[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#65
So. Heute ist es soweit, denn es gibt die Premiere, der ersten Folge der 8.Staffel, die auch noch nicht im alten Forum gepostet worden ist.
Wünsche daher viel Spaß beim Lesen Angel
Odyssee
Folge 8.05 - “Epiphania - A Principio ad Finem, Teil 1“

50 Millionen Jahren B.C.
Milchstraße
Antikerreich
Dakara

Es war gerade eben erst so richtig dunkel auf der von der Sonne abgewandten Seite von Dakara geworden. Dafür herrschte hier aber dennoch, nach wie vor ein sehr reges und beschäftigtes Treiben, auch im Bereich des Sternentores.

Dieser Zweig des Volkes der Alteraner, der auch hier ansässig war, nannte sich, seit der jüngsten Abspaltung und auch Flucht aus ihrer eigentlichen Heimatgalaxie vor den Ori und deren sehr fanatischen, religiösen Anhängern, schon kurz nach ihrer Ankunft in ihrer neuen Heimat und in der Milchstraße, die Antiker, um sich ganz klar von den anderen und ihrer Ideologie abzugrenzen.

Auf vielen Planeten, auf denen das Leben möglich und sicher war, waren durch die Antiker in den vergangenen Jahrtausenden nach und nach kolonisiert worden. Eine Welt in der Milchstraße stand unter ihrer besonderen Beobachtung, eine Welt, die sie Terra nannten, nämlich die Erde. Ihre ersten Nachforschungen auf diesen Planeten hatten ergeben, dass sich die dortige Tier- und Pflanzenwelt es erstaunlicherweise erfolgreich geschafft hatte, sich von einer schlimmen kosmischen Katastrophe zu erholen, die erst wenige Millionen von Jahren zurücklag. Dies war unter anderem eine der wenigen Welten, auf denen es ohne ihre Hilfe schon bereits Leben gab, denn auf anderen hatten die Antiker mit einer Vorrichtung, die sich auf Dakara befand ein wenig nachgeholfen, um dem Leben eine bessere Chance zu geben.

Von diesem Planeten Terra war eine kleine Delegation aufgebrochen, die soeben durch das Sternentor angekommen war. Dieses ringförmige Artefakt befand sich auf einem riesigen Platz, dem ein gewaltiger Tempel, in Gestalt eines sitzenden beziehungsweise thronenden bärtigen Mannes den meisten Raum einnahm.

Die kleine Delegation dieser Antikern, von der Welt Terra, bestehend aus drei Männern und vier Frauen, wovon nur zwei Personen reine Wissenschaftler waren, denn die anderen fünf Personen waren als eine abgestellte Schutzeskorte mit dabei, gingen mit sehr eiligen Schritten an dem gewaltigen Monument vorbei. Denn direkt dahinter lag ein großes Gebäude, welches unter anderen den Hohen Rat der Antiker in dieser Galaxie beherbergte, der das neu gegründete Antikerreich verwaltete und regierte. Zudem befanden sich hier auch die Leitung der Wissenschaftlichen Universität und die Bibliothek.

„Hoffentlich kommen wir nicht zu spät”, murmelte der hohe Wissenschaftler, der seine dicke Tasche mit seinen Händen vor der Brust hielt, um so ein wenig schneller Laufen zu können.
Seine Kollegin beruhigte ihn sofort: „Unser Besuch ist rechtzeitig angekündigt worden, daher würde ich mir keine großen Sorgen deswegen machen. Auch wenn es für die meisten Mitglieder des Rates, unter anderem von der Leitung der Universität und der Bibliothek, sehr kurzfristig gewesen sein mag.“
„Hoffentlich, denn es ist ja hier schon bereits dunkel…“

Hastig und mit einem kurzen Gruß betraten sie das große Gebäude, als sie an der Wache vorbeikamen. Ab hier blieben die fünf Begleiterinnen und Begleiter der Schutzeskorte im nahegelegenen Wachraum zurück. Dadurch dass die beiden Wissenschaftler von der Kolonie auf Terra den Weg zu ihrem Ziel kannten, hatten sie keine Mühe dorthin zu kommen, in einen großen Sitzungssaal, dessen große Doppeltür aus einem edlen Holz offenstand.

Die beiden Neuankömmlinge stellten zufrieden fest, dass alle Mitglieder des Hohen Rates sowie die Leiter der Universität und der Bibliothek schon bereits anwesend waren. Keiner fehlte, somit waren sie die letzten, die den Sitzungssaal betraten. Kurz darauf schloss sich die große Doppeltür automatisch, damit man von niemand gestört wurde.

