[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#64
Odyssee
Folge 8.04 - “Heredes, Teil 3”

Sagittarius-Galaxie
Heimatwelt der Vampire, Orbit von MA9-P300
Nike, Kriegsschiff der Aurora-Klasse

Wie von der Königin der Vampire, Liliana, es angeordnet worden war, hatten sich alle für diese Mission rekrutierten Vampire unter dem Kommando ihrer Tochter, der Prinzessin versammelt.
Es waren, wie natürlich von ihrer Mutter zuvor versichert, wirklich nur welche von ihren treuesten Anhängern aus sämtlichen Strukturebenen ihres Volkes. Und ihre Anzahl wäre auch schon so groß genug, um es auch offen mit Arteriais und ihrer Anhängerschaft aufnehmen zu können. Doch um wirklich eine gesicherte Zukunft haben zu können, benötigte man natürlich auch gute und verlässliche Verbündete, aber auch zumindest wichtige Ressourcen, sowie einen sicheren Stützpunkt und weitere Basen. Und diese zu erschließen, und dann zu sichern war der große Auftrag für Prinzessin Liana.

Auf der Brücke sah sie sich aufmerksam noch einmal ein letztes Mal um, denn dies war der erste Einsatz dieser Form und Größenordnung, den sie für ihr Volk zu erfüllen hatte.

Alle hatten mittlerweile ihre zugewiesenen Plätze an Bord der Nike eingenommen. Nun endlich gab auch Liana die ersten Zielkoordinaten über eine kleine Konsole am Stuhl des Kommandanten, auf welchen sie Platz genommen hatte, ein. Schon kurz darauf öffnete sich ein Hyperraumfenster, in welchen sie schon sehr bald eintauchen würden.


Planet MK7-X22
Nördliche Hemisphäre
Hauptkontinent, Hauptstadt
Burg, Hauptgebäude
Barbaras Räumlichkeiten

Sofort nach ihren Eindringen in das Quartier von Barbara Hitler, richteten alle Jaffa, die sich bei ihrer Göttin und Goa‘uld-Königin Aset befanden, ihre feuerbereiten Stabwaffen und Zats auf Arteriais. Die Vampirin wusste zunächst nicht so genau was hier gerade wirklich vor sich ging, denn mit solchen ungewöhnlichen Gästen oder eher mächtigen Störenfrieden hatte sie nun überhaupt nicht gerechnet.
Doch schließlich ließ sie dennoch ihr Opfer los und Barbara Hitler ging daraufhin erschöpft, sowie aber zumindest auch ohne jeglichen weiteren Blutverlust unsanft zu Boden.
Aber dann erinnerte sich Arteriais schließlich an die Berichte von der Delegation ihres Volkes, das auf der Erde gewesen war, weswegen sie dann im zischenden Ton bemerkte: „Ah, eine Goa‘uld. Eine selbsternannte Göttin.“

Es klang wie blanker Hohn. Ohne aber jedoch irgendwie auf diese Schmähung verbal einzugehen, ließ Aset nur ihre Augen kurz golden aufglühen, während sie auf die Vampirin und die am Boden liegende Führerin der Nazis zuschritt.

„Endlich habe ich Euch nach einer langen und gefährlichen Suche in dieser kleinen und bislang unbedeutenden Galaxie und auf diesen abgelegenen Planeten aufgespürt! Wer hat hier, bei Euch sogenannten Ariern, der selbsternannten Herrscherrasse das Sagen? Ihr und Eurer Führer habt mir nämlich einst vor beinahe hundert Jahren, sowie auch vor nicht allzu langer Zeit unzählige Sklaven und vieles weitere mehr versprochen, doch wir mussten in Schande vor den Tau‘ri fliehen, weil ihr die Tau‘ri eindeutig unterschätzt habt. Wo ist er also, Euer Führer Barbarossa Hitler?“, fragte die Goa‘uld zischend, während Barbara Hitler sich heftig zitternd, langsam wieder aufrappelte.
„Mein Bruder ist tot. Die Bewohner der Erde haben seinen Angriff abgewehrt. Später dann die Überlebenden, darunter auch meine Untergebenen und mich ins Exil auf diese ferne Welt deportiert, obwohl ich der Erde geholfen habe, um mein Volk damit zu retten. Ich bin die neue Führerin der Nationalsozialisten, Babara Hitler!“, lautete die Antwort einer jungen Frau, die klar erkennbar um eine möglichst würdevolle Haltung bemüht war.

