Stargate: Battlestar Galactica
#9
So. Heute gibt es einen kompletten 3-Teiler, der hoffentlich in einen Post passt Angel

2.05  Politics, Numericals and Decisions, Part I

Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte der Menschen
Colonial One

General O’Neill flog den Puddle Jumper mit Richard Woolsey, Shen Xiaoyi, Doktor Svetlana Markova, Russel Chapman, Jean La Pierre, Doktor Daniel Jackson und Teal’c an Bord zur Colonial One, wo es nun vor dem Zwölferrat zu einem weiteren Gespräch und wichtigen Entscheidungen kommen sollte.

Nachdem Jack seine Passagiere abgesetzt hatte, setzte er seinen Weg fort und flog zur Galactica weiter, da er ein Vier-Augen-Gespräch mit Admiral Adama führen wollte. Beide Offiziere wollten ungestört über militärische Inhalte sprechen und die Ergebnisse dann der Präsidentin, dem IOA und dem Zwölferrat mitteilen.

Aus den Fenstern der Colonial One sah man nun den Jumper in Richtung Galactica fliegen.
Die Delegation der Erde wurde bereits erwartet. Sie wurden nach der Ankunft von einem Crewmitglied der Colonial One und einigen Leibwächtern durch das Raumschiff hoch in einen Sitzungsraum geführt, wo die Präsidentin, der Vizepräsident, der Zwölferrat und noch einige andere Regierungsmitarbeiter warteten.

Laura Roslin und Richard Woolsey gingen aufeinander zu, um sich zu begrüßen, und stellten bei dieser Gelegenheit ihre jeweiligen Begleiter vor.

“Bitte. Setzen wir uns doch”, lud Präsidentin Roslin ein und deutete auf die Namensschilder, die auf dem Tisch verteilt waren.

Galactica

Jack O’Neill, der diesmal ohne eine weitere Begleitung unterwegs war, hatte mittlerweile die Galactica erreicht und befand sich nun wieder im Backbord-Hangar. Cally Tyrol hatte einige der Deckarbeiter angewiesen, den Puddle Jumper auf eine Parkposition zu bringen.
Als Jack das Fluggerät verlassen und die Heckklappe geschlossen hatte, erkundigte er sich sofort nach dem Aufenthaltsort von Admiral Adama, da er ein Gespräch mit diesem vereinbart hatte.

Es dauerte eine Weile, bis zwei Marines auftauchten.
“Wir sollen Sie zu Admiral Adama begleiten, Sir”, sagte einer der beiden.

“Gut. Gehen wir”, meinte General O’Neill nickend, woraufhin einer der Marines vorausging. Und zwar nachdem man zuerst ihn und seine Tasche durchsucht hatte.
Die Soldaten der Galactica führten den General nun zum Combat Information Center, abgekürzt CIC. Auf den Weg dorthin bemerkte Jack einige Leute, die eindeutig Zivilisten waren, aber Waffen bei sich trugen; dies gefiel ihm überhaupt nicht und er runzelte die Stirn.
Als die drei Männer das CIC erreicht hatten, wechselte einer der beiden Marines mit einem anderen Marine, der als Wachposten eingeteilt war und vor der Tür stand, einige Worte. Kurz darauf machte dieser den Weg frei, so dass sie eintreten konnten.

Jack kannte das CIC nur von den Beschreibungen, die er von Kara hatte. Doch nun als er es selbst betrat und sich umschaute, staunte O’Neill nicht schlecht.

Admiral Adama bemerkte die Ankunft von General O’Neill, und blickte in die Richtung, als die Tür gerade wieder geschlossen wurde.

Die beiden Marines begleiteten O’Neill zu Adama und Tigh, die gemeinsam an der DRADIS-Konsole standen.

“Danke, dass Sie gekommen sind, General”, begrüßte ihn Adama und schüttelte ihm die Hand.
“Ja. Ist wirklich beeindruckend”, meinte O’Neill, während er sich genauer umschaute und die DRADIS-Bildschirme ansah.
“Sie dürfen wegtreten!”, gab William Adama den beiden Marines zu verstehen.

“Sie sind allein gekommen, Jack, wie ich sehe. Wo ist denn ihr Freund Teal’c?”, fragte er nun, nachdem die Marines sich zurückgezogen hatten.
“Es soll ja ein Gespräch unter vier Augen werden. Und außerdem dachte ich mir - Daniel braucht eventuell Unterstützung gegen die Politiker auf der Colonial One”, antwortete General O’Neill.
“Ach, so ist das. Wenn Sie soweit sind … XO, Sie haben das CIC!”, meinte Adama und übertrug die Wache an Saul Tigh.
“Ist gut, Bill”, antwortete der Colonel.
William Adama sah zu Jack und deutete zur Tür: “Gehen wir.”

Colonial One

In der Zwischenzeit hatte Doktor Jackson allen Gesprächsteilnehmern ein Handout überreicht, in dem die Optionen aufgelistet und beschrieben wurden, die von Colonel Carter und Thor erarbeitet worden waren, wie man die Flotte der 12 Kolonien von Kobol am besten aus der Andromeda in die Milchstraße führen kann.

Nachdem Daniel den Vortrag über diese Optionen beendet hatte, diskutierten die Mitglieder des Zwölferrates noch miteinander.

“Ich schlage vor, dass wir darüber eine Abstimmung durchführen”, sagte Tom Zarek.
“Ihr könnt den Tau’ri vertrauen. Sie haben schon vielen geholfen, auch meinem Volk. Außerdem geht es hier, um das Überleben eures Volkes und ihr wollt darüber abstimmen”, äußerte sich Teal’c.

“Das wissen wir, Mister Teal’c. Dennoch ist der Vorschlag des Vizepräsidenten nachvollziehbar. Wir können nur schwer diese wichtige Entscheidung, in der wir unser aller Leben in ihre Hände legen, für alle Menschen treffen”, erwiderte Laura Roslin.

“Frau Präsident”, Woolsey ergriff das Wort. “Sie sollten aber eines bedenken: Hier in dieser Galaxie können sie alle jederzeit wieder auf die Zylonen treffen. Und ich muss allen hier gestehen, mir hat dieses eine Aufeinandertreffen gereicht.”

“Während des ersten Treffens haben Sie erwähnt, dass die Erde auch Feinde hat. In eine Galaxie, wo Sie uns hinführen wollen. Und da wollen Sie uns sagen, dass ihre sicherer ist als unsere?”, erinnerte Zarek eindrucksvoll.

