05.04.2026, 20:29
Heute gibt es den Abschluss dieses Drei-Teilers. Viel Vergnügen beim Lesen
Kritiken, ob negativ oder positiv, sind willkommen
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld-Command, Kontrollraum
Dass einer der beiden BC-304er der aktuellen und vor allem sehr fernen Trinitatis-Mission überraschenderweise wieder zurückgekehrt sei, hatte schließlich auch General Jack O‘Neill endlich erreicht. Ohne jedoch lange zu zögern, ließ er sich auch schon umgehend mit der U.N.S. Hector verbinden, um die Befehlshaberin dieses Erdschiffes zum Rapport zu bitten. Denn der Grund dafür lag klar auf der Hand, es gab unzählige Neugierige, die wissen wollten, wie es der Besatzung der Destiny, der Trinitatis und den Menschen ging, welche von der anderen Destiny abstammten.
Dann legte General O‘Neill fest: „Kommen Sie, so schnell es mit der Hector geht, zurück zur Erde, Colonel! Und dann melden Sie sich zuerst bei mir!“
„Verstanden, Sir“, bestätigte Erin Rockefeller.
Zentrum des Universums
Destiny, Brücke
Das alte Forschungsschiff der Antiker, wurde nun seit einigen Minuten bereits, manuell immer weiter an das strahlende Muster herangesteuert, welches der Ursprung des Signals war, was vor sehr vielen Millionen Jahren auf der Erde von einem Observatorium der Antiker entdeckt worden war.
„Stopp! Das ist jetzt erst einmal nahe genug, Lieutenant Scott!“, erklärte Colonel Everett Young, der sich noch einmal seine Schutzbrille zurechtrückte, denn ohne eine solche, konnte man nun nicht mehr wirklich ohne bleibende Schäden an den Augen, geradeaus auf diese blau-weiß pulsierende Struktur blicken, die sich vor ihnen befand. Während er dies tat, waren alle Wissenschaftler um ihn herum, schon damit beschäftigt ihrer Arbeit nachzugehen, indem sie Messungen, Scans und dergleichen durchführten. Die dann daraus gewonnenen Daten wollten sie dann alle im Anschluss direkt analysieren sowie natürlich auch auswerten.
Destiny, große Kuppel (Parkanlage)
Man bemerkte, dass die gesamte Pflanzenwelt, die sich hier befand, irgendwie auf die Einflüsse auf das bläulich-weiße strahlende Muster zu reagieren begann, weshalb man die Leistung der Schutzschilde unverzüglich für die komplette Destiny noch einmal verstärken ließ.
Alle Botaniker und jeder, der sich auch nur annähernd mit Pflanzen etwas gut auskannte, hatten sich deswegen hier sehr schnell eingefunden. Denn man wollte und konnte hier am Besten herausfinden, was sich eventuell verändern könnte, und auch, ob es gut oder schlecht für die Flora war, die man auf der gesamten Destiny angelegt hatte. Man wollte es aus einen sehr wichtigen, vor allem aber für das weitere Überleben im Universum unbedingt erfahren, da man sich ja von den hier angebauten Nutzpflanzen ernährte. Doch ob es einen Sinn machte, was mit ihnen allen hier im Zentrum des Universums geschehen würde, war irgendwie zweitrangig geworden, weil man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein musste, auch auf eine weitere Fortsetzung der Reise mit diesem alten Raumschiff.
Destiny, Hydroponiklabor
Im Gegensatz zu den Pflanzen in der großen Kuppel, konnte man im Hydroponiklabor bislang noch keine Reaktionen der Anpflanzungen, die sich hier befanden, feststellen. Dennoch ordnete Camile Wray, die die Verantwortung über diese Anlage nach dem Verschwinden von Doktor Jeremy Franklin sehr gerne übernommen hatte, via Funk an, trotzdem einige Analysen und weitere Beobachtungen durchzuführen.
Destiny, Observationsdeck
Neben Chloe Armstrong, First Lieutenant Tamara „T.J.“ Johansen und Varro, hatten sich hier schon vor einigen Stunden die meisten Besatzungsmitglieder der Destiny bereits eingefunden, aber nur die, die soeben keinen Dienst oder irgendeine andere wichtige Aufgabe zu versehen hatten. Sie alle trugen, wie auch alle anderen, die durch ein Fenster hinausschauen wollten spezielle Schutzbrillen und schauten gebannt hinaus auf die Struktur, die sich vor ihnen befand. Sie alle bemerkten nach einer Weile irgendwann den pulsierenden Rhythmus, der sich wie eine endlose Wiedergabe immer wieder wiederholte.
Destiny, Brücke
„Wie ist es denn so, endlich am Ziel zu sein?“, fragte die Erscheinung von Doktor Jeremy Franklin Doktor Nicholas Rush, der jedoch nur kurz aufblickte, ihn anschaute, zufrieden lächelte und weiter mit dem machte, was er soeben tat.
Doch noch eine Erscheinung zeigte sich jetzt noch zusätzlich, die nun fragte: „Wieso ignorierst du uns, Nicholas?“
„Gloria“, flüsterte Doktor Rush kaum hörbar, und zwar so leise, damit es niemand hören konnte. Und in diesem Flüsterton fuhr er dann auch fort: „Es ist ein bemerkenswerter Moment, weil wir etwas vollenden werden, was die Antiker eigentlich entdeckt, und auch einst zu enträtseln erhofft hatten.“
„Und woher wollen wir denn nicht wissen, dass die Antiker es nicht schon längst wissen, Rush. Denn einige von ihnen sind ja aufgestiegen, hatten somit Zeit auch bis hierher zu gelangen, um es zu erfahren“, entgegnete die Erscheinung von Doktor Franklin, worauf Gloria zustimmend nickte.