„Also bist Du eine Mörderin und Verräterin!“, stellte Aset kühl fest, die sich schon innerlich darauf vorbereitete die Frau, die sich gerade erst vor ihr mühsam wieder aufgerappelt hatte, zu töten.
„Nein! Nein, so war es nicht gewesen“, widersprach Barbara sofort mit angstvollen Blick hastig, „denn mein Bruder Barbarossa hat mit einen Dolch von mir, zunächst unseren eigentlichen Führer, welcher auch unserer Großvater gewesen ist, sowie dann auch noch unseren leiblichen Vater, den legitimen Nachfolger des Führers kaltblütig ermordet. Danach wollte er auch noch mich mit derselben Waffe umbringen. Ich hatte jedoch Glück und floh dann noch in derselben Nacht mit einer Einheit von meinen loyalen Soldatinnen und Soldaten. Weil es ihm aber misslang mich zu ergreifen, schob er dann mir diese beiden Morde und den Verrat zu, um sich an die Macht über unser Volk zu putschen...“

Bevor die Goa‘uld etwas dazu erwidern konnte, sagte die Vampirin mit einem fast schon bedauernden Seufzen: „Sie sagt leider die Wahrheit. Und der Weg dahin war sehr süß, obwohl er auch nicht so zuckersüß für mich gewesen ist, wie ich es zunächst geplant hatte.“

„Es waren auch Frauen und Männer bei den Menschen der Erde, die wie Ihr es seid.“
„Goa‘uld?“
„So ist es.“
„Wer?“
„Nike, Bastet, Yu und Kali. Ich erinnere mich nur an diese vier Namen, aber es waren noch einige mehr“, keuchte Barbara Hitler, die noch immer angstvoll und schwitzend all die Eindringlinge anstarrte.
„Sehr interessant. Mit den Vieren habe ich mich eigentlich immer gut verstanden,… besonders mit Bastet und Nike… Aber was mache ich jetzt mit Euch und den anderen sogenannten Ariern?“
„Überlasse sie doch einfach allesamt mir, meine Teure“, bot Arteriais natürlich nicht ganz vollkommen uneigennützig an.
„Kommt gar nicht in Frage, denn ich will für diese Geschichte, die in der Schlacht von Tau‘ri geschehen ist, entschädigt werden“, widersprach Aset, die nicht nur die Führerin böse anfunkelte, sondern auch die Vampirin.
„Genauso wie auch ich, und mein Volk. Außerdem war ich zuerst hier“, konterte dann Arteriais grinsend.

Wütend darüber ließ die Goa‘uld abermals warnend ihre Augen aufglühen, bevor sie dann abermals und mit aller Härte in ihrer Stimme entgegnete: „Meine Rechte sind trotzdem um viele Jahre älter!“
Daraufhin sagte die Vampirin, geradezu feindselig: „Ach ja?!“

Bevor Aset erneut was erwidern konnte, mischte sich Barbara Hitler ein, die schließlich nämlich meinte: „Wir haben doch alle drei denselben Feind: Und zwar die Erde und ihre Bewohner! Weshalb tun wir uns nicht zusammen und bilden eine Allianz?“
„Das ist doch jetzt wohl ein Scherz?“, hakte die Vampirin irritiert nach, während schon die Goa‘uld, darüber wohl ernsthaft nachdenkend, leicht zustimmend nickte.

„Ich tue mich höchstens mit Ihr dort zusammen! Du bist nämlich nichts weiter als eine Sklavin! Genauso wie Dein gesamtes Volk unsere Sklaven sein werdet!“, fauchte Arteriais schließlich ziemlich grimmig. Dabei deutete sie auf Aset, die dann aber schließlich auch noch sehr ernsthaft über den eben ausgesprochenen und viel besseren Vorschlag der Vampirin nachzudenken schien.

Die Augen von Barbara Hitler weiteten sich voller Panik noch weiter, denn sie wusste, ihr Volk und sie selbst, würden von nun an selber unterdrückt und ausgebeutet werden.



Unbekannte weit, weitentfernte Galaxie
Destiny, Brücke

Wie schon bereits allen durch die Daten bekannt und Doktor Rush bestätigt geworden war, fiel die Destiny sehr viel früher aus dem FTL-Flug und driftete dann auf den Stern zu, welcher sich direkt vor ihnen befand. Somit wurde allen an Bord dieses von den Antikern einst gebauten alten Raumschiffes wieder einmal mehr bewusst, wie alt die Destiny in Wahrheit schon bereits war. Doch funktionierte sie immer noch, wenn aber auch nur dank der unzähligen getätigten Verbesserungen nach wie vor so gut, dass sie ihr Ziel wohl trotz aller Probleme dennoch erreichen würden.

Aber was war dann?

