07.06.2026, 21:33
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.06.2026, 21:26 von Jonathan J. O´Neill.)
Variante 2:
“Alterum Universum“
Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny, Brücke
Mit großer Besorgnis spürte man, dass die Destiny ein weiteres Mal immer schneller zu werden schien. Schließlich gab es eine so enorme Helligkeit, die urplötzlich so gewaltig geworden war, dass dann alle an Bord trotz der Schutzbrillen, unverzüglich ihre Augen vorsichtshalber hatten schließen müssen.
Irgendwo
Destiny, Brücke
„Oh, was war das denn nur für ein Höllenritt! Was ist da eigentlich gerade eben mit uns allen und auch der Destiny passiert?“, brummte Colonel Everett Young, dem nicht nur als einzigen gewaltig der Schädel dröhnte.
Sie alle an Bord konnten sich nur noch an das helle weiße Licht erinnern, welches alles an Bord der Destiny und sie selbst herum allesamt erleuchtet hatte. Sofort überprüfte man daher nicht nur die aktuellen Anzeigen und Daten sämtlicher Instrumente auf der Brücke, sondern natürlich auch, die Protokolle, die ja irgendetwas hatten aufzeichnen müssen.
„Wir befinden uns nicht mehr in der Nähe der Struktur, geschweige denn auch nur noch in der Nähe vom Zentrum des Universums“, erklärte Doktor Nicholas Rush, der einen mehr als nur nachdenklichen Eindruck machte, nachdem er schweigend die momentane Position der Destiny mehrmals überprüft hatte.
„Ist nicht zu übersehen, Doktor Rush“, brummte Colonel David Telford missmutig, „und wie es aussieht, hat uns das Ziel der Mission nicht zurück zur Erde gebracht. So wie Sie es uns hatten weismachen wollen, Doktor Rush.“
„Keine der hier angezeigten Galaxie-Konstellationen, stimmt mit denen aus dem unserer Aufzeichnungen überein, die wir im Verlauf unserer Reise gemacht haben“, seufzte Eli Wallace verwundert, der ebenfalls mehrfach die angezeigten Daten kontrolliert hatte, um sicher zu gehen, dass auch wirklich kein Fehler vorlag.
Ginn erkannte es sofort, denn sie sagte: „Dann befinden wir uns also vermutlich sogar in einem parallelem Universum.“
„Ja“, nickte Doktor Adam Brody, „diese Theorie könnte durchaus zutreffen.“
Destiny, Krankenstation
Auch hier war die starke Lichtintensität zurückgegangen. Es war wieder alles normal. Wieder alles normal?
Auf den ersten Blick, ja. Alle staunten schließlich sehr, denn in einer Ecke, auf einer der Krankenbetten, saß ein junges Mädchen. Die Kleine musste in etwa acht bis zwölf Jahre alt sein.
Verwundert wechselten sie alle einander die Blicke, da sich keiner hier wirklich erklären konnte, woher das Mädchen kam. Alle waren irritiert, weil es unter der Crew der Destiny nie Kinder gegeben hatte, abgesehen von den Novanern, die man ja einige Zeit lang an Bord aufgenommen hatte.
Allmählich schien First Lieutenant Tamara T.J. Johansen etwas zu ahnen, sie versuchte immer wieder zu sprechen, doch es ging irgendwie nicht, obwohl es ihr auf der Zunge lag, es auch in ihrer Seele und Herzen brannte. Wortlos bewegte sie daher ihre Lippen. Doch schließlich gelang es ihr, mühsam und kaum hörbar brachte sie: „Carmen?!“, hervor.
Das Wort muss dann doch immerhin laut genug gewesen sein, weswegen das Mädchen: „Mom?!“, antwortete.
Destiny, Brücke
„Doktor Rush. Nicholas!“, sagte Colonel Young, der fragend den auf der Destiny leitenden Wissenschaftler prüfend ansah. Doch da dieser immer noch nicht reagierte, fragte er abermals: „Könnte dies womöglich zutreffen, Nick? Ich meine, dass wir uns jetzt in einem anderen Universum befinden?“
Jetzt reagierte der Wissenschaftler, und antwortete knapp: „Ich halte dies für gar nicht so abwegig, Everett.“
Unser Universum
Ori-Galaxie
Celestis, Heilige Stadt der Göttin Adria
Mit einer sehr nachdenklichen Miene gingen Vala Mal Doran, Tomin und Adriana durch die Räumlichkeiten des Hauptgebäudes. Es blieb nicht aus, dass sie von den meisten Prioren dem Doci und auch den zahlreichen Pilgernden hier äußerst misstrauisch angeschaut wurden, und dies obwohl alle ganz genau wussten, wer sie waren. Dennoch blieb es nicht aus, viele bettelten Adriana, die Tochter der Orici an, ihnen doch endlich bei der bislang erfolglosen Suche nach der wahren Göttin zu helfen.