Da alle sich bereits kannten, konnte man auf eine Vorstellungsrunde verzichten.

„Wir haben, vor einiger Zeit durch unser neues Astroobservatorium auf Terra, welches zugleich das Modernste im gesamten Antikerreich und vermutlich auch Universum ist, etwas mehr als nur Außergewöhnliches und somit auch sehr Interessantes entdeckt! Eine sehr große Entdeckung, der wir auf dem Grund gehen sollten!”, eröffnete einer der hohen Wissenschaftler dem Rat der Antiker, den er ja extra dafür aufgesucht hatte.

Um seine Zuhörer schnell für sein Vorhaben zu gewinnen, startete der Mann sogleich eine sehr aufwendige Präsentation, in welche er auch einige sehr aufwendige Hologramme mit einbezog.

Seine Kollegin fuhr schließlich fort: „Es handelt sich dabei um eine Art Signal, welches erstaunlicherweise schon sehr lange existiert, also seit vielen Jahren schon ausgesendet wird…“
Schließlich gab es eine Unterbrechung von einer Frau, die ebenfalls dem Hohen Rat angehörte, denn sie fragte interessiert: „Und was wollen Sie tun?“
„Wir wollen eine Expedition dorthin anregen.“
„Dies ist vollkommen unmöglich, denn wir haben keine Mittel um eine solche Entfernung in kürzester Zeit zu bewältigen. Wir haben eine fortschrittliche Technologie, doch ist sie noch nicht soweit, um eine solche Mission zum Erfolg zu führen“, gab ein anderes Ratsmitglied zu Bedenken.
„Dies wissen wir natürlich“, gab der Gast von Terra zu, „doch unsere Technologie wird sich stetig weiterentwickeln. Diese Reise, diese Mission zum Ursprung dieses Signals wird eine intergalaktische sein. Wir sind zu intergalaktischen Reisen fähig…“
„Das sind wir. Doch wer jetzt starten würde, würde nie lebend ans Ziel gelangen. Selbst in Stasiskammern, die derzeit immer noch nicht vollkommen ausgereift sind, würden nicht den erforderlichen Bedürfnissen unserer Physiologie genügen. Aber wer weiß,…“, murmelte die Leiterin der Universität.
„Wir würden dafür natürlich die Hilfe und Unterstützung aller benötigen, die führend auf ihrem Gebiet sind“, wusste der Leiter der Bibliothek.
Diese Bemerkung fand sofort Zuspruch. Einige andere Teilnehmer dieser Sitzung fügten dann noch hinzu, da man ja schon bereits programmierte Raumschiffe, sogenannte Vorhutschiffe in fast jede Richtung ins Universum mit dem Auftrag entsandt hatte, auf allen bewohnbaren Welten in den erreichten Galaxien Sternentore abzusetzen, die zwar primitiv und eine astronomische geringe Reichweite haben, aber dennoch eine wichtige Grundlage für mögliche weitere Entdeckungsmissionen der Antiker waren.

Es wurde daraufhin stundenlang beraten, debattiert und natürlich auch gestritten. Doch am Ende, die Sonne kündigte am Horizont bereits den Beginn eines neuen Tages an, wurde die vorgetragene Bitte der beiden Gäste von Terra, schließlich nach einer kleinen abschließenden Abstimmung genehmigt, mit der Vorgabe in einer Frist einen Plan zu entwerfen, wie die Mission zum Erfolg geführt werden könne.



1 Jahr später
Milchstraße
Antikerreich
Dakara

Pünktlich, noch vor der gesetzten Frist, wurde dem Hohen Rat der Antiker der Plan zur Umsetzung der Mission vorgelegt, die den Ursprung des Signals aus den Tiefen des Universums entschlüsseln sollte.
Das erklärte Ziel dieser Mission war es, ein Raumschiff zu bauen, dieses für einen bestimmten und bereits festgelegten Kurs zu programmieren und natürlich auch für die noch zu bereitstellende Besatzung auszurüsten, welches dann einer kleinen Flotte von Vorhutschiffen in kürzester Zeit schnell nachzuschicken war, welche schon bereits in diese Richtung unterwegs war. In die Richtung, in den Teil des Universums woher das geheimnisvolle Signal kam.

Im Sitzungssaal wurde allen Teilnehmern abermals wieder aufs Neue klar, dass zunächst einmal unzählige von Generationen kommen und gehen würden, bevor man endlich eine gut ausgebildete und ausgerüstete Besatzung zu dem Schiff entsenden könnte.

