17.05.2026, 19:33
Guten Abend! Heute gibt es den Abschluss des Zweiteilers, womit wir auch schon kurz vor dem eigentlichen Staffelfinale stehen. Denn beginnend mit der 11. Folge der 8. Staffel, würde es dann Leseproben möglicher Fortsetzungen dieser FF-Serie geben. Doch dazu weitere Infos in 3 Wochen
.
Also dann erst einmal viel Spaß beim Lesen
PS: Kritik (positiv oder negativ) ist natürlich gern gesehen.
Zentrum des Universums
Innere der Struktur
Destiny, Brücke
Parallel zu den jüngsten aktuellen, äußerst sehr mysteriösen Vorgängen, gingen von überall von der Destiny, auf der Brücke des Raumschiffes sämtliche Meldungen ein, dass alles seit einigen Minuten schon bereits wieder genauso war, wie vor dem Eintritt in die Struktur.
Sprich: Alles war wieder von einem Moment auf den anderen wieder vollkommen normal, so wie man es gewohnt war. Es stimmte tatsächlich, denn niemand und nichts mehr, auch die Destiny war mehr durchsichtig.
Eine gewisse und sehr große Erleichterung machte sich daher langsam bei der gesamten Besatzung an Bord des sehr alten Forschungsschiffes der Antiker bemerkbar.
Auch diese sehr gewaltigen und äußerst bedrohlich anmutenden Blitze, die sich aus dem Nichts entluden, schienen allmählich aber zusehends sicher, von Minute zu Minute, seltener zu werden. Und schließlich waren überhaupt gar keine Blitze mehr zu sehen. Dafür war allerdings das helle Leuchten dieses Phänomens der Blitze schließlich nur noch vage aus der Ferne leicht wahrzunehmen.
„Sieht ganz so aus, als hätten wir diese jüngste Unwetterfront wohl hinter uns gebracht“, meinte Everett sichtbar erleichtert, der dann abermals zu Doktor Jeremy Franklin ging, um zu versuchen, diesen erneut zu berühren.
Es klappte erstaunlicherweise abermals. Was auch der Grund war, weswegen sich sehr viele verwundert anblickten und vollkommen ratlos wirkten. Denn vor ihnen allen, schien also in der Tat, ein wahres Wunder geschehen zu sein.
„Aber wie ist das überhaupt möglich?“, wollte David, der ein wenig blass geworden war, während er dann neben Everett und Jeremy getreten war.
Die Antwort auf diese Frage, übernahm der wieder Auferstandene beziehungsweise Zurückgekehrte dann selbst: „Dies liegt vermutlich daran, dass es in der Schiffsdatenbank oder sonst wo auf der Destiny eine Gewebeprobe oder Ähnliches von mir gab, und weil ich mit den Systemen dieses Raumschiffes verbunden war - bis heute, da wir unser Ziel wohl erreicht haben.“
„Also hat Sie wohl eine höhere Intelligenz wieder zurück unter die Lebenden, also zu uns geschickt“, fasste Doktor Nicholas Rush zusammen, der mehr als nur ein wenig skeptisch und erheitert klang.
„Nun ja, wieso nicht“, meinte First Lieutenant Matthew Scott, der ebenso ratlos mit den Schultern zuckte.
„Eli, was passiert hier gerade?“, fragte eine Stimme.
Der Angesprochene selbst und auch alle anderen, zumindest die meisten der Personen, die sich gerade auf der Brücke der Destiny befanden, kannten diese natürlich, es war nämlich die Luzianerin Ginn, die mit einem mehr als nur verwirrten Gesichtsausdruck bei ihnen eingetreten war.
„Das wird ja immer besser! Kehren jetzt etwa alle von den Toten zurück, die hier an Bord der Destiny gestorben oder auf irgendeine Art und Weise ums Leben gekommen sind?“, brummte Doktor Adam Brody etwas verdrießlich, der gerade eben auch, kurz nach Ginn, wieder die Brücke der Destiny betreten hatte.
„Ich vermute nicht, dass das geschehen wird, denn sonst wäre es schon längst passiert, Doktor Brody“, erwiderte Doktor Nicholas Rush, der sich dann bei der Soldatin und Technikerin der Luzianischen Allianz, Ginn, sehr genau danach erkundigte, seit wann sie sich in ihrer jetzigen und einst ursprünglichen Form wieder auf der Destiny befand.
Allerdings um in dieser Angelegenheit von den zurückgekehrten einst Verstorbenen auch ganz sicher zu gehen, fragte Colonel Everett Young umgehend über Funk nach, ob nicht irgendwo an Bord der Destiny eventuell Personen aufgetaucht seien, die im Logbuch eigentlich als tot oder zumindest als vermisst galten und geführt wurden. Auch Colonel David Telford schien dieser Gedanke nicht sonderlich geheuer zu sein, wenn auf einmal überraschend getötete Mitglieder der Luzianischen Allianz oder vielleicht Aliens irgendwo an Bord des Raumschiffes auftauchen würden, weshalb er daher sofort Suchtrupps die gesamte Destiny absuchen ließ.
Während der Kommandant der Destiny noch auf eine erste Antwort der Suchtrupps wartete, hatte Ginn bereits Doktor Nicholas Rush erzählt, wann sie irgendwie aus der Datenbank der Destiny gezogen und in diesen Körper, den sie auf rätselhafte Weise erhalten hatte, aufgewacht sei, und zwar genau zu jenem Zeitpunkt als auch Doktor Jeremy Franklin auf der Brücke erschienen war.
Schließlich gingen dann nach und nach, es hatte ungefähr eine knappe Stunde gedauert, die ersten Berichte bei Colonel Young ein, dass niemand sonst gefunden wurde, der nicht zur aktuellen Besatzung der Destiny gehöre.
„Dies wäre ja auch, zu schön gewesen“, seufzte Doktor Nicholas Rush ein wenig betrübt, der dabei natürlich auch an seine Freundin und Kollegin Doktor Amanda Perry denken musste, deren Bewusstsein sich nach einer kurzen Überprüfung ebenfalls noch immer in einer unter Quarantäne stehenden Datei in der Datenbank der Destiny befindet.
Die vage kleine Hoffnung, auf Grund der beiden bereits zurückgekehrten Ginn und Doktor Jeremy Franklin, sie eventuell doch noch irgendwie wiederzubekommen, war von nun an in diesen Moment zerstört worden.
Die Destiny wurde nach wie vor, von einer unsichtbaren Kraft, immer weiter und näher ins Innere der Struktur gezogen. Jeder an Bord des Schiffes mit einem sehr guten Ausblick, konnte allmählich immer besser erkennen, dass man sich einem weiteren riesigen Objekt näherte, welches ganz so aussah wie eine gewaltige Kugel, welche aber von einem ziemlichen seltsamen, rasterartigen Muster überzogen war, und die auch ständig in Bewegung waren. Dabei pulsierte diese Kugel unaufhörlich, denn sie expandierte und zog sich dann wieder zusammen. Dieses Gebilde vor ihnen sah so ähnlich aus, wie eben die Struktur, in welcher man sich momentan schon befand.
