28.11.2025, 23:35
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.11.2025, 23:52 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.03 - Die Heimsuchung, Teil 3
Erde
Deutschland - Hamburg < = > nahe Hannover
“Gott sei Dank. - Jonathan, endlich meldest du dich.”
“Tut mir leid, Jeanne. Geht es den Kids und Dir gut?”
“Ja, denn wir werden gleich in den Schutzbunker gehen, und von da an wird es nicht mehr möglich sein miteinander oder anderen Personen außerhalb zu kommunizieren.”
“Verhaltet euch auf jeden Fall ruhig.”
“Das machen wir. Es wurde aber auch schon noch einmal darauf hingewiesen. Und… wenn das hier vorbei ist, würde ich sehr gerne…”
“Sag’ nichts weiter, ich kann mir wirklich mehr als nur allzu gut vorstellen was du jetzt noch sagen willst.”
“Ich liebe dich.”
“Ich dich auch… Doch leider muss ich nun Schluss machen,… diese Bundeswehrtypen werden so langsam unruhig…”
Hamburg
Als Jeanne das Telefonat beendet hatte, betraten sie nach und nach durch ein Regal den Zugang zum großen Schutzraum, welcher in mehrere Abteile aufgeteilt war, nachdem sie alle Vorräte hineingebracht hatten.
Alle Polizistinnen und Polizisten trugen mittlerweile ihre komplette Ausrüstung bei sich.
Der Revierleiter trat mit ernster Miene vor: “Jeanne, Jasmin auch ihr zwei geht ganz nach hinten!”
“Aber…”
“Nein, keine Widerrede. Ich weiß eure Bereitschaft wirklich sehr zu schätzen - doch hoffen wir, dass wir unentdeckt bleiben… Also… ab in den hinteren Bereich zu den anderen mit den Kindern und euch beiden!”
Umland von Hannover
Obwohl wir sehr vorsichtig waren, machte sich dann doch schnell Hektik breit, als sich eine größere Gruppe von Wraith unserer Position näherte. Worauf auch schnell die ersten Schüsse fielen, welche noch weitere Wraith auf unsere Position aufmerksam machen würden.
“Was ist denn jetzt los?”, murmelte Hauptmann Marius Schwedt, als sich aus dem Nichts einige Trümmerteile selbstständig machten und auf die näherkommenden Wraith zuflogen, um diese dann niederzustrecken.
Es dauerte eine Weile, ehe Major Felix Müller auf eine Erhebung deutete, auf welcher eine rothaarige Frau stand. Sofort war allen bewusst, dass wir glücklicherweise Hilfe von einer Mutantin bekommen hatten, die uns durch Telepathie mitteilte zu ihr aufzuschließen.
“Danke, Jean!”, murmelte ich erleichtert in ihre Richtung, da ich sie wiedererkannt hatte.
Griechischer Luftraum - Goa’uld-Frachtschiff
Wenige Minuten später befanden wir uns alle in einem getarnten Goa’uld-Frachtschiff, wo wir von einer US-Soldatin der Air Force, Captain Sharon Satterfield, über die anstehende wichtige Mission des Stargate-Programms instruiert wurden zu der wir abkommandiert worden waren.
Als wir uns umsahen war deutlich zu sehen, dass wir eine bunte zusammen gewürfelte Einheit waren. Wobei wohl die meisten hier wohl Chinesen, Russen und Amerikaner sein mussten.
Wieder spürte ich neben der Blicke von einigen der anderen Insassen die auf mir ruhten, noch etwas anderes - nämlich deren Furcht.
“Sie sind doch einer dieser medizinisch geschaffenen Mutanten. Der mit der Bezeichnung Objekt 12”, bemerkte schließlich jemand von den Franzosen.
Darauf blickte ich jenen sofort finster an, nachdem sich durch dessen Aussage meine Vermutung bestätigt hatte.
“Es ist nicht gerade nett - mich so zu nennen und mich an die damit verbundenen schlimmen Ereignisse zu erinnern”, knurrte ich den Franzosen deshalb böse an.
Den Bundeswehrangehörigen, die mich eingezogen hatten und mit dem ich erst seit einigen Stunden in einer gemeinsamen Einheit war, stockte daraufhin der Atem, als ihnen klar wurde wer ich wirklich war.
Mein Blick wanderte von da an weiter herum, bis er schließlich bei einer der drei chinesischen Soldatinnen hängenblieb, die sich untereinander unterhielten und mir gegenübersaßen. Eine Stimme kam mir nach längerem Zuhören bekannt vor.
Mit wenigen schnellen Schritten war ich bei ihr, riss sie nach oben und drückte sie gegen die Wand.
“Ich erkenne Dich wieder - Du warst dabei!”, stieß ich zornig hervor.
Sie bestätigte panisch: “Ja. Aber es ist Jahre her… ich habe nur meine Befehle befolgt. Es tut mir leid, was mit Ihnen passiert ist… Bitte bringen Sie mich nicht deswegen um…”
“Jonathan. Lieutenant Jin sagt die Wahrheit”, unterstrich Jean Grey sofort, um die Lage zu entschärfen. Doch Professor Xavier sah den Zeitpunkt für gekommen an, mir die Wahrheit vor Augen zu führen, worauf ich meinen Griff löste und Jiao losließ, die sich hustend an den Hals fasste.
“Vertragt ihr euch jetzt alle wieder? Wenn ja, dann wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür gekommen - denn wir haben unsere Zielkoordinaten fast erreicht. Macht euch alle umgehend einsatzbereit!”, rief Captain Satterfield uns allen zu.
“Doch dass ich wieder frei bin - verdanke ich anderen”, brummte ich verdrossen, während ich noch einmal die Schnürsenkel meiner Stiefel nachschnürte.
Irritiert blickte Jin in Richtung von Xavier, der ihr per Telepathie antwortete, meine Erinnerungen größtenteils gelöscht zu haben, da sie sonst zu belastend gewesen seien.
Lächelnd bedankte sich die junge Frau in Gedanken und mit einem Nicken bei dem Professor, der sie ebenfalls ermunternd anlächelte.
“Wir befinden uns im Zielanflug”, verkündete der russische Pilot.
“Alles fertig machen!”, ordnete Captain Sharon Satterfield direkt im Anschluss an.
Alle erhoben sich kurz darauf und unterstützten sich in der Aufnahme und Befestigung der Ausrüstung und Rucksäcke.
Anspannung machte sich nun bei jeden einzelnen von uns vor diesen heiklen und gefährlichen Einsatz bemerkbar…
Erdorbit
Wraith-Hive
Mit viel Mühe, aber letztendlich mit Erfolg war es MacGyver, wenn auch mit Hilfe Anderer wieder einmal mehr gelungen, sich aus einer schweren misslichen und dieses Mal wirklich mehr als nur lebensgefährlichen Lage zu befreien.
