26.06.2026, 21:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.2026, 21:59 von Jonathan J. O´Neill.)
Hallo, ihr Lieben. Nachdem ich schon dem aktuellen FF-Projekt: ODYSSEE einen Neustart ermöglicht habe, habe ich mir gedacht, nun auch schon einer bereits von mir abgeschlossenen FF-Serie: STARGATE: BATTLESTAR GALACTICA, auch hier im neuen Forum ein neues Heim zu geben 
Titel: Stargate: Battlestar Galactica
Autor: Jonathan J. O´Neill
Rating: FSK 14
Crossover: aus den Serien BSG/SG1/SGA mit den bekannten Charakteren
Pairings: die aus den Serien
Anmerkungen:
1. Alle Rechte von Stargate SG-1 und Atlantis sind Eigentum von MGM, und alle Rechte von Battlestar Galactica sind Eigentum von Universal.
2. Ich schreibe diese FF nur zum Spaß und an der Freude, nicht um damit Geld zu verdienen.
3. Die Geschehnisse verlaufen anders als in den Serien: Sie knüpfen aber bei BSG am Ende der Folge “Maelstrom” an; bei SG-1 nach der 8. Staffel und bei Atlantis nach der 1. Staffel. Daher wird einigen Lesern dieser FF, die BSG kennen, der Anfang des ersten Kapitels zum Teil bekannt vorkommen.
4. Die Geschehnisse schildern die Erlebnisse von Kara “Starbuck” Thrace, die hier in der Version wirklich auf der Erde (von uns) landet, und mit Hilfe der Menschen von der Erde zu ihrer Flotte zurück findet, dies wäre 1. Season, in der 2. Season, dann die Reise der Kolonialen Flotte mit Hilfe von Jack O´Neill zur Erde.
Milchstraße
SGC, Erde
Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord vor 9 Tagen verlassen und war nach Atlantis aufgebrochen. General O´Neill wartete seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie. Die Wraith hatten Atlantis angegriffen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um Elizabeth Weir zu helfen. Diese Truppe Marines von Colonel Everett angeführt, wurde durch das Stargate nach Atlantis gesandt, um eine Verteidigung aufzubauen bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.
“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”
“Ich höre General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen sind. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”
“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”
“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.
Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnell versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen, darunter auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.
Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Jetzt begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.
Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.
Irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Zur gleichen Zeit, völlig woanders im Universum in einer anderen Galaxie, im Sturm eines Gasplaneten. Nun kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorkam.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder: “Starbuck kehr um. Lass ihn fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”
Galactica, CIC
An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Techniker der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “ Apollo ihr müsst euch beeilen, ihr habt nur noch 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet, Apollo!”
Planet
“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara unvermittelt:” Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass den Zylonenjäger doch weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Lee nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich per Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen, abbrechen! Du bist zu beinahe zu tief hochziehen und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete der Admiral per Funk.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, und flog dann zurück in Richtung Galactica.
Galactica
Im CIC der Galactica herrschte nun erschüttertes Schweigen, als die Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam. Besonders betroffen zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta.
Einige Zeit darauf ist Admiral Adama kurz davor, in seinem Quartier, das Segelschiffmodell fertig zu stellen. Zum Abschluss bringt er die Aurora an den Bug des Schiffes an. Doch kaum hatte er dies getan, packt er das Schiff und zerstört das Modell und sinkt weinend zu Boden, von Trauer und der Wut überwältigt durch den Verlust von Kara.
Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.
Milchstraße
Minnesota, USA, Erde
General O´Neill verließ den Highway und auch die asphaltierten Straßen. Er kam seinem Ziel, seiner Ferienhütte mit dem See näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen Hand und ein kühles Blondes in der anderen Hand.
“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich ins Pentagon muss”, murmelte O´Neill vor sich hin.
Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, und fuhr zügig weiter. An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und seinem Feriendomizil.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen”, brummte er, stieg aus und sah sich genauer um - alle Fenster sind zu Bruch gegangen.
“Na das wird teuer”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte und entdeckte im See eine Gestalt treiben. O´Neill sprintete zu dem See und auf den kleinen Steg, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Nun hechtete er ins Wasser und schwamm zu der Person, die der Pilot sein musste und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose und auch gar verletzte Person mit einem Arm und ruderte mit dem anderen und den Beinen strampelnd, um wieder an das Ufer zu schwimmen.
´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.
´Das war es wohl mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt. Jack hob sein Handy auf und überlegte kurz, dann wählte er die direkte Nummer von Lieutenant General George Hammond, den Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C.
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir mal, wer oder was du wirklich bist”, sagte er hustend und legte das Handy beiseite.
Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm ihn nachdem er den Mechanismus gefunden hatte vorsichtig ab. Es handelte sich um eine junge blonde Frau, stellte er fest und stellte den Helm vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest. Danach stand er auf und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.” Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war. “Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.
“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Nun nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.
Zum zweiten Male wählte er nun die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und … hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, und griff zum Notizblock und einen Kugelschreiber.
Nun begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschah:” Nun ja, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen Wrackteile herum die geborgen werden müssten. Auch benötige ein Sanitätsteam für, wegen der jungen Frau, die immer noch bewusstlos ist und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammt.”
“Ich informiere die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation im SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung. Einige Minuten später informierte Jack auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse, und wie er mit Landry verblieben ist.
“Das könnte eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.
Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie medizinisch zu versorgen.
Andromeda-Galaxie
Galactica, Backbord-Hangardeck
Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama und sogar Colonel Tigh eine Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte und die Kolonien zu würdigen und sie zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen. Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.
“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.
Milchstraße
Minnesota, USA, Erde
General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der nun vor seinen Augen sich dem Ende zuneigte.
“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.
Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er, stieg ein und fuhr los.
Nach einer kleinen Odyssee, mit beamen und fahren kam er schließlich wieder im SGC an.
Krankenstation, SGC, Erde
“Willkommen, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige Prellungen erlitten, und sie ist momentan noch geblendet - doch das gibt sich wieder und kann zurzeit nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort gepackt”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton, dem General.
“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht, sondern Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen.”
“Danke Doc. Dann geh ich mal zu Carter. Ich komme dann zurück”, mit diesen Worten verließ O´Neill die Krankenstation, und machte sich auf den weg zu Colonel Carter’ Labor.
Colonel Carter’ Labor, SGC, Erde
“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie und überreichte O´Neill eine Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung?”, fragte er, als er im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Buches dürfte es etwas einfacher sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Bei der Kleidung, die sie trug handelte es sich um einen ausgeklügelten Raumanzug. Von diesen Leuten können wir noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein.”
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation”, sagte Jack und wedelte zum Abschied mit der Mappe, als er das Labor verließ.
Krankenstation, SGC, Erde
In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill wieder die Krankenstation und ging zu dem Bett von Kara Thrace.
“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie mit den leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht sehen, doch die Stimme erkannte sie wieder.
“Wer sind Sie, und wo bin ich?”, fragte Kara Thrace müde, und rieb sich ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der Erde heißt”, antwortete O´Neill trocken.
Bei dem vorletzten Wort, das der Mann gesagt hatte bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht zu träumen.
“Auf der Erde.”
Milchstraße
Krankenstation, SGC, Erde
Kara Thrace konnte es nicht so recht glauben, was sie gerade aus dem Mund des Mannes, der Jack O´Neill hieß, so eben nun zum zweiten Mal gehört hatte.
“Oh, ihr Götter. Ich bin nicht tot, und auf der Erde?”, fragte Starbuck, um Gewissheit zu haben, das sie nicht träumte.
