Stargate: Battlestar Galactica
#11
Hallo zusammen. Mit den beiden heutigen Folgen, pirschen wir uns an das Finale von Season 2.1 beziehungsweise dem Mid-Season-Finale der 2. Season heran Shy 
Viel Lesevergnügen Angel 

2.08  Ernste Probleme

Andromeda-Galaxie
Vereinigte Flotte
Galactica

Als Admiral Adama sein Schiff wieder betrat, erreichte ihn die Nachricht, dass es während seiner Abwesenheit einen weiteren Zwischenfall auf der Galactica gegeben hatte. So begab sich William Adama sofort in das CIC, um sich einen ersten Bericht von Lieutenant Gaeta geben zu lassen.

“Die Anhänger von Gaius Baltar wurden von den Söhnen des Ares attackiert. Dabei wurden viele von der Anhängerschaft Baltars verletzt, außerdem wurden ihnen die meisten der Lebensmittelvorräte gestohlen”, berichtete der Taktikoffizier von den kürzlichen Ereignissen.
“Was ist mit Baltar?”, fragte der Admiral.
“Baltar blieb unverletzt, da er sich in einer Ecke verkrochen hatte. Er hat Schutz vor weiteren derartigen Übergriffen gefordert und wünscht, so bald wie möglich mit Ihnen zu sprechen, Sir”, antwortete Gaeta.

“Wir hätten ihn damals doch besser aus einer Luftschleuse werfen sollen, als wir noch die Gelegenheit dazu hatten”, brummte Adama. “Ich brauche einen ausführlichen Bericht über diesen Vorfall, Lieutenant!”

“Ja, Admiral. Der ist bereits fertig und ist hier angeheftet. Ich habe außerdem eine aktuelle Übersicht der Lieferungen, die auf den Schiffen in der Flotte mit Hilfe der Raptor verteilt worden sind”, ergänzte Lieutenant Felix Gaeta und überreichte Admiral Adama eine Liste, die dieser sofort überflog.

Phoenix

Als Jack O’Neill sich in den Steuerbordhangar seines Schiffes begab war man dort gerade dabei, die letzten drei F-302er zum Start vorzubereiten. Diese Jäger sollten nun - wie die anderen Jäger bereits zuvor - in den Backbordhangar umgeparkt werden.

“Wie sieht es aus, Siler?”, fragte General O’Neill, als er den Sergeant endlich im Hangar gefunden hatte, der soeben einige Leute dirigierte und die Arbeit erklärte.
“Wie es veranlasst wurde, sind wir dabei, Hangar B und Hangar C zu räumen und einige Ausrüstungsgegenstände, die weiterhin benötigt werden, in den Hangar A zu bringen, der im Betrieb verbleibt, um die kleineren Shuttles wie Raptor und Jumper unterzubringen. Die Landebucht auf der Steuerbordseite wird für den Shuttlebetrieb vorbereitet, sobald die letzten 302er gestartet sind”, antwortete Sergeant Siler.

Nun erklärte sich, was man als nächstes vor hatte; nämlich die großen unhandlichen Gerätschaften, wie Hebebühnen und Kisten in die Parkpositionen zu stellen, bevor man endlich mit der Dekoration beginnen wollte.

“Sie liegen gut in der Zeit, Sergeant. Melden Sie sich, sobald Sie fertig sind! Von der Galactica und der Colonial One kommen dann ein paar Leute, die Ihnen bei der Dekoration helfen”, meinte O’Neill zufrieden, worauf Siler verstehend kurz zur Antwort nickte. Kurz darauf verließ der General das Hangardeck wieder.

Colonial One

Colonel Carter nahm zur gleichen Zeit an einer Konferenz teil, zu der die Präsidentin geladen hatte. An dieser waren  auch die Schiffskapitäne von den Schiffen der Flotte beteiligt, auf denen man die Hyperantriebe und die Schildgeneratoren installieren wollte.

Sam sah sich die Pläne der Schiffe an, da es nun darum ging, wie man die beiden Technologien am Besten miteinander kombinierte. Deswegen studierte sie immer wieder konzentriert die technischen Pläne, und schüttelte schließlich ernüchtert den Kopf. “Das wird doch um einiges schwieriger, als wir es erwartet haben, und wird um einiges länger dauern, als ursprünglich eingeplant”, stellte Carter fest.

“Wie lange, Colonel Carter? Gibt es irgendwelche Probleme?”, fragte Anastasia Dualla, die von Admiral Adama beauftragt wurde, ihn zu vertreten.

“Es sind lösbare Probleme, wenn wir Unterstützung bei den Installationen erhalten. Es kommt außerdem darauf an, wie groß das Schiff ist und von wo aus man den Hyperraumantrieb steuern möchte beziehungsweise kann. Wir würden für jedes Schiff mit den Installationen und den anschließenden Funktionstest zwei bis drei Tage brauchen. Und da es sich um ein gutes Dutzend Schiffe handelt werden wir wohl insgesamt etwa einen Monat benötigen bis wir fertig sind”, antwortete Sam.

Anschließend erklärte sie noch ausführlich, weshalb es so lange dauern würde. Man müsse Kabel verlegen, Antrieb, Computer und die Energiequelle installieren und alles miteinander verbinden. Außerdem stand auch nur begrenztes Personal zur Verfügung, um die Arbeiten durchzuführen, da auf der Phoenix während der Mission ebenfalls Fachkräfte benötigt wurden. Nach ihrer Erklärung einigte man sich darauf, einen Ablauf- und Zeitplan auszuarbeiten.

Phoenix

Thor hatte Jack zu sich bestellt. Der General betrat das Asgardlabor, wo er bereits erwartet wurde. Der Asgard hatte keine besonders guten Nachrichten, denn er hatte sich die momentanen Zustände aller vier Zero Point Module von allen Schiffen der Erde geben lassen, die gerade im Gebrauch waren. Thor zeigte das ermittelte Ergebnis nun anhand einer vorbereiteten Grafik auf einem Bildschirm.

“Ich vermute mal, dass dieser Bericht zutreffend ist.” O’Neill verschränkte die Arme vor der Brust und sah den kleinen Außerirdischen an, der nur wortlos nickte. “Also - die drei anderen Schiffe kommen mit der verbliebenen Energie auf jeden Fall zurück nach Hause, ohne die Batterie zu wechseln”, fasste Jack zusammen.

“Ja, das ist korrekt, O’Neill. Da meine Maschine hier von dem ZPM, wie ihr die Energiequelle der Antiker nennt, mit Energie versorgt wird und die darin enthaltene Energie dadurch beinahe erschöpft ist. Es wird nur noch wenig davon übrig bleiben, wenn ich die gewünschten Arbeiten durchgeführt habe.”

“Wie viel verbleibende Energie hat das ZPM dann noch? Genug, um den Antikerstuhl im Falle eines Angriffs zu nutzen?”, fragte General O’Neill und suchte nach einer eventuellen Weiterverwendung.
“Die Energie würde nicht dazu ausreichen. Tut mir leid, O’Neill. Aber vielleicht, um mein Labor für eine weitere kurze Zeit mit Energie zu versorgen”, antwortete der kleine Außerirdische.
“Na schön. Sag mir oder Carter Bescheid, wenn du fertig bist, Thor!”, ordnete Jack an, bevor er das Labor des Asgard wieder verließ.