Daniel Jackson nickte zustimmend: “Er hat recht. Es gibt leider nur keine perfekte Galaxie, die einen alles bietet, was man gerne hätte. Aber in der Milchstraße, so wie wir unsere Heimatgalaxie nennen, gibt es unzählige Völker von Menschen und noch viele andere. Mit den meisten haben wir Kontakt.”

“Wie lange würde die Reise in die Milchstraße dauern?”, fragte der Vertreter Taurons.

“Wir haben einige Hyperraumantriebe und -generatoren und die dazu passende Energieversorgung dabei, die wir auf den zehn größten Raumschiffen installieren müssten. Und die Reise würde mit diesen Antrieb ungefähr vier Wochen dauern”, antwortete Doktor Markova.
“Ich weiß, das ist sehr wenig. Und wir könnten noch an Bord der Phoenix weitere herstellen - aber nicht für alle Schiffe”, ergänzte Doktor Jackson.

“Wie lange würden ihre Techniker brauchen, bis alles an Bord der Schiffe installiert und funktionsfähig ist?”, wollte Präsidentin Roslin nun erfahren.
Eine russische Wissenschaftlerin antwortete: “Das würde, mit allen notwendigen Tests und Einweisungen in die Technik, ungefähr vier Wochen dauern.”

Ein Gemurmel war nun zu vernehmen. Es wurde heftig darüber debattiert, welche Schiffe der Flotte damit ausgerüstet werden sollten.
Doch Präsidentin Laura Roslin, wollte nun zum nächsten Punkt kommen und sagte: “Mister Woolsey; Sie und auch General O’Neill haben vorgeschlagen, eine Mission nach Neu-Caprica und in die 12 Kolonien durchzuführen. Ich nehme an, dass der General aus diesem Grund mit Admiral Adama sprechen will. Ist das richtig?”

“Ja, Frau Präsident. Dieser Punkt wird ein Bestandteil des Gespräches der beiden sein”, bestätigte der Vertreter des IOA.

Galactica

William Adama und Jack O’Neill erreichten in Begleitung von vier Marines die Offiziersmesse. Bevor der Admiral die Tür wieder schloss, wies er seine Männer an, jeweils zu zweit Wache zu halten, da er sich ungestört mit dem General unterhalten und über das weitere Vorgehen beraten wollte.

“Schön, dass Sie Zeit für mich haben Admiral. Wie sieht es mit den Verlusten aus?”, fragte General O’Neill, nachdem sich beide Offiziere gesetzt hatten.

“Wir haben den Verlust von vier Vipern, einem Raptor und zwei kleineren zivilen Schiffe zu beklagen. Dabei haben wir 104 Menschenleben verloren, doch glücklicherweise konnten vier der Piloten gerettet werden”, fasste Adama zusammen, als er antwortete.
“Das tut mir leid”, sprach O’Neill sein Mitgefühl aus.
“Wären Sie nicht gekommen, hätten wir wahrscheinlich noch einen dunkleren Tag erlebt; ihre Flotte hat vielen von uns das Leben gerettet.”

Der Admiral hielt kurz inne, bevor er sich erkundigte: “Und wie sieht es mit ihren Verlusten aus?”
“Wir haben vier F-302er und fünf Viper verloren, von den Piloten haben wir acht verloren, doch die anderen fünf konnten zum Glück lebend geborgen und so gerettet werden. Die Pilotenkombis, die von den Kolonien entwickelt worden sind, nun ja, sind sozusagen eine Lebensversicherung für die Piloten. Und was steht sonst noch auf dem Programm?”, sagte Jack, nachdem er seine Verluste aufgeführt hatte.

“Wir wollten über die Mission nach Neu-Caprica und in die Kolonien sprechen, die Sie mit der Phoenix durchführen wollen, um nach weiteren Überlebenden zu suchen. Der zweite Punkt sind die Optionen, die Colonel Carter erwähnt hat, um in ihre Galaxie zu reisen. Was uns dann zum dritten Punkt führt: Die Planeten, die zur Auswahl stehen und unsere neue Heimat werden sollen, bis man etwas bei Ihren Regierungen erreicht hat”, antwortete William, und führte die Gesprächsthemen auf.

General O’Neill holte nun einige Mappen aus seiner Tasche, und suchte dann das entsprechende Handout heraus, welches er Admiral Adama reichte.
“Rechteckiges Papier”, bemerkte der Admiral, als er die Mappe aufschlug.
“Ja, so kann man besser eine Ecke umknicken”, meinte Jack grinsend, worauf Adama schmunzelnd den Kopf schüttelte.
Auch General O’Neill selber schlug nun ein Exemplar auf, um mitlesen zu können. Sie unterhielten sich ungefähr eine halbe Stunde über die verschiedenen Optionen. Letztendlich einigten sich beide Männer darauf, dass es wohl eine Art Kombination aus den verschiedenen Möglichkeiten sein würde.

“Wie viele Naquadah-Generatoren haben Sie zur Verfügung?”, fragte Adama.
“Zur Verfügung stehen ungefähr noch 30, die zurzeit nicht benötigt werden. Thor hat übrigens vorgeschlagen, zusätzlich einige der zivilen Schiffe mit Schutzschilden aufzurüsten. Und ich bin geneigt, ihm zuzustimmen. Besonders denke ich da an den Botanischen Kreuzer und natürlich die Colonial One.”

“Ja, ein guter Vorschlag. Die Colonial One, der Botanische Kreuzer und das Thylium-Schiff sind die wichtigsten Kandidaten. Und wie viele von denen haben Sie noch zur Verfügung? Und was ist mit all den anderen Schiffen der Flotte?”

“Wir haben noch ungefähr ein Dutzend. Keine Ahnung. Ich könnte nur Thor fragen, ob wir noch ein paar herstellen können, wenn er es denn zulässt. Mein Freund hat mir nämlich gesagt, dass er keine weiteren Bestellungen mehr entgegennimmt, da der Energieverbrauch sehr hoch dafür ist”, antwortete O’Neill.

“Ich habe sowieso vor, mir die Phoenix anzusehen.”
“Kein Problem, ich kann Sie gerne nachher mitnehmen, Admiral.”
“In Ordnung. Wo sind die Planeten, von denen wir uns einen auswählen sollen?”, fragte Adama, um zum nächsten Punkt zu kommen.
“Moment … Ah ja, hier haben wir die Kandidaten.” O’Neill reichte dem Admiral eine weitere Mappe, die um einiges dicker war, als die erste.