Viele waren sich sicher, dass Doktor Nicholas Rush die Antwort darauf vermutlich schon bereits seit einiger Zeit sehr genau kannte. Es war aber wie all zu oft, eigentlich seit der Minute an seitdem sie sich auf der Destiny befanden so. Wenn man dann diesen Mann darauf ansprach, hüllte sich jener nur in Schweigen und lächelte dabei nur milde den Fragesteller an.

Momentan überprüfte Eli Wallace mal wieder die letzten Berechnungen, wobei ihm Chloe Armstrong tatkräftig half. Die beiden waren extrem neugierig, wie viele ihrer Gefährten es ebenso waren, nämlich das sie alle ihr Ziel, nach ihrer jahrelangen Reise endlich doch noch erreichen würden.

Als die beiden einmal kurz aufsahen, befanden sie sich noch wenige hunderte Kilometer vor der Sonne, in welche sie schon sehr bald eindringen würden, um ein weiteres Mal ihre Energiereserven für die weitere Reise aufzuladen.



2. Destiny-Galaxie
Irgendwo zwischen dem Novus-System & Nova-System
E.U.S. Paris, Brücke

Zur selben Zeit war an Bord des Schlachtschiffes der Erde, wohl Doktor Rodney McKay von allen anderen Besatzungsmitgliedern wohl am aufgeregtesten, denn der Kanadier schaute immer noch mit einem sehr starren und konzentrierten Blick auf die aktuelle Geschwindigkeit und Position der Paris sowie auch den Koordinaten, die er für die Evakuierungsflotte der Novianer errechnet hatte.

Es vergingen noch einige weitere Sekunden, dann sagte McKay schließlich: „Es ist jetzt soweit: Die Geschwindigkeit ab jetzt ganz langsam und kontinuierlich verringern, und zwar so, dass sie dann genau konstant, ganz knapp unter der Lichtgeschwindigkeit bleibt!“

Der Steuermann des Erdschiffes, Major Maryse West, schaute nur einmal kurz, zu ihrem ihr zunickenden ukrainischen Kommandanten, Oberst Nazar Petruk. Der Osteuropäer war nicht gerade davon begeistert gewesen auf diese Mission mit Doktor Rodney McKay zu gehen, weil er im Verlaufe der bisherigen immer wieder von seinen Eigenheiten und Launen viel mehr mitbekommen hatte als ihm letztendlich lieb gewesen war. Zum anderen wurden ja parallel dazu schon die ersten Vorbereitungen getroffen, die die U.N.S. Hector durch das Supergate der Orici-Anhänger zurück in die Milchstraße bringen sollte.

Sofort machte sich natürlich die veränderte Geschwindigkeit bemerkbar, denn man flog nun fast ebenso schnell, wie auch die Destiny seit Jahrmillionen durch das Universum reiste. Doch dafür hatte man nicht wirklich viel Zeit, weil die Triebwerke der Erdschiffe nun einmal für eine solche, ja geringe Fluggeschwindigkeit ursprünglich eigentlich nicht wirklich entwickelt worden waren, obwohl McKay vorsichtshalber einige Modifikationen an den Antrieben im Vorfeld vorgenommen hatte, um somit das bestehende Risiko so gut es ging zu verringern.

Nach einiger Zeit verringerte man auf Anweisung von Doktor McKay abermals das Tempo, und siehe da, es war dann offenbar endlich soweit. Es auch nur zunächst nur sehr schemenhaft etwas zu erkennen: Vor ihnen zeichneten sich mehrere verwischte Linien ab. Man hatte die Evakuierungsflotte der Novianer endlich gefunden.

„Okay. Senden Sie jetzt die Botschaft, die wir vorbereitet haben!“, verkündete Rodney, der seine Aufregung kaum noch zügeln konnte, weil ihm natürlich auch mal wieder etwas vollkommen Außergewöhnliches gelungen war, wenn auch nicht auf Anhieb.
Es dauerte einige Sekunden, dann meldete Leutnant Darja Onopko, eine Ukrainierin: „Sämtliche Schiffe der Novianer-Flotte müssten nun jetzt mittlerweile unsere Botschaft erhalten haben.“
„Warten wir nun ab, was geschieht!“, entschied der Kommandant der Paris.

