29.11.2025, 19:21
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.11.2025, 19:40 von Jonathan J. O´Neill.)
Odyssee
Folge 1.10 - In die Höhle des Löwen, Teil 1
Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - großer Konferenzsaal
Nicht nur der britische IOA-Gesandte blickte lange Zeit noch sehr finster drein, wegen dieser Störung für welche unsere kleine Gruppe verantwortlich war, sondern auch die Mehrheit aller anderen übrigen Personen, die sich an dem großen Tisch versammelt hatten.
Es dauerte nicht wirklich lange und Teal’c trat ebenfalls in den Raum, blieb aber nicht im Bereich des Türrahmens stehen, so wie wir sondern trat noch mehrere Schritte weiter vor. Dies führte dazu dass sich die meisten von den anwesenden Politikern, Gesandten und auch Militärs wieder in ihrer Körperhaltung und Mimik sichtlich einspannten. Der Jaffa hatte schnell einen Überblick über die festgefahrene Lage gewonnen, und hatte sich daher entschieden zu vermitteln.
“Ich finde, sehr verehrte Exzellenzen, dass sie alle ihren Kriegern etwas mehr Vertrauen entgegenbringen sollten. Sie haben sich nur durchaus berechtigte Gedanken über die bevorstehende Mission gemacht, und waren an das weitere Geschehen in diesen Raum daher sehr interessiert”, erklärte Teal’c mit ruhiger Stimme in jenem kurzen Satz.
“Teal’c, haben sie alle etwa draußen vor der Tür gelauscht?”, hakte General Landry deswegen sofort bei dem Jaffa nach, und einen sehr prüfenden Blick auf die Gruppe gerichtet hielt, die immer noch im Bereich der geöffneten Tür stand.
Eine kleine Pause war entstanden, ehe Major Morris als ranghöchster Offizier schließlich vortrat, bis er neben Teal’c stand, um zu gestehen: “Ja, Sir. Das haben wir getan. Es ist so wie Teal´c es gesagt hatte… Aber wir hatten nur ein wenig mitbekommen, obwohl es hier drinnen ziemlich betont zuging...”
Nach diesen Geständnis war ein mehrere Minuten ein Gemurmel unter den Beteiligten zu vernehmen, da sie sich kurz in einem leisen Ton untereinander austauschten und beratschlagten.
“Na gut, damit wäre es endlich entschieden”, nickte der britische IOA-Gesandte erleichtert, “somit werden alle Teilnehmer der bevorstehenden Mission in den nächsten 5 Tagen ein verstärktes und intensives Training an den genehmigten Waffen sowie der technischen Ausrüstung absolvieren!”
Sofort wurde dies von General Landry beglaubigt indem er im direkten Anschluss an uns gerichtet anordnete: “Major Morris, geben Sie so schnell es geht diese Information an alle anderen Missionsteilnehmer weiter, damit sie alle so schnell es geht mit den notwendigen Trainings beginnen können!”
Kaum hatte Landry dies gesagt, übergab einer der Adjutanten einen Ausdruck mit einer entsprechenden Liste an Morris.
Die sich mittlerweile wieder gefangene Vorsitzende Shen erklärte kurz darauf: “Sie dürfen alle wieder gehen! Alle bis auf Sie!”
Der letzte kurz gehaltene Satz galt mir, denn sie blickte mich genau an, weshalb ich stehen blieb und meine Gesichtszüge sich wieder anspannten.
Miss Shen wartete so lange bis die beiden großen Türflügel wieder geschlossen waren, und sagte dann schließlich: “Mister Martin. Major Hailey und Lieutenant Fraiser haben sehr wichtige Informationen für sie, da sie sich ja dankenswerterweise den medizinischen Test unterzogen hatten.”
“Ach ja, und welche sind es?”, fragte ich angespannt und meine Augen wanderten daher zu den beiden genannten Frauen.
Da die zwei meine nur schwer gezügelte Neugier wohl zu spüren schienen, berieten sie sich kurz untereinander mit dem Beschluss sich so kurz wie möglich zu fassen.
Die Fragen zu beantworten übernahm Cassandra Fraiser: “Wie Miss Shen bereits erwähnt hat, gilt Ihnen ein großer Dank, sich für die medizinische Untersuchung zur Verfügung gestellt zu haben - trotz der gehegten Vorbehalte uns gegenüber. Auf Grund dessen gibt es zwischen Wolverine und Ihnen einen Unterschied: Die Adamantiumummantelung ihrer beider Skelette und Krallen ist wohl das entscheidende Kriterium, weshalb für Sie kein Grund zur Besorgnis bestehen sollte. Kurz ausgedrückt: Ihre Selbstheilungskräfte werden durch das Metall, welches ihre Knochen und Krallen nicht vollständig umhüllt überhaupt nicht mit zunehmenden Alter geschwächt werden…”
“Ich werde also überleben, aber Logan wird daran sterben? Gibt es auch gute Infos?”, unterbrach ich fassungslos die Offizierin der US-Navy.
“…nun ja, Mister Martin, durch diesen Unterschied werden sie überleben, ohne wohl jemals Schaden zu nehmen. Und es gibt vermutlich ein Heilmittel, aber doch zumindest ein Medikament gegen diese Probleme. Und um Logan somit zu helfen, braucht er kleine Dosierungen davon, und das schon wohl in wenigen Jahren. Man hat bei ihm einige leichte Verfärbungen an den Jahren entdeckt, die wohl die ersten Anzeichen für diesen Prozess sind.”
“Das wird ihm nicht gefallen, darauf können Sie Gift nehmen. Wo haben Sie dieses Gegenmittel um ihn zu helfen?”
Eine Pause entstand und Cassandra löste den Blickkontakt und schaute verlegen auf die Tischplatte, und Jennifer übernahm die Antwort: “Wir haben es nicht. Aber es befindet sich im Besitz einer Company. Einem Unternehmen mit dem Namen Alkali-Transigen.”
Als ich den Namen dieser Firma vernommen hatte, schrillten in mir sofort sämtliche Alarmglocken: “Das wird Logan ebenfalls nicht gefallen. Die Sache hat den einen Haken, nämlich Alkali! Denn in einer Basis am Alkali-Lake hat man Logan das angetan.”
“Das ist uns leider nur allzu gut seit kurzem sehr genau bekannt”, seufzte Cassandra Fraiser bedrückt.
“Hat Miss Shen ihnen beiden das alles erzählt?”
“Ja”, bestätigte Jennifer, “ihr wir nennen es jetzt ein sogenanntes Komitee stand von Zeit zu Zeit im regen engen Austausch mit dieser Company, die ihren Sitz in Mexico-City hat. Doch vor ungefähr zwei Jahren trennten sich ihre Wege und diese Firma in Mexico-City arbeitete fortan alleine an geheimen Projekten, vermutlich in Verbindung von Mutanten weiter…”
“Welcher Mutant würde sich dem denn freiwillig zur Verfügung stellen… ich schätze mal gar keiner”, unterbrach kurz ich kopfschüttelnd.
Major Hailey nickte bestätigend, dann fuhr sie auch schon wieder fort: “Sie haben voll ins Schwarze getroffen. Alkali-Transigen benutzt wohl schon seit langem von unzähligen Mutanten diverse Gen- und Gewebeproben… Wir haben sofort Professor Xavier und seine Leute, die UN und das IOA darüber informiert. Ein Plan für die weitere Vorgehensweise liegt bereits vor…”
Abermals kam von mir eine Unterbrechung: “Diese Typen werden mit Sicherheit weder eine Probe, geschweige denn die Formel herausrücken ohne wirklich was Wertvolles als Gegenleistung dafür zu erhalten.”
“Da wir da kein Risiko eingehen können, haben wir bereits ein Einsatzteam losgeschickt. Dieses ist leider seit 2 Stunden überfällig”, kam kurz darauf die Meldung von Cassandra, die dabei sehr beunruhigt und nervös wirkte.
Nach einer Pause fuhr Major Hailey fort: “Deswegen werden wir ein weiteres Einsatzteam zusammenstellen und Antworten von dieser Company verlangen. Es wäre schön wenn Sie sich dem Team anschließen würden, was unsere Chancen erhöhen würden. Und auf dem Weg zu den Hangar könnte ich Ihnen den Plan erläutern.”
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Es hatte eine lange Zeit gedauert, doch endlich konnte Zelenka, der den in der Milchstraße verweilenden McKay vertrat einen angespannten Woolsey den in Auftrag gegebenen Bericht vorlegen.
“…und hier befinden sich alle Wraith-Basisschiffe, wie Sie erkennen können. Einige haben sich zusammengeschlossen, andere sind einzeln unterwegs und werden wohl von einigen Kreuzern begleitet…”
“Das sind ja… mehr als drei Dutzend! Sind das auch wirklich alle?”, schaltete sich ein skeptisch dreinblickender Richard Woolsey erkundigend ein.
“Mehr oder weniger. Wir wissen ja von dem erst vor wenigen Tagen zurückliegenden verheerenden Angriff der Wraith auf die Erde.”
Woolsey spürte instinktiv dass wohl noch etwas von Zelenka kommen musste, denn der Tscheche schien sich nicht wohlzufühlen bei dem, was er noch nicht berichtet hatte.