„Dadurch, dass Ihr die Vorgabe eingehalten habt, dürft Ihr beiden und auch Euer Team die Leitung für diese Mission übernehmen, den Namen für das Raumschiff auswählen, und, natürlich auch den Rat immer wieder über den aktuellen Stand und Fortschritte dazu ausführlich berichten!“, verfügte der Sprecher des Hohen Rates der Antiker.

Die beiden Wissenschaftler, die abermals vor dem Hohen Rat der Antiker gestanden und die Nachricht mit großer Zufriedenheit aufgenommen hatten, antworteten daraufhin synchron: „Das Schiff soll den Namen: Fatum, tragen!“
„Dies ist in der Tat ein durchaus wirklich passender Name, der dem Ziel der Mission für dieses Schiffes entspricht“, erklärte ein Ratsmitglied, in dessen Stimme eine Form von Anerkennung lag.



10 Jahre später
Milchstraße
Antikerreich
Orbit von Terra (Erde)

In einer großen Werft fanden schon seit schon einer halben Dekade die Bauarbeiten für die Fatum statt. Es wurde dabei sorgfältig, unter der Aufsicht und Leitung der beiden Entdecker jenes geheimnisvollen Signals, an dem riesigen Raumschiff gearbeitet. Man hatte es so gestaltet, dass es den bereits entsandten Vorhutschiffen vom Design her ähnlich war, aber auch an jenen für einen möglichen Datenaustausch andocken konnte.
Während des Baus hatte man dieses Raumschiff zum größten Teil das beste Material verwendet, wie zum Beispiel mit den neusten entwickelten Metalllegierungen, sowie mit der neuesten Technologie der Antiker ausgerüstet, die aktuell zur Verfügung stand. Ein ganzer Stab von anderen Technikern musste ein ausgeklügeltes Programm entwickeln, welches es nur ausschließlich den Antikern erlauben sollte, über das Sternentor an Bord des Schiffes zu gelangen. Denn anders war dies nicht möglich, weil man es mit einem Netz Schutzschilden und anderen Verteidigungsanlagen, die automatisch funktionierten, ausgestattet hatte.

In Bronzefarben leuchtete das riesige Raumschiff in der Sonne, die sich im Zentrum dieses Planetensystem befand. In nur wenigen Tagen würden alle Vorbereitungen und Tests abgeschlossen sein, damit die Fatum endlich zu ihrer sorgfältig vorbereiteten Reise aufbrechen könne.



Einige Tage später
Milchstraße
Antikerreich
Sol-System von Terra (Erde)

Der große Tag war gekommen. Die Fatum löste sich nun endgültig von der orbitalen Werft, steuerte dann kurz darauf, wie man es schon bereits im Voraus eingeplant hatte, auf die Sonne zu, denn man hatte die bisherigen Energiereserven an Bord des Raumschiffes während der Testläufe beinahe so gut wie komplett aufgebraucht. Die Kraft aller Sonnen hingegen, würden dieses Raumschiff für den Rest seiner Existenz mit Energie versorgen, in denen es sich wieder mit Sonnenenergie aufs Neue versorgen würde.

Das über viele Jahre neugebaute und vor kurzer Zeit vollendete große Raumschiff der Antiker, drang mit einer sehr langsamen Fluggeschwindigkeit immer weiter in die Sonne ein.
Aus der Ferne wurde es dabei von seinen Erbauern, während dieses Vorgangs mit sehr großer Aufmerksamkeit beobachtet und verfolgt.
Mittlerweile war das Raumschiff komplett in dem zentralen Gestirn des Sonnensystems verschwunden. Lud dabei vollständig seine Energiereserven auf, während es durch den Stern hindurchflog.

Auf der anderen Seite verließ das Raumschiff der Antiker die Sonne nach einer guten Stunde wieder.

Es vergingen ungefähr zwei weitere Stunden ehe die Fatum ihren Überlichtantrieb zum ersten Male richtig in Betrieb nahm, wodurch sie nicht mehr visuell zu sehen war, sondern nur noch für zumindest aber einige Tage auf speziellen Monitoren, und danach über andere Instrumente noch für einige Jahrhunderte, weiterhin zu verfolgen war.


