08.10.2026, 19:32
Wie auch im alten Forum gehört natürlich auch noch die erweiterte Version der Pilotfolge zu Stargate: Battlestar Galactica/Elysium dazu, die ich nicht der Leserschaft vorenthalten möchte. Doch es gibt ein paar Unterschiede, denn im alten Forum war dies der Abschluss dieser FF-Serie, aber dieses Mal kommt es gleich nach dem Ende von SG: BSG Season 2.1 und von SG:BSG - Elysium - , und zwar in einem separaten erstellten Thema.
Anmerkung:
Die überarbeitete Version der Pilotfolge, welche sich aus Szenen der letzten beiden Elysium-Folgen (Elysium I & Elysium, Part II), sowie den ersten zwei Episoden von SG: BSG (Licht und Dunkel & Informationen, (einige Szenen habe ich rausgelassen, wie z.B. das erste Gespräch zwischen Kara und Jack, da es sonst noch länger geworden wäre) und noch unbekannten Szenen zusammensetzt.
Diese überarbeitete Version gibt es in zwei Teilen.
Heute gibt es den 1. Teil davon.
Viel Spaß beim Lesen
Andromeda-Galaxie
Orbit - Planet Kobol
Ein Raider der Zylonen, welcher sich auf Patrouille befunden hatte, hatte eine kleine Armada - bestehend aus mehreren Basisschiffen - nach Kobol geführt. Und das auch nur, weil er kurz zuvor zufällig auf die sich dort aufhaltende Mercury-Flotte gestoßen war.
Battlestar Mercury - CIC
“Das habe ich befürchtet. Wir werden jetzt von Zeus gestraft werden, indem wir für diesen Frevel einen hohen Blutzoll bezahlen müssen”, stöhnte Jiram klagend, der sich gerade an Bord der Mercury aufhielt. Deshalb ergriff er sofort seine Gebetskette, um die Götter von Kobol wieder einmal um Vergebung zu bitten.
Doch die eingetroffene Flotte der Zylonen eröffnete noch nicht das Feuer auf die Schiffe der 12 Kolonien.
Nein.
Stattdessen forderten sie die Menschen in einem freundlichen, aber doch sehr klaren bestimmenden Ton dazu auf, sich sofort bedingungslos zu ergeben, und auch die Enterungstrupps der Zylonen an Bord aller Kolonialen Schiffe zu lassen, die dann dort selbst das Kommando übernehmen sollten.
Admiral Baker brummte: “Das hätten die wohl nur allzu gern. Diese verfluchten Toaster!”
“Sehe ich genauso. Erst zerstören sie ohne Vorwarnung unser Zuhause, verfolgen uns mit dem Ziel unsere Rasse komplett auszulöschen, und nun versuchen sie uns mit einer neuen Masche zu ködern, indem sie einen auf freundlich machen”, stimmte Colonel Hopkins zu, der skeptisch auf das DRADIS schaute.
“Was machen wir nun?”, fragte Miranda Addison, die in das CIC geeilt war.
“Wir evakuieren natürlich so schnell wie nur möglich Kobol! Dann ziehen wir uns erst einmal umgehend zurück!”, erklärte Steven Baker.
Zufrieden stellte er fest, dass sein XO sich bereits darum gekümmert hatte, und die nötigen Anweisungen gab.
Aber auch sämtliche kolonialen Shuttles und Raptor hatten schon begonnen Kobol zu verlassen, nachdem die Basisschiffe der Zylonen im System aufgetaucht waren.
Zylonisches Basisschiff
An Bord seines der Basisschiffes grinste Mephisto vor sich hin, denn eigentlich war er nur unterwegs, um den anderen Zylonen zu folgen, und für den benötigten Nachschub zu sorgen. Dabei hielt er immer wieder kurz an, um Patrouillen loszuschicken, die er weiterhin Ausschau nach versprengten Überlebenden der Angriffe auf die Planeten der 12 Kolonien halten ließ. Er hatte zwar sowieso vorgehabt einmal nach Kobol zu reisen, um sich diese Welt persönlich und genauer anzusehen - doch dass er dabei auf eine der großen gesuchten Flüchtlingsflotten, und dazu noch unerwartet auf die der Mercury traf, überraschte ihn dann doch sehr.
“Die haben sich also getrennt”, murmelte er, als er wie alle anderen feststellte, dass zahlreiche Schiffe nicht dabei waren.
“Wo ist denn nur die Nyx und der dazugehörige Rest? - Irgendwelche Aktivitäten um uns herum?”, fragte Mephisto daher skeptisch in die Runde, der den Menschen eine solche Falle durchaus zutraute.
“Von weiteren Schiffen der Menschen keinerlei Anzeichen. Aber es verlassen weiterhin, seitdem wir hier sind, mehrere Shuttles und Raptor die Oberfläche dieses Planeten”, antwortete eine Drei.
“Sieht so aus, als ob wir nicht sonderlich willkommen sind”, stellte ein Vierer fest.
“Das wundert mich überhaupt nicht”, bemerkte eine Sechs schnippisch.
“Dir und allen anderen ist aber schon klar, dass wir uns aber auch verteidigen müssen, für den Fall eines feindlichen Angriffs”, stellte ein anderer Einser kühl fest.
Und so stimmte die Mehrzahl dafür, sofort alle Jäger zu starten, um die Shuttles und Raptor der Kolonien abzufangen, und die Piloten aufzufordern in den Hangars der Basisschiffe zu landen.
Battlestar Mercury
Dieses Vorgehen der Zylonen wertete man an Bord aller Kampfsterne als klare Provokation und eine weitere Kriegshandlung.
“Habe ich es mir doch gedacht. Von wegen friedliche Absichten. Dreckspack. Die wollen nur eine sehr große Anzahl unserer Leute, die sich auf dem Rückzug befindet als Geiseln nehmen, um uns dann in die Knie zu zwingen - aber das lasse ich nicht zu. Nicht mit mir… Alle Abwehrgeschütze auf die feindlichen Jäger richten! Feuer frei! Und sofort alle übrigen Vipergeschwader startklar machen und starten, sobald die Schutzzone errichtet ist!”, befahl Admiral Baker voller Grimm und Hass in seiner Stimme.
Im Orbit von Kobol brach kurz darauf ein wahres Inferno los, das an die vergangenen Kämpfe erinnerte, die schon über ein Jahr zurücklagen. Wobei beide Seiten auf den ersten Blick jeweils gute Chancen hatten diese Schlacht um Kobol zu gewinnen.
Die Zylonen hatten bereits nach ihrer Ankunft sofort sämtliche Raketen auf die Schiffe der Kolonien gerichtet und feuerten diese nun ab. Viele dieser Raketen detonierten aber glücklicherweise in der von den Abwehrgeschützen errichteten Schutzzone, welche bereits eine große Anzahl der zylonischen Jäger zerstört hatten.
Die übrigen Raketen hingegen die doch noch durchkamen, prallten zum Glück auf die Ummantelungen der Kampfsterne, die sich zum Schutz zwischen die zivilen Schiffe und der Armada der Zylonen geschoben hatten, auf.
Admiral Baker schäumte vor Wut, denn die immer noch andauernde Anwesenheit der zivilen Schiffe machte es ihm unmöglich, mit den Kampfsternen, in die erforderliche Offensive zu gehen, um den Zylonen wirkungsvoll zuzusetzen. Er sah sich daher gezwungen, den Kapitänen dieser Schiffe Dampf zu machen; auch ordnete er den Rückzug zu den Notfallkoordinaten für die beiden Schiffe der Berzerk-Klasse, sowie für zwei Kampfsterne an, die die zivile Flotte begleiten sollten.
Die ersten Rückmeldungen erreichten ihn gerade, als die Ariel von den Raketen eines zylonischen Jägers, welcher den Verteidigungsring dann doch durchbrechen konnte, zerstört wurde.
“Die sollen endlich ihre Ärsche hier wegschaffen!”, brüllte Colonel Hopkins wütend in die Richtung eines Kommunikationsoffiziers.
Das gleiche schreckliche Schicksal ereilte dann schließlich auch noch wenige Minuten später die Bianca.
“Mercury! Das waren Atomraketen!”, schrie einer über Funk.
“Verfluchte Toaster!” schimpfte der XO der Mercury laut, konnte aber noch auf dem DRADIS erkennen, wie die zivilen und die vier militärischen Schiffe wie angeordnet wegsprangen.
Dann wurde die Mercury von mehreren Treffern erschüttert. Die Glastüren gingen zu Bruch und zerbarsten, Konsolen stürzten um, und alle, die sich im CIC befanden, stürzten hart zu Boden.
“Meldung!”, schrie Admiral Baker über den Lärm hinweg, während er sich wieder aufrappelte. Zu seiner Zufriedenheit erhielt er die erlösende Rückmeldung, dass die verbliebene zivile Flotte gerade noch rechtzeitig vor den angreifenden zylonischen Jägern entkommen war, ebenso der abgestellte militärische Begleitschutz.
Jetzt sah der Admiral nach seinem XO, der immer noch auf dem Bauch liegend vor dem Taktiktisch auf dem Boden lag, und sich bislang einfach nicht rührte.
