Pilotfolge: Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium -
#1
Wie auch im alten Forum gehört natürlich auch noch die erweiterte Version der Pilotfolge zu Stargate: Battlestar Galactica/Elysium dazu, die ich nicht der Leserschaft vorenthalten möchte. Doch es gibt ein paar Unterschiede, denn im alten Forum war dies der Abschluss dieser FF-Serie, aber dieses Mal kommt es gleich nach dem Ende von SG: BSG Season 2.1 und von SG:BSG - Elysium - , und zwar in einem separaten erstellten Thema.

Anmerkung:
Die überarbeitete Version der Pilotfolge, welche sich aus Szenen der letzten beiden Elysium-Folgen (Elysium I & Elysium, Part II), sowie den ersten zwei Episoden von SG: BSG (Licht und Dunkel & Informationen, (einige Szenen habe ich rausgelassen, wie z.B. das erste Gespräch zwischen Kara und Jack, da es sonst noch länger geworden wäre) und noch unbekannten Szenen zusammensetzt.

Diese überarbeitete Version gibt es in zwei Teilen.
Heute gibt es den 1. Teil davon.

Viel Spaß beim Lesen Angel

Pilotfolge:
Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium - 
überarbeitete Version
1. Teil

Andromeda-Galaxie
Orbit - Planet Kobol

Ein Raider der Zylonen, welcher sich auf Patrouille befunden hatte, hatte eine kleine Armada - bestehend aus mehreren Basisschiffen - nach Kobol geführt. Und das auch nur, weil er kurz zuvor zufällig auf die sich dort aufhaltende Mercury-Flotte gestoßen war.

Battlestar Mercury - CIC

“Das habe ich befürchtet. Wir werden jetzt von Zeus gestraft werden, indem wir für diesen Frevel einen hohen Blutzoll bezahlen müssen”, stöhnte Jiram klagend, der sich gerade an Bord der Mercury aufhielt. Deshalb ergriff er sofort seine Gebetskette, um die Götter von Kobol wieder einmal um Vergebung zu bitten.
Doch die eingetroffene Flotte der Zylonen eröffnete noch nicht das Feuer auf die Schiffe der 12 Kolonien.
Nein.
Stattdessen forderten sie die Menschen in einem freundlichen, aber doch sehr klaren bestimmenden Ton dazu auf, sich sofort bedingungslos zu ergeben, und auch die  Enterungstrupps der Zylonen an Bord aller Kolonialen Schiffe zu lassen, die dann dort selbst das Kommando übernehmen sollten.

Admiral Baker brummte: “Das hätten die wohl nur allzu gern. Diese verfluchten Toaster!”
“Sehe ich genauso. Erst zerstören sie ohne Vorwarnung unser Zuhause, verfolgen uns mit dem Ziel unsere Rasse komplett auszulöschen, und nun versuchen sie uns mit einer neuen Masche zu ködern, indem sie einen auf freundlich machen”, stimmte Colonel Hopkins zu, der skeptisch auf das DRADIS schaute.
“Was machen wir nun?”, fragte Miranda Addison, die in das CIC geeilt war.
“Wir evakuieren natürlich so schnell wie nur möglich Kobol! Dann ziehen wir uns erst einmal umgehend zurück!”, erklärte Steven Baker.
Zufrieden stellte er fest, dass sein XO sich bereits darum gekümmert hatte, und die nötigen Anweisungen gab.
Aber auch sämtliche kolonialen Shuttles und Raptor hatten schon begonnen Kobol zu verlassen, nachdem die Basisschiffe der Zylonen im System aufgetaucht waren.

Zylonisches Basisschiff

An Bord seines der Basisschiffes grinste Mephisto vor sich hin, denn eigentlich war er nur unterwegs, um den anderen Zylonen zu folgen, und für den benötigten Nachschub zu sorgen. Dabei hielt er immer wieder kurz an, um Patrouillen loszuschicken, die er weiterhin Ausschau nach versprengten Überlebenden der Angriffe auf die Planeten der 12 Kolonien halten ließ. Er hatte zwar sowieso vorgehabt einmal nach Kobol zu reisen, um sich diese Welt persönlich und genauer anzusehen - doch dass er dabei auf eine der großen gesuchten Flüchtlingsflotten, und dazu noch unerwartet auf die der Mercury traf, überraschte ihn dann doch sehr.

“Die haben sich also getrennt”, murmelte er, als er wie alle anderen feststellte, dass zahlreiche Schiffe nicht dabei waren.
“Wo ist denn nur die Nyx und der dazugehörige Rest? - Irgendwelche Aktivitäten um uns herum?”, fragte Mephisto daher skeptisch in die Runde, der den Menschen eine solche Falle durchaus zutraute.
“Von weiteren Schiffen der Menschen keinerlei Anzeichen. Aber es verlassen weiterhin, seitdem wir hier sind, mehrere Shuttles und Raptor die Oberfläche dieses Planeten”, antwortete eine Drei.
“Sieht so aus, als ob wir nicht sonderlich willkommen sind”, stellte ein Vierer fest.
“Das wundert mich überhaupt nicht”, bemerkte eine Sechs schnippisch.
“Dir und allen anderen ist aber schon klar, dass wir uns aber auch verteidigen müssen, für den Fall eines feindlichen Angriffs”, stellte ein anderer Einser kühl fest.
Und so stimmte die Mehrzahl dafür, sofort alle Jäger zu starten, um die Shuttles und Raptor der Kolonien abzufangen, und die Piloten aufzufordern in den Hangars der Basisschiffe zu landen.

Battlestar Mercury

Dieses Vorgehen der Zylonen wertete man an Bord aller Kampfsterne als klare Provokation und eine weitere Kriegshandlung.
“Habe ich es mir doch gedacht. Von wegen friedliche Absichten. Dreckspack. Die wollen nur eine sehr große Anzahl unserer Leute, die sich auf dem Rückzug befindet als Geiseln nehmen, um uns dann in die Knie zu zwingen - aber das lasse ich nicht zu. Nicht mit mir… Alle Abwehrgeschütze auf die feindlichen Jäger richten! Feuer frei! Und sofort alle übrigen Vipergeschwader startklar machen und starten, sobald die Schutzzone errichtet ist!”, befahl Admiral Baker voller Grimm und Hass in seiner Stimme.

Im Orbit von Kobol brach kurz darauf ein wahres Inferno los, das an die vergangenen Kämpfe erinnerte, die schon über ein Jahr zurücklagen. Wobei beide Seiten auf den ersten Blick jeweils gute Chancen hatten diese Schlacht um Kobol zu gewinnen.

Die Zylonen hatten bereits nach ihrer Ankunft sofort sämtliche Raketen auf die Schiffe der Kolonien gerichtet und feuerten diese nun ab. Viele dieser Raketen detonierten aber glücklicherweise in der von den Abwehrgeschützen errichteten Schutzzone, welche bereits eine große Anzahl der zylonischen Jäger zerstört hatten.
Die übrigen Raketen hingegen die doch noch durchkamen, prallten zum Glück auf die Ummantelungen der Kampfsterne, die sich zum Schutz zwischen die zivilen Schiffe und der Armada der Zylonen geschoben hatten, auf.

Admiral Baker schäumte vor Wut, denn die immer noch andauernde Anwesenheit der zivilen Schiffe machte es ihm unmöglich, mit den Kampfsternen, in die erforderliche Offensive zu gehen, um den Zylonen wirkungsvoll zuzusetzen. Er sah sich daher gezwungen, den Kapitänen dieser Schiffe Dampf zu machen; auch ordnete er den Rückzug zu den Notfallkoordinaten für die beiden Schiffe der Berzerk-Klasse, sowie für zwei Kampfsterne an, die die zivile Flotte begleiten sollten.

Die ersten Rückmeldungen erreichten ihn gerade, als die Ariel von den Raketen eines zylonischen Jägers, welcher den Verteidigungsring dann doch durchbrechen konnte, zerstört wurde.
“Die sollen endlich ihre Ärsche hier wegschaffen!”, brüllte Colonel Hopkins wütend in die Richtung eines Kommunikationsoffiziers.
Das gleiche schreckliche Schicksal ereilte dann schließlich auch noch wenige Minuten später die Bianca.

“Mercury! Das waren Atomraketen!”, schrie einer über Funk.
“Verfluchte Toaster!” schimpfte der XO der Mercury laut, konnte aber noch auf dem DRADIS erkennen, wie die zivilen und die vier militärischen Schiffe wie angeordnet wegsprangen.
Dann wurde die Mercury von mehreren Treffern erschüttert. Die Glastüren gingen zu Bruch und zerbarsten, Konsolen stürzten um, und alle, die sich im CIC befanden, stürzten hart zu Boden.

“Meldung!”, schrie Admiral Baker über den Lärm hinweg, während er sich wieder aufrappelte. Zu seiner Zufriedenheit erhielt er die erlösende Rückmeldung, dass die verbliebene zivile Flotte gerade noch rechtzeitig vor den angreifenden zylonischen Jägern entkommen war, ebenso der abgestellte militärische Begleitschutz.

Jetzt sah der Admiral nach seinem XO, der immer noch auf dem Bauch liegend vor dem Taktiktisch auf dem Boden lag, und sich bislang einfach nicht rührte.
Stattdessen breitete sich eine rote Pfütze unter ihm aus.
“Oh nein!”, stöhnte Steven Baker, dann ging er zu Hopkins hinüber, und drehte diesen leise böse Flüche ausstoßend vorsichtig auf den Rücken.
Der Admiral kannte nun den Grund, weshalb sich sein XO nicht mehr erhoben hatte - eine Glasscherbe hatte sich in dessen Hals gebohrt und dem Colonel dabei die Halsschlagader durchtrennt.
Baker löste langsam seinen Blick von dem leblosen Körper seines langjährigen ersten Offiziers, und trat dann von der immer größer werdenden Blutlache zurück.

“Admiral!”, schrie der Taktikoffizier. “Unsere Piloten werden da draußen abgeschlachtet. Drei weitere Basisschiffe haben so eben Kobol umrundet, somit sind es jetzt zehn Basisschiffe.”
“Alle Geschwader langsam zurückziehen! Die Piloten haben 15 Minuten, zurück in die Ställe zu kommen, dann verschwinden wir von hier! FTLs auf Stand-by!”, brüllte Admiral Baker frustriert, der vollkommen unerwartet seines XO´ beraubt worden war.

Die Zeit schien auf einmal still zu stehen; denn die Zylonen ließen ihre Waffen nur noch einmal eine kurze Salve abfeuern, dann schwiegen sie. Auch die zylonischen Jäger drehten unerwartet ab, um sich neu zu formieren.

“Was zur Hölle tun die da?”, fragte einer der Piloten.
“Kann uns doch egal sein; zurück zu unseren Schiffen… Verflucht! Ich habe fast keine Munition mehr”, bemerkte Captain Nash ärgerlich, dann steuerte er eine der vier Landebuchten der Mercury an.

Die Zylonen meldeten sich erneut via Funk bei Steven Baker und wiederholten betont ihre Forderung ein letztes Mal. Doch der Admiral nahm zuerst keine Notiz davon, denn er wartete, bis man ihm mitteilte, dass alle Viper gelandet seien.

