23.08.2026, 19:02
Hallo! Heute gibt es den nächsten Teil.
Viel Vergnügen beim Lesen
Ori-Galaxie
Celestis-System
Celestis, Heilige Stadt
Seit dem unerwarteten Erscheinen der gerade einmal handvoll Kriegerinnen und Krieger, die ihre auf der Destiny gefundenen wertvollen Schriften mitgebracht und zunächst erst einmal einem der vorstehenden Priore ausgehändigt hatten, studierte jener die Schriften erst einmal sehr genau. Es dauerte nicht lange, dann ging er damit dann auch schon mit eiligen Schritten zu dem Doci, um diese entdeckten Notizen weiter zu geben.
Nachdem die gemachten und gefundenen Notizen auf der Destiny, welche von einer gewissen Offenbarung aus dem Zentrum des Universums stammten, endlich zunächst einmal auch von dem Doci und seinen Prioren in der Heiligen Stätte sehr genau begutachtet, studiert und ausgewertet worden waren, hellte sich die sonst so ernste Miene des obersten aller Priore für einen kurzen Augenblick nur auf, dann gab er sein Urteil kund, und seit diesen Moment an, herrschte eine große Anspannung in den Mauern von Celestis. Denn man hatte diese frohe Botschaft so schnell es möglich gewesen war an alle Pilger, wie man sie nannte, kontaktiert.
Die gefundene Botschaft wurde sehr schnell an alle Gläubigen weitergetragen: Man hatte vermutlich endlich den Ort gefunden, an den der alte Hexenmeister der Antiker, Myrrdin, wie die Anhänger Adrias ihn verächtlich nannten, ihre einzigwahre Göttin verbannt hatte.
Im Orbit des Planeten hatte sich schon bereits nach nur wenigen Stunden eine gewaltige Flotte von Raumschiffen versammelt, die eigentlich jetzt schon bereit war, zu dem Ort zu reisen, wohin der Doci sie alle schon sehr bald aussenden würde.
Milchstraße
Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford, Kontrollraum
„Ma‘am. Commander McNeill, ich habe hier seit einigen Minuten etwas sehr, sehr Interessantes auf den Monitoren der Tiefraumsensoren. Es könnte sich hierbei eventuell nur um einen Meteoritenstrom oder, im schlimmsten Falle, um eine gewaltige Flotte von Raumschiffen handeln, die sich derzeit eindeutig auf einen Kurs direkt auf unsere galaktische Position befinden.“
„Behalten Sie diese Signale weiterhin aufmerksam im Blick, Lieutenant Robinson! Und sie, Lieutenant Commander Brown, berechnen mir sofort den genauen Kurs davon! Sollte in den nächsten 24 Stunden der Kurs gleichbleiben, richten wir unser Teleskop auf diese Koordinaten aus.“
Nur wenige Minuten später meldete sich jemand anderes, mit einer anderen interessanten Entdeckung zu Wort.
„Commander McNeill. Hier tut sich ebenfalls etwas.“
„Was gibt es denn bei Ihnen, Lieutenant Lindbergh?“
„Ich bitte Sie darum, es sich selber anzusehen, Ma‘am.“
Widerwillig aber neugierig geworden, trat Maria McNeill an den Arbeitsplatz von Lindbergh heran, um sich den Grund für die Aufregung von diesen anzusehen.
Die oberste Befehlshaberin der Weltraumstation Langford, konnte kaum glauben was sie da auf dem Monitoren zu sehen bekam: Denn ein erkennbares strahlendes Muster würde in einem rasenden Tempo zunächst auf den äußeren Rand der Milchstraße zu treffen, und dann nur wenige Sekunden darauf auch die Erde.
„Großer Gott! Was ist das nur? Wo liegt der Ursprung davon, Lieutenant?“
„Moment, Ma‘am. Jetzt habe ich es. Der Ursprung scheint vom Zentrum des Universums zu stammen“, konnte Lindbergh noch sagen, dann wurde die Langford-Weltraumstation auch schon von diesem strahlenden Muster erreicht.
Die Warnung für die Erde, die man aussenden würde, würde auf jeden Fall zu spät eintreffen, dies wusste die Befehlshaberin dieser Raumstation.
Der Impuls, welcher die Station traf, verursachte zum Glück keinerlei Schäden, wie man nach einer schnellen Überprüfung durch die Schadenskontrolle sehr erleichtert feststellen konnte.
Sol-System
Erde
Europa
Deutschland, Hamburg
Auch in Hamburg wurde für alle Bewohner dieser Stadt vollkommen unerwartet ein akustischer Alarm ausgelöst. Dadurch wurde unsere gesamte Familie mitten in der Nacht unsanft aus dem Schlaf gerissen. Wir Erwachsenen kannten diesen ungenehmen Ton nur zu gut, denn der nur eines verhieß, dass wieder einmal wohl etwas sehr Unangenehmes auf unseren Planeten zukam.
Jeanne schaltete das Licht ihrer Nachttischlampe ein, und sprang dabei gleichzeitig mit einer schnellen Bewegung aus dem Bett, rannte zu ihrem Kleiderschrank, worin sich ihre Uniform befand. Mit behänder Schnelligkeit kleidete sie sich an, doch als sie so vor dem Spiegel stand, gingen plötzlich nicht nur die Lichter in unserem Haus, sondern in ganz Hamburg aus. Hastig eilten wir zum Fenster unseres Schlafzimmers, von dort aus konnten wir, wenn auch nur für wenige Sekunden ein beeindruckendes Schauspiel am dunklen Nachthimmel beobachten. Ein waberndes blaues Muster fegte über uns hinweg. Dann war es auch schon wieder dunkel. Aber es blieb dann auch richtig dunkel, denn die Stadt blieb komplett duster, weil die Lichter noch nicht wieder angegangen waren.
„Mist! Die Straßenbeleuchtung ist noch immer nicht wieder an“, entfuhr es Jeanne, die natürlich wusste was die Stunde geschlagen hatte, nämlich dass sie umgehend zu ihrer Dienststelle musste.
Unten im großen Flur wartete schon bereits eine dienstbereite Jasmin in voller Uniform, die schon kurz darauf ihre beiden Kinder in meine Obhut gab. Somit musste ich auf insgesamt vier Kinder aufpassen. ,Welch eine Freude‘, dachte ich seufzend als mich Jasmin und Jeanne noch einmal kurz umarmten, um sich dann nur wenige Minuten später mit ihren Fahrrädern auf den Weg zu machen.
Unbekannte Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem
Unbekannter Mond
Wraith-Basis, Konferenzsaal
Es gab nun nicht gerade sehr viele solcher Orte in dieser ziemlich kleinen Galaxie, für die man sich als endgültigen Rückzugsort, letztendlich dann doch hatte festlegen müssen.
Die Wraith-Königin fauchte verärgert immer wieder aufs Neue, da ihre eigentliche Option eines eindeutig besseren Territoriums durch ihre ärgsten Feinde, die Atlanter, einmal mehr zunichte gemacht worden war.
Um einer sofortigen und kompletten Vernichtung ihrer noch verbliebenen Flotte durch ihre Feinde doch noch zu verhindern, hatte sie diese kurzerhand aufgeteilt. Die Aufteilung war auf einige der weniger einigermaßen bewohnbaren Himmelskörper erfolgt, die sich aber zumindest in naher Reichweite befanden.
Außerdem mussten ihre Untergebenen dafür sorgen, dass sich die Menschen, die sie entführt hatten, rasch zu einer hohen Zahl vermehrten, weil ja alle Wraith ausreichende Nahrung benötigten. Dies war eine schwierige Aufgabe, die sie ihren Offizieren, die unter ihrer Herrschaft nämlich Wissenschaftler waren, zu lösen hatten.
Erst vor wenigen Augenblicken hatte sie sich an einem dieser Offiziere genährt, weil sie extrem zornig auf dessen faulen Ausflüchte geworden war. Der mumifizierte Anblick des Wraith-Offiziers, dessen Lebenskraft vollständig von der Königin genommen worden war, ließ die anderen vier männlichen Wraith eines sofort wissen, sie mussten sich ranhalten, wenn sie nicht das unrühmliche Schicksal ihres Kameraden teilen wollten.
Nach einer kurzen Verneigung eilten sie sodann auch schon aus dem Raum, um ihre wichtige Arbeit, an welcher immerhin ihr Leben hing, wieder aufzunehmen.
„Schafft den hier nach draußen!“, befahl die Wraith zwei Drohnen, die den Befehl sofort ausführten.
Kurz darauf verließ die Königin ebenfalls den Saal, um schon sehr bald in ihr eigenes sicheres Refugium zurückzukehren. Dort würde sie weiterhin ihre Pläne der Vergeltung schmieden, erst gegen die Menschen der Pegasus-Galaxie und dann in der Milchstraße. Wobei die Erde dann am Ende ihr neuer Hauptsitz werden sollte. So stellte sie es sich in ihren Gedanken zumindest vor.
Milchstraße
Hyperraum
Prinzessin Lianas Schiff, Brücke
Die Mannschaft von Liana war immer noch auf der Suche nach einem Standort für eine sichere Basis, von der aus sie ihre Operationen starten konnte. Doch noch etwas erwog die Vampirprinzessin, nämlich direkt zur Erde zu fliegen, um die Menschen vor dem kleinen, schon bereits gestarteten Raumschiff der Vampire und dem Angriffsplan Arteriais‘ zu warnen. Aber dafür war es aus ihrer Sicht noch viel zu früh, denn ihre Crew und sie selbst benötigten für den Fall der Fälle, einen Ort wohin sie sich im Ernstfall zurückziehen konnten. Daher waren alle ihre bisherigen Missionen, seitdem sie die Milchstraße erreicht hatten, reine Aufklärung gewesen.
Einige Orte für eine feste und damit dauerhafte Basis lagen bereits zu einer Auswahl vor, dennoch favorisierte Liana einen bewohnbaren Planeten oder gar Mond, von wo aus sie ihre alte Heimatgalaxie beziehungsweise die Erde, im Ernstfall, sehr gut erreichen konnte.
„Hoheit.“
„Ja, Commander.“
„In wenigen Augenblicken schon, haben wir den äußeren Rand dieses Systems erreicht. Soll ich schon die Teams in den Hangar berufen?“
„Sehr gut. Ja, tut dies! Und wie bei den bisherigen werde ich ein Team selber anführen.“
„Es ist sehr riskant, Prinzessin Liana. Wir dürfen Euch nicht verlieren, denn Ihr seid die große Hoffnung für unser Volk, sowie Eurer Mutter“, erinnerte der Commander.
„Das ist unsere gesamte Mission, Commander.“
„Dies ist leider wahr.“
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Neuer Palast, Hauptquartier der Besatzer
Schon seit mehreren Monaten wurde die fast alle Nazis, sowohl von den Jaffa der Goa‘uld Aset sowie auch von den Kriegerinnen und Kriegern der Vampire von Arteriais, wo es nur möglich erschien unterdrückt und dabei auch noch zusätzlich zu schwerer Arbeit gepresst, und im letzten Fall auch als Nahrungsquelle genutzt. Aber es gab auch unter den Nazis, die von den Besatzern in Posten gehoben wurden, um eine bessere Kontrolle über jene zu haben.
Als die beiden vollkommen unterschiedlichen Verbündeten die Goa‘uld-Königin Aset und die Vampirin Arteriais gerade in einer gemeinsamen sehr wichtigen Unterredung nur unter vier Augen waren, klopfte es an der schweren Doppeltür.
Die Blicke dieser beiden verfinsterten sich sofort, denn wieder einmal mehr wurden sie in ihren wichtigen Planungen für die nahe Zukunft gestört.
Ein Jaffakrieger und eine Vampirkriegerin, traten einen Atemzug später ein.
„Was gibt es denn dieses Mal?“, fragte Arteriais äußerst grimmig.
Daraufhin antwortete die Kriegerin, die zum engeren Kreis der Leibwache von Arteriais gehörte: „Unsere junge Schwester Kriemhild Krein möchte mit Euch reden, meine Herrin, sowie auch mit Euch Goa‘uld Aset.“
Die beiden Betreffenden sahen sich kurz schweigend an, bevor sie einander einwilligend zunickten.
„Schicke Sie rein!“, befahl Arteriais.
Auf ein aufforderndes Zeichen des Jaffa hin, trat schließlich, nur wenige Sekunden später, eine junge Frau in einer schwarzen SS-Uniform in den Saal.
Nachdem die Doppeltür wieder verschlossen worden war, fragte Arteriais: „Was gibt es denn, mein Kind?“
„Ich möchte Euch beide untertänigste darum bitten, meine Freundin, die Führerin Barbara Hitler, wieder aus ihrer Haft beziehungsweise aus ihren Hausarrest zu entlassen. Außerdem wünsche ich, dass mein Volk nicht mehr versklavt wird.“
Schon einige Atemzüge waren verstrichen, denn es herrschte nach der vorgetragenen Bitte eine unangenehme, wortlose Stille zwischen den drei Frauen.
Diese unbequem werdende Ruhe wurde schließlich von Aset mit den Worten: „Wieso sollten wir es denn erlauben? Ihr Nazis habt es nun einmal aufgrund euer Taten nicht anders verdient!“, beendet.
„Barbara ist aber meine beste Freundin…“
„…und auch Geliebte. Ich weiß“, unterbrach Arteriais gereizt kurz.
Ohne sich von der Unterbrechung beirren zu lassen, fuhr Kriemhild Krein fort: „…ja, ist sie. Doch Barbara kann uns auch helfen, wenn sie dann wieder frei und durch Euer Gnaden wieder als Führerin eingesetzt wird. Quasi als eingesetzte Statthalterin über mein ganzes Volk, durch Euch.“
„Hm. Wir sollen also unsere kleine und legitime Besatzung hier beenden. Aber mir gefällt es hier durchaus.“
„Ja, Göttin Aset. Denn immerhin, werden wir, dies solltet Ihr nicht vergessen, seit unserer Deportation hierher, von der Erde beobachtet und überwacht. Es wäre doch nun wirklich zu unser aller Nachteil, wenn sie Euren Racheplänen gegenüber den Menschen der Erde, die wir sehr gerne auch freiwillig unterstützen würden, nicht auf die Spur kommen.“
Einige Zeitlang warteten die beiden mächtigen Frauen noch, doch als dann nichts mehr von Kriemhild Krein weiter kam, entschied dann Aset: „Na gut, wir haben Euer Anliegen ja angehört und zu Kenntnis genommen. Doch jetzt verlasst uns, denn wir, Arteriais und ich, müssen uns jetzt ausführlich darüber beraten!“
„Darf ich dennoch zu Barbara?“
„Ja, mein Kind“, antwortete Arteriais nun auf einmal wieder sanft, da sie wusste, dass von Kriemhild, weil sie von Liana gebissen worden war eine gewisse Bedrohung ausging, aber auch durch Gesetz unantastbar war, während sich Aset hingegen zur Antwort immerhin auf ein nickendes Lächeln beschränkte.
Beide warteten geduldig und als sie wieder alleine waren, begannen sie zu beraten, ob sie der Bitte stattgeben sollten und welche Möglichkeiten sich eventuell daraus für sie beide ergaben.
Kleine Magellansche Wolke
Umbrais-System
Vampir-Flotte
Umbrais
Wieder einmal sehr beschäftigt, eilte Liliana durch das gesamte Antikerstadtraumschiff, dabei immer begleitet von ihrer loyalen Leibgarde. Diese enorme Sicherheitsmaßnahme war notwendig geworden, weil die Königin der Vampire spürte, dass die ausgesandten Spione von Arteriais sich überall, so auch hier aufhielten.
Liliana wusste zum Glück welchen Personen aus ihrem Stab, sie ohne jeden Zweifel vertrauen konnte. In einer der immer noch geheimen Kammern, hatte die an Macht und Einfluss weiterhin verlorene Königin, eine Ratssitzung einberufen. In dieser Runde sollte beraten werden, wie man am Besten gegen Arteriais und ihre Anhängerschaft vorgehen konnte, ohne dass es zu einem großen Blutvergießen in ihrem eigenen Volk kam.
Unbekannte Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem
Unbekannter Mond
Wraith-Labor
Interessiert schaute sich die rothaarige Wraith in der immer noch wachsenden Anlage um, denn einer ihrer Offiziere hatte ihr nämlich einen interessanten Vorschlag zu unterbreiten. Doch bevor er überhaupt auf dem Punkt kam, begann er zunächst mit einer ausführlichen Einleitung. Die Wraith-Königin verdreht ihre Augen daraufhin und befahl schließlich: „Sei still! Oder komm endlich zum Thema, ich bekomme nämlich große Lust mich an Etwas zu nähren!“
Der Wraith-Wissenschaftler schluckte, dann nickte er stumm, ehe er schließlich mit seiner Idee herausrückte: „Wir könnten die Menschen sowie ihre Gene so manipulieren, dass ihr Genpool nicht nur größer wird und sie schneller heranreifen.“
„Aha. Und?“
„Ich benötige dafür mindestens eine der mächtigen Energiequellen der Lantianer, damit ich arbeiten kann.“
„Wir haben insgesamt nur noch sieben davon, meine Königin“, erinnerte ihr ranghöchster Offizier, der sie stets als Adjutant beinahe überall hin begleitete.