Zylonische Flotte
Basisschiff von Cavil

Die von Bruder Cavil geführte Flotte der Zylonen machte nun schon seit Tagen unerbittlich Jagd auf die Zylonen der Gegenseite. Gerade vor einigen Stunden hatte man ein weiteres Basisschiff entdeckt, das zu der Fraktion um Natalie angehörte.
Dies hatte keine Chance, da sich Cavil’ Flotte sofort darauf konzentrierte, zuerst den FTL lahmzulegen.

Die Flotte der Zylonen feuerte ohne Unterlass Nuklearraketen auf das Basisschiff der Opposition. Binnen einer halben Stunde war das Schiff verteidigungsunfähig. Die Raketen, die nun in das Raumschiff einschlugen, zerrissen es in einer gewaltigen Explosion in unzählige Trümmer. Einige wenige der Raider und schweren Jäger der Verlierer sprangen vorher noch weg.

“So, das wäre geschafft. Somit wären nach unseren Informationen nur noch fünf oder sieben Basisschiffe der Rebellen sowie zwei Wiederauferstehungsschiffe übrig”, fasste ein Doral zusammen.
“Also, was machen wir nun?”, fragte Boomer, die einzige Acht, die auf der Seite von Cavil stand.
“Wir machen weiter, wie bisher. Aber nun konzentrieren wir uns auf die verbliebenen Wiederauferstehungsschiffe der Rebellen. Zuerst zielen wir auf ihre FTL’ und zwingen somit die Basisschiffe zum Bleiben. Da wir mit über einem Dutzend Basisschiffen klar in der Überzahl sind dürfte es kein allzu großes Problem werden”, meinte Cavil, indem er die Hände wie zum Gebet faltete.


Basisschiff von Natalie

Auf dem schwer beschädigten Basisschiff der Zylonen, auf dem Natalie, eine Sechs, das Kommando hatte, herrschte große Sorge. Die zwei Y-förmigen Formationen waren stark beschädigt worden, und zwei dieser Zacken waren fast gänzlich verloren gegangen.
“Wie viele von uns haben den Angriff hier auf diesem Schiff überlebt?”, fragte ein Leoben hustend und keuchend.
“Etwa vierzig, einige sind schwer verletzt. Von den Zenturios haben ungefähr sechzig den Angriff überstanden. Das Schlimme ist, wir haben fast keine Raider mehr, allerdings haben wir immerhin von den schweren Jägern noch zwei Dutzend”, antwortete eine Sharon, während sie eine Hand im Datenstrom hielt.

“Wir wissen, dass D’Anna die Gesichter der letzten Fünf gesehen hat und sich in der Hand von Cavil befindet. Und diese Fünf kennen die Herkunft der Zylonen, so hat es der Hybrid gesagt. Doch wir brauchen die Hilfe der Menschen, wenn wir sie finden wollen”, erinnerte Natalie ihre Mitstreiter.

“Die Funkverbindung zu den Basisschiffen unserer Schwestern und Brüdern ist sehr schwach. Soll ich ihnen unsere Position mitteilen, damit wir uns neu formieren können?”, fragte die Sharon.

“Nein. Cavil glaubt, dass wir nicht mehr existieren. Und wir wissen nicht, ob er unseren Funkverkehr irgendwie verfolgen kann”, entschied eine andere Sechs. Die anderen stimmten ihr schweren Herzens zu.

“Und, wenn sich unsere verbliebenen Schwestern und Brüder zu einer einzigen Flotte formieren, haben es die anderen auf jeden Fall schwerer, uns auszulöschen”, warf Natalie ein. “Cavil wird dann selbst große Verluste einstecken müssen. Außer uns gibt es noch ungefähr noch 10 weitere Basisschiffe, die sich gegen ihn und seine furchtbaren Pläne stellen.”

“Doch leider ist uns Cavil immer noch überlegen und kennt die Position der Wiederauferstehungszentrale”, meinte ein Leoben, der bisher geschwiegen hatte.

“Wir können nur hoffen, dass Leoben Erfolg hat”, meinte die Sharon.


Galactica

An Bord des Kampfsterns erfolgte ein Schichtwechsel und die Piloten, die sich um die Flugschüler kümmern mussten, legten mit ihren Schützlingen eine verdiente Pause ein. Die Lehrer waren mit der Leistung und dem Aufnahmevermögen der Schüler zufrieden. Die Gruppe traf nun nach und nach im Aufenthaltsraum ein, wo sich bereits einige andere Piloten der Galactica aufhielten.

“…, leise - sie kommt … und die Anderen auch”, murmelte ein Viperpilot, als Kara Thrace gerade den Raum betrat.
“Gibt es ein Problem?”, fragte Lee Adama, der die Bemerkung mitbekommen hatte.
“Wer versichert uns, dass Starbuck und die anderen da nicht doch Toaster sind?” Captain Thrace war blitzschnell bei dem Piloten, der nach diesen Worten schnell den Raum verlassen wollte und schleuderte diesen zurück in den Raum, so dass einige Tische und Stühle umstürzten.

“Kara!”, brüllte Lee erschrocken.
Doch Thrace nahm davon keine Notiz, sondern schritt zu ihren Widersacher und packte diesen am Kragen. “Bei den Göttern. Sag das noch mal, du verdammter Mistkerl!”
Starbuck funkelte den bereits am Boden liegenden Mann mit blitzenden Augen an.

Sie musste nicht lange auf eine Antwort warten, es war aber ein anderer, der sich zu Wort meldete: “Wir wissen doch alle, dass auch Boomer damals durch den Test geschlüpft ist.”
“Du vielleicht selber auch”, gab Starbuck wütend zurück.
“Es kursieren auch noch andere Gerüchte in der Flotte, dass zum Beispiel sich unsere sogenannten Retter nur für unsere Technologien interessieren”, mischte sich ein weiterer Pilot von der Galactica ein.

Mit diesen haltlosen Vorwürfen konfrontiert, sah sich Lieutenant Colonel Mitchell gezwungen, sich nun endlich auch einmal dazu zu äußern. Er holte tief Luft, bevor er vehement dagegen protestierte: “ Das ist doch absoluter Blödsinn. Wer verbreitet solche Gerüchte über uns? Die sind vollkommen unberechtigt. Es ist wahr, dass wir Informationen von Technologien bekommen haben, doch dafür habt ihr schon vorher was als Gegenleistung erhalten. Nicht zu vergessen, dass unser Eingreifen vielen von euch das Leben gerettet hat und …” Weiter kam Cameron nicht mehr, denn er wurde unterbrochen: “Blah, bla, bla”, sagte ein Dritter verächtlich. Nun wurde es den Leuten von der Erde klar, dass sie nicht nur Freunde unter den Überlebenden der Kolonien hatten.
Diese erneute Bemerkung führte letztendlich dazu, dass Starbuck wie von Sinnen auf diesen losging.