“Also gut”, hustete Admiral Baker nach einer Weile und erbat sich etwas Zeit, dann ließ er die Verbindung zu den Zylonen trennen.
“Ich will, dass sämtliche Hauptgeschütze auf das nächstliegende Basisschiff ausgerichtet werden! Die Blechmonster haben auch Schäden erlitten”, teilte er den  kommandierenden Offizieren der anderen Kampfsterne seine Absichten mit.

Captain Lucas Nash, der kurz zuvor sicher gelandet war, betrat gerade das CIC, als er noch die Worte des Admirals hörte. Verzweifelt versuchte er ihn zum Rückzug zu bewegen.
“…bitte, tun Sie das nicht, Sir. Verschwinden wir, so lange wir es noch können”, flehte Nash den Admiral an, seinen Plan zu vergessen.

“Was? Vergessen Sie es Captain! Die Toaster bekommen ihre Antwort. Nur nicht die, die sie erwarten!”, schnauzte er den jungen Offizier an, dabei deutete er auf seinen toten XO.
Dadurch war Lucas abgelenkt und sah deshalb den Schwinger des Admirals nicht kommen, welcher ihn in den Magen traf und ihm die Luft raubte. Getroffen sackte er zusammen, schon traf ihn der nächste Schlag an der Schläfe, der ihn besinnungslos zu Boden beförderte.
“ICH befehle hier, und kein Halbstarker, der keinerlei verfluchte Ahnung hat!”, brüllte Admiral Baker den bewusstlosen Nash an.
“Schafft ihn mir aus den Augen, und steckt ihn in die Brig!”, befahl er einigen Marines, die kurz darauf Lucas Nash aus dem CIC trugen.
“Ziel erfassen! Feuer!”, befahl Admiral Baker grimmig. ´Da habt ihr meine Antwort, ihr verfluchten Toaster´, dachte er.

Dass sich diese Entscheidung als tödlich für mehrere hunderte Menschen erweisen sollte, sowie weitere schwere Verluste einbringen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn zu Beginn schien sein waghalsiger Plan aufzugehen.
Schnell wurde das erste Basisschiff der Zylonen zerstört. Während sich die Kampfsterne nun dem zweiten Basisschiff der Zylonen zuwandten, griffen wieder die zylonischen Jäger in das Kampfgeschehen ein, die die ganze Zeit abgewartet hatten.

Admiral Steven Baker zuckte erschrocken zusammen, als die Kennungen der Hades und der Plejadiais auf dem DRADIS-Monitor verschwanden - die Zylonischen Jäger hatten soeben mit Hilfe eines Nuklearangriffs zwei Kampfsterne erledigt.

“Wie konnte ich nur diese verdammten zylonischen Jäger vergessen”, murmelte Baker und musste mit ansehen, wie sich die Zylonen bereits der Saggitaron näherten, und auch über diesen Kampfstern herfielen - wenige Minuten später explodierte ebenfalls dieser Battlestar.

Jeder Commander an Bord der verbliebenen Kampfsterne bemerkte die aussichtslose Lage. Die Schlachtschiffe der Menschen verschwanden, um sich in Sicherheit zu bringen, mit Hilfe der FTL, die auf Stand-by geschaltet waren.
Es war nur ein schwacher Trost für die Menschen, dass man zwei Basisschiffe zerstört, sowie zwei weitere stark beschädigt, und zahlreiche feindliche Jäger vernichtet hatte.

Nach dem Überlichtsprung war die Flotte wieder beisammen, und unternahm mehrere Sprünge hintereinander, um möglichst viel Raum zwischen sich und den Zylonen aufzubauen.
“Oh ihr Götter! Was habe ich nur getan”, keuchte der Admiral vor Schmerz auf, als ihm das Ausmaß dieser Niederlage, in den eintreffenden Berichten immer deutlicher vor Augen geführt wurde.


Elysium

Die neue Hauptstadt der Überlebenden der Nyx-Flotte war in den vergangen Monaten immer weiter gewachsen. Man hatte sich letztendlich dafür entschieden, so wie es Colonel Simon O’Hara vorgeschlagen hatte, diese Stadt: Elysium-City zu nennen.

Die große Nyx-Station hatte man schon längst wieder in die einzelnen Module zerlegt, um diese unter anderem die Werft, die für die Fertigung, Wartung von Kampfsternen, und zur Förderung von Rohstoffen zu nutzen, wie man es in Friedenszeiten vorgesehen hatte, und sich auf der Rückseite des Mondes von Elysium befand.
Das wichtige Munitionsdepot lag in einem der anderen Planetensysteme, das man als Evakuierungsort auserkoren hatte.
Bei der Haupt-Rumpfsektion, die das Herzstück der großen Station gewesen war. war man dabei, diese in der Werft in einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse umzurüsten, weil dies technisch keinerlei Probleme darstellte, und auch so von den Ingenieuren eingeplant gewesen war.
Das Thyliumraffineriemodul befand sich auf einem der Monde, die um einen Nachbarplaneten kreisten, um den benötigten Treibstoff zu fördern.


Admiral Samuel O’Hara befand sich gerade im Regierungsgebäude, und unterhielt sich in sehr entspannter Atmosphäre mit Präsident Bruce Wales, als es unerwartet an der Tür klopfte.
“Herein”, bat der Präsident.
Die Tür schwang auf und Commander Alexander Nash trat ein, und nickte beiden Männern zu: “Herr Präsident. Admiral O‘Hara. Ich habe ein ernstes Anliegen und würde gerne mit ihnen beiden darüber sprechen.”

“Bitte setzen Sie sich doch. Um was geht es dabei, Commander?”, fragte Präsident Wales neugierig. Auch das Interesse von Samuel O’Hara war geweckt.

“Ich mache mir Sorgen. Sie haben beide Kenntnisse davon, was Admiral Baker Commander Edwards angetan hat…”, begann Nash und hielt inne.
“Ja, und weiter!”, forderte Admiral O’Hara den Commander dazu auf, fortzufahren.

Commander Nash atmete kurz durch, ehe er fortfuhr: “Aus den Akten geht hervor, dass er zu emotionalen Handlungen neigt. Und ich fürchte, dass alle, die bei ihm sind, in großer Gefahr schweben – schon aus diesem Grund will ich mich auf die Suche nach ihm machen und dazu noch meinen Sohn Lucas nach Hause holen, Sirs!”

“Das ist es also”, brummte Samuel O’Hara, der sich an eine Besprechung an Bord der Nyx erinnerte.
“Sie sind vor einiger Zeit Vater geworden, Commander. Und werden, so viel ich weiß, sogar auch noch bald Großvater”, gab der Präsident zu Bedenken, und wies mit seinen Worten das Anliegen zurück.

Doch Alexander Nash ließ nicht locker und unternahm einen weiteren Versuch.
“Herr Präsident. Admiral O’Hara. Ich bin mit Sicherheit in der Lage, Baker zu finden. Ich vermute sogar, wo ich ihn finden könnte. Und eins weiß ich: Colonel Hopkins wird ihn zur Vernunft bringen, wenn er zu oft Prügel von den Zylonen bezieht; auch mein Sohn wäre dazu durchaus in der Lage.”

Samuel O’Hara schüttelte gutmütig den Kopf, und erklärte: “Wäre immerhin möglich, Alex. Doch die Chancen sind gering, die Flotte von ihm anzutreffen. Du weißt, ich bin dabei, unsere Koloniale Flotte in neue Battlestar Groups aufzuteilen. Und somit kannst du schon mal nicht diese Mission übernehmen, falls der Präsident - und auch ich diese genehmigen sollten.”
Bruce Wales stimmte dem zu: “Wir werden darüber noch einmal ausführlich beraten.”
Dies gab Commander Nash zumindest ein klein wenig neue Hoffnung.

Es dauerte einige Tage, dann entschied man, einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse für diesen Auftrag zu entsenden. Und in einer anschließenden Versammlung, an der alle kolonialen Offiziere teilnahmen, die im Rang eines Admirals, Commanders und Colonels waren, stimmten dafür, dass Commander Jonathan Richard Edwards dieser Herausforderung am Besten gewachsen war, da er sich nicht von Admiral Baker in keinerlei Weise beeindrucken ließ.

Edwards erbat sich etwas Bedenkzeit. Seine Frau war nicht gerade davon begeistert, andererseits hatte sie so die Möglichkeit, sich mehr um die Kinder zu kümmern. Damit stand seine Entscheidung fest, den Auftrag anzunehmen.

Am nächsten Tag wussten auch der Präsident und die Admiralität, die aus Admiral Samuel O’Hara, Admiral Diana McBride und Admiral Alexander Nash bestand, und auch seine restliche Familie darüber Bescheid.

Nun war es an ihm, sich einen der Kampfsterne der Valkyrie-Klasse auszuwählen, er entschied sich, die Leonis zu nehmen und die Mission genau vorzubereiten.

Einige Tage später, auf dem Flugfeld des militärischen Teils des Raumhafens, trat Admiral O’Hara an Commander Edwards heran: “Commander, Sie kennen ihre Befehle: Zu den letzten gemeinsamen Koordinaten fliegen und dort einige Zeit ausharren! Passen Sie gut auf ihre Crew und natürlich auf sich selbst auf.” Während O’Hara das sagte, überreichte er Edwards noch einen dicken Umschlag.

In einem Moment der Unachtsamkeit sprang ein Junge über die Absperrung.
“Dad! Bitte geh nicht!”, rief Ryan, der sich seit geraumer Zeit mit seinem Vater ausgesöhnt hatte.

“Solltest Du denn nicht um diese Zeit in der Schule sein!”, bemerkte Jonathan Edwards und sah seinen Sohn, der nun vor ihm stand, streng an.
“Eigentlich schon”, gestand der Junge, und ließ seinen Rucksack von den Schultern gleiten. Er hatte unglaubliche Angst, dass er seinen Dad nie wiedersehen würde.

“Verwahr das für mich und pass gut auf deine Mom sowie auf Tabita und Lucas auf, so lange ich weg bin!”, ordnete Edwards an und drückte zum Abschied Ryan noch einmal liebevoll an sich, als er ihm etwas aushändigte, was er von seinen Vater selbst einst vor einer Mission erhalten hatte, ehe er in den wartenden Raptor stieg.

Orbit von Elysium
Battlestar Leonis

Commander Jonathan Richard Edwards betrat das Combat Information Center der Leonis, einem Kampfstern der Valkyrie-Klasse. Erstmals seit ungefähr sechs Jahren würde er wieder ein Kommando führen.

“Commander an Deck”, sagte der XO, nahm Haltung an und salutierte.
“Ist schon gut, Colonel Hale. Wie ist unser Status?”, fragte Edwards, während er ebenfalls salutierte.

“Die Speicher wurden gelöscht, beziehungsweise ausgetauscht, die auf die Lage von Elysium hinweisen könnten. Alle relevanten Daten wurden ausgedruckt oder auf Speichermodule kopiert, damit die Zylonen nicht an wichtige Informationen gelangen. Alle Leute sind an Bord, ebenso die Vorräte. Die Computer sind hochgefahren - kurz gesagt, wir sind bereit, Sir”, meldete Colonel Mike Hale, und legte seinen Bericht auf den Taktiktisch für den Commander hin.

Commander Edwards nickte zufrieden. “Also gut. Bringen Sie uns raus! XO, Sie haben die Wache! Ich bin kurz in meinem Quartier - mein Gepäck unterbringen.”
“Verstanden, Commander.”
Während Jonathan Edwards wieder das CIC verließ, gab Mike Hale den Befehl für den ersten FTL-Sprung.

