[SG/Multi-Crossover] Odyssee
#3
Und weiter geht es heute Smile 

Odyssee
Folge 1.06 - Feind in den eigenen Reihen, Teil 2


Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien

Sobald sich der durch die Explosion aufgewirbelte Staub wieder etwas gelichtet hatte, so das man wieder mehr als nur schwache Umrisse erkennen konnte, waren ohne noch länger abzuwarten sämtliche Sanitäter und die beiden Ärztinnen schnell zu den Lieutenants Jin und Voronkova, dem französischen Sergeant und mir geeilt.

“Sofort runter von mir!”, klagte First Lieutenant Jin schwer hustend, die von dem Staub gequält wurde, obwohl sie sich so gut es ging Nase und Mund geschützt hatte. “Denn durch dein mit Adamantium verstärkten Skelett bist du verdammt schwer!”, stöhnte die chinesische Soldatin nach einer kurzen Atempause niesend, weil ich mich irgendwie instinktiv schützend über sie geworfen hatte.
Mit einem ächzenden Seufzen mich auf die linke Seite legend, atmete ich selber erst einmal schwer durch, denn mein Körper hatte die gesamte Wucht der Druckwelle und auch so manchen Stein abgekommen.

Sofort tasteten zwei der herbeigeeilten Sanitäterinnen Jiao sorgfältig ab, die wohl außer einigen blauen Flecken, Abschürfungen und etwas Staub, der ihre Atemwege reizte unverletzt geblieben war.
Den Sanitäter, welcher mich ebenfalls untersuchen wollte, schickte ich sogleich mit einer abwehrenden Geste weg mit den Auftrag sich mal besser um den Franzosen zu kümmern, der unter leichtem Geröll verschüttet worden war. Bereits als der Sanitäter noch unterwegs zum ihm war, kam der Sergeant langsam wieder zu sich.
Anders sah es an anderer Stelle aus, denn Karpov kniete mit sorgenvoller Miene neben Voronkova. Derweil beobachteten einige aus dem Verteidigungsteam interessiert wie sich die zwei Platzwunden auf meinem Kopf wieder schlossen, ohne jegliche Spuren von Narben zurückzulassen.
“Ich denke, ihr alle habt Wichtigeres zu tun, oder? Also hört auf mich anzugaffen, sonst mach´ ich euch Beine!”

Nachdem ich dies genervt in die Richtung der umherstehenden Teamkameraden geknurrt hatte, klopfte Jiao mir nach ihren medizinischen Check erleichtert auf die Schulter: “Danke für die Rettung! Aber du bist wirklich ziemlich schwer. Und da ich ja mein weiteres Weiterleben dir verdanke, nehme ich mal an, dass du mir wirklich nicht mehr böse bist - obwohl ich bei der Geschichte von damals…”
“Ach, vergiss es. Hätte ich vermutlich für jeden anderen auch getan…”, erwiderte ich und sah der jungen Soldatin in deren dunkle Augen, welche mich kurz zuvor noch voller Dankbarkeit angestrahlt hatten, aber sich schnell ein wenig trübten wegen meiner etwas unfreundlichen Antwort.

Zerknirscht wandte sich Jin von mir ab, nahm sogleich ihre Waffen wieder auf und wandte sich zum Gehen in Richtung des Lagers um neue Munition aufzunehmen.

“Lieutenant”, rief ich und war mit schnellen Schritten bei ihr.
“Ja.”
“Ich vergebe Ihnen!”
“Danke”, flüsterte sie sich leicht vor mir verneigend, ehe sie kurz schwach wurde um mich für wenige Sekunden nur zu umarmen.
Damit war mir endgültig klar, wie leid es dieser Frau tat was mir widerfahren war.

Immer noch wurde die schwer in die Tiefe gestürzte russische Soldatin behandelt. Da auch die Gruppe um das medizinische Team immer mehr anwuchs, wurden viele darum ersucht Abstand zu halten und sich um andere Dinge zu kümmern.

“Also. Wie steht es um Lieutenant Anna Voronkova?”
“Sie hat sich immer noch nicht gerührt, Major Müller. Leider”, antwortete Major Karpov betreten, der nicht von der Seite des medizinischen Personals wich, und selbst mit einer starken Lampe für das nötige Licht sorgte.
Doktor Simnich und die Sanitäterin und Assistenzärztin Lieutenant Maria Androv fuhren derweil mit der notwendigen sorgfältigen medizinischen Untersuchung an ihrer Kameradin fort.

In diesen Moment kehrte Sergeant Grogan aus einen der Gänge, die tiefer in die Höhle herabführten zurück. Er hätte sich eigentlich dort bei Captain Satterfield melden sollen.
Da Major Karpov momentan wegen des schweren Unfalles von Lieutenant Voronkova nicht verfügbar war, wandte er sich deswegen hilfesuchend an Major Müller und begann diesem sofort hektisch von einem vermeintlichen Spion von der Luzianischen Allianz in den eigenen Reihen zu berichten.

“Das darf doch jetzt nicht wahr sein! Wir haben doch schon genug Problem! Und nun auch noch dieses!”, stöhnte Müller gestresst auf, als Grogan mit seinem Bericht fertig war, dass es noch einen weiteren Eindringling von einer vollkommen unerwarteten Seite gab.

In der tiefen abgelegenen Höhlenkammer, waren alle Geiseln wie von Kira gefordert, ihrer Anweisung nachgekommen sämtliche Waffen und Funkgeräte an einer zuvor festgelegten Stelle abzulegen.
“Ich komme hier schon wieder raus”, lachte die Agentin, die amüsiert ihnen dabei zusah, “und ihr allesamt werdet hier drin in dieser Grabkammer verrotten - egal ob Wolferino hier bei euch ist, oder nicht.”
“Und was ist mit den übrigen Wraith dort draußen?”, fragte Satterfield, die immer noch die Mündung der Waffe von Miller an ihrer Schläfe spürte.
“Hm. Darüber werde ich noch entscheiden… und während ich darüber nachdenke, legt ihr die Fundstücke und auch das da ebenfalls in diese beiden Transportkoffer dort! Los, bewegt euch!”

“Ihre Leute und Sie selber können doch überhaupt nichts damit anfangen…”, begann O´Casey, einer der Wissenschafter zu erwidern.
Abermals lachte Miller auf: “Ich spioniere euch Tau´ri schon lange hinterher. Und jetzt ist die Zeit gekommen… Los beeilt euch!”
Widerwillig kam man der Forderung nach wie vor nach. Wobei sich die Beteiligten alle doch so gut es ging ein wenig mehr Zeit dabei ließen, während sie die Artefakte in den Transportkoffern verstauten.

Oben in der ersten Hauptkammer der Höhle beratschlagte man hitzig darüber, wie man mit dieser unerwarteten Situation weiter verfahren sollte.
“…also, was tun wir jetzt mit dieser Kira Miller, wenn es wirklich überhaupt ihr richtiger Name ist? Denn eines steht fest, es wird nicht einfach sein all die Geiseln unverletzt zu befreien und gleichzeitig auch noch hier oben die Stellung zu halten, falls es den Wraith doch noch gelingen sollte die Wand aus Geröll zu überwinden”, überlegte Major Karpov, der sich unter anderen um seine jüngere Schwester Sorgen machte, die sich ebenfalls in der Hand der Geiselnehmerin befand.

“Ich finde, wir sollten die feindliche Agentin so schnell es geht komplett ausschalten”, empfahl First Lieutenant Jin, “ich bin übrigens eine sehr gute Scharfschützin.”
“Sie wollen sie also töten?”, fragte Müller ziemlich überrascht, worauf die Chinesin wortlos nickte.
“Ist nur sehr riskant, da sie Captain Sharon Satterfield als Schutzschild benutzt und vermutlich nicht nur sie ermorden wird sobald wir da unten auf der Bildfläche erscheinen”, bezweifelte der deutsche Major die vorgeschlagene radikale Vorgehensweise.
Doch die Chinesin beharrte: “Die Fundstücke und Informationen sind viel zu wertvoll, um sie in die Hände der Feinde, ob sie von der Allianz sind oder die Wraith fallen zu lassen!”