Dies führte dann doch letztendlich dazu, dass Nicholas ein wenig verlegen lächeln musste. Auch musste er ein wenig darüber nachdenken. Doch nur solange ehe er eine passende Antwort gefunden hatte, denn er sagte schließlich daraufhin sehr leise: „Als die Antiker das Signal einst entdeckt hatten, konnten sie wohl noch nicht aufsteigen, weswegen sie ja die Destiny erbaut hatten. Und da die Antiker dann, einige zumindest von ihnen, auf eine höhere Ebene der Existenz, aufgestiegen sind, aber eine klare Regel haben, sich nämlich nicht auf unsere Ebene der Existenz einzumischen, werden sie es uns auch nicht verraten, es sei denn, wir steigen ebenfalls auf. Oder aber, wir lösen das Rätsel dieser Mission auf die wissenschaftliche Art.“
„Was murmeln sie denn da, die ganze Zeit vor sich hin, Doktor Rush?“, fragte Colonel David Telford, dem es nicht entgangen war, dass sich der schottische Wissenschaftler mal wieder einmal mehr etwas sehr merkwürdig verhielt.
Kaum merklich zuckte Doktor Nicholas Rush daher kaum merkbar leicht zusammen, dann antwortete er: „Ich gehe gerade einige Möglichkeiten durch, und habe deswegen leise vor mich hingesprochen.“
„Du bist vielleicht ein Lügner!“, sagte die Erscheinung von Gloria Rush sofort, was dieses Mal die Erscheinung von Doktor Jeremy Franklin zustimmend bejahte.
‚Bin ich froh darüber, dass nur ich das hier mit den beiden mitbekomme‘, dachte Rush, dem dann aber doch ein wenig unbehaglich wurde, dass die beiden sich, zumindest Franklin auch den anderen hier auf der Brücke und dem übrigen Schiff zeigen könnte.
„Wir sollten uns diese Struktur dort vor uns noch etwas näher ansehen! Colonel Young, wenn Sie vielleicht einen der Puddle Jumper, die wir hier an Bord haben, entbehren könnten…“
„Wie bitte? Rush, wir sollten erst einmal ein fliegendes Auge dahin schicken, und danach meinetwegen eine ferngesteuerte Sonde, bevor wir einen Verlust eines Puddle Jumpers riskieren!“, unterbrach Everett sofort.
„Einverstanden. Eli.“
„Bin schon auf dem Weg zur nächsten Schleuse“, erklärte der, und eilte auch schon von der Brücke der Destiny.
Destiny < > Zentrum des Universums
Das von Eli Wallace losgeschickte fliegende Auge, hielt langsam auf die Struktur vor sich zu, die eindeutig ein klar erkennbares Muster aufwies. Diese Struktur vor ihnen, hatte scheinbar in etwa ungefähr die Größe des Jupiters. Oder war doch noch etwas größer, denn die Messwerte schienen, was die Ausmaße der Struktur betraf nicht zuverlässig zu sein, denn sie schwankten periodisch.
Diese Struktur leuchtete hell in weiß und blauen Farben.
Auch war diese Struktur, ihr gesamtes Muster in einer ständigen pulsierenden Bewegung. Beinahe ganz so als wäre sie… lebendig.
Das dies durchaus eine Möglichkeit war, daran erinnerte sich natürlich unter anderem auch Doktor Rush, dem ein Erlebnis von Samantha Carter ins Gedächtnis kam, die damals mit der Prometheus in eine Wolke geraten war, die sich ihr als Grace und kleines Mädchen vorgestellt hatte, und die sich wie ein lebender Organismus verhalten hatte.
Mittlerweile hatte das fliegende Auge den äußeren Bereich der Struktur bereits erreicht, die sich im Zentrum des Universums befand. Hier wurde sie zunächst erst einmal von Eli durch die Fernbedienung gestoppt, weil man an dieser Stelle unbedingt weitere wichtige wissenschaftliche Daten sammeln wollte.
Destiny, Brücke
Alle Wissenschaftler, die Dienst auf der Brücke hatten, schauten sich vollkommen fasziniert die eingehenden Daten an, die ihnen das fliegende Auge ohne Unterbrechung, seit dem Aussetzen von Eli Wallace, der sich ebenfalls wieder auf der Brücke befand, sendete.
„Und? Wie sieht es aus dort draußen, Leute?“, fragte Colonel David Telford.
„Dies ist alles sehr beeindruckend“, begann Doktor Dale Volker, „doch werden wir nicht darum herumkommen, wie Eli es schon angeregt hatte, nämlich einen der Puddle Jumper loszuschicken.“
„Wieso denn dieses?“
„Nun ja, Colonel Young. Eli weiß es natürlich, dass nämlich die Technologie der Puddle Jumper wesentlich fortschrittlicher ist als die eines fliegenden Auges, was natürlich auch die Sensoren und Instrumente an Bord betrifft“, antwortete Nicholas Rush.
Beide Colonels, Young und Telford, sahen sich einige Minuten lang, ohne ein Wort zu wechseln, an. Dann nickten sie schließlich.
„Na schön, Rush“, entschied David, „Sie haben die Genehmigung einen der fünf Puddle Jumper, die wir hier an Bord haben, für dieses Experiment vorzubereiten, auszustatten und dann zum Zentrum des Universums zu schicken! Wenn es aber ein totaler Reinfall und Verlust wird, dann schuldet ihr Wissenschaftler uns einen funktionstüchtigen Puddle Jumper!“
„Ich danke Ihnen! Ihnen beiden!“, erklärte Nicholas, der sich noch schnell einige Notizen machte, dann sein Funkgerät nahm und die Namen nannte, die er zur Unterstützung benötigte und in einer halben Stunde bei dem Treffpunkt erwartete.
