Stargate: Battlestar Galactica
#4
1.07 Ungebetener Besuch

Brücke der Phoenix, Hyperraum - P2A-M221, Milchstraße

Nach einem kurzen aber erholsamen Schlaf, von etwas über 4 Stunden, fand sich General O´Neill ausgeruht, wieder auf der Brücke seines Schiffes ein. Schon bald würde man das erste Etappenziel auf der Reise in die Andromeda erreicht haben.

“Erster”, stellte Jack fest und lächelte, als die Phoenix den Hyperraum verlassen hatte, und sich nun im Orbit des Planeten P2A-M221 befand.
“General O´Neill, Sir. Wir werden gerufen, es ist Colonel Reynolds”, meldete Lieutenant Simmons.
“Sie sind ja auch ziemlich schnell unterwegs gewesen, General. Denn nach meiner Uhr haben Sie ungefähr 24 Stunden und ein paar Minuten, von der Edora-Werft bis hierher benötigt”, kam es aus einem Lautsprecher auf der Brücke.
“Ja, wir dachten uns, wir fliegen um das blaue Band mit. Sie haben doch die restliche  Ladung für uns?”, scherzte Jack O´Neill kurz und lachte kurz etwas, bevor er wieder dienstlich wurde.
“Genau so ist es, General. Es handelt sich um Ausrüstung, Material, Medikamente, Personal, Wasser und Lebensmittel”, bestätigte Reynolds über Funk.

Kurze Zeit später traf nun auch die Korolev ein, die Icarus und die Asklepios folgten danach einige Stunden später, während die Korolev bereits einen Teil ihrer restlichen Ladung aufnahm, und dabei von der Phoenix militärisch abgesichert wurde, und gleichzeitig ebenfalls ihren Teil der aufzunehmenden Fracht auf.
´Wie gut, dass es die Asgardtechnologie gibt´, dachte Jack, als er einige der vielen Lieferungslisten durchsah und entgegenzeichnete.
Nachdem die Phoenix alles, was für sie bestimmt war, an Bord gebeamt hatte, ließ General O´Neill Kurs auf die entgegen gesetzte Seite des Planeten setzen.

Backbord-Hangardeck der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

Auf den Backbord-Hangardeck der Phoenix herrschte Hochbetrieb, viele Mechaniker und Techniker überprüften, nach den Instruktionen von Kara Thrace, noch einmal alle für das Flugtraining benötigten Viper. Nun trafen auch alle Piloten ein, die sich für das echte Vipertraining qualifiziert hatten, auf dem Backbord-Hangardeck ein. Starbuck stellte zufrieden fest, das alle ihr Pilotenoutfit bereits trugen, genauso wie sie selbst. Captain Thrace hatte die zwei durchgefallenen Piloten erst einmal für eine gewisse Zeit zurückgestuft, da sie sich nun auf die 9 verbliebenen Flugschüler konzentrieren wollte. Der Deckchief berichtete nun Captain Thrace das alle Viper überprüft, betankt und somit einsatzbereit sind.

“Okay. Captain Pearson, Captain Vaselov und Sergeant Lewis - Viper 3, 5 & 6 bemannen! Die anderen beiden Gruppen haben noch anderthalb beziehungsweise gute drei Stunden Zeit sich vorzubereiten!”, ordnete Starbuck an, und kletterte bereits in Viper 2, nachdem sie den ersten drei Piloten je eine Viper zu gewiesen hatte.

Brücke der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

General O´Neill hatte es vorgezogen an Bord seines Schiffes zu verbleiben, um das Flugtraining der Viper zu beobachten. Jack O´Neill hatte Major Morris auf dem Planeten zurückgelassen, um noch weitere Mittel anzufordern, da noch auf jeden der vier Schiffe noch Platz war. Jack nahm sich ein Headset, rückte es zurecht, dann setzte sich auf einen der Stühle bei den Monitoren der Flugüberwachung, und wartete nun gespannt auf den Start der ersten Gruppe der neuen Viperpiloten. 

Backbord-Hangardeck der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

Die vier Viper wurden nun, in die von Kara Thrace entworfenen, Startröhren geschoben. Als alle jede der vier Vipern in einer der 16 Startröhren platziert worden waren, schlossen sich nun langsam die Schotts der Luftschleusen. Die drei Flugschüler checkten nun nach den Anweisungen von Starbuck noch einmal die Systeme, genauso die Startkontrolle in den Kontrollräumen an den Startröhren, die die Starterlaubnis erteilten. Alle vier Vipern erhielten die Freigabe, und durften nun starten. Captain Thrace startete zuerst und wartete bis alle drei anderen Piloten bei ihr waren,
“Okay Leute, mal sehen, ob ihr auch alles umsetzen könnt, was ihr gelernt habt. Und nun mir nach! Und bleibt dabei in Formation! Also immer an eurem Flügelmann bleiben!”, befahl Kara, flog voraus und die anderen Piloten folgten ihr, wie sie es angeordnet hatte. So machten sich alle vier auf in Richtung einen der 3 Monde des Planeten.
Dort angekommen, wurden alle drei Schüler noch einmal kurz von Starbuck eingewiesen, die ihnen nun die Übung noch einmal erklärte. Bei dieser Übung spielte Kara Thrace einen Angreifer, und die Anderen mussten einen Bereich des Mondes verteidigen. Für dieses Szenario wurden die Viper mit Laserpointern und Sensoren ausgerüstet, die für das Kampftraining entwickelt worden waren.

“Mist”, maulte Sergeant Lewis über Funk, als er von Starbuck ausgeschaltet wurde. Danach erwischte es Captain Pearson und Captain Vaselov.
“Bleib immer an deinen Flügelmann, Lewis!”, ordnete Kara an.
Captain Thrace machte die Übung insgesamt fünfmal, jedes Mal mit demselben Resultat. Pearson und Vaselov lernten gut aus ihren Fehlern. Lewis sich verbesserte sich ebenfalls mit jeder Runde etwas, wurde aber dennoch immer zuerst von Thrace erwischt wurde.