“Nein, Sie sind am Leben, und das Paradies oder Jenseits ist komfortabler als dieser Ort - denke ich. Und ja, wir nennen unseren kleinen, blauen Planeten: Erde. Wieso stimmt irgendetwas nicht?”, fragte O´Neill, nachdem er der jungen Frau, die neben ihm im Krankenbett lag, versichert hatte das sie nicht tot war, sondern am Leben. Und er war etwas ratlos, denn viele der Völker mit denen man Kontakt hatte kannten die Erde, oder hatten zumindest von ihr gehört. Daher war er etwas ratlos, woher kam die Pilotin also, die er gerettet hatte, konnte es aber irgendwie nachvollziehen, dass die junge Frau ihn etwas irritiert anschaute.
“Na schön”, sagte General O´Neill und räusperte sich, ehe er in seinen lockeren Plauderton fortfuhr:” Nun wissen Sie wer ich bin, also wäre es fair zu wissen wer Sie sind, und erzählen mir woher Sie eigentlich kommen. Und zu erklären, wie Sie hier gelandet sind. Denn bevor ich Sie gefunden habe, gab es ein ziemlich helles, weißes Leuchten und einen gewaltigen Rummser, den man sicher bis nach Chicago gehört hat.”
Starbuck wartete noch einen Moment, den ihr der hohe Offizier, der mit ihr sprach wortlos bewilligte, bevor sie sich gesammelte hatte und sich vorstellte: ”Na gut… Ich bin Captain Kara Thrace, Koloniale Flotte Battlestar Galactica, mein Spitzname ist Starbuck, ich komme aus Delphi von der Kolonie Caprica, eine der 12. Kolonien von Kobol, und ich und meine Leute suchen die Erde.”
“Ihr sucht die Erde, und warum?“, fragte O´Neill forschend.
“Ja, wir suchen die Erde. Die Zylonen haben unsere Heimatwelten zerstört, seitdem sind wir auf der Flucht und suchen eine neue Heimat. Haben Sie ein Problem damit?”, fragte Kara, nachdem sie den Grund genannt hatte etwas gereizt.
“Nein, ich habe kein Problem damit, Captain Thrace. Doch wer oder was sind denn Zylonen?”, fragte O´Neill neugierig geworden, als er die Situation entschärft hatte.
“Toaster denen man dummerweise das Laufen beigebracht hatte, und die dann meine Zivilisation zerstört haben”, sagte Kara wütend, und ballte die Fäuste.
Jack O´Neill merkte, dass er so nicht weiterkam und eigentlich kein Verhör führen wollte, sondern eine ruhige Unterhaltung, um brauchbare Informationen zu erhalten. Schließlich kam ihm eine gute Idee, um die Atmosphäre zwischen ihm und Kara Thrace zu entspannen und mehr Vertrauen zu schaffen.
“Okay”, begann er, und faltete die Hände zusammen, “um etwas Vertrauen zwischen uns Beiden aufzubauen, könnten wir uns gegenseitig aus unseren Leben erzählen, was wir machen, wer wir sind und so weiter. Einverstanden?”
“Moment. Ich muss zurück zur Galactica. Die glauben alle ich bin tot”, entfuhr es Starbuck, wollte aufspringen, sank aber matt aufs Bett zurück.
“Wir können euch helfen, wenn ihr es wollt. Doch zuerst brauch ich Informationen, um meine Vorgesetzten zu überzeugen, und - essen Sie erstmal etwas, damit Sie wieder fit werden, Captain”, fuhr General O´Neill freundlich fort, nahm das Tablett und bot es Thrace an. “Besser als das Krankenhausfutter von der Krankenstation”, ergänzte er schmunzelnd.
“Das habe ich gehört, General”, kam es von Doktor Lam, die gerade Sergeant Siler die linke Hand verarztete.
“Okay, ich fange an”, sagte Jack, brach ein Stück von einen Sandwich ab, und aß es. Jetzt nun, nahm Kara, nachdem sie sich mühsam im Bett aufgesetzt hatte, dem General das Tablett ab und platzierte es auf ihren Schoß, und begann von dem Essen zu kosten und zu essen. Dann fing Jack an zu erzählen, wie er in das Stargate - Programm gekommen war und so manche Erlebnisse, die er erlebt hatte. Auch von den zahlreichen Gefahren, und wie SG-1 und er immer wieder daraus gekommen sind, und dabei die Erde mehrmals gerettet hatten, sowie von den vielen Kämpfen am Boden, in der Luft und im All - auf der Erde oder auf einen anderen Planeten. Von den vielen zahlreichen Völkern, die es im Universum gab. Doch O´Neill blieb dabei wie gewöhnlich bescheiden, musste bei einigen Erlebnissen, die er erzählte etwas lachen, die lustig waren und an die er sich gern erinnerte. Kara hörte ihm aufmerksam zu, und konnte sich in etwa ein Bild machen mit wem sie es hier gerade zu tun hatte und erkannte dabei einige Gemeinsamkeiten.
“…vor gut 48 Stunden ungefähr, bin ich losgefahren, um mal Urlaub zu machen, zu angeln, etwas zu relaxen und dabei ein paar kühle Bier zu trinken. Doch, dann gab es bevor ich mein Ziel erreicht habe auf einmal ein helles, weißes Licht und einen Knall.
Kurz darauf fand ich Dich, in meinen See treibend, bin dann ins Wasser gesprungen und Sie rausgeholt und hierherbringen lassen. Ebenso die Wrackteile, der, ich vermute mal “VIPER”, die sich einige Ebenen über uns befinden.”
Kara nickte nur verstehend, und Jack erzählte weiter:” Und die Sachen von Ihnen befinden sich dort in der Box neben den Fußende ihres Bettes, bis auf ihre Waffen, die befinden sich in einer separaten Kiste in der Waffenkammer, Captain. So ich bin fertig, und nun sind Sie an der Reihe, wenn Sie soweit sind. Ich höre zu.”
Jack O´Neill machte es sich nun auf dem Stuhl bequem, und legte seine Beine auf dem Bett ab, Kara grinste etwas und legte das Tablett beiseite.
“Vorgestellt habe ich mich ja schon, auch wo ich herkomme“, begann sie, und Jack nickte nur zustimmend. Nun erzählte Starbuck, was sie in den letzten Jahren erleben musste, von dem Fall der Kolonien und der Flucht.
“Wie viele haben diesen Angriff überlebt?”, fragte O´Neill, der den Schmerz und die Wut in der Stimme von Starbuck bemerkte.
“Über 50.000 Menschen ungefähr, von gut 50 Milliarden. Jetzt sind wir nur noch knapp 40.000 Überlebende”, antwortete Kara Thrace.
“Bitte fahren Sie fort”, bat er. ´40.000 Überlebende…´, dachte der General erschüttert.
Dann erzählte sie von der Wiederentdeckung des Planeten Kobol, das Treffen mit dem Kampfstern Pegasus, der Zeit auf Neu-Caprica, wo man einen Neuanfang wagen wollte, dann der Besetzung durch die Zylonen, ihrer Gefangenschaft, und der Flucht von Neu-Caprica mit Hilfe der beiden Kampfsterne, wobei man aber die Pegasus verloren hatte. Auch erzählte Captain Thrace nun genaueres von den Zylonen, das sie auch menschliche Gestalt annehmen konnten. Jack O´Neill hörte aufmerksam zu, die Zylonen erinnerten ihn an die Replikatoren, die ebenfalls über ihre Schöpfer hergefallen sein mussten.
“…zuletzt war ich mit Lee auf einen Patrouillienflug in der Nähe eines Gasplaneten, dabei entdeckte ich wieder diesen zylonischen Jäger. Ich bin den Toaster gefolgt, und habe dabei das Bewusstsein verloren. Als ich wieder zu mir kam, hat Major Adama hat mich gebeten umzukehren, doch ich bin dem Toaster weitergefolgt und bin immer tiefer in die Atmosphäre eingedrungen. Kurz bevor ich wieder KO gegangen bin, habe ich ein weißes helles Licht in meinem Cockpit gesehen, und dann wurde es dunkel um mich herum. Und schließlich bin ich hier wieder aufgewacht”, beendete Kara Thrace, ihre Geschichte.
