27.06.2026, 21:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.06.2026, 22:01 von Jonathan J. O´Neill.)
1.04 The Mission Plan
Briefing Room, SGC, Erde, Milchstraße
In den nächsten beiden Tagen, wurde der Briefing Room für die abschließende Besprechung vorbereitet. Die Arbeit ging größtenteils schleppend voran, wegen der regulären Missionsbesprechungen von General Landry und diversen SG-Teams.
In der ganzen Zeit sprachen Jack O´Neill und Hank Landry oft miteinander, da General O´Neill einige Leute des SGC-Personals in seiner Crew integrieren will.
“Nein Jack, Walter bleibt hier bei mir. Aber Siler kann mit an Bord der Phoenix”, meinte General Landry, und schüttelte entschuldigend den Kopf. So ging es einige Male zwischen den beiden Generälen.
Auch unterhielt sich General O´Neill oft mit Starbuck, über die bevorstehende Mission mit dabei waren auch General Hammond, Mister Woolsey und auch Thor.
Nebenbei lernte Kara Thrace auch Teal’c etwas kennen, ihr fiel auf das der große Mann nur selten sprach.
“Sie reden wirklich nicht viel”, meinte Starbuck einmal.
“Wenn es nötig ist… schon”, erklärte der Jaffa.
Beide unterhielten sich kurz darauf über ihre Erlebnisse, die sie gehabt hatten. Dabei freundeten sich beide immer mehr an.
Nach zwei Tagen war es endlich soweit, zusätzliche Tische und viele Sitzgelegenheiten waren nun an Ort und Stelle. General Landry, General O´Neill, Captain Thrace und das übrige alte SG-1-Team und Thor waren bereits da, und warteten auf die Ankunft der anderen Teilnehmer. Viele waren noch auf den Weg zum SGC oder waren auf den Weg nach unten.
Galactica, Irgendwo in der Andromeda-Galaxie
An Bord der Galactica fand der Prozess gegen den ehemaligen Vizepräsidenten Doktor Gaius Baltar nach langer Vorbereitungszeit, der mit vielen Anschlägen auf Anwaltskandidaten überschattetet wurde endlich statt. Und war nach kurzer Zeit im vollen Gange nachdem Romo Lampkin, als Anwalt verpflichtet werden konnte. Auch Lee Adama nahm als Verteidiger und Anwalt an der Seite von Romo Lampkin für Gaius Baltar an dem Prozess teil, und hatte sich dabei mit seinem Vater überworfen, dabei war Admiral Adama ausgerechnet zu einem der 5 Richter ernannt wurde.
Das Gerichtsverfahren wurde per Funk live in der gesamten Flotte übertragen, da alle großes Interesse an den Prozess hatten. Dabei war die Flotte gespalten, da der Angeklagte und ehemalige Vizepräsident, trotz des Anklagepunktes des Verrates und der Kollaboration mit den Zylonen lautet, viele Anhänger vor allem Frauen. Während eines Prozesstages leistete sich Colonel Tigh, XO der Galactica einen Patzer, während er im Zeugenstand saß und aussagte. Lieutenant Gaeta leistete sich in den Augen von Baltar eine Falschaussage, welche er mit seinen beiden Anwälten diskutierte.
Briefing Room, SGC, Erde, Milchstraße
Nun trafen nach und nach alle Teilnehmer für die abschließende Missionsbesprechung ein. Colonel Chekov kam in Begleitung von zwei russischen Offizieren und mit Doktor Svetlana Markova. Unter den beide Offizieren befand sich eine Frau, die O´Neill, Carter, Jackson und Teal’c von einen gemeinsamen Einsatz kannten.
“Sie erinnern sich doch bestimmt noch an Anna Tolinev, sie ist nun im Rang eines Major, und das hier ist Lieutenant Karpov”, stellte der Colonel der russischen Luftwaffe seine Begleitung den anderen Anwesenden vor, während sich Colonel Carter und Doktor Markova bereits in einem Fachgespräch befanden.
Kurz darauf erschien auch Richard Woolsey mit 3 weiteren Vertretern des IOA, die ebenfalls mit auf die Mission mitkommen sollen, um diplomatische Verhandlungen zu führen.
Nun trafen unter anderem auch die Colonels Kirkland und Ronson ein, sowie Doktor Jennifer Keller und Lieutenant General George Hammond.
Es dauerte noch danach einige Minuten bis wirklich alle anwesend waren. Als nun alle da waren setzte man sich und es wurden einige Gespräche untereinander kurz weitergeführt. General Hammond erhob sich von seinem Stuhl, und begann:” Meine Damen und Herren, Sie wissen alle um was es geht, ihre Aufgaben wurden Ihnen bereits genannt. Sie wissen alle auf welche Schiffe Sie stationiert sind. Das Kommando bei dieser Mission hat Major General Jack O´Neill. Der Stab um General O´Neill, Mister Woolsey, Captain Thrace, General Landry, Colonel Carter, Colonel Chekov, Doktor Jackson und mir, hat einen Plan herausgearbeitet, was die Mission beinhaltet. General O´Neill, Sie sind dran.”
General Jack O´Neill stand langsam auf, während sich General George Hammond wieder hinsetzte. Wie O´Neill es hasste Ansprachen, Vorträge und solche dinge zu halten, darum nahm er es sich vor sich kurz zu fassen, und räusperte sich kurz bevor er den Ablauf und den Inhalt der Mission erläuterte.
“Es handelt sich hierbei um eine Such- und Rettungsmission für die 12. Kolonien von Kobol. Dabei wollen wir so viele Menschen retten, wie wir können. Auch wollen wir in die zerstörten Kolonien reisen, um mögliche weitere Überlebende zu suchen und zu retten. Wir haben 4 Schiffe zur Verfügung gestellt bekommen. Ich habe das Kommando bei dieser Mission, und über die Phoenix, der BC-306-Klasse. Colonel Chekov hat das Kommando über die Korolev ein Schiff der Daedalus-Klasse. Colonel Kirkland hat das Kommando auf der Icarus, und Colonel Ronson auf der Asklepios, zwei Schiffen der Prometheus-Klasse. Zu der Ausrüstung von den einzelnen Schiffen werde ich mich nicht äußern, ebenso wenig zu den Personalien… nur zu einer, die Chefärztin ist Doktor Jennifer Keller, die überwiegend auf der Phoenix zu finden sein wird. Außerdem haben Sie alle Unterlagen darüber erhalten, darin enthalten sind Listen aller Besatzungsmitglieder, ihrer Aufgaben und eine Auflistung über Lebensmittel, Kleidung, Ausrüstung und so weiter auf den Schiffen…”, berichtete O´Neill, wobei er sich am Ende kurz fasste und auf die Unterlagen deutete.