Darauf hielt Doktor Maria Simnich, die leitende Missionsärztin, der Soldatin eine Waffe der Wraith hin: “Damit können Sie erst schießen, und später werden wir beziehungsweise das Homworld Command der feindlichen Agentin Fragen stellen. Denn die Wirkung der Waffe lähmt sofort, womit wir das Leben von Captain Satterfield und der anderen Geiseln so gut wie gar nicht gefährden.”
“Ist das so eine Art Stunner?”
“Jawohl, First Lieutenant Jin. Sie sollten das hier unbedingt nutzen, wenn sie unbedingt den Drang haben auf den Feind schießen zu wollen.”
Die Soldatin der Volksrepublik China verharrte noch einige Sekunden kurz regungslos, ehe sie dann doch nach dem hingehaltenen pistolenähnlichen Objekt griff.
“Na schön. Nur ein kleines Team genügt für diesen Einsatz!”, legte Karpov wie ein schlecht gelaunter brummender Bär fest, worauf er sich zusammen mit First Lieutenant Jin, Lieutenant Maria Androv und der Gefreiten Sabine Wagner, die als Sanitäterin gebeten wurde, der russischen Assistenzärztin im Ernstfall zu unterstützen.

“Werdet ihr endlich mal fertig mit eurer Arbeit?”, fragte Kira mit wütender Stimme voller Ungeduld in der tiefen abgelegenen Höhlenkammer in Richtung ihrer Geiseln.
“Diese Gegenstände sollen doch nicht beschädigt werden, daher…”, antwortete Doktor Xiao, die leitende chinesische Archäologin dieser Ausgrabungsstelle entspannt und versuchte damit die Lage etwas zu beruhigen.
Doch Miller dauerte es bereits mittlerweile entschieden zulange. Daher entschloss sich die Luzianierin dazu ein wenig mehr Druck auf ihre Geiseln auszuüben, indem sie Satterfield dazu zwang schon einmal die beiden Koffer langsam an sich zu nehmen.

In der Zwischenzeit blieb ein Teil des Verteidigungsteams mit mir bei den Verletzten oben am Eingang zurück, während sich unterwegs nach einer kurzen Beratung der kleiner Trupp um Major Karpov auf den Weg nach unten und tiefer in die Höhle begab.
Dabei überließ Karpov die Vorhut Jin, die von Beginn an den kleinen pistolenartigen Stunner schussbereit in beiden Händen hielt.

Das Team war gerade soweit gekommen, dass sie hören konnten, wie Miller sagte: “So liebe Freunde, jetzt trennen sich unsere Wege - doch Captain Satterfield wird mich eine gewisse zeitlang als Lebensversicherung begleiten. Los darüber Satterfield!”
“He! Sieht nach der Technologie der Tollaner aus.”
“Gut beobachtet”, bestätigte die feindliche Agentin mit einem verstohlenen Grinsen im Gesicht, die das Gerät aktivierte mit dessen Hilfe man feste Materie durchdringen konnte.

“Und keine Dummheiten, Captain! Sonst töte ich zuerst ihre Freunde hier, und dann sie - also, schön brav sein!”
“Miststück!”, murrte Sharon, als sie die Koffer endlich zur Zufriedenheit der Spionin in den Händen hielt.
“Halt jetzt bloß die Klappe! Ach, und wissen Sie was Satterfield - sollten wir dort oben außerhalb der Höhle wirklich auf die Wraith treffen, werden Sie als deren Abendessen enden… Und was sagte ich gerade? Also, Bewegung Leute, und ab in die Ecke da! Denkt bloß nicht daran dass ihr Zeit bei mir schinden könnt, sonst werde ich sofort aktiv!”, drohte Kira Miller, die ihre Drohung sofort umsetzte und ohne noch länger zu zögern einen der anderen Geiseln ins Bein schoss.

Und gerade eben als Kira Miller gemeinsam mit Sharon Satterfield, die innig schon darum betete nur nicht auf lauernde Wraith zu stoßen, durch die Felswand gehen wollte, wurden die beiden vollkommen unvorbereitet von einer Schockwaffe getroffen.
Ebenso unerwartet schaltete sich auch das Tollanergerät durch diese Energieentladung ab. Krampfhaft versuchte Kira mit einem letzten Zucken des rechten Zeigefingers den Abzug der auf ihre Geisel gerichteten Pistole zu betätigen, um diese aus purer Rache und wohl auch Verachtung zu töten.

Als die feindliche Agentin erneut von einem weiteren Betäubungsschuss getroffen wurde, schaffte sie es dann doch noch irgendwie, ehe sie das Bewusstsein endgültig verlor, den Abzug zu betätigen.
Zum Glück bekam Captain Sharon Satterfield dieses schon nicht mehr richtig mit, wie die Kugel sie am Rücken verwundete, weil auch sie durch den bestehenden Körperkontakt mit ihrer Gegnerin betäubt worden war.
Umgehend eilten viele herbei, zum einen um die überwältigte feindliche Agentin zu fesseln, aber auch um den vermutlich schwer verletzten Teammitglied sofort Erste Hilfe zu leisten.
“Okay, auch Captain Satterfield muss somit so schnell wie es nur möglich ist ebenfalls hier raus”, brummte Karpov, “also ab nach oben mit ihr! Los, bringt eine Trage! Hoffen wir mal, dass man uns hier schnell herausbeamen kann.”

Oben, das andere Team war noch auf den mühsamen Rückweg, fuhren die meisten von uns erschrocken zusammen, als sich einige Wraith nachdem sie vollständig regeneriert hatten unerwartet wieder erhoben. Es handelte sich um zwei Drohnen und einen männlichen Wraith, welche wütend unsere Gruppe anfauchten, worauf sofort alle ihre Waffen hochrissen.

Aber es war eigentlich bereits schon zu spät, denn jeder dieser drei Wraith hatte bereits jeweils ein Opfer gefunden, was es unmöglich machte das Feuer zu eröffnen.
Der männliche Wraith hatte Major Felix Müller mit seiner rechten Hand gepackt, während er mit der linken die Arme seines Opfers abwehrte, die eine Drohne hatte sich Sergeant Maurice Fontaine gegriffen und nährte sich bereits am Franzosen.
Als die zweite Drohne mich mit der Linken am Hals gepackt hatte, rief Leutnant Vanessa Greiner mir auffordernd zu: “Nutzen Sie endlich Ihre Kräfte und Fähigkeiten!”

Ich tat zunächst so, als wäre ich von meinem Angreifer überrascht worden. Als die Drohne dann mit dem rechten Arm ausholte, mit der Absicht sich an mir zu nähren - schlug ich dann mit voller Wucht meinerseits zu. Meine ausgefahrenen Krallen schlugen der Drohne beinahe zeitgleich beide Arme ab. Mit einem erschrockenen verzweifelten furchtbaren Kreischen für jedes menschliche Ohr, wandte sich die schwer verwundete Kreatur von mir ab, die von nun an nie wieder eine tödliche Gefahr mehr darstellen würde.

Während meine Teamgefährten instinktiv reagierten und nach einigen der schier unzähligen herumliegenden Stunnern griffen, um die Wraith zu betäuben und somit die Leben der anderen nicht weiter zu gefährden. Beinahe zeitgleich trafen schließlich auch die anderen Expeditionsteilnehmer wieder im Eingangsbereich der Höhle ein, um sich ebenfalls an den Kampf gegen die übrigen Wraith zu beteiligen.

“Was bist du nur?”, fragte mich verwundert der männliche Wraith stöhnend, sichtlich schwer vor Schmerzen gepeinigt, den ich kurz zuvor mit aller Kraft von Major Müller weggerissen und mit meinen Krallen durch die Schultern an die Felswand gepinnt hatte.
Es kam aber keine Antwort über meine Lippen, nur ein dumpfes wütendes Knurren drang aus meiner Kehle.
Dann wurde uns allen mitgeteilt, dass der französische Sergeant verstorben war, der kurz zuvor noch Opfer eines Wraith-Soldaten gewesen war.
Endlich wurde auch der von mir an die felsige Höhlenwand gepinnte Wraith betäubt.


Erdorbit

Schließlich hatten es die Wraith in der Zwischenzeit geschafft ihre über den Erdglobus in kleine einzelne aufgeteilte Flottenverbände zu einer einzigen großen Einheit zu vereinen. Dabei befand sich das Hive der Königin, die den Angriff auf die Erde leitete, im mehr als nur sicheren geschützten Zentrum.

Die Wraith befand sich schon lange nicht mehr in ihrem persönlichen Quartier, sondern seit geraumer Zeit schon auf der Kommandobrücke ihres Schiffes, um selber die Befehle an ihr Volk weiterzugeben und verfügte: “Bringt uns und mir noch mehr Nahrung, ehe alle Jäger zurückgekehrt sind, und wir uns dann sofort von hier zurückziehen werden! In einer späteren Zeit werden wir erneut diese Welt noch einmal gründlicher ausweiden, und mit der nächsten Ausdünnung ihren Einfluss in dieser Galaxie beenden. Doch für diesen Krieg müssen wir erst deutlich an Stärke und Größe gewinnen.”


