11.10.2026, 20:49
Hallo, ihr Lieben. Heute gibt es den 2. Teil, wie man sieht
Viel Lesevergnügen
Pilotfolge:
Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium -
überarbeitete Version
2. Teil
Auf einer höheren Ebene
Andromeda-Galaxie < = > Milchstraße
Das helle Licht, welches sie umstrahlt hatte, ließ gleichmäßig nach. Alles wirkte irgendwie vertraut, nachdem das helle Licht endlich weg war. Aber erschien es doch ein wenig anders als sonst zu sein, wie es eigentlich war.
Doch sah so etwa wirklich das Jenseits aus?
Captain Kara “Starbuck” Thrace sah sich verwundert um, denn sie hatte sich das Leben nach dem Tod eindeutig anders vorgestellt.
Sie stand im Combat Information Center der Galactica, welches in einem merkwürdigen Licht erleuchtet war.
Aber niemand außer der Viperpilotin selbst schien anwesend zu sein.
Kara stellte außerdem erstaunt fest, dass sie immer noch ihre Pilotenkombi trug, und nahm schließlich vorsichtig ihren Helm ab, nachdem sie die Umweltbedingungen überprüft hatte.
Die junge Viperpilotin hatte irgendwie das Gefühl, dass sie beobachtet wurde - doch es war niemand zu sehen.
Das letzte, woran sich Starbuck noch erinnerte war, dass sie sich mit jemanden unterhalten, und der wie Leoben ausgesehen hatte.
Sie war verständlicherweise sehr irritiert und murmelte: “Verfluchter Mist! Bin ich denn jetzt tot, oder etwa doch nicht?”
Kaum hatte sie dies gesagt, da spürte Kara einen sehr leichten Lufthauch in ihren Haaren, und rief erschrocken sich nach allen Seiten abermals umschauend: “Ist da etwa doch noch jemand?”
Vorsichtshalber, um sich auch etwas mehr eigene Sicherheit zu geben, zog Captain Thrace ihre Waffe während sie sprach.
Dann hörte sie eine ruhige, sachliche und männliche Stimme, die von der großen DRADIS-Konsole kam, wo immer Admiral Adama stand, wenn er im CIC war, die ihre Frage mit: “Nein, du bist nicht tot, Kara” - beantwortete.
“Bist du es schon wieder, und wo bin ich gerade?”, fragte Starbuck immer noch ein wenig benommen, wegen der aktuellen Vorkommnisse.
Dann erkannte sie eine Gestalt im Zentrum des CIC, die ihr geantwortet hatte.
“Nein, ich bin nicht dieser Leoben - einer der Zylonen, den du kennst. Und du befindest dich, sagen wir mal… in einer Art Schwebezustand, in welchen ich dich habe, nachdem deine Viper vor den Augen von deinem Freund Major Lee Adama scheinbar explodiert ist. Unsere Reise wird kurz sein, obwohl es Dir länger vorkommen wird, da wir uns ein wenig unterhalten werden. Diese vertraute Umgebung hier soll dies ein wenig für dich erleichtern. Ich hatte gehofft, dass du dich deswegen besser entspannen würdest. Doch jetzt will ich mich zunächst einmal selber vorstellen: Einer der vielen Namen, die ich während meiner menschlichen Daseins trug, war Hippokrates…“
“Aha.“
“Und?“
“Was - und?“, brummte Starbuck genervt.
“Das mit dem Entspannen scheint nicht wirklich recht bei dir zu klappen“, seufzte Hippokrates enttäuscht.
“Nicht wirklich. Und was haben sie so gemacht - während ihres menschlichen Daseins?“, fragte Kara gelangweilt.
“Ich war unter anderem Arzt, Gelehrter und Forscher, manchmal aber auch ein Krieger, so wie du, bevor ich dann aufgestiegen bin, zu einer höheren Form des Seins.“
“Wie nett… Äh… bin ich das etwa jetzt auch: aufgestiegen zu einer höheren Form des Seins, so wie du es nennst?“
“Nein. Aber es wäre eine so Art Vorstufe für den weiteren Prozess des Aufstiegs. Es gibt noch viele Andere, die so sind wie ich, auch verstößt es gegen unsere Regeln uns in die unteren Ebenen einzumischen, darum wirst du alles, was ich zu dir sage, auch wieder vergessen.”
“Und was soll dann der ganze Mist, wenn ich alles wieder vergessen werde?”, motzte Kara, während sie ihre Waffe wieder ins Holster schob.
“Bleib ganz ruhig, und entspann dich. Bitte. Versuche es zumindest… Ich weiß, dass dich jetzt ganz viele Fragen beschäftigen”, beruhigte Hippokrates sie abermals.
Er versuchte es zumindest, da ihm bewusst war, dass er sich einen schwierigen Charakter herausgesucht hatte. Aber diese junge Frau, war die einzige, die für diese schwierige Aufgabe geeignet war - auch dies war dem Antiker klar.
Er seufzte kurz, dann fuhr er fort, ihre Fragen nach und nach zu beantworten: “Da wir uns auf einer anderen Bewusstseinsebene befinden, und ihr dringend Hilfe benötigt, sind wir auf einer Reise in eine andere, eine benachbarte Galaxie, die ihr in euren Sternenkarten vermerkt habt. Auch in jener leben auch Menschen, die zum Teil ebenfalls unsere Nachkommen sind, so wie es bei deinem Volk der Fall ist. Diese sind auch in der besten Lage euch gut im Kampf gegen die Zylonen zu unterstützen.”
“Stopp!“, kam es sofort von Starbuck, als der Antiker gerade eine Pause eingelegt hatte. “Hört sich bislang gut an - doch wozu der Quatsch hier, wenn ich eh wieder alles vergesse“, schnappte die Viperpilotin, “etwa einfach nur so zum reinen Zeitvertreib?“
“Irgendwie schon“, gestand Hippokrates, der verlegen geworden zur Seite sah.
“Das darf doch nicht wahr sein“, grollte Kara Thrace daraufhin aufgebracht, und sah dann den Antiker ratlos und verständnislos an - musterte sie diesen noch einmal genauer: Es war ein Mann, der wohl dem Aussehen nach Ende dreißig bis Mitte vierzig war, einen Vollbart hatte, sowie mit einem hellen vanillefarbenen Pullover und einer weißen Hose bekleidet war - also ganz normale Durchschnittskleidung.
Kara dachte daher: ‘Was ist er nur… ist er etwa gar einer der Götter von Kobol?’
Hippokrates wusste stets, was in Starbuck vorging, und auch woran sie soeben gedacht hatte, deswegen begann er ihr kurz zusammengefasst von den Antikern zu erzählen, die mithalfen das Leben in der Andromeda-Galaxie zu beeinflussen. Gemeinsam mit einer anderen Spezies, die in dieser Galaxie sesshaft und mit ihnen befreundet war. Auch berichtete er, wie er und die Anderen die Entwicklung und den Verlauf der Geschichte der Kolonien zu Beginn mit geprägt und später nach ihrem Aufstieg weiterhin beobachtet hatten.
Mehrmals wurde Hippokrates dabei immer wieder von Kara unterbrochen, die immer wieder Kommentare dazu abgab, während er versuchte ihr alles erzählte.
“…und ich musste lange nach einer Möglichkeit und Gelegenheit suchen. Aber auch einen geeigneten Kandidaten wählen - bis meine Entscheidung auf eben dich fiel. Doch auch, wer euch wirklich helfen kann, und wie ich es vermeide von den Anderen, insbesondere von denen in der Milchstraße, wohin wir unterwegs sind, sowie denen in der Pegasus-Galaxie, bestraft zu werden…“
Kara unterbrach ihn erneut verwundert: “Götter können eigentlich nicht bestraft werden. Und wenn dann nur von Zeus persönlich. He, gibt es etwa noch in weiteren Galaxien als in meiner und in dieser Milchstraße Menschen, wie uns?“
Der Antiker nickte bestätigend, während Kara erneut kopfschüttelnd im CIC auf und ab ging, während er kurz darauf geduldig fortfuhr.
“…ich fürchte, dass es klargestellt werden muss: Wir Aufgestiegenen sind keine Götter. Auch wenn ihr diejenigen, die ihr als solche verehrt einst welche von uns waren, ehe auch sie teilweise aufgestiegen sind. Also ich bin ebenfalls kein Gott. Unseresgleichen haben zwar unbegrenztes Wissen, und übernatürliche Fähigkeiten… doch macht uns dies nicht zu Gott, Göttinnen, oder Göttern. Obwohl einige, von denen wir uns vor Jahrmillionen trennen mussten - sich immer noch für welche halten. Dies führte zu einen furchtbaren Konflikt, der uns als Alteraner spaltete, in Ori und Antiker…“
“Es gibt also Böse und Gute von euch Typen!“, stellte Starbuck fest, blieb stehen, und erinnerte sich an Athena, die sich entschlossen hatte die Zylonen zu verlassen um den Menschen zu helfen.