Einige der Teilnehmer blätterten nun kurz in den Unterlagen, und General O´Neill setzte sich wieder.
“Nach langen Beratungen und Gesprächen zwischen General O´Neill, Captain Kara Thrace und mir, sind wir uns darüber einig geworden die Flotte und die Überlebenden der 12. Kolonien, vorerst nicht zur Erde zu führen. Sondern ihnen erst einmal einen unserer Stützpunkte in der Milchstraße anbieten”, fuhr Mister Woolsey nach einer Pause fort, und übermittelte die diplomatische Seite der Mission. Als er fertig war, stellten einige noch Fragen, die schnell beantwortet wurden.
“Die Mission läuft folgendermaßen ab: Morgen 09-Hundert geht es nach Edora und zu den Schiffen. Von dort fliegen wir nach P2A-M221 und nehmen auf diesen Planeten noch einmal Proviant und Ausrüstung auf. Auf den Weg dort hin werden wir unsere Hyperantriebe voll austesten und eventuelle Mängel beheben. Dann geht es weiter in die Andromeda-Galaxie, wobei die Korolev, die Icarus und die Asklepios im Schlepptau der Phoenix reisen”, erklärte O´Neill zum Ende, und setzte sich wieder.
Alle hatten die Anweisungen verstanden und nickten.
“Nun gut. Viel Glück. Wegtreten!”, ordnete General Hammond an. Alle verließen nach und nach den Besprechungsraum, nur Hammond, O´Neill, Landry, Thor, Thrace, Woolsey, Carter und Jackson blieben zurück, und unterhielten sich noch einmal kurz untereinander.
Nächster Tag
09-Hundert Tor- und Kontrollraum, SGC, Erde, Milchstraße
Im Stargateraum und in den Gängen davor, hatten sich viele Menschen versammelt und warteten mit Rucksäcken, Koffern und Reisetaschen auf die Aktivierung des Sternentores.
Im Kontrollraum standen General Hammond, General Landry, General O´Neill und Captain Thrace.
“Wahlvorgang für Edora starten!”, befahl Landry.
“He, das wollte ich gerade sagen, Hank”, raunte Jack leise dem General zu.
General Hammond, der daneben stand musste dabei schmunzeln.
Der innere Ring des Stargates begann sich zu drehen, nachdem Walter die Koordinaten eingegeben hatte. Die Chevrons lockten nach und nach ein, bis sich endlich nach dem siebenten das Stargate öffnete.
“So alles ausrücken!”, befahl O´Neill nun, und alle Missionsteilnehmer gingen nun durch das Sternentor nach Edora.
Als letzte verließen Kara Thrace und Jack O´Neill, mit Glückwünschen von den Generälen Hammond und Landry, den Kontrollraum, eilten in den Torraum und durchschritten gemeinsam das Gate.
Edora, Milchstraße
Als Thrace und O´Neill aus dem Stargate auf dem Planeten Edora traten, wurden sie bereits von Chekov, Kirkland und Ronson erwartet.
“So alle da, wie man sieht”, meinte General O´Neill, “bringen wir alles an Personal und Material auf die jeweiligen Schiffe! Danach können Sie die Zeit nutzen, um sich entweder auszuruhen oder sich mit ihrer Crew zu unterhalten, es ist Ihnen überlassen! Doch, ich will das Heute um 1930-Hundert alle auf ihren Posten sind, wir brechen dann 20-Hundert auf! Die Icarus und die Asklepios koppeln sich zuerst von der Werft ab, danach die Korolev und den Abschluss bildet die Phoenix, da sie mehr Platz zum Manövrieren brauch. Wir setzen dann Kurs auf P2A-M221!”, erteilte O´Neill seine ersten Befehle.
In den folgenden 2 Stunden wurden alle Crewmitglieder, und alles an Transportkisten auf die Schiffe gebeamt und geflogen.
Die Schiffskommandanten hielten noch eine kurze Besprechung ab. Und Starbuck bat um Listen von sämtlichen Piloten, weil sie nach geeigneten Kandidaten für das Vipertraining suchte. Nachdem Jack diese Unterlagen besorgt hatte, entschloss er sich noch ein paar Stunden auszuruhen.
Landry’ Büro, SGC, Erde, Milchstraße
General Landry wurde so langsam ungeduldig, deswegen hatte er Colonel Mitchell in sein Büro bestellt, da der Colonel noch immer kein neues SG-1-Team zusammen-gestellt hatte. Würde sich Mitchell nicht bald selbst entscheiden, war der General entschlossen selber 3 Leute dafür auszuwählen.
“Nun Colonel, wie lange brauchen Sie noch, um sich ihr Team zusammenzustellen?”, fragte General ungeduldig, Mitchell, als dieser sein Büro betreten und die Tür geschlossen hatte.
“Nein, Sir. Ich habe bisher viele Leute zum Gespräch gebeten, und habe bisher keine geeigneten Kandidaten gefunden”, antwortete Cameron Mitchell seinem Vorgesetzten.
“Na schön, Colonel. Sie haben noch eine kleine Frist. Doch sie werden heute noch mit SG-2, SG-11, SG-19 und SG-20 nach P2A-M221 aufbrechen! Die Missions-Besprechung ist in 2 Stunden. Sie dürfen wegtreten”, sagte Landry, und wandte sich wieder den Missionsberichten zu.
“Ja, Sir”, murmelte Colonel Mitchell und verließ das Büro.