Es war also ein sehr faszinierendes Schauspiel, welches sich allen an Bord der Destiny bot. Doch je näher man diesem Objekt kam, umso mehr wuchs bei dem verantwortlichen Führungsstab um Colonel Young abermals auch die Sorge, denn die Strahlungswerte, die jetzt angezeigt wurden, wurden immer alarmierender.
„Wie es aussieht, nähern wir uns erst jetzt dem echten Herzen dieser Struktur, die sich im Zentrum des uns bekannten Universums befindet. Und diese Struktur, die wir bereits seit Stunden durchqueren, ist nach den bisherigen Messungen, die uns vorliegen, ungefähr so groß wie das Sonnensystem unserer Erde in der Milchstraße. Eli, ich brauch so schnell es geht die Zeit, die uns noch bleibt bis wir dann wirklich das wahre Zentrum des Universums erreicht haben!“
„Bin schon dran an der Sache“, war nur noch von Wallace zu hören, der sich gemeinsam mit Ginn, sogleich an die dafür notwendigen Berechnungen machte.
„Lieutenant James!“
„Ja, Colonel.“
„Ich befehle Ihnen hiermit, sämtliche Systeme an Bord der Destiny abzuschalten, die nicht wirklich relevant für die Lebenserhaltung und andere wichtige Gerätschaften an Bord der Destiny sind! Die dann nun weitere dadurch uns zur Verfügung stehende Energie, stehen dann natürlich nur den Schutzschilden der Destiny zur Verfügung! Denn wir brauchen für den weiteren Weg unserer Reise die Maximalleistung der Schutzschilde, um nicht nur uns, sondern auch die Destiny selbst, vor der hohen Strahlungsbelastung wirksam zu schützen!”
„Jawohl, Sir“, erklärte Vanessa, die sich sofort gemeinsam mit den Doktoren Dale Volker und Adam Brody an die Arbeit machten, indem sie von ihren Konsolen aus sehr viele der Systeme deaktivierten, die nur unnötig Energie verbrauchten. Zunächst, erst nur zögerlich nahmen sie dann auch die Hilfe von Doktor Jeremy Franklin an.
Je näher sie dem eigentlichen Herzen des Universums, mit einer weiteren Struktur im inneren der umliegenden Struktur kamen, desto schneller schienen sie davon angezogen zu werden. Dies schien auf dem ersten Blick mehr als nur außergewöhnlich zu sein, da die Struktur ja stetig pulsierende Impulse abgab, die in der Hintergrundstrahlung, die Botschaft enthielt, welche die Erbauer, die Antiker, der Destiny erkannt hatten, und nun die Besatzung dieses alten Raumschiffes der Antiker, denn nun hierhergebracht hatte.
Mittlerweile hatten Ginn und Eli endlich ihre Berechnungen beendet, deren Ergebnisse ihnen allen, unter Berücksichtigung aller Variabeln verrieten, dass sie in etwa 36 Stunden das Wahre Zentrum des Universums erreicht haben würden.
Mittlerweile war auch die vor vielen Jahren erblindete Doktor Lisa Park auf der Brücke eingetroffen, die von ihrem Verlobten Master Sergeant Ronald Greer hierhergeführt worden war.
Die Wissenschaftlerin, die bislang still zugehört hatte, äußerte nun aber ihre sehr plausibel klingende Vermutung zu dem aktuellen Thema: „Die Destiny und auch viele Gegenstände unserer mitgebrachten Ausrüstung bestehen überwiegend aus den verschiedensten Metallen, unter anderem natürlich auch aus Kobalt, Nickel und Eisen, die als einzige aller uns bekannten Metalle magnetisch sind. Dies scheint auch ein Grund dafür zu sein, was hier geschieht - zumindest aus wissenschaftlicher Sicht…“
„…oder eventuell hat dann doch noch eine höhere Macht beziehungsweise eine fremde uns weitüberlegende Intelligenz da ihre Hände im Spiel“, ergänzte Colonel Everett Young.
„Höher kann man die Schilde der Destiny nicht auf Leistung bringen, Colonel Young!“, meldete Second Lieutenant Vanessa James, die nun sämtliche Energieressourcen, die von den nichtrelevanten Systemen abgezogen worden waren, zur Verfügung hatte. Denn selbst sämtliche Triebwerke, also alle Antrieb- und Manövriertriebwerke der Destiny waren ja schon von First Lieutenant Matthew Scott abgeschaltet worden, weil diese schon vor dem Eintreten in die Struktur, in der man sich schon seit Stunden befand, schon keine Reaktion bei einer Betätigung gezeigt hatten.
Destiny
Die Destiny selbst und alles was sich auf ihr befand, schienen sich schon seit unendlicher Zeit in einem wahren Sog zu befinden, denn sie kam der weiteren Struktur ungebremst immer näher. Diese Struktur leuchtete noch im helleren blau-weiß und schien kräftigere Impulse auszusenden als die andere in welcher sie sich noch aktuell befanden. Auch war immer noch auf den Flugüberwachungsinstrumenten klar und deutlich zu erkennen, dass sich die momentane Geschwindigkeit des alten Forschungsraumschiffs der Antiker nach wie vor gleichmäßig beschleunigte.
Destiny, Brücke
Es waren nur noch wenige Minuten bis zum Kontakt mit der innersten Struktur im Herzen des Universums, weswegen Colonel David Telford schließlich die besonders farblich markierte Sprechtaste der Funkanlage des Raumschiffes betätigte, und sagte dann: „Hier spricht Colonel Telford an die gesamte Besatzung der Destiny: Wir treten in nur wenigen Minuten in die nächste, und hoffentlich letzte Struktur auf unserer Reise ein, auf weitere und schwere Turbulenzen gefasst machen! Legen oder setzen Sie sich daher so schnell es geht hin, wenn Sie es können und behalten Sie unbedingt ihre Schutzbrillen auf!“
Destiny
Schließlich war es soweit, wie schon beim Kontakt und natürlich dann auch beim Eintritt, in die erste Struktur in der man sich aktuell auch noch befand, zeigte sich auch hier eine sehr heftige Reaktion, zunächst natürlich bei den Schutzschilden der Destiny, der sofort massiv Goldgelb aufleuchtete, sobald er den Rand der nächsten Struktur auch nur leicht berührt hatte.
Das komplette alte Raumschiff der Antiker, erzitterte heftig als es in die zweite Struktur, nach und nach, Meter für Meter, Sektion für Sektion, mit einem von jetzt an vollkommen gleichmäßigen Tempo langsam eindrang.
Jeder einzelne auch so kleine Gang, Korridor und Raum sowie auch die Mitglieder der Besatzung wurden erneut von einem sehr grellen blauweißen Licht erhellt, nachdem die Destiny vollständig in der zweiten Struktur eingedrungen war.