“So ist es, leider…“
“Na, phantastisch. Das wird ja immer besser…“
“..weshalb wir daher die Existenzen von weiteren Galaxien, die mit Menschen bevölkert sind, geheim halten mussten. Und um somit alle - auch uns selber - vor den Ori zu beschützen sind unsere Regeln unter anderem: Wir sind keine Götter, und dürfen uns nicht in die Ebenen unter uns einmischen…“
“Stopp! Zum letzten Mal: Und was soll die Nummer gerade? Ansonsten steigt in mir der Drang jemanden zu schlagen!“, schimpfte Captain Thrace wieder einmal mehr als nur ein klein wenig aufgebracht.
“Ich bewege mich wirklich auf sehr dünnen Eis, indem ich dich hierher gelotst habe, und damit dabei bin - dir und allen anderen Überlebenden der Kolonien von Kobol zu helfen…“
“Super Plan! Echt! Die halten mich doch jetzt für tot - und dann in einiger Zeit tauche ich wieder auf… die halten mich dann für einen verdammten Toaster - und werfen mich aus der nächsten Luftschleuse… und dann bin ich wirklich tot… Klasse!“, erwiderte Starbuck zynisch, und zeigte Hippokrates durch eine verachtende Geste, was sie von diesem Vorhaben hielt.
“Und wie hast du dir das sonst noch so vorgestellt? - Außer später meinen Tod doch noch in Kauf zu nehmen… oder mir dann doch noch als Entschädigung für mein Leben diesen sogenannten Aufstieg anzubieten…“, fuhr Kara übel gelaunt fort, da Hippokrates nicht reagiert hatte.
Der Antiker seufzte stattdessen leise vor sich hin, und dachte im Stillen nach: ´Musste ich mir wirklich ausgerechnet diese Kara Thrace für diesen Plan aussuchen… - ja. Sie war als einzige geeignet. Und es gibt auch kein zurück mehr.´
Schließlich fuhr Hippokrates fort: “Also: Vertraue mir bitte - und auch deinen und euren neuen Freunden von der Erde…“
“He, die Erde! Etwa die legendäre 13. Kolonie suchen wir ja!“, fiel Starbuck ihm abermals ins Wort.
“Es gibt mehrere… Erden. Und auf eben auf dieser einen, gibt es eben die Freunde, die du dort finden wirst. Menschen und andere außerirdische Lebensformen, die mit jenen verbündet sind, und für den nötigen technischen Vorteil sorgen werden, den ihr benötigt, um die Zylonen, die euch bedrohen für immer zu schlagen...“
Kara lachte sarkastisch auf: “Sicher!“
Der Antiker ließ sich nicht beirren, obwohl er in dieser jungen Frau wohl die schwierigste Schülerin, die es wohl geben konnte vor sich hatte.
“Du musst an dich glauben, Captain Kara Starbuck Thrace! Und jetzt kommt das Beste: Die Unterhaltung wirst du wieder, wie schon zu Beginn angesprochen - wieder vergessen, sobald du dort bist: auf der Erde. Und es gibt was Schönes: Es gibt noch zwei weitere große Flotten mit Überlebenden deines Volkes - und mit etwas Glück, treffen sich eure Wege auf einen großen gemeinsamen Pfad…“
“Verflucht! Und ich werde alles wieder vergessen”, schimpfte Kara verzweifelt und schlug sich die Hände vors Gesicht, als Hippokrates schließlich mit seinem Vortrag fertig war.
“Ja. Wir sind da. Und so sind nun einmal unsere Regeln: Wir dürfen uns eigentlich nicht einmischen, deshalb muss ich dich schnell absetzen und wieder verschwinden - sonst bekomme ich Ärger, so wie du des Öfteren. Aber wer weiß… - vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder”, meinte Hippokrates am Ende geheimnisvoll.
“Was? Wie? Moment…”, rief Kara gerade noch, als sie abermals ein helles Licht umhüllte, und ihr dann auch noch schwarz vor Augen wurde.
Den darauffolgenden lauten Knall und den Aufprall, als sie etwas unsanft auf einen See einschlug, bekam sie schon gar nicht mehr mit.
Milchstraße
Erde - USA, Minnesota
General O´Neill verließ den Highway, und einige Kilometer weiter dann auch die asphaltierten Straßen. So kam er seinem Ziel, seiner geliebten Ferienhütte mit dem See, und somit seinem Refugium, näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude gut erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen und ein kühles Blondes in der anderen Hand.
“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich dann ins Pentagon umziehen muss”, murmelte O´Neill vor sich hin, wobei ihm der Gedanke an diesen Bürojob, der ihn die nächste Zeit erwartete ganz und gar nicht behagte.
Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, ehe er dann zügig weiterfuhr.
An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und auf dem Grundstück seines Feriendomizils.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen!”, brummte er wütend, während er ausstieg. Dann sah sich Jack sorgfältig genauer um - alle Fenster waren zu Bruch gegangen.
“Na, das wird teuer!”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte, und damit begann den Schaden mit seiner Kamera für die Versicherung zu dokumentieren.
Dann entdeckte er im See eine reglose Gestalt treiben. Hastig sprintete O´Neill zu dem See auf den kleinen Steg zu, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Dann hechtete er auch schon ins Wasser, schwamm zu der Person, die der Pilot dieser Unglücksmaschine sein musste, und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose, sowie auch scheinbar verletzte Person mit einem Arm. Danach ruderte er mit dem anderen, und den Beinen strampelnd durchs Wasser, um wieder an das Ufer zu gelangen.
´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.
´Das war es dann wohl auch mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt.
Jack hob sein Handy auf, und überlegte kurz.
Dann wählte er entschlossen die direkte Nummer ins Büro von Lieutenant General George Hammond, dem Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C..
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir doch mal, wer oder was du wirklich bist”, hustete er, und legte das Handy beiseite.
Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm diesen, nachdem er den Mechanismus gefunden hatte, vorsichtig ab. Es handelte sich bei den Piloten um eine junge blonde Frau, wie er feststellte.
Den Helm legte O´Neill vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er sofort die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest.
Danach stand er auf, und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.”
Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war.
“Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.
“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill, und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Dann nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.
Zum zweiten Male wählte er, als er damit fertig war, die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch, oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und… hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, der hörbar nach einem Blatt Papier und einem Kugelschreiber griff.
Schließlich begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschehen war: ”…tja, um es kurz zu sagen, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen von Wrackteilen herum, die so schnell wie möglich geborgen werden müssten. Außerdem benötige ich hier dringend ein Sanitätsteam für die junge Frau, die sich eine ungewisse Zeit lang im Wasser befunden hat, die immer noch bewusstlos ist, und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammen kann. Zumindest sind bei ihr Puls und Atmung vorhanden…”
“Ich informiere umgehend die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, und seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation hierher ins SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung.
Einige Minuten später schaffte es General O´Neill endlich auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse zu informieren, und wie er mit Landry verblieben war.
“…das könnte in der Tat eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.
Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, nach kurzer Wartezeit die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab, und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde über die Prometheus auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie besser medizinisch versorgen zu können.
Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica
Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama, und sogar auch Colonel Tigh jeweils eine kurze Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte, sowie die Kolonien zu würdigen um sie somit gebührend zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er laut: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen.
Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.
“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.
Einige Zeit darauf ist Admiral Adama, in seinem Quartier, schließlich endlich kurz davor, das Segelschiffmodell fertig zu stellen an welchem er schon so lange gearbeitet hatte. Zum Abschluss brachte er die Figur der Aurora am Bug des Schiffes an.
Doch kaum hatte er dies getan, packt er eine knappe Minute später auch schon wieder mit Tränen in den Augen das Schiff, und zerstörte das Modell und sank weinend zu Boden, überwältigt von Trauer und der Wut über den Verlust von Kara.
Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.
Der Antiker Hippokrates hatte, nach seiner Rückkehr in die Andromeda, auf der Galactica, alles mit schweren Herzen auf der höheren Ebene mitverfolgt. Es war alles so eingetroffen, wie er es vermutet hatte. Leider konnte und durfte er niemanden nichts mitteilen, um seinen Plan zur Rettung dieser Menschen nicht zu gefährden.