Es herrschte eine ungenehme Stille in dieser Anlage, dann sagte die Wraith: „Ihr werdet einen dieser sehr wertvollen Kristalle von mir bekommen. Aber sagt mir zuerst, wie schnell würde dies gehen?“
„Es wird natürlich einige Zeit dauern… vielleicht… vielleicht eine komplette Umrundung des Planeten um seine Sonne, den dieser Mond hier umkreist.“
Abermals dachte die Königin scharf nach, es musste schnell etwas geschehen, dies wusste sie, daher willigte dann abermals ein, schärfte aber dem Wissenschaftler ein: „Wenn es nicht funktioniert, werde ich mich nähren, und zwar an Euch! Also streng Dich an!“
Mit einem warnenden Zischen verließ die Wraith-Königin dann mit ihrer Begleitung das Labor wieder.
Kleine Magellansche Wolke
Umbrais-System
Vampir-Flotte
Umbrais
Nach nur schon wenigen Minuten lag die Lage auf Hand, in der sich Liliana und ihr Volk leider befanden. Es war zudem eine sehr gefährliche, da mittlerweile feststand, dass sich Arteriais mit den meisten ihrer Gefolgsleute mit einem unbekannten Ziel abgesetzt hatte. Was aber nach wie vor große Sorge bereitete, war die Stimmung in der Stadt, denn diese war mittlerweile gar in drei Fraktionen aufgeteilt.
Nur wenige standen wirklich noch fest zu ihrer Königin, und zwar so wenige, dass es quasi beinahe fast unmöglich sein könnte, Umbrais wirksam gegen die Widersacherin Arteriais zu verteidigen, geschweige denn zu halten.
„Ich will genau wissen, wie viele es jeweils sind, und vor allem wer noch fest zu uns steht! Notfalls müssen wir leider dann auch unsere Hauptstadt aufgeben, nachdem wir einige Sicherungen installiert haben, damit wir uns mit etwas beruhigten Gewissen dann noch rechtzeitig zurückziehen können. Arteriais scheint zum Glück zurzeit noch, mit etwas anderen sehr Wichtigen beschäftigt zu sein. Aber für wie lange noch? Daher müssen wir umgehend aktiv werden!“
„Wie Ihr wünscht, Eure Majestät.“
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny
Die Instandsetzungs- und Überholungsarbeiten, die bislang erfreulicherweise allesamt gut vorangegangen waren, neigten sich allmählich endlich dem Ende entgegen. Doch lag es natürlich ganz besonders an der Hilfe der K.I. der Destiny, Cassiopeia, und aber auch den vielen Angehörigen der ursprünglichen Mannschaft des Raumschiffes, das alles so gut mit den Arbeiten geklappt hat.
Parallel dazu wurde fleißig geforscht, um einige der Geräte und Apparaturen der Destiny nachbauen zu können.
Aber man war auch schon fleißig dabei, eine neue Besatzung der Destiny für eine weitere geplante Mission zusammenzustellen. Diese Crew sollte, wie auch die letzte gut gemischt sein, und wenn möglich, sollte sie sich auch aus vielen Mitgliedern der ersten Besatzung zusammensetzen.
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Haus Barbara Hitlers
Mit einer gutgelaunten ausgerufenen Naziparole und gleichzeitigen Hitlergruß begrüßte Kriemhild Krein ihre beste Freundin als sie das kleine Haus betrat. Diese erhob sich daraufhin sofort von ihrem Stuhl am Schreibtisch, zeigte ebenfalls den Hitlergruß, und sagte dazu: „Hallo Kriemhild. Bitte, setz dich doch.“
Doch die, von der Goa‘uld Aset und der Vampirin Arteriais, abgesetzte Führerin der Nazis schaute dennoch versichert ihre Besucherin an, denn sie wusste ja, dass Kriemhild seit so einigen Monaten schon ein Vampir war.
„Habe doch keine Angst vor mir, ich bin es doch nur“, wisperte die Besucherin, die eine große Verunsicherung bei ihrer Freundin und Geliebten spürte, während sie langsam näher auf sie zu kam.
„Was willst Du denn jetzt von mir, nach all der Zeit? Das letzte Mal, warst Du vor fast vier Wochen bei mir…“, fragte die gestürzte Anführerin der Nationalsozialisten zögernd.
„Ja. Ich habe Dich auch sehr, sehr vermisst. Ich habe gerade um deine Freilassung und auch um Deine Wiedereinsetzung als Führerin, bei Aset und Arteriais, gebeten.“
„Wie bitte?“
„Ja. Und so wie es sehe, sind die beiden dieser Bitte von mir nicht wirklich abgeneigt“, kicherte Kriemhild immer noch gut gelaunt, die nun direkt vor Barbara stand.
„Ist das etwa ein Geschenk?“
„Fragen über Fragen, die nach und nach beantwortet werden, meine Liebe. Aber ich habe noch etwas für Dich. Nämlich etwas viel Wertvolleres“, flüsterte die Besucherin so leise, dass sich unter Hausarrest stehende junge Frau vorbeugen musste, um ihre Worte besser verstehen zu können. Ganz so als ob Kriemhild stets befürchtete, irgendwer würde ihre Unterhaltung belauschen.
„Was? Was tust Du denn?“, wollte Barbara wissen, denn unvermittelt hielt ihre Freundin sie eisern fest.
„Lass mich sofort los, Kriemhild!“
„Ich mache Dir jetzt aber dieses wertvolle Geschenk, Barbara, nämlich ewige Jugend! Ich mache Dich mir gleich, uns zwar zu einem Vampir“, entgegnete Kriemhild, die auch schon kurz darauf langsam, geradezu sanft ihre spitzen und scharfen Vampirzähne in den Hals ihrer Freundin zu drücken. Ebenso vorsichtig und behutsam, trank sie dann auch noch ein wenig Blut von Barbara, die entsetzt aufstöhnte, denn die Bisswunde begann sofort heftig zu schmerzen. Doch es dauerte nicht lange, weil Kriemhild schon wieder von ihr ab- und sie auch losließ. Stattdessen griff sie zu ihren Dolch, und sagte: „Jetzt müssen wir nur noch zu echten Blutsschwestern werden, Barbara, und das bedeutet, du musst jetzt noch von mir etwas Blut trinken. Da dir noch die Zähne fehlen, werde ich mich schneiden, damit du trinken kannst.“
„Das ist doch nicht wirklich Dein Ernst?“
„Schau nicht so entsetzt und erschrocken. Überlege doch einmal, weil Du und ich beinahe unbesiegbar und unsterblich sind sowie Du dann nämlich auch mehrere Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende hindurch herrschen könntest. Also trink jetzt, bevor dieser Schnitt hier wieder verheilt ist!“
Zögernd kam Barbara der Aufforderung schließlich nach und trank ein wenig Blut von Kriemhild, denn die Aussicht dieses Ziel zu schaffen, war mehr als nur ein zu verlockender Reiz.
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion
Das rätselhafte Astronomische Ereignis war wie ein Windhauch auch in dieser Galaxie vorübergezogen. Zum Glück hatte man dies jedoch noch rechtzeitig bemerkt und daher sämtliche elektronischen Anlagen abgeschaltet, welche dann nach einer Wartezeit wieder nach und nach hochgefahren wurden.
Weil man sich natürlich auch um die andere Koloniale Zivilisation sorgte, beschloss das Kabinett von Präsidentin Baltimore, in Absprache mit Admiral Adama, Kontakt mit der Regierung Auroras aufzunehmen.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Allmählich liefen alle elektronischen Anlagen allmählich auf dem gesamten Globus wieder an. Dies lag natürlich in erster Linie daran, weil so manche Nationen, Unternehmen und Energieversorger diese Warnungen zu spät erhalten oder aber auch vollkommen ignoriert hatten.
Nordamerika
USA, Colorado, Cheyenne Mountain
Homeworld Command, Konferenzraum
Die Nachricht, dass sich offenbar beinahe die gesamte Flotte der Orici-Anhänger, die es natürlich immer noch gab, in deren Heimatgalaxie zu versammeln begann, hatte für große Unruhe bei vielen gesorgt. Dies lag natürlich auch an die Warnung, die der Prior Eremitias auf Camelot einst ausgesprochen hatte, und zum anderen lagen auch noch viele weitere Indizien vor, die noch für viel mehr Ärger sorgen könnten.
„Ist das wahr?“
„Ich fürchte, ja, General. Nachdem was man bisher so erfahren hat, sollen angeblich eine handvoll Soldaten der Orici, die ebenfalls an Bord der Destiny gewesen sind, durch eine gewisse Anzahl von aufgefundenen Schriftstücken erfahren haben wollen, wohin der Antiker Myrrdin die Orici Adria verbannt haben soll.“
„Das musste ja eines Tages passieren. Doch das Gedächtnis der Orici Adria soll doch komplett und für immer gelöscht worden sein. Außerdem soll unser Freund Merlin ihr auch noch sämtliche Kräfte, die sie so gefährlich gemacht haben, entzogen haben“, erwiderte der neue Leiter des Homeworld Command, der aber auch wohl wusste, dass die vielen Anhänger Adrias wohl früher oder später einen Weg finden würden, dieses Problem zu beheben. Ihm schauderte bei diesen Gedanken, denn sollte dies eines Tages in der Tat soweit sein, würde sich Adria an der Erde und ihren Verbündeten, kurz gesagt, sich wohl bei jedem sehr grausam rächen wollen, die nicht auf ihrer Seite standen.
Entfernte Galaxie
Planetarischer Nebel
Trinitatis, Kontrollraum
Vollkommen perplex, betrachtete Doktor Rodney Meredith McKay immer noch den Monitor.
´Konnte es wirklich doch am Ende wahr sein. Nein, denn dies war schlichtweg einfach komplett unmöglich, weil wir nämlich einfach noch viel zu weit weg sind, und auch die Konstellation, die Ansammlung der Galaxien stimmt überhaupt nicht´, dachte der kanadische Wissenschaftler, während er die empfangenen Daten, die er gerade eben erst auswertet hatte, abermals mit skeptischer Miene betrachtete. „Einen genaueren Blick auf diese Galaxie, wäre dennoch einen Besuch wert“, murmelte er leise.
Doch sie mussten oder besser gesagt, er musste sich dringend beeilen, weswegen er sich schnell von seinem Platz erhob, um sich auf dem Weg ins Büro von Doktor Hank „Beast“ McCoy zu machen. Zum Glück lag dieses ja, genau in der unmittelbaren Nachbarschaft zu dem Kontrollraum.
Trinitatis, Büro von Doktor McCoy
Der extrem intelligente Mutant, der diese Mission leitete, war natürlich selber ein genialer Wissenschaftler und Ingenieur. Er arbeitete sich gerade eben durch die neuesten Berichte von allen Stargate-Missionen, die komplett in der letzten Galaxie durchgeführt wurden.
Hank seufzte leise als er Rodney bemerkte, der zielsicher auf sein Büro zugeeilt kam.
Um ein wenig besser ungestört zu sein, schloss der Kanadier sofort die Glastür nachdem er eingetreten war.
„Hank, ich habe vor wenigen Sekunden eine äußerst interessante Entdeckung gemacht. Es ist nichts Schlimmes - aber die Zeit drängt“, begann Rodney aufgeregt.
„Was für eine interessante Entdeckung ist es denn dieses Mal?“, fragte McCoy skeptisch.
„Ich wusste, dass Sie natürlich klare Beweise von mir möchten, wenn ich so etwas sage, daher habe ich mein Tablet mit den Daten mitgebracht, damit Sie es sich selber ansehen können“, antwortete McKay, der sein Gerät dem Leiter der Trinitatis-Mission in die Hand gab.
„Rodney, bitte, beantworten Sie doch einfach meine Frage.“
„Na schön. Es ist eine Galaxie, die der Erde, zu gleichen scheint. Abgesehen davon das die kosmische Nachbarschaft nicht dazu passt. Ich beantrage hiermit, den aktuellen Kurs der Trinitatis zu korrigieren, um uns diese Galaxis näher anzusehen, besonders die Position, wo auch unsere Erde liegt.“
„Ich sehe mir erst einmal Ihre Daten an, Rodney!“, entschied Beast.
„Nur zu. Ich habe alles schon vorbereitet“, erklärte der Kanadier leicht gekränkt, der ja eigentlich auf eine sofortige Zusage gehofft hatte.
Milchstraße
Planetensystem
Prinzessin Lianas Schiff, Konferenzraum
Eine Entscheidung bezüglich eines Standortes für eine feste und somit auch sichere Operationsbasis rückte näher, denn man hatte mittlerweile genügend Kandidaten dafür erkundet. Mit ihrem Stab sah sich Prinzessin Liana insgesamt sieben Planeten und Monde an, die nun in eine engere Auswahl gerückt waren.
Der Standort für die Operationsbasis musste natürlich mehrere wichtige Kriterien erfüllen. Gerade wurde einer von den drei Monden genauer unter die Lupe genommen. Aber nicht schon einmal nach einer Viertelstunde schied diese Option aus, weshalb man sich einen Planeten vornahm, welcher sich im selben Sonnensystem befunden hatte. Doch auch dieser hatte schon bereits nach fünf Minuten bei Liana ausgedient.
„Was ist denn mit diesen Mond hier, den wir im letzten System entdeckt hatten, Prinzessin Liana?“, fragte jemand der Versammelten sofort im Anschluss.
Nach einer sehr äußerst genauen Analyse dieses Mondes, kam dieser mit einer guten Beurteilung nach einer guten Stunde in die nächste Runde, und somit auch in eine noch engere Auswahl.
Entfernte Galaxie
Planetarischer Nebel
Trinitatis, Büro von Doktor McCoy
Geduldig hatte Doktor McKay auf dem Balkon, der sich vor dem Büro von Doktor McCoy befand, beinahe zwei Stunden ausgeharrt. In der Zwischenzeit hatte er Besuch von seiner Ehefrau, Doktor Jennifer Keller, bekommen. Die Ärztin hatte sich Sorgen gemacht, weil Rodney nicht zum verabredeten Essen in der Kantine erschienen war. Daher hatte sie ihn gesucht und ihm ein Lunchpaket mitgebracht. Dieses wurde von dem Kanadier sogleich sehr dankbar aufgezerrt. Dabei hatte Rodney natürlich Jennifer erzählt, weswegen er sich hier seit knapp zwei Stunden ununterbrochen aufhielt.
Doch jedes Warten hat bekannterweise auch irgendwann einmal ein Ende. Die Glastür zum Büro des Leiters der Trinitatis-Mission glitt auf. Mit langsamen Schritten kam Hank McCoy auf Jennifer Keller und Rodney McKay zu. Doch bevor aber der Mutant seine Entscheidung offenbarte, begrüßte er zuallererst die Ärztin.
„Rodney, wir werden uns das ansehen, denn sie haben mich neugierig gemacht. Ich habe schon dem Kontrollraum die passenden Anweisungen gegeben. Und in etwa drei Tagen sollten wir diese Galaxie erreicht haben“, teilte Hank den beiden mit.
Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
Einige hunderte Kilometer vor dem Planeten, auf dem sich Atlantis befand, verließen nach und nach mehrere Schlachtschiffe der Erde den Hyperraum. Da aber der genaue Standort der Stadt der Antiker, obwohl die Wraith so gut wie ausgemerzt waren, immer noch eine Geheiminformation war, begaben sie sich alle zu ihren Sammelpunkt, nämlich einen der drei Monde, die den aktuellen Atlantisplaneten umkreisten.
U.S.S. Daedalus, Brücke
Mit extrem großer Zufriedenheit registrierte General Steven Caldwell, der Kommandant der Daedalus, die Ankunft der 21 Schlachtschiffe der unterschiedlichsten Bauklassen, die zur Unterstützung der Suche nach der letzten Wraith-Königin von der Erde ausgesandt worden waren.
Ein fragender Blick von ihm genügte, und einer seiner Offiziere bestätigte ihm, dass die Live-Konferenz jederzeit begonnen werden konnte.
Milchstraße
Planetensystem
Prinzessin Lianas Schiff, Konferenzraum
Die endgültige Entscheidung der Wahl für die Operationsbasis rückte schließlich näher, denn zur finalen Auswahl standen ein Mond und zwei Planeten, auf denen die Errichtung einer solchen Anlage in frage kamen.
„Ich werde dies so machen, dass wir eine Hauptoperationsbasis und dann aber auch zwei Ausweichstandorte haben werden!“, erklärte Prinzessin Liana.
