dir reden!“, rief die Königin der Vampire.
„Mutter“, sagte die junge Frau, die noch einmal kurz leise einige Worte mit ihren Leuten sprach, dann sofort kehrtmachte, die Tür schloss und dann vor ihre Mutter und Gebieterin trat.
„Ich fürchte so langsam insbesondere um Dein Leben. Arteriais führt irgendetwas im Schilde… ich spüre es. Daher werde ich Dich irgendwohin schicken müssen, meine Tochter! Du wirst nämlich eines Tages die Königin unseres Volkes sein. Doch nur, wenn Du überlebst, Liana.“
„Glaubt Ihr etwa, dass Arteriais mich ermorden lassen will?“
„Ich schließe es mittlerweile leider nicht mehr aus. Doch alleine wirst Du nicht aufbrechen, denn es werden Dich natürlich sehr viele unserer treuesten und besten Kriegerinnen und Krieger begleiten, ebenso auch Wissenschaftler, Techniker und Helfer! Offiziell werdet ihr alle euch lediglich auf einer geheimen Mission befinden, damit das Lager von Arteriais sowie sie selbst keinen Verdacht schöpft!“
„In Ordnung, Mutter“, nickte Liana, der die Tränen in die Augen stiegen, denn sie sah es natürlich eher in ihrer Pflicht samt ihrer Kriegerinnen und Kriegern sowie weiteren treuen Anhängern an der Seite ihrer Mutter zu bleiben.
„Gut. Es ist alles so gut wie vorbereitet. Auf diesen Kristall hier wirst Du alle nötigen Informationen finden! Und nun geh, Liana!“
„Mutter“, seufzte die junge Vampirin, die nicht anders konnte als Liliana zum Abschied noch einmal zu umarmen. Danach brach sie sofort auf.
Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Hyperraum
Destiny, Brücke
„Colonel Young, wir verlassen in schon wenigen Minuten den FTL-Flug!“, verkündete Second Lieutenant James, die die Anzeigen bei ihrem Terminal aufmerksam im Blick behielt.
„Wie bitte? So früh schon?!“, stutzte Everett Young vollkommen überrascht, der auf dem Platz des Schiffskommandanten saß. „Rush! Weshalb verlassen wir den FTL-Flug denn schon jetzt? Wir haben doch nicht etwa wieder irgendwelche und unerwartete Probleme hier an Bord?“
„Wie es aussieht, will die Destiny wohl massiv Energie einsparen und dabei auch die Triebwerke schonen, weshalb sie wohl den übrigen Weg zu diesen Stern dort vor uns driften wird“, lautete die Antwort von Nicholas, der nur wenige Meter von Everett entfernt an einem anderen Terminal arbeitete und dabei sehr nachdenklich wirkte.
Milchstraße
PX1-767
Camelot <> Burg, Ort der Aufnahmezeremonie
Allmählich füllten sich auch die letzten noch freien Plätze, auch dort wo all die normalen Untertanen sich versammeln konnten, um der bevorstehenden Aufnahmezeremonie beizuwohnen.
Ein Herold, in würdevoller Haltung und feierlichen Gewand, trat schließlich hervor während viele Trompeten und Posaunen ertönten. Zunächst einmal kündigte er König Artus und seine Verlobte Adriana an, die als Letzte gemeinsam mit Myrddin erschienen und dann gleichfalls ihre Plätze einnahmen. Nachdem dies geschehen war, verkündete der Herold dann nochmals mit lauter Stimme, in wenigen Sätzen, weshalb sie sich denn heute alle an diesem Tage hier versammelt hätten.
Es verstrichen daraufhin einige Sekunden, die die schon bereits bestehende Spannung ein weiteres Mal erhöhen sollte. Dann erst, begrüßte zunächst Artus alle Anwesenden mit lauter Stimme alle geladenen Gäste und seine Untertanen. Danach taten es ihm Adriana und Myrddin gleich. Im Anschluss, trat nach langen Applaus und so manchen Hurra-Rufen erst wieder dann Ruhe ein, nachdem der Herold ein strenge Geste getan hatte, nämlich drei sehr kräftige Schläge auf einen Gong zu tätigen. Wenige Augenblicke später schon, trat erneute Stille ein, welche schließlich erst durch das erneute Erklingen von Trompeten beendet wurde.