Bevor sich auch Eli auf dem Weg machte, bemerkte er verdutzt: „Nanu, das fliegende Auge ist auf einmal weg! Zumindest empfange ich keinerlei Bilder mehr. Auch die Fernbedienung scheint nicht mehr zu funktionieren. Liegt vermutlich an den vielen Interferenzen aufgrund der Strahlung, der das fliegende Auge ausgesetzt war. Aber es gibt noch eine Menge von eingehenden Daten, die es aufgezeichnet hat.“
„Wirklich? Dann sichern Sie diese, laden sie diese zunächst einmal herunter, Eli!“, ordnete Nicholas, der sich dann zügig auf dem Weg machte, da er ausdrücklich betont hatte, dass es sehr viel zu tun gab.
4 Stunden später
Zentrum des Universums
Destiny, Puddle Jumper Hangar
Unter den stets wachsamen Blicken von Doktor Nicholas Rush, war endlich der Puddle Jumper für seinen vielleicht wichtigsten und vermutlich wohlmöglich auch letzten großen Einsatz vorbereitet worden.
Alle für dieses Projekt abgestellten Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure hatten pausenlos, in dem eigens für diese drei Puddle Jumper, die von der E.U.S. Paris auf die Destiny gebeamt worden war, hergerichteten Hangar in den letzten Stunden fieberhaft gearbeitet. Die anderen beiden Puddle Jumper waren im Stargate-Raum der Destiny verblieben.
Der arme Doktor Adam Brody war mittlerweile schon ein wenig genervt von den ständigen Gerede und Kontrollen von seinem Chef, Doktor Nicholas Rush, obwohl er dessen Art und Weise natürlich schon seit so einigen Jahren mehr als nur gut kannte. Doch dies lag am heutigen Tag vermutlich daran, weil es ein ganz besonderer Tag war.
„Ich will nur wirklich sicher gehen, dass auch alles reibungslos funktioniert. Verzeihen Sie mir also bitte, Doktor Brody“, sagte Doktor Nicholas Rush, der noch einmal den Ablauf schnell durchging.
Hatten sich Adam Brody und all die anderen Personen hier im Hangar gerade verhört, oder hatte sich gerade soeben Nicholas Rush entschuldigt. Nein, hatten sie nicht.
„Ich würde sagen, wir sind soweit. Gute Arbeit, Freunde und Kollegen!“
Und jetzt auch noch ein klares Lob sowie diese besonders freundliche, höfliche und betonte Formulierungen von Rush. So langsam wurden die ersten Männer und Frauen im Hangar unruhig und nervös. Also was stimmte nicht mit diesen Mann?
Destiny < > Zentrum des Universums
So wie man es akribisch unter der Anleitung von Doktor Nicholas Rush vorbereitet hatte, genauso bewegte sich der Puddle Jumper per Fernsteuerung auf das pulsierende Muster, welches das Zentrum des Universums beherbergte, Meter für Meter, immer weiter zu.
Natürlich hielten die meisten auf der Destiny vor Anspannung ihren Atem an. Lediglich der gesamte wissenschaftliche Teil der Besatzung unter ihnen, schaute dabei wie gebannt auf die Monitore, die ihnen die unglaublichsten Daten seit dem fliegenden Auge anzeigten.
Destiny, Brücke
Auf den Monitoren konnte man es jetzt deutlich erkennen, dass sich der Puddle Jumper nun genau am äußersten Punkt, direkt vor der Struktur befand, und somit genau dort, von wo aus das fliegende Auge die letzten Bilder übermittelt hatte. Doch von diesen, etwa Handballgroßen Objekt war nichts zu sehen. Daher vermutete man, dass das fliegende Auge irgendwie in die Struktur geraten und somit verloren war. Dies konnte demnach vermutlich auch schon sehr bald mit dem ferngesteuerten Puddle Jumper geschehen.
Schließlich bemerkte Doktor Rush: „Dieses pulsierende und strahlende Muster, also diese Struktur dort, direkt vor uns, den Ursprung eines uralten Codes, eines Signals, welches die Antiker einst vor vielen Jahrmillionen entdeckt hatten, und später dann auch wir diese als Hintergrundstrahlung empfangen haben, muss seit Anbeginn der Zeit aktiv sein. Erstaunlich. Erstaunlich ist aber auch, dass sich dort, laut dieser Daten hier eine Art von noch vollkommen unbekannter Materie befindet…“
„Die müssen wir sehr genau und umfangreich untersuchen, wenn wir davon nur eine ausreichend große Probe bekommen könnten“, unterbrach Doktor Dale Volker.
„… von der Materie bräuchten wir allerdings eine kleine Probe, die wir dann im Labor aber nur unter absolut sterilen Bedingungen untersuchen können. Sergeant Greer, sie sind jetzt dran. Führen Sie den Arm der Robotersonde mit dem Behälter vorsichtig, und dann aber auch nur für wenige Sekunden in die Struktur ein, und dann sofort wieder heraus!“, erklärte Doktor Nicholas Rush, der die sehr große Ungeduld all seiner Kolleginnen und Kollegen nachvollziehen konnte.
Zentrum des Universums
Puddle Jumper <> Struktur
Wie von Nicholas Rush angewiesen bewegte sich der von Sergeant Ronald Greer gesteuerte Arm mit dem Sicherheitsbehälter von der Robotersonde, die man von der Stargate-Command Base kannte und einsetzte, langsam auf die Struktur zu.
Schließlich tauchte der Sicherheitsbehälter ganz behutsam, Millimeter für Millimeter in die Struktur ein. Nur wenige Sekunden blieb der vorderste Teil des Sicherheitsbehälters in der unbekannten Materie der Struktur. Dann wurde er aber ebenso langsam, wie man darin eingedrungen war, wieder entfernt.
