[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#68
Der Blick auf den Kalender offenbart, dass es heute eine neue Folge gibt Smile
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Viel Spaß also mit den ersten Teil dieses Zwei-Teilers Angel

Odyssee
Folge 8.08 - “Epiphania - In Circulo Claudit, Teil 1“

Zentrum des Universums
Äußerer Rand der Struktur
Destiny

Mit einer langsamen, aber gleichmäßigen Geschwindigkeit, trat zunächst die Nase der Destiny in die zweite blau-weiß schimmernde, pulsierende und strahlende Struktur im Zentrum des Universums ein.

Die Schutzschilde, des alten in die Jahre gekommenen Forschungsschiffes der Antiker, leuchteten um das gesamte Schiff herum in gelben Farbtönen auf.

Nach und nach, verschwand die Destiny schließlich in dieser geheimnisvollen Struktur bis sie sich schließlich dann komplett darin befand.

Zentrum des Universums
Innere der Struktur
Destiny

Während die Destiny somit immer weiter, Meter für Meter, in die Struktur gezogen worden war, bekamen alle an Bord allmählich aber so sicher ein ziemlich mulmiges Gefühl in der Magengegend.

Waren sie alle schon sehr bald, so gut wie tot, wie Colonel Telford erst noch vor wenigen Minuten gesagt hatte?

Oder aber würde sie alle etwas ganz anderes erwarten, worüber noch gar niemand von der Besatzung gesprochen hatte?

Würde aber dann doch eventuell Doktor Rush mit einer seiner letzten Thesen hingegen letzten Endes Recht behalten, dass sie die außerirdische Intelligenz, die diese Botschaft, die sich hinter der Hintergrundstrahlung befand, vor dem Tode bewahren wird?

Viele solcher Fragen, Vermutungen und Theorien gingen allen immer noch durch den Kopf, bis sie sich alle schließlich innerhalb der Struktur wiederfanden.

Zunächst schien alles an Bord der Destiny, und um sie alle herum vollkommen normal zu sein, abgesehen vielleicht davon, dass alles um sie herum sehr hell war.

Doch dann, nach und nach, vollzog sich schließlich eine sehr rätselhafte Veränderung auf der gesamten Destiny. Das bläulichweiße Licht, das sie alle miteinander pulsierend zu  durchdringen begann, denn die Schutzschilde des Raumschiffes konnten auf einen Male unmöglich aber wahr, nicht mehr funktionstüchtig sein, und schien die Ursache jenes seltsamen Phänomens zu sein, dem sie sich nun alle ausgesetzt sahen.

„He, Leute! Was passiert da mit uns hier eigentlich gerade?“, fragte Eli Wallace erschrocken, dessen Frage im Gewirr von den ersten panischen Meldungen von überall auf der Destiny her kamen, unterging.

Zuerst schien nur das gesamte alte Forschungsschiff der Antiker, die Destiny, und alle anderen technischen und nichtorganischen Ausrüstungs- und Gebrauchsgegenstände von diesem rätselhaften Vorgang betroffen zu sein. Doch dem war nicht so, denn alles schien im Zeitraffer immer mehr durchsichtiger zu werden. Und zwar alles und jeder, schien sich auf den ersten Anblick komplett aufgelöst sowie in eine kristallreine und somit durchsichtige Form verwandelt zu haben.

Trotz alledem schienen alle Funktionen des Raumschiffes sowie auch alle anderen Geräte und Apparate, die sich an Bord der Destiny befanden, wie sonst auch, immer noch einwandfrei zu funktionieren.

Auch die Schutzschilde der Destiny waren noch aktiv, was Second Lieutenant Vanessa James anhand der Daten auf ihren Monitor erkannte. Aber offenbar, waren die Effekte des strahlenden Musters so mächtig, dass sie das Energiefeld, welches die Destiny umgab, mühelos durchdringen konnten.

„Was ist hier eigentlich los? Sind wir denn jetzt etwa alle tot? Alles um uns herum, und auch wir selbst sind vollkommen durchsichtig! Wir müssen doch alle tot sein!“, vermutete Chloe Armstrong, die nicht die einzige war, die sich das Jenseits vollkommen anders vorgestellt hatte.
Sofort legte First Lieutenant Tamara „T.J.“ Johansen tröstend ihren linken Arm um die langjährige Missionsgefährtin und mittlerweile natürlich ebenso auch Freundin.

