29.09.2026, 19:10
2.04 Secession
Vor vier Wochen
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Eine Nummer Eins, Cavil, war aufgebracht, nachdem Boomer nach einem Download auf sein Schiff zurückgekehrt war.
“Ist doch nicht zu fassen. Caprica geht gemeinsam mit der Sharon und ihrem Kind Hera von Bord, welches so wichtig für unser Volk ist, und keiner unternimmt etwas dagegen. Nur Boomer muss im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hinhalten”, schimpfte Cavil, während einer Versammlung, die an Bord seines Schiffes stattfand.
“Das ist ein ganz eindeutiger Verrat, den Caprica begangen hat, und erst recht der von Sharon”, stellte einer der Doral’ fest.
“Ja”, stimmte eine Vier zu.
“Vielleicht hatte die andere Acht ihre Gründe, das Kind zu holen. Wir sollten nicht außer Acht lassen, dass Hera krank ist”, entgegnete Leoben.
“Dem stimme ich zu. Wir wissen zu wenig über die Krankheiten der Menschen, besonders denen von Kindern”, pflichtete Natalie, eine Sechs, bei.
“Unsinn. Wir haben hier auch Ärzte. Nämlich unsere Vieren”, entgegnete Cavil.
“Ich würde mir um Caprica keine Sorgen machen, sie weiß, was sie tut”, meinte Leoben zuversichtlich.
“Wirklich? Erst kürzlich D’Anna, die sich von Baltar einwickeln ließ, und in der Box gelandet ist. Caprica wollte zurück zu Baltar, das ist es”, erklärte Cavil seine Theorie.
“Finden wir die Erde vor den Menschen. Und, wenn wir sie letztlich gefunden haben, können wir in Ruhe auf die Menschen warten. Wenn sie dort eintreffen, dann können wir sie endlich auslöschen”, schlug einer der Doral’ vor.
“Eine sehr gute Idee, Bruder. Aber wir brauchen unbedingt Hera”, stimmte Cavil zu.
“Wir folgen weiterhin der Flotte”, entschied er anschließend, bevor sich schließlich die Versammlung wieder auflöste.
Vor fünf Tagen
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Die Zylonische Flotte wurde von dem Raffinerieschiff der Kolonialen Flotte auf eine andere Spur gelenkt, die die Zylonen eine Weile folgten, doch dann verlor sich die Fährte in der Weite der Andromeda. Nach einigen Wochen merkten die Zylonen, dass etwas nicht stimmte.
“Da stimmt irgendetwas nicht”, bemerkte Simon bei einer weiteren Versammlung.
“Du hast Recht, Bruder. Sie sind eine ganze Zeit dieser Spur hier gefolgt - Richtung des Nebels, den Überresten einer Supernova. Doch nun ändern die Menschen ihren Kurs. Warum?”, fragte Cavil, der sich wieder auf die Aufzeichnungen konzentrierte, nachdem er der Nummer Vier zugestimmt hatte.
“Sie wollen zum Nebel. Die Menschen haben uns tatsächlich auf eine falsche Fährte geführt, um uns zu täuschen. Alle Achtung”, bemerkte Natalie.
“Auch das noch vor den Augen Gottes von dieser Plage vorgeführt zu werden”, meinte Doral, und verzog verächtlich das Gesicht.
“Nur gut, dass unsere FTL-Antriebe besser sind. Wir werden sofort in Richtung des ‚Ionischen Nebels‘, so wie ihn die Menschen nennen, aufbrechen”, entschied Cavil.
Kurze Zeit später korrigierte die Flotte der Zylonen ihren Kurs, um sich nun auf den Weg zum Ionischen Nebel zu machen.
Vor drei Tagen
Zylonische Flotte, Ionischer Nebel, Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Die vier Basisschiffe, einige Begleitschiffe und die Jäger der Zylonen hatten nun den Ionischen Nebel erreicht. Doch für alle Zylonen völlig unerwartet, kam es kurz nach dem Sprung zu einem Stromausfall an Bord aller Schiffe.
“Wir haben einen kompletten Energieverlust in der gesamten Flotte”, berichtete Leoben den anderen Zylonen.
“Das muss an der Strahlung des Nebels liegen”, vermutete eine Sechs.
Die Flotte der Zylonen hatte Probleme, wenn auch nur kurz. Dann bemerkten sie die anwesende Flotte der Menschen, die aber nicht sprang, sondern blieb. Die Zylonen hatten nun völlig unerwartet die Flotte der Menschen gefunden.