Destiny, Brücke
Die ganze Zeit über, hatte Master Sergeant Ronald Greer schlicht einfach nur die Ruhe weg, der während dieses Manövers den Funk-Joystick bediente.
Zentrum des Universums
Puddle Jumper <> Struktur
Kurz darauf, der Arm war weit genug wieder von der Struktur entfernt, löste sich die Robotersonde durch kleine angebrachte Sprengladungen vom Puddle Jumper, welche dann mittels einer Fernsteuerung zurück zur Destiny geholt wurde.
Destiny, Schleuse Beta
Dort wo sich einst das zweite, aber schon vor langer Zeit, geopferte Shuttle befunden hatte, wartete man voller Ungeduld darauf, dass sich die Robotersonde mit ihrer Probe und weiteren Testergebnissen wieder an Bord der Destiny eingefunden hatte.
Destiny, Observationsdeck
Beinahe niemand schien es fürs Erste zu bemerken, nämlich dass sich sowohl der Puddle Jumper, der sich vor der Struktur befand als auch die Destiny ein kleines Stück weiter nach vorne bewegt hatten. Beinahe nur, denn bis auf Chloe Armstrong, die ihre jüngste Beobachtung schnell First Lieutenant Tamara „T.J.“ Johansen mitteilte, die sofort diese enorm wichtige Information durch ihr mitgeführtes Funkgerät an die Brücke weitergab.
Destiny, Brücke
Eigentlich immer noch mit der Analyse der Daten und der Probe von der Robotersonde schon mehr als nur ausreichend beschäftigt, war Doktor Nicholas Rush, nach der mittlerweile bestätigten Beobachtung von Chloe Armstrong, sofort mit sehr schnellen Schritten zurück auf die Brücke der Destiny geeilt.
„Vielleicht muss das so sein“, murmelte Rush, der sich beim Ansehen der Informationen, die ihm die Monitore anzeigten, mit leichten Bewegungen seinen Bart an der Kinnspitze kraulte. „Vielleicht ist unsere Reise immer noch nicht wirklich beendet, sondern geht noch weiter…“
„Wie bitte? Soll das etwa heißen, wir müssen unbedingt in diese Struktur dort vor uns hinein?“, fragte Colonel Everett Young.
„Vermutlich“, stimmte Eli zu.
„Worauf wohl so einige hier an Bord nicht besonders scharf sein werden“, warf Colonel David Telford ein.
Eine Pause entstand, in welcher man sich nur wortlos ansah. Derweil tauchte der Puddle Jumper, wie von einer unsichtbaren Macht gezogen bereits in die pulsierende Struktur ein. Mit der gleichen Geschwindigkeit näherte sich auch die Destiny immer weiter der Grenze der Struktur, wie man von den Fenstern der Brücke erkennen konnte.
Vollkommen ratlos, versuchte First Lieutenant Matthew Scott, der nach wie vor an der Steuerung des Antikerraumschiffes saß, mit dem Haupttriebwerken und Manövriertrieben der Destiny dem Ganzen noch irgendwie entgegenzuwirken.
Doch am Ende, schon bereits nach wenigen Minuten ohne jeden erkennbaren Erfolg.
Auch Second Lieutenant Vanessa James wurde schon wieder tätig, denn sie bediente die Waffensysteme und Schutzschilde, also sämtliche Verteidigungseinrichtungen der alten ehrwürdigen Destiny, wobei Erstgenannte in dieser Situation vollkommen nutzlos waren. Darum fuhr Lieutenant James die Leistung der Schilde immer weiter hoch, wobei sie den Energieverbrauch dafür wachsam im Blick behielt.
„Wir kommen also nicht von hier weg“, erkannte schließlich auch Colonel Young.
Doktor Rush nickte zustimmend, und meinte dann: „Wie es aussieht haben wir keine andere Wahl, und folgen dem Puddle Jumper, der in der Zwischenzeit schon zur Gänze in die Struktur gezogen worden ist. Und, vielleicht wäre es das Weiseste, wenn wir uns nicht mehr gegen den Sog der Struktur wehren würden…“
„Sind sie irre!“, entfuhr es Colonel Telford, der dabei die Erläuterung des schottischen Physikers unterbrach.
Doch Rush musste dennoch lächeln, dann fuhr er auch schon fort, um es zu begründen: „… wir benötigen unbedingt die gesamte Energie, die wir noch zu unser Verfügung haben, und die wir soeben noch für sämtliche unserer Triebwerke noch vollkommen sinnlos verbrauchen, eher für die Leistung unserer Schilde. Auch bin ich mir ziemlich sicher, dass uns nichts geschehen wird, da wohl durch diese Botschaft, die einst von einer fremden frühen Intelligenz am Anbeginn der Zeit ausgesendet worden ist, vermutlich Vorkehrungen getroffen hat, die verhindern sollen das lebende Wesen zu Schaden kommen.“
„Hm“, machte Everett, „klingt doch irgendwie plausibel. Lieutenant Scott, schalten Sie sofort alle Triebwerke aus! Und Sie, Lieutenant James, erhöhen nach und nach die Stärke der Schutzschilde!“
„Und wer weiß, vielleicht gelangen wir ja auch vollkommen unerwartet auf diesem Wege ja nach Hause“, meinte Nicholas ein wenig geheimnisvoll.
Daraufhin meinte David säuerlich: „Wenn wir nicht, in dieser pulsierenden und strahlenden Struktur dort vor uns, alle unser Ende finden werden.“
Langsam trat zuerst die Nase der Destiny in die blau-weiß schimmernde Struktur im Zentrum des Universums ein. Die Schutzschilde des alten, und schon seit langer Zeit stark in die Jahre gekommenen Forschungsschiffes der Antiker, leuchteten um das gesamte Schiff herum gelb auf.
Nach und nach, verschwand die Destiny in dieser geheimnisvollen Struktur bis sie sich schließlich komplett darin befand.