Auch andere Besatzungsmitglieder waren nicht gerade sonderlich begeistert von dieser, ihnen gebotenen Form des Jenseits, darunter waren natürlich insbesondere die Anhänger und Gläubigen der Orici sowie einige von den Kolonialen, die sich überhaupt nicht im verheißenen Paradies, sondern nach ihrer Lehrmeinung eher noch im bestem Falle im Fegefeuer wiederfanden. Hingegen waren manche Angehörige der Luzianischen Allianz, die Nox, einige Zylonen und der Asgard hingegen äußerst fasziniert, von all dem was sich so alles in den letzten knapp 12 Stunden ereignet hatte.

Man war sehr verwundert über die aktuelle Lage, in welcher sie sich alle gerade befanden.

Die auf der Brücke befindlichen Personen schauten nun wieder einmal aus den Fenstern hinaus, weil sie beinahe pausenlos von den anderen Besatzungsmitgliedern, die sich auf dem Observationsdeck und auch in der großen Kuppel aufhielten, dazu angeregt worden waren. Denn sonst würden sie das momentane spektakuläre Schauspiel, welches sich ihren Augen denn nun bot, weil sie bislang nur auf irgendwelche Anzeigen und Monitore geschaut hatten, wohl leider verpassen.

Es waren sehr helle strahlende blauweiße Strukturen und Muster, die wohl noch weiter vom inneren der Struktur kommen mussten, in welcher sie sich befanden. Diese schienen allerdings die Destiny und alles was sich auf ihr befand, ohne dabei auf irgendwelchen Widerstand zu stoßen, einfach zu hindurchzuwehen.
 
„He, he! Moment mal! Das gibt es doch nicht!“, rief Eli unvermittelt aus, der seinen Blick von den Geschehen, das draußen stattfand wieder gelöst, und auf seine Konsole vor sich gerichtet hatte. „Ich fass‘ es einfach nicht! Was ist hier los? Und vor allem, wer war beziehungsweise ist das nur?“
Davon waren natürlich jetzt alle anderen auf der Brücke, unter anderem auch Colonel Young und Doktor Rush aufmerksam geworden, denn beide fragten simultan: „Was ist denn jetzt schon wieder los, Eli?“
„Ich glaube zu erkennen, dass sich irgendjemand in unsere Computer gehackt hat. Sämtliche Datenbanken und Verzeichnisse auf unseren Computern, werden wohl schon seit dem Augenblick von einer anderen Präsenz durchsucht, seitdem wir uns in diesem durchsichtigen Zustand befinden. Und ich muss euch ehrlich gestehen, das gefällt mir absolut gar nicht!“

Alle schauten daher sehr kurz besorgt auf ihre Monitore, worauf dann Everett Young bemerkte: „Auch mir gefällt das nicht! Können wir so etwas wie eine Firewall aufbauen?“
„Ich fürchte dazu ist es bereits zu spät, Colonel“, bemerkte Nicholas Rush.
Doch Colonel Telford war wieder einmal mehr skeptisch: „Mister Wallace, hat Doktor Rush Recht damit?“
„Ich fürchte, ja. Hat sonst jemand anderes hier, mal eine schlaue Idee? Niemand? Tja, dann würde ich dann mal sagen, wir sind diesem Angriff schutzlos geliefert, falls nicht diesen Pegasus-Asgard, den wir hier an Bord haben irgendetwas Kluges einfällt“, seufzte Eli.