“So, das war’. Die Zeit ist um. Alle zurück zur Galactica!”, befahl Starbuck.
“Captain, dafür reicht aber der Treibstoff nicht”, meinte Pearson, und musste etwas lachen.
“Ups. Stimmt. Die Macht der Gewohnheit. Zurück zur Phoenix!”, korrigierte Kara schmunzelnd ihren Befehl, die bereits in Gedanken wieder mal bei der Galactica war.

Brücke der Phoenix, Planetensystem von P2A-M221

Auf der Brücke schaute O´Neill auf dem Monitor vor sich dem Treiben zu, das sich am Mond abspielte.
Nun piepte es kurz bei der Kommunikation auf der Brücke, und der General drehte den Kopf in Richtung von Lieutenant Simmons, der dort seinen Dienst versah, und schaute diesen fragend an.
“Was ist los, Lieutenant?”, fragte Jack O´Neill sofort, da das Piepen die Ankunft einer verschlüsselten Nachricht bedeutete.
“Sir, die Icarus hat sich soeben gemeldet. Sie berichtet, das vor kurzem zwei Ha’tak und vier Al’kesh aus dem Hyperraum gekommen sind, und gegenüber der Icarus und der Asklepios Angriffsstellung beziehen”, berichtete der Lieutenant.
“Auch das noch. Kontaktieren Sie die Korolev! Colonel Chekov soll sich zur Icarus und Asklepios begeben, aber er soll auf gar keinen Fall angreifen!”, befahl General O´Neill, und der Kommunikationsoffizier gab sofort die Anweisungen an die Korolev, auf einen gesicherten Kanal weiter.
Nun nahm O´Neill mit Hilfe des Headsets, das er seit gut 2 Stunden bereits trug, Kontakt mit Thrace auf: “Starbuck. Hier ist die Phoenix, kommt so schnell ihr könnt zurück! Auf der anderen Seite des Planeten gibt es ein paar Probleme. Wir haben nämlich ungebetenen Besuch.”
“Um wen handelt es sich eigentlich? Goa’uld?”, fragte der General, nun wieder an Lieutenant Simmons gerichtet.
“Nein, es ist die Luzianische Allianz, General”, antwortete dieser, nach einen kurzem Zögern.
“Na toll”, brummte Jack.

Er hatte bereits von dieser Allianz gehört, sie wurde nach der Entmachtung der meisten Systemlords immer mächtiger und neben der Erde und der freien Jaffa-Nation, sowie den restlichen Goa’uld, wie Ba’al eine der Hauptkräfte in der Milchstraße. Die Luzianische Allianz übernahm dabei einfach die Schiffe und Planeten der schwächeren Goa’uld, die nur über wenige Jaffa und Schiffe verfügten, und dadurch wuchsen sie immer mehr. Als die Goa’uld noch die Galaxie beherrschten, waren sie nur Schmuggler und Banditen - doch nun versuchten einige Führungskräfte dieser Allianz das entstandene Machtvakuum aus, das durch die Erde, sowie von den Jaffa und deren Kampf gegen die Goa’uld entstanden ist für sich auszunutzen.

“Starbuck, haben Sie das gehört?”, fragte O´Neill.
“Ja, General. Ich bestätige sechs weitere Kontakte auf meinem DRADIS. Wir sind  bereits unterwegs”, berichtete Kara.
“Wir sind zu nah an dem Planeten, darum haben wir die Ankunft nicht bemerkt”, erkannte Thor die Situation.
“Das ist korrekt”, stimmte Teal’c zu, der nun auf der Brücke erschien.
“Doch damit haben wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite”, stellte Sam fest, und Jack nickte nur zustimmend.
“In der Tat”, vernahm man auf der Brücke, den Standardspruch aus dem Mund des Jaffa.

“So nun wollen wir mal das Landen üben. Aber keine Dellen, sonst klopft ihr die wieder aus dem Landedeck wieder raus!”, ordnete Captain Thrace, an ihre drei Flugschüler gerichtet an.
Die vier Viper hatten nun die Phoenix beinahe erreicht, die vier Piloten konnten nun bereits die Lademarkierungen erkennen, und Kara erklärte noch einmal kurz, was man bei der Landung einer Viper beachten sollte. Kurz darauf erhielten die Viper ihre Landeerlaubnis. Captain Vaselov  landete als Erster, danach Sergeant Lewis, gefolgt von Captain Pearson und zuletzt landete Starbuck, die mit den Landungen der anderen zufrieden war.

Auf der Brücke konnte General O´Neill, dank der Asgard-Sensoren und der Schiffskameras, alles mitverfolgen und war erleichtert, das die erste Runde ohne Probleme verlief.
Nun da alle wieder an Bord waren, gab er Anweisungen und ließ die Phoenix den Planeten langsam umrunden, um unentdeckt zur restlichen Erdflotte, auf die andere Seite von P2A-M221, zu gelangen und die Luzianische Allianz zu überraschen.

“Lieutenant Simmons, ich möchte dass Sie mir Mister Woolsey und die anderen Mitglieder des IOA auf die Brücke holen! Und rufen Sie am Besten auch Doktor Jackson her!”, ordnete General O´Neill an den Kommunikationsoffizier gerichtet, der sich sofort an die Arbeit machte. Jack hoffte eine diplomatische Lösung zu finden, denn der Krieg gegen die Goa’uld und die Replikatoren, war lang und schwer gewesen und in der Pegasus gab es die Wraith, dies reichte ihm aus.
“Sir, Mister Woolsey kommt in 10 Minuten mit den anderen Mitgliedern des IOA auf die Brücke, und Doktor Jackson ist in etwa 15 Minuten hier”, meldete Simmons, und O´Neill nickte. Jack hätte nur zu gerne einen Abstecher auf das Hangardeck gemacht, doch dieses Problem erforderte nun einmal seine Anwesenheit auf der Brücke, er seufzte ganz leise einmal kurz.