Der große Moment war schließlich gekommen, denn der alte Antiker Myrddin trat vor Artus und Adriana hin, verneigte sich kurz ganz leicht vor den beiden, dabei sprach er sehr leise einige Worte zu ihnen. Aus einer bereitstehenden und reichlich, fein verzierten goldenen Truhe, die auf einem silbernen Podest stand, holte Merlin dann eine Weißleuchtende Schriftrolle heraus. Anschließend überreichte er diese dem König, und stellte sich danach neben diesen.
„Volk von Camelot! Sehr geehrte Exzellenzen und werte Gäste! Es folgen nun von dieser hier verzeichneten Liste die Namen derjenigen, welche am heutigen Tage in die neue Tafelrunde der Edlen und als Ritter berufen worden sind! An der Auswahl der Namen nahmen teil, mein Mentor und Freund Merlin, meine Verlobte Adriana und auch natürlich ich selbst. Zunächst werde ich persönlich die Namen aller mit lauter und verständlicher Stimme verlesen. Im Anschluss wird dann der Sprecher meines Hofstaates der Reihe nach, die Namen einzeln abermals laut vortragen, worauf die oder der Genannte damit aufgefordert worden ist, vorzutreten und zu uns auf dieses Podium zu kommen! Vor uns dreien angelangt, wird sie oder er sich kurz niederknien, während ich ihn leicht mit meinem geheiligten Schwert „Excalibur“ die Schultern berühren werde, zum Zeichen dafür, das sie oder er von nun an offiziell in die Tafelrunde aufgenommen worden ist! Nachdem dies vollzogen ist, werden Merlin, Adriana und ich kurz mit dem neuen Mitglied der Tafelrunde sprechen! Danach folgt der oder die Nächste, bis alle aufgenommen sind! Nun denn, verkünde ich die Namen aller Frauen und Männer, die auf diesem Dokument verzeichnet sind…“, hörten wir alle König Artus sagen.
Artus verlas also von dem Moment all die Namen, die auf der Schriftrolle aufgezeichnet worden waren. Darunter waren sehr viele bekannte Namen, aber auch der Name meiner Frau sowie ihrer besten Freundin und Kollegin, obwohl die Goa‘uld-Symbionten nach wie vor in ihnen beiden wohnten. Doch es wurden noch andere bekannte aber auch noch vollkommen unbekannte Namen verkündet, wie von einigen wenigen Tok‘ra, wichtigen Anführern der Jaffa, aber auch erstaunlicherweise Vala Mal Doran und ihr Ehemann Tomin, sowie der meinige. Insgesamt musste es wohl um die 40 Personen sein, die auf der Liste aufgeführt waren.
„Wieso ausgerechnet ich?“, seufzte ich leise.
„Wahrscheinlich deswegen, weil Du vor einiger Zeit Adriana mal das Leben gerettet hast!“, hörte ich sogleich die Stimme von Professor Charles Xavier, der auch in die Tafelrunde aufgenommen werden sollte und sich ganz in meiner Nähe befand, leise in meinem Kopf antworten.
Derweil hatte der König die Verkündigung der aufgeführten Namen auf dem Dokument beendet, denn er erklärte: „Sehr gerne würden wir noch mehr Persönlichkeiten, auf Grund ihrer Fähigkeiten und ihres Mutes in der heutigen Zeremonie in den Kreis der Tafelrunde aufnehmen, doch sind einige durch Krankheit verhindert oder befinden sich derzeit noch an Bord der Trinitatis oder gar der Destiny! Ich hoffe aber, dass wir einige von diesen mutigen Frauen und Männern, diese Ehre eines Tages zu Teil werden lassen können!“
Nachdem Artus geendet hatte, hatte er die Schriftrolle an den Sprecher seines Hofstaates weitergereicht.
Abermals ertönten mit hellen und durchdringenden Klang die Trompeten für einige Sekunden, nachdem wir alle dazu aufgefordert waren uns zu erheben.