„Vielleicht gehört dies zu so einer Art von Prüfung, oder sollte ich in diesem Fall besser sagen, eine Art von Überprüfung, die tiefgründig das Schiff und jedes Besatzungsmitglied an Bord kontrollieren soll. Und zwar, ob die einst gestellten Aufgaben und Vorgaben auf dem Weg hierher, ins Zentrum des Universums von der Destiny und ihrer Besatzung, erfüllt worden sind“, verkündete eine wohlbekannte männliche Stimme.
Ohne dass er es eigentlich wirklich wollte, erwiderte Nicholas Rush mit deutlicher und klarer für alle Anwesenden laut zu vernehmender Stimme: „Sie könnten vermutlich Recht damit haben, Doktor Franklin. Denn die Destiny wurde vor Abermillionen von Jahren von den Antikern gestartet. Gestartet mit dem Ziel, ein schon damals uraltes Rätsel zu lösen, welches sie durch eine Botschaft, die sich in der Hintergrundstrahlung verborgen hielt, zu entschlüsseln. Um es allerdings komplett entschlüsseln zu können, mussten Aufgaben verschiedenster Art bewältigt werden. Diese sind wohl weit über das gesamte Universum verstreut worden, wie Teile für ein Puzzle, die nach und nach geordnet, sortiert und dann zu einem Bild wieder zusammengesetzt werden müssen. Doch diese wurden anscheinend von Anbeginn der Zeit über die gesamte Länge und Breite des Universums verstreut. Aber dann auch wohl so, dass wohl dennoch möglich sein sollte, mit einen einigermaßen geradlinigen Kurs, die Informationen zu sammeln. Und die Antwort darauf, der Sinn nach allem Sein, der Existenz, liegt wohl in Allem und Jeden verborgen, deswegen werden wir wohl bis ins kleinste Detail akribisch durchleuchtet.“
„So muss es denn wohl auch sein“, verkündete dieselbe Stimme nach dem Vortrag von Nicholas.
„Dies ist natürlich alles sehr weit hergeholt, doch…“, meinte Doktor Rush nach einer kurzen Denkpause, der dann aber schließlich doch aufsah und ziemlich sehr erstaunt erkennen musste, dass es wirklich Doktor Jeremy Franklin war, der aber jetzt zum ersten Mal seit seinem Verschwinden im Repositorium, von allen anderen auf der Brücke der Destiny ebenfalls klar wahrgenommen wurde.

Und während sie so umherschauten, registrierten alle auf der Brücke, dass sich erneut ihr komplettes Umfeld, die Destiny und alles was sich darin befand sowie auch sie selber abermals verändert hatten, denn sie schienen ein wenig selber, wie eine Licht zu leuchten und zu strahlen.

In genau diesem Moment zeigte sich vollkommen unvermittelt, also ohne jegliche Vorwarnung, eine weitere Person vor der Führungsmannschaft, die sich mittlerweile beinahe komplett auf der Brücke der Destiny eingefunden hatte. Diese war jedoch bislang jeden an Bord des alten Antikerraumschiffes, auch Rush allerdings noch total unbekannt, denn es war niemand geringeres als die Künstliche Intelligenz der Destiny, die nun endlich beschlossen hatte, sich das erste Mal überhaupt direkt ihrer Crew zu zeigen.

Es war die Erscheinung einer Frau, die sich allen Anwesenden auf der Brücke mit dem Namen Cassiopeia vorgestellt hatte. Sie trug ein cremefarbenes Kleid, das so tief auf den Boden reichte, dass man die Füße nicht sehen konnte. Das Abbild dieser Frau hatte schulterlange schwarze Haare, deren Teint ein wenig dunkler war, weswegen man sie durchaus für eine durchschnittliche Südeuropäerin aus Spanien oder auch Griechenland halten würde, wenn man sie irgendwo auf der Erde antreffen würde.

Da die Programmierung, der sie unterworfen war und daher der Meinung war, dass die eigentliche Mission nun mehr abgeschlossen sei, hatte sich die K.I. dazu entschlossen sich ihrer Besatzung zu offenbaren. Das Hologramm bestätigte schließlich außerdem, dass es eine Vielzahl von Sicherheitsprogrammen gab, die einschließlich der Eignung der Crewmitglieder in ihren bestehenden Positionen testen sollten. Daraufhin erkundigte sich natürlich Colonel Everett Young, was es mit dem seltsamen Traum auf sich gehabt hatte, in dem die Destiny jedes Mal, bei welcher Option, die er auch gewählt habe, am Ende stets zerstört worden sei.