Innerlich haderte Mac, der sich an der Wand vorsichtig vorwärts schob, aber immer noch mit sich selbst: ´Hätte ich doch mal besser für den Einkauf in den Jeep genommen, dann wäre ich jetzt vielleicht nicht hier.´
Vorsichtig tastete sich indessen die Gruppe um ihn immer weiter Meter für Meter voran. Aber immer wieder mussten sie sich auf diesem unheimlichen Schiff verbergen, um nicht von den Feinden entdeckt zu werden.
Alle seine Gefährten waren froh darüber nicht allein an Bord des Raumschiffes dieser schrecklichen Kreaturen unterwegs zu sein. Jeder konnte dabei auf Talente der anderen in dieser Gruppe setzen, mit denen man gemeinsam einen Weg suchte, um wirklich von hier zu entkommen, nachdem sie aus ihrer Zelle ausgebrochen waren.
Drei Stunden zuvor
Erde
USA - Los Angeles
Vollkommen entspannt hatten die beiden MacGyver´ die Rückkehr von Pete Thornton abgewartet.
Dies dauerte nicht allzu lange. Nach etwa 15 Minuten kehrte jener von seiner Testfahrt zurück. Der glückliche ältere Herr lud seine beiden Helfer noch zu einem kleinen gemeinsamen Imbiss zu sich ein, ehe sich die drei wieder voneinander trennten.
Sam fuhr mit seinem Motorrad weiter in die nahegelegenen Berge.
Mac selbst hatte vor, kurz nachdem er wieder zu Hause angekommen war, doch noch einige Dinge zu besorgen, bevor die Geschäfte schließen würden. Um auch in seinem Alter mit gutem Beispiel voranzugehen, entschloss er sich dies zu Fuß zu erledigen.
Vollkommen erschrocken sah sich Mac um, als ohne jegliche Vorwarnung die Sirenen losheulten.
Er befand sich gerade da, wo man in einer solchen Situation gerade nicht sein sollte, nämlich mitten auf einer großen Kreuzung, und somit ohne jegliche Deckungsmöglichkeit.
Schweißperlen bildeten sich daher auf seiner Stirn, als er die Jäger entdeckte, welche mit hohem Tempo auf ihn zuhielten.
Er drehte sich so schnell es ihm möglich war, auf dem Absatz um, und versuchte sein Glück - doch war er an diesen Tag einfach nicht schnell genug. Ein wabernder heller Lichtstrahl hatte ihn bereits erfasst.
Eine Stunde zuvor
Erdorbit
Wraith-Hive
Der Wraithjäger kehrte nach seinen erfolgreichen Beuteflug und vielen gefährlichen Ausweichmanövern in die Ladebucht zurück, um sogleich seinen Fang preiszugeben. Mehrere bereits wartende Wraith-Drohnen nahmen die immer noch benommenen und bewusstlosen Menschen sofort in Empfang.
Immer noch etwas benommen von dem Transportstrahl und dem Aufenthalt im Speicher des Wraithjägers, kam Angus MacGyver ungefähr eine Viertelstunde später nach seiner Ankunft auf dem Wraith-Hive in einer Zelle mit fast zwei Dutzend weiterer Personen wieder zu sich. Sofort spürte er eisige Kälte, die seine Umgebung ausstrahlte.
Er hatte, wie viele andere auch Geschichten über die Wraith gehört, und auch was für ein Schicksal ihn und die anderen hier erwarten würde.
Mit wachsamem Blick schaute er sich seine Umgebung und seine Zellengenossen an. Unter ihnen waren fein gekleidete Leute, einfache Bürger und Bauarbeiter. Aber auch einige uniformierte Soldaten und Polizisten, die sich bereits nach einer Fluchtmöglichkeit umgesehen hatten.
“Meine Waffe ist weg”, wisperte eine Polizistin frustriert als sie wieder zu sich gekommen war, was auch noch ihr Kollege bestätigte, ebenfalls entwaffnet worden zu sein.
“Ist wohl auch eher ungünstig hier herumzuballern!”, mahnte ein Anwalt, der ihr hilfsbereit auf die Beine half.
Es dauerte nicht lange, als die ersten Wraith auftauchten, und auch schon die ersten drei Gefangenen, einen Polizisten, eine Geschäftsfrau und einen dicken fein gekleideten Mann mit sich nahmen.
Immer noch sehr aufmerksam beobachtete Mac, was die Kreaturen taten.
“Nein! Nein! Hilfe!”, riefen die drei Leute panisch fortwährend, als sie von den Drohnen gepackt, und brutal weggezerrt wurden. Es dauerte lange bis ihre Stimmen, und die vieler anderer nicht mehr zu vernehmen waren.
“Wir müssen hier weg - und zwar schnell!”, murmelte MacGyver entschlossen vor sich hin, als er an seine Zellengenossen herangetreten war.
Flüsternd erkundigten sie sich untereinander ihres beruflichen Hintergrundes, und was jeder doch noch sonst so bei sich hatte.
Überlegend und dabei das außerhalb ihrer Zelle liegende Tastenfeld musternd, ließ MacGyver sein Taschenmesser zwischen den Fingern herumrotieren.
Sie hatten außer seinen Schweizer Taschenmesser, noch einige weitere Messer, Werkzeuge, Kosmetik- und Büroartikel, sowie überraschenderweise sogar ein paar kleine Revolver, welche die Wraith beim schnellen Kontrollieren ihrer Opfer übersehen hatten.
Dabei war ihnen ein verhaftetes Gaunerpärchen behilflich, welches sich aufs Schmuggeln und Ladendiebstahl spezialisiert hatte, darunter auch die gefährlichen Gegenstände, die sofort von der Polizistin eingezogen wurden. Sie selbst behielt einen der kleinen Revolver.
“Man müsste diese Energiezufuhr unterbrechen, die von dieser Art Schaltfläche dort, gesteuert wird”, erklärte Mac im Flüsterton, der alles genau hatte beobachten können, und daraus seine Schlussfolgerungen gezogen hatte.
Ein Soldat meldete sich: “Das kann vielleicht ich übernehmen, ich war bis vor wenigen Tagen auf Atlantis stationiert, und Teyla und Ronon haben uns dort hoffe ich gut im Umgang mit den Messern den letzten Schliff gegeben. Und wenn wir mehrere geeignete Messer hätten…“
“Egal. Versuchen Sie ihr Glück”, nickte ein Bauarbeiter.