„Bitte Königin Adriana, es geht doch um eure Mutter“, bettelte eine Orici-Gläubige beinahe schon verzweifelt, „Ihr müsst uns bei der Suche nach ihr helfen.“
„Ich werde euch nicht helfen, da sonst ihr Sehnsucht nach Rache sowie auch ihr Hunger nach Macht und Anbetung…“
„Sie ist eine Göttin, die einzigwahre Göttin und Wahrheit im gesamten Universum“, unterbrach ein Mann.
Aber Adriana ließ sich nicht beirren und fuhr unbeeindruckt mit ihrer Antwort fort: „…würden unweigerlich den bestehenden Frieden und die Allianz gefährden! Ihr dürft gerne glauben was euch beliebt, dies wurde in den Verträgen verankert, auch an meine Mutter als die einzigwahre Göttin des Universums und ihrer Lehre. Doch niemals dürft ihr jemanden, der nicht daran glaubt bedrohen oder umbringen!“
„Aber die Orici ist doch eure Mutter.“
„Ja, genau“, rief eine weitere Gläubige.
Dann sagte ein alter Mann: „Und was ist mit Euch, der jungfräulichen Mutter der Orici? Es geht um euer gesegnetes Kind von den Ori!“
„Die Ori wurden für ihre Verbrechen vernichtet, wohingegen Adria für ihre Delikte eine milde Bestrafung erhalten hatte, nämlich das Exil“, sagte Vala, die daraufhin mit bösen Blicken angesehen wurde. Aber niemand wagte es auch nur im Ansatz einen von den drei anzugreifen.
Um die Lage zu entspannen, erklärte nun Tomin: „Wir wissen lediglich nur, dass es der Orici gut geht. Sie lebt auf einer fernen Welt, die niemand von uns kennt, weil Myrrdin nicht nur unsere, sondern auch seine eigenen Erinnerungen an jenen Ort gelöscht hat.“
„Dieser verfluchte Hexenmeister der Antiker“, zischte ein alter Gläubiger verächtlich, während die meisten der Pilgernden leise miteinander tuschelten, und sich parallel dazu Königin Adriana, Vala Mal Doran und Tomin zum Gehen gewandt hatten, um weiteren Fragen und Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
1 Woche später
Weit entfernte Galaxie
Hyperraum
Trinitatis, Konferenzraum
Nach sehr, sehr genau und auch mehrfach überprüften Berechnungen, konnte wusste nun endlich nicht nur Doktor Rodney Meredith McKay, wie lange denn ihre Rückreise zur Erde in die Milchstraße dauern würde.
„…tja, das sind nun einmal die unwiderlegbaren Fakten“, schloss der Kanadier.
„Ein ganzes Jahr, vielleicht auch noch länger, wenn unvorhersehbare Dinge geschehen sollten“, murmelte Doktor Daniel Jackson, der schon beinahe verzweifelt sein Gesicht in seinen Händen verbarg.
Daraufhin sah sich der Leiter der Trinitatis-Mission, der blauhaarige Mutant Doktor Hank „Beast“ McCoy, mit einem prüfenden Blick in der Runde der Abteilungsleiter, die an diesen Briefing teilnahmen um. Dann sagte Hank McCoy schließlich abschließend: „Wir alle werden natürlich diese Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen ohne Zweifel meistern, denn schließlich befinden sich sowohl auf der Trinitatis und auch der E.U.S. Paris so einige der qualifiziertesten Leute, die es für eine solche Mission nur geben kann!“
„Das stimmt! Sehr gut, dass ich, äh… was“, bemerkte und stammelte Rodney, der dabei den rechten Zeigefinger in die Höhe reckte, aber schließlich ins Stottern geriet, weil schon nämlich Jennifer, Hank und Daniel ihm soeben einen sehr mahnenden Blick zugeworfen hatten.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Nordamerika, USA, Colorado
Homeworld Command, Kontrollraum
Mit einem seltsamen Gesichtsausdruck musterte General Jack O‘Neill die Akten, die er soeben noch ausführlich studiert hatte. Aber eines wusste er mit großer Sicherheit, dass nämlich die Destiny wohl in dieser Zeit ihr Ziel mittlerweile erreicht haben musste. Doch was schließlich mit dem Raumschiff selbst, sowie seiner gesamten Besatzung geschehen war, konnte weder er noch jemand anderes wissen. Nur die Personen, die sich auf diesem alten Forschungsraumschiff der Antiker aufhielten, würden dies erfahren.
Der Leiter des Homeworld Command, welches sich seit so einigen Jahren tief im Herzen des Cheyenne Mountain Complex befand, seufzte kurz, und erwartete immer noch mit großer Sehnsucht die Rückkehr der Trinitatis, die sobald sie eintraf ihm endlich den wohlverdienten Ruhestand ermöglichen würde. Doch bis dahin würde es noch eine Menge zu tun geben, dessen war er sich aber bewusst.
New York, Westchester
Campus Xavier, Hauptgebäude
Zur selben Zeit schien der langersehnte Traum von Professor Charles Francis Xavier endlich Realität geworden zu sein, denn seine einstige Schule für Kinder und Jugendliche, die wie er waren, hatte den Status einer Universität erlangt: Mutanten und Menschen gingen hier nicht nur gemeinsam ihrer Arbeit nach, sondern sie lernten auch seit einigen Wochen zusammen. Sogar Eric „Magneto“ Lehnsherr ließ sich hin und wieder sehen, um den jungen Mutanten als auch den Menschen Vorträge zu halten.