“Also”, begann der amtierende Leiter der Atlantis-Expedition, “sagen mir endlich auch den Rest!”
“Na schön”, schluckte Radek, “wir haben lange nichts mehr von den Wraith gehört, den wir als Todd kennengelernt und mit welchen wir auch schon… nun ja… des Öfteren zusammengearbeitet haben. Wir haben ihm einen Sender untergeschoben. Leider empfangen wir kein Signal mehr. Daher haben wir die empfangen Daten analysiert…”
Doktor Zelenka drückte ein paar Tasten und auf dem Bildschirm, und darauf zeichnete sich eine rote gezackte Linie ab, die sogar mehr als nur eindeutig über den Bereich der Pegasus-Galaxie hinausging.
Leichte Verwünschungen ausstoßend schüttelte Richard Woolsey seinen Kopf. Es dauerte eine Zeitlang ehe er es aussprach: “Soll das etwa heißen: Todd ist für diesen Angriff auf die Erde verantwortlich!”
“Möglich. Denn er war ja unter anderem auch kurz auf der Erde um dabei zu helfen Doktor McKays Schwester zu retten”, kam es von Laura Cadman, “und er hat auch noch mehrere Chancen gehabt sich Wissen über uns anzueignen.”
“Nehmen Sie sofort Kontakt mit der Stargate Command Base auf, ich benötige sofort Colonel Sheppard und sein Team umgehend wieder hier aus Atlantis!”, ordnete ein sichtbar erregter Mister Woolsey an.
Kurz darauf schon hatte Cadman die Anwahlsequenz des Sternentores gestartet.
Milchstraße
Hyperraum - Wraith-Hive der anführenden Königin
In seinem Quartier saß Todd schon seit einigen Tagen fest, denn die Königin hatte ihn aus Sicherheitsgründen unter Arrest gestellt.
Mit einem zischenden Geräusch glitt die Tür auf, und der Wraith erhob sich von der Bank auf welcher er Platz genommen hatte. Eine zufriedene Königin trat mit ihrer Eskorte ein, und fauchte: “Ich habe Dir etwas mitgebracht! Ein wertvolles Geschenk, damit Du auch bei Kräften bleibst!”
Kaum hatte die weibliche Wraith den ersten Satz beendet, zerrten zwei Drohnen einen jungen Mann herein, welcher sich nach Kräften verzweifelt versuchte sich gegen seine Widersacher zu wehren.
“Also los! Nähre Dich!”, zischte die Königin im befehlenden Ton an die Adresse von Todd.
“Dieser Mensch ist von der Erde”, bemerkte der Wraith vollkommen überrascht.
“Ja.”
“Ihr hattet mir aber zugesichert die Erde unangetastet zu lassen, wenn ich den Weg für Euch zu den neuen fernen Weidegründen weise.”
“Ich weiß. Ist mir letztendlich egal gewesen, wie Du zu diesen Menschen, die in der Stadt der Lantianer leben, stehst”, erklärte die Königin kalt, während sie mit ihren Fingern über die Wände des Quartiers kratzte. “Einen so überaus üppigen Weidegrund musste ich mir einfach näher betrachten und davon kosten”, zischte sie nach einer kurzen theatralischen Pause. Dabei musterte die weibliche Wraith ihren wertvollen Gast.
Der getäuschte Todd erkannte seinen schweren Fehler, den er begangen hatte um die Leben seiner übriggebliebenen Mannschaft und sein eigenes zu retten zu spät, nachdem sie in Gefangenschaft geraten waren. Er stand immer noch vor dem Mann, der sich versuchte mit aller Kraft zu wehren. Der Wraith wusste um seinen eigenen geschwächten Zustand. Mit einen wütenden Knurren holte er dann schließlich aus, um sich zu nähren drückte er den Nährmund seiner Hand fest auf die Brust seines Opfers. Er entzog dabei schnell die Lebenskraft des Mannes, um wieder zu Kräften zu kommen - unter den zufriedenen Blicken seiner neuen Königin.
Der arg getäuschte Todd brodelte fortan innerlich vor Wut, und beschloss im Stillen sich für diesen Verrat irgendwann sobald die Zeit gekommen war an der Königin zu rächen.
Erde
Irgendwo im Luftraum der USA
Gemeinsam mit Major Jennifer Hailey und einigen weiteren Personen saß ich seit der Abreise vom Mars in einem getarnten Puddle Jumper. Unterwegs legten wir mehrere Zwischenhalte ein, um einige Personen, die ebenfalls an den Einsatz teilnehmen sollten mit an Bord zu nehmen.
So auch ein weiteres Mal als sich Hailey höchstpersönlich von ihrem Platz erhob um einen der weiteren Teilnehmer persönlich zu begrüßen.
“Mister Angus MacGyver?”
“Ja.”
“Ich bin Major Jennifer Hailey, United States Air Force. Ich leite den bevorstehenden Einsatz, für dessen erfolgreiche Durchführung wir Ihre hervorragenden Fähigkeiten sehr gut gebrauchen können. Sie sind auch einer derjenigen, denen es gelungen ist von Bord des Wraith-Basisschiffes zu entkommen. Tolle Leistung.”
“Danke”, seufzte Mac nur, der sich nur kurz zu einem grinsenden Pete umdrehte, welcher ihn für diesen Einsatz empfohlen hatte. Mac musterte die junge Frau vor sich kurz, die nicht gerade sonderlich groß gewachsen, und nach seiner ersten groben Schätzung nicht größer als 1,60 war.
Aber ohne weiter lange zu Zögern betrat er den Jumper, wo er allen anderen noch einmal kurz vorgestellt wurde.
“Sie sind auch hier?”, fragte mich MacGyver sichtlich überrascht.
“Ja. Sieht ganz so aus. Habe ich das gerade korrekt verstanden: Sie, und einige andere sind von einem Hive der Wraith abgehauen?”
“Da haben Sie alles richtig verstanden, war leider kein Vergnügen…”
“Dennoch eine außergewöhnliche Leistung ohne jeden Zweifel.”
Jennifer Hailey blickte uns beide vollkommen verdutzt an: “Sie beide kennen sich?”
Bestätigend nickten wir beide, und Mac begann zu erklären: “Wir haben uns vor Jahren in Tibet getroffen, wo…”
Als er zu dem Punkt kommen wollte zu welchen Anlass wir uns kennengelernt hatten, schnitt ich ihm mit einem: “Ah!” - das Wort ab, wegen der mir damit verbundenen unangenehmen Erinnerungen.
Aus Rücksichtnahme flüsterte Angus daher Jennifer die übrige Geschichte leise genug zu, damit nur sie seine Worte hören konnte.
Deshalb verstand die Offizierin kurz darauf auch meine negative Reaktion, und schaute erschrocken in meine Richtung.
Schließlich näherten wir uns einer Militärbasis, wo kurz nachdem wir gelandet waren noch ein paar weitere Puddle Jumper eintrafen, und wir zusammen von Major Hailey für den bevorstehenden Einsatz noch einmal eingewiesen wurden.
Da es auch die Gemeinschaft der Mutanten betraf, waren auch einige X-Men anwesend.
“…wir werden daher im Tarnmodus von hier starten und bleiben bis die Mission beendet ist! Packen Sie alle daher ihre Sachen! Ihnen bleiben 20 Minuten, dann starten wir!”, ordnete Major Hailey am Ende an, nachdem alle von uns wussten für welche Aufgabe wir jeweils eingeteilt worden waren.
P2X-4P33
Anderswo in der Milchstraße hatte es Kara wenige Minuten kurz zuvor mit dem Sprung in den Hyperraum gerade noch so geschafft, die sie verfolgende Staffel von Todesgleitern von dem Warlord der Luzianischen Allianz Commander Daminus abzuschütteln. Doch die Piloten hatten das Frachtschiff dennoch schwer getroffen. Es fiel deswegen schon aufgrund eines Defektes bereits nach wenigen Minuten wieder aus dem Hyperraum heraus, und trudelte auf den Planeten zu, durchquerte dabei in einem kritischen Winkel die Atmosphäre, ehe Kara eine mehr als nur erstklassige Bruchlandung hinlegte.
Immer noch am ganzen Körper zitternd machte sich die junge Frau auf den Weg, denn während ihres Sturzflugs hatte sie ganz kurz das Sternentor bemerkt.
Nach einem anstrengenden Fußmarsch stöhnte die junge Söldnerin und Schmugglerin enttäuscht gequält auf, als sie feststellen musste, dass sowohl das DHD als auch ein Stück des Stargates beschädigt waren.
“Verdammt! Wäre auch zu schön und einfach gewesen!”, fluchte Kara frustriert, die wusste, dass sie es nun doch noch irgendwie schaffen musste, ihr Frachtschiff zu reparieren, um diese Welt wieder verlassen zu können. Sie bemerkte nicht, dass sie aufmerksam beobachtet wurde, seit sie auf diesem Planeten gelandet war.