Nur gut für alle an Bord, dass sich auch wirklich alle an die Order von Colonel Telford hielten, nämlich ihre Schutzbrillen auch wirklich trugen, um ihre Augen zu schützen, weil alles so unerträglich hell, aber nicht nur auf dem ganzen Raumschiff, geworden war.
Es schien immer noch heller und heller an Bord des Raumschiffes zu werden.
Destiny, Brücke
Auf einem Male dann, stupste Doktor Lisa Park unvermittelt Ronald Greer an.
„Was ist los?“, fragte der verwundert.
„Ich kann etwas sehen, Ron“, flüsterte die Frau leise.
„Wie jetzt? Soll ich dich zu T.J. bringen, Lisa?“
„Sei nicht besorgt, es geht mir gut“, versicherte die Frau dem Mann.
„Was gibt es hier zu flüstern, Bruder?“, fragte Matthew Scott, der quasi seit Tagen schon arbeitslos war, nachdem die Antriebe der Destiny von ihm abgeschaltet worden waren, nachdem er den Befehl dazu erhalten hatte.
Langsam ging das Paar schließlich auf den auf seinem Platz sitzenden Lieutenant zu, und als sie angekommen waren, legte Doktor Park ihre linke Hand auf die rechte Schulter von Scott, und sagte: „Ich kann wieder sehen, ja ich kann wieder sehen.“
Diese sehr interessante Nachricht über diese Heilung verbreitete sich zuerst nun sehr schnell auf der gesamten Brücke, und dann aber auch natürlich wie ein Lauffeuer auf der übrigen Destiny. Somit waren in den vergangenen rund 22 Stunden zwei Personen, die für tot gehalten worden waren wieder zurückgekehrt und eine durch Verblitzung erblindete Frau konnte wieder sehen. Dies waren nur einige Beispiele der rätselhaften Phänomene, die man in der jüngsten Zeit hatte miterleben dürfen.
34 Stunden später
Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika
USA, Kalifornien, Los Angeles
Zu selben Zeit war es dann endlich soweit, denn all die vielen Personen, die sich an Bord der U.N.S. Hector befunden hatten, waren schließlich aus der knapp Anderthalbtägigen angesetzten Quarantäne und den damit verbundenen sehr umfangreichen medizinischen Checks entlassen worden. Unter ihnen waren nicht nur die eigentliche Crew jener BC-304, sondern auch die zahlreichen Passagiere, die sich an Bord befunden hatten.
Pausenlos versuchte es dann von nun an Jack Dalton, nämlich seitdem er sich wieder frei auf der Erde bewegen durfte, immer wieder bei Angus MacGyver und Pete Thornton anzurufen. Doch die beiden hatten unter sich ausgemacht diese Nervensäge und Chaoten zu meiden, und dies ging natürlich am besten, indem man sich irgendwohin begab, wo man nicht in Gefahr geriet ihm über den Weg zu laufen.
Mit seinem mittlerweile schon sehr, sehr alten Motorrad fuhr Jack Dalton, gerade von der Phoenix Foundation kommend, in Richtung von Pete Thorntons Haus. Denn er hatte bei der Denkfabrik, wie einige die Einrichtung in der Thornton und MacGyver solange gearbeitet hatten, nannten keinen Erfolg gehabt. Zuvor war er bei der letzten Adresse von Mac gewesen, fand aber nur eine ausgeräumte Wohnung vor. Es war dann bei Phoenix allerdings niemand da gewesen, der ihm eine Auskunft über den Verbleib seiner beiden Freunde beziehungsweise auch von deren Familien geben konnte oder wollte oder gar durfte. Was natürlich daran lag, dass MacGyver mit seinem Sohn samt Frau spontan verreist waren, ohne jegliche Angabe wohin und Kontaktdaten für einen möglichen Notfall.
Doch ein Jack Dalton gab schließlich nicht so schnell auf, und schon gar nicht, wenn er das große Geld für seinen immer noch ausstehenden Lebenstraum „Air Dalton“ witterte.
,Hartnäckigkeit zahlt sich schließlich eines Tages letztendlich doch noch aus‘, dachte daher Jack, während er schon in die von Eichen gesäumte Straße einbog, in der sich das Haus von Pete befand.
Mit quietschenden Reifen parkte er sein Gefährt direkt in der Einfahrt, um eine mögliche Flucht von Pete samt seinem Wagen, und vielleicht auch noch gar von Mac zu verhindern. Erst rannte er mit schnellen Schritten auf das Grundstück. Dann war Jack auch schon hinter das Haus direkt zur Terrasse und zum Garten geeilt.
Doppelte Fehlanzeige. Dort war niemand. Aber es sah alles im tadellosen und somit im äußerst gepflegten Zustand aus.
Dalton war ein wenig verwirrt.
Danach eilte noch einmal so schnell er konnte fast um das gesamte Haus herum, wieder nach vorne zum Haupteingang, dann hastete er keuchend und sichtlich außer Atem die paar Stufen der Treppe hinauf, klingelte und klopfte dort simultan mit großer Penetranz.
Schließlich, schon nach etwa einer Minute, waren schwere, stampfende Schritte zu hören, die sich der Haustür näherten.
,Gott sei Dank. Pete ist also doch da‘, dachte Jack Dalton erleichtert, dem die vielen Schweißperlen, wie Bäche über das Gesicht liefen, und dann sichtbar enttäuscht war, weil nur die Haushälterin, Miss Malcolm, die Tür geöffnet hatte und nun vor ihm stand.
„Sie wünschen, Mister Unbekannt?“, fragte die ältere Dame trocken.
„Mein Name ist Jack Dalton. Und ich würde gerne mit Pete Thornton sprechen, Ma‘am.“
„Aha. Sie sind das also. Mister Thornton ist nicht da.“
„Wirklich?“
„Ja.“
Jack Dalton glaubte der fleißigen Miss Malcolm nicht, denn er versuchte sich natürlich an ihr vorbei ins Haus zu drängen. Doch die alte Dame, obwohl schon Anfang Siebzig, war extrem resolut, versperrte dem Besucher den Weg und packte diesen auch noch fest und hart am rechten Arm.
„Aua!“, klagte Jack.
„Lassen Sie das bleiben, klar - oder ich rufe die Polizei!“, warnte Miss Malcolm fauchend eindringlich, gerade just in dem Moment als eine zweiköpfige Polizeistreife am Haus von Pete Thornton vorbeifuhr, welche dann auch noch prompt stoppte und ausstieg.
Die langsam vorbeifahrende Polizistin und der Polizist in ihren Streifenwagen hatten sofort gespürt, dass hier etwas nicht stimmte.