Ein dunkelblaues Auto, ein Mercedes, mit einem Kennzeichen aus Virginia, fuhr mit einem gemächlichen Schritttempo bis zum Eingang des Hauptgebäudes vor und hielt dort schließlich auch an. Kurz darauf stieg auch schon der Fahrer aus der Limousine, danach umrundete er das Fahrzeug, um seinem Fahrgast die Tür zu öffnen sowie offenzuhalten.
Eine Frau mit einer Aktentasche in den Händen entstieg schließlich dem Wagen, welche kurz einige Worte mit dem Fahrer wechselte. Danach erklomm sie die Stufen, betrat das Gebäude und ging zielsicher zu einen der Büros.
Büro von Professor Xavier
„Doktor Moira MacTaggert!“, sagte der Mann am Schreibtisch sich lächelnd umwendend als die Tür sich öffnete.
„Hallo Charles.“
„Komm nur rein und setz Dich. Ich muss nicht Deine Gedanken lesen, um zu erkennen, dass es einen Grund gibt, weswegen Du mich aufsuchst.“
„Leider. Wie Du sicherlich weißt, arbeite ich ab und wann für die CIA, dabei sind mir einige Informationen herangetragen worden, die die Anhänger der Orici Adria betreffen.“
„Und weswegen kommst Du denn damit zu mir? Moira, für solche Angelegenheiten ist das Homeworld Command zuständig.“
„Ich weiß“, erwiderte MacTaggert, „doch wollte ich zunächst mit Dir darüber sprechen, bevor ich General O‘Neill damit aufsuche.“
„Ich verstehe. Ich oder Jean sollen mit der Hilfe von Cerebro dieser Sache zunächst auf den Grund gehen.“
„So ist es“, bestätigte Moira mit einem Nicken die Annahme von Charles, während der Telepath bereits schon die ersten Seiten der erhaltenen Dokumente sichtete.
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion
Die Errichtung der übrigen Einrichtungen im Umfeld Ilions waren gut vorangegangen, weshalb man die Umgebung überhaupt nicht mehr wiedererkennen konnte.
Die wenigen Angehörigen ihres Volkes, die sich dazu entschlossen hatten die Mission der Destiny bis zum Ende mitzugehen, waren wie die größten Helden aller Zeiten empfangen worden. Für diese Leute war es allerdings ein großer Schlag als sie erfuhren, was sich seit ihrer Abwesenheit an schlimmen Dingen bei all den Überlebenden der Kolonien von Kobol so ereignet hatte.
Derweil hatte eigentlich Laura Roslin vorgehabt ihren Ruhestand an der Seite von Admiral William Adama auszuleben, doch wurde sie von Präsidentin Francine Baltimore darum gebeten, ein Teil ihres Regierungskabinetts zu sein.
Im selben Moment war allerdings Kara „Starbuck“ Thrace mysteriöserweise irgendwie von Bord der Galactica verschwunden. Darauf konnte sich verständlicherweise niemand einen Reim machen, der danach gefragt wurde bis sich Commander Lee „Apollo“ Adama an den Bericht erinnerte, wie die Pilotin wieder aufgetaucht war, nach sie für eine gewisse Zeit für tot gehalten worden war.
So einige dutzende Kilometer außerhalb von Ilion hatten sich schon sehr schnell nicht nur die Agathons niedergelassen, sondern auch Caprica-Sechs und Doktor Gaius Baltar, die jeweils Farmen gegründet hatten.
Planet Aurora
Koloniale Republik Aurora
In der Kolonialen Republik gingen die Arbeiten an der Infrastruktur und in den Siedlungen, dank der Hilfe der anderen Völker gut voran. Doch fehlte es immer noch an den Nutzvieh und auch den akut dringend benötigten Saatgut für die bereits bestellten Agrarflächen.
Milchstraße
Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford
Die vor kurzer Zeit erst fertig gebaute (natürlich besonders begünstigt durch die bereits beendeten beziehungsweise beilegten Konflikte mit den so vielen verschiedenen Gegnern innerhalb der eigenen Galaxis und in anderen Galaxien) Langford-Raumstation, mit ihren sehr zahlreichen, verschiedenen Labors für die vielfältigen naturwissenschaftlichen bisher bekannten Felder, sowie auch den Unterkünften für die Besatzung, einigen Bars und Fitnessstudios, Läden, Hangars für Jumper, Raptor, Viper und F-302er, beherbergte mehrere hunderte von Mitarbeitern von den meisten Nationen des Planeten Erde. Sie war mehr als nur gewaltig, denn diese Weltraumstation, die nach den Langfords benannt worden war, war ein sehr enorm wichtiger wissenschaftlicher und militärischer Vorposten der Menschheit mitten im Nirgendwo, daher war sie natürlich auch selbstverständlich dementsprechend groß. Für jemanden, der sich näherte, sah diese Station aus wie eine Halbkugel, die an ihrer Unterseite eine leichte Wölbung aufwies. Diese Einrichtung hatte einen Durchmesser von etwa 700 Metern und war an der höchsten Stelle 160 Meter hoch. Bei dem Design hatte man versucht sich an Atlantis oder anderen ihrer Einrichtungen dieser Größenordnung der Antiker, zu orientieren.
