05.10.2026, 19:19
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.10.2026, 19:27 von Jonathan J. O´Neill.)
Guten Abend! Heute wird Season 2.1 komplettiert.
Wünsche viel Lesevergnügen
Andromeda-Galaxie
Vereinigte Flotte
Phoenix, Steuerbordhangar
Auf dem kleinen Korridor zum Hangar trafen der Zwölferrat und Tom Zarek, den Vizepräsidenten, Colonel Carter, Colonel Tigh, Major Adama, Captain Thrace sowie die übrigen Mitglieder des IOA aufeinander.
Sergeant Siler nickte kurz und gab dann den Vertretern der Medien, den Technikern der Galactica und seinen Leuten ein Zeichen, dass man nun soweit sei, um mit der Live-Übertragung in der Flotte zu beginnen. Dadurch wurden all diejenigen über die Veranstaltung, ihren Ablauf und Inhalt informiert, die nicht an Bord der Phoenix kommen durften, da durch die Vorfälle die Sicherheitsstufe erhöht worden war.
Alle betraten nun in einer strikten Reihenfolge den Hangar: Präsidentin Roslin und Mister Woolsey waren die ersten, die hereinkamen, dann folgten Admiral Adama und General O’Neill, danach der Zwölferrat und das IOA mit Doktor Jackson und Zarek, dem Vizepräsidenten der Kolonien; den Abschluss bildeten Colonel Carter, Colonel Tigh, Major Adama und Captain Thrace.
Sie begaben sich an den zuvor abgestimmten Platz, wobei die zwölf Vertreter des Zwölferrates sich jeweils vor die Flagge derjenigen Kolonie stellten, die sie vertraten. Die Flaggen der Kolonien von Kobol, der Galactica, der Phoenix, des SGC und der Erde befanden sich in der Mitte, dort standen Laura Roslin, Richard Woolsey, William Adama, Jack O´Neill, Tom Zarek und Daniel Jackson. Etwas weiter im Hintergrund der Mitte standen Shen Xiaoyi, Jean La Pierre, Russel Chapman, Doktor Markova, Colonel Carter, Colonel Tigh, Apollo und Starbuck.
Einige weitere Personen standen neben dem Podium, einige davon waren Techniker, Sicherheitskräfte oder aber auch Mitarbeiter aus dem Büro der Präsidentin, aus dem Stab des Admirals oder von O’Neill.
Als jeder seinen Platz eingenommen hatte, wurden zunächst die Hymnen von einem Militärorchester gespielt, welches sich rechts neben dem Podium befand. Begonnen wurde mit der Hymne der Kolonien, bevor die jeweiligen Nationalhymnen der Länder folgten, die am Stargateprogramm beteiligt waren.
Nachdem die musikalische Eröffnung beendet war, trat Präsidentin Laura Roslin sichtbar bewegt an das Pult, welches zentral auf dem Podium stand. Sie schaute noch einmal dankbar zu Adama und O’Neill, danach ließ Laura ihren Blick über die versammelte Menschenmenge schweifen, die sich hier im Hangar versammelt hatte.
Die Präsidentin rückte kurz ihre Brille zurecht, bevor sie sich dann mit den Händen am Pult abstützte, nachdem sie eines der Mikrophone justiert hatte:
“Meine Damen, meine Herren. Ich freue mich, dass sie alle hier an Bord dieses Schiffes gekommen sind. Es ist ein bewegendes Ereignis, welches wir begehen. Ich möchte mich im Namen der Zwölf Kolonien von Kobel herzlich bei Ihnen, General O’Neill und Ihren Leuten bedanken, dass Sie und Ihre Flotte uns gefunden und nicht gezögert haben, um uns im Kampf gegen die Zylonen beizustehen, der vermutlich ohne Ihr Eingreifen vielen Menschen unseres Volkes das Leben gekostet hätte. Auch möchte ich mich für die Gastfreundschaft, die Sie mir und unserer Vertretung gewährt haben und noch gewähren, bedanken. Auch dafür, dass Sie dennoch als Gastgeber für diese Feier, die hier an Bord der Phoenix stattfindet, agieren - besonders nach diesen tragischen Vorfällen. Dies ist für unsere beiden Völker ein großer und bewegender Moment.” Sie hielt kurz inne und blicke dann zur Seite. “Und nun bitte ich Mister Woolsey, noch einige Worte zu sagen, bevor wir die Dokumente unterzeichnen, und anschließend bekannt geben, was auch in diesen Dokumenten steht.”
Es erklang zustimmender Beifall, als die Präsidentin und der Vertreter des IOA schüttelten sich noch einmal kurz die Hände schüttelten, ehe nun Woolsey an das Pult trat.
“Frau Präsident. Ich möchte mich im Namen von uns allen für Ihre positiven Worte bedanken. Zuerst möchte ich allerdings die Reporter bitten, mit den möglichen Fragen, die sie sicher haben, noch etwas zu warten.
Es war Captain Kara Thrace, die uns auf Ihre Lage aufmerksam machte, als sie nach der Bergung von General O’Neill in der Krankenstation des SGC wieder zu sich kam. Mit den gesammelten Informationen, die wir von ihren Offizier erhalten hatten, wurden Vorbereitungen getroffen, um Ihnen zur Hilfe zu kommen. Ich kann nur noch einmal die Worte von General O’Neill, als er zum ersten Mal an Bord der Galactica zu Besuch war, wiederholen: Sie sind alle Helden, da sie alle gegen einen Gegner kämpfen mussten, der Ihnen überlegen war. Doch Sie haben nicht aufgegeben, sondern haben tapfer weitergekämpft, auch bis zu dem Tag, als wir Ihre Flotte gefunden hatten. Seit diesem Tag haben unsere beiden Völker gut zusammengearbeitet. Es ist uns eine besondere Ehre, Sie alle hier an Bord dieses Schiffes als unsere Gäste zu haben.”
Richard Woolsey drehte sich bei dem letzten Satz zu der Delegation von den Kolonien kurz um und begab sich unter Beifall wieder zurück an seinen Platz.
Jack O’Neill hasste solche Veranstaltungen. Er war froh, das Woolsey und Doktor Jackson mit dabei waren, ansonsten hätte ER zu Beginn eine Rede halten müssen. Er konnte geradeso ein Gähnen unterdrücken, denn er hatte nur wenige Stunden Schlaf gefunden, zumindest schob er es auf seine Müdigkeit.
Er hoffte sehr, dass es keiner bemerkte, doch Carter, die etwas versetzt hinter ihm stand warf ihm ein verschmitztes Lächeln zu. Sie war ihm Gegensatz zu ihm entspannt und ausgeruht. Auch Admiral Adama hatte es bemerkt. Dieser war ebenfalls übermüdet, da die letzten Tage ihn kaum zur Ruhe kommen ließen. ´Jack ergeht es genauso wie mir´, dachte der Admiral erschöpft.
In der Zwischenzeit war nun wieder Präsidentin Roslin nach vorne getreten und verkündete in feierlichem Ton, dass man nun die Verträge und sonstigen Dokumente unterschreiben würde. Sie bat nun die weiteren Personen, die dazu berechtigt waren, an den Tisch.
Dieser Akt dauerte so einige Zeit, bis die Vertreter beider Seiten die Papiere, die in vielfacher Ausfertigung angefertigt worden waren, unterzeichnet hatten.
Nachdem man endlich damit fertig war, übergaben Daniel Jackson und Mister Woolsey symbolisch noch einmal die Mappen mit einigen Vereinbarungen in die Hände von Laura Roslin und Tom Zarek. Die machten es daraufhin genauso. Danach gingen Zarek und Jackson wieder an ihren Platz.
Nur Präsidentin Roslin und Mister Woolsey blieben am Tisch stehen. Laura Roslin trat nun einige Schritte zurück, wandte sich um, und sagte: “Und nun bitte ich noch einmal folgende Herren zu mir zu kommen: General O’Neill, Doktor Jackson, Admiral Adama und den Vizepräsidenten Zarek. Diese Herren werden mit Mister Woolsey und mir eine Urkunde unterzeichnen, die ich habe vorbereiten lassen, um für die Zukunft an diesen bedeutenden Moment zu erinnern.”
Die Aufgeforderten traten nun wieder an den Tisch heran.
“Danke, Mister Solidus”, bedankte sich Roslin bei dem Mann, der ihr die Mappe mit den Urkunden übergab.
Diese Urkunde war in zwölffacher Auflage vorbereitet worden, die nun von Roslin, Adama, Zarek, Woolsey, Jackson und O’Neill unterzeichnet wurde.
Der Präsidentin der Kolonien war dadurch eine kleine Überraschung gelungen. Die versammelten Menschen applaudierten, als Laura Roslin und Richard Woolsey gemeinsam ein Exemplar der Urkunde präsentierten. Die Fotographen hatten viel zu tun, um dieses Ereignis mit Bildern entsprechend zu dokumentieren.
Daniel hatte, als er seinen Blick über die Leute schweifen ließ, unter anderem auch Gaius Baltar mit einigen seiner weiblichen Anhänger entdeckt, sowie Vala und Teal’c, die in der gleichen Reihe standen.
Präsidentin Roslin trat noch einmal ans Pult und bat um Aufmerksamkeit.
“Und nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, um noch eine kleine Erklärung abzugeben. Denn unsere Freunde von der Erde haben uns auf ein Problem aufmerksam gemacht, welches nun mit dem Beschluss nach einer Beratung von dem Zwölferrat, dem Vizepräsidenten, den Ministern und mir behoben werden soll:
Es wird ab sofort eine Religionsfreiheit in der Flotte und in unserer neuen Heimat, geben, damit es nie wieder zu einem solch schlimmen Unfall kommt, wie vor zwei Tagen, als ein Soldat der Phoenix an Bord der Galactica getötet worden ist. Was ein Vorfall war, den ich zutiefst bedauere”, sie hielt kurz inne. “… und ich hoffe, dass dieser junge Mann das letzte Opfer der religiösen Streitigkeiten war, die innerhalb unserer Flotte zum Vorschein gekommen sind. Der Täter und einige weitere Angehörige, die zu den “Söhnen des Ares“ gehören, befinden sich in Gewahrsam und werden später vor Gericht gestellt. Für uns alle beginnt nun ein neues Leben, eine neue Epoche, die wir gemeinsam und mit Hilfe unserer neuen Freunde und Verbündeten meistern werden”, endete Roslin euphorisch.
Nach ihren letzten Worten war mancherorts ein leises Gemurmel zu hören. Gaius Baltar atmete erleichtert auf, denn er wusste nun, dass er und seine Anhänger per Gesetz vor gewaltsamen Übergriffen geschützt waren. Admiral Adama stimmte nun den Applaus an und alle anderen taten es ihm nach wenigen Sekunden gleich und eifriges Händeklatschen war zu hören.
Als es wieder ruhiger im Hangar wurde, trat der Admiral selber an das Pult:
“Ihr müsst mir verzeihen. Ich werde alt, wie ihr alle wisst, und kann mir nicht mehr alles merken”, sagte Adama lächelnd und breitete seinen Notizzettel aus. Er schaute noch einmal die Menge vor sich an, bevor er nun verkündete, was die nächsten Ziele der Flotte seien.
“… auch hoffe ich, das wir diesen bedeutenden Tag immer in Erinnerung behalten und an unsere Kinder und Kindeskinder weitererzählen. Ich darf Ihnen allen mitteilen, dass General O’Neill in den nächsten Tagen zu einer wichtigen Mission aufbrechen wird, zu der Präsidentin Roslin ihn ermächtigt hat. Diese Mission beinhaltet eine umfassende Such-, Rettungs- und Bergungsaktion zunächst nach Neu-Caprica und dann in die Kolonien, um nach den letzten Überlebenden auf unseren von den Zylonen zerstörten Welten zu suchen. Bis er wieder zurück zur Flotte stößt wird parallel dazu eine Mannschaft, die sich aus den Crews der Phoenix und der Galactica zusammensetzen, auf die Suche nach Wasser und Nahrung gehen. Wir sollten für die Hilfe, die wir alle bisher erhalten haben und noch erhalten werden, dankbar sein. Auch ich möchte mich bei unseren Gastgebern bedanken und wünsche General O’Neill viel Glück und Erfolg für seine, für unser Volk so wichtige Mission”, endete Admiral Adama. Er bat dann Jack an das Pult nach vorne, während alle Applaus spendeten, und nebenbei auch ´Und das hoffen wir alle´- Rufe im Hangar zu hören waren.
Jack O’Neill trat langsam nach vorne, während William Adama ihm auf halben Wege entgegenkam, wo sich die beiden militärischen Anführer erst einmal freundschaftlich die Hände schüttelten, ehe der General nun weiter auf das Pult zuging und der Admiral sich wieder an seinen Platz stellte.
“Da meine Untergebenen wissen, dass ich ungern Ansprachen und Reden halte, werde ich mich kurz fassen”, begann Jack O’Neill seine Rede und bestätigte noch einmal kurz den Auftrag, den er von Präsidentin Roslin erhalten hatte. Am Schluss bedankte er sich für die bisherige gute Zusammenarbeit, und würdigte noch einmal die Leistung der Überlebenden.
Colonel Samantha Carter und Doktor Daniel Jackson mussten schmunzeln, während sie wie alle anderen in die Hände klatschten, als Jack wieder langsam auf sie zukam. “War doch gar nicht so schlimm, oder?”, fragte Sam grinsend, als Jack vor ihr stand. “Nein”, antwortete der General einsilbig.
Nun trat Vizepräsident Tom Zarek nach vorne und listete auf, was die Kolonie von Kobol von der Erde bisher erhalten hatte und auch in Zukunft erhalten wird. Als er zu dem Punkt kam, dass das Ziel nicht die Erde war, sondern ein anderer Planet, war ein Raunen zu hören, denn die Bürger der Kolonien nahmen diese Nachricht, wie zuvor erwartet, verständlicherweise mit gemischten Gefühlen auf. Zarek legte eine Pause ein. Als es wieder ruhiger geworden war, führte er die Gegenleistungen auf, die man vereinbart hatte, welche die Erde erhalten würde.
“… die Reporter und Sie dürfen nun, Ihre Fragen stellen. Die Präsidentin, Colonel Carter, Doktor Jackson, Major Adama, und auch ich werden versuchen, diese so gut es geht, zu beantworten”, beendete Tom Zarek seinen Bericht.
Kaum waren seine letzten Worte verklungen, meldeten sich sofort die Reporter und viele Vertreter aus den Kolonien. Wobei natürlich die Vertreter der kolonialen Presse Vorrang hatten.
Die meisten Fragen bezogen sich auf die neue Heimat der Kolonien, und warum nicht die Erde das Ziel der Reise war. Nun waren Doktor Jackson und auch der Vizepräsident gefordert, wobei Daniel den Hauptteil übernahm; er erklärte und beantwortete ausführlich alle Fragen, die sich auf dieses Thema bezogen. Tom war erleichtert, dass der Wissenschaftler von der Erde das Thema übernahm und bestätigte nur dessen Aussagen. Es dauerte fast eine dreiviertel Stunde, bis Daniel fertig war.
Weitere Fragen drehten sich um die Missionen des Militärs und die Aufrüstungen der größten Schiffe in der Flotte, die auch beantwortet wurden, wobei sich aber Laura, Lee, Sam und Tom bedeckt hielten, mit der Begründung, keine militärischen Taktiken preisgeben zu wollen.
“Wie viele Menschen können Sie an Bord der Phoenix nehmen?”, fragte eine Reporterin, als sich die Zeit dem Ende entgegen neigte, die man dafür eingeplant hatte.
“Wir haben noch genügend Platz für etwa 1500 Personen, wenn alle etwas zusammenrücken”, antwortete Carter.
“Und wie lange wird diese Mission dauern? Denn, wenn die Phoenix nicht bei der Flotte ist, fehlt uns ein wichtiges Schiff, falls wir wieder auf die Zylonen treffen sollten”, fragte ein weiterer Reporter.
“Der General hat einen Monat Zeit. Da es etwa ebenfalls solange dauern wird, bis alle Schiffe repariert und aufgerüstet sind. Auch hat die Mannschaft, die auf Wasser- und Nahrungssuche gehen wird, ebenfalls soviel Zeit, bevor wir uns an einem gemeinsamen Treffpunkt wieder zusammenschließen. Der Schutz der anderen drei Erdschiffe und der Galactica wird ausreichen”, antwortete Laura Roslin. Sie legte eine kurze Pause ein, danach gab sie das Wort an Mister Woolsey ab, der sich zum Abschluss noch einmal für das Kommen bedankte und damit die Feier offiziell beendete.