In einem aufklärenden Gespräch legten sie Jack Dalton dessen aktuelle Lage vor Augen, nämlich dass er sehr schnell eine Nacht in der Zelle auf ihrem Revier verbringen würde, sollte er noch einmal versuchen ohne Erlaubnis entweder das Grundstück und, oder Haus Pete Thorntons zu betreten.
Es kam nämlich so, wie es denn kommen musste, Miss Malcolm blickte daraufhin mehr als nur triumphierend drein. Und der arme Jack Dalton hatte natürlich auch keinerlei Interesse daran in einer Zelle zu landen, zumal er nicht einmal wusste, wie er dort so schnell wieder herauskommen sollte, ohne die Hilfe von Mac oder Pete oder gar von den beiden zusammen.
„Also, was ist? Gehen Sie jetzt endlich, Mister Dalton?“, fragte die Polizistin mit einem bösen und prüfenden Blick, wobei sie um den zuvor geführten Gespräch mehr Nachdruck zu verleihen, ihre linke auf den Schlagstock und die rechte Hand auf die Waffe legte.
„Ja“, nickte Jack schließlich geknickt, da er unbedingt jeglichen Ärger mit der Polizei vermeiden wollte.
„Gut“, brummte der Polizist, der dann noch eine eindeutige, auffordernde Kopfbewegung Richtung des alten Fahrzeuges von Dalton machte.
„Danke, Officer‘“, sagte Miss Malcolm. „Und da Mister Thornton gewusst hat, dass sie früher oder später wohl hier auftauchen würden, Mister Dalton, soll ich ihnen diesen Umschlag hier von ihm und einem Mister MacGyver geben.“
Mit jenen Worten griff sie auf eine Kommode, die sich direkt neben der Tür befand, um einen erstaunten Jack einen dicken Umschlag zu überreichen.
Die beiden Polizisten warteten noch solange bis sich Dalton erst auf seine alte klapprige Maschine gesetzt hatte und dann schließlich davon gefahren war, erst dann setzten sie ihre Streifenfahrt fort.
„Ein wirklich absolut komischer Vogel war das gerade eben“, kommentierte die Polizistin, worauf ihr älterer Kollege nur stumm nickte, während sie losfuhren.
Minnesota, Mission City
Krankenhaus
Schon mehrere Tage hielten sich die beiden Familien der MacGyvers und der Thorntons in der ursprünglichen Heimatstadt von Angus MacGyver auf, wo jener geboren und zum größten Teil aufgewachsen war.
Während sich die Frau seines Sohnes Sam, Mei Jan mit dem kleinen Kind, ihrer Tochter, zu einer Untersuchung in einen der Sprech- und Behandlungszimmer befand, saßen alle anderen in einem Wartebereich ganz der Nähe.
Grinsend legte gerade eben Pete Thornton sein Handy beiseite, denn er hatte gerade erfahren, dass sich erst vor kurzem kein geringerer als Jack Dalton bei seinem Haus und auf seinem Grundstück aufgehalten hatte. Außerdem habe er sich dann auch noch mit seiner sehr rüstigen Haushälterin, Miss Victoria Malcolm, angelegt.
Zeitgleich unterhielten sich sein Sohn Michael mit den beiden MacGyver‘, nämlich Angus und Sam über ein ganz neues Forschungsprojekt für die Phoenix Foundation, welches sich überwiegend mit dem sich nach wie vor noch entwickelnden Ökosystem auf dem Mars befassen sollte.
Doch schließlich erklärte Mac: „Jungs, ich habe in dieser Sache wirklich großes Vertrauen in euch und eure Fähigkeiten! Daher bin ich mir ziemlich sicher. Nein, was sage ich denn da…? Ja, genau - ich bin absolut felsenfest davon überzeugt, dass ihr es auch ohne mich schafft! Sobald ich nämlich die Gelegenheit dazu habe, werde ich mit dem Vorstand sprechen und auch noch nebenbei meinen Rücktritt einreichen. Denn ich will noch etwas vom Leben haben…“
„Willkommen im Boot, Mac!“, rief Pete, der natürlich interessiert diese Unterhaltung der anderen drei Männer mitverfolgt hatte.
Ernst meinte er dann aber: „Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten, denn wie ich Jack Dalton, unseren Clown kenne, wird er irgendwann auch hier auftauchen. Früher oder später. Und mir persönlich wäre es lieber, wenn es erst viel später wäre! Und zwar genau am Besten zu dem Zeitpunkt, wo wir schon wieder ganz woanders sind!“
„Ja, wir sollten heute noch weiterfahren. Aber erst, sobald Mei Jan mit meinem Enkelkind aus dem Zimmer dort gekommen ist. Fragt sich allerdings nur, wohin die Reise für uns am Besten gehen soll?“
„Wie wäre es mit einer gemeinsamen kleinen oder gar etwas größeren Weltreise. Geld haben wir ja alle genug zusammengespart. Es herrscht schließlich Frieden, soweit ich weiß“, schlug Sam vor, gerade in dem Moment als Mei Jan das den Behandlungsraum verließ.
Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny
In der selben Sekunde hatte, laut dem Berechnungen von Ginn und Eli, das alte Schiff der Antiker und deren Besatzung, wohl endlich so gut wie sicher das wahre Zentrum des Universums schließlich erreicht. Doch dabei bewegte sich die Destiny aber auch sehr, sehr langsam immer weiter vorwärts, ganz so, als ob sie sich in einer äußerst zähflüssigen Masse befinden würde.
Alle an Bord des alten Antikerraumschiffes schienen dabei aber schon seit so einigen Stunden bereits von einer gewissen und ungewohnten, inneren Ruhe erfüllt zu sein.
Denn jeder einzelne an Bord der Destiny schien etwas Besonderes in sich zu spüren, was nur ziemlich schwer zu beschreiben, geschweige denn auszudrücken war. Alle schienen dies ganz besonders auf ihre Art und Weise zu genießen, vollkommen allein oder in einer gemeinschaftlichen Gruppe. Davon waren auch die Jaffa, Nox, und selbst sogar der eine Asgard aus der Pegasus-Galaxie betroffen.
Rätselhaft und beängstigend war allerdings, dass vielen von ihnen, besonders denen, die einer Wissenschaft angehörten, die Antworten auf alle ihre bisherigen und bisher noch nicht beantworteten Fragen irgendwie zukamen, nach deren Lösungen sie einst schon immer in ihrer bisherigen Karriere schon immer gesucht hatten. Welche die spirituell sehr veranlagt waren, schienen eine Art von Erkenntnis zu erlangen, ganz so als ob sie eins mit dem Universum werden würden.
Dabei war alles seit einiger Zeit komplett, nämlich jedes einzelne Besatzungsmitglied, jeder einzelne Gegenstand sowie aber auch die Destiny selbst, mittlerweile in ein sehr, sehr helles weißes und strahlendes Licht gehüllt worden. Das enorme Leuchten, was alle und alles andere an Bord des Raumschiffes schließlich komplett umgab, wurde schließlich abermals noch einmal um einiges heller, und zwar so sehr, dass man nun absolut gar nichts mehr um sich herum erkennen konnte.