William Adama setzte sich nun seine Brille wieder zurecht und begann, das Handout durchzuarbeiten. Dabei stellte er natürlich zu einigen Planeten und den verschiedenen Völkern in der Milchstraße Fragen, die ihm Jack O’Neill bereitwillig beantwortete.

“Ach übrigens, meine Freunde nennen mich Bill, oder auch den alten Mann”, sagte Admiral Adama, als er mit einer Lupe konzentriert ein Satellitenfoto betrachtete.

“Okay … Bill. Der alte Mann”, O’Neill grinste breit, “- hat sich das etwa ihre Crew ausgedacht?”
“Ja, Jack”, antwortete dieser und schaute kurz von seinen Notizen zu einem weiteren Planet, die er sich gerade gemacht hatte, auf: “Ich glaube, die endgültige Wahl wird sowieso die Präsidentin treffen - alleine oder mit dem Zwölferrat.” William Adama schloss die Mappe wieder und legte diese neben die andere. Die gemachten Notizen klemmte er mit Büroklammern an den jeweiligen Mappen fest.

“Gut, kommen wir zum nächsten Punkt: Die Mission zu Neu-Caprica und zurück in die 12 Kolonien um nach weiteren Überlebenden zu suchen”, Jack sah fragend zum Admiral.

“Ich habe nichts dagegen. Sie könnten diese Mission durchführen, während die anderen Schiffe der Flotte mit ihrer FTL-, Energie- und Schildtechnologie ausgerüstet werden”, meinte der Admiral. “Doch da müssten die Präsidentin und der Zwölferrat zustimmen. Und wie lange bräuchten Sie dafür?”, ergänzte er nach einer kurzen Pause.

“Wir werden ein paar Wochen brauchen, höchstens aber drei. Die Icarus, die Korolev und die Asklepios bleiben hier. Wenn sich die politische Führung entschließt zuzustimmen, können wir einen konkreten Plan ausarbeiten, denn wir brauchen zum Beispiel einen Treffpunkt. Außerdem bräuchte ich einige erfahrene Leute, die sich mit der Technologie von Viper und Raptor auskennen. Sowohl Piloten, als auch Wartungspersonal. Und vor allem brauche ich einen erfahrenen Viperpiloten als CAG an Bord der Phoenix, um die Piloten für Viper und Raptor auszubilden”, zählte General O’Neill auf. 
“Mal sehen, was sich machen lässt”, sagte Admiral Adama.

Danach gingen beide Offiziere noch einmal die Planeten durch. Adama stellte dabei immer wieder Fragen, hörte aufmerksam zu, und machte sich einige Notizen. Ihm ging es dabei zu erfahren, welche Probleme es geben könnte und auch die Gefahren abzuwägen. Er war aber froh darüber, dass es zahlreiche Verbündete und auch Handelspartner gibt.

Colonial One

Nachdem die Präsidentin und der Zwölferrat dem Plan zugestimmt hatten, dass die Phoenix nach Neu-Caprica und zurück in die 12 Kolonien reist wandte man sich dem nächsten Gesprächsthema zu. Und so wurde nun an Bord der Colonial One heftig darüber diskutiert, als man einen neuen Planeten zur Besiedlung, für die überlebenden Menschen der 12 Kolonien anbot, und Vorschläge dafür unterbreitete. Das führte dazu, dass die Delegation um Mister Woolsey und Doktor Jackson nun immer wieder mit Fragen darüber gelöchert wurde, weshalb das Ziel nicht die Erde sein würde.

“… klären Sie doch ihre Bevölkerung auf”, sagte das Ratsmitglied von Gemenon.

“Auf der Erde gibt es über 7 Milliarden Menschen, und von denen wissen nur ein Bruchteil darüber von Regierungen, Militärs und Mitarbeitern Bescheid, was seit rund acht Jahren getan wird. Meine Regierung weiß zum Beispiel erst seit ungefähr zwei Jahren über das Stargate-Programm Bescheid”, sagte La Pierre, der Frankreich und zum Teil die anderen eingeweihten europäischen Staaten im IOA vertrat, genauso wie Chapman der Brite.

“Viele Länder würden Sie alle sicher gerne aufnehmen. Doch wir müssten für jeden einen Hintergrund finden und somit eine neue Identität schaffen. Das wäre nicht gerade eine leichte Aufgabe für über 40.000 Menschen”, bestätigte nun auch Russel Chapman.

“Das Vermächtnis ihres Volkes, die Kultur und Geschichte, würde somit nach und nach für immer verschwinden, da wir alle Überlebenden auf dem ganzen Planeten verteilen müssten”, gab Daniel Jackson zu Bedenken.

“Und, wenn wir ein eigenes Gebiet bekommen würden, wo wir, wie Sie es nennen, einen eigenen autonomen Staat gründen könnten?”, fragte nun Tom Zarek.

“Das zu entscheiden liegt nicht in unserer Vollmacht, Herr Vizepräsident. Wir sind sozusagen nur Botschafter, die aber dennoch bevollmächtigt sind, Abkommen abzuschließen. Auf der Erde hat jedes Volk ein eigenes Territorium. Und einige Orte auf der Landkarte unseres Planeten sind deshalb unbewohnt und nicht bewirtschaftet, weil sie entweder unbewohnbar sind, aber auch, um noch einen letzten Rest Natur zu erhalten”, antwortete Richard Woolsey.

“Wir haben einige der Planeten, die bereits erforscht sind, hier in dieser Runde vorgeschlagen. Tut uns leid, dass wir Ihnen erst einmal nicht mehr anbieten können. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, welchen sie besiedeln wollen. Doch wir werden uns sobald wir zurück sind mit unseren Regierungen beraten”, erklärte Miss Shen Xiaoyi.

“Dies wäre eine Möglichkeit”, meinte Woolsey, dabei warf er der Chinesin einen warnenden Blick zu.

