29.06.2026, 22:06
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2026, 22:28 von Jonathan J. O´Neill.)
1.10 Delay
P2A-M221, Milchstraße
Eine halbe Stunde nach dem Gespräch zwischen Richard Woolsey und Doran, traf man sich an den für nun allen bekannten Koordinaten auf dem Planeten, nachdem man das Ha’tak von Daminus an die Truppen von Doran übergeben hatte. Auf dem Planeten übergaben nun die Soldaten des Stützpunktes von der Erde, die gefangenen Meuterer an die Offiziere der Luzianischen Allianz. Daminus und seine sieben Mitstreiter gingen, mit gesenkten Köpfen, in das Frachtschiff mit dem Doran und seine Delegation auf dem Planeten gelandet waren.
Die Vertreter der Erde mussten nun noch etwas warten, da Commander Doran seinen Leuten noch einige Anweisungen geben musste, wie man mit den acht Meuterern verfahren sollte.
“Was passiert mit Daminus und seinen Begleitern?”, erkundigte sich Daniel, als Doran zu ihnen zurückkam.
“Eigentlich, verdienen die Taten von allen Meuterern die Todesstrafe. Ich könnte umgehend alle hinrichten lassen, dies lässt mein Rang zu. Doch ich will erst einmal alle Beteiligten verhören, solange werden alle von ihnen zur Zwangsarbeit verurteilt”, antwortete Doran verbittert, vor allem da Daminus sein Schwager war.
“Oh”, entfuhr es Woolsey.
Ein kurze Pause entstand, dann räusperte sich Mister Woolsey kurz, und fuhr fort: “Wollen wir.”
Richard Woolsey machte eine einladende Geste mit der linken Hand, dann gingen alle in die Baracke, um endlich das Abkommen zu unterzeichnen.
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Jack O´Neill hatte sich sofort zurückgezogen, als Woolsey und Doran einen neuen Termin für die Unterzeichnung des Abkommens vereinbarten. Er hatte genug zu tun, er hatte von allen Offizieren und Beteiligten die jeweiligen Berichte vorliegen, die er nun durchforstete, und saß seitdem an seinem Schreibtisch. Außerdem hatte Jack auf Grund des Papierkriegs, eine gute Entschuldigung, um nicht zu den Treffen auf den Planeten zu müssen, sowie seine verhasste Paradeuniform anzuziehen. Zu seiner Vertretung hatte er Colonel Carter mit der Delegation nach unten geschickt.
Der General atmete tief durch, er hatte nun die Bilanz vor sich liegen, die durch den Vorfall entstanden war.
Auf Seiten der Luzianischen Allianz: ein zerstörtes Al’kesh, dreißig zerstörte Gleiter,
53 tote Meuterer und 29 tote Angehörige der Luzianischen Allianz, dazu jede Menge Verletzte und 21 Gefangene Meuterer.
Auf Seiten der Erde: 5 zerstörte F-302er, davon 3 volle Besatzungen, die tot waren, da sie durch die Explosionen getötet wurden, als sie getroffen worden sind. Insgesamt elf Tote und vierzehn Verletzte.
Nach einer knappen Stunde, war O´Neill fast mit seinem Abschlussbericht fertig, dann schaute er auf die Uhr und runzelte die Stirn. Man wollte bereits in gut drei Stunden wieder weiter.
´Doch daraus wird wohl nichts werden´, dachte der General säuerlich, und verzog das Gesicht. Um Zeit zu sparen, hatte O´Neill bereits veranlasst, dass jede Art von Nachschub direkt durch das Stargate auf die Phoenix eintraf, was für die Flotte benötigt wurde.
Außerdem hatte General O´Neill eine Liste von Piloten zusammengestellt, und diese dann Captain Thrace gegeben, die die Aufgabe hatte nun aus den aufgelisteten 30 Namen 20 Leute auszusuchen, die für das Vipertraining in Frage kamen. Das Ziel war es sechs, maximal acht Staffeln, von je vier Viper aufzubauen. Doch ein Kandidat bereitete Jack arges Kopfzerbrechen, da er deswegen noch auf eine Rückmeldung vom Stargate-Center warten musste.
“General O´Neill, bitte in den Kontrollraum des Stargate-Decks”, vernahm er nun eine Ansage aus dem Lautsprecher in seinem Quartier, die ihn aus seinen Gedanken riss.
“Moment. Ich bin gleich unterwegs”, sagte Jack, als er die Sprechtaste gedrückt hatte, dann stand er auf und verließ sein Quartier, und machte sich auf den Weg.
Kontroll-& Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Nach einer guten Viertelstunde, hatte Jack O´Neill endlich sein Ziel erreicht, wo Richard Woolsey, der von dem Planeten zurückgekehrt war, bereits auf ihn wartete.
“Ich habe den unterzeichneten Vertrag bereits durch das Stargate geschickt”, sagte Woolsey erleichtert.
“Das ist schön”, war die kurze Antwort, des Generals.
“Hallo Jack, wie läuft es bei Ihnen?”, fragte General Landry per Videoübertragung.
“Nach den letzten Bericht den ich erhalten habe, eigentlich ganz gut. Doch wir werden trotzdem eine Verspätung von 1 bis 3 Stunden haben, bevor alles eingetroffen, verteilt und verstaut ist, Hank”, war die Antwort von O’Neill, der lustlos in den Papieren des Berichtes und der Lieferungslisten blätterte.
“Ich verstehe. Wir halten uns ran, damit die Verspätung des Starts nicht allzu groß wird. Weiß er eigentlich schon von seinem Glück?”, fragte Landry, nachdem er zugesichert hatte, den Ablauf etwas zu beschleunigen.
“Was? Ach, das. Nein. Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, da ich auf die Zusage warten muss. Und außerdem… will ich ihn… nun ja - überraschen”, antwortete O’Neill grinsen, und deutete bei dem letzten Wort Gänsefüßchen in der Luft an.
“Die haben Sie, es geht in Ordnung”, erklärte Hank grinsend.
“Echt, das ist toll”, sagte Jack, und grinste ebenfalls.
“Gut, dann kannst Du ihn ja überraschen. Mister Woolsey hat seinen Bericht bereits gesendet, und auch Anweisungen erhalten, die er mit Dir dann durchgehen wird. Nächster Kontakt ist in etwa eine Stunde vor der Abreise. Landry. Ende.”
“Alles klar. Verstanden. Bis dann. O´Neill. Ende.”
Kurz darauf wurde die Videoübertragung beendet. Sergeant Siler dirigierte die Arbeiter und Soldaten im Torraum, um den Bereich um das Sternentor freizuhalten.
“Kann ich mit Ihnen in Ihrem Quartier, über diese Anweisungen sprechen, General?”, bat Woolsey nun an Jack gerichtet, der neben ihm stand.
“Ja. Kommen Sie mit, Mister Woolsey. Erledigen wir sofort”, antwortete O´Neill in seiner lockeren Art, und verließ zusammen mit Woolsey den Kontrollraum.