„Dieses Programm wurde beizeiten abgebrochen! Aber nicht von mir, sondern von außerhalb“, lautete die Antwort der K.I., die dabei beinahe tadelnd in Richtung und dann auf Doktor Nicholas Rush blickte.
Der verteidigte sich sofort, in dem er sofort hastig erwiderte: „Dieser Test kam zu einem menschlich sehr ungünstigen Zeitpunkt, daher habe ich leider genötigt gesehen in dieses Programm einzugreifen!“
„Aha“, brummte Young. „Und wie sieht Ihre Beurteilung denn jetzt so aus, wo unsere Reise sich dem Ende neigt, Cassiopeia, bin ich denn nun in Ihren Augen der geeignete Kommandeur dieses Schiffes und seiner Besatzung?“
„Ja. Ihr seid in diese Rolle immer mehr, durch Erfahrung und das Sammeln von Wissen, hineingewachsen, Colonel Everett Young. Doch ohne diese besondere menschliche Form von kollektiver Zusammenarbeit, die Ihr Volk Teamarbeit nennt, wäre vermutlich niemand auf diesem Schiff letztendlich dazu fähig gewesen. Was aber nichts Negatives ist. Denn ihr musstet alle lernen, einander zu vertrauen.“

„War dies eines der wichtigsten Ziele, die von uns allen hier an Bord der Destiny erreicht werden musste?“, erkundigte sich nun eine nervöse Camile Wray, die sich natürlich an die mehreren Führungsstreitigkeiten an Bord der Destiny erinnerte, die es in der ersten Zeit gegeben hatte und dann den so wichtigen Zusammenhalt der Menschen, die als Flüchtlinge hergekommen waren, stark gezehrt hatten.
„Ursprünglich natürlich nicht. Ein Antiker, wie Ihr die Schöpfer und Erbauer der Destiny bezeichnet, hätte das Kommando für dieses Schiff natürlich vom Hohen Rat von Dakara verliehen bekommen. Ihr alle aber, wart vollkommen anders. Daher hat es eine gewisse Zeit benötigt, Euch in all Euren spezifischen Eigenschaften und Gefühlen sehr genau zu studieren.“
„Und was passiert denn jetzt mit uns, und natürlich auch Dir selber?“, fragte Eli nun ein wenig zögerlich.
Die K.I. der Destiny schaute den Fragenden mit einem kleinen verschmitzten Lächeln im Gesicht noch für einige Sekunden lang an, dann antwortete sie schließlich mit ihrer stets ruhigen Stimme: „Dies hängt wohl davon ab, was hier, im Zentrum des Universums mit uns allen noch so geschieht. Ich weiß es nicht. Denn da müssen wir wohl durch!‘, wie ein Sprichwort von euch Menschen so Zutreffenderweise sagt.“

Nach diesen Worten verschwand Cassiopeia wieder, weswegen sich alle wieder dem normalen Geschehen, ihren Aufgaben auf der Brücke der Destiny zuwandten, welches sie natürlich weiterhin massiv beschäftige. Doch die Worte und das Gespräch mit Cassiopeia gingen natürlich allen, die es mitbekommen hatten, durch den Kopf.

Man kontrollierte akribisch die Instrumente und die Daten der Sensoren, doch man konnte nicht genau sagen, wo man sich eigentlich gerade im Augenblick wirklich befand. Denn nur das Einzige war offensichtlich, nämlich dass sich die Destiny ohne Unterbrechung weiter vorwärts bewegt hatte, beziehungsweise noch weiter in die Struktur im Zentrum des Universums hineingezogen worden war.

Insbesondere Doktor Nicholas Rush vermutete allmählich, dass es für die Destiny und sie alle immer weiter bis zum inneren Kern dieser Struktur ging. Doch was sie dort dann aber letztendlich dort wirklich erwartete, darüber konnten er und all seine wissenschaftlichen Kollegen nur wirre Theorien aufstellen. Aber in Wirklichkeit, und dies wussten alle aber auch, wusste es wirklich niemand. Denn das Universum hatte sie alle seit ihrer Reise mit der Destiny, doch immer wieder aufs Neue in den unterschiedlichsten Formen überrascht.

Gebannt schaute man auch immer wieder auf die Uhr, ob in der Zwischenzeit vielleicht nicht doch mal wieder irgendetwas Außergewöhnliches um sie herum geschehen war.
Aber Fehlanzeige, denn eine Stunde war mittlerweile seit dem Verschwinden der K.I. Cassiopeia, von der Destiny vergangen. Abgesehen von Doktor Jeremy Franklin, der ihnen noch immer Gesellschaft leistete, war bislang nichts weiter Seltsames an Bord der Destiny geschehen.