Es kam, wie es kommen musste. Während sich manche heraushielten und sich möglichst still in eine Ecke verzogen, sahen andere zu, dass sie den Raum schnell verlassen konnten. Zwischen Kara Thrace und den anderen entwickelte sich derweil eine deftige Prügelei.
Racetrack zog sich erschrocken zurück, um Hilfe zu suchen. Colonel Mitchell und seine Leute wurden zwar attackiert, doch wehrten sie mit der Hilfe von Athena und Apollo die Angriffe ab, da keiner große Lust hatte, sich mit dem Sohn des Admiral anzulegen oder wurden von einer allzu stark provozierten Kara von hinten gepackt. So verprügelte Starbuck größtenteils alleine die Unruhestifter. Die Situation wurde erst wieder beruhigt, als Racetrack mit einigen Marines und Sam Anders auftauchte, die die Streithähne mühsam voneinander trennten. Die Auseinandersetzung hatte nur fünf Minuten gedauert, doch das Ergebnis war eindeutig: Kara hatte drei Piloten krankenhausreif geprügelt und selbst nur eine blutige Unterlippe einstecken müssen. Mitchell hatte ebenfalls einen etwas heftigeren Schlag einstecken müssen, sich aber sofort mit einem Aufwärtshaken revanchiert.

Nach einer Viertelstunde erreichte Admiral Adama im CIC durch seinen XO die Nachricht über diesen Vorfall.
“Hallo Bill, ich habe Neuigkeiten. Starbuck hat sich wieder gut an Bord der Galactica eingelebt”, Colonel Tigh grinste nur, als er dem Admiral an der DRADIS-Konsole gegenüberstand.
William Adama schaute verwundert seinen XO an: “Was soll denn das bedeuten?”

“Es gab eine Prügelei im Aufenthaltsraum. Kara war von den Gerüchten, die überall in der Flotte im Umlauf sind, nicht gerade erfreut”, antwortete der Colonel.
“Das ist doch ein verdammt schlechter Scherz. Ich vermute mal, dass die Piloten der Erde ebenfalls nicht erfreut darüber waren”, sagte Adama, worauf Tigh ihm nun alles von diesem Zwischenfall erzählte, was er bisher wusste.
“XO! Sie werden jeden vernehmen, der sich zu dem Zeitpunkt dort aufgehalten hat. Lieutenant Hoshi! Informieren Sie General O’Neill über diesen Vorfall!”, ordnete der Admiral an. Sein wütender Blick ging dabei nach unten, er hatte von diesen Gerüchten gehört, die sich um die Menschen von der Erde rankten.

Es dauerte nicht lange, bis O’Neill in der Leitung war und sich den Zwischenfall von Adama schildern ließ. Der Admiral erzählte, dass Captain Thrace drei Piloten so verprügelt hatte, dass diese nun auf der Krankenstation lagen und informierte ihn auch von den Gerüchten, die in der Flotte im Umlauf waren.

“Das kann doch nicht wahr sein”, die brummende Stimme von Jack drang aus dem Hörer. “Wir sollten diesem Geschwätz ein Ende bereiten, bevor es weitere böse Nachrichten gibt. Ich unterstütze Sie, so gut ich kann Admiral.“

“Vielen Dank, General. Ich unterrichte Präsidentin Roslin, und Sie Mister Woolsey über diesen Vorfall. In zwei Tagen ist der beste Zeitpunkt dafür, doch ich werde vorher noch eine Durchsage in der Flotte machen, um diesem Treiben ein Ende zu setzen.“

“Hört sich gut an”, war von O’Neill zu hören, der war wieder einigermaßen zufrieden. “Ich sage Woolsey Bescheid, könnte mir aber was Besseres vorstellen. Ich vermute, die Untersuchung zu dem Vorfall läuft bereits?”

“Ja, Colonel Tigh sammelt gerade die Zeugenaussagen aller Beteiligten und von denen, die sich zu dem Zeitpunkt vor Ort befunden haben”, antwortete Adama.

“Was mir gerade noch einfällt: Doktor Daniel Jackson, ein guter Freund und Kollege von mir, möchte mit diesem Gaius Baltar sprechen. Geht das in Ordnung?”

“Natürlich. Ich spreche auch gleich mit Baltar. Doch bevor Doktor Jackson hierherkommt, nehmen Sie bitte noch einmal Kontakt mit mir auf, Jack.”

“Mach ich. Wir melden uns, wenn es so weit ist, Bill”, hörte Adama die Stimme von O’Neill, bevor beide die Verbindung trennten.

Sofort ließ sich Adama mit Roslin verbinden, um sie zu informieren, was sich an Bord der Galactica ereignet hatte. Die Präsidentin war über diesen Vorfall bestürzt und war damit einverstanden, dass der Admiral eine Durchsage an die Flotte machte, um diese Gerüchte ein für alle Mal zu beenden. Als Ursache für diese Unruhen wurden nun die Zylonen vermutet, die sich noch innerhalb der Flotte verborgen hielten. Als Adama fertig war erzählte Roslin von der Konferenz der Schiffskapitäne.

“… einen Monat. Das ist verflucht lang”, stellte der Admiral fest.
“Vielleicht sollten wir General O’Neill mehr Zeit einräumen, um auf Neu-Caprica und auch den Kolonien nach Überlebenden zu suchen. Drei Wochen sollten reichen, damit er genügend Zeit hat … Sind Sie noch da, Bill?”, hörte Adama die Stimme von Roslin nachdem er nicht gleich auf den Vorschlag reagiert hatte.

Colonial One

“Ja, ich bin noch dran. Ich habe nur kurz nachgedacht, Laura. Ich bin auch der Meinung, dass General O’Neill sich über etwas mehr Zeit freuen würde. Dann könnten vermutlich noch mehr aus unserem Volk gerettet werden.”
“Das hoffen wir alle”, flüsterte Laura Roslin in das Telefon. “Ich habe mich mit Colonel Carter bereits unterhalten und sie wird darüber mit General O’Neill über diesen Vorschlag sprechen”, sagte die Präsidentin nun etwas lauter, dabei hatte sie sich zu der Tafel umgedreht, auf der die Zahl der Überlebenden stand. Sie wünschte sich nichts sehnlicheres, als die Menschen in eine neue Heimat zu führen, um ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen und die Zahl, die sie sah, etwas nach oben zu korrigieren, wenn die Phoenix von ihrer Mission zurückkehrte.
Als sie sich von William Adama verabschiedet hatte kam Doktor Jennifer Keller in Begleitung einer ihrer Sicherheitsleute ins Büro herein.

“… die erfreuliche Nachricht für Sie ist, dass es noch nicht zu spät für eine erfolgreiche Behandlung ist, Frau Präsident. Doch Sie müssten sich für einen der Therapievorschläge entscheiden, denen Sie sich unterziehen wollen. Ich beantworte Ihnen gerne die Fragen”, sagte Jennifer Keller zu Laura Roslin, die aufmerksam zugehört hatte, und nun den Kopf hin- und herwiegte.
Die Präsidentin dachte sorgfältig nach und beschloss, sich zu jedem Vorschlag eingehender beraten zu lassen: “Dieses Tretonin ist eine Art Droge, nicht wahr?”
“Ja, es ist ein Medikament, das immer wiederholt periodisch eingenommen werden muss. Da der Wirkstoff des Tretonins das körpereigene Immunsystem ersetzt und dessen Funktion übernimmt”, erklärte Doktor Keller.
“Eine Operation sowie eine anschließende Chemotherapie schließen Sie in meinem Stadium aus”, schloss Roslin die erste Option aus und die Ärztin nickte.

“Was ist mit der Behandlung durch das Blut des Menschen - Zylon - Hybriden, dem Kind Hera von dem Doktor Cottle und Sie mir erzählt haben?”, fragte Jennifer nach, um ein Thema noch einmal aufzugreifen.