Als dann wieder Stille eingekehrt war, ergriff sofort der Sprecher von Artus‘ Hofstaat das Wort, und begann: „Professor Charles Francis Xavier… Lady Valencia von Camelot… Teyla Emmagan von Athos… Specialist Ronon Dex von Sateda… Doktor Carolyn Lam… Doktor Carson Beckett… Brigadier General John Sheppard… Teal’c von Chulak… Major General Steven Caldwell… Brigadier General Cameron Mitchell… Lieutenant General Hank Landry… Polizeihauptmeisterin Jeanne Nicole Schneider/Nike… Ororo „Storm” Munroe… Lieutenant General Jack O’Neill… Erik „Magneto“ Lehnsherr… Major General Samantha Carter… Doktor Jean „Phoenix” Grey…
Polizeihauptmeisterin Jasmin Nadine Ataya/Bastet… Admiral William „Husker” Adama… Anise/Freya von den Tok´ra… Colonel Saul Tigh… Captain Karl C. „Helo” Agathon… Chief Galen Tyrol… Lieutenant Sharon „Athena” Agathon… Miss Shen Xiaoyi… Commander Lee „Apollo” Adama… Laura Roslin… Tory Foster… Caprica Sechs…
Ellen Tigh… Veronika, die Prinzessin der Amazonen… Bra’tac von Chulak… Alexander, der Pflegevater Adrianas… Eve, die Pflegemutter Adrianas… Kommandantin Larissa… Hauptmann Cassius… Ishtar von Hak’tyl… Vala Mal Doran… Ganos Lal/Morgan La Fay… Commander Doran von der Luzianischen Allianz… First Lieutenant Jin Jiao… Doktor der Informatik Benjamin David Rosenthal… James Logan „Wolverine“ Howlett… Major und Doktor der Physik Jennifer Hailey… Lieutenant und Doktor der Medizin, Physik, Geologie, Chemie Cassandra Fraiser… Sean Angus „Sam” MacGyver-Malloy… Mei Jan MacGyver-Malloy… Kommandant Tomin… Jill Ludien von der Luzianer Allianz… Tara Okolele von Kauii… Jonathan „Wolfrino“ Martin… Private Sandra Kieras von Leonis…”
Alle aufgerufenen Personen, die auf der Schriftrolle verzeichnet und schon zuvor verlesen worden waren, traten wie zuvor von Artus aufgefordert nun jetzt einzeln der Reihe nach, nach vorne, um dann von König Artus zum Ritter geschlagen und somit in die Tafelrunde aufgenommen zu werden, zu der er natürlich auch selber, sowie seine Verlobte Adriana und ebenso auch Merlin sowie ein Dutzend Ritter bereits angehörten. Wie zuvor schon vom König erklärt, sprachen seine zukünftige Gemahlin und sein Mentor, kurz mit allen Rittern der neuen Tafelrunde für einige Minuten. Danach übereichten meist abwechselnd Adriana und Myrddin jedem noch eine Urkunde. Das heißt, dass Adriana den männlichen und Myrrdin dem weiblichen Kandidaten diese Dokumente jeweils überreichten.
Mit einem lächelnden Gesicht hatte Private Sandra Kieras soeben ihren Platz wieder eingenommen, da erschien für uns alle vollkommen unerwartet der Prior Eremitias, mit einer leicht bewaffneten Eskorte von Soldatinnen und Soldaten der Orici Adria, der eine klare Botschaft, die sich eindeutig für alle Anwesenden wie eine Drohung anhörte, verkündete.