Battlestar Leonis
Die Mannschaft der Leonis hatte über einen Monat im Bereich der Nullkoordinaten ausgeharrt. Doch schon auf den Weg dahin war man öfter auf die Zylonen gestoßen, die mit ihren Jägern, allein oder in kleinen Gruppen, offenbar nach ihnen suchten. Deswegen hatte Commander Edwards zwei der Raptoren unter dem Befehl von Captain Bristol zurück nach Elysium geschickt, um Admiral O’Hara und Präsident Wales zu informieren.
Edwards wich den zylonischen Patrouillen aus, in dem er immer sofort den Befehl für einen weiteren FTL-Sprung gab. Manchmal sogar mehrmals hintereinander. Was ihn und alle an Bord an meisten wunderte war, dass die zylonischen Jäger die Leonis gar nicht angriffen, beziehungsweise keine Basisschiffe auf ihre Spur setzten, sondern stattdessen weiterzogen, ohne dem kolonialen Kampfstern nachzusetzen.
Elysium
Elysium-City
Nach drei Tagen erreichten beide Raptoren, die Commander Edwards losgeschickt hatte, Elysium.
Captain Bristol überbrachte Admiral O’Hara und Präsident Wales die Informationen, die bei den beiden Männern eine sehr große Besorgnis hervorrief.
“Ich danke ihnen für ihren Bericht, Captain Bristol. Hat Commander Edwards sonst noch etwas verlauten lassen - sollen Sie wieder zu ihm zurückkehren?”, fragte Samuel O’Hara.
“Nein, Admiral. Wir sollen hier bleiben, da er uns aus Sicherheitsgründen nicht die nächsten Koordinaten mitteilen wollte, wo sich die Leonis als nächstes aufhalten wird”, antwortete Bristol müde von der langen Reise.
Präsident Wales zog die Augenbrauen hoch, und wandte sich fragend an den Admiral: “Woran denken Sie gerade, Sam?”
Admiral O’Hara nahm einen Stift und ein Blatt Papier und zeichnete damit eine grobe Karte der Andromeda: “Also hier, schon ziemlich am Rand unserer Galaxie, …sind wir. Die Kolonien sind dort…, die Nullkoordinaten sind in etwa hier…, und die Werte der Explosion, die wir gemessen haben - und von einer Atombombe stammen, kamen von hier… Dieses Gebiet nennen wir den Epsilon-Sektor.”
Dann verband er die einzelnen Punkte so, dass sie eine Art Raute beziehungsweise Rhombus bildeten, und schrieb Zahlen darauf.
“Ah, ich verstehe”, nickte Bruce Wales, der meinte zu erkennen, was im Admiral vorging.
“Die Leonis hat eine lange Reise vor sich - von den Null-Koordinaten bis zu dem Ziel im Epsilon-Sektor, also von hier aus.”
“Ganz genau, Herr Präsident.”
Jetzt wurde Wales bewusst, was nun wirklich in O’Hara vorging: “Oh, nein! Sie haben doch nicht etwa vor, noch einen Kampfstern in den Epsilon-Sektor zu schicken. Wir können doch keinen weiteren Battlestar entbehren, da wir mit einem Angriff der Zylonen rechnen müssen.”
“Die Zylonen finden uns. Das kann schon morgen, in einer Woche, nächstes Jahr oder erst viel später sein. Und wenn wir ein Schiff der Berzerk-Klasse dorthin schicken, oder auch ein weiteres der Valkyrie-Klasse, macht es keinen allzu großen Unterschied, wenn die Zylonen mit allem, was sie haben, uns angreifen, und wir ein weiteres Schiff verlieren", entgegnete der Admiral, der seinen Entschluss bereits gefasst hatte.
Der Präsident merkte es schon und stimmte etwas zögerlich zu: “Ich verstehe Sie. Die Zylonen haben unsere Spur verloren und wissen nicht, wo wir sind. Es wird einige Zeit dauern, bis sie alle Sterne nach uns abgesucht haben, da unsere Galaxie ziemlich groß ist. Zumindest in dieser Hinsicht haben wir wirklich verfluchtes Glück, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Toaster einige Systeme sogar vergessen, ist möglich …
Admiral, ich gewähre ihnen drei Tage, um Leute zu finden, die sich freiwillig auf diese Mission begeben wollen, und einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse ihrer Wahl, da wir im Falle eines erneuten Angriffs Transportschiffe benötigen.”
“In Ordnung, Herr Präsident”, nickte O’Hara, “wir sehen uns in drei Tagen wieder.”
“Sir, ich melde mich freiwillig.”
“Gut. Captain Bristol wäre schon mal der Erste”, stellte Admiral Samuel O’Hara amüsiert fest.
“Na, das fängt ja gut an”, seufzte Präsident Bruce Wales, der bereits ahnte, dass demnächst eine weitere Mannschaft aufbrechen würde.
Milchstraße
Erde
USA, Minnesota
General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der sich nach mehreren Stunden endlich dem Ende zuneigte.
“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.
Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er müde, stieg in seinen Wagen ein und fuhr los.
SGC - Krankenstation
Nach einer kleinen Odyssee, bestehend aus beamen auf die Prometheus, wieder runter auf die Erde und fahren, um Zeit zu sparen, kam Jack O´Neill schließlich wieder im SGC an.
Er nahm diese Strapazen gern auf sich, weil er neugierig war und unbedingt mehr über die Besucherin erfahren wollte, und dies ging nur, wenn er persönlich mit ihr ins Gespräch kommen würde.
Jack erinnerte sich, dass die junge Frau einige Male beinahe bei Bewusstsein war, da sie geblinzelt hatte, aber dann doch wieder weggedämmert war.
“Willkommen zurück im Stargate-Center, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige leichte Prellungen erlitten, und ist offenbar momentan wohl noch geblendet von diesem hellen Licht von welchem sie berichtet hatten, Sir - doch das gibt sich wieder. Zurzeit kann sie deswegen nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort, unter ihr Bett, verstaut”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton General Jack O´Neill, während die beiden zum Krankenbett der jungen Frau herangetreten waren.
“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack, als er die schlafende Patientin musterte.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt, steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ - hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht. Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen an den geborgenen Wrackteilen, nachdem sie mit der Untersuchung der Kleidungsstücke fertig war.”
“Danke Doc, gute Arbeit. Machen sie weiter so, und sie rufen mich bitte, wenn sich hier etwas ändert. Denn ich geh dann mal zu Carter. Ich komme dann später wieder hierher zurück”, erklärte O´Neill und verließ die Krankenstation, und machte sich auf den Weg zu Colonel Carter’ Labor.
SGC - Colonel Carter’ Labor
“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie sofort, und überreichte O´Neill eine vorbereitete dicke Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung davon?”, fragte er, als er prüfend kurz im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Handbuches, welches die junge Pilotin dabei hatte, dürfte es zum Glück etwas einfacher für uns sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Was ich aber schon einmal sagen kann, dass die Hundemarke mit der Cockpit-Markierung übereinstimmt. Neu ist allerdings der Begriff “Starbuck“ - was wohl ihr Rufname sein wird…“
“Aha“, unterbrach Jack verwundert, “auf was für seltsame Namen manche kommen… Sorry, ich hatte sie unterbrochen, fahren sie fort!“
“Na schön. Also… bei der oberen Kleidungsschicht, die sie trug handelt es sich um einen sehr ausgeklügelten Raumanzug. Darunter trug Captain Thrace normale Dienstkleidung - so wie wir beide gerade… Von diesen Leuten können wir wirklich noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein, Sir. Dieses Volk zu dem sie gehört, scheint, soweit es uns betrifft - uns um Jahrzehnte was die Raumfahrt betrifft voraus zu sein”, schwärmte Sam regelrecht als sie berichtete. Denn die bisher gewonnenen Informationen ließen sie nicht mehr los.
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation, um unsere Besucherin kennenzulernen - sie sollte mittlerweile so langsam wieder zu sich kommen… Vielleicht habe ich ja Glück…”, sagte Jack, wedelte kurz zum Abschied mit der Mappe mit dem Bericht als er das Labor wieder verließ.
SGC - Krankenstation
In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill mal wieder die Krankenstation, und ging zu dem Bett von Kara Thrace, da er unterwegs informiert worden war, dass jene wie erhofft endlich aufgewacht war.
“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie wiederholt leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht, und erst seit wenigen Minuten halbwegs wieder einigermaßen ausreichend sehen, doch die Stimme erkannte sie dennoch wieder.
“Wer sind Sie, und wo bin ich hier?”, fragte Kara Thrace trotz des langen Schlafs müde, und rieb sich erneut ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der sich Erde nennt”, antwortete O´Neill trocken, als ob diese Antwort die normalste von der Welt sei.