Backbord-Hangardeck der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Die Viper wurden nun bereits noch einmal kurz durchgecheckt, als die Piloten noch im Cockpit saßen, und die Jäger auf das Deck geschoben worden waren.
“Das war doch in Ordnung. Ich mache aus euch allen noch echte Viperpiloten”, stellte Kara zufrieden fest, als sie aus ihrem Cockpit stieg - auch um den Piloten Mut zu machen.
“Captain Thrace”, meldete sich nun die Stimme, von General O´Neill, über ihr Headset.
“Ja. Was gibt es General?”, fragte Starbuck.
“Gut geflogen, danke für die Verwechslung. Und sind Sie mit den Schützlingen zufrieden?”, fragte nun Jack.
“Ja, ist noch ausbaufähig, ansonsten haben sich alle drei gut geschlagen”, erzählte Kara, “ja, ich war mit dem Gedanken bei der Galactica.”
“Gut trauen Sie den 3 neuen Piloten mehr zu, zum Beispiel den Ernstfall?”, fragte O´Neill zurückhaltend.

Kara Thrace vermutete, um was es dem General dabei ging und überlegte, während sie Pearson, Vaselov und Lewis konzentriert musterte, die sich mit den anderen sechs Piloten unterhielten.

“Sie meinen die Luzianische Allianz, Sir? Ja, ich traue allen drei Piloten einen Fight zu. Die Tests im Simulator haben so einiges bewirkt”, bestätigte Starbuck, während die drei Piloten erstaunte Blicke miteinander wechselten.
“Gut. Die weiteren Übungen müssen nun etwas verschoben und ausgesetzt werden! Doch es bleiben dann noch circa 30 Stunden, wenn wir das Problem schnell in den Griff bekommen. Halten Sie sich und die drei bereit, und warten Sie auf weitere Anweisungen! O´Neill. Ende”, gab General O´Neill seine Befehle über das Headset durch, und Captain Thrace bestätigte noch einmal kurz, dann wurde die Verbindung beendet.

“So Leute ihr habt den General gehört, ihr bemannt wieder eure Viper und wartet auf weitere Befehle!”, befahl Starbuck und klatschte auffordernd in die Hände.
“Tut mir leid für euch. Ihr geht erstmal auf euere Quartiere und ruht euch aus, bleibt aber auf Bereitschaft!”, forderte Kara Thrace an die anderen sechs Neulinge gerichtet, dann stieg sie wieder in das Cockpit.
Kurz darauf wurden die Viper wieder in die Startröhren geschoben, nachdem man sie wieder betankt hatte.


25 Minuten zuvor
Milchstraße, P2A-M221, Brücken der Korolev, Icarus & Asklepios, Ha’taks

Auf den Sensoren und den Radarschirmen, der Icarus und der Asklepios, wurde nun die Ankunft mehrer Raumschiffe angezeigt, auch auf dem Planeten war nun die Flugüberwachung alarmiert. Eigentlich, war dieser Planet den Goa’uld und allen anderen ziemlich unbekannt und strategisch bedeutungslos, da er am äußersten Rand der Milchstraße lag.

“Colonel, zwei Raumschiffe der Ha‘tak-Klasse und vier Al‘kesh sind so eben aus dem Hyperraum gekommen… Wir werden gerufen”, berichtete Sergeant Johnson auf der Brücke der Icarus, an seinen Commander gerichtet.
“Stellen Sie durch, Sergeant! Videoübertragung!”, ordnete Colonel Kirkland an.

Johnson betätigte einige Knöpfe und Tasten, und kurz darauf erschien auf einem Monitor das Gesicht eines Mannes mit einer Narbe im Gesicht, der eine dunkelgraue Uniform trug.

“Ihr werdet uns eure Ladung und eure Schiffe übergeben! Wir gewähren euch freien Abzug durch das Stargate auf dem Planeten!”, kam sofort die Aufforderung von ihm, an den Colonel.
“Das wird nicht geschehen. Dürfte ich zunächst erfahren, wer Sie eigentlich sind? Denn man stellt sich zumindest vor, auch wenn man irgendwelche Forderungen stellt! Ich bin Colonel James Kirkland, United States Airforce, Commander des Erdschiffs Icarus”, antwortete der Commander der Icarus trocken.

“Ich bin Doran von der Luzianischen Allianz, Befehlshaber über diese Flotte… Moment sagten Sie gerade eben Erde?”, fragte der Offizier der Allianz nach, und zögerte einen kurzen Augenblick lang, nachdem er sich ebenfalls vorgestellt hatte.
“Ja. Auch bekannt als Tau’ri”, bestätigte Kirkland, in der Hoffnung, dass sich nun die Luzianische Allianz zurückziehen würde.

Doran überlegte kurz, und unterhielt sich auf einem anderen Kanal mit dem Commander des anderen Ha’taks.
“Ich habe gerade mit Daminus gesprochen, ich stimme ihm zu: Unser Angebot ist großzügig, übergebt uns eure Fracht und Schiffe! Bereitet euch darauf vor geentert zu werden”, meinte Doran.
“Sie begehen einen schweren Fehler”, versuchte Kirkland den Vertreter der Luzianischen Allianz zum Einlenken zu bewegen.
“Sergeant Johnson, setzen Sie den Ringtransporter an Bord außer Funktion! Und geben Sie diese Maßnahme auch an die Asklepios weiter!”, ordnete der Colonel im Flüsterton an. Der Sergeant nickte, und führte die Anordnung aus.