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Odyssee
Folge 8.07 - “Epiphania - A Principio ad Finem, Teil 3“
Milchstraße
Sol-System
Erde
Homeworld-Command, Kontrollraum
Dass einer der beiden BC-304er der aktuellen und vor allem sehr fernen Trinitatis-Mission überraschenderweise wieder zurückgekehrt sei, hatte schließlich auch General Jack O‘Neill endlich erreicht. Ohne jedoch lange zu zögern, ließ er sich auch schon umgehend mit der U.N.S. Hector verbinden, um die Befehlshaberin dieses Erdschiffes zum Rapport zu bitten. Denn der Grund dafür lag klar auf der Hand, es gab unzählige Neugierige, die wissen wollten, wie es der Besatzung der Destiny, der Trinitatis und den Menschen ging, welche von der anderen Destiny abstammten.
Dann legte General O‘Neill fest: „Kommen Sie, so schnell es mit der Hector geht, zurück zur Erde, Colonel! Und dann melden Sie sich zuerst bei mir!“
„Verstanden, Sir“, bestätigte Erin Rockefeller.
Zentrum des Universums
Destiny, Brücke
Das alte Forschungsschiff der Antiker, wurde nun seit einigen Minuten bereits, manuell immer weiter an das strahlende Muster herangesteuert, welches der Ursprung des Signals war, was vor sehr vielen Millionen Jahren auf der Erde von einem Observatorium der Antiker entdeckt worden war.
„Stopp! Das ist jetzt erst einmal nahe genug, Lieutenant Scott!“, erklärte Colonel Everett Young, der sich noch einmal seine Schutzbrille zurechtrückte, denn ohne eine solche, konnte man nun nicht mehr wirklich ohne bleibende Schäden an den Augen, geradeaus auf diese blau-weiß pulsierende Struktur blicken, die sich vor ihnen befand. Während er dies tat, waren alle Wissenschaftler um ihn herum, schon damit beschäftigt ihrer Arbeit nachzugehen, indem sie Messungen, Scans und dergleichen durchführten. Die dann daraus gewonnenen Daten wollten sie dann alle im Anschluss direkt analysieren sowie natürlich auch auswerten.
Destiny, große Kuppel (Parkanlage)
Man bemerkte, dass die gesamte Pflanzenwelt, die sich hier befand, irgendwie auf die Einflüsse auf das bläulich-weiße strahlende Muster zu reagieren begann, weshalb man die Leistung der Schutzschilde unverzüglich für die komplette Destiny noch einmal verstärken ließ.
Alle Botaniker und jeder, der sich auch nur annähernd mit Pflanzen etwas gut auskannte, hatten sich deswegen hier sehr schnell eingefunden. Denn man wollte und konnte hier am Besten herausfinden, was sich eventuell verändern könnte, und auch, ob es gut oder schlecht für die Flora war, die man auf der gesamten Destiny angelegt hatte. Man wollte es aus einen sehr wichtigen, vor allem aber für das weitere Überleben im Universum unbedingt erfahren, da man sich ja von den hier angebauten Nutzpflanzen ernährte. Doch ob es einen Sinn machte, was mit ihnen allen hier im Zentrum des Universums geschehen würde, war irgendwie zweitrangig geworden, weil man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein musste, auch auf eine weitere Fortsetzung der Reise mit diesem alten Raumschiff.
Destiny, Hydroponiklabor
Im Gegensatz zu den Pflanzen in der großen Kuppel, konnte man im Hydroponiklabor bislang noch keine Reaktionen der Anpflanzungen, die sich hier befanden, feststellen. Dennoch ordnete Camile Wray, die die Verantwortung über diese Anlage nach dem Verschwinden von Doktor Jeremy Franklin sehr gerne übernommen hatte, via Funk an, trotzdem einige Analysen und weitere Beobachtungen durchzuführen.
Destiny, Observationsdeck
Neben Chloe Armstrong, First Lieutenant Tamara „T.J.“ Johansen und Varro, hatten sich hier schon vor einigen Stunden die meisten Besatzungsmitglieder der Destiny bereits eingefunden, aber nur die, die soeben keinen Dienst oder irgendeine andere wichtige Aufgabe zu versehen hatten. Sie alle trugen, wie auch alle anderen, die durch ein Fenster hinausschauen wollten spezielle Schutzbrillen und schauten gebannt hinaus auf die Struktur, die sich vor ihnen befand. Sie alle bemerkten nach einer Weile irgendwann den pulsierenden Rhythmus, der sich wie eine endlose Wiedergabe immer wieder wiederholte.
Destiny, Brücke
„Wie ist es denn so, endlich am Ziel zu sein?“, fragte die Erscheinung von Doktor Jeremy Franklin Doktor Nicholas Rush, der jedoch nur kurz aufblickte, ihn anschaute, zufrieden lächelte und weiter mit dem machte, was er soeben tat.
Doch noch eine Erscheinung zeigte sich jetzt noch zusätzlich, die nun fragte: „Wieso ignorierst du uns, Nicholas?“
„Gloria“, flüsterte Doktor Rush kaum hörbar, und zwar so leise, damit es niemand hören konnte. Und in diesem Flüsterton fuhr er dann auch fort: „Es ist ein bemerkenswerter Moment, weil wir etwas vollenden werden, was die Antiker eigentlich entdeckt, und auch einst zu enträtseln erhofft hatten.“
„Und woher wollen wir denn nicht wissen, dass die Antiker es nicht schon längst wissen, Rush. Denn einige von ihnen sind ja aufgestiegen, hatten somit Zeit auch bis hierher zu gelangen, um es zu erfahren“, entgegnete die Erscheinung von Doktor Franklin, worauf Gloria zustimmend nickte.