Stattdessen breitete sich eine rote Pfütze unter ihm aus.
“Oh nein!”, stöhnte Steven Baker, dann ging er zu Hopkins hinüber, und drehte diesen leise böse Flüche ausstoßend vorsichtig auf den Rücken.
Der Admiral kannte nun den Grund, weshalb sich sein XO nicht mehr erhoben hatte - eine Glasscherbe hatte sich in dessen Hals gebohrt und dem Colonel dabei die Halsschlagader durchtrennt.
Baker löste langsam seinen Blick von dem leblosen Körper seines langjährigen ersten Offiziers, und trat dann von der immer größer werdenden Blutlache zurück.
“Admiral!”, schrie der Taktikoffizier. “Unsere Piloten werden da draußen abgeschlachtet. Drei weitere Basisschiffe haben so eben Kobol umrundet, somit sind es jetzt zehn Basisschiffe.”
“Alle Geschwader langsam zurückziehen! Die Piloten haben 15 Minuten, zurück in die Ställe zu kommen, dann verschwinden wir von hier! FTLs auf Stand-by!”, brüllte Admiral Baker frustriert, der vollkommen unerwartet seines XO´ beraubt worden war.
Die Zeit schien auf einmal still zu stehen; denn die Zylonen ließen ihre Waffen nur noch einmal eine kurze Salve abfeuern, dann schwiegen sie. Auch die zylonischen Jäger drehten unerwartet ab, um sich neu zu formieren.
“Was zur Hölle tun die da?”, fragte einer der Piloten.
“Kann uns doch egal sein; zurück zu unseren Schiffen… Verflucht! Ich habe fast keine Munition mehr”, bemerkte Captain Nash ärgerlich, dann steuerte er eine der vier Landebuchten der Mercury an.
Die Zylonen meldeten sich erneut via Funk bei Steven Baker und wiederholten betont ihre Forderung ein letztes Mal. Doch der Admiral nahm zuerst keine Notiz davon, denn er wartete, bis man ihm mitteilte, dass alle Viper gelandet seien.
“Also gut”, hustete Admiral Baker nach einer Weile und erbat sich etwas Zeit, dann ließ er die Verbindung zu den Zylonen trennen.
“Ich will, dass sämtliche Hauptgeschütze auf das nächstliegende Basisschiff ausgerichtet werden! Die Blechmonster haben auch Schäden erlitten”, teilte er den kommandierenden Offizieren der anderen Kampfsterne seine Absichten mit.
Captain Lucas Nash, der kurz zuvor sicher gelandet war, betrat gerade das CIC, als er noch die Worte des Admirals hörte. Verzweifelt versuchte er ihn zum Rückzug zu bewegen.
“…bitte, tun Sie das nicht, Sir. Verschwinden wir, so lange wir es noch können”, flehte Nash den Admiral an, seinen Plan zu vergessen.
“Was? Vergessen Sie es Captain! Die Toaster bekommen ihre Antwort. Nur nicht die, die sie erwarten!”, schnauzte er den jungen Offizier an, dabei deutete er auf seinen toten XO.
Dadurch war Lucas abgelenkt und sah deshalb den Schwinger des Admirals nicht kommen, welcher ihn in den Magen traf und ihm die Luft raubte. Getroffen sackte er zusammen, schon traf ihn der nächste Schlag an der Schläfe, der ihn besinnungslos zu Boden beförderte.
“ICH befehle hier, und kein Halbstarker, der keinerlei verfluchte Ahnung hat!”, brüllte Admiral Baker den bewusstlosen Nash an.
“Schafft ihn mir aus den Augen, und steckt ihn in die Brig!”, befahl er einigen Marines, die kurz darauf Lucas Nash aus dem CIC trugen.
“Ziel erfassen! Feuer!”, befahl Admiral Baker grimmig. ´Da habt ihr meine Antwort, ihr verfluchten Toaster´, dachte er.
Dass sich diese Entscheidung als tödlich für mehrere hunderte Menschen erweisen sollte, sowie weitere schwere Verluste einbringen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn zu Beginn schien sein waghalsiger Plan aufzugehen.
Schnell wurde das erste Basisschiff der Zylonen zerstört. Während sich die Kampfsterne nun dem zweiten Basisschiff der Zylonen zuwandten, griffen wieder die zylonischen Jäger in das Kampfgeschehen ein, die die ganze Zeit abgewartet hatten.
Admiral Steven Baker zuckte erschrocken zusammen, als die Kennungen der Hades und der Plejadiais auf dem DRADIS-Monitor verschwanden - die Zylonischen Jäger hatten soeben mit Hilfe eines Nuklearangriffs zwei Kampfsterne erledigt.
“Wie konnte ich nur diese verdammten zylonischen Jäger vergessen”, murmelte Baker und musste mit ansehen, wie sich die Zylonen bereits der Saggitaron näherten, und auch über diesen Kampfstern herfielen - wenige Minuten später explodierte ebenfalls dieser Battlestar.
Jeder Commander an Bord der verbliebenen Kampfsterne bemerkte die aussichtslose Lage. Die Schlachtschiffe der Menschen verschwanden, um sich in Sicherheit zu bringen, mit Hilfe der FTL, die auf Stand-by geschaltet waren.
Es war nur ein schwacher Trost für die Menschen, dass man zwei Basisschiffe zerstört, sowie zwei weitere stark beschädigt, und zahlreiche feindliche Jäger vernichtet hatte.
Nach dem Überlichtsprung war die Flotte wieder beisammen, und unternahm mehrere Sprünge hintereinander, um möglichst viel Raum zwischen sich und den Zylonen aufzubauen.
“Oh ihr Götter! Was habe ich nur getan”, keuchte der Admiral vor Schmerz auf, als ihm das Ausmaß dieser Niederlage, in den eintreffenden Berichten immer deutlicher vor Augen geführt wurde.
Elysium
Die neue Hauptstadt der Überlebenden der Nyx-Flotte war in den vergangen Monaten immer weiter gewachsen. Man hatte sich letztendlich dafür entschieden, so wie es Colonel Simon O’Hara vorgeschlagen hatte, diese Stadt: Elysium-City zu nennen.
Die große Nyx-Station hatte man schon längst wieder in die einzelnen Module zerlegt, um diese unter anderem die Werft, die für die Fertigung, Wartung von Kampfsternen, und zur Förderung von Rohstoffen zu nutzen, wie man es in Friedenszeiten vorgesehen hatte, und sich auf der Rückseite des Mondes von Elysium befand.
Das wichtige Munitionsdepot lag in einem der anderen Planetensysteme, das man als Evakuierungsort auserkoren hatte.
Bei der Haupt-Rumpfsektion, die das Herzstück der großen Station gewesen war. war man dabei, diese in der Werft in einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse umzurüsten, weil dies technisch keinerlei Probleme darstellte, und auch so von den Ingenieuren eingeplant gewesen war.
Das Thyliumraffineriemodul befand sich auf einem der Monde, die um einen Nachbarplaneten kreisten, um den benötigten Treibstoff zu fördern.
Admiral Samuel O’Hara befand sich gerade im Regierungsgebäude, und unterhielt sich in sehr entspannter Atmosphäre mit Präsident Bruce Wales, als es unerwartet an der Tür klopfte.
“Herein”, bat der Präsident.
Die Tür schwang auf und Commander Alexander Nash trat ein, und nickte beiden Männern zu: “Herr Präsident. Admiral O‘Hara. Ich habe ein ernstes Anliegen und würde gerne mit ihnen beiden darüber sprechen.”
“Bitte setzen Sie sich doch. Um was geht es dabei, Commander?”, fragte Präsident Wales neugierig. Auch das Interesse von Samuel O’Hara war geweckt.
“Ich mache mir Sorgen. Sie haben beide Kenntnisse davon, was Admiral Baker Commander Edwards angetan hat…”, begann Nash und hielt inne.
“Ja, und weiter!”, forderte Admiral O’Hara den Commander dazu auf, fortzufahren.
Commander Nash atmete kurz durch, ehe er fortfuhr: “Aus den Akten geht hervor, dass er zu emotionalen Handlungen neigt. Und ich fürchte, dass alle, die bei ihm sind, in großer Gefahr schweben – schon aus diesem Grund will ich mich auf die Suche nach ihm machen und dazu noch meinen Sohn Lucas nach Hause holen, Sirs!”
“Das ist es also”, brummte Samuel O’Hara, der sich an eine Besprechung an Bord der Nyx erinnerte.
“Sie sind vor einiger Zeit Vater geworden, Commander. Und werden, so viel ich weiß, sogar auch noch bald Großvater”, gab der Präsident zu Bedenken, und wies mit seinen Worten das Anliegen zurück.
Doch Alexander Nash ließ nicht locker und unternahm einen weiteren Versuch.
“Herr Präsident. Admiral O’Hara. Ich bin mit Sicherheit in der Lage, Baker zu finden. Ich vermute sogar, wo ich ihn finden könnte. Und eins weiß ich: Colonel Hopkins wird ihn zur Vernunft bringen, wenn er zu oft Prügel von den Zylonen bezieht; auch mein Sohn wäre dazu durchaus in der Lage.”