„Und, warum sind Sie denn eigentlich noch hier bei uns?“, fragte Colonel Everett Young, den Mann, der sich einst im Repositorium befunden hatte.
Doktor Jeremy Franklin lächelte etwas verlegen, und sagte dann aber, um die Frage zu beantworten: „Nun ja, wie soll ich es beschreiben, es ist schön sie alle wiederzusehen. Ich habe schon einige Male in der letzten Stunde versucht mich zurückzuziehen, da ich ja, und wie es Doktor Rush und so einigen von ihnen hier sehr wohl bekannt ist, seit dem ich eines Tages in diesem verrückten Stuhl gesessen hatte, um die FTL-Antriebe zu starten, damit wir dann von den Nakai fliehen konnten. Sie erinnern sich vielleicht noch an diese Lage, in welcher wir uns befunden hatten? Letztendlich hatte ich es irgendwie erfolgreich geschafft, mich mit dem Schiffscomputer zu verbinden. Seit jenem Moment also, bin ich dann ein Teil der Destiny geworden.“

„Wir erinnern uns natürlich an diesem Tag, Doktor Franklin. Es war eiskalt und nebelig in diesem Raum mit dem Repositorium gewesen, doch sie waren seitdem verschwunden“, wusste Young, der schließlich noch ein paar Schritte näher an den zivilen Wissenschaftler herangetreten war. Denn der erfahrene Militär, war aus einem inneren Gefühl irgendwie misstrauisch geworden, und aus einem damit verbundenen unerklärlichen Impuls heraus, streckte er dann auch schließlich seine linke Hand nach dem Wissenschaftler vor sich aus.

„Du meine Güte!“, rief der Colonel perplex aus, da er eindeutig mit seiner linken einen Widerstand spürte, weswegen er auch etwas erschrocken schnell einige Schritte wieder nach hinten zurückwich. Denn darauf war er nicht wirklich vorbereitet gewesen.

Somit schien es für alle als die einzige mögliche und somit Wahrgewordene Realität, dass nämlich Doktor Jeremy Franklin auf eine sehr mysteriöse Art und Weise, gewissermaßen wohl von den Toten auferstanden und wieder bei ihnen, beziehungsweise er viel mehr aus dem Programms der Destiny-Schiffscomputer entfernt worden war und irgendwie wieder einen neuen physischen Körper, der mit dem alten identisch ist, erhalten hatte.
Oder aber, war dies alles vielleicht doch nur ein vorübergehender Effekt, welcher durch die Struktur und ihre geheimnisvollen Kräfte verursacht worden war?


Derweil hatte sich die Destiny natürlich immer weiter vorwärts bewegt, doch nicht aus der eignen Schubkraft, durch ihre eigenen Triebwerke, denn diese waren ja auf Befehl von Colonel Young von Lieutenant Scott allesamt abgeschaltet worden. Das alte Raumschiff wurde demnach durch eine unsichtbare Kraft gelenkt. Dabei passierte die Destiny auf ihren weiteren Weg natürlich immer wieder mehrere, dieser sich stetig wiederholenden pulsierenden, strahlenden Wellen.

Zum ersten Male überhaupt, seitdem sich die Destiny innerhalb dieser mysteriösen Struktur befand, gab es in ihrem nahen Umfeld erste, zum Teil auch sehr, sehr heftige elektrische Entladungen in Form von Blitzen. Es waren mächtige Blitze, jene entluden sich aber aus dem absoluten Nichts. Es waren also nicht die herkömmlichen Blitze, wie sie zum Beispiel durch normale Gewitter bekannt waren. Sie schienen in ihrem Auftreten und Verlauf, zudem irgendwie an das strahlende Muster der Struktur angepasst zu sein.

Destiny

Alle Besatzungsmitglieder, die es erfreulicher geschafft hatten einen guten Platz mit einem Fenster zu ergattern, waren natürlich zum einen sehr fasziniert von diesem gewaltigen Naturschauspiel, aber zum anderen schwang natürlich auch ebenso eine damit verbundene große Sorge mit. Dies lag daran, dass man diese großen Blitze auf das Raumschiff zuzucken kommen sah, dann schließlich bewegungslos miterleben musste, wie diese den Schiffskörper der Destiny trafen.

Destiny, Brücke

Vorsichtshalber hatte Colonel Everett Young es schon vor einiger Zeit angeordnet, dass sich nämlich umgehend das sämtliche medizinische Personal an Bord für eventuelle Notfälle bereithalten sollte, um potentielle Verletzte schnellstmöglich versorgen zu können.