“Das war leider keine dauerhafte Heilung. Mein Krebs kehrte nach etwa zwei Jahren wieder zurück, obwohl er damals in wenigen Stunden vollständig verschwunden war”, antwortete Laura.
Ein kurzes “Oh”, war alles, was Doktor Keller in ihrer Enttäuschung hervorbringen konnte.

“Was ist mit dieser Tok’ra, die sie Anise - oder war es doch Freya nennen?” fragte Roslin, um die nächsten Optionen ins Auge zu fassen.

“Nun ja, die Tok’ra sind ein Ableger der Goa’uld, sind aber ein eigenständiges Volk, das von Egeria, einer Goa’uld - Königin, die sich von den Systemlords auf Grund deren Verbrechen losgesagt hat, abstammt. Die Tok’ra leben im Gegensatz zu den Goa’uld in einer wahren Symbiose mit ihren Wirten. Und Freya ist die Wirtin des Tok’ra - Symbionten Anise. Die fünf Mitglieder der Tok’ra haben einen Symbionten dabei, der sich in einem Stasiskrug befindet. Sie hätten alle Erinnerungen des Symbionten, und er die der Ihren. Es ist ihre Entscheidung, ob Sie sich auch auf eine eventuelle temporäre Verschmelzung einlassen würden, Frau Präsident. Die andere Möglichkeit wäre, den Krebs mit einem Handgerät zu heilen”, antwortete Jennifer.

“Wie sehen diese Symbionten denn aus, Doktor?”
“Der General bezeichnet sie als Schlangen, da die Symbionten ein schlangenähnliches Aussehen haben.”

“Schon wieder Schlangen”, stöhnte Laura.

“Aber die Tok’ra können besser mit dem Handheilgerät umgehen als Colonel Carter, die ebenfalls für eine Zeit lang Wirtin einer Tok’ra war”, ergänzte Keller.

“Na schön. Die letzte Option: Was ist mit diesem Sarkophag?”

“Wäre möglich; doch leider wissen wir nicht, ob der Krebs dann für immer verschwinden würde. Doch von einer mehrfachen Nutzung rate ich ab. Eine oder zwei Nutzungen hintereinander sind ohne jegliches Risiko, aber alles, was darüber hinausgeht, ist mehr als schädigend, wenn man sich die Folgen bei Doktor Jackson und auch General O’Neill ansieht. Denn beide hatten Entzugserscheinungen, waren aggressiv; besonders Doktor Jackson - und überdies zerstört er die eigene Persönlichkeit”, warnte Jennifer gleich vor den unangenehmen Nebenwirkungen.

Die Präsidentin wägte im Stillen noch einmal alles ab und kam zu dem Entschluss: “Ich werde in Ruhe noch einmal über alle Maßnahmen nachdenken und gebe Ihnen in zwei Tagen Bescheid. Danke für Ihr Kommen, Doktor Keller”, verabschiedete sich Präsidentin Roslin, während sie die Ärztin zur Tür begleitete.

Galactica

Nach dem Telefonat mit der Präsidentin ließ sich Admiral Adama von Lieutenant Hoshi an die gesamte Flotte durchstellen, um seine Ansprache an sein Volk zu richten. Dabei forderte er es ausdrücklich auf, jegliche Feindseligkeiten zu beenden. Nach einer Ansprache von zirka 10 Minuten machte er sich in Begleitung von vier Marines auf den Weg zu Baltar.

Gaius Baltar hatte ihn bereits voller Ungeduld erwartet und nach dessen Ankunft sofort begonnen, dem Admiral Vorwürfe zu machen, bevor er auf den Überfall zu sprechen kam, der sich auf der Galactica ereignet hatte.

Admiral Adama hörte geduldig und aufmerksam zu. Er erkannte dabei außerdem, dass General O’Neill mit seinem Gefühl nicht verkehrt gelegen hatte, da der Überfall mit Waffengewalt durchgeführt wurde, und dies auf der Galactica. Der Admiral wollte und konnte dies nicht mehr länger an Bord seines Kampfsterns tolerieren.

“… die wollten mich ermorden, Admiral. Ich … äh … wir brauchen unbedingt ihren Schutz. Wenn Sie es nicht für mich tun wollen, dann wenigstens für die Kinder und Frauen, die sich hier befinden”, endete Gaius Baltar und schaute Adama flehend an.

“Was wollen Sie, dass ich was tue?”, fragte der Admiral, sah sich um und bemerkte, wie einige Frauen und Männer ihre Handfeuerwaffen vor ihm zu Verstecken suchten, die sie sich besorgt hatten.

“Geben Sie uns bessere Waffen, damit wir uns verteidigen können, wenn wir noch einmal überfallen werden sollten“, forderte Baltar.
“Und, was dann? Wollen Sie einen Religionskrieg an Bord meines Schiffes führen? Das können Sie vergessen, Baltar”, wies Adama die Forderung zurück. Es war ihm natürlich klar, dass etwas getan werden musste, doch für das, was er tun wollte, brauchte er mehr Unterstützung.
“Ich lasse zu ihrem aller Schutz und Ihrer Bewegung ein paar Marines in dem Bereich meines Schiffes zurück. Wenn jemand von Ihren Schäfchen irgendwo hingehen möchte, empfehle ich Ihnen dringend, dies nicht allein zu tun”, setzte Adama nach einer kurzen Überlegung hinzu.

“Danke Admiral.” Gaius Baltar wirkte erleichtert, als Adama sich zum Gehen wandte und den Marines entsprechende Anweisungen gab.
Der Admiral winkte im Weggehen ab: “Schon gut, Doktor. Das tue ich nur, weil ich Sie nicht als Märtyrer Ihrer Bewegung an Bord meines Schiffes haben will.”

Phoenix

“Ich bin soweit, Jack.” Daniel kam auf  die Brücke und trat an den General heran.
“Schön für Dich. Aber Du gehst nicht allein. Ich habe mich vor einigen Minuten noch einmal mit dem Admiral unterhalten: Es werden zwei Marines der Galactica jeden deiner Schritte begleiten - außerdem schicke ich noch Teal’c sowie Major Morris und zehn seiner Marines auf die Galactica, da Adama Hilfe bei einer Aktion braucht. Es geht nämlich momentan um die aktuelle Sicherheitslage”, erklärte O’Neill, als er den fragenden Blick von Jackson bemerkte.
“Dann vermute ich, dass ich bereits erwartet werde”, meinte der Wissenschaftler, und der Commander der Phoenix nickte bestätigend. Kurz darauf verließ Daniel Jackson die Brücke wieder.

“Wo waren wir gerade?”, fragte General O’Neill, und wandte sich wieder Colonel Carter zu.

Galactica, 1 Stunde später

Daniel Jackson hatte seine einstündige Unterhaltung mit Gaius Baltar beendet. Als er nun mit diesem und Teal’c, der ihn begleitet hatte, gemeinsam vor die Luke trat, fiel in ihrer unmittelbaren Nähe ein Schuss.
Verängstigte Menschen in der Umgebung schrien panisch auf und warfen sich auf den Boden. Die anwesenden vier Marines der Galactica und auch zwei von der Erde, die zu dem Team von Major Morris gehörten, brüllten einigen flüchtenden und maskierten Gestalten Befehle hinterher. Ein dritter Marine, der Doktor Jackson und Teal’c ebenfalls begleitet hatte, sackte plötzlich neben ihnen zusammen.