Wenige Minuten später betrat Edwards sein Quartier, legte den Bericht seines XO auf seinen Schreibtisch und das Gepäck, was er noch dabei hatte vor dem Schrank ab. Dann nahm er den Umschlag in die Hand, den ihm Admiral O’Hara vor seiner Abreise gegeben hatte, riss ihn auf und begann, in den Papieren zu blättern.
“Wieder so ein Geheimbefehl”, seufzte er und las weiter.
Als er fertig war, wusste er Bescheid und dachte: ´Also darum geht es.`

Eine Stunde später setzte er sich mit seinem Führungsstab zusammen, um sie in Kenntnis zu setzen, worum es noch ging.
“Die radioaktive Signatur, die von einer Explosion stammt, die wir vor einigen Monaten gemessen haben”, erinnerte sich der XO.
“Richtig. Wir haben zunächst den Auftrag, dorthin zurückzukehren, wo sich Admiral Baker von uns getrennt hat - im sogenannten Bereich der Null-Koordinaten. Wo wir uns auch eine Weile aufhalten sollen, circa einen Monat. Danach geht es in den Epsilon-Sektor, von da kam die vermeidliche Explosion”, bestätigte Commander Edwards.
“Deswegen die vielen Vorräte auf dem Schiff”, dämmerte es dem CAG.
Der Colonel ergänzte: “Die reichen uns für ungefähr zwei Jahre.”
“Major Whitman, sie informieren als CAG umgehend all ihre Piloten!”, ordnete der Commander an. “Der XO und ich selber werden die anderen Offiziere und die übrige Crew informieren, sobald wir wieder im CIC sind.”


Mercury-Flotte

Die Flotte um den Kampfstern Mercury befand sich irgendwo zwischen den Kolonien, Kobol und Neu-Caprica, von dessen Existenz die Mitglieder dieser Flotte nur etwas ahnen konnten.
Admiral Baker lag mal wieder auf der Krankenstation seines Schiffes, da er einige Stunden nach der Schlacht um Kobol einen Kreislaufzusammenbruch erlitten hatte.

Captain Lucas Nash saß seit einigen Tagen in der Brig. An seiner Schläfe war von dem Schlag noch eine kleine Beule auszumachen, die aber inzwischen leicht verblasst war. Die Tür ging auf und er bekam Besuch. In Begleitung von Doktor McQuarie, betrat Baker - gestützt und begleitet von einigen Marines - die Zelle, in der Nash eingesperrt war. Der junge Offizier vermutete sofort, dass man ihn wohl hinrichten würde, als er das Aufgebot bemerkte.
Doch es kam ganz anders, denn der Admiral räusperte sich kurz und entschuldigte sich: “Captain Nash, es tut mir wirklich leid, was vor einigen Tagen zwischen uns vorgefallen ist. Ich habe Ihnen großes Unrecht angetan und weiß nicht, wie ich es wieder gerade biegen kann - Sie sind ein guter Offizier.”
Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: “Ich hätte auf Sie und andere hören sollen, den weiteren Kampf auszuweichen, dann wären… wären über 2900 Menschen noch am Leben…, ich allein trage dafür die Verantwortung ...”

“Sir…”, begann Lucas Nash, brach aber ab, denn Baker war noch nicht fertig: “Wir haben einen kleinen Planeten gefunden, wo wir eine Weile bleiben können, er ist zwar nur am Äquator bewohnbar…, doch es reicht erstmal, um zu rasten. Ich befördere Sie hiermit vom CAG zu meinem XO - Herzlichen Glückwunsch.”
Captain Nash war dermaßen verblüfft – ihm fehlten doch glatt die Worte. Erst als ihm bewusst wurde, was da gerade geschehen war, brachte er ein: "Danke, Admiral” - heraus. Wieder einmal hatte Steven Baker ihn überrascht.


Auf einer höheren Ebene der Existenz wurde das erneute Geschehen, wie schon all die Jahrtausende zuvor, stets genau beobachtet.
Doch einigen der Aufgestiegenen wurde es so allmählich zusehends leid, immer nur tatenlos zuzuschauen, was sich unter ihnen abspielte.
“Also, mir reicht es so langsam. Wir sind zwar keine Götter, aber diese Menschen hier in der Andromeda sind unsere Nachkommen. Wir müssen etwas tun”, stellte einer genervt fest.
“Pass bloß auf, und verletze nicht die Regeln, denn das Eis ist dünn auf dem du beabsichtigst dich zu bewegen”, erinnerte einer der ältesten Aufgestiegenen, der ebenso fühlte, aber auch wusste, dass man dabei sehr behutsam vorgehen musste.



2 Monate später
Andromeda-Galaxie
Neu-Caprica

Die Zylonen hatten in einem weiteren Kampf mit der Galactica und der Pegasus schwere Verluste hinnehmen müssen. Und obwohl zumindest die Pegasus zerstört werden konnte, war die allgemeine Stimmung unter den Zylonen schlecht.
“Die Menschen sind weg. Aber wir haben Hera jetzt bei uns. Wie sieht also unser weiteres Vorgehen aus?”, fragte Boomer in die Runde.
“Wir nehmen die Verfolgung wieder auf, und beenden dieses Kapitel ein für alle Mal. Denn dieser Plan hat ja wohl nicht funktioniert, oder habt ihr vergessen, was meine Flotte und ich bei Kobol erlebt haben?”, antwortete Mephisto, und fand bei Cavil, sowie den anderen Einsern, und auch den Vierern und Fünfern Fürsprecher. Die anderen Modelle allerdings waren noch unentschieden.
“Und wir machen uns nebenbei auf die Suche nach der Erde, die unser Freund Doktor Gaius Baltar für uns finden wird, der jetzt unser… äh… Gast ist”, ergänzte Cavil. Dessen Blick wanderte dabei zu Caprica-Sechs und D’Anna, und fügte hinzu: “Das werdet am besten ihr beiden übernehmen, um unseren neuen Freund Baltar entsprechend zu motivieren.”

Mephisto grinste belustigt, während sich die Sechs und die Drei irritiert anschauten,
und sagte dann: “Wenn niemand etwas dagegen hat, werde ich mich um die Flotte von Admiral O’Hara und Präsident Wales kümmern; ich habe ein Versprechen einzulösen.”
“Tu das Bruder”, meinte ein anderer Einser, “dann nehme ich mich der Mercury und Admiral Bakers an.”
“Und wie willst du die Nyx finden, wo wir doch jegliche Spur verloren haben?”, fragte Leoben neugierig.

“Ganz einfach, ich habe schon vor über einem Jahr Suchpatrouillen nach ihr ausgesandt. Und da wir Maschinen sind, haben wir alle Zeit der Welt”, antwortete Mephisto verschlagen, und sah dabei Natalie an.
Diese Sechs ließ deshalb sofort eine heftige Schimpftirade ab: “…du dreckiger, verlogener Mistkerl…”
“Keine Angst meine Liebe; ich werde mein Versprechen halten. Ich baue es sogar aus: Ich lasse jeden Menschen am Leben, der seine Waffen niederlegt”, beruhigte Mephisto sie.
“Das ändert aber nichts daran, dass Du mich hintergangen und angelogen hast”, schrie Natalie ihn wieder an.
“Äh, Bruder”, meinte Mephisto und sah zu Cavil, “du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du diese Sechs mitnehmen würdest, wenn deine Flotte sich auf den Weg macht. Aber pass gut auf.”
“Aber gern, Bruder”, akzeptierte Cavil die Bitte bereitwillig.



Milchstraße
Erde, SGC

“…Doktor Weir und Atlantis brauchen militärische Unterstützung, und dringend ein ZPM, um die Schilde zu aktivieren. Aber die Zeit drängt - und die paar Wochen sind schnell vorbei”, antwortete Sam besorgt.
“Heute früh habe ich sofort den Präsidenten und Hammond informiert. Die Daedalus ist fertig und startbereit. Colonel Everett ist bereits mit einigen Dutzend seiner Marines, sowie der benötigten Ausrüstung eingetroffen, die wir durch das Stargate direkt nach Atlantis schicken werden. Und da sie unser ZPM nicht nehmen können, weil wir es für die Versorgung von Antarctica benötigen, habe ich Daniel gesagt, er soll eines, oder besser ein paar mehr finden.“

Einige Tage später hatte Doktor Daniel Jackson eine Referenz in der Datenbank gefunden, die aus Atlantis gekommen war, und auf eine Gruppe der Antiker hinwies, die lange vor dem Krieg mit den Wraith die Pegasus-Galaxie verlassen hatte, und in die Andromeda-Galaxie gereist war. Er konnte nun die bisherigen Daten über die Antiker, die er hatte, durch die von Jack O’Neill und auch von den Asgard, sowie den Nox ergänzen. Und beschäftigte sich daher in jeder freien Minute damit.

Kurz darauf verstarb bedauerlicherweise Doktor Catherine Langford. Daniel erbte ihren gesamten Nachlass, der ihre komplette Sammlung umfasste. In der Hoffnung, etwas Brauchbares zu finden, arbeitete er sich erst einmal tagelang durch.

So kam es, dass einige Wochen später ein ZPM in Ägypten gefunden wurde, mit einem Video, welches für große Aufregung sorgte. Nachdem das ZPM untersucht worden war, wurde es freigegeben und zunächst an die Energieversorgung des Stargates angeschlossen, um Atlantis anzuwählen.

Noch vor der Anwahlsequenz trat General O’Neill an Colonel Everett im Torraum heran. “Colonel, geben Sie diese Notiz hier Doktor Weir persönlich, falls sie Ihnen nicht glauben sollte. Die Daedalus wird in knapp vier Tagen eintreffen, nachdem Sie und ihre Leute durch sind. Viel Glück.”
“Jawohl, und danke, Sir.”
Mit dem Befehl, das Anwählen des Sternentores zu beginnen, verließ Jack den Stargateraum und begab sich in das Kontrollzentrum.



Tage später
Milchstraße
Erde, SGC

Die Daedalus hatte die Erde, mit dem ZPM an Bord verlassen, und war nach Atlantis aufgebrochen. Auch die Verstärkung von Marines um Colonel Everett war seit einigen Tagen schon weg, um eine Verteidigung aufzubauen, bis die Daedalus unter dem Kommando von Colonel Caldwell eintrifft. Deswegen wartete General O´Neill seitdem gespannt und voller Ungeduld auf Neuigkeiten aus der Pegasus-Galaxie.

Denn die Wraith waren kurz davor Atlantis anzugreifen, und Doktor Weir hatte eine Nachricht durch das Stargate zur Erde geschickt, worauf Jack O´Neill sofort reagierte. Er hatte Ausrüstung und Personal angefordert, um der Atlantis-Expedition um Doktor Elizabeth Weir zu helfen.

Jack hätte sehr gerne noch mehr Unterstützung geschickt, doch waren weitere Schiffe der Daedalus-Klasse zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig, und mehr Soldaten wurden ihm nicht bewilligt. Diese Unterstützung musste daher vorerst reichen.