Samuel O’Hara schüttelte gutmütig den Kopf, und erklärte: “Wäre immerhin möglich, Alex. Doch die Chancen sind gering, die Flotte von ihm anzutreffen. Du weißt, ich bin dabei, unsere Koloniale Flotte in neue Battlestar Groups aufzuteilen. Und somit kannst du schon mal nicht diese Mission übernehmen, falls der Präsident - und auch ich diese genehmigen sollten.”
Bruce Wales stimmte dem zu: “Wir werden darüber noch einmal ausführlich beraten.”
Dies gab Commander Nash zumindest ein klein wenig neue Hoffnung.
Es dauerte einige Tage, dann entschied man, einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse für diesen Auftrag zu entsenden. Und in einer anschließenden Versammlung, an der alle kolonialen Offiziere teilnahmen, die im Rang eines Admirals, Commanders und Colonels waren, stimmten dafür, dass Commander Jonathan Richard Edwards dieser Herausforderung am Besten gewachsen war, da er sich nicht von Admiral Baker in keinerlei Weise beeindrucken ließ.
Edwards erbat sich etwas Bedenkzeit. Seine Frau war nicht gerade davon begeistert, andererseits hatte sie so die Möglichkeit, sich mehr um die Kinder zu kümmern. Damit stand seine Entscheidung fest, den Auftrag anzunehmen.
Am nächsten Tag wussten auch der Präsident und die Admiralität, die aus Admiral Samuel O’Hara, Admiral Diana McBride und Admiral Alexander Nash bestand, und auch seine restliche Familie darüber Bescheid.
Nun war es an ihm, sich einen der Kampfsterne der Valkyrie-Klasse auszuwählen, er entschied sich, die Leonis zu nehmen und die Mission genau vorzubereiten.
Einige Tage später, auf dem Flugfeld des militärischen Teils des Raumhafens, trat Admiral O’Hara an Commander Edwards heran: “Commander, Sie kennen ihre Befehle: Zu den letzten gemeinsamen Koordinaten fliegen und dort einige Zeit ausharren! Passen Sie gut auf ihre Crew und natürlich auf sich selbst auf.” Während O’Hara das sagte, überreichte er Edwards noch einen dicken Umschlag.
In einem Moment der Unachtsamkeit sprang ein Junge über die Absperrung.
“Dad! Bitte geh nicht!”, rief Ryan, der sich seit geraumer Zeit mit seinem Vater ausgesöhnt hatte.
“Solltest Du denn nicht um diese Zeit in der Schule sein!”, bemerkte Jonathan Edwards und sah seinen Sohn, der nun vor ihm stand, streng an.
“Eigentlich schon”, gestand der Junge, und ließ seinen Rucksack von den Schultern gleiten. Er hatte unglaubliche Angst, dass er seinen Dad nie wiedersehen würde.
“Verwahr das für mich und pass gut auf deine Mom sowie auf Tabita und Lucas auf, so lange ich weg bin!”, ordnete Edwards an und drückte zum Abschied Ryan noch einmal liebevoll an sich, als er ihm etwas aushändigte, was er von seinen Vater selbst einst vor einer Mission erhalten hatte, ehe er in den wartenden Raptor stieg.
Orbit von Elysium
Battlestar Leonis
Commander Jonathan Richard Edwards betrat das Combat Information Center der Leonis, einem Kampfstern der Valkyrie-Klasse. Erstmals seit ungefähr sechs Jahren würde er wieder ein Kommando führen.
“Commander an Deck”, sagte der XO, nahm Haltung an und salutierte.
“Ist schon gut, Colonel Hale. Wie ist unser Status?”, fragte Edwards, während er ebenfalls salutierte.
“Die Speicher wurden gelöscht, beziehungsweise ausgetauscht, die auf die Lage von Elysium hinweisen könnten. Alle relevanten Daten wurden ausgedruckt oder auf Speichermodule kopiert, damit die Zylonen nicht an wichtige Informationen gelangen. Alle Leute sind an Bord, ebenso die Vorräte. Die Computer sind hochgefahren - kurz gesagt, wir sind bereit, Sir”, meldete Colonel Mike Hale, und legte seinen Bericht auf den Taktiktisch für den Commander hin.
Commander Edwards nickte zufrieden. “Also gut. Bringen Sie uns raus! XO, Sie haben die Wache! Ich bin kurz in meinem Quartier - mein Gepäck unterbringen.”
“Verstanden, Commander.”
Während Jonathan Edwards wieder das CIC verließ, gab Mike Hale den Befehl für den ersten FTL-Sprung.
Wenige Minuten später betrat Edwards sein Quartier, legte den Bericht seines XO auf seinen Schreibtisch und das Gepäck, was er noch dabei hatte vor dem Schrank ab. Dann nahm er den Umschlag in die Hand, den ihm Admiral O’Hara vor seiner Abreise gegeben hatte, riss ihn auf und begann, in den Papieren zu blättern.
“Wieder so ein Geheimbefehl”, seufzte er und las weiter.
Als er fertig war, wusste er Bescheid und dachte: ´Also darum geht es.`
Eine Stunde später setzte er sich mit seinem Führungsstab zusammen, um sie in Kenntnis zu setzen, worum es noch ging.
“Die radioaktive Signatur, die von einer Explosion stammt, die wir vor einigen Monaten gemessen haben”, erinnerte sich der XO.
“Richtig. Wir haben zunächst den Auftrag, dorthin zurückzukehren, wo sich Admiral Baker von uns getrennt hat - im sogenannten Bereich der Null-Koordinaten. Wo wir uns auch eine Weile aufhalten sollen, circa einen Monat. Danach geht es in den Epsilon-Sektor, von da kam die vermeidliche Explosion”, bestätigte Commander Edwards.
“Deswegen die vielen Vorräte auf dem Schiff”, dämmerte es dem CAG.
Der Colonel ergänzte: “Die reichen uns für ungefähr zwei Jahre.”
“Major Whitman, sie informieren als CAG umgehend all ihre Piloten!”, ordnete der Commander an. “Der XO und ich selber werden die anderen Offiziere und die übrige Crew informieren, sobald wir wieder im CIC sind.”
Mercury-Flotte
Die Flotte um den Kampfstern Mercury befand sich irgendwo zwischen den Kolonien, Kobol und Neu-Caprica, von dessen Existenz die Mitglieder dieser Flotte nur etwas ahnen konnten.
Admiral Baker lag mal wieder auf der Krankenstation seines Schiffes, da er einige Stunden nach der Schlacht um Kobol einen Kreislaufzusammenbruch erlitten hatte.
Captain Lucas Nash saß seit einigen Tagen in der Brig. An seiner Schläfe war von dem Schlag noch eine kleine Beule auszumachen, die aber inzwischen leicht verblasst war. Die Tür ging auf und er bekam Besuch. In Begleitung von Doktor McQuarie, betrat Baker - gestützt und begleitet von einigen Marines - die Zelle, in der Nash eingesperrt war. Der junge Offizier vermutete sofort, dass man ihn wohl hinrichten würde, als er das Aufgebot bemerkte.
Doch es kam ganz anders, denn der Admiral räusperte sich kurz und entschuldigte sich: “Captain Nash, es tut mir wirklich leid, was vor einigen Tagen zwischen uns vorgefallen ist. Ich habe Ihnen großes Unrecht angetan und weiß nicht, wie ich es wieder gerade biegen kann - Sie sind ein guter Offizier.”
Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: “Ich hätte auf Sie und andere hören sollen, den weiteren Kampf auszuweichen, dann wären… wären über 2900 Menschen noch am Leben…, ich allein trage dafür die Verantwortung ...”
“Sir…”, begann Lucas Nash, brach aber ab, denn Baker war noch nicht fertig: “Wir haben einen kleinen Planeten gefunden, wo wir eine Weile bleiben können, er ist zwar nur am Äquator bewohnbar…, doch es reicht erstmal, um zu rasten. Ich befördere Sie hiermit vom CAG zu meinem XO - Herzlichen Glückwunsch.”
Captain Nash war dermaßen verblüfft – ihm fehlten doch glatt die Worte. Erst als ihm bewusst wurde, was da gerade geschehen war, brachte er ein: "Danke, Admiral” - heraus. Wieder einmal hatte Steven Baker ihn überrascht.
Auf einer höheren Ebene der Existenz wurde das erneute Geschehen, wie schon all die Jahrtausende zuvor, stets genau beobachtet.
Doch einigen der Aufgestiegenen wurde es so allmählich zusehends leid, immer nur tatenlos zuzuschauen, was sich unter ihnen abspielte.
“Also, mir reicht es so langsam. Wir sind zwar keine Götter, aber diese Menschen hier in der Andromeda sind unsere Nachkommen. Wir müssen etwas tun”, stellte einer genervt fest.
“Pass bloß auf, und verletze nicht die Regeln, denn das Eis ist dünn auf dem du beabsichtigst dich zu bewegen”, erinnerte einer der ältesten Aufgestiegenen, der ebenso fühlte, aber auch wusste, dass man dabei sehr behutsam vorgehen musste.