“Um zwei Stunden überzogen”, stellte Daniel nach einem Blick auf seine Armanduhr fest.
“Na schön, ziehen wir uns in die Bibliothek oder in die Offiziersmesse zurück, bis die Vertreter der Flotte die Phoenix verlassen haben?”, fragte Jack in die Runde.
Starbuck rieb sich den Magen. “Gibt es was zu essen? Ich verhungere.”
“Das lässt sich einrichten”, antwortete Sam lächelnd.
“Ich würde sagen, wir gehen in die Bibliothek”, entschied Laura Roslin. “Dort ist eine schöne Atmosphäre.”
Es dauerte ungefähr noch drei Stunden, bis alle Gäste mit Hilfe der Jumper, Raptoren und Shuttles aus der Flotte wieder an Bord ihrer Schiffe waren. Nach einer weiteren Stunde traten dann auch die Mitglieder des Zwölferrates den Heimweg an. Jack ließ es sich nicht nehmen, die Präsidentin, den Admiral, den Vizepräsidenten, Starbuck, Colonel Tigh, Tory Foster und Frank Solidus persönlich mit einem Jumper zur Colonial One und zur Galactica zu fliegen, dabei wurde er von Apollo als Co-Piloten begleitet.
Galactica, Offiziersmesse
Der Admiral betrat gemeinsam mit General O’Neill, Colonel Tigh, Major Adama und Captain Thrace die Offiziersmesse, um über die Vorbereitungen für die Missionen zu sprechen. Die Präsidentin hätte zwar sehr gerne teilgenommen, doch war sie durch ihre Erkrankung müde geworden und wollte sich zunächst erst einmal ausruhen. William Adama übergab Jack O’Neill eine Liste von Personen, die sich bereit erklärt hatten, die Flotte und die Kolonien auf der Reise politisch zu vertreten.
“Wenn ich ein paar Politiker von der Erde hierlassen darf?”, fragte O’Neill scherzend.
Nun merkte man auch Jack so langsam die Strapazen an. Er verabschiedete sich, um wieder auf sein Schiff zurückzukehren und sich endlich ein paar Stunden Schlaf zu gönnen.
Galactica, Backbordhangar
Anastasia Dualla eilte die Treppe hinunter und betrat das Hangardeck, wo sich einige bereits versammelt hatten, darunter waren auch Lee, Kara und der Admiral.
“General O’Neill, Sir. Bitte bringen Sie mir meinen Mann wieder gesund zurück”, bat Dee, als sie vor Jack stand.
“Keine Sorge, Lieutenant. Das werde ich”, erwiderte O’Neill augenzwinkernd, dann wandte er sich an Apollo, nachdem er sich von allen verabschiedet hatte, und ging gemeinsam mit ihm in den Jumper.
Es dauerte nicht lange, dann verließ das kleine Raumschiff den mächtigen Kampfstern, und flog in Richtung Phoenix.
Diesmal war es Lee Adama, der den Puddle Jumper flog, denn Doktor Keller hatte anhand von Stichproben herausgefunden, dass die Menschen der Kolonien, genauso wie die Menschen auf der Erde, das Antikergen besaßen, was die Theorien und Vermutungen von Daniel Jackson nur noch untermauerten.
Es war bei manchen stärker vorhanden, bei anderen weniger, genauso wie man es bereits auf der Erde festgestellt hatte. Der General gab dem Major ein paar Tipps und Anweisungen. Anfangs noch etwas unsicher, bekam er den Jumper so nach und nach immer besser in den Griff.
Phoenix, O’Neill’ Quartier - Thor’ Labor - Kantine
Früh morgens um 06:00 Uhr klingelte der Wecker, der den General aus dem Schlaf riss. Widerstrebend stand er auf, taumelte im Halbschlaf zur Dusche, bevor er sich rasierte und anzog. Als er zu seinem Schreibtisch schaute, runzelte er die Stirn, denn die Papiere stapelten sich immer mehr. Er schob alles zusammen, was er benötigte, und machte sich auf den Weg zur Kantine, um dort zumindest ein bisschen was abzuarbeiten.
Unterwegs wurde er durch die Lautsprecheranlage in das Asgardlabor gerufen.
“Guten Morgen, O’Neill. Ich habe meinen Bericht fertig”, begrüßte der kleine graue Außerirdische seinen Freund.
“Kann das nicht bis nach dem Frühstück warten?”, brummelte Jack immer noch etwas verschlafen. “Aber jetzt wo ich schon mal hier bin - Morgen Thor. Dann lass mal hören.”
Der Asgard erklärte, dass die noch vorhandene Energie der ZPM’, die sich an Bord der Korolev, Icarus und Asklepios befanden, wie bisher erwartet ohne Probleme auch für die Reise zurück in die eigene Galaxie ausreichen werden.
“… die Energie unseres ZPM’ wird nur noch für den kurzen Flug nach Neu-Caprica reichen, dann ist unser aktives erschöpft. Ich würde vorschlagen, es im Gateraum an die Energieversorgung des Stargates anzuschließen. Denn es wird für eine Verbindung zur Erde immer noch genügend Energie liefern”, berichtete Thor.
“In Ordnung. Dann mal ran an die Arbeit!”, erwiderte General O’Neill lässig.
“Wurde bereits veranlasst, und mit der Energie des nun genutzten Zero Point Moduls können wir unsere Mission ungefährdet durchführen”, sagte der Asgard mit ruhiger Stimme, worauf Jack in zuerst fragend ansah, dann aber zufrieden grinste.
O’Neill verabschiedete sich, mit dem erhaltenen Bericht in der Hand, winkend und verließ das Labor von Thor.
In der Kantine angekommen, nahm er sofort einen ganzen Tisch für sich in Beschlag. Er legte seinen Papierstapel von Berichten, Anträgen, Personalakten und Beschwerden ab, bevor er sich am Büffet sein Frühstück zusammenstellte.
Einige Minuten später kamen auch Sam, Teal’c, Daniel und Vala hinzu, die sich an einen Tisch in der Nähe setzten.
“Major Adama und Colonel Mitchell sind bereits im Bereitschaftsraum, um die Piloten einzuteilen, Sir”, meldete Colonel Carter, worauf der General nur wortlos nickte und sich kauend seinem Papierkram widmete.
Galactica, CIC
Adama schaute sich die Berichte an, nachdem er das CIC betreten hatte. Der Admiral hatte zwar nur fünf Stunden geschlafen, war aber trotzdem ausgeruht und guter Dinge.
Plötzlich wurde er von Lieutenant Gaeta unterbrochen. “DRADIS-Kontakt! Es ist ein schwerer zylonischer Jäger.” Admiral Adama schaute besorgt auf und beobachtete aufmerksam den Bildschirm des DRADIS - doch es tauchten keine weiteren Schiffe der Zylonen auf.
“Die CAP soll den Jäger abfangen! Notsprung vorbereiten! Informieren Sie auch die Schiffe der Erde, Dee!”, gab Adama Anweisung. “Verdammt, wo kommt denn der auf einmal her?”
“Das ist eine gute Frage”, war alles, was Colonel Tigh sagen konnte, denn sein Unbehagen wuchs immer mehr.
“Wir empfangen eine Mitteilung … sie kommt aus dem zylonischen Jäger”, meldete Dee etwas überrascht.
“Stellen Sie durch, und die CAP soll den Jäger weiter beobachten!”, ordnete der Admiral an.
“Hot-Dog, hier die Galactica, Waffen ruhen! Nur beobachten! Ich wiederhole: Waffen ruhen!”, gab Dualla die Befehle über ihr Headset weiter.
Die Piloten der CAP teilten nach einer visuellen Beobachtung mit, dass der Jäger schwer beschädigt war. Auch die Schiffe der Erde hatten Jäger gestartet, falls sich doch noch Basisschiffe der Zylonen zeigen sollten.
Phoenix, Brücke
“Nicht einmal frühstücken kann man in Ruhe”, beschwerte sich O’Neill, der wieder die Wache an Bord seines Schiffes übernahm.
Adama ließ noch einmal die Tonbotschaft abspielen und Daniel stellte neugierig fest: “Das klingt doch sehr interessant.”
“Na schön.”, seufzte Jack ergeben. “Ich schicke Colonel Carter, Doktor Jackson und Teal’c zu Ihnen, Admiral.”
“In Ordnung. Wir holen den Jäger an Bord.”
“Nein, ich weiß etwas besseres”, entgegnete General O’Neill und erklärte auch gleich, was er meinte, nämlich den Zylonen herauszubeamen und den schweren Jäger zunächst einmal zu untersuchen, bevor man ihn an Bord nahm. Admiral Adama war mit dem Vorschlag einverstanden.
Galactica, Brig
Keine Viertelstunde später saß ein ziemlich irritierter Zylon in einer Zelle. Und nach wenigen Minuten betraten auch der Admiral, Starbuck, Daniel, Sam, Teal’c und einige Marines von der Phoenix und der Galactica den Zellenbereich.
“Leoben”, war alles was Kara Thrace sagte, als sie den Gefangenen erkannte.
“Hallo Starbuck, schön dich wiederzusehen. Und ich nehme an, das dort sind unsere neuen Freunde”, meinte der Zylon mit einem Kopfnicken in Richtung von Sam, Teal’c und Daniel.
Captain Thrace schüttelte unwirsch den Kopf: “Was willst Du?”
Nun wiederholte Leoben erst einmal das, was er schon über Funk mitgeteilt hatte, nämlich, dass die Zylonen sich in zwei Fraktionen aufgespaltet hatten, und das Cavil dabei wäre, Jagd auf alle Zylonenmodelle der Zweier, Sechsen und Achten zu machen, um sie auszulöschen sowie D’Anna wieder aufzuwecken, um sich dann den letzten fünf Zylonen zuzuwenden und dann weiter Jagd auf die Menschen zu machen.
Und - dass sich die Zylonenopposition um Natalie, eine Sechs, dazu entschieden hat, endgültig Frieden mit den Menschen zu schließen, um danach gemeinsam D’Anna aus den Händen von Cavil zu befreien, da diese Drei die Gesichter der letzten Fünf Zylonen in einer Vision gesehen hatte. Anschließend wolle man mit den Menschen eine neue gemeinsame Heimat suchen.
Also bot er im Auftrag von allen Sechsen, Achten und den anderen Zweiern Frieden und eine Allianz an. Auch bat er um Hilfe im Kampf gegen die Fraktion von den Einsern, Vierern, Fünfern und einer Acht - Boomer.
Danach fragte Carter ihn, wie er denn die Flotte gefunden hatte. Sam hörte genau zu und nickte: “Ich verstehe, was er meint. Es ist einfach unglaublich.”
Da erst bemerkte sie die fragenden Gesichter der anderen und erklärte aufgeregt: “Okay. Es sind die Energiesignaturen, die vom Sarkophag ausgehen. Wir können sie kam messen, doch die Zylonen können das offenbar auch über große Distanzen.”
“Müssten die Schilde dies nicht verhindern?”, fragte Teal’c.
“Ja schon. Aber dadurch, dass wir das ZPM ausgewechselt haben, waren die Schilde vorübergehend etwas schwächer als sonst, und für einige Minuten nur von der Primärenergie versorgt. Zumindest deckt sich das mit dem Zeitpunkt, den uns Leoben berichtet hat”, antwortete Colonel Carter, bevor sie sich an Adama wandte. “Admiral, ich muss sofort in das CIC, um General O’Neill zu informieren.”
“Das sollten Sie unbedingt tun, Colonel”, mischte sich Leoben zustimmend ein. “Denn, wenn ich die Flotte auf diesem Wege finden konnte, kann es auch der Fraktion um Cavil gelingen.”
Colonial One, Büro der Präsidentin
Nachdem man Leoben mit den Za’tarc-Detektor von Anise noch einmal überprüft hatte, trafen Roslin, Woolsey, Adama und O’Neill im Büro von Laura Roslin zusammen. Nach langer Beratung und Auswertung der Untersuchungen beschloss man zunächst einmal, wie mit dem Zwölferrat abgesprochen, unter Vorbehalt das Angebot eines Bündnisses zu akzeptieren. Auch wolle man nach dem Basisschiff von Natalie suchen lassen.
Admiral Adama hatte nach einer kurzen Überlegung vorgeschlagen, den Sarkophag für eine Falle zu benutzen, nachdem Leoben allen versichert hatte, dass sich die Opposition der Zylonen versteckt halte, und nicht durch die Galaxie reise, um irgendwelchen Messwerten nachzugehen. Laura Roslin war davon nicht besonders begeistert und bat um kurze Bedenkzeit, da sie den Sarkophag doch für ihre Therapie nutzen wollte. Die Präsidentin nahm, kurz nachdem alle wieder ihr Büro verlassen hatten, Verbindung zu Doktor Keller auf.
Phoenix, Steuerbordhangar - Brücke
“Ich brauche eine Verbindung zur Asklepios!”, verlangte General O’Neill, als er zurück an Bord seines Schiffes war.
Während er wartete trat Cally, die Frau von Galen Tyrol, an ihn heran.
“Hier ist der Bericht, um den Sie mich gebeten hatten, Sir. Wir haben einige Fehler an einigen Vipern, Raptoren und den Startröhren bemerkt. Die sind zwar nicht besonders schlimm, sollten aber trotzdem behoben werden.”
“Danke, Specialist. Nehmen Sie sich soviel Leute, wie sie brauchen. Sergeant Siler und seine Leute sollen Ihnen dabei helfen, die Probleme zu beheben!”, ordnete Jack an. Dann trat Major Adama auf ihn zu und berichtete ihm zufrieden, dass alle Piloten ihre Ausbildung bestanden hätten und er sich nun zusammen mit Mitchell um die Einteilung der Staffeln kümmern werde.
Colonel Carter wartete bereits auf den General; es dauerte nicht lange, dann kam auch Jennifer Keller hinzu. Sie konnte nach einem kurzen Gespräch Jack O’Neill davon überzeugen, dass Präsidentin Roslin zumindest einmal den Sarkophag benutzen durfte, bevor er mit Atombomben bestückt werden würde.
“General O’Neill”, meldete sich Lieutenant Simmons, “Colonel Ronson ist in der Leitung.”
“Gut, Lieutenant. Stellen Sie laut!”, befahl Jack, “Hey, Ronson. Ich sorge an Bord der Asklepios für etwas mehr Platz; ich benötige drei Atomsprengköpfe!”
“In Ordnung, Sir. Ich lasse sie an Bord beamen. Wofür brauchen Sie die denn, Sir?”, fragte der Commander der Asklepios. Daraufhin erklärte der General den Plan des Admirals.
“Klingt gut, General.” Man hörte über Funk, wie William Ronson im Hintergrund bereits entsprechende Anweisungen an seine Besatzung weitergab.
Galactica, Quartier des Admirals
Sichtbar nervös trat Colonel Saul Tigh an den Schreibtisch von Adama heran. Der Admiral blickte fragend auf: “Was gibt es Saul?”
“Tut mir leid, Bill. Ich hätte es dir schon vor Tagen sagen sollen: Ich … ich … ich bin ein Zylon”, brachte der Colonel stotternd hervor. “Einer der letzten Fünf.”
Andromeda-Galaxie
Vereinigte Flotte
Galactica, Quartier des Admirals
Sichtbar nervös trat Colonel Saul Tigh an den Schreibtisch von Adama heran.
Der Admiral blickte fragend auf. “Was gibt es Saul?”
“Tut mir leid, Bill. Ich hätte es dir schon vor Tagen sagen sollen: Ich … ich … ich bin ein Zylon”, brachte der Colonel stotternd hervor. “Einer der letzten Fünf.”
…
Bei der Stille, die nun eintrat, hätte man das Fallen eines Papierblattes hören können. Keiner der beiden sagte etwas - sie schauten sich nur wortlos an.
Tigh wartete sichtlich nervös auf die Reaktion seines Vorgesetzten und auch langjährigen Freundes.
Von beiden wusste niemand, wie viel Zeit eigentlich verstrichen war, als Adama den Kopf senkte und Tigh kurz darauf wieder anschaute: “Das ist nicht witzig, Saul”, sagte der Admiral schließlich, und brach mit diesen Satz das Schweigen.
“Es ist aber wahr, Bill. Ich bin ein Zylon. Einer der letzten Fünf”, entgegnete der Colonel nun wieder mit sicherer Stimme, und wiederholte seine Äußerung von Beginn des Gespräches noch einmal.