Er sah sich noch einen Moment kurz um, dann sprach er schließlich mit sehr lauter Stimme: „Alle, die Ihr weiterhin immer noch im Dunkeln geht, werdet vom Lichte und im Feuer der einzigwahren Göttin, Adria Orici, Läuterung finden, bevor Ihr dann endlich zur wahren und alleinigen Erkenntnis im Universum gelangen werdet! Wir werden den Ort des Exils und der Verbannung finden, mit oder ohne eure Hilfe!“, wobei er überwiegend dabei auf Merlin, Adriana und Artus deutete, „Die Frevler werden natürlich, ebenso wie auch die Einsichtigen und wahren Frommen den wohlverdienten Lohn für ihre Taten und ihr Tun erhalten! Trefft also schon sehr bald eure Wahl: Die Suche und Erlösung im Licht oder die strafende Verdammung im ewigen Feuer der Orici Adria, sobald sie, die einzigwahre und allwissende Göttin des Universums, ihren ihr allein zustehenden, rechtmäßigen Platz wiedererlangt hat!“
Nachdem er dann seine Rede geendete hatte, hatte sich der Prior Eremitias abermals noch mehrere Minuten lang demonstrativ bei den Leuten umgesehen. Da er auch wusste, was hier mit großer Feierlichkeit begangen wurde, fügte er schließlich mit wiederholter drohender Stimme hinzu: „Diese hier versammelten edlen Ritterinnen und Ritter dieser sogenannten Tafelrunde, die am heutigen Tage hier einberufen wurde, wird sich schon sehr bald beweisen müssen!“
Danach wandte sich Eremitias auch schon samt seinen Begleitern endgültig um, um wieder auf ihre wartenden Schiffe im Orbit dieses Planeten zurückzukehren.
Die Stimmung auf dem Fest der Aufnahmezeremonie war nun mehr als nur etwas getrübt worden, denn man musste diese unheilvolle Ankündigung mehr als nur ernst nehmen. Doch es stand noch, nach ein paar abschließenden Ansprachen, ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung, nämlich die baldige Abreise nach Heraclia, weil dort die Hochzeit von Adriana und Artus begangen werden sollte.
Sagittarius-Galaxie
Planet MK7-X22
Nördliche Hemisphäre
Hauptkontinent, Hauptstadt
Burg, Hauptgebäude
Barbaras Räumlichkeiten
„Ich gehe jetzt zu Bett“, erklärte Kriemhild, die sich gähnend, ihren Mund mit der linken Hand zuhielt.
„Schlaf gut! Ich ziehe mich auch in mein Bett zurück, bis morgen!“, erwiderte Barbara, die eines ihrer beiden Schlafzimmer ansteuerte.
Nachdem Barbara Hitler die Tür verschlossen hatte, spürte sie sofort eine ungewohnte, geradezu eisige Kälte und einen unheimlichen frostigen Hauch in ihrem Schlafgemach. Obwohl nach wie vor das Feuer im Kamin prasselte. Nur spendete es erstaunlicherweise nicht die gewohnte behagliche Wärme.
Die Soldatin in ihr spürte es nun, während sie langsam zu ihrem Bett schritt, irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. Ihre rechte Hand tastete daher nach dem Pistolenholster an ihrem Gürtel, zeitgleich griff sie mit der anderen nach dem Griff ihres Dolches, damit das Gefühl der Sicherheit dadurch irgendwie wiederkommen sollte.
Es kam aber nicht.
Stattdessen kam etwas ganz anderes, denn einer der vielen Schatten zu ihrer Linken in ihrem Schlafgemach schien mit einem Male lebendig zu werden. Doch dies alles ging für die Führerin aller Nazis einfach komplett zu schnell, darum wurde sie mit unbegreiflicher Macht auch schon von hinten gepackt und mit brutaler Gewalt bäuchlings auf ihr Bett gedrückt. Dabei wurden ihre beiden Unterarme unsanft zwischen dem Bett und ihren eigenen Oberkörper eingeklemmt.
Dennoch versuchte Barbara sich vehement zappelnd und strampelnd, irgendwie aus ihrer misslichen Lage zu befreien, und zumindest eine ihrer Waffen zu ziehen. Doch es gelang ihr nicht, weil der starke Druck und die Kraft mit welchem sie gegen das Bett gepresst wurde, schlichtweg einfach zu groß waren. Schließlich gab sie es ganz auf, da die Gefahr, dass sie sich beim Versuch ihre Pistole oder ihren Dolch zu ziehen und dann einzusetzen, vermutlich selber damit schwer, wenn nicht sogar tödlich verletzen würde.