Zweige knackten, Blätter und Laub raschelten leise. Aufmerksam sah sich Kara daher mit gezogener Waffe um. Sie schob mit einem erleichterten Seufzer die Pistole wieder ins Holster zurück, als sie das Tier sah, welches hinter einem Busch hervorgetreten war. Doch dieses schafähnliche Wesen verschwand nach nur einem kurzen Verweilen im Freien wieder im schützenden Dickicht.
Ohne jegliche Vorwarnung wurde sie wenige Sekunden später von der linken Flanke her angegriffen. Die junge Frau ging hart zu Boden. Benommen wie sie war, bekam Kara nicht mit, wie eine zottelige Kreatur sie mehrfach umkreiste.
Immer wieder prüfend an ihr schnupperte. Schließlich blieb das Tier, das einer Hyäne glich, stehen. Die Lefzen des Tieres formten sich zu einem Grinsen, ehe es das Maul über ihrem Gesicht öffnete und sich der Goa´uld-Symbiont Selene herausschlängelte, um sich ihren Weg in ihre neue Wirtin zu suchen.
Kara kam allmählich wieder zu sich. Voller Schreck versuchte sie zu schreien als sie ihre Schmerzen und den Goa´uld bemerkte, der in sie eindrang und was somit ihr geschah und bevorstand.
´Oh mein Gott! Nein!´, dachte sie panisch voller Schrecken.
Kurz darauf schon kam nur ein leises, gurgelndes Kichern aus ihrer Kehle, welches sich immer mehr in ein Lachen steigerte.
Die Goa´uld hatte die Kontrolle über den Körper übernommen.
“Oh ja“, wisperte Selene ihrer Wirtin zu, “wie wahr - Deine ganz persönliche Göttin ist ganz nah - für immer!“
2 Stunden später
Milchstraße
Erde
Mexiko
Jumper 1 - Luftraum Mexico-City
Der Flug ging im schnellen Tempo vorbei. Schneller als mit einem normalen Linienflug.
Auch die gewaltige Hauptstadt von Mexiko, die an manchen Stellen teilweise immer noch unübersehbare Zerstörungen aufwies, wurde von den drei Jumpern überflogen.
Dann kurz außerhalb der Stadt, schon am Rande des Business- und Industrieparks von Amarillo, deutete Major Jennifer Hailey mit den Worten: “Dort ist es! Macht euch alle einsatzbereit!” - in Richtung eines riesigen Gebäudekomplexes.
Je näher wir flogen, desto noch gewaltiger wirkte die gesamte Anlage, auch der in den Farben grün und blau gehaltene Firmenname von Alkali-Transigen war ebenfalls deutlich lesbar.
Die Suche nach einen oder mehreren geeigneten Zugangspunkten dauerte daher eine Weile, um für die gesamte Dauer des Einsatzes unentdeckt zu bleiben.
Vor vorneherein waren die Aufgaben der 3 gebildeten Teams eindeutig besprochen worden: Team 1 sollte das Labor, Team 2 das vermisste Team finden, und das dritte Team den schnellen Rückzug oder gegebenenfalls einen oder den anderen beiden Teams Unterstützung gewährleisten.
“He!”, mahnte Hailey in meine Richtung. “Wo ist ihre Waffe?”
“Ich habe das hier.”
“Ja, natürlich - ihre Krallen. Ist aber nur etwas für den Nahkampf. Aber mir wäre es lieb, wenn Sie dennoch wenigstens eine Pistole mitnehmen würden, um jemanden von unseren Team aus der Distanz zur Hilfe kommen zu können”, erklärte die Einsatzleiterin energisch.
Ohne Widerworte fügte ich mich, genauso wie Logan, wenn auch nur sehr widerwillig in einem der zwei anderen Jumper.
“Und was ist mit Ihnen?”, erkundigte sich Jennifer im Anschluss bei Angus.
“Tut mir leid, ich kann das nicht.”
“Super! Passt mir alle also gut auf Mister MacGyver auf!”, ordnete Major Hailey daher an, die im direkten Anschluss das Kommando gab Auszurücken.
Odyssee
Folge 1.11 - In die Höhle des Löwen, Teil 2
Milchstraße
Erde, Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Wir waren alle gemeinsam aus den nach wie vor drei getarnten Jumpern hinaus ins Freie getreten, nachdem wir auf dem Dach mit einem günstigen Zugang ins Gebäude gelandet waren.
Alle hatten bereits, bis auf Logan, Miss Shen und ich, ihre Waffen einsatzbereit in Anschlag genommen. Eine weitere einzigartige Ausnahme bildete MacGyver, der als einziger von uns allen überhaupt gar keine Waffe bei sich trug.
An Angus lag es nun unserem Einsatzteam einen unbemerkten Zutritt in die Anlage zu ermöglichen, nachdem sich der israelische Computerspezialist Benjamin David Rosenthal in das Überwachungssystem der Alkali-Transigen Company gehackt und die meisten Kameras bereits erfolgreich manipuliert hatte.
Mit einem Nicken gab der Doktor der Informatik, der schon die ganze Zeit über prüfend auf sein I-Pad geschaut hatte MacGyver zu verstehen, dass der Weg anhand seiner Daten nun frei sein sollte.
Auch die geschärften Sinne von Logan und mir sollten bei diesem Einsatz zur vollen Geltung kommen, wobei eine weitere wichtige Aufgabe von mir war, auf persönliche Anordnung von General Carter, auf Major Jennifer Hailey achtzugeben.
Sorgfältig schon mehrere Meter vor der Tür, durch die wir gehen wollten, sah sich MacGyver auf den Punkt genau um, seitdem er mit den anderen aus dem Jumper getreten war. Prompt wurde er nach wenigen Minuten auch schon fündig, wobei er eine Überwachungskamera entdeckte, die ein Einfaches zugehen auf die Tür, die direkt vor uns lag unmöglich machte.
Mit seiner linken Hand deutete er genau auf jene Kamera, während er auch fragend Blickkontakt mit Doktor Rosenthal aufnahm, welcher aber leider resignierend den Kopf schüttelte.
“Tut mir leid, Leute. Aber ich bekomme einfach keinen Zugriff darauf. Wird wohl über ein separates System laufen”, flüsterte er frustriert.
“Dann müssen wir, äh meine natürlich damit Sie… halt nach einen sicheren Weg darum herum suchen”, raunte Major Hailey MacGyver zu, der schon signalisiert hatte, dass die meisten von uns warten sollten, während er gemeinsam mit Rosenthal und Wolverine nach einer alternativen Route suchen wollte.
Es vergingen mehrere Minuten. Die ganze Zeit über sah First Lieutenant Jin dabei genau auf ihre Uhr.
Auf dem Dach, auf dem sich unser Team nach wie vor größtenteils ohne Deckung aufhalten musste, bogen Angus und Logan immer wieder des Öfteren ab, nachdem sie immer nur einige Schritte und Meter gegangen waren, hielten an und sahen sich aufmerksam die Umgebung betrachtend um.
Die ganze Zeit über folgte den beiden Benjamin, der genervt feststellen musste dass es hier oben eine nicht unerhebliche Anzahl von Kameras gab, die über ein anderes Netzwerk laufen mussten, welches er noch nicht aufgespürt hatte. Daher war er dazu gezwungen immer wieder anzudeuten welche Kameras für das Team passierbar oder unpassierbar waren.
Doch sein Ehrgeiz war geweckt worden, um dieses Problem schnell zu beseitigen, und versuchte während er den beiden folgte sich auch in dieses Netzwerk einzuklinken.
“Wir können dort und dort lang. An diesen Punkten hier und hier, sowie auch an dieser Stelle, sind wir durch die Lüftungsschächte von den noch funktionierenden Kameras geschützt”, erklärte Doktor Rosenthal, der auf sein I-Pad ein Satellitenfoto des Daches mit einer grünen Routenlinie und roten Punkten, wo sich Kameras befanden farblich markiert hatte.
MacGyver schaute sich das ganze äußerst konzentriert an. Sah vom I-Pad vor sich auf, und musterte misstrauisch die übrigen Meter, die sie noch bis zur Tür vor sich hatten.
Nach wenigen Minuten nickte er zustimmend, und Wolverine brummte: “Dann machen wir es auch so - also holen wir schnell die anderen!”
Am Ende war es mehr als fast eine halbe Stunde, ehe die beiden zu uns zurückgekehrt waren, uns energisch zuwinkten zu ihnen aufzuschließen.
Nach einem ausgedehnten Zickzackkurs erreichten wir dann aber ohne Hindernisse unser nächstes Ziel.
Die Tür auf dem Dach schien für das einfache Auge offenbar nur durch eine simple veraltete Alarmanlage gesichert zu sein.
Ohne sich dabei sonderlich anstrengen zu müssen, hatte der ehemalige Geheimagent und freie Mitarbeiter der Phoenix Foundation dieses Hindernis überwunden, wobei er unter anderem einige Batterien aus einer Taschenlampe verwendet hatte um den Stromkreis zu überbrücken.
“War das etwa schon alles?”, murmelte Mac verwundert, nachdem er die Tür letztendlich mit seinem treuesten Begleiter, seinem Taschenmesser vorsichtig geknackt und geöffnet hatte. In letzter Sekunde bemerkte er dann doch noch das dünne Kabel, welches an Tür und am Rahmen befestigt war.