Terra (Erde)
Antartica

„Die Anwahlsequenz des Sternentores auf diese Art zu verschlüsseln, ist ein wirklich sehr guter Einfall von Euch gewesen, meine Verehrteste.“
„Sicher, ist sicher. Nur wird man in sehr vielen Jahren eine sehr große und auch effektive Energiequelle benötigen, um eine stabile und sichere Verbindung aufbauen zu können“, murmelte der Mann nachdenklich, dem damit wieder klar wurde, dass selbst ihre aktuell leistungsfähigsten Energiequellen nicht einmal annährend genügen würden, um eine stabile Wurmlochverbindung zu gewährleisten. Darum wurde es genau aus diesen Grund, für alle nachfolgenden Generationen der Antiker, zu erklärten Aufgaben, genau solche Quellen zu finden, und parallel dazu effektivere und leistungsfähigere Antriebe für die Raumschiffe zu entwickeln.



Vor 20 Millionen Jahren
Milchstraße
Antikerreich

Seit einigen Millionen von Jahren schon, machte den sehr fortschrittlichem Volk der Antiker, eine sehr schwere und vor allem aber tödliche Seuche zu schaffen, die sich kaum merkbar, dann aber im Verlaufe der nächsten Jahrtausende immer schneller über das gesamte Antikerreich auszubreiten begann.



Vor etwa 5 Millionen Jahren
Milchstraße
Antikerreich

Schon seit geraumer Zeit hatten sich panisch vor der tödlichen Gefahr jener Krankheit, immer wieder vereinzelte kleine Flotten von den Antikern auf dem Weg in unterschiedliche Galaxien gemacht, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Milchstraße befanden. Aber es gab natürlich auch Gruppen dieses Volkes, die eine viel, viel weitere Reise für eine neue Heimat und einen Neuanfang antraten, zum Beispiel in die Andromeda-Galaxie.

Allerdings hatten die meisten Raumschiffe von der Flotte der Antiker zu diesem Zeitpunkt von der Leistung her nur einen begrenzten FTL-Antrieb, weswegen der Flug zu weit entfernten Zielen Jahrhunderte, wenn nicht sogar noch um einiges länger dauern würden. Ausnahmen waren nur einige, sehr wenige gigantische Raumschiffe, die mehr als nur wie eine moderne Stadt wirkten.



Vor rund 3 Millionen Jahren
Milchstraße
Antikerreich
Dakara

Zahllose Versuche waren seit dem Ausbruch der Seuche unternommen worden, jene zu besiegen oder zumindest ein wirksames Medikament zu entwickeln, doch ohne jeglichen Erfolg. Aus diesem Grund, war die Destiny und ihre Mission allmählich immer mehr in Vergessenheit geraten. Beinahe schon so sehr, bis einige Antiker in der Bibliothek auf Hinweise darauf stießen, die sie zu erhalten gedachten. Geschützt durch philosophische Rätsel und natürlich auch sehr gut verborgen in einigen fortschrittlichen Datenbanken.

Etwas war den Hohen Rat der Antiker schließlich klar geworden, um das übrige Volk der Antiker vor dem sicheren Aussterben zu erretten, musste man die Milchstraße verlassen und in der Pegasus-Galaxie eine neue Heimat finden.

Zudem gedachte man mit Hilfe einer Vorrichtung auf Dakara, die sich gegenüber des Sternentores, welches sich auf einem riesigen Platz, wo ein gewaltiger Tempel in Gestalt eines sitzenden beziehungsweise thronenden bärtigen Mannes stand, und den meisten Raum dort einnahm, im Fundament und der Spitze dieses Monumentes verbarg. Im Fuß, im Fundament befand sich der Kontrollraum und die Steuerung für die wohl mächtigste Vorrichtung im gesamten Universum, nämlich ein beeindruckendes Gerät, womit man das Leben nicht nur auf einer einzelnen Welt in dieser Galaxie erschaffen, sondern natürlich auch wieder vernichten konnte. Damit nicht jeder Zugang dazu erhielt, war dieser Raum besonders geschützt und dadurch auch besonders gegen unbefugten Zugriff gesichert worden. Aber dieses Mal war es komplizierter, denn man hatte den Entschluss gefasst, auf jeder Welt, die von dieser Seuche betroffen war gleichzeitig anzuwählen, um das todbringende Virus für immer auszumerzen. Denn der eigentlich Plan dahinter war: Man wollte in der von dieser Seuche befallenen Milchstraße, dem Leben einen neuen Start ermöglichen. So hofften die Verantwortlichen eventuell eines Tages wieder in diese Galaxie, welche man bald verlassen würde, erneut besiedeln zu können. Nur eine kleine Gruppe von Antikern befand sich im Kontrollraum, der sie vor der Wirkung des Effektes der Vorrichtung schützte. Dort drin würden sie solange ausharren bis sie alle von Atlantis abgeholt werden würden.