2.09  Der Anschlag

Vor rund 80 Minuten
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica

Daniel, Teal’c und Major Morris sowie zehn seiner Marines waren soeben mit einem Jumper im Backbordhangar der Galactica angekommen. Zwei Marines nahmen die Gruppe auf Anordnung von Admiral Adama in Empfang. Es dauerte auch nicht allzu lange, bis der Admiral selbst zu ihnen stieß.

“Admiral Adama, Sir. Es ist mir eine große Ehre, Sie nun endlich persönlich kennenzulernen. Ich bin Major Steve Morris, United States Marine Corps. Ich führe die Einheiten der Marines unter dem Kommando von General O’Neill an Bord der Phoenix an”, stellte sich der Soldat dem Commander der Galactica vor.
Der Admiral reichte Morris die Hand zur Begrüßung: “Schön, dass Sie so schnell kommen konnten, Major. Ich benötige für eine Aktion an Bord meines Schiffes ein wenig Unterstützung und würde gerne gemeinsam mit Ihnen einen Plan herausarbeiten“
“Aber natürlich. Mal sehen, wie wir Ihnen helfen können”, sagte Steve Morris, der nun noch einmal kurz seine Leute einteilte, um dann selber den Admiral zu begleiten.

Daniel und Teal’c wurden von Custer, Ferguson und Durgan sowie von zwei Marines der Galactica begleitet. Als sie den gesicherten Bereich erreichten, in dem sich Gaius Baltar und seine Anhänger aufhielten, ließen die von Admiral Adama abgestellten Marines die Gruppe um Daniel nach einer kurzen Erklärung passieren. Die Luke zu dem Abteil, wo Daniel hin wollte, stand - seitdem die Marines für die Sicherheit sorgten - weit offen, so dass man in den großen Raum sehen konnte.
Ungünstigerweise blieb der Besuch nicht unbemerkt, denn einige Männer verfolgten unauffällig die Gruppe von Daniel, bis diese ihr Ziel erreichte hatte, und zog sich dann wieder zurück. Der Archäologe betrat gemeinsam mit dem Jaffa den Raum. Die drei Soldaten blieben draußen zurück, um sich mit den Marines der Galactica ein bisschen auszutauschen.

“Entschuldigung. Mein Name ist Daniel Jackson, und das hier ist Teal’c”, stellte sich der Wissenschaftler sowie seinen Begleiter einer jungen Frau am Anfang des Raumes vor. “Wir würden gerne mit einem Doktor Gaius Baltar sprechen.”
Diese nickte freundlich, bat beide kurz zu warten und ging dann auf einen Mann zu, der in eine purpurrote Decke gehüllt war und sich gerade mit einigen Frauen und Kindern unterhielt. “Verzeih mir bitte, Gaius, dass ich störe. Der Mann, der vom Admiral angekündigt wurde, ist da.”

“Ist schon gut. Wir machen später weiter”, antwortete Baltar, während er aufstand, und dann langsam auf seine beiden Besucher zuschritt.
“Wie es aussieht, wurde unser Besuch bereits erwartet”, stellte Daniel fest.
“In der Tat”, der Jaffa stimmte ihm wie üblich mit knappen Worten zu und sah sich um.

“Ich bin Doktor Gaius Baltar. Der Admiral hat aus Sicherheitsgründen Ihr Kommen bereits angekündigt.” Baltar hielt Jackson höflich die Hand zur Begrüßung hin, und dieser nahm sie ebenso höflich entgegen.
“Ich bin Doktor Daniel Jackson und das hier ist Teal’c. Wenn es Ihnen recht ist, würde ich mich gerne mit Ihnen unterhalten.”

Der Jaffa sah sich nach der Vorstellung etwas genauer um, bis er einen mit Kerzen geschmückten Schrein mit einem Bild von Gaius Baltar entdeckte. Diese Entdeckung veranlasste den großen Krieger, verwundert eine Augenbraue zu heben und zu fragen: “Halten Dich diese Menschen hier für ihren Gott, Gaius Baltar?”
“Oh nein. Sie lieben mich nur besonders, nachdem es dem kleinen Derek wieder gut ging, nachdem ich für seine Genesung gebetet habe”, antwortete Baltar. “Und ich kann Sie beruhigen, ich bin nur der Prophet des wahren Gottes.”

“Klingt sehr interessant.” 
Jackson ließ sich von Gaius Baltar zu einer abgelegenen Stelle führen, um etwas ungestörter zu sein. Aber einige Frauen ließen sich dennoch in ihrer Nähe nieder, um dem nun folgenden Gespräch zu lauschen. Auch Teal’c gesellte sich dazu.

Phoenix

“Sehr schön. Ich bekomme also mehr Zeit für meine Mission, Carter. Das ist toll. Keine Hektik. Keinen Stress. Ich sollte Sie öfter auf solche Besprechungen schicken”, meinte General O’Neill grinsend, nachdem Colonel Carter ihren Bericht beendet hatte.
“Sie sollten aber noch einmal mit Präsidentin Roslin und Admiral Adama darüber sprechen, Sir”, entgegnete Sam.
“Der Admiral ist gerade in einer Besprechung mit Major Morris. Und in spätestens zwei Tagen treffen wir uns sowieso alle“, sagte Jack gut gelaunt und fügte noch hinzu: „Carter, ruhen Sie sich aus – und das ist keine Bitte!“
Samantha salutierte: „Jawohl, Sir“, und verließ die Brücke.

Colonial One

“Entschuldigen Sie bitte die Störung, Frau Präsident. Ich habe hier die Entwürfe, um die Sie gebeten hatten.”
Ein anderer betrat den Raum, wo sich Laura Roslin gerade von Doktor Keller den Befund anhörte, und sich von ihr in Frage kommende Therapieformen erläutern ließ.
“Sehr gut“, Laura nickte zufrieden. „Wenn sich mich entschuldigen würden, Doktor Keller - die Pflicht ruft. Ach ja, Frank Solidus, das hier ist Doktor Jennifer Keller von der Phoenix”, stellte die Präsidentin kurz die beiden einander vor. Danach sah sie sich die Urkundenentwürfe in Ruhe an.
“Wir nehmen diesen hier!”, entschied sich Laura Roslin für einen der drei Entwürfe.
“Jawohl, Frau Präsident. Ich werde die erforderliche Anzahl sofort anfertigen lassen”, Frank Solidus packte wieder alles zusammen und verließ mit einem kurzen Gruß die beiden Frauen.
“Wo waren wir?”, fragte Roslin schmunzelnd Doktor Keller.

Galactica

Colonel Tigh sammelte immer noch die Aussagen von allen Beteiligten und Zeugen, dabei ließ er jeden einzeln aufrufen und in den Besprechungsraum eintreten.
Nachdem der XO der Galactica am Ende alle Aussagen ausgewertet hatte, stellte er fest, dass einige seiner eigenen Piloten Starbuck und die Piloten von der Erde provoziert hatten, dabei hielt er sich besonders an die Aussagen von Apollo, Racetrack, Athena und von Colonel Mitchell.

Anschließend ließ Tigh alle Beteiligten herbeirufen und verkündete: “Wie das so alles aussieht, werdet ihr wohl alle mit einem blauen Auge davon kommen.”
Kara grinste zufrieden: “So-  die Pause ist um; wir haben noch einige Runden vor uns.”