2 Monate später
Andromeda-Galaxie
Neu-Caprica
Die Zylonen hatten in einem weiteren Kampf mit der Galactica und der Pegasus schwere Verluste hinnehmen müssen. Und obwohl zumindest die Pegasus zerstört werden konnte, war die allgemeine Stimmung unter den Zylonen schlecht.
“Die Menschen sind weg. Aber wir haben Hera jetzt bei uns. Wie sieht also unser weiteres Vorgehen aus?”, fragte Boomer in die Runde.
“Wir nehmen die Verfolgung wieder auf, und beenden dieses Kapitel ein für alle Mal. Denn dieser Plan hat ja wohl nicht funktioniert, oder habt ihr vergessen, was meine Flotte und ich bei Kobol erlebt haben?”, antwortete Mephisto, und fand bei Cavil, sowie den anderen Einsern, und auch den Vierern und Fünfern Fürsprecher. Die anderen Modelle allerdings waren noch unentschieden.
“Und wir machen uns nebenbei auf die Suche nach der Erde, die unser Freund Doktor Gaius Baltar für uns finden wird, der jetzt unser… äh… Gast ist”, ergänzte Cavil. Dessen Blick wanderte dabei zu Caprica-Sechs und D’Anna, und fügte hinzu: “Das werdet am besten ihr beiden übernehmen, um unseren neuen Freund Baltar entsprechend zu motivieren.”
Mephisto grinste belustigt, während sich die Sechs und die Drei irritiert anschauten,
und sagte dann: “Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich mich um die Flotte von Admiral O’Hara und Präsident Wales kümmern; ich habe ein Versprechen einzulösen.”
“Tu das Bruder”, meinte ein anderer Einser, “dann nehme ich mich der Mercury und Admiral Bakers an.”
“Und wie willst du die Nyx finden, wo wir doch jegliche Spur verloren haben?”, fragte Leoben neugierig.
“Ganz einfach, ich habe schon vor über einem Jahr Suchpatrouillen nach ihr ausgesandt. Und da wir Maschinen sind, haben wir alle Zeit der Welt”, antwortete Mephisto verschlagen, und sah dabei Natalie an.
Diese Sechs ließ deshalb sofort eine heftige Schimpftirade ab: “…du dreckiger, verlogener Mistkerl…”
“Keine Angst meine Liebe; ich werde mein Versprechen halten. Ich baue es sogar aus: Ich lasse jeden Menschen am Leben, der seine Waffen niederlegt”, beruhigte Mephisto sie.
“Das ändert aber nichts daran, dass Du mich hintergangen und angelogen hast”, schrie Natalie ihn wieder an.
“Äh, Bruder”, meinte Mephisto und sah zu Cavil, “du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du diese Sechs mitnehmen würdest, wenn deine Flotte sich auf den Weg macht. Aber pass gut auf.”
“Aber gern, Bruder”, akzeptierte Cavil die Bitte bereitwillig.
Milchstraße
Erde, SGC
“…Doktor Weir und Atlantis brauchen militärische Unterstützung, und dringend ein ZPM, um die Schilde zu aktivieren. Aber die Zeit drängt - und die paar Wochen sind schnell vorbei”, antwortete Sam besorgt.
“Heute früh habe ich sofort den Präsidenten und Hammond informiert. Die Daedalus ist fertig und startbereit. Colonel Everett ist bereits mit einigen Dutzend seiner Marines, sowie der benötigten Ausrüstung eingetroffen, die wir durch das Stargate direkt nach Atlantis schicken werden. Und da sie unser ZPM nicht nehmen können, weil wir es für die Versorgung von Antarctica benötigen, habe ich Daniel gesagt, er soll eines, oder besser ein paar mehr finden.“
Einige Tage später hatte Doktor Daniel Jackson eine Referenz in der Datenbank gefunden, die aus Atlantis gekommen war, und auf eine Gruppe der Antiker hinwies, die lange vor dem Krieg mit den Wraith die Pegasus-Galaxie verlassen hatte, und in die Andromeda-Galaxie gereist war. Er konnte nun die bisherigen Daten über die Antiker, die er hatte, durch die von Jack O’Neill und auch von den Asgard, sowie den Nox ergänzen. Und beschäftigte sich daher in jeder freien Minute damit.
Kurz darauf verstarb bedauerlicherweise Doktor Catherine Langford. Daniel erbte ihren gesamten Nachlass, der ihre komplette Sammlung umfasste. In der Hoffnung, etwas Brauchbares zu finden, arbeitete er sich erst einmal tagelang durch.
So kam es, dass einige Wochen später ein ZPM in Ägypten gefunden wurde, mit einem Video, welches für große Aufregung sorgte. Nachdem das ZPM untersucht worden war, wurde es freigegeben und zunächst an die Energieversorgung des Stargates angeschlossen, um Atlantis anzuwählen.
Noch vor der Anwahlsequenz trat General O’Neill an Colonel Everett im Torraum heran. “Colonel, geben Sie diese Notiz hier Doktor Weir persönlich, falls sie Ihnen nicht glauben sollte. Die Daedalus wird in knapp vier Tagen eintreffen, nachdem Sie und ihre Leute durch sind. Viel Glück.”
“Jawohl, und danke, Sir.”
Mit dem Befehl, das Anwählen des Sternentores zu beginnen, verließ Jack den Stargateraum und begab sich in das Kontrollzentrum.
Tage später
Milchstraße
Erde, SGC
Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord verlassen, und war nach Atlantis aufgebrochen. Auch die Verstärkung von Marines um Colonel Everett war seit einigen Tagen schon weg, um eine Verteidigung aufzubauen, bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Deswegen wartete General O´Neill seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie.
Denn die Wraith waren kurz davor Atlantis anzugreifen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht durch das Stargate zur Erde geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um der Atlantis-Expedition um Doktor Elizabeth Weir zu helfen.
Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.
“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”
“Ich höre sie, General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen waren. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”
“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”
“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.
Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnellstmöglich versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen. Darunter befand sich auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.
Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Umgehend im Anschluss begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da ja derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.
Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.
Andromeda-Galaxie
Höhere Ebene
Ein Aufgestiegener hatte - vorsichtig - nach geeigneten Verbündeten gesucht, die ebenso fühlten und dachten wie er selbst, und auch nach einem guten Weg den Menschen in der Andromeda wirksam zu helfen. Denn er wollte einen furchtbaren Kreislauf beenden, der sich schon viel zu oft wiederholt hatte. Dass er dabei vorsichtig sein musste, war ihm bewusst.
Was besonders auf fast alle anderen Aufgestiegenen in der Milchstraße, sowie der Pegasus zutraf, und die auch nicht zögern würden, ihn für sein Handeln und Tun kollektiv zu bestrafen. Schnell war ihm bewusst geworden, dass er in diesen beiden Galaxien keinen Beistand von Seinesgleichen erwarten konnte.
So musste er eine andere Möglichkeit suchen, da er auf sich alleine gestellt war.
Seine Wahl war dann letztendlich auf die Menschen der Erde gefallen, die sich bereits gut bewährt hatten.
Aber die Lage wurde derweil für eine der überlebenden Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol immer ernster.
Der Antiker musste eine lange Zeit geduldig warten, ehe er dann schließlich eine gute Möglichkeit fand sein Vorhaben in die Tat umsetzen zu können…
Planetenorbit
Im Sturm eines Gasplaneten kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorgekommen war, gehabt.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder eindringlich seine Bitte: “Starbuck kehr bitte um. Lass ihn doch einfach fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”
Galactica, CIC
An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte, und hörten mit großer Sorge und Nervosität dem Funkverkehr der beiden Piloten mit an.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama so leise vor sich hin. Gerade so laut, dass es nur Tigh mitbekam.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Taktikoffizier der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “Apollo, ihr zwei müsst euch beeilen, ihr habt nur noch knapp 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet! Apollo! Kehrt um!”
Planetenorbit
“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara ohne Vorwarnung: ”Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist doch Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass diesen Zylonenjäger doch einfach weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck stattdessen mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Apollo nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, wie sich ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit ausbreitete, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam auseinander zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich erneut über Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen! Abbrechen! Du bist schon beinahe zu tief. Hochziehen, und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete die Stimme des Admirals aus dem Funkgerät.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, ehe er wendete und zurück in Richtung Galactica flog.
Höhere Ebene
Es hatte alles sehr schnell geschehen müssen, ohne dabei Aufsehen bei den anderen Aufgestiegenen zu erwecken. Auch der gesamte Vorgang musste so wirken, um Lee Adama in den Glauben zu lassen, dass es sich um eine Katastrophe handelte. Der Aufgestiegene tat dies mit schweren Herzen, denn er wusste um den Schmerz, welcher sofort auf dieses Ereignis folgen würde.
Doch, das Ereignis war nicht unbeobachtet geblieben, denn einige hatten es mitverfolgt, verzichteten aber darauf den Verantwortlichen daran zu hindern, sondern ließen ihn gewähren.