“Unplanmäßige Aktivierung von Außen”, meldete Lieutenant Simmons aufgeregt. Nun eilte General O´Neill von seinem Büro über die Treppe runter in den Kontrollraum.
“Hoffentlich ist es Atlantis, und erfreuliche Nachrichten. Ich will endlich angeln”, murmelte der General, als er ankam. “Empfangen wir einen Transmitter - Code?”, fragte er den Lieutenant.
“Ja, Sir. Es ist der persönliche ID-Code von Doktor Weir. Und ich empfange eine Mitteilung aus Atlantis”, bestätigte Simmons.
“Danke Lieutenant”, sagte O´Neill, nahm das Funkgerät und sprach: “Atlantis hier ist General O´Neill vom Stargate-Center. Ich würde gerne mit Doktor Weir sprechen!”

“Ich höre sie, General O´Neill. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Danke für ihre Unterstützung, die sie uns geschickt haben”, hörte er über die Lautsprecher die erleichterte Stimme von Elizabeth Weir.
“Wie geht es Ihnen allen, da drüben in der Pegasus?”, fragte O´Neill.
“Den Umständen entsprechend, General. Es gab Verluste, doch nun sind wir mit Hilfe einer Idee der Doktoren McKay und Zelenka in Sicherheit. Die Stadt Atlantis befindet sich unter unserer Kontrolle, alle Wraith konnten beseitigt werden, die in die Stadt eingedrungen waren. Alles Weitere steht in den Bericht, den Sie empfangen haben.”

“Lieutenant?”
“Ist bestätigt, Sir.”

“Ja, ist angekommen”, bestätigte O´Neill den Empfang.
“Ich würde gerne die stabilisierten Verwundeten und Verletzten durch das Gate zur Erde schicken, wo das Stargate nun einmal aktiviert ist”, bat Elizabeth.
“Okay, die Tür ist offen. Schicken Sie die Leute durch, sie werden bereits erwartet”, antwortete der General auf die Bitte, der Leiterin der Atlantisexpedition.

Das Sanitätsteam und die Krankenstation wurden indes von Lieutenant Simmons informiert, so konnten die Verwundeten und Verletzten schnellstmöglich versorgt werden, die nun nach und nach im Torraum eintrafen. Darunter befand sich auch Colonel Everett, der eine Wraithattacke überlebt hatte.

Nachdem alle durch waren, wurde die Verbindung beendet. Umgehend im Anschluss begab sich O´Neill wieder in sein Büro, und erstattete per Telefon Hammond Bericht.
Später rief Lieutenant General George Hammond zurück, und erklärte dass das IOA entschieden hat, das Doktor Weir und ihr Führungsstab von Atlantis herkommen soll, um dem IOA persönlich Bericht zu erstatten, da ja derzeit keine direkte Bedrohung mehr für Atlantis bestünde.

Am nächsten Tag, spät am Abend, trafen die betreffenden Personen durch das Stargate im SGC ein. Dort wurden sie allerdings von General Landry, dem neuen Leiter des SGC empfangen und begrüßt, da Jack nun endlich seinen Urlaub antreten konnte.



Andromeda-Galaxie
Höhere Ebene

Ein Aufgestiegener hatte - vorsichtig - nach geeigneten Verbündeten gesucht, die ebenso fühlten und dachten wie er selbst, und auch nach einem guten Weg den Menschen in der Andromeda wirksam zu helfen. Denn er wollte einen furchtbaren Kreislauf beenden, der sich schon viel zu oft wiederholt hatte. Dass er dabei vorsichtig sein musste, war ihm bewusst.
Was besonders auf fast alle anderen Aufgestiegenen in der Milchstraße, sowie der Pegasus zutraf, und die auch nicht zögern würden, ihn für sein Handeln und Tun kollektiv zu bestrafen. Schnell war ihm bewusst geworden, dass er in diesen beiden Galaxien keinen Beistand von Seinesgleichen erwarten konnte.

So musste er eine andere Möglichkeit suchen, da er auf sich alleine gestellt war.
Seine Wahl war dann letztendlich auf die Menschen der Erde gefallen, die sich bereits gut bewährt hatten.
Aber die Lage wurde derweil für eine der überlebenden Flüchtlingsflotten der Kolonien von Kobol immer ernster.
Der Antiker musste eine lange Zeit geduldig warten, ehe er dann schließlich eine gute Möglichkeit fand sein Vorhaben in die Tat umsetzen zu können…


Planetenorbit

Im Sturm eines Gasplaneten kam Captain Thrace in ihrer Viper langsam wieder zu Bewusstsein, während sie weiter auf den Planeten stürzte.
Sie hatte gerade eine Art Vision oder Nahtoderfahrung mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Vergangenheit, wo ihre Mutter, Leoben Conoy und auch sie selbst vorgekommen war, gehabt.
Nun erkannte sie, wieder zurück in der Wirklichkeit, den zylonischen Jäger vor sich. Der wieder aus den Wolken auftauchte, und auch weiter in die Tiefe flog. Kara überlegte, ob sie nicht besser den Hebel für den Schleudersitz betätigen sollte, und sich somit zu retten. Doch sie zögerte in der Bewegung, was in einer solchen Situation selbst für sie ungewöhnlich war.
Major Lee Adama, der in einiger Entfernung hinter ihr her flog, wiederholte immer wieder eindringlich seine Bitte: “Starbuck kehr bitte um. Lass ihn doch einfach fliegen. Kara. Komm zurück. Bitte Starbuck.”

Galactica, CIC

An Bord des Kampfsterns Galactica im CIC, beobachteten alle, darunter Admiral Adama das Geschehen, was sich draußen in der Atmosphäre des Planeten abspielte, und hörten mit großer Sorge und Nervosität dem Funkverkehr der beiden Piloten mit an.
Je tiefer beide Viper flogen, desto geringer wurden die Chancen für eine Rückkehr der zwei Viperpiloten.
“Komm schon, Kleine, komm zurück”, flüsterte Adama so leise vor sich hin. Gerade so laut, dass es nur Tigh mitbekam.
“Mister Gaeta. Wie lange haben die beiden noch? Und ab wann wird eine Rückkehr nicht mehr möglich sein?”, fragte William Adama.
“Bei der Geschwindigkeit der beiden in etwa 5-10 Minuten, dann wird die Anziehungskraft des Planeten die Viper irgendwann zerdrücken. Und bis zu dieser Linie können beide es noch zurückschaffen”, erklärte der Taktikoffizier der Galactica, dem Admiral und dem XO Colonel Tigh, an einem Monitor die Situation.
“Auch wird die Kommunikation immer schwieriger, die Interferenzen des Planeten stören die Überwachung jetzt schon massiv”, ergänzte Petty Officer Dualla.
Der Admiral griff zum Funkgerät und sagte beunruhigt: “Apollo, ihr zwei müsst euch beeilen, ihr habt nur noch knapp 5 Minuten bis ihr die rote Linie überschreitet! Apollo! Kehrt um!”

Planetenorbit

“Verstanden Galactica”, bestätigte Lee Adama.
Doch dann sagte Kara ohne Vorwarnung: ”Ich habe jetzt keine Angst mehr, Lee.”
“Was? Kara das ist doch Wahnsinn, komm zurück! Bitte. Lass diesen Zylonenjäger doch einfach weiterfliegen, ich sehe ihn jetzt auch. Ich bin fast bei Dir, und dann fliegen wir zusammen heim”, flehte Major Adama.
“Wir sehen uns auf der anderen Seite”, entgegnete Starbuck stattdessen mit ruhiger Stimme.
Worauf der arme Apollo nochmals verzweifelt, mit sanfter und ruhiger Stimme, versuchte sie zur Umkehr zu bewegen.
Doch Starbuck sagte nur leise flüsternd, gerade so das Apollo es verstehen konnte: ”Lass mich einfach gehen. Ist schon okay. Sie warten auf mich. Lass mich einfach gehen.”
Kara sah nun, wie sich ein immer heller werdendes weißes Licht in ihrem Cockpit ausbreitete, und wurde davon geblendet. Die Viper von Captain Thrace begann langsam auseinander zu zerbrechen, bevor sie mit einem Knall und in einem hellen Licht vom DRADIS-Monitor von Lee’ Viper verschwand. Zu seinem großen Entsetzen entdeckte und erkannte Lee keinen Schleudersitz oder Rettungsschirm.
Admiral Adama meldete sich erneut über Funk bei ihm, und befahl mehrmals:” Apollo abbrechen! Abbrechen! Du bist schon beinahe zu tief. Hochziehen, und Höhe gewinnen!”
Doch Lee Adama hatte schlechte Nachrichten für die Galactica, als er sich meldete:
“Galactica, hier ist Apollo. Starbuck’ Viper ist weg.”
“Wir schicken sofort ein Rettungsteam da raus”, antwortete die Stimme des Admirals aus dem Funkgerät.
“Nein. Es ist zwecklos - kein Schleudersitz und auch kein Rettungsschirm. Sie ist weg. Wir haben sie verloren”, entgegnete Major Adama mit trauriger Stimme und Tränen in den Augen, ehe er wendete und zurück in Richtung Galactica flog.

Höhere Ebene

Es hatte alles sehr schnell geschehen müssen, ohne dabei Aufsehen bei den anderen Aufgestiegenen zu erwecken. Auch der gesamte Vorgang musste so wirken, um Lee Adama in den Glauben zu lassen, dass es sich um eine Katastrophe handelte. Der Aufgestiegene tat dies mit schweren Herzen, denn er wusste um den Schmerz, welcher sofort auf dieses Ereignis folgen würde.

Doch, das Ereignis war nicht unbeobachtet geblieben, denn einige hatten es mitverfolgt, verzichteten aber darauf den Verantwortlichen daran zu hindern, sondern ließen ihn gewähren.

Galactica

Im CIC der Galactica herrschte sofort ein bedrückendes Schweigen, als die schlimme Nachricht über den Verlust aus den Lautsprechern kam, besonders betroffen davon zeigten sich Adama, Tigh, Dualla und Gaeta, die mit Bangen die Situation verfolgt hatten, dann aber davon bedrückt schweigend die Köpfe gesenkt hatten.


- 2. Teil folgt -
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#2
Hallo, ihr Lieben. Heute gibt es den 2. Teil, wie man sieht Angel
Viel Lesevergnügen Blush
Pilotfolge:
Stargate: Battlestar Galactica / - Elysium - 
überarbeitete Version
2. Teil
Auf einer höheren Ebene
Andromeda-Galaxie < = > Milchstraße

Das helle Licht, welches sie umstrahlt hatte, ließ gleichmäßig nach. Alles wirkte irgendwie vertraut, nachdem das helle Licht endlich weg war. Aber erschien es doch ein wenig anders als sonst zu sein, wie es eigentlich war.

Doch sah so etwa wirklich das Jenseits aus?

Captain Kara “Starbuck” Thrace sah sich verwundert um, denn sie hatte sich das Leben nach dem Tod eindeutig anders vorgestellt.
Sie stand im Combat Information Center der Galactica, welches in einem merkwürdigen Licht erleuchtet war.
Aber niemand außer der Viperpilotin selbst schien anwesend zu sein.
Kara stellte außerdem erstaunt fest, dass sie immer noch ihre Pilotenkombi trug, und nahm schließlich vorsichtig ihren Helm ab, nachdem sie die Umweltbedingungen überprüft hatte.

Die junge Viperpilotin hatte irgendwie das Gefühl, dass sie beobachtet wurde - doch es war niemand zu sehen.
Das letzte, woran sich Starbuck noch erinnerte war, dass sie sich mit jemanden unterhalten, und der wie Leoben ausgesehen hatte.