.Also dann erst einmal viel Spaß beim Lesen

PS: Kritik (positiv oder negativ) ist natürlich gern gesehen.
Odyssee
Folge 8.09 - “Epiphania - In Circulo Claudit, Teil 2“
Zentrum des Universums
Innere der Struktur
Destiny, Brücke
Parallel zu den jüngsten aktuellen, äußerst sehr mysteriösen Vorgängen, gingen von überall von der Destiny, auf der Brücke des Raumschiffes sämtliche Meldungen ein, dass alles seit einigen Minuten schon bereits wieder genauso war, wie vor dem Eintritt in die Struktur.
Sprich: Alles war wieder von einem Moment auf den anderen wieder vollkommen normal, so wie man es gewohnt war. Es stimmte tatsächlich, denn niemand und nichts mehr, auch die Destiny war mehr durchsichtig.
Eine gewisse und sehr große Erleichterung machte sich daher langsam bei der gesamten Besatzung an Bord des sehr alten Forschungsschiffes der Antiker bemerkbar.
Auch diese sehr gewaltigen und äußerst bedrohlich anmutenden Blitze, die sich aus dem Nichts entluden, schienen allmählich aber zusehends sicher, von Minute zu Minute, seltener zu werden. Und schließlich waren überhaupt gar keine Blitze mehr zu sehen. Dafür war allerdings das helle Leuchten dieses Phänomens der Blitze schließlich nur noch vage aus der Ferne leicht wahrzunehmen.
„Sieht ganz so aus, als hätten wir diese jüngste Unwetterfront wohl hinter uns gebracht“, meinte Everett sichtbar erleichtert, der dann abermals zu Doktor Jeremy Franklin ging, um zu versuchen, diesen erneut zu berühren.
Es klappte erstaunlicherweise abermals. Was auch der Grund war, weswegen sich sehr viele verwundert anblickten und vollkommen ratlos wirkten. Denn vor ihnen allen, schien also in der Tat, ein wahres Wunder geschehen zu sein.
„Aber wie ist das überhaupt möglich?“, wollte David, der ein wenig blass geworden war, während er dann neben Everett und Jeremy getreten war.
Die Antwort auf diese Frage, übernahm der wieder Auferstandene beziehungsweise Zurückgekehrte dann selbst: „Dies liegt vermutlich daran, dass es in der Schiffsdatenbank oder sonst wo auf der Destiny eine Gewebeprobe oder Ähnliches von mir gab, und weil ich mit den Systemen dieses Raumschiffes verbunden war - bis heute, da wir unser Ziel wohl erreicht haben.“
„Also hat Sie wohl eine höhere Intelligenz wieder zurück unter die Lebenden, also zu uns geschickt“, fasste Doktor Nicholas Rush zusammen, der mehr als nur ein wenig skeptisch und erheitert klang.
„Nun ja, wieso nicht“, meinte First Lieutenant Matthew Scott, der ebenso ratlos mit den Schultern zuckte.
„Eli, was passiert hier gerade?“, fragte eine Stimme.
Der Angesprochene selbst und auch alle anderen, zumindest die meisten der Personen, die sich gerade auf der Brücke der Destiny befanden, kannten diese natürlich, es war nämlich die Luzianerin Ginn, die mit einem mehr als nur verwirrten Gesichtsausdruck bei ihnen eingetreten war.
„Das wird ja immer besser! Kehren jetzt etwa alle von den Toten zurück, die hier an Bord der Destiny gestorben oder auf irgendeine Art und Weise ums Leben gekommen sind?“, brummte Doktor Adam Brody etwas verdrießlich, der gerade eben auch, kurz nach Ginn, wieder die Brücke der Destiny betreten hatte.
„Ich vermute nicht, dass das geschehen wird, denn sonst wäre es schon längst passiert, Doktor Brody“, erwiderte Doktor Nicholas Rush, der sich dann bei der Soldatin und Technikerin der Luzianischen Allianz, Ginn, sehr genau danach erkundigte, seit wann sie sich in ihrer jetzigen und einst ursprünglichen Form wieder auf der Destiny befand.
Allerdings um in dieser Angelegenheit von den zurückgekehrten einst Verstorbenen auch ganz sicher zu gehen, fragte Colonel Everett Young umgehend über Funk nach, ob nicht irgendwo an Bord der Destiny eventuell Personen aufgetaucht seien, die im Logbuch eigentlich als tot oder zumindest als vermisst galten und geführt wurden. Auch Colonel David Telford schien dieser Gedanke nicht sonderlich geheuer zu sein, wenn auf einmal überraschend getötete Mitglieder der Luzianischen Allianz oder vielleicht Aliens irgendwo an Bord des Raumschiffes auftauchen würden, weshalb er daher sofort Suchtrupps die gesamte Destiny absuchen ließ.
Während der Kommandant der Destiny noch auf eine erste Antwort der Suchtrupps wartete, hatte Ginn bereits Doktor Nicholas Rush erzählt, wann sie irgendwie aus der Datenbank der Destiny gezogen und in diesen Körper, den sie auf rätselhafte Weise erhalten hatte, aufgewacht sei, und zwar genau zu jenem Zeitpunkt als auch Doktor Jeremy Franklin auf der Brücke erschienen war.
Schließlich gingen dann nach und nach, es hatte ungefähr eine knappe Stunde gedauert, die ersten Berichte bei Colonel Young ein, dass niemand sonst gefunden wurde, der nicht zur aktuellen Besatzung der Destiny gehöre.
„Dies wäre ja auch, zu schön gewesen“, seufzte Doktor Nicholas Rush ein wenig betrübt, der dabei natürlich auch an seine Freundin und Kollegin Doktor Amanda Perry denken musste, deren Bewusstsein sich nach einer kurzen Überprüfung ebenfalls noch immer in einer unter Quarantäne stehenden Datei in der Datenbank der Destiny befindet.
Die vage kleine Hoffnung, auf Grund der beiden bereits zurückgekehrten Ginn und Doktor Jeremy Franklin, sie eventuell doch noch irgendwie wiederzubekommen, war von nun an in diesen Moment zerstört worden.
Die Destiny wurde nach wie vor, von einer unsichtbaren Kraft, immer weiter und näher ins Innere der Struktur gezogen. Jeder an Bord des Schiffes mit einem sehr guten Ausblick, konnte allmählich immer besser erkennen, dass man sich einem weiteren riesigen Objekt näherte, welches ganz so aussah wie eine gewaltige Kugel, welche aber von einem ziemlichen seltsamen, rasterartigen Muster überzogen war, und die auch ständig in Bewegung waren. Dabei pulsierte diese Kugel unaufhörlich, denn sie expandierte und zog sich dann wieder zusammen. Dieses Gebilde vor ihnen sah so ähnlich aus, wie eben die Struktur, in welcher man sich momentan schon befand.