Erde
USA - Homeworld Command

Mit immer größer werdender Sorge hatte Jack O´Neill die aktuellen Bewegungen des Feindes im Orbit, in der Erdatmosphäre, sowie auf dem Planeten selbst auf dem großen Hologrammprojektor mitverfolgt. Die bei ihm reichlich eintreffenden Informationen waren beunruhigend. Auch zum Team in Griechenland bestand nur selten Kontakt. Und was ihm deutlich Unbehagen bereitete war, dass eben gerade die Wraith mit ihrer ganzen Streitmacht über einer Region der Erde Position bezogen hatten, wo es besonders sehr viele Menschen gab. Doch aber unglücklicherweise war das dortige Militär der Gefahr der jetzigen Bedrohung alles andere als gewachsen.

“Verdammt!”, fluchte der General frustriert. “Unsere Verteidigungsflotte soll den Feind sofort mit allem angreifen, was uns noch zur Verfügung steht!”
“Das tun wir bereits, Jack”, erklärte Sam per Videoübertragung nüchtern.

Odyssee
Folge 1.07 - Beunruhigende Erkenntnisse, Teil 1

Erde
Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien

“Sag mal, warum willst Du eigentlich unbedingt diese Luzianerin töten?”
“Weil diese Luzianische Allianz für den Tod meiner Eltern verantwortlich ist, Jonathan. Bislang kam von denen, trotz dieser Vereinbarung keinerlei Entschuldigung für die zivilen Opfer, die der Krieg gefordert hatte”, antwortete Jiao auf meine Frage, “und zieh´ bitte deine gefährlichen Krallen wieder ein - sonst wird noch jemand von uns verletzt!”
“Ups”, murmelte ich verlegen, weil es mir bislang nicht aufgefallen war, kam aber umgehend ihrer Aufforderung nach, da keinerlei Gefahr mehr bestand.

Kira Miller saß, bewacht und gefesselt mit Kabelbindern auf einen Felsen, und grinste spöttisch: “Du musst es verhindern, dass ich von ihr ermordet werde, Wolfrino - denn immerhin verdankst du es ja auch zu einem großen Teil mir, wieder frei zu sein und nicht weiterhin als Versuchskaninchen, sowie als Soldat von dieser Organisation benutzt zu werden. Außerdem bist du hier mit einigen zusammen, die an deiner Verschleppung und die Experimente beteiligt waren, wie ich sehen kann… ist wirklich sehr überraschend und interessant. Hat man dir etwa doch die Erinnerungen löschen können…”

“Wie bitte?”
“Oh, ja mein Lieber, du hast richtig gehört. Zum Beispiel Leutnant Vanessa Greiner dort ist die Nichte des Mannes, der dich gequält und in das verwandelt hat, was du jetzt bist. Der französische Sergeant ist tot, wie ich sehen kann… Aber diese Chinesin, die Deutsche und noch ein paar andere sind noch am Leben…”
“Der komische Professor und seine Handlanger sind tot. Und meine Erinnerungen wurden zum größten Teil wiederhergestellt.”
“Ach wirklich. Dann ist es umso interessanter. Ich weiß was du dort getan hast, Objekt 12. Denn - ich besitze einige Aufzeichnungen darüber, die ich retten konnte, bevor ich…”
“Du widerwärtige Spionin!”, zischte First Lieuntant Jin voller Zorn auf, die auf die Agentin der Luzianischen Allianz zugeschritten kam, sowie auch schon nach ihrem Kampfmesser an ihren Gürtel griff, und nur mit der großen Mühe einiger ihrer Teamgefährten von einer unüberlegten Aktion abgehalten werden konnte.

Indessen hatte Leutnant Greiner die Zusammenhänge der Unterhaltung zwischen der Gefangenen und mir zutreffend analysiert, und klagte mich daher voller Trauer in ihrer Stimme an: “Sie haben meinen Onkel umgebracht!? Er war das einzige an Familie, was ich noch hatte… Wieso? Weshalb?”
“Ja, habe ich - für das Verbrechen, was er mir angetan hat. Und da fragen sie mich noch Leutnant? Und waren Sie es nicht gewesen, die mich psychisch massiv unter Druck gesetzt hat, um die Kräfte in mir zu wecken? Also seien Sie bloß still!”, erwiderte ich ihr wütend.
Dies führte dazu, dass Major Müller die Soldatin von mir trennen musste um eine weitere drohende Eskalation zu vermeiden.
“Ihr haben Sie vergeben”, warf Greiner mir vor, und deutete dabei auf Jin, die neben mich getreten war.

Derweil bemühte sich Karpov lange wieder eine stabile und abhörsichere Funkverbindung mit dem Homeworld Command herzustellen.

Als er endlich im Kontakt mit der Basis im Cheyenne Mountain stand, mühte er sich immer noch unnachgiebig bei einem Kommunikationsoffizier, um endlich die lange versprochene benötigte Unterstützung für sein Team zu erhalten: “…tut mir leid, aber es stehen hier einige Leben auf dem Spiel. Ich habe hier mehrere schwere Verletzte meines Teams, die dringend eine Operation benötigen, außerdem befindet sich eine feindliche Agentin in unseren Gewahrsam, sowie ein paar gefangene Wraith, die… Hören Sie mir überhaupt zu Lieutenant? Na schön, ich will sofort mit General O´Neill sprechen, Lieutenant! General O´Neill. Endlich erreiche ich Sie. Sir. Bitte, hören sie gut zu…”


Erdorbit
U.S.S. George Hammond

“…ist das wahr, Sir?”
“Ja, Carter. Verlieren wir keine Zeit. Setzen Sie alle ihre Geschwader ab, dann los zum Zielgebiet, und holen Sie schnellstmöglich unsere Leute da raus! Sonst fallen diese Fundstücke vielleicht doch noch in Feindeshand…”
“In Ordnung - wird umgehend erledigt, Sir”, bestätigte Sam, die sofort entsprechende Anweisungen gab.


Erde
USA - Homeworld Command

Mit aufkommenden gemischten Gefühlen verfolgte General O´Neill dann, wie sich die George Hammond in Richtung Europa bewegte, um ihren neuesten Auftrag nachzukommen. Somit fehlte dieser mächtige Schlachtkreuzer, der eines der Flaggschiffe war und von Brigadier General Samantha Carter befehligt wurde vorerst im aktiven Kampfgeschehen gegen die Angreifer.

“Nehmen Sie Kontakt mit der Stargate Command Base auf dem Mars auf - ich brauche Teal´c für ein Verhör, Lieutenant!”, ordnete Jack O´Neill an, als er sich umwandte.

Griechenland - südöstliche Peloponnes / Lakonien

Nach allem was ihr unter den gegebenen Bedingungen möglich gewesen war, zeigte sich die Ärztin, Doktor Simnich, schließlich mehr und mehr zuversichtlich was ihre beiden Patientinnen betraf.
Dann war endlich der erlösende Moment gekommen, und unser Team wurde Gruppe für Gruppe aus der verschlossenen Höhle herausgebeamt wurde.
Vor dieser hielten sich immer noch viele Wraith auf, die einen Weg ins Innere suchten.
Doch dadurch dass keine Gefahr mehr für Menschen bestand, wurde das gesamte Gebiet kurz darauf flächendeckend von Kampfflugzeugen mit Napalm bombardiert, um die noch anwesenden Aliens auszulöschen.


Erdorbit
U.S.S. George Hammond

Kaum an Bord angekommen, verlor das medizinische Team keine Zeit um Captain Satterfield und Lieutenant Voronkova sofort auf die Krankenstation zu bringen, um die beiden Soldatinnen abermals zu untersuchen und in Satterfields Fall notgedrungen zu operieren.
Derweil wurden alle Gefangenen hingegen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen auf mehrere Zellen verteilt und eingesperrt.

“Wir haben jetzt alle an Bord, Homeworld Command - und greifen wieder in den Kampf gegen die feindliche Wraith-Flotte ein”, teilte Brigadier General Samantha Carter kurz mit, ehe sie befahl wieder Kurs auf die Invasoren zu setzen.
“Verstanden General Carter. Es gibt einen weiteren Befehl. General O´Neill hat angeordnet nur den Wraith-Offizier am Leben zu lassen, und die beiden Drohnen auszuschalten!”, teilte der Kommunikationsoffizier vom Homeworld Command via Funk mit.
“In Ordnung”, nickte Sam, die nichts dagegen hatte.