Der Anwalt hatte bereits Schweißperlen auf der Stirn, und erklärte: “Sie haben ein nur wenige Versuche, sonst haben wir ein Problem…”
Das erste Skalpell eines Arztes, welches der Soldat geworfen hatte, flog und schnitt sich tief in die organische Wand ein. Zwei weitere waren noch nötig bis das spinnennetzartige Gebilde, welches der einzige Zugang zu ihrer Zelle war ein wenig auseinander glitt. MacGyver reagierte mit einem weiteren Soldaten sofort mit einigen Kabelbindern in den Händen, um den schmalen aber vorhandenen Fluchtweg somit umgehend absicherten.
In großer Eile zwängten sich alle sofort nach draußen.
“Äh, hört mal Leute, wir sollten alles wieder entfernen, um unsere Spuren zu verwischen”, riet aufmerksam ein Kleinkrimineller, der von der Polizistin, und ihren mittlerweile von den Wraith getöteten Kollegen, vor ihrer Verschleppung verhaftet worden war, worauf man genauso unverzüglich alle Messer und auch die Kabelbinder wieder entfernte.
Kaum hatte der Arzt unter ihnen dies getan, schloss sich die Lücke im Gitter vor ihren Augen umgehend wieder.
Gegenwart
U.S.S. George Hammond - Brücke
Durch den ständigen Kontakt mit den allen Flottenverbänden, die die Erde zu verteidigen suchten, dem Homeworld Command auf der Erde, welches den Erdorbit und das gesamte Sonnensystem überwachte, konnte Brigadier General Carter die Verteidigung bislang einigermaßen gut umsetzen. Denn leider nur allzu oft es Geschwadern der Wraith die Verteidigungslinien zu durchbrechen und in die Erdatmosphäre einzudringen.
Dies führte unweigerlich zu großen Problemen und vielen Opfer, so wusste Sam, die daher auf die gute Arbeit der Abfangjäger der Luftstreitkräfte vertraute.
“Wie sieht es mit dem gefährdeten Zielgebiet von Captain Satterfield aus?”
“Die abgezogenen Einheiten beziehen demnächst ihre Positionen um das Areal so gut es möglich ist zu sichern, Ma´am.”
“Sehr gut. Und wo bleibt unsere eigene Verstärkung?”
“Wird leider erst in zwei Stunden hier eintreffen, General Carter.”
Sam seufzte in Gedanken: ´Mit unseren sieben kleinen Verbänden halten wir diesen Attacken gut genug stand, um die Erde zu schützen.´
Aber sie wusste auch, dass sie dank der neuen neun viel größeren BC-306er ein gutes Pardon zu bieten hatten, als noch vor wenigen Jahren mit den BC-304ern und -305ern. Wobei der zuletzt genannte nur ein unterstützender Schiffstyp war, der eigentlich zu Forschungszwecken entwickelt worden war.
Erde
Deutschland - Hamburg
Das Schwirren und Surren der Darts der Wraith erfüllte immer noch die Luft. Doch dies wurde auch schon kurz darauf von dem Donnern der Eurofighter und Tornados an Lautstärke klar übertroffen, die zur Luftverteidigung und Unterstützung eingetroffen waren.
Eine Vielzahl von Wraith wurden immer wieder als Bodentruppen von den wendigen Darts abgesetzt, ehe sie den Luftkampf gegen die Verteidiger wieder aufnahmen.
Eilends aufgestellte oder abgestellte Spezialeinheiten der Bundeswehr, Bundespolizei und der Hamburger Polizei konnten allerdings nur von einer sicheren Deckung aus, etwas gegen die vielen gefährlichen Angreifer tun.
So hatten die Wraith in den Straßen schnell eine zahlenmäßige Überlegenheit für sich geschaffen, und begannen damit in einige Häuser einzudringen.
Leider waren die Jagdmaschinen der Außerirdischen nur allzu oft erfolgreich, die ins Freie stürmende Personen mit ihren Transportstrahlen sofort in ihre Speicher aufnahmen.
Odyssee
Folge 1.04 - Die Heimsuchung, Teil 4
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“Wonach suchen wir hier eigentlich?”, fragte ein Franzose, nachdem wir alle in Gruppen mithilfe des Ringtransporters in einer bergigen Landschaft abgesetzt worden waren.
“Nach einen weiteren Hinweis auf welchen vor kurzem ein chinesisches Team von Archäologen gestoßen ist”, antwortete Captain Satterfield, die dann das Signal zum Aufbruch gab.
Der Weg führte über steiniges Terrain auf eine Höhle zu, wo bereits einige Personen ungeduldig warteten.
Und es war ganz deutlich, zumindest zunächst erst nur für mich, war das nahende Summen von Wraith-Darts zu hören. Nach einer guten Minute, wir hatten den Höhleneingang erreicht, konnten alle ein großes Geschwader der feindlichen Fluggeräte erkennen.
Diese kamen schnell näher. Sie wurden aber von einem Euro-Fighter-Geschwader empfangen, welches aus der Gegenrichtung geflogen kam.
Ein weiterer schwerer Luftkampf begann.
“Okay. Die Luftstreitkräfte Europas verschaffen uns somit etwas mehr Zeit. Das Verteidigungsteam bleibt wie besprochen hier im Inneren der Höhle direkt am Eingang, und das Forschungsteam geht mit einigen Militärs als Begleitschutz weiter!”, wiederholte Satterfield sichtlich angespannt, ehe sie mit einen Dutzend Leuten loszog, um nicht nur nach Hinweisen, sondern auch nach den wichtigen Antworten zu suchen.
Der russische Major atmete tief durch, nachdem die amerikanische Soldatin, die diesen Einsatz anführte endlich aus seiner Sicht verschwunden war. Er hatte wie sein deutscher Kamerad genug von den Bevormundungen der Amerikanerin.
Daher besprachen sich die beiden Majore Ivan Karpov und Felix Müller kurz über die Taktik.
“Gut. Na schön, klingt vernünftig”, begann Karpov, “die Sanitätssoldaten halten sich mit einigen weiteren Einsatzkräften zurück, welche dann diejenigen, die kämpfen von Zeit zu Zeit ablösen werden! Wir hoffen, dass uns das Homeworld Command so schnell wie möglich noch Truppen zur Verstärkung schickt - doch bis dahin müssen wir durchhalten! Um jeden Preis!”
Deutschland - Hamburg
Angestrengt lauschten immer wieder einige Polizisten, die im Wechsel die schwere verriegelte Panzertür bewachten, nach jedem noch so kleinen verdächtigen Geräusch.
Ab und wann war etwas zu hören.
Schritte. Scharren. Fauchen. Zischen. Hin und wieder hallte es, als ob jemand frustriert Schränke oder Regale umstieß.