Phoenix, Kara’ Quartier
Starbuck sah sich indes die Liste, die sie von General O´Neill erhalten hatte an. Darauf waren aller F-302-Piloten und aller Piloten an, die bisher etwas geflogen haben aufgelistet. Kara schrieb sich die Kandidaten für das Vipertraining auf, dabei musste sie an die vielen Schüler denken, die sie bisher auf der Galactica und in den Kolonien unterrichtet hatte und das fliegen bei gebracht hatte.
Phoenix, Crewquartiere - Brücke
Kurz vor 19:30 stand Jack O´Neill auf, und machte sich langsam auf dem Weg zur Brücke, dabei traf er unterwegs auf Starbuck.
“Hallo Captain. Na aufgeregt?”, fragte der General gutgelaunt.
“Etwas. Sir. Hier ist die Liste der Teilnehmer, die ich für das Vipertraining angefertigt habe. Doch ich will mich erstmal mit den Kandidaten unterhalten”, antwortete Starbuck, und überreichte O´Neill zwinkernd ein Blatt Papier. Der General überflog die Namen, und stellte fest dass einige Teilnehmer sich auf den anderen 3 Schiffen befanden.
“Ja, dann werde ich mal kurz mit den Colonels Chekov, Kirkland und Ronson telefonieren, damit diese Leute hierher gebeamt werden”, meinte Jack, als sie beide zusammen die Brücke erreichten. Der General ging zu Lieutenant Simmons und übergab dem Kommunikationsoffizier die Liste, und gab ihm Anweisungen. Eine Viertelstunde später trafen alle, von Captain Kara Thrace, ausgesuchten Personen ein.
“Airman Bosworth, teilen Sie diesen Leuten hier ein Quartier zu!”, ordnete General O´Neill an, als gerade Richard Woolsey auf der Brücke erschien.
“Hallo Mister Woolsey, na neugierig?”, fragte General O´Neill.
“Ja, ich würde gerne den Start von der Brücke aus miterleben, General”, sagte Woolsey angespannt.
“Jep. Alle auf ihre Posten!”, befahl General O´Neill, nachdem er auf die Uhr gesehen und auf den Sitz des Kommandanten Platz genommen hatte.
1.05 Aufbruch
Milchstraße
Brücke der Phoenix, Weltraumwerft von Edora
“Hallo Mister Woolsey, na neugierig?”, fragte General O´Neill, das IOA-Mitglied, welches die USA vertrat und gerade auf der Brücke der Phoenix auftauchte.
“Ja, ich würde gerne den Start von der Brücke aus miterleben, General”, sagte Woolsey angespannt.
“Jep. Alle auf ihre Posten!”, befahl General O´Neill, nachdem er auf die Uhr gesehen und begab sich Richtung Sitz des Commander, um darauf Platz zu nehmen.
General Jack O´Neill hatte auf seinen Sitz Platz genommen, ebenso die anderen Crewmitglieder der Phoenix. Alle waren bereit, um die Mission zu beginnen und in die Andromeda aufzubrechen.
“Lieutenant Simmons, öffnen Sie jeweils einen Kanal zu jedem Schiff in der Flotte! Es geht los”, ordnete O´Neill an.
“Verstanden, Sir”, antwortete der Lieutenant.
“Die Verbindungen zu den anderen Schiffen stehen”, meldete Simmons nach ein paar Minuten. Auf 3 Bildschirmen erschienen nun die Gesichter von Chekov, Kirkland und Ronson, die sofort nacheinander ebenfalls erklärten bereit zu sein.
“Na schön”, nickte Jack. “Icarus und Asklepios, Halterungen und Verbindungen zur Werft lösen, die Station verlassen und sich mit Sublicht zu den Sammelpunkt begeben!”, ordnete General O´Neill an.
“Verstanden Phoenix”, antwortete Colonel Kirkland, und gab die Befehle an seine Crew weiter.
“Alles klar, General O´Neill”, antwortete Colonel Ronson, nickte und gab die von dem General soeben erhaltenen Anweisungen weiter.
Die Halterungsklammern, Versorgungsleitungen und sonstige Verbindungen wurden nun bei den zwei Schiffen der Prometheus-Klasse gelöst, dann manövrierten die Steuermänner mit Hilfe der Steuerungstriebwerke ihre jeweiligen Schiffe aus dem Dock heraus. Als beide draußen waren wurden die Sublichttriebwerke gezündet, und man entfernte sich von der Weltraumwerft.
Jack O´Neill, Sam Carter und alle anderen auf der Brücke der Phönix sahen diesen Manövern angespannt zu, da man die Station und die dort noch in der Fertigung sich befindlichen BC-304er, die Apollo und die Odyssey, nicht beschädigen wollte.
“Colonel Chekov, nun sind Sie an der Reihe!”, gab General O´Neill nun die Starterlaubnis für die Korolev, nachdem sich die Icarus und die Asklepios weit genug entfernt hatten.
Brücke der Korolev, Weltraumwerft von Edora
“Verstanden, General O´Neill”, antwortete Colonel Chekov, Commander der Korolev.
“Major Tolinev, bringen Sie uns raus!”, befahl der Colonel der russischen Luftwaffe.
“Aye, Colonel Chekov. Verbindungen und Halterungen sind gelöst… zünde nun die Sublichttriebwerke”, berichtete die russische Offizierin, während sie die Korolev aus der Werft steuerte. Es klappte auch dieses mal reibungslos, wie zuvor bei den beiden Raumschiffen der Prometheus-Klasse.
“General O´Neill, wir sind draußen”, stellte Chekov zufrieden fest.
“Ja, ich sehe es, Colonel. Begeben Sie sich zu dem Sammelpunkt, den Mond von Edora, wo die Asklepios und die Icarus bereits warten! Dort warten Sie auf uns!”, ordnete General O´Neill per Videoübertragung an. Nach dem Erhalt dieser Anordnungen, nickte Colonel Chekov und gab nun seinerseits, die entsprechenden Befehle an seine Crew weiter.
Brücke der Phoenix, Weltraumwerft von Edora
Jack O´Neill atmete nun noch einmal kurz tief durch, nun waren sie selbst an der Reihe, er hatte bereits einmal die Prometheus kommandiert, doch die Phoenix war nun wirklich was Neues, denn es war das bis zu diesen Zeitpunkt größte Schiff.