Colonel Tigh machte sich mit den Unterlagen der Untersuchung auf dem Weg zu dem Quartier von Admiral Adama. Der Soldat der Wache hatte, ließ ihn sofort nach einem kurzen Wortwechsel passieren.

“Major Morris, das ist mein XO Colonel Saul Tigh. Colonel Tigh, Major Morris”, stellte Adama die beiden Offiziere einander vor. Der Admiral sah prüfend seinen ersten Offizier an, wechselte ein paar Worte mit ihm, und widmete sich dann dem Abschlussbericht.
“Alle sind mit den blauen Flecken und einem Eintrag in die Personalakten gestraft, das sollte genügen, belassen wir es also dabei”, entschied Admiral Adama. Dann wies er Tigh an, noch zu bleiben, um gemeinsam mit Morris einen Plan herauszuarbeiten.

In dem Abteil auf der Galactica, wo sich Baltar mit seinen Anhängern aufhielt, diskutierte in der Zwischenzeit Doktor Jackson mit dem ehemaligen Präsidenten der Kolonien, wobei es bei dieser Diskussion mitunter recht heftig zuging.

“… wie ich auch schon einmal Jack, ich meine General O’Neill, vor einigen Jahren versucht habe, klar zu machen: Es zählt eigentlich nur der Glaube an diesen Gott, ob er existiert oder auch nicht, ist vollkommen egal. Die Menschen brauchen nun einmal etwas, worauf sie sich stützen und halten können”, beendete Daniel betont geduldig seinen Vortrag.

“Auch wenn diese Götter falsch sind?”, fragte eine Frau neugierig.

“Glaube kann nicht verordnet werden. Glauben kommt aus dem Herzen. Aus der Seele. Die Leute, die euch gewaltsam angegriffen haben, versuchen nun gewaltsam euch von diesem neuen Pfad abzubringen. Wichtig ist nur, dass ihr nicht mit Gewalt darauf antwortet. Denn auf eine Aktion folgt eine Reaktion. Dieses physikalische Gesetz lässt sich auch auf verschiedene andere Dinge übertragen, ebenso in eine Gesellschaft. Auch auf meinem Heimatplaneten gab es einst viele Gottheiten, die von vielen verehrt wurden. Darunter sind auch Götter, die ihr kennt. Aber schon vor vielen tausend Jahren sind Religionen entstanden, in denen nur ein Gott verehrt und angebetet wird …”, erklärte Doktor Jackson, als Teal’c, der bislang schweigend zugehört hatte, ihn unterbrach: “Sprichst du von dem Gott in der Bibel?“

“Ja, Teal’c”, bestätigte ihm Daniel.
“Die … Bibel. Ist das ein Buch?”, fragte Gaius Baltar zögernd.
“Ja, es umfasst das alte und das neue Testament, und ist das Buch der Juden, die allerdings nur das alte Testament anerkennen, und der Christen, die die gesamte Bibel als heilige Schrift anerkennen. In der Bibel steht die Geschichte des Volkes Israel, das sich Gott vor vielen tausend Jahren, als sein Volk erwählt hat.
Im Laufe von etwa 3000 Jahren sind daraus drei monotheistische Religionen hervorgegangen: Das Judentum, das Christentum, welches sich wiederum in viele Richtungen aufgespaltet hat, und dem Islam. Alle diese Religionen haben eines gemeinsam: Sie alle drei wurden von einem Propheten gegründet. Doch haben die Aufeinandertreffen mit den alten Religionen und auch die späteren Glaubensspaltungen immer wieder zu heftigen Zusammenstößen geführt, die in Unruhen unter den Völkern und auch in furchtbaren Kriegen geendet haben, in denen unzählige Menschen ihr Leben verloren. Seit einigen Jahrhunderten herrscht in den meisten Ländern der Erde Religionsfreiheit; das bedeutet, dass Juden, Christen, Moslems und andere Angehörige weiterer Glaubensrichtungen friedlich miteinander leben.

Und von dem, was ich bisher erfahren habe, steuert die Flotte auf dieselben Schwierigkeiten zu, die auch wir vor einigen tausend Jahren hatten, als sich die ersten Christen gegen die Römer durchsetzen mussten. Nach langer Verfolgung wurden sie schließlich anerkannt und dazu noch zur Staatsreligion erhoben, was nicht besonders gut ankam, denn einige zahlten nun mit gleicher Münze zurück. Sie griffen sogar nun selber auf Waffen zurück, um sich durchzusetzen  - das genaue Gegenteil, was Jesus gepredigt hatte. Daher rate ich euch dringend ab, mit Waffen zurückzuschlagen, sonst endet das hier in einem Bürgerkrieg”, warnte Daniel.

“Ja, und?! Sollen wir uns etwa so einfach umbringen lassen, Doktor Jackson?”

“Nein. Natürlich habe ich das nicht gemeint, Doktor Baltar. Ihr habt zumindest Schutz verlangt und ihn auch bekommen; das ist ein guter Anfang. Doch ich bitte euch, euch nur mit Worten und friedlichen Taten zur Wehr zu setzen, und keinen zu zwingen, zu euch zu kommen, damit ihr von allen toleriert werdet …”, antwortete Daniel mit ruhiger Stimme, und nickte zufrieden, als man ihm versicherte, dass alle freiwillig hierhergekommen waren.

“Ich hoffe, Du hörst dem Mann aufmerksam zu, Gaius”, sagte die Frau in der Vision zu Baltar, während sie sich an Doktor Jackson lehnte. Der Blick von Gaius Baltar wanderte zu der blonden Frau, die nur er sehen konnte, und der blonden Zylonin, einer Nummer Sechs glich. Teal’c bemerkte das und zog verwundert die linke Augenbraue hoch.

“Ja … äh … ja, … gut. Dann helfen Sie mir bitte, wenn Sie brauchbare Vorschläge haben, wie wir uns am Besten verhalten können”, fing Baltar erst stotternd an, bevor er sich dann wieder etwas gefangen hatte.

“Stellen Sie Gebote und Regeln auf, die Sie von Ihrem Engel, den Boten Gottes, erhalten haben, an denen sich ihre Schützlinge orientieren sollen. Ich kann Ihnen gerne einige Vorschläge notieren”, schlug Daniel vor, und Gaius nickte zustimmend, worauf sich der Archäologe daran machte, etwas aufzuschreiben.
Unbemerkt von allen verließen derweil zwei junge Männer den Raum.

“Gut. Ich würde vorschlagen, dass wir gemeinsam einen Termin mit der Präsidentin und dem Admiral vereinbaren, damit auch hier so etwas wie Religionsfreiheit existieren kann, damit es keine Zusammenstöße mehr gibt”, erklärte Daniel. Anschließend gab er den Zettel Baltar, der sofort Fragen stellte, was die Notizen betraf. Doktor Jackson erklärte Gaius Baltar kurz aber präzise, was mit jedem seiner Vorschläge gemeint war. Die Frau in Baltars Vision nickte ab und zu, als dieser sie anschaute, als ob er sich ihr Einverständnis sicher sein wollte.