Doch trotz der Energiewaffen, die man schon seit so einigen Jahren besaß, war es dennoch schwer die Schiffe der Wraith gezielt unter Beschuss zu nehmen. Denn die Ziele hielten sich zum größten Teil hinter einer buchstäblichen Wand aus Trümmerteilen bereits zerstörter Schiffe verborgen.
Und nach wie vor befand sich im Zentrum, und somit gut geschützt das Hive der obersten Königin, die bereits die Befehle gab Vorbereitungen zu treffen, um sich schnell zurückzuziehen sobald die Jäger wieder zurückgekehrt seien.

Auf der Brücke begutachtete Sam interessiert die Bilder der feindlichen Flotte, die sie von den F-302ern erhalten hatte. Schließlich seufzte sie etwas enttäuscht: “Die geben leider, genauso wie unsere bisherigen Scans, nicht allzu viel her…”

Dann erreichte auch sie und ihre Crew die Neuigkeit, dass sich sämtliche Wraith-Darts auf den Rückflug zu der Invasionsflotte befanden.
In der Konferenzschaltung der Schiffskommandeure kam allmählich Uneinigkeit auf, wie man auf diese Situation am besten reagieren sollte.

“…das können wir nicht tun!”
“Egal, was wir tun - all die vielen Menschen sind leider eh so gut wie tot…”
“Können wir da uns wirklich so sicher sein, um solch eine Entscheidung zu fällen?”
“Ich stimme überein, denn es konnten ja bereits einige fliehen…”
“Es ist wohl wahr. Doch wir können nicht darauf warten und vertrauen. Wir müssen all diese Leute vor einem grausamen Ende zu bewahren! Ich habe einige Berichte gelesen”, drang die Debatte der Schiffskommandanten aus den Lautsprechern, aus welcher sich General Carter bislang noch heraushielt.

Nachdenklich blickte Sam aus dem großen Panoramafenster der Kommandobrücke ihres Schiffes, wo sie die Unmenge der feindlichen Jäger erkennen konnte, welcher sich wie ein riesiger Organismus bewegte.
“So viele unschuldige Leben”, sagte Carter nur bedrückt, die heftig innerlich mit sich rang eine Entscheidung zu treffen.

Dann musste sie hilflos mit ansehen, dass sich die Kommandeure sämtlicher Erdschiffe für jeweils eine Taktik entschieden hatten. Einige schienen den Abschuss der Jäger befohlen zu haben, und wiederum andere für den stehenden Befehl die Mutterschiffe der Wraithflotte weiterhin unter Beschuss zu nehmen.

Als Reaktion darauf, begann sich die Flotte der Wraith erneut, wie ein einziger großer Organismus in Bewegung zu setzen, und auf die eigenen Jäger hinzu zu bewegen.


Erde
USA - Homeworld Command

Derweil musste Lieutenant General Jack O´Neill ebenfalls wie Brigadier General Samantha Carter hilflos und beinahe wie gelähmt auf den Bildschirmen mit ansehen, wie sich im Orbit der Erde eine noch nie dagewesene Tragödie abspielte.
Denn einige Schlachtschiffe richteten bereits ihre gesamte Feuerkraft nur noch auf die Jäger, und andere führten seinen gegebenen Befehl weiterhin aus die Hives und Kreuzer, sowie die bislang unbekannte Schiffsklasse der Wraith anzugreifen.

Beinahe nur nebenbei nahm er die Meldung zur Kenntnis, dass Teal’c ohne lange zu überlegen auf dem Mars eingetroffen sei. Doch eine freundliche Begrüßung des alten Freundes und Teamgefährten musste noch solange warten, bis die Schlacht im Erdorbit gegen die Wraith vorüber war.


Erdorbit
Hive der obersten Königin

Erneut fauchte die Königin wütend auf, um ihre Mannschaft abermals anzutreiben - es dauerte ihr nach wie vor entschieden zulange.
“Es dauert noch einige Zeit bis die Jäger alle wieder in den Hangars aufgenommen wurden, meine Königin”, beschwichtige einer der Offiziere, der seiner Gebieterin auch noch schnell im Anschluss die Daten mit der ausstehenden Beute mitteilte, um sie zu besänftigen.
Dies musste er tun, weil die weibliche Wraith bedrohlich auf ihn selber zugegangen war.

Diese ordnete dann vor ihm stehend an, dass sofort sämtliche Kreuzer aus der Formation ausbrechen und die Schlachtschiffe der Menschen angreifen und dadurch beschäftigen sollten, bis alle Jagdflieger endlich wieder gelandet wären.
“… sobald dies geschehen ist, ziehen wir uns umgehend in den Hyperraum zurück!”, zischte sie warnend den Offizier an.


U.S.S. George Hammond

Mit großer Erleichterung nahmen alle Teammitglieder die Nachricht des medizinischen Personals auf, dass die zwei verletzten Soldatinnen wieder gesund werden würden.

“Ma’am. Mittlerweile befinden sich beinahe fast alle feindlichen Jäger im Zentrum der Wraithflotte auf, und wir haben immer noch und verstärkt mit den vielen kleinen wendigen Kreuzer unserer Gegner zu kämpfen”, meldete Lieutenant Thomson, der sich kurz darauf korrigieren musste, um das Verschwinden der Angreifer in den Hyperraum zu verkünden hatte.

“Vorerst Entwarnung! Ich brauche die Schadensmeldungen und den Status sämtlicher Systeme! Und überwacht den Subraum, damit wir nicht überrascht werden, falls dies ein Täuschungsmanöver sein sollte!”, forderte Sam Carter, die kurz darauf den Befehl erhielt anschließend zum Mars zu fliegen.


Erde
Deutschland - Hamburg

Mit immer noch zittrigen Händen holte nicht nur Jeanne Schneider ihr Smartphone aus einer Hosentasche, nachdem die Meldung gekommen war, dass die Bedrohung fürs Erste abgewendet werden konnte.
Auch die Schutztür wurde jetzt wieder geöffnet, vor der ein eine Zigarre rauchender Logan stand. Einer der Polizisten wollte dazu etwas sagen, aber entschied er sich dann doch nur zu sagen: “Die Siegerzigarre haben sie sich mehr als verdient - danke für ihre Hilfe, sonst wären wohl alle hier nicht mehr am Leben.”
“Schon gut”, brummte Wolverine, der eine weitere graue Rauchwolke ausstieß.

Jeanne allerdings trat erst einmal hinaus auf die Straße und atmete tief durch. Sie und alle anderen waren froh darüber, überlebt zu haben - obwohl es sehr mehr als nur knapp gewesen war.
“Soll ich dir das mal abnehmen?”, fragte ihre beste Freundin und Kollegin Jasmin sie, die auf die MP deutete, die Jeanne immer noch bei sich trug.
“Danke. Nett von dir”, war die Antwort, als sie die Waffe abgab, und sich endgültig entspannte.
Kurz darauf klingelte ihr Handy.
“Jonathan?”
“Ja, ich bin es Jeanne. Geht es dir, den Kindern und all den anderen gut?”
“Wir sind alle wohlauf - Dank Wolverine…”
“Schön das zu hören… Moment mal… Logan ist bei euch?”

Dieser hatte die Unterhaltung von meiner Frau und mir ungewollt ein wenig mitverfolgt, und rief dieser dazwischen: “Der Professor hat mich mit dieser Mission beauftragt, Jonathan.”
“Vielen Dank für deine Hilfe, Logan.”
“Habe ich gern gemacht… ah, da kommt Storm. Ich bin dann weg”, nickte Wolverine kurz zum Abschied, der kurz darauf auch schon in den in der Luft schwebenden Jet stieg.

“Sag mal: Wo bist du eigentlich? Die Verbindung ist teilweise gestört.”
“Tja. Äh. Momentan auf dem Weg zum Mars. Es scheint eine interessante Entwicklung zu geben, in der allem Anschein nach meine Teilnahme in Erwägung gezogen wird. Es soll sich dabei um eine Expedition handeln. Ausführlicher kann ich leider nicht werden - das ganze drum herum ist wirklich Top Secret.”
“Ich verstehe. Aber du kommst doch noch einmal her, oder? Immerhin sind wir beide immer noch verheiratet, auch wenn wir momentan… zurzeit getrennt leben….”, erkundigte sich Jeanne nun doch ein wenig traurig.
“Ja”, bestätigte ich nach einer kurzen Pause.


Mars
Stargate Command Base

Sofort nach der Überstellung in einen Verhörraum, hatte Teal’c auch schon damit begonnen die offensichtlich feindliche Agentin von der Luzianischen Allianz zu verhören.