Novianer-Flotte
Flaggschiff, Kommandobrücke

„Es ist bestätigt, Sir. Alle Schiffe unserer Flotte haben dieses Signal einer Botschaft von einem Schiff der Erde, namens Paris, erhalten. Was wollen wir jetzt wegen dieser Sache unternehmen, Admiral?“
„Gibt es ein vorläufiges Votum des Rates, Colonel?“
„Bislang noch nicht, Sir.“
„Kümmern Sie sich darum, und zwar schnell! Lieutenant Wray!“
„Sir.“
„Sie werden der Paris, lediglich die eine Botschaft übermitteln, nämlich dass wir deren Botschaft erhalten haben!“
„Verstanden, Admiral.“

E.U.S. Paris, Brücke

„Wir haben soeben eine Antwort erhalten!“, verkündete Leutnant Onopko.
„Und?“
„Die Botschaft kommt wohl direkt vom Flaggschiff der Novianer-Flotte, der Lisa Park, darin steht lediglich, dass sie unsere Botschaft erhalten haben, Kommandant.“
„Doktor McKay, wie lange können wir noch diese Geschwindigkeit aufrechterhalten, ohne dass die Paris Schäden an ihrem Antrieb davonträgt?“
„Vielleicht noch einige Minuten! Höchstens allerdings nur noch eine halbe Stunde!“, lautete die Antwort des Kanadiers.
„Gut. Leutnant Onopko, senden Sie eine weitere Botschaft an die Flotte der Novianer, dass wir diese Geschwindigkeit nicht mehr lange beibehalten können, da sonst unsere Triebwerke in nicht absehbarer Zeit irreparabel beschädigt werden könnten!“
„Sehr wohl, Kommandant“, erklärte Darja, die umgehend den Befehl ausführte.

Novianer-Flotte
Flaggschiff Lisa Park, Kommandobrücke

„Dann sind wir uns also einig geworden, Ladies and Gentlemen?“
„Jawohl, Sir.“ -  „Solch eine unerwartete Chance, bekommen wir wohl niemals wieder.“ -
„So ist es, Admiral.“ - so in etwa lauteten klaren und eindeutigen Reaktionen nach einer kurzen aber intensiven Besprechung, die zuvor, wenn sie auch nur für wenige Minuten angedauert hatte als gerade die zweite Botschaft des Schlachtschiffes der Erde ihre gesamte Flotte erreicht hatte.

„Dann nehme ich in Kürze selber direkten Funkkontakt mit dem Kommandanten der E.U.S. Paris auf“, erklärte der Oberbefehlshaber der gesamten Flotte der Novianer, damit alle zum selben Zeitpunkt stoppen konnten, was den Kontakt und Austausch mit dem Erdschiff, welches sich auf die lange und beschwerliche Suche nach ihnen gemacht hatte, sehr erleichtern würde.

E.U.S. Paris, Brücke

„Oberst Petruk.“
„Was gibt es, Leutnant Onopko?“
„Das Flaggschiff der Novianer-Flotte, die Lisa Park, ruft uns jetzt, Herr Kommandant. Außerdem melden sie, dass sie, also die gesamte Flotte der Novianer in wenigen Minuten ihre Geschwindigkeit verlassen und stoppen werden.“
„Sehr gut. Geben Sie mir dann den Admiral der Novianer-Flotte auf den Hauptbildschirm!“

Wenige Minuten nach diesem Gespräch, stoppten alle Schiffe, die Paris und die Flotte der Novianer, verließen die hohe Geschwindigkeit, die immerhin sehr knapp unter der von der Lichtgeschwindigkeit lag.
Danach und nur einige Atemzüge später war schließlich das Gesicht eines Mannes zu sehen, welcher Anfang bis Mitte 60 Jahre alt sein musste. Doch nicht nur jener war zu sehen, sondern auch einige Details von der Kommandobrücke selbst sowie einige der weiteren Besatzungsmitglieder.

Novianer-Flotte
Flaggschiff Lisa, Kommandobrücke

Mit einer sehr aufmerksamen Miene musterte Admiral Stephen Scott zunächst ein paar Sekunden lag seinen Gegenüber, dann stellte er sich selbst sowie auch seinen Ersten Offizier, Colonel Carmen James, vor. Daraufhin Oberst Petruk aus selbstverständlicher Höflichkeit dann genau dasselbe tat.
Die Atmosphäre war, wie schon bei den anderen Vertretern der Kolonien der Novianer, die man nicht nur besucht sowie auch unterstützt hatte, von freundschaftlicher Natur geprägt. Diese Kultur schien in der Tat, wie man feststellte sehr viel von der Philosophie der Antiker übernommen zu haben.