Sie war verständlicherweise sehr irritiert und murmelte: “Verfluchter Mist! Bin ich denn jetzt tot, oder etwa doch nicht?”
Kaum hatte sie dies gesagt, da spürte Kara einen sehr leichten Lufthauch in ihren Haaren, und rief erschrocken sich nach allen Seiten abermals umschauend: “Ist da etwa doch noch jemand?”
Vorsichtshalber, um sich auch etwas mehr eigene Sicherheit zu geben, zog Captain Thrace ihre Waffe während sie sprach.

Dann hörte sie eine ruhige, sachliche und männliche Stimme, die von der großen DRADIS-Konsole kam, wo immer Admiral Adama stand, wenn er im CIC war, die ihre Frage mit: “Nein, du bist nicht tot, Kara” - beantwortete.

“Bist du es schon wieder, und wo bin ich gerade?”, fragte Starbuck immer noch ein wenig benommen, wegen der aktuellen Vorkommnisse.
Dann erkannte sie eine Gestalt im Zentrum des CIC, die ihr geantwortet hatte.

“Nein, ich bin nicht dieser Leoben - einer der Zylonen, den du kennst. Und du befindest dich, sagen wir mal… in einer Art Schwebezustand, in welchen ich dich habe, nachdem deine Viper vor den Augen von deinem Freund Major Lee Adama scheinbar explodiert ist. Unsere Reise wird kurz sein, obwohl es Dir länger vorkommen wird, da wir uns ein wenig unterhalten werden. Diese vertraute Umgebung hier soll dies ein wenig für dich erleichtern. Ich hatte gehofft, dass du dich deswegen besser entspannen würdest. Doch jetzt will ich mich zunächst einmal selber vorstellen: Einer der vielen Namen, die ich während meiner menschlichen Daseins trug, war Hippokrates…“

“Aha.“
“Und?“
“Was - und?“, brummte Starbuck genervt.
“Das mit dem Entspannen scheint nicht wirklich recht bei dir zu klappen“, seufzte Hippokrates enttäuscht.
“Nicht wirklich. Und was haben sie so gemacht - während ihres menschlichen Daseins?“, fragte Kara gelangweilt.

“Ich war unter anderem Arzt, Gelehrter und Forscher, manchmal aber auch ein Krieger, so wie du, bevor ich dann aufgestiegen bin, zu einer höheren Form des Seins.“
“Wie nett… Äh… bin ich das etwa jetzt auch: aufgestiegen zu einer höheren Form des Seins, so wie du es nennst?“
“Nein. Aber es wäre eine so Art Vorstufe für den weiteren Prozess des Aufstiegs. Es gibt noch viele Andere, die so sind wie ich, auch verstößt es gegen unsere Regeln uns in die unteren Ebenen einzumischen, darum wirst du alles, was ich zu dir sage, auch wieder vergessen.”

“Und was soll dann der ganze Mist, wenn ich alles wieder vergessen werde?”, motzte Kara, während sie ihre Waffe wieder ins Holster schob.
“Bleib ganz ruhig, und entspann dich. Bitte. Versuche es zumindest… Ich weiß, dass dich jetzt ganz viele Fragen beschäftigen”, beruhigte Hippokrates sie abermals.
Er versuchte es zumindest, da ihm bewusst war, dass er sich einen schwierigen Charakter herausgesucht hatte. Aber diese junge Frau, war die einzige, die für diese schwierige Aufgabe geeignet war - auch dies war dem Antiker klar.

Er seufzte kurz, dann fuhr er fort, ihre Fragen nach und nach zu beantworten: “Da wir uns auf einer anderen Bewusstseinsebene befinden, und ihr dringend Hilfe benötigt, sind wir auf einer Reise in eine andere, eine benachbarte Galaxie, die ihr in euren Sternenkarten vermerkt habt. Auch in jener leben auch Menschen, die zum Teil ebenfalls unsere Nachkommen sind, so wie es bei deinem Volk der Fall ist. Diese sind auch in der besten Lage euch gut im Kampf gegen die Zylonen zu unterstützen.”

“Stopp!“, kam es sofort von Starbuck, als der Antiker gerade eine Pause eingelegt hatte. “Hört sich bislang gut an - doch wozu der Quatsch hier, wenn ich eh wieder alles vergesse“, schnappte die Viperpilotin, “etwa einfach nur so zum reinen Zeitvertreib?“
“Irgendwie schon“, gestand Hippokrates, der verlegen geworden zur Seite sah.
“Das darf doch nicht wahr sein“, grollte Kara Thrace daraufhin aufgebracht, und sah dann den Antiker ratlos und verständnislos an - musterte sie diesen noch einmal genauer: Es war ein Mann, der wohl dem Aussehen nach Ende dreißig bis Mitte vierzig war, einen Vollbart hatte, sowie mit einem hellen vanillefarbenen Pullover und einer weißen Hose bekleidet war - also ganz normale Durchschnittskleidung.
Kara dachte daher: ‘Was ist er nur… ist er etwa gar einer der Götter von Kobol?’

Hippokrates wusste stets, was in Starbuck vorging, und auch woran sie soeben gedacht hatte, deswegen begann er ihr kurz zusammengefasst von den Antikern zu erzählen, die mithalfen das Leben in der Andromeda-Galaxie zu beeinflussen. Gemeinsam mit einer anderen Spezies, die in dieser Galaxie sesshaft und mit ihnen befreundet war. Auch berichtete er, wie er und die Anderen die Entwicklung und den Verlauf der Geschichte der Kolonien zu Beginn mit geprägt und später nach ihrem Aufstieg weiterhin beobachtet hatten.
Mehrmals wurde Hippokrates dabei immer wieder von Kara unterbrochen, die immer wieder Kommentare dazu abgab, während er versuchte ihr alles erzählte.
“…und ich musste lange nach einer Möglichkeit und Gelegenheit suchen. Aber auch einen geeigneten Kandidaten wählen - bis meine Entscheidung auf eben dich fiel. Doch auch, wer euch wirklich helfen kann, und wie ich es vermeide von den Anderen, insbesondere von denen in der Milchstraße, wohin wir unterwegs sind, sowie denen in der Pegasus-Galaxie, bestraft zu werden…“
Kara unterbrach ihn erneut verwundert: “Götter können eigentlich nicht bestraft werden. Und wenn dann nur von Zeus persönlich. He, gibt es etwa noch in weiteren Galaxien als in meiner und in dieser Milchstraße Menschen, wie uns?“

Der Antiker nickte bestätigend, während Kara erneut kopfschüttelnd im CIC auf und ab ging, während er kurz darauf geduldig fortfuhr.

“…ich fürchte, dass es klargestellt werden muss: Wir Aufgestiegenen sind keine Götter. Auch wenn ihr diejenigen, die ihr als solche verehrt einst welche von uns waren, ehe auch sie teilweise aufgestiegen sind. Also ich bin ebenfalls kein Gott. Unseresgleichen haben zwar unbegrenztes Wissen, und übernatürliche Fähigkeiten… doch macht uns dies nicht zu Gott, Göttinnen, oder Göttern. Obwohl einige, von denen wir uns vor Jahrmillionen trennen mussten - sich immer noch für welche halten. Dies führte zu einen furchtbaren Konflikt, der uns als Alteraner spaltete, in Ori und Antiker…“
“Es gibt also Böse und Gute von euch Typen!“, stellte Starbuck fest, blieb stehen, und erinnerte sich an Athena, die sich entschlossen hatte die Zylonen zu verlassen um den Menschen zu helfen. 
“So ist es, leider…“
“Na, phantastisch. Das wird ja immer besser…“
“..weshalb wir daher die Existenzen von weiteren Galaxien, die mit Menschen bevölkert sind, geheim halten mussten. Und um somit alle - auch uns selber - vor den Ori zu beschützen sind unsere Regeln unter anderem: Wir sind keine Götter, und dürfen uns nicht in die Ebenen unter uns einmischen…“

“Stopp! Zum letzten Mal: Und was soll die Nummer gerade? Ansonsten steigt in mir der Drang jemanden zu schlagen!“, schimpfte Captain Thrace wieder einmal mehr als nur ein klein wenig aufgebracht.
“Ich bewege mich wirklich auf sehr dünnen Eis, indem ich dich hierher gelotst habe, und damit dabei bin - dir und allen anderen Überlebenden der Kolonien von Kobol zu helfen…“
“Super Plan! Echt! Die halten mich doch jetzt für tot - und dann in einiger Zeit tauche ich wieder auf… die halten mich dann für einen verdammten Toaster - und werfen mich aus der nächsten Luftschleuse… und dann bin ich wirklich tot… Klasse!“, erwiderte Starbuck zynisch, und zeigte Hippokrates durch eine verachtende Geste, was sie von diesem Vorhaben hielt.
“Und wie hast du dir das sonst noch so vorgestellt? - Außer später meinen Tod doch noch in Kauf zu nehmen… oder mir dann doch noch als Entschädigung für mein Leben diesen sogenannten Aufstieg anzubieten…“, fuhr Kara übel gelaunt fort, da Hippokrates nicht reagiert hatte.

Der Antiker seufzte stattdessen leise vor sich hin, und dachte im Stillen nach: ´Musste ich mir wirklich ausgerechnet diese Kara Thrace für diesen Plan aussuchen… - ja. Sie war als einzige geeignet. Und es gibt auch kein zurück mehr.´
Schließlich fuhr Hippokrates fort: “Also: Vertraue mir bitte - und auch deinen und euren neuen Freunden von der Erde…“
“He, die Erde! Etwa die legendäre 13. Kolonie suchen wir ja!“, fiel Starbuck ihm abermals ins Wort.
“Es gibt mehrere… Erden. Und auf eben auf dieser einen, gibt es eben die Freunde, die du dort finden wirst. Menschen und andere außerirdische Lebensformen, die mit jenen verbündet sind, und für den nötigen technischen Vorteil sorgen werden, den ihr benötigt, um die Zylonen, die euch bedrohen für immer zu schlagen...“
Kara lachte sarkastisch auf: “Sicher!“

Der Antiker ließ sich nicht beirren, obwohl er in dieser jungen Frau wohl die schwierigste Schülerin, die es wohl geben konnte vor sich hatte.
“Du musst an dich glauben, Captain Kara Starbuck Thrace! Und jetzt kommt das Beste: Die Unterhaltung wirst du wieder, wie schon zu Beginn angesprochen - wieder vergessen, sobald du dort bist: auf der Erde. Und es gibt was Schönes: Es gibt noch zwei weitere große Flotten mit Überlebenden deines Volkes - und mit etwas Glück, treffen sich eure Wege auf einen großen gemeinsamen Pfad…“

“Verflucht! Und ich werde alles wieder vergessen”, schimpfte Kara verzweifelt und schlug sich die Hände vors Gesicht, als Hippokrates schließlich mit seinem Vortrag fertig war.

“Ja. Wir sind da. Und so sind nun einmal unsere Regeln: Wir dürfen uns eigentlich nicht einmischen, deshalb muss ich dich schnell absetzen und wieder verschwinden - sonst bekomme ich Ärger, so wie du des Öfteren. Aber wer weiß… - vielleicht sehen wir uns eines Tages wieder”, meinte Hippokrates am Ende geheimnisvoll.

“Was? Wie? Moment…”, rief Kara gerade noch, als sie abermals ein helles Licht umhüllte, und ihr dann auch noch schwarz vor Augen wurde.
Den darauffolgenden lauten Knall und den Aufprall, als sie etwas unsanft auf einen See einschlug, bekam sie schon gar nicht mehr mit.