Dies dauerte bereits schon über eine Stunde - doch die junge Frau gähnte mittlerweile nur gelangweilt.
Vor einer getönten Scheibe auf der anderen Seite in einem Nebenraum stand General Landry.
Hank hielt Jack mit einem Telefonat über die momentane Entwicklung auf den laufenden: “So kommen wir nicht weiter bei ihr. Mein Vorschlag ist es, dass wir uns an Professor Charles Xavier wenden, und ihn um Hilfe ersuchen. Denn wir müssen dringend erfahren, was die Luzianische Allianz alles weiß, sowie plant und demnächst vorhat, trotz der jüngsten Vereinbarungen und dem unterzeichneten Abkommen des Waffenstillstandes.“

Odyssee
Folge 1.08 Beunruhigende Erkenntnisse, Teil 2

Mars
Stargate Command Base

Der Jaffa hatte seit seiner Ankunft, auf dem kleinen Bruder der Erde soweit es ihm möglich gewesen war, mitverfolgt was dort vor sich ging. Er hätte selber auch gerne etwas im Kampf gegen die Angreifer unternommen, doch wäre man nicht in der Lage gewesen auch noch die Stargate Command Base, in die sich die ersten Kolonisten vom Mars vorsichtshalber reingeflüchtet hatten, vor einem Angriff der Wraith zu verteidigen.

Nachdem die Bedrohung für die Erde vorüber war, nahm das Homeworld Command Kontakt mit der Basis auf dem Mars auf.

Teal’c war erleichtert das der Angriff abgewehrt worden konnte, doch musste er sein Beileid über die hohe Zahl der Opfer zum Ausdruck bringen, nachdem Jack ihm einen kurzen Bericht darüber gab.

“…es wäre eine große Ehre für die Jaffa-Nation, wenn wir den Tau`ri und der Erde helfen könnten”, erklärte der Jaffa immer noch von den erhaltenden Eindrücken sichtlich bewegt.
“Ich werde es dem IOA mitteilen, alter Freund. Äh, gibt es was Erfreuliches bei dir? Was machen Rya´c und seine Frau? Was macht Bra´tac?”
“Mein Sohn wird demnächst ein weiteres Mal Vater werden, und mich damit zum zweiten Mal zu einem stolzen Großvater machen. Bra´tac ist nach wie vor im Rat der Jaffa-Nation tätig, sowie als Lehrmeister der Jaffa-Ausbilder…”
“Uh. Wow! Herzlichen Glückwunsch!”, unterbrach O´Neill ihn kurz.
“Danke. Ich selbst versuche derzeit zwischen mehreren Lagern von ehemals verfeindeten Gruppen zu vermitteln und agiere als so etwas was ihr auf der Erde einen Außenminister nennt, wenn wir Beziehungen zu Nicht-Jaffa-Welten aufnehmen”, berichtete Teal´c weiter.

Dann wurde der Jaffa aber sofort wieder wie man ihn kannte ernst, und fragte nach Informationen über die Gefangene, deren Verhör er leiten sollte. Aber auch der General kehrte zum eigentlichen Thema zurück, und gab ohne weitere Umschweife alle bisherigen Kenntnisse über die Gefangene an ihn weiter.


einige Stunden später
Mars, SGB
Ebene 17, Verhörraum

Abermals wiederholte Teal’c an Kira Miller seine Fragen, und erwähnte dieses Mal sogar auch den Mordversuch an Captain Satterfield.
Doch die Agentin blieb bei ihrer Linie und wollte immer noch nicht kooperieren. Stattdessen tippte sie mit den in den Handschellen gefesselten Händen, mit ihren Fingerspitzen in einem rhythmischen Takt auf die Tischplatte.

Schließlich brach sie doch noch ihr Schweigen, und sagte gelangweilt: “Ich weiß - wer du bist: der ehemalige Primus von Apophis… gib dir aber dennoch keine weitere Mühe - von mir erfahrt ihr nichts!”
Bei den letzten Teilsatz beugte sie sich nach vorn, und grinste überheblich. Worauf der Jaffa die linke Augenbraue hochzog, und erwiderte: “Vielleicht doch.”

Beinahe zeitgleich wurde die Tür zu dem kleinen Raum geöffnet. Zuerst war nur ein Schatten zu sehen, sowie der Umriss eines Mannes, welcher in einem Rollstuhl sitzen musste, und der langsam hereingefahren kam.
Als die Gefangene die Person schließlich erkannte, protestierte sie sofort vehement: “Das ist jetzt nicht gerade fair von euch!”
“Das war der Mordversuch an Captain Sharon Satterfield, sowie die anschließende Geiselnahme des Teams ebenso nicht”, erwiderte Teal’c trocken.
“Tja, wir müssen es leider - denn sie lassen uns durch ihr Verhalten und ihre Absichten keine andere Wahl, als jedes für uns verfügbare Mittel, außer der Folter, die wir ablehnen im Gegensatz zu anderen, einzusetzen - falls sie sich nicht doch noch dazu bereiterklären sollten endlich mit uns zu kooperieren!”, brummte General Landry, der dann ebenfalls eintrat, um den Druck auf Kira Miller abermals zu erhöhen.

Doch diese sah abwechselnd von einem zu anderen, und widersprach ihnen regelrecht abermals: “Ich bin stärker als ihr Tau´ri glaubt. Von mir erfahrt ihr dennoch nichts!”

“Sie gehört ihnen, Professor Xavier”, nickte General Landry.
Charles Xavier seufzte kurz, dann schon lächelte er milde und sagte zu der gefangenen Agentin gelassen: “Abwarten.”

Hangar Alpha

Es herrschte zur selben Zeit eine unerwartet große Betriebsamkeit.
“Wir sind alle verdammt froh, dass es ihnen allen den Umständen entsprechend gut geht”, erklärte Colonel John Sheppard erleichtert, der mit seinem gesamten Team zu Besuch auf den Stützpunkt angekommen war.
Als Ronon hörte, was losgewesen war und hörte dass es Gefangene gab, brummte er schließlich empfehlend: “Ihr solltet besser alle Wraith, die ihr in eurer Gewalt habt so schnell wie möglich beseitigen. Falls ihr von ihnen  Informationen erhalten habt - seid vorsichtig und überprüft alles dementsprechend. Oder ignoriert alles von ihnen.”

Eine Abteilung weiter spielte sich Doktor Rodney McKay derweil wieder einmal ganz groß auf: “…das Design ist, wie sie alle hier unschwer erkennen können, ist größtenteils beibehalten worden. Doch konnte ich es mir nicht nehmen lassen, einige Verbesserungen an so manchen Stellen vorzunehmen. Nur die Bedienung selbst dieser neuen Jumper-Generation ist 100-prozentig identisch geblieben. Natürlich insbesondere anhand der bekannten Sicherheitsgründen natürlich, falls sie sich das fragen sollten. Aber, das ist neu: Die Bedienung kann aber auf mindestens einen einzelnen Piloten, aber maximal auf bis zu insgesamt 12 Personen geprägt werden…”

“Das sind also diese Fluggeräte, die wir für unsere geplante Mission nutzen sollen”, bemerkte First Lieutenant Jin, die mit ihrer Bemerkung den Vortrag von Doktor McKay unaufgefordert unterbrach.
Der Kanadier lächelte immer noch ein wenig arrogant, bestätigte dennoch gutgelaunt: “Ja, aber ist doch selbstverständlich Lieutenant.”
“First Lieutenant, Doktor! Ich bin ein First Lieutenant, Doktor McKay!”, korrigierte die chinesische Soldatin, die dem Wissenschaftler erneut unbeeindruckt ins Wort fiel und somit unerwartet Paroli bot.

Doch anstatt auf diese erneute Unterbrechung und auch Provokation von der Frau zu reagieren, wandte er sich tadelnd an mich: “He, was glauben sie da tun zu müssen? Lassen sie das sein!”
“Aus welchem Material bestehen diese Dinger?”
“Soweit bin ich noch nicht gekommen! Also, fassen Sie gar nichts an! Was erlauben sie zwei sich eigentlich, und weshalb wollen sie es unbedingt wissen?”, schnappte Rodney nun doch über uns beide verärgert.
“Weil ich auch an Bord eines dieser Dinger sein werde.”
“Ja, und? Spielt doch keine Rolle!”, murmelte der Kanadier verdrossen.
Zur Antwort fuhr ich die Krallen meiner linken Hand aus, und McKay zuckte erschrocken zusammen. Und während jener schockiert stammelnd nach Worten rang, konnten sich einige weitere Teammitglieder das Lachen nicht mehr verkneifen.