„Mhmm! Das sind ein süßer Widerstandskraft und ein enormer Kampfeswillen, denn ich hier spüre. Köstlich. Das Blut, welches von Deinem wild schlagenden Herzen durch die Adern dieses Körpers rauscht… Nur allzu gerne würde ich mich gleich daran laben!“, hörte die Führerin der Nazis eine weibliche Stimme dicht hinter sich nach Begierde säuseln.
Woraufhin Barbara Hitler entsetzt: „Was? Was meint Ihr damit?“, fragte.
„Ich meinte es genauso, wie ich es eben geäußert habe“, antwortete die unheimliche Besucherin, die nun ganz nah am Kopf ihres Opfers gekommen war, so dass Barbara zumindest die Fangzähne sehen konnte, als sie mühsam ihren Kopf zur Quelle der unbekannten Stimme gedreht hatte.
Die Nationalsozialistin erschauderte, denn sie kannte natürlich die Geschichten von einer Welt und den dortigen Bewohnern, welche ihr Volk einst rein zufällig aufgesucht und überfallen hatte, und sagte daher vollkommen erschrocken: „Nein, bitte, bitte tötet mich nicht! Bitte! So wartet doch... Moment… Wurdet Ihr etwa von der Erde geschickt, um mich zu ermorden?“
„Von der Erde? Nein. Wieso? Jetzt bin ich doch ein wenig neugierig geworden, obwohl es natürlich einen sehr, sehr viel interessanteren und vor allem aber natürlich auch einen viel süßeren Weg gibt, um die Wahrheit von Euch zu erfahren. Doch sagt mir zuerst, warum sollte ich Euch denn nicht töten? Denn immerhin hat Euer Volk den unsrigen einst großen Schaden zugefügt, und dies muss gesühnt werden. Aber nun gut… Sprecht!“
„Weil durch meinen Tod, hier das Chaos ausbrechen würde.“
„Ist das alles? Ist mir doch egal!“, lachte die Besucherin amüsiert auf. „Aber weiter, erzählt mir von der Erde, warum sie so sehr an Eurem Tod vielleicht so interessiert wäre, sonst sauge ich Euch nämlich gleich aus!“
„Gut. Wenn Ihr mir im Gegenzug dann vielleicht auch eine Frage beantworten würdet.“
„Kommt ganz darauf an… Meinetwegen, stellt nun Eure Frage!“
„Was meint ihr mit einem interessanteren und süßeren Weg? Wollt ihr etwa mithilfe oder durch mein arisches Blut an die Wahrheit gelangen?“
„Ja, ja. Diese komische rassistische Überheblichkeit von Dir und Deinem Volk, und ja, wenn ich auch nur das kleinste Gefühl habe, dass Du mich anlügst, wird dieser Schritt wohl wahrscheinlich unvermeidlich sein“, lachte die mittlerweile schon sehr mächtig gewordene Vampirin, die natürlich niemand geringeres als Arteriais persönlich war.
„Na dann. Lasst mich doch bitte endlich los.“
„Warum?“
„Wie Ihr gesehen und bemerkt habt, trage ich doch einen Dolch bei mir, mit dem ich mich schneiden werde, damit Ihr von meinem Blut trinken könnt, und somit ohne große Mühe an die Wahrheit gelangt. Auch, wenn es natürlich für mich so einige Schmerzen bedeutet, da ich auf Euren Biss in meinen Hals verzichten möchte.“
Zunächst so ziemlich irritiert blickte die langlebige Besucherin drein, doch dann nickte sie, sagte aber einschärfend: „Also gut, so tue, was Du mir angeboten hast! Aber wage keine Mätzchen, sonst ist es nämlich aus mit Dir!“
Nun endlich konnte sich Barbara Hitler wieder frei bewegen. Langsam zog sie ihren Dolch, dessen Klinge sie dann über ihre linke Handfläche zog. Während sich die Führerin der Nazis wie angekündigt schnitt, fragte sie dann laut, um sich von den Schmerzen, die sich so eben zufügte abzulenken: „Was ich allerdings nicht verstehe ist, weshalb Kriemhild nicht hier hereingekommen ist, denn wir beiden waren ja schließlich laut genug…“
„Oh, um die wurde sich gekümmert“, erklärte Arteriais mit einem zuckersüßen Lächeln, wobei sie aber die Nationalsozialistin keinen Momentlang aus den Augen ließ.