„Die ist eine ausgezeichnete Idee, eure Hoheit“, sagte der Captain ihres Schiffes voller Anerkennung, „doch müsstet ihr uns jetzt euren Willen kundtun, damit die Offiziere eure Befehle an unsere Truppen und übrigen Leute weitergeben können.“
„Ja. Hier auf diesen kleinen und unscheinbaren Planeten werden wir unsere Hauptbasis errichten. Dort wird dann auch die Hälfte unserer Leute stationiert werden. Der Mond, in dem letzten Planetensystem den dort wir entdeckt und erkundet haben, wird dann unser Beta-Standort sein. Und dieser große Planet hier, wird unserer Omega-Standort sein, also gewissermaßen unserer letzter Zufluchtsort, wo sich nur einige dutzend unserer Leute befinden werden. Ich benötige nun noch eine exakte Aufstellung unserer Mannschaft, um das Personal bestmöglich zu verteilen!“
„Werdet Ihr bekommen, Prinzessin.“
„Gibt es sonst noch etwas?“
„Ja, wir werden weiterhin Erkundungs- und Aufklärungsmissionen durchführen! Außerdem müssen wir in nächster irgendwie an einige weitere gute und technologisch fortschrittliche Raumschiffe herankommen. Zumindest an deren Konstruktionspläne. Leider haben nur die Menschen von der Erde solche…“
„Wir werden uns bemühen, Prinzessin Liana“, versicherte einer ihrer Offiziere.
„Ihr müsst uns nur sagen, ob wir auch mit Gewalt dabei vorgehen sollen…“
„Nein. Nichts dergleichen. Wir wollen nämlich keinerlei Aufsehen bei unseren Aktionen erregen und den Erdenbewohnern auch nicht schaden, weil sie unsere Verbündeten bleiben und sein sollen!“, verfügte die Vampirprinzessin, die dann noch einmal erklärte, dass man den Menschen hier ganz im Geheimen helfen wollte. Zumindest fürs Erste.
Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
U.S.S. Daedalus, Briefing-Room
Für die so wichtige Besprechung, hatte sich General Steven Caldwell von der Brücke mit ein paar seiner Offiziere aus seinem Stab in diesen schon längst vorbereiteten Raum seines Schiffes zurückgezogen.
Für die vor wenigen Minuten begonnen Konferenz waren auch alle anderen Befehlshaber der Pegasus-Flotte zugeschaltet worden. Somit nahmen insgesamt 41 Teilnehmer daran teil, weil natürlich auch Atlantis zugeschaltet worden ist.
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion
Erleichtert nahm Präsidentin Francine Baltimore die ihr mitgeteilte Information auf, dass es auf Aurora und der dortigen Bevölkerung keine schwerwiegenden Probleme aufgrund des jüngsten kosmischen Ereignisses gegeben hatte.
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Neuer Palast, Hauptquartier der Besatzer
Die mittlerweile auch gerade erst vor kurzem zu einem Vampir gewordene Barbara Hitler, wurde gerade eben von ihrer Freundin und Geleibten Kriemhild Krein vor Arteriais und Aset geführt. Denn die beiden mächtigen Besatzerinnen hatten schließlich ihre eine Entscheidung getroffen.
Sofort spürte natürlich aber Arteriais die Veränderung von Barbara, sobald sie durch die Tür getreten war und lächelte.
„So. Hat also Kriemhild schon dies getan, was ich selber vorgehabt hatte, und natürlich auch sehr großes Vergnügen daran gehabt hätte. Sei es drum. Keine Angst, Kriemhild. Und da Du jetzt auch gewissermaßen seit jenem Moment, wie auch Kriemhild schon, jetzt auch zu meinen Volk gehörst, Barbara, erhältst Du neben Deinen Waffen hier, natürlich auch Deine residierenden Räumlichkeiten von uns beiden zurück.“
„So ist es“, bestätigte Aset, die dann einigen Jaffa dazu aufforderte Barbara ihre Waffen wiederzugeben.
„Wie Kriemhild Euch bestimmt schon ausführlich berichtet hat, hatte sie an uns einige Bitten gerichtet“, fuhr Aset fort, „nämlich Euch und diesem Volk hier, wieder die Freiheit wiederzugeben. Ihr seid nun wieder frei, Barbara. Ihr selbst und Kriemhild werdet hier als unsere Statthalter eingesetzt, und werdet uns für alles, was hier geschieht von nun an Rechenschaft schuldig sein. Die Besatzung auf dieser Welt hier, von Arteriais und mir selbst, endet dann ganz offiziell in genau drei Tagen. In dieser Zeit bis dahin, werdet Ihr weitere Anweisungen von uns erhalten.“
„So ist es“, bestätigte Arteriais, „denn da ihr beiden jetzt zu meinem Volk gehört, besteht kein Grund mehr für uns, weiterhin hier zu bleiben, womit wir uns anderen sehr wichtigen Angelegenheiten zuwenden können.“
„Den finalen Rachefeldzug gegen die Erde vorbereiten“, vermutete Barbara Hitler sofort.
„Richtig“, nickte Arteriais, „unter anderem auch das. Und Ihr werdet dies ebenfalls tun. Aber macht nicht jeden aus eurem Volk zu einem Vampir, sondern nur den Leuten, denen ihr wirklich vertrauen könnt. Dafür werde ich euch Mittel zur Verfügung stellen, damit es keine unbeabsichtigten Verwandlungen gibt.“
„Was ist denn mit dem mächtigen Schlachtschiff der Erde, welches sich im Orbit unseres Planeten befindet?“, fragte Kriemhild Krein besorgt.
„Dieses ist verschwunden.“
„Was sagtet ihr da gerade, Arteriais?“
„Es ist nicht mehr da. Offenbar haben die Menschen von der Erde beschlossen es von hier abzuziehen, was Eurem Volk die Möglichkeit gibt, unter unserer Anleitung wieder Raumschiffe und andere, auch fortschrittliche, kriegswichtige Geräte zu bauen. Vielleicht kommt es wieder, dieses Schlachtschiff der Erdenmenschen. Vielleicht auch nicht.“
3 Tage später
Entfernte Galaxie/Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Trinitatis, Kontrollraum
Ganz genauso wie berechnet, erreichte die Trinitatis-Mission nach etwa drei Tagen ihr Ziel. Zunächst hatte man aber noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um die erste These ein wenig genauer zu untersuchen, welche mit großem Erstaunen schon einmal bestätigt werden konnte. Die Galaxie, in der man sich jetzt mittlerweile gerade befand, war in der Tat ein Zwilling der Milchstraße.
Erneut hatte man wieder einmal den Hyperraum verlassen, und fand sich nun am Rande eines Sonnensystems wieder, welches einem extrem vertraut vorkam.
Auf einigen der Monitore im Kontrollraum konnte man sehen, dass sie soeben an einem Planeten vorbei flogen, der mit dem Jupiter, den man von daheim kannte, identisch war. Zeitgleich konnte man erkennen, dass das gesamte Planetensystem mit dem der Erde in der heimatlichen Milchstraße übereinstimmte.
„Das ist ja so etwas von unheimlich“, flüsterte Doktor Jennifer Keller, die das Glück hatte, sich in diesem Moment ebenfalls im Kontrollraum aufhalten zu dürfen.
„Ja“, bestätigte Doktor Hank „Beast“ McCoy, „es ist absolut mysteriös. Aber anhand der Größe des Universums muss man ja auf die verrücktesten Dinge, die es wohl gibt, dann auch am Ende gefasst sein. Obwohl aber natürlich die Wahrscheinlichkeit für ein solch kosmisches Ereignis dennoch absolut gegen null tendiert!“
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet
Hauptstadt
Großer Paradeplatz
Auf dem Podium war es auch mittlerweile sehr voll geworden, wie auch auf dem großen Paradeplatz selbst, der sich genau neben dem Palast befand und bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Es war nun offiziell geworden, dass die Besatzung durch die Goa‘uld und die Vampire beendet worden sei. Dadurch war auch wohl ein unlösbares und extrem sehr gefährliches Bündnis geschaffen worden. Aber dies war allen Nazis absolut egal, denn sie waren ab diesen Tag ja keine Unterdrückten mehr, sondern frei.
„Verehrteste Aset, ich werde mich jetzt wieder der persönlichen Aufgabe zuwenden, die komplette Kontrolle über mein eigenes Volk zu erlangen. Meine Agenten haben zwar schon viele wichtige Vorbereitungen laut meiner Anweisungen getätigt, doch um den Rest muss ich mich nun einmal höchstpersönlich kümmern.“
„Ist gut, Arteriais. Ich kann diese Gedanken und Gefühle von Euch natürlich nur allzu gut nachvollziehen. Zeitgleich werde ich mich daran kümmern, unsere Flotte und Truppen noch weiter zu vergrößern, wie auch Ihr es tun werdet, damit die Tau‘ri dieses Mal von unseren Streitkräften nicht besiegt werden können.“
Die zwei flüsterten sich leise unter einander zu, weil sie nämlich ihren neuen Verbündeten, den Nazis unter der Führung von Barbara Hitler, weiterhin in Wahrheit nicht vertrauten.
Da Arteriais und Aset extrem vorsichtig waren, hatten sie dennoch absolut unabhängig von einander eigene Agenten abgestellt, um auf diese Weise die Nazis besser im Auge behalten zu können.
Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Trinitatis, Kontrollraum
Man hatte mit einem sehr langsamen Flugtempo in den vergangenen Stunden den Asteroidengürtel passiert, welcher auch im Sonnensystem der Erde in der Milchstraße existierte. Einen Planeten, der dem Mars wie ein Ei den anderen glich, konnten sie nur aus einer etwas größeren Entfernung beziehungsweise auf einigen Monitoren sehen. Doch er war dennoch nahe genug, dass man ganz schemenhaft die beiden kleinen Monde gerade noch so erkennen konnte.
In rund einer Viertelstunde würde man dann den Mond dieser Erde erreichen, der derzeit schon als kleiner heller Punkt, wenn auch noch relativ schwach, in der Ferne zu erkennen war.
Seit dem die Trinitatis, ihren hier angepeilten Ziel immer näher kam, desto nervöser wirkte vor allem Doktor Rodney McKay, da er ein gewaltiges Trümmerfeld im Orbit des Planeten, den sie ansteuerten, entdeckt hatte.
Schon sehr bald würden sie alle mehr erfahren, ob es sich bei diesen Planeten um eine zweite Erde handelte, und was es eigentlich für Trümmer waren, die diesen wie eine Wolke umgaben. Diese Fragen würden nach und nach beantwortet werden, so hoffte man. Doch es war nicht auszuschließen, dass es hier einen gewaltigen Konflikt gegeben haben musste.
Plantenorbit
Trinitatis, Kontrollraum
„Das ist die Erde! Aber nicht unsere!“, erklärte Doktor Hank „Beast“ McCoy, schnell die Daten analysierend schließlich allen Anwesenden, womit er Doktor Rodney McKay die Show stahl.
Somit sah sich der Kanadier gezwungen, sofort selber etwas beizutragen, denn er sagte: „Die hier vorkommenden Trümmerfelder sind wirklich gewaltig. Wir können unmöglich mit der Trinitatis weiter vordringen, und selbst die Paris wird trotz ihrer Schutzschilde auch Schwierigkeiten haben. Einige dieser Wrackteile direkt vor uns sind sehr groß, aber sie passen zu keinem Schiff, das uns bekannt ist. Es muss eine vollkommen fremde Rasse sein.“
„Gibt es hier Spuren, zumindest kleine von Schiffstypen, die uns bekannt sind?“, fragte Doktor Daniel Jackson.
„Bislang noch nicht“, antwortete Rodney.
„Nun ja, dies hier ist doch ein vollkommen anderer Teil des Universums, eine komplett unbekannte Region, daher könnte es doch absolut möglich sein, das diese Wrackteile hier vor uns zu dem Bewohnern des Planeten dort vor uns gehören. Ich will damit sagen, dass sich die Bewohner dieser Erde hier, vollkommen anders entwickelt haben könnten. Es ist also sogar möglich, dass nicht Menschen dort unten wohnen“, warf Doktor Jennifer Keller ein, der man aufmerksam nicht nur zuhörte, sondern auch ausreden ließ.
„Sie könnten Recht haben, Jennifer“, erkannte Hank.
„Die ersten Daten dieser anderen Erde, dort vor uns, sind endlich da. Es ist wirklich ein absolutes Chaos. Vieles kommt einen aber auch bekannt vor…, aber hier, schaut euch mal das hier an! Laut den Scans hier, scheinen wir zwei Planeten vor uns zu haben“, sagte Cassandra Fraiser, die absolut erstaunt die Daten betrachtete, ebenso Major Jennifer Hailey, die direkt hinter ihr stand.
„Zeigen Sie her, Lieutenant!“, verlangte Doktor McKay natürlich ungläubig, aber ebenso auch genauso neugierig. Es stimmte aber, weswegen er bat: „Hank, ich bitte darum diesen Planeten gründlich zu erforschen. Am besten wäre, wenn wir mehrere Teams schicken würden.“
Daraufhin musste Doktor McCoy erst einmal darüber gründlich nachdenken, denn es war ein sehr großes Risiko, darum antwortete er mit ruhiger Stimme und diplomatisch: „Wir brauchen erst einmal noch einige weitere gesicherte Daten von diesem Planeten, bevor ich auch nur eines unserer Teams dort runter schicken werde! Nicht überall hin, sondern in Regionen, die wir als sicher markieren können!“
„Na schön“, seufzte der Kanadier, der sich umgehend an die Arbeit machte, um seinem Ziel näher zu kommen.
Unbekannte Region des Universums
Unbekannte Galaxie
Orici-Flotte
Nach der Erschaffung eines weiteren Supergates, war es natürlich ein leichtes Spiel gewesen einen Großteil der eigenen Flotte hierher, in diese noch bislang unbekannte Galaxie, zu verlegen.
Kurz nach ihrer Ankunft begann sie sich auch schon in kleinere Verbände aufzuteilen, denn man kannte nicht die genauen Koordinaten der Welt, auf die Merlin die Orici Adria verbannt hatte. Man hatte nur vage Zeichnungen oder Beschreibungen des Planeten und seiner kosmischen Umgebung. Jedes System auf das die Hinweise zutrafen, würde schon sehr bald aufgesucht und Adria Orici hoffentlich, aus Sicht ihrer Anhänger, gefunden worden sein.
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny, Interface-Raum
Da Jack Dalton seit seiner Rückkehr zur Erde, weder MacGyver noch Pete Thornton, beziehungsweise ihre Familien hatte ausfindig machen können, damit seine beiden Freunde ihm beim Schreiben seines Buches halfen, hatte er Entschluss gefasst.
Für alle ehemaligen Crewmitglieder bestand ja, zum Glück, die Berechtigung an Bord der Destiny zu gelangen.
Weil Dalton aber jedoch der Zugang zur Brücke verwehrt worden war, fand er dennoch schnell die Gelegenheit in einem der Interface-Räume an die Informationen zu kommen, die er für die Umsetzung seines Buches so dringend benötigte. Natürlich nahm Jack auch dabei jede Form und Art Hilfe in Anspruch, die sich im bot, nämlich weitere ehemalige der ehemaligen Mitglieder der Destiny-Crew, die gerade ebenfalls an Bord anwesend waren oder gar Cassiopeia, die K.I. des alten Antikerraumschiffes.
Doch selbst der armen Cassiopeia, , obwohl sie nur ein Hologramm war, wurde es dann schließlich doch irgendwann selbst zu viel, weil eben Jack Dalton sie ständig um Hilfe bat, weswegen die K.I. der Destiny äußerst schnell ein Programm dafür entwickelte, da sie noch viele andere wichtigere Aufgaben hatte, bei denen sie ständig gestört wurde.
Dieses von Cassiopeia entwickelte sprachgesteuerte Programm, reagierte auf die Stimme von Jack, dem es damit gestattet war, wenn auch begrenzt auf das Logbuch der Destiny sowie die Missionsberichte zuzugreifen.
Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Erdzwilling
Trinitatis / Puddle Jumper #1 & #2
Es waren nur knapp drei weitere Stunden vergangen, dann lagen genug Informationen vor, die für eine geplante erste Erkundungsmission noch benötigt worden waren.
Um zum Einen nicht all zu schnell den Überblick zu verlieren, hatte Doktor Hank „Beast“ McCoy schließlich nur zwei Puddle Jumpern den Aufbruch gestattet. Einer von ihnen sollte auf der Oberfläche dieser Welt landen, und zwar genau dort wo ungefähr auf dieser Erde des Nordamerikanischen Kontinents das Zentrum der Vereinigten Staaten von Amerika lag, und der zweite Jumper, ebenfalls sich im ständigen Tarnmodus befindend, den Planeten nur überfliegen aber nicht landen, mit dem Reserveplan dem anderen Team notfalls Unterstützung zu geben.
Nur allzu gerne, hätten Major Jennifer Hailey, Lieutenant Cassandra Fraiser und natürlich auch Doktor Jennifer Keller einem der beiden gestarteten Jumper-Teams angehört, doch Doktor Hank McCoy hatte dies abgelehnt, weil er auch an Bord der Trinitatis gute Leute benötige. Anschließend erklärte der ihnen jedoch, dass sie sich nichts desto trotz aber für alle Eventualitäten bereithalten sollten.