Milchstraße
Erde - USA, Minnesota

General O´Neill verließ den Highway, und einige Kilometer weiter dann auch die asphaltierten Straßen. So kam er seinem Ziel, seiner geliebten Ferienhütte mit dem See, und somit seinem Refugium, näher. Durch die Bäume konnte er bereits zeitweise das Gebäude gut erkennen, und sah sich bereits entspannt im Stuhl sitzend, die Angel in der einen und ein kühles Blondes in der anderen Hand.

“Ja, das werden einige angenehme Wochen - bevor ich dann ins Pentagon umziehen muss”, murmelte O´Neill vor sich hin, wobei ihm der Gedanke an diesen Bürojob, der ihn die nächste Zeit erwartete ganz und gar nicht behagte.

Als er noch knappe 50 Meter von seinen Ziel entfernt war, bemerkte er ein helles weißes Licht genau bei seinem Ziel - gut nur das Jack O´Neill eine gute Sonnenbrille trug, und von den Bäumen geschützt wurde. Nun folgte ein Geräusch, das sich anhörte wie der Knall einer Explosion. Der General stoppte kurz seinen Geländewagen, ehe er dann zügig weiterfuhr.

An seinem Ziel angelangte, lagen vor ihm lauter Wrackteile vor dem See und auf dem Grundstück seines Feriendomizils.
“Das kann doch nicht wahr sein, müssen die Testflüge über Minnesota machen!”, brummte er wütend, während er ausstieg. Dann sah sich Jack sorgfältig genauer um - alle Fenster waren zu Bruch gegangen.
“Na, das wird teuer!”, sagte er wütend, als er sich den Gesamtschaden vorstellte, und damit begann den Schaden mit seiner Kamera für die Versicherung zu dokumentieren.

Dann entdeckte er im See eine reglose Gestalt treiben. Hastig sprintete O´Neill zu dem See auf den kleinen Steg zu, wo sein Boot befestigt war, welches ebenfalls Beschädigungen aufwies.
Dann hechtete er auch schon ins Wasser, schwamm zu der Person, die der Pilot dieser Unglücksmaschine sein musste, und gerade im Begriff war unterzugehen. Jack kam gerade noch rechtzeitig an, er griff zu und umklammerte die offenbar bewusstlose, sowie auch scheinbar verletzte Person mit einem Arm. Danach ruderte er mit dem anderen, und den Beinen strampelnd durchs Wasser, um wieder an das Ufer zu gelangen.

´Man wäre ich gerne ein paar Jahrzehnte jünger´, dachte er.
Am Ufer angekommen zog er seinen “Fang”, keuchend und hustend, aus dem Wasser aufs Trockene - zum Glück war gerade Sommer.

´Das war es dann wohl auch mit dem Angelurlaub´, dachte er, und betrachtete die gerettete Person aufmerksam. Die Uniform war ihm vollkommen unbekannt.

Jack hob sein Handy auf, und überlegte kurz.
Dann wählte er entschlossen die direkte Nummer ins Büro von Lieutenant General George Hammond, dem Leiter der Homeworld Security im Pentagon, Washington D.C..
“Großartig besetzt. Na schön, dann schauen wir doch mal, wer oder was du wirklich bist”, hustete er, und legte das Handy beiseite.

Er musterte noch einmal aufmerksam die Person, die vor ihm lag. Er bemerkte, dass der Helm den gesamten Kopf umschloss und nahm diesen, nachdem er den Mechanismus gefunden hatte, vorsichtig ab. Es handelte sich bei den Piloten um eine junge blonde Frau, wie er feststellte.
Den Helm legte O´Neill vorsichtig auf dem Boden ab. Nun wandte er sofort die Erste Hilfe Maßnahmen an: Puls und Atmung - beides war vorhanden stellte er beruhigt fest.

Danach stand er auf, und holte zwei Decken aus der Ferienhütte. Zurückkommend murmelte er leise:” Also von hier bist Du nicht, soviel steht fest.”

Nun kniete er sich neben ihren Kopf hin, um die eine der beiden Decken vorsichtig unterzulegen. Auch untersuchte er die beiden Patches an den beiden Oberarmen genauer, beim rechten las er in roten Großbuchstaben das Wort “VIPER” und die Zeichnung eines Fluggeräts, welches einem Kampfjet ähnlich war.
“Mit so was warst Du wohl unterwegs”, brummte er vor sich hin, und wandte sich dem linken Oberarmpatch zu, wo er die Schriftzüge “Battlestar Galactica” oberhalb eines flammenartigen Zeichens und darunter “BSG 75” in goldfarbenen Buchstaben entzifferte.

“Okay, definitiv nicht von hier”, sagte Jack O´Neill, und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Dann nahm er die Waffe aus dem Holster, die er neugierig und interessiert untersuchte und begutachtete, bevor er diese neben dem Helm ablegte.
“Nicht missverstehen, sicher ist sicher”, flüsterte er, während er sie mit der zweiten Decke zudeckte.

Zum zweiten Male wählte er, als er damit fertig war, die Nummer von Hammond’ Büro.
“So was, immer noch, oder schon wieder besetzt. Dann rufe ich eben Hank im Stargate-Center an”, brummte er genervt, und gab die Nummer ein.
´Ah, es klingelt. Und es ist nicht besetzt´, dachte Jack zufrieden.
“General Landry”, meldete sich eine entspannte und ruhige Stimme am anderen Ende.
“Hallo Hank, hier ist Jack. Ich bin in Minnesota bei meiner Ferienhütte und… hatte eine nette Begegnung der dritten Art.”
“Was ist denn passiert?”, fragte Landry, der hörbar nach einem Blatt Papier und einem Kugelschreiber griff.
Schließlich begann O´Neill zu berichten, was in der letzten halben Stunde geschehen war: ”…tja, um es kurz zu sagen, ich bräuchte Unterstützung. Hier liegt ein Haufen von Wrackteilen herum, die  so schnell wie möglich geborgen werden müssten. Außerdem benötige ich hier dringend ein Sanitätsteam für die junge Frau, die sich eine ungewisse Zeit lang im Wasser befunden hat, die immer noch bewusstlos ist, und meines Wissens nicht von unserer kleinen Welt stammen kann. Zumindest sind bei ihr Puls und Atmung vorhanden…”
“Ich informiere umgehend die Prometheus. Colonel Pendergast soll sich darum kümmern, und seine Leute sollen das Areal sichern und alles bergen. Die junge Lady beamen wir über die Prometheus auf die Krankenstation hierher ins SGC”, sagte General Landry.
“Gut, ich halte hier solange die Stellung”, willigte O´Neill den Vorschlag, und beendete die Verbindung.

Einige Minuten später schaffte es General O´Neill endlich auch General Hammond über die kürzlichen Ereignisse zu informieren, und wie er mit Landry verblieben war.
“…das könnte in der Tat eine sehr wichtige Entdeckung sein. Gute Arbeit, Jack”, sagte George Hammond.
“Danke”, sagte O´Neill schnell, bevor Hammond aufgelegt hatte.

Es trafen mit Hilfe der Beamtechnologie der Prometheus, nach kurzer Wartezeit die ersten Einsatzkräfte ein, die von Colonel Pendergast dafür abkommandiert worden waren. Diese sicherten das Gelände ab, und sammelten die verstreuten Wrackteile ein, die mit einem Sender ausgerüstet auf die Prometheus gebeamt wurden.
Die, von Jack O´Neill, aus dem Wasser gerettete Pilotin wurde über die Prometheus auf die Krankenstation des SGC gebeamt, um sie besser medizinisch versorgen zu können.



Andromeda-Galaxie
Battlestar Galactica

Auf dem Hangardeck der Backbord-Seite der Galactica begann eine Trauerfeier für Captain Kara “Starbuck” Thrace, hier hielten Admiral Adama, Präsidentin Roslin, Major Adama, und sogar auch Colonel Tigh jeweils eine kurze Ansprache, um ihre Leistungen für die Koloniale Flotte, sowie die Kolonien zu würdigen um sie somit gebührend zu ehren.
In einer Startröhre befand sich ein leerer Sarg, der mit einer Flagge der 12. Kolonien von Kobol und einer Flagge der Galactica bedeckt war. Und William Adama schritt an diesen heran, und legte symbolisch die Abzeichen eines Viperpiloten und die des Captains darauf. Als er sich danach wieder aufgerichtete hatte, rief er laut: ”Achtung!”- und salutierte dabei, genauso wie alle weiteren anwesenden Militärangehörigen.

Kurz nachdem er die Startröhre für die Viper verlassen hatte, nickte er in die Richtung des Kontrollraumes. Ein Priester sprach nun noch einige Worte, bevor die Luftschleuse geöffnet wurde und der Sarg durch den Druckausgleich ins All katapultiert wurde.

“Ich kann es einfach nicht glauben, das Kara nicht mehr unter uns ist”, sagte Sam Anders, der mit ihr verheiratet war, leise zu Lee.
“Ich weiß”, raunte Lee leise zustimmend.
“Wegtreten!”, ordnete der Admiral an, und das Deck wurde wieder geräumt.

Einige Zeit darauf ist Admiral Adama, in seinem Quartier, schließlich endlich kurz davor, das Segelschiffmodell fertig zu stellen an welchem er schon so lange gearbeitet hatte. Zum Abschluss brachte er die Figur der Aurora am Bug des Schiffes an.
Doch kaum hatte er dies getan, packt er eine knappe Minute später auch schon wieder mit Tränen in den Augen das Schiff, und zerstörte das Modell und sank weinend zu Boden, überwältigt von Trauer und der Wut über den Verlust von Kara.

Lee befand sich derweil auf den Weg in die Hallway of Memories auch als Erinnerungsgang bekannt, der mit Fotos von Vermissten und Verstorbenen an den Wänden bedeckt war. An einigen Stellen hatte Besucher Kerzen aufgestellt und entzündet. Apollo war hier, um sein Versprechen gegenüber Starbuck einzulösen, und ihr Foto neben das von Kat zu heften. Er erreichte sein Ziel und zog das Bild aus der Tasche, und befestigte es mit einer Nadel.
“Wir sehen uns Kara”, sagte Lee leise bevor er weiterging.

Der Antiker Hippokrates hatte, nach seiner Rückkehr in die Andromeda, auf der Galactica, alles mit schweren Herzen auf der höheren Ebene mitverfolgt. Es war alles so eingetroffen, wie er es vermutet hatte. Leider konnte und durfte er niemanden nichts mitteilen, um seinen Plan zur Rettung dieser Menschen nicht zu gefährden.


Battlestar Leonis

Die Mannschaft der Leonis hatte über einen Monat im Bereich der Nullkoordinaten ausgeharrt. Doch schon auf den Weg dahin war man öfter auf die Zylonen gestoßen, die mit ihren Jägern, allein oder in kleinen Gruppen, offenbar nach ihnen suchten. Deswegen hatte Commander Edwards zwei der Raptoren unter dem Befehl von Captain Bristol zurück nach Elysium geschickt, um Admiral O’Hara und Präsident Wales zu informieren.
Edwards wich den zylonischen Patrouillen aus, in dem er immer sofort den Befehl für einen weiteren FTL-Sprung gab. Manchmal sogar mehrmals hintereinander. Was ihn und alle an Bord an meisten wunderte war, dass die zylonischen Jäger die Leonis gar nicht angriffen, beziehungsweise keine Basisschiffe auf ihre Spur setzten, sondern stattdessen weiterzogen, ohne dem kolonialen Kampfstern nachzusetzen.