Bei dem vorletzten Wort, welches der Mann gesagt hatte, bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht erneut nur zu träumen.
“Auf einem Planeten namens Erde”, wiederholte Jack.
Der jetzt seinerseits irritiert war, jemanden vor sich zu haben, dem die Erde, sowie er auch nach einer kurzen Befragung feststellen musste, auch die Bedrohung durch die Goa´uld, wie auch der Wraith, vollkommen fremd war.
Kurz darauf begann eine sehr rege Unterhaltung zwischen den beiden.
SGC - Ebene 17
O´Neill wollte eigentlich noch einmal mit Hammond telefonieren, doch kam ein Airman im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke der Viper lagen und so genau wie nur möglich untersucht wurden.
Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.
“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen? Haben sie ihren Bericht etwas zuzufügen, Carter?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, irgendwie haben sie Recht, Sir. Denn wie Sie sehen, versuchen wir uns immer noch ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des kleinen Buches hier, welches ich zufällig in einem Fach gefunden habe”, antwortete Sam zufrieden lächelnd.
“Also für mich wirkt das alles hier, immer noch sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill seinerseits.
“Verstehe. Nein, Sergeant Siler, das Teil kommt dorthin”, sagte Sam, und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier endlich fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist schon gut. Ich werde dann mal Daniel suchen, und werde ich noch einmal mit General Hammond telefonieren, um mit ihm über dies und das sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.
SGC - Fahrstuhl, Ebene 17 - 27
Immer noch war General O´Neill sichtlich bewegt nach seiner ausführlichen, mehrstündigen Unterhaltung mit Captain Thrace, die ihm von einem furchtbaren Überlebenskampf gegen einen unbarmherzigen Feind geschildert hatte.
Und so hatte O’Neill sofort nach dem er die Krankenstation verlassen und einen Abstecher auf Ebene 17 bei Colonel Carter gemacht hatte, es endlich geschafft mit General Hammond zu telefonieren, weil er dem Volk des Gastes nur allzu gerne helfen wollte. Doch mussten zunächst noch weitere Informationen her.
Zum Glück kannte er die wichtigsten Personen, die ihm dabei helfen konnten die nötigen Informationen zusammenzutragen. Gerade eben befand er sich erneut im Fahrstuhl, welcher schon nach kurzer Fahrt abrupt stoppte, und Daniel stieg hinzu.
“Daniel. Sie suche ich gerade”, meinte O´Neill erfreut darüber seinen gesuchten alten Team-Kameraden endlich anzutreffen.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß, habe ich gehört. Deswegen wollte ich ihnen ein Stück entgegenkommen. Und wie geht’s ihnen?”
“Gut. Außer das mein Urlaub ziemlich kurz war… Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung, hatte gerade eine Mission...”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich schon gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mal mit ihr. Also: sie heißt Kara Thrace, und habe mich mit ihr bereits einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist definitiv nicht von der Erde, und wohl auch nicht aus den bekannten Bereichen unserer Galaxie.”
“Ist ja sehr interessant. Und wie soll ich da weiterhelfen können, es erscheint mir doch so, als ob Sie bereits alles erfahren haben?”
“Keine Ausflüchte, Daniel. Es geht darum eine neue Zivilisation kennenzulernen… Und auch weil sich einige andere Dinge wirklich doch mehr als nur sehr interessant anhören, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen wird es dann sicher auch so vorkommen”, begründete Jack.
Nun war das Interesse des Wissenschaftlers doch mehr als nur geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede sofort mit ihr. Doch erst muss ich noch etwas holen. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel, “und übrigens wäre ich eh zu ihr gegangen…”
“Sicher!”, murrte Jack beim Verlassen des Aufzugs.
SGC - Ebene 21
Kurz darauf erschien Daniel, der zuvor noch einen Abstecher in seinem Labor gemacht hatte, ebenfalls auf der Krankenstation.
Doktor Jackson trat vorsichtig an das Bett von Kara heran, die gerade ein wenig vor sich hindöste, und klopfte daher auf den Nachttisch um sich bemerkbar zu machen.
“Oh, bei den Göttern! Wenn sie nicht dieser Doktor Jackson sind, von dem General O´Neill gesprochen hat, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich ihnen eine”, drohte Kara Thrace genervt, welcher die ständigen Besucher langsam aber sicher allmählich mehr als nur auf die Nerven gingen.
“Dann habe ich wohl großes Glück, denn ich bin dieser Doktor Jackson”, antwortete Daniel sichtlich entspannt.
Nun setzte sich Starbuck im Bett auf, und musterte prüfend kurz den Wissenschaftler, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, neben das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ebenfalls über ein paar Stunden sehr ausführlich, wie es auch schon Jack um die Mittagszeit getan hatte.
Doch im Verlaufe des Gespräches stellte Starbuck eines fest: alle Wissenschaftler, egal wo, sind doch ziemliche Nervensägen. Obwohl dieser Doktor Jackson zu der wohl angenehmeren Sorte zu gehören schien.
Daniel war besonders neugierig auf die Kultur, Geschichte und Religion der Patientin.
Starbuck erzählte Daniel davon soviel sie wusste, sowie auch über die bekanntesten Sternkonstellationen, von denen sie selbst einige auf einem Blatt Papier aufzeichnete. Damit wäre Colonel Carter später in der Lage diese auf einer Sternenkarte vergleichen, und so die Heimat des Gastes etwas genauer lokalisieren zu können.
Doch schon jetzt fiel Daniel auf, dass diese Konstellationen sehr unbekannt waren, was die Vermutung von Jack unterstützte, dass Starbuck durchaus sogar aus einer anderen Galaxie stammen könnte.
Als Kara Thrace im Anschluss dann die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt, und davon eine vage aber doch noch genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand was Jack O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert, die sich in der Tat nicht mehr an das Gespräch mit Hippokrates erinnern konnte.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch sehr clever eingemischt hat”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Antikern, den Aufgestiegenen und deren Regeln.
Kara hatte die Uhr genau im Blick, und seufzte leise als sie sich einen Vortrag anhören musste. Schließlich versuchte sie Daniel irgendwie loszuwerden, indem sie ganz einfach tat als wäre sie vor Müdigkeit eingeschlafen.
Der Archäologe bekam dies erst gar nicht mit - bis zu dem Zeitpunkt, als die Patientin dann tatsächlich eingeschlafen war.
“Tja, das war’s dann wohl”, seufzte Jackson ein wenig enttäuscht davon, dass die Unterhaltung wohl schon länger zu Ende war.
Tage später
Milchstraße
Erde
SGC
Sichtlich zufrieden begab sich General O’Neill auf die Krankenstation, um mal wieder nach Captain Thrace zu sehen, die er aus seinem See gerettet hatte. Das erste Gespräch, sowie zwei weitere zwischen ihnen waren gut verlaufen. Und auch Daniel Jackson war in der Zwischenzeit mehrmals bei ihr gewesen.
Dabei hatte sich immer mehr herauskristallisiert das Kara und Jack so ziemlich auf derselben Wellenlänge waren.
“He, Sie sollen sich doch noch schonen!”
Jack O’Neill schaute verblüfft auf die vollständig angezogene Person auf dem Bett.
“Wenn ich dauernd in diesem Bett hier herumliege, kann ich Ihnen ja wohl kaum helfen, oder?”, fragte Kara, die sich gerade die Stiefel zuschnürte.
“Sie haben grünes Licht, Captain”, versicherte Doktor Lam, um den General zu beruhigen, und erklärte Starbuck damit für entlassen.
“Gut”, grinste Jack, “kommen Sie mit in die Cafeteria, Thrace?”
“Warum nicht. Gehen wir. Und dieser Daniel Jackson ist eine richtige Nervensäge.”
“Ach, auch schon gemerkt. Äh, sie bekommen übrigens eines der Gästequartiere hier im Stargate-Center…”
“Also, ich würde dieses Stargate gerne einmal sehen, und nicht nur von jeden hier davon reden hören…“, murmelte Starbuck neugierig.
“Na schön, Captain. Dann machen wir eine kleine Besichtigungs-Tour durch diesen Stützpunkt“, erklärte O´Neill, “denn immerhin müssen sie hier eine Weile leben, ehe wir die Mission zur Rettung ihres Volkes beginnen.“
“Aber unterwegs legen wir eine Rast ein, um was zu futtern…“
“Aber klar doch…“
Worauf sich die beiden rege miteinander plaudernd auf den Weg machten. Das erste große Ziel der zwei war der Stargate-Raum, ehe es dann weiter unter anderem zur Cafeteria gehen würde…
Andromeda-Galaxie < = > Milchstraße
Das helle Licht, welches sie umstrahlt hatte, ließ gleichmäßig nach. Alles wirkte irgendwie vertraut, nachdem das helle Licht endlich weg war. Aber erschien es doch ein wenig anders als sonst zu sein, wie es eigentlich war.