„Und dies führte Sie zu uns, Kommandant Petruk? Die Mission der Destiny?“, fragte der Befehlshaber über die gesamte Evakuierungsflotte der Novianer verblüfft, nachdem der Kommandeur der E.U.S. Paris einen kurzen Bericht ihrer bisherigen Mission mitgeteilt hatte.
„So ist es. Es ist sehr kompliziert dies zu beschreiben, aber es ist, wie ich es schon versucht hatte zu erklären: Die Destiny hatte durch die Reise und der Aktivierung des Stargates innerhalb einer Sonne, wohl eine Zeitreise gemacht, denn man fand darauf den Doktor Nicholas Rush, welchen ihre Vorfahren gekannt hatten und auf ihrer Destiny damals zurückblieb. Der Fund dieser, also ihrer Destiny, war für die Besatzung unserer Destiny ein absoluter Glücksfall, wobei laut uns vorliegenden Berichten, sämtliche der noch darauf befindlichen Vorräte, Ausrüstung und weitere technische Elemente geborgen werden konnten.“
„Erstaunlich“, bemerkte der Erste Offizier, Colonel Carmen James, von der Lisa Park.
„Wir waren vor einiger Zeit dort, bei der Destiny.“
„Also mit der Trinitatis sowie der Hector.“
„Das ist korrekt, Admiral.“
„Wobei die Anhänger der Orici offenbar uns wohl nicht wirklich feindselig gesinnt sind, könnte dies ein unerwartetes Problem für unser gesamtes Volk werden“, erkannte Admiral Stephen Scott aber dennoch sehr nachdenklich. „Dennoch sind wir Ihnen sowie den anderen Expeditionsmitgliedern des Einsatzes von Doktor Hank McCoy zutiefst dankbar, weil sie wohl alle unsere einstigen Kolonien aufgesucht hatten, wobei sie zahlreiche Angehörige unseres Volkes bereits zu unserer neuen Heimatwelt gebracht haben“, erklärte die zivile Anführerin der Novianer-Flotte, die sich bislang etwas im Hintergrund gehalten und zum größten Teil geschwiegen hatte.

E.U.S. Paris

Wie vor einer halben Stunde vereinbart, befanden sich nun jeweils Delegationen der Paris und dem Flaggschiff der Novianer-Flotte, der Lisa Park, und somit als diplomatischer Austausch auf den unterschiedlichen Raumschiffen.
Einige Novianer kannten natürlich die Schiffe der Daedalus-Klasse von den überlieferten Beschreibungen und bildhaften Darstellungen ihrer Ahnen, die sich einst einmal an Bord, zum Beispiel der U.S.S. George Hammond befunden hatten. Trotzdem waren sie erstaunt, weil sie sich jetzt vollkommen unerwartet an Bord eines Schlachtschiffes der Daedalus-Klasse befanden.

Auf der Brücke während des Rundganges angekommen, bat man natürlich darum Kontakt auch mit der Trinitatis aufzunehmen, weil man sich natürlich darüber erkundigen wollte, wie es denn um die ersten Dörfer und Siedlungen auf ihrer neuen Heimatwelt, Sileo, was aus dem Lateinischen stammt und übersetzt: Neustart bedeutet, bestellt war.

Novianer-Flotte
Flaggschiff Lisa Park

Es war natürlich kein besonders großer Zufall, dass sich Doktor Rodney McKay in der Delegation von der E.U.S. Paris befand, die zum Austausch von Wissen und Technologie auf die Lisa Park entsandt worden war. Es war eine in der Tat bunt Zusammengewürfelte Gruppe von 18 Personen, die somit auch alle Nationen des Planeten Erde vertrat, die momentan auf dem Erdschiff Paris vertreten waren.

Mit großen Augen und erstaunten Ohren, nahm nicht nur Doktor McKay die Unmengen von Informationen in sich auf. Er und die anderen Delegierten waren eine interessante Mischung aus Wissenschaftlern, Technikern, ein paar Medizinern sowie einer handvoll Militärs, die in erster Linie auf die Disziplin ihrer eigenen Leute, aber auch trotz aller zuvor ausgetauschten Höflichkeiten auf deren Sicherheit achten sollten.

Die Technologie der Novianer-Flotte war natürlich genau ebenso wie auf Novus, dem derzeitigen technischen Stand von der Erde, auf dem ersten Blick sehr ähnlich. Aber in anderen Bereichen, wie in Medizin, Physik, Chemie als auch Architektur schienen die Novianer der Erde um Lichtjahre voraus zu sein. Dennoch konnte man auch, nach einer kurzen Sicherheitsüberprüfung der mitgebrachten Computer, erfreulicherweise einen Datentransfer beziehungsweise -austausch durchführen.

E.U.S. Paris, Konferenzraum < > Trinitatis, Kontrollraum

Nach einer kurzen Unterredung unter vier Augen zwischen Oberst Nazar Petruk, dem Kommandanten des Schiffes der Erde, und Doktor Hank „Beast“ McCoy, dem Leiter der Trinitatis-Mission, wurden schließlich dann auch die Abgesandten der Novianer-Flotte in den Raum gebeten. Von hier aus, war es zudem auch möglich, über die Brücke der Paris einen dauerhaften Kontakt zur Flotte der Novianer herzustellen.