Dann wieder Schritte. Dieses Mal, ganz nah - direkt vor der Tür. Angespannt hielten die Polizisten ihre Waffen fester umklammert, und die Finger tasteten nahe am Abzug. Ihre übrigen Kollegen verstanden diese angespannte Körpersprache sofort, und bezogen ihrerseits selber Verteidigungsposition hinter Tischen und diversen Materialcontainern.
Draußen vor der Tür, stöberten immer noch Wraith-Drohnen nach Anzeichen der Anwesenheit von Menschen.
Schließlich fauchte einer der beiden Offiziere der Wraith triumphierend, als er etwas feststellte und fand wonach sie gesucht hatten, dass die eine Tür vor ihnen erst vor einiger Zeit bewegt worden sein musste.
Dem Hamburger Luftraum näherte sich derweil vollkommen unbemerkt ein großer dunkler getarnter Stealth-Jet dem Polizeikommissariat, in dem sich unter anderem Jeanne und Jasmin befanden.
Dieser Jet gehörte den X-Men, die sich dazu entschlossen hatten, verteilt auf der Erde im Kampf gegen die Wraith zu helfen.
“Viel Glück Logan.”
“Danke, Cyclops.”
“Na dann, wir müssen weiter… Also… Los, raus mit dir!”
Der Bombenschacht war bereits geöffnet worden. Nur wenige Sekunden verstrichen, dann sprang Logan direkt über seinem Ziel heraus. Er landete für seinen Geschmack ziemlich unsanft auf dem Dach, welches sogar auf Grund der Wucht seines Aufpralls nachgab, und er direkt hinunter ins Dachgeschoss stürzte.
Erdorbit
Wraith-Hive
Sich auf einem Wraith-Hive zu orientieren - fiel allen schwer. Dies war scheinbar das geringste Problem für MacGyver und seine Begleiter, denn das Schiff wurde immer wieder schwer erschüttert.
Es wurde immer wieder gezielt von der BC-306, die von General Carter kommandiert wurde, unter Feuer genommen.
Alle erkannten wegen der Eruptionen an Bord, dass es daher immer dringender und überlebenswichtiger für sie wurde von Bord zu gelangen. Aber wie?
Leises Schlurfen, Geflüster und Atemgeräusche waren ganz in der Nähe zu hören. Die Polizistin aus New York City hielt den kleinen Revolver, den sie hatte ganz fest mit beiden Händen, und ließ einen Marines, der eine der weiteren wenigen Waffen bei sich trug den Vortritt.
“Glück gehabt, Leute. Noch mehr Glückspilze, die hier wegwollen”, stöhnte ein Mann mit Schnauzer erleichtert, dem die Schweißperlen auf der Stirn standen.
Denn die Polizistin und der Marine hielten ihre Waffen auf ihn gerichtet.
“Jack?”
“Hallo, mon ami. Hier entlang Mac. Dort drüben nicht weit von hier ist eine Art Hangar. Und sie würden mir einen großen Gefallen tun, wenn sie beide nicht mehr auf mich zielen würden. Merci.”
“He!”
“Was denn?”
“Nicht so schnell! Und vor allem: Leise!”, mahnte MacGyver an die Adresse seines Freundes gerichtet, dem mit drei anderen Gefangenen ebenfalls die Flucht gelungen war.
Mit größter Vorsicht setzte sich die nun größer gewordene Gruppe in Bewegung.
“So da wären wir. Seht ihr den Vogel da drüben?”
“Nun mal langsam. Du kannst das Ding doch wahrscheinlich überhaupt gar nicht fliegen - geschweige denn landen.”
“Dein Vertrauen ist einfach… also wirklich MacGyver”, seufzte Dalton.
“Wir wollen euch ja nicht stören - aber was ist mit diesen Typen da? Die sind Ihnen wohl noch nicht aufgefallen?”
“Oh”, machte Jack, “die waren vorhin noch nicht da.”
“Alles klar. Die übernehmen wir”, brummten einige Männer aus der Gruppe, die es geschafft hatten sich mit Gegenständen zu bewaffnen, und sich mit größter Vorsicht an die Wraithdrohnen heranschlichen, die den Hangar bewachten.
Einige Decks weiter oben, im Zellentrakt tauchte die Königin mit einer Eskorte auf, denn sie wollte einige ihrer nächsten Opfer persönlich verhören, ehe sie beabsichtigte sich auch an ihnen nähren. Weil sie gehört hatte, dass einige ihrer Gefangenen, wie der Polizist an dem sie sich genährt hatte, Uniformen trugen, und deswegen wohl eine wichtige Informationsquelle darstellten war es ihr Privileg sich an solchen Gefangenen zu nähren.
Mit einem äußerst wütenden Fauchen registrierte sie, sowie ihre Begleiter, dass die Zelle vor ihnen leer war.
Doch vollkommen unerwartet für alle war ein schauriger Alarm zu hören - ihre Flucht war also nun entdeckt worden. Schnell in Deckung gehend, war zu sehen, wie einige Drohnen losrannten, nur zwei blieben zurück.
“Das ist unsere Chance”, flüsterte Jack Dalton.
Das sahen auch alle anderen so. Es dauerte nicht mehr lange die beiden Wraithdrohnen zu überwältigen, und dann den Kreuzer zu kapern.
Erde
USA - Homeworld Command
Tief im Cheyenne Mountain herrschte seit Stunden bereits absolute Hochkonzentration, denn einmal mehr stand das Schicksal der Erde und ihrer Bewohner auf dem Spiel.
Darunter war auch Miss Shen, die ständigen Kontakt mit dem Einsatzteam in der Ägäis hielt, soweit dies mit einem Communicator der Tok’ra möglich war.
“General O´Neill. Sir. Die Wraith haben das Gebiet jetzt voll im Visier. Die haben wohl bemerkt, dass wir dort sehr präsent sind, und setzen sehr viele Bodentruppen ab…”
“Aha. Was ist mit unserer Verteidigung vor Ort?”
“Besteht momentan aus rund 30 Personen, darunter ist auch der Mann, der als Objekt 12 bekannt ist, Sir.”
Während Jack sich kurz umdrehte, mit der Bemerkung: “Ich muss mal schnell kurz telefonieren!” - schluckte Xiaoyi, als der Begriff Objekt 12 fiel.
“Ein Wraith-Hive weniger, General”, meldete unvermittelt ein Taktikoffizier, worauf O´Neill kurz die Fäuste ballte, aus Freude über diese Neuigkeit.
Doch dann murmelte er konzentriert: “Wir dürfen die Kontrolle im Zielgebiet Alpha nicht verlieren!”
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Man war immer noch inmitten der Vorbereitungen für die Verteidigung am Eingang der Höhle beschäftigt.
Doch endlich kamen auch die vier Soldaten um Major Karpov wieder hereingeeilt, die unzählige Minen und Sprengfallen vorbereitet und einige Meter in der Höhle bereits die Linie gekennzeichnet hatten, die die Angreifer nicht überwinden durften.