“Los weiter Leute. Die nächste Pause ist in 15 Minuten, dann werden wir abgelöst”, motivierte Siler seine Leute noch einmal.
Jack’ Quartier, Phoenix, Orbit von P2A-M221
“Was, wie jetzt, es kommen… oder schlimmer noch, es befinden sich bereits einige Tok’ra an Bord meines Schiffes?”, fragte O’Neill verzweifelt, und runzelte die Stirn.
“Äh… ja. Sie kennen aber doch Anise?”, hinterfragte Woolsey nun, nachdem er es dem General bestätigt hatte.
“Klar, haben bereits mit ihr zusammengearbeitet… steht doch alles in den Berichten”, antwortete Jack, und schüttelte immer noch verständnislos den Kopf.
“Ja. Außerdem hat das IOA entschieden, den restlichen Platz, den wir noch haben zu nutzen, um Vorräte, Material und auch Personal auf den vier Schiffen, vor allem der Phoenix, der Icarus und der Korolev unterzubringen”, begann Woolsey zu erzählen, “und es wird angeordnet, dass die Phoenix drei F-302-Staffeln und die Korolev eine F-302-Staffel auf dem Planeten zurücklässt, um das Kontingent aufzustocken, damit der Stützpunkt besser geschützt werden kann. Das wurde unter anderen entschieden, da die Phoenix nun über 32 Viper verfügt. Außerdem nimmt man das Angebot der Asgard dankbar an.”
“Ist das alles?”, fragte General O’Neill, der aufmerksam zugehört und sich Notizen gemacht hatte.
“Ja, das ist alles”, bestätigte Woolsey, und zuckte mit den Schultern.
Nun klopfte es an der Tür zu dem Quartier von General O’Neill.
“Ich veranlasse alles notwendige, Mister Woolsey. Danke für die Informationen. Herein”, sagte Jack, dann öffnete sich die Tür und Captain Thrace betrat den Raum.
“Gut, danke General. Auf Wiedersehen. Hallo Captain Thrace”, sagte nun Richard Woolsey, verließ den Raum, hielt aber vorsichtshalber einen Sicherheitsabstand von zu Starbuck ein, und schloss dann hinter sich die Tür. Captain Thrace musste kurz grinsen, die das Verhalten bemerkt hatte.
“Hallo Sir, ich bin fertig mit der Liste, die Sie mir gegeben hatten. Nun habe ich meinerseits eine Liste von Kandidaten zusammengestellt”, sagte Kara Thrace an den General gerichtet, nachdem sie sich gesetzt hatte, und legte O’Neill nun ein Blatt mit Namen auf den Schreibtisch.
“Das ist aber eine Liste. Hoffentlich platzt nicht der Schulungsraum aus allen Nähten. Aber weshalb steht Major Jackson auf der Liste?”, fragte Jack verwundert, als er die Namen las.
“Mir wurde berichtet, er sei wieder fit. Wobei ich mich frage, wie das geht? Ich will ihm eine zweite Chance geben, wenn Sie es erlauben”, antwortete Starbuck.
“Klar. Ist genehmigt. Aber brechen sie ihm nicht wieder irgendetwas. Anise hat Major Jackson mit einem Goa’uld-Heilgerät kuriert, deswegen ging es so schnell”, sagte Jack, bemerkte aber Kara’ fragenden Blick.
“Anise ist eine Tok’ra und sie wird uns auf dieser Mission begleiten. Wenn Sie Fragen zu den Tok’ra haben, wende Dich bitte an Daniel oder Teal’c. Ich bin, wie es so schön heißt etwas… voreingenommen. Auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen mit denen”, erklärte Jack, und grinste böse.
“Ich verstehe”, lachte Starbuck.
“Bekomme ich meine neuen Schüler?”, fragte sie nach einer kurzen Atempause.
“Ja. Sammeln Sie alle ein. Nur diesen hier überlassen Sie mir, Starbuck!”, antwortete General O´Neill, schrieb eine kurze Anweisung auf das Blatt, das er von Captain Thrace erhalten hatte, und unterschrieb sie anschließend.
“Viel Spaß. Aber keine gebrochenen Knochen mehr, die Piloten werden schließlich noch gebraucht!”, ergänzte er, und gab ihr das Schreiben zurück, nachdem er es kopiert hatte.
“Sie kennen mich doch, General”, meinte Starbuck nur, und verließ mit einem Lächeln wieder sein Quartier.
Nach zwei Stunden rieb sich General O’Neill müde die Stirn, nun war er endlich mit seiner Arbeit fertig, die sich auf seinem Schreibtisch befunden hatte.
“Höchste Zeit in den Kontrollraum zu gehen, und mit der Erde zu sprechen”, murmelte Jack, stand auf, verließ sein Quartier und machte sich auf den Weg.
Bereitschaftsraum Alpha, Phoenix, Orbit von P2A-M221
Nachdem der Schulungsraum voll war, ging Captain Thrace noch einmal kurz die Anwesenheitsliste durch.
“Alle Teilnehmer da, bis auf den Entschuldigten”, murmelte Kara leise.
“So alle herhören! Ich habe das Sagen, dabei ist es egal welchen Rang Sie haben - mein Wort ist Gesetz! General O´Neill hat mich gebeten nicht mehr so grob zu sein… also werde ich mich auf Ohrfeigen beschränken”, sagte sie nun laut, und die Klasse wurde augenblicklich still.
“Sie alle haben Lehrmappen erhalten, die Sie nun aufmerksam studieren werden, bis in etwa 2 Stunden der reguläre Unterricht beginnt!”, forderte Starbuck nun ihre Schüler dazu auf, sich über die Viper Mark II. zu informieren.
Kontroll- & Torraum der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Es wurden immer noch Transportkisten durch das Stargate, von der Erde, auf die Phoenix geschickt. Doch es war nun bereits die letzte Sendung, die nun vom Stargate-Center eintraf. Sergeant Siler und sein Team leisteten sehr viel in den vergangenen Stunden, sie sortierten und markierten die Transportkisten mit Sendern, damit diese dann auf die anderen drei Schiffe gebeamt werden konnten.
“Oh, hallo George”, begrüßte O’Neill nun seinen langjährigen Vorgesetzten, als er ihn auf dem Monitor erkannte.
“Hallo Jack. Ich dachte ich schau mal in meiner alten Wirkungsstätte vorbei”, meinte General Hammond mit einem Schmunzeln.
“Wir haben noch etwas für euch… müsste gleich auf der Phoenix eintreffen”, sagte General Landry geheimnisvoll. Und nun tauchte einige Sekunden später, im Stargateraum auf der Phoenix, ein großer goldfarbener Kasten auf.
“Das ist ja ein Sarkophag. Wo um alles in der Welt habt ihr den her?”, fragte Jack vollkommen überrascht.