„Da vorne ist ja unser Puddle Jumper!“, rief Colonel David Telford aus, der nach vorne auf einen hellen silbernen Punkt deutete, dem sie sich allmählich immer weiter näherten.
Darauf versuchte man natürlich sofort wieder die Fernsteuerung zu aktivieren, mit dem Ziel das äußerst wertvolle Fluggerät eventuell, wenn auch vollkommen unerwartet, doch noch zu bergen.

Vergeblich versuchte es Doktor Dale Volker minutenlang, bis er es dann schließlich leicht resignierend mit dem Satz: „Das ist wohl mehr als nur zwecklos! Vermutlich sind es zu viele Interferenzen, wegen der gesamten Energie und der Strahlung da draußen, die uns umgeben.“, aufgab.

Nachdem das eine gewisse Wort, nämlich Strahlung ein weiteres Mal deutlich gefallen war, wies Colonel Everett Young an, sofort sehr genau zu überprüfen, ob man denn an Bord der Destiny deswegen möglicherweise irgendwie in Gefahr sei. Eigentlich eine vollkommen unnötige Aufforderung, denn Eli Wallace prüfte es bereits genau dies von alleine. Nach nur wenigen Atemzügen, gab er auch schon für alle Anwesenden die erlösende Entwarnung, dass erstaunlicherweise keinerlei Gesundheitsrisiko bestand. Doch ganz so nebenbei musste man aber komplett hilflos miterleben, wie der Puddle Jumper auf den vor einiger Zeit schon verstärkten Schutzschilden der Destiny schließlich zerschellte.

Parallel dazu gingen von überall auf der Destiny, also auf der Brücke des Raumschiffes die Meldungen ein, dass alles seit einigen Minuten schon bereits wieder genauso war, wie vor dem Eintritt in die Struktur. Sprich: Alles war wieder normal, so wie man es gewohnt war. Es stimmte tatsächlich, denn niemand und nichts mehr, auch die Destiny waren mehr durchsichtig. Eine gewisse und sehr große Erleichterung machte sich daher langsam bei der gesamten Besatzung des sehr alten Forschungsschiffes der Antiker bemerkbar.
Auch diese sehr gewaltigen und äußerst bedrohlich anmutenden Blitze, die sich aus dem Nichts entluden, schienen allmählich aber zusehends sicher, von Minute zu Minute, seltener zu werden. Und schließlich waren überhaupt gar keine Blitze mehr zu sehen. Dafür war allerdings das helle Leuchten dieses Phänomens nur noch aus der Ferne leicht wahrzunehmen.

„Sieht ganz so aus, als hätten wir die Unwetterfront hinter uns gebracht“, meinte Everett sichtbar erleichtert, der dann abermals zu Doktor Jeremy Franklin ging, um zu versuchen, diesen erneut zu berühren.
Es klappte.
Vor ihnen allen, schien also in der Tat, ein wahres Wunder geschehen zu sein.

„Aber wie ist das überhaupt möglich?“, wollte David, der ein wenig blass geworden war, während er dann neben Everett und Jeremy getreten war.
Die Antwort auf diese Frage, übernahm der wieder Auferstandene beziehungsweise Zurückgekehrte dann selbst: „Dies liegt vermutlich daran, dass es in der Schiffsdatenbank oder sonst wo auf der Destiny eine Gewebeprobe oder Ähnliches von mir gab, und weil ich mit den Systemen dieses Raumschiffes verbunden war - bis heute, da wir unser Ziel wohl erreicht haben.“
„Also hat Sie wohl eine höhere Intelligenz wieder zurück unter die Lebenden, also zu uns geschickt“, fasste Doktor Nicholas Rush zusammen, der mehr als nur ein wenig skeptisch und erheitert klang.
„Nun ja, wieso nicht“, meinte First Lieutenant Matthew Scott, der ebenso ratlos mit den Schultern zuckte.

„Eli, was passiert hier gerade?“, fragte eine Stimme.

Der Angesprochene selbst und auch alle anderen, zumindest die meisten der Personen, die sich gerade auf der Brücke der Destiny befanden, kannten diese natürlich, es war nämlich die junge Luzianerin Ginn, die mit einem mehr als nur vollkommen verwirrten Gesichtsausdruck bei ihnen auf der Brücke eingetreten war.

tbc
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RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 26.04.2026, 20:32

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