General Jack O´Neill musste erst einmal durchatmen, und nahm seine Beine von dem Bett herunter und fuhr sich mit beiden Händen über das Gesicht.
“Danke. Diese Roboter sind wirklich ein ernstes… großes Problem. Und fast die ganze Zeit sich mit nur einen Kampfstern, einigen Dutzend Viper und Raptor gegen eine solche Übermacht zu wehren und durchzuhalten ist… bewundernswert und eine außergewöhnliche Leistung”, sagte Jack anerkennend.
“Ich werde mich nun mit meinen Vorgesetzten in Verbindung setzen und beraten, wie und wie schnell wir euch helfen können.”
“Habt ihr denn überhaupt eine Flotte von Kampfsternen?”, fragte Thrace neugierig.
“Äh, nein nicht direkt solche, wie ihr habt. Aber ich habe da einen Freund, der uns noch ein paar Gefallen schuldet”, erzählte General O´Neill mit einem Augenzwinkern, und erhob sich von dem Stuhl.
“Sie kommen wieder, General?”
“Ja, aber vorher muss ich hier noch einige Dinge klären, von denen ich Ihnen schon erzählt habe, Captain Thrace. - Und die Geschichte mit dem hellen Licht erzählen Sie am Besten Doktor Jackson noch einmal, denn mir kommt es irgendwie vertraut vor und möchte in dem Punkt Gewissheit haben. - Doch nun ruhen Sie sich erstmal noch eine Runde aus, keine Widerrede!”, ordnete O´Neill an.
“Da hat General O´Neill recht, Captain. Dann können Sie heute Abend vielleicht schon, die Krankenstation wieder verlassen”, mischte sich Doktor Lam, Jack unterstützend ein.
“Bis dann, …Sir”, seufzte Kara. Captain Thrace reichte O´Neill die rechte Hand, welche er ergriff und diese schüttelte.
“Bis demnächst, ich werde sehen was ich erreichen kann, um ihren Volk zu helfen. Und vielleicht haben Sie bald die Gelegenheit, unsere Daedalus und die Prometheus zu sehen… weitere Schiffe der Daedalus-Klasse, befinden sich momentan in der Endfertigung. Doch ich schicke Ihnen noch Daniel vorbei, er ist unserer Experte für Mythologie, alte Geschichte und so”, sagte Jack, und verließ die Krankenstation, um mit Hammond zu telefonieren, damit er dann das IOA unterrichten konnte.
Derweil konnte Starbuck es nicht so richtig glauben, das jemand wie er ein so hoher Offizier sein konnte. Aber sie hatte ja die Lebensgeschichte von General O´Neill selbst gehört, es lag offensichtlich an den Leistungen und Verdiensten von seinem Team und ihm.
Torraum, Ebene 28, SGC
SG-2 und SG-3 kehrten gerade mit Doktor Jackson von einer Mission zurück. Colonel Reynolds und Lieutenant Colonel Feretti sahen sehr zufrieden aus, doch Daniel Jackson hatte es sichtlich eilig, und rannte beinahe General Landry um, als jener gerade den Torraum betreten wollte.
“Was ist los Doktor Jackson?”, fragte der General, der gerade noch ausweichen konnte, überrascht.
“Verzeihen sie, Sir. Es ist einfach unglaublich, fantastisch und überwältigend, was wir dort auf diesen Planeten entdeckt und untersucht haben…”, fing der Wissenschaftler begeistert an zu erzählen.
“Sparen Sie sich ihre Worte für die Abschlussbesprechung auf”, bremste Hank Landry den Redefluss des Archäologen.
“Ach ja, Jack ist hier, und möchte Sie dringend sprechen”, ergänzte der General, bevor er sich umdrehte, und sich zurück auf den Weg in sein Büro.
“Oh”, murmelte Daniel, und machte sich auf den Weg zur medizinischen Untersuchung, nachdem er vorher den Mitgliedern der beiden SG-Teams, mit denen er gerade unterwegs war, Anweisungen erteilte.
Ebene 17, SGC
O´Neill wollte eigentlich mit Hammond telefonieren, doch ein Soldat kam im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke lagen und untersucht wurden, die von der Viper stammten. Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.
“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, wie Sie sehen, versuchen wir uns ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des Buches hier”, antwortete Sam zufrieden.
“Also für mich wirkt das alles sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill.
“Verstehe. Nein Sergeant Siler das kommt dorthin”, sagte Sam und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist gut. Ich werde Daniel suchen und werde mal mit General Hammond anrufen und mit ihm sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.
Fahrstuhl, Ebene 21 - 27, SGC
Der Fahrstuhl stoppte abrupt, in dem Jack herunterfuhr, und Daniel stieg hinzu.
“Daniel. Sie suche ich”, meinte O´Neill erfreut.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß. Und wie geht’s?”
“Gut. Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung.”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mit ihr. Sie heißt Kara Thrace, und mit ihr habe ich mich einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist nicht von der Erde.”
“Ich, weshalb?”
“Weil sich einiges sich sehr interessant anhört, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen dann auch”, begründete Jack.
Nun war das Interesse des Wissenschaftlers nun doch geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede mit ihr. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel.
Ebene 27, SGC
Der Fahrstuhl stoppte und Jack O´Neill stieg aus, er wollte nun endlich telefonieren, und das noch vor den Feierlichkeiten für die Beförderung von Major John Sheppard im Torraum in einer guten halben Stunde. Er hatte Glück, General Hammond war gerade verfügbar, und so konnte General O´Neill die Neuigkeiten, die er erfahren hatte berichten.
Krankenstation, SGC
Währenddessen fuhr Daniel kurz hinauf in sein Labor, bevor er sich wieder auf den Weg zurück zur Krankenstation machte. Doktor Jackson trat an das Bett von Kara heran, die gerade döste.
“ Oh, bei den Göttern, Wenn Sie nicht Doktor Jackson sind, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich Ihnen eine”, drohte Kara Thrace.
“Dann habe ich wohl Glück, denn ich bin Doktor Jackson”, antwortete Daniel entspannt.
Nun setzte sich Starbuck in dem Bett auf, und musterte den Wissenschaftler kurz, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, an das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ausführlich. Wobei sich Daniel natürlich besonders für die Kultur, Geschichte und Religion interessierte.
Als Kara Thrace, die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt und eine genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand nun, was General O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch eingemischt”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Aufgestiegenen und deren Regeln.
Doktor Carolyn Lam, war mit den Behandlungserfolg und den Zustand von Captain Thrace so zufrieden, dass sie sie nach einer abschließenden Untersuchung von der Krankenstation vorzeitig entließ.
Torraum, SGC
Major General O´Neill eilte nun, nachdem er mit Hammond telefoniert hatte und sich schnell seine blaue Paradeuniform angezogen hatte, in den Stargate-Raum.
“Bin ich zu spät?”, fragte er amüsiert.
“Nein, pünktlich auf die Minute. Wir können anfangen General Landry”, meinte Doktor Elizabeth Weir.
Nun wurde Major John Sheppard vor seinem Team, und einigen anderen Anwesenden, von Jack O´Neill feierlich in den Rang eines Lieutenant Colonel befördert. Elizabeth hatte sich durchgesetzt, und alles erreicht was sie wollte und hatte sogar es geschafft dem IOA zu trotzen. In einer Woche würde es dann zurückgehen in die Pegasus-Galaxie an Bord der Daedalus.
Erst schüttelte O´Neill und dann Landry, dem frisch beförderten Sheppard die Hand, dann folgte eine kurze Rede von John. Nachdem er fertig war applaudierten alle Anwesenden, bevor ihm sein Team persönlich gratulieren konnte.
Jack wurde nun, vor den Augen aller Beteiligten der Beförderungszeremonie, weggebeamt.
Erdorbit, Asgardschiff
“Sei gegrüßt Jack O´Neill, mein Freund. Du wolltest mich sprechen”, begrüßte Thor den General.