“Thor, wie sieht es aus?”, fragte der General, bei den Asgard nach, welcher die Systeme überwachte.
“Na schön. Colonel Carter, Thor bringt uns zu den Anderen!”, ordnete O´Neill an.
“Verstanden Sir”, antwortete Sam, und löste nach und nach alle Halterungen und Verbindungen mit der Werft, danach gab sie Thor ein Zeichen, worauf dieser mit ihr die Manövrierdüsen zündete. Der Asgard und Colonel Carter ließen nun die Phoenix langsam rückwärts aus der Werft gleiten.
Richard Woolsey, der sich ebenfalls auf der Brücke befand, wirkte sehr angespannt und nervös. Nach einigen Minuten hatte sich das große Raumschiff weit genug von der Werft entfernt, nun zündete Colonel Carter vier der acht Sublichttriebwerke der Phoenix, und setzte Kurs Richtung Mond. Als dies geschehen war, entspannten sich die Gesichtszüge bei allen, vor allem bei Richard Woolsey.
“Ist mit Ihnen alles in Ordnung, Mister Woolsey?”, fragte Sam Carter.
“Ja, ich bin nur etwas nervös”, antwortete der Vertreter des IOA.
“Der schwierige Teil kommt ja erst noch, nämlich die Koloniale Flotte finden”, sagte Jack O´Neill in seiner typischen Art.
“Danke General. Das tut sehr gut”, meinte daraufhin Woolsey etwas nachdenklich.
Nach einem kurzen Flug mit Sublicht erreichte die Phoenix den Sammelpunkt.
“Hier ist die Phoenix. Korolev, Icarus, Asklepios verbinden Sie bitte nun das eine ZPM mit der Energieversorgung”, bat nun Thor, während Lieutenant Hailey bereits dasselbe auf der Phoenix, auf ein Zeichen des Asgard’ hin, tat.
Nach einigen Minuten waren alle soweit, und General O´Neill rieb sich noch einmal kurz die Hände.
“Gut, dann wollen wir mal unsere Hyperantriebe unter Realitätsbedingungen testen”, sagte Colonel Carter.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson Treffpunkt ist P2A-M221 am Rande der Milchstraße! Dies ist einer der letzten bewohnbaren Planeten mit einem Stargate. Wir treffen uns dort innerhalb der nächsten 26 bis 28 Stunden, bevor wir dort eine Pause von 34 bis 36 Stunden einlegen!”, gab nun General O´Neill seine Anweisungen an die Commander der anderen Schiffe weiter.
Kurz darauf öffneten sich vier Hyperraumfenster, in welchen die vier Raumschiffe verschwanden.
Als sich die Phoenix nun im Hyperraum befand, verließ Richard Woolsey die Brücke.
Kara Thrace ging nun zu einer Sprechanlage.
“Alle 12 Piloten für das Vipertraining finden sich innerhalb von 40 Minuten im Bereitschaftsraum Alpha C7-104 auf Deck 7 ein!”, ordnete Starbuck an, danach machte sie sich umgehend selbst dorthin auf den Weg.
“Colonel Carter, Sie haben die Brücke! Ich werde dem Unterricht beiwohnen, da Captain Thrace mich darum gebeten hat”, sagte General O´Neill an Sam gerichtet, und verließ kurz darauf die Brücke und machte sich auf den Weg.
Stargateraum, SGC, Erde
General Landry wartete bis alle Mitglieder der SG-Einheiten, inklusive von Lieutenant Colonel Cameron Mitchell als 1-Mann-SG-1-Team, die nach P2A-M221 aufbrechen sollten anwesend waren.
“Meine Herren, die Mission läuft wie vor 25 Minuten besprochen ab”, begann der Kommandeur des SGC, nachdem er kurz auf die Uhr geschaut hatte, “Sie werden nach P2A-M221 gehen und dort auf unsere Flotte warten. Nachdem alles verladen wurde, kehrt SG-2 zurück und Colonel Mitchell und die anderen bleiben vorerst dort! Walter wählen Sie P2A-M221 an!”
Der Master Sergeant hatte bereits die Koordinaten eingegeben, und drückte nur noch auf die Enter-Taste, um den Wahlvorgang zu starten. Nach ein paar Minuten öffnete sich das Sternentor.
“Colonel Reynolds und SG-3 erwarten Sie bereits dort. Ausrücken!”, ordnete General Landry an, und verließ kurz darauf den Torraum, während Colonel Mitchell mit den SG-Teams 2, 11, 19 und 20 durch den Ereignishorizont des Stargates gingen.
P2A-M221 am Rande der Milchstraße
Die Prometheus befand sich immer noch im Orbit des Planeten, der auch als
P2A-M221 bekannt war. Das erste interstellare Raumschiff von den Menschen der Erde, sowie die Crew von Colonel Lionel Pendergast waren nun bereits seit etlichen Wochen im Dauereinsatz. Die Prometheus hatte seitdem viele Flüge von der Erde nach Edora und nach P2A-M221 hinter sich. An Bord befanden sich immer wieder Maschinen, Vorräte, Ausrüstungsgegenstände und natürlich Personal. Man hatte diesen Planeten aus der Antikerdatenbank, die General O´Neill einmal in den Computer des Stargate-Centers eingegeben hatte, als bei ihm zum ersten Mal das Wissen der Antiker in sein Gehirn heruntergeladen wurde. Und obwohl man nun diese von Menschen unbewohnte Welt nun bereits lange kannte und erforscht hatte, gab es immer noch keinen Namen, den man dem Planeten gegeben hatte, und blieb es bisher bei der Kennzeichnung P2A-M221.
Colonel Lionel Pendergast war froh, dass er nun die Lieferung, den gerade eingetroffenen SG-Teams zu Bewachung anvertrauen konnte.
Auch war die Prometheus mit Hilfe, der Energie des ZPM an Bord, um ein vielfaches schneller und die Schilde waren wirkungsvoller.
Es war ein trockener und mit Gebirgszügen überzogener Planet, der mit seiner Landmasse größtenteils an die Trockengebiete in Australien, Afrika und den USA erinnerte.
´Und ausgerechnet hier soll ein Stützpunkt von uns hin´, dachte Pendergast im Stillen.