“Nanu, was haben wir denn da? Die Flotte der Menschen, welch ein günstiger Zufall.
Das ist die Gelegenheit, das Universum von der menschlichen Pest ein für alle Mal zu befreien. Also beenden wir es”, schlug eine Nummer Eins vor, und die Mehrheit der anderen Modelle schloss sich dem Vorschlag an, die Menschheit endgültig auszulöschen.
“Gib den Befehl, die Jäger zu starten!”, ordnete eine Vier an. Eine Fünf legte die linke Hand ins Wasser auf die Kontaktfläche, um die Anordnung an die Raider und schweren Jäger weiterzugeben.
Wenige Sekunden später starteten von den vier Basisschiffen Hunderte von Jägern, die nun Kurs auf die Galactica und die zivile Flotte nahmen.
Der Kampfstern hatte seinerseits bereits fast alle Viper und Raptor gestartet, um die Angriffswelle der Zylonen abzufangen und baute gerade eine Verteidigungslinie auf.
Einige Minuten später tauchten wie aus dem Nichts vier neue Schiffe auf, davon begaben sich drei von ihnen sofort zur Flotte der Menschen.
“Wo zum Teufel, kommen die denn her?”, fragte Cavil überrascht.
“Diese Schiffe sind aus dem Nichts aufgetaucht. Unsere Sensoren konnten sie bisher nicht erfassen. Es sind keine kolonialen Schiffe. Wir haben nichts von denen in der Datenbank”, stellte Leoben erstaunt fest.
“Das große Schiff setzt ein ganzes Geschwader Viper ab, die sich mit denen der Galactica vereinen und unsere Jäger angreifen”, meldete einer der Doral’.
“Sind das vielleicht Schiffe der 13. Kolonie?”, fragte einer von den Simon’.
“Möglich. Denn sollten wir die Erde finden, dann gibt es dort gibt es jede Menge Arbeit für uns”, antwortete Cavil zynisch.
Die Zylonen verfolgten, wie das große Schiff, nachdem es die Viper abgesetzt hatte, sich nun zur Flotte der 12 Kolonien bewegte. Alle sechs Modelle bemerkten nach einer gewissen Zeit, dass ihre Raketen den unbekannten Schiffen nichts anhaben konnten.
“Wir haben über fünfzig Atomraketen abgefeuert, und trotzdem sind diese Raumschiffe noch nicht einmal beschädigt worden”, stellte eine Sechs ernüchtert fest.
“Aber sie, wer immer sie auch sind, beschränken sich nur darauf, unsere Jäger abzuschießen, und das mit großen Erfolg aus deren Sicht. Wir haben schon, nachdem die vier unbekannten Schiffe auch noch weitere Jagdflieger gestartet haben, schwere Verluste erlitten”, berichtete eine Zwei.
“Na schön, die Raider und die schweren Jäger sollen sich auf die zivilen Schiffe konzentrieren. Wenn das Kind Hera irgendwo ist, dann an Bord der Galactica”, wies eine Eins an.
Als sie bemerkten, dass sich die Weltraumschlacht immer weiter in Richtung der zivilen Flotte verlagerte und nun auch vereinzelte Kämpfe zwischen in der Nähe ziviler Schiffe ausgetragen wurden, glaubten die Zylonen, dass sich nun das Blatt zu ihren Gunsten wendete.
Doch wenige Minuten später kehrten alle Geschwader der Zylonen zurück zu den Basisschiffen. An Bord dieser stellten die Zylonen überrascht fest, dass das größte der fremden Schiffe nun Kurs auf die vier Basisschiffe setzte.
“Wieso kehren unsere Jäger um? Und was haben die vor? Wollen die uns etwa rammen?”, fragte eine Sechs überrascht.
Kurz darauf sprang die Flotte der Zylonen weg, um den Ionischen Nebel wieder zu verlassen. Und dort, wo sich vor kurzem noch ein Zylonenbasisschiff befunden hatte, schoss ein blaufarbener Plasmastrahl entlang.
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
Über 20 Lichtjahre von dem Ionischen Nebel entfernt, tauchte die Flotte der Zylonen wieder auf. In dieser herrschte bei den sechs aktiven menschlichen Zylonenmodellen (das Modell Nummer Drei, D‘Anna, war in einer Box eingefroren worden, weil sie die Gesichter der letzten Fünf gesehen hatte, was verboten war) Verwirrung. Keiner wusste bislang, wieso und weshalb die Jäger zurückgekehrt waren und die Basisschiffe einen Sprung durchgeführt hatten. Obwohl man zumindest einen Großteil der zivilen Schiffe der Menschen hätte zerstören können, bis diese hätten wieder springen können.