“Hallo Thor, mein Freund. Ja, wollte ich. Danke, dass Du vorbeikommen konntest. Es geht um unseren Gast, einige Schiffe und so, darüber wollte ich mit dir sprechen.”
“Ist schon gut O´Neill. Ich konnte den Hohen Rat der Asgard, bereits überzeugen euch mit Asgardtechnologie zu helfen. Wir stehen nämlich sehr tief in eurer Schuld, und werden euch daher beim Bau und dem Ausrüsten eurer Schiffe mit Technologie, Waffen und Schilden helfen”, erzählte der Asgard.
“Das hört sich ja fantastisch an. Wir haben um 17:00 unserer Zeit eine kleine Besprechung, wäre schön, wenn Du daran teilnehmen könntest und mich gleich begleiten könntest”, lud Jack O´Neill Thor ein.
“Einverstanden”, sagte der kleine Außerirdische, und informierte die anderen Asgard an Bord seines Raumschiffes, dann beamte er sich und Jack runter in das SGC.
17:00, Briefing-Room, SGC
Thor hatte es sich in seinem Sessel neben O´Neill, der wieder seine bevorzugte Kleidung trug, bequem gemacht. Beide unterhielten sich über vergangene Zeiten, während nun alle geladenen Teilnehmer nach und nach eintrafen.
Als Letzte trafen gemeinsam Doktor Lam, Kara Thrace und Daniel Jackson ein.
Als Starbuck nun den kleinen grauen Außerirdischen entdeckte, blieb sie erstaunt wie angewurzelt stehen.
“Oh, meine Götter, wer oder was ist das denn?”, fragte sie entgeistert.
Jack O´Neill der aufgestanden war, ging zu ihr, auch Thor stand auf. Der General stellte Kara nun Thor vor, sie nickte ihm kurz zu. Jack bemerkte nun Kara’ erstaunten Blick, der an den kleinen Körper des kleinen Asgard hing.
“Stimmt etwas nicht, Captain?”, fragte Jack, der noch immer neben ihr stand.
“Nun, wie wäre es mit Kleidung”, flüsterte Starbuck leise zu O´Neill, der grinsen musste. Er stellte nun alle anwesenden Personen vor, in dem er auf einzeln auf sie deutete. Kara war noch immer ganz erstaunt, alle begaben sich wieder auf ihre Plätze, wobei sich Starbuck zwischen Jack und Doktor Lam setzte, und Thor unterbreitete allen Grüße vom Rat der Asgard und bot seine persönliche Hilfe an.
Jetzt wurden noch einmal alle Informationen zusammengetragen, die man bisher hatte.
“… die 12. Kolonien könnten der Ursprung der griechischen Mythologie sein, wenn man sich die Götterwelt anschaut”, fasste Daniel zusammen.
“Aber die Goa’uld haben die Milchstraße, also unsere Galaxie nie verlassen”, warf Colonel Carter ein.
“Es gibt viele Völker da draußen. Wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen”, stellte Daniel klar, und wandte sich an Doktor Lam: ”Ihre Tests lassen darauf schließen, das es sich bei den Volk von Captain Kara Thrace ähnlich verhält, wie bei den Menschen auf der Erde, und sich die Nachkommen, der Antiker mit den Menschen dort, vermischt haben könnten.”
Die leitende Chefärztin des Stargate-Centers nickte, und sagte:” Das ist korrekt. Wir haben bei den Tests das Antikergen gefunden.”
Dann berichtete der Archäologe weiter: ”Sie kommt aus der Andromeda, der Galaxie die uns am nächsten liegt. Kara Thrace wurde nach dem ich mir ihre Erlebnisse angehört habe von einen aufgestiegen Wesen hergeschickt.”
“Das verstößt doch gegen ihre wichtigste Regel”, meinte Landry.
“Ja, aber das Universum ist groß. Die Antiker, die aufgestiegen sind, haben aber nicht eingegriffen”, versuchte Daniel zu erklären.
“Und was wollen sie uns damit sagen?”, fragte Jack gelangweilt.
“Die Antiker können nicht überall sein. Nach ihren Aufstieg scheinen sie sich interessanterweise nur in der Milchstraße und in der Pegasus aufzuhalten”, versuchte Daniel seine Vermutung zu erklären, ”bis auf einige Ausnahmen.”
“Gut für mich”, meinte Kara grinsend.
Nun wandte sich der kleine Außerirdische nun mit einem Vorschlag an Kara Thrace.
“Und das soll funktionieren? Kann man auf diese Art eine neue funktionstüchtige Viper herstellen?”, fragte Captain Thrace bezweifelnd.
“Also General O´Neill hat es geschafft, auf diesen Wege und mit dem Wissen der Antiker eine effiziente Waffe gegen die Replikatoren zu bauen, Captain Thrace”, bestätigte Colonel Carter, um die Zweifel zu beenden.
“Es bleibt allein ihre Entscheidung, Kara. Niemand wird Sie zwingen irgendetwas gegen ihren Willen zu tun”, stellte Jack klar.
“Wäre auch ziemlich ungesund”, kommentierte Starbuck.
“So alles schön und gut. Doch wir brauchen gut ausgerüstete Schiffe, um in die Andromeda-Galaxie zu gelangen”, stellte O´Neill klar, dabei schaute er erst Thor und dann Daniel an, der bestätigend nickte.
“Und eine ausreichende Energiequelle, um schnell dort zu sein, die Flotte zu finden und auch einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten”, ergänzte Carter.
“Darin liegt das Hauptproblem”, bestätigte General Landry, und wandte sich an den Archäologen,”Doktor Jackson, nun sind sie an der Reihe mit ihrer Entdeckung.”
“Was? Ich bin kein Freund von Überraschungen”, platzte es aus O´Neill, und sein fragender Blick irrte von Landry, Jackson und den Mitgliedern von SG-2 und SG-3 hin und her.
“Na schön”, sagte Daniel, öffnete eine Kiste und holte ein ZPM hervor.
“Ja. Das reicht natürlich vollkommen aus”, spottete Jack und verdrehte verzweifelt die Augen. Nun aber ließ aber Doktor Jackson einige weitere Kisten in den Besprechungsraum bringen und öffnen.
“Ja, ich denke es wird vollkommen reichen”, konterte Daniel, während Jack völlig überrumpelt dasaß.
“Das haben wir auf P24X-943-A gefunden. Die Antiker, die dort lebten nannten diese Stadt Trois, was so ähnlich wie Troja klingt. Und nach den Berichten von der Pegasus-Expedition und den Informationen, die ich gesammelt habe, sind beide Bauwerke Atlantis und Trois fast identisch. Doch leider ist diese Stadt zu 2-Drittel zerstört, verfallen und von den Pflanzen überwuchert. Die gute Nachricht ist, es gibt dort Puddle Jumper, ein paar Dutzend Drohnen und nicht zu vergessen einen intakten Kontrollstuhl, der von SG-7, SG-12 und SG-16 gerade geborgen wird”, berichtete Daniel Jackson von seiner Entdeckung.
“Das sind wirklich gute Informationen”, stimmte O´Neill mit einem Kopfnicken zu, funkelte aber immer noch böse den Wissenschaftler an.
“Was habt ihr denn für Schiffe, wenn ihr keine Kampfsterne habt?”, fragte Kara.
“Die Prometheus und die Daedalus befinden sich zurzeit in der Umlaufbahn, die können Sie bei Gelegenheit mal sehen”, antwortete General Landry.
“Okay. Und ich werde es versuchen, was mir ihr kleiner grauer Freund da vorgeschlagen hatte”, sagte Starbuck, die sich nun entschieden hatte, nickend in die Richtung von Thor.
“Gut. Ich werde Sie begleiten, Captain”, nickte O´Neill.