Die Arbeiten hatten bereits begonnen, der Stützpunkt wurde wie alle anderen auch in einem Berg angelegt.
“Colonel Pendergast, Sir”, meldete sich hinter ihm eine Stimme, welche Pendergast aus seinen Gedanken riss. Er drehte sich um, und erkannte Colonel Mitchell, der nun näher heran trat.
“Colonel Mitchell, schön das Sie endlich hier sind. Somit kann ich wieder weg, zurück zur Erde und die nächste Tour in Angriff nehmen”, stellte Lionel Pendergast fest, während Cameron Mitchell die Umgebung betrachtete.
“Ja, ziemlich karger Planet”, bemerkte Colonel Mitchell, als er sich umsah.
“Nun im Innern dieses großen Kontinents, der von Gebirgszügen durchzogen ist, regnet es nicht so häufig. Aber auch auf diesen gibt es Wälder und Graslandschaften, wobei der andere Kontinent mehr davon hat. Beide Kontinente sind von einem riesigen Ozean umschlossen”, erzählte Colonel Pendergast, seine Beobachtungen, die er von der Prometheus aus gemacht hatte. Einige Minuten später verabschiedeten sich beide von einander, Colonel Lionel Pendergast und die Mitglieder seiner Crew, die sich noch auf dem Planeten aufhielten wurden nun nach und nach zurück auf die Prometheus gebeamt. Nun tauchte auch Colonel Reynolds aus einem Zelt auf, wo die Weltraumüberwachung untergebracht war.
“Colonel Mitchell immer noch alleine unterwegs?”, fragte Reynolds.
“Ja, Sir. Doch General Landry hat mir eine Frist gesetzt. Darum werde ich nicht mehr lange solo unterwegs sein”, antwortete Mitchell.
“Wenn die Flotte jetzt aufgebrochen ist, müsste sie innerhalb der nächsten 26 Stunden eintreffen”, meinte Lieutenant Colonel Ferretti, “wie ich Jack beneide. Hätte ihn gerne begleitet, doch er hat gesagt ´Ich möchte einen alten erfahrenden Hasen auf der Erde und in der Milchstraße wissen, wenn ich unterwegs in eine andere Galaxie bin.´ “
“Das hat er gesagt?”, fragte Mitchell nun noch einmal bei Ferretti nach.
“Ja, das hat er”, grinste der.
“Na schön. Ich würde sagen, wir gehen alle in den Schatten in einer halben Stunde sind hier 45°C in der Sonne”, schlug Reynolds vor, ging Richtung Zelt, wo die anderen SG-Teams bereits warteten. Als alle am Zelt waren, teilte Colonel Reynolds die Wachen für jeweils 2 Stunden am Stargate, ein. Danach begaben sich er und die Anderen zu den provisorisch, klimatisierten errichteten Unterkünfte, die an einer Felswand errichtet worden waren.
“Dann wollen wir mal auf unsere Flotte warten”, meinte Ferretti, schloss die Tür und ging zum Kühlschrank.
“Das ist genau das Richtige”, sagte er lachend, holte ein paar Flaschen Bier heraus und ging zum Tisch.
“Das ist wahr”, stimmte Reynolds zu, und auch Mitchell nickte.
Ferretti setzte sich zu den beiden anderen, als Reynolds ein Kartenspiel aus seiner Weste hervorholte. So sahen sich nun die drei dafür gewappnet, um so etwas Zeit zu verbringen bis die Phoenix und die anderen Schiffe endlich eintrafen.
1.06 Lessons
Bereitschaftsraum Alpha der Phoenix, Hyperraum
Nach einem ausführlichen Verdauungsspaziergang hatte General O´Neill den Bereitschaftsraum für die Piloten erreicht, und sich zu Captain Thrace gesetzt.
Hier wollte Kara nun, die ersten 12 Piloten für das Vipertraining unterrichten, und mit theoretischen Wissen und einer abschließenden schriftlichen Prüfung auf den Flug in einer Viper vorbereiten. Auch hatte sich Starbuck vorgenommen, nur vier Viper, maximal aber nur 6 Viper, für das spätere Flugtraining einzusetzen, da man Ausfälle und Beschädigungen nicht außer Acht lassen konnte.
Für das Flugtraining hatten sich General O´Neill, Captain Thrace, General Hammond und das IOA darauf geeinigt, bei P2A-M221 einen Stopp von maximal 36 Stunden einzulegen, damit die Piloten praktische Erfahrungen mit der Viper sammeln können.
Hinzu kamen noch das Verladen der restlichen Ausrüstung, Proviant und Hilfsgüter, sowie die Aufnahme des noch benötigten Personals.
Im Bereitschaftsraum wurde Starbuck schon langsam wütend, denn von den zum Unterricht herbefohlenden Schülern fehlten immer noch 4, nämlich , Major Robert C. Jackson, Captain Rebecca Pearson, ihr jüngerer Bruder Lieutenant Samuel Pearson und Sergeant Bruce Lewis. General O´Neill vertrieb sich indes die Wartezeit mit seinem Jojo, welches er oft in seiner Hosentasche hatte.
Es dauerte noch mehr als 5 Minuten, bis die übrigen vier Teilnehmer endlich eintrafen, wobei sie von Captain Thrace wütend angefunkelt wurden.
“Wie lauten Ihre Ausreden, dass Sie alle vier über 15 Minuten verspätet zum Unterricht erscheinen?”, fragte Starbuck, und sah dabei mit bösem Blick die vier Piloten an.
“Sie haben nicht mit mir in diesen Ton zu reden, Captain!”, gab Major Jackson Captain Thrace zur Antwort.
Kara drehte sich nun zu Jack um, der sein Jojo wieder in die Hosentasche gesteckt hatte. Der General zuckte nur mit den Schultern.
“Es ist Ihre Klasse, Kara. Ich habe Ihnen freie Hand gegeben. Außerdem zählen hier keine militärischen Ränge! Antworten Sie auf die gestellte Frage!”, ordnete O´Neill an, und wies nebenbei auch gleich Major Jackson zurecht, der die Anwesenheit des Generals bisher nicht wahrgenommen hatte. Darauf grinste Kara zufrieden, drehte sich nun langsam wieder zu den Major um, und schlug, zur Überraschung aller auch vor den Augen von Jack, mit der rechten Faust zu. Starbuck traf punktgenau die Nase von Major Jackson, welcher daraufhin etwas zurücktaumelte, ausgeknockt und schwer getroffen zu Boden sackte.