Admiral Adama wusste gar nicht, was er davon halten sollte. Er faltete betont langsam beide Hände auf dem Tisch zusammen und starrte mit steinharter Miene seinen XO an.
“Seit wann glauben Sie, dass Sie angeblich ein Zylon sind? Saul, wir kennen uns schon seit Jahrzehnten, und die Zylonen haben erst vor ungefähr zwei Jahren vor dem Fall der Kolonien menschlich aussehende Kopien auf unsere Welten geschickt.”
“Seit der Schlacht im Ionischen Nebel habe ich Gewissheit. Da habe ich mich für diese Flotte entschieden, und gegen die Zylonen. Nach allem was wir durchgemacht haben, zwei Kriege, der Widerstand und die Gefangenschaft auf Neu-Caprica, und Ellen … . Die drei anderen haben sich genauso entschieden wie ich. Aber alles fing bereits schon einige Wochen vorher an. Es war diese komische Melodie, dieses Lied, diese verfluchte Musik in den Ohren, die mich und die anderen angeknipst hatte. Zumindest glaubten wir, sie zu hören, denn niemand außer uns hörte es. Und wie es dazu kam, weiß ich auch nicht. Verdammt eigenartig, Bill. Aber ich bin definitiv ein Zylon.”
“Schön und gut. Wenn Sie einer der Fünf sind und noch drei andere kennen – wer ist denn dann der letzte verbliebene Zylon? Und wer sind die anderen drei?”
“Das fünfte Modell ist auch uns bisher unbekannt. Das wäre dann alles. … Bei den Göttern, machen Sie mit mir was Sie wollen, Bill. Aber ich werde die anderen gewiss nicht verraten”, fügte Tigh fest hinzu.
Admiral Adama schüttelte bedenklich den Kopf. Er vermutete, dass sein XO mal wieder zu viel getrunken hatte, war sich aber nicht ganz sicher. Er überlegte kurz, und kam zu dem Schluss, dass es nur mit Hilfe einer größeren Untersuchung gehen würde. Er griff langsam zum Hörer. Es dauerte nicht lange, dann wurde Tigh abgeführt, um ihn vorläufig in die Brig zu sperren.
Als er wieder zurück in seinem Quartier war, informierte er zuerst Laura Roslin, Jack O’Neill und Richard Woolsey über diese Neuigkeiten. Alle drei reagierten zuerst etwas verunsichert. Doch alle vier vereinbarten, gemeinsam Saul Tigh zu verhören und wissenschaftlich untersuchen zu lassen; aber zunächst wollte man mit der Flotte diese Region der Galaxie sicherheitshalber verlassen.
Galactica, Offiziersmesse
Eine halbe Stunde später, nachdem die Flotte wieder beisammen war, begann man mit dem Verhör von Saul Tigh. Adama hatte noch Sharon “Athena” Agathon sowie ihren Mann Karl “Helo” Agathon dazugezogen. Präsidentin Roslin, die eine Behandlung im Sarkophag hinter sich hatte, reiste zusammen mit General O’Neill, Mister Woolsey, Doktor Keller und Teal’c an.
Die Präsidentin war überrascht, wie gut Tigh kooperierte, als einige Sanitäter ihm Blut-, Haar- und Gewebeproben nach den Anweisungen von Doktor Keller und Doktor Cottle entnahmen.
´Liegt vermutlich an den Waffen, die auf Colonel Tigh gerichtet sind´, dachte Roslin, während sie die Szene und die Marines der Galactica und Teal’c beobachtete, die auf den XO zielten, und sofort das Feuer eröffnen würden, sollte jener eine verdächtige Bewegung machen. Bei den tödlichen Waffen der Marines wäre dies natürlich fatal; der Jaffa allerdings hielt vorsichtshalber eine Zat-Waffe in der rechten Hand.
“Wussten Sie, dass Colonel Tigh eventuell ein Zylon ist - einer der sogenannten letzten Fünf?”, fragte Woolsey an Lieutenant Agathon gerichtet.
“Nein. Die Existenz der Final Five zu kennen ist allen Zylonen untersagt”, antwortete Athena wahrheitsgemäß, doch Roslin und Woolsey blieben skeptisch. Teal’c aber, der der Zylonin aufmerksam in die Augen gesehen hatte, nickte stumm, was für den General genügte. “Warten wir die Laborresultate ab”, sagte O’Neill.
“Und was ist, wenn das Ergebnis sowohl von der Galactica als auch von der Phoenix positiv ist, werfen wir ihn dann aus der Luftschleuse?”, fragte die Präsidentin in die Runde.
“Das wäre zu voreilig, und auch überstürzt. Tigh hat nichts getan, was den Taten eines zylonischen Agenten entsprechen würde”, entgegnete der Admiral.
Alle nahmen Platz, nachdem man dem Colonel doch vorsichtshalber Handschellen angelegt hatte, um nun das Verhör zu beginnen.
Saul Tigh wiederholte noch einmal seine Äußerungen, die er gegenüber Admiral Adama schon zum Ausdruck gebracht hatte.
Eine Stunde später war man fertig. Roslin, Adama, O’Neill, Woolsey und Teal’c gingen beiseite, um kurz ungestört miteinander sprechen zu können, bevor man sich wieder Tigh zuwenden würde. Der Jaffa blickte sich dabei immer wieder um, um den Colonel eindringlich zu beobachten.
“Ich schließe mich der Aussage von Admiral Adama an. Wenn Colonel Tigh uns hätte schaden wollen, und das gilt auch für die anderen drei Zylonen, hätten sie es bereits getan. Gelegenheiten gab es mehr als genug. Doch er hat sich dagegen entschieden, wie auch, wenn wir den Aussagen glauben, die anderen drei auch. Außerdem, das sollten wir auf keinen Fall vergessen, kennt er sämtliche Codes, und war auch an Bord der Phoenix”, fasste General O’Neill zusammen.
“Gute Argumente, General”, stimmte Roslin zu und gab zu bedenken: “Wenn ein Wiederauferstehungsschiff in der Nähe ist und alles doch nur eine List war, dann sind wir alle ganz schön angeschmiert.” Woraufhin Adama, Woolsey und Teal’c zustimmend nickten.
Nach einer kurzen Debatte nahmen alle wieder Platz. Und nun erklärte Tigh noch einmal, weshalb er sich nicht sofort zu erkennen gegeben hatte. Er habe Angst gehabt und war über eine Vision, in der er Adama erschossen hatte, sehr verunsichert gewesen. Der Admiral war überrascht und entsetzt zugleich, in welcher Gefahr er sich bei der Schlacht im Ionischen Nebel befunden hatte.
“… mir tut es nur leid, dass ich nicht genug Schneid hatte, es gleich zu sagen, als ich gemerkt hatte das ich ein Zylon bin, sondern es immer weiter hinausgeschoben hatte”, sagte Saul Tigh bedauernd, bevor er zu allem Überfluss noch gestand, ein Verhältnis mit Caprica-Sechs zu haben.
Die Überraschung hätte nicht größer ausfallen können. Zum zweiten Mal zogen sich die anderen zu einer kurzen Beratung zurück. Anschließend verkündete Admiral Adama: “Colonel Tigh! Sie stehen vorerst unter Arrest, bis die Laborergebnisse vorliegen und alles noch einmal genau überprüft wurde.”
Zylonische Flotte der Cavil-Fraktion
Basisschiff von Cavil
“Wir haben eine interessante Entdeckung gemacht. Es geht um eine Energiesignatur, die wir empfangen”, teilte eine Fünf, eine Doral-Kopie, den anderen auf einer Versammlung mit. “Diese scheint von der Flotte der Menschen zu stammen, seitdem die vier neuen, uns noch unbekannten Schiffe aufgetaucht sind, und sich den Flüchtlingen angeschlossen haben.”
“Gut. Ausgezeichnet. Auf diesem Weg können wir die Flotte dieses Ungeziefers wenigstens verfolgen, bis wir die Streitigkeiten mit den Zweien, Sechsen und Achten beendet haben”, nickte Cavil zufrieden.
“Doch wir sollten uns vor diesen unbekannten Schiffen in Acht nehmen”, warnte eine Vier, eine Simon-Kopie, eindringlich die anderen.
“Das ist leider wahr, Bruder. Diese Fremden sind uns ein Rätsel. Wo wir gerade von ‘Acht’ sprechen - was meinst Du dazu Boomer?”, fragte Cavil, die einzige Acht, die sich ihnen angeschlossen hatte.
Sharon nickte. “Ich stimme zu. Wir können aber mit Hilfe dieser Werte die Flotte der Menschen in einem sicheren Abstand verfolgen. Ich schlage vor, ein kleines Geschwader, bestehend aus Raidern und schweren Jägern hinterherzuschicken, dass uns zu festgelegten Zeiten Bericht erstattet.”
“Eine hervorragende Idee, Boomer. Irgendwelche Gegenstimmen oder weiteren Vorschläge? … Nein? Dann los an die Arbeit!”, ordnete der Führer der Fraktion an, und winkte dann die anderen raus.
“Ach, eines noch: Ich werde zusammen mit Boomer und mit meinem Schiff zum Auferstehungszentrum reisen. Ihr hingegen verfolgt mit den anderen vier Schiffen und dem einen Wiederauferstehungsschiff dieser Flotte die Menschen!”, ergänzte Cavil noch schnell, bevor die anderen endgültig den Raum verlassen hatten.
Vereinigte Flotte
Innerhalb der Flotte der Überlebenden verbreitete sich, sehr zum Missfallen des Militärs und der Präsidentin, so langsam die Nachricht, dass Colonel Saul Tigh ein Zylon ist.
Galactica, Quartier des Admirals
Admiral Adama sah sich nun mit dem Problem konfrontiert, einen geeigneten Ersatz für den Posten eines XO an Bord der Galactica zu finden. Diese Aufgabe wurde dadurch erschwert, dass einige der möglichen Kandidaten auf Missionen, die bis zu einem Monat dauern konnten, geschickt werden sollten. Nun überlegte William Adama fieberhaft, welcher Offizier den Posten des Colonels übernehmen könnte.
´Oder ist es vielleicht gar nicht notwendig?´
Denn Tigh hatte, seitdem er erkannt zu haben schien, dass er ein Zylon sei, nichts unternommen, um der Flotte zu schaden. Adama rief sich noch einmal das Verhör mit Tigh sowie das eine Gespräch vor einigen Tagen auf einer Versammlung in Erinnerung, und an das, was Doktor Jackson und Teal’c gesagt hatten. Außerdem hatte er bereits eine Zylonin in seinen Reihen, nämlich Sharon “Athena” Agathon, die den Menschen bisher immer geholfen und ihm auch noch das Leben auf Kobol gerettet hatte.
Admiral Adama wusste, dass alle eine Entscheidung erwarteten und grübelte weiter nach, was er tun sollte, denn die Sache bereitete ihm doch einiges Kopfzerbrechen.
Phoenix, Backbordhangar
“Major Adama!”, rief General O’Neill laut durch den Hangar.
“Hier bin ich, Sir”, meldete sich Lee ebenfalls laut. Er streckte seinen Kopf aus dem Cockpit seiner Viper und winkte dem General zu.
Jack trat an die Viper heran: “In zwei Stunden beginnt auf der Galactica die abschließende Missionsbesprechung - und ich habe mir überlegt, ob Sie vielleicht nicht auch daran teilnehmen wollen, Major.”
“Oh, sehr gern. Ich würde die Gelegenheit auch für eine weitere Flugstunde mit dem Jumper nutzen; natürlich nur, wenn ich darf, General.”
“Soll mir Recht sein. Wir treffen uns dann wieder hier in 90 Minuten!”, kündigte O’Neill an, dann verließ er das Hangardeck, und Apollo wandte sich wieder seiner Viper zu.
“Hallo Major Adama!”, rief Cally Henderson Tyrol Apollo gutgelaunt zu. “Tut gut, ein bekanntes Gesicht unter den Leuten hier zu sehen.”
Lee nickte zustimmend: “Ja, das ist wahr. Aber die Leute hier an Bord der Phoenix sind lockerer drauf als auf den anderen drei Schiffen der Erde - liegt wohl an General O’Neill.”
Phoenix, Krankenstation
Laura Roslin betrat die Krankenstation und dann das Büro von Doktor Jennifer Keller und fragte neugierig: “Wie sieht es aus, Doktor? Hat die Behandlung mit dem Sarkophag geklappt?”
Die kleine blonde Ärztin sah sich die Untersuchungsergebnisse an und schüttelte kurz darauf enttäuscht mit dem Kopf: “Nein, leider nicht hundertprozentig. Es ist nur eine zehnprozentige Verbesserung eingetreten. Die Anzahl der Tumore sowie deren Größe ist nur wenig zurückgegangen, obwohl Sie genau zwei Stunden da drinnen gelegen haben. Vielleicht habe ich Sie zu früh da rausgeholt, Frau Präsident. Von einer weiteren Behandlung würde ich, aus den Erfahrungen, die wir mit dieser Technologie gesammelt haben, dringend abraten.”
Präsidentin Roslin nickte verstehend und dachte über die weiteren Therapieoptionen, die noch offen waren, nach. Dann, nachdem sie sich entschieden hatte, hob Roslin den Kopf und meinte: “Ich würde mich gerne mit Miss Anise über meine Heilung unterhalten. Wenn Sie bitte einen Termin vereinbaren könnten, Doktor Keller?”
Jennifer nickte, und schon wurde durch einen Asgardtransportstrahl der Sarkophag weggebeamt.
Ein Arzthelfer betrat das Büro, überreichte der Ärztin eine Mappe und teilte ihr mit, dass es die Laborergebnisse von Colonel Saul Tigh seien. Doktor Keller bedankte sich und nahm die Papiere entgegen. Als der Mann den Raum wieder verlassen hatte, schloss Laura die Tür, um sich zusammen mit Jennifer die Ergebnisse anzusehen.
Eine Viertelstunde später klingelte das Telefon. Jennifer Keller hob den Hörer ab und meldete sich mit den Worten: “Doktor Keller, Krankenstation A der Phoenix. Was kann ich für Sie tun? … Hallo, Doktor Cottle.”
Die Ärztin stellte auf Lautsprecher, so dass auch Präsidentin Roslin mithören konnte.
“Haben Sie ebenfalls die Laborergebnisse zur Hand?”, fragte der Arzt.
“Ja, habe ich”, antwortete Jennifer. “Colonel Tigh ist demnach ein Zylon.”
Cottle atmete hörbar durch, bevor er sagte: “Wir sind zu den selben Testergebnissen gekommen. Danke für ihre Hilfe.”
Basisschiff von Natalie
Auf dem schwer beschädigten Schiff der Zylonenopposition verfolgte man mit großer Sorge das Vorgehen der Fraktion von Cavil. Denn dadurch, dass die Opposition unvorbereitet überrascht wurde, waren die meisten Basisschiffe der Oppositionsflotte weit verstreut und oft einzeln anzutreffen, was es der Armada von der Fraktion jeden Angriff erleichterte, da diese Basisschiffe ein leichtes Ziel waren. Jeder der Angriffe hatte dasselbe Muster: Mindestens drei Basisschiffe tauchten auf, dann wurden zuerst die FTL-Antriebe lahmgelegt, bevor die Schiffe nach einem mehr oder weniger langen Kampf entweder geentert oder zerstört wurden.
Natalie war entsetzt, mit welcher Erbarmungslosigkeit die Einser, Vierer und Fünfer vorgingen. Doch sie konnte selbst nicht in den Kampf eingreifen, denn ihr eigenes Schiff trieb manövrierunfähig durch ein Sonnensystem.
Sie und alle anderen überlebenden Zylonen an Bord hofften, dass Leoben Erfolg bei seiner Mission haben würde, vor allem die Menschen ihnen glauben, und nicht hinrichten würden. Die Sechsen, Achten und Zweier wollten wirklich Frieden mit den Menschen schließen, unter anderem aber auch, um D’Anna zu befreien und die Existenz der letzten Fünf Zylonen dadurch aufzudecken, die sich offensichtlich bei den Menschen aufhielten.
Die Zylonen hatten die eigenartige Energiesignatur bemerkt und vertrauten nun darauf, dass dies Leoben dabei helfen würde, die Flotte der Menschen zu finden.
Vereinte Flotte
Galactica, CIC
Der Admiral hängte den Hörer wieder an der DRADIS-Konsole ein. Adama war innerlich getroffen von den Nachrichten, die er soeben von Doktor Keller und Doktor Cottle erhalten hatte. ‘Es ist also doch wahr’, dachte William Adama, ‘mein XO und Freund, ist ein Zylon.’