Dies führte dann doch letztendlich dazu, dass Nicholas ein wenig verlegen lächeln musste. Auch musste er ein wenig darüber nachdenken. Doch nur solange ehe er eine passende Antwort gefunden hatte, denn er sagte schließlich daraufhin sehr leise: „Als die Antiker das Signal einst entdeckt hatten, konnten sie wohl noch nicht aufsteigen, weswegen sie ja die Destiny erbaut hatten. Und da die Antiker dann, einige zumindest von ihnen, auf eine höhere Ebene der Existenz, aufgestiegen sind, aber eine klare Regel haben, sich nämlich nicht auf unsere Ebene der Existenz einzumischen, werden sie es uns auch nicht verraten, es sei denn, wir steigen ebenfalls auf. Oder aber, wir lösen das Rätsel dieser Mission auf die wissenschaftliche Art.“
„Was murmeln sie denn da, die ganze Zeit vor sich hin, Doktor Rush?“, fragte Colonel David Telford, dem es nicht entgangen war, dass sich der schottische Wissenschaftler mal wieder einmal mehr etwas sehr merkwürdig verhielt.
Kaum merklich zuckte Doktor Nicholas Rush daher kaum merkbar leicht zusammen, dann antwortete er: „Ich gehe gerade einige Möglichkeiten durch, und habe deswegen leise vor mich hingesprochen.“
„Du bist vielleicht ein Lügner!“, sagte die Erscheinung von Gloria Rush sofort, was dieses Mal die Erscheinung von Doktor Jeremy Franklin zustimmend bejahte.
‚Bin ich froh darüber, dass nur ich das hier mit den beiden mitbekomme‘, dachte Rush, dem dann aber doch ein wenig unbehaglich wurde, dass die beiden sich, zumindest Franklin auch den anderen hier auf der Brücke und dem übrigen Schiff zeigen könnte.
„Wir sollten uns diese Struktur dort vor uns noch etwas näher ansehen! Colonel Young, wenn Sie vielleicht einen der Puddle Jumper, die wir hier an Bord haben, entbehren könnten…“
„Wie bitte? Rush, wir sollten erst einmal ein fliegendes Auge dahin schicken, und danach meinetwegen eine ferngesteuerte Sonde, bevor wir einen Verlust eines Puddle Jumpers riskieren!“, unterbrach Everett sofort.
„Einverstanden. Eli.“
„Bin schon auf dem Weg zur nächsten Schleuse“, erklärte der, und eilte auch schon von der Brücke der Destiny.
Destiny < > Zentrum des Universums
Das von Eli Wallace losgeschickte fliegende Auge, hielt langsam auf die Struktur vor sich zu, die eindeutig ein klar erkennbares Muster aufwies. Diese Struktur vor ihnen, hatte scheinbar in etwa ungefähr die Größe des Jupiters. Oder war doch noch etwas größer, denn die Messwerte schienen, was die Ausmaße der Struktur betraf nicht zuverlässig zu sein, denn sie schwankten periodisch.
Diese Struktur leuchtete hell in weiß und blauen Farben.
Auch war diese Struktur, ihr gesamtes Muster in einer ständigen pulsierenden Bewegung. Beinahe ganz so als wäre sie… lebendig.
Das dies durchaus eine Möglichkeit war, daran erinnerte sich natürlich unter anderem auch Doktor Rush, dem ein Erlebnis von Samantha Carter ins Gedächtnis kam, die damals mit der Prometheus in eine Wolke geraten war, die sich ihr als Grace und kleines Mädchen vorgestellt hatte, und die sich wie ein lebender Organismus verhalten hatte.
Mittlerweile hatte das fliegende Auge den äußeren Bereich der Struktur bereits erreicht, die sich im Zentrum des Universums befand. Hier wurde sie zunächst erst einmal von Eli durch die Fernbedienung gestoppt, weil man an dieser Stelle unbedingt weitere wichtige wissenschaftliche Daten sammeln wollte.
Destiny, Brücke
Alle Wissenschaftler, die Dienst auf der Brücke hatten, schauten sich vollkommen fasziniert die eingehenden Daten an, die ihnen das fliegende Auge ohne Unterbrechung, seit dem Aussetzen von Eli Wallace, der sich ebenfalls wieder auf der Brücke befand, sendete.
„Und? Wie sieht es aus dort draußen, Leute?“, fragte Colonel David Telford.
„Dies ist alles sehr beeindruckend“, begann Doktor Dale Volker, „doch werden wir nicht darum herumkommen, wie Eli es schon angeregt hatte, nämlich einen der Puddle Jumper loszuschicken.“
„Wieso denn dieses?“
„Nun ja, Colonel Young. Eli weiß es natürlich, dass nämlich die Technologie der Puddle Jumper wesentlich fortschrittlicher ist als die eines fliegenden Auges, was natürlich auch die Sensoren und Instrumente an Bord betrifft“, antwortete Nicholas Rush.
Beide Colonels, Young und Telford, sahen sich einige Minuten lang, ohne ein Wort zu wechseln, an. Dann nickten sie schließlich.
„Na schön, Rush“, entschied David, „Sie haben die Genehmigung einen der fünf Puddle Jumper, die wir hier an Bord haben, für dieses Experiment vorzubereiten, auszustatten und dann zum Zentrum des Universums zu schicken! Wenn es aber ein totaler Reinfall und Verlust wird, dann schuldet ihr Wissenschaftler uns einen funktionstüchtigen Puddle Jumper!“
„Ich danke Ihnen! Ihnen beiden!“, erklärte Nicholas, der sich noch schnell einige Notizen machte, dann sein Funkgerät nahm und die Namen nannte, die er zur Unterstützung benötigte und in einer halben Stunde bei dem Treffpunkt erwartete.