“Also das habe ich damit eigentlich nicht gemeint”, seufzte Jack, dann stand er auf und ging einige Schritte zu den Telefon.
“Hier ist General O´Neill. Medizinischer Notfall im Bereitschaftsraum Alpha, C-107, Deck 7 - Major Jackson hat einen dummen Fehler begangen”, sagte O´Neill in das Mikrophone und hängte den Hörer wieder ein, nachdem er den Notruf abgesetzt hatte.
Es dauerte nicht einmal 5 Minuten, dann erreichte Doktor Jennifer Keller in Begleitung von zwei Sanitätern den Ort des Geschehens.
“Die Nase ist gebrochen, ich werde sie richten müssen, außerdem ist er bewusstlos”, stellte die Ärztin, nachdem sie den Major kurz untersucht hatte.
“Gut kümmern Sie sich bitte darum, Doktor Keller”, sagte O´Neill.
Die beiden Sanitäter legten kurz darauf den ausgeknockten Major auf die Trage, und zogen die Haltegurte fest, dann machten sie sich mit Jennifer auf den Weg zur Krankenstation der Phoenix.
General O´Neill atmete noch einmal durch, bevor er sich an Starbuck wandte.
“Was zum Kuckuck sollte denn das?”, fragte Jack nach, mit den Händen in den Hosentaschen.
“Angriff auf ein aufgeblasenes Arschloch”, antwortete Starbuck, und schaute dem General dabei in die Augen, der die rechte Augenbraue hochzog.
“Ich weiß, was Sie meinen, ich mag den sich wichtigtuenden Kerl auch nicht so richtig. Da waren es nur noch 11. Streichen Sie Jackson vorerst von der Teilnehmerliste, der fällt aus!”, stellte O´Neill fest, und ließ die Sache vorerst auf sich beruhen.
Nun wiederholte Captain Thrace noch einmal ihre Frage von vorhin, darauf erklärten die drei Befragten, dass sie Karten gespielt hätten, und dabei beinahe den Termin vergessen hatten. Kara nickte kurz, und gab sich mit dieser Antwort zufrieden.
“Na schön, setzt euch endlich! Doch ab sofort sind alle pünktlich! Wir beginnen mit der Theorie, dafür habe ich in den letzten Wochen so einiges vorbereitet. Dann folgt eine kleine schriftliche Prüfung. Diejenigen von euch die bestehen, machen dann in den Flugsimulatoren weiter, die im Nebenraum stehen”, erklärte Starbuck, und begann sofort mit dem Unterricht sobald der Letzte sich gesetzt hatte. Während Captain Thrace nun, den 11 Piloten, die Viper Mark II. erklärte, war es mucksmäuschenstill in dem Raum, und jeder sprach nur nach einer Aufforderung - Starbuck hatte sich ohne Zweifel, auf eine ungewöhnliche Art und Weise, bei den Piloten Respekt verschafft.
Auch General O´Neill verfolgte teilweise und aufmerksam dem Unterricht, auch war er sich sicher, dass sich die Aktion von Kara “Starbuck” Thrace zumindest erst einmal schnell auf der Phoenix herumsprechen würde, bevor man P2A-M221 erreichen würde.
Doch leider wusste Jack auch, das er einen Bericht wegen diesen Vorfall schreiben muss, dazu kämen noch die Einträge in die Personalakten, und er musste noch ein klärendes Gespräch mit Thrace und Jackson aufgrund dieses Vorfalls führen - doch dies musste erst einmal warten, denn dafür war nun keine Zeit. Jack O´Neill seufzte leise, als er an diesen ganzen Papierkrieg dachte, der bald auf ihn zukam.
Nach knapp 5 Stunden waren der Vortrag von Captain Thrace und die anschließende Fragerunde beendet.
“So, und in 5 Stunden sind alle wieder hier - zur schriftlichen Prüfung! Wer zu spät erscheint ist durchgefallen!”, ordnete Starbuck an, und deutete dabei auf die Uhr hinter ihrem Rücken.
Als alle Kursteilnehmer den Raum verlassen hatten, sprach nun Jack noch einmal Kara, wegen des Vorfalls kurz an.
“…musste das denn wirklich sein?”, fragte O´Neill.
“Sie sagten, ich hätte freie Hand, Sir”, konterte Starbuck General O´Neill aus
“Stimmt das hatte ich. Doch ich meinte damit keine Boxkämpfe, oder andere körperliche Auseinandersetzungen!”, mahnte Jack, worauf Kara nickte.
“Gut. Dann wäre das geklärt. Ich bin dann mal weg, mich um den Papierkrieg kümmern, bin aber zur Prüfung wieder zurück”, sagte O´Neill, und verließ nun ebenfalls den Raum.
Noch bevor die gesetzte 5-Stunden-Frist um war, waren alle 11 wieder in den Raum versammelt. Kara Thrace verteilte nun die Prüfungsbögen, während General O´Neill mit wachsamen Augen auf die Kursteilnehmer aufpasste, damit keiner der Versuchung erlag, zu betrügen. Nachdem Starbuck mit dem Austeilen fertig war, kehrte sie an ihren Platz zurück, und Jack nun in der hintersten Reihe Platz nahm.
“So alle mal herhören! Es sind 35 Fragen, dafür habt ihr eine Stunde Zeit - keine Minute länger! So schreibt euren Namen und das Datum auf die Prüfungsbögen!… Die Zeit läuft ab jetzt!”, ordnete Captain Thrace an, nachdem sie auf die Uhr geschaut hatte. General O´Neill sah ebenfalls auf seine Armbanduhr, und ließ nun die Zeit herunter laufen.
Die Zeit verging, und während Jack von seinem Platz aus aufpasste, schritt Kara von Zeit zu Zeit, ebenfalls durch den Raum auf und ab, und beobachtete wachsam die Prüflinge.