“Den haben wir während einer erfolgreichen Mission, an der mehrere SG-Teams und die Tok’ra beteiligt waren erworben. Genauer gesagt drei, die alle voll funktionsfähig sind”, berichtete Landry zufrieden.
“Oh, das ist toll Hank. He, Siler bringen Sie das Ding umgehend auf die Krankenstation! Doktor Keller wird sich sehr darüber freuen. Aber haltet das Ding von Daniel fern, und auch von mir!”, befahl General O´Neill, und gab dem Sergeant ein Zeichen, indem er auf den Sarkophag deutete.
“So ich schicke Ihnen nun meinen letzten Bericht, dann muss ich wieder auf die Brücke”, sagte Jack.
“Bestätige den Erhalt des Berichtes”, meldete Sergeant Harriman.
“Gut. War schön Sie noch einmal zu sehen”, meinte O´Neill zufrieden.
“Ganz meinerseits. Viel Glück bei Ihrer Mission Jack, und kommen Sie gesund zurück”, sagte General Hammond zum Abschied.
“Wir schicken nun den Rest durch. Auf Wiedersehen, Jack. Viel Glück”, verabschiedete sich nun auch General Landry.
“Danke. Man sieht sich. Bis dann”, sagte nun auch General O´Neill zum Abschied, und verließ kurz darauf den Raum. Jack machte sich nun auf den Weg zur Brücke, es gab nämlich etwas, auf das er sich schon einige Stunden freute.
Colonel Reynolds Büro, P2A-M221
“Sie wollten mich sprechen, Sir”, sagte Colonel Mitchell, als er das Büro des Stützpunktkommandanten betreten hatte.
“Ja. Lieutenant Colonel Cameron Mitchell, ich teile Ihnen nun hiermit ihre Versetzung mit. Sie haben neue Befehle, und werden in Kürze aufbrechen. Ich danke Ihnen für ihre Hilfe und gute Arbeit”, sagte Reynolds.
“Danke Colonel. Ich habe getan, was ich konnte”, meinte Mitchell bescheiden, und überlegte wohin er nun versetzt werden würde.
´Vermutlich hat General Landry ein neues SG-1-Team zusammengestellt`, dachte er.
“Hier ist Colonel Reynolds. Phoenix der Passagier ist bereit. Auf Wiedersehen, Colonel Mitchell und viel Erfolg”, wünschte Reynolds, nachdem er das Funkgerät betätigt hatte.
“Wie bitte?!”, entfuhr es Cameron Mitchell, der kurz darauf im hellen Licht eines Transportstrahls verschwand.
Brücke der Phoenix, Orbit von P2A-M221
Wenige Sekunden später, erschien ein überraschter Colonel Mitchell auf der Brücke vor General O´Neill.
“Colonel Mitchell, Willkommen an Bord der Phoenix. Sie wurden von Captain Thrace ausgewählt, um am Vipertraining teilzunehmen. Enttäuschen Sie mich ja nicht! Captain Thrace, er gehört jetzt Ihnen”, sagte Jack, nachdem er Cameron an Bord begrüßt hatte.
“Danke Sir”, stammelte ein völlig überrumpelter Mitchell.
“Folgen Sie mir!”, befahl Starbuck, die hinter den Sessel von O’Neill gestanden hatte. Gemeinsam verließen sie nun beide die Brücke.
Gut zwei Stunden später war die gesamte Ladung verteilt und verstaut, wie O’Neill zufrieden an hand der Papiere feststellte.
“So es geht weiter in die Andromeda-Galaxie. Alle Mann auf ihre Plätze! Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson Sie haben die Koordinaten erhalten, wo wir uns wieder vereinen werden?”, fragte nun General O’Neill, der nach kurzer Zeit die Bestätigung bekam.
“Na dann kann es ja los gehen. Thor, Triebwerke zünden und ein Hyperraumfenster öffnen!”, ordnete Jack an.
“Ja, O’Neill”, antwortete der kleine Außerirdische.
Orbit von P2A-M221
Innerhalb von fünf Minuten starteten die Phoenix, die Korolev, die Icarus und die Asklepios, und verschwanden in vier Hyperraumfenstern.
Brücke der Phoenix, Hyperraum
“Wie ist unser Status?”, wollte General O’Neill nun wissen.
“Alle Systeme arbeiten normal. Wir werden in 3 Tagen, 15 Stunden, 47 Minuten und in ein paar Sekunden die Andromeda-Galaxie erreicht haben”, meldete Thor.
“So genau, wollte ich es eigentlich nicht wissen”, lachte O’Neill leise.
“Und das trotz einer Stunde Delay, und den Stopp von…”, begann Sam.
“Ah, kein Wort mehr Carter, außer es ist wichtig”, bremste Jack nun Colonel Carter, “genießen wir einfach mal die Reise.”
1.11 Zwischen zwei Galaxien
Brücke der Phoenix, Hyperraum
“Lieutenant Simmons, teilen Sie General O’Neill mit, dass wir in 10 Minuten die Koordinaten für unseren Zwischenstopp erreicht haben!”, ordnete Colonel Carter an, die wusste dass Jack sich die Andromeda von der Brücke aus ansehen wollte.
“Ja, Ma’am. General O’Neill bitte auf die Brücke, wir erreichen in 9 Minuten, die Koordinaten unseres Zwischenstopps”, sagte der Kommunikationsoffizier in das Mikrophone seines Headsets.
Nach etwa acht Minuten tauchte General O’Neill, gerade noch rechtzeitig auf bevor sein Schiff den Hyperraum planmäßig verließ.
“So da bin ich. Äh, Bosworth bringen Sie mir das, was ich hier auf den Zettel geschrieben habe aus der Kantine mit!”, forderte der General einen Soldaten auf, dann setzte er sich in seinen Sessel.
Phoenix, Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda
Die Phoenix fiel Sekunden später, wie geplant nach einer Reisezeit von zwei Tagen aus dem Hyperraum.
Richard Woolsey, der sich zu dem Zeitpunkt in der Bibliothek befand, runzelte die Stirn. Er stand von der Couch auf, und machte sich auf den Weg zur Brücke, um sich persönlich zu erkundigen, was los sei.
Anise war es indessen auf der Krankenstation gelungen, mit Hilfe ihrer Ausrüstung und ihren Wissen, den armen Daniel und auch Vala von ihren Fesseln zu befreien.
“Na endlich”, sagte der Archäologe erleichtert, und massierte sich das Handgelenk.
Auch Vala war froh diese Bürde nun endlich wieder los zu sein. Doch nach einiger Zeit stellte sich unglücklicherweise heraus, dass es scheinbar noch eine anhaltende Nachwirkung durch die Goa’uld - Armbänder gab. Deshalb entschied Doktor Keller, die beiden noch zur Beobachtung auf der Krankenstation zu behalten.