Nach einer kurzen Überlegung ordnete er an: “Lieutenant Gaeta, Sie haben die Wache! Ich bin bei der Besprechung in der Offiziersmesse, wenn etwas sein sollte.”
“Admiral. Präsidentin Roslin, General O’Neill, Mister Woolsey und Major Adama sind im Landeanflug”, teilte Hoshi mit. Als der Lieutenant Lee erwähnte, drehte sich der Admiral kurz zu dem Kommunikationsoffizier um, nickte kurz und verließ angespannt das Combat Information Center.
Milchstraße
SGC, Erde
“Was gibt es, General Landry?”, fragte Master Sergeant Walter Harriman, als er das Büro des Kommandeurs betrat.
“Kommen Sie rein, Walter. Immer noch keine Nachricht von der Phoenix?”, fragte Hank Landry, als der Sergeant vor ihm stand.
“Nein, bisher nicht. Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Andromeda 50% größer ist als unsere Galaxie. Sie haben vielleicht die Flotte der Überlebenden noch nicht gefunden, oder sie sind bereits zusammen, und es ist bisher nicht gelungen, eine Verbindung aufzubauen, weil sie immer in Bewegung bleiben müssen wegen der Zylonen”, erklärte Harriman.
“Das habe ich mir auch schon überlegt. Man braucht einen Ausgangspunkt. Also müssen wir noch warten. Das wäre alles, Walter. Danke”, nickte der General dem Sergeant zu und verließ das Büro. Als der Techniker draußen war, griff General Landry zum Telefon.
Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
Eine Sechs wandte sich schockiert an ihre Mitstreiter: “Wir haben soeben ein weiteres Basisschiff und ein Wiederauferstehungsschiff verloren.”
“Somit verfügen wir nur noch über ein Wiederauferstehungsschiff, mindestens vier Basisschiffe, ohne uns dazugezählt“, berichtete eine Sharon den anderen Zylonen auf der Brücke die aktuelle Situation. „Der Verbleib von zwei weiteren unserer Basisschiffe ist ungewiss. Und sowie man den Berichten Glauben schenken kann, verfügt Cavil immer noch über eine Armada von mindestens zwanzig Basisschiffen, fünf Wiederauferstehungsschiffen, und, das sollten wir nicht vergessen, über die Kontrolle des Wiederauferstehungszentrums sowie der Kolonie.”
Vereinte Flotte
Galactica, Offiziersmesse
Lee Adama und auch Laura Roslin hatten den Admiral in seinem Quartier abgeholt, da er nicht wie vereinbart pünktlich am Treffpunkt erschienen war. Beide mussten William Adama zunächst einmal auf die Krankenstation zu Cottle bringen, da er einige Schnitt- und Schürfwunden hatte, die von daher kamen, weil er in seinem Quartier die Einrichtung zum Teil wegen dem Ergebnis der Ärzte, zerstört hatte. Daher war O’Neill froh, Apollo mit an Bord der Galactica genommen zu haben, der seinen Vater beruhigen konnte, und Mut zusprach auch diese Situation zu bewältigen.
Als die drei endlich in der Offiziersmesse ankamen, zeugten nur ein Pflaster an der Stirn und ein Verband an der linken Hand von Admiral Adamas Ausraster.
Nachdem alle Gesprächsteilnehmer Platz genommen hatten, eröffnete General O’Neill mit einiger Verspätung endlich die Besprechung und teilte allen mit, dass man den Sarkophag mit dem Sprengstoff der drei Atombomben manipuliert hatte, und man ihn beim nächsten Sprung zurücklassen könne.
Admiral Adama hatte sich mittlerweile wieder gefangen und erklärte sich mit diesem Plan einverstanden, genauso wie Roslin - Woolsey hielt sich zurück, da er es als militärische Entscheidung einfach so akzeptierte.
William Adama schob Jack O’Neill nun die Karten mit den Standorten der Kolonien von Kobol, Neu-Caprica und auch Kobol selbst zu.
Laura Roslin wollte erfahren, was nun mit Tigh passieren würde. William Adama erklärte ihr, dass es bei der bisherigen Entscheidung bleibe.
Die Präsidentin bemerkte einen seltsamen Ausdruck im Gesicht des Admirals, und fragte stirnrunzelnd: “Bill, Sie haben doch nicht etwa vor, Tigh wieder als ausführenden XO auf der Galactica einzusetzen?”
Nun schaltete sich auch wieder Richard Woolsey in das Gespräch ein, hob eine Augenbraue, und schaute William Adama an: “Admiral?”
Lee und Jack sagten nichts dazu, sondern warteten die Erklärung mit einem vielsagenden Blick auf die Präsidentin und den Vertreter des IOA ab.
“Das wird ganz alleine meine Entscheidung sein”, sagte Admiral Adama barsch und teilte nach einer kurzen Pause mit, wer alles von seinen Leuten und der Erde, und auch mit Leoben Conoy das Basisschiff der Zylonenopposition suchen werde. “… ich ersuche Sie darum, dass mir die Demetrius, noch eine Raptor und zwei Viper von der Phoenix für diese Mission zur Verfügung gestellt werden“, bat er an Roslin und O’Neill gerichtet.
“Das geht in Ordnung”, nickte die Präsidentin, auch der General gab sein Einverständnis.
Nun übernahm Roslin wieder das Wort: “Ich habe bereits mit dem Zwölferrat, meinen Ministern und den Vizepräsidenten über dieses Thema gesprochen - ich werde Sie begleiten, General.”
Alle waren von diesem Vorstoß der Präsidentin überrascht.
“Ich habe mir überlegt, dass ein bekanntes Gesicht beziehungsweise eine bekannte Persönlichkeit mit auf diese Reise gehen sollte, um besseren Kontakt mit weiteren Überlebenden zu finden. Und wir wissen beide Admiral, dass wir diese Aufgabe nicht Zarek überlassen können, darum habe ich mich dazu entschlossen. Und bei General O’Neill an Bord der Phoenix bin ich in guten Händen. Die Regierungsgeschäfte laufen wie gewohnt bis zu meiner Rückkehr weiter. Der Vizepräsident wird mich also nur vertreten”, erklärte Laura den anderen.
Woolsey räusperte sich kurz und fragte dann leicht zweifelnd: “Und wer soll in Ihrer Abwesenheit mit den Zylonen verhandeln?”
“Admiral Adama, Mitglieder des Zwölferrates, der Vizepräsident, Doktor Jackson und Sie Mister Woolsey, als ranghöchster politischer Vertreter der Erde”, antwortete Roslin, wobei sie Richard bittend und fragend zugleich anschaute.
Laura bemerkte den überraschten und sorgenvollen Blick in dessen Augen und versuchte die Bedenken zu zerstreuen: “Ich habe Anordnungen hinterlassen, wie die Verhandlungen mit den Zylonen geführt werden sollen.”
“Wenn das so ist, dann mache ich es gern”, nickte Woolsey.
Nun erhob Admiral Adama wieder seine Stimme: “Durch die Planänderung, nach den Zylonen zu suchen, würde ich gerne die Icarus damit beauftragen, auf Wasser- und Nahrungssuche zu gehen, wenn sie damit einverstanden sind, Jack.”
“Sollte kein Problem sein, Bill.”
“Außerdem würde ich gerne Colonel Carter hier an Bord haben, wegen der technischen Aufrüstung der Galactica und den anderen Schiffen in der Flotte. Denn sie hat mir gesagt, sie würde gerne einen genaueren Blick auf unsere Technologie werfen, um diese besser zu verstehen”, trug William Adama seine nächste Bitte vor.
Dieses Mal musste O’Neill eine Weile überlegen, bis er sich zu einer Antwort durchrang: “Ja, mir gegenüber hat Carter so was auch erwähnt. In Ordnung, ich stelle Colonel Carter ab. Aber passen Sie gut auf sie auf, Bill.”
Galactica, Backbordhangar
Eine Stunde später betraten Roslin, Woolsey, Apollo, Adama und O’Neill sich immer noch unterhaltend, das Hangardeck und blieben vor dem Jumper stehen.
“Achtung!”, befahl der Admiral, woraufhin alle Crewmitglieder der Galactica Haltung annahmen.
“Die Präsidentin der Kolonien, und der Commander der Phoenix verlassen uns”, vermeldete William Adama nach einer kurzen Pause mit feierlicher Stimme und salutierte, wie nun auch die Crew der Galactica. Jack O’Neill und Lee Adama erwiderten diese militärische Ehrenbezeugung, bevor sie im Puddle Jumper Platz nahmen.
Woolsey murmelte leise: “Dann werde ich mal anfangen zu packen.”
Phoenix, Brücke
Nach gut sechs Stunden war es schließlich soweit. Alle Vorbereitungen, Planungen und Personalversetzungen waren abgeschlossen und umgesetzt.
General O’Neill nahm in seinem Sessel Platz, und rieb sich die Hände: “Dann wollen wir mal.”
Jack und Laura sahen zu, wie die Flotte in Überlichtsprungblitzen verschwand und die Korolev und die Asklepios in zwei Hyperraumfenstern verschwanden. Nur die Icarus, die Demetrius und die Galactica, sowie die Phoenix blieben zunächst einmal gemeinsam zurück.
“Viel Spaß, Carter”, wünschte O’Neill.
“Werde ich haben, Sir”, versicherte Sam über Funk.
“Hier ist die Galactica”, hörte man die Stimme des Admirals aus den Lautsprechern, “wir treffen uns in 30 Tagen an den vereinbarten Koordinaten wieder. Viel Erfolg Ihnen allen.”
“Alles klar, Admiral. Ihnen und den anderen auch”, wünschte Jack.
Nun verschwand auch die Galactica, um weiter für den Schutz der Flotte zu sorgen. Die Demetrius verschwand nun ebenfalls, um sich mit Starbuck, Leoben, Gaeta, Athena, Helo und noch einigen anderen Besatzungsmitgliedern auf die Suche nach dem Basisschiff von Natalie zu begeben. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis nun auch die Icarus in einem Hyperraumfenster verschwand.
“So, bleiben nur noch wir”, bemerkte Jack. “Thor, beam nun den Sarkophag raus! Captain Thompson, setzen Sie Kurs auf Neu-Caprica!”, befahl er noch.
“Jawohl, Sir.”
Die Phoenix verschwand nun ebenfalls in einem Hyperraumfenster; zurück blieb nur der manipulierte Sarkophag.
Zylonenflotte der Cavilfraktion
“Ich habe hier etwas. Diesmal ganz deutlich. Es ist diese Energiesignatur”, meldete einer der Dorals an Bord eines der vier Basisschiffe, welches die flüchtende Flotte im Abstand von 12 Lichtjahren verfolgte.
Eine Cavil-Kopie überlegte kurz, und schlug dann vor: “Springen wir hin und greifen wir sie an. Egal, wer diese Fremden auch sind, ein Überraschungsangriff wird auch sie überraschen.”
“Ja, das stimmt. Doch was mich wundert, die Signaturwerte des Objektes sind stark und nicht gedämpft”, überlegte eine Simon-Kopie.
“Du hast Recht, Bruder. Es könnte auch eine Falle sein, oder die Menschen haben gemerkt, dass es uns so möglich ist, ihnen zu folgen. Wir schicken ein paar Basisschiffe als Vorhut voraus, um die Lage zu erkunden. Die anderen Schiffe und das Wiederauferstehungsschiff bleiben zunächst einmal zurück”, schlug eine andere Cavil-Kopie vor.
Nach kurzer Beratung stimmten alle - auch die Besatzungen der anderen Basisschiffe -diesem Plan zu. Man entschied, aber nur einen Basisstern zu entsenden, um die Lage zu prüfen, damit das Wiederauferstehungsschiff im Falle eines Angriffes besser geschützt war.
Das Raumschiff der Zylonen tauchte kampfbereit auf. Doch es befand sich nichts in Reichweite, was in den Augen der Zylonen wert gewesen wäre, anzugreifen - nur ein großer, mit Gold überzogener Kasten befand sich vor ihnen.
“So liegt wohl die Vermutung nahe, dass mein Bruder Recht mit seiner Vermutung hatte”, meinte eine Cavil-Kopie.
“Ich schlage vor, das Objekt zu überprüfen, und es dann an Bord zu holen, um es genauer zu untersuchen”, schlug eine Doral-Kopie vor, als er sich die Bilder ansah.
“Na schön. Aber wir sollten vorsichtig sein und Vorbereitungen treffen!”, empfahl die Cavil-Kopie.
Nach ersten Untersuchungen fand man keine Anzeichen einer möglichen Gefahr und so befand sich der Sarkophag nun in einem Labor an Bord des Basissterns. Man entschied sich, auch zur übrigen Flotte zurückzukehren, da augenscheinlich keine Gefahr mehr bestand.
“Derartige Schriftzeichen und Symbole habe ich noch nie gesehen”, stellte eine anwesende Cavil-Kopie fest.
“Scheinbar kann man dieses Objekt öffnen, denn ich glaube, dass das hier der Öffnungsmechanismus zu sein scheint”, vermutete eine Simon-Kopie; drückte und drehte einen tellergroßen roten Kristall.
Ein leises Klicken war hören und der Sarkophag begann sich zu öffnen. Kurz darauf war ein weiteres Klacken und Piepen zu hören, was aus dem Innern kam.
Die Cavil-Kopie sah es als Erster, wurde blass und schrie: “Das war also doch eine Falle! Alarm! …”
Der kurze Countdown war aber schon zu Ende. Die nuklearen Sprengsätze im Sarkophag detonierten. Sie zerstörten das Basisschiff und die ausgehende Druckwelle der Explosion erfasste auch das Wiederauferstehungsschiff und zwei weitere Basisschiffe der kleinen Flotte, die die Menschen weiter verfolgen sollte. Nur ein einziger Basisstern konnte sich mit einem rechtzeitigen Überlichtsprung in Sicherheit bringen.
Vereinte Flotte
Galactica, CIC
Dualla nahm das Gespräch von der Korolev entgegen und teilte den anderen mit: “Admiral! Colonel Chekov meldet, dass es eine gewaltige Explosion gegeben hat. Allerdings ganz woanders. Doktor Markova vermutet, dass die Zylonen den manipulierten Sarkophag an Bord genommen haben und damit weggesprungen sind.”
“Danke, Dee.”
“Ob die Zylonen wirklich in die Falle getappt sind”, grübelte Colonel Carter und schaute Adama an.
Der nickte kurz: “Wir schicken einen Raptor zu unserer letzten Position, und dann dorthin, woher die Explosion kam.”
Nach zwei Stunden hatte man auf der ganzen Flotte Gewissheit, dass drei Basisschiffe und ein Wiederauferstehungsschiff zerstört worden waren.
Basisschiff von Cavil
Cavils Flaggschiff hatte sich dem einen Teil seiner Armada aus 10 Schiffen angeschlossen, als ihn die Nachricht über die unerwarteten Verluste erreichte. Cavil stöhnte auf: “Das darf doch nicht wahr sein. Diese Plage von Ungeziefer.”
Er beschloss, auf das verbliebene Basisschiff zu warten. Ordnete aber an, dass er sofort alle Daten haben wollte, um sich selber mit der veränderten Situation zu befassen.
Nach einigen Stunden, tobte er wieder herum: “Das ist doch die reinste Zeitverschwendung!” Boomer zuckte jedes Mal zusammen, wenn der Anführer der Fraktion eine weitere Schimpftirade los ließ.
Planetensystem von Neu-Caprica
Nach einem eintägigen Flug näherte sich die Phoenix im Hyperraum ihrem ersten Ziel. Als sich das Hyperraumfenster - achtundzwanzigtausend Kilometer vom Planeten entfernt - gerade öffnete und die Phoenix den Hyperraum verließ, verschwand - unbemerkt von der Phoenixcrew - ein kleines Raumschiff mit einem FTL-Sprung.
Das Raumschiff der Erde näherte sich langsam dem Planeten. Präsidentin Roslin trat an das Fenster der Brücke heran und erklärte allen: “Ja, das da ist ohne jeden Zweifel Neu-Caprica, General O’Neill.”
Lee Adama trat an ihre Seite und stimmte ihr zu: “Richtig, da ist eine Gondel der Pegasus sowie weitere Schiffstrümmer.”
“Schilde aktivieren und mit der Suche nach Lebenszeichen beginnen!”, ordnete O’Neill an, und dachte: ´Ist das eine Suppe da draußen.´
“Ich erfasse mehrere Objekte, O’Neill”, meldete Thor.