Bevor sich auch Eli auf dem Weg machte, bemerkte er verdutzt: „Nanu, das fliegende Auge ist auf einmal weg! Zumindest empfange ich keinerlei Bilder mehr. Auch die Fernbedienung scheint nicht mehr zu funktionieren. Liegt vermutlich an den vielen Interferenzen aufgrund der Strahlung, der das fliegende Auge ausgesetzt war. Aber es gibt noch eine Menge von eingehenden Daten, die es aufgezeichnet hat.“
„Wirklich? Dann sichern Sie diese, laden sie diese zunächst einmal herunter, Eli!“, ordnete Nicholas, der sich dann zügig auf dem Weg machte, da er ausdrücklich betont hatte, dass es sehr viel zu tun gab.
4 Stunden später
Zentrum des Universums
Destiny, Puddle Jumper Hangar
Unter den stets wachsamen Blicken von Doktor Nicholas Rush, war endlich der Puddle Jumper für seinen vielleicht wichtigsten und vermutlich wohlmöglich auch letzten großen Einsatz vorbereitet worden.
Alle für dieses Projekt abgestellten Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure hatten pausenlos, in dem eigens für diese drei Puddle Jumper, die von der E.U.S. Paris auf die Destiny gebeamt worden war, hergerichteten Hangar in den letzten Stunden fieberhaft gearbeitet. Die anderen beiden Puddle Jumper waren im Stargate-Raum der Destiny verblieben.
Der arme Doktor Adam Brody war mittlerweile schon ein wenig genervt von den ständigen Gerede und Kontrollen von seinem Chef, Doktor Nicholas Rush, obwohl er dessen Art und Weise natürlich schon seit so einigen Jahren mehr als nur gut kannte. Doch dies lag am heutigen Tag vermutlich daran, weil es ein ganz besonderer Tag war.
„Ich will nur wirklich sicher gehen, dass auch alles reibungslos funktioniert. Verzeihen Sie mir also bitte, Doktor Brody“, sagte Doktor Nicholas Rush, der noch einmal den Ablauf schnell durchging.
Hatten sich Adam Brody und all die anderen Personen hier im Hangar gerade verhört, oder hatte sich gerade soeben Nicholas Rush entschuldigt. Nein, hatten sie nicht.
„Ich würde sagen, wir sind soweit. Gute Arbeit, Freunde und Kollegen!“
Und jetzt auch noch ein klares Lob sowie diese besonders freundliche, höfliche und betonte Formulierungen von Rush. So langsam wurden die ersten Männer und Frauen im Hangar unruhig und nervös. Also was stimmte nicht mit diesen Mann?
Destiny < > Zentrum des Universums
So wie man es akribisch unter der Anleitung von Doktor Nicholas Rush vorbereitet hatte, genauso bewegte sich der Puddle Jumper per Fernsteuerung auf das pulsierende Muster, welches das Zentrum des Universums beherbergte, Meter für Meter, immer weiter zu.
Natürlich hielten die meisten auf der Destiny vor Anspannung ihren Atem an. Lediglich der gesamte wissenschaftliche Teil der Besatzung unter ihnen, schaute dabei wie gebannt auf die Monitore, die ihnen die unglaublichsten Daten seit dem fliegenden Auge anzeigten.
Destiny, Brücke
Auf den Monitoren konnte man es jetzt deutlich erkennen, dass sich der Puddle Jumper nun genau am äußersten Punkt, direkt vor der Struktur befand, und somit genau dort, von wo aus das fliegende Auge die letzten Bilder übermittelt hatte. Doch von diesen, etwa Handballgroßen Objekt war nichts zu sehen. Daher vermutete man, dass das fliegende Auge irgendwie in die Struktur geraten und somit verloren war. Dies konnte demnach vermutlich auch schon sehr bald mit dem ferngesteuerten Puddle Jumper geschehen.
Schließlich bemerkte Doktor Rush: „Dieses pulsierende und strahlende Muster, also diese Struktur dort, direkt vor uns, den Ursprung eines uralten Codes, eines Signals, welches die Antiker einst vor vielen Jahrmillionen entdeckt hatten, und später dann auch wir diese als Hintergrundstrahlung empfangen haben, muss seit Anbeginn der Zeit aktiv sein. Erstaunlich. Erstaunlich ist aber auch, dass sich dort, laut dieser Daten hier eine Art von noch vollkommen unbekannter Materie befindet…“
„Die müssen wir sehr genau und umfangreich untersuchen, wenn wir davon nur eine ausreichend große Probe bekommen könnten“, unterbrach Doktor Dale Volker.
„… von der Materie bräuchten wir allerdings eine kleine Probe, die wir dann im Labor aber nur unter absolut sterilen Bedingungen untersuchen können. Sergeant Greer, sie sind jetzt dran. Führen Sie den Arm der Robotersonde mit dem Behälter vorsichtig, und dann aber auch nur für wenige Sekunden in die Struktur ein, und dann sofort wieder heraus!“, erklärte Doktor Nicholas Rush, der die sehr große Ungeduld all seiner Kolleginnen und Kollegen nachvollziehen konnte.
Zentrum des Universums
Puddle Jumper <> Struktur
Wie von Nicholas Rush angewiesen bewegte sich der von Sergeant Ronald Greer gesteuerte Arm mit dem Sicherheitsbehälter von der Robotersonde, die man von der Stargate-Command Base kannte und einsetzte, langsam auf die Struktur zu.
Schließlich tauchte der Sicherheitsbehälter ganz behutsam, Millimeter für Millimeter in die Struktur ein. Nur wenige Sekunden blieb der vorderste Teil des Sicherheitsbehälters in der unbekannten Materie der Struktur. Dann wurde er aber ebenso langsam, wie man darin eingedrungen war, wieder entfernt.
Destiny, Brücke
Die ganze Zeit über, hatte Master Sergeant Ronald Greer schlicht einfach nur die Ruhe weg, der während dieses Manövers den Funk-Joystick bediente.