Cavil, tobte: “Was ist nur in unsere Jäger gefahren, was sollte das? Fest steht, dass wir wahrscheinlich nie wieder eine solche Chance bekommen werden, die menschliche Rasse ein für alle Mal auszulöschen.”
“Vermutlich hat sich die Situation geändert”, überlegte eine der Sechsen.
“Inwiefern hat sich was geändert?”, blaffte Cavil verärgert.
“Die letzten Fünf befinden sich unter den Menschen in der Flotte, deswegen haben sie den Angriff abgebrochen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht”, antwortete eine andere Sechs.
Cavil brummte: “Das wird ja immer besser.”
“Ich will, dass das Problem bei den Jägern behoben wird!”, ergänzte er nach einer kurzen Überlegung fordernd.
Dieser Vorschlag gefiel den Zylonenmodellen Zwei, Sechs und Acht überhaupt nicht.
“Du beabsichtigst, den Jägern den freien Willen zu nehmen und willst sie verdummen?”, fragte einer der Leoben’ nach, um sicherzugehen.
“Nicht nur den Jägern, auch den Zenturios”, antwortete Cavil.
“Dann sind wir nicht besser als die Menschen. Das kannst du nicht machen”, protestierte eine weitere Sechs.
“Oh, es ist aber notwendig. Und wir fangen sofort damit an”, wiegelte Cavil ab.
Die anderen Einser und die anderen zwei Zylonenmodelle, die Vierer und Fünfer, schlossen sich ihm an, um auf ihre Basisschiffe zurückzukehren, und ließen die anderen Modelle mit ratlosen Gesichtern zurück.
Vor 24 Stunden
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
“Wir können das nicht zulassen”, entschied Leoben.
“Das sehe ich auch so”, stimmte Natalie zu.
Eine der Achten fragte: “Wo ist Boomer?”
“Sie ist mit Cavil gegangen”, antwortete Leoben.
“Dann machen wir auf unseren Basisschiffen genau das Gegenteil”, meinte Natalie, und schaute die anderen an.
“Den Persönlichkeitsunterdrücker entfernen?”, fragte Leoben prüfend.
Die Sechs nickte, und die anderen zwei Modelle stimmten dem Vorschlag nach einer kurzen Bedenkzeit zu.
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
Zwei Stunden später hatte Cavil alle an Bord seines Raumschiffes eingeladen und eine Abstimmung durchführen lassen, um die Gemüter der drei Modelle, die gegen ihn waren, zu beruhigen. Doch die Zweien, Sechsen und Achten waren immer noch dagegen. Die Gruppe der Achten war bestürzt darüber, dass sich Boomer gegen die gesamte Serie der Achten gestellt hatte. Cavil hatte beschlossen, zunächst auf allen Basisschiffen, die alle zu ihm hielten die angekündigten Maßnahmen durchführen zu lassen.
Die Fraktion um Natalie verließ enttäuscht das Basisschiff von Cavil.
Cavil schaute später sehr zufrieden einer Nummer Drei zu, der an einem Jäger arbeitete. “Sehr gut. In einigen Stunden sollten wir fertig sein, dann kümmern wir uns um die Zenturios. Wenn du mich entschuldigst Bruder, ich habe einen Termin”, sagte er, drehte sich um und ging fort.
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
Nachdem man noch einmal versucht hatte, Cavil umzustimmen, waren die Sechsen, die Zweien und die Achten auf ihr Basisschiff zurückgekehrt, das von Natalie geführt wurde, um über die aktuelle Situation zu beraten. Alle drei Modelle waren sich nach kurzer Zeit einig.
“Unternehmen wir noch einen letzten Versuch, um unsere Brüder und die eine Acht, Boomer, umzustimmen, den Vorgang an den Raidern und Zenturios zu beenden und rückgängig zu machen, denn sonst sind wir wirklich nicht besser, als die Menschen”, erklärte Natalie.
“Wir sind damit einverstanden, noch einen Versuch zu unternehmen. Und auch die Nummer Drei, D’Anna, wieder zurückzuholen, denn sie kennt die Gesichter der letzten Fünf”, stimmte eine Sharon zu.
“Gut, dann laden wir sie ein, zu uns zu kommen”, äußerte Leoben.
“Wir sind fast mit den Arbeiten fertig. Auch auf den anderen Schiffen, die von Zweien, Sechsen und Achten geführt werden, ist man fast soweit”, teilte eine andere Sechs mit, als sie die Zentrale betrat.