“Dann wäre vorerst alles geklärt. Colonel Carter, Sie und Doktor Lee werden die ZPM’ untersuchen! Die Besprechung ist beendet. Wegtreten!”, ordnete General Landry an, bevor er aufstand.

Stargate: Battlestar Galactica
Titel: Stargate: Battlestar Galactica
Autor: Jonathan J. O´Neill
Rating: FSK 14
Crossover: aus den Serien BSG/SG1/SGA mit den bekannten Charakteren
Pairings: die aus den Serien
Anmerkungen:
1. Alle Rechte von Stargate SG-1 und Atlantis sind Eigentum von MGM, und alle Rechte von Battlestar Galactica sind Eigentum von Universal.
2. Ich schreibe diese FF nur zum Spaß und an der Freude, nicht um damit Geld zu verdienen.
3. Die Geschehnisse verlaufen anders als in den Serien: Sie knüpfen aber bei BSG am Ende der Folge “Maelstrom” an; bei SG-1 nach der 8. Staffel und bei Atlantis nach der 1. Staffel. Daher wird einigen Lesern dieser FF, die BSG kennen, der Anfang des ersten Kapitels zum Teil bekannt vorkommen.
4. Die Geschehnisse schildern die Erlebnisse von Kara “Starbuck” Thrace, die hier in der Version wirklich auf der Erde (von uns) landet, und mit Hilfe der Menschen von der Erde zu ihrer Flotte zurück findet, dies wäre 1. Season, in der 2. Season, dann die Reise der Kolonialen Flotte mit Hilfe von Jack O´Neill zur Erde.
Stargate: Battlestar Galactica - Season 1
1.01. Licht und Dunkel
Milchstraße
SGC, Erde
Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord vor 9 Tagen verlassen und war nach Atlantis aufgebrochen. General O´Neill wartete seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie. Die Wraith hatten Atlantis angegriffen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um Elizabeth Weir zu helfen. Diese Truppe Marines von Colonel Everett angeführt, wurde durch das Stargate nach Atlantis gesandt, um eine Verteidigung aufzubauen bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.
“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”
“Ich höre General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen sind. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”
“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”
“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.
Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnell versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen, darunter auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.
Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Jetzt begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.
Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.
Irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Zur gleichen Zeit, völlig woanders im Universum in einer anderen Galaxie, im Sturm eines Gasplaneten. Nun kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorkam.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder: “Starbuck kehr um. Lass ihn fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”
Galactica, CIC
An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Techniker der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “ Apollo ihr müsst euch beeilen, ihr habt nur noch 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet, Apollo!”
Planet
“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara unvermittelt:” Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass den Zylonenjäger doch weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Lee nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich per Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen, abbrechen! Du bist zu beinahe zu tief hochziehen und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete der Admiral per Funk.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, und flog dann zurück in Richtung Galactica.
Galactica
Im CIC der Galactica herrschte nun erschüttertes Schweigen, als die Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam. Besonders betroffen zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta.
Einige Zeit darauf ist Admiral Adama kurz davor, in seinem Quartier, das Segelschiffmodell fertig zu stellen. Zum Abschluss bringt er die Aurora an den Bug des Schiffes an. Doch kaum hatte er dies getan, packt er das Schiff und zerstört das Modell und sinkt weinend zu Boden, von Trauer und der Wut überwältigt durch den Verlust von Kara.
Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.
Milchstraße
Minnesota, USA, Erde
General O´Neill verließ den Highway und auch die asphaltierten Straßen. Er kam seinem Ziel, seiner Ferienhütte mit dem See näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen Hand und ein kühles Blondes in der anderen Hand.
“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich ins Pentagon muss”, murmelte O´Neill vor sich hin.
Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, und fuhr zügig weiter. An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und seinem Feriendomizil.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen”, brummte er, stieg aus und sah sich genauer um - alle Fenster sind zu Bruch gegangen.
“Na das wird teuer”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte und entdeckte im See eine Gestalt treiben. O´Neill sprintete zu dem See und auf den kleinen Steg, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Nun hechtete er ins Wasser und schwamm zu der Person, die der Pilot sein musste und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose und auch gar verletzte Person mit einem Arm und ruderte mit dem anderen und den Beinen strampelnd, um wieder an das Ufer zu schwimmen.
´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.
´Das war es wohl mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt. Jack hob sein Handy auf und überlegte kurz, dann wählte er die direkte Nummer von Lieutenant General George Hammond, den Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C.
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir mal, wer oder was du wirklich bist”, sagte er hustend und legte das Handy beiseite.
Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm ihn nachdem er den Mechanismus gefunden hatte vorsichtig ab. Es handelte sich um eine junge blonde Frau, stellte er fest und stellte den Helm vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest. Danach stand er auf und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.” Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war. “Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.
“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Nun nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.
Zum zweiten Male wählte er nun die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und … hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, und griff zum Notizblock und einen Kugelschreiber.
Nun begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschah:” Nun ja, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen Wrackteile herum die geborgen werden müssten. Auch benötige ein Sanitätsteam für, wegen der jungen Frau, die immer noch bewusstlos ist und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammt.”
“Ich informiere die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation im SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung. Einige Minuten später informierte Jack auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse, und wie er mit Landry verblieben ist.
“Das könnte eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.
Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie medizinisch zu versorgen.
Andromeda-Galaxie
Galactica, Backbord-Hangardeck
Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama und sogar Colonel Tigh eine Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte und die Kolonien zu würdigen und sie zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen. Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.
“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.
Milchstraße
Minnesota, USA, Erde
General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der nun vor seinen Augen sich dem Ende zuneigte.
“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.
Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er, stieg ein und fuhr los.
Nach einer kleinen Odyssee, mit beamen und fahren kam er schließlich wieder im SGC an.
Krankenstation, SGC, Erde
“Willkommen, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige Prellungen erlitten, und sie ist momentan noch geblendet - doch das gibt sich wieder und kann zurzeit nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort gepackt”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton, dem General.
“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht, sondern Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen.”
“Danke Doc. Dann geh ich mal zu Carter. Ich komme dann zurück”, mit diesen Worten verließ O´Neill die Krankenstation, und machte sich auf den weg zu Colonel Carter’ Labor.
Colonel Carter’ Labor, SGC, Erde
“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie und überreichte O´Neill eine Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung?”, fragte er, als er im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Buches dürfte es etwas einfacher sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Bei der Kleidung, die sie trug handelte es sich um einen ausgeklügelten Raumanzug. Von diesen Leuten können wir noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein.”
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation”, sagte Jack und wedelte zum Abschied mit der Mappe, als er das Labor verließ.
Krankenstation, SGC, Erde
In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill wieder die Krankenstation und ging zu dem Bett von Kara Thrace.
“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie mit den leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht sehen, doch die Stimme erkannte sie wieder.
“Wer sind Sie, und wo bin ich?”, fragte Kara Thrace müde, und rieb sich ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der Erde heißt”, antwortete O´Neill trocken.
Bei dem vorletzten Wort, das der Mann gesagt hatte bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht zu träumen.
“Auf der Erde.”
1.02 Informationen
Milchstraße
Krankenstation, SGC, Erde
Kara Thrace konnte es nicht so recht glauben, was sie gerade aus dem Mund des Mannes, der Jack O´Neill hieß, so eben nun zum zweiten Mal gehört hatte.
“Oh, ihr Götter. Ich bin nicht tot, und auf der Erde?”, fragte Starbuck, um Gewissheit zu haben, das sie nicht träumte.
“Nein, Sie sind am Leben, und das Paradies oder Jenseits ist komfortabler als dieser Ort - denke ich. Und ja, wir nennen unseren kleinen, blauen Planeten: Erde. Wieso stimmt irgendetwas nicht?”, fragte O´Neill, nachdem er der jungen Frau, die neben ihm im Krankenbett lag, versichert hatte das sie nicht tot war, sondern am Leben. Und er war etwas ratlos, denn viele der Völker mit denen man Kontakt hatte kannten die Erde, oder hatten zumindest von ihr gehört. Daher war er etwas ratlos, woher kam die Pilotin also, die er gerettet hatte, konnte es aber irgendwie nachvollziehen, dass die junge Frau ihn etwas irritiert anschaute.