“Ah, hm”, räusperte sich General O´Neill kurz, nachdem 39 Minuten und einige Sekunden der Zeit um war.
“Sorry Sir. Captain Thrace, ich bin fertig”, versicherte Lieutenant Hailey, stand auf, ging zu dem Platz von Starbuck und gab ihren Prüfungsbogen ab.
“Gut Lieutenant. Sie können gehen, doch Sie sind in spätestens anderthalb Stunden wieder hier!”, stellte Captain Kara Thrace nickend klar, auch Lieutenant Jennifer Hailey nickte kurz und verließ dann leise den Raum.
Nach über einer Viertelstunde piepte kurz, die Armbanduhr von O´Neill und die LED-Anzeige leuchtete kurz blau auf. Starbuck nickte kurz, nachdem sie ebenfalls auf die Uhr geschaut hatte.
“Okay, Leute… die Zeit ist um! Die Stifte weglegen, und die Prüfungsbögen bei mir abgeben!… He, ich hatte etwas gesagt”, forderte Captain Thrace, die fünf letzten Teilnehmer auf, die bislang noch nicht fertig waren, und noch im Raum saßen.
Ein allgemeines Gemurmel erklang, und alle erhoben sich und gaben bei Kara die Prüfungsunterlagen ab.
“Und in einer halben Stunde sind alle wieder hier, dann gibt es die Ergebnisse!”, befahl General O´Neill, den Piloten bevor diese den Raum verlassen konnten.
“Dann wollen wir mal sehen, wer alles durch ist und wer nicht”, meinte Kara, und begann nun mit Jack die Prüfungen durchzugehen, dabei übernahm General O´Neill die Ankreuzfragen und Captain Thrace die schriftlichen Antworten.
Die Prüflinge kehrten überpünktlich in den Raum zurück, und nahmen in aller Stille Platz. Keiner sagte etwas, nur Starbuck und Jack unterhielten sich leise, werteten nun die letzten Prüfungen aus, und notierten sich die einzelnen Ergebnisse.
Nach einer Wartezeit von gequälten, langen 7 Minuten für die elf Piloten war es endlich soweit, und Starbuck nahm das Blatt mit den Ergebnissen in die Hand, wo sie zusammen mit O´Neill die endgültigen Ergebnisse notiert hatte.
“Ich mache es kurz, da wir nur wenig Zeit haben: Major Castleman, Captain Pearson, Captain Vaselov, Captain Trevors, Lieutenant Hailey, Lieutenant Pearson, Lieutenant Karpov, Lieutenant Morrison, Lieutenant Leeds, Lieutenant Allic und Sergeant Lewis, Sie haben alle bestanden, wobei es bei einigen Kandidaten ziemlich eng war. General O´Neill hat mich gebeten, auch die Wackelkandidaten, zumindest erst einmal im Simulator zu testen, bevor ich mich dann endgültig entscheiden soll, ob ich diejenigen dann in eine echte Viper setzen will, oder doch nicht. Ich habe den Vorschlag angenommen und unterstütze ihn.”
“Captain Thrace, wer sind denn alles diese Wackelkandidaten?”, fragte Sergeant Lewis interessiert.
“Die Wackelkandidaten sind Lieutenant Allic, Lieutenant Pearson und Sie, Sergeant Lewis”, antwortete General O´Neill, da er die Namen jener kannte, und Kara Thrace nickte zustimmend.
“So, damit wäre der theoretische Part abgeschlossen. Ihr habt nun 6 Stunden Pause, erholt euch in der Zeit. Ihr seid dann alle, nach 6 Stunden wieder pünktlich hier!”, befahl Captain Thrace, bevor sie und General O´Neill die Klasse entließ.
“Ja, ich werde mir dann auch mal eine Mütze voll Schlaf genehmigen. Bis dann, Kara”, sagte Jack, stand auf, verließ den Raum und machte sich auf den Weg zu seinem Quartier.
Starbuck räumte nun alles an Material zusammen, verstaute alles in dem Schrank und schloss dann diesen ab, dann verließ auch sie den Raum. Nun merkte Kara, wie müde auch sie selbst war, und machte sich auch auf den Weg zu ihrem Quartier.
Flugsimulatorraum der Phoenix, Hyperraum
Zufrieden stellte Kara Thrace fest, das alle Schüler pünktlich zu dem angesetzten Termin kamen. Doch sie musste alle wieder erst einmal wegschicken - zum Umziehen. Jack O´Neill, der zu diesen Zeitpunkt kam, grinste heimlich. Nach einer Viertelstunde, kehrten die Piloten in den Raum zurück und trugen, wie Starbuck die Pilotenkleidung für die Viper- und Raptorpiloten der Kolonien, die sie mit Hilfe der Asgardtechnologie auf Thor’ Schiff angefertigt hatte.
In dem Simulatorraum standen vier Flugsimulatoren, die extra auf die speziellen Spezifikationen der Viper ausgelegt waren. Captain Thrace wies noch einmal kurz alle ein, bevor sie die ersten drei einen Simulator zuwies, und selbst in einen stieg; dabei hielt sie mit den anderen jeweils Funkkontakt.
Jack schaute diesen Treiben auf einen Monitor zu, der das Fluggeschehen darstellte, bis die Kommunikationsanlage im Raum läutete.
“O´Neill”, meldete sich der General, als er den Hörer abnahm.
“General, ich hätte Sie gerne einmal gesprochen”, meldete sich die Stimme von Richard Woolsey in der Leitung.
“Und über was, möchten Sie mit mir sprechen, Mister Woolsey?”, fragte Jack, nachdem er den Besitzer der Stimme identifiziert hatte.
“Über den Vorfall zwischen Major Robert Jackson und Captain Kara Thrace, und ihre Angewohnheit sich gegenüber anderen höherrangigen Offizieren mit Schlägen durchzusetzen. Der Major hat sich darüber beschwert, da Sie es scheinbar wortlos hingenommen haben”, meinte das IOA-Mitglied etwas säuerlich.
“Das ist nicht ganz korrekt. Ich habe die Sache bereits mit Captain Thrace geklärt, und darüber bereits den Papierkram erledigt. Doch hatte ich bisher keine Gelegenheit mit dem Major darüber zu sprechen”, verteidigte sich O´Neill gegen diese Behauptung.