…
tbc
Wünsche viel Lesevergnügen
2.10 Good Or Bad News
Andromeda-Galaxie
Vereinigte Flotte
Phoenix, Steuerbordhangar
Auf dem kleinen Korridor zum Hangar trafen der Zwölferrat und Tom Zarek, den Vizepräsidenten, Colonel Carter, Colonel Tigh, Major Adama, Captain Thrace sowie die übrigen Mitglieder des IOA aufeinander.
Sergeant Siler nickte kurz und gab dann den Vertretern der Medien, den Technikern der Galactica und seinen Leuten ein Zeichen, dass man nun soweit sei, um mit der Live-Übertragung in der Flotte zu beginnen. Dadurch wurden all diejenigen über die Veranstaltung, ihren Ablauf und Inhalt informiert, die nicht an Bord der Phoenix kommen durften, da durch die Vorfälle die Sicherheitsstufe erhöht worden war.
Alle betraten nun in einer strikten Reihenfolge den Hangar: Präsidentin Roslin und Mister Woolsey waren die ersten, die hereinkamen, dann folgten Admiral Adama und General O’Neill, danach der Zwölferrat und das IOA mit Doktor Jackson und Zarek, dem Vizepräsidenten der Kolonien; den Abschluss bildeten Colonel Carter, Colonel Tigh, Major Adama und Captain Thrace.
Sie begaben sich an den zuvor abgestimmten Platz, wobei die zwölf Vertreter des Zwölferrates sich jeweils vor die Flagge derjenigen Kolonie stellten, die sie vertraten. Die Flaggen der Kolonien von Kobol, der Galactica, der Phoenix, des SGC und der Erde befanden sich in der Mitte, dort standen Laura Roslin, Richard Woolsey, William Adama, Jack O´Neill, Tom Zarek und Daniel Jackson. Etwas weiter im Hintergrund der Mitte standen Shen Xiaoyi, Jean La Pierre, Russel Chapman, Doktor Markova, Colonel Carter, Colonel Tigh, Apollo und Starbuck.
Einige weitere Personen standen neben dem Podium, einige davon waren Techniker, Sicherheitskräfte oder aber auch Mitarbeiter aus dem Büro der Präsidentin, aus dem Stab des Admirals oder von O’Neill.
Als jeder seinen Platz eingenommen hatte, wurden zunächst die Hymnen von einem Militärorchester gespielt, welches sich rechts neben dem Podium befand. Begonnen wurde mit der Hymne der Kolonien, bevor die jeweiligen Nationalhymnen der Länder folgten, die am Stargateprogramm beteiligt waren.
Nachdem die musikalische Eröffnung beendet war, trat Präsidentin Laura Roslin sichtbar bewegt an das Pult, welches zentral auf dem Podium stand. Sie schaute noch einmal dankbar zu Adama und O’Neill, danach ließ Laura ihren Blick über die versammelte Menschenmenge schweifen, die sich hier im Hangar versammelt hatte.
Die Präsidentin rückte kurz ihre Brille zurecht, bevor sie sich dann mit den Händen am Pult abstützte, nachdem sie eines der Mikrophone justiert hatte:
“Meine Damen, meine Herren. Ich freue mich, dass sie alle hier an Bord dieses Schiffes gekommen sind. Es ist ein bewegendes Ereignis, welches wir begehen. Ich möchte mich im Namen der Zwölf Kolonien von Kobel herzlich bei Ihnen, General O’Neill und Ihren Leuten bedanken, dass Sie und Ihre Flotte uns gefunden und nicht gezögert haben, um uns im Kampf gegen die Zylonen beizustehen, der vermutlich ohne Ihr Eingreifen vielen Menschen unseres Volkes das Leben gekostet hätte. Auch möchte ich mich für die Gastfreundschaft, die Sie mir und unserer Vertretung gewährt haben und noch gewähren, bedanken. Auch dafür, dass Sie dennoch als Gastgeber für diese Feier, die hier an Bord der Phoenix stattfindet, agieren - besonders nach diesen tragischen Vorfällen. Dies ist für unsere beiden Völker ein großer und bewegender Moment.” Sie hielt kurz inne und blicke dann zur Seite. “Und nun bitte ich Mister Woolsey, noch einige Worte zu sagen, bevor wir die Dokumente unterzeichnen, und anschließend bekannt geben, was auch in diesen Dokumenten steht.”
Es erklang zustimmender Beifall, als die Präsidentin und der Vertreter des IOA schüttelten sich noch einmal kurz die Hände schüttelten, ehe nun Woolsey an das Pult trat.
“Frau Präsident. Ich möchte mich im Namen von uns allen für Ihre positiven Worte bedanken. Zuerst möchte ich allerdings die Reporter bitten, mit den möglichen Fragen, die sie sicher haben, noch etwas zu warten.
Es war Captain Kara Thrace, die uns auf Ihre Lage aufmerksam machte, als sie nach der Bergung von General O’Neill in der Krankenstation des SGC wieder zu sich kam. Mit den gesammelten Informationen, die wir von ihren Offizier erhalten hatten, wurden Vorbereitungen getroffen, um Ihnen zur Hilfe zu kommen. Ich kann nur noch einmal die Worte von General O’Neill, als er zum ersten Mal an Bord der Galactica zu Besuch war, wiederholen: Sie sind alle Helden, da sie alle gegen einen Gegner kämpfen mussten, der Ihnen überlegen war. Doch Sie haben nicht aufgegeben, sondern haben tapfer weitergekämpft, auch bis zu dem Tag, als wir Ihre Flotte gefunden hatten. Seit diesem Tag haben unsere beiden Völker gut zusammengearbeitet. Es ist uns eine besondere Ehre, Sie alle hier an Bord dieses Schiffes als unsere Gäste zu haben.”
Richard Woolsey drehte sich bei dem letzten Satz zu der Delegation von den Kolonien kurz um und begab sich unter Beifall wieder zurück an seinen Platz.
Jack O’Neill hasste solche Veranstaltungen. Er war froh, das Woolsey und Doktor Jackson mit dabei waren, ansonsten hätte ER zu Beginn eine Rede halten müssen. Er konnte geradeso ein Gähnen unterdrücken, denn er hatte nur wenige Stunden Schlaf gefunden, zumindest schob er es auf seine Müdigkeit.
Er hoffte sehr, dass es keiner bemerkte, doch Carter, die etwas versetzt hinter ihm stand warf ihm ein verschmitztes Lächeln zu. Sie war ihm Gegensatz zu ihm entspannt und ausgeruht. Auch Admiral Adama hatte es bemerkt. Dieser war ebenfalls übermüdet, da die letzten Tage ihn kaum zur Ruhe kommen ließen. ´Jack ergeht es genauso wie mir´, dachte der Admiral erschöpft.
In der Zwischenzeit war nun wieder Präsidentin Roslin nach vorne getreten und verkündete in feierlichem Ton, dass man nun die Verträge und sonstigen Dokumente unterschreiben würde. Sie bat nun die weiteren Personen, die dazu berechtigt waren, an den Tisch.
Dieser Akt dauerte so einige Zeit, bis die Vertreter beider Seiten die Papiere, die in vielfacher Ausfertigung angefertigt worden waren, unterzeichnet hatten.
Nachdem man endlich damit fertig war, übergaben Daniel Jackson und Mister Woolsey symbolisch noch einmal die Mappen mit einigen Vereinbarungen in die Hände von Laura Roslin und Tom Zarek. Die machten es daraufhin genauso. Danach gingen Zarek und Jackson wieder an ihren Platz.
Nur Präsidentin Roslin und Mister Woolsey blieben am Tisch stehen. Laura Roslin trat nun einige Schritte zurück, wandte sich um, und sagte: “Und nun bitte ich noch einmal folgende Herren zu mir zu kommen: General O’Neill, Doktor Jackson, Admiral Adama und den Vizepräsidenten Zarek. Diese Herren werden mit Mister Woolsey und mir eine Urkunde unterzeichnen, die ich habe vorbereiten lassen, um für die Zukunft an diesen bedeutenden Moment zu erinnern.”
Die Aufgeforderten traten nun wieder an den Tisch heran.
“Danke, Mister Solidus”, bedankte sich Roslin bei dem Mann, der ihr die Mappe mit den Urkunden übergab.
Diese Urkunde war in zwölffacher Auflage vorbereitet worden, die nun von Roslin, Adama, Zarek, Woolsey, Jackson und O’Neill unterzeichnet wurde.
Der Präsidentin der Kolonien war dadurch eine kleine Überraschung gelungen. Die versammelten Menschen applaudierten, als Laura Roslin und Richard Woolsey gemeinsam ein Exemplar der Urkunde präsentierten. Die Fotographen hatten viel zu tun, um dieses Ereignis mit Bildern entsprechend zu dokumentieren.
Daniel hatte, als er seinen Blick über die Leute schweifen ließ, unter anderem auch Gaius Baltar mit einigen seiner weiblichen Anhänger entdeckt, sowie Vala und Teal’c, die in der gleichen Reihe standen.
Präsidentin Roslin trat noch einmal ans Pult und bat um Aufmerksamkeit.
“Und nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, um noch eine kleine Erklärung abzugeben. Denn unsere Freunde von der Erde haben uns auf ein Problem aufmerksam gemacht, welches nun mit dem Beschluss nach einer Beratung von dem Zwölferrat, dem Vizepräsidenten, den Ministern und mir behoben werden soll:
Es wird ab sofort eine Religionsfreiheit in der Flotte und in unserer neuen Heimat, geben, damit es nie wieder zu einem solch schlimmen Unfall kommt, wie vor zwei Tagen, als ein Soldat der Phoenix an Bord der Galactica getötet worden ist. Was ein Vorfall war, den ich zutiefst bedauere”, sie hielt kurz inne. “… und ich hoffe, dass dieser junge Mann das letzte Opfer der religiösen Streitigkeiten war, die innerhalb unserer Flotte zum Vorschein gekommen sind. Der Täter und einige weitere Angehörige, die zu den “Söhnen des Ares“ gehören, befinden sich in Gewahrsam und werden später vor Gericht gestellt. Für uns alle beginnt nun ein neues Leben, eine neue Epoche, die wir gemeinsam und mit Hilfe unserer neuen Freunde und Verbündeten meistern werden”, endete Roslin euphorisch.
Nach ihren letzten Worten war mancherorts ein leises Gemurmel zu hören. Gaius Baltar atmete erleichtert auf, denn er wusste nun, dass er und seine Anhänger per Gesetz vor gewaltsamen Übergriffen geschützt waren. Admiral Adama stimmte nun den Applaus an und alle anderen taten es ihm nach wenigen Sekunden gleich und eifriges Händeklatschen war zu hören.
Als es wieder ruhiger im Hangar wurde, trat der Admiral selber an das Pult:
“Ihr müsst mir verzeihen. Ich werde alt, wie ihr alle wisst, und kann mir nicht mehr alles merken”, sagte Adama lächelnd und breitete seinen Notizzettel aus. Er schaute noch einmal die Menge vor sich an, bevor er nun verkündete, was die nächsten Ziele der Flotte seien.
“… auch hoffe ich, das wir diesen bedeutenden Tag immer in Erinnerung behalten und an unsere Kinder und Kindeskinder weitererzählen. Ich darf Ihnen allen mitteilen, dass General O’Neill in den nächsten Tagen zu einer wichtigen Mission aufbrechen wird, zu der Präsidentin Roslin ihn ermächtigt hat. Diese Mission beinhaltet eine umfassende Such-, Rettungs- und Bergungsaktion zunächst nach Neu-Caprica und dann in die Kolonien, um nach den letzten Überlebenden auf unseren von den Zylonen zerstörten Welten zu suchen. Bis er wieder zurück zur Flotte stößt wird parallel dazu eine Mannschaft, die sich aus den Crews der Phoenix und der Galactica zusammensetzen, auf die Suche nach Wasser und Nahrung gehen. Wir sollten für die Hilfe, die wir alle bisher erhalten haben und noch erhalten werden, dankbar sein. Auch ich möchte mich bei unseren Gastgebern bedanken und wünsche General O’Neill viel Glück und Erfolg für seine, für unser Volk so wichtige Mission”, endete Admiral Adama. Er bat dann Jack an das Pult nach vorne, während alle Applaus spendeten, und nebenbei auch ´Und das hoffen wir alle´- Rufe im Hangar zu hören waren.
Jack O’Neill trat langsam nach vorne, während William Adama ihm auf halben Wege entgegenkam, wo sich die beiden militärischen Anführer erst einmal freundschaftlich die Hände schüttelten, ehe der General nun weiter auf das Pult zuging und der Admiral sich wieder an seinen Platz stellte.
“Da meine Untergebenen wissen, dass ich ungern Ansprachen und Reden halte, werde ich mich kurz fassen”, begann Jack O’Neill seine Rede und bestätigte noch einmal kurz den Auftrag, den er von Präsidentin Roslin erhalten hatte. Am Schluss bedankte er sich für die bisherige gute Zusammenarbeit, und würdigte noch einmal die Leistung der Überlebenden.
Colonel Samantha Carter und Doktor Daniel Jackson mussten schmunzeln, während sie wie alle anderen in die Hände klatschten, als Jack wieder langsam auf sie zukam. “War doch gar nicht so schlimm, oder?”, fragte Sam grinsend, als Jack vor ihr stand. “Nein”, antwortete der General einsilbig.
Nun trat Vizepräsident Tom Zarek nach vorne und listete auf, was die Kolonie von Kobol von der Erde bisher erhalten hatte und auch in Zukunft erhalten wird. Als er zu dem Punkt kam, dass das Ziel nicht die Erde war, sondern ein anderer Planet, war ein Raunen zu hören, denn die Bürger der Kolonien nahmen diese Nachricht, wie zuvor erwartet, verständlicherweise mit gemischten Gefühlen auf. Zarek legte eine Pause ein. Als es wieder ruhiger geworden war, führte er die Gegenleistungen auf, die man vereinbart hatte, welche die Erde erhalten würde.
“… die Reporter und Sie dürfen nun, Ihre Fragen stellen. Die Präsidentin, Colonel Carter, Doktor Jackson, Major Adama, und auch ich werden versuchen, diese so gut es geht, zu beantworten”, beendete Tom Zarek seinen Bericht.
Kaum waren seine letzten Worte verklungen, meldeten sich sofort die Reporter und viele Vertreter aus den Kolonien. Wobei natürlich die Vertreter der kolonialen Presse Vorrang hatten.
Die meisten Fragen bezogen sich auf die neue Heimat der Kolonien, und warum nicht die Erde das Ziel der Reise war. Nun waren Doktor Jackson und auch der Vizepräsident gefordert, wobei Daniel den Hauptteil übernahm; er erklärte und beantwortete ausführlich alle Fragen, die sich auf dieses Thema bezogen. Tom war erleichtert, dass der Wissenschaftler von der Erde das Thema übernahm und bestätigte nur dessen Aussagen. Es dauerte fast eine dreiviertel Stunde, bis Daniel fertig war.
Weitere Fragen drehten sich um die Missionen des Militärs und die Aufrüstungen der größten Schiffe in der Flotte, die auch beantwortet wurden, wobei sich aber Laura, Lee, Sam und Tom bedeckt hielten, mit der Begründung, keine militärischen Taktiken preisgeben zu wollen.
“Wie viele Menschen können Sie an Bord der Phoenix nehmen?”, fragte eine Reporterin, als sich die Zeit dem Ende entgegen neigte, die man dafür eingeplant hatte.
“Wir haben noch genügend Platz für etwa 1500 Personen, wenn alle etwas zusammenrücken”, antwortete Carter.
“Und wie lange wird diese Mission dauern? Denn, wenn die Phoenix nicht bei der Flotte ist, fehlt uns ein wichtiges Schiff, falls wir wieder auf die Zylonen treffen sollten”, fragte ein weiterer Reporter.
“Der General hat einen Monat Zeit. Da es etwa ebenfalls solange dauern wird, bis alle Schiffe repariert und aufgerüstet sind. Auch hat die Mannschaft, die auf Wasser- und Nahrungssuche gehen wird, ebenfalls soviel Zeit, bevor wir uns an einem gemeinsamen Treffpunkt wieder zusammenschließen. Der Schutz der anderen drei Erdschiffe und der Galactica wird ausreichen”, antwortete Laura Roslin. Sie legte eine kurze Pause ein, danach gab sie das Wort an Mister Woolsey ab, der sich zum Abschluss noch einmal für das Kommen bedankte und damit die Feier offiziell beendete.