“Na schön”, sagte General O´Neill und räusperte sich, ehe er in seinen lockeren Plauderton fortfuhr:” Nun wissen Sie wer ich bin, also wäre es fair zu wissen wer Sie sind, und erzählen mir woher Sie eigentlich kommen. Und zu erklären, wie Sie hier gelandet sind. Denn bevor ich Sie gefunden habe, gab es ein ziemlich helles, weißes Leuchten und einen gewaltigen Rummser, den man sicher bis nach Chicago gehört hat.”
Starbuck wartete noch einen Moment, den ihr der hohe Offizier, der mit ihr sprach wortlos bewilligte, bevor sie sich gesammelte hatte und sich vorstellte: ”Na gut… Ich bin Captain Kara Thrace, Koloniale Flotte Battlestar Galactica, mein Spitzname ist Starbuck, ich komme aus Delphi von der Kolonie Caprica, eine der 12. Kolonien von Kobol, und ich und meine Leute suchen die Erde.”
“Ihr sucht die Erde, und warum?“, fragte O´Neill forschend.
“Ja, wir suchen die Erde. Die Zylonen haben unsere Heimatwelten zerstört, seitdem sind wir auf der Flucht und suchen eine neue Heimat. Haben Sie ein Problem damit?”, fragte Kara, nachdem sie den Grund genannt hatte etwas gereizt.
“Nein, ich habe kein Problem damit, Captain Thrace. Doch wer oder was sind denn Zylonen?”, fragte O´Neill neugierig geworden, als er die Situation entschärft hatte.
“Toaster denen man dummerweise das Laufen beigebracht hatte, und die dann meine Zivilisation zerstört haben”, sagte Kara wütend, und ballte die Fäuste.
Jack O´Neill merkte, dass er so nicht weiterkam und eigentlich kein Verhör führen wollte, sondern eine ruhige Unterhaltung, um brauchbare Informationen zu erhalten. Schließlich kam ihm eine gute Idee, um die Atmosphäre zwischen ihm und Kara Thrace zu entspannen und mehr Vertrauen zu schaffen.
“Okay”, begann er, und faltete die Hände zusammen, “um etwas Vertrauen zwischen uns Beiden aufzubauen, könnten wir uns gegenseitig aus unseren Leben erzählen, was wir machen, wer wir sind und so weiter. Einverstanden?”
“Moment. Ich muss zurück zur Galactica. Die glauben alle ich bin tot”, entfuhr es Starbuck, wollte aufspringen, sank aber matt aufs Bett zurück.
“Wir können euch helfen, wenn ihr es wollt. Doch zuerst brauch ich Informationen, um meine Vorgesetzten zu überzeugen, und - essen Sie erstmal etwas, damit Sie wieder fit werden, Captain”, fuhr General O´Neill freundlich fort, nahm das Tablett und bot es Thrace an. “Besser als das Krankenhausfutter von der Krankenstation”, ergänzte er schmunzelnd.
“Das habe ich gehört, General”, kam es von Doktor Lam, die gerade Sergeant Siler die linke Hand verarztete.
“Okay, ich fange an”, sagte Jack, brach ein Stück von einen Sandwich ab, und aß es. Jetzt nun, nahm Kara, nachdem sie sich mühsam im Bett aufgesetzt hatte, dem General das Tablett ab und platzierte es auf ihren Schoß, und begann von dem Essen zu kosten und zu essen. Dann fing Jack an zu erzählen, wie er in das Stargate - Programm gekommen war und so manche Erlebnisse, die er erlebt hatte. Auch von den zahlreichen Gefahren, und wie SG-1 und er immer wieder daraus gekommen sind, und dabei die Erde mehrmals gerettet hatten, sowie von den vielen Kämpfen am Boden, in der Luft und im All - auf der Erde oder auf einen anderen Planeten. Von den vielen zahlreichen Völkern, die es im Universum gab. Doch O´Neill blieb dabei wie gewöhnlich bescheiden, musste bei einigen Erlebnissen, die er erzählte etwas lachen, die lustig waren und an die er sich gern erinnerte. Kara hörte ihm aufmerksam zu, und konnte sich in etwa ein Bild machen mit wem sie es hier gerade zu tun hatte und erkannte dabei einige Gemeinsamkeiten.
“…vor gut 48 Stunden ungefähr, bin ich losgefahren, um mal Urlaub zu machen, zu angeln, etwas zu relaxen und dabei ein paar kühle Bier zu trinken. Doch, dann gab es bevor ich mein Ziel erreicht habe auf einmal ein helles, weißes Licht und einen Knall.
Kurz darauf fand ich Dich, in meinen See treibend, bin dann ins Wasser gesprungen und Sie rausgeholt und hierherbringen lassen. Ebenso die Wrackteile, der, ich vermute mal “VIPER”, die sich einige Ebenen über uns befinden.”
Kara nickte nur verstehend, und Jack erzählte weiter:” Und die Sachen von Ihnen befinden sich dort in der Box neben den Fußende ihres Bettes, bis auf ihre Waffen, die befinden sich in einer separaten Kiste in der Waffenkammer, Captain. So ich bin fertig, und nun sind Sie an der Reihe, wenn Sie soweit sind. Ich höre zu.”
Jack O´Neill machte es sich nun auf dem Stuhl bequem, und legte seine Beine auf dem Bett ab, Kara grinste etwas und legte das Tablett beiseite.
“Vorgestellt habe ich mich ja schon, auch wo ich herkomme“, begann sie, und Jack nickte nur zustimmend. Nun erzählte Starbuck, was sie in den letzten Jahren erleben musste, von dem Fall der Kolonien und der Flucht.
“Wie viele haben diesen Angriff überlebt?”, fragte O´Neill, der den Schmerz und die Wut in der Stimme von Starbuck bemerkte.
“Über 50.000 Menschen ungefähr, von gut 50 Milliarden. Jetzt sind wir nur noch knapp 40.000 Überlebende”, antwortete Kara Thrace.
“Bitte fahren Sie fort”, bat er. ´40.000 Überlebende…´, dachte der General erschüttert.
Dann erzählte sie von der Wiederentdeckung des Planeten Kobol, das Treffen mit dem Kampfstern Pegasus, der Zeit auf Neu-Caprica, wo man einen Neuanfang wagen wollte, dann der Besetzung durch die Zylonen, ihrer Gefangenschaft, und der Flucht von Neu-Caprica mit Hilfe der beiden Kampfsterne, wobei man aber die Pegasus verloren hatte. Auch erzählte Captain Thrace nun genaueres von den Zylonen, das sie auch menschliche Gestalt annehmen konnten. Jack O´Neill hörte aufmerksam zu, die Zylonen erinnerten ihn an die Replikatoren, die ebenfalls über ihre Schöpfer hergefallen sein mussten.
“…zuletzt war ich mit Lee auf einen Patrouillienflug in der Nähe eines Gasplaneten, dabei entdeckte ich wieder diesen zylonischen Jäger. Ich bin den Toaster gefolgt, und habe dabei das Bewusstsein verloren. Als ich wieder zu mir kam, hat Major Adama hat mich gebeten umzukehren, doch ich bin dem Toaster weitergefolgt und bin immer tiefer in die Atmosphäre eingedrungen. Kurz bevor ich wieder KO gegangen bin, habe ich ein weißes helles Licht in meinem Cockpit gesehen, und dann wurde es dunkel um mich herum. Und schließlich bin ich hier wieder aufgewacht”, beendete Kara Thrace, ihre Geschichte.
General Jack O´Neill musste erst einmal durchatmen, und nahm seine Beine von dem Bett herunter und fuhr sich mit beiden Händen über das Gesicht.