“Also, da alle wieder hier sind: Wählen sie sich so schnell es geht einen Partner, nicht für den Bund fürs Leben, sondern für die Verteidigung!”, ordnete Major Müller knapp an, worauf Lieutenant Jin nicht lange zögerte, und unverzüglich an meine Seite trat. Darüber war ich doch sehr erstaunt, da ich sie erst vor einigen Stunden hart attackiert hatte.
Die Chinesin bemerkte meinen baffen Gesichtsausdruck, zwinkerte mir daher kurz zu, und lächelte mich zuversichtlich an: “Zusammen mit Ihnen an meiner Seite habe ich die besten Chancen zu überleben.”
Nach nicht einmal einer Minute stellten die beiden ranghöchsten Soldaten zufrieden fest, dass alle Zweierteams sich gefunden hatten. Auch die Sanitätssoldaten beteiligten sich, indem sie damit fortfuhren sämtliche Reservemagazine vorzubereiten.
Erdorbit
Wraith-Hive
Obwohl sie sich lange Zeit große Mühe gegeben hatten, waren die Geflüchteten letztendlich schließlich doch von einem auftauchenden Wraith-Trupp entdeckt worden.
“Los! Alle rein und Tür zu!”, brüllte ein Sergeant der Feuerwehr heiser.
“Was ist los, Dalton? Nutzen sie endlich mal die Bordwaffen von diesem Ding!”, mahnte ein Corporal der US Nationalgarde aufgeregt. Jack hatte bis dahin MacGyver erzählt, wie er erst in diese missliche Lage geraten war, und mit Hilfe der anderen Gefangenen ihre Feinde überwältigen konnten.
Da immer noch die Eingangsluke offenstand, schossen sie in ihrer Not mit den einzigen Waffen die sie bei hatten, darunter waren auch zwei erbeuteten Wraith-Betäubern.
“Tue es einfach, Jack.”
“Mac, ich bin Pilot… und kein…”
“Schon gut. Kennt sich jemand hiermit aus?”
“Ich ein wenig. Aber nur durch meine gemachten Erfahrung in der Pegasus und den dortigen Auseinandersetzungen mit den Wraith. Dazu gehörte auch das Verständnis ihrer Technologien.”
“Gut”, nickte MacGyver, “doch sollten wir schnell mehr lernen, sonst werden wir von unseren eigenen Streitkräften dort draußen abgeschossen, sobald wir diesen Kahn hier verlassen haben…”
“Qui?”, machte Dalton verwundert, der sehr gerne französische Wörter verwendete um intelligenter zu erscheinen.
“Ihr Freund MacGyver hat Recht. Schießen wir auf diese Monster sobald wir eine Chance dazu haben, sonst wird es leider nur ein sehr kurzer Flug werden”, bestätigte einer der Soldaten, die ihren Urlaub in der Heimat auf der Erde statt auf Atlantis verbringen wollten.
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“So ein verfluchter Mist! Doch nicht schon wieder!”, murmelte Satterfield frustriert, als abermals die Verbindung mit dem Homeworld Command abgerissen war, da man anscheinend bereits zu weit ins Felsmassiv vorgedrungen war.
Wenige Minuten später war die Funkverbindung endgültig dahin.
Zur selben Zeit, oben wenige Meter vom Höhleneingang entfernt, verborgen hinter einigen großen Steinen und Felssäulen machten wir bereit, und warteten auf die anrückenden Wraith.
Die Majore Karpov und Müller hatten noch einmal klar angeordnet, solange um jeden Preis Widerstand zu leisten, bis weitere Verstärkung eintreffen würde.
Der Schlachtplan der beiden sollte folgendermaßen ablaufen: Jeweils vier von uns sollten schießen, und deren Partner sich direkt dahinter bereithalten und die Position seines Partners einnehmen sollte, sobald dessen Magazin leer geschossen war und gewechselt werden musste.
Drei weitere Soldaten und die beiden Majore bildeten die Reserve für den Fall das jemand ausfallen sollte, oder der Angriff des Feindes zu hoch sein würde. Hinzu kamen noch die sechs Sanitätssoldaten, sollte es noch härter kommen.
Somit standen insgesamt 19 Personen den anrückenden Wraith, in unbekannter Anzahl, direkt gegenüber. Wobei sich tief im Höhlensystem noch ein gutes Dutzend Leute, bestehend aus weiteren Soldaten und Wissenschaftlern, befand.
Nachdem First Lieutenant Jin instinktiv noch einmal kurz ihre QSZ-92-Pistole überprüft hatte, nahm sie sofort wieder ihr QBZ-95-Sturmgewehr in Anschlag.
Keine Sekunde zu früh, denn der Feind tauchte just in diesem Moment in großer Anzahl im Schussfeld am Höhleneingang auf. Die Wraith versuchten dadurch unsere Stellung zu überrennen. Worauf sei aber nicht vorbereitet waren, war die heftige Gegenwehr, und die ersten vier, darunter auch Jin selbst, hatten sofort das Feuer auf die Eindringlinge eröffnet.
Kaum einen der Eindringlinge gelang es mehrere Meter weit in die Höhle vorzudringen.
Türkei - Dardanellenküste
Auch an einer anderen Ausgrabungsstelle wurde erbittert gekämpft. Das Ergebnis war dort, dass sich die Menschen unter schweren Verlusten, aber zum Glück nicht ohne die wichtigen gemachten Resultate und Funde im Gepäck, eilig in eine geschützte Deckung zurückzogen. Von dort aus zündeten sie die zuvor gelegten Sprengsätze in einer sicheren Entfernung.
Die darauffolgende Detonation vernichtete nicht nur die Fundstätte selbst, sondern auch noch mehrere dutzende Wraith.
Deutschland - Hamburg
In der Zwischenzeit hatte sich Wolverine bereits Stockwerk für Stockwerk nach unten bis kurz vor die Treppe, die zum Erdgeschoss führte, durchgekämpft. Prüfend hielt er erst einmal kurz inne.
Bei seinen Kampf nach unten hatte er aber auch großes Glück auf seiner Seite gehabt, denn die Wraith-Betäuber hatten keine lang anzuhaltende Wirkung bei ihm - so konnte er viele Gegner noch ausschalten, die angenommen hatten ihn zuvor außer Gefecht gesetzt zu haben. Dem Mutanten kam zudem zugute dass er sich nicht von schweren Wunden erholen, sondern nur von dem Schock der Stunner erholen musste.
Die Außerirdischen waren mit Logan als Gegner eindeutig zunächst lange klar überfordert, da sie eine solche hohe Zähigkeit nur von sich selber kannten, aber nicht von einem menschlichen Wesen.