Doch sah so etwa wirklich das Jenseits aus?
Captain Kara “Starbuck” Thrace sah sich verwundert um, denn sie hatte sich das Leben nach dem Tod eindeutig anders vorgestellt.
Sie stand im Combat Information Center der Galactica, welches in einem merkwürdigen Licht erleuchtet war.
Aber niemand außer der Viperpilotin selbst schien anwesend zu sein.
Kara stellte außerdem erstaunt fest, dass sie immer noch ihre Pilotenkombi trug, und nahm schließlich vorsichtig ihren Helm ab, nachdem sie die Umweltbedingungen überprüft hatte.
Die junge Viperpilotin hatte irgendwie das Gefühl, dass sie beobachtet wurde - doch es war niemand zu sehen.
Das letzte, woran sich Starbuck noch erinnerte war, dass sie sich mit jemanden unterhalten, und der wie Leoben ausgesehen hatte.
Sie war verständlicherweise sehr irritiert und murmelte: “Verfluchter Mist! Bin ich denn jetzt tot, oder etwa doch nicht?”
Kaum hatte sie dies gesagt, da spürte Kara einen sehr leichten Lufthauch in ihren Haaren, und rief erschrocken sich nach allen Seiten abermals umschauend: “Ist da etwa doch noch jemand?”
Vorsichtshalber, um sich auch etwas mehr eigene Sicherheit zu geben, zog Captain Thrace ihre Waffe während sie sprach.
Dann hörte sie eine ruhige, sachliche und männliche Stimme, die von der großen DRADIS-Konsole kam, wo immer Admiral Adama stand, wenn er im CIC war, die ihre Frage mit: “Nein, du bist nicht tot, Kara” - beantwortete.
“Bist du es schon wieder, und wo bin ich gerade?”, fragte Starbuck immer noch ein wenig benommen, wegen der aktuellen Vorkommnisse.
Dann erkannte sie eine Gestalt im Zentrum des CIC, die ihr geantwortet hatte.
“Nein, ich bin nicht dieser Leoben - einer der Zylonen, den du kennst. Und du befindest dich, sagen wir mal… in einer Art Schwebezustand, in welchen ich dich habe, nachdem deine Viper vor den Augen von deinem Freund Major Lee Adama scheinbar explodiert ist. Unsere Reise wird kurz sein, obwohl es Dir länger vorkommen wird, da wir uns ein wenig unterhalten werden. Diese vertraute Umgebung hier soll dies ein wenig für dich erleichtern. Ich hatte gehofft, dass du dich deswegen besser entspannen würdest. Doch jetzt will ich mich zunächst einmal selber vorstellen: Einer der vielen Namen, die ich während meiner menschlichen Daseins trug, war Hippokrates…“
“Aha.“
“Und?“
“Was - und?“, brummte Starbuck genervt.
“Das mit dem Entspannen scheint nicht wirklich recht bei dir zu klappen“, seufzte Hippokrates enttäuscht.
“Nicht wirklich. Und was haben sie so gemacht - während ihres menschlichen Daseins?“, fragte Kara gelangweilt.
“Ich war unter anderem Arzt, Gelehrter und Forscher, manchmal aber auch ein Krieger, so wie du, bevor ich dann aufgestiegen bin, zu einer höheren Form des Seins.“
“Wie nett… Äh… bin ich das etwa jetzt auch: aufgestiegen zu einer höheren Form des Seins, so wie du es nennst?“
“Nein. Aber es wäre eine so Art Vorstufe für den weiteren Prozess des Aufstiegs. Es gibt noch viele Andere, die so sind wie ich, auch verstößt es gegen unsere Regeln uns in die unteren Ebenen einzumischen, darum wirst du alles, was ich zu dir sage, auch wieder vergessen.”
“Und was soll dann der ganze Mist, wenn ich alles wieder vergessen werde?”, motzte Kara, während sie ihre Waffe wieder ins Holster schob.
“Bleib ganz ruhig, und entspann dich. Bitte. Versuche es zumindest… Ich weiß, dass dich jetzt ganz viele Fragen beschäftigen”, beruhigte Hippokrates sie abermals.
Er versuchte es zumindest, da ihm bewusst war, dass er sich einen schwierigen Charakter herausgesucht hatte. Aber diese junge Frau, war die einzige, die für diese schwierige Aufgabe geeignet war - auch dies war dem Antiker klar.
Er seufzte kurz, dann fuhr er fort, ihre Fragen nach und nach zu beantworten: “Da wir uns auf einer anderen Bewusstseinsebene befinden, und ihr dringend Hilfe benötigt, sind wir auf einer Reise in eine andere, eine benachbarte Galaxie, die ihr in euren Sternenkarten vermerkt habt. Auch in jener leben auch Menschen, die zum Teil ebenfalls unsere Nachkommen sind, so wie es bei deinem Volk der Fall ist. Diese sind auch in der besten Lage euch gut im Kampf gegen die Zylonen zu unterstützen.”
“Stopp!“, kam es sofort von Starbuck, als der Antiker gerade eine Pause eingelegt hatte. “Hört sich bislang gut an - doch wozu der Quatsch hier, wenn ich eh wieder alles vergesse“, schnappte die Viperpilotin, “etwa einfach nur so zum reinen Zeitvertreib?“
“Irgendwie schon“, gestand Hippokrates, der verlegen geworden zur Seite sah.
“Das darf doch nicht wahr sein“, grollte Kara Thrace daraufhin aufgebracht, und sah dann den Antiker ratlos und verständnislos an - musterte sie diesen noch einmal genauer: Es war ein Mann, der wohl dem Aussehen nach Ende dreißig bis Mitte vierzig war, einen Vollbart hatte, sowie mit einem hellen vanillefarbenen Pullover und einer weißen Hose bekleidet war - also ganz normale Durchschnittskleidung.
Kara dachte daher: ‘Was ist er nur… ist er etwa gar einer der Götter von Kobol?’
Hippokrates wusste stets, was in Starbuck vorging, und auch woran sie soeben gedacht hatte, deswegen begann er ihr kurz zusammengefasst von den Antikern zu erzählen, die mithalfen das Leben in der Andromeda-Galaxie zu beeinflussen. Gemeinsam mit einer anderen Spezies, die in dieser Galaxie sesshaft und mit ihnen befreundet war. Auch berichtete er, wie er und die Anderen die Entwicklung und den Verlauf der Geschichte der Kolonien zu Beginn mit geprägt und später nach ihrem Aufstieg weiterhin beobachtet hatten.
Mehrmals wurde Hippokrates dabei immer wieder von Kara unterbrochen, die immer wieder Kommentare dazu abgab, während er versuchte ihr alles erzählte.
“…und ich musste lange nach einer Möglichkeit und Gelegenheit suchen. Aber auch einen geeigneten Kandidaten wählen - bis meine Entscheidung auf eben dich fiel. Doch auch, wer euch wirklich helfen kann, und wie ich es vermeide von den Anderen, insbesondere von denen in der Milchstraße, wohin wir unterwegs sind, sowie denen in der Pegasus-Galaxie, bestraft zu werden…“
Kara unterbrach ihn erneut verwundert: “Götter können eigentlich nicht bestraft werden. Und wenn dann nur von Zeus persönlich. He, gibt es etwa noch in weiteren Galaxien als in meiner und in dieser Milchstraße Menschen, wie uns?“
Der Antiker nickte bestätigend, während Kara erneut kopfschüttelnd im CIC auf und ab ging, während er kurz darauf geduldig fortfuhr.
“…ich fürchte, dass es klargestellt werden muss: Wir Aufgestiegenen sind keine Götter. Auch wenn ihr diejenigen, die ihr als solche verehrt einst welche von uns waren, ehe auch sie teilweise aufgestiegen sind. Also ich bin ebenfalls kein Gott. Unseresgleichen haben zwar unbegrenztes Wissen, und übernatürliche Fähigkeiten… doch macht uns dies nicht zu Gott, Göttinnen, oder Göttern. Obwohl einige, von denen wir uns vor Jahrmillionen trennen mussten - sich immer noch für welche halten. Dies führte zu einen furchtbaren Konflikt, der uns als Alteraner spaltete, in Ori und Antiker…“
“Es gibt also Böse und Gute von euch Typen!“, stellte Starbuck fest, blieb stehen, und erinnerte sich an Athena, die sich entschlossen hatte die Zylonen zu verlassen um den Menschen zu helfen.