An der Entwicklung, Fertigung und Installation der zahlreichen Instrumente und Geräte waren sehr viele Nationen der Erde, Großmächte aus einigen Galaxien und somit auch Firmen und Einrichtungen, darunter war unter anderem natürlich auch Yashida Industries und die Phoenix Foundation beteiligt gewesen.
Durch das Ausscheiden von Angus MacGyver, und dann auch der späteren Ablehnung seines Sohnes, Sean Angus MacGyver-Malloy, die Leitung der Phoenix Foundation zu übernehmen, übernahm der Sohn von Pete Thornton, Michael Thornton, deren Vorsitz. Zumal befanden sich all diese Personen ja immer noch auf Weltreise.
Natürlich befand sich hier auch eine großes Observatorium, mit dem man nicht nur das Universum zu erkunden gedachte, sondern den näheren Umkreis zur Erde überwachen wollte. Denn es gab viele Bedrohungen, die nicht nur Asteroiden waren, nämlich auch feindliche Spezies, die schon längst, ohne dass man es wusste, auf die Erde aufmerksam geworden sein könnten.
„Ma‘am. Commander Perez, ich habe hier seit einigen Minuten etwas sehr Interessantes auf den Tiefraumsensoren. Es könnte sich hierbei eventuell nur um einen Meteoritenstrom, oder gar eine gewaltige Flotte von Raumschiffen handeln, die sich derzeit eindeutig auf einen Kurs direkt auf unsere galaktische Position befinden.“
„Behalten Sie diese Signale weiterhin im Blick, Lieutenant Robinson! Und sie, Lieutenant Commander Brown, berechnen den genauen Kurs! Sollte in den nächsten 24 Stunden der Kurs gleichbleiben, richten wir unser Teleskop auf diese Koordinaten aus.“
Anderes Universum
Fremde Galaxie
Destiny
Nach einen kurzem Flug im Hyperraum, hatte die Destiny diesen in der nächstgelegenen Galaxie wieder verlassen, denn man hatte vor in der Sonne, die unmittelbar vor dem Schiff lag die Energiereserven aufzuladen.
Destiny, Versammlungsraum
Man hatte nach Anleitung Cassiopeia, der K.I. der Destiny, das Raumschiff zuvor auf Autopilot geschaltet. Denn man hatte eine erste von so einigen offiziellen Feierlichkeiten an Bord des alten Raumschiffes vor. Zu Gute kam dabei, dass die vor geraumer Zeit getätigten Reparaturen und somit auch die Sicherheit, inklusive der Sauerstoffversorgung, auf der gesamten Destiny gewährleistet waren. Darunter fiel auch einigermaßen großer Raum, der sich bislang in einem noch unerforschten sowie nicht sicheren Teil der Destiny befunden hatte, in welchen aber jetzt alle Platz fanden. Ein idealer Ort für Versammlungen und auch Anlässe, wie den jetzigen.
Nach einer abgeschlossenen Überprüfung, Bewertung und auch Unterredung mit allen leitenden Personen wurde es letztendlich entschieden, denn alle die sich an Bord der Destiny befanden hatten, ob sie Militärangehörige oder Wissenschaftler waren, waren endlich entsprechend ihrer außergewöhnlichen Leistungen zu befördern mitinitiiert. Diese dafür notwendigen Schreiben hatten Doktor Hank „Beast“ McCoy bei seinem Aufenthalt auf der Destiny Miss Camile Wray überreicht.
Alle Besatzungsmitglieder, egal aus welcher Galaxie, von welchem Volk oder Rasse sie stammten, waren für diesen Anlass eingeladen worden. Und dies obwohl es in diesem eigentlich sehr geräumigen Raum so ziemlich eng werden würde. Doch Young, Wray, und auch Rush hatten betont, dass die Anwesenheit jedes einzeln zu wünschen wäre, um den wieder einmal mehr als nur notwendigen Zusammenhalt an Bord der Destiny zu stärken.
Wie die Führungskräfte der Destiny es erhofft hatten, geschah es erfreulicherweise, denn alle erschienen, sogar Cassiopeia, die K.I. der Destiny. Nachdem alle ihre vorbereiteten Plätze eingenommen hatten, hielten Camille, Everett und Nicholas einige kurze Reden, denn viele wussten nämlich immer noch nicht so genau, weshalb sie eigentlich erscheinen sollten. Und auch die Bitte, möglichst die beste Kleidung beziehungsweise bei den Militärs die frischeste Uniform anzulegen, hatte für so einige Spekulationen im Vorfeld gesorgt.
Schon als die erste Rede, gehalten von Miss Wray, gehalten worden war, wusste auch die oder der Letzte, weshalb sie sich hier alle versammelt hatten.