Dem Vizepräsident behagte das gar nicht: “Auf jeden dieser Planeten befindet sich aber mindestens ein Stützpunkt, der Ihnen gehört. Es gibt bestimmt aber auch andere Planeten, die unbewohnt sind.“

“Die anderen Planeten gehören anderen Völkern, befinden sich unter der Kontrolle der Goa‘uld-Systemlords, anderen feindlichen Lebensformen oder sind unbewohnbar. Doch jene, die wir Ihnen hier vorschlagen, sind natürlich von uns erschlossen und erforscht worden. Mit einem Stützpunkt unterstreichen wir nur den Anspruch der Erde auf einen Planeten. Auf der Erde gibt es verschiedene Bündnisse, bei dem vor allem die Vereinigten Staaten in anderen Staaten Militärbasen unterhalten. Dass dies nicht verkehrt ist, hat sich auf der Reise hierher gezeigt. Wir sind bei einem Zwischenstopp auf einen unserer Außenposten mit einer aufstrebenden Großmacht in unserer Galaxie gestoßen, der Luzianischen Allianz. Dabei kam es zu einer Meuterei, die mit der Hilfe unserer Streitkräfte besiegt werden konnten”, sagte die Chinesin, worauf die anderen Mitglieder der Erddelegation und Teal’c zustimmend nickten.

Laura Roslin konnte das nur bestätigen: “Admiral Adama hat mir davon erzählt, nachdem er sich mit General O’Neill und Captain Thrace unterhalten hatte.”

“Der Stützpunkt würde bleiben müssen, doch wir benötigen nur ein kleines Gebiet. Den restlichen Planeten”, Daniel Jackson deutete auf die Karte, “wie diesen hier zum Beispiel, überlassen wir voll und ganz Ihnen.”

“Wie soll ein Volk mit nur gut 40.000 Seelen dauerhaft überleben?”, fragte Roslin kopfschüttelnd.

“Auf der Erde gibt es einige Staaten, wenn auch nicht viele, die nicht viel größer sind, und auch nicht mehr Einwohner haben. Außerdem wissen Sie ja, dass noch eine Mission geplant ist, um in den Kolonien und auf Neu-Caprica, nach weiteren Überlebenden zu suchen. Und beim Aufbau unterstützen wir Sie natürlich”, warf Chapman ein.

“Ich weiß. Und ich verstehe, was Sie mir damit sagen wollen, und weiß Ihre Hilfe sehr zu schätzen. Na dann werden wir uns noch einmal die Kandidaten ansehen”, meinte Roslin, und der Zwölferrat stimmte ihr zu.

“Und weshalb bleibt der Stützpunkt?”, wollte Vizepräsident Tom Zarek abschließend erfahren.

“Teal’c, hast Du die Karte der Milchstraße?”, fragte Daniel, der wortlos von dem Jaffa die Karte gereicht bekam. “Danke. Sehen Sie, wir haben unzählige Planeten besucht und erforscht. Dabei haben wir auf vielen Forschungseinrichtungen gebaut, und auf einigen natürlich auch Stützpunkte, die sich an strategischen Orten verteilt in der Galaxie befinden. Wir haben insgesamt, wie Sie erkennen können, bisher 18 davon. Egal für welchen Planeten Sie sich davon entscheiden, wir benötigen nur ein kleines Areal davon”, erklärte der Archäologe geduldig, nachdem er die Karte auf dem Tisch ausgebreitet und auf die markierten Punkte darauf gedeutet hatte.
Alle nickten verstehend, und auch Tom Zarek gab sich damit zufrieden.
Nun begannen alle, sich zu informieren und zu beraten, welcher Planet es nun sein sollte, den man als neue Heimat bezeichnen wollte.

Dies dauerte eine ganze Weile, denn man suchte einen Planeten, der der Erde und den Planeten in den Kolonien ähnlich sein sollte, da man auch wirklich jeden Bürger zufrieden stellen wollte, auch wenn sich das als ein schwieriges Unterfangen herausstellen sollte. Es sollten sich dort ebenfalls ausreichend Rohstoffe und Bodenschätze befinden, die man zum Wiederaufbau für die Kolonien und die Wirtschaft benötigte, um später mit anderen Völkern und der Erde Handel treiben zu können, falls das am Ende mit der Erde nicht klappen würde.
Sie grenzten die Suche ein, und der Kreis der möglichen Welten wurde immer kleiner, bis sich schließlich alle geeinigt hatten.

2.06  Politics, Numericals and Decisions, Part II

Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica

General O’Neill und Admiral Adama begaben sich noch einmal in das CIC, um den XO, beziehungsweise den wachhabenden Offizier zu informieren, dass sie beide in Kürze an Bord eines Jumpers zur Colonial One, und danach zur Phoenix fliegen, und er deshalb nicht den Service der Raptor benötige.

Auch war die Raptor momentan mit dem Transport und der Verteilung, der Hilfsgüter beschäftigt, und dabei wurde sie auch von mindestens einer Viper begleitet. Dabei wurden erst einmal nur die Phoenix und die Asklepios angeflogen. Eine gute Übungseinheit, besonders für die neuen Viperpiloten und Raptorpiloten der Galactica, aber auch von der Phoenix.
Sam Anders war einer dieser Piloten, der auf diese Weise etwas Flugpraxis, diesmal mit einem Raptor, sammeln konnte. Kara Thrace begleitete ihn mit ihrer Viper, um im Falle eines Angriffes der Zylonen Sam und Athena Deckung zu geben.

Nachdem Adama und O’Neill in Begleitung von zwei Marines gegangen waren, hatte sich Colonel Tigh den Hörer genommen: “Geben Sie mir den Chief!”

“Hallo Galen. Wie es aussieht müssen wir unser Treffen mal wieder verschieben.  Tory hat nämlich auch keine Zeit, genauso wie Sam, der zusammen mit Athena den Raptor fliegen muss. Sie befindet sich immer noch an Bord der Colonial One”, sagte Saul in den Hörer über eine abhörsichere Verbindung.
“Ist gut, Colonel”, antwortete Chief Galen Tyrol.
Wenige Augenblicke später wurde das kurze Gespräch beendet und die Verbindung wieder getrennt.

Colonial One

Admiral Adama und General O’Neill hatten nun gemeinsam den Sitzungsraum betreten, das führte dazu, dass alle still wurden, kaum, dass beide Männer den Raum betreten hatten.

“General O’Neill, Admiral. Bitte setzen Sie sich doch, dann können wir alles zusammentragen und Beschlüsse festlegen”, begrüßte Präsidentin Laura Roslin die beiden Männer, und machte eine einladende Geste, wobei sie auf die noch zwei freien Plätze deutete.
“Frau Präsident”, sagte Jack O’Neill zur Begrüßung, dann steuerte einen der beiden freien Plätze an, der sich neben Daniel befand. William Adama setzte sich zur Rechten von Laura Roslin.