Bereits ziemlich abgekämpft erreichte er die Tür des Erdgeschosses, welches den Zugang zum Schutzraum beherbergte, welcher sich hauptsächlich über eine weitere Treppe im Keller befand.
Die Wraith waren glücklicherweise immer nur noch dabei zu ergründen, was sich hinter der schweren Tür befand vor der sie standen, wie Logan, der kurz um die Ecke spähte, erkennen konnte.
Der Mutant wusste aber auch dass er nicht mehr allzu lange warten durfte, wenn er die sich versteckenden Menschen retten wollte, die sich im von ihm vermuteten Schutzraum auf der anderen Seite der Sicherungstür befanden.
Odyssee
Folge 1.05 - Feind in den eigenen Reihen, Teil 1
Erdorbit
E.U.S. Tethys
“Danke. Danke, für ihre Hilfe und Rettung, Colonel.”
“Kein Problem. Ist schon gut. Wir haben sehr gern geholfen. Haben Sie es gefunden und geborgen?”
“Allah sei Dank. Ja, haben wir, wo unser Team unter anderem das gesuchte Artefakt gefunden haben. Es befindet sich dort in einen der kleinen schwarzen Transportkoffer. Bitte also daher um die sofortige Überführung dieses und weiterer Fundstücke ins Homeworld Command”, bat der türkische Oberst, seinen französischen Kollegen
Der Kommandeur des Schiffes seufzte kurz, wusste aber genau, dass wie enorm wichtig es war diese Funde so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen.
Daher veranlasste er den sofortigen Transport des Teams aus der Türkei.
U.S.S. George Hammond
Mit vollkommenem Erstaunen hatte nicht nur General Carter erkannt, was sich vor ihren Augen und auf den Monitoren abspielte. Denn sie sah vom großen Panoramafenster ihrer Brücke aus, wie sich ein Kreuzer, der kurz nachdem er aus einen der Hangars des Wraith-Hive geflogen war, sofort das Feuer auf die Darts der Wraith eröffnet hatte.
“Lieutenant. Versuchen Sie so schnell es geht eine sichere Funkverbindung zu diesem Kreuzer herzustellen! Vermutlich konnten wohl doch einige Personen fliehen. Und… senden Sie ihnen eine Staffel von 302ern zur Unterstützung!”
“Jawohl, Ma’am.”
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Mister Woolsey war mehr als bloß nur in Sorge, da man es bislang immer noch nicht geschafft hatte den planmäßigen Kontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars herzustellen.
“Die wissen doch, dass wir zu diesem Zeitpunkt in Kontakt stehen müssen, wegen dem Zeitfenster um unsere Daten zu schicken”, seufzte Richard Woolsey, der Leiter der Atlantis-Expedition mit bedrücktem Gesichtsausdruck.
“Vielleicht musste ja eines der Teams unplanmäßig umkehren, wobei es nur die Hauptbasis als Option hatte, und das Tor deswegen blockiert ist”, vermutete Lieutenant Laura Cadman.
McKay stutzte aber zweifelnd: “Seit etwa vier Stunden!”
“Dann werden sie vermutlich angegriffen. Entweder von dieser Allianz, die wohl doch nichts von den unterzeichneten Vereinbarungen hält, oder doch mal wieder von den Wraith”, brummte Ronon.
“Das hilft nicht gerade meine Nerven zu beruhigen, wenn Sie so etwas sagen”, erwiderte Woolsey mit Unbehagen in der Stimme, der sich im Anschluss an Sheppard wandte, mit dem dringenden Auftrag Kontakt mit der hier stationierten Flotte von Brigadier General Steven Caldwell aufzunehmen. Danach wandte er sich an Rodney und Zelenka möglichst die Standorte aller Wraith-Schiffe in der Pegasus-Galaxie zu ermitteln.
Milchstraße
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
“Achtung! Magazinwechsel! Jetzt, Wolfrino!”, kündigte Jiao an, worauf ich sofort ihre Position übernahm, damit die chinesische Soldatin das Magazin austauschen konnte.
Schnell nach nur wenigen Sekunden war sie auch schon wieder selbst einsatzbereit, und wartete ihrerseits angespannt hinter mir darauf, auch die für mich wichtige Pause zu gewährleisten.
Nur die Luft in der Höhle roch zunehmend immer mehr nach Schießpulver und Schwefel.
Alles lief bislang beinahe reibungslos. Einzige Ausnahme war allerdings der unglückliche Sergeant Grogan, der nach wenigen Sekunden bereits von einem Wraith-Stunner betäubt worden war.
“He, die ziehen sich gerade offenbar zurück, und scheinen den Angriff abzubrechen”, bemerkte ein Franzose, der eine günstige Beobachtungsposition mit seiner Partnerin inne hatte, von wo aus, er das Geschehen vor dem Höhleneingang besser als alle anderen einsehen konnte.
“Das gefällt mir nicht… In zwei Zweierteams vorrücken! Ich will wissen was zur Hölle diese Wraith vorhaben!”, entschied Karpov nach einigen Minuten, der dann auf Jin und mich, sowie auf eine russische Soldatin und den französischen Soldaten deutete.
Nachdem wir vier aufmunitioniert hatten, schoben wir uns langsam und vorsichtig Meter für Meter vorwärts. Und je näher wir dem Höhleneingang kamen, desto mehr tote Wraith lagen vor uns auf dem felsigen von Steinen und Geröll bedeckten Boden.
Ein mulmiges Gefühl stieg in uns vier auf, denn wir hatten mit eigenen Augen erlebt wie wirklich schwer diese Kreaturen zu töten waren, wenn man sie nicht gleich durch einen gezielten Kopfschuss ausschaltete.
Schließlich hatten wir unser Ziel erreicht. Von drei von uns abgesichert, zog der Franzose einen Winkelspiegel aus seiner Weste, um den Wraith kein klares erkennbares Ziel zu bieten.
Nach schier endlos lang erscheinenden quälenden zwei Minuten der Beobachtung nickte er schließlich kurz, worauf wir uns zunächst ein paar Meter weit wieder in die Höhle zurückzogen.
“Major Karpov.”
“Ich höre Sergeant Fontaine.”
“Entweder warten die jetzt da draußen auf uns - oder, die Wraith warten selbst auf Verstärkung, da sie wissen, dass wir uns hier gut eingegraben haben, oder planen die nächste Angriffswelle.”
“Können wir sie alle ausschalten?”
“Nein. Wir haben zwar Sprengsätze da draußen, aber es sind definitiv zu viele. Auch befinden sich sehr viele Jäger des Feindes im Luftraum über uns…”
“Bleiben Sie alle vier vorerst auf Position! Suchen sie alle aber nach einen Platz, der ihnen Deckung vor feindlichem Feuer bietet!”, ordnete Karpov über Funk an, den die Lage jetzt erst recht nicht behagte.