Schließlich war es soweit, nämlich dass die meisten Angehörigen der Militärs, die über die vielen Jahre hinweg auf der Destiny gedient hatten, teils auch um zwei Dienstränge höher befördert wurden als es eigentlich üblich war. Die Beförderungen von den beiden Colonels Telford und Young nahm natürlich Miss Wray als ranghöchstes Komiteemitglied an Bord der Destiny vor. Somit durften sich fortan David Telford und Everett Young jeweils Major General nennen. Danach übernahmen beide gemeinsam die Beförderungen der anderen Militärs, dadurch wurden zum Beispiel die First Lieutenants Tamara „T.J.“ Johansen und Matthew Scott jeweils Major, sowie Second Lieutenant Vanessa James zum Captain befördert.
Und natürlich auch die Wissenschaftler wurden alle mit Professuren, und im Falle der Rückkehr zur Erde mit Lehrstühlen an ihren bisherigen Universitäten belohnt. Danach wurde abermals Major Tamara „T.J.“ Johansen aufgerufen, die zusammen mit Eli Wallace in ihren Fachgebieten oder Studienfächern Medizin oder Mathematik und Physik der Doktorgrad verliehen wurde.
Nachdem diese Zeremonien zu Ende waren, hatte jeder die Gelegenheit noch etwas zu sagen, indem man sich an seine Worte an die gesamte Besatzung richten konnte.
So manche nutzten die Gelegenheit, wo einige überwiegend ihre schwere Enttäuschung zum Ausdruck brachten, dass sie wohlmöglich doch nie wieder nach Hause gelangen würden. Andere gaben bekannt, dass sie sich an Bord der Destiny verloben und auch heiraten wollten, weil sie schließlich ihr Leben auskosten wollten.
Es dauerte einige Zeit bis sich der Raum vollständig geleert hatte. Alle waren auf den Weg zu ihren Quartieren, denn nach der über fünfstündigen Feierlichkeiten hatte alle die Müdigkeit ergriffen.
Nächster Tag
Anderes Universum
Fremde Galaxie
Destiny, Brücke
Schon kurz nach dem neuen Dienstantritt auf der Brücke, arbeitete man die neuen Daten auf, die die Instrumente der Destiny aufgezeichnet hatte. Erleichtert stellte man fest, dass die Energiereserven soweit wie nötig von der Kraft des Sterns, den man vor kurzem erst durchquert hatte, aufgeladen waren. Und noch etwas geschah, denn nachdem man jenen Stern hinter sich gelassen hatte, denn sowohl die Schiffssensoren, als auch die zusätzlich eingebauten, zeigten einige neue sehr interessante Details ihrer kosmischen Umgebung.
Schließlich sagte Professor Adam Brody: „Das gibt es doch nicht, denn wenn diese Daten und Signale sowie die daraus entwickelten Bilder hier stimmen, die ich hier gerade vor mir habe, liegt in unmittelbarer Nähe der Galaxienhaufen, in dem sich auch die Milchstraße befindet.“
„Zeigen Sie mal her!“, forderte Professor Dale Volker, der dies nicht so richtig wahrhaben konnte. Doch nicht nur Volker war an dieser möglichen und doch recht erstaunlichen Neuigkeit interessiert, sondern auch alle anderen, die gerade Dienst auf der Brücke hatten oder sich rein zufällig soeben hier befanden. Alle bis auf einen hier auf der Brücke spürten ein gewisses immer größer werdendes Kribbeln, Aufbruchsstimmung, nämlich Professor Nicholas Rush, der dies alles nur äußerst beiläufig zur Kenntnis nahm.
Statt sich allzu lange damit aufzuhalten, rief Nicholas Rush nämlich Chloe Armstrong, Ginn und Eli Wallace zu sich. Diese drei sollten ihm einige sehr wichtige Berechnungen liefern. Es ging in diesem besonderen Fall um einen Non-Stopp-Flug der Destiny von dieser Galaxie zu dem Galaxienhaufen, in welchen die Milchstraße liegen sollte.
Destiny, Stargate-Raum
Über Funk erreichte nun auch Major General David Telford, der gerade von einer kurzen Mission durch das Sternentor zurück auf die Destiny gekehrt war, dass auf der Brücke des Raumschiffes eine absolut überraschende Entdeckung gemacht wurde.
„Wann wollen wir aufbrechen, Everett?“
„Ebenfalls nicht in den nächsten 16 vielleicht auch 18 Stunden. Die Erkundungsteams haben also noch genügend Zeit zur Verfügung, David“, antwortete und versicherte Young über Funk.
„In Ordnung. Doch ich werde trotzdem ein Team zusammenstellen, welches der Reihe nach zu allen Planeten aufbricht, um jedes der Teams zu informieren“, erklärte Telford.
20 Stunden später
Anderes Universum
Fremde Galaxie
Destiny, Brücke
Auch Camile Wray hatte sich auf der Brücke eingefunden, denn von diesem Raum der Destiny aus, hatte sie die Möglichkeit über die interne Sprechanlage jedes Mitglied der Besatzung auf dem Raumschiff zu erreichen.