“Und seid ihr fertig?” O’Neill beugte sich leise zu Doktor Jackson.
“Ja. Wir sind fertig geworden, kurz bevor Sie beide gekommen sind”, flüsterte der Archäologe zurück.

Die Präsidentin erhob sich nun langsam, um die letzte Runde zu eröffnen: “Wir haben beschlossen, auf eine Wahl der Bürger der 12 Kolonien, ob wir sie begleiten oder nicht, zu verzichten. Der Planet, den Doktor Jackson Trois nennt, soll unsere neue Heimat werden, bis sich ihre Regierungen entschieden haben, uns vielleicht doch einen Flecken auf der Erde zu überlassen. Falls nicht, nehmen wir ihr Angebot, diese Welt zu besiedeln, dankend an. Was sagen Sie dazu, Admiral Adama?”, erkundigte sich Roslin nun, um sich der Zustimmung des Militärs zu vergewissern. “Eine gute Wahl, Frau Präsident. Auch ich habe mir alle Planeten genau angesehen und Trois ist am Besten dafür geeignet. Von daher stimme ich diesem Vorschlag zu”, antwortete William Adama.

“So, dann hätten wir diesen Punkt schon geschafft. Mister Woolsey und Doktor Jackson, wir werden uns dann anschließend noch in einer kurzen kleinen Runde zusammensetzen, um alles mit den Verträgen zu regeln. Dabei wäre es auch von Vorteil, wenn General O’Neill, der Admiral und der Vizepräsident anwesend sind”, sagte Präsidentin Roslin und bekam zur Antwort ein Nicken von den Angesprochenen.

“So, der nächste Punkt: Die Verbesserung der Reichweite unserer Überlichtreichweite, die Verbesserung durch Schutzschilde und die damit verbundene Energieversorgung der Zivilflotte und der Aufrüstung der Galactica mit ihrer Hilfe und Technologie. Ich werde die betreffenden Schiffskapitäne zu einer Konferenz einladen, um mit ihnen darüber zu sprechen. Da wäre es hilfreich, wenn jemand von Ihren Technikern anwesend wäre, um Fragen zu beantworten, Mister Woolsey”, fuhr Roslin fort.

“Wenn Colonel Chekov nichts dagegen hat, würde ich mich für diese Aufgabe gerne zur Verfügung stellen, Mister Woolsey”, bot sich Doktor Svetlana Markova an. “Natürlich, nachdem ich von Colonel Carter über den Plan eingewiesen wurde”,

“Einverstanden, Doktor Markova”, nahm Woolsey das Angebot an und machte sich eine Notiz.

“Die Mehrheit des Zwölferrats und ich stimmen dem Vorhaben zu, dass General O’Neill mit der Phoenix nach Neu-Caprica und in die 12 Kolonien aufbricht, um dort nach den letzten Überlebenden unseres Volkes zu suchen und diese zu retten. Wir hoffen natürlich, dass die Kapazitäten an Bord der Phoenix dafür ausreichen, um möglichst viele zu bergen”, sagte Roslin und schnitt damit schon wieder das nächste Thema an.
“Ja, es ist genügend Raum vorhanden. Darf ich fragen, wer gegen diesen Plan war?”, wollte Jack O’Neill wissen.

“Vizepräsident Zarek und noch ein paar andere”, antwortete die Präsidentin.
“Weshalb sind Sie dagegen, Herr Vizepräsident?”, fragte O’Neill interessiert.
“Sie könnten damit die Zylonen provozieren…”, begann Tom Zarek, doch der General hatte keine Lust sich eine lange Rede anzuhören und winkte ab: “Wir gehen nicht dahin, um Krieg zu führen. Wir gehen davon aus, dass die Zylonen Neu-Caprica und die Planeten der 12 Kolonien verlassen haben, so wie es Admiral Adama vermutet. Ohne unsere gemeinsame Hilfe haben diese Menschen keine langfristige Überlebenschance.”

“Wir lassen niemanden zurück. Auf Caprica haben wir Menschen retten können. Auf anderen Planeten gibt es sicherlich noch weitere Überlebende”, stimmte Admiral Adama zu.
“Das hoffen wir alle”, sagten die Anwesenden, bis auf natürlich die Erddelegation.  Jack schaute fragend zu Daniel. “Das bedeutet soviel, wie Amen, so sei es, oder so ähnlich”, flüsterte ihm Doktor Jackson daraufhin leise zu.

“Admiral, ich gehe davon aus, dass sie damit ebenfalls einverstanden sind”, vermutete Präsidentin Roslin und Adama nickte wortlos.
“Na schön, dann ist es beschlossen. General Jack O’Neill; ich bevollmächtige Sie, im Auftrag und den Namen der 12 Kolonien von Kobol, diese Mission durchzuführen. Nehmen Sie Hilfe dafür in Anspruch. Der Admiral und auch ich werde Ihnen dabei helfen, so gut wir können”, sagte Laura Roslin an den General gerichtet, der nickte erst einmal nur kurz, und antwortete nach einer kurzen Pause bewegt: “Das mache ich Frau Präsident. Ich danke Ihnen für das Vertrauen.”

“Die Fracht wird immer noch verteilt. Es dürften auch demnächst die ersten Patienten auf der Asklepios behandelt werden”, vermeldete Tory Foster, die Beraterin von Präsidentin Laura Roslin.

“Da habe ich eine kleine Anmerkung. Mir ist aufgefallen, dass viele Zivilisten mit Schießeisen herumlaufen. Diese Leute müssen zurückgelassen werden oder ich untersage denen, die eine Waffe bei sich haben und nicht zum Militär gehören, den Zutritt auf den Schiffen. Sie haben mir gesagt, dass es immer noch unbekannte Zylonen gibt. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, doch ich möchte meine Leute keinem unnötigen Risiko aussetzen”, warf General O’Neill ein.

“Das ist wahr. Wir wissen, dass es 12 Zylonenmodelle gibt, von denen uns allen bisher sieben bekannt sind”, bestätigte die Präsidentin.