Terra
Antarctica
Antiker-Außenposten

Die noch sehr junge Antikerin Ayiana war sichtlich sehr betrübt, denn sie musste hier an diesem Ort vollkommen allein zurückbleiben, weil medizinische Untersuchungen offenbart hatten, dass das tödliche Virus bereits in ihr war. Obwohl sie scheinbar immun dagegen war, gingen die anderen ihres Volkes keinerlei Risiko ein. Somit wurde der jungen Frau die wichtige Aufgabe übertragen den Rest ihres natürlichen Lebens auf Terra zu bleiben, und zwar als Hüterin dieser Welt und des Außenpostens.

Sie schaute mit Tränen in den Augen schließlich hinüber zu Atlantis, welches soeben startete, um zunächst erst nach Dakara und danach sofort im Anschluss weiter, in die weit entfernte Pegasus-Galaxie aufzubrechen.

Das große fliegende Stadtraumschiff verschwand schließlich in den Wolken, entzog sich somit ihren Blicken vollends.



Zehn Jahre später
Milchstraße
Sol-System
[i]Terra
[/i]
[i]Antarctica[/i]
[i]Antiker-Außenposten[/i]

Die Antikerin Ayiana verließ, wie so oft in den letzten Jahren den schützenden Bereich des Außenpostens, um einen ihrer Rundgänge zu machen. Dabei geriet sie aber, an diesem Tage vollkommen unerwartet, in einen sehr heftigen und äußerst eisigen Schneesturm. Dadurch orientierungslos geworden und nach dem herabrutschen in eine Spalte aus Schnee und Eis in der unmittelbaren Nähe des Sternentores, ergab sich die junge Antikerin meditierend ihrem offenbar traurigen und unabwendbaren Schicksal.



Vor 12.000 Jahren
Andromeda-Galaxie

Eine der letzten großen Flüchtlingsflotten, bestehend aus 13 Schiffen, die die Pegasus-Galaxie auf der Flucht vor den Wraith und dem vor kurzer Zeit entbrannten grausamen Krieg gegen jene tödliche Rasse verlassen hatte, erreichte schließlich mit schon ziemlich knapp gewordenen Energiereserven endlich eine neue Heimat.

Die Namen jener 13 Raumschiffe dieser Flotte der Antiker lauteten: Aquarius, Piscibus, Aries, Taurus, Geminae, Cancer, Leo, Virgine, Libra, Scorpio, Sagittarius, Capricornus und Ophiuchus.

Es war ein großer und äußerst fruchtbarer Planet, mit grünen Wiesen und Wäldern sowie reichlich Wasser, welches in Ozeanen, großen Seen und Flüssen gebunden war, der vor ihnen lag. Formationen weißer Wolken wurden durch Winde über den gesamten Globus getrieben.



7990 v. Chr.
Milchstraße
Sol-System
Terra (Erde)
Asien, Himalaya

Von der Flucht vor den Wraith waren schon viele Jahre vergangen, und somit auch von der Rückkehr von den Antikern in die Milchstraße, und somit auf die Erde.

Einige Wissenschaftler unter ihnen, fanden unter der Führung von Moros und Ganos Lal doch noch einen Weg eventuell eines Tages doch noch zur Destiny gelangen zu können, nämlich Trinitatis, eine noch viel mächtigere Stadt als Atlantis, die aber dafür aus drei einzelnen Teilstädten bestand, nämlich Emrys, Mu und Shangri-La, die aber auch über die ganze Milchstraße verteilt wurden.

Aber noch etwas hatten die Antiker auf ihrer Durchwanderung der sich vollkommen veränderten Erde bemerkt, es waren einige wenige Menschen unter den anderen, die auf dem ersten Blick unnatürliche Fähigkeiten zu haben schienen. Vereinzelte, die von diesem Phänomen betroffen waren, sonderten sich sogar von ihren jeweiligen Gemeinschaften aus Furcht und Sorge unter anderem ab. Andere hingegen versuchten sich an die Spitze ihrer Siedlungen und Städte zu bringen, da sie sich für etwas Besseres als die anderen Menschen hielten.

Behutsame, heimliche Scans von einigen auf die Erde zurückgekehrten Antikern, die dieses rätselhafte Phänomen im Verborgenen erforschten und untersuchten, erkannten dass sich die DNS durch spontane Mutationen verändert hatte, die zu einer Vielzahl von erstaunlichen Fähigkeiten führten.



1110 v. Chr.
Andromeda-Galaxie
Höhere Ebene der Existenz

Ein schon vor einigen Jahrtausenden aufgestiegener Antiker, war soeben aus einem Planetensystem, in welches sich einige Stämme ihrer Nachfahren zuletzt fest angesiedelt hatten, zurückgekehrt.