Puddle Jumper #1 & #2
Nachdem die beiden Fluggeräte zunächst gemeinsam noch ungetarnt die Atmosphäre des Planeten durchquert hatten, um die dringend benötigt Energie für die Schilde nutzen zu können, trennten sie sich schließlich voneinander.
Der Puddle Jumper #2, der nur die Oberfläche von der Luft aus erforschen und Informationen sammeln sollte, hatte insgesamt 14 Passagiere an Bord, darunter waren Angehörige verschiedener Zivilisationen aus mehreren Galaxien, nämlich Captain Sharon Satterfield (US Air Force, Zylonin), Sara (Soldatin der Luzianischen Allianz), Doktor der Geologie Francis LeLoire (Kolonien), Doktor der Biologie und Chemie Nancy Tombuto (Kolonien), Captain/Doktor der Medizin Ashley Cahill (Koloniale Flotte), Lieutenant Lisa Dupont (RF/Marine, Sanitäterin), Ayrissa (Orici-Kriegerin), Luca (Orici-Krieger), Dy‘na (Hak‘tyl/FJN), A‘nac (FJN), Ensign Ann Stuart (GB/Royal Navy), Lieutenant Gordon Iden (Koloniale Flotte), Lieutenant Tessa de Vaux (US-Navy) und Lieutenant Ji-Yun Park (Südkorea, Air Force-Pilotin).
Puddle Jumper #1
„Dies ist wirklich eine sehr seltsame. seltsame Welt! Sind Sie sicher, dass das hier vor uns wirklich ein Zwilling der Erde sein soll, Doktor McKay?“, fragte Captain Miles Greenburg seinen heutigen Co-Piloten, denn Rodney saß, wie so oft eben auf diesen Platz.
Der kanadische Wissenschaftler sah natürlich mit eigenen Augen sofort was mit dieser Aussage gemeint war.
Aber auch die beiden anderen, Doktor Daniel Jackson und Private Sandra Kieras von den Kolonialen Marines, die hinter den beiden saßen, staunten über diesen ungewohnten Anblick, welcher sich ihnen vier da eben gerade bot.
Im hinteren Teil des Fluggerätes, saßen mit den Doktoren Magdalena Czestochowa (Polen, Archäologie), Cristof Winovli (Ukraine, Geologie und Biologie) und Danilo Perez (Argentinien, Medizin), sowie den Soldatinnen und Soldaten: Lieutenant Esther Bernstein (Israel, Air Force), Sergeant Bruce Lewis (US-Marines), Korporal Sabine Wagner (BRD, Luftwaffe/Sanitäterin), Lieutenant Jill Luden (Luzianische Allianz), Ensign Ann Michaels (Koloniale Flotte), Monja (Orici-Kriegerin) und Junas (Orici-Krieger), noch zehn weitere Teammitglieder im hinteren Bereich des Puddle Jumpers, die nicht allzu viel von den Dingen, die es draußen zu sehen gab, mitbekamen.
Gerade überflog man ein Gebiet, das stark bewaldet von sehr hohen und mächtigen Nadelbäumen bedeckt war. Zuvor vor weinigen Minuten erst, hatte man allerdings eine Landschaft unter sich gehabt, die einen sehr stark an irgendeine Phantasiewelt von einem solchen Film erinnert hatte. Jetzt sah alles hingegen wieder eher vertraut aus, was alle an Bord des Jumpers auch an die Erde daheim erinnerte.
„Ist das ein irgendein Camp dort vor uns?“
„Sieht zumindest danach aus. Fliegen Sie doch mal da rüber, Captain!“, ordnete Doktor McKay an.
Es war sogar ein ziemlich großes Camp, was sich unter ihnen befand. Doch war es aber natürlich kein gewöhnliches Basislager, obwohl die Anordnung der Gebäude auf diesem Gelände zunächst darauf schließen ließ, denn man erkannte darin mehrere Gestalten, die sich in einer Art Pferch befanden, und somit eindeutig von den uniformierten Personen abhoben.
„Was ist das nur für ein grauenvoller Ort? Das muss irgendeine Art von Gefängnis sein“, bemerkte Doktor Daniel Jackson, der hinter Doktor McKay saß.
Daraufhin sagte Captain Greenburg: „Ich werde erst mal noch einige Meilen weiterfliegen, nämlich dorthin wo wir auch hinwollen. Zu dieser großen Siedlung, die schon eher eine Stadt ist, und die wir schon vom Orbit aus, ganz leicht erkennen konnten.“
„Fliegen wir aber erst auch dort einmal darüber einige Male hinweg, damit wir erst einmal einen kleinen Überblick davon gewinnen. Danach landen wir, wie beim heutigen Briefing besprochen, ein paar Meilen etwas außerhalb“, seufzte Rodney.
Einige Minuten später kamen sie in das Zielgebiet ihrer Mission.
„Ist das da vorn der Bogen von St. Louis?“
„Ja. Er ist es! Ich komme aus, na ja, ich wurde nur dort geboren bis meine Eltern mit mir und meinen Geschwistern nach Seattle gezogen sind als ich fünf Jahre alt war“, sagte Sergeant Lewis.
„Der Rest dieser kleinen Stadt sieht aber nicht wie St. Louis aus. Dort ist noch eine große weitere Anlage, wie die, die wir schon überflogen haben. Sieht aber eindeutig militärisch aus“, bemerkte Captain Greenburg.
Puddle Jumper #2
Das Einsatzteam überflog gerade die Antarktis. Doch dort sah es alles andere als arktisch dort unten auf der Oberfläche aus, denn der Kontinent auf dem sich der geografische und magnetische Südpol befand, war hier auf dieser Erde größtenteils eisfrei. Nur in einigen Gebirgsregionen befanden sich mächtige Gletscher, die sich durch die Berge wanden.
Die Nachricht erreichte sie schließlich, dass das andere Team schon sehr bald landen würde, weshalb man sich umgehend auf dem Weg zu jenem machte
Puddle Jumper #1
Etwa eine Stunde später, nachdem man einige Runden über der Stadt gekreist und sich einen ungefähren Überblick verschafft hatte, landete das Missionsteam, wie in der Einsatzbesprechung von Doktor McCoy angewiesen, etwa zwei Meilen von ihr entfernt.
„So da wären wir dann. Ensign Michaels, Sergeant Lewis, Junas und Doktor Perez, sie vier, bleiben hier beim Jumper, und sorgen falls es nötig sein sollte für unser aller reibungslosen Rückzug!“, ordnete Captain Greenburg an.
Das übrige Team entfernte sich kurz darauf immer weiter vom Puddle Jumper, während es sich dabei dieser ziemlich rätselhaften Stadt immer näher kam.
Obwohl sie bei ihren ganzen bisherigen durch einen Fußmarsch zurückgelegten Weg vorsichtig waren, stießen sie schließlich auf ein ziemlich ungenehmes Hindernis.
„Was ist das denn nur für ein widerliches Ding?“, japste Doktor Rodney McKay, der ein wenig ängstlich geworden, sofort ein großes Stück weiter nach hinten wich.
Nachdem die Kreatur komplett aus dem Unterholz gekommen, und somit für alle anderen des Teams vollständig sichtbar geworden war, wisperte Doktor Daniel Jackson: „Das Vieh dort, sieht für mich nach einer riesigen Chimäre aus Wolf und Spinne aus.“
„Vorsicht! Es greift wohl an!“, schrie Captain Miles Greenburg mit lauter Stimme, um alle anderen Mitglieder seines Teams zu warnen.
„Dort sind ja noch welche! Es muss ein ganzes Rudel sein!“, japste McKay erschrocken, der wie alle feststellen musste, dass sie alle von acht solchen Tieren umzingelt waren.
„Okay. Ich habe keine Lust, von einem solchen widerwärtigen Vieh zerfetzt und gefressen zu werden! Feuer frei!“, entschied Greenburg.
Einige hunderte Meter nur, von diesen Geschehen entfernt, fuhr zur gleichen Zeit ein recht kleiner Konvoi, bestehend aus drei stark gepanzerten Fahrzeugen, einem Jeep und zwei Lastwagen, entlang.
„Halt!“, befahl die Frau, die das Kommando hatte und auf dem Beifahrersitz saß, die linke behandschuhte Hand hebend, dem Fahrer des Jeeps. Sofort stoppte der Mann und auch die anderen Fahrzeuge hielten.
„Was ist los, Captain?“
„Wenn mich nicht alles täuscht, waren das gerade eben Schüsse. Da schon wieder. Das war eine ganze Salve.“
„Jetzt höre ich es auch, Ma‘am. Was machen wir denn nun?“
„Ganz einfach wir werden dieser Angelegenheit auf dem Grund gehen! Also fahren Sie langsam weiter, Corporal!“, wies die Frau mit grimmiger Miene an, deren rechte Hand bereits nach ihrer Pistole im Holster tastete.
Einer der beiden weiteren Soldaten hinter ihnen, ihnen machte noch schnell umgehend eine entsprechende Funkmeldung an die anderen beiden Fahrzeuge, die ihnen folgten.
„Ist jemand verletzt?“, fragte Daniel Jackson, der sich prüfend umsah.
„Weiß nicht. Meine Hände zittern so stark und mein Rücken tut so furchtbar weh, weil mich Lieutenant Bernstein zu den Boden gestoßen hat“, antwortete ein klagender Rodney McKay stöhnend.
„Das geschah nur, damit wir uns ihr Gejammer noch weiter anhören können“, antwortete postwendend Esther Bernstein
„Sehr charmant von Ihnen. Haben wir denn zumindest alle von diesen Viechern auch wirklich erwischt?“, erwiderte und fragte Rodney McKay dann.
„Noch nicht ganz“, erwiderte Lieutenant Jill Ludien, auf eine der Chimären langsam mit angelegter Waffe zugehend. Kurz darauf krachte ein weiterer Schuss, der auch diesem letzten Tier, was schwer verletzt war, endgültig den Rest gab.
Kurz darauf setzten sie ihren Weg fort. Schließlich gingen sie auf einen Hügel zu, der von niedrigen Büschen, Sträuchern sowie vereinzelten Bäumen unterschiedlicher Größe bewachsen war, die zwischen mehreren Felsbrocken wuchsen.
Ohne dass sie es alle wussten, waren das gesamte Team schon von anderen entdeckt worden. Und man wartete geduldig in einem Versteck auf sie alle.
Als denn das Team um Jackson und McKay die Kuppe des Hügels hinter sich gelassen hatte, rief befehlend eine Frauenstimme: „Keine Bewegung oder wir schießen! Identifiziert euch sofort! Halt, was habe ich gesagt!“
Kurz darauf krachte auch schon ein Schuss, und die Soldatin der Orici, Monja, schrie vor Schmerz und Wut auf, bevor sie sich die Wunde an ihrer linken Schulter zudrückend, wimmernd zu Boden ging. Zeitgleich traten dann auch rund zwei Dutzend weiterer Personen in blaufarbenen Uniformen aus ihren Deckungen, bestehend aus Büschen, Bäumen und Felsen hervor.
Aus dem Lauf einer Pistole, die eine Frau, in einer blauen Uniform, in ihren Händen hielt, stieg noch eine kleine zarte und dünne Schießpulverwolke auf.
„So. War es denn jetzt deutlich genug für jeden von euch? Wer seid ihr? Wo wollt ihr hin?“, fragte die junge Frau mit barscher Befehlsstimme.
„Wir sind Forscher von einer anderen Welt“, antwortete Daniel.
„Der war wirklich sehr gut, Mister. Ihr seid Menschen, so wie ich und mein Kommando. Auf anderen Planeten gibt es keine Menschen, wie uns. Nehmt ihnen sämtliche Waffen und Ausrüstungsgegenstände sofort ab, damit es nicht zu weiteren Verletzten kommt! Und legt ihnen noch Handfesseln an!“
„Jawohl, Captain.“
„Und auch die Funkgeräte abnehmen!“
„Gewiss, Ma‘am.“
„Also sind wir jetzt Gefangene“, stellte Daniel mit einem Seufzer fest, während ihm die Handfesseln mit einem metallischen Klicken angelegt wurden.
„Genau. Im Namen der Republik Erde, erkläre ich sie alle zu unseren Gefangenen!“, bestätigte die junge Frau, die offensichtlich die Befehlsgewalt hatte.
„Ich bin Doktor Daniel Jackson. Wir sind…“
„Später! Wenn ich Sie und ihre Leute verhöre, werden wir uns noch viel, viel besser kennenlernen. Ach ja, ich bin Captain Jessica „Berlin“ Rainier. Fesselt und schafft diese Leute dann auf die Ladeflächen der Lastwagen!“
„Wird sofort erledigt, Captain Rainier. Fahren wir weiter nach Defiance?“
„Ja, Lieutenant.“
Als dies alles geschah, überflog gerade der zweite Puddle Jumper im Tarnmodus diesen Hügel. Doch man konnte zunächst nichts tun, daher nahm man so schnell es nur möglich war Kontakt mit der Trinitatis und auch dem anderen Jumper auf.
Per Funk ordnete der Leiter der Trinitatis-Mission an, dass Jumper 1 umgehend zur Trinitatis zurückkehren und Jumper 2 die Lage auf dem Planeten weiter beobachten, aber nicht eingreifen sollte. Während sich Jumper 1 auf den Rückflug machte, ließ Doktor Hank McCoy schon die ersten Teams, bestehend aus Militärs und medizinischen Personal, unter dem Kommando von Major Jennifer Hailey zusammenstellen.
Unbekannte Region des Universums
Unbekannte Galaxie
Orbit von Adrias Verbannungsplanet
Eine nur kleine Flotte bestehend aus drei Schiffen, war gerade eben aus dem Hyperraum auftaucht im Orbit eines unbekannten Planeten aufgetaucht.
Nach einer kurzen Überprüfung der vorliegenden Hinweise, entschied der schließlich der Kommandoführende Prior jener Flotte, diese Welt auf jeden Fall genauer zu erkunden. Der Grund dafür war einfach, denn die Sensoren der Raumschiffe zeigten an, dass sich auf diesem Planeten auch weit verbreitetes menschliches Leben befand.
Adrias Verbannungsplanet
Dorf
Neugierig aber verständlicherweise auch etwas beunruhigt, musterten viele Dorfbewohner die unbekannten Neuankömmlinge, die ihnen unbekannte Rüstungen und Waffen bei sich trugen.
Schnell war ihnen dann aber klar geworden, dass diese zwölf augenscheinlich nur sehr leicht bewaffneten Frauen und Männer in ihrem Dorf nach jemand ganz Bestimmtes zu suchen schienen.
Der alte grauhaarige und bärtige Dorfvorsteher trat schließlich zögernd hervor, um diese Frage zu stellen.
Daraufhin antwortet der Anführer der Orici-Krieger, während er ihm ein Bildnis von Adria zeigte: „Ja, wir suchen nach jemanden, nämlich nach dieser Frau hier! Kennt Ihr sie?“
„Was hat diese Frau getan?“
„Nichts“, antwortete eine Kriegerin, „sie wurde hinterhältig entführt, verschleppt, und zwar nur allein mit der bösartigen Absicht, um unseren friedlichen, aber wehrhaftem Volk, auf die Schlimmste Art und Weise zu schaden.“
„Ich frage Euch noch einmal, alter Mann: Kennt ihr diese Frau? Und wenn ja, wo hält sie sich auf? Antwortet uns!“
„Ja, ich kenne sie. Sie kommt einmal alle zwei Wochen hier her, um mit der Familie des Alfred, bei welchen sie seit ihrer Ankunft lebt, die geernteten Erträge der Felder und Gärten in diesen oder anderen nahen benachbarten Dörfer oder Stadt, zu verkaufen oder zu tauschen.“
„Und wo genau befindet sich dieses Landgut des Alfred?“
Landgut des Alfred
Als Adria die Gruppe der zwölf bewaffneten Frauen und Männer erblickte, erschrak sie heftig, denn Personen mit Waffen, und dazu auch noch in einer größeren Schar, waren meist alles andere als friedfertig. Diese Erfahrung hatte sie vor einiger Zeit erst leider machen dürfen, denn es waren Plünderer gewesen. Aber dieses Mal schienen diese Menschen freundlich zu sein. Mehr noch, weil diese Leute schienen sie zu kennen, doch sie wusste nicht wovon und von wem sie überhaupt sprachen.
tbc
Viel Vergnügen beim Lesen
Odyssee
Special zur 1. Fortsetzungsvariante Odyssee - Final Wars
"Intersections of Dimensions: Zurück, Teil 3"
Special zur 1. Fortsetzungsvariante Odyssee - Final Wars
"Intersections of Dimensions: Zurück, Teil 3"
Ori-Galaxie
Celestis-System
Celestis, Heilige Stadt
Seit dem unerwarteten Erscheinen der gerade einmal handvoll Kriegerinnen und Krieger, die ihre auf der Destiny gefundenen wertvollen Schriften mitgebracht und zunächst erst einmal einem der vorstehenden Priore ausgehändigt hatten, studierte jener die Schriften erst einmal sehr genau. Es dauerte nicht lange, dann ging er damit dann auch schon mit eiligen Schritten zu dem Doci, um diese entdeckten Notizen weiter zu geben.