Galactica
Im CIC der Galactica herrschte sofort ein bedrückendes Schweigen, als die schlimme Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam, besonders betroffen davon zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta, die mit Bangen die Situation verfolgt hatten, dann aber davon bedrückt schweigend die Köpfe gesenkt hatten.
Anmerkung:
Die überarbeitete Version der Pilotfolge, welche sich aus Szenen der letzten beiden Elysium-Folgen (Elysium I & Elysium, Part II), sowie den ersten zwei Episoden von SG: BSG (Licht und Dunkel & Informationen, (einige Szenen habe ich rausgelassen, wie z.B. das erste Gespräch zwischen Kara und Jack, da es sonst noch länger geworden wäre) und noch unbekannten Szenen zusammensetzt.
Diese überarbeitete Version gibt es in zwei Teilen.
Heute gibt es den 1. Teil davon.
Viel Spaß beim Lesen
Pilotfolge:
Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium -
überarbeitete Version
1. Teil
Andromeda-Galaxie
Orbit - Planet Kobol
Ein Raider der Zylonen, welcher sich auf Patrouille befunden hatte, hatte eine kleine Armada - bestehend aus mehreren Basisschiffen - nach Kobol geführt. Und das auch nur, weil er kurz zuvor zufällig auf die sich dort aufhaltende Mercury-Flotte gestoßen war.
Battlestar Mercury - CIC
“Das habe ich befürchtet. Wir werden jetzt von Zeus gestraft werden, indem wir für diesen Frevel einen hohen Blutzoll bezahlen müssen”, stöhnte Jiram klagend, der sich gerade an Bord der Mercury aufhielt. Deshalb ergriff er sofort seine Gebetskette, um die Götter von Kobol wieder einmal um Vergebung zu bitten.
Doch die eingetroffene Flotte der Zylonen eröffnete noch nicht das Feuer auf die Schiffe der 12 Kolonien.
Nein.
Stattdessen forderten sie die Menschen in einem freundlichen, aber doch sehr klaren bestimmenden Ton dazu auf, sich sofort bedingungslos zu ergeben, und auch die Enterungstrupps der Zylonen an Bord aller Kolonialen Schiffe zu lassen, die dann dort selbst das Kommando übernehmen sollten.
Admiral Baker brummte: “Das hätten die wohl nur allzu gern. Diese verfluchten Toaster!”
“Sehe ich genauso. Erst zerstören sie ohne Vorwarnung unser Zuhause, verfolgen uns mit dem Ziel unsere Rasse komplett auszulöschen, und nun versuchen sie uns mit einer neuen Masche zu ködern, indem sie einen auf freundlich machen”, stimmte Colonel Hopkins zu, der skeptisch auf das DRADIS schaute.
“Was machen wir nun?”, fragte Miranda Addison, die in das CIC geeilt war.
“Wir evakuieren natürlich so schnell wie nur möglich Kobol! Dann ziehen wir uns erst einmal umgehend zurück!”, erklärte Steven Baker.
Zufrieden stellte er fest, dass sein XO sich bereits darum gekümmert hatte, und die nötigen Anweisungen gab.
Aber auch sämtliche kolonialen Shuttles und Raptor hatten schon begonnen Kobol zu verlassen, nachdem die Basisschiffe der Zylonen im System aufgetaucht waren.
Zylonisches Basisschiff
An Bord seines der Basisschiffes grinste Mephisto vor sich hin, denn eigentlich war er nur unterwegs, um den anderen Zylonen zu folgen, und für den benötigten Nachschub zu sorgen. Dabei hielt er immer wieder kurz an, um Patrouillen loszuschicken, die er weiterhin Ausschau nach versprengten Überlebenden der Angriffe auf die Planeten der 12 Kolonien halten ließ. Er hatte zwar sowieso vorgehabt einmal nach Kobol zu reisen, um sich diese Welt persönlich und genauer anzusehen - doch dass er dabei auf eine der großen gesuchten Flüchtlingsflotten, und dazu noch unerwartet auf die der Mercury traf, überraschte ihn dann doch sehr.
“Die haben sich also getrennt”, murmelte er, als er wie alle anderen feststellte, dass zahlreiche Schiffe nicht dabei waren.
“Wo ist denn nur die Nyx und der dazugehörige Rest? - Irgendwelche Aktivitäten um uns herum?”, fragte Mephisto daher skeptisch in die Runde, der den Menschen eine solche Falle durchaus zutraute.
“Von weiteren Schiffen der Menschen keinerlei Anzeichen. Aber es verlassen weiterhin, seitdem wir hier sind, mehrere Shuttles und Raptor die Oberfläche dieses Planeten”, antwortete eine Drei.
“Sieht so aus, als ob wir nicht sonderlich willkommen sind”, stellte ein Vierer fest.
“Das wundert mich überhaupt nicht”, bemerkte eine Sechs schnippisch.
“Dir und allen anderen ist aber schon klar, dass wir uns aber auch verteidigen müssen, für den Fall eines feindlichen Angriffs”, stellte ein anderer Einser kühl fest.
Und so stimmte die Mehrzahl dafür, sofort alle Jäger zu starten, um die Shuttles und Raptor der Kolonien abzufangen, und die Piloten aufzufordern in den Hangars der Basisschiffe zu landen.
Battlestar Mercury
Dieses Vorgehen der Zylonen wertete man an Bord aller Kampfsterne als klare Provokation und eine weitere Kriegshandlung.
“Habe ich es mir doch gedacht. Von wegen friedliche Absichten. Dreckspack. Die wollen nur eine sehr große Anzahl unserer Leute, die sich auf dem Rückzug befindet als Geiseln nehmen, um uns dann in die Knie zu zwingen - aber das lasse ich nicht zu. Nicht mit mir… Alle Abwehrgeschütze auf die feindlichen Jäger richten! Feuer frei! Und sofort alle übrigen Vipergeschwader startklar machen und starten, sobald die Schutzzone errichtet ist!”, befahl Admiral Baker voller Grimm und Hass in seiner Stimme.
Im Orbit von Kobol brach kurz darauf ein wahres Inferno los, das an die vergangenen Kämpfe erinnerte, die schon über ein Jahr zurücklagen. Wobei beide Seiten auf den ersten Blick jeweils gute Chancen hatten diese Schlacht um Kobol zu gewinnen.
Die Zylonen hatten bereits nach ihrer Ankunft sofort sämtliche Raketen auf die Schiffe der Kolonien gerichtet und feuerten diese nun ab. Viele dieser Raketen detonierten aber glücklicherweise in der von den Abwehrgeschützen errichteten Schutzzone, welche bereits eine große Anzahl der zylonischen Jäger zerstört hatten.
Die übrigen Raketen hingegen die doch noch durchkamen, prallten zum Glück auf die Ummantelungen der Kampfsterne, die sich zum Schutz zwischen die zivilen Schiffe und der Armada der Zylonen geschoben hatten, auf.
Admiral Baker schäumte vor Wut, denn die immer noch andauernde Anwesenheit der zivilen Schiffe machte es ihm unmöglich, mit den Kampfsternen, in die erforderliche Offensive zu gehen, um den Zylonen wirkungsvoll zuzusetzen. Er sah sich daher gezwungen, den Kapitänen dieser Schiffe Dampf zu machen; auch ordnete er den Rückzug zu den Notfallkoordinaten für die beiden Schiffe der Berzerk-Klasse, sowie für zwei Kampfsterne an, die die zivile Flotte begleiten sollten.
Die ersten Rückmeldungen erreichten ihn gerade, als die Ariel von den Raketen eines zylonischen Jägers, welcher den Verteidigungsring dann doch durchbrechen konnte, zerstört wurde.
“Die sollen endlich ihre Ärsche hier wegschaffen!”, brüllte Colonel Hopkins wütend in die Richtung eines Kommunikationsoffiziers.
Das gleiche schreckliche Schicksal ereilte dann schließlich auch noch wenige Minuten später die Bianca.
“Mercury! Das waren Atomraketen!”, schrie einer über Funk.
“Verfluchte Toaster!” schimpfte der XO der Mercury laut, konnte aber noch auf dem DRADIS erkennen, wie die zivilen und die vier militärischen Schiffe wie angeordnet wegsprangen.
Dann wurde die Mercury von mehreren Treffern erschüttert. Die Glastüren gingen zu Bruch und zerbarsten, Konsolen stürzten um, und alle, die sich im CIC befanden, stürzten hart zu Boden.
“Meldung!”, schrie Admiral Baker über den Lärm hinweg, während er sich wieder aufrappelte. Zu seiner Zufriedenheit erhielt er die erlösende Rückmeldung, dass die verbliebene zivile Flotte gerade noch rechtzeitig vor den angreifenden zylonischen Jägern entkommen war, ebenso der abgestellte militärische Begleitschutz.
Jetzt sah der Admiral nach seinem XO, der immer noch auf dem Bauch liegend vor dem Taktiktisch auf dem Boden lag, und sich bislang einfach nicht rührte.
Stattdessen breitete sich eine rote Pfütze unter ihm aus.
“Oh nein!”, stöhnte Steven Baker, dann ging er zu Hopkins hinüber, und drehte diesen leise böse Flüche ausstoßend vorsichtig auf den Rücken.