„Hippokrates, wo warst du?“
„Ich war im System, welches wo unsere Nachkommen einen Planeten Kobol nennen, um dort zu sehen, wie es unseren Nachfahren in den letzten Generationen so ergangen ist.“
„Und, was hast Du herausgefunden?“
„Eine Gruppe hat ihre normale menschliche, physische Form schon vor einiger Zeit aufgegeben, und hat aus Furcht vor den anderen Stämmen, Kobol mit einer kleinen Flotte von Schiffen auf der Suche nach einer neuen Heimat verlassen.“
„Dies hättest Du auch auf andere Art und Weise erfahren können“, erwiderte eine andere Antikerin, was beinahe schon nach einem leichten Tadel klang. „Du hast noch etwas anderes getan, wir haben es beobachtet!“
„Ja. Denn die Herren von Kobol, die dort schon seit vielen Generationen, wie Götter verehrt werden und große Macht auf sich vereint haben, unterbinden viele der grausamen Geschehnisse nicht. Sie verhalten sich schon beinahe wie die Ori. Diese Gruppe darf auf keinen Fall aufsteigen. Ich habe auf dieser Welt das unsagbare Leid gesehen, welches von Tag zu Tag noch immer größer wird. Auch die anderen 12 Stämme wollen daher ihre Heimat unbedingt verlassen. Deswegen habe ich etwas geholfen, indem ich jemanden im Traum eine Idee zum Bau von einer neuen Typs von Raumschiffen gegeben habe“, gab Hippokrates zu, was glücklicherweise für ihn selbst dazu führte, dass er einer harten Strafe durch die anderen Aufgestiegenen entging, weil er gegen eine der wichtigsten Regeln verstoßen hatte.

Aber andere der Aufgestiegenen erschienen dennoch, die dann Hippokrates abermals zurechtwiesen und dazu verurteilten, Kobol und alle 13 Stämme dieses Volkes ihrer Nachfahren nicht mehr weiter zu behelligen, da er sonst doch noch die Konsequenzen für sein Handeln tragen müsse. Aber es gab natürlich auch noch so einige andere von den Aufgestiegenen, die ihn sofort unter ihren Schutz nahmen, weil sie diese besondere Bedrohung ebenfalls erkannt hatten und auch sehr ernst nahmen, die von einigen der sogenannten „Herren von Kobol“ ausging.



Mai 2005
Milchstraße
Sol-System
Erde (Terra)
Stargate-Center, Besprechungsraum

Es war wieder einmal ein sehr enorm wichtiges Briefing angesetzt worden, an dem nur die wichtigsten Leute des Stargate-Programms teilnahmen, und zudem sogar einer ganz besonders hohen Geheimhaltungsstufe unterlag.

„Also, was ist denn jetzt nun mit diesem 9. Chevron?“, fragte Lieutenant General George Hammond, dabei Doktor Daniel Jackson prüfend anschauend.
„Nun ja, Sir. Wir wissen, seit dem wir dann auch die Toradresse von Atlantis entdeckt und auch angewählt haben, dass eine 8-Chevron-Adresse einen Sternentorreisenden in eine andere Galaxie befördern kann. Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass eine 9-Chevron-Adresse einen Sternentorreisenden eine noch viel, viel größere Entfernung zurücklegen lässt, als zu den Galaxien, in die uns das Stargate bisher schon gebracht hat…“
„Sie meinen die Galaxie der Asgard und die Pegasus, zum Beispiel.“
„Korrekt“, bestätigte der Archäologe.
Kurz darauf fuhr Lieutenant Colonel Samantha Carter dann fort: „Das Problem allerdings ist die Unmenge an Energie, die für eine stabile, lang anhaltende Wurmlochverbindung notwendig ist. Noch einmal zur Erinnerung: Um die Galaxie der Asgard in unserer Realität als auch in einem Paralleluniversum anwählen zu können, hat es ein spezielles Gerät gebraucht, welches General O‘Neill auf Grundlage des Wissens der Antiker gebaut hatte. Jetzt ist uns bekannt, dass es auch mit einen sehr starken Naquadah-Generator oder eben im Idealfall mit einem der ZPM‘ noch viel besser funktioniert. Oder man benötigt eben eine andere enorm leistungsstarke Energiequelle, was uns die Ori eindrucksvoll demonstriert haben.“
„Na dann“, schaltete sich nun auch Jack O‘Neill ein, der bislang nur schweigend zugehört hatte, „würde ich sagen, macht Euch an die Arbeit!“
„Ja, Sir“, nickte Sam mit einem zuversichtlichen Lächeln im Gesicht, wobei ihre blauen Augen einen ganz besonderen Glanz ausstrahlten.