Nachdem die gemachten und gefundenen Notizen auf der Destiny, welche von einer gewissen Offenbarung aus dem Zentrum des Universums stammten, endlich zunächst einmal auch von dem Doci und seinen Prioren in der Heiligen Stätte sehr genau begutachtet, studiert und ausgewertet worden waren, hellte sich die sonst so ernste Miene des obersten aller Priore für einen kurzen Augenblick nur auf, dann gab er sein Urteil kund, und seit diesen Moment an, herrschte eine große Anspannung in den Mauern von Celestis. Denn man hatte diese frohe Botschaft so schnell es möglich gewesen war an alle Pilger, wie man sie nannte, kontaktiert.
Die gefundene Botschaft wurde sehr schnell an alle Gläubigen weitergetragen: Man hatte vermutlich endlich den Ort gefunden, an den der alte Hexenmeister der Antiker, Myrrdin, wie die Anhänger Adrias ihn verächtlich nannten, ihre einzigwahre Göttin verbannt hatte.
Im Orbit des Planeten hatte sich schon bereits nach nur wenigen Stunden eine gewaltige Flotte von Raumschiffen versammelt, die eigentlich jetzt schon bereit war, zu dem Ort zu reisen, wohin der Doci sie alle schon sehr bald aussenden würde.
Milchstraße
Außerhalb des Sol-Systems der Erde
Oortsche Wolke
Weltraumstation Langford, Kontrollraum
„Ma‘am. Commander McNeill, ich habe hier seit einigen Minuten etwas sehr, sehr Interessantes auf den Monitoren der Tiefraumsensoren. Es könnte sich hierbei eventuell nur um einen Meteoritenstrom oder, im schlimmsten Falle, um eine gewaltige Flotte von Raumschiffen handeln, die sich derzeit eindeutig auf einen Kurs direkt auf unsere galaktische Position befinden.“
„Behalten Sie diese Signale weiterhin aufmerksam im Blick, Lieutenant Robinson! Und sie, Lieutenant Commander Brown, berechnen mir sofort den genauen Kurs davon! Sollte in den nächsten 24 Stunden der Kurs gleichbleiben, richten wir unser Teleskop auf diese Koordinaten aus.“
Nur wenige Minuten später meldete sich jemand anderes, mit einer anderen interessanten Entdeckung zu Wort.
„Commander McNeill. Hier tut sich ebenfalls etwas.“
„Was gibt es denn bei Ihnen, Lieutenant Lindbergh?“
„Ich bitte Sie darum, es sich selber anzusehen, Ma‘am.“
Widerwillig aber neugierig geworden, trat Maria McNeill an den Arbeitsplatz von Lindbergh heran, um sich den Grund für die Aufregung von diesen anzusehen.
Die oberste Befehlshaberin der Weltraumstation Langford, konnte kaum glauben was sie da auf dem Monitoren zu sehen bekam: Denn ein erkennbares strahlendes Muster würde in einem rasenden Tempo zunächst auf den äußeren Rand der Milchstraße zu treffen, und dann nur wenige Sekunden darauf auch die Erde.
„Großer Gott! Was ist das nur? Wo liegt der Ursprung davon, Lieutenant?“
„Moment, Ma‘am. Jetzt habe ich es. Der Ursprung scheint vom Zentrum des Universums zu stammen“, konnte Lindbergh noch sagen, dann wurde die Langford-Weltraumstation auch schon von diesem strahlenden Muster erreicht.
Die Warnung für die Erde, die man aussenden würde, würde auf jeden Fall zu spät eintreffen, dies wusste die Befehlshaberin dieser Raumstation.
Der Impuls, welcher die Station traf, verursachte zum Glück keinerlei Schäden, wie man nach einer schnellen Überprüfung durch die Schadenskontrolle sehr erleichtert feststellen konnte.
Sol-System
Erde
Europa
Deutschland, Hamburg
Auch in Hamburg wurde für alle Bewohner dieser Stadt vollkommen unerwartet ein akustischer Alarm ausgelöst. Dadurch wurde unsere gesamte Familie mitten in der Nacht unsanft aus dem Schlaf gerissen. Wir Erwachsenen kannten diesen ungenehmen Ton nur zu gut, denn der nur eines verhieß, dass wieder einmal wohl etwas sehr Unangenehmes auf unseren Planeten zukam.
Jeanne schaltete das Licht ihrer Nachttischlampe ein, und sprang dabei gleichzeitig mit einer schnellen Bewegung aus dem Bett, rannte zu ihrem Kleiderschrank, worin sich ihre Uniform befand. Mit behänder Schnelligkeit kleidete sie sich an, doch als sie so vor dem Spiegel stand, gingen plötzlich nicht nur die Lichter in unserem Haus, sondern in ganz Hamburg aus. Hastig eilten wir zum Fenster unseres Schlafzimmers, von dort aus konnten wir, wenn auch nur für wenige Sekunden ein beeindruckendes Schauspiel am dunklen Nachthimmel beobachten. Ein waberndes blaues Muster fegte über uns hinweg. Dann war es auch schon wieder dunkel. Aber es blieb dann auch richtig dunkel, denn die Stadt blieb komplett duster, weil die Lichter noch nicht wieder angegangen waren.
„Mist! Die Straßenbeleuchtung ist noch immer nicht wieder an“, entfuhr es Jeanne, die natürlich wusste was die Stunde geschlagen hatte, nämlich dass sie umgehend zu ihrer Dienststelle musste.
Unten im großen Flur wartete schon bereits eine dienstbereite Jasmin in voller Uniform, die schon kurz darauf ihre beiden Kinder in meine Obhut gab. Somit musste ich auf insgesamt vier Kinder aufpassen. ,Welch eine Freude‘, dachte ich seufzend als mich Jasmin und Jeanne noch einmal kurz umarmten, um sich dann nur wenige Minuten später mit ihren Fahrrädern auf den Weg zu machen.
Unbekannte Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem
Unbekannter Mond
Wraith-Basis, Konferenzsaal
Es gab nun nicht gerade sehr viele solcher Orte in dieser ziemlich kleinen Galaxie, für die man sich als endgültigen Rückzugsort, letztendlich dann doch hatte festlegen müssen.
Die Wraith-Königin fauchte verärgert immer wieder aufs Neue, da ihre eigentliche Option eines eindeutig besseren Territoriums durch ihre ärgsten Feinde, die Atlanter, einmal mehr zunichte gemacht worden war.
Um einer sofortigen und kompletten Vernichtung ihrer noch verbliebenen Flotte durch ihre Feinde doch noch zu verhindern, hatte sie diese kurzerhand aufgeteilt. Die Aufteilung war auf einige der weniger einigermaßen bewohnbaren Himmelskörper erfolgt, die sich aber zumindest in naher Reichweite befanden.
Außerdem mussten ihre Untergebenen dafür sorgen, dass sich die Menschen, die sie entführt hatten, rasch zu einer hohen Zahl vermehrten, weil ja alle Wraith ausreichende Nahrung benötigten. Dies war eine schwierige Aufgabe, die sie ihren Offizieren, die unter ihrer Herrschaft nämlich Wissenschaftler waren, zu lösen hatten.
Erst vor wenigen Augenblicken hatte sie sich an einem dieser Offiziere genährt, weil sie extrem zornig auf dessen faulen Ausflüchte geworden war. Der mumifizierte Anblick des Wraith-Offiziers, dessen Lebenskraft vollständig von der Königin genommen worden war, ließ die anderen vier männlichen Wraith eines sofort wissen, sie mussten sich ranhalten, wenn sie nicht das unrühmliche Schicksal ihres Kameraden teilen wollten.
Nach einer kurzen Verneigung eilten sie sodann auch schon aus dem Raum, um ihre wichtige Arbeit, an welcher immerhin ihr Leben hing, wieder aufzunehmen.
„Schafft den hier nach draußen!“, befahl die Wraith zwei Drohnen, die den Befehl sofort ausführten.
Kurz darauf verließ die Königin ebenfalls den Saal, um schon sehr bald in ihr eigenes sicheres Refugium zurückzukehren. Dort würde sie weiterhin ihre Pläne der Vergeltung schmieden, erst gegen die Menschen der Pegasus-Galaxie und dann in der Milchstraße. Wobei die Erde dann am Ende ihr neuer Hauptsitz werden sollte. So stellte sie es sich in ihren Gedanken zumindest vor.
Milchstraße
Hyperraum
Prinzessin Lianas Schiff, Brücke
Die Mannschaft von Liana war immer noch auf der Suche nach einem Standort für eine sichere Basis, von der aus sie ihre Operationen starten konnte. Doch noch etwas erwog die Vampirprinzessin, nämlich direkt zur Erde zu fliegen, um die Menschen vor dem kleinen, schon bereits gestarteten Raumschiff der Vampire und dem Angriffsplan Arteriais‘ zu warnen. Aber dafür war es aus ihrer Sicht noch viel zu früh, denn ihre Crew und sie selbst benötigten für den Fall der Fälle, einen Ort wohin sie sich im Ernstfall zurückziehen konnten. Daher waren alle ihre bisherigen Missionen, seitdem sie die Milchstraße erreicht hatten, reine Aufklärung gewesen.
Einige Orte für eine feste und damit dauerhafte Basis lagen bereits zu einer Auswahl vor, dennoch favorisierte Liana einen bewohnbaren Planeten oder gar Mond, von wo aus sie ihre alte Heimatgalaxie beziehungsweise die Erde, im Ernstfall, sehr gut erreichen konnte.
„Hoheit.“
„Ja, Commander.“
„In wenigen Augenblicken schon, haben wir den äußeren Rand dieses Systems erreicht. Soll ich schon die Teams in den Hangar berufen?“
„Sehr gut. Ja, tut dies! Und wie bei den bisherigen werde ich ein Team selber anführen.“
„Es ist sehr riskant, Prinzessin Liana. Wir dürfen Euch nicht verlieren, denn Ihr seid die große Hoffnung für unser Volk, sowie Eurer Mutter“, erinnerte der Commander.
„Das ist unsere gesamte Mission, Commander.“
„Dies ist leider wahr.“
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Neuer Palast, Hauptquartier der Besatzer
Schon seit mehreren Monaten wurde die fast alle Nazis, sowohl von den Jaffa der Goa‘uld Aset sowie auch von den Kriegerinnen und Kriegern der Vampire von Arteriais, wo es nur möglich erschien unterdrückt und dabei auch noch zusätzlich zu schwerer Arbeit gepresst, und im letzten Fall auch als Nahrungsquelle genutzt. Aber es gab auch unter den Nazis, die von den Besatzern in Posten gehoben wurden, um eine bessere Kontrolle über jene zu haben.
Als die beiden vollkommen unterschiedlichen Verbündeten die Goa‘uld-Königin Aset und die Vampirin Arteriais gerade in einer gemeinsamen sehr wichtigen Unterredung nur unter vier Augen waren, klopfte es an der schweren Doppeltür.
Die Blicke dieser beiden verfinsterten sich sofort, denn wieder einmal mehr wurden sie in ihren wichtigen Planungen für die nahe Zukunft gestört.
Ein Jaffakrieger und eine Vampirkriegerin, traten einen Atemzug später ein.
„Was gibt es denn dieses Mal?“, fragte Arteriais äußerst grimmig.
Daraufhin antwortete die Kriegerin, die zum engeren Kreis der Leibwache von Arteriais gehörte: „Unsere junge Schwester Kriemhild Krein möchte mit Euch reden, meine Herrin, sowie auch mit Euch Goa‘uld Aset.“
Die beiden Betreffenden sahen sich kurz schweigend an, bevor sie einander einwilligend zunickten.
„Schicke Sie rein!“, befahl Arteriais.
Auf ein aufforderndes Zeichen des Jaffa hin, trat schließlich, nur wenige Sekunden später, eine junge Frau in einer schwarzen SS-Uniform in den Saal.
Nachdem die Doppeltür wieder verschlossen worden war, fragte Arteriais: „Was gibt es denn, mein Kind?“
„Ich möchte Euch beide untertänigste darum bitten, meine Freundin, die Führerin Barbara Hitler, wieder aus ihrer Haft beziehungsweise aus ihren Hausarrest zu entlassen. Außerdem wünsche ich, dass mein Volk nicht mehr versklavt wird.“
Schon einige Atemzüge waren verstrichen, denn es herrschte nach der vorgetragenen Bitte eine unangenehme, wortlose Stille zwischen den drei Frauen.
Diese unbequem werdende Ruhe wurde schließlich von Aset mit den Worten: „Wieso sollten wir es denn erlauben? Ihr Nazis habt es nun einmal aufgrund euer Taten nicht anders verdient!“, beendet.
„Barbara ist aber meine beste Freundin…“
„…und auch Geliebte. Ich weiß“, unterbrach Arteriais gereizt kurz.
Ohne sich von der Unterbrechung beirren zu lassen, fuhr Kriemhild Krein fort: „…ja, ist sie. Doch Barbara kann uns auch helfen, wenn sie dann wieder frei und durch Euer Gnaden wieder als Führerin eingesetzt wird. Quasi als eingesetzte Statthalterin über mein ganzes Volk, durch Euch.“
„Hm. Wir sollen also unsere kleine und legitime Besatzung hier beenden. Aber mir gefällt es hier durchaus.“
„Ja, Göttin Aset. Denn immerhin, werden wir, dies solltet Ihr nicht vergessen, seit unserer Deportation hierher, von der Erde beobachtet und überwacht. Es wäre doch nun wirklich zu unser aller Nachteil, wenn sie Euren Racheplänen gegenüber den Menschen der Erde, die wir sehr gerne auch freiwillig unterstützen würden, nicht auf die Spur kommen.“
Einige Zeitlang warteten die beiden mächtigen Frauen noch, doch als dann nichts mehr von Kriemhild Krein weiter kam, entschied dann Aset: „Na gut, wir haben Euer Anliegen ja angehört und zu Kenntnis genommen. Doch jetzt verlasst uns, denn wir, Arteriais und ich, müssen uns jetzt ausführlich darüber beraten!“
„Darf ich dennoch zu Barbara?“
„Ja, mein Kind“, antwortete Arteriais nun auf einmal wieder sanft, da sie wusste, dass von Kriemhild, weil sie von Liana gebissen worden war eine gewisse Bedrohung ausging, aber auch durch Gesetz unantastbar war, während sich Aset hingegen zur Antwort immerhin auf ein nickendes Lächeln beschränkte.
Beide warteten geduldig und als sie wieder alleine waren, begannen sie zu beraten, ob sie der Bitte stattgeben sollten und welche Möglichkeiten sich eventuell daraus für sie beide ergaben.
Kleine Magellansche Wolke
Umbrais-System
Vampir-Flotte
Umbrais
Wieder einmal sehr beschäftigt, eilte Liliana durch das gesamte Antikerstadtraumschiff, dabei immer begleitet von ihrer loyalen Leibgarde. Diese enorme Sicherheitsmaßnahme war notwendig geworden, weil die Königin der Vampire spürte, dass die ausgesandten Spione von Arteriais sich überall, so auch hier aufhielten.
Liliana wusste zum Glück welchen Personen aus ihrem Stab, sie ohne jeden Zweifel vertrauen konnte. In einer der immer noch geheimen Kammern, hatte die an Macht und Einfluss weiterhin verlorene Königin, eine Ratssitzung einberufen. In dieser Runde sollte beraten werden, wie man am Besten gegen Arteriais und ihre Anhängerschaft vorgehen konnte, ohne dass es zu einem großen Blutvergießen in ihrem eigenen Volk kam.
Unbekannte Galaxie
Unbekanntes Sonnensystem
Unbekannter Mond
Wraith-Labor
Interessiert schaute sich die rothaarige Wraith in der immer noch wachsenden Anlage um, denn einer ihrer Offiziere hatte ihr nämlich einen interessanten Vorschlag zu unterbreiten. Doch bevor er überhaupt auf dem Punkt kam, begann er zunächst mit einer ausführlichen Einleitung. Die Wraith-Königin verdreht ihre Augen daraufhin und befahl schließlich: „Sei still! Oder komm endlich zum Thema, ich bekomme nämlich große Lust mich an Etwas zu nähren!“
Der Wraith-Wissenschaftler schluckte, dann nickte er stumm, ehe er schließlich mit seiner Idee herausrückte: „Wir könnten die Menschen sowie ihre Gene so manipulieren, dass ihr Genpool nicht nur größer wird und sie schneller heranreifen.“
„Aha. Und?“
„Ich benötige dafür mindestens eine der mächtigen Energiequellen der Lantianer, damit ich arbeiten kann.“
„Wir haben insgesamt nur noch sieben davon, meine Königin“, erinnerte ihr ranghöchster Offizier, der sie stets als Adjutant beinahe überall hin begleitete.