Teal’c hatte sich entschieden, Kara bei der Prüfung zu unterstützen, da Jack verhindert war. Dabei stellte sich heraus, dass Colonel Mitchell einer der besten Schüler war, die Starbuck je unterrichtet hatte. Major Jackson blieb ganz ruhig, er wollte bloß nicht negativ auffallen, und eine Ohrfeige riskieren. Captain Trevors und Lieutenant Allic mussten zum zweiten Mal die Prüfung mitschreiben, die danach von Starbuck, Teal’c und den Staffelführern ausgewertet wurde. Eine Stunde später befanden sich nun alle im Backbord-Hangardeck, auch die aktuellen Piloten und bereiteten sich auf den Start vor, weil Kara auf Grund der hohen Klassenstärke diesmal auf die Flugsimulatoren verzichtete, und die Zeit nutzen wollte - außerdem hatte sie ja Hilfe von den Piloten, die bereits einen Einsatz hinter sich hatten.
Brücke der Phoenix, Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda
“General, was ist los, gibt es Probleme?”, fragte Woolsey, als er die Brücke betrat. Dort angekommen traute er seinen Augen nicht, O’Neill saß zufrieden in seinem Sessel, und ließ sich gerade ein Stück Apfelkuchen schmecken.
“Nein, es ist alles in Ordnung. Wir legen nur die geplante Pause ein, damit die neuen Viperpiloten praktische Erfahrungen im Cockpit sammeln können”, antwortete Jack mit ruhiger Stimme, und nach einer kleinen Verspätung, da er erst einmal kauen und runterschlucken musste. Und rekelte sich gemütlich im Sessel, als er sich zu dem Mitglied des IOA umwandte.
“Das habe ich vergessen. Doch das nimmt wertvolle Zeit in Anspruch, wenn wir uns hier stundenlang aufhalten”, seufzte Richard Woolsey, der mal wieder etwas nervös wirkte und von einen Fuß auf den anderen trat.
“Keine Sorge Mister Woolsey, wir kommen rechtzeitig an den Treffpunkt an. Die Triebwerke und der Hyperantrieb, der Phoenix sind denen der Schiffe von der Daedalus-Klasse überlegen. Also wird es keine weiteren Verspätungen geben. Und die neun Stunden Pause, gebe ich den Piloten und auch den Wissenschaftlern gerne”, erzählte General O’Neill.
“Das beruhigt mich”, stellte Woolsey erleichtert fest, und wollte die Brücke gerade wieder verlassen.
“He! Das hier ist vielleicht die einzige Gelegenheit in Ihren Leben, einen Blick auf eine andere Galaxie zu werfen, ohne durch ein Teleskop schauen zu müssen. Und hier auf der Brücke hat man den besten Blick darauf”, rief ihm General O’Neill hinterher.
Richard Woolsey blieb kurz vor der Tür stehen, dann kehrte um und ging an O’Neill vorbei auf das Fenster zu.
“Sie haben Recht, das ist wirklich beeindruckend”, sagte er beeindruckt zu Jack.
´Habe ich es mir doch gedacht´, dachte O’Neill und grinste zufrieden.
Leerraum zwischen Milchstraße und Andromeda
Alle 32 verfügbaren Viper waren nun bereits ohne Probleme gestartet, und befanden sich nun außerhalb der Phoenix. Captain Kara Thrace hatte nach der Theorieprüfung jetzt ein besonderes Training im All vor, die Viper waren wieder mit Laserpointern und Kameras ausgestattet worden, um den Kampf besser simulieren und das Training anschließend besser auswerten zu können. Nun teilte sie alle in zwei Teams ein, eines sollte angreifen und das andere verteidigen. Starbuck selbst beteiligte sich nur selten an den Übungskämpfen, sondern organisierte eher nur, und wurde dabei außerdem von der Flugüberwachung der Phoenix unterstützt, die die gesamte Übung aufzeichnen sollte. Kara hatte zunächst einmal die Gruppen vermischt, so dass erfahrene und unerfahrene Piloten in etwa gleich aufgeteilt waren. Während der ganzen Zeit machte sich Captain Thrace hin und wieder Notizen, oder nahm mit dem Funkgerät Kontakt zu den anderen Piloten auf.
General O’Neill hatte zuvor ausdrücklich darauf hingewiesen, nur die Piloten in den aktiven Dienst zu übernehmen, die wirklich dafür geeignet waren, und Captain Thrace hatte zugestimmt. Man wollte es vermeiden, dass es unnötige Verluste an Personal und Viper gab. Außerdem hatte Thor darauf ausdrücklich hingewiesen, nur noch ein- maximal dreimal mit Hilfe von Asgardtechnologie die Viper und das benötigte Zubehör auf diesen Wege zu bauen, da es sehr viel Energie in Anspruch nahm, dieses Verfahren durchzuführen.
“Alles klar Leute, noch einen letzten Durchgang!”, ordnete Starbuck an, und beschloss wenigstens dieses Mal mitzumischen, was die meisten Piloten überraschte.
Nach einer halben Stunde piepte die Uhr, denn die Zeit neigte sich dem Ende entgegen, bevor die Phoenix die Reise fortsetzen würde.
“So Leute, die Zeit ist um! Sah alles soweit gut aus. Und nun alle bereitmachen zum Landen! Aber keine Dellen, Beulen oder Kratzer in das Deck machen, sonst verdonnere ich diejenigen zum Deckdienst!”, drohte Starbuck.
Nach etwa einer Dreiviertel Stunde befanden sich alle Viper, wieder sicher an Bord der Phoenix, die kurz darauf wieder in einem Hyperraumfenster verschwand.
Jack’ Quartier, Phoenix, Hyperraum
Jack war nun wieder zurück in seinem Quartier, und ruhte sich nun aus. Er war den gesamten Stopp über auf der Brücke gewesen, bis auf zwei kurze Momente, wo er auf die Toilette gerannt war.
Nun wurde General O’Neill von Captain Thrace aufgesucht.
“Hallo Sir. Ich habe die Beurteilungen fertig”, sagte Starbuck, die frech einfach den Raum betreten hatte, doch Jack ignorierte es einfach.
“Hört sich gut an, Captain. Doch jetzt ruhen Sie sich bitte erst einmal aus, waren ein paar harte Tage in letzter Zeit, Sie haben es sich verdient. Die Einteilung der Staffeln können Sie dann hinterher machen!”, empfahl der General, der merkte dass auch Thrace müde wirkte.
“Ja, das mache ich”, antwortete sie und gähnte.
“Noch etwas manche Piloten haben ziemlich doof geguckt, als ich denen erklärt habe, dass sie ihre Vögel heute selber warten müssen”, ergänzte Starbuck grinsend.
“Das ist gemein. Na ja, wenn es hilft”, meinte Jack müde.
“Doch nun ab in die Falle, Starbuck! Ich bin nämlich auch müde, also raus hier! Die Einteilung kriege ich aber in 10 Stunden!”, forderte General O’Neill, und begleitete Captain Thrace zur Tür.