Sein Blick verfolgte den Verlauf des Kabels und ob noch irgendwelche weitere Dinge daran befestigt waren. Da es aber in dahinterliegenden Korridor dunkel war und der schmale Spalt nur wenig Licht hineinließ, erkundigte sich MacGyver ob jemand einen Spiegel bei sich hatte, während er bereits eine kleine Stabtaschenlampe aus seiner Weste hervorkramte.
Mit großem Geschick handhabte er kurz darauf Spiegel und Taschenlampe.
Es vergingen einige Sekunden, die zu einigen quälenden Minuten für so manchen von unserer Gruppe wurden.
Schließlich nickte Mac zufrieden, der kurz darauf auch schon das befestigte Kabel löste, ohne jenes auch nur auf irgendwelche Art und Weise zu beschädigen.
Als somit der Weg ins Innere des Gebäudes frei war, trat man dennoch mit größter Vorsicht durch die Tür in den Korridor, welcher in ein Treppenhaus führte.
“Haben Sie so etwas wie einen Kartenmanipulator zur Hand, Mister MacGyver?”, erkundigte sich Major Hailey, die feststellen musste dass anscheinend jede Tür mit einer Code-Card-Vorrichtung gesichert war.
Angus schüttelte den Kopf, griff dann mit einem leichten Grinsen in seine Gürteltasche, holte ein halbes Dutzend Karten heraus, und sagte: “Das hier ist eine sehr sensible Magnet-Karte mit der man überall Zugang bekommen sollte. Es funktioniert wie jede andere Karte: Durch den Schlitz ziehen oder Magnetstreifen ranhalten. Sollte es nicht beim ersten Mal klappen, kein Problem Karte einfach im Schlitz halten bis sich die Tür geöffnet hat. Es ist das Ergebnis langer Forschung der Phoenix Foundation um auch in Gefahrsituationen Zugang zu bekommen, um Leute zu retten…”
“Klasse”, strahlte Jennifer, die ihm ohne zu zögern die Karten abnahm und damit begann diese unter den Teams zu verteilen.
“… diese Karten sind übrigens wieder bei mir abzugeben”, ergänzte MacGyver mit einem Schmunzeln.
“Können Sie nicht…”
“…eine Ausnahme machen? Nein, kann und werde ich auch nicht, Major Hailey! Diese speziellen ID-Cards sind und bleiben Eigentum der Phoenix Foundation!”
“Schade!”, seufzte die Soldatin enttäuscht.
“So jetzt sind wir dran. Team 3 bleibt hier und passt auf Mister MacGyver auf! Die anderen Teams rücken aus! Los!”, befahl Jennifer Hailey schon wenige Sekunden später.
P2X-4P33
Sehr genau untersuchte, wie schon einige Zeit zuvor ihre Wirtin, jetzt auch die Goa’uld das beschädigte Stargate und das Dial Home Device.
“Gut, dass du mich hast um von hier wegzukommen”, flüsterte Selene mit einem verstohlenen Grinsen an die Adresse von Kara, und machte sich daran so einige der Steuerungs- und Kontrollkristalle an beiden Geräten zu entfernen.
Pegasus-Galaxie
Atlantis
Ein vollkommen schockierter Colonel Sheppard war soeben von Mister Woolsey in dessen Büro mit den jüngsten Ergebnissen rund um den Wraith Todd konfrontiert worden.
Immer noch war John sprachlos.
Anders Rodney, der sofort munter drauflos plapperte und seine Meinung kundtat: “… habe es ja immer gewusst, man hätte ihn nie wieder weggehen lassen dürfen…”
Dieses hektische Geplapper holte Sheppard zurück in die Gegenwart, der schnell seinem Teamgefährten klarmachen musste, dass wohl ohne Todds Hilfe McKays Schwester wohl nicht mehr leben würde.
“Das Sie immer das letzte Wort haben müssen”, murrte der Kanadier verdrossen.
Milchstraße
Mars
Stargate Command Base - Büro von General Landry
Immer noch darüber rätselnd wer so alles an der Mission bei Alkali-Transigen beteiligt war, war Hank beim durchlesen unter anderem auch der Name von Miss Shen ins Auge gefallen.
“Wird wohl ihre früheren Kontakte und Beziehungen spielen lassen wollen… Hoffentlich geht das alles auch wirklich gut aus”, flüsterte er, einen weiteren Schlug Kaffee aus seiner großen Tasse nehmend ,”denn ich habe da ein komisches Gefühl.”
Dann wandte er sich kurz darauf wieder den größer gewordenen Papierkram zu, den Walter ihm gebracht hatte. Aber er war froh darüber dass diese Last in Kürze auf mehrere Personen verteilt sein würde.
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Während das dritte Team immer noch oben auf dem Dach ausharrte, hatten sich die beiden anderen Teams mittlerweile wie geplant voneinander getrennt, und dabei immer weiter in den Gebäudekomplex vorgedrungen.
Stockwerk für Stockwerk sollte dabei so sorgfältig und unauffällig wie nur irgendwie möglich überprüft werden.
Es war in jeden ein seltsames Gefühl aufgekommen, da man noch bislang keinen Kontakt mit irgendjemanden vom Personal der Company von Alkali-Transigen gehabt hatte.
Ostflügel - Team 1
Erneut war Wolverine wieder unvermittelt aufmerksam schnuppernd und dabei auch noch aufmerksam lauschend stehen geblieben. Seine Mimik hatte sich schlagartig zu einem entschlossenen und zusätzlich wütenden Gesichtsausdruck gewandelt, denn sein scharfer Geruchssinn hatte den für ihn allein immer klarer werdenden Geruch von Öl und Pulver deutlich wahrgenommen, der bislang vom Aroma von Desinfektions- und Putzmitteln überlagert worden war.
Er hatte sich nur für einen kurzen Moment mit einem warnenden Blick zu seinem übrigen Team umgewandt, während er bereits seine Krallen ausfuhr.
Miss Shen, die in der sicheren Mitte der Gruppe stand, wurde kurz darauf von den Soldatinnen und Soldaten der Volksrepublik China und der US Army noch schützender umringt. Die Frau war deswegen fast gar nicht mehr zu sehen.
Die schwer bewaffneten Frauen und Männer hatten den Blick des vorangehenden Mutanten richtig gedeutet, und beschränkten sich daher nur noch auf die Verständigung durch Zeichen und Gesten.
Die mit dieser Situation überforderte Xiaoyi Shen, die etwas sagen wollte bekam prompt den Zeigefinger der linken Hand von First Lieutenant Jin quer über den Mund gelegt, als Hinweis kein weiteres Wort mehr zu sagen.
Westflügel - Team 2
Die von mir begleitete Gruppe war bislang hingegen nur sehr langsam vorangekommen. Denn mein, durch das vor Jahren unfreiwillige zurückliegende medizinische Experiment, verschärfter Geruchssinn hatte immer wieder aufs Neue verschiedene Gerüche registriert. Das Aroma von diversen Medikamenten und Desinfektionsmitteln war immer noch sehr intensiv. Aber ein anderer verräterischer und markanter Geruch mischte sich immer stärker mit hinein.
Es war eindeutig ein metallischer Geruch. Für mich bestanden letztendlich keinerlei Zweifel mehr - es roch sehr stark nach frischem Blut.
Die Flut der Reize auf meinen Geruchssinn wurde stetig intensiver je weiter wir vorankamen, davon alarmiert hatte ich deswegen meine Krallen ausgefahren, während sich unsere Gruppe Meter für Meter immer weiter vorwärts schlich. Unter diesen Gerüchen, von dem der nach frischem Blut besonders intensiv war, wurde ein anderer immer stärker, der von den anderen bislang überdeckt worden war.
Irritiert über dieses Verhalten meinerseits hatte Major Jennifer Hailey sofort auf den Lebenszeichendetektor in ihrer linken Hand geschaut.
Doch konnte sie bislang nichts darauf erkennen. Niemand außer ihr eigenes Team wurde darauf angezeigt.
Dach - Team 3
Einige der Teammitglieder, darunter waren auch Jean Grey und Scott Summers, hatten sich zu den Jumpern zurückgezogen um die Umgebung besser überwachen zu können.
Die rothaarige Frau hatte sich auf eine der Bänke im Passagierabteil gesetzt, und verharrte dort seit ihrer Ankunft in höchster Konzentration.
Auf einmal allerdings schreckte sie auf, und stieß hervor: “Oh, mein Gott! Es befindet sich ein Mutant an diesen Ort, der unsere Ankunft gespürt und die Verantwortlichen dieser Firma darüber informiert hat!”
Ohne lange zu zögern, versuchte Jean daher mittels Telepathie Kontakt zu den beiden Einsatzteams im Gebäudekomplex aufzunehmen.
Mehrmals versuchte sie es, aber ohne Erfolg. Schließlich massierte Jean erschöpft ihre Schläfen, und schaute mit sorgenvoller Miene drein.
Scott Summers, der das Verhalten seiner Ehefrau beobachtet hatte, fragte daher mit voller Sorge: “Jean! Jean! Ist alles in Ordnung?”