Elysium
Elysium-City

Nach drei Tagen erreichten beide Raptoren, die Commander Edwards losgeschickt hatte, Elysium.
Captain Bristol überbrachte Admiral O’Hara und Präsident Wales die Informationen, die bei den beiden Männern eine sehr große Besorgnis hervorrief.

“Ich danke ihnen für ihren Bericht, Captain Bristol. Hat Commander Edwards sonst noch etwas verlauten lassen - sollen Sie wieder zu ihm zurückkehren?”, fragte Samuel O’Hara.
“Nein, Admiral. Wir sollen hier bleiben, da er uns aus Sicherheitsgründen nicht die nächsten Koordinaten mitteilen wollte, wo sich die Leonis als nächstes aufhalten wird”, antwortete Bristol müde von der langen Reise.

Präsident Wales zog die Augenbrauen hoch, und wandte sich fragend an den Admiral: “Woran denken Sie gerade, Sam?”
Admiral O’Hara nahm einen Stift und ein Blatt Papier und zeichnete damit eine grobe Karte der Andromeda: “Also hier, schon ziemlich am Rand unserer Galaxie, …sind wir. Die Kolonien sind dort…, die Nullkoordinaten sind in etwa hier…, und die Werte der Explosion, die wir gemessen haben - und von einer Atombombe stammen, kamen von hier… Dieses Gebiet nennen wir den Epsilon-Sektor.”
Dann verband er die einzelnen Punkte so, dass sie eine Art Raute beziehungsweise Rhombus bildeten, und schrieb Zahlen darauf.

“Ah, ich verstehe”, nickte Bruce Wales, der meinte zu erkennen, was im Admiral vorging.
“Die Leonis hat eine lange Reise vor sich - von den Null-Koordinaten bis zu dem Ziel im Epsilon-Sektor, also von hier aus.”
“Ganz genau, Herr Präsident.”

Jetzt wurde Wales bewusst, was nun wirklich in O’Hara vorging: “Oh, nein! Sie haben doch nicht etwa vor, noch einen Kampfstern in den Epsilon-Sektor zu schicken. Wir können doch keinen weiteren Battlestar entbehren, da wir mit einem Angriff der Zylonen rechnen müssen.”
“Die Zylonen finden uns. Das kann schon morgen, in einer Woche, nächstes Jahr oder erst viel später sein. Und wenn wir ein Schiff der Berzerk-Klasse dorthin schicken, oder auch ein weiteres der Valkyrie-Klasse, macht es keinen allzu großen Unterschied, wenn die Zylonen mit allem, was sie haben, uns angreifen, und wir ein weiteres Schiff verlieren",  entgegnete der Admiral, der seinen Entschluss bereits gefasst hatte.

Der Präsident merkte es schon und stimmte etwas zögerlich zu: “Ich verstehe Sie. Die Zylonen haben unsere Spur verloren und wissen nicht, wo wir sind. Es wird einige Zeit dauern, bis sie alle Sterne nach uns abgesucht haben, da unsere Galaxie ziemlich groß ist. Zumindest in dieser Hinsicht haben wir wirklich verfluchtes Glück, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Toaster einige Systeme sogar vergessen, ist möglich …
Admiral, ich gewähre ihnen drei Tage, um Leute zu finden, die sich freiwillig auf diese Mission begeben wollen, und einen Kampfstern der Valkyrie-Klasse ihrer Wahl, da wir im Falle eines erneuten Angriffs Transportschiffe benötigen.”

“In Ordnung, Herr Präsident”, nickte O’Hara, “wir sehen uns in drei Tagen wieder.”
“Sir, ich melde mich freiwillig.”
“Gut. Captain Bristol wäre schon mal der Erste”, stellte Admiral Samuel O’Hara amüsiert fest.
“Na, das fängt ja gut an”, seufzte Präsident Bruce Wales, der bereits ahnte, dass demnächst eine weitere Mannschaft aufbrechen würde.



Milchstraße
Erde
USA, Minnesota

General O´Neill hatte die Leitung des Einsatzes übernommen, der sich nach mehreren Stunden endlich dem Ende zuneigte.

“Wir haben alles abgesucht, geborgen und gesichert, Sir. Die letzten Wrackteile sind gefunden und zum Beamen bereit”, berichtete Lieutenant Springfield.
“Danke Lieutenant. Colonel Pendergast beamen Sie die restlichen Teile hoch! Wir sind hier unten fertig - mit aufräumen”, sagte O´Neill ins Funkgerät.
“Verstanden General O´Neill. Ich beame dann die Wrackteile und die gesammelten Berichte in das SGC auf Ebene 17”, bestätigte Pendergast, den Erhalt seiner Anweisungen.
“Ja. Danke für ihre Hilfe Colonel. Danke Leute das war’s wir sind fertig. Ihr könnt zurück aufs Schiff”, erklärte Jack den Soldaten und Wissenschaftlern, die an der Bergung beteiligt waren.

Nachdem alles an Trümmern und Personal hochgebeamt worden war, schlenderte O´Neill zu seinen Geländewagen.
“Wieder einmal nichts mit dem Angeln geworden”, seufzte er müde, stieg in seinen Wagen ein und fuhr los.

SGC - Krankenstation

Nach einer kleinen Odyssee, bestehend aus beamen auf die Prometheus, wieder runter auf die Erde und fahren, um Zeit zu sparen, kam Jack O´Neill schließlich wieder im SGC an.
Er nahm diese Strapazen gern auf sich, weil er neugierig war und unbedingt mehr über die Besucherin erfahren wollte, und dies ging nur, wenn er persönlich mit ihr ins Gespräch kommen würde.
Jack erinnerte sich, dass die junge Frau einige Male beinahe bei Bewusstsein war, da sie geblinzelt hatte, aber dann doch wieder weggedämmert war.

“Willkommen zurück im Stargate-Center, General O´Neill”, sagte Doktor Lam, als Jack die Krankenstation betrat, da er nach der Pilotin sehen und Neuigkeiten erfahren wollte.
“Guten Morgen, Doktor Lam. Wie geht es ihr?”, fragte er freundlich, obwohl er müde war und hielt sich die linke Hand vor dem Mund, da er gähnen musste.
“Den Umständen entsprechend gut, sie war kurz wach ist aber sofort wieder eingeschlafen. Die hat wohl einiges hinter sich. Wir haben ein paar Narben im Bauchbereich gefunden, doch die sind gut verheilt. Hinweise auf Knochenbrüche und Gelenkverletzungen… scheint eine richtige Draufgängerin zu sein. Sie hat einige leichte  Prellungen erlitten, und ist offenbar momentan wohl noch geblendet von diesem hellen Licht von welchem sie berichtet hatten, Sir - doch das gibt sich wieder. Zurzeit kann sie deswegen nur hell und dunkel erkennen. Und ihre Kleidung und Ausrüstung haben wir in diese Box dort, unter ihr Bett, verstaut”, berichtete Doktor Carolyn Lam im Plauderton General Jack O´Neill, während die beiden zum Krankenbett der jungen Frau herangetreten waren.

“Gut. Sonst noch etwas?”, fragte Jack, als er die schlafende Patientin musterte.
“Ja, auf der Hundemarke, die sie trägt, steht offenbar ihr Name: Kara Thrace. Ab und zu murmelt sie im Schlaf etwas. Die Krankenschwestern machen sich Notizen, so hat es General Landry angeordnet - `Könnte für die Nachforschungen von Doktor Jackson wichtig sein´ - hatte er gemeint. Mehr habe ich nicht. Colonel Carter leitet die technischen Forschungen und Untersuchungen an den geborgenen Wrackteilen, nachdem sie mit der Untersuchung der Kleidungsstücke fertig war.”
“Danke Doc, gute Arbeit. Machen sie weiter so, und sie rufen mich bitte, wenn sich hier etwas ändert. Denn ich geh dann mal zu Carter. Ich komme dann später wieder hierher zurück”, erklärte O´Neill und verließ die Krankenstation, und machte sich auf den Weg zu Colonel Carter’ Labor.

SGC - Colonel Carter’ Labor

“Hallo Sir”, begrüßte Colonel Carter den General, als er das Labor betreten hatte.
“Hallo Carter. Ich bin wegen des Berichtes hier, den Sie für mich haben.”
“Der ist hier”, sagte sie sofort, und überreichte O´Neill eine vorbereitete dicke Mappe.
“So viel? Und wo ist die Kurzfassung davon?”, fragte er, als er prüfend kurz im Bericht blätterte.
“Wir sind gerade dabei die Wrackteile zu ordnen, und mit Hilfe eines Technischen Handbuches, welches die junge Pilotin dabei hatte, dürfte es zum Glück etwas einfacher für uns sein, um das Fluggerät zu rekonstruieren. Was ich aber schon einmal sagen kann, dass die Hundemarke mit der Cockpit-Markierung übereinstimmt. Neu ist allerdings der Begriff “Starbuck“ - was wohl ihr Rufname sein wird…“
“Aha“, unterbrach Jack verwundert, “auf was für seltsame Namen manche kommen… Sorry, ich hatte sie unterbrochen, fahren sie fort!“
“Na schön. Also… bei der oberen Kleidungsschicht, die sie trug handelt es sich um einen sehr ausgeklügelten Raumanzug. Darunter trug Captain Thrace normale Dienstkleidung - so wie wir beide gerade… Von diesen Leuten können wir wirklich noch etwas lernen… Keine Sorge, es ist alles noch intakt beim Raumanzug, der ist unbeschädigt”, fasste Sam Carter zusammen, als sie Jack O´Neill´ fragenden Blick bemerkte.
“Es könnte auf jeden Fall eine sehr wichtige Entdeckung sein, Sir. Dieses Volk zu dem sie gehört, scheint, soweit es uns betrifft - uns um Jahrzehnte was die Raumfahrt betrifft voraus zu sein”, schwärmte Sam regelrecht als sie berichtete. Denn die bisher gewonnenen Informationen ließen sie nicht mehr los.
“Danke Colonel. Ich bin dann wieder auf der Krankenstation, um unsere Besucherin kennenzulernen - sie sollte mittlerweile so langsam wieder zu sich kommen… Vielleicht habe ich ja Glück…”, sagte Jack, wedelte kurz zum Abschied mit der Mappe mit dem Bericht als er das Labor wieder verließ.

SGC - Krankenstation

In den Händen die Mappe und das Tablett aus der Kantine haltend, betrat Jack O´Neill mal wieder die Krankenstation, und ging zu dem Bett von Kara Thrace, da er unterwegs informiert worden war, dass jene wie erhofft endlich aufgewacht war.

“Sie können gehen, ich übernehme jetzt”, sagte er an die Krankenschwester gerichtet.
Er stellte das Tablett auf dem Nachttisch ab und setzte sich, und als er in Kara’ Gesicht schaute, registrierte er, wie sie wiederholt leicht blinzelte und musste grinsen.
“Mahlzeit. Na ausgeschlafen?”, fragte er fürsorglich.
Kara, deren Blick sich immer mehr aufklarte, sah nun einen Mann mit ergrautem Haar neben sich sitzen. Starbuck konnte zwar lange nicht, und erst seit wenigen Minuten halbwegs wieder einigermaßen ausreichend sehen, doch die Stimme erkannte sie dennoch wieder.