Trotzig verzog Rodney daraufhin sein Gesicht, und fand schließlich aber dann doch seine Sprache wieder: “…na schön, sie Rabauke. Ob sie es alle wissen, oder auch nicht - unsere Anzahl von verfügbaren Jumpern ist sehr begrenzt. Was uns dazu veranlasst hat, selber welche zu entwickeln, und auch zu bauen. Zum Glück war dies Dank der Asgard-Technologie und der Verwendung des sogenannten Asgard-Kerns, die wir erhalten haben sehr hilfreich…”
“…bitte keine langen Vorträge, Doktor McKay”, warf Jin ein.
“Sie beiden sind einfach unerhört!”, schnappte Rodney abermals. Dann fuhr er genervt  fort: “…es wurde neben diversen Kunststoffverbindungen, die man aus der uns bekannten Luftfahrt- und Raumfahrt bereits kennt, Trinium, Titan, sowie unter anderem diverse Stahl- und Aluminiumlegierungen verwendet, sowie die ganze äußere Hülle von einer dünnen Adamatiumschicht überzogen… Sind sie beide jetzt zufrieden?”
“Warum denn nicht gleich so”, seufzte ich, bevor ich den Hangar wieder verließ, und Jiao, die noch bleiben musste, mir aber noch kurz zuzwinkerte, was mir ein leichtes Grinsen entlockte.

Die chinesische Soldatin, die als Pilotin eines Jumpers für die geplante Expedition vorgesehen war, blieb mit einigen weiteren Piloten zurück, um die benötigte Einweisung zu für die Bedingung zu erhalten.

Aber kurz danach, stand Doktor Rodney McKay so gut wie verlassen bei dem ein Dutzend Puddle Jumpern, die die Io eine BC-306 aus Atlantis abgeliefert hatte.
Nur von Weitem hatten Colonel John Sheppard und der Rest seines Teams die Situation mitbekommen, sich aber sichtlich amüsiert vornehm zurückgehalten um ihren sichtbar genervten Teamgefährten nicht noch mehr zu brüskieren.

“Dieses Verhalten dieser beiden jungen Leute… ist… so etwas… von unbeschreibbar… unhöflich!”, plapperte der Kanadier verärgert vor sich hin, welcher eigentlich zu Recht stolz auf die Ergebnisse seines neuesten Projektes sein durfte. Das natürlich viele andere Wissenschaftler und Ingenieure ihren wichtigen Beitrag dazu geleistet hatten, wusste Rodney zwar, doch gab er dies ungern zu, es war ja immerhin seine Idee gewesen.

Derweil befand ich mich schon auf den Weg zu einem Shuttle, welches in Kürze zur Erde aufbrechen würde. Aber vollkommen unerwartet wurde mein Name ausgerufen, mit der Ansage mich dringend auf der Krankenstation einzufinden.

Krankenstation

Zu meiner großen Verwunderung wartete dort bereits ein ebenso verwunderter Logan.
“Irgendeine Idee was das Ganze hier soll?”, fragte er an meine Adresse gerichtet.
“Nö. Keinen Schimmer, was ausgerechnet wir beide an einem Ort, wie dem hier sollen.”

Dies beantwortete eine junge Frau, die aus einem kleinen Büro nebenan hereinkam: “Dies werde ich gerne ihnen beiden gleich erläutern. Mein Name ist Doktor Cassandra Fraiser, ich bin Lieutenant bei der United States Navy. Bitte folgen sie mir.”

Etwas misstrauisch wurden Logan und ich sofort, unangenehme Erinnerungen kamen in uns beiden hoch, da wir eindeutig von einer Wissenschaftlerin, und dazu noch von einer Angehörigen des US-Militärs empfangen wurden.
Einige paar Abbiegungen später betraten wir kein Labor oder Büro, sondern einen kleinen Konferenzraum in dem eine Präsentation vorbereitet wurde, sowie noch eine kleine Anzahl von weiteren Personen bereits auf uns wartete.

Verhörraum

Ein paar Ebenen unter uns, drang zur selben Zeit Professor Charles Xavier immer weiter in das Bewusstsein von Kira Miller vor, welche sich mit aller Macht dagegen versuchte zur Wehr zu setzen - und das, obwohl diese junge Frau auf diesen Umstand eigentlich gar nicht vorbereitet war.
Unerwartet gab es dann eine Überraschung für die anderen Anwesenden im Raum: Denn die Stimmung, als auch der Gesichtsausdruck von Kira änderten sich schlagartig von einem Moment auf den anderen. Doch nicht nur das, sondern auch ihre Augen leuchteten unvermittelt bedrohlich auf, weshalb Teal’c sofort alarmiert nach seiner Zat-Waffe griff.
“Professor Xavier, können sie auch noch ihre Gedanken lesen, nachdem ich auf sie geschossen habe?”, erkundigte sich der Jaffa etwas zögernd.
“Vermutlich…”
“Gut.”

Krankenstation

In dem kleinen Konferenzraum hatten wir gerade dem ersten kurzen Teil des Vortrages gelauscht, dann starrten Logan und ich uns vollkommen perplex an. Wortlos wanderten dann unsere Blicke zu Lieutenant Cassandra Fraiser, die eine Pause in ihrer Präsentation eingelegt hatte, weil sie spürte, wie sehr uns diese neue Information beschäftigte.

Wolverine brach das Schweigen als Erster, und hakte nach: “Soll das etwa heißen, dass wir beide daran sterben werden?”
Die junge Frau senkte bedrückt den Kopf, dann seufzte sie: “Sollte wir keine Lösung finden - besteht leider diese Aussicht. Also: ja. Denn nach der Auswertung aller bisher vorliegenden Ergebnisse, die wir bislang haben: Werden sie beide von dem Adamantium, welches ihrer beiden Skelette und Krallen umhüllt, in einem langsamen und kaum bemerkbaren schleichenden Prozess vergiftet.”
“Denn nach einer genaueren Untersuchung dieser Metalllegierung hat sich herausgestellt, das Adamantium leicht radioaktiv ist, wie alle chemischen Elemente ab der Ordnungszahl 84. Aber handelt es sich hier um eine außergewöhnliche Form von Strahlung, welche wir bislang noch nicht kannten, also uns vollkommen unbekannt war, und daher ein eindeutiges Indiz für den außerirdischen Ursprung ist”, versuchte Major Jennifer Hailey zu erklären, die ihrer Freundin bislang assistiert hatte.

“Super! Wir zwei hier gehen also ganz langsam drauf, nur weil es einige durchgeknallte Militärtypen gibt, oder gab”, brummte ich angefressen, die Arme dabei vor der Brust verschränkend.
Und auch Logan atmete schwer und tief durch, bevor er sagte: “Wie und wann werden wir wissen, dass es für uns beide irgendwann unwiderruflich heißt: Good bye?”
“Einen genauen Zeitpunkt können wir leider nicht vorhersagen. Wir können nur vermuten, dass es sich vermutlich so auswirken wird: Nämlich, dass durch die ihrigen  Selbstheilungskräfte der Prozess verlangsamt wird, ehe diese vermutlich irgendwann nachlassen, und sie altern werden…”
“Und ich hatte immer angenommen, dass die Zigarren eines Tages mein Tod sein würden…”, unterbrach Wolverine mit zynischer Laune Lieutenant Fraiser.

Tief im Innersten wussten wir beide, dass diese beiden jungen Frauen nichts dafür konnten, sie hatten nur halt das Pech unseren nachvollziehbaren Frust über diese Umstände abzubekommen.

Nach einer kurzen entstandenen Pause ergriff Major Hailey das Wort: “Wir versuchen den ungefähren Ursprung dieses Metalls zu lokalisieren. Denn es kam ja, wie sie wissen durch Meteoriten auf die Erde. Und vielleicht finden wir auch etwas, was dagegen als eine Art “Neutralisator”…”
“Dann schlage ich vor, dass sie sich ein wenig beeilen, sonst verklagen wir beide hier einige Leute”, fiel ich abermals der armen Major Jennifer Hailey ins Wort.
Cassandra kam ihr zu Hilfe, und erklärte: “Wir sind bereits dabei. Auch verstehen wir die Abneigung, die sie beide haben - weil wir beide Militärs sind. Aber wir wollen keine voreiligen Schlüsse ziehen, das heißt wir werden sie beide, wenn sie es uns gestatten medizinisch gründlich untersuchen…”

Verhörraum

Indessen kam eine ziemlich erschrockene Kira Miller langsam wieder zu sich. Der Parasit in ihr hatte sich wie erwartet temporär zurückgezogen, um sich von der Wirkung der Waffe zu erholen. Ein Zustand, der nicht all zu lange anhalten würde.
Dennoch hatte Charles Xavier nun schnell Zugang zu dem Geist der jungen Frau gefunden, da sie von dieser Situation vollkommen überrascht worden war. Es kam wie man es vermutet hatte, denn nach wenigen Minuten schon wurde die Goa’uld in ihrer Wirtin wieder stark genug, um diese perfekt zu kontrollieren. Somit war es dem Telepathen unmöglich geworden, weiter und tiefer in das Bewusstsein einzudringen und weitere benötigte Informationen zu erhalten.