Für wenige Minuten noch beratschlagte sich Miss Wray noch mit Professor Rush, General Young und auch Cassiopeia, der K.I. der Destiny. Camile holte noch ein letztes Mal tief Luft und atmete ebenso aus, denn sie sammelte sich. Dann drückte sie eine Taste auf einer Konsole an der sie saß, und sprach: „An jedes Mitglied der Besatzung der Destiny, hier spricht Camile Wray: Wie einige von Ihnen vermutlich schon erfahren haben, hat sich vollkommen überraschend eine Möglichkeit eröffnet, wenn auch in einem alternativen Universum, nicht nur zur Milchstraße, sondern auch auf diese Erde zu gelangen. Dazu haben Chloe Armstrong, Ginn und Doktor Wallace mit größter Sorgfalt die notwendigen Berechnungen durchgeführt. Diese Ergebnisse wurden anschließend der K.I. Cassiopeia zur Überprüfung mitgeteilt, um die Durchführung eines Non-Stopp-Fluges der Destiny von dieser Galaxie, in welcher wir uns aktuell befinden, bis hin zum Galaxienhaufen wo sich auch die Milchstraße befindet, zu analysieren. Cassiopeia erklärte, dass diese Reise nur mit regelmäßigen kleineren Unterbrechungen zu bewältigen sei. Sie alle fragen sich jetzt bestimmt: Wie wir uns sicher sein können, dass wir uns wirklich auf dem richtigen Kurs befinden? Jenen sei gesagt: Wir sind es, denn nach sorgfältiger und mehrfacher Prüfung der Daten, konnten wir in der Tat sowohl die Andromeda-Galaxie als auch die Milchstraße zweifelsfrei identifizieren. Nach den Berechnungen, die gemacht wurden, werden wir noch ungefähr drei Jahre unterwegs sein, dann sind wir zumindest auf einer Erde, wenn es auch nicht unsere ist.“
Als Kommandant der Destiny saß General Young schon seit ungefähr einer Stunde auf seinem Platz, und schließlich ordnete er an: „Major Scott, bringen Sie uns auf Kurs!“
„Jawohl, Sir.“
Wenige Minuten später befand sich die Destiny auch schon im erneuten FTL-Flug, ihrem nächsten und unbekannten Ziel entgegen.
Variante 3:
“In The Future“
Zentrum des Universums
Innere der zweiten, der innersten Struktur
Destiny, Brücke
Mit großer Besorgnis spürte man, dass die Destiny ein weiteres Mal sich irgendwie mit schnellem Tempo zu verändern schien. Schließlich gab es eine so extreme Helligkeit, die mit einem Male so gewaltig geworden war, dass dann alle an Bord trotz der Schutzbrillen, unverzüglich ihre Augen vorsichtshalber schließen und auch noch mit den Händen hatten abschirmen müssen. So ungewöhnlich grell wurde es um sie herum.
Viele Minuten vergingen, und niemand konnte es riskieren seine Augen zu öffnen, denn diese massive Helligkeit würde ohne Zweifel zu schweren und vermutlich nicht heilbaren Schädigungen bei diesen sehr empfindlichen Sinnesorganen führen. Somit bekam auch niemand in dieser Zeit mit, was wirklich um sie herum alles geschah. Weder mit der Destiny oder gar mit ihnen selbst. Denn sie schienen sich im wahrsten Sinne des Wortes aufzulösen, während alles immer heller und heller wurde.
Irgendwo
Destiny, Brücke
Doch schließlich fiel Chloe Armstrong etwas ein, denn sie wusste, wer ihnen in dieser Lage helfen konnte, daher rief sie: „Cassiopeia!“
„Was ist Chloe Armstrong? Ich stehe beinahe neben Dir!“
„Wie sieht es aus, können wir unsere Augen ohne Gefahr wieder öffnen?“
Es vergingen einige Atemzüge, denn die K.I. der Destiny griff zunächst auf die Daten zu, unter anderem auch auf der Krankenstation, dann antwortete sie: „Die Lichtwerte befinden sich wieder in den Parametern, die für menschliche Augen wieder verträglich sind. Also: Ihr dürft alle eure Augen wieder ohne jegliche Sorgen wieder öffnen, wenn ihr es wollt.“
„Danke, Cassiopeia“, sagte Eli Wallace, der zunächst vorsichtig durch seine Hände vor den Augen blinzelte, bevor er sie komplett wieder wegnahm und sich dann prüfend, wie alle anderen auch auf der Brücke, umsah.
Einige sahen aus dem Fenster, andere auf die Monitore der Konsolen. Alle waren irritiert, genauso wie Cassiopeia, denn sie befanden sich ganz eindeutig nicht mehr in der Nähe des Zentrums des Universums.
„Wo? Wo sind wir? Eli. Doktor Rush“, vernahm man nun auch die Stimme von Second Lieutenant Vanessa James, die nicht so richtig wusste, was sie mit den Daten, die ihr angezeigt wurden, anfangen sollte.
„Ich muss gestehen: Ich habe keine Ahnung“, antwortete der Wissenschaftler, der im selben Moment immer noch selber mit einer groben Analyse der Unmengen an Daten beschäftigt war.