“So ist es, leider…“
“Na, phantastisch. Das wird ja immer besser…“
“..weshalb wir daher die Existenzen von weiteren Galaxien, die mit Menschen bevölkert sind, geheim halten mussten. Und um somit alle - auch uns selber - vor den Ori zu beschützen sind unsere Regeln unter anderem: Wir sind keine Götter, und dürfen uns nicht in die Ebenen unter uns einmischen…“
“Stopp! Zum letzten Mal: Und was soll die Nummer gerade? Ansonsten steigt in mir der Drang jemanden zu schlagen!“, schimpfte Captain Thrace wieder einmal mehr als nur ein klein wenig aufgebracht.
“Ich bewege mich wirklich auf sehr dünnen Eis, indem ich dich hierher gelotst habe, und damit dabei bin - dir und allen anderen Überlebenden der Kolonien von Kobol zu helfen…“
“Super Plan! Echt! Die halten mich doch jetzt für tot - und dann in einiger Zeit tauche ich wieder auf… die halten mich dann für einen verdammten Toaster - und werfen mich aus der nächsten Luftschleuse… und dann bin ich wirklich tot… Klasse!“, erwiderte Starbuck zynisch, und zeigte Hippokrates durch eine verachtende Geste, was sie von diesem Vorhaben hielt.
“Und wie hast du dir das sonst noch so vorgestellt? - Außer später meinen Tod doch noch in Kauf zu nehmen… oder mir dann doch noch als Entschädigung für mein Leben diesen sogenannten Aufstieg anzubieten…“, fuhr Kara übel gelaunt fort, da Hippokrates nicht reagiert hatte.
Der Antiker seufzte stattdessen leise vor sich hin, und dachte im Stillen nach: ´Musste ich mir wirklich ausgerechnet diese Kara Thrace für diesen Plan aussuchen… - ja. Sie war als einzige geeignet. Und es gibt auch kein zurück mehr.´
Schließlich fuhr Hippokrates fort: “Also: Vertraue mir bitte - und auch deinen und euren neuen Freunden von der Erde…“
“He, die Erde! Etwa die legendäre 13. Kolonie suchen wir ja!“, fiel Starbuck ihm abermals ins Wort.
“Es gibt mehrere… Erden. Und auf eben auf dieser einen, gibt es eben die Freunde, die du dort finden wirst. Menschen und andere außerirdische Lebensformen, die mit jenen verbündet sind, und für den nötigen technischen Vorteil sorgen werden, den ihr benötigt, um die Zylonen, die euch bedrohen für immer zu schlagen...“
Kara lachte sarkastisch auf: “Sicher!“
Der Antiker ließ sich nicht beirren, obwohl er in dieser jungen Frau wohl die schwierigste Schülerin, die es wohl geben konnte vor sich hatte.
“Du musst an dich glauben, Captain Kara Starbuck Thrace! Und jetzt kommt das Beste: Die Unterhaltung wirst du wieder, wie schon zu Beginn angesprochen - wieder vergessen, sobald du dort bist: auf der Erde. Und es gibt was Schönes: Es gibt noch zwei weitere große Flotten mit Überlebenden deines Volkes - und mit etwas Glück, treffen sich eure Wege auf einen großen gemeinsamen Pfad…“
“Verflucht! Und ich werde alles wieder vergessen”, schimpfte Kara verzweifelt und schlug sich die Hände vors Gesicht, als Hippokrates schließlich mit seinem Vortrag fertig war.
“Ja. Wir sind da. Und so sind nun einmal unsere Regeln: Wir dürfen uns eigentlich nicht einmischen, deshalb muss ich dich schnell absetzen und wieder verschwinden - sonst bekomme ich Ärger, so wie du des Öfteren. Aber wer weiß… - vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder”, meinte Hippokrates am Ende geheimnisvoll.
“Was? Wie? Moment…”, rief Kara gerade noch, als sie abermals ein helles Licht umhüllte, und ihr dann auch noch schwarz vor Augen wurde.
Den darauffolgenden lauten Knall und den Aufprall, als sie etwas unsanft auf einen See einschlug, bekam sie schon gar nicht mehr mit.
Milchstraße
Erde - USA, Minnesota
General O´Neill verließ den Highway, und einige Kilometer weiter dann auch die asphaltierten Straßen. So kam er seinem Ziel, seiner geliebten Ferienhütte mit dem See, und somit seinem Refugium, näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude gut erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen und ein kühles Blondes in der anderen Hand.
“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich dann ins Pentagon umziehen muss”, murmelte O´Neill vor sich hin, wobei ihm der Gedanke an diesen Bürojob, der ihn die nächste Zeit erwartete ganz und gar nicht behagte.
Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, ehe er dann zügig weiterfuhr.
An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und auf dem Grundstück seines Feriendomizils.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen!”, brummte er wütend, während er ausstieg. Dann sah sich Jack sorgfältig genauer um - alle Fenster waren zu Bruch gegangen.
“Na, das wird teuer!”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte, und damit begann den Schaden mit seiner Kamera für die Versicherung zu dokumentieren.
Dann entdeckte er im See eine reglose Gestalt treiben. Hastig sprintete O´Neill zu dem See auf den kleinen Steg zu, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Dann hechtete er auch schon ins Wasser, schwamm zu der Person, die der Pilot dieser Unglücksmaschine sein musste, und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose, sowie auch scheinbar verletzte Person mit einem Arm. Danach ruderte er mit dem anderen, und den Beinen strampelnd durchs Wasser, um wieder an das Ufer zu gelangen.
´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.
´Das war es dann wohl auch mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt.
Jack hob sein Handy auf, und überlegte kurz.
Dann wählte er entschlossen die direkte Nummer ins Büro von Lieutenant General George Hammond, dem Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C..
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir doch mal, wer oder was du wirklich bist”, hustete er, und legte das Handy beiseite.
Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm diesen, nachdem er den Mechanismus gefunden hatte, vorsichtig ab. Es handelte sich bei den Piloten um eine junge blonde Frau, wie er feststellte.
Den Helm legte O´Neill vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er sofort die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest.
Danach stand er auf, und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.”
Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war.
“Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.
“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill, und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Dann nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.
Zum zweiten Male wählte er, als er damit fertig war, die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch, oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und… hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, der hörbar nach einem Blatt Papier und einem Kugelschreiber griff.
Schließlich begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschehen war: ”…tja, um es kurz zu sagen, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen von Wrackteilen herum, die so schnell wie möglich geborgen werden müssten. Außerdem benötige ich hier dringend ein Sanitätsteam für die junge Frau, die sich eine ungewisse Zeit lang im Wasser befunden hat, die immer noch bewusstlos ist, und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammen kann. Zumindest sind bei ihr Puls und Atmung vorhanden…”
“Ich informiere umgehend die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, und seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation hierher ins SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung.
Einige Minuten später schaffte es General O´Neill endlich auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse zu informieren, und wie er mit Landry verblieben war.
“…das könnte in der Tat eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.
Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, nach kurzer Wartezeit die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab, und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde über die Prometheus auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie besser medizinisch versorgen zu können.
Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica
Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama, und sogar auch Colonel Tigh jeweils eine kurze Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte, sowie die Kolonien zu würdigen um sie somit gebührend zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er laut: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen.
Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.
“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.
Einige Zeit darauf ist Admiral Adama, in seinem Quartier, schließlich endlich kurz davor, das Segelschiffmodell fertig zu stellen an welchem er schon so lange gearbeitet hatte. Zum Abschluss brachte er die Figur der Aurora am Bug des Schiffes an.
Doch kaum hatte er dies getan, packt er eine knappe Minute später auch schon wieder mit Tränen in den Augen das Schiff, und zerstörte das Modell und sank weinend zu Boden, überwältigt von Trauer und der Wut über den Verlust von Kara.
Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.
Der Antiker Hippokrates hatte, nach seiner Rückkehr in die Andromeda, auf der Galactica, alles mit schweren Herzen auf der höheren Ebene mitverfolgt. Es war alles so eingetroffen, wie er es vermutet hatte. Leider konnte und durfte er niemanden nichts mitteilen, um seinen Plan zur Rettung dieser Menschen nicht zu gefährden.
