15.03.2026, 20:50
Titel: Aus den Aufzeichnungen des Rodders McKay
Kapitel: 8
Genre: Humor, AU
Anmerkung: Geschrieben wurde diese Fanfiction zum SG-P-ReverseBang 2015. Dabei erstellten FanArt-Künstler zunächst Kunstwerke, von denen sich im Anschluss Fanfiction-Autoren zu Geschichten inspirieren ließen. Diese FF entstand dabei zu folgendem FanArt von John's Chaya (Der Titel wurde später ergänzt):
Die Stadt ist sicher. Vor fünf Monaten bin ich nach Saint Lantus gekommen und habe in der Zwischenzeit viel für die Sicherheit hier getan. Die Banditen sind vertrieben oder eingekerkert. Es ist kein Vergleich zu den Verhältnissen, welche hier bei meiner Ankunft geherrscht haben, aber mit viel Schweiß und einer flinken, zielsicheren rechten Hand, die schneller feuern kann als die linke, habe ich den Menschen hier ihre Lebensfreude zurückgegeben.
Gerne würde hier ich noch länger meiner Aufgabe nachgehen und die Einwohner in meiner Funktion als Sheriff beschützen und zur Seite stehen, aber ich bin nun mal der Beste und wenn die Bösen irgendwo anders ihre Schandtaten treiben, kann ich mich nicht einfach auf die faule Haut legen. Deswegen wird es langsam Zeit meine Revolver zu packen und mich mit Sheppard, so heißt mein edles Ross von reinrassiger Lippizanerherkunft, (benannt nach einem Erdferkel welches ich mal besaß) auf den Weg machen um mich in weitere waghalsige Abenteuer zu stürzen.
Es war ein schwerer Abschied. Besonders der Bürgermeister hier, Mister Zelekus, ein Nordeuropäer, ich glaube Russe, war schwer enttäuscht und hat mich auf Knien angefleht zu bleiben. Aber ich konnte ihm schließlich klar machen, dass auch andere Städte von meinem Heldenmut profitieren sollten und der Kampf gegen das Böse weiter geführt werden muss. Glücklicherweise hatte er schon einen Nachfolger im Blick, sodass ich die Stadt nicht völlig ungeschützt zurück lasse, auch wenn mir dieser nicht besonders fähig erscheint. Er heißt Roson, ist Franzose und macht einen etwas minderbemittelten Eindruck. Aber wie gesagt, viel zu tun gibt es hier ohnehin nicht mehr, nachdem ich das letzte halbe Jahr tüchtig aufgeräumt habe.
Zelenkus hat mir eine letzte Aufgabe anvertraut: Ein Doktor Brown tritt heute ebenfalls den Weg gen Süden an. Ich soll für sicheres Geleit sorgen, solange sich unsere Wege überschneiden. Während ich das schreibe, höre ich Schritte. Ich denke, dass das Doktor Brown ist. Sheppard ist gesattelt und schart schon ungeduldig mit den Hufen. Damit können wir nun schweren Herzens aufbrechen.
Saint Lantus wird für immer in meinem Herzen bleiben.
R.M.M.
Endlich. Nach Monaten habe ich unseren selbsternannten „Sheriff“ endlich dazu bekommen die Stadt zu verlassen. Es hat viel guten Zuredens gebraucht, bis Rodders endlich bereit war seine Sachen zu packen. Es war ein großer Fehler ihn überhaupt einzustellen. Außer am Essen rumzumekeln hat er nicht viel zustande gebracht.
Einen Nachfolger habe ich bereits eingestellt. Nicht dass wir auf die Schnelle einen brauchen würden. Nachdem uns während Rodders Dienstzeit schon alles wertvolle geklaut wurde, machen die Halunken einen weiten Bogen um Saint Lantus. Aber unter dem wachsamen Auge von Rouson fühlen sich die Einwohner doch etwas sicherer.
Wie vermisse ich in solchen Momenten mein kleines tschechisches Heimatdorf und meine Taubenzucht.
Katie Brown verlässt uns ebenfalls, sie will ihre Eltern im Süden der USA besuchen. Ich bat sie ein paar Tage früher als geplant aufzubrechen, das erste Stück zusammen mit Rodders zu reisen und ein wenig auf ihn acht zu geben. Nicht dass er noch einen dummen Tod innerhalb unserer Gemeindegrenzen stirbt. Das wäre das Letzte was wir brauchen können.
Ansonsten sehe ich jetzt wieder froh Gemut in die Zukunft.
R.Z.
1. Bürgermeister von Saint Lantus
[Aus: Saint Lantus – 1859; S.359]
Kapitel: 8
Genre: Humor, AU
Anmerkung: Geschrieben wurde diese Fanfiction zum SG-P-ReverseBang 2015. Dabei erstellten FanArt-Künstler zunächst Kunstwerke, von denen sich im Anschluss Fanfiction-Autoren zu Geschichten inspirieren ließen. Diese FF entstand dabei zu folgendem FanArt von John's Chaya (Der Titel wurde später ergänzt):
Vorwort:
Der folgende Text geht zurück auf Teile von Aufzeichnungen eines gewissen Rodders McKay, einem Kanadier der sich Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als Cowboy durch den Wilden Westen schlug. Diese wurden vor kurzem in dessen Hinterlassenschaften entdeckt.