Es war also ein sehr faszinierendes Schauspiel, welches sich allen an Bord der Destiny bot. Doch je näher man diesem Objekt kam, umso mehr wuchs bei dem verantwortlichen Führungsstab um Colonel Young abermals auch die Sorge, denn die Strahlungswerte, die jetzt angezeigt wurden, wurden immer alarmierender.
„Wie es aussieht, nähern wir uns erst jetzt dem echten Herzen dieser Struktur, die sich im Zentrum des uns bekannten Universums befindet. Und diese Struktur, die wir bereits seit Stunden durchqueren, ist nach den bisherigen Messungen, die uns vorliegen, ungefähr so groß wie das Sonnensystem unserer Erde in der Milchstraße. Eli, ich brauch so schnell es geht die Zeit, die uns noch bleibt bis wir dann wirklich das wahre Zentrum des Universums erreicht haben!“
„Bin schon dran an der Sache“, war nur noch von Wallace zu hören, der sich gemeinsam mit Ginn, sogleich an die dafür notwendigen Berechnungen machte.
„Lieutenant James!“
„Ja, Colonel.“
„Ich befehle Ihnen hiermit, sämtliche Systeme an Bord der Destiny abzuschalten, die nicht wirklich relevant für die Lebenserhaltung und andere wichtige Gerätschaften an Bord der Destiny sind! Die dann nun weitere dadurch uns zur Verfügung stehende Energie, stehen dann natürlich nur den Schutzschilden der Destiny zur Verfügung! Denn wir brauchen für den weiteren Weg unserer Reise die Maximalleistung der Schutzschilde, um nicht nur uns, sondern auch die Destiny selbst, vor der hohen Strahlungsbelastung wirksam zu schützen!”
„Jawohl, Sir“, erklärte Vanessa, die sich sofort gemeinsam mit den Doktoren Dale Volker und Adam Brody an die Arbeit machten, indem sie von ihren Konsolen aus sehr viele der Systeme deaktivierten, die nur unnötig Energie verbrauchten. Zunächst, erst nur zögerlich nahmen sie dann auch die Hilfe von Doktor Jeremy Franklin an.
Je näher sie dem eigentlichen Herzen des Universums, mit einer weiteren Struktur im inneren der umliegenden Struktur kamen, desto schneller schienen sie davon angezogen zu werden. Dies schien auf dem ersten Blick mehr als nur außergewöhnlich zu sein, da die Struktur ja stetig pulsierende Impulse abgab, die in der Hintergrundstrahlung, die Botschaft enthielt, welche die Erbauer, die Antiker, der Destiny erkannt hatten, und nun die Besatzung dieses alten Raumschiffes der Antiker, denn nun hierhergebracht hatte.
Mittlerweile hatten Ginn und Eli endlich ihre Berechnungen beendet, deren Ergebnisse ihnen allen, unter Berücksichtigung aller Variabeln verrieten, dass sie in etwa 36 Stunden das Wahre Zentrum des Universums erreicht haben würden.
Mittlerweile war auch die vor vielen Jahren erblindete Doktor Lisa Park auf der Brücke eingetroffen, die von ihrem Verlobten Master Sergeant Ronald Greer hierhergeführt worden war.
Die Wissenschaftlerin, die bislang still zugehört hatte, äußerte nun aber ihre sehr plausibel klingende Vermutung zu dem aktuellen Thema: „Die Destiny und auch viele Gegenstände unserer mitgebrachten Ausrüstung bestehen überwiegend aus den verschiedensten Metallen, unter anderem natürlich auch aus Kobalt, Nickel und Eisen, die als einzige aller uns bekannten Metalle magnetisch sind. Dies scheint auch ein Grund dafür zu sein, was hier geschieht - zumindest aus wissenschaftlicher Sicht…“
„…oder eventuell hat dann doch noch eine höhere Macht beziehungsweise eine fremde uns weitüberlegende Intelligenz da ihre Hände im Spiel“, ergänzte Colonel Everett Young.
„Höher kann man die Schilde der Destiny nicht auf Leistung bringen, Colonel Young!“, meldete Second Lieutenant Vanessa James, die nun sämtliche Energieressourcen, die von den nichtrelevanten Systemen abgezogen worden waren, zur Verfügung hatte. Denn selbst sämtliche Triebwerke, also alle Antrieb- und Manövriertriebwerke der Destiny waren ja schon von First Lieutenant Matthew Scott abgeschaltet worden, weil diese schon vor dem Eintreten in die Struktur, in der man sich schon seit Stunden befand, schon keine Reaktion bei einer Betätigung gezeigt hatten.
Destiny
Die Destiny selbst und alles was sich auf ihr befand, schienen sich schon seit unendlicher Zeit in einem wahren Sog zu befinden, denn sie kam der weiteren Struktur ungebremst immer näher. Diese Struktur leuchtete noch im helleren blau-weiß und schien kräftigere Impulse auszusenden als die andere in welcher sie sich noch aktuell befanden. Auch war immer noch auf den Flugüberwachungsinstrumenten klar und deutlich zu erkennen, dass sich die momentane Geschwindigkeit des alten Forschungsraumschiffs der Antiker nach wie vor gleichmäßig beschleunigte.
Destiny, Brücke
Es waren nur noch wenige Minuten bis zum Kontakt mit der innersten Struktur im Herzen des Universums, weswegen Colonel David Telford schließlich die besonders farblich markierte Sprechtaste der Funkanlage des Raumschiffes betätigte, und sagte dann: „Hier spricht Colonel Telford an die gesamte Besatzung der Destiny: Wir treten in nur wenigen Minuten in die nächste, und hoffentlich letzte Struktur auf unserer Reise ein, auf weitere und schwere Turbulenzen gefasst machen! Legen oder setzen Sie sich daher so schnell es geht hin, wenn Sie es können und behalten Sie unbedingt ihre Schutzbrillen auf!“
Destiny
Schließlich war es soweit, wie schon beim Kontakt und natürlich dann auch beim Eintritt, in die erste Struktur in der man sich aktuell auch noch befand, zeigte sich auch hier eine sehr heftige Reaktion, zunächst natürlich bei den Schutzschilden der Destiny, der sofort massiv Goldgelb aufleuchtete, sobald er den Rand der nächsten Struktur auch nur leicht berührt hatte.
Das komplette alte Raumschiff der Antiker, erzitterte heftig als es in die zweite Struktur, nach und nach, Meter für Meter, Sektion für Sektion, mit einem von jetzt an vollkommen gleichmäßigen Tempo langsam eindrang.
Jeder einzelne auch so kleine Gang, Korridor und Raum sowie auch die Mitglieder der Besatzung wurden erneut von einem sehr grellen blauweißen Licht erhellt, nachdem die Destiny vollständig in der zweiten Struktur eingedrungen war.