Battlestar Leonis
Die Mannschaft der Leonis hatte über einen Monat im Bereich der Nullkoordinaten ausgeharrt. Doch schon auf den Weg dahin war man öfter auf die Zylonen gestoßen, die mit ihren Jägern, allein oder in kleinen Gruppen, offenbar nach ihnen suchten. Deswegen hatte Commander Edwards zwei der Raptoren unter dem Befehl von Captain Bristol zurück nach Elysium geschickt, um Admiral O’Hara und Präsident Wales zu informieren.
Edwards wich den zylonischen Patrouillen aus, in dem er immer sofort den Befehl für einen weiteren FTL-Sprung gab. Manchmal sogar mehrmals hintereinander. Was ihn und alle an Bord an meisten wunderte war, dass die zylonischen Jäger die Leonis gar nicht angriffen, beziehungsweise keine Basisschiffe auf ihre Spur setzten, sondern stattdessen weiterzogen, ohne dem kolonialen Kampfstern nachzusetzen.
Elysium
Elysium-City
Nach drei Tagen erreichten beide Raptoren, die Commander Edwards losgeschickt hatte, Elysium.
Captain Bristol überbrachte Admiral O’Hara und Präsident Wales die Informationen, die bei den beiden Männern eine sehr große Besorgnis hervorrief.
“Ich danke ihnen für ihren Bericht, Captain Bristol. Hat Commander Edwards sonst noch etwas verlauten lassen - sollen Sie wieder zu ihm zurückkehren?”, fragte Samuel O’Hara.
“Nein, Admiral. Wir sollen hier bleiben, da er uns aus Sicherheitsgründen nicht die nächsten Koordinaten mitteilen wollte, wo sich die Leonis als nächstes aufhalten wird”, antwortete Bristol müde von der langen Reise.
Präsident Wales zog die Augenbrauen hoch, und wandte sich fragend an den Admiral: “Woran denken Sie gerade, Sam?”
Admiral O’Hara nahm einen Stift und ein Blatt Papier und zeichnete damit eine grobe Karte der Andromeda: “Also hier, schon ziemlich am Rand unserer Galaxie, …sind wir. Die Kolonien sind dort…, die Nullkoordinaten sind in etwa hier…, und die Werte der Explosion, die wir gemessen haben - und von einer Atombombe stammen, kamen von hier… Dieses Gebiet nennen wir den Epsilon-Sektor.”
Dann verband er die einzelnen Punkte so, dass sie eine Art Raute beziehungsweise Rhombus bildeten, und schrieb Zahlen darauf.
“Ah, ich verstehe”, nickte Bruce Wales, der meinte zu erkennen, was im Admiral vorging.
“Die Leonis hat eine lange Reise vor sich - von den Null-Koordinaten bis zu dem Ziel im Epsilon-Sektor, also von hier aus.”
“Ganz genau, Herr Präsident.”
Jetzt wurde Wales bewusst, was nun wirklich in O’Hara vorging: “Oh, nein! Sie haben doch nicht etwa vor, noch einen Kampfstern in den Epsilon-Sektor zu schicken. Wir können doch keinen weiteren Battlestar entbehren, da wir mit einem Angriff der Zylonen rechnen müssen.”
“Die Zylonen finden uns. Das kann schon morgen, in einer Woche, nächstes Jahr oder erst viel später sein. Und wenn wir ein Schiff der Berzerk-Klasse dorthin schicken, oder auch ein weiteres der Valkyrie-Klasse, macht es keinen allzu großen Unterschied, wenn die Zylonen mit allem, was sie haben, uns angreifen, und wir ein weiteres Schiff verlieren", entgegnete der Admiral, der seinen Entschluss bereits gefasst hatte.
Der Präsident merkte es schon und stimmte etwas zögerlich zu: “Ich verstehe Sie. Die Zylonen haben unsere Spur verloren und wissen nicht, wo wir sind. Es wird einige Zeit dauern, bis sie alle Sterne nach uns abgesucht haben, da unsere Galaxie ziemlich groß ist. Zumindest in dieser Hinsicht haben wir wirklich verfluchtes Glück, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Toaster einige Systeme sogar vergessen, ist möglich …
Admiral, ich gewähre ihnen drei Tage, um Leute zu finden, die sich freiwillig auf diese Mission begeben wollen, und einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse ihrer Wahl, da wir im Falle eines erneuten Angriffs Transportschiffe benötigen.”
“In Ordnung, Herr Präsident”, nickte O’Hara, “wir sehen uns in drei Tagen wieder.”
“Sir, ich melde mich freiwillig.”
“Gut. Captain Bristol wäre schon mal der Erste”, stellte Admiral Samuel O’Hara amüsiert fest.
“Na, das fängt ja gut an”, seufzte Präsident Bruce Wales, der bereits ahnte, dass demnächst eine weitere Mannschaft aufbrechen würde.
Milchstraße
Erde
USA, Minnesota
General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der sich nach mehreren Stunden endlich dem Ende zuneigte.
“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.
Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er müde, stieg in seinen Wagen ein und fuhr los.
SGC - Krankenstation
Nach einer kleinen Odyssee, bestehend aus beamen auf die Prometheus, wieder runter auf die Erde und fahren, um Zeit zu sparen, kam Jack O´Neill schließlich wieder im SGC an.
Er nahm diese Strapazen gern auf sich, weil er neugierig war und unbedingt mehr über die Besucherin erfahren wollte, und dies ging nur, wenn er persönlich mit ihr ins Gespräch kommen würde.
Jack erinnerte sich, dass die junge Frau einige Male beinahe bei Bewusstsein war, da sie geblinzelt hatte, aber dann doch wieder weggedämmert war.
“Willkommen zurück im Stargate-Center, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige leichte Prellungen erlitten, und ist offenbar momentan wohl noch geblendet von diesem hellen Licht von welchem sie berichtet hatten, Sir - doch das gibt sich wieder. Zurzeit kann sie deswegen nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort, unter ihr Bett, verstaut”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton General Jack O´Neill, während die beiden zum Krankenbett der jungen Frau herangetreten waren.
“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack, als er die schlafende Patientin musterte.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt, steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ - hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht. Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen an den geborgenen Wrackteilen, nachdem sie mit der Untersuchung der Kleidungsstücke fertig war.”
“Danke Doc, gute Arbeit. Machen sie weiter so, und sie rufen mich bitte, wenn sich hier etwas ändert. Denn ich geh dann mal zu Carter. Ich komme dann später wieder hierher zurück”, erklärte O´Neill und verließ die Krankenstation, und machte sich auf den Weg zu Colonel Carter’ Labor.
SGC - Colonel Carter’ Labor
“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie sofort, und überreichte O´Neill eine vorbereitete dicke Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung davon?”, fragte er, als er prüfend kurz im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Handbuches, welches die junge Pilotin dabei hatte, dürfte es zum Glück etwas einfacher für uns sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Was ich aber schon einmal sagen kann, dass die Hundemarke mit der Cockpit-Markierung übereinstimmt. Neu ist allerdings der Begriff “Starbuck“ - was wohl ihr Rufname sein wird…“
“Aha“, unterbrach Jack verwundert, “auf was für seltsame Namen manche kommen… Sorry, ich hatte sie unterbrochen, fahren sie fort!“
“Na schön. Also… bei der oberen Kleidungsschicht, die sie trug handelt es sich um einen sehr ausgeklügelten Raumanzug. Darunter trug Captain Thrace normale Dienstkleidung - so wie wir beide gerade… Von diesen Leuten können wir wirklich noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein, Sir. Dieses Volk zu dem sie gehört, scheint, soweit es uns betrifft - uns um Jahrzehnte was die Raumfahrt betrifft voraus zu sein”, schwärmte Sam regelrecht als sie berichtete. Denn die bisher gewonnenen Informationen ließen sie nicht mehr los.
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation, um unsere Besucherin kennenzulernen - sie sollte mittlerweile so langsam wieder zu sich kommen… Vielleicht habe ich ja Glück…”, sagte Jack, wedelte kurz zum Abschied mit der Mappe mit dem Bericht als er das Labor wieder verließ.
SGC - Krankenstation
In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill mal wieder die Krankenstation, und ging zu dem Bett von Kara Thrace, da er unterwegs informiert worden war, dass jene wie erhofft endlich aufgewacht war.
“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie wiederholt leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht, und erst seit wenigen Minuten halbwegs wieder einigermaßen ausreichend sehen, doch die Stimme erkannte sie dennoch wieder.
“Wer sind Sie, und wo bin ich hier?”, fragte Kara Thrace trotz des langen Schlafs müde, und rieb sich erneut ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der sich Erde nennt”, antwortete O´Neill trocken, als ob diese Antwort die normalste von der Welt sei.