“Nun ja, es besteht aber doch auch die Möglichkeit, dass sich diese Zylonen für die Menschen entschieden haben. Genauso wie Lieutenant Sharon Agathon - aber aus Furcht weiterhin im Verborgenen bleiben. Denn der unerwartete Stromausfall in ihrer Flotte, und der kurz darauf gefolgte Angriff der Zylonen, hätte doch auch die anderen Modelle auf den Plan rufen müssen”, sprach Daniel Jackson seine Vermutung aus.
“Wie kommen Sie denn darauf?”, fragte Vizepräsident Zarek.
“Die Vorkommnisse im Nebel hätten dazu führen können, den größten Teil der Flotte zu vernichten. Fassen wir mal zusammen: Die elektromagnetischen Interferenzen durch den Nebel haben den Stromausfall verursacht, dann tauchte die zylonische Flotte auf. Sie können nicht fliehen, da durch den Energieausfall die FTL-Antriebe nicht mehr gingen und die Computer erst wieder neu gestartet werden mussten. Der perfekte Moment für die Zylonen, ihrer restlichen Zivilisation einen schweren und tödlichen Schlag zu versetzen. Aber aus irgendeinem Grund hatten sich die Jäger zurückgezogen. Ich vermute dass diese Raider die Anwesenheit zumindest einiger dieser restlichen fünf Modelle wahrgenommen haben kann”, antwortete Daniel.

“In der Tat”, stellte Teal’c fest. Alle anderen schauten sich irritiert an, denn keiner außer der anwesenden Tory Foster wusste, wer noch alles ein Zylon war.
“Ja. Auch die Erlebnisse, die durchgemacht worden sind, wie die vielen Angriffe und die Besatzung von Neu-Caprica,  könnte die Entscheidung, ob man sich den anderen sieben Modellen anzuschließen soll, durchaus beeinflusst haben”, ergänzte Woolsey.

“Wir könnten ja, diese Zylonen bitten, sich anonym zu melden”, schlug Teal’c vor.
“Und? Was dann?”, fragte Tom Zarek.
“Aus der Luftschleuse werfen”, schlug ein Ratsmitglied, des Zwölferrates ironisch vor.
“Nein, wir wollen erst erfahren, wer diese Zylonen überhaupt sind. Danach können wir immer noch entscheiden, was mit ihnen geschieht. Doch ein öffentlicher Aufruf, sich anonym zu melden, könnte auf der gesamten Flotte zu Misstrauen unter den Menschen führen”, stellte Laura Roslin fest.

Nach einer kurzen Beratung wurde das Thema schließlich vertagt. Außerdem wurde noch vereinbart und auf Papier festgehalten, dass alle Zivilpersonen, die ärztliche Hilfe an Bord der Asklepios in Anspruch nehmen wollen, ihre Waffen, wenn sie welche besitzen, auf ihren Schiff zurücklassen oder beim Eintreffen auf der Asklepios  einem Soldaten der Erde zur Verwahrung übergeben müssen.

Ein weiteres Problem war es allerdings, dass das Wasser allmählich zur Neige ging.
“… trotz der Hilfe der Erde, reicht das Wasser noch circa für zehn bis zwölf Wochen, wenn es weiterhin in dem großen Rahmen verbraucht wird”, berichtete Adama.

“Das ist nicht gerade eine gute Nachricht. Admiral. Ich beauftrage Sie hiermit, dieses Problem zu lösen! Stellen Sie eine Mannschaft zusammen, die auf Wassersuche für die Flotte geht - und vielleicht befindet sich dort auch etwas Essbares!”, ordnete Laura Roslin an Adama gerichtet an.
“Ja, Frau Präsident”, antwortete dieser, “ich stelle eine Mannschaft zusammen. Doch ich muss es mit General O’Neill koordinieren.”
“Dann tun Sie das bitte. Doch zunächst bitte ich, die zu Beginn erwähnten Personen hier zu bleiben, damit wir die erzielten Ergebnisse zusammentragen können, aus denen dann Doktor Jackson einen formellen Vertrag zwischen unseren Völkern vorbereiten wird und den Vertreter beider Seiten nach einer kurzen Prüfung unterzeichnen werden”, sagte Präsidentin Laura Roslin.

Anschließend verließen alle, bis auf Präsidentin Roslin, Admiral Adama, Vizepräsident Zarek, General O’Neill, Mister Woolsey, Doktor Jackson, Doktor Markova und Tory Foster, den Sitzungsraum.

In einer Stunde waren alle Punkte endlich zusammengetragen und Daniel sah sich die Stichpunkte nochmals in Ruhe an. Er stellte zu einigen noch einmal Fragen; die Antworten darauf notierte er sich. Nach einer weiteren knappen halben Stunde war er damit fertig. “Wird eine Weile dauern, bis ich endgültig fertig bin. Wenn niemand etwas dagegen hat, bleibe ich zusammen mit Teal’c hier, Frau Präsident. Ich habe meinen Laptop, einen Drucker und Papier dabei”, verkündete Doktor Jackson.
Woolsey schaute fragend in Richtung Roslin. Diese nickte kurz, und somit war die Sache geklärt. “Es gibt viel zu tun. Ich bedanke mich für Ihr Kommen. Doch nun entschuldigen Sie mich bitte, ich habe noch einen Arzttermin”, sagte Laura Roslin und erhob sich.

Die kleine Runde löste sich nun auf; nur der Archäologe und Teal’c blieben auf der Colonial One zurück sowie Tom Zarek der Vizepräsident der 12 Kolonien und einige Mitglieder des Zwölferrates. Daniel und Teal’c zogen sich in eine ruhige Ecke zurück, um mit der Ausarbeitung der Verträge und Papiere zu beginnen.
Präsidentin Roslin und ihre Beraterin Foster wurden von einem Raptor abgeholt, wo sich bereits Doktor Jennifer Keller an Bord befand, um ebenfalls zu Doktor Cottle auf die Galactica zu fliegen.
Admiral Adama begleitete mit zwei seiner Marines General O’Neill, Mister Woolsey und die anderen Personen der Erddelegation auf die Phoenix.

Phoenix

General O’Neill führte Admiral Adama auf der Phoenix herum. Er hatte ihm bisher die Offiziersmesse, die Krankenstation mit dem Sarkophag, die Brücke, sowie den Kontrollstuhl, den man aus Trois geborgen hatte, um die Drohnen zu steuern, den Stargate-Raum und den dazugehörigen Kontrollraum gezeigt,

“Und Jack, funktioniert das … äh, Stargate?”, fragte Adama.
“Leider ist die Antwort: Nein. Wir können keine Verbindung aufbauen, da wir uns immer in Bewegung befinden und von daher können wir keinen Ausgangspunkt in dieser Galaxie bestimmen”, antwortete O’Neill, und Sergeant Benson, der beide begleitete, stimmte nickend zu.