Nur gut für alle an Bord, dass sich auch wirklich alle an die Order von Colonel Telford hielten, nämlich ihre Schutzbrillen auch wirklich trugen, um ihre Augen zu schützen, weil alles so unerträglich hell, aber nicht nur auf dem ganzen Raumschiff, geworden war.
Es schien immer noch heller und heller an Bord des Raumschiffes zu werden.
Destiny, Brücke
Auf einem Male dann, stupste Doktor Lisa Park unvermittelt Ronald Greer an.
„Was ist los?“, fragte der verwundert.
„Ich kann etwas sehen, Ron“, flüsterte die Frau leise.
„Wie jetzt? Soll ich dich zu T.J. bringen, Lisa?“
„Sei nicht besorgt, es geht mir gut“, versicherte die Frau dem Mann.
„Was gibt es hier zu flüstern, Bruder?“, fragte Matthew Scott, der quasi seit Tagen schon arbeitslos war, nachdem die Antriebe der Destiny von ihm abgeschaltet worden waren, nachdem er den Befehl dazu erhalten hatte.
Langsam ging das Paar schließlich auf den auf seinem Platz sitzenden Lieutenant zu, und als sie angekommen waren, legte Doktor Park ihre linke Hand auf die rechte Schulter von Scott, und sagte: „Ich kann wieder sehen, ja ich kann wieder sehen.“
Diese sehr interessante Nachricht über diese Heilung verbreitete sich zuerst nun sehr schnell auf der gesamten Brücke, und dann aber auch natürlich wie ein Lauffeuer auf der übrigen Destiny. Somit waren in den vergangenen rund 22 Stunden zwei Personen, die für tot gehalten worden waren wieder zurückgekehrt und eine durch Verblitzung erblindete Frau konnte wieder sehen. Dies waren nur einige Beispiele der rätselhaften Phänomene, die man in der jüngsten Zeit hatte miterleben dürfen.
34 Stunden später
Milchstraße
Sol-System
Erde, Nordamerika
USA, Kalifornien, Los Angeles
Zu selben Zeit war es dann endlich soweit, denn all die vielen Personen, die sich an Bord der U.N.S. Hector befunden hatten, waren schließlich aus der knapp Anderthalbtägigen angesetzten Quarantäne und den damit verbundenen sehr umfangreichen medizinischen Checks entlassen worden. Unter ihnen waren nicht nur die eigentliche Crew jener BC-304, sondern auch die zahlreichen Passagiere, die sich an Bord befunden hatten.
Pausenlos versuchte es dann von nun an Jack Dalton, nämlich seitdem er sich wieder frei auf der Erde bewegen durfte, immer wieder bei Angus MacGyver und Pete Thornton anzurufen. Doch die beiden hatten unter sich ausgemacht diese Nervensäge und Chaoten zu meiden, und dies ging natürlich am besten, indem man sich irgendwohin begab, wo man nicht in Gefahr geriet ihm über den Weg zu laufen.
Mit seinem mittlerweile schon sehr, sehr alten Motorrad fuhr Jack Dalton, gerade von der Phoenix Foundation kommend, in Richtung von Pete Thorntons Haus. Denn er hatte bei der Denkfabrik, wie einige die Einrichtung in der Thornton und MacGyver solange gearbeitet hatten, nannten keinen Erfolg gehabt. Zuvor war er bei der letzten Adresse von Mac gewesen, fand aber nur eine ausgeräumte Wohnung vor. Es war dann bei Phoenix allerdings niemand da gewesen, der ihm eine Auskunft über den Verbleib seiner beiden Freunde beziehungsweise auch von deren Familien geben konnte oder wollte oder gar durfte. Was natürlich daran lag, dass MacGyver mit seinem Sohn samt Frau spontan verreist waren, ohne jegliche Angabe wohin und Kontaktdaten für einen möglichen Notfall.
Doch ein Jack Dalton gab schließlich nicht so schnell auf, und schon gar nicht, wenn er das große Geld für seinen immer noch ausstehenden Lebenstraum „Air Dalton“ witterte.
,Hartnäckigkeit zahlt sich schließlich eines Tages letztendlich doch noch aus‘, dachte daher Jack, während er schon in die von Eichen gesäumte Straße einbog, in der sich das Haus von Pete befand.
Mit quietschenden Reifen parkte er sein Gefährt direkt in der Einfahrt, um eine mögliche Flucht von Pete samt seinem Wagen, und vielleicht auch noch gar von Mac zu verhindern. Erst rannte er mit schnellen Schritten auf das Grundstück. Dann war Jack auch schon hinter das Haus direkt zur Terrasse und zum Garten geeilt.
Doppelte Fehlanzeige. Dort war niemand. Aber es sah alles im tadellosen und somit im äußerst gepflegten Zustand aus.
Dalton war ein wenig verwirrt.
Danach eilte noch einmal so schnell er konnte fast um das gesamte Haus herum, wieder nach vorne zum Haupteingang, dann hastete er keuchend und sichtlich außer Atem die paar Stufen der Treppe hinauf, klingelte und klopfte dort simultan mit großer Penetranz.
Schließlich, schon nach etwa einer Minute, waren schwere, stampfende Schritte zu hören, die sich der Haustür näherten.
,Gott sei Dank. Pete ist also doch da‘, dachte Jack Dalton erleichtert, dem die vielen Schweißperlen, wie Bäche über das Gesicht liefen, und dann sichtbar enttäuscht war, weil nur die Haushälterin, Miss Malcolm, die Tür geöffnet hatte und nun vor ihm stand.
„Sie wünschen, Mister Unbekannt?“, fragte die ältere Dame trocken.
„Mein Name ist Jack Dalton. Und ich würde gerne mit Pete Thornton sprechen, Ma‘am.“
„Aha. Sie sind das also. Mister Thornton ist nicht da.“
„Wirklich?“
„Ja.“
Jack Dalton glaubte der fleißigen Miss Malcolm nicht, denn er versuchte sich natürlich an ihr vorbei ins Haus zu drängen. Doch die alte Dame, obwohl schon Anfang Siebzig, war extrem resolut, versperrte dem Besucher den Weg und packte diesen auch noch fest und hart am rechten Arm.
„Aua!“, klagte Jack.
„Lassen Sie das bleiben, klar - oder ich rufe die Polizei!“, warnte Miss Malcolm fauchend eindringlich, gerade just in dem Moment als eine zweiköpfige Polizeistreife am Haus von Pete Thornton vorbeifuhr, welche dann auch noch prompt stoppte und ausstieg.
Die langsam vorbeifahrende Polizistin und der Polizist in ihren Streifenwagen hatten sofort gespürt, dass hier etwas nicht stimmte.
In einem aufklärenden Gespräch legten sie Jack Dalton dessen aktuelle Lage vor Augen, nämlich dass er sehr schnell eine Nacht in der Zelle auf ihrem Revier verbringen würde, sollte er noch einmal versuchen ohne Erlaubnis entweder das Grundstück und, oder Haus Pete Thorntons zu betreten.