“Ist mir egal, ob ihr von der Erde seid. Wir sind in der Überzahl. Unterwerft euch!”, stellte Doran grinsend fest, doch dann kurze Zeit später verfinsterte sich sein Gesicht, als man ihm mitteilte, dass die Ringtransporter zu denen der Erdschiffe keine Verbindung aufbauen konnten. Er fluchte wütend vor sich hin, da nun ein Entern unmöglich war, und der Vorschlag von Daminus nun nicht mehr durchführbar war. Nämlich mit Hilfe der Ringtransporter bewaffnete Enterungseinheiten auf die Raumschiffe der Tau’ri zu senden, und sich so der Fracht und der Schiffe zu bemächtigen. Nun würde nur noch der Kampf bleiben, um dieses Ziel zu erreichen, worauf Daminus stark drängte, da er so in der Hierarchie der Luzianischen Allianz weiter nach oben aufsteigen konnte.

Das Gesicht von Colonel Kirkland war hart, er ließ eine abhörsichere Verbindung zur Asklepios herstellen, um sich mit Colonel Ronson zu beraten. Nach einem kurzem Gespräch zwischen beiden, schickte die Icarus eine verschlüsselte Nachricht, mit dem bisherigen Inhalt über die momentane Situation, an die Phoenix.

Nach etwa 5 Minuten, nährte sich nun die Korolev vom südlichen Pol des Planeten.
“Hier spricht Colonel Chekov. Colonel Kirkland, Colonel Ronson auf gar keinen Fall angreifen, nur in Verteidigungsstellung gehen - das sind die Anweisungen von General O´Neill”, meldete sich der Commander der Korolev über Funk, auf einen sicheren Kanal, bei den anderen zwei Schiffen der Erdflotte an.

Die Korolev hatte nun die Icarus und die Asklepios erreicht, schob sich dazwischen und übernahm die Spitze, um im Ernstfall ein besseres Schussfeld zu haben. Chekov achtete auch darauf, dass die Asklepios etwas mehr verdeckt war und besser geschützt war, da sie überwiegend den Platz als Lazarett- und Transportschiff in der Flotte einnahm, obwohl sie natürlich ebenfalls über Waffen und Schilde verfügte - doch Colonel Chekov wollte trotzdem kein Risiko eingehen.

“Wo ist die Phoenix?”, fragte Ronson.
“Sie muss erst einmal die Viper aufnehmen, bevor sie zu uns stößt”, antwortete der Commander der Korolev.

Auf dem Planeten, war man indes auch in höchster Alarmbereitschaft. Es waren auf den gesamten Planeten einige Flugfelder errichtet worden, um bei einem eventuellen Angriff diesen besser verteidigen zu können. Man hatte insgesamt neben dem Hauptstützpunkt auf P2A-M221 noch acht weitere kleinere Stützpunkte errichtet, die auf den beiden Kontinenten strategisch angelegt worden sind. Bei jeden dieser acht Stützpunkte wollte man bis zu 12 F-302er stationieren, und bei den zentralen Stützpunkt bis zu 20, doch war man gerade erst einmal im Aufbau begriffen, und so standen bisher nur insgesamt 20 F-302-Jäger zur Verfügung, dazu das benötigte Personal. Die Jäger wurden nun bereits bemannt, und die Piloten warteten auf das Signal zum Angriff, um den Planeten zu verteidigen.


Gegenwart
Milchstraße, Orbit von P2A-M221, Erdflotte und Luzianische Flotte

An Bord der Ha’tak und Al’kesh, von der Luzianischen Allianz hatte man auch einige der Stützpunkte von der Erde auf der Oberfläche des Planeten entdeckt, ebenso hatte man das Auftauchen der Korolev registriert.

Nun herrschte beinahe Gleichstand zwischen den beiden Kräften. Doran war sich nun nicht mehr sicher einen kurzen Kampf gegen die Flotte der Erde zu riskieren zu können, und somit einen Krieg gegen die Erde zu beginnen, dazu war die Luzianische Allianz nicht mächtig genug, dafür verfügte die Erde um zu viele Verbündete und Ressourcen. Doran zögerte, was Daminus an Bord des anderen Ha’tak spürbar nicht gefiel, denn er fragte oft nach ob er nun die Gleiter starten könne, um einen Angriff auf die Flotte der Erde zu beginnen.

“Mein Herr, die Sensoren haben soeben ein weiteres Schiff von der Größe eines Ha’tak erfasst, welches von der Gegenseite des Planeten kommt”, meldete ein Crewmitglied an Bord von Doran’ Ha’tak. Auch bei den anderen Schiffen der Flotte von der Luzianischen Allianz hatte man nun das neue Schiff auf dem Bildschirm.

Doran schaute angespannt aus dem Fenster des Pel’tak, der Brücke seines Flaggschiffes. Die Phoenix gleitete langsam und geradezu majestätisch an der äußeren Atmosphäre des Planeten entlang, und ging ebenfalls in eine Verteidigungsposition, wobei sie längsseits ging. General O´Neill war somit die Überraschung gelungen.

Nun kippten die Kraftverhältnisse völlig zu Gunsten der Erde.

´Ein wirklich mächtiges Schiff´, dachte Doran, nickte anerkennend und überlegte, wie er nun vorgehen sollte. Er hatte bereits von den Schiffen der Tau’ri gehört, sie waren nicht besonders groß, dafür aber sehr machtvoll, was an den Verbündeten der Menschen lag. Dieses neue Raumschiff so erkannte er ähnelte sehr dem, das sich vom südlichen Pol des Planeten genährt hatte. Er hatte ein schlechtes Gewissen, denn Doran hatte bereits zuvor viel Achtung gegenüber der Erde und ihren Leistungen gehabt, da sie unter anderem seinen Heimatplaneten vor ein paar Jahren von der Herrschaft der Goa’uld befreit hatte. So konnte er dann endlich auf seine Geburtswelt zurückkehren. Leider waren nicht sehr viele auf Seiten der Luzianischen Allianz der Auffassung, der Erde und den Menschen so viel Dankbarkeit und Achtung entgegen zu bringen, wie es bei dem Commander des anderen Ha’tak der Fall war.
Doch Daminus wurde blass, als er nun ebenfalls die Phoenix erblickte, als er aus dem Fenster der Brücke seines Schiffes schaute, verstummte sofort und hörte auf seinen Vorgesetzten zu drängen weiterhin zu versuchen anzugreifen.