Erschrocken zuckte Barbara mit den Worten: „Ihr habt doch nicht etwa bereits meine beste Freundin ermordet!?“, zusammen.
„Aber nicht doch. Die Kleine ist schließlich eine von uns.“
„Diese Verwandlung in einen Vampir wurde doch aufgehalten…“
„Nein! Wir kommen nämlich schon seit einigen Zeiten hierher. Um dieses kleine Problem der Verwandlung, haben sich meine Begleiter bereits sehr gut gekümmert. Sie wurde durch die Behandlung von der Prinzessin unserer Königin nur vorübergehend durch die Kräuter gestoppt, deren ätherischen Öle Kriemhild ihr gesamtes übriges Leben nehmen müsste. Sie wird schon sehr bald wieder, vollkommen eine von uns sein“, erwiderte die Vampirin lächelnd.
Damit keine bösen Missverständnisse aufkamen, legte Barbara ihren Dolch und auch ihre Pistole mit sehr langsamen Bewegungen auf einer Kommode ab. Danach ging sie sofort mit sehr langsamen Schritten auf die wartende Arteriais zu, die schon total begierig auf den besonderen und auch eindeutig aus ihrer Sicht viel zu seltenen Moment, frisches und warmes Menschenblut zu trinken, wartete.
Doch irgendwie schien sich eine große Unruhe immer mehr dem Quartier von Barbara Hitler zu näheren. Mehrere laute Stimmen, die panisch einander etwas zuriefen wurden stetig deutlicher. Hinzukamen stampfende und trampelnde Schritte, aber auch nicht näher zu erfassende Geräusche auf den umliegenden Korridoren.
Dann plötzlich musste sich das Geschehen in direkter Nähe abspielen, denn: „Halt! Stopp! Sofort stehenbleiben im Namen unserer Führerin!“, schrien voller Panik mehrere Stimmen von Soldatinnen und Soldaten der SS sowie auch der Leibgarde von Barbara Hitler so sehr laut, dass sie nämlich immer noch deutlich genug durch die nach wie vor massive und geschlossene Doppeltür hindurch drangen.
„Was ist denn jetzt schon wieder los?“, zischte Arteriais, die mit Wonne gerade eben etwas vom Blut von Barbara Hitler gekostet hatte. Doch diese extreme akustische Störung verärgerte die Vampirin bis aufs Äußerste, weswegen sie auch die Führerin der Nazis nicht nur böse anfunkelte, sondern auch am Hals packte.
„Was hat dieser Lärm zu bedeuten? Rede!“
„Ich weiß es nicht“, beteuerte Barbara, „Das müsst Ihr mir glauben.“
„Muss ich das etwa?“, fragte Arteriais, die auf einmal sehr große Lust hatte noch mehr von ihrem Opfer zu nehmen, obwohl sie die Wahrheit natürlich bereits kannte, und auch ein Plan in ihr immer mehr reifte. Doch zunächst griff sie abermals noch kräftiger zu, drückte den Kopf ihres Opfers weiter in dessen Nacken, und dann beugte sich Arteriais vor um Barbara in den Hals zu beißen.
Und gerade als sich die Vampirin schon einen sehr kräftigen Nachschlag vom Blut der Anführerin aller Nazis gönnen wollte, flog mit einem extrem heftigen Knall die verriegelte Doppeltür auf. Wobei das Holz der Tür nur so auseinandersplitterte. Kurz darauf stürmten metallischgraue Wesen mit Falkenköpfen und dann noch ein weiteres mit derselben Rüstung, nur in einer goldenen Variante, in den Raum die alle feuerbereite Strahlenlanzen und Zats in den Händen hielten.
Der Helm von der Person mit der goldfarbenen Rüstung verschwand wie von Geisterhand und das Gesicht einer orientalischen Frau kam zum Vorschein.
Während Arteriais sehr zornig über diese erneute und heftige Störung ihr Gesicht verzog, röchelte Barbara mühsam, die sich noch weiterhin im extrem harten Griff der Vampirin befand: „Aset!“