„Das ist alles sehr seltsam. Ich lasse mal einige Simulationen durchlaufen“, ließ Doktor Nicholas Rush schließlich alle wissen.
War dies ein Indiz dafür, dass der Wissenschaftler mal wieder auf eine vage Spur gestoßen war. Nicht nur Colonel Everett Young hoffte dies inständig, denn man war sich sicher, dass die Destiny sie zwar noch eine Weile beherbergen würde, doch hatte nun einmal jedes Gerät eine begrenzte Lebensdauer. Eine Lebensdauer, die nur durch gute Pflege und Wartung in gewissen Abständen natürlich verlängert werden konnte.
Destiny, Krankenstation
Auf der Krankenstation war natürlich auch seit langer Zeit schon die starke Lichtintensität zurückgegangen.
Die Patienten als auch das Personal auf der Krankenstation waren so richtig erleichtert darüber gewesen das keine Gefahr mehr für die Gesundheit der Augen bestand
Alle staunten schließlich sehr, denn in einer Ecke, die man bisher nicht beachtet hatte, saß auf einem der Krankenbetten ein junges Mädchen. Die Kleine war mindestens acht, oder höchstens zwölf Jahre alt sein.
Verwundert wechselten sie alle einander die Blicke, da sich keiner hier wirklich erklären konnte, woher dieses Kind herkam. Alle waren sichtlich irritiert, weil es unter der Crew der Destiny nie Kinder gegeben hatte, abgesehen von denen der Novaner, die man ja schon seit einiger Zeit an Bord der Destiny hatte.
Allmählich schien First Lieutenant Tamara „T.J. Johansen“ dann doch etwas zu ahnen, sie versuchte immer wieder zu sprechen, doch es ging irgendwie nicht, obwohl es ihr auf der Zunge lag und es auch in ihrer Seele und Herzen brannte. Wortlos bewegte sie daher für mehrere Minuten nur ihre Lippen. Doch schließlich gelang es ihr, dann brachte sie mühsam und kaum hörbar: „Carmen?!“, hervor.
Das Wort muss dann doch immerhin laut genug gewesen sein, weswegen das Mädchen: „Mom?!“, antwortete.
Destiny, große Kuppel
Mit großer Sorge hatte sich Miss Camille Wray persönlich über den Zustand aller Pflanzen an Bord des Raumschiffes ein Bild gemacht. Erleichtert atmete sie dann auf, da keine Beschädigungen, geschweige denn Verluste zu verzeichnen waren.
Neue unbekannte Galaxie
Destiny, Stargate-Raum
Da man sich noch kein genaues Bild von der jetzigen Situation hatte machen können, hatte man eine der nächstgelegenen Galaxien angesteuert. Denn Doktor Rush war immer noch mit seinen Simulationen beschäftigt. Kurz nachdem man einen von Colonel Young angeordneten FTL-Flug beendet hatte, waren vier Stargate-Adressen angezeigt worden. Dies war natürlich eine willkommene Gelegenheit und Möglichkeit eventuell etwas in Erfahrung zu bringen. Voller Spannung warteten die Teams als sich die erste Adresse angewählt wurde.
Auf der gesamten Destiny machte sich bei jedem, der derzeit keinen Dienst oder eine Aufgabe an Bord zu versehen hatte, immer größere Unruhe bemerkbar. Ihre Anfragen an die Führung auf dem Raumschiff wurden alle in den nächsten Tagen immer wieder abgewiesen, weil man sich nicht wirklich sicher war, was in der innersten Struktur im Zentrum des Universums mit ihnen allen geschehen war.
72 Stunden später
unbekannte Galaxie
Destiny, Brücke
Was immer auch Doktor Nicholas Rush herausgefunden hatte, behielt er noch für sich. Dies brachte ihm natürlich die Bezeichnung: „Sie verfluchter alter Geheimniskrämer!“, von Colonel Everett Young ein, dem diese Spielchen in einer solchen Situation überhaupt nicht gefielen. Somit musste er sich über die Tage hinweg mit den täglichen und dann auch abschließenden Berichten der vier SG-Teams begnügen. Und dies rund drei Tage lang.
Der Wissenschaftler schien den anhaltenden bohrenden Blick des Militärs, der auf dem Stuhl des Kommandanten saß, immer deutlicher zu spüren. Schließlich sagte Rush: „Ich habe auch die Berichte der Erkundungsteams in meinen Bericht, den ich Ihnen allen nun mitteilen werde miteinbezogen…“
„Wir hören“, sagte Young, der mit einem Schlag noch wacher zu sein schien.
„… also die Destiny und ihre Besatzung, scheinen sich allen gesammelten Beweisen und allen Simulationen nach, die seit etwa einen halben Tag vorliegen, in der Zeit bewegt zu haben. Außerdem sind wir auch noch irgendwie willkürlich durch den Raum gereist. Alle Materie driftet bekannterweise ständig weiter auseinander. Darum kam der Datenbank auch keine der Konstellationen bekannt vor. Deswegen halfen mir natürlich die Berichte der Erkundungsteams, die Colonel Telford, zu den vier Stargate-Adressen geschickt hat, sehr entscheidend weiter.“
An dieser Stelle machte Doktor Nicholas Rush eine künstlerische, und natürlich nach dem Geschmack von den meisten hier auf der Brücke auch eine unnötige dramatische Pause, weswegen und wofür Colonel Everett Young den Wissenschaftler am Liebsten sofort auf der Stelle erwürgen würde. Denn zum einen lagen ihm ja bereits einige der Berichte vor, nämlich die von den Erkundungsteams, weswegen er es nicht in Ordnung fand, wie sich Rush wiederholt gegenüber den anderen an Bord der Destiny verhielt.