“Ja, Sir. Schlafen Sie gut”, sagte Kara zum Abschied, verließ nun das Quartier des Generals, und suchte ihr eigenes auf.
Phoenix, Hyperraum
Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf von rund 5 Stunden, wachte Kara Thrace wieder auf. Sie gönnte sich eine erfrischende Dusche, und zog sich an, dann beschloss sie in die Kantine zu gehen, und schnappte sich vorher aber noch die Unterlagen aller Viperpiloten.
Starbuck wusste das es nicht mehr lange dauern würde, bis die Flotte der Erde in ihrer Heimatgalaxie eintraf, und sich dann auf die Suche nach der Kolonialen Flotte machen würde. Doch wie würden alle reagieren, wenn sie wieder vor dem Admiral, Lee, Sam, Roslin und den anderen stehen würde, sobald man fündig geworden wäre - vermutlich würde man sie sogar für einen Zylonen halten. Captain Thrace schob diese Gedanken bei Seite, noch war es nicht soweit.
Kara hatte nun mittlerweile die Kantine erreicht, nahm einen ganzen Tisch in Beschlag und verteilte ihre gesamten Unterlagen auf den Tisch, damit niemand auf dumme Ideen kommen sollte. Danach ging sie zum Büffet und stellte auf einem Tablett ihre Mahlzeit zusammen, und kehrte als sie fertig war wieder auf ihren Platz zurück. Während Starbuck aß, versuchte sie die Staffeleinteilung vorzunehmen.
´Piloten habe ich ja genug´, dachte Kara.
Jack O’Neill wurde durch das Klingeln seines Weckers, unsanft aus dem Traum gerissen, den er gerade gehabt hatte.
“Toller Zeitpunkt”, brummte er verdrossen, dann stand er auf, um sich eine warme Dusche zu genehmigen. Als er sich neue und frische Sachen angezogen hatte, rasierte er sich erst einmal.
Sam Carter wertete indessen die Daten der Tiefraumsensoren aus, die man während der Pause gesammelt hatte. Sie hatte die Andromeda absuchen lassen - ohne Erfolg, man war noch zu weit entfernt gewesen. Doch dafür ist es ihr gelungen eine Karte der Galaxis mit Thor’ Hilfe anzufertigen.
Daniel und Anise tauschten sich über alte Kulturen aus, und Teal’c sprach ausführlich mit Vala. Doktor Keller gestattete immer noch nicht dass ihre beiden Problempatienten ihr Territorium, die Krankenstation verließen.
General O’Neill hatte sich indessen auf den Weg zur Kantine gemacht. Als er sie betrat, winkte Captain Thrace ihm kurz gutgelaunt zu. Jack nahm sich auch ein Tablett und stellte sich seine Mahlzeit zusammen, bevor er sich zu Starbuck gesellte, die ihm Platz machte.
“Ich bin fertig”, sagte Kara, und schob O’Neill die Einteilung zu.
“Sehr schön”, meinte der General nur.
“Wir sind in etwa 4 Stunden am Treffpunkt”, ergänzte er, nach einer kurzen Pause.
“Gut”, nickte Starbuck.
1.12 The Andromeda Galaxy
Andromeda-Galaxie
Koloniale Flotte
Galactica
Irgendwo in der Andromeda-Galaxie, an Bord der Galactica bereitete man sich auf einen weiteren Prozesstag vor, von dem niemand erwartete, dass es endlich der letzte sein sollte.
Doktor Gaius Baltar befand sich noch in seiner Zelle, in der Brig an Bord der Galactica. Er hatte trotz dieser Ereignisse eine Anhängerschaft erworben, meist handelte es sich dabei um Frauen. Nun wurde er von vier Marines abgeholt, die ihn nun zum Gerichtssaal eskortieren sollten.
“Corporal, ich bestehe darauf, mich noch einmal unter sechs Augen mit meinen beiden Anwälten beraten zu dürfen!”, verlangte Baltar, als er aus seiner Zelle geführt wurde, und nachdem man ihm eine Sicherheitsweste angelegt hatte.
“Da muss ich nachfragen. Einen Moment”, antwortete der Soldat trocken, ging zum Telefon und bat mit seinem Vorgesetzten sprechen zu dürfen.
“Doktor Baltar, Sie haben 10 Minuten in den Quartier von Mister Adama Zeit, sich mit ihm und Mister Lampkin zu unterhalten”, teilte der Marine, nach einigen Minuten mit, und nachdem er den Hörer wieder eingehängt hatte.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
Lichtjahre entfernt, an einer irgendwo anders in der Andromeda-Galaxie hatte sich eine Raumspalte geöffnet, und die Phoenix verließ den Hyperraum. Einige Sekunden später erschien auch die Korolev, und einige Augenblicke danach die Icarus und die Asklepios auf die gleiche Art und Weise, wie die Phoenix.
“So da wären wir”, stellte O’Neill zufrieden fest, nachdem sein Schiff den Hyperraum verlassen hatte.
“Die Korolev, die Icarus und die Asklepios sind ebenfalls eingetroffen”, meldete man.
“Sehr gut. Lieutenant Simmons, ich möchte eine Konferenzschaltung mit allen Schiffen der Flotte!”, verlangte General O’Neill.
“Jawohl, Sir”, bestätigte Simmons, und begann die Verbindungen herzustellen.
“Colonel Carter, Thor ihr sucht den gesamten Bereich um uns nach Signalen ab! Ich will wissen, was sich da draußen tut”, ordnete Jack an Sam und Thor gerichtet.
“Sind schon dabei, Sir”, meinte Carter.
Koloniale Flotte
Galactica, Lee Adama’ Quartier
Romo Lampkin und Lee Adama wollten gerade aufbrechen, als ihr Klient Gaius Baltar in Begleitung von vier Marines vor ihnen auftauchte.
“Ich wollte mich noch einmal kurz mit Ihnen beiden unterhalten, bevor der Prozess weitergeht”, bat Baltar, als er vor den zweien stand.
“Wenn es unbedingt sein muss”, seufzte Lee.
“Sie warten vor der Tür!”, ordnete Lee Adama, als sie wieder zurück war, die vier Marines dazu auf draußen zu bleiben.
“…, es ist mir egal… ich will endlich… heute… ein Urteil…”, regte sich Gaius Baltar auf, als man vorschlagen hatte den Prozess zu beanstanden und vom Neuen beginnen zu lassen.
“Wenn Sie es so wollen”, sagte Lampkin, setzte sich seine Brille auf, bevor er aufstand und sich dabei auf seine Krücke stützte.
“Gehen wir”, ergänzte er, dann verließ er zusammen mit Lee den Raum.
Doktor Baltar folgte dann in Begleitung der Marines seiner Sicherheitseskorte, in einem Abstand von etwa zehn Metern.