“Um zwei Stunden überzogen”, stellte Daniel nach einem Blick auf seine Armanduhr fest.
“Na schön, ziehen wir uns in die Bibliothek oder in die Offiziersmesse zurück, bis die Vertreter der Flotte die Phoenix verlassen haben?”, fragte Jack in die Runde.
Starbuck rieb sich den Magen. “Gibt es was zu essen? Ich verhungere.”
“Das lässt sich einrichten”, antwortete Sam lächelnd.
“Ich würde sagen, wir gehen in die Bibliothek”, entschied Laura Roslin. “Dort ist eine schöne Atmosphäre.”
Es dauerte ungefähr noch drei Stunden, bis alle Gäste mit Hilfe der Jumper, Raptoren und Shuttles aus der Flotte wieder an Bord ihrer Schiffe waren. Nach einer weiteren Stunde traten dann auch die Mitglieder des Zwölferrates den Heimweg an. Jack ließ es sich nicht nehmen, die Präsidentin, den Admiral, den Vizepräsidenten, Starbuck, Colonel Tigh, Tory Foster und Frank Solidus persönlich mit einem Jumper zur Colonial One und zur Galactica zu fliegen, dabei wurde er von Apollo als Co-Piloten begleitet.
Galactica, Offiziersmesse
Der Admiral betrat gemeinsam mit General O’Neill, Colonel Tigh, Major Adama und Captain Thrace die Offiziersmesse, um über die Vorbereitungen für die Missionen zu sprechen. Die Präsidentin hätte zwar sehr gerne teilgenommen, doch war sie durch ihre Erkrankung müde geworden und wollte sich zunächst erst einmal ausruhen. William Adama übergab Jack O’Neill eine Liste von Personen, die sich bereit erklärt hatten, die Flotte und die Kolonien auf der Reise politisch zu vertreten.
“Wenn ich ein paar Politiker von der Erde hierlassen darf?”, fragte O’Neill scherzend.
Nun merkte man auch Jack so langsam die Strapazen an. Er verabschiedete sich, um wieder auf sein Schiff zurückzukehren und sich endlich ein paar Stunden Schlaf zu gönnen.
Galactica, Backbordhangar
Anastasia Dualla eilte die Treppe hinunter und betrat das Hangardeck, wo sich einige bereits versammelt hatten, darunter waren auch Lee, Kara und der Admiral.
“General O’Neill, Sir. Bitte bringen Sie mir meinen Mann wieder gesund zurück”, bat Dee, als sie vor Jack stand.
“Keine Sorge, Lieutenant. Das werde ich”, erwiderte O’Neill augenzwinkernd, dann wandte er sich an Apollo, nachdem er sich von allen verabschiedet hatte, und ging gemeinsam mit ihm in den Jumper.
Es dauerte nicht lange, dann verließ das kleine Raumschiff den mächtigen Kampfstern, und flog in Richtung Phoenix.
Diesmal war es Lee Adama, der den Puddle Jumper flog, denn Doktor Keller hatte anhand von Stichproben herausgefunden, dass die Menschen der Kolonien, genauso wie die Menschen auf der Erde, das Antikergen besaßen, was die Theorien und Vermutungen von Daniel Jackson nur noch untermauerten.
Es war bei manchen stärker vorhanden, bei anderen weniger, genauso wie man es bereits auf der Erde festgestellt hatte. Der General gab dem Major ein paar Tipps und Anweisungen. Anfangs noch etwas unsicher, bekam er den Jumper so nach und nach immer besser in den Griff.
Phoenix, O’Neill’ Quartier - Thor’ Labor - Kantine
Früh morgens um 06:00 Uhr klingelte der Wecker, der den General aus dem Schlaf riss. Widerstrebend stand er auf, taumelte im Halbschlaf zur Dusche, bevor er sich rasierte und anzog. Als er zu seinem Schreibtisch schaute, runzelte er die Stirn, denn die Papiere stapelten sich immer mehr. Er schob alles zusammen, was er benötigte, und machte sich auf den Weg zur Kantine, um dort zumindest ein bisschen was abzuarbeiten.
Unterwegs wurde er durch die Lautsprecheranlage in das Asgardlabor gerufen.
“Guten Morgen, O’Neill. Ich habe meinen Bericht fertig”, begrüßte der kleine graue Außerirdische seinen Freund.
“Kann das nicht bis nach dem Frühstück warten?”, brummelte Jack immer noch etwas verschlafen. “Aber jetzt wo ich schon mal hier bin - Morgen Thor. Dann lass mal hören.”
Der Asgard erklärte, dass die noch vorhandene Energie der ZPM’, die sich an Bord der Korolev, Icarus und Asklepios befanden, wie bisher erwartet ohne Probleme auch für die Reise zurück in die eigene Galaxie ausreichen werden.
“… die Energie unseres ZPM’ wird nur noch für den kurzen Flug nach Neu-Caprica reichen, dann ist unser aktives erschöpft. Ich würde vorschlagen, es im Gateraum an die Energieversorgung des Stargates anzuschließen. Denn es wird für eine Verbindung zur Erde immer noch genügend Energie liefern”, berichtete Thor.
“In Ordnung. Dann mal ran an die Arbeit!”, erwiderte General O’Neill lässig.
“Wurde bereits veranlasst, und mit der Energie des nun genutzten Zero Point Moduls können wir unsere Mission ungefährdet durchführen”, sagte der Asgard mit ruhiger Stimme, worauf Jack in zuerst fragend ansah, dann aber zufrieden grinste.
O’Neill verabschiedete sich, mit dem erhaltenen Bericht in der Hand, winkend und verließ das Labor von Thor.
In der Kantine angekommen, nahm er sofort einen ganzen Tisch für sich in Beschlag. Er legte seinen Papierstapel von Berichten, Anträgen, Personalakten und Beschwerden ab, bevor er sich am Büffet sein Frühstück zusammenstellte.
Einige Minuten später kamen auch Sam, Teal’c, Daniel und Vala hinzu, die sich an einen Tisch in der Nähe setzten.
“Major Adama und Colonel Mitchell sind bereits im Bereitschaftsraum, um die Piloten einzuteilen, Sir”, meldete Colonel Carter, worauf der General nur wortlos nickte und sich kauend seinem Papierkram widmete.
Galactica, CIC
Adama schaute sich die Berichte an, nachdem er das CIC betreten hatte. Der Admiral hatte zwar nur fünf Stunden geschlafen, war aber trotzdem ausgeruht und guter Dinge.
Plötzlich wurde er von Lieutenant Gaeta unterbrochen. “DRADIS-Kontakt! Es ist ein schwerer zylonischer Jäger.” Admiral Adama schaute besorgt auf und beobachtete aufmerksam den Bildschirm des DRADIS - doch es tauchten keine weiteren Schiffe der Zylonen auf.
“Die CAP soll den Jäger abfangen! Notsprung vorbereiten! Informieren Sie auch die Schiffe der Erde, Dee!”, gab Adama Anweisung. “Verdammt, wo kommt denn der auf einmal her?”
“Das ist eine gute Frage”, war alles, was Colonel Tigh sagen konnte, denn sein Unbehagen wuchs immer mehr.
“Wir empfangen eine Mitteilung … sie kommt aus dem zylonischen Jäger”, meldete Dee etwas überrascht.
“Stellen Sie durch, und die CAP soll den Jäger weiter beobachten!”, ordnete der Admiral an.
“Hot-Dog, hier die Galactica, Waffen ruhen! Nur beobachten! Ich wiederhole: Waffen ruhen!”, gab Dualla die Befehle über ihr Headset weiter.
Die Piloten der CAP teilten nach einer visuellen Beobachtung mit, dass der Jäger schwer beschädigt war. Auch die Schiffe der Erde hatten Jäger gestartet, falls sich doch noch Basisschiffe der Zylonen zeigen sollten.
Phoenix, Brücke
“Nicht einmal frühstücken kann man in Ruhe”, beschwerte sich O’Neill, der wieder die Wache an Bord seines Schiffes übernahm.
Adama ließ noch einmal die Tonbotschaft abspielen und Daniel stellte neugierig fest: “Das klingt doch sehr interessant.”
“Na schön.”, seufzte Jack ergeben. “Ich schicke Colonel Carter, Doktor Jackson und Teal’c zu Ihnen, Admiral.”
“In Ordnung. Wir holen den Jäger an Bord.”
“Nein, ich weiß etwas besseres”, entgegnete General O’Neill und erklärte auch gleich, was er meinte, nämlich den Zylonen herauszubeamen und den schweren Jäger zunächst einmal zu untersuchen, bevor man ihn an Bord nahm. Admiral Adama war mit dem Vorschlag einverstanden.
Galactica, Brig
Keine Viertelstunde später saß ein ziemlich irritierter Zylon in einer Zelle. Und nach wenigen Minuten betraten auch der Admiral, Starbuck, Daniel, Sam, Teal’c und einige Marines von der Phoenix und der Galactica den Zellenbereich.
“Leoben”, war alles was Kara Thrace sagte, als sie den Gefangenen erkannte.
“Hallo Starbuck, schön dich wiederzusehen. Und ich nehme an, das dort sind unsere neuen Freunde”, meinte der Zylon mit einem Kopfnicken in Richtung von Sam, Teal’c und Daniel.
Captain Thrace schüttelte unwirsch den Kopf: “Was willst Du?”
Nun wiederholte Leoben erst einmal das, was er schon über Funk mitgeteilt hatte, nämlich, dass die Zylonen sich in zwei Fraktionen aufgespaltet hatten, und das Cavil dabei wäre, Jagd auf alle Zylonenmodelle der Zweier, Sechsen und Achten zu machen, um sie auszulöschen sowie D’Anna wieder aufzuwecken, um sich dann den letzten fünf Zylonen zuzuwenden und dann weiter Jagd auf die Menschen zu machen.
Und - dass sich die Zylonenopposition um Natalie, eine Sechs, dazu entschieden hat, endgültig Frieden mit den Menschen zu schließen, um danach gemeinsam D’Anna aus den Händen von Cavil zu befreien, da diese Drei die Gesichter der letzten Fünf Zylonen in einer Vision gesehen hatte. Anschließend wolle man mit den Menschen eine neue gemeinsame Heimat suchen.
Also bot er im Auftrag von allen Sechsen, Achten und den anderen Zweiern Frieden und eine Allianz an. Auch bat er um Hilfe im Kampf gegen die Fraktion von den Einsern, Vierern, Fünfern und einer Acht - Boomer.
Danach fragte Carter ihn, wie er denn die Flotte gefunden hatte. Sam hörte genau zu und nickte: “Ich verstehe, was er meint. Es ist einfach unglaublich.”
Da erst bemerkte sie die fragenden Gesichter der anderen und erklärte aufgeregt: “Okay. Es sind die Energiesignaturen, die vom Sarkophag ausgehen. Wir können sie kam messen, doch die Zylonen können das offenbar auch über große Distanzen.”
“Müssten die Schilde dies nicht verhindern?”, fragte Teal’c.
“Ja schon. Aber dadurch, dass wir das ZPM ausgewechselt haben, waren die Schilde vorübergehend etwas schwächer als sonst, und für einige Minuten nur von der Primärenergie versorgt. Zumindest deckt sich das mit dem Zeitpunkt, den uns Leoben berichtet hat”, antwortete Colonel Carter, bevor sie sich an Adama wandte. “Admiral, ich muss sofort in das CIC, um General O’Neill zu informieren.”
“Das sollten Sie unbedingt tun, Colonel”, mischte sich Leoben zustimmend ein. “Denn, wenn ich die Flotte auf diesem Wege finden konnte, kann es auch der Fraktion um Cavil gelingen.”
Colonial One, Büro der Präsidentin
Nachdem man Leoben mit den Za’tarc-Detektor von Anise noch einmal überprüft hatte, trafen Roslin, Woolsey, Adama und O’Neill im Büro von Laura Roslin zusammen. Nach langer Beratung und Auswertung der Untersuchungen beschloss man zunächst einmal, wie mit dem Zwölferrat abgesprochen, unter Vorbehalt das Angebot eines Bündnisses zu akzeptieren. Auch wolle man nach dem Basisschiff von Natalie suchen lassen.
Admiral Adama hatte nach einer kurzen Überlegung vorgeschlagen, den Sarkophag für eine Falle zu benutzen, nachdem Leoben allen versichert hatte, dass sich die Opposition der Zylonen versteckt halte, und nicht durch die Galaxie reise, um irgendwelchen Messwerten nachzugehen. Laura Roslin war davon nicht besonders begeistert und bat um kurze Bedenkzeit, da sie den Sarkophag doch für ihre Therapie nutzen wollte. Die Präsidentin nahm, kurz nachdem alle wieder ihr Büro verlassen hatten, Verbindung zu Doktor Keller auf.
Phoenix, Steuerbordhangar - Brücke
“Ich brauche eine Verbindung zur Asklepios!”, verlangte General O’Neill, als er zurück an Bord seines Schiffes war.
Während er wartete trat Cally, die Frau von Galen Tyrol, an ihn heran.
“Hier ist der Bericht, um den Sie mich gebeten hatten, Sir. Wir haben einige Fehler an einigen Vipern, Raptoren und den Startröhren bemerkt. Die sind zwar nicht besonders schlimm, sollten aber trotzdem behoben werden.”
“Danke, Specialist. Nehmen Sie sich soviel Leute, wie sie brauchen. Sergeant Siler und seine Leute sollen Ihnen dabei helfen, die Probleme zu beheben!”, ordnete Jack an. Dann trat Major Adama auf ihn zu und berichtete ihm zufrieden, dass alle Piloten ihre Ausbildung bestanden hätten und er sich nun zusammen mit Mitchell um die Einteilung der Staffeln kümmern werde.
Colonel Carter wartete bereits auf den General; es dauerte nicht lange, dann kam auch Jennifer Keller hinzu. Sie konnte nach einem kurzen Gespräch Jack O’Neill davon überzeugen, dass Präsidentin Roslin zumindest einmal den Sarkophag benutzen durfte, bevor er mit Atombomben bestückt werden würde.
“General O’Neill”, meldete sich Lieutenant Simmons, “Colonel Ronson ist in der Leitung.”
“Gut, Lieutenant. Stellen Sie laut!”, befahl Jack, “Hey, Ronson. Ich sorge an Bord der Asklepios für etwas mehr Platz; ich benötige drei Atomsprengköpfe!”
“In Ordnung, Sir. Ich lasse sie an Bord beamen. Wofür brauchen Sie die denn, Sir?”, fragte der Commander der Asklepios. Daraufhin erklärte der General den Plan des Admirals.
“Klingt gut, General.” Man hörte über Funk, wie William Ronson im Hintergrund bereits entsprechende Anweisungen an seine Besatzung weitergab.
Galactica, Quartier des Admirals
Sichtbar nervös trat Colonel Saul Tigh an den Schreibtisch von Adama heran. Der Admiral blickte fragend auf: “Was gibt es Saul?”
“Tut mir leid, Bill. Ich hätte es dir schon vor Tagen sagen sollen: Ich … ich … ich bin ein Zylon”, brachte der Colonel stotternd hervor. “Einer der letzten Fünf.”
2.11 The Trap
Andromeda-Galaxie
Vereinigte Flotte
Galactica, Quartier des Admirals
Sichtbar nervös trat Colonel Saul Tigh an den Schreibtisch von Adama heran.
Der Admiral blickte fragend auf. “Was gibt es Saul?”
“Tut mir leid, Bill. Ich hätte es dir schon vor Tagen sagen sollen: Ich … ich … ich bin ein Zylon”, brachte der Colonel stotternd hervor. “Einer der letzten Fünf.”
…
Bei der Stille, die nun eintrat, hätte man das Fallen eines Papierblattes hören können. Keiner der beiden sagte etwas - sie schauten sich nur wortlos an.
Tigh wartete sichtlich nervös auf die Reaktion seines Vorgesetzten und auch langjährigen Freundes.
Von beiden wusste niemand, wie viel Zeit eigentlich verstrichen war, als Adama den Kopf senkte und Tigh kurz darauf wieder anschaute: “Das ist nicht witzig, Saul”, sagte der Admiral schließlich, und brach mit diesen Satz das Schweigen.
“Es ist aber wahr, Bill. Ich bin ein Zylon. Einer der letzten Fünf”, entgegnete der Colonel nun wieder mit sicherer Stimme, und wiederholte seine Äußerung von Beginn des Gespräches noch einmal.
Admiral Adama wusste gar nicht, was er davon halten sollte. Er faltete betont langsam beide Hände auf dem Tisch zusammen und starrte mit steinharter Miene seinen XO an.