Juli 2007
Milchstraße
P4X-351
Icarus-Basis und -Planet

Nach einer sorgfältigen Analyse, hatte man eine Suche nach einer speziellen Art von Planeten gestartet, und dann nach etwa zwei Jahren, war man endlich fündig geworden. Denn man fand diesen einen geeigneten und wichtigen Planeten für das geplante Vorhaben, welcher sich 21 Lichtjahre von der Erde entfernt befand. Denn der Kern dieser Welt, der zu einem ungewöhnlich hohem Anteil aus Naquadria bestand.

Umgehend nahm man diesen Planeten für die Erde in Besitz, errichtete auch sehr schnell darauf eine militärische Basis und modifizierte dann auch noch das Stargate so, dass sich niemand mehr einwählen konnte, also von nun an nur ausgehende Wurmlöcher allein noch möglich waren.

Für die wissenschaftliche Leitung, mit sehr mühevoller Überzeugungsarbeit, hatte man schließlich Doktor Nicholas Rush verpflichten können.

Im Verlaufe der darauffolgenden Zeit, fand Nicholas Rush durch sein gewachsenes Interesse an den Antikern und ihrer Technologie, nach und nach immer wieder so manche Hinweise auf eine wohl längst vergessene Mission der Antiker, wofür anscheinend diese eine 9-Chevron-Adresse der Schlüssel dazu war. Nicholas tauchte dabei immer tiefer in ein Rätsel ein, welches er zu lösen gedachte.



Oktober 2009
Milchstraße
Sol-System
P4X-351
Icarus-Basis und -Planet

‚Jetzt oder nie‘, dachte sich Doktor Nicholas Rush just genau in diesem Moment und im Anbetracht der aktuellen sowie sehr brenzligen äußerst lebensbedrohlichen Lage, während er am Anwahlcomputer arbeitete. Da er wusste, dass es schwer und vermutlich auch unmöglich werden würde erneut einen geeigneten Planeten zu finden, sah er den Erfolg des Projektes in Gefahr, daher gab Nicholas mit schnellen tippenden Bewegungen auf der Tastatur die entschlüsselte 9-Chevron-Adresse ein, worauf sich der innere Ring des Stargates zu drehen begann.



Herbst 2010
2. Destiny-Galaxie
Ursini-Raumschiff

Die heftige und kurze Prügelei zwischen den beiden Männern, bei der der Militär klar im Vorteil gewesen ist, war endlich wieder vorbei. Noch geradeso hatte sich Colonel Everett Young bremsen können, denn der panische Ausdruck im Gesicht von Doktor Nicholas Rush hatte ihn im letzten Moment gestoppt. Dennoch kroch der Wissenschaftler von ihm weg.
Schließlich begannen Sie sich, einmal mehr zu unterhalten, denn Nick sah die Zeit gekommen, es sich noch mehr mit Everett zu verscherzen…

Rush: Vor ziemlich langer Zeit haben die Antiker eine Entdeckung gemacht. Sie haben Hinweise auf eine Struktur gefunden, die sich hinter der Hintergrundstrahlung verbirgt und sie haben geglaubt, dass diese Struktur in früherer Zeit sehr komplex gewesen ist, eine Kollerenz aufwies. Deshalb konnte sie nicht natürlich entstanden sein.
Young: Wie ist das überhaupt möglich?
Rush: Es ist nicht möglich, jedenfalls nicht nach unserem derzeitigen Verständnis der Physik und wir können diese Struktur mit unserer Technologie auch nicht erkennen.
Young: Okay, also wie wollen wir das jetzt nennen? Eine Art Code? Oder eine Botschaft?
Rush: Vielleicht am ehesten eine Botschaft. Oder ein Hinweis auf Intelligenz vom Anbeginn der Zeit.
Young: Und wer ist der Absender?
Rush: Die Antwort auf genau diese Frage haben sie, die Antiker, gesucht, als sie die Destiny losgeschickt haben. Das ist ihre Mission. Es geht hier um ein Geheimnis, das tief in der Realität seine Wurzeln hat. Ein Puzzle, dessen Teile über die ganze Länge und Breite des Universums verstreut sind…



Gegenwart
weitentfernte Galaxie
FTL-Flug
Destiny, Quartier Colonel Young

Auf einer kurzen Liste mit handschriftlichen Ergänzungen, sah sich Colonel Everett Young noch einmal kurz die aktuelle Besatzung der Destiny an:

Aktuelle Crewliste der Destiny:

Erde/Menschen: 210x (weiblich: 110, männlich: 100)
+ Mutanten der Erde:        7x (weiblich: 4, männlich: 3)
Novianer:     86x (weiblich: 52, männlich: 34)  
Tok’ra:         5x (männlich: 3, weiblich: 2)
Nox:         2x (männlich: 1, weiblich: 1)
Pegasus-Asgard:               1x
Menschen/Pegasus:    58x (männlich: 34, weiblich: 24)
Luzianer Allianz:     68x (männlich: 33, weiblich: 35)
Jaffa:     12x (männlich: 8, weiblich: 4)
Koloniale
(Kobol, inkl. Zylonen):   18x (männlich: 8, weiblich: 10)
Anhänger Adrias:     10x (männlich: 3, weiblich: 7)
-------------------------------------------------------------------------------
Crew gesamt: 477 (männlich: 227, weiblich: 249, undefiniert: 1 (Asgard))

Derzeitige Besatzung der Destiny: 477 Individuen, die sich mehreren Großmächten aus mindestens fünf Galaxien (nämlich Milchstraße, Pegasus-Galaxie, Andromeda-Galaxie, Ori-/Alteran-Galaxie, 2. Destiny-Galaxie) zusammensetzt.

--------

Mit einem leichten Seufzen erhob sich der Kommandant der Destiny schließlich von seinem Arbeitstisch, um sich dann zunächst auf den Weg in die Kantine und danach zur Brücke zu machen.


Bei ihren letzten Stopp allerdings, in der Galaxie, die sie soeben gerade erst hinter sich gelassen hatten, war die Besatzung der Destiny auf ein Vorhutschiff, das zweite während ihrer langen Reise gestoßen, welches nach den Ergebnissen einer Aufklärungsmission aber schon seit mehreren Jahrtausenden keine Energie mehr zur Verfügung hatte, und seitdem nur noch durch das Universum gedriftet war. Dadurch war letztendlich auch erklärt, weshalb man fast gar keine Stargate-Adressen mehr in jener Galaxie angezeigt bekommen hatte, wenn man die FTL-Geschwindigkeit wieder verlassen hatte. Nur mit Mühe war man schließlich auf drei Planeten gestoßen, auf denen zumindest primitives Leben möglich, sowie auch brauchbares Wasser zu finden gewesen war.

Während ihrer weiteren Reise waren sie auf einen weiteren Hinweis gestoßen, dass zumindest ein Teil des Volkes der Außerirdischen, auf deren Heimatwelt sie bereits gestoßen waren, welches wohl nicht nur zu interstellaren, sondern wohl auch zu weiten intergalaktischen Flügen fähig sind. Doch es blieb nur bei diesen einen und letzten vagen Hinweis dieser außerirdischen Zivilisation, denn auf weitere Spuren jenes Volkes war man seitdem nicht mehr gestoßen.

Gerade eben hatte war die Destiny wieder auf Sublichtgeschwindigkeit gegangen, denn man war dem Ziel jetzt beinahe greifbar nahe. Die letzte Galaxie, die sie alle vor dem Ziel der langen Mission getrennt hatte, war durchquert worden. Die letzte Reiseetappe mit dem FTL-Antrieb hatte nur wenige Tage gedauert.

Jeder an Bord des sehr alten Antiker-Forschungsschiffes, welches seit vielen Millionen Jahren bereits unterwegs gewesen ist, befand sich in Sichtweite des Zielgebietes, hatte versucht sich einen guten Platz zu ergattern. Denn es gab überhaupt niemanden an Bord der Destiny, der diesen Moment verpassen wollte. Es gab natürlich auch Ausnahmen, nämlich betraf es diejenigen, die soeben eine wichtige Aufgabe inne hatten und ihren Posten nicht verlassen konnten. Doch Eli Wallace hatte für diesen Fall vorgesorgt, mithilfe von vielen Kameras und Monitoren sorgte er für eine Live-Übertragung. Jedoch hatten Colonel Young, Camile Wray und Doktor Rush allen Betroffenen wiederholt eingeschärft ihre Aufgaben nicht zu vernachlässigen.
Dies wurde von allen an Bord auch genaustens befolgt, weil niemand wusste, wie es denn mit ihnen und der alten Destiny wirklich weitergehen würde. Da könnte jede auch nur so kleine Nachlässigkeit schlimme Folgen für die gesamte Besatzung als auch für die Destiny haben.


tbc
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - Gestern, 21:29

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