“Danke. Diese Roboter sind wirklich ein ernstes… großes Problem. Und fast die ganze Zeit sich mit nur einen Kampfstern, einigen Dutzend Viper und Raptor gegen eine solche Übermacht zu wehren und durchzuhalten ist… bewundernswert und eine außergewöhnliche Leistung”, sagte Jack anerkennend.
“Ich werde mich nun mit meinen Vorgesetzten in Verbindung setzen und beraten, wie und wie schnell wir euch helfen können.”
“Habt ihr denn überhaupt eine Flotte von Kampfsternen?”, fragte Thrace neugierig.
“Äh, nein nicht direkt solche, wie ihr habt. Aber ich habe da einen Freund, der uns noch ein paar Gefallen schuldet”, erzählte General O´Neill mit einem Augenzwinkern, und erhob sich von dem Stuhl.
“Sie kommen wieder, General?”
“Ja, aber vorher muss ich hier noch einige Dinge klären, von denen ich Ihnen schon erzählt habe, Captain Thrace. - Und die Geschichte mit dem hellen Licht erzählen Sie am Besten Doktor Jackson noch einmal, denn mir kommt es irgendwie vertraut vor und möchte in dem Punkt Gewissheit haben. - Doch nun ruhen Sie sich erstmal noch eine Runde aus, keine Widerrede!”, ordnete O´Neill an.
“Da hat General O´Neill recht, Captain. Dann können Sie heute Abend vielleicht schon, die Krankenstation wieder verlassen”, mischte sich Doktor Lam, Jack unterstützend ein.
“Bis dann, …Sir”, seufzte Kara. Captain Thrace reichte O´Neill die rechte Hand, welche er ergriff und diese schüttelte.
“Bis demnächst, ich werde sehen was ich erreichen kann, um ihren Volk zu helfen. Und vielleicht haben Sie bald die Gelegenheit, unsere Daedalus und die Prometheus zu sehen… weitere Schiffe der Daedalus-Klasse, befinden sich momentan in der Endfertigung. Doch ich schicke Ihnen noch Daniel vorbei, er ist unserer Experte für Mythologie, alte Geschichte und so”, sagte Jack, und verließ die Krankenstation, um mit Hammond zu telefonieren, damit er dann das IOA unterrichten konnte.
Derweil konnte Starbuck es nicht so richtig glauben, das jemand wie er ein so hoher Offizier sein konnte. Aber sie hatte ja die Lebensgeschichte von General O´Neill selbst gehört, es lag offensichtlich an den Leistungen und Verdiensten von seinem Team und ihm.
Torraum, Ebene 28, SGC
SG-2 und SG-3 kehrten gerade mit Doktor Jackson von einer Mission zurück. Colonel Reynolds und Lieutenant Colonel Feretti sahen sehr zufrieden aus, doch Daniel Jackson hatte es sichtlich eilig, und rannte beinahe General Landry um, als jener gerade den Torraum betreten wollte.
“Was ist los Doktor Jackson?”, fragte der General, der gerade noch ausweichen konnte, überrascht.
“Verzeihen sie, Sir. Es ist einfach unglaublich, fantastisch und überwältigend, was wir dort auf diesen Planeten entdeckt und untersucht haben…”, fing der Wissenschaftler begeistert an zu erzählen.
“Sparen Sie sich ihre Worte für die Abschlussbesprechung auf”, bremste Hank Landry den Redefluss des Archäologen.
“Ach ja, Jack ist hier, und möchte Sie dringend sprechen”, ergänzte der General, bevor er sich umdrehte, und sich zurück auf den Weg in sein Büro.
“Oh”, murmelte Daniel, und machte sich auf den Weg zur medizinischen Untersuchung, nachdem er vorher den Mitgliedern der beiden SG-Teams, mit denen er gerade unterwegs war, Anweisungen erteilte.
Ebene 17, SGC
O´Neill wollte eigentlich mit Hammond telefonieren, doch ein Soldat kam im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke lagen und untersucht wurden, die von der Viper stammten. Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.
“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, wie Sie sehen, versuchen wir uns ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des Buches hier”, antwortete Sam zufrieden.
“Also für mich wirkt das alles sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill.
“Verstehe. Nein Sergeant Siler das kommt dorthin”, sagte Sam und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist gut. Ich werde Daniel suchen und werde mal mit General Hammond anrufen und mit ihm sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.
Fahrstuhl, Ebene 21 - 27, SGC
Der Fahrstuhl stoppte abrupt, in dem Jack herunterfuhr, und Daniel stieg hinzu.
“Daniel. Sie suche ich”, meinte O´Neill erfreut.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß. Und wie geht’s?”
“Gut. Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung.”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mit ihr. Sie heißt Kara Thrace, und mit ihr habe ich mich einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist nicht von der Erde.”
“Ich, weshalb?”
“Weil sich einiges sich sehr interessant anhört, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen dann auch”, begründete Jack.
Nun war das Interesse des Wissenschaftlers nun doch geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede mit ihr. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel.
Ebene 27, SGC
Der Fahrstuhl stoppte und Jack O´Neill stieg aus, er wollte nun endlich telefonieren, und das noch vor den Feierlichkeiten für die Beförderung von Major John Sheppard im Torraum in einer guten halben Stunde. Er hatte Glück, General Hammond war gerade verfügbar, und so konnte General O´Neill die Neuigkeiten, die er erfahren hatte berichten.
Krankenstation, SGC
Währenddessen fuhr Daniel kurz hinauf in sein Labor, bevor er sich wieder auf den Weg zurück zur Krankenstation machte. Doktor Jackson trat an das Bett von Kara heran, die gerade döste.
“ Oh, bei den Göttern, Wenn Sie nicht Doktor Jackson sind, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich Ihnen eine”, drohte Kara Thrace.
“Dann habe ich wohl Glück, denn ich bin Doktor Jackson”, antwortete Daniel entspannt.
Nun setzte sich Starbuck in dem Bett auf, und musterte den Wissenschaftler kurz, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, an das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ausführlich. Wobei sich Daniel natürlich besonders für die Kultur, Geschichte und Religion interessierte.
Als Kara Thrace, die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt und eine genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand nun, was General O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch eingemischt”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Aufgestiegenen und deren Regeln.
Doktor Carolyn Lam, war mit den Behandlungserfolg und den Zustand von Captain Thrace so zufrieden, dass sie sie nach einer abschließenden Untersuchung von der Krankenstation vorzeitig entließ.
Torraum, SGC
Major General O´Neill eilte nun, nachdem er mit Hammond telefoniert hatte und sich schnell seine blaue Paradeuniform angezogen hatte, in den Stargate-Raum.
“Bin ich zu spät?”, fragte er amüsiert.
“Nein, pünktlich auf die Minute. Wir können anfangen General Landry”, meinte Doktor Elizabeth Weir.
Nun wurde Major John Sheppard vor seinem Team, und einigen anderen Anwesenden, von Jack O´Neill feierlich in den Rang eines Lieutenant Colonel befördert. Elizabeth hatte sich durchgesetzt, und alles erreicht was sie wollte und hatte sogar es geschafft dem IOA zu trotzen. In einer Woche würde es dann zurückgehen in die Pegasus-Galaxie an Bord der Daedalus.
Erst schüttelte O´Neill und dann Landry, dem frisch beförderten Sheppard die Hand, dann folgte eine kurze Rede von John. Nachdem er fertig war applaudierten alle Anwesenden, bevor ihm sein Team persönlich gratulieren konnte.
Jack wurde nun, vor den Augen aller Beteiligten der Beförderungszeremonie, weggebeamt.
Erdorbit, Asgardschiff
“Sei gegrüßt Jack O´Neill, mein Freund. Du wolltest mich sprechen”, begrüßte Thor den General.