Es herrschte eine ungenehme Stille in dieser Anlage, dann sagte die Wraith: „Ihr werdet einen dieser sehr wertvollen Kristalle von mir bekommen. Aber sagt mir zuerst, wie schnell würde dies gehen?“
„Es wird natürlich einige Zeit dauern… vielleicht… vielleicht eine komplette Umrundung des Planeten um seine Sonne, den dieser Mond hier umkreist.“
Abermals dachte die Königin scharf nach, es musste schnell etwas geschehen, dies wusste sie, daher willigte dann abermals ein, schärfte aber dem Wissenschaftler ein: „Wenn es nicht funktioniert, werde ich mich nähren, und zwar an Euch! Also streng Dich an!“
Mit einem warnenden Zischen verließ die Wraith-Königin dann mit ihrer Begleitung das Labor wieder.
Kleine Magellansche Wolke
Umbrais-System
Vampir-Flotte
Umbrais
Nach nur schon wenigen Minuten lag die Lage auf Hand, in der sich Liliana und ihr Volk leider befanden. Es war zudem eine sehr gefährliche, da mittlerweile feststand, dass sich Arteriais mit den meisten ihrer Gefolgsleute mit einem unbekannten Ziel abgesetzt hatte. Was aber nach wie vor große Sorge bereitete, war die Stimmung in der Stadt, denn diese war mittlerweile gar in drei Fraktionen aufgeteilt.
Nur wenige standen wirklich noch fest zu ihrer Königin, und zwar so wenige, dass es quasi beinahe fast unmöglich sein könnte, Umbrais wirksam gegen die Widersacherin Arteriais zu verteidigen, geschweige denn zu halten.
„Ich will genau wissen, wie viele es jeweils sind, und vor allem wer noch fest zu uns steht! Notfalls müssen wir leider dann auch unsere Hauptstadt aufgeben, nachdem wir einige Sicherungen installiert haben, damit wir uns mit etwas beruhigten Gewissen dann noch rechtzeitig zurückziehen können. Arteriais scheint zum Glück zurzeit noch, mit etwas anderen sehr Wichtigen beschäftigt zu sein. Aber für wie lange noch? Daher müssen wir umgehend aktiv werden!“
„Wie Ihr wünscht, Eure Majestät.“
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny
Die Instandsetzungs- und Überholungsarbeiten, die bislang erfreulicherweise allesamt gut vorangegangen waren, neigten sich allmählich endlich dem Ende entgegen. Doch lag es natürlich ganz besonders an der Hilfe der K.I. der Destiny, Cassiopeia, und aber auch den vielen Angehörigen der ursprünglichen Mannschaft des Raumschiffes, das alles so gut mit den Arbeiten geklappt hat.
Parallel dazu wurde fleißig geforscht, um einige der Geräte und Apparaturen der Destiny nachbauen zu können.
Aber man war auch schon fleißig dabei, eine neue Besatzung der Destiny für eine weitere geplante Mission zusammenzustellen. Diese Crew sollte, wie auch die letzte gut gemischt sein, und wenn möglich, sollte sie sich auch aus vielen Mitgliedern der ersten Besatzung zusammensetzen.
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Haus Barbara Hitlers
Mit einer gutgelaunten ausgerufenen Naziparole und gleichzeitigen Hitlergruß begrüßte Kriemhild Krein ihre beste Freundin als sie das kleine Haus betrat. Diese erhob sich daraufhin sofort von ihrem Stuhl am Schreibtisch, zeigte ebenfalls den Hitlergruß, und sagte dazu: „Hallo Kriemhild. Bitte, setz dich doch.“
Doch die, von der Goa‘uld Aset und der Vampirin Arteriais, abgesetzte Führerin der Nazis schaute dennoch versichert ihre Besucherin an, denn sie wusste ja, dass Kriemhild seit so einigen Monaten schon ein Vampir war.
„Habe doch keine Angst vor mir, ich bin es doch nur“, wisperte die Besucherin, die eine große Verunsicherung bei ihrer Freundin und Geliebten spürte, während sie langsam näher auf sie zu kam.
„Was willst Du denn jetzt von mir, nach all der Zeit? Das letzte Mal, warst Du vor fast vier Wochen bei mir…“, fragte die gestürzte Anführerin der Nationalsozialisten zögernd.
„Ja. Ich habe Dich auch sehr, sehr vermisst. Ich habe gerade um deine Freilassung und auch um Deine Wiedereinsetzung als Führerin, bei Aset und Arteriais, gebeten.“
„Wie bitte?“
„Ja. Und so wie es sehe, sind die beiden dieser Bitte von mir nicht wirklich abgeneigt“, kicherte Kriemhild immer noch gut gelaunt, die nun direkt vor Barbara stand.
„Ist das etwa ein Geschenk?“
„Fragen über Fragen, die nach und nach beantwortet werden, meine Liebe. Aber ich habe noch etwas für Dich. Nämlich etwas viel Wertvolleres“, flüsterte die Besucherin so leise, dass sich unter Hausarrest stehende junge Frau vorbeugen musste, um ihre Worte besser verstehen zu können. Ganz so als ob Kriemhild stets befürchtete, irgendwer würde ihre Unterhaltung belauschen.
„Was? Was tust Du denn?“, wollte Barbara wissen, denn unvermittelt hielt ihre Freundin sie eisern fest.
„Lass mich sofort los, Kriemhild!“
„Ich mache Dir jetzt aber dieses wertvolle Geschenk, Barbara, nämlich ewige Jugend! Ich mache Dich mir gleich, uns zwar zu einem Vampir“, entgegnete Kriemhild, die auch schon kurz darauf langsam, geradezu sanft ihre spitzen und scharfen Vampirzähne in den Hals ihrer Freundin zu drücken. Ebenso vorsichtig und behutsam, trank sie dann auch noch ein wenig Blut von Barbara, die entsetzt aufstöhnte, denn die Bisswunde begann sofort heftig zu schmerzen. Doch es dauerte nicht lange, weil Kriemhild schon wieder von ihr ab- und sie auch losließ. Stattdessen griff sie zu ihren Dolch, und sagte: „Jetzt müssen wir nur noch zu echten Blutsschwestern werden, Barbara, und das bedeutet, du musst jetzt noch von mir etwas Blut trinken. Da dir noch die Zähne fehlen, werde ich mich schneiden, damit du trinken kannst.“
„Das ist doch nicht wirklich Dein Ernst?“
„Schau nicht so entsetzt und erschrocken. Überlege doch einmal, weil Du und ich beinahe unbesiegbar und unsterblich sind sowie Du dann nämlich auch mehrere Jahrhunderte, wenn nicht sogar Jahrtausende hindurch herrschen könntest. Also trink jetzt, bevor dieser Schnitt hier wieder verheilt ist!“
Zögernd kam Barbara der Aufforderung schließlich nach und trank ein wenig Blut von Kriemhild, denn die Aussicht dieses Ziel zu schaffen, war mehr als nur ein zu verlockender Reiz.
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion
Das rätselhafte Astronomische Ereignis war wie ein Windhauch auch in dieser Galaxie vorübergezogen. Zum Glück hatte man dies jedoch noch rechtzeitig bemerkt und daher sämtliche elektronischen Anlagen abgeschaltet, welche dann nach einer Wartezeit wieder nach und nach hochgefahren wurden.
Weil man sich natürlich auch um die andere Koloniale Zivilisation sorgte, beschloss das Kabinett von Präsidentin Baltimore, in Absprache mit Admiral Adama, Kontakt mit der Regierung Auroras aufzunehmen.
Milchstraße
Sol-System
Erde
Allmählich liefen alle elektronischen Anlagen allmählich auf dem gesamten Globus wieder an. Dies lag natürlich in erster Linie daran, weil so manche Nationen, Unternehmen und Energieversorger diese Warnungen zu spät erhalten oder aber auch vollkommen ignoriert hatten.
Nordamerika
USA, Colorado, Cheyenne Mountain
Homeworld Command, Konferenzraum
Die Nachricht, dass sich offenbar beinahe die gesamte Flotte der Orici-Anhänger, die es natürlich immer noch gab, in deren Heimatgalaxie zu versammeln begann, hatte für große Unruhe bei vielen gesorgt. Dies lag natürlich auch an die Warnung, die der Prior Eremitias auf Camelot einst ausgesprochen hatte, und zum anderen lagen auch noch viele weitere Indizien vor, die noch für viel mehr Ärger sorgen könnten.
„Ist das wahr?“
„Ich fürchte, ja, General. Nachdem was man bisher so erfahren hat, sollen angeblich eine handvoll Soldaten der Orici, die ebenfalls an Bord der Destiny gewesen sind, durch eine gewisse Anzahl von aufgefundenen Schriftstücken erfahren haben wollen, wohin der Antiker Myrrdin die Orici Adria verbannt haben soll.“
„Das musste ja eines Tages passieren. Doch das Gedächtnis der Orici Adria soll doch komplett und für immer gelöscht worden sein. Außerdem soll unser Freund Merlin ihr auch noch sämtliche Kräfte, die sie so gefährlich gemacht haben, entzogen haben“, erwiderte der neue Leiter des Homeworld Command, der aber auch wohl wusste, dass die vielen Anhänger Adrias wohl früher oder später einen Weg finden würden, dieses Problem zu beheben. Ihm schauderte bei diesen Gedanken, denn sollte dies eines Tages in der Tat soweit sein, würde sich Adria an der Erde und ihren Verbündeten, kurz gesagt, sich wohl bei jedem sehr grausam rächen wollen, die nicht auf ihrer Seite standen.
Entfernte Galaxie
Planetarischer Nebel
Trinitatis, Kontrollraum
Vollkommen perplex, betrachtete Doktor Rodney Meredith McKay immer noch den Monitor.
´Konnte es wirklich doch am Ende wahr sein. Nein, denn dies war schlichtweg einfach komplett unmöglich, weil wir nämlich einfach noch viel zu weit weg sind, und auch die Konstellation, die Ansammlung der Galaxien stimmt überhaupt nicht´, dachte der kanadische Wissenschaftler, während er die empfangenen Daten, die er gerade eben erst auswertet hatte, abermals mit skeptischer Miene betrachtete. „Einen genaueren Blick auf diese Galaxie, wäre dennoch einen Besuch wert“, murmelte er leise.
Doch sie mussten oder besser gesagt, er musste sich dringend beeilen, weswegen er sich schnell von seinem Platz erhob, um sich auf dem Weg ins Büro von Doktor Hank „Beast“ McCoy zu machen. Zum Glück lag dieses ja, genau in der unmittelbaren Nachbarschaft zu dem Kontrollraum.
Trinitatis, Büro von Doktor McCoy
Der extrem intelligente Mutant, der diese Mission leitete, war natürlich selber ein genialer Wissenschaftler und Ingenieur. Er arbeitete sich gerade eben durch die neuesten Berichte von allen Stargate-Missionen, die komplett in der letzten Galaxie durchgeführt wurden.
Hank seufzte leise als er Rodney bemerkte, der zielsicher auf sein Büro zugeeilt kam.
Um ein wenig besser ungestört zu sein, schloss der Kanadier sofort die Glastür nachdem er eingetreten war.
„Hank, ich habe vor wenigen Sekunden eine äußerst interessante Entdeckung gemacht. Es ist nichts Schlimmes - aber die Zeit drängt“, begann Rodney aufgeregt.
„Was für eine interessante Entdeckung ist es denn dieses Mal?“, fragte McCoy skeptisch.
„Ich wusste, dass Sie natürlich klare Beweise von mir möchten, wenn ich so etwas sage, daher habe ich mein Tablet mit den Daten mitgebracht, damit Sie es sich selber ansehen können“, antwortete McKay, der sein Gerät dem Leiter der Trinitatis-Mission in die Hand gab.
„Rodney, bitte, beantworten Sie doch einfach meine Frage.“
„Na schön. Es ist eine Galaxie, die der Erde, zu gleichen scheint. Abgesehen davon das die kosmische Nachbarschaft nicht dazu passt. Ich beantrage hiermit, den aktuellen Kurs der Trinitatis zu korrigieren, um uns diese Galaxis näher anzusehen, besonders die Position, wo auch unsere Erde liegt.“
„Ich sehe mir erst einmal Ihre Daten an, Rodney!“, entschied Beast.
„Nur zu. Ich habe alles schon vorbereitet“, erklärte der Kanadier leicht gekränkt, der ja eigentlich auf eine sofortige Zusage gehofft hatte.
Milchstraße
Planetensystem
Prinzessin Lianas Schiff, Konferenzraum
Eine Entscheidung bezüglich eines Standortes für eine feste und somit auch sichere Operationsbasis rückte näher, denn man hatte mittlerweile genügend Kandidaten dafür erkundet. Mit ihrem Stab sah sich Prinzessin Liana insgesamt sieben Planeten und Monde an, die nun in eine engere Auswahl gerückt waren.
Der Standort für die Operationsbasis musste natürlich mehrere wichtige Kriterien erfüllen. Gerade wurde einer von den drei Monden genauer unter die Lupe genommen. Aber nicht schon einmal nach einer Viertelstunde schied diese Option aus, weshalb man sich einen Planeten vornahm, welcher sich im selben Sonnensystem befunden hatte. Doch auch dieser hatte schon bereits nach fünf Minuten bei Liana ausgedient.
„Was ist denn mit diesen Mond hier, den wir im letzten System entdeckt hatten, Prinzessin Liana?“, fragte jemand der Versammelten sofort im Anschluss.
Nach einer sehr äußerst genauen Analyse dieses Mondes, kam dieser mit einer guten Beurteilung nach einer guten Stunde in die nächste Runde, und somit auch in eine noch engere Auswahl.
Entfernte Galaxie
Planetarischer Nebel
Trinitatis, Büro von Doktor McCoy
Geduldig hatte Doktor McKay auf dem Balkon, der sich vor dem Büro von Doktor McCoy befand, beinahe zwei Stunden ausgeharrt. In der Zwischenzeit hatte er Besuch von seiner Ehefrau, Doktor Jennifer Keller, bekommen. Die Ärztin hatte sich Sorgen gemacht, weil Rodney nicht zum verabredeten Essen in der Kantine erschienen war. Daher hatte sie ihn gesucht und ihm ein Lunchpaket mitgebracht. Dieses wurde von dem Kanadier sogleich sehr dankbar aufgezerrt. Dabei hatte Rodney natürlich Jennifer erzählt, weswegen er sich hier seit knapp zwei Stunden ununterbrochen aufhielt.
Doch jedes Warten hat bekannterweise auch irgendwann einmal ein Ende. Die Glastür zum Büro des Leiters der Trinitatis-Mission glitt auf. Mit langsamen Schritten kam Hank McCoy auf Jennifer Keller und Rodney McKay zu. Doch bevor aber der Mutant seine Entscheidung offenbarte, begrüßte er zuallererst die Ärztin.
„Rodney, wir werden uns das ansehen, denn sie haben mich neugierig gemacht. Ich habe schon dem Kontrollraum die passenden Anweisungen gegeben. Und in etwa drei Tagen sollten wir diese Galaxie erreicht haben“, teilte Hank den beiden mit.
Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
Einige hunderte Kilometer vor dem Planeten, auf dem sich Atlantis befand, verließen nach und nach mehrere Schlachtschiffe der Erde den Hyperraum. Da aber der genaue Standort der Stadt der Antiker, obwohl die Wraith so gut wie ausgemerzt waren, immer noch eine Geheiminformation war, begaben sie sich alle zu ihren Sammelpunkt, nämlich einen der drei Monde, die den aktuellen Atlantisplaneten umkreisten.
U.S.S. Daedalus, Brücke
Mit extrem großer Zufriedenheit registrierte General Steven Caldwell, der Kommandant der Daedalus, die Ankunft der 21 Schlachtschiffe der unterschiedlichsten Bauklassen, die zur Unterstützung der Suche nach der letzten Wraith-Königin von der Erde ausgesandt worden waren.
Ein fragender Blick von ihm genügte, und einer seiner Offiziere bestätigte ihm, dass die Live-Konferenz jederzeit begonnen werden konnte.
Milchstraße
Planetensystem
Prinzessin Lianas Schiff, Konferenzraum
Die endgültige Entscheidung der Wahl für die Operationsbasis rückte schließlich näher, denn zur finalen Auswahl standen ein Mond und zwei Planeten, auf denen die Errichtung einer solchen Anlage in frage kamen.
„Ich werde dies so machen, dass wir eine Hauptoperationsbasis und dann aber auch zwei Ausweichstandorte haben werden!“, erklärte Prinzessin Liana.