“Dann tun Sie das bitte, General O´Neill. Sie wissen doch dass seine Familie das Programm mitfinanziert”, bat Woolsey nun.
“Der Major hat es trotzdem mit seinem vorgesetzten Offizier zu klären, und nicht mit Ihnen, das ist eine militärische Sache, am besten mit mir. Ja, das weiß ich”, antwortete O´Neill und rieb sich die Stirn.
“In Ordnung, ich wollte es nur anmerken. Der Major ist übrigens wach, er wurde von Doktor Keller operiert”, erklärte Woolsey.
“Alles klar, dann werde ich mal mit ihm sprechen, und für klare Verhältnisse sorgen. Danke für die Informationen, Mister Woolsey”, sagte der General, danach verabschiedete er sich von Woolsey und hängte den Hörer wieder ein.
Nun war die erste Gruppe fertig und entstieg den Simulatoren, und Starbuck machte sich einige Notizen.
“Captain Thrace, ich bin dann mal weg, zuerst auf der Krankenstation, um mit Major Jackson etwas zu klären, danach in meinem Quartier, in der Kantine oder auf der Brücke.”
“Ist gut Sir”, sagte Starbuck, und wandte sich dann wieder den Piloten zu.
Krankenstation der Phoenix, Hyperraum
Als Jack O´Neill auf der Krankenstation ankam, suchte er sofort Major Jackson und ging zu ihm. Der General unterhielt sich lange, im ruhigen und sachlichen Ton, mit dem Major.
“…die militärische Rangfolge ist bei den Kolonien etwas anders, gut möglich, dass sie auf der Erde auch den Rang eines Majors inne hätte. Lassen Sie Captain Thrace eine Weile einfach in Ruhe. Ich versuche mit ihr zu reden, ob Sie wieder an den Unterricht bei einer neuen Klasse teilnehmen dürfen, wenn Sie wieder gesund sind Major. Ich weiß auch, dass wir ihren Vater viel Unterstützung in diesem Programm verdanken. Doch sollten Sie es nicht allzu oft in die Waagschalle werfen.”
“Deshalb brauch sie mir nicht die Nase brechen. Ich werde es trotzdem meinen Vater erzählen”, nuschelte Major Jackson.
“Ich würde Ihnen empfehlen das zu unterlassen, Major. Außerdem hat nicht jeder irgendwelche besonderen Beziehungen, um seine Ziele zu erreichen - andere arbeiten sehr hart dafür. Sie sind ein hervorragender Pilot und ein guter Offizier, der solche Aussagen nicht nötig hat”, riet Jack Major Jackson noch einmal eindringlich.
“Gute Besserung, Major. Und sobald wir P2A-M221 erreicht haben, lasse ich Sie auf die Krankenstation der Asklepios verlegen”, sagte General O´Neill, stand auf und verließ die Krankenstation wieder.
Stargate - Raum der Phoenix, Hyperraum
Im Gateraum von der Phoenix herrschte reges Treiben, und Sergeant Siler überwachte die Arbeiten. Nach der Installation und Anschluss, sowie den Testläufen des Sternentores auf der Edora - Weltraum - Werft wurde nun der Stargate-Raum, der Kontrollraum und der gesamte Bereich langsam fertig gestellt.
Irgendwo auf der Phoenix, Hyperraum
Jack war heilfroh, dass es auf seinem Schiff Lagepläne gab, damit man sich besser orientieren konnte. Er hatte zwar die Pläne der Phoenix studiert, doch durch die Erweiterung der Startröhren für die Viper hatte sich so einiges geändert.
´Außerdem war das Schiff auch so schon groß genug, um sich zu verlaufen´, dachte
General Jack O´Neill, während er durch die Gänge spazierte. Nun kam ihm unterwegs eine vor sich hinfluchende Kara entgegen, die sich über einige Piloten aufregte.
“Ich brauche unbedingt eine Pause… So was nennt sich Piloten… Götter bin ich froh, dass die erste Runde um ist… Oh, hallo Sir”, meinte Kara, als sich beide nun an der Gabelung zur Kantine trafen. Beide legten nun zusammen den Weg zur Kantine gemeinsam zurück, dabei gab Starbuck dem General einen kurzen Überblick.
“Verdammt. Ich muss wieder zurück”, stellte Kara Thrace fest, als sie auf ihre Uhr geschaut hatte, drehte sich um und eilte durch die Gänge Richtung Simulatorraum.
Flugsimulatorraum der Phoenix, Hyperraum
Nach etwa zwei Stunden suchte General O´Neill wieder den Simulatorraum auf. Die Piloten waren nun mit dem Training mit den Flugsimulatoren fertig, und Starbuck begab sich zu einem Schreibtisch der sich im Raum befand, wo Jack bereits auf einen der wenigen Stühle Platz genommen hatte.
Mit Hilfe ihrer Notizen, war Kara Thrace, nach kurzer Zeit mit der Auswertung fertig.
“Okay, alle mal herkommen!”, forderte Captain Thrace, ihre elf Schüler dazu auf zu dem Schreibtisch zu kommen.
“Nicht so nervös. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - bis auf einige Ausnahmen”, meinte O´Neill grinsend, als er bemerkte wie langsam sich die Klasse den beiden näherte.
“Also, es dürfen folgende Leute eine echte Viper fliegen, wenn wir, P2A-M221, unser Zwischenziel erreicht haben: Major Castleman, Captain Pearson, Captain Vaselov, Lieutenant Hailey, Lieutenant Karpov, Lieutenant Pearson, Lieutenant Leeds, Lieutenant Morrison und Sergeant Lewis. Für die beiden anderen: Captain Trevors und Lieutenant Allic gilt es noch einmal ordentlich zu büffeln, bevor ich euch eine Viper fliegen lasse. Ruht euch nun aus! Ihr dürft wegtreten!”, ordnete Starbuck an, nachdem sie die Ergebnisse verkündet hatte.
Die elf Piloten verließen nun den Raum, und kurz darauf taten es auch Kara und Jack, die sich beide unterhaltend auf den Weg zur Kantine machten.