Gegenwart
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica

Im Quartier von Admiral Adama hatte man einen Plan erarbeitet und kam nun endlich zu einem Ergebnis, was die Umsetzung betraf.
“… auf der Galactica beginnen wir simultan an den Stellen, um das CIC, den Pilotenquartieren, der Krankenstation und an anderen strategisch wichtigen Orten. Ob die Kapitäne innerhalb der Flotte genauso verfahren, wie ich auf der Galactica, steht ihnen frei, genauso, ob sie Hilfe von der Galactica benötigen, wenn sie sich dazu entschließen sollten“, erläuterte Admiral Adama Major Morris und blickte dann den Major Hilfe ersuchend an.
„Ich bräuchte eventuell noch 10 weitere ihrer Männer, dann werden wir schneller fertig.”
Dieser nickte verstehend: “Geht in Ordnung, Sir. Ich schlage vor, dass wir gemischte Teams bilden, damit es keine Missverständnisse …” - weiter kam der Soldat nicht, denn ein Marine von Adama betrat dessen Quartier und unterbrach abrupt die Besprechung. “Admiral, Colonel, Sir. Verzeihen Sie bitte, dass ich Sie störe. Es sind Schüsse gefallen.”

“Bei den Göttern”, murmelte Tigh entsetzt.
“Wann und wo ist es passiert, Private Jonsson?”, fragte William Adama.
“Vor etwa zehn Minuten … in dem Bereich, wo sich Baltar und seine Anhänger aufhalten.”
Major Morris wurde hellhörig, sah den Admiral und den XO an, dann rannte er schon los und die anderen folgten ihm, so schnell sie konnten.

Vor 10 Minuten
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica

Daniel Jackson hatte seine einstündige Unterhaltung mit Gaius Baltar beendet. Als er nun mit diesem und Teal’c, der ihn begleitet hatte, gemeinsam vor die Luke trat, fiel in ihrer unmittelbaren Nähe ein Schuss.
Verängstigte Menschen in der Umgebung schrien panisch auf und warfen sich auf den Boden. Die anwesenden vier Marines der Galactica und auch zwei von der Erde, die zu dem Team von Major Morris gehörten, brüllten einigen flüchtenden und maskierten Gestalten Befehle hinterher. Ein dritter Marine, der Doktor Jackson und Teal’c ebenfalls begleitet hatte, sackte plötzlich neben ihnen zusammen.
Der Jaffa ging in die Hocke, untersuchte mit steinerner Miene den Marine und schüttelte schließlich den Kopf. Durgan war tot - Kopfschuss.
Baltar zitterte am ganzen Körper. Jackson, der unmittelbar daneben gestanden war, verlor gleichsam an Gesichtsfarbe und stand unter einem leichten Schock. Er war sich aber ziemlich sicher, dass der Anschlag Gaius Baltar gegolten hatte.
Der Täter versuchte in der Zwischenzeit zu flüchten, doch wurde er nach einer kurzen Verfolgung von Sergeant Ferguson und zwei Marines der Galactica  gestoppt und überwältigt. Der Attentäter trug eine außergewöhnliche Gesichtsbemalung, die einer Maske ähnelte.



Gegenwart
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Galactica

Es dauerte nicht lange, dann tauchte auch Major Morris mit seinen übrigen Marines,  Admiral Adama, Colonel Tigh und zwei Marines der Galactica im Schlepptau auf. Der Admiral ordnete an, dass keiner den Bereich verlassen durfte. Doktor Cottle war ebenfalls eingetroffen, schüttelte aber nach einer kurzen Untersuchung den Kopf; dann ließ er den Toten zudecken.

“Sergeant Ferguson, Private Custer - Bericht!”, verlangte Major Morris.
Custer zeigte auf den sich wehrenden Mann. “Der Mistkerl dort - hat Durgan erschossen, Sir.”
Die Marines der Galactica zerrten den Täter unsanft vor Adama. 
“Wieso haben Sie das getan?”, fragte der Admiral mit fordernder Stimme, wobei ihm nun schmerzhaft vor Augen geführt wurde, was der General bei einem seiner ersten Besuche an Bord der Galactica gemeint hatte.
“Ich … ich wollte … nur Baltar töten … nicht den Verbündeten von der Erde … es war ein … ein Unfall, das wollten wir nicht”, antwortete der mit Handschellen gefesselte Mann mit bebender Stimme und blickte zuerst ängstlich den Admiral an, bevor er Gaius Baltar einen hasserfüllten Blick zuwarf.
“Abführen! Schafft ihn mir aus den Augen, und führt ihn in die Brig!”, ordnete Adama an, worauf zwei Marines sofort die Anordnung ausführten.

General O’Neill wurde von Admiral Adama persönlich von dem Vorfall informiert, so dass sich Jack gemeinsam mit Mister Woolsey sofort mit einem Jumper sowie zehn Marines an Bord der Galactica begab. Auch Präsidentin Roslin wurde informiert, sie hatte soeben ihr Gespräch mit Doktor Keller beendet gehabt, als sie die Nachricht über den Vorfall erreichte.

In der Offiziersmesse der Galactica trafen Adama, Roslin, O’Neill, Jackson, Woolsey, Tigh, Teal’c, Morris und auch Baltar zu einer Krisensitzung zusammen, um über den bedauerlichen Vorfall zu sprechen.

Daniel nutzte natürlich sofort die Gelegenheit und sprach eine Umsetzung der Religionsfreiheit in der Flotte an, um die nötige Toleranz zu schaffen, damit derartige Übergriffe aufhörten. Laura stimmte der Idee sofort zu und erklärte, dies dem Zwölferrat in der morgigen Sitzung vorzutragen. Auch Mister Woolsey begrüßte diesen Schritt und bot Unterstützung an. Gaius Baltar war darüber sehr erleichtert und bedankte sich erfreut. Der Admiral teilte nun seine Entscheidung mit, mit Hilfe der Marines von Major Morris den Zivilisten, die sich an Bord der Galactica aufhielten, die Waffen abzunehmen und zu verwahren.
“… der Täter gehört zu einer religiösen, militanten Gruppe, die sich “Söhne des Ares” nennt. Bei diesen Leuten sollten wir beginnen, und sie auffordern, freiwillig ihre Waffen abzugeben”, verkündete Adama mit ruhiger Stimme. “Doch wer sich weigert und sich zur Wehr setzt, kommt unverzüglich in die Brig! Sollte jemand sich aber mit Waffengewalt wehren, sehe ich mich gezwungen, dementsprechend vorzugehen! Das ist schließlich mein Schiff und ich dulde keine derartigen weiteren Zwischenfälle“, ergänzte der Admiral nach einer kurzen Atempause. Sein Blick kreuzte sich mit dem von Major Morris. „Jetzt ist nur noch die Frage zu klären, ob der Attentäter dadurch unter militärische oder zivile Anklage fällt.” Bei diesen Worten schaute er fragend zu Präsidentin Roslin.

“Die alten Götter setzen sich zur Wehr, Gaius. Und sie werden es auch weiterhin tun”, sprach die blonde Frau, die in Gaius’ Vision neben ihm auf dem Tisch saß, eine Warnung aus.

Gaius Baltar schluckte und für einen kurzen Moment rann ihm ein kalter Schauer den Rücken herunter und er begann, zu schwitzen. Doch dann erinnerte er sich an die Worte von Daniel Jackson und brachte mit holpriger, stotternder Stimme hervor: “Admiral, … wenn Sie uns … uns weiterhin mit einigen Marines schützen, … und unser Abteil sichern …, dann … dann geben wir unsere Waffen, die … die wir haben, freiwillig ab.”
Adama, Tigh und Roslin waren über diesen plötzlichen Vorstoß von Baltar sehr überrascht, doch der Admiral erklärte sich sofort damit einverstanden.