Infolge der Gespräche, wurde dann eine weitere Konferenzschaltung mit dem Flaggschiff von der Novianer-Flotte hergestellt, wodurch die beiden einzelnen Besprechungen nun jetzt zu einer großen wurden.

Man überlegte, mithilfe der Asgardtechnologie an Bord der Paris, eine ausreichende Anzahl von Hyperantriebsmodulen zu planen und dann auch zu produzieren, um diese dann auf allen Schiffen der Novianer zu installieren. Alle anderen zuvor angesprochenen und sorgfältig geprüften Optionen, würden durch die enorme Belastung möglicherweise, für sehr große Schäden bei der Trinitatis und den beiden BC-304ern verursachen.

Um die bevorstehende Zeit dieser bereits genehmigten Aktion zu halbieren, wurde von Doktor McCoy auch noch die U.N.S. Hector zu den Koordinaten der Novianer-Flotte und der Paris entsandt, um den Plan mit der Technologie der Asgard zu unterstützen.
Somit wurden dann schließlich in den darauffolgenden drei Tagen Hyperantriebsmodule in genügender Menge produziert und auch verbaut, nachdem jedes einzelne Modul sehr sorgfältig auf seine Funktion getestet worden war.



Andromeda-Galaxie
Messier 110 alias NGC 205 alias Andro-Alpha-Galaxie
Heraclia
Königreich Capripolia / Hauptstadt Capripolis / Ort der Vermählung

Durch das Stargate, welches sich seit seiner Installation durch die Kolonialen und ihren Verbündeten von der Erde in einem palastähnlichen Gebäude befand, kamen nach und nach immer noch so manche Gruppen von Personen an, die zu der kurz bevorstehenden Vermählung von Adriana und Artus eingeladen worden waren.

Darunter befand sich auch das gesamte Erkundungsteam der Andromeda-Expedition, welches damals auf Heraclia gelandet worden war. Alle, darunter auch ich, hatten die großzügige Erlaubnis erhalten, maximal drei Personen je Teammitglied mitzubringen.

Wie schon bei der Aufnahmezeremonie auf PX1-767, mussten wir alle ein großes Stück zu Fuß, zu Pferd oder mit einer Kutsche zurücklegen, um zum bereits vorbereiteten Ort der Vermählung zu gelangen.

Da Adriana und Artus natürlich in der ersten Gruppe gewesen waren, hatten sie den Ort der Vermählung schon lange vor allen anderen erreicht, wonach sie sich auch sofort vor den meisten anderen Personen komplett zurückgezogen.

Man befand sich ganz in der Nähe des Landes, welches der Pflegefamilie der Tochter der Orici und von Daniel Jackson gehörte. Vielen der engsten Vertrauten war bereits klar, wohin in etwa sich das Brautpaar begeben hatte, und wer alles womöglich bei ihm war.

Die Stelle, die für die Vermählung vorgesehen war, war bereits mit grünen Blättern und weißen Blüten der unterschiedlichsten Arten und Formen, stellenweise auch mit Gold, Silber und edlen Steinen geschmückt worden. An dem frischen Geruch aller Blumen konnte jeder sofort erkennen, dass sie erst vor kurzer Zeit geschnitten worden sein mussten. Auf diesem Planeten herrschte gerade zu diesem Zeitpunkt der Frühling, denn überall grünte und blühte es, selbst in den sonst kargsten Gegenden, die sich in der Nähe befanden.

Es dämmerte bereits als auch die letzten Gäste der bevorstehenden Vermählung endlich eingetroffen waren und ihre Quartiere in den aufgestellten Zelten bezogen hatten.

Früh am nächsten Morgen, dem Tag der Vermählung von Adriana und Artus, waren Jeanne und ihre beste Freundin Jasmin welche der ersten, die schon aufgestanden waren. Da sie auch Frauen waren, wollten sie sich natürlich etwas mehr Zeit nehmen. Viele Bedienstete des Hofes von Artus sowie Freunde von der Familie Adrianas, halfen bei den letzten Vorbereitungen aber auch der Versorgung aller anwesenden Gäste und Besucher.