„Die ist eine ausgezeichnete Idee, eure Hoheit“, sagte der Captain ihres Schiffes voller Anerkennung, „doch müsstet ihr uns jetzt euren Willen kundtun, damit die Offiziere eure Befehle an unsere Truppen und übrigen Leute weitergeben können.“
„Ja. Hier auf diesen kleinen und unscheinbaren Planeten werden wir unsere Hauptbasis errichten. Dort wird dann auch die Hälfte unserer Leute stationiert werden. Der Mond, in dem letzten Planetensystem den dort wir entdeckt und erkundet haben, wird dann unser Beta-Standort sein. Und dieser große Planet hier, wird unserer Omega-Standort sein, also gewissermaßen unserer letzter Zufluchtsort, wo sich nur einige dutzend unserer Leute befinden werden. Ich benötige nun noch eine exakte Aufstellung unserer Mannschaft, um das Personal bestmöglich zu verteilen!“
„Werdet Ihr bekommen, Prinzessin.“
„Gibt es sonst noch etwas?“
„Ja, wir werden weiterhin Erkundungs- und Aufklärungsmissionen durchführen! Außerdem müssen wir in nächster irgendwie an einige weitere gute und technologisch fortschrittliche Raumschiffe herankommen. Zumindest an deren Konstruktionspläne. Leider haben nur die Menschen von der Erde solche…“
„Wir werden uns bemühen, Prinzessin Liana“, versicherte einer ihrer Offiziere.
„Ihr müsst uns nur sagen, ob wir auch mit Gewalt dabei vorgehen sollen…“
„Nein. Nichts dergleichen. Wir wollen nämlich keinerlei Aufsehen bei unseren Aktionen erregen und den Erdenbewohnern auch nicht schaden, weil sie unsere Verbündeten bleiben und sein sollen!“, verfügte die Vampirprinzessin, die dann noch einmal erklärte, dass man den Menschen hier ganz im Geheimen helfen wollte. Zumindest fürs Erste.
Pegasus-Galaxie
Atlantis-System
U.S.S. Daedalus, Briefing-Room
Für die so wichtige Besprechung, hatte sich General Steven Caldwell von der Brücke mit ein paar seiner Offiziere aus seinem Stab in diesen schon längst vorbereiteten Raum seines Schiffes zurückgezogen.
Für die vor wenigen Minuten begonnen Konferenz waren auch alle anderen Befehlshaber der Pegasus-Flotte zugeschaltet worden. Somit nahmen insgesamt 41 Teilnehmer daran teil, weil natürlich auch Atlantis zugeschaltet worden ist.
Andromeda-Galaxie
Omega-Sektor
Koloniale Erde
Hauptstadt Ilion
Erleichtert nahm Präsidentin Francine Baltimore die ihr mitgeteilte Information auf, dass es auf Aurora und der dortigen Bevölkerung keine schwerwiegenden Probleme aufgrund des jüngsten kosmischen Ereignisses gegeben hatte.
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet unter Vampir- und Goa‘uld-Besatzung
Hauptstadt
Neuer Palast, Hauptquartier der Besatzer
Die mittlerweile auch gerade erst vor kurzem zu einem Vampir gewordene Barbara Hitler, wurde gerade eben von ihrer Freundin und Geleibten Kriemhild Krein vor Arteriais und Aset geführt. Denn die beiden mächtigen Besatzerinnen hatten schließlich ihre eine Entscheidung getroffen.
Sofort spürte natürlich aber Arteriais die Veränderung von Barbara, sobald sie durch die Tür getreten war und lächelte.
„So. Hat also Kriemhild schon dies getan, was ich selber vorgehabt hatte, und natürlich auch sehr großes Vergnügen daran gehabt hätte. Sei es drum. Keine Angst, Kriemhild. Und da Du jetzt auch gewissermaßen seit jenem Moment, wie auch Kriemhild schon, jetzt auch zu meinen Volk gehörst, Barbara, erhältst Du neben Deinen Waffen hier, natürlich auch Deine residierenden Räumlichkeiten von uns beiden zurück.“
„So ist es“, bestätigte Aset, die dann einigen Jaffa dazu aufforderte Barbara ihre Waffen wiederzugeben.
„Wie Kriemhild Euch bestimmt schon ausführlich berichtet hat, hatte sie an uns einige Bitten gerichtet“, fuhr Aset fort, „nämlich Euch und diesem Volk hier, wieder die Freiheit wiederzugeben. Ihr seid nun wieder frei, Barbara. Ihr selbst und Kriemhild werdet hier als unsere Statthalter eingesetzt, und werdet uns für alles, was hier geschieht von nun an Rechenschaft schuldig sein. Die Besatzung auf dieser Welt hier, von Arteriais und mir selbst, endet dann ganz offiziell in genau drei Tagen. In dieser Zeit bis dahin, werdet Ihr weitere Anweisungen von uns erhalten.“
„So ist es“, bestätigte Arteriais, „denn da ihr beiden jetzt zu meinem Volk gehört, besteht kein Grund mehr für uns, weiterhin hier zu bleiben, womit wir uns anderen sehr wichtigen Angelegenheiten zuwenden können.“
„Den finalen Rachefeldzug gegen die Erde vorbereiten“, vermutete Barbara Hitler sofort.
„Richtig“, nickte Arteriais, „unter anderem auch das. Und Ihr werdet dies ebenfalls tun. Aber macht nicht jeden aus eurem Volk zu einem Vampir, sondern nur den Leuten, denen ihr wirklich vertrauen könnt. Dafür werde ich euch Mittel zur Verfügung stellen, damit es keine unbeabsichtigten Verwandlungen gibt.“
„Was ist denn mit dem mächtigen Schlachtschiff der Erde, welches sich im Orbit unseres Planeten befindet?“, fragte Kriemhild Krein besorgt.
„Dieses ist verschwunden.“
„Was sagtet ihr da gerade, Arteriais?“
„Es ist nicht mehr da. Offenbar haben die Menschen von der Erde beschlossen es von hier abzuziehen, was Eurem Volk die Möglichkeit gibt, unter unserer Anleitung wieder Raumschiffe und andere, auch fortschrittliche, kriegswichtige Geräte zu bauen. Vielleicht kommt es wieder, dieses Schlachtschiff der Erdenmenschen. Vielleicht auch nicht.“
3 Tage später
Entfernte Galaxie/Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Trinitatis, Kontrollraum
Ganz genauso wie berechnet, erreichte die Trinitatis-Mission nach etwa drei Tagen ihr Ziel. Zunächst hatte man aber noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt, um die erste These ein wenig genauer zu untersuchen, welche mit großem Erstaunen schon einmal bestätigt werden konnte. Die Galaxie, in der man sich jetzt mittlerweile gerade befand, war in der Tat ein Zwilling der Milchstraße.
Erneut hatte man wieder einmal den Hyperraum verlassen, und fand sich nun am Rande eines Sonnensystems wieder, welches einem extrem vertraut vorkam.
Auf einigen der Monitore im Kontrollraum konnte man sehen, dass sie soeben an einem Planeten vorbei flogen, der mit dem Jupiter, den man von daheim kannte, identisch war. Zeitgleich konnte man erkennen, dass das gesamte Planetensystem mit dem der Erde in der heimatlichen Milchstraße übereinstimmte.
„Das ist ja so etwas von unheimlich“, flüsterte Doktor Jennifer Keller, die das Glück hatte, sich in diesem Moment ebenfalls im Kontrollraum aufhalten zu dürfen.
„Ja“, bestätigte Doktor Hank „Beast“ McCoy, „es ist absolut mysteriös. Aber anhand der Größe des Universums muss man ja auf die verrücktesten Dinge, die es wohl gibt, dann auch am Ende gefasst sein. Obwohl aber natürlich die Wahrscheinlichkeit für ein solch kosmisches Ereignis dennoch absolut gegen null tendiert!“
Große Magellansche Wolke
Nazi-Planet
Hauptstadt
Großer Paradeplatz
Auf dem Podium war es auch mittlerweile sehr voll geworden, wie auch auf dem großen Paradeplatz selbst, der sich genau neben dem Palast befand und bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Es war nun offiziell geworden, dass die Besatzung durch die Goa‘uld und die Vampire beendet worden sei. Dadurch war auch wohl ein unlösbares und extrem sehr gefährliches Bündnis geschaffen worden. Aber dies war allen Nazis absolut egal, denn sie waren ab diesen Tag ja keine Unterdrückten mehr, sondern frei.
„Verehrteste Aset, ich werde mich jetzt wieder der persönlichen Aufgabe zuwenden, die komplette Kontrolle über mein eigenes Volk zu erlangen. Meine Agenten haben zwar schon viele wichtige Vorbereitungen laut meiner Anweisungen getätigt, doch um den Rest muss ich mich nun einmal höchstpersönlich kümmern.“
„Ist gut, Arteriais. Ich kann diese Gedanken und Gefühle von Euch natürlich nur allzu gut nachvollziehen. Zeitgleich werde ich mich daran kümmern, unsere Flotte und Truppen noch weiter zu vergrößern, wie auch Ihr es tun werdet, damit die Tau‘ri dieses Mal von unseren Streitkräften nicht besiegt werden können.“
Die zwei flüsterten sich leise unter einander zu, weil sie nämlich ihren neuen Verbündeten, den Nazis unter der Führung von Barbara Hitler, weiterhin in Wahrheit nicht vertrauten.
Da Arteriais und Aset extrem vorsichtig waren, hatten sie dennoch absolut unabhängig von einander eigene Agenten abgestellt, um auf diese Weise die Nazis besser im Auge behalten zu können.
Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Trinitatis, Kontrollraum
Man hatte mit einem sehr langsamen Flugtempo in den vergangenen Stunden den Asteroidengürtel passiert, welcher auch im Sonnensystem der Erde in der Milchstraße existierte. Einen Planeten, der dem Mars wie ein Ei den anderen glich, konnten sie nur aus einer etwas größeren Entfernung beziehungsweise auf einigen Monitoren sehen. Doch er war dennoch nahe genug, dass man ganz schemenhaft die beiden kleinen Monde gerade noch so erkennen konnte.
In rund einer Viertelstunde würde man dann den Mond dieser Erde erreichen, der derzeit schon als kleiner heller Punkt, wenn auch noch relativ schwach, in der Ferne zu erkennen war.
Seit dem die Trinitatis, ihren hier angepeilten Ziel immer näher kam, desto nervöser wirkte vor allem Doktor Rodney McKay, da er ein gewaltiges Trümmerfeld im Orbit des Planeten, den sie ansteuerten, entdeckt hatte.
Schon sehr bald würden sie alle mehr erfahren, ob es sich bei diesen Planeten um eine zweite Erde handelte, und was es eigentlich für Trümmer waren, die diesen wie eine Wolke umgaben. Diese Fragen würden nach und nach beantwortet werden, so hoffte man. Doch es war nicht auszuschließen, dass es hier einen gewaltigen Konflikt gegeben haben musste.
Plantenorbit
Trinitatis, Kontrollraum
„Das ist die Erde! Aber nicht unsere!“, erklärte Doktor Hank „Beast“ McCoy, schnell die Daten analysierend schließlich allen Anwesenden, womit er Doktor Rodney McKay die Show stahl.
Somit sah sich der Kanadier gezwungen, sofort selber etwas beizutragen, denn er sagte: „Die hier vorkommenden Trümmerfelder sind wirklich gewaltig. Wir können unmöglich mit der Trinitatis weiter vordringen, und selbst die Paris wird trotz ihrer Schutzschilde auch Schwierigkeiten haben. Einige dieser Wrackteile direkt vor uns sind sehr groß, aber sie passen zu keinem Schiff, das uns bekannt ist. Es muss eine vollkommen fremde Rasse sein.“
„Gibt es hier Spuren, zumindest kleine von Schiffstypen, die uns bekannt sind?“, fragte Doktor Daniel Jackson.
„Bislang noch nicht“, antwortete Rodney.
„Nun ja, dies hier ist doch ein vollkommen anderer Teil des Universums, eine komplett unbekannte Region, daher könnte es doch absolut möglich sein, das diese Wrackteile hier vor uns zu dem Bewohnern des Planeten dort vor uns gehören. Ich will damit sagen, dass sich die Bewohner dieser Erde hier, vollkommen anders entwickelt haben könnten. Es ist also sogar möglich, dass nicht Menschen dort unten wohnen“, warf Doktor Jennifer Keller ein, der man aufmerksam nicht nur zuhörte, sondern auch ausreden ließ.
„Sie könnten Recht haben, Jennifer“, erkannte Hank.
„Die ersten Daten dieser anderen Erde, dort vor uns, sind endlich da. Es ist wirklich ein absolutes Chaos. Vieles kommt einen aber auch bekannt vor…, aber hier, schaut euch mal das hier an! Laut den Scans hier, scheinen wir zwei Planeten vor uns zu haben“, sagte Cassandra Fraiser, die absolut erstaunt die Daten betrachtete, ebenso Major Jennifer Hailey, die direkt hinter ihr stand.
„Zeigen Sie her, Lieutenant!“, verlangte Doktor McKay natürlich ungläubig, aber ebenso auch genauso neugierig. Es stimmte aber, weswegen er bat: „Hank, ich bitte darum diesen Planeten gründlich zu erforschen. Am besten wäre, wenn wir mehrere Teams schicken würden.“
Daraufhin musste Doktor McCoy erst einmal darüber gründlich nachdenken, denn es war ein sehr großes Risiko, darum antwortete er mit ruhiger Stimme und diplomatisch: „Wir brauchen erst einmal noch einige weitere gesicherte Daten von diesem Planeten, bevor ich auch nur eines unserer Teams dort runter schicken werde! Nicht überall hin, sondern in Regionen, die wir als sicher markieren können!“
„Na schön“, seufzte der Kanadier, der sich umgehend an die Arbeit machte, um seinem Ziel näher zu kommen.
Unbekannte Region des Universums
Unbekannte Galaxie
Orici-Flotte
Nach der Erschaffung eines weiteren Supergates, war es natürlich ein leichtes Spiel gewesen einen Großteil der eigenen Flotte hierher, in diese noch bislang unbekannte Galaxie, zu verlegen.
Kurz nach ihrer Ankunft begann sie sich auch schon in kleinere Verbände aufzuteilen, denn man kannte nicht die genauen Koordinaten der Welt, auf die Merlin die Orici Adria verbannt hatte. Man hatte nur vage Zeichnungen oder Beschreibungen des Planeten und seiner kosmischen Umgebung. Jedes System auf das die Hinweise zutrafen, würde schon sehr bald aufgesucht und Adria Orici hoffentlich, aus Sicht ihrer Anhänger, gefunden worden sein.
Milchstraße
Sol-System
Erdorbit
Destiny, Interface-Raum
Da Jack Dalton seit seiner Rückkehr zur Erde, weder MacGyver noch Pete Thornton, beziehungsweise ihre Familien hatte ausfindig machen können, damit seine beiden Freunde ihm beim Schreiben seines Buches halfen, hatte er Entschluss gefasst.
Für alle ehemaligen Crewmitglieder bestand ja, zum Glück, die Berechtigung an Bord der Destiny zu gelangen.
Weil Dalton aber jedoch der Zugang zur Brücke verwehrt worden war, fand er dennoch schnell die Gelegenheit in einem der Interface-Räume an die Informationen zu kommen, die er für die Umsetzung seines Buches so dringend benötigte. Natürlich nahm Jack auch dabei jede Form und Art Hilfe in Anspruch, die sich im bot, nämlich weitere ehemalige der ehemaligen Mitglieder der Destiny-Crew, die gerade ebenfalls an Bord anwesend waren oder gar Cassiopeia, die K.I. des alten Antikerraumschiffes.
Doch selbst der armen Cassiopeia, , obwohl sie nur ein Hologramm war, wurde es dann schließlich doch irgendwann selbst zu viel, weil eben Jack Dalton sie ständig um Hilfe bat, weswegen die K.I. der Destiny äußerst schnell ein Programm dafür entwickelte, da sie noch viele andere wichtigere Aufgaben hatte, bei denen sie ständig gestört wurde.
Dieses von Cassiopeia entwickelte sprachgesteuerte Programm, reagierte auf die Stimme von Jack, dem es damit gestattet war, wenn auch begrenzt auf das Logbuch der Destiny sowie die Missionsberichte zuzugreifen.
Milchstraßen-Zwilling
Sol-System
Erdzwilling
Trinitatis / Puddle Jumper #1 & #2
Es waren nur knapp drei weitere Stunden vergangen, dann lagen genug Informationen vor, die für eine geplante erste Erkundungsmission noch benötigt worden waren.
Um zum Einen nicht all zu schnell den Überblick zu verlieren, hatte Doktor Hank „Beast“ McCoy schließlich nur zwei Puddle Jumpern den Aufbruch gestattet. Einer von ihnen sollte auf der Oberfläche dieser Welt landen, und zwar genau dort wo ungefähr auf dieser Erde des Nordamerikanischen Kontinents das Zentrum der Vereinigten Staaten von Amerika lag, und der zweite Jumper, ebenfalls sich im ständigen Tarnmodus befindend, den Planeten nur überfliegen aber nicht landen, mit dem Reserveplan dem anderen Team notfalls Unterstützung zu geben.