“Leider nein. Ich schaffe es einfach nicht irgendjemanden von unseren beiden anderen Teams in diesem Gebäude zu erreichen. Da blockiert irgendetwas oder irgendwer meine Fähigkeiten…”
“Daran muss vermutlich ein elektronisches Feld beziehungsweise etwas vergleichbares daran Schuld sein”, lautete die Schlussfolgerung von Doktor Rosenthal, der sich mit zwei israelischen Militärangehörigen ebenfalls im selben Jumper aufhielt.
Mit einem übermüdeten Seufzen machte sich im Anschluss MacGver auch noch bemerkbar, und stellte ernüchtert fest: “Wenn das so ist: Haben die uns erwartet oder unsere Ankunft irgendwie doch bemerkt. Und in diesen Fall benötigen wir auf jeden Fall die Kavallerie, nämlich das IOA, die UN, sowie die Regierung von Mexiko. Denn nach der Bekanntgabe des Programms um das Stargate sind alle Nationen Mitglied beim IOA geworden… Und wir sollten unsere Leute, die sich noch am Zugang befinden so schnell es geht hierher zurückrufen…”
P2X-4P33
Nach langer Arbeit am schwer beschädigten Systemen des Goa’uld-Frachtschiffes hatte Selene gerade eben den letzten stark verkohlten Kontrollkristall ausgetauscht, und auch noch ein System überbrückt, welches für den Hyperantrieb nötig war.
Zufrieden mit ihrer Arbeit schob sie die Tafel mit den vielen unterschiedlichen Kristallen wieder zurück an ihren Platz, und schloss nach einen einer kurzen Überlegung auch noch das Panel, ging nachgrübelnd zurück ins Cockpit, setzte sich auf den Platz des Piloten, atmete noch einmal kurz durch ehe sie die Systeme startete.
Es gab nur eine kurze Energieschwankung, dann normalisierte sich der Energieausstoß. Mit einem zufriedenen Grinsen verließ die Goa’uld endlich jenen sehr sumpfigen Planeten auf welchen sie viele Jahre lang festgesessen hatte.
Doch sehr viel mehr interessierte sie die Erinnerungen und Informationen, welche in ihrer neuen Wirtin vorhanden waren.
“Diese verfluchten Tau’ri!”, stieß Selene hasserfüllt hervor, als sie erkennen musste das offenbar alle Imperien der Goa´uld und eine Vielzahl der Systemlords, sowie ihrer Unterlords gefallen waren.
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Ohne lange zu zögern hatten sich alle übrigen Mitglieder des dritten Teams in die drei getarnten Puddle Jumpern zurückgezogen.
Keine Sekunde zu spät waren sie in die Fluggeräte getreten, denn eine große Anzahl schwer bewaffneter Personen, die sogenannten Plünderer, welche der Alkali-Transigen als Privatarmee und Sicherheitsdienst diente, stürmte systematisch alles durchsuchend im schnellem Tempo über das Dach.
“Oh man - wie ich es manchmal hasse Recht zu behalten”, kam es beinahe simultan von Rosenthal und MacGyver, die sich deswegen auch kurz anschauten.
“Wir sollten mal besser von hier abheben, damit wir auch unentdeckt bleiben”, riet die israelische Soldatin Esther Bernstein, die daher sofort ihr M16 noch fester umklammerte.
Per Telepathie gab Jean diese gute Empfehlung an die beiden anderen Piloten weiter.
Team 1
Wie in an einer Schnur gezogen, selten in einer Zweierreihe, betrat das von Logan begleitete Team einen weiteren Korridor, welcher schon nach wenigen Schritten in einen kleinen Saal führte.
Ausgerechnet dort trafen sie auf mehrere schwer bewaffnete Personen, von denen die meisten merkwürdige hochentwickelte Prothesen trugen. In deren Mitte stand ein hagerer in einen weißen Laborkittel gekleideter Mann.
Dieser stellte grinsend fest: “Welch eine Überraschung! Willkommen bei Alkali-Transigen meine Damen und Herren! Und wie ich sehe, beehrt uns sogar Waffe X!”
Team 2
Es gab nur ein kurzes Klicken des Funkgerätes von Major Hailey. Es war ein kurz zuvor vereinbartes Notsignal gewesen, und Jennifer dachte: ´Oh, mein Gott. Team 1 ist wohl soeben unerwartet auf Widerstand gestoßen - trotz aller größter Sorgfalt.´
Kaum hatte sie den Gedanken beendet, prahlte sie leise fluchend gegen meinen Rücken, da ich ohne Vorwarnung stehen geblieben war.
Denn nach der Abbiegung trafen wir ebenfalls auf einige der schwer bewaffneten Söldner.
Wie sich später noch herausstellen sollte, war es ein großes Glück gewesen, dass bis auf Hailey, zwei weiteren Soldaten und mir nicht alle Mitglieder unseres Teams zu sehen waren, sondern noch hinter der Biegung den Blicken des Gegners verborgen blieben.
“Hände hoch ihr verdammten Eindringlinge!”
Odyssee
Folge 1.12 - In die Höhle des Löwen, Teil 3
Milchstraße
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Team 3
Ohne ein Geräusch und somit auf sich aufmerksam zu machen, hatten sich die drei getarnten Jumper wieder in die Luft erhoben. Denn die Söldner durchkämmten nach wie vor jeden einzelnen Winkel auf dem Dach nach verräterischen Spuren, die auf ungebetene Besucher hinweisen könnten und überquerten schließlich auch die Landepunkte der drei Fluggeräte.
Team 2
“Lassen Sie mich das machen, Major”, war alles was ich Hailey, die dicht hinter mir stand, leise zuflüsterte.
“Wie bitte, sind Sie etwa vollkommen irre?”, wisperte eine perplexe Jennifer ebenso leise zurück.
“Nein! Sind doch nur fünf!”
Irritiert schaute die Befehlshabende Offizierin des Teams mir ins Gesicht und meinte in fortwährenden Flüsterton entschieden: “Sie haben in der Tat und ohne jeden Zweifel beeindruckende Fähigkeiten! Aber das hier, was Sie jetzt vorhaben, riecht sehr gewaltig nach Größenwahn… Außer diese Kerle da haben wirklich keinerlei Ahnung wer Sie sind und zu was Sie fähig sind, sonst wären die garantiert vorsichtiger.”
Entschlossen schaute ich kurz noch einmal meiner Teamleiterin tief in die Augen, denn ich hatte meinen Entschluss gefasst, und sie spürte dass es keinen Sinn gab mich daran hindern zu wollen.
Danach wandte ich mich von Major Hailey ab, und musterte vorsichtig abschätzend den bärtigen Mann, welcher der Anführer des kleinen Trupps vor uns war an.
Von all den fünf Söldnern unbemerkt, schraubten die sich nicht in deren Blickfeld befindlichen übrigen Soldaten unseres Teams geräuschlos ihre Schalldämpfer auf die Waffenläufe. Zeitgleich hatte sich Major Jennifer Hailey in den Rahmen einer Tür gelehnt um zumindest ein klein wenig Deckung zu haben, während dabei ihre verdeckte linke Hand vorsichtig nach der Zat-Waffe an ihren linken Oberschenkelholster tastete.
Finster war ich in der Zwischenzeit auf die feindliche kleine Gruppe zugegangen, blieb aber einige Meter vor deren Anführer stehen.
“Was soll der Quatsch? Ihr Arschlöcher sollt euch ergeben!”, schnauzte der Bärtige im grimmigen Ton uns zu.
Nach einer kurzen Atempause fügte er: “Das ist die allerletzte Warnung: Gebt den Widerstand auf!” - hinzu.
Kaum hatte er das gesagt, drückte er auch schon gezielt in meine Richtung ohne auch nur eine Sekunde länger zu zögern den Abzug seiner Waffe durch.
Team 1
Immer noch sehr misstrauisch musterte Logan den hageren Mann, der ihn von irgendwoher bekannt vorkam. Oder er hatte auch vielmehr auch nur eine große verblüffende Ähnlichkeit mit jemanden, einer längst verblassten Gestalt aus seiner langen Vergangenheit voller Gewalt und Schmerzen, einen den er einst vor vielen Jahren ins Jenseits befördert hatte. Diese neu erweckte Erinnerung, die in seinen Geist gefangen war, brachten erneut viele der Schmerzen wieder lebendig vor den geistigen Auge in sein Bewusstsein zurück, es waren die größten Leiden, die er je hatte durchleben müssen.
Während Logan noch darüber nachdachte, wer dies sein könnte, hatte eine andere Person sich wieder gefangen. Eine die aufs Tiefste empört war, nämlich Miss Shen, die sich mit fester und gefasster Stimme entschlossen bemerkbar machte: “Mein Name ist Shen Xiaoyi, die Vorsitzende des IOA. Wir sind auf der Suche nach einem Team, welches hier bei ihnen war um mit ihnen zu sprechen - aber sich nicht wie vereinbart planmäßig zurückgemeldet hat. Darum verlange ich von Ihnen eine sofortige Auskunft über den Verbleib dieser Personen zu erfahren!”