Erdflotte
Backbord-Hangar der Phoenix
Nachdem General O’Neill angeordnet hatte, seine Flotte aufzuteilen, um so ein größeres Gebiet absuchen zu können, machte er sich auf den Weg zum Backbord-Hangar. Auf den Weg dorthin bekam er die Meldung, dass die Schiffe nun wie geplant zueinander einen Abstand von etwa fünf Lichtjahren hatten, dabei flogen jeweils die Phoenix und die Korolev alleine weiter in die Galaxie hinein, und nur die Icarus und die Asklepios blieben als kleiner Verband beieinander und flogen gemeinsam weiter um die Umgebung zu erforschen.
Jack betrat nun endlich das Hangardeck, in dem emsig gearbeitet worden war. Man hatte an vier Viper zusätzliche Tanks montiert, die man mit Hilfe einer Fernbedienung wieder vom Jäger lösen konnte. Die Deckarbeiter und Mechaniker waren nun bereits gerade dabei, alles wieder aufzuräumen.
“Was ist den hier los?”, fragte General O’Neill verwundert, als er Captain Thrace endlich gefunden hatte.
“Wir haben die Reichweite, der vier Vögel hier, für Aufklärungszwecke erhöht. Sie haben es doch genehmigt, Sir”, antwortete Kara.
“Ah, stimmt. Hatte ich irgendwie vergessen”, meinte Jack nur.
“Es ist in etwa das gleiche Prinzip, wie bei unseren Space-Shuttles…”, fing Alec Colson nun an zu erklären, wurde aber von O’Neill sofort gestoppt, der keine Lust hatte sich irgendwelche Vorträge anzuhören.
“Wenn es funktioniert bin ich zufrieden”, stellte der General klar.
“Keine Sorge, General O’Neill. Wir es mehrfach simuliert, überprüft und getestet”, versicherte Colson und Starbuck nickte zustimmend.
“Schön. Gebt mir Bescheid, wenn Sie soweit sind!”, ordnete O’Neill an, dann verließ er das Hangardeck wieder.
Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal
Alle Plätze für die Besucher waren bereits belegt, als endlich Adama und Lampkin den Gerichtssaal betraten. Doktor Baltar folgte wenige Minuten später, und nahm dann zwischen seinen beiden Verteidigern Platz. Nach weiteren fünf Minuten betraten auch die ausgelosten fünf Richter den Raum, und alle Anwesenden erhoben sich kurz bis diese sich ebenfalls gesetzt hatten.
Und kurz darauf wurde der Prozess auch schon fortgesetzt.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
General O’Neill kehrte nun wieder auf die Brücke zurück.
“Wie sieht es aus? Bericht!”, verlangte er, als er sich auf seinen Platz setzte.
“Wir haben einen Planetarischen Nebel in 20 Lichtjahren Entfernung entdeckt, der weitere Untersuchungen der Andromeda, auf Grund seiner Strahlung blockiert. Ansonsten haben wir noch nichts weiter entdeckt. Sir, bitte lassen Sie uns noch etwas Zeit bis sich die anderen Schiffe melden”, berichtete Carter.
“In Ordnung. Aber nur maximal nur noch eine halbe Stunde! Dann will ich, dass sich die Flotte wieder zusammenschließt”, antwortete O’Neill.
Carter nickte dankbar, und wertete danach unverzüglich weiter mit Thor die Daten, der Sensoren aus.
Ein halbe Stunde später, ließ General Jack O’Neill Kontakt zu den anderen drei Schiffen herstellen.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson unserer Treffpunkt ist der Planetarische Nebel im Quadranten Eta!”, gab der General, das nächste gemeinsame Ziel an die Commander der anderen Schiffe bekannt.
Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal
Lee Adama hatte soeben ein beispielloses und glänzendes Plädoyer gehalten, wofür er ein anerkennendes Nicken von Lampkin erhalten hatte.
“Das Tribunal der Richter, zieht sich nun zur Urteilsfindung zurück”, verkündete die einzige weibliche Richterin, die auch den Vorsitz inne hielt, nachdem keine der beiden Parteien weitere Punkte aufführen wollte.
Als sich die fünf Richter erhoben hatten, um sich zu beraten, standen auch alle anderen auf und setzten sich erst wieder, nachdem sich die Tür geschlossen hatte.
Erdflottte
Die Flotte der Erde traf nun nacheinander an dem Treffpunkt ein. Alle Schiffe hatten den Hyperraum, wie geplant 2 Millionen Kilometer vor dem Planetarischen Nebel wieder verlassen. Die Icarus und die Korolev sendeten nun die gesammelten Daten an die Phoenix. Thor führte in der Zwischenzeit, in der Sam die Daten überprüfte, einige Anpassungen an den Sensoren durch, damit man nicht überrascht wurde, denn die Strahlung beeinträchtigte auch die Sensoren der Erdflotte. Nachdem er fertig war schickte der Asgard die Anweisungen an die anderen Schiffe, damit auch diese die erforderlichen Veränderungen durchführen konnten.
Koloniale Flotte
Galactica, Gerichtssaal
Die fünf Richter kehrten nun in den Raum zurück, und alle erhoben sich zunächst und setzten sich wieder nachdem auch die Vertreter der Justiz wieder Platz genommen hatten. Alle erwarteten nun das Urteil.
“Doktor Gaius Baltar, bitte erheben Sie sich!”, forderte die vorsitzende Richterin den Angeklagten auf. Auch Adama und Lampkin erhoben sich, während Baltar mit wackligen Beinen nur ungern sich vom Stuhl erhob.
“Doktor Gaius Baltar, das Gericht, erklärt Sie nach Prüfung aller Punkte unter der Sie zur Anklage standen, … mit 3 zu 2 Stimmen… für nicht schuldig”, verkündete die Frau nun das Urteil, das wie der gesamte bisherige Prozess live über Funk in der gesamten Flotte übertragen wurde.
Laura Roslin, die Präsidentin der Kolonien, sackte als sie das Urteil hörte kraftlos in ihrem Stuhl stöhnend zusammen.
“…ich habe immer gewusst, dass ich unschuldig bin und man mich freispricht”, gab Gaius Baltar sofort ein Statement ab, als er sich an die anwesende Presse gewandt hatte. Nun brach so langsam ein Tumult los, denn bei vielen herrschte Wut und Verzweiflung, und die Kapitäne und Admiral Adama machten sich daran den Raum zu verlassen - auch die Präsidentin hatte diesen bereits, mit Unterstützung, verlassen.
“Admiral. Wir müssen ihn hier sicher raus bringen”, rief Lee seinen Vater zu.
William Adama gab nun einigen Marines ein Zeichen, die Gaius Baltar sofort in Schutz nahmen und aus dem Raum eskortierten.
Galactica, CIC
Admiral William Adama hatte nun endlich, nach einigen Minuten Verspätung, das Combat Information Center erreicht. Nun war der Zeitpunkt gekommen, den Befehl zu dem letzten Sprung zu geben, der die Flotte der überlebenden Menschen zu den Ionischen Nebel bringen würde.
Auch Laura Roslin, die Präsidentin der Kolonien hatte sich hierher bemüht.