“Wer sind Sie, und wo bin ich hier?”, fragte Kara Thrace trotz des langen Schlafs müde, und rieb sich erneut ihre Augen.
“Gut. Das ist doch ein Anfang. Ich bin Major General Jack O´Neill von der United States Air Force, und Sie befinden sich auf der Krankenstation des Stargate-Centers auf einen Planeten der sich Erde nennt”, antwortete O´Neill trocken, als ob diese Antwort die normalste von der Welt sei.
Bei dem vorletzten Wort, welches der Mann gesagt hatte, bekam Starbuck große Augen.
“Wo bin ich?”, fragte sie, um sicher zu sein nicht erneut nur zu träumen.
“Auf einem Planeten namens Erde”, wiederholte Jack.
Der jetzt seinerseits irritiert war, jemanden vor sich zu haben, dem die Erde, sowie er auch nach einer kurzen Befragung feststellen musste, auch die Bedrohung durch die Goa´uld, wie auch der Wraith, vollkommen fremd war.
Kurz darauf begann eine sehr rege Unterhaltung zwischen den beiden.

SGC - Ebene 17

O´Neill wollte eigentlich noch einmal mit Hammond telefonieren, doch kam ein Airman im Auftrag von Colonel Carter zu ihm, da diese ihm etwas zeigen wollte.
Jack betrat den großen Raum, in dem alle Fundstücke der Viper lagen und so genau wie nur möglich untersucht wurden.
Sam hielt ein kleines Buch in der linken Hand, und dirigierte Techniker, Wissenschaftler und Soldaten.

“Hallo Colonel, was gibt es hier zu sehen? Haben sie ihren Bericht etwas zuzufügen, Carter?”, fragte General O´Neill, als er sich kurz umgesehen hatte.
“Oh, hallo General. Nun ja, irgendwie haben sie Recht, Sir. Denn wie Sie sehen, versuchen wir uns immer noch ein genaueres Bild dieser Viper zu machen. Es läuft gut, dank des kleinen Buches hier, welches ich zufällig in einem Fach gefunden habe”, antwortete Sam zufrieden lächelnd.
“Also für mich wirkt das alles hier, immer noch sehr chaotisch, aber wenn Sie es sagen. Ich kann nämlich nicht viel erkennen”, scherzte Jack O´Neill seinerseits.
“Verstehe. Nein, Sergeant Siler, das Teil kommt dorthin”, sagte Sam, und deutete auf die Teile des Rumpfes.
“Wird noch eine Weile dauern, bis wir hier endlich fertig sind”, sagte Colonel Carter lächelnd.
“Ist schon gut. Ich werde dann mal Daniel suchen, und werde ich noch einmal mit General Hammond telefonieren, um mit ihm über dies und das sprechen”, sagte Jack, dann drehte er sich schnell um, und verließ den Raum.

SGC - Fahrstuhl, Ebene 17 - 27

Immer noch war General O´Neill sichtlich bewegt nach seiner ausführlichen, mehrstündigen Unterhaltung mit Captain Thrace, die ihm von einem furchtbaren Überlebenskampf gegen einen unbarmherzigen Feind geschildert hatte.
Und so hatte O’Neill sofort nach dem er die Krankenstation verlassen und einen Abstecher auf Ebene 17 bei Colonel Carter gemacht hatte, es endlich geschafft mit General Hammond zu telefonieren, weil er dem Volk des Gastes nur allzu gerne helfen wollte. Doch mussten zunächst noch weitere Informationen her.

Zum Glück kannte er die wichtigsten Personen, die ihm dabei helfen konnten die nötigen Informationen zusammenzutragen. Gerade eben befand er sich erneut im Fahrstuhl, welcher schon nach kurzer Fahrt abrupt stoppte, und Daniel stieg hinzu.

“Daniel. Sie suche ich gerade”, meinte O´Neill erfreut darüber seinen gesuchten alten Team-Kameraden endlich anzutreffen.
“Hallo Jack. Ja, ich weiß, habe ich gehört. Deswegen wollte ich ihnen ein Stück entgegenkommen. Und wie geht’s ihnen?”
“Gut. Außer das mein Urlaub ziemlich kurz war… Und selbst?”
“Ich war gerade auf der Krankenstation zur routinemäßigen Untersuchung, hatte gerade eine Mission...”
“Wir haben Besuch.”
“Habe ich schon gemerkt.”
“Haben Sie Zeit?”
“Ja, bis zur Besprechung um 17-Hundert. Wieso?”
“Reden Sie mal mit ihr. Also: sie heißt Kara Thrace, und habe mich mit ihr bereits einige Stunden unterhalten - und nun sind Sie dran. Sie ist definitiv nicht von der Erde, und wohl auch nicht aus den bekannten Bereichen unserer Galaxie.”
“Ist ja sehr interessant. Und wie soll ich da weiterhelfen können, es erscheint mir doch so, als ob Sie bereits alles erfahren haben?”
“Keine Ausflüchte, Daniel. Es geht darum eine neue Zivilisation kennenzulernen… Und auch weil sich einige andere Dinge wirklich doch mehr als nur sehr interessant anhören, besonders die Art und Weise, wie sie hier gelandet ist. Das kam mir irgendwie - bekannt vor. Und Ihnen wird es dann sicher auch so vorkommen”, begründete Jack.

Nun war das Interesse des Wissenschaftlers doch mehr als nur geweckt.
“Wirklich? In Ordnung, ich rede sofort mit ihr. Doch erst muss ich noch etwas holen. Sie sollen übrigens auch zur 17-Hundert Besprechung kommen”, sagte Daniel, “und übrigens wäre ich eh zu ihr gegangen…”
“Sicher!”, murrte Jack beim Verlassen des Aufzugs.

SGC - Ebene 21

Kurz darauf erschien Daniel, der zuvor noch einen Abstecher in seinem Labor gemacht hatte, ebenfalls auf der Krankenstation.
Doktor Jackson trat vorsichtig an das Bett von Kara heran, die gerade ein wenig vor sich hindöste, und klopfte daher auf den Nachttisch um sich bemerkbar zu machen.

“Oh, bei den Göttern! Wenn sie nicht dieser Doktor Jackson sind, von dem General O´Neill gesprochen hat, verziehen sie sich besser, sonst klebe ich ihnen eine”, drohte Kara Thrace genervt, welcher die ständigen Besucher langsam aber sicher allmählich mehr als nur auf die Nerven gingen.
“Dann habe ich wohl großes Glück, denn ich bin dieser Doktor Jackson”, antwortete Daniel sichtlich entspannt.

Nun setzte sich Starbuck im Bett auf, und musterte prüfend kurz den Wissenschaftler, bevor sich dieser zu ihr, auf den Stuhl, neben das Bett setzte.
Kara und Daniel unterhielten sich ebenfalls über ein paar Stunden sehr ausführlich, wie es auch schon Jack um die Mittagszeit getan hatte.

Doch im Verlaufe des Gespräches stellte Starbuck eines fest: alle Wissenschaftler, egal wo, sind doch ziemliche Nervensägen. Obwohl dieser Doktor Jackson zu der wohl angenehmeren Sorte zu gehören schien.

Daniel war besonders neugierig auf die Kultur, Geschichte und Religion der Patientin.
Starbuck erzählte Daniel davon soviel sie wusste, sowie auch über die bekanntesten Sternkonstellationen, von denen sie selbst einige auf einem Blatt Papier aufzeichnete. Damit wäre Colonel Carter später in der Lage diese auf einer Sternenkarte vergleichen, und so die Heimat des Gastes etwas genauer lokalisieren zu können.

Doch schon jetzt fiel Daniel auf, dass diese Konstellationen sehr unbekannt waren, was die Vermutung von Jack unterstützte, dass Starbuck durchaus sogar aus einer anderen Galaxie stammen könnte.

Als Kara Thrace im Anschluss dann die Einzelheiten von dem hellen, weißen Licht zu Ende erzählt, und davon eine vage aber doch noch genaue Beschreibung gegeben hatte, nickte Daniel Jackson kurz, und verstand was Jack O´Neill gemeint hatte.
“Jack hatte wirklich Recht mit seiner Vermutung, sieht so aus als ob da jemand aufgepasst hat”, fasste Daniel kurz zusammen.
“Wer hat aufgepasst?”, fragte Kara irritiert, die sich in der Tat nicht mehr an das Gespräch mit Hippokrates erinnern konnte.
“Nun ja, nicht nur aufgepasst, sondern auch noch sehr clever eingemischt hat”, fuhr Doktor Jackson fort, und erzählte Starbuck noch einmal genauer von den Antikern, den Aufgestiegenen und deren Regeln.

Kara hatte die Uhr genau im Blick, und seufzte leise als sie sich einen Vortrag anhören musste. Schließlich versuchte sie Daniel irgendwie loszuwerden, indem sie ganz einfach tat als wäre sie vor Müdigkeit eingeschlafen.

Der Archäologe bekam dies erst gar nicht mit - bis zu dem Zeitpunkt, als die Patientin dann tatsächlich eingeschlafen war.
“Tja, das war’s dann wohl”, seufzte Jackson ein wenig enttäuscht davon, dass die Unterhaltung wohl schon länger zu Ende war.



Tage später
Milchstraße
Erde
SGC

Sichtlich zufrieden begab sich General O’Neill auf die Krankenstation, um mal wieder nach Captain Thrace zu sehen, die er aus seinem See gerettet hatte. Das erste Gespräch, sowie zwei weitere zwischen ihnen waren gut verlaufen. Und auch Daniel Jackson war in der Zwischenzeit mehrmals bei ihr gewesen.
Dabei hatte sich immer mehr herauskristallisiert das Kara und Jack so ziemlich auf derselben Wellenlänge waren.

“He, Sie sollen sich doch noch schonen!”
Jack O’Neill schaute verblüfft auf die vollständig angezogene Person auf dem Bett.
“Wenn ich dauernd in diesem Bett hier herumliege, kann ich Ihnen ja wohl kaum helfen, oder?”, fragte Kara, die sich gerade die Stiefel zuschnürte.

“Sie haben grünes Licht, Captain”, versicherte Doktor Lam, um den General zu beruhigen, und erklärte Starbuck damit für entlassen.
“Gut”, grinste Jack, “kommen Sie mit in die Cafeteria, Thrace?”
“Warum nicht. Gehen wir. Und dieser Daniel Jackson ist eine richtige Nervensäge.”
“Ach, auch schon gemerkt. Äh, sie bekommen übrigens eines der Gästequartiere hier im Stargate-Center…”
“Also, ich würde dieses Stargate gerne einmal sehen, und nicht nur von jeden hier davon reden hören…“, murmelte Starbuck neugierig.
“Na schön, Captain. Dann machen wir eine kleine Besichtigungs-Tour durch diesen Stützpunkt“, erklärte O´Neill, “denn immerhin müssen sie hier eine Weile leben, ehe wir die Mission zur Rettung ihres Volkes beginnen.“
“Aber unterwegs legen wir eine Rast ein, um was zu futtern…“
“Aber klar doch…“
Worauf sich die beiden rege miteinander plaudernd auf den Weg machten. Das erste große Ziel der zwei war der Stargate-Raum, ehe es dann weiter unter anderem zur Cafeteria gehen würde…
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