Bei dem vorletzten Wort, welches der Mann gesagt hatte, bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht erneut nur zu träumen.
“Auf einem Planeten namens Erde”, wiederholte Jack.
Der jetzt seinerseits irritiert war, jemanden vor sich zu haben, dem die Erde, sowie er auch nach einer kurzen Befragung feststellen musste, auch die Bedrohung durch die Goa´uld, wie auch der Wraith, vollkommen fremd war.
Kurz darauf begann eine sehr rege Unterhaltung zwischen den beiden.
SGC - Ebene 17
O´Neill wollte eigentlich noch einmal mit Hammond telefonieren, doch kam ein Airman im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke der Viper lagen und so genau wie nur möglich untersucht wurden.
Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.
“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen? Haben sie ihren Bericht etwas zuzufügen, Carter?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, irgendwie haben sie Recht, Sir. Denn wie Sie sehen, versuchen wir uns immer noch ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des kleinen Buches hier, welches ich zufällig in einem Fach gefunden habe”, antwortete Sam zufrieden lächelnd.
“Also für mich wirkt das alles hier, immer noch sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill seinerseits.
“Verstehe. Nein, Sergeant Siler, das Teil kommt dorthin”, sagte Sam, und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier endlich fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist schon gut. Ich werde dann mal Daniel suchen, und werde ich noch einmal mit General Hammond telefonieren, um mit ihm über dies und das sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.
SGC - Fahrstuhl, Ebene 17 - 27
Immer noch war General O´Neill sichtlich bewegt nach seiner ausführlichen, mehrstündigen Unterhaltung mit Captain Thrace, die ihm von einem furchtbaren Überlebenskampf gegen einen unbarmherzigen Feind geschildert hatte.
Und so hatte O’Neill sofort nach dem er die Krankenstation verlassen und einen Abstecher auf Ebene 17 bei Colonel Carter gemacht hatte, es endlich geschafft mit General Hammond zu telefonieren, weil er dem Volk des Gastes nur allzu gerne helfen wollte. Doch mussten zunächst noch weitere Informationen her.
Zum Glück kannte er die wichtigsten Personen, die ihm dabei helfen konnten die nötigen Informationen zusammenzutragen. Gerade eben befand er sich erneut im Fahrstuhl, welcher schon nach kurzer Fahrt abrupt stoppte, und Daniel stieg hinzu.
“Daniel. Sie suche ich gerade”, meinte O´Neill erfreut darüber seinen gesuchten alten Team-Kameraden endlich anzutreffen.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß, habe ich gehört. Deswegen wollte ich ihnen ein Stück entgegenkommen. Und wie geht’s ihnen?”
“Gut. Außer das mein Urlaub ziemlich kurz war… Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung, hatte gerade eine Mission...”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich schon gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mal mit ihr. Also: sie heißt Kara Thrace, und habe mich mit ihr bereits einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist definitiv nicht von der Erde, und wohl auch nicht aus den bekannten Bereichen unserer Galaxie.”
“Ist ja sehr interessant. Und wie soll ich da weiterhelfen können, es erscheint mir doch so, als ob Sie bereits alles erfahren haben?”
“Keine Ausflüchte, Daniel. Es geht darum eine neue Zivilisation kennenzulernen… Und auch weil sich einige andere Dinge wirklich doch mehr als nur sehr interessant anhören, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen wird es dann sicher auch so vorkommen”, begründete Jack.
Nun war das Interesse des Wissenschaftlers doch mehr als nur geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede sofort mit ihr. Doch erst muss ich noch etwas holen. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel, “und übrigens wäre ich eh zu ihr gegangen…”
“Sicher!”, murrte Jack beim Verlassen des Aufzugs.
SGC - Ebene 21
Kurz darauf erschien Daniel, der zuvor noch einen Abstecher in seinem Labor gemacht hatte, ebenfalls auf der Krankenstation.
Doktor Jackson trat vorsichtig an das Bett von Kara heran, die gerade ein wenig vor sich hindöste, und klopfte daher auf den Nachttisch um sich bemerkbar zu machen.
“Oh, bei den Göttern! Wenn sie nicht dieser Doktor Jackson sind, von dem General O´Neill gesprochen hat, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich ihnen eine”, drohte Kara Thrace genervt, welcher die ständigen Besucher langsam aber sicher allmählich mehr als nur auf die Nerven gingen.
“Dann habe ich wohl großes Glück, denn ich bin dieser Doktor Jackson”, antwortete Daniel sichtlich entspannt.
Nun setzte sich Starbuck im Bett auf, und musterte prüfend kurz den Wissenschaftler, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, neben das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ebenfalls über ein paar Stunden sehr ausführlich, wie es auch schon Jack um die Mittagszeit getan hatte.
Doch im Verlaufe des Gespräches stellte Starbuck eines fest: alle Wissenschaftler, egal wo, sind doch ziemliche Nervensägen. Obwohl dieser Doktor Jackson zu der wohl angenehmeren Sorte zu gehören schien.
Daniel war besonders neugierig auf die Kultur, Geschichte und Religion der Patientin.
Starbuck erzählte Daniel davon soviel sie wusste, sowie auch über die bekanntesten Sternkonstellationen, von denen sie selbst einige auf einem Blatt Papier aufzeichnete. Damit wäre Colonel Carter später in der Lage diese auf einer Sternenkarte vergleichen, und so die Heimat des Gastes etwas genauer lokalisieren zu können.
Doch schon jetzt fiel Daniel auf, dass diese Konstellationen sehr unbekannt waren, was die Vermutung von Jack unterstützte, dass Starbuck durchaus sogar aus einer anderen Galaxie stammen könnte.
Als Kara Thrace im Anschluss dann die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt, und davon eine vage aber doch noch genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand was Jack O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert, die sich in der Tat nicht mehr an das Gespräch mit Hippokrates erinnern konnte.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch sehr clever eingemischt hat”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Antikern, den Aufgestiegenen und deren Regeln.
Kara hatte die Uhr genau im Blick, und seufzte leise als sie sich einen Vortrag anhören musste. Schließlich versuchte sie Daniel irgendwie loszuwerden, indem sie ganz einfach tat als wäre sie vor Müdigkeit eingeschlafen.
Der Archäologe bekam dies erst gar nicht mit - bis zu dem Zeitpunkt, als die Patientin dann tatsächlich eingeschlafen war.
“Tja, das war’s dann wohl”, seufzte Jackson ein wenig enttäuscht davon, dass die Unterhaltung wohl schon länger zu Ende war.
Tage später
Milchstraße
Erde
SGC
Sichtlich zufrieden begab sich General O’Neill auf die Krankenstation, um mal wieder nach Captain Thrace zu sehen, die er aus seinem See gerettet hatte. Das erste Gespräch, sowie zwei weitere zwischen ihnen waren gut verlaufen. Und auch Daniel Jackson war in der Zwischenzeit mehrmals bei ihr gewesen.
Dabei hatte sich immer mehr herauskristallisiert das Kara und Jack so ziemlich auf derselben Wellenlänge waren.
“He, Sie sollen sich doch noch schonen!”
Jack O’Neill schaute verblüfft auf die vollständig angezogene Person auf dem Bett.
“Wenn ich dauernd in diesem Bett hier herumliege, kann ich Ihnen ja wohl kaum helfen, oder?”, fragte Kara, die sich gerade die Stiefel zuschnürte.
“Sie haben grünes Licht, Captain”, versicherte Doktor Lam, um den General zu beruhigen, und erklärte Starbuck damit für entlassen.
“Gut”, grinste Jack, “kommen Sie mit in die Cafeteria, Thrace?”
“Warum nicht. Gehen wir. Und dieser Daniel Jackson ist eine richtige Nervensäge.”
“Ach, auch schon gemerkt. Äh, sie bekommen übrigens eines der Gästequartiere hier im Stargate-Center…”
“Also, ich würde dieses Stargate gerne einmal sehen, und nicht nur von jeden hier davon reden hören…“, murmelte Starbuck neugierig.
“Na schön, Captain. Dann machen wir eine kleine Besichtigungs-Tour durch diesen Stützpunkt“, erklärte O´Neill, “denn immerhin müssen sie hier eine Weile leben, ehe wir die Mission zur Rettung ihres Volkes beginnen.“
“Aber unterwegs legen wir eine Rast ein, um was zu futtern…“
“Aber klar doch…“
Worauf sich die beiden rege miteinander plaudernd auf den Weg machten. Das erste große Ziel der zwei war der Stargate-Raum, ehe es dann weiter unter anderem zur Cafeteria gehen würde…