Die hier von Rodders geschilderten Ereignisse konnten nicht auf ihre Echtheit verifiziert werden.
Es existieren Texte anderer Zeitzeugen, die sich aber nicht zwingend mit denen von Rodders decken. Wir haben diese, soweit möglich, den Aufzeichnungen hinzugefügt, damit sich der Leser selbst ein Bild davon machen kann, wie sich die Ereignisse vor eineinhalb Jahrhunderten wohl am wahrscheinlichsten zugetragen haben mögen.
1. September 1859
Die Stadt ist sicher. Vor fünf Monaten bin ich nach Saint Lantus gekommen und habe in der Zwischenzeit viel für die Sicherheit hier getan. Die Banditen sind vertrieben oder eingekerkert. Es ist kein Vergleich zu den Verhältnissen, welche hier bei meiner Ankunft geherrscht haben, aber mit viel Schweiß und einer flinken, zielsicheren rechten Hand, die schneller feuern kann als die linke, habe ich den Menschen hier ihre Lebensfreude zurückgegeben.
Gerne würde hier ich noch länger meiner Aufgabe nachgehen und die Einwohner in meiner Funktion als Sheriff beschützen und zur Seite stehen, aber ich bin nun mal der Beste und wenn die Bösen irgendwo anders ihre Schandtaten treiben, kann ich mich nicht einfach auf die faule Haut legen. Deswegen wird es langsam Zeit meine Revolver zu packen und mich mit Sheppard, so heißt mein edles Ross von reinrassiger Lippizanerherkunft, (benannt nach einem Erdferkel welches ich mal besaß) auf den Weg machen um mich in weitere waghalsige Abenteuer zu stürzen.
Es war ein schwerer Abschied. Besonders der Bürgermeister hier, Mister Zelekus, ein Nordeuropäer, ich glaube Russe, war schwer enttäuscht und hat mich auf Knien angefleht zu bleiben. Aber ich konnte ihm schließlich klar machen, dass auch andere Städte von meinem Heldenmut profitieren sollten und der Kampf gegen das Böse weiter geführt werden muss. Glücklicherweise hatte er schon einen Nachfolger im Blick, sodass ich die Stadt nicht völlig ungeschützt zurück lasse, auch wenn mir dieser nicht besonders fähig erscheint. Er heißt Roson, ist Franzose und macht einen etwas minderbemittelten Eindruck. Aber wie gesagt, viel zu tun gibt es hier ohnehin nicht mehr, nachdem ich das letzte halbe Jahr tüchtig aufgeräumt habe.
Zelenkus hat mir eine letzte Aufgabe anvertraut: Ein Doktor Brown tritt heute ebenfalls den Weg gen Süden an. Ich soll für sicheres Geleit sorgen, solange sich unsere Wege überschneiden. Während ich das schreibe, höre ich Schritte. Ich denke, dass das Doktor Brown ist. Sheppard ist gesattelt und schart schon ungeduldig mit den Hufen. Damit können wir nun schweren Herzens aufbrechen.
Saint Lantus wird für immer in meinem Herzen bleiben.
R.M.M.
1. September 1859
Endlich. Nach Monaten habe ich unseren selbsternannten „Sheriff“ endlich dazu bekommen die Stadt zu verlassen. Es hat viel guten Zuredens gebraucht, bis Rodders endlich bereit war seine Sachen zu packen. Es war ein großer Fehler ihn überhaupt einzustellen. Außer am Essen rumzumekeln hat er nicht viel zustande gebracht.
Einen Nachfolger habe ich bereits eingestellt. Nicht dass wir auf die Schnelle einen brauchen würden. Nachdem uns während Rodders Dienstzeit schon alles wertvolle geklaut wurde, machen die Halunken einen weiten Bogen um Saint Lantus. Aber unter dem wachsamen Auge von Rouson fühlen sich die Einwohner doch etwas sicherer.
Wie vermisse ich in solchen Momenten mein kleines tschechisches Heimatdorf und meine Taubenzucht.
Katie Brown verlässt uns ebenfalls, sie will ihre Eltern im Süden der USA besuchen. Ich bat sie ein paar Tage früher als geplant aufzubrechen, das erste Stück zusammen mit Rodders zu reisen und ein wenig auf ihn acht zu geben. Nicht dass er noch einen dummen Tod innerhalb unserer Gemeindegrenzen stirbt. Das wäre das Letzte was wir brauchen können.
Ansonsten sehe ich jetzt wieder froh Gemut in die Zukunft.
R.Z.
1. Bürgermeister von Saint Lantus
[Aus: Saint Lantus – 1859; S.359]