Der Mann in dem Kittel lächelte sichtlich amüsiert über dieses Verhalten der Chinesin vor sich hin, und erwiderte: “Wir wissen darüber natürlich Bescheid Miss Shen. Wobei es natürlich sehr angenehm und schön ist eine alte Geschäftspartnerin mal wiederzusehen. Aber ich würde ihnen allen empfehlen alles an Ausrüstung abzulegen und natürlich auch die Waffen niederzulegen, die sie bei sich tragen - und betrachten sie sich somit alle zusammen als unsere Gäste!”
Argwöhnisch und aufs Äußerste angespannt behielt der noch bislang namenlose Wissenschaftler ganz besonders Logan im Blick seitdem er ihn erkannt hatte.
Nach einer kurzen theatralischen Pause fügte er hinzu: “Sehr gut übrigens dass sie auch noch Wolverine mitgebracht haben. Ich kenne ihn wie Sie ja wissen - von der Arbeit meines Vaters her, ehe er auf eine sehr tragische Art und Weise vor einigen Jahrzehnten zu Tode kam…”
Von einem Moment auf den anderen war nun Logan schließlich vollkommen bewusst woher ihn der Mann so stark erinnerte.
“Oh ja. Übrigens unhöflich von mir mich ihnen allen noch nicht vorgestellt zu haben: Ich bin Doktor Zander Rice! Wir wissen natürlich weshalb sie alle hier hergekommen sind - aus demselben Grund wie die anderen, die mit ihnen kamen…”
“Ganz genau”, knurrte Logan, “weil mir ihr Vater dieses Gift hier eingesetzt hat, und für die Schmerzen, die ich von ihm erhalten habe…”
Während er sprach, präsentierte der Mutant wütend seine mit dem Adamantium umhüllten Krallen.
Mit gespielter Schüchternheit erwiderte Doktor Rice: “Ein wirklich sehr bedauerlicher Nebeneffekt, den wir zu diesen Zeitpunkt noch nicht vorhersehen konnten, aber letztendlich unsere weiteren Forschungen am Waffe-X-Programm gut vorangebracht hat als wir es letztendlich festgestellt hatten…”
“Falls Sie denken, dass ich mich euch komischen Schießbudenfiguren ergeben werde, irrt ihr euch gewaltig!”, warnte Wolverine hasserfüllt, der unterstreichend eine Kampfposition einnahm.
“Um ehrlich zu sein, hatten wir es auch nicht angenommen - doch zu unserem Glück hat das Programm derartig unerwartet gute Fortschritte gemacht und Ergebnisse hervorgebracht, weswegen ich Vorkehrungen getroffen habe”, erklärte sich der hagere Wissenschaftler prompt, der mit seiner linken Hand aus einer Taschen seines Kittels eine kleine Fernbedienung hervorholte. Mit einem zufriedenen und siegessicheren Lächeln im Gesicht drückte er den grünen Knopf des kleinen Gerätes.
Eine bis dato verschlossene allem Anschein nach sehr stark gepanzerte Tür, zu der sofort sämtliche Augenpaare gewandert waren, öffnete sich daraufhin quälend langsam immer weiter.
Team 3
Von den Cockpitfenstern der Jumper aus, konnten alle sehen und auch hören was sich auf dem Dach unter ihnen abspielte.
Gedämpft aber deutlich war die schimpfende Stimme des Anführers der Söldner zu vernehmen: “Verdammt noch mal! Ihr habt nichts weiter gefunden, bis auf einige Batterien, einigen Kabeln und eine allen Anschein nach geschickt geöffnete Tür, oder was?”
Der andere zuckte daraufhin nur ratlos mit den Schultern und antwortete: “Die müssen hier aber irgendwo gelandet sein…”
“Was Sie nicht sagen”, brüllte Donald Pierce wütend seinen Untergebenen an. Dann nach wenigen Sekunden schon wirkte er wieder locker.
Kurz darauf schon, abermals sah er sich sehr genau aufmerksam noch einmal selber um, dann ordnete er an: “Sie und ihre Leute bleiben hier auf dem Dach - damit dieser Mist nicht noch einmal passiert!”
Stumm und sichtbar eingeschüchtert nickte der angesprochene Söldner, und Pierce trat vor sich hin schimpfend mit seinen anderen Leuten den Rückweg zu seinen Boss an.
“Na schön, wir brauchen somit wirklich die Hilfe des IOA”, stellte Scott Summers fest.
MacGyver seufzte kurz: “Ja. Ich mache das, wenn kein anderer sich meldet…”
Team 2
“Ach du Scheiße, was…?”, schluckte der ungefähr zwei Meter große grimmige bärtige Hüne, nachdem ich mich wieder aus der gebückten Haltung aufgerichtet hatte, das etwa eine Dutzend Kugeln aus meinem Körper rieselten und die Wunden sich wieder geschlossen hatten.
Diesen Moment der damit verbundenen lähmenden Fassungslosigkeit der damit fünf völlig ratlosen Söldner nutzte ich ohne Rücksicht aus. Mit einem Sprung überwand ich die übrige Distanz zu meinen Gegner, und rammte den Schützen alle meine Krallen in den Brustkorb.
Als wir beide gerade zu Boden gegangen waren, zischte es kurz einige Male über mich hinweg und auch die vier anderen Söldner gingen zu Boden.
“Wirklich ein sehr gutes Ablenkungsmanöver…”, begann Jennifer schmunzelnd als ein sichtbar genervter Wissenschaftler auf den Korridor getreten war.
Dieser war durch den Tumult in seiner Arbeit gestört worden, sah kurz zu uns hinüber, entdeckte die gerade eben getöteten Söldner und starrte mich erschrocken an.
Die Anordnungen von Major Hailey ignorierend machte er ohne weiter zu zögern kehrt, und versuchte sein Ziel zu erreichen. Doch bevor er den Alarmknopf drücken und die Sprechanlage benutzen konnte, feuerte die erfahrene Offizierin ohne zu zögern dreimal hintereinander ihre Zat-Waffe ab. Zuerst erwischte sie den Wissenschaftler, ehe sie die Alarmanlage und ebenso die Sprechanlage mit weiteren Treffern lahmlegte.
Mit einem zufriedenen Grinsen pustete die Soldatin kurz gegen die Spitze ihrer Waffe und erklärte: “Gut, dass ich die hier mitgenommen habe. Also sehen wir uns mal den Raum da drüben mal etwas näher an!”
Team 1
Auch Wolverine machte erschrocken eine Schritt zurück nach hinten, nachdem die Gestalt aus dem dunklen Raum herausgetreten war und jetzt für alle deutlich zu erkennen war.
“Sie verdammte Drecksack! Was haben Sie da nur getan?”, fragte ein wirklich fassungslos gewordener Logan, der feststellen musste geklont worden zu sein. Der Mutant durch diese unerwartete Bekanntschaft mehr als nur benommen wirkte.
Ein sehr amüsierter Zander Rice lächelte schon die ganze Zeit über. Nämlich von Beginn an als er den Knopf der Fernbedienung gedrückt hatte bis zu genau diesen Zeitpunkt hielt sein beinahe schon mehr als nur siegessicheres Lächeln an.
Oh ja, dieser nur an Erfolg und ohne Rücksicht ausgerichtet Wissenschaftler kostete diesen Moment des Schocks von Wolverine und auch der anderen geradezu genüsslich aus. Diese Überraschung hatte er hervorragend eingefädelt.
Doch Miss Shen hatte sich bereits schnell wieder von diesen Schockmoment erholt, und machte Doktor Rice einen Strich durch die Rechnung: “Schön, Zander. Du hast mehr als nur offensichtlich ein Meisterwerk vollbracht. Und… woher wusstest Du überhaupt das wir hier sind?”
“Ach ja, richtig. Bringt den Trecker her!”, ordnete Zander, dem das Lächeln entschwunden war, mit einer entsprechenden Fingergeste an.
Man musste nicht wirklich allzu lange warten, als eine mehr als schüchtern wirkende gebeugte und mit Tüchern verhüllte Gestalt hereingebracht wurde.
Grob riss einer der danebenstehenden Söldner die Kopfbedeckung runter, worauf ein hellhäutiger Mann, und somit eindeutig ein Mutant zum Vorschein kam.
Der verängstigte Mann drehte sich panisch weg. Weg vom Licht, welches ihn blendete und sofort auf seiner Haut im Gesicht empfindlich zu brennen begann.
Aber Wolverine hatte dieser kurze Moment bereits genügt als er sah, wer da versuchte sein schmerzendes Gesicht schnell wieder zu verbergen, daher murmelte er fassungslos: “Caliban! Du hilfst diesen miesen Kerlen, Caliban?”
“Es tut mir leid, Logan… Aber ich hatte keine andere Wahl…”, antwortete der schwer eingeschüchterte Albino, der nun doch noch einmal aufsah um seinen Gesprächspartner anzusehen.
Rice unterbrach die Unterhaltung: “Ein wirklich sehr gutes und vor allem passendes Stichwort: Auch ihr habt letztendlich keine andere Wahl! Also zum wiederholten Male: Befolgt meinen Ratschlag und legt alles ab!”
“Ich lasse mich nicht zu einer Geisel machen von dir machen”, entgegnete Miss Shen.