„Es ist sind noch knapp anderthalb Stunden, Jeanne. So langsam solltest du vielleicht mal deinen Jonathan aufwecken.“
„Ja. Mache ich gleich, Jasmin. Bin mit meiner Frisur beinahe fertig. So! Dann werde ich mal meinen Schatz aufwecken gehen…“
„Dann sei aber heute ganz besonders vorsichtig, denn er heißt ja nicht umsonst Wolfrino“, lachte Jasmin mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

Ein ganz besonders angenehmer und verlockender Duft näherte sich mir immer weiter, während ich mich noch in einem sehr leichten und angenehmen dösenden Dämmerschlaf befand. Dieses liebliche Aroma von Lotus kannte ich mittlerweile nur zu gut, es war der Duft des neuen Lieblingsparfums von Jeanne, die sich nun meinem Nachtlager näherte.
Verschmitzt lächelnd beugte sie sich behutsam vor, dann flüsterte sie leise und mit liebevoller Stimme: „Los aufstehen, du Schlafmütze! Es sind nur noch etwa anderthalb Stunden bis zur Vermählung. Also raus aus dem Bett, Jonathan!“
„Ist es meine Frau, die da mit mir redet oder die Polizeihauptmeisterin oder gar Nike?“, murmelte ich, während ich langsam die Augen öffnete und dann erkannte, dass sie und auch Jasmin schon bereits beinahe fertig angezogen und frisiert waren.
„Äh, alle drei. Und wir haben auch noch nicht gefrühstückt, sondern warten nur noch auf dich!“, antwortete Jeanne grinsend.
„Nett von euch Ladies. Dann werde ich mich mal ebenfalls erheben und frisch machen…“

Etwa eine Viertelstunde später saßen wir an einem kleinen Tisch beisammen, stärkten uns mit Brot, Käse und Obst für die nächsten Stunden. Zum großen Verdruss so einiger gab es hier natürlich gar keinen Kaffee sowie auch keinen Kakao, dafür jedoch Milch und verschiedene sehr aromatische Teesorten.

Einige Bedienstete von Artus‘ Hofstaat erinnerten alle geladenen Gäste, dass es denn nun an allmählich an der Zeit wäre, so langsam aber sicher in den nächsten Minuten die schon bereits zugewiesenen Plätze einzunehmen.

Alle geladenen Gäste hatten sich endlich, bis natürlich auf die Brautleute, sowie den Pflegeeltern von Adriana und auch Myrddin, versammelt. Die letztgenannten Personen zogen schließlich in einer feierlichen Prozession durch den freien, breiten Gang unter den Klang von Musikinstrumenten ein, die man aus dem Mittelalter sowie der griechischen und römischen Antike kannte.

Beide, Adriana und auch Artus, waren ganz in weiß gekleidet. Die beiden folgten Merlin, der einen silbergrauen Mantel und einen hölzernen Stab in gleicher Farbe in der rechten Hand trug. Die Braut wurde dabei natürlich an der Hand von ihrem Pflegevater Alexander den ganzen Weg über, bis ganz nach vorne begleitet. Eve ging hinter den beiden, die übrige Familie befand sich schon in der ersten Reihe, genauso wie auch die eingeladenen ranghöchsten Ehrengäste.

Vor eine Art Altar auf einem steinerneren Podest brannte ein Feuer in einer Schale. Alles war von massiven dunklen Basalt- und Granitsäulen in einem Halbkreis eingerahmt, die mit Efeu umwickelt und mit weißen Blumen unterschiedlicher Sorten geschmückt worden waren. Dort blieb die von Myrddin angeführte kleine Prozession schließlich stehen.
In einem Halbkreis bezogen sie alle auf dem Podest Aufstellung, wobei sich der Antiker, der nun alle Versammelten von dort aus sehen konnte, in der Mitte befand.

Erst wenige Minuten später verstummte die Musik. Danach war es für einige Atemzüge ganz still. Eine Ruhe, die erst und nur von Merlin gebrochen wurde, der zunächst im Namen der beiden zu Vermählenden alle begrüßte. Danach richtete er seine Worte, dem Anlass entsprechend, direkt an die zwei jungen Brautleute.

Für manche sah es wohl wie eine ganz brisante Mutprobe aus, denn beide, Adriana und Artus, hielten sich über dem Feuer die Hände, welches in der Schale loderte, während Merlin Worte des Segens, der Wünsche und auch Beschwörungen sprach. Im Anschluss ertönten für einige Sekunden dann wieder die Hörner und Trompeten. Dem schloss sich dann der entscheidende und auch allen nur allzu bekannte Dialog an, den der alte Antiker begann: „Nun frage ich euch beide, König Artus von Camelot und Adriana von Heraclia, wollt ihr heute und jetzt vor dem Angesicht eurer Ahnen, sowie der hier versammelten Gäste, den geheiligten Bund der Ehe eingehen, in der Ihr euch einander lieben, stützen, beistehen in Zeiten des Glücks, der Bedrängnis oder der Not? Dann antwortet mir jetzt!“
„Ja, ich will, Meister Merlin!“, erklärte Artus mit fester Stimme und einem feierlichen Lächeln.
Kurz darauf schloss sich Adriana mit den Worten: „Ja, auch ich will es, Meister Myrddin!“, an.