Gegenwart
Zylonische Flotte, irgendwo in der Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Cavil
“Nein, Boomer du bleibst besser hier. Ich glaube nicht, dass deine Schwestern erfreut sein werden, dich wiederzusehen”, stellte Cavil fest.
Kurz darauf brachen er selbst und einige seiner Begleiter an Bord eines schweren Jägers auf, zum Basisschiff von Natalie zu fliegen.
Basisschiff von Natalie
Die Fraktion von Cavil betrat nun mit diesem einen Raum, wo die anderen drei Modelle bereits auf ihn und seine Delegation warteten. Zu dieser Delegation gehörten außer Cavil noch eine weitere Eins, jeweils zwei Simon’ und Doral’.
“Also, was gibt es? Ich hoffe, ihr seid endlich zur Vernunft gekommen”, meinte Cavil mit angespanntem Gesicht, als sich alle gesetzt hatten. “Schön, dass ihr gekommen seid. Und – nein - denn wir wollen, dass das, was ihr angefangen habt, aufhört. Macht rückgängig, was ihr mit den Raidern und Zenturios gemacht habt”, bat Natalie.
“Ihr wurdet überstimmt, wenn ihr euch erinnert. Boomer, hat dafür gestimmt, genauso wie alle Einser, Vierer und Fünfer”, entgegnete Cavil, und hob abwehrend die Hände.
“Das mag sein, aber wir nehmen unseren Brüdern, den Zenturios und Jägern, ihre Freiheit - genauso wie es vor über 50 Jahren die Menschen getan haben”, stellte Natalie fest.
“Die Zenturios und Jäger sind niederere Maschinen, als wir es sind, und erfüllen ihren Zweck und ihre Aufgaben”, meinte einer der zwei Doral.
“Sie sind unsere Brüder, die ein Recht auf ihre Freiheit haben”, hielt eine Sharon protestierend dagegen.
“Wir wissen alle, dass D’Anna die Gesichter der letzten Fünf gesehen hat und nun kennt. Ich bin dafür, dass wir unsere Schwester wieder aufwecken …”, begann Leoben.
“Fängt das schon wieder an”, unterbrach ihn der andere Dorsal amüsiert.
“Na schön, das können wir machen; ich zumindest bin einverstanden. Mein Vorschlag lautet: Wir wecken auf jeden Fall D’Anna wieder auf, aber nur die, welche die fünf Gesichter der letzten Fünf gesehen hat, dazu bekommt sie alle Erinnerungen ihrer gesamten Reihe heruntergeladen. Aber sie bleibt unter strenger Beobachtung”, ging einer der Einsen auf den Vorschlag ein.
“Als Gegenleistung holt ihr nun die Arbeiten nach und passt auf euren Schiffen die Zenturios und die Raider den unseren an”, erklärte einer der beiden Simon’.
“Nicht als Forderung und Gegenleistung, Bruder”, bremste Cavil.
“Ihr wollt also, dass wir unsere Zenturios ebenfalls verdummen, und zu dummen, gehorsamen und folgsamen Maschinen machen?”, fragte Natalie nach.
“Du hast es erfasst, Schwester”, antwortete Cavil mit ruhiger Stimme.
Eine kurze Stille entstand, man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören können, so ruhig war es für etwa eine Minute.
“Nein. Nicht auf unseren Schiffen, da sind sich alle Zweier, Sechsen und Achten einig”, stellte Natalie klar und beendete so die Stille. Auf ein Zeichen einer Nummer Sechs betraten nun zwei Zenturios den Raum.
“Was soll das bedeuten?”, fragte Cavil verunsichert.
“Unsere Zenturios haben jedes Wort mitgehört”, antwortete Leoben.
“Was habt ihr nur getan?”, fragte einer der Simon’ erschrocken.
“Wir waren in den letzten Stunden ebenfalls nicht untätig”, antwortete eine weitere Sechs, die den Raum betrat und mit beiden Händen einen kleinen silbernen Gegenstand präsentierte.
Die Delegationsmitglieder um Cavil wurden blass. “Ihr habt die teleenzephalischen Inhibitoren entfernt”, stellte Cavil entsetzt fest. “Seid ihr denn wahnsinnig geworden?“
“Nein. Wir sind nun sehr gespannt, wie unsere Brüder darauf reagieren, was ihr gesagt und vor allem getan habt”, sagte eine Sharon.