“Mein Gebieter, wir werden von dem neuen Schiff der Tau’ri gerufen. Man will mit Euch sprechen, Herr”, meldete ein weiteres Crewmitglied an Bord von Dorans Ha’tak.

1.08 Peace or War, Part I

Doran’ Ha’tak, Orbit von P2A-M221, Milchstraße

“Mein Gebieter, wir werden von dem neuen Schiff der Tau’ri gerufen. Man will mit Euch sprechen, Herr”, meldete ein weiteres Crewmitglied an Bord von Doran’ Ha’tak.

Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Mittlerweile war es nun auf der Brücke der Phoenix sehr voll geworden, denn Doktor Daniel Jackson, Richard Woolsey, Miss Shen Xiaoyi, Jean La Pierre, Russel Chapman und außerdem auch Vala Mal Doran, waren anwesend. Von der Crew der Phoenix befanden sich General O´Neill, Colonel Carter, Teal’c, Thor, Major Morris, Captain Thompson, Lieutenant Simmons und Airman Bosworth auf der Brücke, außerdem befanden sich noch einige Soldaten vor den Zugangstüren zur Selbigen.
Jack hatte sich vorher noch einen Notizblock geben lassen, um Befehle schriftlich und damit lautlos an seine Crew auf der Brücke weitergeben zu können.

“Der Kontakt zu den anderen Schiffen und zu der Bodenkontrollstation steht bereits, Sir”, berichtete Lieutenant Simmons, und drei Monitore zeigten nun die Commander der anderen Schiffe der Erdflotte.
“Die Verbindung mit den Flaggschiff, der Luzianischen Allianz ist nun auch hergestellt”, ergänzte der Lieutenant nach einer kurzen Pause.
“Gut. Dann wollen wir mal”, sagte O´Neill.
Einige Sekunden später schon, erschienen nun auch, auf einen weiteren Monitor von der Brücke, das Gesicht von Commander Doran von der Luzianischen Allianz, und kurz darauf auch das von Daminus.

“Guten Tag, Commander Doran und Commander Daminus, ich bin Major General Jack O´Neill, von der United States Air Force, Befehlshaber dieser Flotte von der Erde. Wir hegen keinerlei feindliche Absichten gegen die Luzianische Allianz. Doch sollten Sie uns herausfordern und auch angreifen, werden wir dementsprechend reagieren und uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen”, sagte Jack O´Neill.
“Es ist mir eine Ehre, Sie mal endlich kennenzulernen, General. Ich habe viel von Ihnen gehört. Mein Name ist Doran, Befehlshaber und Commander der 4. Flotte von der Luzianischen Allianz”, sagte Doran.
“Ich weiß, wurde mir bereits mitgeteilt”, gab Jack lässig zurück.
“Aha. Also, wir haben nur die gehäuften Hyperraumaktivitäten in diesem System bemerkt, und wurden hierher gesandt, um zu kontrollieren was hier vor sich geht”, erklärte Doran.
“So, nur mal nachsehen! Und warum drohen Sie und ihre Flotte, zwei von unserem Schiffen und der Besatzung, sie mögen die Fracht herausgeben und die beiden Schiffe der Luzianischen Allianz übergeben?”, fragte General O´Neill grimmig und erregt.
“Tut uns Leid. Wir wussten nicht gleich, wer Sie sind”, versuchte Doran, die Wogen zu glätten, da er großen Respekt vor den Tau’ri hatte.
“Doch nun wisst Ihr von der Luzianischen Allianz Bescheid, wer wir sind”, entgegnete O´Neill nun mit ruhigerer Stimme.
“Ist Ihre Stellung in der Allianz hoch genug, um diplomatische Verhandlungen zu führen und abzuschließen, Commander Doran?”, fragte General O´Neill nun.
“Ja, das ist sie. Ich bin dafür befugt”, antwortete der Befragte, und schöpfte nun Hoffnung, trotz des Zwischenfalls direkte Verhandlungen und Beziehungen mit der Erde knüpfen zu können.

Brücke von Daminus Ha’tak, Orbit von P2A-M221

Daminus verfolgte das Gespräch die ganze Zeit sehr aufmerksam, auch betrachtete er durch die Videoübertragung die Tau’ri genauer. Commander Daminus sah sich auf dem Bildschirm seines Raumschiffs alle an, er sah viele Menschen, einen kleinen Außerirdischen, einen Jaffa, bis sein Blick bei einer schwarzhaarigen weißen Frau hängenblieb.
´Das gibt es doch nicht, das ist doch diese verfluchte Diebin. Endlich habe ich dich gefunden´, dachte Commander Daminus, und verzog leicht das Gesicht.
“Herr. Wir haben noch einmal den Planeten und ebenso das umliegende System gescant, wie Ihr es befohlen habt. Hier gibt es wirklich sehr viel Naquadah und andere wertvolle Rohstoffe”, meldete nun einer seiner Offiziere, und riss Daminus aus dessen finsteren Gedanken.

Vala Mal Doran hatte ebenfalls Commander Daminus sofort wiedererkannt, doch ließ sie sich nichts davon anmerken.

Schutzbunker und Weltraumüberwachung von P2A-M221

Auf den Stützpunkten des Planeten, die die Erde dort errichtet hatte, herrschte nach wie vor DEFCON 2. Alle F-302er wurden von den zur Verfügung stehenden Piloten besetzt, darunter auch von Colonel Mitchell.

Colonel Reynolds, der das Kommando über diesen Außenposten der Erde hatte, verfolgte aufmerksam das Gespräch zwischen General O´Neill und Commander Doran.

Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Mister Woolsey sprach sich kurz mit Doktor Jackson und General O´Neill ab, während Commander Doran gespannt wartete.
“Das freut uns. Die Gespräche in dieser Angelegenheit, werden Mister Richard Woolsey und seine drei Kollegen des IOA, Doktor Daniel Jackson und Teal’c mit Ihnen führen”, erklärte der General, und deutete dabei auf die einzelnen Personen, die in seiner Nähe standen.
“Ich bin einverstanden mit Ihrem Vorschlag. Doch bitte entschuldigen Sie mich für einen Moment, da ich mich zunächst mit den Offizieren meiner Flotte beraten muss”, sagte Doran, da Daminus ihm soeben eine verschlüsselte Botschaft gesendet hatte.

Die Kommunikation wurde für etwa 10 Minuten unterbrochen, bevor es wieder  Kontakt, per Bild- und Tonübertragung mit den beiden Ha’tak der Luzianischen Allianz gab.

“Wir werden diese Gespräche mit Ihnen, und den vorgeschlagenen Personen führen. Als Ort für diese Gespräche, schlage ich den Planeten vor, da Sie bereits dort Unterkünfte errichtet haben”, erklärte Commander Doran, an Woolsey gerichtet.
“In Ordnung, Commander Doran. Ich werde die notwendigen Vorbereitungen dafür veranlassen”, sagte Richard Woolsey.

“Doch unter einer Bedingung: Wir wollen das Sie uns diese schwarzhaarige Frau, mit dem Namen Vala Mal Doran ausliefern”, hakte Daminus nach.
“Weswegen?”, fragte Woolsey, der den Grund dafür erfahren wollte.
“Sie ist eine gemeine, hinterhältige Diebin. Und die Art von Diebstahl, den sie begangen hat, wird auf unseren Planeten mit dem Tod bestraft”, übernahm Daminus die Aufklärung des Grundes für diese Forderung.
“Was hast Du diesmal mitgehen lassen?”, fragte Daniel, drehte sich dabei in Richtung Vala um, die ganz unschuldig tat.

Da Vala nicht antwortete, übernahm es Daminus und sagte voller Zorn: “Ich habe sie dabei ertappt, als sie eine uralte Steintafel an sich genommen hatte, welche sich seit vielen Generationen in den Besitz meiner Familie befindet. Vala hat mich mit einen Zat’nit’tikel niedergeschossen, und als ich wieder zu mir kam, war diese Diebin weg.”

“Ah, ja. Wir würden es ja tun, … doch gibt es da einen gewissen Haken: Es würde den Tod eines sehr guten Freundes von mir bedeuten”, schaltete sich Jack ein, der nun sehr besorgt zu Daniel rüberschaute.
“Doch wir sollten in der Lage sein, eine Lösung zu finden, die beide Seiten zufriedenstellt”, ergänzte Woolsey, der sich ebenfalls Sorgen, wegen Doktor Jackson machte.
In der nächsten halben Stunde, hatten es Richard Woolsey und Daniel Jackson mit gutem Verhandlungsgeschick und der Erklärung der Umstände nun doch erreicht, dass die Verhandlungen mit der Luzianischen Allianz trotz allem auf dem Planeten stattfinden konnten.

P2A-M221

Nach einer guten Stunde, landete ein Tel’tak, ein Frachtschiff mit der Gesandtschaft mit Doran von der Luzianischen Allianz, etwas außerhalb der Hauptbasis auf dem Planeten. Die zwei Todesgleiter, die das Tel’tak als Eskorte zu dem Planeten begleitet hatten, kehrten nachdem die Delegation der Allianz das Frachtschiff verlassen hatte, zu den Ha’tak von Doran zurück.

Für das Gespräch hatte man eine Baracke vorbereitet, wo sich bereits Mister Woolsey, Doktor Jackson, Miss Xiaoyi, Monsieur La Pierre, Mister Chapman, Teal’c und auch Vala aufhielten, und auf die Ankunft von Commander Doran und seiner Offiziere warteten. Man hatte überlegt Vala auf der Phoenix zu lassen, doch General O´Neill ging kein Risiko ein, und schickte sie widerwillig ebenfalls, unter der strenger Bewachung von Teal’c und vier Soldaten, runter auf den Planeten.

Zuvor hatte man ein paar Vereinbarungen getroffen: Captain Thrace durfte nun solange, das Gespräch dauerte weitere Flugstunden mit den neuen Viperpiloten absolvieren, wenn auch nur im Bereich zwischen der Phoenix, der Korolev und der Asklepios. Die Icarus war indes mit einem Al’kesh der Luzianischen Allianz, zu einer gemeinsamen vereinbarten Forschungsmission zu dem Asteroidengürtel, dieses Sonnensystems aufgebrochen.
In diesem Gespräch hatte Woolsey erklärt, dass Vala mit Hilfe zweier Goa’uld-Armbänder Daniel hereingelegt hatte, und sie so beide untrennbar miteinander verbunden waren, dadurch wollte die Frau den Archäologen dazu zwingen eine alte Tafel zu übersetzen, die sie von Daminus kurz zuvor gestohlen hatte, und außerdem in der Sprache der Antiker geschrieben war. Daniel hatte dann erzählt, dass es dabei um einen Schatz geht, der dort auf der Erde von den Antikern versteckt und zurückgelassen wurde. Danach gab Vala zu, dass sie davon gehört hatte, und sich aus diesem Grund bei der Luzianischen Allianz eingeschlichen hat, um Daminus dann diese Steintafel zu entwenden.

Die Delegation der Allianz, mit Commander Doran an der Spitze, hatte nun die Baracke erreicht und betreten, in der ein großer langer Tisch aufgestellt worden war.

“Commander Doran und Commander Daminus, meine Herren, Willkommen auf
P2A-M221, so nennen wir bisher diesen Planeten”, begrüßte Woolsey, die Gäste.
“Ich bin Richard Woolsey, das ist Doktor Daniel Jackson, Miss Xiaoyi, Doktor Markova, Colonel Chekov, Mister Chapman und Monsieur La Pierre”, stellte er nun sich persönlich und die anderen Vertreter der Erde vor, “bitte setzen sie sich”.