“Seit wann glauben Sie, dass Sie angeblich ein Zylon sind? Saul, wir kennen uns schon seit Jahrzehnten, und die Zylonen haben erst vor ungefähr zwei Jahren vor dem Fall der Kolonien menschlich aussehende Kopien auf unsere Welten geschickt.”
“Seit der Schlacht im Ionischen Nebel habe ich Gewissheit. Da habe ich mich für diese Flotte entschieden, und gegen die Zylonen. Nach allem was wir durchgemacht haben, zwei Kriege, der Widerstand und die Gefangenschaft auf Neu-Caprica, und Ellen … . Die drei anderen haben sich genauso entschieden wie ich. Aber alles fing bereits schon einige Wochen vorher an. Es war diese komische Melodie, dieses Lied, diese verfluchte Musik in den Ohren, die mich und die anderen angeknipst hatte. Zumindest glaubten wir, sie zu hören, denn niemand außer uns hörte es. Und wie es dazu kam, weiß ich auch nicht. Verdammt eigenartig, Bill. Aber ich bin definitiv ein Zylon.”
“Schön und gut. Wenn Sie einer der Fünf sind und noch drei andere kennen – wer ist denn dann der letzte verbliebene Zylon? Und wer sind die anderen drei?”
“Das fünfte Modell ist auch uns bisher unbekannt. Das wäre dann alles. … Bei den Göttern, machen Sie mit mir was Sie wollen, Bill. Aber ich werde die anderen gewiss nicht verraten”, fügte Tigh fest hinzu.
Admiral Adama schüttelte bedenklich den Kopf. Er vermutete, dass sein XO mal wieder zu viel getrunken hatte, war sich aber nicht ganz sicher. Er überlegte kurz, und kam zu dem Schluss, dass es nur mit Hilfe einer größeren Untersuchung gehen würde. Er griff langsam zum Hörer. Es dauerte nicht lange, dann wurde Tigh abgeführt, um ihn vorläufig in die Brig zu sperren.
Als er wieder zurück in seinem Quartier war, informierte er zuerst Laura Roslin, Jack O’Neill und Richard Woolsey über diese Neuigkeiten. Alle drei reagierten zuerst etwas verunsichert. Doch alle vier vereinbarten, gemeinsam Saul Tigh zu verhören und wissenschaftlich untersuchen zu lassen; aber zunächst wollte man mit der Flotte diese Region der Galaxie sicherheitshalber verlassen.
Galactica, Offiziersmesse
Eine halbe Stunde später, nachdem die Flotte wieder beisammen war, begann man mit dem Verhör von Saul Tigh. Adama hatte noch Sharon “Athena” Agathon sowie ihren Mann Karl “Helo” Agathon dazugezogen. Präsidentin Roslin, die eine Behandlung im Sarkophag hinter sich hatte, reiste zusammen mit General O’Neill, Mister Woolsey, Doktor Keller und Teal’c an.
Die Präsidentin war überrascht, wie gut Tigh kooperierte, als einige Sanitäter ihm Blut-, Haar- und Gewebeproben nach den Anweisungen von Doktor Keller und Doktor Cottle entnahmen.
´Liegt vermutlich an den Waffen, die auf Colonel Tigh gerichtet sind´, dachte Roslin, während sie die Szene und die Marines der Galactica und Teal’c beobachtete, die auf den XO zielten, und sofort das Feuer eröffnen würden, sollte jener eine verdächtige Bewegung machen. Bei den tödlichen Waffen der Marines wäre dies natürlich fatal; der Jaffa allerdings hielt vorsichtshalber eine Zat-Waffe in der rechten Hand.
“Wussten Sie, dass Colonel Tigh eventuell ein Zylon ist - einer der sogenannten letzten Fünf?”, fragte Woolsey an Lieutenant Agathon gerichtet.
“Nein. Die Existenz der Final Five zu kennen ist allen Zylonen untersagt”, antwortete Athena wahrheitsgemäß, doch Roslin und Woolsey blieben skeptisch. Teal’c aber, der der Zylonin aufmerksam in die Augen gesehen hatte, nickte stumm, was für den General genügte. “Warten wir die Laborresultate ab”, sagte O’Neill.
“Und was ist, wenn das Ergebnis sowohl von der Galactica als auch von der Phoenix positiv ist, werfen wir ihn dann aus der Luftschleuse?”, fragte die Präsidentin in die Runde.
“Das wäre zu voreilig, und auch überstürzt. Tigh hat nichts getan, was den Taten eines zylonischen Agenten entsprechen würde”, entgegnete der Admiral.
Alle nahmen Platz, nachdem man dem Colonel doch vorsichtshalber Handschellen angelegt hatte, um nun das Verhör zu beginnen.
Saul Tigh wiederholte noch einmal seine Äußerungen, die er gegenüber Admiral Adama schon zum Ausdruck gebracht hatte.
Eine Stunde später war man fertig. Roslin, Adama, O’Neill, Woolsey und Teal’c gingen beiseite, um kurz ungestört miteinander sprechen zu können, bevor man sich wieder Tigh zuwenden würde. Der Jaffa blickte sich dabei immer wieder um, um den Colonel eindringlich zu beobachten.
“Ich schließe mich der Aussage von Admiral Adama an. Wenn Colonel Tigh uns hätte schaden wollen, und das gilt auch für die anderen drei Zylonen, hätten sie es bereits getan. Gelegenheiten gab es mehr als genug. Doch er hat sich dagegen entschieden, wie auch, wenn wir den Aussagen glauben, die anderen drei auch. Außerdem, das sollten wir auf keinen Fall vergessen, kennt er sämtliche Codes, und war auch an Bord der Phoenix”, fasste General O’Neill zusammen.
“Gute Argumente, General”, stimmte Roslin zu und gab zu bedenken: “Wenn ein Wiederauferstehungsschiff in der Nähe ist und alles doch nur eine List war, dann sind wir alle ganz schön angeschmiert.” Woraufhin Adama, Woolsey und Teal’c zustimmend nickten.
Nach einer kurzen Debatte nahmen alle wieder Platz. Und nun erklärte Tigh noch einmal, weshalb er sich nicht sofort zu erkennen gegeben hatte. Er habe Angst gehabt und war über eine Vision, in der er Adama erschossen hatte, sehr verunsichert gewesen. Der Admiral war überrascht und entsetzt zugleich, in welcher Gefahr er sich bei der Schlacht im Ionischen Nebel befunden hatte.
“… mir tut es nur leid, dass ich nicht genug Schneid hatte, es gleich zu sagen, als ich gemerkt hatte das ich ein Zylon bin, sondern es immer weiter hinausgeschoben hatte”, sagte Saul Tigh bedauernd, bevor er zu allem Überfluss noch gestand, ein Verhältnis mit Caprica-Sechs zu haben.
Die Überraschung hätte nicht größer ausfallen können. Zum zweiten Mal zogen sich die anderen zu einer kurzen Beratung zurück. Anschließend verkündete Admiral Adama: “Colonel Tigh! Sie stehen vorerst unter Arrest, bis die Laborergebnisse vorliegen und alles noch einmal genau überprüft wurde.”
Zylonische Flotte der Cavil-Fraktion
Basisschiff von Cavil
“Wir haben eine interessante Entdeckung gemacht. Es geht um eine Energiesignatur, die wir empfangen”, teilte eine Fünf, eine Doral-Kopie, den anderen auf einer Versammlung mit. “Diese scheint von der Flotte der Menschen zu stammen, seitdem die vier neuen, uns noch unbekannten Schiffe aufgetaucht sind, und sich den Flüchtlingen angeschlossen haben.”
“Gut. Ausgezeichnet. Auf diesem Weg können wir die Flotte dieses Ungeziefers wenigstens verfolgen, bis wir die Streitigkeiten mit den Zweien, Sechsen und Achten beendet haben”, nickte Cavil zufrieden.
“Doch wir sollten uns vor diesen unbekannten Schiffen in Acht nehmen”, warnte eine Vier, eine Simon-Kopie, eindringlich die anderen.
“Das ist leider wahr, Bruder. Diese Fremden sind uns ein Rätsel. Wo wir gerade von ‘Acht’ sprechen - was meinst Du dazu Boomer?”, fragte Cavil, die einzige Acht, die sich ihnen angeschlossen hatte.
Sharon nickte. “Ich stimme zu. Wir können aber mit Hilfe dieser Werte die Flotte der Menschen in einem sicheren Abstand verfolgen. Ich schlage vor, ein kleines Geschwader, bestehend aus Raidern und schweren Jägern hinterherzuschicken, dass uns zu festgelegten Zeiten Bericht erstattet.”
“Eine hervorragende Idee, Boomer. Irgendwelche Gegenstimmen oder weiteren Vorschläge? … Nein? Dann los an die Arbeit!”, ordnete der Führer der Fraktion an, und winkte dann die anderen raus.
“Ach, eines noch: Ich werde zusammen mit Boomer und mit meinem Schiff zum Auferstehungszentrum reisen. Ihr hingegen verfolgt mit den anderen vier Schiffen und dem einen Wiederauferstehungsschiff dieser Flotte die Menschen!”, ergänzte Cavil noch schnell, bevor die anderen endgültig den Raum verlassen hatten.
Vereinigte Flotte
Innerhalb der Flotte der Überlebenden verbreitete sich, sehr zum Missfallen des Militärs und der Präsidentin, so langsam die Nachricht, dass Colonel Saul Tigh ein Zylon ist.
Galactica, Quartier des Admirals
Admiral Adama sah sich nun mit dem Problem konfrontiert, einen geeigneten Ersatz für den Posten eines XO an Bord der Galactica zu finden. Diese Aufgabe wurde dadurch erschwert, dass einige der möglichen Kandidaten auf Missionen, die bis zu einem Monat dauern konnten, geschickt werden sollten. Nun überlegte William Adama fieberhaft, welcher Offizier den Posten des Colonels übernehmen könnte.
´Oder ist es vielleicht gar nicht notwendig?´
Denn Tigh hatte, seitdem er erkannt zu haben schien, dass er ein Zylon sei, nichts unternommen, um der Flotte zu schaden. Adama rief sich noch einmal das Verhör mit Tigh sowie das eine Gespräch vor einigen Tagen auf einer Versammlung in Erinnerung, und an das, was Doktor Jackson und Teal’c gesagt hatten. Außerdem hatte er bereits eine Zylonin in seinen Reihen, nämlich Sharon “Athena” Agathon, die den Menschen bisher immer geholfen und ihm auch noch das Leben auf Kobol gerettet hatte.
Admiral Adama wusste, dass alle eine Entscheidung erwarteten und grübelte weiter nach, was er tun sollte, denn die Sache bereitete ihm doch einiges Kopfzerbrechen.
Phoenix, Backbordhangar
“Major Adama!”, rief General O’Neill laut durch den Hangar.
“Hier bin ich, Sir”, meldete sich Lee ebenfalls laut. Er streckte seinen Kopf aus dem Cockpit seiner Viper und winkte dem General zu.
Jack trat an die Viper heran: “In zwei Stunden beginnt auf der Galactica die abschließende Missionsbesprechung - und ich habe mir überlegt, ob Sie vielleicht nicht auch daran teilnehmen wollen, Major.”
“Oh, sehr gern. Ich würde die Gelegenheit auch für eine weitere Flugstunde mit dem Jumper nutzen; natürlich nur, wenn ich darf, General.”
“Soll mir Recht sein. Wir treffen uns dann wieder hier in 90 Minuten!”, kündigte O’Neill an, dann verließ er das Hangardeck, und Apollo wandte sich wieder seiner Viper zu.
“Hallo Major Adama!”, rief Cally Henderson Tyrol Apollo gutgelaunt zu. “Tut gut, ein bekanntes Gesicht unter den Leuten hier zu sehen.”
Lee nickte zustimmend: “Ja, das ist wahr. Aber die Leute hier an Bord der Phoenix sind lockerer drauf als auf den anderen drei Schiffen der Erde - liegt wohl an General O’Neill.”
Phoenix, Krankenstation
Laura Roslin betrat die Krankenstation und dann das Büro von Doktor Jennifer Keller und fragte neugierig: “Wie sieht es aus, Doktor? Hat die Behandlung mit dem Sarkophag geklappt?”
Die kleine blonde Ärztin sah sich die Untersuchungsergebnisse an und schüttelte kurz darauf enttäuscht mit dem Kopf: “Nein, leider nicht hundertprozentig. Es ist nur eine zehnprozentige Verbesserung eingetreten. Die Anzahl der Tumore sowie deren Größe ist nur wenig zurückgegangen, obwohl Sie genau zwei Stunden da drinnen gelegen haben. Vielleicht habe ich Sie zu früh da rausgeholt, Frau Präsident. Von einer weiteren Behandlung würde ich, aus den Erfahrungen, die wir mit dieser Technologie gesammelt haben, dringend abraten.”
Präsidentin Roslin nickte verstehend und dachte über die weiteren Therapieoptionen, die noch offen waren, nach. Dann, nachdem sie sich entschieden hatte, hob Roslin den Kopf und meinte: “Ich würde mich gerne mit Miss Anise über meine Heilung unterhalten. Wenn Sie bitte einen Termin vereinbaren könnten, Doktor Keller?”
Jennifer nickte, und schon wurde durch einen Asgardtransportstrahl der Sarkophag weggebeamt.
Ein Arzthelfer betrat das Büro, überreichte der Ärztin eine Mappe und teilte ihr mit, dass es die Laborergebnisse von Colonel Saul Tigh seien. Doktor Keller bedankte sich und nahm die Papiere entgegen. Als der Mann den Raum wieder verlassen hatte, schloss Laura die Tür, um sich zusammen mit Jennifer die Ergebnisse anzusehen.
Eine Viertelstunde später klingelte das Telefon. Jennifer Keller hob den Hörer ab und meldete sich mit den Worten: “Doktor Keller, Krankenstation A der Phoenix. Was kann ich für Sie tun? … Hallo, Doktor Cottle.”
Die Ärztin stellte auf Lautsprecher, so dass auch Präsidentin Roslin mithören konnte.
“Haben Sie ebenfalls die Laborergebnisse zur Hand?”, fragte der Arzt.
“Ja, habe ich”, antwortete Jennifer. “Colonel Tigh ist demnach ein Zylon.”
Cottle atmete hörbar durch, bevor er sagte: “Wir sind zu den selben Testergebnissen gekommen. Danke für ihre Hilfe.”
Basisschiff von Natalie
Auf dem schwer beschädigten Schiff der Zylonenopposition verfolgte man mit großer Sorge das Vorgehen der Fraktion von Cavil. Denn dadurch, dass die Opposition unvorbereitet überrascht wurde, waren die meisten Basisschiffe der Oppositionsflotte weit verstreut und oft einzeln anzutreffen, was es der Armada von der Fraktion jeden Angriff erleichterte, da diese Basisschiffe ein leichtes Ziel waren. Jeder der Angriffe hatte dasselbe Muster: Mindestens drei Basisschiffe tauchten auf, dann wurden zuerst die FTL-Antriebe lahmgelegt, bevor die Schiffe nach einem mehr oder weniger langen Kampf entweder geentert oder zerstört wurden.
Natalie war entsetzt, mit welcher Erbarmungslosigkeit die Einser, Vierer und Fünfer vorgingen. Doch sie konnte selbst nicht in den Kampf eingreifen, denn ihr eigenes Schiff trieb manövrierunfähig durch ein Sonnensystem.
Sie und alle anderen überlebenden Zylonen an Bord hofften, dass Leoben Erfolg bei seiner Mission haben würde, vor allem die Menschen ihnen glauben, und nicht hinrichten würden. Die Sechsen, Achten und Zweier wollten wirklich Frieden mit den Menschen schließen, unter anderem aber auch, um D’Anna zu befreien und die Existenz der letzten Fünf Zylonen dadurch aufzudecken, die sich offensichtlich bei den Menschen aufhielten.
Die Zylonen hatten die eigenartige Energiesignatur bemerkt und vertrauten nun darauf, dass dies Leoben dabei helfen würde, die Flotte der Menschen zu finden.
Vereinte Flotte
Galactica, CIC
Der Admiral hängte den Hörer wieder an der DRADIS-Konsole ein. Adama war innerlich getroffen von den Nachrichten, die er soeben von Doktor Keller und Doktor Cottle erhalten hatte. ‘Es ist also doch wahr’, dachte William Adama, ‘mein XO und Freund, ist ein Zylon.’