“Sinnlos”, seufzte der Professor etwas resigniert, worauf die Goa’uld ihn arrogant anlächelte.
“Für weitere Informationen ist es zu früh, da wir sie sonst mit einem zweiten Schuss aus einer Zat-Waffe töten könnten”, warnte Teal´c den Professor vor, der ihn prüfend ansah.
“Ich weiß. Doch ist es mir Gott sei Dank gelungen einige Informationen aufzudecken, welche die Luzianische Allianz betreffen, die vermutlich auch im Umkehrschluss die Goa’uld betreffen müssen. Es wäre natürlich besser, wenn wir die Kreatur in ihr entfernen würden…”, fuhr Xavier fort, wurde dann aber von der Gefangnen unterbrochen.
“Ha, das könnt ihr nicht wagen, denn sonst stirbt meine Wirtin auf der Stelle mit mir. Wir sind nämlich untrennbar mit einander verbunden.”
“Besprechungsraum!”, entschied General Landry, welcher die ganze Zeit alles mitverfolgt hatte, und Teal’c die weitere Bewachung von Kira Miller auftrug.

Odyssee
Folge 1.09 Beunruhigende Erkenntnisse, Teil 3

Mars
Stargate Command Base - Krankenstation

Derweil hatten Logan und ich weiterhin dem zugehört, was Cassandra und Jennifer uns beiden zu berichten hatten.
Schließlich polterte Wolverine genervt: “Jetzt reicht es mir aber endgültig - ich habe jetzt wirklich genug gehört. Sagen Sie uns endlich mal etwas Positives!”
“Wenn es Sie beide beruhigt: Die Präsentation ist hiermit beendet”, erklärte sofort Major Jennifer Hailey, “und geben Sie die Hoffnung nicht allzu schnell auf, und warten daher bitte die Laborergebnisse der medizinischen Untersuchungen ab, die wir Ihnen sehr gerne anbieten.”

Korridor < = > Hangar

Ohne etwas darauf zu sagen erhoben wir uns, und verließen auch gemeinsam den Raum, und auch die gesamte Ebene, welche einen großen Teil des Krankenhauses auf der gewaltigen Basis beherbergte.

Den ganzen Weg über diskutierten wir zwei über unsere wohl mehr als nur sehr missliche Lage.
Unterwegs auf den Weg zum Hangar trafen wir zufällig auf First Lieutenant Jin, die unfairerweise meinen ganzen aufgestauten Frust der letzten knappen Stunde persönlich abbekam: “Danke, für den Mist, den Sie mir eingebrockt haben!”
“Wie bitte?”
“Dieses Gift hier!”, murrte ich die Krallen ausfahrend.

Die junge Chinesin blieb vollkommen irritiert zurück. Doch sie fing sich schnell und daher beschloss sie sich auf der Krankenstation zu erkundigen.

Großer Sitzungssaal

Die Szene blieb nicht unbemerkt, denn im großen Sitzungssaal, wo sich bereits viele wichtige Personen vom IOA und der UN versammelt hatten, zuckte schließlich einer von ihnen vollkommen unvermittelt, nämlich Professor Charles Xavier erschrocken zusammen.
“Ist alles in Ordnung mit Ihnen Professor?”, erkundigte sich General Landry daher besorgt.
“Leider nein, General. Denn Logan und Jonathan haben vor kurzem etwas Furchtbares erfahren. Doch fahren wir zunächst fort”, antwortete er gefasst, obwohl er zutiefst beunruhigt über diese unerwartete Entwicklung war. Dann räusperte er sich kurz und begann allen zu berichten, was er durch das Gedankenlesen von Kira Miller und den Plänen der Luzianische Allianz erfahren hatte, nämlich mit der Hilfe der Kombination noch vorhandener mehrerer Stadtschiffe der Atlantis-Klasse zur Destiny zu gelangen.

“Doch was haben denn die Goa’uld damit zu tun?”, fragte der IOA-Delegierte aus Frankreich verwundert, der noch nicht wirklich einen Zusammenhang erkennen konnte.
“Vermutlich haben sie dasselbe vor. Oder aber wollen nur erneut die Herrschaft über diese Galaxis an sich reißen”, antwortete Miss Shen, die sich außerdem dafür aussprach die Gefangene weiterhin zu verhören, um an weitere Informationen zugelangen.
“Leider entzieht sich mir dies”, gestand Charles Xavier, “denn sowohl die Gedanken und Erinnerungen des Parasiten blieben mir verborgen…”

Mit einem Male ruckten alle Köpfe in Richtung der Eingangstür, welche vehement unerwartet aufgerissen wurde, und noch ein Soldat mir laut hinterher rief: “HALT! Sie dürfen dort nicht rein! Sofort - Stehen bleiben!” - und mich an der Schulter packte, dafür aber einen brutalen Fausthieb abbekam, welcher ihn hart zu Boden schickte.

“So. Und jetzt zu uns beiden, Miss Shen!”, knurrte ich voller Wut.
Die von mir angesprochene Frau, die eben noch kurz erschrocken und empört über die Störung aufgesprungen war, sackte genauso schnell wieder in dem weichen gepolsterten Ledersessel zusammen.

Charles Xavier war über diese Situation vollkommen erschrocken, und wandte sich daher hilfesuchend an den hinter mir her geeilten Wolverine: “Logan. Bitte halte ihn zurück.”
“Und wie soll ich das anstellen Professor? Mich etwa mit ihm prügeln?”
“Nein. Aber bewahre ihn davor ein furchtbares Unrecht zu tun.”
“Obwohl er allen Grund dazu hätte?”

Charles seufzte und wandte sich daher selber mit einem eindringlichen flehenden Appell direkt an mich:
“Ich weiß, dass sie eine von einigen der Hauptverantwortlichen gewesen ist, und was sie in der Folge Dir angetan hat, Jonathan. Aber das ist nicht richtig, wenn du deinen Zorn freien Lauf lässt, denn du bist kein wildes Tier! Und was du auch mit ihr jetzt vorhast, würde es auch nicht ungeschehen machen. Du zerstörst nur die, die dich lieben dadurch, und am Ende dich selbst, wenn du diesen Pfad weitergehst. Sieh sie dir doch an, sie hat Todesangst.”

Immer noch bebend vor Wut stand ich vor Miss Shen, die mit angstvollen Blick und Tränen in den Augen, zudem kreidebleich wimmernd vor Angst, sich versuchte ganz klein im Sessel zu machen, da ich sie mit den ausgefahrenen Krallen bedrohte.
Den kurzen Austausch der beiden X-Men hatte ich mitverfolgt, und auch der Appell von Xavier weswegen es mir gelang, wenn auch mit größter Mühe mich zu beherrschen.
Mit einem wütenden Aufschrei wandte ich mich von der eigentlich sonst so einflussreichen und mächtigen Frau ab, und ließ stattdessen meinen Zorn an einer von den drei herumstehenden Präsentationstafeln aus.
“Geht´ wieder Kumpel?”, erkundigte sich Logan bei mir, der einen Sicherheitsabstand einhielt.
Bestätigend nickte ich.

“Miss Shen. Sie müssen mehr als nur etwas zur Auflösung beitragen. Helfen Sie uns also den beiden wirksam zu helfen”, appellierte Professor Xavier daraufhin an die Adresse von Miss Shen, nachdem er es geschaffte hatte die IOA-Delegierte der Volksrepublik China zu beruhigen.

Nach wie vor für alle deutlich erkennbar mit Tränen kämpfend, erklärte sie sich ohne lange zu zögern dazu bereit alles zu tun, um die Arbeit von Major Hailey und Lieutenant Fraiser zu unterstützen.


Erde
Deutschland - Hamburg

Einen Tag später gab ich dann die beunruhigen Nachricht, die ich mit im Gepäck nach Hause gebracht hatte, an meine Familie weiter.

Kaum war ich mit dem letzten gesprochnen Satz fertig, reagierte Jeanne sofort darauf. Dabei war sie verständlicherweise mehr als nur fassungslos.

“…die sollen sich ja alle auch wirklich anstrengen - sonst lernen die mich kennen”, tobte sie wild gestikulierend durch das Wohnzimmer auf und ab gehend.
“Sind schon dabei.”
“Das will ich für dich, und vor allem diese Spinner auch hoffen”, fauchte sie immer noch wütend.
Dann hielt sie inne, rieb sich mit den Händen über die Stirn, und fragte dann in einem ruhigeren Ton: “Und nach allen was passiert ist, willst du immer noch mit auf diese Mission?”
“So verrückt es sich anhören mag: Ja.”
“Dann versprich mir eines: Nämlich, dass Du so schnell wie nur irgendwie möglich zu mir zurückkommst. Ich will Dich nicht verlieren. Nicht schon wieder.”
Die Tränen liefen ihr über die Wangen, als sie dies sagte. Tröstend schlossen sich meine Arme um sie: “Ich verspreche es.”