Der Admiral kannte nun den Grund, weshalb sich sein XO nicht mehr erhoben hatte - eine Glasscherbe hatte sich in dessen Hals gebohrt und dem Colonel dabei die Halsschlagader durchtrennt.
Baker löste langsam seinen Blick von dem leblosen Körper seines langjährigen ersten Offiziers, und trat dann von der immer größer werdenden Blutlache zurück.
“Admiral!”, schrie der Taktikoffizier. “Unsere Piloten werden da draußen abgeschlachtet. Drei weitere Basisschiffe haben so eben Kobol umrundet, somit sind es jetzt zehn Basisschiffe.”
“Alle Geschwader langsam zurückziehen! Die Piloten haben 15 Minuten, zurück in die Ställe zu kommen, dann verschwinden wir von hier! FTLs auf Stand-by!”, brüllte Admiral Baker frustriert, der vollkommen unerwartet seines XO´ beraubt worden war.
Die Zeit schien auf einmal still zu stehen; denn die Zylonen ließen ihre Waffen nur noch einmal eine kurze Salve abfeuern, dann schwiegen sie. Auch die zylonischen Jäger drehten unerwartet ab, um sich neu zu formieren.
“Was zur Hölle tun die da?”, fragte einer der Piloten.
“Kann uns doch egal sein; zurück zu unseren Schiffen… Verflucht! Ich habe fast keine Munition mehr”, bemerkte Captain Nash ärgerlich, dann steuerte er eine der vier Landebuchten der Mercury an.
Die Zylonen meldeten sich erneut via Funk bei Steven Baker und wiederholten betont ihre Forderung ein letztes Mal. Doch der Admiral nahm zuerst keine Notiz davon, denn er wartete, bis man ihm mitteilte, dass alle Viper gelandet seien.
“Also gut”, hustete Admiral Baker nach einer Weile und erbat sich etwas Zeit, dann ließ er die Verbindung zu den Zylonen trennen.
“Ich will, dass sämtliche Hauptgeschütze auf das nächstliegende Basisschiff ausgerichtet werden! Die Blechmonster haben auch Schäden erlitten”, teilte er den kommandierenden Offizieren der anderen Kampfsterne seine Absichten mit.
Captain Lucas Nash, der kurz zuvor sicher gelandet war, betrat gerade das CIC, als er noch die Worte des Admirals hörte. Verzweifelt versuchte er ihn zum Rückzug zu bewegen.
“…bitte, tun Sie das nicht, Sir. Verschwinden wir, so lange wir es noch können”, flehte Nash den Admiral an, seinen Plan zu vergessen.
“Was? Vergessen Sie es Captain! Die Toaster bekommen ihre Antwort. Nur nicht die, die sie erwarten!”, schnauzte er den jungen Offizier an, dabei deutete er auf seinen toten XO.
Dadurch war Lucas abgelenkt und sah deshalb den Schwinger des Admirals nicht kommen, welcher ihn in den Magen traf und ihm die Luft raubte. Getroffen sackte er zusammen, schon traf ihn der nächste Schlag an der Schläfe, der ihn besinnungslos zu Boden beförderte.
“ICH befehle hier, und kein Halbstarker, der keinerlei verfluchte Ahnung hat!”, brüllte Admiral Baker den bewusstlosen Nash an.
“Schafft ihn mir aus den Augen, und steckt ihn in die Brig!”, befahl er einigen Marines, die kurz darauf Lucas Nash aus dem CIC trugen.
“Ziel erfassen! Feuer!”, befahl Admiral Baker grimmig. ´Da habt ihr meine Antwort, ihr verfluchten Toaster´, dachte er.
Dass sich diese Entscheidung als tödlich für mehrere hunderte Menschen erweisen sollte, sowie weitere schwere Verluste einbringen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn zu Beginn schien sein waghalsiger Plan aufzugehen.
Schnell wurde das erste Basisschiff der Zylonen zerstört. Während sich die Kampfsterne nun dem zweiten Basisschiff der Zylonen zuwandten, griffen wieder die zylonischen Jäger in das Kampfgeschehen ein, die die ganze Zeit abgewartet hatten.
Admiral Steven Baker zuckte erschrocken zusammen, als die Kennungen der Hades und der Plejadiais auf dem DRADIS-Monitor verschwanden - die Zylonischen Jäger hatten soeben mit Hilfe eines Nuklearangriffs zwei Kampfsterne erledigt.
“Wie konnte ich nur diese verdammten zylonischen Jäger vergessen”, murmelte Baker und musste mit ansehen, wie sich die Zylonen bereits der Saggitaron näherten, und auch über diesen Kampfstern herfielen - wenige Minuten später explodierte ebenfalls dieser Battlestar.
Jeder Commander an Bord der verbliebenen Kampfsterne bemerkte die aussichtslose Lage. Die Schlachtschiffe der Menschen verschwanden, um sich in Sicherheit zu bringen, mit Hilfe der FTL, die auf Stand-by geschaltet waren.
Es war nur ein schwacher Trost für die Menschen, dass man zwei Basisschiffe zerstört, sowie zwei weitere stark beschädigt, und zahlreiche feindliche Jäger vernichtet hatte.
Nach dem Überlichtsprung war die Flotte wieder beisammen, und unternahm mehrere Sprünge hintereinander, um möglichst viel Raum zwischen sich und den Zylonen aufzubauen.
“Oh ihr Götter! Was habe ich nur getan”, keuchte der Admiral vor Schmerz auf, als ihm das Ausmaß dieser Niederlage, in den eintreffenden Berichten immer deutlicher vor Augen geführt wurde.
Elysium
Die neue Hauptstadt der Überlebenden der Nyx-Flotte war in den vergangen Monaten immer weiter gewachsen. Man hatte sich letztendlich dafür entschieden, so wie es Colonel Simon O’Hara vorgeschlagen hatte, diese Stadt: Elysium-City zu nennen.
Die große Nyx-Station hatte man schon längst wieder in die einzelnen Module zerlegt, um diese unter anderem die Werft, die für die Fertigung, Wartung von Kampfsternen, und zur Förderung von Rohstoffen zu nutzen, wie man es in Friedenszeiten vorgesehen hatte, und sich auf der Rückseite des Mondes von Elysium befand.
Das wichtige Munitionsdepot lag in einem der anderen Planetensysteme, das man als Evakuierungsort auserkoren hatte.
Bei der Haupt-Rumpfsektion, die das Herzstück der großen Station gewesen war. war man dabei, diese in der Werft in einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse umzurüsten, weil dies technisch keinerlei Probleme darstellte, und auch so von den Ingenieuren eingeplant gewesen war.
Das Thyliumraffineriemodul befand sich auf einem der Monde, die um einen Nachbarplaneten kreisten, um den benötigten Treibstoff zu fördern.
Admiral Samuel O’Hara befand sich gerade im Regierungsgebäude, und unterhielt sich in sehr entspannter Atmosphäre mit Präsident Bruce Wales, als es unerwartet an der Tür klopfte.
“Herein”, bat der Präsident.
Die Tür schwang auf und Commander Alexander Nash trat ein, und nickte beiden Männern zu: “Herr Präsident. Admiral O‘Hara. Ich habe ein ernstes Anliegen und würde gerne mit ihnen beiden darüber sprechen.”
“Bitte setzen Sie sich doch. Um was geht es dabei, Commander?”, fragte Präsident Wales neugierig. Auch das Interesse von Samuel O’Hara war geweckt.
“Ich mache mir Sorgen. Sie haben beide Kenntnisse davon, was Admiral Baker Commander Edwards angetan hat…”, begann Nash und hielt inne.
“Ja, und weiter!”, forderte Admiral O’Hara den Commander dazu auf, fortzufahren.
Commander Nash atmete kurz durch, ehe er fortfuhr: “Aus den Akten geht hervor, dass er zu emotionalen Handlungen neigt. Und ich fürchte, dass alle, die bei ihm sind, in großer Gefahr schweben – schon aus diesem Grund will ich mich auf die Suche nach ihm machen und dazu noch meinen Sohn Lucas nach Hause holen, Sirs!”
“Das ist es also”, brummte Samuel O’Hara, der sich an eine Besprechung an Bord der Nyx erinnerte.
“Sie sind vor einiger Zeit Vater geworden, Commander. Und werden, so viel ich weiß, sogar auch noch bald Großvater”, gab der Präsident zu Bedenken, und wies mit seinen Worten das Anliegen zurück.
Doch Alexander Nash ließ nicht locker und unternahm einen weiteren Versuch.
“Herr Präsident. Admiral O’Hara. Ich bin mit Sicherheit in der Lage, Baker zu finden. Ich vermute sogar, wo ich ihn finden könnte. Und eins weiß ich: Colonel Hopkins wird ihn zur Vernunft bringen, wenn er zu oft Prügel von den Zylonen bezieht; auch mein Sohn wäre dazu durchaus in der Lage.”