Es kam nämlich so, wie es denn kommen musste, Miss Malcolm blickte daraufhin mehr als nur triumphierend drein. Und der arme Jack Dalton hatte natürlich auch keinerlei Interesse daran in einer Zelle zu landen, zumal er nicht einmal wusste, wie er dort so schnell wieder herauskommen sollte, ohne die Hilfe von Mac oder Pete oder gar von den beiden zusammen.
„Also, was ist? Gehen Sie jetzt endlich, Mister Dalton?“, fragte die Polizistin mit einem bösen und prüfenden Blick, wobei sie um den zuvor geführten Gespräch mehr Nachdruck zu verleihen, ihre linke auf den Schlagstock und die rechte Hand auf die Waffe legte.
„Ja“, nickte Jack schließlich geknickt, da er unbedingt jeglichen Ärger mit der Polizei vermeiden wollte.
„Gut“, brummte der Polizist, der dann noch eine eindeutige, auffordernde Kopfbewegung Richtung des alten Fahrzeuges von Dalton machte.
„Danke, Officer‘“, sagte Miss Malcolm. „Und da Mister Thornton gewusst hat, dass sie früher oder später wohl hier auftauchen würden, Mister Dalton, soll ich ihnen diesen Umschlag hier von ihm und einem Mister MacGyver geben.“
Mit jenen Worten griff sie auf eine Kommode, die sich direkt neben der Tür befand, um einen erstaunten Jack einen dicken Umschlag zu überreichen.
Die beiden Polizisten warteten noch solange bis sich Dalton erst auf seine alte klapprige Maschine gesetzt hatte und dann schließlich davon gefahren war, erst dann setzten sie ihre Streifenfahrt fort.
„Ein wirklich absolut komischer Vogel war das gerade eben“, kommentierte die Polizistin, worauf ihr älterer Kollege nur stumm nickte, während sie losfuhren.
Minnesota, Mission City
Krankenhaus
Schon mehrere Tage hielten sich die beiden Familien der MacGyvers und der Thorntons in der ursprünglichen Heimatstadt von Angus MacGyver auf, wo jener geboren und zum größten Teil aufgewachsen war.
Während sich die Frau seines Sohnes Sam, Mei Jan mit dem kleinen Kind, ihrer Tochter, zu einer Untersuchung in einen der Sprech- und Behandlungszimmer befand, saßen alle anderen in einem Wartebereich ganz der Nähe.
Grinsend legte gerade eben Pete Thornton sein Handy beiseite, denn er hatte gerade erfahren, dass sich erst vor kurzem kein geringerer als Jack Dalton bei seinem Haus und auf seinem Grundstück aufgehalten hatte. Außerdem habe er sich dann auch noch mit seiner sehr rüstigen Haushälterin, Miss Victoria Malcolm, angelegt.
Zeitgleich unterhielten sich sein Sohn Michael mit den beiden MacGyver‘, nämlich Angus und Sam über ein ganz neues Forschungsprojekt für die Phoenix Foundation, welches sich überwiegend mit dem sich nach wie vor noch entwickelnden Ökosystem auf dem Mars befassen sollte.
Doch schließlich erklärte Mac: „Jungs, ich habe in dieser Sache wirklich großes Vertrauen in euch und eure Fähigkeiten! Daher bin ich mir ziemlich sicher. Nein, was sage ich denn da…? Ja, genau - ich bin absolut felsenfest davon überzeugt, dass ihr es auch ohne mich schafft! Sobald ich nämlich die Gelegenheit dazu habe, werde ich mit dem Vorstand sprechen und auch noch nebenbei meinen Rücktritt einreichen. Denn ich will noch etwas vom Leben haben…“
„Willkommen im Boot, Mac!“, rief Pete, der natürlich interessiert diese Unterhaltung der anderen drei Männer mitverfolgt hatte.
Ernst meinte er dann aber: „Wir sollten uns hier nicht zu lange aufhalten, denn wie ich Jack Dalton, unseren Clown kenne, wird er irgendwann auch hier auftauchen. Früher oder später. Und mir persönlich wäre es lieber, wenn es erst viel später wäre! Und zwar genau am Besten zu dem Zeitpunkt, wo wir schon wieder ganz woanders sind!“
„Ja, wir sollten heute noch weiterfahren. Aber erst, sobald Mei Jan mit meinem Enkelkind aus dem Zimmer dort gekommen ist. Fragt sich allerdings nur, wohin die Reise für uns am Besten gehen soll?“
„Wie wäre es mit einer gemeinsamen kleinen oder gar etwas größeren Weltreise. Geld haben wir ja alle genug zusammengespart. Es herrscht schließlich Frieden, soweit ich weiß“, schlug Sam vor, gerade in dem Moment als Mei Jan das den Behandlungsraum verließ.
Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny
In der selben Sekunde hatte, laut dem Berechnungen von Ginn und Eli, das alte Schiff der Antiker und deren Besatzung, wohl endlich so gut wie sicher das wahre Zentrum des Universums schließlich erreicht. Doch dabei bewegte sich die Destiny aber auch sehr, sehr langsam immer weiter vorwärts, ganz so, als ob sie sich in einer äußerst zähflüssigen Masse befinden würde.
Alle an Bord des alten Antikerraumschiffes schienen dabei aber schon seit so einigen Stunden bereits von einer gewissen und ungewohnten, inneren Ruhe erfüllt zu sein.
Denn jeder einzelne an Bord der Destiny schien etwas Besonderes in sich zu spüren, was nur ziemlich schwer zu beschreiben, geschweige denn auszudrücken war. Alle schienen dies ganz besonders auf ihre Art und Weise zu genießen, vollkommen allein oder in einer gemeinschaftlichen Gruppe. Davon waren auch die Jaffa, Nox, und selbst sogar der eine Asgard aus der Pegasus-Galaxie betroffen.
Rätselhaft und beängstigend war allerdings, dass vielen von ihnen, besonders denen, die einer Wissenschaft angehörten, die Antworten auf alle ihre bisherigen und bisher noch nicht beantworteten Fragen irgendwie zukamen, nach deren Lösungen sie einst schon immer in ihrer bisherigen Karriere schon immer gesucht hatten. Welche die spirituell sehr veranlagt waren, schienen eine Art von Erkenntnis zu erlangen, ganz so als ob sie eins mit dem Universum werden würden.
Dabei war alles seit einiger Zeit komplett, nämlich jedes einzelne Besatzungsmitglied, jeder einzelne Gegenstand sowie aber auch die Destiny selbst, mittlerweile in ein sehr, sehr helles weißes und strahlendes Licht gehüllt worden. Das enorme Leuchten, was alle und alles andere an Bord des Raumschiffes schließlich komplett umgab, wurde schließlich abermals noch einmal um einiges heller, und zwar so sehr, dass man nun absolut gar nichts mehr um sich herum erkennen konnte.
TBC