“Hallo Thor, mein Freund. Ja, wollte ich. Danke, dass Du vorbeikommen konntest. Es geht um unseren Gast, einige Schiffe und so, darüber wollte ich mit dir sprechen.”
“Ist schon gut O´Neill. Ich konnte den Hohen Rat der Asgard, bereits überzeugen euch mit Asgardtechnologie zu helfen. Wir stehen nämlich sehr tief in eurer Schuld, und werden euch daher beim Bau und dem Ausrüsten eurer Schiffe mit Technologie, Waffen und Schilden helfen”, erzählte der Asgard.
“Das hört sich ja fantastisch an. Wir haben um 17:00 unserer Zeit eine kleine Besprechung, wäre schön, wenn Du daran teilnehmen könntest und mich gleich begleiten könntest”, lud Jack O´Neill Thor ein.
“Einverstanden”, sagte der kleine Außerirdische, und informierte die anderen Asgard an Bord seines Raumschiffes, dann beamte er sich und Jack runter in das SGC.
17:00, Briefing-Room, SGC
Thor hatte es sich in seinem Sessel neben O´Neill, der wieder seine bevorzugte Kleidung trug, bequem gemacht. Beide unterhielten sich über vergangene Zeiten, während nun alle geladenen Teilnehmer nach und nach eintrafen.
Als Letzte trafen gemeinsam Doktor Lam, Kara Thrace und Daniel Jackson ein.
Als Starbuck nun den kleinen grauen Außerirdischen entdeckte, blieb sie erstaunt wie angewurzelt stehen.
“Oh, meine Götter, wer oder was ist das denn?”, fragte sie entgeistert.
Jack O´Neill der aufgestanden war, ging zu ihr, auch Thor stand auf. Der General stellte Kara nun Thor vor, sie nickte ihm kurz zu. Jack bemerkte nun Kara’ erstaunten Blick, der an den kleinen Körper des kleinen Asgard hing.
“Stimmt etwas nicht, Captain?”, fragte Jack, der noch immer neben ihr stand.
“Nun, wie wäre es mit Kleidung”, flüsterte Starbuck leise zu O´Neill, der grinsen musste. Er stellte nun alle anwesenden Personen vor, in dem er auf einzeln auf sie deutete. Kara war noch immer ganz erstaunt, alle begaben sich wieder auf ihre Plätze, wobei sich Starbuck zwischen Jack und Doktor Lam setzte, und Thor unterbreitete allen Grüße vom Rat der Asgard und bot seine persönliche Hilfe an.
Jetzt wurden noch einmal alle Informationen zusammengetragen, die man bisher hatte.
“… die 12. Kolonien könnten der Ursprung der griechischen Mythologie sein, wenn man sich die Götterwelt anschaut”, fasste Daniel zusammen.
“Aber die Goa’uld haben die Milchstraße, also unsere Galaxie nie verlassen”, warf Colonel Carter ein.
“Es gibt viele Völker da draußen. Wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen”, stellte Daniel klar, und wandte sich an Doktor Lam: ”Ihre Tests lassen darauf schließen, das es sich bei den Volk von Captain Kara Thrace ähnlich verhält, wie bei den Menschen auf der Erde, und sich die Nachkommen, der Antiker mit den Menschen dort, vermischt haben könnten.”
Die leitende Chefärztin des Stargate-Centers nickte, und sagte:” Das ist korrekt. Wir haben bei den Tests das Antikergen gefunden.”
Dann berichtete der Archäologe weiter: ”Sie kommt aus der Andromeda, der Galaxie die uns am nächsten liegt. Kara Thrace wurde nach dem ich mir ihre Erlebnisse angehört habe von einen aufgestiegen Wesen hergeschickt.”
“Das verstößt doch gegen ihre wichtigste Regel”, meinte Landry.
“Ja, aber das Universum ist groß. Die Antiker, die aufgestiegen sind, haben aber nicht eingegriffen”, versuchte Daniel zu erklären.
“Und was wollen sie uns damit sagen?”, fragte Jack gelangweilt.
“Die Antiker können nicht überall sein. Nach ihren Aufstieg scheinen sie sich interessanterweise nur in der Milchstraße und in der Pegasus aufzuhalten”, versuchte Daniel seine Vermutung zu erklären, ”bis auf einige Ausnahmen.”
“Gut für mich”, meinte Kara grinsend.
Nun wandte sich der kleine Außerirdische nun mit einem Vorschlag an Kara Thrace.
“Und das soll funktionieren? Kann man auf diese Art eine neue funktionstüchtige Viper herstellen?”, fragte Captain Thrace bezweifelnd.
“Also General O´Neill hat es geschafft, auf diesen Wege und mit dem Wissen der Antiker eine effiziente Waffe gegen die Replikatoren zu bauen, Captain Thrace”, bestätigte Colonel Carter, um die Zweifel zu beenden.
“Es bleibt allein ihre Entscheidung, Kara. Niemand wird Sie zwingen irgendetwas gegen ihren Willen zu tun”, stellte Jack klar.
“Wäre auch ziemlich ungesund”, kommentierte Starbuck.
“So alles schön und gut. Doch wir brauchen gut ausgerüstete Schiffe, um in die Andromeda-Galaxie zu gelangen”, stellte O´Neill klar, dabei schaute er erst Thor und dann Daniel an, der bestätigend nickte.
“Und eine ausreichende Energiequelle, um schnell dort zu sein, die Flotte zu finden und auch einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten”, ergänzte Carter.
“Darin liegt das Hauptproblem”, bestätigte General Landry, und wandte sich an den Archäologen,”Doktor Jackson, nun sind sie an der Reihe mit ihrer Entdeckung.”
“Was? Ich bin kein Freund von Überraschungen”, platzte es aus O´Neill, und sein fragender Blick irrte von Landry, Jackson und den Mitgliedern von SG-2 und SG-3 hin und her.
“Na schön”, sagte Daniel, öffnete eine Kiste und holte ein ZPM hervor.
“Ja. Das reicht natürlich vollkommen aus”, spottete Jack und verdrehte verzweifelt die Augen. Nun aber ließ aber Doktor Jackson einige weitere Kisten in den Besprechungsraum bringen und öffnen.
“Ja, ich denke es wird vollkommen reichen”, konterte Daniel, während Jack völlig überrumpelt dasaß.
“Das haben wir auf P24X-943-A gefunden. Die Antiker, die dort lebten nannten diese Stadt Trois, was so ähnlich wie Troja klingt. Und nach den Berichten von der Pegasus-Expedition und den Informationen, die ich gesammelt habe, sind beide Bauwerke Atlantis und Trois fast identisch. Doch leider ist diese Stadt zu 2-Drittel zerstört, verfallen und von den Pflanzen überwuchert. Die gute Nachricht ist, es gibt dort Puddle Jumper, ein paar Dutzend Drohnen und nicht zu vergessen einen intakten Kontrollstuhl, der von SG-7, SG-12 und SG-16 gerade geborgen wird”, berichtete Daniel Jackson von seiner Entdeckung.
“Das sind wirklich gute Informationen”, stimmte O´Neill mit einem Kopfnicken zu, funkelte aber immer noch böse den Wissenschaftler an.
“Was habt ihr denn für Schiffe, wenn ihr keine Kampfsterne habt?”, fragte Kara.
“Die Prometheus und die Daedalus befinden sich zurzeit in der Umlaufbahn, die können Sie bei Gelegenheit mal sehen”, antwortete General Landry.
“Okay. Und ich werde es versuchen, was mir ihr kleiner grauer Freund da vorgeschlagen hatte”, sagte Starbuck, die sich nun entschieden hatte, nickend in die Richtung von Thor.
“Gut. Ich werde Sie begleiten, Captain”, nickte O´Neill.
“Dann wäre vorerst alles geklärt. Colonel Carter, Sie und Doktor Lee werden die ZPM’ untersuchen! Die Besprechung ist beendet. Wegtreten!”, ordnete General Landry an, bevor er aufstand.