Die ganze Zeit schon funkelte Daminus Vala böse an, die in Handschellen gefesselt von Teal’c und vier Soldaten streng bewacht wurde, wie er zufrieden feststellte.

Als nun alle Platz genommen hatten, eröffneten Woolsey und Doran im gegenseitigen Einvernehmen die Verhandlungsrunde, es wurden nun die einzelnen Stichpunkte zusammengetragen. Man stellte gegenseitige Forderungen, grundsätzliche Bedingungen und machte Zugeständnisse auf beiden Seiten.

Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221

Dank des Stargates was auf der Phoenix installiert worden war, konnte nun General O´Neill persönlich das Stargate-Center und die Erde, über die aktuelle Situation vor Ort informieren.
“Geht in Ordnung Jack, ich leite alles an General Hammond und das IOA weiter. Lasst wieder von euch hören, sobald es etwas Neues gibt”, sagte General Landry.
“Sicher machen wir, Hank”, meinte General O´Neill grinsend, “doch hoffentlich dauert es nicht allzu lange.” Jack seufzte kurz, dann wurde kurz darauf das Stargate auf der Phoenix abgeschaltet.

Asteroidengürtel des Planetensystems von P2A-M221

Die Icarus und das Al’kesh hatten nun den Asteroidengürtel endlich erreicht, wo es viel Naquadah geben sollte.

Dieser Asteroidengürtel entstand, als vor vielen Millionen Jahren einige Planeten miteinander kollidiert waren.
Die beteiligten Leute an dieser Mission sollten ermitteln, wie viel Naquadah und andere Rohstoffe es ungefähr in diesem Asteroidengürtel gab, um zu ermitteln welche Menge davon die Luzianische Allianz abbauen darf. Woolsey und Doran hatten sich darauf nach kurzer Zeit geeinigt, dass es zumindest ein Drittel des Asteroidengürtels der Allianz zusteht, während Daminus darauf pochte den gesamten Asteroidengürtel ausbeuten zu können - ohne die Auflagen der Erde.

P2A-M221

Colonel Reynolds saß entspannt in seinem Stuhl seines Büros, da nun das Gespräch mit der Luzianischen Allianz begonnen hatte, konnte sich Reynolds um andere Dinge kümmern. Er hatte vor ein paar Minuten eine Meldung von Colonel Kirkland und der Icarus erhalten, die er an General O´Neill weiterleiten ließ, mit dem Inhalt, dass die Icarus und das Al’kesh nun den Asteroidengürtel erreicht hatte, und man nun mit den Untersuchungen begonnen habe.

Zur selben Zeit wurde gerade in einer Baracke heftig diskutiert, besonders Daminus und sein Verhältnis zu Vala war ein kritischer Punkt, während der gesamten Sitzung.

“…Commander Daminus, Vala Mal Doran hat Sie und auch uns benutzt, insbesondere Doktor Jackson. Und Sie verstehen nun hoffentlich, dass wir auf diese Forderung nicht eingehen können, und Sie sich den Vorschlag unsererseits noch einmal genau überlegen”, argumentierte Woolsey vehement aber mit ruhiger Stimme.
“Dann geben Sie uns halt auch noch Doktor Jackson”, antwortete Daminus kühl.
“Das reicht jetzt Daminus!”, forderte Doran im klaren Befehlston.
“Die Forderungen und Zugeständnisse der Tau’ri sind akzeptabel, wenn auch wir unseren Teil des Vertrages einhalten”, versuchte Doran nun zu einem guten Ende der Verhandlungen zu kommen, und nickte Woolsey, sowie den anderen Vertretern der Erde zu.

“Gut. Ich werde die einzelnen Punkte zusammenfassen und den Vertrag aufsetzen. Was sicherlich einige Stunden in Anspruch nehmen wird, bis er zur Unterzeichnung fertig ist”, sagte Daniel in die Runde, an alle Beteiligten gerichtet.

Nun erhoben sich alle, um sich nun die Hände zu reichen. Daminus war zu dieser Handlung nur widerwillig bereit. Vala atmete erleichtert auf, war es doch gut gewesen in gewisser Sichtweise jene Armbänder einzusetzen.

Woolsey lud nun alle Beteiligten zu einem Buffet ein, welches draußen in einem Zelt vorbereitet worden war. Doran und seine Delegation blieben, für etwa 15 Minuten, um nicht unhöflich zu erscheinen, dann ließ er sich und seine Begleiter entschuldigen, da er nun auch seiner Führung berichten musste.

Phoenix, Orbit von P2A-M221

“Wie liegen wir in der Zeit, Carter?”, fragte O´Neill, als er Colonel Carter vor der Brücke antraf.
“Die Verhandlungsrunde ist seit einigen Minuten beendet. Daniel wird in Kürze mit Hilfe des IOA den Vertrag aufsetzen. Captain Thrace ist gerade mit allen Viperpiloten zurückgekehrt, wie es zuvor mit der Luzianischen Allianz vereinbart worden war. Die Icarus und das Al’kesh haben mit den Untersuchungen im Asteroidengürtel begonnen.
Wir haben noch exakt 14 Stunden, bis es planmäßig weitergehen soll”, berichtete Sam, und schaute dabei auf die Uhr. Jack nickte kurz und sah Sam an, und sagte: “Okay. Ich werde mir mal mit Captain Thrace sprechen, wie es mit den Piloten aussieht. Mister Woolsey soll der Erde von den Ergebnissen der Verhandlungen berichten… Ach so, liebe Grüße von General Landry”, sagte O´Neill.
“Wird erledigt, Sir. Danke”, sagte Carter.
“Gut. Colonel Carter, Sie haben weiterhin die Brücke!”, ordnete der General an, dann drehte sich dieser um, und machte sich nun auf dem Weg zum Backbord-Hangardeck. Auf dem halben Weg dorthin, kam Jack nun Starbuck entgegen, die ihrerseits auf der Suche nach dem General war. Kara hielt in ihrer linken Hand einige Blätter Papier, und die rechte Hand hatte sie in die Hüfte gestemmt.