Auch First Lieutenant Jin, die ihre Waffe noch fester umfasste und mehr als nur bereit zu einem Kampf war, erklärte ihre Vorgesetzte unterstützend entschlossen mit zischender Stimme: “Das können Sie vergessen!”
Die IOA-Vorsitzende Shen ergänzte kurz darauf auch noch: “Diesen Schritt werden Sie bereuen, Doktor Zander Rice! Eine wichtige Antwort sind Sie uns aber immer noch schuldig: Wo sind die fünf Leute, die wir hierher geschickt haben um mit Alkali-Transigen über jenes Serum zu verhandeln?”
Einmal mehr legte der Wissenschaftler eine schauspielerische Pause ein, dann lachte er kurz herzhaft auf, ehe seine Miene wieder etwas ernster wurde um die Frage endlich zu beantworten: “Aber natürlich, meine Teuerste. Diese Antwort schulde ich Ihnen sicherlich noch, wie ungehobelt von mir. Nun ja: All diese Personen sind bedauerlicherweise tot. Ehrenhaft in oder nach einem kurzen Kampf gefallen…”
Mit einem - “Sie verfluchter Drecksack!” - fiel ihm Logan ins Wort.
“Sie müssen sich gerade zu Wort melden, Mister Howlett! Sie sind doch in Wahrheit selber ein Söldner und ein Killer!”, erwiderte Doktor Rice angewidert, während in dessen Auge klarer Hass aufflammte als er Logan dabei anblickte.
Einen kurzen Augenblick nur noch sah er voller Verachtung Wolverine an, danach wandte er sich mit einer eindeutigen Anordnung seiner neuesten Schöpfung zu: “X-24! Greif ihn dir mein Junge! Mach ihn fertig!”
Der geschaffene Klon von Logan wandte sich daher wie angewiesen seinem Original zu, und Doktor Zander Rice seinerseits richtete sich dann an das übrige Team: “Sehen Sie alle ganz genau hin! Sobald Waffe X von X-24 ausgeschaltet worden ist und am Boden liegt, werden sie alle hoffentlich noch ihre vorschnelle Meinung ändern, und somit erkennen dass es unklug ist sich mir zu widersetzen.”
Odyssee
Folge 1.13 - Unerwartetes Wiedersehen, Teil 1
Milchstraße
Erde
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Team 2
Wegen der jüngsten aktuellen Ereignisse betraten unser Team nur mit äußerster Vorsicht nach und nach den Raum, welchen der Wissenschaftler gerade erst vor wenigen Minuten verlassen hatte, welcher dann auch Major Jennifer Hailey mit ihrer Zat-Waffe außer Gefecht gesetzt wurde.
Doch war dieser dann doch eher auf Grund seiner Größe mehr eine Art Saal als ein einfacher Raum, welcher durch mehrere mobile Stellwände in mehrere unterschiedlich große Abteile abgetrennt worden war.
Dieser verstörende Anblick weckte eine unangenehme Erinnerung in mir.
Erinnerte mich an die Ereignisse in Tibet.
Benommen trat ich daher einige Schritte nach hinten.
Eingepfercht in einigen Isolationsräumen befanden sich ein knappes Dutzend Kinder.
Eine sich hier aufhaltende mexikanische Krankenschwester hob voller Angst ihre Hände in die Luft als sie zitternd aus ihrer Deckung hervortrat.
“Sie kommen um die Kinder zu retten - richtig?”, fragte sie voller Hoffnung zögernd.
“Das hier sind die Letzten, die noch am Leben sind…”, fuhr sie spürbar angespannt nach einer kurzen Pause fort.
Jennifer Hailey spürte schnell das von dieser Frau keinerlei Gefahr ausging und trat an diese heran, um begann sofort Fragen zu stellen.
Zugleich verschafften sich die Sanitäter in unserem Team einen Überblick über den Zustand der einpferchten Kinder.
“Diese Kids hier scheinen alle größtenteils ruhiggestellt worden zu sein… sind bis auf wenige Ausnahmen kaum ansprechbar”, stellte ein Sanitäter besorgt fest.
Indessen hatte die Krankenschwester Gabriela Lopez zu den Neuankömmlingen schnell Vertrauen gefasst, denn sie nickte verstehend auf die gestellten Fragen, beantwortete bereits die ersten und begann zu berichten woran Alkali-Transigen in den letzten Jahren unter der Anleitung von Doktor Zander Rice hier gearbeitet hatte. Auch die Bedeutung der Plünderer, der Privatarmee der Company, die unter dem Befehl von Donald Pierce stand ließ sie nicht aus.
Team 1
Scheinbar wie von Sinnen und jede sinnvolle Art von einer Taktik in einen Kampf zu gehen, begann X-24 seine Auseinandersetzung mit Logan.
Der Klon schlug am Anfang des Kampfes wie von Sinnen nach seinem Original, aber dabei meist auch ins Leere, und andere wurden pariert.
Der arme Wolverine hatte Selbstverständlicherweise von Beginn an immer noch massive Probleme zu realisieren gegen wenn oder was er da kämpfte.
Quasi aber letztendlich gegen sich selbst.
Gegen von einem verrückten Wissenschaftler geschaffenes böses Spiegelbild - seinen bösen Zwilling, der ihm bis aufs Haar glich.
Aber nur gefühllos in seine Richtung schaute als ob in diesen Körper gar keine Seele vorhanden war, setzte der Loganklon seine Attacken weiter fort und erzielte die ersten Treffer. Aber X-24 bekam postwendend die passende Antwort, und heulte gepeinigt auf als er einen Schnittwunde quer über den Rücken und im Anschluss auch noch die Brust hinnehmen musste. Zuvor hatte er erst mit seinen Krallen Logan in die rechte Schulter und den Bauch gestochen.
Mit mehr als nur sehr besorgten Mienen verfolgten Miss Shen und First Lieutenant Jin gemeinsam mit dem übrigen Team diesen Kampf der beiden Kontrahenten. Nur die Söldner sahen entspannt aus. Wachsam und bereit selber zu kämpfen, behielten die Militärs ihre Gegner stetig im Blick.
USA - Cheyenne Mountain Complex
Die von MacGyver über eine Videobotschaft berichteten Ereignisse über die vom IOA bewilligte Mission in Mexiko waren schlimmer als angenommen.
Durch den bisherigen Verlauf der noch laufenden Mission bestand für General O´Neill deswegen nur noch wenig Hoffnung für das erste Team, das gesucht und herausgeholt werden sollte. Daher ließ der Leiter des Homeworld Command auch umgehend seine vielen guten Kontakte zu allen möglichen wichtigen Personen spielen, die ihm helfen konnten.
Mit Erfolg, denn nach nur einigen Telefonaten, hatte er alle notwendigen Personen für die so wichtige Videokonferenz zusammengetrommelt und bezog auch Team 3 mit ein, welches nach wie vor in Mexico-City in Position blieb.
Mexiko, Mexico-City - Alkali-Transigen
Alle Mitglieder von Team 3 nahmen mit großer Erleichterung die Information zu Kenntnis, dass man sich für ein schnelles und konsequentes Eingreifen, dieses Mal mit Hilfe und der Unterstützung der mexikanischen Polizei entschieden hatte. Diese sollten aus Einheiten der Stargate Command Base und Homeworld Command bestehen und die Einsatzteams in Mexiko unterstützen.
Dies war der Beschluss den Jack O´Neill mitteilte. Danach gab er noch Anordnungen wie sich die Besatzungen der drei Puddle Jumper vor Ort verhalten sollten: Zwei sollten über den Gelände kreisen und als Aufklärer fungieren, während der dritte in der Nähe des Bereiches des Zugangs bereithalten sollte für den Fall das Personen der anderen Teams dort auftauchen sollten.
Team 2
“… diese Typen hier wollten diese Kids wirklich als Waffen einsetzen?”, hakte Jennifer schockiert nach, worauf Gabriela dies abermals bejahte.
“Diese verfluchten Mistkerle! Okay. Wir helfen Ihnen und den Kindern hier so schnell es nur möglich ist heil herauszukommen!”, entschied Major Hailey.
“Danke. Aber Sie müssen unbedingt noch etwas sehr Wichtiges erfahren.”
“Und was wäre das?”
“Doktor Zander Rice hat etwas Neues erschaffen. Es hat auch ihre Freunde getötet. Ihre Freunde, die eine Probe zur Heilung oder Behandlung von Wolverine aushandeln sollten.
Das Ergebnis war wohl so erfolgreich dass Doktor Rice deswegen entschieden hat sich aller Kinder so schnell es geht zu entledigen, bis auf einige Ausnahmen, um…”
Während die Krankenschwester noch berichtete, blieb natürlich unserer fassungslosen Teamleiterin für eine zeitlang die Luft weg. Wir wussten nun dass das andere Team, welches wir suchten, brutal ermordet worden war.
“… die Ermordung ihres Teams hatte den Zweck unter anderem Wolverine und noch einige andere Mutanten wenn möglich hierherzulocken um ihnen eine Falle zu stellen…”, erzählte Gabriela Lopez weiter, die dabei auch noch zeitgleich versuchte Jennifer Hailey zu helfen sich in das Computernetzwerk von Alkali-Transigen einzuloggen.