“Sie waren dafür, dass man ihn freispricht? Stimmt’ Bill?”, fragte Laura erschüttert, als sie für einen Moment mit Adama allein war.
“Ja, es ist wahr. Denn die Verteidigung war gut und überzeugend, im Gegensatz zu den Punkten die zur Anklage vorgebracht wurden”, erklärte der Admiral mit wenigen Worten.
“Mister Hoshi, teilen Sie den zivilen Schiffen mit, dass wir in wenigen Minuten den letzten Sprung durchführen werden, der uns zu den Ionischen Nebel bringen wird! Der Sprung wird dann auf mein Kommando ausgeführt!”, ordnete Admiral Adama an.
“… und Sprung!”, befahl er nach drei Minuten.
Die Flotte der Kolonien verschwand in mehreren Dutzenden von Lichtblitzen, nur um Lichtjahre entfernt wieder vor dem Ionischen Nebel auf dieselbe Art aufzutauchen.
“DRADIS?”, fragte er sofort.
“Die Flotte ist vollzählig, Admiral”, meldete Petty Officer Dualla.
“Sonst keine weiteren Kontakte auf dem DRADIS, Sir… Moment…, das DRADIS scheint durch die Strahlung des Nebels gestört zu sein… auch melden alle Schiffe der Flotte Energieverlust”, berichtete Lieutenant Gaeta hektisch, was Dualla bestätigte.
“Das System sofort neu starten!”, befahl William Adama.
Doch nun wurde es auch auf dem Battlestar dunkel - ebenfalls Energieverlust, nur einige Lampen der Notbeleuchtung spendeten etwas Licht.
“Wo bleibt nur Colonel Tigh?”, fragte William Adama laut und verärgert darüber, dass sein Erster Offizier nicht mit ihm im CIC war.
“Einige Systeme laufen wieder”, meldete Lieutenant Gaeta, und wie zur Bestätigung wurden die Monitore des DRADIS über dem Admiral, der am Taktiktisch stand wieder hell.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
An einer anderen Stelle des Ionischen/Planetarischen Nebels hatte General O’Neill bereits vor einiger Zeit, die Startfreigabe für die rote Viper-Staffel erteilt. Die vier Viper waren mit Zusatztanks ausgerüstet worden, um die Reichweite zu erhöhen, doch O’Neill hatte angeordnet bei Feindkontakt, diese Tanks sofort abzuwerfen.
Nun folgte aber die Flotte der Erde den vier Jägern in einem gewissen Abstand, wobei die Phoenix die Spitze übernahm und die drei anderen Schiffe ihr folgten.
“Jetzt weiß ich endlich, warum man das Nebel nennt”, sagte Jack nüchtern, als er konzentriert aus dem Fenster der Brücke schaute. Sam musste bei diesen Worten lächeln, konnte aber ein Lachen unterdrücken.
Koloniale Flotte
Galactica, CIC
“DRADIS Kontakt, es ist die Zylonische Flotte”, meldete Gaeta.
Admiral Adama schaute auf den Bildschirm über seinem Kopf, vier Basisschiffe waren soeben aufgetaucht. Sofort erkundigte er sich nach dem Status der FTL-Antriebe seines Schiffes und denen der Flotte, doch bekam nur Negativmeldungen.
“Alle Viper starten! Sie sollen die Zylonenjäger abfangen und die Flotte schützen!”, befahl William Adama.
“Viper starten! Ich wiederhole alle Viper starten!”, gab Dualla den Befehl weiter.
Zylonische Flotte
Auch die Flotte der Zylonen hatte Probleme, wenn auch nur kurz. Dann bemerkten sie die anwesende Flotte der Menschen, die aber nicht sprang, sondern blieb. Die Zylonen hatten nun völlig unerwartet die Flotte der Menschen gefunden.
“Das ist die Gelegenheit. Beenden wir es ein für allemal”, schlug eine Nummer Eins vor, und die Mehrheit der anderen Modelle schloss sich dem Vorschlag an, die Menschheit endgültig auszulöschen.
Koloniale Flotte
Galactica, Backbord-Hangardeck
“He, wo warst du die ganze Zeit?”, fragte Cally ihren Mann Galen.
“Ich hatte nur noch etwas mit Anders zu besprechen”, antwortete dieser, und machte kurz darauf seiner Deckcrew Dampf.
Die Viperpiloten eilten, teilweise noch mit Taschenlampen in den Händen, zu ihren Maschinen. Darunter befanden sich auch Lee Adama und ein sichtbar nervöser Sam Anders.
Galactica, CIC
“Ich bin hier, Bill, falls Sie mich brauchen”, sagte Colonel Tigh als er an seinen Vorgesetzten herantrat. Der Admiral war erleichtert, dass sein langjähriger Freund nun endlich da war, wo er ihn brauchte - an seiner Seite.
“Schön das Sie hier sind, Saul”, sagte Adama nur.
Erdflotte
Brücke der Phoenix
General O’Neill wurde nervös, da man offenbar den Funkkontakt zu Captain Thrace verloren hatte.
“Was hatte Starbuck Ihnen zuletzt mitgeteilt, Lieutenant Hailey?”, wollte O’Neill nun wissen, als gelungen war Funkkontakt zu Jennifer Hailey zu bekommen.
“Starbuck hat gesagt, dass sie schwache koloniale Signale auf ihrem DRADIS habe. Dabei war die Verbindung schon ziemlich schlecht, so dass ich es gerade so noch verstehen konnte”, meldete sich eine schwache und knisternde Stimme, der jungen Pilotin, aus den Lautsprechern.
“Okay. Lieutenant, Sie bleiben wo Sie sind! Wir stoßen gleich zu Ihnen. Die Verständigung ist wirklich mies”, sagte Jack O’Neill.
Ionischer/Planetarischer Nebel
Lee Adama befand sich nun bereits einige Minuten draußen, als er bemerkte, dass sich auf seinem DRADIS im Cockpit einen nicht identifizierbaren Kontakt gab.
“Galactica, hier ist Apollo ich habe hier einen unbekannten Kontakt. Ich sehe es mir mal näher an”, sprach er ins Mikrophone.
Die Basisschiffe der Zylonen hatten ebenfalls tausende Jäger gestartet, die nun Kurs auf die Flotte der Menschen nahm.
Koloniale Flotte
Galactica, CIC
“Wie lange noch bis die FTL’ wieder funktionieren?”, erkundigte sich der Admiral, der voller Sorge sah, was seinem Volk nun drohte.
“Die Galactica könnte bereits springen. Doch die zivilen Schiffe sind durch den Stromausfall, der die gesamte Flotte getroffen hat… erst in ungefähr 20 Minuten bereit zu springen”, berichtete Lieutenant Gaeta.
“Das Überleben wir nicht”, stellte William Adama bitter fest.