“Schön das ich Sie treffe, Sir. Ich habe hier meinen Bericht, über die neuen Viperpiloten vorbereitet”, sagte Starbuck mit einem Grinsen, und drückte O´Neill drei hand beschriebene Blätter in die Hände. Captain Thrace hatte darauf Notizen und Beurteilungen zu jeden der elf Piloten gemacht.
“Danke Captain, trifft sich gut. Und kann man mit allen elf Neulingen was anfangen?”, fragte General O´Neill mit einem Lächeln, und überflog den Bericht.
“Wenn ich die benötigte Zeit hätte schon, dann könnte man noch etwas aus allen herausholen. Die drei Stunden eben, waren eigentlich zu wenig - doch einige haben es ziemlich schnell kapiert”, fasste Kara Thrace kurz zusammen.
Jack O´Neill hatte dies gehofft, und natürlich war es nicht eingeplant, dass man sich nun auch noch diplomatisch mit der Luzianischen Allianz auseinandersetzen muss.
“Und was macht die Diplomatie, General?”, fragte Captain Thrace, während beide nebeneinander hergingen und sich dabei unterhielten.
“Daniel macht mit dem IOA den Vertrag fertig, so viel ich weiß. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, dann hätten wir noch einige Stunden Zeit”, antwortete O´Neill zynisch, und überflog weiterhin den Bericht, den er von Starbuck bekommen hatte.
“Stellen Sie auf jeden Fall schon mal die Staffeln zusammen, mit jeweils drei Viper, und bleiben sie in Alarmbereitschaft!”, legte General O´Neill fest, und gab damit seine Befehle direkt an Captain Thrace weiter, als er den Bericht durchgesehen hatte.
“Weswegen Sir?”, fragte Starbuck, konnte sich aber bereits vorstellen weshalb.
“Ist so ein Bauchgefühl, Captain. Teal’c hatte von mir die Aufgabe erhalten, nicht nur auf diese Vala aufzupassen, sondern auch auf diese Typen von der Allianz zu achten. Er hat mir per Funk mitgeteilt, dass dieser Daminus auf Grund seiner Hassgefühle zu Vala… eine Dummheit begehen könnte”, erklärte Jack.
“Gut, wenn Sie es so wollen Sir. Ich stelle jetzt meine Viper-Staffeln zusammen, und gebe Ihnen dann die Zusammensetzung bekannt”, sagte Kara und nickte zustimmend.
“Hört sich gut an, tun Sie das Captain. Ich bin die nächsten gut 2 Stunden in meinem Quartier”, sagte General O´Neill, und blieb vor seinem Quartier, das beide nun erreicht haben, stehen und dachte kurz nach.
“Ach ja, Sie haben das Kommando über alle Viperpiloten, ich befördere Sie hiermit mit sofortiger Wirkung… wie heißt es bei Ihnen in der Kolonialen Flotte,… nein, nicht vorsagen… Moment ja, ich habe es, zum CAG!”, entschied Jack, worauf Kara vor ihm salutierte und er es ihr gleich tat. Kurz darauf öffnete er die Tür seines Quartiers, betrat es und schloss die Tür dann wieder, und Kara machte sich nun auf den Weg in ihr Quartier, um die Staffeleinteilung zu tätigen.

Nach einer Stunde kam ein Soldat in das Quartier von General O´Neill, und überreichte Jack ein Blatt mit der Staffeleinteilung der Viperpiloten, die Kara Thrace vorgenommen hatte.
“Danke, Airman Bosworth”, sagte O´Neill, worauf der Soldat kurz salutierte und das Quartier des Generals sofort wieder verließ, der den militärischen Gruß, wie üblich locker erwiderte.

Jack faltete nun das Blatt auseinander, und sah sich nun in Ruhe die Staffeleinteilung an:

Viper - CAG: Captain Thrace

-rote Staffel: Captain Thrace (Staffelführer), Lieutenant Hailey, Lieutenant Pearson

-blaue Staffel: Captain Pearson (Staffelführer), Lieutenant Morrison, Sergeant Lewis

-grüne Staffel: Major Castleman (Staffelführer), Captain Trevors* , Lieutenant Allic*

-gelbe Staffel: Captain Vaselov (Staffelführer), Lieutenant Karpov, Lieutenant Leeds 

* = sitzen derzeit noch nach, deshalb sind die grüne und gelbe Staffel vorläufig, als schwarze Staffel zusammengelegt: Major Castleman (Staffelführer), Captain Vaselov, Lieutenant Karpov und Lieutenant Leeds

PS: Habe bei Thor noch einmal, 16 Viper und ebenso 16 Pilotenanzüge bestellt, er hat zugestimmt. Bräuchte übrigens noch einige Piloten,
Starbuck

Jack musste schmunzeln, als er die letzten beiden Zeilen gelesen hatte.
“Mal schauen, ob ich ein paar finde”, sagte er leise, stand dann auf, um Colonel Carter nun auf der Brücke abzulösen.

Als General Jack O´Neill gerade gutgelaunt aus seinem Quartier herausgetreten war, und die Tür geschlossen hatte, um sich auf den Weg zur Brücke zu machen, gellte nun unvermittelt der Alarm los. Er spürte ein leichtes Vibrieren und ein leichtes Zittern unter seinen Füßen, etwas schlug auf die Schutzschilde der Phoenix auf.
“Was zum…?!”, brummte Jack, und eilte nun eilig in Richtung Brücke.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: Stargate: Battlestar Galactica - von Jonathan J. O´Neill - 28.06.2026, 21:25

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste



User Profile Send Private Message E-mail Find all posts Find all threads Mod Tools Admin Tools