Samuel O’Hara schüttelte gutmütig den Kopf, und erklärte: “Wäre immerhin möglich, Alex. Doch die Chancen sind gering, die Flotte von ihm anzutreffen. Du weißt, ich bin dabei, unsere Koloniale Flotte in neue Battlestar Groups aufzuteilen. Und somit kannst du schon mal nicht diese Mission übernehmen, falls der Präsident - und auch ich diese genehmigen sollten.”
Bruce Wales stimmte dem zu: “Wir werden darüber noch einmal ausführlich beraten.”
Dies gab Commander Nash zumindest ein klein wenig neue Hoffnung.
Es dauerte einige Tage, dann entschied man, einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse für diesen Auftrag zu entsenden. Und in einer anschließenden Versammlung, an der alle kolonialen Offiziere teilnahmen, die im Rang eines Admirals, Commanders und Colonels waren, stimmten dafür, dass Commander Jonathan Richard Edwards dieser Herausforderung am Besten gewachsen war, da er sich nicht von Admiral Baker in keinerlei Weise beeindrucken ließ.
Edwards erbat sich etwas Bedenkzeit. Seine Frau war nicht gerade davon begeistert, andererseits hatte sie so die Möglichkeit, sich mehr um die Kinder zu kümmern. Damit stand seine Entscheidung fest, den Auftrag anzunehmen.
Am nächsten Tag wussten auch der Präsident und die Admiralität, die aus Admiral Samuel O’Hara, Admiral Diana McBride und Admiral Alexander Nash bestand, und auch seine restliche Familie darüber Bescheid.
Nun war es an ihm, sich einen der Kampfsterne der Valkyrie-Klasse auszuwählen, er entschied sich, die Leonis zu nehmen und die Mission genau vorzubereiten.
Einige Tage später, auf dem Flugfeld des militärischen Teils des Raumhafens, trat Admiral O’Hara an Commander Edwards heran: “Commander, Sie kennen ihre Befehle: Zu den letzten gemeinsamen Koordinaten fliegen und dort einige Zeit ausharren! Passen Sie gut auf ihre Crew und natürlich auf sich selbst auf.” Während O’Hara das sagte, überreichte er Edwards noch einen dicken Umschlag.
In einem Moment der Unachtsamkeit sprang ein Junge über die Absperrung.
“Dad! Bitte geh nicht!”, rief Ryan, der sich seit geraumer Zeit mit seinem Vater ausgesöhnt hatte.
“Solltest Du denn nicht um diese Zeit in der Schule sein!”, bemerkte Jonathan Edwards und sah seinen Sohn, der nun vor ihm stand, streng an.
“Eigentlich schon”, gestand der Junge, und ließ seinen Rucksack von den Schultern gleiten. Er hatte unglaubliche Angst, dass er seinen Dad nie wiedersehen würde.
“Verwahr das für mich und pass gut auf deine Mom sowie auf Tabita und Lucas auf, so lange ich weg bin!”, ordnete Edwards an und drückte zum Abschied Ryan noch einmal liebevoll an sich, als er ihm etwas aushändigte, was er von seinen Vater selbst einst vor einer Mission erhalten hatte, ehe er in den wartenden Raptor stieg.
Orbit von Elysium
Battlestar Leonis
Commander Jonathan Richard Edwards betrat das Combat Information Center der Leonis, einem Kampfstern der Valkyrie-Klasse. Erstmals seit ungefähr sechs Jahren würde er wieder ein Kommando führen.
“Commander an Deck”, sagte der XO, nahm Haltung an und salutierte.
“Ist schon gut, Colonel Hale. Wie ist unser Status?”, fragte Edwards, während er ebenfalls salutierte.
“Die Speicher wurden gelöscht, beziehungsweise ausgetauscht, die auf die Lage von Elysium hinweisen könnten. Alle relevanten Daten wurden ausgedruckt oder auf Speichermodule kopiert, damit die Zylonen nicht an wichtige Informationen gelangen. Alle Leute sind an Bord, ebenso die Vorräte. Die Computer sind hochgefahren - kurz gesagt, wir sind bereit, Sir”, meldete Colonel Mike Hale, und legte seinen Bericht auf den Taktiktisch für den Commander hin.
Commander Edwards nickte zufrieden. “Also gut. Bringen Sie uns raus! XO, Sie haben die Wache! Ich bin kurz in meinem Quartier - mein Gepäck unterbringen.”
“Verstanden, Commander.”
Während Jonathan Edwards wieder das CIC verließ, gab Mike Hale den Befehl für den ersten FTL-Sprung.
Wenige Minuten später betrat Edwards sein Quartier, legte den Bericht seines XO auf seinen Schreibtisch und das Gepäck, was er noch dabei hatte vor dem Schrank ab. Dann nahm er den Umschlag in die Hand, den ihm Admiral O’Hara vor seiner Abreise gegeben hatte, riss ihn auf und begann, in den Papieren zu blättern.
“Wieder so ein Geheimbefehl”, seufzte er und las weiter.
Als er fertig war, wusste er Bescheid und dachte: ´Also darum geht es.`
Eine Stunde später setzte er sich mit seinem Führungsstab zusammen, um sie in Kenntnis zu setzen, worum es noch ging.
“Die radioaktive Signatur, die von einer Explosion stammt, die wir vor einigen Monaten gemessen haben”, erinnerte sich der XO.
“Richtig. Wir haben zunächst den Auftrag, dorthin zurückzukehren, wo sich Admiral Baker von uns getrennt hat - im sogenannten Bereich der Null-Koordinaten. Wo wir uns auch eine Weile aufhalten sollen, circa einen Monat. Danach geht es in den Epsilon-Sektor, von da kam die vermeidliche Explosion”, bestätigte Commander Edwards.
“Deswegen die vielen Vorräte auf dem Schiff”, dämmerte es dem CAG.
Der Colonel ergänzte: “Die reichen uns für ungefähr zwei Jahre.”
“Major Whitman, sie informieren als CAG umgehend all ihre Piloten!”, ordnete der Commander an. “Der XO und ich selber werden die anderen Offiziere und die übrige Crew informieren, sobald wir wieder im CIC sind.”
Mercury-Flotte
Die Flotte um den Kampfstern Mercury befand sich irgendwo zwischen den Kolonien, Kobol und Neu-Caprica, von dessen Existenz die Mitglieder dieser Flotte nur etwas ahnen konnten.
Admiral Baker lag mal wieder auf der Krankenstation seines Schiffes, da er einige Stunden nach der Schlacht um Kobol einen Kreislaufzusammenbruch erlitten hatte.
Captain Lucas Nash saß seit einigen Tagen in der Brig. An seiner Schläfe war von dem Schlag noch eine kleine Beule auszumachen, die aber inzwischen leicht verblasst war. Die Tür ging auf und er bekam Besuch. In Begleitung von Doktor McQuarie, betrat Baker - gestützt und begleitet von einigen Marines - die Zelle, in der Nash eingesperrt war. Der junge Offizier vermutete sofort, dass man ihn wohl hinrichten würde, als er das Aufgebot bemerkte.
Doch es kam ganz anders, denn der Admiral räusperte sich kurz und entschuldigte sich: “Captain Nash, es tut mir wirklich leid, was vor einigen Tagen zwischen uns vorgefallen ist. Ich habe Ihnen großes Unrecht angetan und weiß nicht, wie ich es wieder gerade biegen kann - Sie sind ein guter Offizier.”
Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: “Ich hätte auf Sie und andere hören sollen, den weiteren Kampf auszuweichen, dann wären… wären über 2900 Menschen noch am Leben…, ich allein trage dafür die Verantwortung ...”
“Sir…”, begann Lucas Nash, brach aber ab, denn Baker war noch nicht fertig: “Wir haben einen kleinen Planeten gefunden, wo wir eine Weile bleiben können, er ist zwar nur am Äquator bewohnbar…, doch es reicht erstmal, um zu rasten. Ich befördere Sie hiermit vom CAG zu meinem XO - Herzlichen Glückwunsch.”
Captain Nash war dermaßen verblüfft – ihm fehlten doch glatt die Worte. Erst als ihm bewusst wurde, was da gerade geschehen war, brachte er ein: "Danke, Admiral” - heraus. Wieder einmal hatte Steven Baker ihn überrascht.
Auf einer höheren Ebene der Existenz wurde das erneute Geschehen, wie schon all die Jahrtausende zuvor, stets genau beobachtet.
Doch einigen der Aufgestiegenen wurde es so allmählich zusehends leid, immer nur tatenlos zuzuschauen, was sich unter ihnen abspielte.
“Also, mir reicht es so langsam. Wir sind zwar keine Götter, aber diese Menschen hier in der Andromeda sind unsere Nachkommen. Wir müssen etwas tun”, stellte einer genervt fest.
“Pass bloß auf, und verletze nicht die Regeln, denn das Eis ist dünn auf dem du beabsichtigst dich zu bewegen”, erinnerte einer der ältesten Aufgestiegenen, der ebenso fühlte, aber auch wusste, dass man dabei sehr behutsam vorgehen musste.
2 Monate später
Andromeda-Galaxie
Neu-Caprica
Die Zylonen hatten in einem weiteren Kampf mit der Galactica und der Pegasus schwere Verluste hinnehmen müssen. Und obwohl zumindest die Pegasus zerstört werden konnte, war die allgemeine Stimmung unter den Zylonen schlecht.