Zentrum des Universums
Puddle Jumper <> Struktur
Kurz darauf, der Arm war weit genug wieder von der Struktur entfernt, löste sich die Robotersonde durch kleine angebrachte Sprengladungen vom Puddle Jumper, welche dann mittels einer Fernsteuerung zurück zur Destiny geholt wurde.
Destiny, Schleuse Beta
Dort wo sich einst das zweite, aber schon vor langer Zeit, geopferte Shuttle befunden hatte, wartete man voller Ungeduld darauf, dass sich die Robotersonde mit ihrer Probe und weiteren Testergebnissen wieder an Bord der Destiny eingefunden hatte.
Destiny, Observationsdeck
Beinahe niemand schien es fürs Erste zu bemerken, nämlich dass sich sowohl der Puddle Jumper, der sich vor der Struktur befand als auch die Destiny ein kleines Stück weiter nach vorne bewegt hatten. Beinahe nur, denn bis auf Chloe Armstrong, die ihre jüngste Beobachtung schnell First Lieutenant Tamara „T.J.“ Johansen mitteilte, die sofort diese enorm wichtige Information durch ihr mitgeführtes Funkgerät an die Brücke weitergab.
Destiny, Brücke
Eigentlich immer noch mit der Analyse der Daten und der Probe von der Robotersonde schon mehr als nur ausreichend beschäftigt, war Doktor Nicholas Rush, nach der mittlerweile bestätigten Beobachtung von Chloe Armstrong, sofort mit sehr schnellen Schritten zurück auf die Brücke der Destiny geeilt.
„Vielleicht muss das so sein“, murmelte Rush, der sich beim Ansehen der Informationen, die ihm die Monitore anzeigten, mit leichten Bewegungen seinen Bart an der Kinnspitze kraulte. „Vielleicht ist unsere Reise immer noch nicht wirklich beendet, sondern geht noch weiter…“
„Wie bitte? Soll das etwa heißen, wir müssen unbedingt in diese Struktur dort vor uns hinein?“, fragte Colonel Everett Young.
„Vermutlich“, stimmte Eli zu.
„Worauf wohl so einige hier an Bord nicht besonders scharf sein werden“, warf Colonel David Telford ein.
Eine Pause entstand, in welcher man sich nur wortlos ansah. Derweil tauchte der Puddle Jumper, wie von einer unsichtbaren Macht gezogen bereits in die pulsierende Struktur ein. Mit der gleichen Geschwindigkeit näherte sich auch die Destiny immer weiter der Grenze der Struktur, wie man von den Fenstern der Brücke erkennen konnte.
Vollkommen ratlos, versuchte First Lieutenant Matthew Scott, der nach wie vor an der Steuerung des Antikerraumschiffes saß, mit dem Haupttriebwerken und Manövriertrieben der Destiny dem Ganzen noch irgendwie entgegenzuwirken.
Doch am Ende, schon bereits nach wenigen Minuten ohne jeden erkennbaren Erfolg.
Auch Second Lieutenant Vanessa James wurde schon wieder tätig, denn sie bediente die Waffensysteme und Schutzschilde, also sämtliche Verteidigungseinrichtungen der alten ehrwürdigen Destiny, wobei Erstgenannte in dieser Situation vollkommen nutzlos waren. Darum fuhr Lieutenant James die Leistung der Schilde immer weiter hoch, wobei sie den Energieverbrauch dafür wachsam im Blick behielt.
„Wir kommen also nicht von hier weg“, erkannte schließlich auch Colonel Young.
Doktor Rush nickte zustimmend, und meinte dann: „Wie es aussieht haben wir keine andere Wahl, und folgen dem Puddle Jumper, der in der Zwischenzeit schon zur Gänze in die Struktur gezogen worden ist. Und, vielleicht wäre es das Weiseste, wenn wir uns nicht mehr gegen den Sog der Struktur wehren würden…“
„Sind sie irre!“, entfuhr es Colonel Telford, der dabei die Erläuterung des schottischen Physikers unterbrach.
Doch Rush musste dennoch lächeln, dann fuhr er auch schon fort, um es zu begründen: „… wir benötigen unbedingt die gesamte Energie, die wir noch zu unser Verfügung haben, und die wir soeben noch für sämtliche unserer Triebwerke noch vollkommen sinnlos verbrauchen, eher für die Leistung unserer Schilde. Auch bin ich mir ziemlich sicher, dass uns nichts geschehen wird, da wohl durch diese Botschaft, die einst von einer fremden frühen Intelligenz am Anbeginn der Zeit ausgesendet worden ist, vermutlich Vorkehrungen getroffen hat, die verhindern sollen das lebende Wesen zu Schaden kommen.“
„Hm“, machte Everett, „klingt doch irgendwie plausibel. Lieutenant Scott, schalten Sie sofort alle Triebwerke aus! Und Sie, Lieutenant James, erhöhen nach und nach die Stärke der Schutzschilde!“
„Und wer weiß, vielleicht gelangen wir ja auch vollkommen unerwartet auf diesem Wege ja nach Hause“, meinte Nicholas ein wenig geheimnisvoll.
Daraufhin meinte David säuerlich: „Wenn wir nicht, in dieser pulsierenden und strahlenden Struktur dort vor uns, alle unser Ende finden werden.“
Langsam trat zuerst die Nase der Destiny in die blau-weiß schimmernde Struktur im Zentrum des Universums ein. Die Schutzschilde des alten, und schon seit langer Zeit stark in die Jahre gekommenen Forschungsschiffes der Antiker, leuchteten um das gesamte Schiff herum gelb auf.
Nach und nach, verschwand die Destiny in dieser geheimnisvollen Struktur bis sie sich schließlich komplett darin befand.
t.b.c.