Unsere beiden Kinder, die von der lauten Unterhaltung geweckt worden waren, schauten vorsichtig zu uns um die Ecke ins Wohnzimmer hinein.


2 Tage später
USA - Washington D.C. - Pentagon

Um einige Themen offener besprechen zu können, hatten sich die Generals Carter, Landry und O´Neill in einem kleinen Konferenzraum des US-Verteidigungsministeriums eingefunden.
“Weiß jemand von euch, weshalb wir, also die Vereinigten Staaten nur so wenige Startplätze für diese wichtige Mission bekommen haben?”, fragte Jack O´Neill frei heraus in die um sich versammelte kleine Runde.

“Die Chinesen wollen gemeinsam mit den Russen diese Expedition leiten, dies hat zumindest Doktor Jackson erwähnt, und beanspruchen damit einen Hauptanteil der verfügbaren Plätze…”, antwortete Hank Landry, der von seinen langjährigen Freund unterbrochen wurde.
“…obwohl wir, also das SGC, die US Air Force über die meiste Erfahrung verfügen?”
“Ja. Diese Situation bringt uns in eine gewisse Zwangslage”, bestätigte Samantha Carter mit einem leichten Seufzer.

“Es wird also schwierig werden, qualifiziertes Personal zu finden, um speziell Plätze für die Zivilisten, oder spezialisierte Militärs zu finden, die einen Wissenschaftsabschluss vorlegen können…”, murmelte General Landry, als General Carter eine Liste mit Namen aus ihrer Aktentasche hervorholte.
“Äh, Carter. Weshalb beraten wir darüber - wenn Sie sich allem Anschein nach, darauf schon vorbereitet haben”, sagte Jack, der deswegen spielerisch tadelnd den linken Zeigefinger reckte.

Gemeinsam studierten die drei schnell die Liste der Kandidaten, die Sam bereits vorbereitet hatte.
“Und wo ist ihr Name, Sam?”, fragte Hank verwundert. “Denn ihre Qualifikation steht doch vollkommen außer Frage.”
“Ja. Ich hatte es in Erwägung gezogen. Doch ich kommandiere ja bekanntlich die Flotte der Erde, und habe auch noch so einige meiner Forschungsprojekte, wenn wir uns nicht gerade gegen irgendwelche feindliche Außerirdische wehren müssen…“
“Aber dann stehen hier Cassie und Hailey? Arbeiten die beiden nicht an einer Lösung für das Problem mit dem Adamantium von Logan und Jonathan?”
“Ich weiß davon, Jack. Die beiden stehen meiner Kenntnis nach kurz vor der Lösung, dank einiger wichtiger sichergestellter Unterlagen, deren Inhalt den beiden helfen können, sollten sich Wolverine und Wolfrino weigern noch einmal medizinisch untersuchen zu lassen”, klärte Sam auf.

Nach einer kurzen Pause fuhr Carter dann fort: “Es ist eine wichtige und sehr große Herausforderung, die die beiden sehr gut meistern werden - so wie ich selber, als ich damals dem Stargate-Projekt zugeteilt wurde.”
“Na schön - wir werden alle trotzdem noch einmal genau überprüfen. Und wann genau sind die Briefings dieser Mission angesetzt?”, murmelte Jack, der zum Ende hin etwas gelangweilt in den Unterlagen geblättert hatte.
Die Antwort übernahm General Landry: “Die erste Besprechung findet in genau zwei Wochen, und die abschließende kurz vor dem Beginn des Starts, welcher in etwa drei Wochen geplant ist, statt.”
“Gut. Hoffen wir, dass alle Schwierigkeiten bis dahin endlich aus den Weg geräumt sind”, brummte General O´Neill, der kurz darauf auch schon das Treffen beendete.


Mars
Stargate Command Base

In dem extra dafür eingerichteten Labor, hatten Fraiser, Hailey und Miss Shen alle benötigten Informationen gesammelt und ausgewertet. Sie wussten, dass die Zeit drängte, und ablief. Vor allem der Chinesin behagte es nicht, auf unbestimmte Dauer einen übel gelaunten Mutanten in ihrer Mannschaft zu haben.
Die noch junge Cassandra Fraiser schaffte es nur einen der beiden betroffenen zu überreden, sich noch einmal gründlich medizinisch zu untersuchen.


2 Wochen später
Mars
Stargate Command Base

Es war zwischen den teilnehmenden Nationen nicht wirklich leicht gewesen, doch letztendlich konnten die hoffentlich letzten Fragen überwunden, und die benötigten Materialien und Ausrüstungsgegenstände in den Lagern gesammelt werden. Somit konnten dann endlich auch die zwölf Puddle Jumper beladen werden, nachdem die endgültigen Besatzungslisten vorlagen.


Erde
Deutschland - Hamburg

“He Jonathan - dein Taxi ist da!”, rief Jeanne, als ein Puddle Jumper auf der Auffahrt gelandet war. Dies zog natürlich sofort die Blicke neugieriger Mitbürger auf sich, welche aufgeregt darüber sprachen.
Die beiden Kinder noch einmal zum Abschied drückend, trat ich durch die Haustür. Nicht nur sie, sondern auch meine Frau baten mich nur um eines: Schnell wieder nach Hause zu kommen.
“Bitte kommen Sie, Sir”, drängte der Pilot ein wenig, nachdem ich abermals Familie und Freunden zum Abschied zunickte, nachdem sich alle von mir persönlich verabschiedet hatten.

Als einzige von allen begleitete mich nur Jeanne zum Jumper.
“Mach´ gut.”
“Mach´ besser. Und zerhau nicht gleich alles - sonst sperr ich dich ein”, flüsterte sie, während wir uns zum Abschied noch einmal umarmt hatten.


Mars
Stargate Command Base

Es war unübersehbar: Auf dem gesamten Stützpunkt war es merklich voller geworden,  nicht nur an Personal, auch Material und Ausrüstung waren aufgestockt worden.
Im Labor von Hailey und Fraiser blieb wegen der Vorbereitungen der Expedition die nahezu beendete Forschung an einer Lösung zeitweise liegen, da die beiden, und auch Shen an den Besprechungen anwesend sein mussten.
Die Planung war so getaktet worden, dass sich die meisten Teilnehmer der Mission eine gute Woche kennenlernen konnten.

Derweil traf ich in einen der Korridore auf einige alte Bekannte, die versuchten an einer geschlossenen großen Tür zu lauschen. Es waren First Lieutenant Jin, Leutnant Karpov, Lieutenant de Vaux, Major Morris und Lieutenant Grogan.
“Man ist das laut da drin”, stellte Daria Karpov fest.
“Ja. Aber worüber zanken die denn jetzt schon wieder? Ich hatte doch angenommen, dass alles geklärt worden sei - also, was ist da drinnen nur los?”, rätselte Tessa de Vaux.

Der mahnende Satz - “Ist das nicht sehr unhöflich von euch an der verschlossenen Tür zu lauschen!” - ließ die gesamte Gruppe zusammenzucken.
Es war Teal’c, der in Begleitung eines jungen Jaffa hinzukam.

“Also… die streiten sich um Ausrüstung, die mitgenommen werden soll”, sagte ich, und stimmte der Aussage des Jaffa zu.
“Und wie lange sind die da schon drin?”
“Tja, Wolferino… seit ungefähr geschlagnen 2 Stunden”, seufzte Jiao.
“Ist das wahr?”, fragte Teal’c die linke Augenbraue hebend.
Grogan nickte: “Ist leider wahr…”
“…und in fünf Tagen soll die Mission beginnen”, brummte Morris kopfschüttelnd.

“Dann wird es Zeit den Quatsch in den Raum zu beenden”, war alles was über meine Lippen kam, und auch schon die Doppeltür aufstieß, so dass alle anderen auf dem Flur auch hören konnten, was immer wieder ein Streitthema war.
“…unsere Streitkräfte werden nicht mit fremden Waffen ausgerüst… He! Was soll das?”, blaffte der britische IOA-Delegierte aufgebracht und sichtbar verärgert über unsere Störung.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: [SG/Multi-Crossover] Odyssee - von Jonathan J. O´Neill - 29.11.2025, 12:06

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste



User Profile Send Private Message E-mail Find all posts Find all threads Mod Tools Admin Tools