In der ganzen Zeit hatte Jeanne sanft meine Hand ergriffen. Fragend blickte ich ihr in die Augen. Sie verstand sofort, und antwortete sehr leise wispernd, damit ich es nur hören konnte: „Wir sollten ebenfalls unsere Ehe erneuern, Jonathan!“
Mir gefiel dieser Gedanke, darum nickte ich leicht.

Zur selben Zeit verkündete Merlin: „König Artus. Königin Adriana. Nachdem Ihr beiden nun denn dem geheiligten Bund der Ehe, vor dieser Versammlung unter Gesetz und Eid zugestimmt habt, erkläre ich Euch, Adriana und Artus, hiermit als vermählt! Seid und bleibt glücklich, gerecht und stark in allen Belangen zum Wohle Eures Volkes!“

Abermals ertönten nun dann die Blasinstrumente für eine gewisse zuvor festgelegte Zeit. Als die Trompeten und Hörner wieder verstummt waren, sang sofort im Anschluss ein Chor, was nach alten Latein oder Griechisch klang, während das frisch vermählte Paar den zentralen Weg entlang ging. Den beiden frisch Vermählten gingen dieses Mal mehrere Dutzende von Kindern voraus, welche eifrig bunte Blumen auf den Boden des Weges streuten. Auch Merlin ging, natürlich dicht gefolgt, gemeinsam von der kompletten Pflegefamilie Adrianas, direkt hinter den zwei frisch Vermählten.

Die anschließende Feier, mit der Übergabe von unzähligen Geschenken, und einem großen Festmahl wurde anschließend in aller Pracht bis in die späte Nacht gefeiert.

Unter einem weiteren kräftigen Applaus und letzten aufgeregten Jubelrufen sowie den erneuten vielen guten Glückwünschen wurde das junge Königspaar in seine wohl auch sehr kurze Hochzeitsnacht verabschiedet.



2. Destiny-Galaxie
Nova-System

Dank, der sehr tatkräftigen Hilfe von der Crew der Trinitatis-Mission, erreichte die Flotte der Novianer, die ihre Heimat Novus einst hatten verlassen müssen, die vor vielen Jahren auserkorene neue Heimatwelt. Hier, im Orbit, konnten die vor einigen Jahrzehnten evakuierten Novianer auch noch einen Blick auf die gewaltige Trinitatis erhaschen, die dort die ganze Zeit über ausgeharrt hatte, während die Hector und die Paris bei der Produktion und dem Einbau der Hyperraummodule geholfen hatten.

Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames großes Treffen von den wichtigsten Anführern und Verantwortlichen. Dieses endete in einem Staatsbankett, in dem die Novianer noch ein letztes Mal ihre Dankbarkeit für die erhaltene Hilfe zum Ausdruck brachten.
Einige von ihnen, man konnte dies auch nachvollziehen, wollten mit der Trinitatis oder eben auch mit der Hector zurück zur Erde, der Heimatwelt ihrer Ahnen reisen. Dieser Bitte von immerhin 371 Novianern wurde schließlich nachgegeben. Diese Personen mussten dann aber in relativ kurzer Zeit auf die kleine Flotte der Trinitatis-Mission verteilt werden.



Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Colorado
Homeworld Command, Ebene 26

Die Zufriedenheit von General Jack O‘Neill, dem amtierenden Leiter dieser Behörde, wich jenem abrupt aus dem Gesicht als es an der Tür an seinem Quartier auf dieser Basis vehement klopfte.
Mürrisch vor sich hinbrummend tastete seine linke Hand nach dem Schalter der kleinen Lampe auf dem Nachttisch, der neben seinem Bett stand. Es klopfte immer noch. Mit zusammengekniffenen Augen musterte Jack die Uhrzeit, die ihm seine Armbanduhr anzeigte. Sonntag, 6:00.

„General O‘Neill, Sir. Sind Sie noch wach?“, fragte eine vertraute Stimme, die er als die von Lauren Perry, seiner Adjutantin identifizierte.
„Ja. Jetzt! Was gibt es denn nun  schon wieder?“, war von einer leicht gedämpften, krächzenden Stimme durch die geschlossene Tür zu hören.
„Die Stargate Command Base meldet, dass die ersten Abgesandten in wenigen Stunden durch das Stargate auf dem Mars eintreffen werden, Sir.“

Schlagartig war nun Jack O‘Neill richtig wach, und dachte: ,Wenn ich diese Soldatin nicht an meiner Seite hätte, dann sehe ich wohl so ziemlich alt aus.‘ Mit lauter Stimme rief er dann: „In einer Viertelstunde etwa bin ich da!“
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 18.02.2026, 22:18

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