Die Präsidentin fragte nach kurzer Überlegung: “Um wen handelt es sich überhaupt bei dem Schützen?”
“Jim Milos, ein Mitglied aus der Zeit des Widerstandes während der Besatzung durch die Zylonen auf Neu-Caprica”, antwortete ihr Colonel Tigh.
“Die Tat geschah auf ihrem Schiff, Admiral. Und hier haben Sie die Befehlsgewalt, und auch die Funktion des Richters”, sagte Laura mit ruhiger Stimme und sah dabei William an, der konzentriert nachdachte.

“Admiral, Durgan wird auch nicht wieder lebendig, wenn sie diesen Milos zum Tode verurteilen und hinrichten lassen”, warf Morris mit bitterer Stimme ein.
“Und was schlagen Sie vor Major?“, hakte Admiral Adama nach. „Denn ich kann ihn nicht ungestraft davonkommen lassen.”
“Ich weiß, es klingt vielleicht verrückt - doch mir würde es genügen, wenn er bis zum Prozess eingesperrt wird”, erklärte Steve Morris.
“Und wenn er verurteilt wurde, was dann?”, fragte General O’Neill interessiert.
Die Präsidentin nickte zustimmend: “Das ist eine gute Frage.”
“Ich sperre Milos fürs Erste einmal ein”, entschied Admiral Adama.
Alle am Tisch nickten zustimmend, bis auf einen, nämlich Baltar, der dieser Entscheidung sehr skeptisch gegenüberstand und dies auch erklärte, da er immer noch Angst um sein Leben hatte.

“General O’Neill, was machen die Vorbereitungen für die Zeremonie?”, erkundigte sich Roslin, um das Thema zu wechseln.
“Ganz gut. Die Arbeiten sind so gut wie abgeschlossen.”

Die Versammlung löste sich nun langsam auf, nachdem Morris noch mitgeteilt hatte, dass morgen früh auf der Phoenix die Trauerfeier für den getöteten Soldaten stattfinden würde - am Vortag der offiziellen Unterzeichnung der Verträge auf der Phoenix.

In den nun folgenden Stunden gab zuerst die gesamte Anhängerschaft von Baltar zwar widerstrebend, aber doch freiwillig ihre Waffen ab, die von den Marines eingesammelt wurden. Bei den “Söhnen des Ares” behielt die Frau, die vom Aussehen dem sechsten Zylonenmodell glich, mit ihrer Behauptung Recht; denn es gab durchaus einige, die sich nicht freiwillig von ihren Waffen trennen wollten und von daher zumindest körperlichen Widerstand leisteten. Allerdings stellten die Marines zufrieden fest, dass keiner es wagte, sich mit der Waffe zu wehren. Diejenigen, die erst von den Marines überwältigt werden mussten, wurden anschließend in die Brig gesperrt. Wie von Tigh vorher bereits vermutet worden war, waren die meisten dieser Männer Angehörige des Widerstandes auf Neu-Caprica gewesen, und hatten dort gegen die Zylonenbesatzung gekämpft. Deswegen hielt Adama noch einmal kurz Rücksprache mit Roslin und O’Neill. So wurde vereinbart, dass auch in den Arrestzellen der vier Erdschiffe einige der Gefangenen untergebracht wurden, bis man sie dann anklagen und verurteilen würde, obwohl der Admiral eigentlich dafür war, die 15 Männer, die sich gewehrt hatten, gleich für einige Monate in die Brig zu sperren.



Nächster Tag, 10:00 Uhr
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Phoenix

Im bereits vorbereiteten Steuerbordhangar fand die Trauerfeier für Private Gary Durgan statt, an der auch einige Vertreter von der Galactica und der Kolonialen Flotte teilnahmen. Darunter waren auch der Admiral, Apollo und Starbuck, sowie Präsidentin Roslin, Tom Zarek und noch einige Mitglieder des Zwölferrates - sogar Baltar war in Begleitung gekommen.
Major Morris hielt eine kurze Ansprache, nachdem bereits General O’Neill einige Worte gesagt hatte. Die Trauerfeier war nach einer guten halben Stunde beendet und der Metallsarg wurde abtransportiert, um ihn in einen gesonderten Kühlraum zu bringen, der für mögliche Gefallene vorgesehen war, bis man wieder auf der Erde war.
Die Präsidentin und auch der Admiral sprachen noch einmal kurz ihr Bedauern aus, danach sahen sich beide noch einmal in dem vorbereiteten Hangar um, wo am nächsten Tag die Veranstaltung stattfinden sollte. Im Steuerbordhangar in den Sektionen B und C standen bereits einige Stühle bereit. Das große Podium war bereits fertig, die Flaggen der Zwölf Kolonien, die Flaggen von vielen Nationen der Erde, sowie die Flaggen der Galactica, des SGC und der Phoenix hingen bereits an ihren Befestigungen. Das Redepult wurde ausgetauscht - und Siler machte sich mit seinen Leuten daran, die letzten Handgriffe zu tätigen. Sergeant Siler und seine Leute arbeiteten perfekt mit den Leuten von Adama und Roslin zusammen. Doch die Stimmung in der Flotte war wegen des Vorfalls getrübt. Laura Roslin verabschiedete sich schließlich, um auf die Colonial One zurückzukehren und dort mit dem Zwölferrat zu tagen.



24 Stunden später
Andromeda-Galaxie
Vereinte Flotte
Phoenix, Steuerbordhangar B und C

Es trafen nun nach und nach die ausgesuchten Vertreter der Kolonien aus der ganzen Flotte ein und nahmen auf den ihnen zugewiesenen Stühlen Platz. Viele waren mit sehr gemischten Gefühlen an Bord der Phoenix gekommen.
Die Sicherheitskräfte von der Präsidentin arbeiteten wieder hervorragend mit den Marines der Galactica und der Phoenix zusammen, um für die Sicherheit zu sorgen.

Es würde nun nicht mehr lange dauern, bis die Veranstaltung beginnt, in der man den Überlebenden der Flotte öffentlich bekannt gibt, was man in den Verhandlungen besprochen und vereinbart hatte.

In einem der Pausenräume in der Nähe des Steuerbordhangars, wo die Techniker und Mechaniker sonst aufhielten, hatten sich kurz vorher noch einmal General O’Neill, Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Mister Woolsey und Doktor Jackson getroffen, um kurz den Ablauf zu besprechen.
Jack war froh und erleichtert, dass sich Daniel so gut von dem Schock erholt hatte. Er war überrascht, als die Präsidentin ihn um einen Bleistift bat.
„Ein Bleistift – wo zum Henker nehm‘ ich jetzt einen Bleistift her.“ Er sah sich stirnrunzelnd um.
„Ähm“, Daniel Jackson meldete sich zu Wort: „Ich kann da vielleicht aushelfen“, und überreichte der Präsidentin einen Stift. Diese nahm ihn mit einem Lächeln entgegen und zerbrach ihn vor aller Augen.
“Oh, das ist nur so ein Ritual.”

“Aha“, sagte O’Neill grinsend. „Dann wollen wir mal zur Tat schreiten”, stand auf und gab somit das Zeichen zum Aufbruch.
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RE: Stargate: Battlestar Galactica - von Jonathan J. O´Neill - 03.10.2026, 19:53

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