Danach führte er ihn in die Bibliothek der Phoenix. “Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich mir gerne einige Bücher ausleihen, bevor die Mission nach Neu-Caprica und in die Kolonien gestartet wird.”
“Das dürfte kein allzu großes Problem sein, da die Bibliothek für alle Crewmitglieder und Besucher offen zugänglich ist.” Jack begab sich wieder Richtung Ausgang. “So, einen guten Kumpel von mir, Teal’c, haben Sie ja schon kennengelernt, Bill. Und nun werde ich Ihnen einen anderen guten Freund von mir vorstellen. Dafür müssen wir in das Labor von Thor gehen, denn das habe ich Ihnen auch noch nicht gezeigt”, meinte Jack O’Neill.
“Ist er auch einer fremden Rasse zugehörig?”
“Ja, er gehört zum Volk der Asgard.”

Während sich beide Offiziere miteinander unterhielten, erreichten William Adama und Jack O’Neill ihr Ziel. Der General öffnete die Tür mit seiner ID-Card und führte den Admiral hinein.

William Adama blieb sprachlos stehen, als er den kleinen, nur etwa 1,20 m großen, grauen Außerirdischen sah. Schlanke Gliedmaßen, ein kahler Kopf mit großen runden schwarzen Augen rundete das Bild ab, und zu seiner Verblüffung trug dieser an seinem Körper kein einziges Kleidungsstück.

“Thor, darf ich Dich mit Admiral William Adama bekanntmachen?”, sagte General O’Neill, als der Asgard von seiner Arbeit aufsah und zu ihnen gekommen war.

“Sei gegrüßt, Admiral Adama. Es ist mir eine besondere Ehre, Sie kennenzulernen. Kara Thrace hat viel von Ihnen erzählt. Ich bin Thor, Oberkommandierender der Asgardflotte”, begrüßte ihn der Asgard mit einem feierlichen Klang in der Stimme und streckte dem Admiral eine seiner beiden kleinen dürren Hände entgegen.
William Adama erwiderte die freundliche Geste. Jack musste bei dieser Szene schmunzeln, erinnerte diese ihn doch daran, wie er zum allerersten Mal persönlich auf die Asgard getroffen ist.
“Und? Was hat Starbuck so über mich erzählt?”
“Nur Gutes”, antwortete Thor einsilbig auf die vom Admiral gestellte Frage.

“Was machen die Bestellungen?”, fragte O’Neill, da sein Besuch ja nicht zufällig war.
“Die bestellten acht Raptor sind bereits fertig und befinden sich nun im Backbord-Hangar, O’Neill…”, antwortete der Asgard, wurde aber in seinem Bericht von Adama unterbrochen: “Wie geht das denn?“
Er hatte sich im Labor umgeblickt und keine großen Türen entdeckt.
“Ich habe sie dorthin gebeamt”, antwortete der kleine Außerirdische.
“Richtig. Kara hat mir davon erzählt”
“Die über 100 bestellten Pilotenanzüge, inklusive der Ausstattung, werden in ungefähr einer Stunde fertig sein. Danach werde ich die letzten 36 Viper produzieren, denn dann benötigen die Apparatur und der Computer eine Pause, sonst überhitzt sich das System”, beendete Thor nun seine Ausführungen.

Anschließend unterhielten sich die drei noch eine ganze Weile und Thor versuchte, dem Admiral einige der technischen Details zu erklären. Adama hörte aufmerksam zu und als er Thor fragte, wie denn das Beamen funktioniere, schritt der Asgard zu einer kleinen Konsole und bewegte einige Steine. Im Bruchteil einer Sekunde verschwand O’Neill - nur, um am anderen Ende des Raumes wieder materialisiert zu werden.

“Ich mag es nicht, wenn Du das tust Kumpel. Vor allem so unangekündigt”, protestierte Jack, da der kleine Außerirdische ihn kurzerhand zu Demozwecken auserkoren hatte. Als Jack sich in Bewegung setzte, wurde er kurzerhand wieder neben William gebeamt. Genau an die Stelle, wo er sich zuvor befunden hatte. “Thor”, brummte der General ein wenig verdrossen.
“Wirklich sehr beeindruckend”, meinte der Admiral.

Wenige Minuten später, verließen Admiral Adama und General O’Neill das Labor von Thor wieder. Sie machten sich auf den Weg zum Steuerbord-Hangar, nachdem Adama seine beiden Marines wieder eingesammelt hatte, um zusammen mit O’Neill auf die Galactica zurückzukehren.

Galactica

Als Tory Foster zusammen mit der Präsidentin an Bord der Galactica angekommen war, sprach die Beraterin der Präsidentin kurz mit Chief Tyrol.
“Was hältst Du davon, Galen?”

“Wäre eine Möglichkeit. Ich informiere Sam über diese Neuigkeiten. Einen von uns wird es schon gelingen, mit dem Colonel zu sprechen. Später können wir dann ein Treffen vereinbaren, um darüber zu beraten”, antwortete der Chief.

Doktor Cottle und Doktor Keller unterhielten sich derweil auf der Krankenstation, um sich auszutauschen, wobei Jennifer den Arzt der Galactica erst darum bitten musste, die Zigarette auszumachen. Danach untersuchten beide Präsidentin Laura Roslin. Die beiden Frauen einigten sich darauf, dass Roslin zu einer weiteren Untersuchung mit weiteren Tests an Bord der Phoenix kommen soll.
“Nehmen Sie mir nur nicht alle meine Patienten weg”, meinte Cottle lachend.
“Nein, nein. Ich bin heilfroh, dass Sie hier sind. Es gibt nur wenige Ärzte, da können wir jede Hilfe gut gebrauchen”, ergänzte der Arzt.
Jennifer nickte: “Ich weiß, was Sie meinen.”

Nachdem sie sich von den beiden Doktoren verabschiedet hatten verließ Laura Roslin gemeinsam mit Tory Foster die Krankenstation der Galactica, um in das Quartier von Admiral Adama zu gehen. Dieser war gerade mit General O’Neill angekommen, um sich über die Mission zu beraten, die die Phoenix in den nächsten Tagen durchführen würde.

Tory bat die Präsidentin unterwegs darum, ein paar Tage freinehmen zu dürfen, was ihr auch nach einer kurzen Überlegung von Roslin bewilligt wurde.