“Toll”, murmelte die russische Soldatin, “wir bilden die erste Verteidigungslinie.”
“Und so schön nah an den Sprengsätzen am Höhleneingang”, brummte Fontaine.
Darauf flüsterte Jin: “Da wird einen doch warm ums Herz.”
Ich selbst sagte gar nichts, sondern versuchte meine verschärften Sinne so gut es ging zu nutzen.
Weiter tief unten in der Höhle machte die jüngere Schwester des russischen Majors, Lieutenant Daria Karpov, die im Schutt und Geröll herumscharrte und die so wichtige erste Entdeckung gelang.
“Hierher!”, rief sie erleichtert, als sie eine beschriebene Tafel aus Bronze gefunden hatte. Sofort suchte man deswegen die Fundstelle noch einmal etwas genauer ab, in der Hoffnung noch weitere wichtige Entdeckungen zu machen.
Deutschland - Hamburg
Mit einem lauten entschlossenen Kampfschrei war Logan mit einem mächtigen Satz hinter seiner Deckung vorgesprungen, nachdem er sich noch einmal um ein paar entscheidende Meter an seine ersten Widersacher herangearbeitet hatte.
Die Wraith hatten ihrerseits in der Zwischenzeit einige Sprengsätze an der schweren Panzertür angebracht, da sie dahinter die zu erwartende Beute gewittert hatten; weswegen der Mutant sich letztendlich gezwungen sah zum Angriff überzugehen.
Zum Glück befanden sich nicht allzu viele Wraith im Gebäude auf. Zielsicher sprang Wolverine zwei der acht Drohnen an, die sich direkt vor ihm befanden. Diesen beiden rammte er kurze seine gefährlichen Krallen in die Köpfe. Danach riss er sie heraus, machte noch im Sprung in der Luft eine Art von Salto, bevor er zunächst einer weiteren Drohne mit einem Hieb seines linken Armes den Kopf abtrennte.
Ohne zunächst davon groß Notiz zu nehmen was mit seinen Soldaten geschah, zündete einer der beiden Wraith-Offiziere die bereits platzierten Sprengsätze, der nicht nur die Stabilität der schweren gepanzerten Tür stark beeinträchtigte, sondern auch noch einen beabsichtigten kleinen Brand verursachte. Durch die dadurch verursachte und beabsichtigte Rauchentwicklung sollten ihre Opfer nach draußen getrieben werden.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond
Natürlich war Samantha Carter sehr überrascht davon, als sich herausstellte, dass wie von ihr vermutet einigen Verschleppten gelungen ist zu fliehen, und obendrein auch noch einen kleinen Kreuzer der Wraith zu erbeuten.
“Eskortieren sie den Vogel in den Backbord-Hangar! Und trotz allen - größte Vorsicht! Gefangenendrill!”, befahl die Kommandantin des Erd-Schlachtschiffes nach einer Scannung des Kreuzers.
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Unvermittelt stieß die gut postierte Lieutenant Anna Voronkova einen alarmierenden Schrei aus, als mehrere Wraith scheinbar aus dem Nichts im Bereich des Höhleneingangs auftauchten.
Aber auch meine Ohren und Nase hatten etwas wahrgenommen, dennoch war die Situation für uns vier mehr als nur ungünstig, weil wir kaum genügend Raum für eine sichere Deckung hatten. Daher bezog Jiao hinter mir Stellung, als wir uns um zumindest ein wenig mehr Deckung zu haben dicht an die Felswand drückten.
“Du bist doch noch viel zäher als diese Kreaturen”, sagte die Chinesin zu mir.
Derweil hatte die russische Soldatin Schutz hinter einen flachen Felsen gefunden, von dem aus sie immer nur einige gezielte kurze Salven abgab, um sich die Eindringlinge vorerst vom Leib zu halten und Munition zu sparen. Der Franzose allerdings war sofort von einem der ersten Schüsse aus einem Wraith-Betäuber niedergestreckt worden.
Somit war die arme Anna Voronkova in dieser brenzligen Situation so gut wie auf sich alleine gestellt. Doch Major Karpov hatte sofort die Lage erkannt und dementsprechend zwei Soldaten angewiesen Voronkova und Fontaine so gut es ging zu schützen.
Unaufhörlich ging der zweite heftige Angriff der Wraith nach wie vor vehement weiter, die sich vor der Höhle schließlich für deren Erstürmung entschieden hatten.
Deutschland - Hamburg
Die Wraith beabsichtigten nach wie vor mit den mittlerweile ausgelösten Brand ihre Opfer nach wie vor herauszulocken, um diese dann als Vorrat mit sich zu nehmen - doch rührten sich diese potentiellen Opfer immer noch nicht.
Doch die feindseligen Außerirdischen hatten die Rechnung ohne Wolverine gemacht. Der Mutant musste in diesen Kampf nicht nur sein ganzes Können an Kraft, Bewegung und Ausdauer aufbieten - er musste dazu selber noch darauf achten, dass er sich in dieser Situation in der er sich befand keinen Treffer einhandelte. Die beste Taktik um dies zu vermeiden, war ständig in Bewegung zu bleiben und fortwährend seine Position zu wechseln - bis er alle Gegner ausgeschaltet hätte. Durch diese Vorgehensweise war Logan bislang in der Lage gewesen alle weiteren Drohnen bis auf zwei, sowie einen der Wraith-Offiziere zu erledigen. Diese hatten ihrerseits Deckung gesucht und begannen damit pausenlos mit ihren Waffen blindlings irgendwo hinzufeuern um ihn mit einem und mehreren Glückstreffern zur Strecke zu bringen.
Dann wurde er schließlich doch noch hinterrücks aus dem Hinterhalt von Stunnern mehrfach getroffen, und ging benommen zu Boden. Diese Schüsse kamen von herbeigeeilten Wraith, die von dem Tumult im Polizeikommissariat angelockt worden waren.
Der verbliebene Wraith-Offizier fauchte triumphierend auf, ehe er sich noch einmal genauer umsah, und ein Bild davon erhielt, wie sehr dieser gefährliche Angreifer unter den ihm unterstellten Wraith-Soldaten gewütet, sowie seinen Adjutanten getötet hatte. Er nickte zufrieden den drei Wraith-Drohnen zu, die unerwartet das Blatt für die Wraith gewendet hatten.
USA - Homeworld Command
Eine Unzahl von Informationen traf geradezu jede Minute von überallher ein. Doch dabei interessierten General O´Neill nur die feindlichen Schiffe, sowie natürlich die Lage des Teams in Griechenland.