Doch endlich schien Doktor Nicholas Rush genügend Luft geholt zu haben, denn er fuhr fort zu berichten: „Diese vier Erkundungsteams haben zahlreiche Funde gemacht und auch zum Teil auf die Destiny gebracht, damit man diese genauer untersuchen konnte. Anhand der daraus resultierenden Informationen stellten wir schließlich fest, dass wir uns in der Nähe der Milchstraße befinden müssen. Genauer gesagt in einer der kleineren Galaxien, nämlich der Großen Magellanschen Wolke. Denn die Erkundungsteams brachten ja wirklich sehr interessante Fundstücke an Bord. Dabei waren unter anderem Artefakte der Antiker, der Goa‘uld, den Ori und Jaffa sowie von der Erde, auch einige wenige Fundstücke von den Asgard. Ich war ziemlich überrascht davon, dies kann ich Ihnen versichern. Um aber absolut sicher zu gehen, sandten wir sogar unsere kleine Flugstaffel los. Nachdem diese zurückgekehrt war, besteht kein Zweifel mehr, wir befinden uns in der Zukunft. Und zwar etwa 2500 Jahre nach Christi Geburt. Das geht letztendlich aus der Analyse aller vorliegenden Beweise hervor. Die Frage ist nur: Wie wir uns auf Grund dieser vollkommen unerwarteten Situation verhalten sollen? Sollten wir mit der Destiny nach einen der vielen bewohnbaren Planeten innerhalb der Milchstraße oder in einer anderen Galaxie suchen?“
Es war still auf der gesamten Brücke. Und wieder hörte Rush auf zu sprechen, wobei er dieses Mal einige nicht zu vernachlässigende Fragen im Raum stehenließ.
Doch schließlich brach Colonel David Telford das Schweigen, denn er sagte: „Wir könnten demnach in der Milchstraße bleiben und zur Erde, oder aber auch in die Pegasus-Galaxie, Andromeda fliegen.“
Man hatte also die freie Auswahl. Vermutlich waren sie alle aber auch auf der Destiny im allerschlimmsten Fall die letzten Vertreter ihrer jeweiligen Völker und Kulturen. War dies eventuell der Grund für diese Reise in der Zeit, nämlich soweit in die Zukunft?
„Dann sollten wir uns mal auf die Suche machen. Ich würde sagen, wir brechen zur Erde auf“, seufzte Miss Camile Wray.
„Ich habe keine Einwände“, nickte Colonel Everett Young, „also fliegen wir endlich nach Hause. Camille, geben Sie bitte diese Informationen an alle an Bord weiter. Wer woanders abgesetzt werden möchte, soll dies mitteilen, denn eher werden wir nicht weiterfliegen!“
„In Ordnung, Colonel“, erklärte das ranghöchste Komiteemitglied, die sogleich an eine der Konsolen trat, um eine dementsprechende Durchsage über die Sprechanlage der Destiny an die gesamte Besatzung zu machen.
18 Stunden später
Große Magellansche Wolke
Destiny, Kantine
Die Warteschlange an der Essensausgabe war so lang, wie sonst immer. Doch Camille Wray und Everett Young waren sehr früh erschienen, womit sie sich einen Platz hatten sichern können. Somit waren sie für jedes Besatzungsmitglied der Destiny sehr gut erreichbar, weil irgendwann jeder mindestens einmal am Tag in der Kantine auftauchen musste.
Anstatt wie eigentlich erwartet, kam niemand der irgendwo abgesetzt werden wollte, stattdessen traten nur die jeweiligen Anführer der Bord der Destiny befindlichen Völker der Reihe nach an die beiden heran, die vom Inhalt her jeweils dasselbe mitteilten.
„Wir bleiben an Bord der Destiny, denn wir sind durch die lange Reise und Ereignisse zu einem Volk geworden.“
„Zusammenbleiben ist die einzige Option, denn solange hält selten eine Kultur durch. Also schauen wir erst einmal, was in all den Jahrtausenden mit der Erde geschehen ist.“
„Es sind viele Verbindungen entstanden, die weit über eine gewöhnliche Freundschaft hinausgehen“, erklärte Varro, der die Luzianer an Bord der Destiny anführte, und auch als letzter vorgetreten war.
Doch niemand von denen, die vor ihm gesprochen hatte war gegangen, es waren alle dageblieben.
Miss Wray und Colonel Young sahen sich kurz an, dann nickten sie einander zu, bevor der Kommandant der Destiny schließlich erklärte: „Dann ist es entschieden, wir brechen zur Erde auf!“