“Also Bill, wie Du vorhin von Thor selbst erfahren hast, befinden sich acht neue Raptor in dem Backbord-Hangar. Von diesen brauche ich nur vier. Das bedeutet, die anderen vier sind für Sie, Admiral”, sagte Jack gerade, als Präsidentin Roslin hereinkam, und sich dazusetzte.
“Das ist wirklich sehr großzügig”, gab Adama zur Antwort.
General O’Neill winkte lächelnd ab. “Ist nur ein kleines Dankeschön für die Pläne der Raptor und denen des Kampfsterns der Galactica-Klasse. Hinzu kommen noch einige neue Pilotenanzüge, für die Viper- und Raptorpiloten der Galactica. Wobei ich wissen auch noch wissen möchte, wie viele Viper ungefähr auf der Galactica noch gebraucht werden, beziehungsweise noch untergebracht werden können, da Thor auch nur noch einmalig 36 weitere Viper Mark II produzieren wird. Und sobald später die ersten Kampfsterne fertig gestellt sind, stehen den Kolonien natürlich die ersten Neuen zu.”

“An Bord eines Kampfsterns vom Typ der Galactica befinden sich mindestens vier Geschwader. Ein Geschwader besteht dabei aus 20 Vipern. Und da das Steuerbord-Hangardeck umgebaut wurde, um Flüchtlinge aufzunehmen, kann ich leider nur eine begrenzte und kleine Anzahl von weiteren Jägern an Bord aufnehmen”, erklärte Admiral Adama die Situation auf seinem Schiff.

Präsidentin Roslin wandte sich an ihren Gegenüber: “General O’Neill. Wäre es möglich an Bord Ihrer Schiffe Flüchtlinge aufzunehmen?”
“Das wäre möglich. Doch nur überwiegend an Bord der Asklepios. Die Icarus und die Korolev können nur eine kleine begrenzte Zahl von weiteren Personen aufnehmen. Und auf der Phoenix geht es erstmal nicht; zumindest solange, bis ich wieder von der Mission zurück bin”, antwortete Jack.
“Das verstehe ich. Bill, ich würde mich gerne noch ein wenig ausruhen, bevor ich auf die Colonial One zurückkehre”, meinte Laura und verließ mit einem zustimmenden Nicken den Raum.
Danach unterhielten sich die beiden Männer über ihr Kontingent, denn Jack hatte auf Grund der Verteidigungsstärke der Phoenix vor, nur eine begrenzte Zahl, neben den vier Raptor und den Jumpern eine optimale Anzahl von Viper und F-302 mit auf diese Mission zu nehmen.

Es dauerte eine Weile, bis Lee Adama in Begleitung von Captain Kara Thrace das Quartier von Admiral Adama betrat. “Sie wollten mich sprechen, Admiral”, sagte Lee.

“Ja. General O’Neill hat ein Anliegen, was euch beide betrifft. Setzt euch”, antwortete William Adama.
“Uns beide betrifft?”, platzte es aus Apollo und Starbuck heraus.

“Ich komme gleich zur Sache”, meinte Jack, als sich die beiden dazugesellt hatten. “Ich brauche gute Leute, die einen Namen haben und gut in den Kolonien bekannt sind, falls - so wir hoffen - dort noch weitere Überlebende zu finden sind. Aus diesem Grund stelle ich ein Team zusammen und binde auch Leute der Galactica mit ein, um diese Mission durchführen zu können. Die Personen, die ich an Bord der Phoenix mitnehmen werde, nehme ich nur auf den Rat des Admirals mit. Sie sind einer von Ihnen Mister Adama, ich bräuchte Sie als CAG an Bord meines Schiffes. Was halten Sie davon Major?”

“Ich bin leider nicht mehr im Dienst, General. Es gab zwar einige Anfragen, aber ich will lieber in die Politik gehen, da dort ein Platz im Quorum der Zwölfer frei wird”, antwortete Lee Adama.

“Ob Sie daran daran interessiert sind, möchte ich eigentlich nur wissen. Denn die meisten der Viperpiloten, die sich an Bord der Phoenix befinden, sind noch sehr grün hinter den Ohren, und ich brauche unbedingt jemanden, der Erfahrung hat. Und für den Fall, das wir auf Überlebende treffen, wäre es gut, jemanden an Bord zu haben, den man in den Kolonien kennt. Ich weiß, es gab hier einige Probleme. Wenn Sie es nicht für den Admiral, oder auch nicht für mich tun wollen, dann tun Sie es wenigstens für Ihr Volk, Mister Adama”, unternahm Jack einen finalen Versuch.
Das wirkte; er hatte scheinbar die richtigen Worte gefunden, denn Lee Adama faltete die Hände, blickte auf den Boden und dachte lange nach.
Zeit, die ihm beide hohen militärischen Offiziere gaben, um sich zu entscheiden.

“Na schön”, sagte Apollo und willigte schließlich ein. „Ich kehre für die Dauer dieser Mission in den aktiven Dienst zurück. Aber sobald ich zurück bin nehme ich meinen Abschied.“

“Willkommen zurück im aktiven Dienst, Major”, nickte Admiral Adama, und schob Lee die Anstecker zu, die seinen militärischen Rang angaben. Der Admiral und der General reichten Lee Adama erleichtert die Hand.
“Und was ist mit mir?”, fragte Kara Thrace.
“Du bist wieder der CAG der Galactica, Starbuck!”, ordnete der Admiral an.

Beide verließen daraufhin wieder das Quartier von William Adama. Zuvor hatte Jack O’Neill Lee gesagt, er möge umgehend seine Sachen packen, da er ihn persönlich mitnehmen würde, wenn er selber in der nächsten Zeit zur Phoenix zurückfliegt.

Als sie wieder unter sich waren, setzten der Admiral und der General ihr Gespräch fort, um die Mission zu planen. Sie einigten sich nach einer halben Stunde darauf, sich morgen wieder zu treffen, um noch letzte wichtige Details zu besprechen, auch weil General O’Neill eine Bestandsaufnahme seiner Jäger machen wollte, genau wie Admiral Adama, um zu prüfen wie viele Viper die Galactica im Backbord-Hangar noch unterbringen kann.

Als Jack sich von der Präsidentin und vom Admiral verabschiedet hatte, suchte er Jennifer Keller und Lee Adama auf, um mit Ihnen mit dem Jumper zur Phoenix zu fliegen. Dort angekommen, wies O’Neill an, den Major erst einmal medizinisch durchzuchecken, nachdem er ihm noch vorher eines der Offizierquartiere zugewiesen hatte.
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RE: Stargate: Battlestar Galactica - von Jonathan J. O´Neill - 01.10.2026, 00:10

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