“Die Menschen sind weg. Aber wir haben Hera jetzt bei uns. Wie sieht also unser weiteres Vorgehen aus?”, fragte Boomer in die Runde.
“Wir nehmen die Verfolgung wieder auf, und beenden dieses Kapitel ein für alle Mal. Denn dieser Plan hat ja wohl nicht funktioniert, oder habt ihr vergessen, was meine Flotte und ich bei Kobol erlebt haben?”, antwortete Mephisto, und fand bei Cavil, sowie den anderen Einsern, und auch den Vierern und Fünfern Fürsprecher. Die anderen Modelle allerdings waren noch unentschieden.
“Und wir machen uns nebenbei auf die Suche nach der Erde, die unser Freund Doktor Gaius Baltar für uns finden wird, der jetzt unser… äh… Gast ist”, ergänzte Cavil. Dessen Blick wanderte dabei zu Caprica-Sechs und D’Anna, und fügte hinzu: “Das werdet am besten ihr beiden übernehmen, um unseren neuen Freund Baltar entsprechend zu motivieren.”
Mephisto grinste belustigt, während sich die Sechs und die Drei irritiert anschauten,
und sagte dann: “Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich mich um die Flotte von Admiral O’Hara und Präsident Wales kümmern; ich habe ein Versprechen einzulösen.”
“Tu das Bruder”, meinte ein anderer Einser, “dann nehme ich mich der Mercury und Admiral Bakers an.”
“Und wie willst du die Nyx finden, wo wir doch jegliche Spur verloren haben?”, fragte Leoben neugierig.
“Ganz einfach, ich habe schon vor über einem Jahr Suchpatrouillen nach ihr ausgesandt. Und da wir Maschinen sind, haben wir alle Zeit der Welt”, antwortete Mephisto verschlagen, und sah dabei Natalie an.
Diese Sechs ließ deshalb sofort eine heftige Schimpftirade ab: “…du dreckiger, verlogener Mistkerl…”
“Keine Angst meine Liebe; ich werde mein Versprechen halten. Ich baue es sogar aus: Ich lasse jeden Menschen am Leben, der seine Waffen niederlegt”, beruhigte Mephisto sie.
“Das ändert aber nichts daran, dass Du mich hintergangen und angelogen hast”, schrie Natalie ihn wieder an.
“Äh, Bruder”, meinte Mephisto und sah zu Cavil, “du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du diese Sechs mitnehmen würdest, wenn deine Flotte sich auf den Weg macht. Aber pass gut auf.”
“Aber gern, Bruder”, akzeptierte Cavil die Bitte bereitwillig.
Milchstraße
Erde, SGC
“…Doktor Weir und Atlantis brauchen militärische Unterstützung, und dringend ein ZPM, um die Schilde zu aktivieren. Aber die Zeit drängt - und die paar Wochen sind schnell vorbei”, antwortete Sam besorgt.
“Heute früh habe ich sofort den Präsidenten und Hammond informiert. Die Daedalus ist fertig und startbereit. Colonel Everett ist bereits mit einigen Dutzend seiner Marines, sowie der benötigten Ausrüstung eingetroffen, die wir durch das Stargate direkt nach Atlantis schicken werden. Und da sie unser ZPM nicht nehmen können, weil wir es für die Versorgung von Antarctica benötigen, habe ich Daniel gesagt, er soll eines, oder besser ein paar mehr finden.“
Einige Tage später hatte Doktor Daniel Jackson eine Referenz in der Datenbank gefunden, die aus Atlantis gekommen war, und auf eine Gruppe der Antiker hinwies, die lange vor dem Krieg mit den Wraith die Pegasus-Galaxie verlassen hatte, und in die Andromeda-Galaxie gereist war. Er konnte nun die bisherigen Daten über die Antiker, die er hatte, durch die von Jack O’Neill und auch von den Asgard, sowie den Nox ergänzen. Und beschäftigte sich daher in jeder freien Minute damit.
Kurz darauf verstarb bedauerlicherweise Doktor Catherine Langford. Daniel erbte ihren gesamten Nachlass, der ihre komplette Sammlung umfasste. In der Hoffnung, etwas Brauchbares zu finden, arbeitete er sich erst einmal tagelang durch.
So kam es, dass einige Wochen später ein ZPM in Ägypten gefunden wurde, mit einem Video, welches für große Aufregung sorgte. Nachdem das ZPM untersucht worden war, wurde es freigegeben und zunächst an die Energieversorgung des Stargates angeschlossen, um Atlantis anzuwählen.
Noch vor der Anwahlsequenz trat General O’Neill an Colonel Everett im Torraum heran. “Colonel, geben Sie diese Notiz hier Doktor Weir persönlich, falls sie Ihnen nicht glauben sollte. Die Daedalus wird in knapp vier Tagen eintreffen, nachdem Sie und ihre Leute durch sind. Viel Glück.”
“Jawohl, und danke, Sir.”
Mit dem Befehl, das Anwählen des Sternentores zu beginnen, verließ Jack den Stargateraum und begab sich in das Kontrollzentrum.
Tage später
Milchstraße
Erde, SGC
Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord verlassen, und war nach Atlantis aufgebrochen. Auch die Verstärkung von Marines um Colonel Everett war seit einigen Tagen schon weg, um eine Verteidigung aufzubauen, bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Deswegen wartete General O´Neill seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie.
Denn die Wraith waren kurz davor Atlantis anzugreifen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht durch das Stargate zur Erde geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um der Atlantis-Expedition um Doktor Elizabeth Weir zu helfen.
Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.
“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”
“Ich höre sie, General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen waren. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”
“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”
“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.
Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnellstmöglich versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen. Darunter befand sich auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.
Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Umgehend im Anschluss begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da ja derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.
Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.
Andromeda-Galaxie
Höhere Ebene
Ein Aufgestiegener hatte - vorsichtig - nach geeigneten Verbündeten gesucht, die ebenso fühlten und dachten wie er selbst, und auch nach einem guten Weg den Menschen in der Andromeda wirksam zu helfen. Denn er wollte einen furchtbaren Kreislauf beenden, der sich schon viel zu oft wiederholt hatte. Dass er dabei vorsichtig sein musste, war ihm bewusst.
Was besonders auf fast alle anderen Aufgestiegenen in der Milchstraße, sowie der Pegasus zutraf, und die auch nicht zögern würden, ihn für sein Handeln und Tun kollektiv zu bestrafen. Schnell war ihm bewusst geworden, dass er in diesen beiden Galaxien keinen Beistand von Seinesgleichen erwarten konnte.
So musste er eine andere Möglichkeit suchen, da er auf sich alleine gestellt war.
Seine Wahl war dann letztendlich auf die Menschen der Erde gefallen, die sich bereits gut bewährt hatten.
Aber die Lage wurde derweil für eine der überlebenden Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol immer ernster.
Der Antiker musste eine lange Zeit geduldig warten, ehe er dann schließlich eine gute Möglichkeit fand sein Vorhaben in die Tat umsetzen zu können…
Planetenorbit
Im Sturm eines Gasplaneten kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorgekommen war, gehabt.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder eindringlich seine Bitte: “Starbuck kehr bitte um. Lass ihn doch einfach fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”
Galactica, CIC
An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte, und hörten mit großer Sorge und Nervosität dem Funkverkehr der beiden Piloten mit an.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama so leise vor sich hin. Gerade so laut, dass es nur Tigh mitbekam.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Taktikoffizier der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “Apollo, ihr zwei müsst euch beeilen, ihr habt nur noch knapp 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet! Apollo! Kehrt um!”
Planetenorbit
“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara ohne Vorwarnung: ”Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist doch Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass diesen Zylonenjäger doch einfach weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck stattdessen mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Apollo nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, wie sich ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit ausbreitete, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam auseinander zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich erneut über Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen! Abbrechen! Du bist schon beinahe zu tief. Hochziehen, und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete die Stimme des Admirals aus dem Funkgerät.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, ehe er wendete und zurück in Richtung Galactica flog.
Höhere Ebene
Es hatte alles sehr schnell geschehen müssen, ohne dabei Aufsehen bei den anderen Aufgestiegenen zu erwecken. Auch der gesamte Vorgang musste so wirken, um Lee Adama in den Glauben zu lassen, dass es sich um eine Katastrophe handelte. Der Aufgestiegene tat dies mit schweren Herzen, denn er wusste um den Schmerz, welcher sofort auf dieses Ereignis folgen würde.
Doch, das Ereignis war nicht unbeobachtet geblieben, denn einige hatten es mitverfolgt, verzichteten aber darauf den Verantwortlichen daran zu hindern, sondern ließen ihn gewähren.
Galactica
Im CIC der Galactica herrschte sofort ein bedrückendes Schweigen, als die schlimme Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam, besonders betroffen davon zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta, die mit Bangen die Situation verfolgt hatten, dann aber davon bedrückt schweigend die Köpfe gesenkt hatten.
- 2. Teil folgt -