Team 1
Einmal mehr und zum wiederholten Male hatte X-24 blind und ohne den Ansatz einer klaren erkennbaren Strategie Wolverine angegriffen, und nicht entscheidend nachgesetzt, so konnte sich Logan für beinahe jede Aktion sofort revanchieren.
Und falls diese aus dem Labor von Doktor Zander Rice stammende Kreatur doch eine verfolgte, dann nur diese: Nämlich seinen nur mehr als nur ebenbürtigen Gegner schwere Verletzungen zuzufügen. Worauf er allerdings sich nur schwer einstellen konnte war, dass er mit Logan einen Gegner hatte, der wie er war.
Doch bei alledem hatte der Klon von Logan einen wichtigen Vorteil, sein Kreislauf war stark aufgeputscht mit dem Serum, was den Plan des X-Men so gut wie unmöglich erscheinen ließ, nämlich den Gegner so schnell wie möglich kampfunfähig zu machen, denn die Wunden heilten ungewöhnlich schnell. Schneller als die Verletzungen, die er Wolverine zufügte, und er schien doch immer mehr von seinen Fehlern zu lernen.
Mitunter waren auch die Kraftverhältnisse zwischen den beiden bewaffneten Gruppen zu Gunsten von den Leuten um Doktor Rice gekippt, weil Donald Pierce mit einer großen Schar von Söldnern hinzugestoßen war.
“Ui, beinahe wäre ich zu spät zu den größten Kampf des Jahres erschienen”, unkte der Anführer der Söldner, die sich aus ehemaligen Elitesoldaten, Soldaten und Kriminellen zusammensetzte, welche wie er auch selbst teils mit hochentwickelten Prothesen optimiert worden war.
Dann fuhr er nach kurzer Pause an den Leiter der Einrichtung gewandt fort: “Wir haben bislang keine weiteren Störenfriede finden können…”
Der Söldner bemerkte dass sein Bericht ungehört blieb, denn der Wissenschaftler schaute nur kurz mit einem zufriedenen Lächeln in die Runde, und war ansonsten von dem Kampf der beiden Kämpfer gefesselt.
Nach nur wenigen Minuten war auch Donald Pierce fasziniert von dem Duell zwischen Logan und seinem Klon, und nach bereits kurzer Beobachtung stellte er grinsend fest: “Waffe X hat keine Chance - er wird früher oder später den Kürzeren ziehen… und danach entledigen wir uns der anderen Eindringlinge dort!”
Ohne ein Wort zu sagen nickte Zander Rice zustimmend.
“… wobei ich eigentlich immer ein großer Fan von ihm war…”, murmelte der Söldner leise, als Logan einen weiteren schweren Schlag kurz hinter einander hatte einstecken müssen. Dieses Mal wurde die linke Schulter des X-Men schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Team 2
“He! Moment mal, habe ich etwas mit den Augen? Soll das etwa bedeuten es gibt Logan… James Howlett gibt es jetzt zweimal?”, stutzte Jennifer überrascht als sie die Bilder auf dem Monitor sah.
“Ja, Major Hailey. Und es tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen: Leider wird Wolverine dieses harte und brutale Duell verlieren - und kurz darauf ihre anderen Freunde ihre Leben, wenn er und sie nicht schnell wirkungsvolle Hilfe erhalten”, bestätigte Gabriela Lopez mit bedrückter Stimme, nachdem sie alles so gut berichtet hatte wie sie es konnte, während die meisten aus unserem Team den laufenden Kampf der beiden auf einem Monitor verfolgten.
“Dann sollte ich mich mal besser ganz schnell auf den Weg machen um meinen Kumpel mal zur Abwechslung zu helfen. Er war da, zusammen mit vielen der X-Men um mich und die anderen Verschleppten aus diesem Labor in Tibet zu befreien, sowie vor einigen Tagen um meine Familie und Freunde vor den Wraith zu beschützen, und er hat mir auch geholfen damit zu recht zu kommen, was man aus mir gemacht worden ist…”, murmelte ich kurz, bevor ich, ohne auch noch länger auf die Freigabe meiner Teamleiterin Major Jennifer Hailey abzuwarten, verschwand.
“Verfluchter Mist! Was? He!”, war alles was die sichtlich wütend gewordene Soldatin zu meiner jüngsten Aktion noch hervorbrachte, bevor sie mich nicht mehr sah.
Team 1
Wie bereits von Pierce prophezeit gewann X-24 immer mehr die Oberhand über seinen Gegner. Dies lag aber wohl auch an einigen kleinen Infusionsbehältern, die ihm zeitweise hin und wieder etwas von dem hellblauen Serum injizierten, und frisch seinem Kreislauf zuführte.
Mehrmals nutzte der Klon von Logan eine seiner wenigen Chancen wieder einmal brutal aus, und stach erneut mehrfach mit seine Krallen in den Oberkörper seines Gegners ein. Wolverine taumelte schwer getroffen und mitgenommen nach hinten, wobei er es aber irgendwie noch verhinderte weitere schwere Treffer und frische Wunden zu verhindern.
Vorerst.
Logans gesamte Kleidung, welche er am Körper trug, hing größtenteils nur noch in blutdurchtränkten Fetzen an ihm herab. Anders sah es bei seinem Widersacher aus, wo nur wenige aber gezielte Stiche zu erkennen waren.
Doch erneut kam der Klon mit einem weiteren harten Treffer durch, mit der Folge das Logan keuchend zusammensackte und in die Hocke ging.
Und bevor der Loganklon zum finalen Schlag ausholen konnte, rief Doktor Zander Rice mit lauter Stimme: “Stopp! X-24 Stopp! Mister Howlett, machen Sie sich es sich und auch uns nicht unnötig noch weiterhin schwer: Sehen Sie es endlich ein, es ist sinnlos noch weiter Widerstand gegen X-24 zu leisten! Also geben Sie auf, denn alleine hat auch ein Mutant ihrer Fähigkeiten keine Chance gegen ihn - höchstens zu zweit…!”
Logan hustete Blut, als er mühsam wieder auf die Knie kam.
“Na gut”, brummte er angeschlagen, während seine Wunden langsam durch die unerwartete Pause wieder kontinuierlich zu heilen begannen, “wenn das so ist… ihr verfluchten Arschlöcher… wir werden ja sehen…”
Sich immer noch sichtbar sehr mit sich kämpfend erhob er sich langsam weiter, bis er wieder auf seinen immer noch etwas wackeligen Füßen stand. Er hatte aber auch das Wissen darauf vertrauen zu können dass irgendwann Hilfe kommen müsste.
Das überhebliche Grinsen auf dem Gesicht des Wissenschaftlers erstarb als er erkennen musste, was der Mutant vorhatte, der sich das Blut aus den Augen wischte welches seine Sicht beeinträchtigte. In seiner Unterlage hatte er aber die beiden Infusionsampullen mit dem Serum entdeckt, die an seinem Gegner befestigt waren.
“Das darf doch nicht wahr sein”, wisperte Donald Pierce Kopfschüttelnd, “der will doch nicht etwa weitermachen? Denn wenn er das tut, macht X-24 ihn endgültig fertig.”
Zander Rice bestätigte dies.
Und wie zur Bestätigung forderte Logan an die Adresse seines Klons: “Na los, komm her! Na los, du mieser Drecksack! Komm her!”
Jener sah ihn kalt und verständnislos an, blickte kurz in Richtung seines Schöpfers, der ihm befahl: “X-24 beende es jetzt, und töte ihn! Schneid ihm den Kopf ab!”
Grimmigen Blickes wandte sich der Klon wieder Wolverine zu. Beide waren dazu bereit, den Kampf wieder aufzunehmen. Allerdings hatte der Mutant einen Plan gefasst, um das Blatt mit etwas Glück doch noch zu wenden.
´Jonathan, wo bleibst du nur´, dachte nicht nur allein First Lieutenant Jin, die sich bereits innerlich immer mehr auf den Kampf mit den Söldnern vorbereitete wie alle anderen Soldaten in ihren Team ebenfalls.
Irgendwo im Gebäudekomplex
Unterwegs durch die langen Korridore eilend, kam ich des Öfteren an mehreren Söldnern vorbei, die ohne jeden Erfolg versuchten mich aufzuhalten.
Nach einem weiteren kleinen ungewollten Zwischenhalt, nahm ich wieder Tempo auf. Versuchte mich so gut es ging zu beeilen um Team 1 endlich die erhoffte Verstärkung zu bringen. Doch mitten im vollen Lauf wurde ich abrupt ohne jegliches Vorzeichen von einem dunklen großen und massigen Schatten aus der Bahn geworfen.
Im Fallen noch konnte ich mich noch geradeso abfangen. Wirbelte bereits nach einen kurzen Bodenkontakt wieder herum, bereit mich diesen unerwarteten Gegner zu stellen.
“Victor?!”, murmelte ich perplex als ich den Mutanten erkannte, welchen ich aber nur durch Beschreibungen kannte.
Der alte Mutant hatte kurz darauf als Antwort für mich nur ein böses Lächeln aufgesetzt.