“Neuer Befehl: Die Viper sollen die zivilen Schiffe schützen! Wir werden mit Hilfe unserer Geschütze das Feuer auf die Basisschiffe und die Jäger eröffnen, um eine Schutzzone aufzubauen! Colonel Tigh, geben Sie den Befehl!”, ordnete der Admiral an, doch sein XO rührte sich nicht.
“Saul! Saul! Colonel Tigh, was ist los mit Ihnen?”, fragte Adama eindringlich.
“Tut mir Leid, Sir. Achtung! Hier spricht der XO, alle auf Station! Alle Geschütze abfeuern, doch achtet auf unsere Leute da draußen!”
Erdflotte
Brücke der Phoenix
Jack, Teal’c und noch einige andere spürten, das sich bald irgendetwas ereignen würde. Darum hatte der General alle Mitglieder seiner Flotte in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt, die Viper befanden sich bereits alle in den Startröhren, die F-302er waren ebenfalls einsatzbereit, und die Schiffe sowieso. Jeder befand sich auf seinem Platz.
“O’Neill, ich habe mehrere dutzende Kontakte erfasst. Es könnte sich dabei, um die gesuchte Flüchtlingsflotte von Kara Thrace handeln, da ein Schiff recht groß ist und die anderen kleiner sind”, berichtete Thor über Funk, der die Sensoren nun von seinem Labor aus überwachte, um besser arbeiten zu können.
“Alles klar. Dann nichts wie hin. Ich vermute mal, ich weiß wo wir Captain Thrace wiederfinden”, meinte General O’Neill in seiner typischen Weise.
Nach einer kurzen Mitteilung an die anderen drei Schiffe, bewegte sich die Erdflotte nun auf die registrierten Kontakte zu.
Ionischer/Planetarischer Nebel
“Verdammt. Was war das schon wieder?”, entfuhr es Lee, nun zum wiederholten Male, als etwas wiederholt an ihm dicht und schnell vorbei flog, und sogleich wieder in den Gas- und Materiewolken, des Nebels um ihm herum verschwand. Nun war das Signal direkt neben ihm. Der junge Adama wollte nun endlich wissen, wer es war, der solche Spielchen in einer so ernsten Situation veranstaltete, da er bemerkt hatte, dass es sich um eine Viper handelte und drehte neugierig den Kopf. Apollo konnte nicht so recht glauben, was er sah, als er aus dem Cockpitfenster schaute - es konnte unmöglich wahr sein.
“Hallo Lee. Da bin ich wieder. Ich war auf der Erde. Alles wird gut”, sagte eine lächelnde Starbuck über Funk zu ihm.
“Kara?! Das ist nicht möglich. Ich habe gesehen, wie deine Viper in verschwunden ist”, sagte Lee Adama überrascht.
“Ja, ich bin es wirklich. Ich habe außerdem etwas Hilfe mitgebracht, Lee”, erklärte Kara mit ruhiger Stimme. Und wie zur Bestätigung, glitten nun die vier Schiffe der Erdflotte an den beiden Viper vorbei.
Lee war einfach nur sprachlos, er glaubte sich in einem Traum zu befinden.
Brücke der Phoenix
Man hatte wenige Minuten nachdem die Flotte der Kolonien entdeckt wurde, auch die Zylonenflotte entdeckt. Colonel Carter hatte die Situation sofort erkannt, und diese Jack erklärt, der sofort reagierte.
“Colonel Chekov, Colonel Kirkland, Colonel Ronson… bringen Sie ihre Schiffe so in Stellung, dass sie die zivilen Schiffe der Flotte schützen! Zerstören Sie mit den Railguns die angreifenden Jäger der Zylonen! Die F-302er werden vorerst noch nicht gestartet! Wir folgen in Kürze, nachdem wir unsere Viper ins Rennen geschickt haben”, erklärte General O’Neill kurz seine Befehle.
Kurz darauf sah man von dem Fenster der Brücke von der Phoenix aus, wie die Korolev, die Icarus und die Asklepios Kurs auf die Flotte der Kolonien setzte.
“Hier ist General O’Neill. Colonel Mitchell, Sie haben das Oberkommando über die Viper, bis Captain Thrace sich bei Ihnen meldet!… Alle Viperstaffeln starten!”, befahl Jack O’Neill nun.
Zufrieden bemerkte er das sich nun alle Viper draußen befanden, als sich die Phoenix auf der Höhe der angreifenden Jäger der Zylonen befand, die auf die Flotte der Kolonien zuhielten.
“Captain Thompson, bringen Sie uns zu der Kolonialen Flotte!”, befahl der General seinem diensthabenden Steuermann.
“Und Sie, Lieutenant Simmons sorgen dafür dass ich eine sicheren Kanal zur Galactica bekomme!”, forderte er kurz darauf seinen Kommunikationsoffizier auf, eine Funkverbindung herzustellen.
Galactica, CIC
“Admiral, die vier Schiffe, die vor kurzem auf dem DRADIS aufgetaucht sind, haben Kurs auf unsere Flotte gesetzt”, meldete Gaeta, der blass geworden war.
“Das war’ dann wohl. Es war mir eine Ehre, mit Ihnen zusammen…”, begann Adama.
“Sir, unsere Viper berichten, dass das große Schiff wohl mehrere Viper gestartet hat, die die Zylonenjäger angreifen. Und die drei kleinen Kreuzer haben das Feuer nicht auf die Flotte eröffnet, sondern beziehen nur Stellung, und fangen die Raketen der Basisschiffe ab, die die zivilen Schiffe zerstören würden, mit den Schiffskörper ab. Außerdem zerstören sie angreifende Jäger von den Zylonen”, meldete Gaeta, und unterbrach damit mit dieser Meldung, die Rede seines Admirals.
“Was sagen Sie da, Gaeta… Was bei den Göttern geht da draußen vor?”, fragte Colonel Tigh überrascht.
“Die wichtige Frage wäre: Wer sind unsere mysteriösen Helfer?”, meinte Adama nur.
“Sir, das Flaggschiff hat Kontakt zu uns aufgenommen”, meldete Dualla.
“Stellen Sie auf Lautsprecher, Dee!”, verlangte Bill, “Vielleicht wird doch noch alles gut.”
“Hier spricht Major General Jack O’Neill von der United States Air Force an Bord des Erdschiffs U.S.S. Phoenix und kommandierender Befehlshaber der Erdflotte. Die anderen Schiffe, die gerade zu Ihnen gestoßen sind, sind die Korolev, die Icarus und die Asklepios, die von Colonel Chekov, Colonel Kirkland und Colonel Ronson kommandiert werden. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen...”, ertönte eine Stimme aus den Lautsprecher des CIC’, der Galactica.
TBC
Somit haben wir schon einmal das Ende von Season 1. Die erste Hälfte von Season 2, kommt dann in einigen Monaten wieder als Lückenfüller, wegen der von mir eingeplanten Wartezeit in der 8.Staffel von Odyssee zwischen einzelnen Mehrfachfolgen.