Mit Sorge stellte er fest, dass die außerirdischen Angreifer ihre Taktik zu ändern schienen, und damit begannen ihre Kräfte zu bündeln, indem sich die einzelnen Flotten der Wraith, die sich um die Erde verteilt hatten zu einer einzigen Flotte zusammenschlossen.
Einziger Lichtblick war das Einsatzteam aus der Türkei, welches erfolgreich seinen Fund sichern und bereits abliefern konnte.
Deutschland - Hamburg
Durch einen Spalt, der so breit wie eine Hand war, hatte der Revierleiter das Geschehen etwas mitverfolgen können. Schließlich jedoch musste er einige Schritte nach hinten tätigen, denn die Wraith-Drohnen machten sich wieder daran die Tür weiter zu öffnen. Während der Wraith-Offizier interessiert seinen sonderbaren Gefangenen musterte, der langsam wieder zu sich kam.
“Keine Bewegung, Mensch!”, befahl der Wraith-Offizier, und zielte auf den unerwartet sehr schnell wieder zu sich gekommenen Logan.
Doch vollkommen unerwartet bekamen die Personen im Schutzbunker und insbesondere Wolverine ihrerseits Unterstützung von einem guten Dutzend deutscher Soldaten, die sofort das Feuer auf die überraschten Wraith eröffneten. Die Kampfeinheit war, wie zuvor die drei Wraith-Drohnen aus einen guten Kilometer Entfernung auf das heftige Kampfgeschehen aufmerksam geworden.
Der mehr als nur wütende Logan nutzte die willkommene Ablenkung, trat dem Außerirdischen die Beine weg, wirbelte herum, um sofort seinen Gegner die wieder ausgefahrenen Krallen in den Körper zu rammen.
Ein herbeigeeilter Soldat zögerte nicht lange und schaltete den Wraith endgültig aus.
“Gut. Die Lage ist vorerst sicher! Los! Die Umgebung sichern und erst bei klarem Feindkontakt das Feuer eröffnen!”, befahl der Hauptmann seinen Kameraden, die sich sofort strategisch im gesamten Erdgeschoss verteilten.
Erleichtert atmete der Revierleiter, sowie die ihm anvertrauten Polizisten, die um ihn ihre Posten bezogen hatten auf. Sie waren froh darüber immer noch nicht selber schießen zu müssen, somit blieb ihre Deckung gewahrt. Auch Logan schüttelte sich nach dem überstandenen Kampf einmal kurz durch, ehe er sich mit dem Hauptmann kurz besprach.
Erdorbit
U.S.S. George Hammond
Im Hangar machte sich nicht nur bei den Geretteten große Erleichterung breit, als sie einzeln den Wraith-Kreuzer endlich wieder verlassen und in eine für sie angenehmere Umgebung wechseln zu können. Als sie alle im Hangar versammelt waren, blieben sie alle zunächst isoliert, und wurden kurz darauf von Sicherheitspersonal begleitet, zwecks der medizinischen Kontrolle und Versorgung zur Krankenstation gebracht.
Zur selben Zeit auf der Brücke erhielt Sam Carter den Befehl so schnell wie möglich das Hive zu zerstören, da diese feindlichen Schiffe in einem sehr großen geschlossenen Flottenverband noch schwerer wirksam und erfolgreich zu bekämpfen waren.
Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien
Mit jeder Minute, die verging, stieg die Gefahr doch noch von den vielen Wraith überrannt zu werden.
Dies wusste Major Karpov der sich Sorgen insbesondere Sorgen um Lieutenant Anna Voronkova machte, die ohne die ferne Unterstützung schon längst verloren gewesen wäre. Dies machte sich besonders bemerkbar, wenn die Soldatin das leer geschossene Magazin gegen ein volles wechseln musste.
Der ranghohe Offizier der Russischen Förderation hielt bereits in der linken Hand den Zünder, um jederzeit die Sprengsätze zu zünden und somit den Zugang zu dieser Höhle für eine lange Zeit für den Feind, aber auch ungünstigerweise für die eigenen Truppen zu versperren. Aber noch zögerte er damit die Detonation auszulösen.
Derweil hatte sich Lieutenant Voronkova mit großer Vorsicht eine viel bessere Stellung erkämpft. Doch auch ihr ging, wie auch First Lieutenant Jin und mir in Kürze die Munition ausgehen würde, weil wir von der Versorgung und der Wiederbestückung der wichtigen Ersatzmagazine abgeschnitten waren.
Doch dann griff die stets aufmerksame russische Soldatin schließlich hektisch nach ihrem Funkgerät, weil sie etwas ausgemacht hatte, was für uns alle in der Höhle zum Verhängnis werden könnte.
Verständlicherweise wurde Karpov schlagartig blass, als er davon erfuhr, und stieß sofort laut schreiend eine Warnung aus, ehe er einige Sekunden später auch schon die fünf Schalter umlegte.
Genau zu diesem Zeitpunkt, als die Sprengsätze vor und am Höhlengang hochgingen, versuchten zwei Wraith-Drohnen unter Sperrfeuer anderer Wraith, die sich um den Zugang der Höhle drängten, eine Blauleuchtende große Kugel am Eingang in Position zu bringen.
Die kurz darauffolgende Explosion war so heftig, dass unglückliche Lieutenant Voronkova von dem Felsvorsprung gefegt wurde auf welchen sie sich postiert hatte, und etwa zwei Meter unsanft und hart in die Tiefe stürzte.
Doch Jiao und ich standen aber noch näher dran, weshalb wir dieser instinktiv den Rücken zugekehrt hatten, als wir uns zu Boden warfen.
Im selben Moment, man hatte tief unten in einer der Kammern der Höhle weitere Funde und Entdeckungen gemacht, hatte unvermittelt eine der Soldatinnen ihre Handfeuerwaffe gezogen, die sie nun Satterfield an den Kopf hielt.
“Was soll das Miller?”
“Klappe! Ich will alle Artefakte! Sofort!”
“Wieso? Was für ein Spiel soll das sein?”
“Das ist kein Spiel. Ich bin eine Soldatin der Luzianischen Allianz. Diese Artefakte werden uns dabei helfen die Stellung in dieser Galaxie einzunehmen, die wir verdienen und uns zustehen…”
“Ach ja. Und die Explosion gerade eben, und auch die erst vor kurzem unterzeichnete Vereinbarung - ignorieren wir, oder was?”
“Habe ich nicht. Legt sofort eure Waffen ab, denn ihr seid alle ab dieser Sekunde an meine Geiseln! Haltet euch also an meine Anweisungen, oder ich töte einen nach den anderen von euch, und zum Schluss wird dann auch noch Captain Sharon Satterfield dran glauben dürfen!”, erklärte Kira Miller kalt…