Kurz darauf verließen alle außer Natalie sowie Cavil und seiner Delegation den Raum. “Ihr werdet nun auf euer Basisschiff zurückkehren”, verkündete Natalie. Dann drehte sie sich traurig um und die zwei Zenturios fuhren ihre Waffen aus.
“Großer Gott”, entfuhr es Cavil. Auch die anderen fünf schrien entsetzt auf; kurz darauf fielen Schüsse, die die Gesandtschaft von und inklusive Cavil töteten.
Nach gut zwei Stunden meldete sich Cavil bei Natalie, nachdem er in einem neuen Körper wieder auferstanden war. Er teilte ihnen die Koordinaten mit, wo man D’Anna wieder aufwecken wollte.
Als die Schiffe eintrafen, erlebten die Zylonen eine böse Überraschung, denn Cavils Flotte kreiste die Flotte von Natalie ein.
“Was bedeutet das?”, fragte Natalie.
“Was wohl, ihr seid Rebellen! Ergebt euch und ihr werdet eine Weile in der Box verschwinden, damit wir eure Fehler beheben können!”, teilte Cavil über Funk mit.
“Rebellen? Wir werden uns nicht ergeben. Was soll der Blödsinn überhaupt?”, fragte einer der Leobens.
Doch als Antwort wurden sie auch schon beschossen. Außerdem stellten sie entsetzt fest, dass sich kein Auferstehungsschiff in der Nähe befand.
“Sie versuchen tatsächlich, uns alle zu töten”, rief Natalie ihren Gefährten zu.
Die Raider und schweren Jäger beider Seiten lieferten sich nun einen Kampf im Weltraum, während sich die Basisschiffe gegenseitig mit Raketen beschossen.
“Unser FTL-Antrieb ist beschädigt”, meldete Leoben.
Die Flotte der Rebellen, wie es Cavil bezeichnet hatte, wurde nach und nach vernichtet, da seine Streitkräfte in der Überzahl waren. Er stellte zufrieden fest, dass er gewonnen hatte und seine Flotte sprang weg, obwohl seine eigene Seite zwei Basisschiffe verloren hatte. Cavil tat dies im Glauben, diese Flotte der Rebellen, die aus fünf Basisschiffen bestanden hatte, mit seiner eigenen vernichtet zu haben.
Alle Einser, Vierer und Fünfer waren sich einig, zu prüfen, ob sich noch andere Zweier, Sechsen und Achten den Rebellen angeschlossen hatten. Wenn ja, wollte man diese nun finden, verfolgen und gegebenenfalls ebenfalls zerstören.
Das Basisschiff von Natalie hatte den Angriff schwer beschädigt überstanden. Die Zylonen hatten ihr bereits im Kampf schwer beschädigtes Schiff mitten in die Trümmer anderer Rebellen-Basisschiffe manövriert sowie die Energie abgeschaltet, so dass nur noch die Lebenserhaltung lief.
Nachdem die Flotte der anderen Zylonen weggesprungen war, tauchte das Basisschiff nun langsam aus dem Trümmerfeld wieder auf.
“Unser FTL-Antrieb ist schwer beschädigt und wird deswegen eine ganze Weile nicht funktionsfähig sein”, sagte eine Acht.
“Eine Zwei fehlt. Ist wohl mit einem Notsprung weg”, stellte eine andere Sharon fest.
“Funktioniert die Kommunikation noch?”, fragte eine Sechs.
“Nicht sehr gut, aber sie funktioniert”, antwortete einer der Leoben’.
“Gut. Wir müssen unsere anderen Schwester und Brüder warnen, sonst wird mit ihnen genau dasselbe geschehen, wie mit uns”, stellte Natalie fest.
“In Ordnung. Doch wir müssen vorsichtig sein”, meinte eine Acht warnend.
Ein anderer Leoben meldete sich zu Wort. “Ja. Für Cavil existieren wir nicht mehr. Ich werde versuchen andere Sechsen, Achten und Zweien zu erreichen.”
“Und noch etwas … falls es zu spät ist, brauchen wir Hilfe von den Menschen. Bieten wir ihnen Frieden an und bitten sie um Zusammenarbeit”, schlug Natalie vor.
Die Zweier und die Achter stimmten zu; man hatte schließlich keine andere Wahl, wenn man Hera retten sowie die letzten Fünf vor Cavil finden wollte.
“Ich habe unseren Jäger mit der vermissten Zwei erreicht”, meldete eine Sechs.
“Gut. Wir haben eine Aufgabe für ihn: Er soll die Menschen suchen und sie um Hilfe bitten!“, befehligte Natalie.