Nach einer kurzen Überlegung ordnete er an: “Lieutenant Gaeta, Sie haben die Wache! Ich bin bei der Besprechung in der Offiziersmesse, wenn etwas sein sollte.”
“Admiral. Präsidentin Roslin, General O’Neill, Mister Woolsey und Major Adama sind im Landeanflug”, teilte Hoshi mit. Als der Lieutenant Lee erwähnte, drehte sich der Admiral kurz zu dem Kommunikationsoffizier um, nickte kurz und verließ angespannt das Combat Information Center.
Milchstraße
SGC, Erde
“Was gibt es, General Landry?”, fragte Master Sergeant Walter Harriman, als er das Büro des Kommandeurs betrat.
“Kommen Sie rein, Walter. Immer noch keine Nachricht von der Phoenix?”, fragte Hank Landry, als der Sergeant vor ihm stand.
“Nein, bisher nicht. Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Andromeda 50% größer ist als unsere Galaxie. Sie haben vielleicht die Flotte der Überlebenden noch nicht gefunden, oder sie sind bereits zusammen, und es ist bisher nicht gelungen, eine Verbindung aufzubauen, weil sie immer in Bewegung bleiben müssen wegen der Zylonen”, erklärte Harriman.
“Das habe ich mir auch schon überlegt. Man braucht einen Ausgangspunkt. Also müssen wir noch warten. Das wäre alles, Walter. Danke”, nickte der General dem Sergeant zu und verließ das Büro. Als der Techniker draußen war, griff General Landry zum Telefon.
Andromeda-Galaxie
Basisschiff von Natalie
Eine Sechs wandte sich schockiert an ihre Mitstreiter: “Wir haben soeben ein weiteres Basisschiff und ein Wiederauferstehungsschiff verloren.”
“Somit verfügen wir nur noch über ein Wiederauferstehungsschiff, mindestens vier Basisschiffe, ohne uns dazugezählt“, berichtete eine Sharon den anderen Zylonen auf der Brücke die aktuelle Situation. „Der Verbleib von zwei weiteren unserer Basisschiffe ist ungewiss. Und sowie man den Berichten Glauben schenken kann, verfügt Cavil immer noch über eine Armada von mindestens zwanzig Basisschiffen, fünf Wiederauferstehungsschiffen, und, das sollten wir nicht vergessen, über die Kontrolle des Wiederauferstehungszentrums sowie der Kolonie.”
Vereinte Flotte
Galactica, Offiziersmesse
Lee Adama und auch Laura Roslin hatten den Admiral in seinem Quartier abgeholt, da er nicht wie vereinbart pünktlich am Treffpunkt erschienen war. Beide mussten William Adama zunächst einmal auf die Krankenstation zu Cottle bringen, da er einige Schnitt- und Schürfwunden hatte, die von daher kamen, weil er in seinem Quartier die Einrichtung zum Teil wegen dem Ergebnis der Ärzte, zerstört hatte. Daher war O’Neill froh, Apollo mit an Bord der Galactica genommen zu haben, der seinen Vater beruhigen konnte, und Mut zusprach auch diese Situation zu bewältigen.
Als die drei endlich in der Offiziersmesse ankamen, zeugten nur ein Pflaster an der Stirn und ein Verband an der linken Hand von Admiral Adamas Ausraster.
Nachdem alle Gesprächsteilnehmer Platz genommen hatten, eröffnete General O’Neill mit einiger Verspätung endlich die Besprechung und teilte allen mit, dass man den Sarkophag mit dem Sprengstoff der drei Atombomben manipuliert hatte, und man ihn beim nächsten Sprung zurücklassen könne.
Admiral Adama hatte sich mittlerweile wieder gefangen und erklärte sich mit diesem Plan einverstanden, genauso wie Roslin - Woolsey hielt sich zurück, da er es als militärische Entscheidung einfach so akzeptierte.
William Adama schob Jack O’Neill nun die Karten mit den Standorten der Kolonien von Kobol, Neu-Caprica und auch Kobol selbst zu.
Laura Roslin wollte erfahren, was nun mit Tigh passieren würde. William Adama erklärte ihr, dass es bei der bisherigen Entscheidung bleibe.
Die Präsidentin bemerkte einen seltsamen Ausdruck im Gesicht des Admirals, und fragte stirnrunzelnd: “Bill, Sie haben doch nicht etwa vor, Tigh wieder als ausführenden XO auf der Galactica einzusetzen?”
Nun schaltete sich auch wieder Richard Woolsey in das Gespräch ein, hob eine Augenbraue, und schaute William Adama an: “Admiral?”
Lee und Jack sagten nichts dazu, sondern warteten die Erklärung mit einem vielsagenden Blick auf die Präsidentin und den Vertreter des IOA ab.
“Das wird ganz alleine meine Entscheidung sein”, sagte Admiral Adama barsch und teilte nach einer kurzen Pause mit, wer alles von seinen Leuten und der Erde, und auch mit Leoben Conoy das Basisschiff der Zylonenopposition suchen werde. “… ich ersuche Sie darum, dass mir die Demetrius, noch eine Raptor und zwei Viper von der Phoenix für diese Mission zur Verfügung gestellt werden“, bat er an Roslin und O’Neill gerichtet.
“Das geht in Ordnung”, nickte die Präsidentin, auch der General gab sein Einverständnis.
Nun übernahm Roslin wieder das Wort: “Ich habe bereits mit dem Zwölferrat, meinen Ministern und den Vizepräsidenten über dieses Thema gesprochen - ich werde Sie begleiten, General.”
Alle waren von diesem Vorstoß der Präsidentin überrascht.
“Ich habe mir überlegt, dass ein bekanntes Gesicht beziehungsweise eine bekannte Persönlichkeit mit auf diese Reise gehen sollte, um besseren Kontakt mit weiteren Überlebenden zu finden. Und wir wissen beide Admiral, dass wir diese Aufgabe nicht Zarek überlassen können, darum habe ich mich dazu entschlossen. Und bei General O’Neill an Bord der Phoenix bin ich in guten Händen. Die Regierungsgeschäfte laufen wie gewohnt bis zu meiner Rückkehr weiter. Der Vizepräsident wird mich also nur vertreten”, erklärte Laura den anderen.
Woolsey räusperte sich kurz und fragte dann leicht zweifelnd: “Und wer soll in Ihrer Abwesenheit mit den Zylonen verhandeln?”
“Admiral Adama, Mitglieder des Zwölferrates, der Vizepräsident, Doktor Jackson und Sie Mister Woolsey, als ranghöchster politischer Vertreter der Erde”, antwortete Roslin, wobei sie Richard bittend und fragend zugleich anschaute.
Laura bemerkte den überraschten und sorgenvollen Blick in dessen Augen und versuchte die Bedenken zu zerstreuen: “Ich habe Anordnungen hinterlassen, wie die Verhandlungen mit den Zylonen geführt werden sollen.”
“Wenn das so ist, dann mache ich es gern”, nickte Woolsey.
Nun erhob Admiral Adama wieder seine Stimme: “Durch die Planänderung, nach den Zylonen zu suchen, würde ich gerne die Icarus damit beauftragen, auf Wasser- und Nahrungssuche zu gehen, wenn sie damit einverstanden sind, Jack.”
“Sollte kein Problem sein, Bill.”
“Außerdem würde ich gerne Colonel Carter hier an Bord haben, wegen der technischen Aufrüstung der Galactica und den anderen Schiffen in der Flotte. Denn sie hat mir gesagt, sie würde gerne einen genaueren Blick auf unsere Technologie werfen, um diese besser zu verstehen”, trug William Adama seine nächste Bitte vor.
Dieses Mal musste O’Neill eine Weile überlegen, bis er sich zu einer Antwort durchrang: “Ja, mir gegenüber hat Carter so was auch erwähnt. In Ordnung, ich stelle Colonel Carter ab. Aber passen Sie gut auf sie auf, Bill.”
Galactica, Backbordhangar
Eine Stunde später betraten Roslin, Woolsey, Apollo, Adama und O’Neill sich immer noch unterhaltend, das Hangardeck und blieben vor dem Jumper stehen.
“Achtung!”, befahl der Admiral, woraufhin alle Crewmitglieder der Galactica Haltung annahmen.
“Die Präsidentin der Kolonien, und der Commander der Phoenix verlassen uns”, vermeldete William Adama nach einer kurzen Pause mit feierlicher Stimme und salutierte, wie nun auch die Crew der Galactica. Jack O’Neill und Lee Adama erwiderten diese militärische Ehrenbezeugung, bevor sie im Puddle Jumper Platz nahmen.
Woolsey murmelte leise: “Dann werde ich mal anfangen zu packen.”
Phoenix, Brücke
Nach gut sechs Stunden war es schließlich soweit. Alle Vorbereitungen, Planungen und Personalversetzungen waren abgeschlossen und umgesetzt.
General O’Neill nahm in seinem Sessel Platz, und rieb sich die Hände: “Dann wollen wir mal.”
Jack und Laura sahen zu, wie die Flotte in Überlichtsprungblitzen verschwand und die Korolev und die Asklepios in zwei Hyperraumfenstern verschwanden. Nur die Icarus, die Demetrius und die Galactica, sowie die Phoenix blieben zunächst einmal gemeinsam zurück.
“Viel Spaß, Carter”, wünschte O’Neill.
“Werde ich haben, Sir”, versicherte Sam über Funk.
“Hier ist die Galactica”, hörte man die Stimme des Admirals aus den Lautsprechern, “wir treffen uns in 30 Tagen an den vereinbarten Koordinaten wieder. Viel Erfolg Ihnen allen.”
“Alles klar, Admiral. Ihnen und den anderen auch”, wünschte Jack.
Nun verschwand auch die Galactica, um weiter für den Schutz der Flotte zu sorgen. Die Demetrius verschwand nun ebenfalls, um sich mit Starbuck, Leoben, Gaeta, Athena, Helo und noch einigen anderen Besatzungsmitgliedern auf die Suche nach dem Basisschiff von Natalie zu begeben. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis nun auch die Icarus in einem Hyperraumfenster verschwand.
“So, bleiben nur noch wir”, bemerkte Jack. “Thor, beam nun den Sarkophag raus! Captain Thompson, setzen Sie Kurs auf Neu-Caprica!”, befahl er noch.
“Jawohl, Sir.”
Die Phoenix verschwand nun ebenfalls in einem Hyperraumfenster; zurück blieb nur der manipulierte Sarkophag.
Zylonenflotte der Cavilfraktion
“Ich habe hier etwas. Diesmal ganz deutlich. Es ist diese Energiesignatur”, meldete einer der Dorals an Bord eines der vier Basisschiffe, welches die flüchtende Flotte im Abstand von 12 Lichtjahren verfolgte.
Eine Cavil-Kopie überlegte kurz, und schlug dann vor: “Springen wir hin und greifen wir sie an. Egal, wer diese Fremden auch sind, ein Überraschungsangriff wird auch sie überraschen.”
“Ja, das stimmt. Doch was mich wundert, die Signaturwerte des Objektes sind stark und nicht gedämpft”, überlegte eine Simon-Kopie.
“Du hast Recht, Bruder. Es könnte auch eine Falle sein, oder die Menschen haben gemerkt, dass es uns so möglich ist, ihnen zu folgen. Wir schicken ein paar Basisschiffe als Vorhut voraus, um die Lage zu erkunden. Die anderen Schiffe und das Wiederauferstehungsschiff bleiben zunächst einmal zurück”, schlug eine andere Cavil-Kopie vor.
Nach kurzer Beratung stimmten alle - auch die Besatzungen der anderen Basisschiffe -diesem Plan zu. Man entschied, aber nur einen Basisstern zu entsenden, um die Lage zu prüfen, damit das Wiederauferstehungsschiff im Falle eines Angriffes besser geschützt war.
Das Raumschiff der Zylonen tauchte kampfbereit auf. Doch es befand sich nichts in Reichweite, was in den Augen der Zylonen wert gewesen wäre, anzugreifen - nur ein großer, mit Gold überzogener Kasten befand sich vor ihnen.
“So liegt wohl die Vermutung nahe, dass mein Bruder Recht mit seiner Vermutung hatte”, meinte eine Cavil-Kopie.
“Ich schlage vor, das Objekt zu überprüfen, und es dann an Bord zu holen, um es genauer zu untersuchen”, schlug eine Doral-Kopie vor, als er sich die Bilder ansah.
“Na schön. Aber wir sollten vorsichtig sein und Vorbereitungen treffen!”, empfahl die Cavil-Kopie.
Nach ersten Untersuchungen fand man keine Anzeichen einer möglichen Gefahr und so befand sich der Sarkophag nun in einem Labor an Bord des Basissterns. Man entschied sich, auch zur übrigen Flotte zurückzukehren, da augenscheinlich keine Gefahr mehr bestand.
“Derartige Schriftzeichen und Symbole habe ich noch nie gesehen”, stellte eine anwesende Cavil-Kopie fest.
“Scheinbar kann man dieses Objekt öffnen, denn ich glaube, dass das hier der Öffnungsmechanismus zu sein scheint”, vermutete eine Simon-Kopie; drückte und drehte einen tellergroßen roten Kristall.
Ein leises Klicken war hören und der Sarkophag begann sich zu öffnen. Kurz darauf war ein weiteres Klacken und Piepen zu hören, was aus dem Innern kam.
Die Cavil-Kopie sah es als Erster, wurde blass und schrie: “Das war also doch eine Falle! Alarm! …”
Der kurze Countdown war aber schon zu Ende. Die nuklearen Sprengsätze im Sarkophag detonierten. Sie zerstörten das Basisschiff und die ausgehende Druckwelle der Explosion erfasste auch das Wiederauferstehungsschiff und zwei weitere Basisschiffe der kleinen Flotte, die die Menschen weiter verfolgen sollte. Nur ein einziger Basisstern konnte sich mit einem rechtzeitigen Überlichtsprung in Sicherheit bringen.
Vereinte Flotte
Galactica, CIC
Dualla nahm das Gespräch von der Korolev entgegen und teilte den anderen mit: “Admiral! Colonel Chekov meldet, dass es eine gewaltige Explosion gegeben hat. Allerdings ganz woanders. Doktor Markova vermutet, dass die Zylonen den manipulierten Sarkophag an Bord genommen haben und damit weggesprungen sind.”
“Danke, Dee.”
“Ob die Zylonen wirklich in die Falle getappt sind”, grübelte Colonel Carter und schaute Adama an.
Der nickte kurz: “Wir schicken einen Raptor zu unserer letzten Position, und dann dorthin, woher die Explosion kam.”
Nach zwei Stunden hatte man auf der ganzen Flotte Gewissheit, dass drei Basisschiffe und ein Wiederauferstehungsschiff zerstört worden waren.
Basisschiff von Cavil
Cavils Flaggschiff hatte sich dem einen Teil seiner Armada aus 10 Schiffen angeschlossen, als ihn die Nachricht über die unerwarteten Verluste erreichte. Cavil stöhnte auf: “Das darf doch nicht wahr sein. Diese Plage von Ungeziefer.”
Er beschloss, auf das verbliebene Basisschiff zu warten. Ordnete aber an, dass er sofort alle Daten haben wollte, um sich selber mit der veränderten Situation zu befassen.
Nach einigen Stunden, tobte er wieder herum: “Das ist doch die reinste Zeitverschwendung!” Boomer zuckte jedes Mal zusammen, wenn der Anführer der Fraktion eine weitere Schimpftirade los ließ.
Planetensystem von Neu-Caprica
Nach einem eintägigen Flug näherte sich die Phoenix im Hyperraum ihrem ersten Ziel. Als sich das Hyperraumfenster - achtundzwanzigtausend Kilometer vom Planeten entfernt - gerade öffnete und die Phoenix den Hyperraum verließ, verschwand - unbemerkt von der Phoenixcrew - ein kleines Raumschiff mit einem FTL-Sprung.
Das Raumschiff der Erde näherte sich langsam dem Planeten. Präsidentin Roslin trat an das Fenster der Brücke heran und erklärte allen: “Ja, das da ist ohne jeden Zweifel Neu-Caprica, General O’Neill.”
Lee Adama trat an ihre Seite und stimmte ihr zu: “Richtig, da ist eine Gondel der Pegasus sowie weitere Schiffstrümmer.”
“Schilde aktivieren und mit der Suche nach Lebenszeichen beginnen!”, ordnete O’Neill an, und dachte: ´Ist das eine Suppe da draußen.´
“Ich erfasse mehrere Objekte, O’Neill”, meldete Thor.
…
tbc