Nur allzu gerne, hätten Major Jennifer Hailey, Lieutenant Cassandra Fraiser und natürlich auch Doktor Jennifer Keller einem der beiden gestarteten Jumper-Teams angehört, doch Doktor Hank McCoy hatte dies abgelehnt, weil er auch an Bord der Trinitatis gute Leute benötige. Anschließend erklärte der ihnen jedoch, dass sie sich nichts desto trotz aber für alle Eventualitäten bereithalten sollten.
Puddle Jumper #1 & #2
Nachdem die beiden Fluggeräte zunächst gemeinsam noch ungetarnt die Atmosphäre des Planeten durchquert hatten, um die dringend benötigt Energie für die Schilde nutzen zu können, trennten sie sich schließlich voneinander.
Der Puddle Jumper #2, der nur die Oberfläche von der Luft aus erforschen und Informationen sammeln sollte, hatte insgesamt 14 Passagiere an Bord, darunter waren Angehörige verschiedener Zivilisationen aus mehreren Galaxien, nämlich Captain Sharon Satterfield (US Air Force, Zylonin), Sara (Soldatin der Luzianischen Allianz), Doktor der Geologie Francis LeLoire (Kolonien), Doktor der Biologie und Chemie Nancy Tombuto (Kolonien), Captain/Doktor der Medizin Ashley Cahill (Koloniale Flotte), Lieutenant Lisa Dupont (RF/Marine, Sanitäterin), Ayrissa (Orici-Kriegerin), Luca (Orici-Krieger), Dy‘na (Hak‘tyl/FJN), A‘nac (FJN), Ensign Ann Stuart (GB/Royal Navy), Lieutenant Gordon Iden (Koloniale Flotte), Lieutenant Tessa de Vaux (US-Navy) und Lieutenant Ji-Yun Park (Südkorea, Air Force-Pilotin).
Puddle Jumper #1
„Dies ist wirklich eine sehr seltsame. seltsame Welt! Sind Sie sicher, dass das hier vor uns wirklich ein Zwilling der Erde sein soll, Doktor McKay?“, fragte Captain Miles Greenburg seinen heutigen Co-Piloten, denn Rodney saß, wie so oft eben auf diesen Platz.
Der kanadische Wissenschaftler sah natürlich mit eigenen Augen sofort was mit dieser Aussage gemeint war.
Aber auch die beiden anderen, Doktor Daniel Jackson und Private Sandra Kieras von den Kolonialen Marines, die hinter den beiden saßen, staunten über diesen ungewohnten Anblick, welcher sich ihnen vier da eben gerade bot.
Im hinteren Teil des Fluggerätes, saßen mit den Doktoren Magdalena Czestochowa (Polen, Archäologie), Cristof Winovli (Ukraine, Geologie und Biologie) und Danilo Perez (Argentinien, Medizin), sowie den Soldatinnen und Soldaten: Lieutenant Esther Bernstein (Israel, Air Force), Sergeant Bruce Lewis (US-Marines), Korporal Sabine Wagner (BRD, Luftwaffe/Sanitäterin), Lieutenant Jill Luden (Luzianische Allianz), Ensign Ann Michaels (Koloniale Flotte), Monja (Orici-Kriegerin) und Junas (Orici-Krieger), noch zehn weitere Teammitglieder im hinteren Bereich des Puddle Jumpers, die nicht allzu viel von den Dingen, die es draußen zu sehen gab, mitbekamen.
Gerade überflog man ein Gebiet, das stark bewaldet von sehr hohen und mächtigen Nadelbäumen bedeckt war. Zuvor vor weinigen Minuten erst, hatte man allerdings eine Landschaft unter sich gehabt, die einen sehr stark an irgendeine Phantasiewelt von einem solchen Film erinnert hatte. Jetzt sah alles hingegen wieder eher vertraut aus, was alle an Bord des Jumpers auch an die Erde daheim erinnerte.
„Ist das ein irgendein Camp dort vor uns?“
„Sieht zumindest danach aus. Fliegen Sie doch mal da rüber, Captain!“, ordnete Doktor McKay an.
Es war sogar ein ziemlich großes Camp, was sich unter ihnen befand. Doch war es aber natürlich kein gewöhnliches Basislager, obwohl die Anordnung der Gebäude auf diesem Gelände zunächst darauf schließen ließ, denn man erkannte darin mehrere Gestalten, die sich in einer Art Pferch befanden, und somit eindeutig von den uniformierten Personen abhoben.
„Was ist das nur für ein grauenvoller Ort? Das muss irgendeine Art von Gefängnis sein“, bemerkte Doktor Daniel Jackson, der hinter Doktor McKay saß.
Daraufhin sagte Captain Greenburg: „Ich werde erst mal noch einige Meilen weiterfliegen, nämlich dorthin wo wir auch hinwollen. Zu dieser großen Siedlung, die schon eher eine Stadt ist, und die wir schon vom Orbit aus, ganz leicht erkennen konnten.“
„Fliegen wir aber erst auch dort einmal darüber einige Male hinweg, damit wir erst einmal einen kleinen Überblick davon gewinnen. Danach landen wir, wie beim heutigen Briefing besprochen, ein paar Meilen etwas außerhalb“, seufzte Rodney.
Einige Minuten später kamen sie in das Zielgebiet ihrer Mission.
„Ist das da vorn der Bogen von St. Louis?“
„Ja. Er ist es! Ich komme aus, na ja, ich wurde nur dort geboren bis meine Eltern mit mir und meinen Geschwistern nach Seattle gezogen sind als ich fünf Jahre alt war“, sagte Sergeant Lewis.
„Der Rest dieser kleinen Stadt sieht aber nicht wie St. Louis aus. Dort ist noch eine große weitere Anlage, wie die, die wir schon überflogen haben. Sieht aber eindeutig militärisch aus“, bemerkte Captain Greenburg.
Puddle Jumper #2
Das Einsatzteam überflog gerade die Antarktis. Doch dort sah es alles andere als arktisch dort unten auf der Oberfläche aus, denn der Kontinent auf dem sich der geografische und magnetische Südpol befand, war hier auf dieser Erde größtenteils eisfrei. Nur in einigen Gebirgsregionen befanden sich mächtige Gletscher, die sich durch die Berge wanden.
Die Nachricht erreichte sie schließlich, dass das andere Team schon sehr bald landen würde, weshalb man sich umgehend auf dem Weg zu jenem machte
Puddle Jumper #1
Etwa eine Stunde später, nachdem man einige Runden über der Stadt gekreist und sich einen ungefähren Überblick verschafft hatte, landete das Missionsteam, wie in der Einsatzbesprechung von Doktor McCoy angewiesen, etwa zwei Meilen von ihr entfernt.
„So da wären wir dann. Ensign Michaels, Sergeant Lewis, Junas und Doktor Perez, sie vier, bleiben hier beim Jumper, und sorgen falls es nötig sein sollte für unser aller reibungslosen Rückzug!“, ordnete Captain Greenburg an.
Das übrige Team entfernte sich kurz darauf immer weiter vom Puddle Jumper, während es sich dabei dieser ziemlich rätselhaften Stadt immer näher kam.
Obwohl sie bei ihren ganzen bisherigen durch einen Fußmarsch zurückgelegten Weg vorsichtig waren, stießen sie schließlich auf ein ziemlich ungenehmes Hindernis.
„Was ist das denn nur für ein widerliches Ding?“, japste Doktor Rodney McKay, der ein wenig ängstlich geworden, sofort ein großes Stück weiter nach hinten wich.
Nachdem die Kreatur komplett aus dem Unterholz gekommen, und somit für alle anderen des Teams vollständig sichtbar geworden war, wisperte Doktor Daniel Jackson: „Das Vieh dort, sieht für mich nach einer riesigen Chimäre aus Wolf und Spinne aus.“
„Vorsicht! Es greift wohl an!“, schrie Captain Miles Greenburg mit lauter Stimme, um alle anderen Mitglieder seines Teams zu warnen.
„Dort sind ja noch welche! Es muss ein ganzes Rudel sein!“, japste McKay erschrocken, der wie alle feststellen musste, dass sie alle von acht solchen Tieren umzingelt waren.
„Okay. Ich habe keine Lust, von einem solchen widerwärtigen Vieh zerfetzt und gefressen zu werden! Feuer frei!“, entschied Greenburg.
Einige hunderte Meter nur, von diesen Geschehen entfernt, fuhr zur gleichen Zeit ein recht kleiner Konvoi, bestehend aus drei stark gepanzerten Fahrzeugen, einem Jeep und zwei Lastwagen, entlang.
„Halt!“, befahl die Frau, die das Kommando hatte und auf dem Beifahrersitz saß, die linke behandschuhte Hand hebend, dem Fahrer des Jeeps. Sofort stoppte der Mann und auch die anderen Fahrzeuge hielten.
„Was ist los, Captain?“
„Wenn mich nicht alles täuscht, waren das gerade eben Schüsse. Da schon wieder. Das war eine ganze Salve.“
„Jetzt höre ich es auch, Ma‘am. Was machen wir denn nun?“
„Ganz einfach wir werden dieser Angelegenheit auf dem Grund gehen! Also fahren Sie langsam weiter, Corporal!“, wies die Frau mit grimmiger Miene an, deren rechte Hand bereits nach ihrer Pistole im Holster tastete.
Einer der beiden weiteren Soldaten hinter ihnen, ihnen machte noch schnell umgehend eine entsprechende Funkmeldung an die anderen beiden Fahrzeuge, die ihnen folgten.
„Ist jemand verletzt?“, fragte Daniel Jackson, der sich prüfend umsah.
„Weiß nicht. Meine Hände zittern so stark und mein Rücken tut so furchtbar weh, weil mich Lieutenant Bernstein zu den Boden gestoßen hat“, antwortete ein klagender Rodney McKay stöhnend.
„Das geschah nur, damit wir uns ihr Gejammer noch weiter anhören können“, antwortete postwendend Esther Bernstein
„Sehr charmant von Ihnen. Haben wir denn zumindest alle von diesen Viechern auch wirklich erwischt?“, erwiderte und fragte Rodney McKay dann.
„Noch nicht ganz“, erwiderte Lieutenant Jill Ludien, auf eine der Chimären langsam mit angelegter Waffe zugehend. Kurz darauf krachte ein weiterer Schuss, der auch diesem letzten Tier, was schwer verletzt war, endgültig den Rest gab.
Kurz darauf setzten sie ihren Weg fort. Schließlich gingen sie auf einen Hügel zu, der von niedrigen Büschen, Sträuchern sowie vereinzelten Bäumen unterschiedlicher Größe bewachsen war, die zwischen mehreren Felsbrocken wuchsen.
Ohne dass sie es alle wussten, waren das gesamte Team schon von anderen entdeckt worden. Und man wartete geduldig in einem Versteck auf sie alle.
Als denn das Team um Jackson und McKay die Kuppe des Hügels hinter sich gelassen hatte, rief befehlend eine Frauenstimme: „Keine Bewegung oder wir schießen! Identifiziert euch sofort! Halt, was habe ich gesagt!“
Kurz darauf krachte auch schon ein Schuss, und die Soldatin der Orici, Monja, schrie vor Schmerz und Wut auf, bevor sie sich die Wunde an ihrer linken Schulter zudrückend, wimmernd zu Boden ging. Zeitgleich traten dann auch rund zwei Dutzend weiterer Personen in blaufarbenen Uniformen aus ihren Deckungen, bestehend aus Büschen, Bäumen und Felsen hervor.
Aus dem Lauf einer Pistole, die eine Frau, in einer blauen Uniform, in ihren Händen hielt, stieg noch eine kleine zarte und dünne Schießpulverwolke auf.
„So. War es denn jetzt deutlich genug für jeden von euch? Wer seid ihr? Wo wollt ihr hin?“, fragte die junge Frau mit barscher Befehlsstimme.
„Wir sind Forscher von einer anderen Welt“, antwortete Daniel.
„Der war wirklich sehr gut, Mister. Ihr seid Menschen, so wie ich und mein Kommando. Auf anderen Planeten gibt es keine Menschen, wie uns. Nehmt ihnen sämtliche Waffen und Ausrüstungsgegenstände sofort ab, damit es nicht zu weiteren Verletzten kommt! Und legt ihnen noch Handfesseln an!“
„Jawohl, Captain.“
„Und auch die Funkgeräte abnehmen!“
„Gewiss, Ma‘am.“
„Also sind wir jetzt Gefangene“, stellte Daniel mit einem Seufzer fest, während ihm die Handfesseln mit einem metallischen Klicken angelegt wurden.
„Genau. Im Namen der Republik Erde, erkläre ich sie alle zu unseren Gefangenen!“, bestätigte die junge Frau, die offensichtlich die Befehlsgewalt hatte.
„Ich bin Doktor Daniel Jackson. Wir sind…“
„Später! Wenn ich Sie und ihre Leute verhöre, werden wir uns noch viel, viel besser kennenlernen. Ach ja, ich bin Captain Jessica „Berlin“ Rainier. Fesselt und schafft diese Leute dann auf die Ladeflächen der Lastwagen!“
„Wird sofort erledigt, Captain Rainier. Fahren wir weiter nach Defiance?“
„Ja, Lieutenant.“
Als dies alles geschah, überflog gerade der zweite Puddle Jumper im Tarnmodus diesen Hügel. Doch man konnte zunächst nichts tun, daher nahm man so schnell es nur möglich war Kontakt mit der Trinitatis und auch dem anderen Jumper auf.
Per Funk ordnete der Leiter der Trinitatis-Mission an, dass Jumper 1 umgehend zur Trinitatis zurückkehren und Jumper 2 die Lage auf dem Planeten weiter beobachten, aber nicht eingreifen sollte. Während sich Jumper 1 auf den Rückflug machte, ließ Doktor Hank McCoy schon die ersten Teams, bestehend aus Militärs und medizinischen Personal, unter dem Kommando von Major Jennifer Hailey zusammenstellen.
Unbekannte Region des Universums
Unbekannte Galaxie
Orbit von Adrias Verbannungsplanet
Eine nur kleine Flotte bestehend aus drei Schiffen, war gerade eben aus dem Hyperraum auftaucht im Orbit eines unbekannten Planeten aufgetaucht.
Nach einer kurzen Überprüfung der vorliegenden Hinweise, entschied der schließlich der Kommandoführende Prior jener Flotte, diese Welt auf jeden Fall genauer zu erkunden. Der Grund dafür war einfach, denn die Sensoren der Raumschiffe zeigten an, dass sich auf diesem Planeten auch weit verbreitetes menschliches Leben befand.
Adrias Verbannungsplanet
Dorf
Neugierig aber verständlicherweise auch etwas beunruhigt, musterten viele Dorfbewohner die unbekannten Neuankömmlinge, die ihnen unbekannte Rüstungen und Waffen bei sich trugen.
Schnell war ihnen dann aber klar geworden, dass diese zwölf augenscheinlich nur sehr leicht bewaffneten Frauen und Männer in ihrem Dorf nach jemand ganz Bestimmtes zu suchen schienen.
Der alte grauhaarige und bärtige Dorfvorsteher trat schließlich zögernd hervor, um diese Frage zu stellen.
Daraufhin antwortet der Anführer der Orici-Krieger, während er ihm ein Bildnis von Adria zeigte: „Ja, wir suchen nach jemanden, nämlich nach dieser Frau hier! Kennt Ihr sie?“
„Was hat diese Frau getan?“
„Nichts“, antwortete eine Kriegerin, „sie wurde hinterhältig entführt, verschleppt, und zwar nur allein mit der bösartigen Absicht, um unseren friedlichen, aber wehrhaftem Volk, auf die Schlimmste Art und Weise zu schaden.“
„Ich frage Euch noch einmal, alter Mann: Kennt ihr diese Frau? Und wenn ja, wo hält sie sich auf? Antwortet uns!“
„Ja, ich kenne sie. Sie kommt einmal alle zwei Wochen hier her, um mit der Familie des Alfred, bei welchen sie seit ihrer Ankunft lebt, die geernteten Erträge der Felder und Gärten in diesen oder anderen nahen benachbarten Dörfer oder Stadt, zu verkaufen oder zu tauschen.“
„Und wo genau befindet sich dieses Landgut des Alfred?“
Landgut des Alfred
Als Adria die Gruppe der zwölf bewaffneten Frauen und Männer erblickte, erschrak sie heftig, denn Personen mit Waffen, und dazu auch noch in einer größeren Schar, waren meist alles andere als friedfertig. Diese Erfahrung hatte sie vor einiger Zeit erst leider machen dürfen, denn es waren Plünderer gewesen. Aber dieses Mal schienen diese Menschen freundlich zu sein. Mehr noch, weil diese Leute schienen sie zu kennen, doch sie wusste nicht wovon und von wem sie überhaupt sprachen.
tbc
